2025/0183
Jahresbericht 2024, Servicestelle Soziales und Beratung, Amt für Soziales und Prävention
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Punkt 4: Jahresbericht 2024, Servicestelle Soziales und Beratung, Amt für Soziales und Prävention (V-Nr. 2025/0183) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss für Soziales nimmt von der Vorlage Kenntnis.
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Jahresbericht 2024
Servicestelle Soziales und Beratung
Berichtszeitraum 01.01.2024 - 31.12.2024
Jahresbericht SuB 2024
2
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort ............................................................................................................. 3
2. Vorstellung der Mitarbeiterinnen von SuB ........................................................... 4
3. Beratung ........................................................................................................... 4
3.1. Anzahl der Kontakte gesamt ........................................................................ 5
3.2. Jahresvergleich ........................................................................................... 5
3.3. Kontakte in der Beratung ............................................................................. 6
3.4. Auswertung der Kontakte ............................................................................. 7
3.5. Inhalte der Beratung .................................................................................... 8
3.6. Wohnerstberatung ....................................................................................... 9
3.7. Telefonsprechzeit ...................................................................................... 10
3.8. Casemanagement Fälle .............................................................................. 10
3.9. Wegweiser für Seniorinnen und Senioren .................................................... 11
4. Offene Altenhilfe .............................................................................................. 11
4.1. Programm für Seniorinnen und Senioren .................................................... 11
4.2. Städtische Senior*innentreffs ..................................................................... 12
4.3. Senior*innenerholung ................................................................................ 13
5. Öffentlichkeitsarbeit ......................................................................................... 13
5.1. Infostand im Quartier ................................................................................ 13
5.2. Netzwerkarbeit .......................................................................................... 14
5.3. Veröffentlichungen .................................................................................... 14
5.4. Homepage ................................................................................................ 14
6. Ehrenamt ........................................................................................................ 14
6.1. Senior*innenbesuchsdienst und Ämterlots*innen ........................................ 14
6.2. Ehrenamt in der offenen Altenhilfe ............................................................. 15
7. Ehrenamtsveranstaltung .................................................................................. 15
8. Ausblick .......................................................................................................... 16
Anhang
Jahresbericht SuB 2024
3
1. Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
mit dem vorliegenden Jahresbericht stellen wir die Arbeit der Servicestelle Soziales
und Beratung der Wissenschaftsstadt Darmstadt (im folgenden SuB genannt) vor.
In Darmstadt lebten im Berichtszeitraum mehr als 28.000* Menschen, die 65 Jahre
oder älter sind.
Alle Bürger*innen ab 65 Jahren, die ihren Wohnsitz in Darmstadt haben, sowie deren
Angehörige werden hier informiert, beraten und unterstützt. Die Themen sind dabei
vielfältig und drehen sich um alle Fragen, die ein Leben im Alter mit sich bringen.
Die Beratung erfolgt telefonisch, persönlich in Vorsprachen oder bei Hausbesuchen.
Die qualifizierte Unterstützung zielt darauf ab, eine selbstbestimmte Lebensführung
und Teilhabe im Alter zu ermöglichen.
Das Programm für Seniorinnen und Senioren bot wieder vielfältige Veranstaltungen
und Begegnungsmöglichkeiten zum Mitmachen und zum Austausch an, um
Beziehungen zu knüpfen und Einsamkeit vorzubeugen.
Im Juni fand die von der Servicestelle organisierte Ehrenamtsveranstaltung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt für über 300 Engagierte im sozialen Bereich statt.
Auffallend war die stetig steigende Zahl an Menschen mit komplexen Problemlagen,
die eine enge Begleitung im Rahmen eines Case-Managements notwendig machten.
Die Vorsprachen der Ratsuchenden ohne Terminvereinbarung hat zugenommen. Dies
zeigt, dass die Situation sich nach der Pandemie wieder normalisiert hat und auch
dass sich der Bekanntheitsgrad der SuB durch die geleistete Öffentlichkeitsarbeit
weiter erhöht hat.
Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2024 und bedanken uns bei allen, die
unsere Arbeit unterstützt und bereichert haben.
Darmstadt, Februar 2025
*Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung: https://www.darmstadt.de/fileadmin/Bilder-
Rubriken/Standort/Statistik_und_Stadtforschung/pdf/faltblaetter/ZahlenInKuerze2023.pdf
Jahresbericht SuB 2024
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2. Vorstellung der Mitarbeiterinnen von SuB
Das Team setzt sich aus insgesamt sechs Mitarbeitenden zusammen:
Irina Höllwarth, Simone Blank, Nadja Wolf, Pamela Jung, Monika Rau, Petra Wendling
(von links nach rechts)
3. Beratung
Die Gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Servicestelle Soziales und Beratung stellt
§ 71 SGB XII (Altenhilfe) dar:
„Die Altenhilfe soll dazu beitragen, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu
verhüten, zu überwinden oder zu mildern und alten Menschen die Möglichkeit zu
erhalten, selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen und ihre
Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken.
1. Leistungen zu einer Betätigung und zum gesellschaftlichen Engagement, wenn
sie vom alten Menschen gewünscht wird,
2. Leistungen bei der Beschaffung und zur Erhaltung einer Wohnung, die den
Bedürfnissen des alten Menschen entspricht,
3. Beratung und Unterstützung im Vor- und Umfeld von Pflege, insbesondere in
allen Fragen des Angebots an Wohnformen bei Unterstützungs-, Betreuungs-
oder Pflegebedarf sowie an Diensten, die Betreuung oder Pflege leisten,
4. Beratung und Unterstützung in allen Fragen der Inanspruchnahme
altersgerechter Dienste (…)“
Die Beratung in der Servicestelle wird durch zwei Dokumentationsformen abgebildet:
Kontakte im System OPEN PROSOZ und anonyme Kontakte.
Das Fachverfahren OPEN PROSOZ wird zur Falldokumentation genutzt. Hier werden
Senior*innen mit ihren Kontaktdaten aufgenommen, bei denen ein intensiver,
komplexer Beratungs- und Unterstützungsprozess besteht. Die Ratsuchenden haben
eine Einwilligungserklärung zur Datenerhebung und –verarbeitung unterschrieben.
Die anonymen Kontakte werden in einer Excel Liste erfasst. Anonym dokumentiert
werden die Kontakte, wenn die Ratsuchenden ihre Kontaktdaten nicht angeben, bzw.
Jahresbericht SuB 2024
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keine Einverständniserklärung unterzeichnen. Der Großteil an anonym erfassten
Kontakten ist häufig telefonisch und meist einmalig.
In vielen Beratungsgesprächen wurden mehrere Themenbereiche angesprochen,
deshalb können sich Mehrfachnennungen in einem Beratungskontakt ergeben.
Darüber hinaus werden diejenigen Kontakte erfasst, die außerhalb von
Beratungsthemen stattfinden, etwa Öffentlichkeits-/Netzwerkarbeit und Sonstiges.
3.1. Anzahl der Kontakte gesamt
Insgesamt waren es 3.528 Kontakte, davon 434 Erstkontakte. 1316 Kontakte wurden
in OPEN PROSOZ dokumentiert, 2212 der Kontakte wurden anonym erfasst.
Hierbei wurden ausschließlich Beratungskontakte gezählt. Nicht aufgeführt wurden die
Kontakte, die im Rahmen der Erstellung, Planung und Durchführung des Programmes
für Seniorinnen und Senioren durch die Verwaltungsfachkraft anfielen.
3.2. Jahresvergleich
Im Jahr 2020 wurden 1973 Kontakte gezählt, in 2021 waren es 1731 Anfragen. Im
Jahr 2022 stieg die Zahl der Kontakte auf 3043 an und damit um 75% mehr als im
1316
2212
Kontakte gesamt
ProSoz Anonyme Beratungen
1973 1731
3043 3175 3528
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
4000
2020 2021 2022 2023 2024
Beratungen
Jahr
Gesamtzahl Kontakte 2020-2024
Jahresbericht SuB 2024
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Vorjahr. Ein leichter Anstieg auf 3175 Kontakte zeigte sich im Jahr 2023. Im Jahr
2024 stiegen die Kontakte um weitere 11,1% auf insgesamt 3528 an.
3.3. Kontakte in der Beratung
In absoluten Zahlen betrachtet fand der Großteil der Kontakte im Rahmen der
Beratungsarbeit, insgesamt 1380, mit Klientinnen und Klienten direkt statt. Es folgen
802 Kontakten mit Institutionen/ Dienstleistern/ Ärztinnen und Ärzten. 430 Kontakte
mit der Polizei/Amt/PSP (Pflegestützpunkt) wurden erfasst und 604 mit
Angehörigen/Bekannten/Betreuerinnen und Betreuern.
41%
16%
15%
25%
3%
Beratungskontakte ProSoz
Klient*in Polizei/Amt/PSP
Angehörige/Bekannte/Betreuer Institutionen/Dienstleister/Ärzte
Ehrenamtliche
38%
10%18%
22%
12%
Beratungskontakte anonym
Klient*in Polizei/Amt/PSP
Angehörige/Bekannte/Betreuer Institutionen/Dienstleister/Ärzte
Ehrenamtliche
Jahresbericht SuB 2024
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3.4. Auswertung der Kontakte
Der Großteil der Kontakte, die in OPEN PROSOZ dokumentiert wurden, fand
telefonisch statt (52 %). Hausbesuche machten 8% und Vorsprachen 14% der
Kontakte aus. Der Anteil an Kontakten per Mail betrug 21% und 5% der Kontakte fand
auf dem Postweg statt. 89% der Kontakte dauerte weniger als 45 Minuten, 11% waren
länger als 45 Minuten.
Auch bei den anonym erfassten Kontakten überwogen die Telefonate (50%). Kontakte
per Mail (29%) und Postweg (8%) machten zusammen ebenfalls einen großen Anteil
aus. 11% der Kontakte waren Vorsprachen. Da Hausbesuche in der Regel in PROSOZ
aufgenommen wurden, machten die Hausbesuche nur einen geringen Anteil (2%) der
anonymen Kontakte aus. In 96% aller Fälle dauerten anonym erfasste Kontakte
weniger als 45 Minuten, in 4% über 45 Minuten.
In absoluten Zahlen betrachtet, stieg die Anzahl der (häufig auch unangemeldeten)
Vorsprachen weiter an. Waren es in 2023 insgesamt 314 Vorsprachen, so waren es im
vergangen Jahr 421 Vorsprachen, ein signifikanter Anstieg um 34%.
11%
89%
Kontaktdauer ProSoz
über 45 Minuten unter 45 Minuten
29%
8%
50%
11% 2%
Kontaktart anonym
Mail Post Telefon Vorsprache Hausbesuche
4%
96%
Kontaktdauer anonym
über 45 Minuten unter 45 Minuten
21%
5%
52%
14%
8%
Kontaktart ProSoz
Mail Post Telefon Vorsprache Hausbesuche
Jahresbericht SuB 2024
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3.5. Inhalte der Beratung
Die Beratungen sind individuell und häufig durch komplexe Bedarfslagen sowie
unterschiedliche und vielschichtige Anliegen gekennzeichnet. Die Beratungsthemen
geben Hinweise auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit.
Der Bereich soziale Teilhabe hatte bei den anonymen Beratungen den größten Anteil
mit insgesamt 610 Kontakten, bei den in ProSoz dokumentierten Beratungen waren es
207 Kontakte mit diesem Thema. Hierbei handelte es sich vorrangig um Beratung
zum städtischen Programm für Seniorinnen und Senioren sowie weiteren Angeboten
der offenen Altenhilfe oder Möglichkeiten der wohnortnahen Partizipation.
336 327 293
243 232 207 176 171
81 79 65 57
0
100
200
300
400
500
600
700
Beratungsinhalte OPEN PROSOZ
610
411 389
325
258 238 237 222 190
117
62 58
0
100
200
300
400
500
600
700
Beratungsinhalte Anonym
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Zum Leistungsrecht der Kranken- und Pflegekassen gab es insgesamt 747
Beratungskontakte. Bei den ProSoz Beratungen hatte dieses Thema mit 336
Beratungen den größten Anteil. Hier ging es häufig um Informationen zum Pflegegrad
eins, Unterstützung bei der Antragstellung und Schnittstellenzuweisung zum
Pflegestützpunkt.
Bei insgesamt 560 Kontakten war die Information, Beratung und Hilfe bei der
Organisation von haushaltsnahen Dienstleistungen Inhalt der Beratung.
Hinweise von Polizei, besorgten Nachbarn und Ämtern führten im Rahmen von
Krisenmanagement zu 119 Kontakten mit allen Beteiligten. Akute Krisen machen eine
zeitnahe Überprüfung und persönliche Gespräche zur Einschätzung der Situation
notwendig. Vor Ort entsteht ein Gesamtbild der individuellen Situation der Betroffenen
und es kann direkter gehandelt werden.
Insgesamt wurden 490 Wohnerstberatungen durchgeführt. Ratsuchende wurden
unterstützt, ihre individuelle Wohnsituation anzupassen und zu verbessern, um
möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Häuslichkeit leben zu können. Im Jahr
2024 stiegen die Beratungszahlen bei der Wohnerstberatung um 42 % im Vergleich zu
2023. Auffallend ist, dass der Bedarf an Hilfe bei Mietschulden und drohendem
Wohnungsverlust gestiegen ist. Diese wurden jedoch nicht explizit erfasst. Dabei wird
eng mit der Wohnungssicherungsstelle und der Schuldnerberatung
zusammengearbeitet.
Unterstützung und Beratung bei der Antragstellung von Sozialleistungen
(Schwerbehindertenausweis, Blindengeld, Wohngeld, Grundsicherung etc.) wurde
insgesamt 549mal nachgefragt.
Der Themenkomplex Vollmachten/gesetzliche Betreuung wurde insgesamt 531mal
erfasst. Hierzu zählen u. a. die Beratung zum Thema und die Anregung von
gesetzlichen Betreuungen, sowie die Kontakte mit der Betreuungsbehörde.
Der Seniorenbesuchsdienst/Ämterlotsen war Gegenstand von 406
Beratungskontakten. Dazu zählen auch die Begleitung und Unterstützung der
ehrenamtlich Tätigen.
Kontakte mit sonstigem Inhalt wurden 413mal erfasst. Hierunter fielen Kontakte z.B.
im Zusammenhang mit Organisation der Seniorenreisen, Terminvereinbarungen,
Zuweisung zu anderen Fachstellen.
3.6. Wohnerstberatung
Themen der Wohnerstberatung waren:
• Hilfe bei der Anpassung der eigenen Wohnung an veränderte Anforderungen
• Tipps zur barrierefreien Gestaltung und Hinweise zur Sturzprophylaxe
• Informationen zu Hilfsmitteln, Umbaumaßnahmen und deren Finanzierung
• Vermittlung zu weiterführenden Fachstellen und Dienstleistungsangeboten
Digitale Produkte aus dem Technikkoffer, die das Wohnen im Alter unterstützen
können, wurden bei Hausbesuchen und Wohnberatungsvorträgen mitgebracht und
vorgestellt. Die Akzeptanz und der Wille zur Digitalisierung der eigenen Wohnung ist
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bei Hochaltrigen noch gering und es werden eher niederschwellige Angebote
angenommen, wie z.B. Bewegungsmelder, Lichtleisten und Hausnotrufknopf.
Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Wohnberatung waren hohe Mietschulden
und/oder drohender Wohnungsverlust.
3.7. Telefonsprechzeit
Seit Januar 2022 läuft das Projekt „Telefonsprechzeit „Hier werden Sie gehört“, für
alte und hochaltrige Menschen in Darmstadt.
Die psychosoziale Telefonberatung wird fachlich von einer Dipl. Gerontologin
durchgeführt und ermöglicht über individuelle Alltagsthemen zu sprechen, Entlastung
zu erfahren und die Selbstfürsorge zu stärken. Das Angebot trägt dazu bei,
Tabuthemen wie Einsamkeit, Depressionen oder auch Suizidgedanken ansprechen zu
dürfen. Das Angebot wurde insbesondere von Senior*innen mit
Mobilitätseinschränkungen gut angenommen.
In 123 Kontakten war die Telefonsprechzeit ein Thema in der Beratung von SuB.
Hierunter fielen auch die Reflexion und der Austausch mit der Dipl. Gerontologin, in
schwierigen Fällen.
Von Januar bis Dezember fanden 238 telefonische Beratungsgespräche durch die
Dipl. Gerontologin in insgesamt 166 Stunden statt.
3.8. Casemanagement Fälle
„Das Konzept Case Management bietet Organisationen, deren Zweck darin besteht
Menschen zu unterstützen, die Voraussetzung, individualisierte und
einzelfallorientierte Lösungen zu entwickeln und diese als Systemerweiterung zu
nutzen. Vor allem Fälle, mit komplizierten und komplexen Problemlagen, die nicht
ohne Weiteres mit den Routinen der Organisationen zu bearbeiten sind, erfordern
bereichsübergreifende und ressourcenintensive Vorgehensweisen, die vom Case
Management organisiert und beaufsichtigt werden.“
(Quelle: https://www.socialnet.de/lexikon/Case-Management)
Komplexe Problemlagen im Einzelfall ergeben sich zum Beispiel bei drohendem
Wohnungsverlust, Immobilität, Schulden, Verwahrlosung, Demenz, fehlender
Krankenversicherungsschutz und fehlenden oder überforderten Angehörigen.
Die SuB verzeichnete insgesamt 22 neue Casemanagement Fälle im Berichtszeitraum.
Diese Klientinnen und Klienten haben einen sehr hohen Bedarf an Begleitung und
Unterstützung sowie bei der Koordination der verschiedenen beteiligten Hilfesysteme
(z.B. Behörden, Vermieter, Krankenkassen, Institutionen). Für die Mitarbeiterinnen der
SuB erfordert dies eine hohe fachliche Kompetenz, einen großen zeitlichen Aufwand
und eine enge Kooperation mit den verschiedenen Abteilungen des Amtes für
Wohnungswesen und des Amtes für Soziales und Prävention.
Jahresbericht SuB 2024
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3.9. Wegweiser für Seniorinnen und Senioren
Die Broschüre beinhaltet Adressen und Kontaktdaten zu den Themen: Beratung,
Freizeit, Kultur, Alltagshilfen, Vorsorge und Pflege.
Der Wegweiser wurde in 2020 aktualisiert und wurde in der Online-Version bis Oktober
2024 regelmäßig angepasst. Seitdem wird die Onlineversion vom Verlag nicht mehr
gepflegt/aktualisiert. Bis auf weiteres bleibt der Wegweiser als pdf-Datei auf der
städtischen Homepage abrufbar.
(https://www.darmstadt.de/fileadmin/Dateistruktur2024/01_LEBEN/01_Soziales/05_Seniorinnen-und-
Senioren/Programm__Wegweiser/WW_Mai_2024.pdf)
4. Offene Altenhilfe
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der SuB ist die offene Altenhilfe. Die gesetzliche
Grundlage für das Angebot der offenen Altenhilfe ist ebenfalls im § 71
Sozialgesetzbuch (SGB), Zwölftes Buch (XII) verankert.
Ziel der offenen Altenhilfe unter Einbindung der Ehrenamtlichen ist es, vielfältige
Angebote für Ältere zu entwickeln, die Gesundheitsprävention zu fördern, Einsamkeit
entgegenzuwirken und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Die offene Altenhilfe muss
daher heute sowohl die „Verjüngung des Alters“ (vorzeitige Verrentung) als auch die
„Verlängerung des Alters“ in ihre Planung mit einbeziehen und ein breit gefächertes
Angebot bereitstellen.
4.1. Programm für Seniorinnen und Senioren
Das Programm 2024 enthielt eine Reihe von Veranstaltungen und Formate für Ältere
ab 65 Jahren. Neben der papierbasierten Form ist das Programm für Senior*innen auf
der Homepage der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu finden.
Ausflug nach Speyer ins Jüdische Bad. Wandern zum Heinerfest
An insgesamt 22 Fahrten und Ausflügen nahmen 426 Ältere teil.
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Zwei Angebote der Weiterbildung und Information wurden durchgeführt, 51
Interessierte machten mit.
899 Darmstädter*innen waren zu Gast bei den beiden großen Konzerten, dem
Romantischen Frühlingskonzert in der Orangerie und dem Adventskonzert im
Staatstheater Darmstadt. Zur großen Karnevalssitzung der Narrhalla im Hotel Maritim
am 04.02. kamen 230 Närrinnen und Narren.
Zu den aktiven Angeboten zählten drei Radtouren und die regelmäßigen Tanztreffs in
Eberstadt und Kranichstein. Die 6-mal im Jahr stattfindenden Tanznachmittage im
Eberstädter Schwanensaal waren sehr gut besucht und es wurde fleißig das Tanzbein
geschwungen. Auch die Tanznachmittage in Kranichstein erfreuten sich weiter großer
Beliebtheit und reger Teilnahme. Insgesamt nahmen 305 Personen teil.
Bei der traditionellen Heinerfest Wanderung waren 125 Seniorinnen und Senioren
sowie 10 ehrenamtlichen Helfer*innen dabei.
Senior*innensitzung der Karnevalsgesellschaft Narrhalla im Maritim-Hotel Darmstadt
4.2. Städtische Senior*innentreffs
Der Treff im Weidigweg Eberstadt stand wöchentlich an einem Nachmittag den Älteren
im Quartier offen. Zwischen 25-30 Besucher*innen kamen im Schnitt zum Austausch
bei Kaffee und Kuchen.
Für den Senior*innentreff am Woog konnte nach dem Ausscheiden der Treffleitung im
Sommer keine neue Treffleitung gefunden werden.
Ab Januar 2025 werden die NaturFreunde Darmstadt in eigener Regie Angebote für
Seniorinnen und Senioren im Quartier in den Räumlichkeiten des Naturfreundehaus
durchführen.
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4.3. Senior*innenerholung
In diesem Jahr konnten wieder zwei Senior*innenerholungen angeboten werden.
Die fünftägige Auszeit vom Alltag für insgesamt 10 Senior*innen fand im April in Bad
Brückenau statt. Die zweite Erholungsreise führte im Oktober dann nach Bad Bocklet.
Hier konnten 12 Senior*innen mit Beeinträchtigungen mitfahren. Die Reisen wurden
jeweils von zwei ehrenamtlichen Helferinnen begleitet. Die Teilnehmenden verbrachten
eine schöne Zeit in der Gemeinschaft, was die positiven Rückmeldungen nach den
Fahrten bestätigten.
Da die Nachfrage jeweils deutlich höher als die Zahl der freien Plätze war, wurden
vorrangig alleinstehende Menschen mit geringem Einkommen berücksichtigt.
5. Öffentlichkeitsarbeit
Auch in diesem Jahr konnte die Servicestelle durch Öffentlichkeitsarbeit den
Bekanntheitsgrad bei Darmstädter Senior*innen und Multiplikator*innen weiter
ausbauen. 154 Kontakte gab es in diesem Themenfeld.
5.1. Infostand im Quartier
Die Servicestel le stand mit dem Inforad am 0 7.06. im Woogsviertel an der Ecke
Roßdörfer Straße/Beckstraße. Informationsmaterial rund um das Thema „Älter werden
in Darmstadt“ wurde verteilt, für ehrenamtliches Engagement geworben und viele
interessante Gespräche wurden geführt.
Woogsviertel Ecke Beckstraße/Roßdörfer Straße
Jahresbericht SuB 2024
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5.2. Netzwerkarbeit
Vorstellung der Servicestelle mit ihren Angeboten bei:
• St. Georg Gemeinde beim Frühstück für Seniorinnen und Senioren
• Städtischer Seniorinnen- und Seniorentreff Eberstadt
• Pflegestützpunkt (Vortrag Wohnberatung)
• St. Georg Gemeinde (Vortrag Wohnberatung)
• Senioren und Seniorinnen-Netzwerktreffen Eberstadt
• Demenzforum Darmstadt (Wohnberatung)
• Tagesklinik Elisabethenstift
An internen und externen Arbeitskreisen arbeitete die SuB mit und setzte sich für die
Belange von Darmstädter Seniorinnen und Senioren ein: im AK „Migration und
Gesundheit“, „Allianz demenzfähiges Darmstadt“, im Beraterinnentreffen, sowie bei
Austauschtreffen mit dem Pflegestützpunkt. Außerdem fand ein Kooperationstreffen
mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes Darmstadt statt, um
sich über die Schnittstellen und die konkreten Abgrenzungen des jeweiligen
Arbeitsgebietes austauschen zu können.
Mit den Gemeindeschwestern, die in fünf Darmstädter Quartieren präventiv die
sozialen Strukturen sinnvoll ergänzen, arbeiteten die Mitarbeiterinnen der SuB von
Anfang an regelhaft zusammen.
5.3. Veröffentlichungen
In verschiedenen regionalen Veröffentlichungen wurde das Angebot der SuB
vorgestellt, z.B. auf der Homepage der Stadt Darmstadt und in Presseartikeln im
Darmstädter Echo und erstmalig auch über Instagram.
5.4. Homepage
Die Homepage der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist neugestaltet in diesem Jahr
online gegangen, so dass nun die überarbeiteten und aktualisierten Informationen der
SuB auch online zur Verfügung stehen.
6. Ehrenamt
Das bürgerschaftliche Engagement im Ehrenamt als Ergänzung der professionellen
Hilfen ist ein wertvoller und unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Angebotsstruktur
der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Die Gewinnung von ehrenamtlich Helfenden im Bereich Altenhilfe macht einen
weiteren Arbeitsschwerpunkt aus.
6.1. Senior*innenbesuchsdienst und Ämterlots*innen
Der Senior*innenbesuchsdienst ist eine Kooperation der Stadt Darmstadt mit der
Regionalen Diakonie Hessen-Nassau.
Jahresbericht SuB 2024
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Insgesamt konnten 16 Senior*innen an die Ämterlots*innen und den
Senior*innenbesuchsdienst neu vermittelt werden. Im Pool der Ehrenamtlichen
standen 35 Personen zur Verfügung.
Eine Schulung zur Qualifizierung neuer Begleiter*innen und Ämterlots*innen kam in
diesem Jahr nicht zustande, da nur drei Anmeldungen vorlagen. Für diese
Interessierten erarbeiteten die Mitarbeiterinnen der SuB ein verkürztes Vorgehen zur
Aufnahme in den Pool der Ehrenamtlichen, um sich zeitnah ehrenamtlich bei der
Wissenschaftsstadt Darmstadt engagieren zu können. An der Schulung zur
Qualifizierung können sie dann im kommenden Jahr teilnehmen.
Anfang 2024 wurde der Senior*innenbesuchsdienst des DRKs aufgelöst. Damit die
dort entstandenen „Paarungen“ (Senior*in und Ehrenamtliche) weiter betreut werden
konnten, wurden vier Ehrenamtliche des DRKs in den Pool des Besuchsdienstes und
Ämterlots*innen aufgenommen. Die Ehrenamtliche haben so die Möglichkeit an
Angeboten der Ehrenamtsbetreuung durch die Servicestelle und der Regionalen
Diakonie Hessen-Nassau teilzunehmen.
6.2. Ehrenamt in der offenen Altenhilfe
Im Rahmen des Programms für Seniorinnen und Senioren waren 31 ehrenamtliche
Helfer*innen im Einsatz. Sie unterstützten bei Ausflügen, übernahmen
Garderobendienste und leiteten Kurse. Weitere Engagierte waren als Treffleitung und
Mitgestaltende in den zwei städtischen Seniorentreffs aktiv.
7. Ehrenamtsveranstaltung
Die SuB organisierte die alle zwei Jahre stattfindende Ehrenamtsveranstaltung für
Engagierte im sozialen Bereich in Darmstadt. Die Veranstaltung fand am 09.06.2024
im Kinopolis Darmstadt, bei Softgetränk und Popcorn, statt. Gezeigt wurde der Film
„A Great Place to Call Home“ („Ein guter Platz um nach Hause zu telefonieren“) eine
kluge Komödie über den späten Sinn im Leben und die Lust am Abenteuer mit Oscar-
Preisträger Ben Kingsley.
85 Institutionen und 74 Einzelpersonen aus dem sozialen Bereich wurden
angeschrieben und eingeladen. 328 ehrenamtlich Tätige haben die Einladung
angenommen. Die Rückmeldungen nach der Filmvorführung waren durchweg positiv.
Der Film kam sehr gut an und das Kino war gut gefüllt.
BON
für
1x Popcorn
(süß oder salzig)
BON
für
1x Soft-Getränk
Jahresbericht SuB 2024
16
8. Ausblick
In 2025 wird der Wegweiser für Seniorinnen und Senioren mit dem
Seniorenprogramm zusammengeführt. Dadurch kann dieser ressourcenschonender
jährlich aktualisiert und Doppelungen in beiden Broschüren vermieden werden. Ab
2026 erscheint die neue, zusammengefasste Broschüre mit Veranstaltungen,
wichtigen Anlaufstellen und Kontaktdaten für die Generation 65+ in Darmstadt.
Ab dem kommenden Jahr wird die Anmeldung für Veranstaltungen des Programms für
Seniorinnen und Senioren vereinfacht. Neben der telefonischen Anmeldung können
sich Interessierte jederzeit per E-Mail anmelden.
Im Senior*innentreff in Eberstadt und beim Tanzen wird es sowohl in Eberstadt, als
auch in Kranichstein personelle Veränderungen bei unseren Ehrenamtlichen geben.
Die Herausforderung, angepasst an die angespannte Haushaltslage, ein für alle
ansprechendes Programm für Seniorinnen und Senioren zu gestalten, nehmen wir
gerne an.
Die Ratsuchenden werden auch künftig bestmöglich in allen Fragen rund um das Alter
beraten und unterstützt.
Wir freuen uns auf viele Begegnungen und den Austausch mit allen Menschen, die sich
in 2025 an die Servicestelle wenden.
Jahresbericht SuB 2024
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ANHANG
Echo 04.06.2024 Echo, 16.04.2024
Echo, 23.08.2024
Instagramm Post vom 07.06.2024
2025/0183
4087 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
10.06.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0183
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 315110
Kostenstelle: 50-003-1010 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3151-10 Sachkonto:
Betreff: Jahresbericht 2024, Servicestelle Soziales und Beratung, Amt für Soziales und
Prävention
Vorlage vom: 06.06.2025
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Bericht zur Kenntnis .
Anlagen: Jahresbericht SuB_2024
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.06.2025
Die Servicestelle Soziales und Beratung ist seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein im
lokalen Altenhilfesystem. Das Beratungsangebot wird sehr gut angenommen und ist in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt für ältere Ratsuchende ab 65 Jahre und deren Angehörige
eine wichtige Anlaufstelle.
Mit dem vorliegenden Jahresbericht 2024 wird die vielfältige Arbeit der Servicestelle Soziales
und Beratung der Wissenschaftsstadt Darmstadt (im folgenden SuB genannt) vorgestellt.
Im Jahr 2024 stiegen, im Vergleich zum Vorjahr, die Beratungskontakte um 11,1% auf
insgesamt 3.528 an.
Auffallend war die stetig steigende Zahl an Menschen mit komplexen Problemlagen, die eine
enge Begleitung im Rahmen eines Case -Managements notwendig machten. Die Themen der
Beratung reichen von Information zu Sozialleistungen, Organisation von Alltagshilfen, Hilfe
bei Antragsstellungen bis hin zu Wohnerstberatu ng. Im Jahr 2024 stiegen die
Beratungszahlen bei der Wohnerstberatung um 42 % im Vergleich zu 2023.
Hinweise von Polizei, besorgten Nachbar innen und Nachbar n sowie Ämtern führten im
Rahmen von Krisenmanagement zu 119 Kontakten mit allen Beteiligten. Akute Krisen
machen eine zeitnahe Überprüfung und persönliche Gespräche zur Einschätzung der
Situation notwendig. Vor Ort entsteht ein Gesamtbild der individuellen Situation der
Betroffenen und es kann direkter gehandelt werden.
Im Juni fand außerdem die von der Servicestelle organisierte Ehrenamtsveranstaltung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt für über 300 Engagierte im sozialen Bereich statt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungsarbeit ist die offene Altenhilfe. Sie zielt darauf ab,
unter Einbindung von Ehrenamtlichen, vielfältige Angebote für Ältere zu entwickeln, die
Gesundheitsprävention zu fördern, Einsamkeit entgegenzuwirken und soziale Teilhabe zu
ermöglichen.
Das Programm für Seniorinnen und Senioren bot wieder vielfältige Veranstaltungen und
Begegnungsmöglichkeiten zum Mitmachen und zum Austausch an, um Beziehungen zu
knüpfen und Einsamkeit vorzubeugen.
Insgesamt wurden durch die kommunale Altenhilfe von SuB für die älteren Menschen in
Darmstadt 138 Angebote konzipiert und organisiert, um die Te ilhabechancen am Leben in
der Gemeinschaft zu fördern. Ca. 4600 Ältere haben an diesen Veranstaltungen
teilgenommen.
Dezernat II
Barbara Akdeniz
Bürgermeisterin
anlage 2
4167 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
10.06.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
II 50
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0183
Magistratsbeschluss -Nr.
223
Internetfähig
Produkt-Nr.: 315110
Kostenstelle: 50-003-1010 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3151-10 Sachkonto:
Betreff: Jahresbericht 2024, Servicestelle Soziales und Beratung, Amt für Soziales und
Prävention
Vorlage vom: 06.06.2025
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Bericht zur Kenntnis .
Anlagen: Jahresbericht SuB_2024
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 18.06.2025
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.06.2025
Die Servicestelle Soziales und Beratung ist seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein im
lokalen Altenhilfesystem. Das Beratungsangebot wird sehr gut angenommen und ist in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt für ältere Ratsuchende ab 65 Jahre und deren Angehörige
eine wichtige Anlaufstelle.
Mit dem vorliegenden Jahresbericht 2024 wird die vielfältige Arbeit der Servicestelle Soziales
und Beratung der Wiss enschaftsstadt Darmstadt (im folgenden SuB genannt) vorgestellt.
Im Jahr 2024 stiegen, im Vergleich zum Vorjahr, die Beratungskontakte um 11,1% auf
insgesamt 3.528 an.
Auffallend war die stetig steigende Zahl an Menschen mit komplexen Problemlagen, die ei ne
enge Begleitung im Rahmen eines Case -Managements notwendig machten. Die Themen der
Beratung reichen von Information zu Sozialleistungen, Organisation von Alltagshilfen, Hilfe
bei Antragsstellungen bis hin zu Wohnerstberatung. Im Jahr 2024 stiegen die
Beratungszahlen bei der Wohnerstberatung um 42 % im Vergleich zu 2023.
Hinweise von Polizei, besorgten Nachbar innen und Nachbar n sowie Ämtern führten im
Rahmen von Krisenmanagement zu 119 Kontakten mit allen Beteiligten. Akute Krisen
machen eine zeitnahe Üb erprüfung und persönliche Gespräche zur Einschätzung der
Situation notwendig. Vor Ort entsteht ein Gesamtbild der individuellen Situation der
Betroffenen und es kann direkter gehandelt werden.
Im Juni fand außerdem die von der Servicestelle organisierte Ehrenamtsveranstaltung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt für über 300 Engagierte im sozialen Bereich statt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungsarbeit ist die offene Altenhilfe. Sie zielt darauf ab,
unter Einbindung von Ehrenamtlichen, vielf ältige Angebote für Ältere zu entwickeln, die
Gesundheitsprävention zu fördern, Einsamkeit entgegenzuwirken und soziale Teilhabe zu
ermöglichen.
Das Programm für Seniorinnen und Senioren bot wieder vielfältige Veranstaltungen und
Begegnungsmöglichkeiten z um Mitmachen und zum Austausch an, um Beziehungen zu
knüpfen und Einsamkeit vorzubeugen.
Insgesamt wurden durch die kommunale Altenhilfe von SuB für die älteren Menschen in
Darmstadt 138 Angebote konzipiert und organisiert, um die Teilhabechancen am Leben in
der Gemeinschaft zu fördern. Ca. 4600 Ältere haben an diesen Veranstaltungen
teilgenommen.
Dezernat II
Barbara Akdeniz
Bürgermeisterin
Beratungsverlauf (2)
Orte (3)
- Roßdörfer Straße
- Weidigweg
- Beckstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2025/0183
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.06.2025
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00