Mandari Insight

2022/0326

DAnalytics+

Magistratsvorlage 12.10.2022

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Projektskizze 
Multimodale, digitale Verkehrssteuerung in Echtzeit durch 
produktive Datenanalyse in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (DAnalytics+) 
in der Förderrichtlinie 
„Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ 
zur Vorlage beim  
Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) 
Vorgelegt von: 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Mobilitätsamt der Stadt Darmstadt 
Mina-Rees-Straße 10 
64295 Darmstadt 
Ansprechpartner: Ralf Tank 
mobilitaet@darmstadt.de 
Darms
tadt, 15.07.2022 
MV 2022/0326 
Anlage 2

Inhalt 
Zusammenfassung ................................................................................................................................... 1 
1. Kurzbeschreibung/Inhalt des Vorhabens ...................................................................................... 1 
1.1 Ausgangssituation/ Antragsteller ............................................................................................. 1 
1.2 Projektziel ................................................................................................................................. 3 
1.3 Projektdurchführung ................................................................................................................ 6 
1.4 Ergebnisverwertung ................................................................................................................. 6 
2. Beitrag zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz ........................................................................ 7 
3. Beitrag zur Gestaltung effizienter und nachhaltiger Verkehrssysteme/ weiterer Ziele ............... 9 
4. Digitalisierungscharakter des Vorhabens ...................................................................................... 9 
5. Arbeits- und Ausgabenplanung ................................................................................................... 10 
6. Bereitstellung von Daten und Softwarequellcode ...................................................................... 10

Zusammenfassung  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt (folgend Stadt) ist auf Grund einer gerichtlichen Vereinbarung des Landes 
Hessen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) seit 2019 von konkreten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge an 
zwei zentralen Straßenabschnitten betroffen. Im Rahmen des Projekts DAnalytics (FKZ 16DKV30203) wurde 
in den Jahren 2018 -2022 mit dem Aufbau einer analytischen Datenplattform die Basis für eine proaktive, 
umweltsensitive Verkehrssteuerung unter Berücksichtigung der Möglichkeiten von Big Data Analytics gelegt. 
Im Projekt Kooperative Leitzentrale (FKZ: 16DKV10070) wurde das multimodale Ver besserungspotenzial in 
einem Reallabor in der priorisierten Teilstrecke Nieder-Ramstädter Straße (NRS) in direkter räumlicher Nähe 
zur Umwelt-Messstation Hügelstraße erfolgreich getestet –  Ergebnis war eine  Verkehrsverflüssigung und 
ÖPNV-Beschleunigung mit ca.  50 % verkürzten Fahr zeiten inkl. entsprechender Minderungswirkung der 
Luftschadstoffbelastung von NO2 und CO2 . Beide Projekte sind Teil der langfristigen Strategie ein  digitales 
und multimodale s Verkehrsmanagement umzusetzen und baut auf  bestehenden Aktivitäten auf. Die 
erzielten Erfolge im Bereich Umwelt- und Klimaschutz sollen durch eine Vertiefung der Ergebnisse aus beiden 
Projekten verstärkt sowie verstetigt werden . Durch den Aufbau einer m ultimodalen, digitale n 
Verkehrssteuerung in Echtzeit mit Hilfe des Ansatzes der p roduktiven Datenanalyse wird gleichzeitig die 
Mobilitätswende unterstützt, die Verkehrssicherheit erhöht sowie der Umwelt- und Klimaschutz verbessert. 
Dieser Ansatz wird seitens der Stadt auch deshalb verfolgt, weil die gewünschten Lösungen zur multimodalen 
Netzsteuerung in Echtzeit derzeit nicht am Markt angeboten werden und somit die von den Bürger :innen 
gewünschten Instrumente zur – auch individuellen – Verkehrsbeeinflussung nicht entwickelt und erfolgreich 
eingesetzt werden können. Ziel von DAnalytics+ ist die Entwicklung der notwendigen Strategie-Management-
Software für die abgestimmte und kooperative Mobilitätslenkung auf der analytischen Datenplattform , die 
Weiterentwicklung einzelner Elemente und die Implementierung an zwei Reallaboren (priorisierte 
Teilstrecken mit je acht LSA) in der Innenstadt. 
1. Kurzbeschreibung/Inhalt des Vorhabens 
1.1 Ausgangssituation/ Antragsteller 
Die Projekte DAnalytics („Advanced Analytics für die Wissenschaftsstadt Darmstadt – Darmstadt-Analytics“) 
und Kooperative Leitzentrale im Reallabor Nieder-Ramstädter Straße (NRS)  zählen in Deutschland zu den 
innovativsten Projekten im Bereich des umweltsensitiven Verkehrsmanagements und b ilden die Grundlage 
für eine nachhaltige und emissionsarme Mobilität in der Stadt . Oberstes Ziel des Projekts ist die Reduktion 
der Schadstoffemissionen des Verkehrs, insbesondere der Stickstoffoxide. Zu den wichtigsten Projektzielen  
gehörte daher die Schaffung eines datengetriebenen Verkehrsmanagements in Echtzeit, das auf Basis von 
aktuellen Zahlen, Daten und Fakten der Stadt die Grundlagen für ereignis - und umweltorientierte 
Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung des V erkehrs schafft. Dabei wird auch die emissionsorientierte

Verbesserung des Modal -Splits an den einzelnen Knotenpunkten sowie eine aktive Reduktion der 
Gesamtemissionen durch Verkehrsmittel betrachtet, die durch fossile Brennstoffe betrieben werden. 
Darüber hinaus wird ein ganzheitliches, netzorientiertes Verständnis für den Verkehr in der Stadt , u.a. als 
Basis für die langfristige Verkehrsplanung, Mobilitätsmanagement und Logistiksteuerung angestrebt. 
Die Umsetzung der Projektziele für das neue Förderprojek t „DAnalytics+“ orientiert sich zum einen an den 
bereits erarbeiteten Maßnahmen des Green City Plans Darmstadt  (GCP DA)  vom 31.07.2018  und zum 
anderen an den abgeleiteten Erkenntnissen des datengetriebenen, aktiven und umweltsensitiven 
Verkehrsmanagements (AUVM) . Durch die stringente und parallele Bearbeitung einer Vielzahl von 
technischen Teilprojekten - Einrichtung Ampelphasenassistent (APHA), Aufbau Umweltsensornetz zur 
umweltsensitiven Messung, Konzeption Ereignisorientierte Steuerung des MIV, Qualitätsmanagement und 
Umbau Lichtsignal anlagen (LSA) zur ÖPNV -Beschleunigung sowie Verkürzung Fahrzeiten durch 
Koordinierung einer priorisierten Teilstrecke  - konnten in der Koordinierung von Verkehren große 
Fortschritte erreicht werden. Jedoch wurden auch die Grenzen der bestehenden Angebote der 
Verkehrssystemtechnikanbieter im Markt deutlich, weshalb die mit dem Ansatz der strategischen 
nutzerorientierten Verkehrssteuerung auf Basis einer analytischen Datenbank im Sinne der Produktiven 
Datenanalyse einer multimodalen, digitalen Verkehrssteuerung in Echtzeit entwickelt werden soll. Die Stadt 
als Antragsteller folgt mit dem ausführe ndem Mobilitätsamt einer projektübergreifenden Roadmap zur 
Erhöhung der multimodalen Steuerbarkeit des Gesamtverkehrssystems und zur Erhöhung der Transparenz. 
Dies soll über Wahlmöglichkeiten für Nutzer: Innen zur Verkehrsmittelwahl und individuellen Reiseplanung 
auf Basis von transparenten und verlässlichen  Informationen (Digital Mobility Split)  erreicht werd en. 
Letzteres soll den Modal Shift im Sinne der Mobilitäts- und folgend auch der Logistikwende beschleunigen. 
 
Abbildung 1: Übergreifende Projekt-Roadmap: Auf dem Weg zum „Digital Mobility Split“ 
Mit dem Anschluss der beiden Projekte DAnalytics (Laufzeitende: 12/2022) und Kooperative Leitzentrale 
(Laufzeitende: 06/2022) sind bereits drei von fünf Schritten  zur kooperativen, multimodalen 
Verkehrssteuerung umgesetzt. Mit dem vorliegenden Projektantrag soll dieses Vorgehen verstetigt und die

Ergebnisse nachhaltig gefestigt werden. Dazu sollen die in der Abbildung rot umrandeten Stufen 4 und 5 der 
übergreifenden Projekt-Roadmap bis 12/2024 vollendet werden. 
1.2 Projektziel 
Die Erkenntnisse aus DAnalytics sowie der Kooperativen Leitzentrale/ Reallabor NRS und die Erfolge bei der 
Koordinierung (u.a. Reduzierung Fahrtzeiten ÖPNV und MIV trotz Einführung Tempo 30) sollen im gesamten 
Stadtgebiet angewendet und mit Hilfe von DAnalytics+ verstetigt und weiterentwickelt werden. Dabei ist das 
Hauptziel von DAnalytics+ die multimodale, intelligente, digitale und vernetze Zusammenführung von Daten 
und Erkenntnissen aus verschi edenen Teilprojekten durch eine „Produktive Datenanalyse“, damit diese 
gewinnbringend und zielgerichtet eingesetzt werden können . Grundlage für das Projekt stellt die 
Transparenz der Gesamtsituation dar, die durch Datensammlung und Verein heitlichung auf einem  
bestehenden analytischen System gewährleitet wird. Auf Basis dieser (Echtzeit-) Informationen erfolgt dann 
– manuell oder automatisiert – die Auswahl der richtigen Maßnahmen zur Steuerung bzw. Lenkung des 
Verkehrs passgenau zur aktuellen Verkehrssituation unter Berücksichtigung gewünschter 
Prioritätsmaßnahmen. Maßgeblich für den Erfolg der Gesamtlö sung ist allerdings, dass die Ergebnisse der 
Maßnahmen nachgehalten und in den Zusammenhang mit den Aktionen gestellt werden („Schließung des 
Regelkreises“). Die analytische Lösung („Advanced Analytics“) ist damit die Komponente, die den gesamten 
Regelkreis umgibt und die notwendige Basis für die Umsetzung schafft. 
 
Abbildung 2: Produktive Datenanalyse als Basis eines kontinuierlichen Transformationsprozesses 
Insofern stellt das „proaktive umweltsensitive Verkehrsmanagement“ auf Basis der produktiven 
Datenanalyse einen Regelkreis aus Entscheidungsunterstützung („Business Intelligence“) und Umsetzung der 
darauf ausgesuchten Maßnahmen („Verkehrsmanagement“) dar. Mit der Lösung wird damit die Grundlage 
für die Mobilitätswende geschaffen, auf deren Basis die richtigen Entschei dungen, zum richtigen Zeitpunkt, 
in der richtigen Qualität für den richtigen Entscheider vorliegen.  
Die Projektleitung des Mobilitätsamtes muss  bei der Projektsteuerung  und Administration sowie der 
technische Implementierungsberatung unterstützt werden (AP 100). Der Projektinhalt bedeutet einen hohen 
Abstimmungs- und Koordinationsaufwand, der effizient und professionell umgesetzt werden muss. Um die

aus DAnalytics bekannte hohe Belastung des Projektteams ( Drei städtische Angestellte ) nicht weiter z u 
erhöhen, werden diese Tätigkeiten an ein externes Beratungsunternehmen vergeben.  
In Arbeitspaket AP 200  erfolgt die Verknüpfung zwischen der analytischen Datenplattform und dem 
operativen, auftragsausführenden System. Hierbei ist zu gewährleisten, dass Analyseergebnisse aus 
bestehenden und neuen Datenquellen/ technischen Systemen automatisiert bzw. einer Regel folgend in das 
operative System geladen werden, so dass dort die entsprechenden Maßnahmen aktuell der verkehrlichen 
Echtzeit-Situation unter Berücksicht igung der Prioritätsanforderung zur Verkehrslenkung ergriffen bzw. 
umgesetzt werden können. Besonderer Fokus liegt in dieser Phase auch auf dem institutionellen Aufbau einer 
Data Governance unter Berücksichtigung der Datensicherheit. Darüber hinaus erfolgen im Rahmen der 
Fachberatung und inhaltlichen Datenanalysen (Data Science) die  Beantwortung von multimodalen 
Anwenderfragen, die bisher noch nicht beantwortet werden konnten , bzw. es werden Modelle geschaffen, 
die fehlende bzw. Daten mit schlechter Datenqualität ersetzen. Als E rgebnis wird das operative System des 
Verkehrsmanagement digital an das analytische System , auf Grundlage von definierten Regeln und 
Standards, angeschlossen. Dabei sind ggf. notwendige Anpassungen an der bestehenden analytischen 
Datenplattform zu berücksichtigen und von einem Systemintegrator umzusetzen. Eine enge Zusammenarbeit 
zwischen Mobilitätsamt und Auftragnehmer und die Einbindung von relevanten städtischen Stakeholdern in 
dokumentierten Workshops ist Voraussetzung und Vorbereitung für die kooperative Verkehrslenkung. 
In Arbeitspaket AP 300 erfolgt der Aufbau einer Kooperativen Verkehrslenkungseinheit TIMES auf Basis einer 
Organisationseinheit Kompetenzzentrums Datenanalyse (KDA) sowie die Entwicklung einer Software für das 
Strategie-Management-Instrument.  
 
Abbildung 3: Aufgaben des Strategie-Management-Instruments Kooperative Verkehrslenkung (TIMES) 
Neben den involvierten Beteiligten werden darüber hinaus die Aufgaben und Rollen der beteiligten 
kommunalen Akteure festgelegt. Ziel des KDA ist es, durch die Analyse vorhandener sowie potenzieller neuer 
Datenquellen neue Auswertungen und Dashboards zu erstellen. Diese sollen durch die Verschneidung von 
Mobilitäts-, Reise-, Umwelt-, Wetter- und anderer Daten Erkenntnisse liefern, die zu einer besseren

Verkehrskoordination führen und folglich Schadstoffe  nachhaltig reduziert. Zu dem bereits angebundenen 
System werden weitere Systeme iden tifiziert, die manuell bzw. teilautomatisiert an die analytische 
Datenplattform angebunden und ggf. weiterentwickelt werden. Basierend auf den Ergebnissen und der 
Diskussion mit den Beteiligten erfolgt eine weitere Abschätzung bzgl. der möglichen Erweiter ung der 
Leitstelle bzw. der Anbindung weiterer Systeme (Potenzialanalyse). Im Ergebnis wird die Grundlage für eine 
Kooperative Vernetzungseinheit geschaffen (Organisation, Beteiligte, Rollen, Aufgaben und Prozesse), es 
werden bereits weitere Systeme der Beteiligten (z. B. Fußgänger, Logistik, ÖPNV) manuell oder teilauto -
matisiert an das zentrale analytische System angeschlossen. Eine Potenzialanalyse verdeutlicht die 
zukünftigen Vorteile der Lösung und gibt Ausblick auf die nächsten Schritte. 
 
Abbildung 4: Strategie-Management-Instrument Traffic Information Management Eco System (TIMES)  
In AP 300 werden notwendige Anpassungen und Erweiterungen an den Teilprojekten zur aktiven Verkehrs-
beeinflussung durch Integration aller Verkehrsteilnehmenden bzw. von Umweltdaten (Teilprojekte APHA, 
Reisezeitermittlung und Umweltsensornetz) vorgenommen. Beim Ampelphasenassistenten ist die 
Erweiterung auf Fußgänger zu prüfen, bei der Reisezeitermittlung die Vernetzung mit der Strategie-
Management-Software und Erweiterungsnotwendigkeiten sowie beim Umweltsensornetz die Verknüpfung 
mit z.B. Wetterdaten und wissenschaftsbasierte n Korrelationen von situative n Wechselwirkungen von 
Verkehrsflüssen und Emissionswerten zur umweltsensitiven Steuerung. Um eine höchstmögliche Sicherheit 
der kritischen Infrastruktur weiterhin zu gewährleisten, sollen diese auch in Zukunft durch den i m Rahmen 
von DAnalytics eingeführten Schutz kritischer Infrastruktur (KRITIS) weiter gesichert und kontinuierlich auf 
den aktuellen Stand der Sicherheitstechnik gebracht werden.  
Um eine Verstetigung zu erreichen, werden im Rahmen von D analytics+ zwei Reallabore als technische 
Teilprojekte (AP 400) bearbeitet. In 2023 und 2024 sollen nach dem Vorbild des  Reallabors Nieder-
Ramstädter Str aße (NRS)  jeweils ein abgeschlossenes Reallabor zur Koordinierung von priorisierten 
Teilstrecken von LSA in der Innenstadt auf ereignisorientierte Steuerung und multimodale Beschleunigung/ 
Verkehrsverflüssigung unter Beachtung von Priorit ätsanforderungen umgesetzt wer den. Um eine 
echtzeitfähige dynamische, umweltsensitive Steuerung des Verkehrs zu ermöglichen und langfristig zu

etablieren ist eine Anpassung der vorhandenen Infrastruktur notwendig. Im Rahmen von DAnalytics konnten 
bereits eine Vielzahl vo n Lichtsignalanlagen  (LSA) umgebaut und neu geplant werden. Im Förderprojekt 
Kooperative Leitzentrale wurde eine priorisierte Streckenkoordinierung geplant, die notwendige 
Infrastruktur aufgebaut und erprobt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anforderungen an die LSA-Planung und 
Infrastruktur mit dem neuen Standard für eine Verbesserung der Reisezeit sorgen, obwohl die 
Geschwindigkeit auf dieser Strecke auf Tempo 30 reduziert wurde. Zudem kann eine ÖPNV -Priorisierung 
stattfinden. Dieser neue Standard soll mittelfristig stadtweit umgesetzt werden.  Die beiden geplanten 
Reallabore betreffen jedoch konkret zentrale  Koordinierungsstrecken in der Innenstadt und damit 
multimodale Brennpunkte mit hohem Effizienzsteigerungspotenzi al. Im Ergebnis sind Ende 2024 die drei 
priorisierten Teilstrecken in der Innenstadt optimiert, so dass der weitere Transfer sukzessive erfolgen kann. 
In den beiden Reallaboren ist der Umbau von 21 LSA Steuergeräten inkl. der Planungsleistungen vorgesehen. 
Mit der Verfügbarmachung einer DSGVO -konformen, flächendeckend automatisierten Lkw -
Durchfahrtkontrolle (AP 500) an den Ein- und Ausfallstraßen nach und von Darmstadt kann aufbauend auf 
den bereits vorhandenen Daten der Stadt ein Schritt zur effizienten Logistik über ein Lotsensystem gegangen 
werden. Zusätzlich können die Probleme der derzeit notwendigen Verkehrskontrollen, die aufgrund von 
Personalmangel und Verkehrsbehinderungen nur sporadisch möglich sind, vermieden werden. Die 
Logistikverkehre werden durch die Kontrollen transparent und schaffen damit die wichtigen 
Voraussetzungen für die Entwicklung weiterer innovativer Konzepte  (variable Bepreisung von 
Straßennutzungsgebühren, Zeitslots, verursachergerechte Paketbepreisung). Dies soll in Kooperation mit der 
Stadt Frankfurt am Main und der Metropolregion Frankfurt-RheinMain ab ca. 2025 erfolgen. Die im Projekt 
durch den Einsatz von geeigneter Videotechnik oder in Kooperation mit Toll Collect neu gewonnenen Daten, 
kombiniert mit den bereits vorhandenen Daten  aus DAnalytics , sind Voraussetzung für die kooperative 
Verkehrslenkung (AP 200 und 300), jedoch auch für die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem GCP DA. 
Die Umsetzung war bereits in DAnalytics geplant, scheiterte jedoch an Datenschutz-Bedenken der Hessischen 
Polizeiakademie und der Darmstädter Datenschutzbeauftragten, die jedoch nunmehr ausgeräumt sind. Bei 
der technischen Umsetzung erfolgt eine Abstimmung mit dem DKV-Projekt der Stadt Rüsselsheim.  
1.3 Projektdurchführung 
Antragsteller für DAnalytics+ ist der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der  ausführenden 
Stelle des Mobilitätsamt. Die für das Projekt DAnalytics eingerichtete Projektstruktur mit der Projektleitung 
in Verantwortung durch Katharina Metzker, Amtsleiterin des Mobilitätsamts, und Ralf Tank als zuständige n 
Fachexperten sowie der bestehenden, effizienten Projekt-Governance wird hierfür weitergeführt. 
1.4 Ergebnisverwertung 
DAnalytics hat gerade durch den p rojektübergreifenden Ansa tz und die neuartige Entwicklung einer 
vollständig neuen Strategiemanagement -Software einen klaren Pilotcharakter mit hohem Potenzial zur

Übertragbarkeit. Bereits heute sind die Erkenntnisse und Erfahrungen, die im Rahmen von DAnalytics 
gesammelt wurden von großem Interesse für andere Städte, die teilweise direkt  auf die 
Projektverantwortlichen zukommen . Daher werden und wurden Mitarbeitende des  Mobilitätsamts zu 
Vorträgen, Diskussionen etc. von anderen Städten, Kommunen und Gemeinden eingeladen, um über die 
Erfahrungen un d das Vorgehen aus den bisherigen Förderprojekten zu berichten  mit dem Ziel, die 
Vernetzung zwischen den Akteuren und de n Maßnahmen zu verbessern. Basierend auf dem Austausch mit 
den Mitarbeitenden des Mobilitätsamtes sind bereits mehrere Ideen in anderen Städten angedacht und 
ausgearbeitet worden. Diese Unterstützung für andere Kommunen möchte die Stadt im Rahmen von 
DAnalytics+ fortführen und die Erkenntnisse teilen. Darüber hinaus ist geplant freie Zugriffsmöglichkeiten zu 
den erstellten Dashboards, Analysen und Auswertungen zu geben und diese der breiten Öffentlichkeit 
einfach und unkompliziert zur Verfügung zu stellen. So ist auch eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen 
Medien vorstell- und umsetzbar, welche z.B. in einer Publizierungsserie in Online- und Printmedien über die 
erhobenen und gewonnen Daten sowie die daraus resultiere nden Vorteile informieren könnte. So würden 
zum einen die Daten wiederum für eine verschärfte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit genutzt und zum 
anderen die Bürger:Innen weiter für nachhaltige Mobilitätsformen sensibilisiert werden. 
2. Beitrag zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz 
Die übergeordnete Zielstellung des Förderantrags sind nachhaltige sowie dauerhaft positive Auswirkungen, 
die sich wie folgt manifestieren: Reduktion der verkehrsrelevanten Emissionen (z.B. NOx), Verhinderung der 
Emissionen von  klimarelevanten Gasen (z.B. CO2), Schaffung von Verkehrssicherheit (Reduktion von 
Unfällen) und Teilhabe sowie die Reduktion von Verkehrslärm. Vorrang des Vorhabens hat der Beitrag zum 
Gesundheits- und Klimaschutz, insbesondere die Redu ktion von NO2-Emmissionen und de s Ausstoßes von 
Treibhausgasen. Durch die Umsetzung des im Rahmen des Projekts  DAnalytics geförderten 
Umweltsensornetzes wurde eine bessere, kontinuierliche und nachhaltige Analyse und Auswertung von 
Umweltsensordaten erreicht, um insbesondere die Messung von N Ox und CO2 durchführen zu können. Im 
Rahmen von DAnalytics  wurden zum einen neue Umweltsensoren installiert und zum anderen ein 
Hauptstrecken-Clustering der Umweltsensoren anhand vorher definierter Strecken vorgenommen. Dieses 
Hauptstrecken-Clustering soll in DAnalytics+ als Basis für die Weiterentwicklung des Umweltsensornetzes 
dienen. Innerhalb von DAnalytics+ soll nun eine Steuerung des Verkehrs anhand der Umweltsensordaten auf 
den definierten Hauptstrecken erfolgen, um so für eine nachhaltige Reduktion von NOx und CO2 zu sorgen. 
Neben diesen Werten können in einem nächsten Schritt ebenfalls die bereits erfassten Werte von Feinstaub 
(PM2.5 und PM 10) oder auch Ozon, Luftdruck sowie Lufttemperatur in der Entscheidung berücksichtigt 
werden. Des Weiteren wurden fünf  Wetterstationen im Stadtgebiet zur erweiterten Analysemöglichkeit 
installiert und die Daten minütlich an die Datenbank übertragen. Abbildung 5 zeigt die Hauptstrecken in der 
Stadt und die zugehörigen Umweltsensoren, die die Basis für die in DAnalytics+ vorgesehene, kontinuierliche

Performance-Messung der umgesetzten Maßnahmen im Rahmen des umweltorientierten 
Verkehrsmanagements bilden. 
Neben dem Hauptstrecken-Clustering wurde ebenfalls 
ein so genanntes Flächen -Clustering Konzept 
entworfen und entwickelt. Durch das Flächen -
Clustering sind z.B. di e Umweltsensordaten einzelner 
Stadtviertel zusammengefasst. Diese Auswertung 
könnte Bürger:Innen in einem Dashboard visuell 
dargestellt werden und somit bei diesen den Umwelt- 
und Nachhaltigkeitsgedanken stärken. 
Das vorher beschriebene Umweltsensornetz wird 
Daten an die Datenanalyse-Plattform (DAP) liefern und 
darauf aufbauend wird in DAnalytics+ eine Analyse 
dieser Daten erfolgen. Anhand der Analyse wer den 
Maßnahmen abgeleitet, um hochbelastete Strecken zu entlasten. Durch die kontinuierliche Auswertung der 
Daten können Prognosen zur Entwicklung der Emissionswerte erstellt werden und somit das Überschreiten 
von Grenzwerten verhindert werden. Die Strategie-Management-Software kann Szenarien ändern  und 
verkehrsstrategische Maßnahmen ergreifen , sobald vorab bestimmte Werte erreicht werden. D analytics+ 
stellt keine Pilotmaßnahme dar, sondern leistet einen dauerhaften und nachhaltigen Beitrag zur 
Reduktionswirkung in der Stadt.  
Diese und weitere Maßnahmen innerhalb von DAnalytics+ leisten durch die Verstetigung des Verkehrs einen 
hohen Beitrag zur Luftreinhaltung und Emissionsreduktion. Mit Bezug zum GCP DA  und der darin 
abgebildeten Bewertungssystematik kann für das Projekt eine Reduktionswirkung im Vergleich zum  
Ausgangswert von bis zu 10 % erreicht  werden. Die multimodale Verkehrssteuerung wirkt direkt  auf die 
jeweils hochwirksamen Maßnahmen D 1 -3 Umweltsensitive und netzadaptive Verkehrslenkung 
und -steuerung (über das Strategie- Management-Instrument Kooperative Verkehrslenkung) , D 1-4 
Ertüchtigung und Koordinierung der Lichtsignalanlagen (über die beiden Reallabore zur Koordinierung der 
priorisierten Teilstrecken in der Innenstadt), D 2 Digitalisierung des ÖPNV (über das Strategie-Management-
Instrument Kooperative Verkehrslenkung), D  3 Beschleunigung des Modal Shift (über die zielgerichtete 
Kommunikation der E rgebnisse und die erzielte Transparenz und Darstellung für Bürger:innen) sowie die 
Maßnahmenbündel V -2 Weiterentwicklung ÖPNV und bedarfsorientierte/ ergänzende/ autonome 
Mobilitätsangebote und L-1 Urbane Logistik (jeweils über das Strategie -Management-Instrument 
Kooperative Verkehrslenkung), die jeweils ihre Wirkung bis Ende 2020 nicht voll entfalten konnten, aber mit 
stringenter Umsetzung von DAnalytics+ bis 2024 nachhaltig und dauerhaft wirksam werden.  
Abbildung 5: Hauptstrecken für das Umweltsensornetz-
Clustering in Darmstadt

3. Beitrag zur Gestaltung effizienter  und nachhaltiger Verkehrssys teme/ 
weiterer Ziele 
DAnalytics+ bezieht sich auf den Maßnahmenschwerpunkt Digitalisierung des Verkehrs aus dem GCP DA . 
Insbesondere wird hier das Maßnahmenbündel D1 zur Umsetzung eines proaktiven, umweltsensitiven 
Verkehrsmanagements mit Verkehrssteuerung un d Lenkungsfunktion adressiert. Darüber hinaus werden 
über das hier beschriebene Projekt eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen des Masterplans aus den 
Bereichen Digitalisierung des ÖPNV, Vernetzung im Öffentlichen Personennahverkehr,  Radverkehr, 
Elektrifizierung des Verkehrs und Urbane Logistik beeinflusst. Die Maßnahme DAnalytics+ als Ergänzung und 
Weiterführung der För derprojekte Kooperative Leitzentrale und DAnalytics ist eine weitere Grundlage für 
alle zu erzielenden Maßnahmensc hwerpunkte des GCP DA. Grundlegend bei DAnalytics+ ist, ebenso wie  
bereits bei DAnalytics, dass alle Verkehrsteilnehme nden in der Stadt in die Analyse einbezogen werden. 
Durch die Optimierung der Verkehrsflüsse und die angedeutete Beschleunigung der Verkehre werden auch 
die Angebote des ÖPNV für die B ürger:innen attraktiver  und eine Verlagerung vom MIV z um ÖPNV / 
Radverkehr flankiert wird. 
4. Digitalisierungscharakter des Vorhabens 
Durch die Erreichung der Ziele dieses Förde rantrages strebt die Stadt eine Verstetigung, Fortführung und 
weitere Digitalisierung der bereits angefangenen und fortgeschrittenen Maßnahmen an. „DAnalytics+“ folgt 
dabei dem Grundsatz der produktiven Datenanaly se (siehe Kapitel 1.2) . Durch die angestrebte  
Implementierung einer Strategie -Management-Software möchte die Stadt ihre Vorreiterrolle bei der 
Echtzeit-Verkehrssteuerung in Bezug auf die Digitalisierung stärken. So wird mit der Umsetzung der Software 
ein weiter Schritt in Richtung einer voll digitalen, (halb) automatisierten und vernetzten Stadt in Bezug auf 
Verkehr und Mobilität gegangen. Verkehrssituationen können in Echtzeit analysiert und entsprechende 
Maßnahmen vorgeschlagen werden, um optimierte Ampelschaltungen passend zur aktuellen Verkehrslage 
zu erzeugen. Um weiterhin Anreize für die Nutzung des ÖPNVs zu schaffen , findet dies unter Einbeziehung 
und der Bevorrechtigung des ÖPNVs statt.  In iterativen Prozessen kommen Verfahren des „Machine 
Learning“ und der „Künstlichen Intelligenz“ in enger Abstimmung mit den handelnden Akteuren zum Einsatz. 
Ein besonderes Augenmerk liegt beim Ampelphasenassistenten, da mittlerweile eine erhebliche Anzahl von 
E-Bussen im täglichen Einsatz sind , die eine effiziente Fahrweise benötigen . D urch die Einführung des 
Ampelphasenassistenten als innovative Neuheit wird ei n wichtiger Beitrag geleistet, um in Verbindung mit 
der ÖPNV-Priorisierung längere Fahrzeiten zu ermöglichen, da die ÖPNV-Gefäße möglichst verstetigt fahrend 
über eine Kreuzung geführt werden können. Durch die multimodale Weiterentwicklung des 
Ampelphasenassistenten für den ÖPNV wird für Fußgänger sowie ggf. Logistikverkehre und Rettungsdienste 
bzw. VIP-Verkehre eine wichtige Brücke zwischen den erhobenen Daten und den Nutzer :Innen geschlagen,

die weiter ausgebaut werden soll . So werden erhobene Daten für die Nutzer :Innen digital „sichtbar“ und 
„erlebbar“, beeinflussen die Mobilitätsentscheidungen und leisten  damit einen wichtigen Beitrag zur 
Schaffung von Bewusstsein (Mind-Set) und Reduzierung von Schadstoffen.  
Die multimodale Weiterentwicklung der Reisezeitermittlung und Rückkopplung mit dem Strategie -
management-Instrument Kooperative Verkehrslenkung birgt weitere Lenkungspotenziale. Reisezeiten von 
Fahrzeugen/ Fahrrädern im gesamten Stadtgebiet werden anonymisiert aufgezeichnet und sind dadurch eine 
weitere wichtige Datenquelle auf der analytischen Datenplattform und der Bürgerplattform der S tadt. Mit 
Hilfe dieser Daten können weitere Rückschlüsse und Erkenntnisse in Bezug auf den Verkehrsfluss gewonnen 
werden, die wiederum in die Analyse und Auswertung der Strategie -Management-Software einfließen und 
so für e ine weitere Optimierung der Ampelschaltungen führen. Es wird deutlich, wie  eng verzahnt die 
einzelnen Teilprojekte zur aktiven Einbindung der Verkehrsteilnehmenden unter- und miteinander sind und 
dass die Vorteile und Daten der Teil projekte nur durch eine intelligente, digitale und vernetze Zusammen -
führung, Transparenz und Steuerung gewinnbringend und zielgerichtet eingesetzt werden können. Durch die 
fortgeführte Digitalisierung und Vernetzung wird  die Basis für weitere  Projekte und Anbindung weiterer 
Datenquellen geschaffen und der Digitalisierungsgrad der Stadt weiter erhöht. 
5. Arbeits- und Ausgabenplanung 
Die bereits für das Projekt DAnalytics eingerichtete Projektstruktur soll weitergeführt werden. DAnalytics 
endet zum 31.12.2022, die operative Arbeit soll möglichst nahtlos ab Anfang 2023 weitergeführt werden. 
Der Projektstart ist für den 01.10.2022 und das  Projektende zum 31.12.2024 geplant. Die notwendigen 
Magistratsbeschlüsse sind in Vorbereitung. Die Umsetzung im Zeitrahmen ist durch die projektübergreifende 
Roadmap gesichert. Die Stadt erfüllt die Auflagen für die Anwendung einer Förderung i. H. v. 80 % und wird 
diese entsprechend beantragen. Die Förderung ist sachgerecht, um die Verstetigung des innovativen 
Projektansatzes und Übertragbarkeit des Gesamtansatzes in der angespannten Haushaltssituation 
abzusichern. Das Pro jekt wird in fünf  Arbeitspakete aufgeteilt , sind in Kapitel 1.2 entsprechend der 
Zielsetzungen skizziert und im angehängten Kosten-Zeit- und Leistungsrahmen spezifiziert. Der Kosten-, Zeit- 
und Leistungsrahmen für DAnalytics+ ist als Anlage beigefügt. 
6. Bereitstellung von Daten und Softwarequellcode 
Bereits h eute arbeitet die Stadt und insbesondere das Mobilitätsamt mit anderen Abteilungen , 
Forschungseinrichtungen, Hochschulen etc. eng zusammen. I m Zuge von DA nalytics+ werden zusätzlich 
gewonnene Daten z.B. via der Open Data Schnittstelle zur freien Verfügung gestellt. Für die Stadt ist es von 
enormer Bedeutung, ihre Daten frei zugänglich zu machen, da durch den Austausch ein großer Mehrwert in 
Form von neuen Ideen sowie interessante Diskussionen und Erfahrungsaustäusche erwartet werden.

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Punkt 11: DAnalytics+ 
 (V-Nr. 2022/0326) 
 
 Der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften empfiehlt 
der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
  
 Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, Die Linke., UFFBASSE und AfD

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Zeit- und Leistungsrahmen DAnalytics+
2022
ID Arbeitspaket Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4
AP 100 Projektsteuerung, Fördermittelmanagement und techn. 
Implementierungsberatung x x x x x x x x x
AP 110 Koordination, Monitoring und Steuerung des Projektfortschritts y y y y y y y y y
AP 120 Ausschreibungsbegleitung technische Teilprojekte Y Y
AP 130 Mitarbeiter Mobilitätsamt (3 Stellen) y y y y y y y y
AP 200 Strategie-Management-Software x x x x x x x x x
AP 210 Aufbau Data Governance mit Berücksichtigung Datensicherheit y y
AP 220 Analytische Fachberatung und Data Science y y y y y y y y y
AP 230 Definition Regeln und Standards y y
AP 240 Verknüpfung analytische Plattform mit dem operativen System y y y y y y
AP 300 Aufbau kooperative Verkehrslenkungseinheit TIMES x x x x x x x x x
AP 310 Potenzialanalyse y y y y y y y
AP 311 Analyse weiterer Datenquellen y y y y y
AP 312 Konzept zur Erhöhung der Datenqualität y y y y
AP 313 Konzept Kooperative Vernetzungseinheit y y y y y
AP 320 Ampelphasenassistenten (APHA) y y y y y y y y
AP 321 Workshops zu potenziellen Erweiterungen auf Fußgänger y y y
AP 322 Umsetzung Erweiterungen y y y y
AP 323 Testung der Erweiterungen y y y y y
AP 330 Reisezeitermittlung y y y y y
AP 331 Anbindung an die Strategie-Management-Software y y y y
AP 332 Erweiterungen Reisezeitermittlung y y y y
AP 340 Umweltsensornetz y y y y y y y
AP 341 Verknüpfung Umweltsensornetz mit weiteren Datenquellen y y y y
AP 342 Verknüpfung zur umweltsensitiven Steuerung y y y y
AP 350 KRITIS x x x x x x x x
AP 351 Verstetigung & Erweiterung Schutz der kritischen Infrastruktur y y y y y y y y
AP 400 Reallabore koordinierte Teilstrecken x x x x x x x x
AP 410 Reallabor Innenstadt y y y y
AP 420 Reallabor multimodale Beschleunigung/Verkehrsverflüssigung y y y y
AP 500 Lkw Zufahrtskontrolle x x x x x x x x
AP 510 Workshops und Erstellung Konzept y y
AP 520 Ausschreibung Videotechnik y
AP 530 Umsetzung und Einführung y y y y
2023 2024
MV 2022/0326 
Anlage 3

anlage 8

257 Zeichen

Punkt 7: DAnalytics+ 
 (V-Nr. 2022/0326) 
 
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Digitalisierung 
empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, Die Linke., UFFBASSE, FDP und AfD

anlage 10

100 Zeichen

Punkt 49: DAnalytics+ 
 (V-Nr. 2022/0326) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.   
  
Stimmenthaltung: AfD

2022/0326

11549 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
20.10.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
Dezernat V 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0326 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-101-1000 Investitionsnummer:  20066-4015 
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 0619210      
 
Betreff: DAnalytics+ 
 
Vorlage vom: 12.10.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat beschließt, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei Aufforderung durch das 
Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) auf Basis der eingereichten 
Projektskizze einen Förderantrag für DAnalytics+ stellt.  
2. Der zur Umsetzung des Projektes benötigte Gesamtmittelbedarf wird, zusätzlich zu den 
bereits etatisierten Mitteln, in den Haushaltsjahren 2023 bis 2024 über die Schwebeliste zum 
Haushalt 2023 eingeplant und bei positivem Förderbescheid zur zweckentsprechenden 
Verwendung bereit ge stellt. 
 
 
Anlagen: Anlage 1: Grobkalkulation (datenschutzrelevant)  
Anlage 2: DAnalytics+ Projektskizze  
Anlage 3: DAnalytics+ Zeit - und Leistungsrahmen

- 2 - 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.10.2022 
 
Das Projekt „ DAnalytics+“ baut auf dem aktuell laufenden  Förderprojekt DA nalytics, das am 
31.12.2022 ausläuft und dem am 30.06.2022 abgeschlossenen Projekt Kooperative 
Leitzentrale – Reallabor Nieder -Ramstädter-Straße auf. 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist auf Grund einer gerichtlichen Vereinbarung des Landes 
Hessen mit  der Deutschen Umwelthilfe (DUH) seit 2019 von Dieselfahrverbot en an zwei 
zentralen Straßenabschnitten  betroffen. Im Rahmen des Projekts DAnalytics (16DKV30203) 
wurde in den Jahren 2018  bis 2022 mit dem  Aufbau einer analytischen Datenplattform , 
sowie weiterer technischer Komponenten (Einrichtung Ampelphasenassistent ( APHA), Aufbau 
Umweltsensornetz zur umweltsensitiven Messung, Konzeption Ereignisorientierte Steuerung 
des MIV, Qualitätsmanagement und Umbau von Lichtsignalanlagen (LSA) zur ÖPNV -
Beschleunigung sowie Verkürzung der Fahrzeiten durch Koordinierung einer pri orisierten 
Teilstrecke) die Basis für eine proaktive, umweltsensitive Verkehrssteuerung  unter 
Berücksichtigung der Möglichkeiten von Big Data Analytics gelegt.  
 
Im Projekt Kooperative  Leitzentrale (16DKV10070) wurde das multimodale 
Verbesserungspotenzial in einem Reallabor in der  priorisierten Teilstrecke Nieder -
Ramstädter Straße (NRS) in direkter räumlicher Nähe zur Umwelt -Messstation Hügelstraße 
erfolgreich getestet. Ergebnis war eine  Verkehrsverflüssigung und ÖPNV -Beschleunigung  um 
ca. 50% bei gleichze itiger Tempo 30 Anordnung und darüberhinaus  erzielte 
Minderungswirkung der Luftschad stoffbelastung (NO2). Im Reallabor wird der multimodale 
Ampelphasenassistent (APHA)  u.a. auf Nutzbarkeit für den ÖPNV und den Radverkehr 
getestet und eingerichtet.  Beide Projekte sind Teil der langfristigen Strategie, ein digitales 
und multimodales Verkehrs management umzusetzen, und bauen auf bestehenden Aktivitäten 
und den Green City Master plan (GCP DA) aus 2018 auf. Die Erfolge  aus beiden Projekten 
sollen durch eine Ver tiefung der  Ergebnisse im Zuge des Projektes DAnalytics+ verstärkt und 
verstetigt werden.  
 
Das Hauptziel von DAnalytics + ist die multimodale, intelligente, digitale und vernetze 
Zusammenführung von Daten und Erkenntnissen aus verschiedenen Teilprojekten und dem 
ÖPNV sowie Radverkehr durch eine „Produktive Datenanalyse“  in und durch die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt , damit diese zielgerichtet für eine ent sprechende 
Verkehrslenkung eingesetzt werden können. Die übergeordnete n Zielstellungen des 
Förderantrags, wie Reduktion der verkehrsrelevanten Emissionen (z.B. NOx), Verhinderung 
der Emissionen von klimarelevanten Gasen (z.B. CO2), Schaffung von Verkehrssicherheit 
(Reduktion von Unfällen) und Teilhabe sowie die Reduktion von Verkehrslärm  werden ebenso 
beachtet. Die „Produktive Datenanalyse“ ermöglicht den Aufbau einer multimodalen, 
digitalen und nutzerorientierten Verkehrssteuerung in Echtzeit und unterstützt damit 
gleichzeitig die Mobilitätswende. Dieser Ansatz wird auch deshalb verfolgt, weil die 
gewünschten Lösungen zu einer multimodalen Netzsteuerung in Echtzeit derzeit nicht in 
passender Form am Markt angeboten werden.   
 
Daraus ergibt sich ein weiteres vorrangiges Ziel von DAnalytics +: die Entwicklung des 
notwendigen Strategie -Management-Instruments für  eine abgestimmte und kooperative 
Mobilitätslenkung und produktive Verknüpfung mit dem Verkehrsleitrechner. Durch die 
Implementierung des neuartigen Strategie -Management-Instruments kann die Stadt ihre 
Vorreiterrolle bei der Echtzeit -Verkehrssteuerung in B ezug auf die Digitalisierung stärken. 
Verkehrssituationen können in Echtzeit analysiert und entsprechende Maßnahmen 
vorgeschlagen werden, um optimierte Ampelschaltungen passend zur aktuellen Verkehrslage

- 4 - 
zu erzeugen. Damit ist das Strategie -Management-Instrument ein essenzieller Teil bei der 
Verknüpfung zwischen der bestehenden analytischen Datenplattform und dem operativen, 
Verkehrsleitsystem. Diese Verknüpfung ist maßgeblich für die umweltsensitive Steuerungs -
wirkung. Ein Fokus liegt auf dem institutionel len Aufbau einer Data Governance unter 
Berücksichtigung der Datensicherheit und Absicherung der kritischen Infrastruktur. Im Zuge 
der Verstetigung bisheriger Projekte sind notwendige Anpassungen und Erweiterungen an 
den DAnalytics -Teilprojekten (APHA, Reis ezeitermittlung und Umweltsensornetz) zur aktiven 
Verkehrsbeeinflussung durch die Integration aller Verkehrsteilnehmenden ebenfalls Teil von 
DAnalytics+. So soll der Ampelphasenassistent bspw. multimodal für den ÖPNV, für zu Fuß 
Gehende sowie ggf. für Log istikverkehre und Rettungsverkehre erweitert werden. Die 
multimodale Weiterentwicklung der Reisezeitermittlung und Rückkopplung mit der Strategie -
Management-Software birgt weitere Lenkungspotenziale im Sinne der Kooperative 
Verkehrslenkung.   
 
Außerdem werd en zwei weitere Reallabore zur Koordinierung von priorisierten Teilstrecken 
von Lichtsignalanlagen ( LSA) in der Innenstadt auf ereignis orientierte Steuerung und 
multimodale Beschleunigung bzw. Verkehrsverflüssigung unter Beachtung von 
Prioritätsanforderun gen als technische Teilprojekte bearbeitet. Die geplanten Reallabore 
betreffen zentrale Koordinierungsstrecken in der Innenstadt und damit multimodale 
Brennpunkte mit hohem Effizienzsteigerungspotenzial. In den beiden Reallaboren ist der 
Umbau und Ko -Finanzierung von insgesamt 21 LSA -Steuergeräten inkl. der 
Planungsleistungen vorgesehen , die  zu einer weiteren Optimierung der 
Lichtsignalschaltungen führen werden. 
 
Das Gesamtverkehrssystem DAnalytics+ soll auch durch eine DSGVO -konforme, 
flächendeckend automa tisierte LKW -Durchfahrtkontrolle an den Ein - und Ausfallstraßen nach 
und von Darmstadt erweitert werden. Dadurch kann die Stadt einen Schritt zur effizienten 
Logistik über ein Lotsensystem anstreben. Die Logistikverkehre werden durch die Kontrollen 
transparent und schaffen damit die wichtigen Voraussetzungen für die Entwicklung weiterer 
innovativer Konzepte (variable Bepreisung von Straßennutzungsgebühren, Zeitslots, etc.). Die 
Kontrolle des LKW -Durchfahrtverbots war bisher auf Grund von fehlenden Daten und  daraus 
folgender Bedenken zur Verhältnismäßigkeit in Bezug auf den Datenschutz nicht umsetzbar.  
 
Das beschriebene Gesamtsystem bedarf einer organisatorischen Einbettung , die in der 
bestehenden Organisation des Projekts DAnalytics im Mobilitätsamt zur Ver fügung steht.  
Die Organisation wird ergänzt durch eine  kooperative Verkehrslenkungseinheit  (Strategie-
Management Software), die auf der analytischen Plattform implementiert wird, und unter 
Einbeziehung wichtiger kommunaler Partner, wie HEAG mobilo GmbH  und Digitalstadt 
Darmstadt GmbH, entwickelt wird.   
DAnalytics+ besitzt einen deutschlandweiten Leuchtturmcharakter und leistet einen 
dauerhaften und nachhaltigen Beitrag zur Reduktionswirkung von Luftschadstoffen und Lärm 
in der Stadt. DAnalytics + trägt z u einer Erhöhung der multimodalen Steuerbarkeit inkl. 
Steuerung der Mikromobilität des Gesamt verkehrssystems und zur Erhöhung der 
Transparenz bei. Dies soll unter anderem über Wahlmöglichkeiten für Nutz ende zur 
Verkehrsmittelwahl und individuellen Reisepl anung auf Basis von transparenten und 
verlässlichen Informationen erreicht werden.  
 
Die im Anhang vorliegende  Projektskizze wurde am 15.07.2022 beim Bundesministerium für 
Digitales und Verkehr (BMVD) eingereicht und wurde durch den Projektträger, VDI/VDE 
Innovation + Technik GmbH und das BMDV inhaltlich positiv beurteilt.

- 5 - 
Derzeit laufen Abstimmungen mit dem BMDV, wie und ggf. mit welchem veränderten/ 
verlängerten Zeitrahmen die Förderung ab 2023 umgesetzt werden kann.  
 
Sollte die Aufforderung zur Abgabe e ines Förderantrags erfolgen und es zum Förderbescheid 
kommen, erfolgt anschließend eine detaillierte Abstimmung mit dem Datenschutz der Stadt 
Darmstadt.  
Hierbei ist dann auszuschließen, dass eine personenbezogene Datenverarbeitung im Projekt 
vorliegt und dass alle Anforderungen der DS -GVO an eine datenschutzkonforme 
Datenverarbeitung erfüllt werden.  
Dafür werden vor Einsatz der entsprechenden Datenverarbeitung  detaillierte und nach 
datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten aufbereitete Dokumente zur Verfügung  gestellt 
 
Rahmenbedingungen Förderung  
Die Laufzeit ist bis zum 31.12.2024 terminiert, die Projektskizze ist entsprechend der 
ursprünglichen Aufforderung vom 01.10.2022 bis zum 31.12.2024 ausgelegt. Notwendige 
Vorarbeiten sollen nach aktuellem Stand jedoch  erst in Q1/2023 beginnen. Mittelabflüsse  
sowie Beauftragungen werden erst ab dem Haushaltsjahr 2023 erfolgen. Dementsprechend 
wurde die haushalterische Zuordnung geplant, welche der datenschutzrelevanten Anlage 1 zu 
entnehmen ist.  
 
Das Projektvolumen/ Ges amtbudget beläuft sich auf 6.800.000 Euro brutto. Der Förderanteil 
des BM DV beträgt für die Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgrund der Einstufung als „Stadt 
mit geringer Finanzkraft“ 80 %.  
• Förderung durch das BMVI: 5,44 Mio. Euro (80 %)  
• Eigenmittel Wissenschaftsstadt Darmstadt: 1,36 Mio. Euro (20 %)  
Der zur Umsetzung des Projektes benötigte Gesamtmittelbedarf wird bei positiver 
Bescheiderteilung zusätzlich zu den bereits etatisierten Mitteln über die Schwebeliste für die 
Haushaltsjahre 2 023 und 2024 eingeplant. Bereits etatisiert ist der investive 
Eigenmittelanteil der Stadt Darmstadt für das Jahr 2023 ( Investitionsnummer 20066 -4015).  
 
Übersicht Arbeitspakete 
Der Anlage 2 „DA nalytics+ Projektskizze“ ist der Inhalt des Antrags beim BMVD u nd der 
Anlage 3 „DAnalytics+  Zeit- und Leistungsrahmen“ sind die Arbeitspakete und der zeitliche 
Ablauf zum Zeitpunkt der Projektskizze zu entnehmen. 
 
Dezernat III   Dezernat IV    Dezernat V 
    i. V.     i. V. 
 
 
 
Michael Kolmer   Jochen Partsch    Jochen Partsch 
Stadtrat   Oberbürgermeister    Oberbürgermeister

anlage 7

11614 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
20.10.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
Dezernat V 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 66 
IV 
V 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0326 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
400 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-101-1000 Investitionsnummer:  20066-4015 
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 0619210      
 
Betreff: DAnalytics+ 
 
Vorlage vom: 12.10.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat beschließt, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei Aufforderung durch das 
Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) auf Basis der eingereichten 
Projektskizze einen Förderantrag für DAnalytics+ stellt.  
2. Der zur Umsetzung des Projek tes benötigte Gesamtmittelbedarf wird, zusätzlich zu den 
bereits etatisierten Mitteln, in den Haushaltsjahren 2023 bis 2024 über die Schwebeliste zum 
Haushalt 2023 eingeplant und bei positivem Förderbescheid zur zweckentsprechenden 
Verwendung bereit gestel lt.

- 3 - 
 
Anlagen: Anlage 1: Grobkalkulation (datenschutzrelevant)  
Anlage 2: DAnalytics+ Projektskizze  
Anlage 3: DAnalytics+ Zeit - und Leistungsrahmen  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 02.11.2022 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.10.2022 
 
Das Projekt „ DAnalytics+“ baut auf dem aktuell laufenden  Förderprojekt DA nalytics, das am 
31.12.2022 ausläuft und dem am 30.06.2022 abgeschlossenen Projekt Kooperative 
Leitzentrale – Reallabor Nieder -Ramstädter-Straße auf. 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist auf Grund einer gerichtlichen Vereinbarung des Land es 
Hessen mit  der Deutschen Umwelthilfe (DUH) seit 2019 von Dieselfahrverboten an zwei 
zentralen Straßenabschnitten  betroffen. Im Rahmen des Projekts DAnalytics (16DKV30203) 
wurde in den Jahren 2018  bis 2022 mit dem  Aufbau einer analytischen Datenplattform , 
sowie weiterer technischer Komponenten (Einrichtung Ampelphasenassistent (APHA), Aufbau 
Umweltsensornetz zur umweltsensitiven Messung, Konzeption Ereignisorientierte Steuerung 
des MIV, Qualitätsmanagement und Umbau von Lichtsignalanlagen (LSA) zur ÖPNV -
Beschleunigung sowie Verkürzung der Fahrzeiten durch Koordinierung einer priorisierten 
Teilstrecke) die Basis für eine proaktive, umweltsensitive Verkehrssteuerung  unter 
Berücksichtigung der Möglichkeiten von Big Data Analytics gelegt.  
 
Im Projekt Koopera tive Leitzentrale (16DKV10070) wurde das multimodale 
Verbesserungspotenzial in einem Reallabor in der  priorisierten Teilstrecke Nieder -
Ramstädter Straße (NRS) in direkter räumlicher Nähe zur Umwelt -Messstation Hügelstraße 
erfolgreich getestet. Ergebnis war  eine Verkehrsverflüssigung und ÖPNV -Beschleunigung  um 
ca. 50% bei gleichzeitiger Tempo 30 Anordnung und darüberhinaus erzielte  
Minderungswirkung der Luftschad stoffbelastung (NO2). Im Reallabor wird der multimodale 
Ampelphasenassistent (APHA)  u.a. auf Nu tzbarkeit für den ÖPNV und den Radverkehr 
getestet und eingerichtet.  Beide Projekte sind Teil der langfristigen Strategie, ein digitales 
und multimodales Verkehrs management umzusetzen, und bauen auf bestehenden Aktivitäten 
und den Green City Master plan (GCP DA) aus 2018 auf. Die Erfolge  aus beiden Projekten 
sollen durch eine Vertiefung der  Ergebnisse im Zuge des Projektes DAnalytics+ verstärkt und 
verstetigt werden.  
 
Das Hauptziel von DAnalytics + ist die multimodale, intelligente, digitale und vern etze 
Zusammenführung von Daten und Erkenntnissen aus verschiedenen Teilprojekten und dem 
ÖPNV sowie Radverkehr durch eine „Produktive Datenanalyse“  in und durch die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt , damit diese zielgerichtet für eine ent sprechende 
Verkehrslenkung eingesetzt werden können. Die übergeordnete n Zielstellungen des 
Förderantrag s, wie Reduktion der verkehrsrelevanten Emissionen (z.B. NOx), Verhinderung 
der Emissionen von klimarelevanten Gasen (z.B. CO2), Schaffung von Verkehrssicherheit 
(Reduktion v on Unfällen) und Teilhabe sowie die Reduktion von Verkehrslärm  werden ebenso 
beachtet. Die „Produktive Datenanalyse“ ermöglicht den Aufbau einer multimodalen, 
digitalen und nutzerorientierten Verkehrssteuerung in Echtzeit und unterstützt damit 
gleichzeitig die Mobilitätswende. Dieser Ansatz wird auch deshalb verfolgt, weil die 
gewünschten Lösungen zu einer multimodalen Netzsteuerung in Echtzeit derzeit nicht in 
passender Form am Markt angeboten werden.   
 
Daraus ergibt sich ein weiteres vorrangiges Ziel von DAnalytics+: die Entwicklung des 
notwendigen Strategie -Management-Instruments für eine abgestimmte und kooperative 
Mobilitätslenkung und produktive Verknüpfung mit dem Verkehrsleitrechner. Durch die 
Implementierung des neuartigen Strategie -Management-Instruments kann die Stadt ihre 
Vorreiterrolle bei der Echtzeit -Verkehrssteuerung in Bezug auf die Digitalisierung stärken. 
Verkehrssituationen können in Echtzeit analysiert und entsprechende Maßnahmen

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vorgeschlagen werden, um optimierte Ampelschaltungen passen d zur aktuellen Verkehrslage 
zu erzeugen. Damit ist das Strategie -Management-Instrument ein essenzieller Teil bei der 
Verknüpfung zwischen der bestehenden analytischen Datenplattform und dem operativen, 
Verkehrsleitsystem. Diese Verknüpfung ist maßgeblich für die umweltsensitive Steuerungs -
wirkung. Ein Fokus liegt auf dem institutionellen Aufbau einer Data Governance unter 
Berücksichtigung der Datensicherheit und Absicherung der kritischen Infrastruktur. Im Zuge 
der Verstetigung bisheriger Projekte sind not wendige Anpassungen und Erweiterungen an 
den DAnalytics -Teilprojekten (APHA, Reisezeitermittlung und Umweltsensornetz) zur aktiven 
Verkehrsbeeinflussung durch die Integration aller Verkehrsteilnehmenden ebenfalls Teil von 
DAnalytics+. So soll der Ampelpha senassistent bspw. multimodal für den ÖPNV, für zu Fuß 
Gehende sowie ggf. für Logistikverkehre und Rettungsverkehre erweitert werden. Die 
multimodale Weiterentwicklung der Reisezeitermittlung und Rückkopplung mit der Strategie -
Management-Software birgt wei tere Lenkungspotenziale im Sinne der Kooperative 
Verkehrslenkung.   
 
Außerdem werden zwei weitere Reallabore zur Koordinierung von priorisierten Teilstrecken 
von Lichtsignalanlagen ( LSA) in der Innenstadt auf ereignis orientierte Steuerung und 
multimodale B eschleunigung bzw. Verkehrsverflüssigung unter Beachtung von 
Prioritätsanforderungen als technische Teilprojekte bearbeitet. Die geplanten Reallabore 
betreffen zentrale Koordinierungsstrecken in der Innenstadt und damit multimodale 
Brennpunkte mit hohem Ef fizienzsteigerungspotenzial. In den beiden Reallaboren ist der 
Umbau und Ko -Finanzierung von insgesamt 21 LSA -Steuergeräten inkl. der 
Planungsleistungen vorgesehen , die  zu einer weiteren Optimierung der 
Lichtsignalschaltungen führen werden. 
 
Das Gesamtverkehrssystem DAnalytics+ soll auch durch eine DSGVO -konforme, 
flächendeckend automatisierte LKW -Durchfahrtkontrolle an den Ein - und Ausfallstraßen nach 
und von Darmstadt erweitert werden. Dadurch kann die Stadt einen Schritt zur effizienten 
Logistik über ein Lotsensystem anstreben. Die Logistikverkehre werden durch die Kontrollen 
transparent und schaffen damit die wichtigen Voraussetzungen für die Entwicklung weiterer 
innovativer Konzepte (variable Bepreisung von Straßennutzungsgebühren, Zeitslo ts, etc.). Die 
Kontrolle des LKW -Durchfahrtverbots war bisher auf Grund von fehlenden Daten und daraus  
folgender Bedenken zur Verhältnismäßigkeit in Bezug auf den Datenschutz nicht umsetzbar.  
 
Das beschriebene Gesamtsystem bedarf einer organisatorischen E inbettung, die in der 
bestehenden Organisation des Projekts DAnalytics im Mobilitätsamt zur Verfügung steht.  
Die Organisation wird ergänzt durch eine  kooperative Verkehrslenkungseinheit  (Strategie-
Management Software), die auf der analytischen Plattform i mplementiert wird, und unter 
Einbeziehung wichtiger kommunaler Partner, wie HEAG mobilo GmbH  und Digitalstadt 
Darmstadt GmbH, entwickelt wird.   
DAnalytics+ besitzt einen deutschlandweiten Leuchtturmcharakter und leistet einen 
dauerhaften und nachhaltigen B eitrag zur Reduktionswirkung von Luftschadstoffen und Lärm 
in der Stadt. DAnalytics + trägt zu einer Erhöhung der multimodalen Steuerbarkeit inkl. 
Steuerung der Mikromobilität des Gesamt verkehrssystems und zur Erhöhung der 
Transparenz bei. Dies soll unter anderem über Wahlmöglichkeiten für Nutz ende zur 
Verkehrsmittelwahl und individuellen Reiseplanung auf Basis von transparenten und 
verlässlichen Informationen erreicht werden.

Die im Anhang vorliegende  Projektskizze wurde am 15.07.2022 beim Bundesministeri um für 
Digitales und Verkehr (BMVD) eingereicht und wurde durch den Projektträger, VDI/VDE 
Innovation + Technik GmbH und das BMDV inhaltlich positiv beurteilt.  
Derzeit laufen Abstimmungen mit dem BMDV, wie und ggf. mit welchem veränderten/ 
verlängerten Ze itrahmen die Förderung ab 2023 umgesetzt werden kann.  
 
Sollte die Aufforderung zur Abgabe eines Förderantrags erfolgen und es zum Förderbescheid 
kommen, erfolgt anschließend eine detaillierte Abstimmung mit dem Datenschutz der Stadt 
Darmstadt.  
Hierbei ist dann auszuschließen, dass eine personenbezogene Datenverarbeitung im Projekt 
vorliegt und dass alle Anforderungen der DS -GVO an eine datenschutzkonforme 
Datenverarbeitung erfüllt werden.  
Dafür werden vor Einsatz der entsprechenden Datenverarbeitung  detaillierte und nach 
datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten aufbereitete Dokumente zur Verfügung gestellt  
 
Rahmenbedingungen Förderung  
Die Laufzeit ist bis zum 31.12.2024 terminiert, die Projektskizze ist entsprechend der 
ursprünglichen Aufforderung vom 01.10.2022 bis zum 31.12.2024 ausgelegt. Notwendige 
Vorarbeiten sollen nach aktuellem Stand jedoch erst in Q1/2023 beginnen. Mittelabflüsse  
sowie Beauftragungen werden erst ab dem Haushaltsjahr 2023 erfolgen. Dementsprechend 
wurde die haushalterische Zuord nung geplant, welche der datenschutzrelevanten Anlage 1 zu 
entnehmen ist.  
 
Das Projektvolumen/ Gesamtbudget beläuft sich auf 6.800.000 Euro brutto. Der Förderanteil 
des BM DV beträgt für die Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgrund der Einstufung als „Stadt 
mit geringer Finanzkraft“ 80 %.  
• Förderung durch das BMVI: 5,44 Mio. Euro (80 %)  
• Eigenmittel Wissenschaftsstadt Darmstadt: 1,36 Mio. Euro (20 %)  
Der zur Umsetzung des Projektes benötigte Gesamtmittelbedarf wird bei positiver 
Bescheiderteilung zusätzlich zu den bereits etatisierten Mitteln über die Schwebeliste für die 
Haushaltsjahre 2023 und 2024 eingeplant. Bereits etatisiert ist der investive 
Eigenmittelanteil der Stadt Darmstadt für das Jahr 2023 ( Investitionsnummer 20066 -4015).  
 
Übersicht Arbeitspakete 
Der Anlage 2 „DA nalytics+ Projektskizze“ ist der Inhalt des Antrags beim BMVD und der 
Anlage 3 „DAnalytics+ Zeit - und Leistungsrahmen“ sind die Arbeitspakete und der zeitliche 
Ablauf zum Zeitpunkt der Projektskizze zu entnehmen. 
 
Dezernat III   Dezernat IV    Dezernat V 
    i. V.     i. V. 
 
 
 
Michael Kolmer   Jochen Partsch    Jochen Partsch  
Stadtrat   Oberbürgermeister    Oberbürgermeister

Beratungsverlauf (5)

TOP 400
TOP 7
TOP 11
TOP 15
TOP 49

Orte (3)

  • Mina-Rees-Straße 10
  • Nieder-Ramstädter Straße
  • Hügelstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2022/0326
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.10.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00