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2010/2024

Annahme einer Schenkung zur Anlage einer Waldinsel An St. Theresia in Buchheim

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 30.07.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 02.09.2024, TOP 9.1.2

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage 1 Lageplan Waldinsel An St Theresia

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

6477 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/673/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2010/2024 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Annahme einer Schenkung zur Anlage einer Waldinsel An St. Theresia in Buchheim
  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 
Gremium Datum 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung 9 (Mülheim) begrüßt die Anlage einer Waldinsel An St. Theresia in 
Buchheim ausdrücklich und nimmt die Schenkung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald 
Köln e.V. im Umfang von 6.000 € dankend an. 
 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.09.2024

2 
Begründung: 
 
Waldinsel auf einer Grünfläche An St. Theresia 
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat in enger Zusammenarbeit mit der Schutz-
gemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. -Waldschule Köln- erstmal 2021 im Stadtteil Neu-Eh-
renfeld eine Waldinsel angelegt. In das Projekt sind die angrenzende Grund- und Hauptschule 
Baadenberger Straße in der Vorbereitungs- und Umsetzungsphase, sowie im Rahmen der 
nachfolgenden Gießpatenschaft für die Hochstämme, der weiteren Pflege der Fläche und im 
Rahmen von waldpädagogischen Bildungseinheiten bis heute eingebunden. Es handelt sich 
also um ein langfristiges Bildungsprojekt bei dem Kinder und Jugendliche Verantwortung für 
das Grün ihrer Wohnumgebung übernehmen. 
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit diesem Pilotprojekt soll nun ein weiteres Projekt im 
Stadtbezirk Mülheim umgesetzt werden. 
 
Projektziele 
Eine „Waldinsel", auch Tiny Forest (Begriff geschützt), Mini-Wald, Kleine Wildnis oder urbaner 
Urwald genannt, ist ein etwa 100 bis 1.500 m2 großer Miniaturwald. Eine Waldinsel besteht 
aus einer dichten Mischung standortangepasster und heimischer Baum- und Pflanzenarten. 
Die Miniaturwälder sollen in urbanen Gebieten und stark versiegelten Bereichen kleine Bio-
diversitätshotspots bilden und im Biotopverbund auch die Wanderung von Arten durch die zer-
schnittene Landschaft ermöglichen. Neben dem Gewinn für den Artenschutz zeichnen sich 
Waldinseln durch Temperatursenkung, Wasserspeicherkapazität und Luftaustausch aus, wel-
che sich dann insgesamt auf das urban-lokale Klima auswirken. Dieser Ort der biologischen 
Vielfalt ist zusätzlich ein Ort der Bildung, wenn Bürger: innen oder Schulkinder am Projekt be-
teiligt sind. 
 
Waldinseln erfüllen zahlreiche positive Funktionen: 
 
 Erhöhung der Artenvielfalt im städtischen Bereich: 
Im Vergleich zu üblichen Waldanpflanzungen, werden bei der Anpflanzung von Waldinseln bis 
zu 32 Baum- und Straucharten angepflanzt. Diese überproportional hohe Artenanzahl auf 
kleinster Fläche soll im urbanen Bereich auch die tierische Artenvielfalt erhöhen, die auf be-
stimmte Pflanzenarten, deren Blüten, Früchte und Naturstrukturen angewiesen sind. Dies sind 
zum Beispiel zahlreiche Vogelarten und eine Vielzahl nützlicher Insektenarten (Wildbienen, 
Schmetterlinge, Käfer usw.). Durch die waldartige Anpflanzung wird auch der Boden belebt 
und Würmer, Schnecken, Kleinstlebewesen und Pilze werden gefördert. So entsteht mit der 
Zeit ein eigenes kleines Biotop, das sich fortwährend weiterentwickeln und verändern kann. 
Zunächst bieten die kleinen dichten Bäume Vögeln und Amphibien Schutz. Mit zunehmendem 
Alter der Bäume könnte die Fläche für Vögel und Kleinsäuger (z.B. Eichhörnchen) zur Nah-
rungssuche und zur Behausung interessant werden. 
  
 Positive Klimawirkung im städtischen Bereich: 
Durch ihr Wachstum speichern die Bäume der Waldinsel CO2 im Holz und binden dies. Auch 
die Wasserspeicherung auf der Fläche wird aufgrund der Humusbildung und des entstehen-
den Mikroklimas erhöht. Die Waldinsel wirkt gleichzeitig als Klimaanlage durch Wasserver-
dunstung über die Blätter und trägt zur Stadtkühlung bei. Durch diese positiven Eigenschaften 
trägt der Kleine Wald auch zur Klimaanpassungs-Strategie der Stadt Köln bei. 
 
 Waldpädagogik & Naturbewusstsein in der Schule & im Veedel: 
Früher war es überlebenswichtig den Wald genau zu kennen und Prozesse in der Natur zu 
beobachten. Die nachhaltige Nutzung von Früchten, Kräutern und Holz aus dem Wald gehörte 
zum Urwissen der Menschen. Essbare Beeren, frischer Birkensaft, Ahornsirup, Nüsse die satt 
machen, Eichel-Kaffe, frische Triebe als Salat usw.. Das Holz wurde handwerklich verwendet. 
Weidentriebe wurden zu Körben verflochten, aus Grünholz wurde geschnitzt. Auch das Wis-
sen zu Tierarten, ihren Lebensräumen und ihrer Nahrungsgrundlage gehört hier mit dazu. 
Das Projekt der Waldinsel An St. Theresia wird unter Einbezug der GGS An St. Theresia und 
ggf. ukrainischen Gemeinde (beide müssen noch angefragt werden) vorbereitet, umgesetzt 
und nachbereitet. Dieser Ansatz ermöglicht die Einbindung dieses „Naturprojektes" über die 
Waldpädagogik in den Unterricht der Schule. Waldpädagoginnen der Waldschule Köln beglei-
ten die Schülerinnen und Schüler hierbei.

3 
Die gemeinsame Gestaltung und Pflege der Waldinsel kann darüber hinaus das soziale Mitei-
nander prägen, sowie das Verantwortungsbewusstsein für das Kölner Stadtgrün fördern. 
 
 
Auswahl des Standortes 
Grünanlage An St. Theresia (Siehe Anlage Luftbild mit Skizzierung der Fläche Waldinsel) 
 
Projektumsetzung 
Die Waldinsel An St. Theresia soll aus heimischen Baum- und Straucharten bestehen. Be-
stimmte Arten davon sind für den Menschen essbar (ggf. erst nach Weiterverarbeitung). Das 
Herbstlaub vieler Arten verfärbt attraktiv bunt in Rot-, Rosa- und Gelbtönen. Auch im Frühling 
gibt es weiße Blüten-Highlights. Im Sommer gibt es schmackhafte Beeren. 
 
Umsetzung/Kosten/Unterhaltung: 
Die Umsetzung der Anpflanzungen erfolgt mit Unterstützung der städtischen Forstverwaltung. 
Die Kosten für die Herrichtung des Geländes und Beschaffung der Bäume und Sträucher, Be-
gleitung der Pflanzaktion und ggf. Schutz vor Wildverbiss in Höhe von 6.000,- € werden von 
der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. getragen. Die dauerhafte Unterhaltung der 
Anpflanzungen obliegt der städtischen Forstverwaltung. 
 
Pflanzung: 
Die Pflanzfläche hat eine Größe von ca. 1400 m². Gepflanzt wird ein Waldrand aus Sträu-
chern und Wildobst 
In die Mitte der Fläche wird ein Waldbestand aus kilmaresilenten Baumarten wie Stieleiche, 
Hainbuche, Winterlinde, Spitzahorn, Feldahorn gepflanzt. 
In die Randbereiche werden Hochstämme (Elsbeere, Vogelbeere, Speierling) gepflanzt. 
Die Pflanzung erfolgt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der in das Projekt in-
tegrierten Schulen im Rahmen der waldpädagogischen Projektarbeit.

Anlage 1 Lageplan Waldinsel An St Theresia

59 Zeichen

Waldrand
Waldinsel
Solitär
Projekt Waldinsel 
St. Theresias

Beratungsverlauf (1)

02.09.2024 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 9.1.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Baadenberger Straße
  • An St. Theresia

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Details

Aktenzeichen
2010/2024
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
30.07.2024
Erstellt
20.06.2024 13:22