2014/0053
Änderung der Verordnung über die Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen für den Verkehr mit Taxen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Taxitarif) vom 21.11.2012
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2014/0053
3437 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
25.02.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Bürger- und
Ordnungsamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0053
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 122080
Kostenstelle: 032-003-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1220-81 Sachkonto: 6840000
Betreff: Änderung der Verordnung über die Beförderungsentgelte und
Beförderungsbedingungen für den Verkehr mit Taxen in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (Taxitarif) vom 21.11.2012
Vorlage vom: 10.02.2014
Beschlussvorschlag :
Der beiliegenden Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Taxitarif wird zugestimmt.
Anlagen: Änderungsverordnung
Taxitarif i. d. F. vom 21.11.2012
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 2 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.02.2014:
Die jetzige Verordnung über die Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen
für den Verkehr mit Taxen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Taxitarif) wurde zu-
letzt vom Magistrat am 21.11.2012 beschlossen und trat mit Wirkung vom
01.01.2013 in Kraft.
In diesem und den vorangegangenen Tarifen war geregelt, dass diese Tarifstruktur für
das Pflichtfahrgebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie für einen über die
Stadtgrenzen hinausgehenden Tarifgeltungsbereich gilt. Nicht ausdrücklich benannt
wurde in der bisherigen Verordnung, dass das Pflichtfahrgebiet die Fläche der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt umfasst.
Aufgrund eines aktuellen Urteils des OVG Koblenz vom 17.01.2013 (Az. 7 C 10969/
12) wurde nunmehr festgestellt, dass ein Auseinanderfallen von Pflichtfahrgebiet und
Tarifgeltungsbereich nicht durch § 47 Absatz 4 des Personenbeförderungsgesetzes
(PBefG) gedeckt ist.
Insofern ist aufgrund dieser Entscheidung die bisherige Regelung in der Verordnung
zu revidieren und mit der OVG-Rechtsprechung in Einklang zu bringen.
Es sind daher folgende Änderungen im aktuellen Taxitarif vorzunehmen:
1. Das Auseinanderfallen des Pflichtfahrgebietes und des Tarifgeltungsbereiches ist
aufzuheben.
2. Der Geltungsbereich des Pflichtfahrgebietes ist ausdrücklich zu beschreiben. Das
Pflichtfahrgebiet erstreckt sich auf das Gebiet innerhalb der Gemarkungsgrenzen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Gemäß § 51 Absatz 3 in Verbindung mit § 14 Absatz 2 des Personenbeförderungsge-
setzes (PBefG) wird vor der Entscheidung über eine Änderung der Verordnung ein An-
hörverfahren gefordert und auch durchgeführt.
Die betroffenen Verbände und Institutionen wurden angeschrieben. Diese erhielten
Gelegenheit zur Stellungnahme. Einwände seitens der Fachverbände wurden
berücksichtigt und ausgewertet, konnten jedoch zu keinem anderen Ergebnis führen.
Das Regierungspräsidium Darmstadt als die nach Landesrecht für die Gewerbeauf-
sicht zuständige Behörde hatte sich bereits im Vorfeld der Rechtsauffassung des Bür-
ger- und Ordnungsamt angeschlossen.
Darmstadt, 10.02.2014
Dezernat II
Rafael Reißer
Bürgermeister
anlage 2
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Verordnung
zur Änderung der Verordnung über die Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen für den Verkehr mit Taxen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(Taxi-Tarif) vom 08.11.2000 i.d.F. vom 21.11.2012
Aufgrund des § 51 Absatz 1 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) vom 21.03.1961 (BGBl I S. 241) in der Fassung der Bekanntmachung vom 08. August 1990 (BGBl. I S 1690), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Strukturreform des Gebührenrechts des Bundes vom 07. August 2013 (BGBl. I S. 3154) in Verbindung mit § 2 der Verordnung über die Zuständigkeit nach dem Personenbeförderungsgesetz vom 10.10.1997 (GVBl 1 S. 370) zuletzt geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 12. November 2013 ( GVBl. S. 640) wird gemäß Beschluss des Magistrats vom
.. folgende Rechtsverordnung erlassen:
Art. I
1. In § 1 Absatz 1 werden nach Satz 1 folgende Sätze 2 und 3 eingefügt:
Das Pflichtfahrgebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt erstreckt sich auf die im amtlichen Stadtplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingetragenen Gemarkungsgrenzen. Der Tarifgeltungsbereich entspricht dem Pflichtfahrgebiet.
2. § 1 Absatz 2 wird ersatzlos gestrichen.
3. Die Absätze 3, 4 und 5 werden in der bisherigen Reihenfolge jeweils zu den Absätzen 2, 3 und 4.
Art. II
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Bekanntmachung in Kraft.
Darmstadt
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Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Rafael Reißer
Bürgermeister
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Verordnung über die Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen für
den Verkehr mit Taxen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Taxitarif)
vom 08.11.20001
Aufgrund des § 51 Abs. 1 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) vom 21.03.1961 (BGBl. I 241), in der Fassung der Bekanntmachung vom 08.08.1990 (BGBl. I S. 1690), zuletzt geändert durch Gesetz vom 26.08.1998 (BGBl. I S. 2521) in Verbindung mit dem § 2 Ziff. 2 der Verordnung über die Zuständigkeit nach dem Personenbeförderungsgesetz vom 10.10.1997 (GVBl. I S. 370) wird gemäß Beschluss des Magistrats vom 08.11.2000 folgende
Rechtsverordnung erlassen:
§ 1 Geltungsbereich, Bereitstellung
(1) Die in dieser Verordnung festgesetzten Beförderungsentgelte und
Beförderungsbedingungen und sonstige Regelungen für den Verkehr mit Taxen gelten für das Pflichtfahrgebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt (§ 47 Abs. 4 PBefG) für die von dort genehmigten Taxen.
(2) Der Tarifgeltungsbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt erstreckt sich bis zu den im amtlichen Stadtplan eingetragenen Stadtgrenzen sowie auf die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau, Offenbach und das Stadtgebiet Frankfurt am Main.
(3) Taxen dürfen nur auf den nach Zeichen 229 der StVO gekennzeichneten Taxenständen im Gebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt bereitgestellt werden.
(4) Die Taxen sind in der Reihenfolge ihrer Ankunft auf den Taxenständen aufzustellen. Der Fahrer/die Fahrerin hat sich stets fahrbereit an seinem zugehörigen Taxi aufzuhalten.
(5) Auf die einschlägigen Bestimmungen des PBefG und der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft) in der jeweils gültigen Fassung wird verwiesen.
§ 2 Beförderungsentgelte
Das Beförderungsentgelt setzt sich, unabhängig von der Zahl der zu befördernden Personen, aus dem Grundpreis, dem Entgelt für die gefahrene Wegstrecke (Kilometerpreis) und dem Wartezeitpreis zusammen. Die Anfahrt innerhalb des Stadtgebietes ist nicht zu berechnen.
a) Grundpreis 2,50 ¬
b) Der Fahrpreis beträgt pro Kilometer 2,00 ¬
Die Schalteinheit des Fahrpreisanzeigers
beträgt für jede gefahrene Teilstrecke von 50 Metern = 0,10 ¬
c) Wartezeit pro Stunde
(einschließlich verkehrsbedingter Wartezeit) 30,00 ¬
Die Schalteinheit des Fahrpreisanzeigers
beträgt für jede volle Zeiteinheit von 12 Sek. = 0,10 ¬
§ 3 Zahlungsweise
(1) Das Beförderungsentgelt ist nach Beendigung der Fahrt zu entrichten. Der
Fahrzeugführer/die Fahrzeugführerin kann vor Fahrtantritt eine Anzahlung bis zur Höhe des voraussichtlichen Beförderungsentgeltes verlangen.
(2) Auf Verlangen hat der Fahrzeugführer/die Fahrzeugführerin dem Fahrgast eine Bescheinigung (Quittung) über das gezahlte Beförderungsentgelt auszustellen, die folgende Angaben enthalten muß:
a) Name und Anschrift des Unternehmens
b) Ordnungsnummer
c) Beförderungsentgelt
d) Datum
e) Name und Unterschrift des Fahrzeugführers/der Fahrzeugführerin
Auf Wunsch des Fahrgastes sind in die Bescheinigung auch Fahrstrecke und Uhrzeit einzutragen.
Quittungsblöcke mit Stempel bzw. Eindruck des Unternehmens sind in ausreichender Zahl mitzuführen.
(3) Beanstandungen des Wechselgeldes müssen unverzüglich vorgebracht werden. Das gleiche gilt für unvollständige oder unrichtige Bescheinigungen und Gutschriften.
§ 4 Verfahrensvorschriften
(1) Auftragsfahrten sind im Tarifgeltungsbereich ausschließlich mit eingeschaltetem Fahrpreisanzeiger auszuführen.
(2) Der Fahrpreisanzeiger muss gegen unbefugte manuelle Eingriffe geschützt sein.
(3) Bei Störungen des Fahrpreisanzeigers ist der Fahrpreis vom Beginn der Störung an nach den zurückgelegten Kilometern zu berechnen. Der Fahrgast ist unverzüglich auf den Eintritt der Störung hinzuweisen. Die Störung ist nach Beendigung der Fahrt zu beseitigen.
(4) Der Fahrer/die Fahrerin hat den kürzesten Weg zum Fahrziel zu wählen, wenn der Fahrgast nichts anderes bestimmt.
(5) Die festgesetzten Beförderungsentgelte (Tarife) sind Festpreise. Sie dürfen weder über noch unterschritten werden.
(6) In jedem Taxi ist eine Kurzfassung des Tarifs für den Fahrgast deutlich sichtbar anzubringen.
(7) Bei Privatfahrten sind die typischen Taxikennzeichen (Taxischild, Ordnungsnummer) zu entfernen oder abzudecken.
(8) Fahrgäste mit Blindenhunden sind zu befördern.
§ 5 Ordnungswidrigkeiten
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 61 Abs. 1 Nr. 4 des Personenbeförderungs-gesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig als Fahrzeugführer/Fahrzeug-führerin
a) andere als die nach § 2 zulässigen Beförderungsentgelte anbietet oder fordert
b) entgegen § 3 Abs. 2 keine oder keine ordnungsgemäße Bescheinigung ausstellt
c) gegen weitere Bestimmungen dieser Verordnung verstößt.
(2)Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über
Ordnungswidrigkeiten ist die Genehmigungsbehörde.
§ 6 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 01.01.2001 in Kraft.
Mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung tritt die Rechtsverordnung über Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen für den Gelegenheitsverkehr mit Taxen in der Stadt Darmstadt vom 11.11.1998 sowie die Droschkenordnung der Stadt Darmstadt vom 06.05.1981 außer Kraft.
Darmstadt, den 08.11.2000
DER MAGISTRAT DER
WISSENSCHAFTSSTADT DARMSTADT
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Bürgermeister
1 Veröffentlicht im Darmstädter Echo am 25.11.2000, zuletzt geändert durch Verordnung vom 21.11.2012
veröffentlicht im Darmstädter Echo am 24.11.2012, in Kraft getreten am 01.01.2013.
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Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0053
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.02.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00