A-R/0039/2014
Ausstieg aus dem FMO - Jetzt!
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Originalantrag
3852 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0039/2014 Seite 1 von 3 DIE LINKE. Ratsfraktion Münster Achtermannstraße 19 48143 Münster Telefon 02 51 / 9 81 60 51 Telefax 02 51 / 9 81 60 73 28. Oktober 2014 Antrag an den Rat der Stadt Münster Ausstieg aus dem FMO - Jetzt! Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke Münster prüfen, wie ein konkreter Ausstieg der Stadt Münster durch ihren Anteilseigner Stadtwerke aus dem Flughafen Münster- Osnabrück (FMO), insbesondere unter finanziellen Aspekten, realisiert werden kann. 2. Auch eine geregelte Insolvenz ist dabei ggf. in Betracht zu ziehen. 3. Ziel ist es, nach Begleichung aller sich aus den rechtlichen Verbindlichkeiten ergebenden Zahlungen, zukünftig keine finanziellen Aufwendungen mehr für den FMO seitens der Stadt und ihres Anteilseigners zu leisten. 4. Zudem sind eventuell geeignete Modelle zu einem möglichen Weiterbetrieb des FMO, ohne finanzielle Beteiligung der Stadt Münster und ihres Anteilseigners, zu prüfen. 5. Des Weiteren ist zu prüfen, inwieweit die derzeitige Subventionspraxis des FMO durch die öffentlichen Hände im Einklang mit dem EU-Recht steht. Begründung: Von einer Gesundung des Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) kann, auch entgegen anderslautender Behauptungen, keine Rede sein. Dies ist auch nicht nach Ablösung der vorhandenen Altschulden zu erwarten, sondern vielmehr ist zukünftig weiterhin mit der Notwendigkeit neuer finanzieller Zuwendungen zu rechnen. Dies insbesondere, da auch die derzeitigen neuen Prognosen mehr von Hoffnungen als von realistischen Entwicklungen getragen sind. An den Oberbürgermeister Seite 2 von 2 Vielmehr bestätigt das neue dramatische Finanzloch von rund 30 Millionen Euro, dass der FMO ein Subventionsgrab ist und bleiben wird. Der Ausstieg aus dem FMO muss jetzt aus finanzpolitischen Gründen und zum Wohl der Stadt Münster realisiert werden. Dabei muss auch eine geregelte Insolvenz als Lösungsweg in Betracht gezogen werden. Denn die Millionen Defizite des FMO können nicht immer wieder von den Stadtwerken beglichen werden. Sämtliche Prognosen für den FMO haben sich als viel zu positiv herausgestellt und mittlerweile hat der FMO nicht mal mehr eine Million Fluggäste im Jahr. Verbunden ist dies mit immer neuen Millionen Subventionen; darum muss es jetzt um ein definitives Ende der Subventionspolitik gehen. Denn die finanzielle Unterstützung durch die Stadtwerke geht letztlich zu Lasten des Haushalts der Stadt Münster. Im Jahr 2013 mussten bereits rund 10 Millionen Euro Defizit des FMO aufgebracht werden, jetzt geht es sogar um die dreifache Summe - und es ist kein Ende in Sicht. Es kann auch nicht sein, dass das städtische Unternehmen Stadtwerke Münster jetzt auch noch in den Ruin getrieben wird. Die Stadtwerke, und damit Münsters Bürgerinnen und Bürger, müssen das FMO Defizit immer wieder durch höhere Strom- und Buspreise finanzieren. Ein unerträglicher Zustand, der endlich ein Ende finden muss. Denn nach LINKE-Berechnungen sind mittlerweile über 200 Millionen Euro seit Gründung des FMO an Subventionen geflossen. Ein Ausstieg aus dem Wirtschaftswrack FMO - zum Beispiel durch den Verkauf der münsterschen Anteile - und auch die Flughafenpolitik der SPD-Grünen Landesregierung in NRW, das alles muss jetzt auf den Prüfstand. Denn mit drei - allesamt defizitären - Flughäfen in Dortmund, Paderborn und Münster/Osnabrück im Umkreis von 100 km ist ein wirtschaftlich, aber auch ökologisch, unerträglicher Wettbewerb entstanden. Auch dieser ruinöse Wettbewerb zu Lasten der öffentlichen Hände und damit der Steuerzahlenden, muss beendet werden. Rüdiger Sagel Fatma Kirgil Ali Atalan Lilia Hort LINKE Fraktion im Rat der Stadt Münster Seite 2 von 2
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Achtermannstraße 19
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0039/2014
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 28.10.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37