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2020/0049

Außerplanmäßige Ausgaben gem. § 100 HGO hier: Beauftragung einer Organisationsuntersuchung

Magistratsvorlage 03.07.2020

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2020/0049

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2589 Zeichen

Eigenbetrieb Darmstädter
Werkstätten und Wohneinrichtungen

Darmstädter Werkstätten
und Wohneinrichtungen

Betriebskommission des Eigenbetriebes
„Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen“

Vorlage 01/2020 vom 02.07.2020

Betreff: Außerplanmäßige Aufwendungen gem. $ 100 HGO
Kostenstelle 519000001 / Sachkonto 6773000
Hier: Beauftragung einer Organisationsuntersuchung

Beschlussvorschlag:

1. Auf Grundlage des beigefügten Entwurfes einer Magistratsvorlage wird der Beauftragung
einer Organisationsuntersuchung im Bereich der Verwaltung des Eigenbetriebes Darmstädter
Werkstätten und Wohneinrichtungen zugestimmt.

. Der Bereitstellung außerplanmäßiger Mittel in Höhe von 42.500 Euro zuzüglich anfallender

Reisekosten gem. $ 100 HGO wird zugestimmt. Die Deckung erfolgt über das Gesamtbudget
des EDW.

Anlagen: Entwurf der Magistratsvorlage „Beauftragung einer Organisationsuntersuchung“

[Folgekosten: | RX Ja U] Nein

Beschluss der Betriebskommission vom 02.Juli 2020

Der Vorlage wird mit 8 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung zugestimmt.

Begründungsseite zur Vorlage 01/2020 vom 02.07.2020:

‘ Die Arbeitsprozesse im Finanzwesen des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen (EDW) sowie die allgemeinen Verwaltungsabläufe sollen hinsichtlich Effek-
tivität und Effizienz (Wirtschaftlichkeit) untersucht werden. Entsprechende Vorschläge sollen
im Rahmen einer Organisationsanalyse erarbeitet werden.

Hierzu werden drei Module vorgesehen (Analyse Ist-Zustand, Prozess-Analyse, Erarbeiten eines
Gesamtkonzeptes). ;

Sowohl das Revisionsamt als auch die Finanzverwaltung sowie das Amt für Interne Dienste der
Wissenschaftsstadt Darmstadt sind in die Prozesse aktiv eingebunden und halten eine Beauf-
tragung einer Organisationsuntersuchung für sinnvoll und zielführend.

Mit der Durchführung der Maßnahme soll die Firma SWS Schüllermann und Partner AG beauf-
tragt werden, da hier bereits vielfaches Wissen über die Abläufe im Kernhaushalt als auch dem
EDW vorliegen, auf die aufgebaut werden kann.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Wirtschaftsplanes 2020 im Sommer 2019 lag weder der
Umfang der notwendigen Organisationsuntersuchung noch ein aussagekräftiges Konzept vor,
so dass eine Anmeldung zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich war.

Ergebnisse der Untersuchung haben möglicherweise auch finanzielle Auswirkungen, die jedoch
zum heutigen Zeitpunkt nicht beziffert werden können, jedoch bis zum Spätsommer 2020 vor-
liegen sollten, um sie noch in die laufenden Haushaltsberatungen einbringen zu können.

EDW
Darmstadt, 02.07.2020

by

Wolfram Cuntz
Betriebsleitung

anlage 2

8668 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle: 
04.08.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Darmstädter Werkstätten   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 
IV 
V 519 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0049 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
213 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle: 519000001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:       Sachkonto: 6773000 
 
Betreff: Außerplanmäßige Ausgaben gem. § 100 HGO  
hier: Beauftragung einer Organisationsuntersuchung  
 
Vorlage vom: 03.07.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Beschluss der Betriebskommission des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und 
Wohneinrichtungen wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Beschluss der Betriebskommission vom 02. Juli 2020  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 12.08.2020 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.07.2020:  
 
Der Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (EDW) begleitet, 
beschäftigt und fördert zurzeit etwa 380 Menschen mit geistigen, psychischen und 
mehrfachen Behinderungen. Er bietet die Teilhabe am Arbeitsleben in zwei 
Werkstätten mit Berufsbildungsbereich, auf ausgelagerten Arbeitsplätzen im 
Kaffeehaus am Waldfriedhof, auf Praktikumsplätzen und betriebsintegrierten 
Beschäftigungsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Der EDW fördert den 
Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch ein breit gefächertes Angebot an 
interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsmöglichkeiten und umfangreichen 
Fortbildungsangeboten.  
 
Eine Tagesförderstätte ist eng an die Werkstatt angeschlossen und schafft neben der 
Förderung durch werkstattähnliche Aufgaben, auch durch die räumliche Nähe, 
Teilhabe am Arbeitsleben. Hinzu kommt die besondere Wohnform Kurt-Jahn-Anlage 
sowie ambulant betreutes Wohnen.  
 
Diese vielfältigen Aufgaben bedürfen einer gut strukturierten Verwaltungs- und 
Finanzstruktur. Um dies für die Zukunft sicher zu stellen, sind Arbeitsprozesse aufbau- 
und ablauforganisatorisch zu prüfen, um Steigerungsmöglichkeiten hinsichtlich der 
Effektivität und der Effizienz (Wirtschaftlichkeit) unter Einbeziehung der gesetzlichen 
Vorgaben zu untersuchen, Schwachstellen zu ermitteln sowie Lösungsvorschläge zu 
entwickeln. 
 
Die Notwendigkeit einer externen Organisationsuntersuchung wird auch von der 
Finanzverwaltung und dem Revisionsamt und dem Amt für Interne Dienste der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt gesehen. 
 
 
Die Maßnahme soll in drei Modulen zur Umsetzung kommen: 
 
Analyse Ist-Zustand  
Prozess-Analyse mit Vorschlägen zur Verbesserung  
Erarbeiten eines Gesamtkonzeptes  
 
Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens wurden Fachfirmen um die Abgabe 
eines Angebotes angefragt. Letztlich wurde nur von Seiten SWS Schüllermann und 
Partner AG ein Angebot abgegeben. Dieses schließt mit einem maximalen 
Stundenaufwand von 248 Stunden (= 31 Tage) bzw. 42.500 Euro zzgl. Reisekosten. 
Die Firma SWS hat zugesagt, hochqualifizierte Mitarbeiter*innen, die mit den 
Verhältnissen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihren wirtschaftlichen Betrieben 
gut vertraut sind, einzusetzen.  
 
„Die Umsetzung erfolgt wie nachstehend beschrieben: 
 
Modul 1 -  Analyse Ist-Zustand 
 
Dem Modul 1 wird eine Kick-off-Runde vorausgeschickt zum Zweck des 
Kennenlernens, der Festlegung der Untersuchungsinhalte, einer Zeitschiene wie auch

- 5 - 
der Besichtigungstermine vor Ort in den Einrichtungen. Jede Organisationsanalyse 
erfordert eine gründliche Ist-Analyse.  
Es wird zunächst der Ist-Zustand hinsichtlich Aufbau und Abläufe (Arbeitsprozesse) zu 
analysiert und auf bislang schon bekannte wie auch noch unbekannte Schwachstellen 
zu untersuchen.  
Dies erfordert ein Aktenstudium der verfügbaren Unterlagen (Aufstellungen, Berichte, 
Feststellungen, Protokolle, Stellenbeschreibungen, interne Organisationsanweisungen 
etc.) sowie eine Inaugenscheinnahme der örtlichen Gegebenheiten in der zentralen 
Verwaltung und den Außenstellen. Im Anschluss an das Aktenstudium wird die Ist-
Analyse um persönliche Interviews (zumindest der örtlichen Führungskräfte) ergänzt. 
 
In der Informationsrunde wird der Ist-Zustand vorgestellt, zusammen mit einem 
Mängel-Befund und Vorschlägen für die weitere Vorgehensweise, insb. hinsichtlich 
Anzahl und Umfang der folgenden Prozess-Analysen. 
 
Modul 2 - Prozess-Analysen der als dringlich angesehenen Arbeitsprozesse mit 
Vorschlägen zur Verbesserung 
 
Auf der Grundlage der erkannten Mängel in Modul 1 sollen unter Einbeziehungen der 
jeweiligen Mitarbeiter*innen (mindestens jedoch der Führungskräfte) Vorschläge  für 
eine Verbesserung der Arbeitsprozesse im Hinblick auf  die Mängelbeseitigung und 
sichere Arbeitserledigung (Effektivität) erfolgen. Hierbei ist erwünscht, dass die 
Mitarbeiter*innen ihre eigenen Vorschläge aktiv einbringen; das erhöht die Akzeptanz 
in der späteren Umsetzung. Mitarbeiter*innen können eigenständige Vorschläge 
erarbeiten und diese vorstellen. 
 
Die Prozessanalyse erfolgt interaktiv auf der Grundlage einer vom Unternehmen 
gestellten Software zur Prozessanalyse (Picture®). Hierbei kommen vordefinierte 
Standard-Kärtchen zum Einsatz, die typische Basistätigkeiten in Verwaltungen 
darstellen. Die Kärtchen sind leicht verständlich und selbsterklärend; damit lassen 
sich Verwaltungsprozesse leicht und schnell strukturieren. So können auch denkbare 
Varianten von Arbeitsprozessen gegenübergestellt werden. 
 
Die Erfahrung zeigt, dass Mitarbeiter*innen in den Verwaltungen nach Einführung in 
die Kärtchen-Systematik gerne selbständig in internen Arbeitsgruppen weiterarbeiten 
und eigene Vorschläge erzeugen, was motiviert und zugleich zeit- und kostensparend 
wirkt.  
 
In der Informationsrunde zu Modul 2 werden die Ergebnisse der Prozessanalysen 
vorgestellt (ggf. mit den Mitarbeiter*innen) und hinsichtlich Effektivität und Effizienz 
bewertet. Damit werden wichtige Hinweise für die Organisationsanalyse insgesamt 
gewonnen.  Diese sollen in der Informationsrunde besprochen werden. Das Projekt 
wird in enger und abgestimmter Zusammenarbeit umgesetzt. Dazu ist es wichtig ein 
von Auftraggeber- und Auftragnehmer*innenseite eine Projektsteuerung zu stellen, die 
unabhängig von den Teilaufgaben die Steuerung übernimmt. 
 
Modul 3 -  Erarbeiten des Gesamtkonzepts

Auf der Grundlage der Ergebnisse der beiden vorangegangenen Module wird ein 
Gesamtkonzept mit abschließender Würdigung aller erreichbaren 
Verbesserungspotenziale und Vorschlag eines Umsetzungsplans erarbeitet.  
 
Das Gesamtkonzept kann im Rahmen einer Abschlussveranstaltung (mit Bereitstellung 
aller relevanten Arbeitsunterlagen) und/oder in Form eines schriftlichen 
Abschlussberichts dargestellt werden. 
 
Die Module können einzeln oder in Gruppen nacheinander beauftragt werden. Zum 
Abschluss jedes Moduls erfolgt eine Informationsrunde, in der die zwischenzeitlich 
erzielten Erkenntnisse  und Vorschläge  vorgestellt werden.  Damit sollen die  jeweils 
nächsten Projektschritte feinjustiert werden. Dies sichert eine hohe Flexibilität bei der 
Projektsteuerung und der Budgetgestaltung.“ 
 
Die Notwendigkeit einer eingehenden Strukturüberprüfung hat sich im Laufe das 
Jahres 2019 ergeben. Durch die Neugestaltung des Bundesteilhabegesetzes ergeben 
sich zwingend neue Verfahrensabläufe in der Verwaltung. Die Dezentralisierung der 
Kurt-Jahn-Anlage, personelle Veränderungen sowie das Fortschreiten der 
Digitalisierung führen ebenfalls zu notwendigen Anpassungen. Im Rahmen der 
Haushaltsberatungen zum Wirtschaftsplan 2020 waren der finanzielle Aufwand und 
der Zeitpunkt für eine solche Maßnahme jedoch nicht abschließend erörtert.  Daher 
sind die Kosten i.H.v. 42.500 Euro zzgl. Reisekosten außerplanmäßige Ausgaben und 
bedürfen nach § 100 HGO der Genehmigung der Gremien. Die Deckung erfolgt über 
das Gesamtbudget des EDW. 
 
Die Betriebskommission hat in ihrer Sitzung am 02.07.2020 die Maßnahme beraten 
und der Umsetzung zugestimmt. 
 
Die Beteiligungsrechte des Personalrates sind gewahrt. 
 
Darmstadt, 03.07.2020 
 
 
 
Dezernat I   Dezernat IV    Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch  André Schellenberg   Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister  Stadtkämmerer   Stadträtin

2020/0049

8586 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
04.08.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Darmstädter Werkstätten   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0049 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  519000001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto: 6773000 
 
Betreff: Außerplanmäßige Ausgaben gem. § 100 HGO  
hier: Beauftragung einer Organisationsuntersuchung  
 
Vorlage vom: 03.07.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Beschluss der Betriebskommission des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und 
Wohneinrichtungen wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Beschluss der Betriebskommission vom 02. Juli 2020  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.07.2020: 
 
Der Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (EDW) begleitet, 
beschäftigt und fördert zurzeit etwa 380 Menschen mit geistigen, psychischen und 
mehrfachen Behinderungen. Er bietet die Teilhabe am Arbeitsleben in zwei 
Werkstätten mit Berufsbildungsbereich, auf ausgelagerten Arbeitsplätzen im 
Kaffeehaus am Waldfriedhof, auf Praktikumsplätzen und betriebsintegrierten 
Beschäftigungsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Der EDW fördert den 
Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch ein breit gefächertes Angebot an 
interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsmöglichkeiten und umfangreichen 
Fortbildungsangeboten.  
 
Eine Tagesförderstätte ist eng an die Werkstatt angeschlossen und schafft neben der 
Förderung durch werkstattähnliche Aufgaben, auch durch die räumliche Nähe, 
Teilhabe am Arbeitsleben. Hinzu kommt die besondere Wohnform Kurt-Jahn-Anlage 
sowie ambulant betreutes Wohnen.  
 
Diese vielfältigen Aufgaben bedürfen einer gut strukturierten Verwaltungs- und 
Finanzstruktur. Um dies für die Zukunft sicher zu stellen, sind Arbeitsprozesse aufbau- 
und ablauforganisatorisch zu prüfen, um Steigerungsmöglichkeiten hinsichtlich der 
Effektivität und der Effizienz (Wirtschaftlichkeit) unter Einbeziehung der gesetzlichen 
Vorgaben zu untersuchen, Schwachstellen zu ermitteln sowie Lösungsvorschläge zu 
entwickeln. 
 
Die Notwendigkeit einer externen Organisationsuntersuchung wird auch von der 
Finanzverwaltung und dem Revisionsamt und dem Amt für Interne Dienste der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt gesehen. 
 
 
Die Maßnahme soll in drei Modulen zur Umsetzung kommen: 
 
Analyse Ist-Zustand  
Prozess-Analyse mit Vorschlägen zur Verbesserung  
Erarbeiten eines Gesamtkonzeptes  
 
Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens wurden Fachfirmen um die Abgabe 
eines Angebotes angefragt. Letztlich wurde nur von Seiten SWS Schüllermann und 
Partner AG ein Angebot abgegeben. Dieses schließt mit einem maximalen 
Stundenaufwand von 248 Stunden (= 31 Tage) bzw. 42.500 Euro zzgl. Reisekosten. 
Die Firma SWS hat zugesagt, hochqualifizierte Mitarbeiter*innen, die mit den 
Verhältnissen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihren wirtschaftlichen Betrieben 
gut vertraut sind, einzusetzen.  
 
„Die Umsetzung erfolgt wie nachstehend beschrieben: 
 
Modul 1 -  Analyse Ist-Zustand 
 
Dem Modul 1 wird eine Kick-off-Runde vorausgeschickt zum Zweck des 
Kennenlernens, der Festlegung der Untersuchungsinhalte, einer Zeitschiene wie auch 
der Besichtigungstermine vor Ort in den Einrichtungen. Jede Organisationsanalyse 
erfordert eine gründliche Ist-Analyse.

- 4 - 
Es wird zunächst der Ist-Zustand hinsichtlich Aufbau und Abläufe (Arbeitsprozesse) zu 
analysiert und auf bislang schon bekannte wie auch noch unbekannte Schwachstellen 
zu untersuchen.  
Dies erfordert ein Aktenstudium der verfügbaren Unterlagen (Aufstellungen, Berichte, 
Feststellungen, Protokolle, Stellenbeschreibungen, interne Organisationsanweisungen 
etc.) sowie eine Inaugenscheinnahme der örtlichen Gegebenheiten in der zentralen 
Verwaltung und den Außenstellen. Im Anschluss an das Aktenstudium wird die Ist-
Analyse um persönliche Interviews (zumindest der örtlichen Führungskräfte) ergänzt. 
 
In der Informationsrunde wird der Ist-Zustand vorgestellt, zusammen mit einem 
Mängel-Befund und Vorschlägen für die weitere Vorgehensweise, insb. hinsichtlich 
Anzahl und Umfang der folgenden Prozess-Analysen. 
 
Modul 2 - Prozess-Analysen der als dringlich angesehenen Arbeitsprozesse mit 
Vorschlägen zur Verbesserung 
 
Auf der Grundlage der erkannten Mängel in Modul 1 sollen unter Einbeziehungen der 
jeweiligen Mitarbeiter*innen (mindestens jedoch der Führungskräfte) Vorschläge  für 
eine Verbesserung der Arbeitsprozesse im Hinblick auf  die Mängelbeseitigung und 
sichere Arbeitserledigung (Effektivität) erfolgen. Hierbei ist erwünscht, dass die 
Mitarbeiter*innen ihre eigenen Vorschläge aktiv einbringen; das erhöht die Akzeptanz 
in der späteren Umsetzung. Mitarbeiter*innen können eigenständige Vorschläge 
erarbeiten und diese vorstellen. 
 
Die Prozessanalyse erfolgt interaktiv auf der Grundlage einer vom Unternehmen 
gestellten Software zur Prozessanalyse (Picture®). Hierbei kommen vordefinierte 
Standard-Kärtchen zum Einsatz, die typische Basistätigkeiten in Verwaltungen 
darstellen. Die Kärtchen sind leicht verständlich und selbsterklärend; damit lassen 
sich Verwaltungsprozesse leicht und schnell strukturieren. So können auch denkbare 
Varianten von Arbeitsprozessen gegenübergestellt werden. 
 
Die Erfahrung zeigt, dass Mitarbeiter*innen in den Verwaltungen nach Einführung in 
die Kärtchen-Systematik gerne selbständig in internen Arbeitsgruppen weiterarbeiten 
und eigene Vorschläge erzeugen, was motiviert und zugleich zeit- und kostensparend 
wirkt.  
 
In der Informationsrunde zu Modul 2 werden die Ergebnisse der Prozessanalysen 
vorgestellt (ggf. mit den Mitarbeiter*innen) und hinsichtlich Effektivität und Effizienz 
bewertet. Damit werden wichtige Hinweise für die Organisationsanalyse insgesamt 
gewonnen.  Diese sollen in der Informationsrunde besprochen werden. Das Projekt 
wird in enger und abgestimmter Zusammenarbeit umgesetzt. Dazu ist es wichtig ein 
von Auftraggeber- und Auftragnehmer*innenseite eine Projektsteuerung zu stellen, die 
unabhängig von den Teilaufgaben die Steuerung übernimmt. 
 
Modul 3 -  Erarbeiten des Gesamtkonzepts 
 
Auf der Grundlage der Ergebnisse der beiden vorangegangenen Module wird ein 
Gesamtkonzept mit abschließender Würdigung aller erreichbaren 
Verbesserungspotenziale und Vorschlag eines Umsetzungsplans erarbeitet.

- 5 - 
Das Gesamtkonzept kann im Rahmen einer Abschlussveranstaltung (mit Bereitstellung 
aller relevanten Arbeitsunterlagen) und/oder in Form eines schriftlichen 
Abschlussberichts dargestellt werden. 
 
Die Module können einzeln oder in Gruppen nacheinander beauftragt werden. Zum 
Abschluss jedes Moduls erfolgt eine Informationsrunde, in der die zwischenzeitlich 
erzielten Erkenntnisse  und Vorschläge  vorgestellt werden.  Damit sollen die  jeweils 
nächsten Projektschritte feinjustiert werden. Dies sichert eine hohe Flexibilität bei der 
Projektsteuerung und der Budgetgestaltung.“ 
 
Die Notwendigkeit einer eingehenden Strukturüberprüfung hat sich im Laufe das 
Jahres 2019 ergeben. Durch die Neugestaltung des Bundesteilhabegesetzes ergeben 
sich zwingend neue Verfahrensabläufe in der Verwaltung. Die Dezentralisierung der 
Kurt-Jahn-Anlage, personelle Veränderungen sowie das Fortschreiten der 
Digitalisierung führen ebenfalls zu notwendigen Anpassungen. Im Rahmen der 
Haushaltsberatungen zum Wirtschaftsplan 2020 waren der finanzielle Aufwand und 
der Zeitpunkt für eine solche Maßnahme jedoch nicht abschließend erörtert.  Daher 
sind die Kosten i.H.v. 42.500 Euro zzgl. Reisekosten außerplanmäßige Ausgaben und 
bedürfen nach § 100 HGO der Genehmigung der Gremien. Die Deckung erfolgt über 
das Gesamtbudget des EDW. 
 
Die Betriebskommission hat in ihrer Sitzung am 02.07.2020 die Maßnahme beraten 
und der Umsetzung zugestimmt. 
 
Die Beteiligungsrechte des Personalrates sind gewahrt. 
 
Darmstadt, 03.07.2020 
 
 
 
Dezernat I   Dezernat IV    Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch  André Schellenberg   Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister  Stadtkämmerer   Stadträtin

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Orte (1)

  • Am Waldfriedhof

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Details

Vorlagen-Nr.
2020/0049
Typ
Magistratsvorlage
Datum
03.07.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00