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2172/2024

Wohnungs- und obdachlose Menschen im Bezirk Köln-Mülheim

Beantwortung einer Anfrage (BV) 27.08.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 02.09.2024, TOP 7.1.16

Anlage Angebotsübersicht

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Anlage Angebotsübersicht

2970 Zeichen

Träger und Name des 
Angebots Kurzbeschreibung Ortsteil, Straße(Teil)Finanzierung durch 
Stadt Köln
Diakonie Michaelshoven, 
Frauen*beratungsstelle „Der 
Wendepunkt“
Beratung in sozialen 
Notsituationen für Frauen, 
Migrantinnen (ab 18 J.)
Mülheim, 
Danzierstr. ja
Don-Bosco-Club, Notschlafstelle
für Jugendliche und junge 
Erwachsene (18 bis 27 J.) 
mit 7 Plätzen, Schutzraum 
vor körperlicher und 
psychischer Gewalt, 
Frühstück und 
Abendessen, Möglichkeit 
zur Körperpflege, Nutzung 
Waschmaschinen, 
Kleiderkammer, 
umfassende 
sozialpädagogische 
Erstberatung und 
Weitervermittlung, 
anerkannte postalische 
Erreichbarkeitsadressen
Mülheim, 
Tiefentalstr. ja
Christliche Sozialhilfe, 
ambulante Beratung
Unterstützung zu Fragen 
der Existenzsicherung, 
zum Wohnungserhalt, 
Beratung zu 
Arbeitslosengeld, 
Wohngeld und Sozialhilfe, 
Vermittlung an 
weiterführende Stellen, 
anerkannte postalische 
Erreichbarkeitsadressen
Mülheim, 
Knauffstr. ja
Internationaler Bund, BerMico 
Mülheim
Beratung und 
Mietcoaching für 
Menschen die von 
Wohnraumverlust bedroht 
oder betroffen sind
Mülheim, 
Pfälzischer Ring ja
Diakonie Michaelshoven, 
Streetworker Bus
jeden Donnerstag 11:30 
Uhr bis 13:30 Uhr am 
Bahnhof Mülheim; 
Erstversorgung z. B. mit 
Schlafsack, 
Hygieneartikel, 
Lebensmittelgutscheine.  
Zudem gibt es im 
Innenraum ein Büro, damit 
Anträge oder Ähnliches 
schnell ausgefüllt werden 
können.
Mülheim, Bahnhof ja

Oase Benedikt Labre e.V. und 
Diakonie Michaelshoven, 
Streetworkteam
regelmäßig und im 
Bedarfsfall bei 
Beschwerden und 
Anliegen wochentags 
tagsüber auch in Mülheim 
unterwegs
alle Stadtteile ja
Arche für Obdachlose e.V., 
„MülHEIMer Arche“
ausschließlich aus 
Spenden finanzierte 
Einrichtung, montags bis 
freitags: Mahlzeiten, 
Sozialberatung oder 
kostenlose medizinische 
Basisversorgung von 
ehrenamtlich Tätigen
Mülheim, 
Mülheimer 
Stadtgarten
nein
interkultur e.V., Bürgerhaus 
„MüZe“
Unterstützung von 
Wohnungslosen, 
Sozialberatung, 
Migrationsberatung & 
interkulturelle Frauenarbeit 
sowie 
Lebensmittelausgabe, 
anerkannte postalische 
Erreichbarkeitsadressen
Mülheim, Berliner 
Str. ja
Kirchengemeinde St. Antonius
ehrenamtliche 
Essensausgabe im 
Rahmen der Winterhilfe, 
nur für Personen aus dem 
Stadtteil Mülheim mit dem 
Einzugsgebiet St. Antonius
Mülheim, 
Tiefentalstr. nein
Kirchengemeinden St. Mauritius
ehrenamtliche 
Essensausgabe im 
Rahmen der Winterhilfe, 
nur für Personen aus den 
Stadtteilen Buchheim, 
Buchforst
Buchheim, Alte 
Wipperfürther nein
Diakonisches Werk, 
Wohnprojekte 2 Wohnprojekte Dünnwald ja
Drogenhilfe Köln, Wohnprojekt
Wohntraining für 
Wohnungslose 
drogenabhängige Männer
Dellbrück ja
Internationaler Bund, 
Wohnprojekte 2 Wohngruppen Flittard, Mülheim ja
Johannesbund, Wohnprojekte 3 Wohnprojekte Mülheim ja
Oase Benedikt Labre e.V., 
Wohnprojekt Wohnprojekt Mülheim ja
Sozialdienst katholischer Frauen 
e.V., Wohnprojekt „Haus Erna“Wohnprojekt für Frauen Dellbrück ja
Wohnprojekte

Beantwortung einer Anfrage (BV)

4145 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50/507 
 
Vorlagen-Nummer 
 2172/2024 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.09.2024 
 
Wohnungs- und obdachlose Menschen im Bezirk Köln-Mülheim 
Die Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim am 
20.01.2024 (AN/0127/2024) beantwortet die Verwaltung wie folgt: 
 
 
1. Wie viele wohnungs -und obdachlose Menschen gibt es im Bezirk Mülheim 
aufgeschlüsselt nach Stadtteilen? 
Diese Zahl wird weder bezogen auf Stadtbezirke noch auf Stadtteile aufgeschlüsselt 
erhoben. Die Erhebung ist in der Praxis nicht möglich aufgrund eines sehr hohen Mo-
bilitätsradius straßenobdachloser Personen sowie deren unterschiedlichen Zeiten, zu 
denen sie ihre nicht zwangsweise auch im leeren Zustand erkennbaren Lager aufsu-
chen. 
 
2. Welche Angebote werden wohnungs -und obdachlosen Menschen im Stadtbe-
zirk Mülheim von welchen Organisationen in Sachen Aufenthaltsmöglichkeit 
während des Tages, Notschlafstellen (Wie viele Plätze?), medizinische Versor-
gung, Nahrungsmittelausgabe. usw. angeboten? 
Im Stadtbezirk Mülheim werden wohnungs- und obdachlosen Menschen unterschiedli-
che Angebote von unterschiedlichen Anbietern unterbreitet. 
In der Anlage Angebotsübersicht sind die angefragten Informationen in einem Tabel-
lenformat aufbereitet dargestellt. 
 
3. Gibt es im Bezirk Köln-Mülheim schon Wohnungen für den Housing First -An-
satz oder stehen zur Planung und welche Träger kümmern sich darum?  
Das Kölner Projekt Housing First arbeitet im Trägerverbund. Beteiligte Träger sind der 
Vringstreff e.V., der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und der Sozialdienst katholi-
scher Männer e.V.  
Dieses Angebot adressiert sich an straßenobdachlose Menschen mit tiefgreifenden 
psychischen Einschränkungen. Die Träger versuchen bedarfsorientiert an den indivi-
duellen Bedürfnissen der Klient*innen stadtweit - nicht stadtteilbezogen - entsprechen-
den Wohnraum zu akquirieren. Die äußerst angespannte Situation am Kölner Woh-
nungsmarkt lässt es nicht zu, sich auf einzelne Stadtteile zu fokussieren. Jede für die

2 
 
Wohnraumversorgung angebotene Wohnung unabhängig von deren Lage im Stadtge-
biet wird deshalb dankbar entgegengenommen. 
Bislang ist es gelungen 34 Menschen über das Projekt wieder mit eigenem Wohnraum 
zu versorgen. 
 
4. Stellen die GAG oder andere Wohnungsgesellschaften Wohnungen für den 
Housing First-Ansatz zur Verfügung?  
Die GAG stellt bereits der Stadt Köln ein Viertel ihres Wohnbestandes im Rahmen des 
Belegrechtsvertrages zur Versorgung wohnungsloser Menschen in Köln Verfügung, 
das sind 10.000 Wohneinheiten Weitere Kontingente kann das Wohnungsunterneh-
men für derartige Zwecke nicht zur Verfügung stellen.  
Die Wohnungsgesellschaft leistet hier einen erheblichen und durch kein anderes Woh-
nungsunternehmen in Köln in vergleichbarer Weise geleisteten Beitrag zur Versor-
gung dieser Personengruppe. 
Die 10.000 Wohneinheiten sind weitestgehend durchgängig vermietet. Wie auch in 
den anderen Segmenten des Kölner Wohnungsmarktes findet so gut wie keine Fluktu-
ation statt. Aktuell liegt die Fluktuationsrate in Köln im Promille-Bereich. 
 
Den weitaus größten Teil der akquirierten Wohnungen im Housing-First-Ansatz hat die 
Aachener Siedlungsgesellschaft zu Verfügung gestellt. Andere Wohnungsunterneh-
men halten sich bislang noch zurück bei der Vermietung an ehemals obdachlose Men-
schen. Die Träger arbeiten intensiv daran, dies zu verändern. 
 
5. Arbeiten die Wohnungsberatungshilfen, an die sich wohnungslose Menschen 
wenden können mit dem Wohnungsamt zusammen? Wenn ja, wie sieht diese 
Zusammenarbeit aus? 
Die angesprochenen Wohnberatungshilfen werden über die Fachberatungsstellen in 
den Kontakt- und Beratungsangeboten sowie die im Stadtgebiet tätigen Streetwor-
ker*innen erbracht. Diese arbeiten mit dem zuständigen Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren zusammen. Das Amt für Wohnungswesen ist im Wege der amtsübergreifen-
den Zusammenarbeit im Dezernat für Soziales und Gesundheit intern mit eingebun-
den. 
 
 
Anlage: Angebotsübersicht

Beratungsverlauf (1)

02.09.2024 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Danzierstraße
  • Tiefentalstraße
  • Knauffstraße
  • Pfälzischer Ring
  • Berliner Straße
  • Michaelshoven
  • Am Bahnhof

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
2172/2024
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
27.08.2024
Erstellt
10.07.2024 16:35