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A-R/0042/2022

Gelmer stärken und Infrastruktur mitentwickeln

Antrag an den Rat 30.08.2022

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A-R-0042-2022-CDU-Gelmer stärken und Infrastruktur mitentwickeln

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A-R-0042-2022-CDU-Gelmer stärken und Infrastruktur mitentwickeln

4365 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0042/2022 
 
 
 
 
 Münster, 29. August 2022 
 
RATSANTRAG 
 
 
Gelmer stärken und Infrastruktur mitentwickeln 
 
 
1. Die Verwaltung prüft und erklärt, welche notwendigen Schritte zur Stärkung der 
erforderlichen sozialen Infrastruktur in Gelmer einzuleiten sind, um eine neue 
zweizügige Grundschule samt Zweifachsporthalle sowie eine dauerhafte 
Unterbringung einer Kita schon heute zu ermöglichen. 
 
2. Die Verwaltung prüft, ob zur Realisierung des Vorhabens die im Baulandprogramm 
2020 - 2030 in Stufe 2 vorgesehene Flächensicherung in Gelmer priorisiert und zur 
schnellstmöglichen Baureife entwickelt werden kann.  
 
 
Begründung: 
 
Zuletzt wurde an der Astrid-Lindgren-Schule in Gelmer aufgrund der Schülerzahlentwicklung 
und der Klassenbildung im jahrgangsübergreifenden Unterricht befristet eine weitere 
Fertigbauklasse errichtet (vgl. V/416/2018). Auf Grundlage der Schülerprognose werden bis 
zum Ende des Prognosezeitraumes 2025/26 sechs jahrgangsübergreifende Klassen 
benötigt.  Im Schulgebäude ist ein 1 zügiger Schulbetrieb möglich, die derzeitige 1,5 
Zügigkeit wird mit Containerklassen ermöglicht. Dies stellt aber nur eine Übergangslösung 
dar. Weder im Gebäude, noch in den Containern gibt es eine Aula oder weitere 
Differenzierungsmöglichkeiten, für die wichtige Aufgabe, der wohnortnahen Beschulung von 
Grundschulkindern unter besten Bedingungen wird hier nicht entsprochen. Eine bauliche 
Erweiterung und Sanierung am aktuellen Schulstandort ist auch aus energetischer und 
brandschutztechnischer Sicht dringend geboten, am Standort aber nicht umsetzbar. Die 
derzeitige OGS- Quote liegt bei 57 Prozent. Die Mittagsverpflegung stößt jetzt schon an 
räumliche Grenzen. Küche und Speiseraum weisen nicht die erforderliche Größe auf. Bei 
einer steigenden Nachfrage nach OGS-Plätzen wird diese Situation noch problematischer 
werden. Spätestens 2026, mit dem verpflichtenden Ganztagsangebot wird die Platznot nicht 
mit Containern aufgefangen werden können.  
 
An dem derzeitigen Schulstandort ist ein Hol- und Bringservice auf Grund fehlender 
Haltebuchten nicht gefahrlos möglich. 
 
Ein möglichst schneller Schulneubau ist unumgänglich. Der Neubau der Schule ist allerdings 
abhängig von der Entwicklung der Wohnbauflächen in Gelmer. Auch die vorhandene Kita hat 
ein Platzproblem und bisher keine weitere Ausweichmöglichkeit. Dies kann im Zuge der 
beantragten Quartiersplanung behoben werden: Die Kita kann in das dann leerstehende 
Schulgebäude umziehen. Voraussetzung für diese Planungsschritte ist maßgeblich eine 
Schaffung eines neuen Wohnquartiers in Gelmer.

In der aktuellen V/0074/2022, dem Stadtteilentwicklungskonzept für 
Handorf/Gelmer/Sudmühle, sind die Problemlagen und die Lösungsmöglichkeiten 
differenziert dargestellt (ab S. 106 ff.): 
 
„In Bezug auf die Grundschule soll aus Sicht von Stadt und Bürgerschaft eine Verlagerung 
verbunden mit einem bedarfsorientierten, zeitgemäßen Neubau erfolgen (Standort ggf. in 
einer möglichen neuen Wohnbaufläche, ggf. auf einem separaten Schulstandort). Die Schule 
sollte als mindestens zweizügige Einrichtung inklusive einer Zweifachsporthalle sowie mit 
den notwendigen Räumlichkeiten für den offenen Ganztag ausgerichtet sein.“ 
 
Die für Gelmer vorgeschlagenen Projekte: 
 
 SOG6 = Qualifizierung des Ortsmittelpunktes Gelmer 
 SOG7 = Prüfung von Verlagerung und Neubau der Grundschule sowie der 
Neuordnungsmöglichkeiten des Kindergartens 
 W9 = Neues Wohnen in Gelmer 
stehen in einem extrem engen Zusammenhang und sind mit einer hohen Priorität vermerkt. 
Der vorliegende Antrag nimmt die Ergebnisse des Stadtteilentwicklungskonzeptes auf und 
leitet die Umsetzung der Maßnahmen ein. 
 
Neben der Verbesserung der sozialen Infrastruktur in Gelmer würde das Wohnquartier zur 
Entlastung auf dem Münsteraner Wohnungsmarkt beitragen. Die andauernde 
Wohnungsknappheit und stark steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt bedeuten für 
immer mehr Haushalte eine steigende Belastung mit Wohnkosten. Insbesondere für junge 
Familien, für ältere Menschen aber auch für Studierende und Auszubildende wird es 
zunehmend schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Für das Gelingen der 
wachsenden Stadt Münster muss in ausreichendem Umfang Wohnraum und so auch 
preisgünstiger Wohnraum erstellt werden. 
 
 
 
 
Gez.  
Stefan Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

07.09.2022 Rat
TOP 47.7 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0042/2022
Typ
Antrag an den Rat
Datum
30.08.2022
Erstellt
30.08.2022 13:12