AN/0599/2026
Sichere Kreuzungen und Querungen durch vorgezogene Seitenräume (Gehwegnasen/“freie Ecken“ und „freie Strecken“) – Umsetzung auch als Instrument für die Ordnung der Fahrrad-Leihsysteme
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An den Oberbürgermeister Herrn Torsten Burmester An den Vorsitzenden des Mobilitätsausschusses Herrn Lino Hammer Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-Mail: DieLinke@stadt -koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 16.04.2026 AN/0599/2026 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Mobilitätsausschuss 28.04.2026 Sichere Kreuzungen und Querungen durch vorgezogene Seitenräume (Gehwegnasen/„freie Ecken“ und „freie Strecken„) – Umsetzung auch als Instrument für die Ordnung der Fahrrad-Leihsysteme Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Hammer, wir bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses am 28.04.26 aufzunehmen Beschluss: Ergänzend zum Antrag der Grünen soll die Verwaltung das Konzept der freien Ecken verstärkt nutzen, um die in Köln bestehenden Fahrrad-Leihsysteme zu ordnen. Die Kanalisierung der Fahrrad- Leihsysteme soll beim Konzept der Freien Ecken von Anfang an mitgedacht werden. Insbesondere für das KVB-Rad soll dadurch langfristig ein flächendeckendes Geschäftsgebiet bis zur Stadtgrenze ermöglicht werden. Gleichzeitig soll die flächendeckende Einrichtung der Stationen langfristig eine rein stationsbasierte Ausleihe in allen Stadtteilen ermöglichen. Die Verwaltung wird beauftragt: 1. Das Konzept der Freien Ecken verstärkt für die Einrichtung von sogenannten „Stationen“ der Fahrrad-Leihsysteme (Orte, an denen die Rückgabe geliehener Fahrzeuge kostenlos ist) zu nutzen. 2. Insbesondere in Straßen und an Kreuzungen und Einmündungen mit mehreren freien Ecken oder freien Strecken soll mindestens eine der Flächen als Station für die Fahrrad - Leihsysteme ausgeschildert werden. 3. Das Konzept der Freien Ecken soll zur Kanalisierung der Fahrrad-Leihsysteme beitragen. In Gebieten, in denen das Konzept v erwirklicht ist, sollen Leihfahrräder nur noch an den Stationen und nicht mehr auf den Bürgersteigen abgestellt werden dürfen. 4. Die zuständigen Stellen innerhalb der Verwaltung sollen in dieser Hinsicht zusammenarbeiten. 5. Die Verwaltung prüft, ob es kurzfri stig möglich ist, einen oder mehrere „Pionier“-Stadtteile flächendeckend mit besonders vielen Freien Ecken und weiteren Stationen für die Mikromobilität auszustatten, um damit die Auswirkungen zu testen. Es sollen sowohl Stadtteile im Kernbereich als auch im Außenbereich in Betracht gezogen werden. Der Mobilitätsausschuss soll über die Ergebnisse der Prüfung informiert werden. Begründung: Freie Ecken als Teil der stationsbasierten Mikromobilität: Die Freien Ecken können auch als Stationen für die Fahrrad-Leihsysteme genutzt werden. Das ist relativ kostengünstig, da die digitale Erfassung der Ecken als Abstellstationen von den Anbietern (z.B. KVB-Rad bzw. nextbike) übernommen wird. Es ergeben sich Synergieeffekte: Das Angebot der Fahrrad-Anbieter verbessert sich. Angebot und Nachfrage kommen an den Ecken zusammen, die naturgemäß ein größeres Einzugsgebiet haben als eine Station inmitten einer Straße. Gleichzeitig werden die Leihfahrzeuge nicht mehr a uf den Fußwegen geparkt. Wenn ein flächendeckendes Netz an Freien Ecken/Mobilitätsstationen vorhanden ist, können in der Kernstadt Zonen mit „freiem Abstellen“ (free floating) in Zonen mit einem stationsbasierten Abstellen umgewandelt werden. In den Außeng ebieten kann das stationsbasierte Angebot erstmals flächendeckend angeboten werden, so dass es dort nun auch seine grundlegende Funktion als Verkehrsmittel für die „letzte Meile“ erfüllen kann. Ein dichtes Stationsnetz in ganz Köln bis zur Stadtgrenze ermöglicht die gänzliche Abschaffung des „freien Abstellens“ (free floating) und damit auch eine Abschaffung des Abstellens der Leihfahrräder auf Fußwegen. Trotzdem bleibt ein flächendeckendes Angebot erhalten, durch das die Mikromobilität ihre Funktionen (Ergänzung des ÖPNV und Abdeckung der „letzten Meile“) erfüllen kann. Dies sollte das Fernziel für die Fahrrad -Leihsysteme in Köln sein. In der Zwischenzeit wären Modellversuche in verschiedenen Stadtteilen wünschenswert, die die Vorteile von flächendeckenden Fahrrad-Leihsystemen erlebbar machen, insbesondere dort, wo die Beeinträchtigung durch auf Fußwegen abgestellte Fahrzeuge groß ist oder wo das Angebot noch nicht flächendeckend ist. Mit freundlichen Grüßen gez. Günter Bell LINKE-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0599/2026
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 17.04.2026
- Erstellt
- 16.04.2026 15:36