A-R/0031/2011
Organspende rettet Leben - Münster unterstützt Organspende
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Originalantrag
3453 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0031/2011 F DP - RATSFRAKTION MÜNSTER – DIE LIBERALEN Die FDP - Fraktion im Internet: http://www.fraktion.fdp-ms.de Email: fraktion@fdp-ms.de FDP - Ratsfraktion Geringhoffstraße 48 48163 Münster Tel.: 0251 - 987 30 60 Fax: 0251 - 987 30 61 Email: fraktion@fdp-ms.de Münster, 04.04.2011 Antrag Organspende rettet Leben - Münster unterstützt Organspende Der Rat möge beschließen: Die Verwaltung gibt an alle Bürgerinen und Bürger, die Ausweisdokumente beantragt haben, bei dessen Abholung auch eine Informationsbr oschüre zum Thema Organspende sowie einen Organspendeausweis aus. Begründung: Organspender sind Lebensretter. Vergleicht man aber die hohen Zahlen jener oft auf den Tod erkrankten Menschen, die auf die Übertragung ei nes Organs warten, mit den wirklich zur Verfügung stehenden Transplantaten, so wird ras ch deutlich: Es gibt zu wenige Lebensretter. Nach Angaben der Initiative „No panic for organic“ sterben täglich drei Menschen in Deutschland, weil sie zu lange auf ein Spenderorgan warten mussten. Dabei ist gerade das bevölkerungsreichste Bundesland Nord rhein-Westfalen das Schlusslicht, was die Zahl der Organspender angeht. Jeder Mensch muss ganz individuell und nach ausreic hender Information entscheiden, ob er bereit ist, mit seinen Organen andere Leben zu retten oder Erkrankungen zu heilen. Die enge Verzahnung dieser Entscheidung mit dem Wissen um den im Spenderfall eingetretenen eigenen Tod macht vielen Menschen die sachliche Beschäftigung mit dem Thema schwer. Ängsten - wie etwa der Furcht, von Är zten nicht mehr ausreichend behandelt zu werden, um die Organe zu sichern - kan n man dabei nur mit vernünftiger Aufklärung und Hinweisen auf die scharfen gesetzlichen Grundlagen begegnen. Diese Informationen gerade bei der Übergabe eines A usweis-Papiers bereit zu halten, ist nach unserer Ansicht eine gute Gelegenheit: Denn au ch ein Organspende-Ausweis ist ein - 2 - wichtiges Dokument für die Bürgerinnen und Bürger. Die persönliche Überreichung der Unterlagen gibt ihnen mehr Bedeutung als die Mitnah me etwa aus einem Schriftenstand. Dass sich der Empfänger möglicherweise damit intensiver befasst, ist anzunehmen. Jede Chance, Menschen aus Überzeugung zu potenziell en Organspendern zu machen, sollte man nutzen. Den von vielen Menschen auch in Münster (z. B. bei „No panic for organic“ ) bereits gezeigten Einsatz für sachliche Aufklärung und Werbung kann die Stadt damit effektiv unterstützen. Gerade auch junge Mens chen, die mit dem Gedanken an Organspende groß geworden sind, lassen sich - die n otwendigen Informationen vorausgesetzt - von der Notwendigkeit Spender zu we rden überzeugen. So ist beispielsweise auch der Anstoß zu diesem Antrag auf dem FDP-Kreisparteitag am 31.03.2011 von den Jungen Liberalen gekommen. Der FDP-Fraktion ist bewusst, dass es viele weitere förderungswürdige Projekte und Aktionen gibt, die breite gesellschaftliche Unterst ützung verdienen. Dass man möglicherweise mit der Zustimmung zu diesem Antrag eine „Lawine“ von gleichartigen Anfragen aus verschiedensten Bereichen lostritt, so llte dennoch wegen der Vordringlichkeit des lebenswichtigen Themas Organspende in Kauf genommen werden. gez. Carola Möllemann-Appelhoff Hans Varnhagen Jürgen Reuter Dr. Karin Obst Gisela Geschkewitz Jens Lenski Robert Fraude
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Geringhoffstraße 48
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0031/2011
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 08.04.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37