AN/0022/2017
Bleiberechtsperspektiven für langjährig geduldete Menschen in Köln
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (Grüne)
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SPD-Fraktion CDU-Fraktion Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Fraktion DIE LINKE Piraten-Gruppe GUTe-Gruppe An die Vorsitzende des Hauptausschusses Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 09.01.2017 AN/0022/2017 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Hauptausschuss 09.01.2017 Bleiberechtsperspektiven für langjährig geduldete Menschen in Köln Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie , folgenden Dringlichkeitsantrag in die Tagesordnung des Haup t- ausschusses am 9. Januar 2017 aufzunehmen: Beschluss: Der Hauptausschuss der Stadt Köln bittet die Verwaltung alle Initiativen zu fördern, die da- rauf hinwirken, für langjährig geduldete Menschen in Köln eine sichere Aufenthaltsperspekti- ve zu schaffen. Dabei ist vorauszusetzen, dass sich die langjährig geduldeten Menschen aktiv um ihre Integration bemühen und bei Ihnen keine ausländerrechtlich zwingenden Ab- schiebegründe, z.B. aufgrund von Straftaten, vorliegen. Begründung: Der Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes NRW vom 21.06.2016 über ausreisepflichtige Ausländer weist auch auf „Möglichkeiten zur Erteilung einer Aufent- haltserlaubnis nach dem 5.Abschnitt des Aufenthaltsgesetzes oder nach anderen Vorschrif- ten des Aufenthaltsgesetzes“ hin. In Köln haben Mitte 2016 ca. 4.500 Menschen mit Duldung gelebt. Davon ca. ein Drittel der Menschen mit Duldungen von 5 bis 15 Jahren. Über 800 Menschen haben Duldungen von über 15 Jahren! Seit Mitte des Jahres ist die Zahl der geduldeten Menschen weiter angestiegen. Duldung ist kein gesicherter Aufenthaltsstatus, sondern ein „Ausreisestatus“. Wirkliche In- tegration ist deshalb für langjährig Geduldete extrem erschwert. Auf dieser rechtlichen Grundlage sind auch Zugänge zu Arbeitsstellen und Wohnungen erschwert. Viele ehrenamt- liche Flüchtlingshelfer kritisieren seit langem diesen Widerspruch. - 2 - Bereits in früheren Jahren hat sich der Rat der Stadt Köln nicht nur für humane Flüchtlings- unterbringung eingesetzt, sondern auch für bessere Bleiberechte von Kölner Flüchtlingen, so auch für Roma. Die Ausländerrechtliche Beratungskommission wurde daher vom Rat einge- richtet, um Aufenthaltsrechte zu klären. Begründung der Dringlichkeit: Erfolgt mündlich Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin gez. Niklas Kienitz CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Jörg Frank GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer gez. Michael Weisenstein LINKE-Fraktionsgeschäftsführer gez. Thor Zimmermann GUTe-Gruppe gez. Thomas Hegenbarth Piraten-Gruppe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- AN/0022/2017
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag § 12 (Grüne)
- Datum
- 09.01.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27