Mandari Insight

V/0466/2007

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2006

Vorlagen 31.05.2007

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Anlage (Teil 2)

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Anlage (Teil 1)

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Ansehen

Anlage (Teil 2)

55041 Zeichen

Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2006
Saubere Lösung.

Leerseite

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 1 
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2006 
Saubere Lösung.

Saubere Lösung.
2 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Juli 2007, 500
Konzept
X & Y Design | Münster
Druck
Lechte Medien GmbH & Co. KG
48271 Emsdetten

Jahresabschluss
Seite
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  3
Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 – 5
Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 – 26
I. Allgemeine Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
III. Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . 10
V. Angaben zum Jahresergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
VI. Ergänzende Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
VII. Anlagen 
Anlagennachweis [Anlage 1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 – 19
Entwicklung der Rückstellungen [Anlage 2] . . . . . . . . . . . . . . . 20 – 21
Behälterbestände der Abfallabfuhr [Anlage 3] . . . . . . . . . . . . 22 – 23
Anlieferungsstatistik [Anlage 4] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 – 30 
I. Allgemeine Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
II. Vermögens- und Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
III. Risikomanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
IV. Qualitätspolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss 
des Wirtschaftsjahres 2006, voraussichtliche
Entwicklung des Eigenbetriebes, Ausblick 2007 . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 3 
Inhalt
Saubere Lösung.

4 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
Aktivseite 31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzession und Software 254.940,26 59.237,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 15.610.344,24 15.208.078,00
2. Anlagen der Stadtreinigung 1.407.355,18 1.410.256,00
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 5.914.073,07 5.752.347,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und 
Geschäftsausstattung 429.163,44 431.782,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 785.712,98 762.851,00
24.146.648,91 23.565.314,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 8.989.488,03 8.985.799,00 
33.391.077,20 32.610.350,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 427.668,10 389.038,76
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 81.835,50 69.324,52
509.503,60 458.363,28
II. Forderungen und sonstige 
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.308.541,87 2.427.780,05
2. Forderungen gegen die Stadt Münster 25.242.197,26 27.521.531,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2006: 23.348.967,99 €
[31.12.2005: 25.300.008,22 €]
3. Sonstige Vermögensgegenstände 200.656,29 318.510,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2006: 4.643,74 €
[31.12.2005: 6.882,24 €]
27.751.395,42 30.267.822,50
III. Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten 18.162.804,11 18.674.146,37
46.423.703,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.011,99 24.909,01
79.838.792,32 82.035.591,16
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Bilanz zum 31.12.2006

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 5
Saubere Lösung.
Passivseite 31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 500.000,00 500.000,00
II. Rücklagen
Allgemeine Rücklagen 7.275.897,94 7.006.136,32
III. Jahresüberschuss 275.898,90 269.761,62
8.051.796,84 7.775.897,94
B. Sonderposten aus DSD-Überschüssen 720.279,58 720.279,58
C. Sonderposten aus Zuweisungen der öffentlichen Hand 870,63 7.895,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 
und ähnliche Verpflichtungen 1.691.844,00 1.480.024,00
2. Steuerrückstellungen 8.250,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen
a] Gebührenüberschüsse 11.189.989,38 13.526.838,73
b] Übrige 49.662.744,98 49.638.110,89 
62.552.828,36 64.644.973,62
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.070.051,02 6.030.778,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 : 1.972.580,80 € [31.12.2005: 1.033.212,67 €]
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.218.016,00 2.052.326,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 : 2.218.016,00 € [31.12.2005: 2.052.326,21 €]
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.073.136,34 371.411,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2006 : 1.073.136,34 € [31.12.2005: 371.411,49 €]
4. Sonstige Verbindlichkeiten 151.813,55 432.028,49
a] davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 
31.12.2006 : 150.508,27 € [31.12.2005: 430.123,79 €]
b] davon aus Steuern 
31.12.2006 : 1.083,91 € [31.12.2005: 5.710,37 €]
c] davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
31.12.2006 : 0,00 € [31.12.2005: 361.096,64 €]
8.513.016,91 8.886.545,02
79.838.792,32 82.035.591,16

Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2006 2005
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.963.578,02 41.120.499,17
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen -824,00 -9.177,50
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 26.331,34 30.778,10
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.789.886,95 2.708.965,94
davon Inanspruchnahme der Rückstellungen
aus Gebührenüberschüsse
2006 : 2.336.849,35 € [2005: 1.718.507,30 €]
5. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
aus DSD-Überschüssen 0,00 5.040,70
45.778.972,31 43.856.106,41
6. Materialaufwand
a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 3.118.706,81 2.832.071,08
b] Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.755.251,50 18.169.728,02
21.873.958,31 21.001.799,10
7. Personalaufwand
a] Löhne und Gehälter 10.567.437,97 10.832.051,72
b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 3.384.050,78 3.345.129,82
davon für Altersversorgung: 13.951.488,75 14.177.181,54
2006 : 1.114.193,68 € [2005: 941.917,05 €]
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.980.769,22 3.844.885,00
9. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
aus Zuweisungen der öffentlichen Hand 7.024,37 18.494,00
10.Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.679.734,50 4.690.615,98
davon Zuführung zu Rückstellungen für 
Gebührenüberschüsse:
2006 : 0,00 € [2005: 113.298,93 €]
45.478.926,41 43.695.987,62
11.Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 3.689,03 0,00
12.Zinsen und ähnliche Erträge 550.669,30 415.729,42
554.358,33 415.729,42
13.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 213.504,97 241.165,11
14.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 640.899,26 334.683,10
15.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.250,00 0,00
16.Sonstige Steuern 356.750,36 64.921,48
17.Jahresüberschuss 275.898,90 269.761,62
Nachrichtlich: Behandlung des Jahresüberschusses
a] zur Einstellung in Rücklagen 263.585,50 269.761,62
b] zur Zuführung in den Sonderposten 
aus DSD-Überschüssen 12.313,40 0,00
6 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.

I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss wurde gemäß den geltenden Vor-
schriften der Eigenbetriebsverordnung aufgestellt.
Entsprechend § 265 Abs. 5 HGB über die weitere Unter-
gliederung der Posten wurde die Darstellung der Sach-
anlagen auf der Aktivseite um die Posten
- Anlagen der Stadtreinigung
- Anlagen der Abfallwirtschaft
die Passivseite um die Posten
- Sonderposten aus DSD-Überschüssen
- Sonstige Rückstellungen
a) Gebührenüberschüsse
b) Übrige
erweitert.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sach-
anlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Es wurde die lineare
Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des
Zugangs voll abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf den 2. und 3. Bauabschnitt der
ZDM II werden auf Basis des ermittelten verbleibenden
Restverfüllvolumens leistungsabhängig vorgenommen.
Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsauf-
nahme ermittelt und unter Beachtung des Niederst-
wertprinzipes bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind
zum Nominalwert bewertet.
Der Sonderposten aus DSD-Überschüssen enthält die
erwirtschafteten Überschüsse aus Vorjahren. 
Bei den Sonderposten aus Zuweisungen der öffent-
lichen Hand handelt es sich um erhaltene Investitions-
zuschüsse, die entsprechend der Nutzungsdauer der
bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam
aufgelöst werden.
Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versiche-
rungsmathematisch ermittelten Barwert unter Berück-
sichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck, Köln,
Richttafeln 2005 G, angesetzt; es wurde ein Rechnungs-
zinsfuß von 5 % zugrunde gelegt. 
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennba-
ren Risiken und sind grundsätzlich mit dem Betrag an-
gesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei-
lung notwendig ist.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versiche-
rungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es wurde
ein Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt.
Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 7
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2006 
Saubere Lösung.

Für die Rückstellung der Rekultivierung und Nachsorge
der ZDM I und II wurde in 2003 ein neues Gutachten
von der IWA (Ingenieurgesellschaft für Wasser- und
Abfallwirtschaft mbH) erstellt. Dieses Gutachten er-
setzt das den Rückstellungsbewertungen bis dahin
zugrunde gelegte Gutachten von 1999. Für die gebüh-
renrechtliche Refinanzierung der in der Vergangenheit
noch nicht erwirtschafteten Rückstellungsanteile
wurde ein Nutzungszeitraum von 19 Jahren zugrunde
gelegt.
Die Rückstellung aus Gebührenüberschüssen beinhal-
tet gebührenrechtliche Überschüsse aus Vorjahren. 
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag
ausgewiesen.
III. Bilanzerläuterungen
Aktivseite
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beige-
fügten Anlagennachweis (Anlage 1 des Anhangs) ge-
zeigt.
2006 wurden insgesamt immaterielle Vermögensge-
genstände und Sachanlagen in Höhe von 4.015 T€
beschafft und in Betrieb genommen. Davon entfallen
565 T€ auf den Bau eines neuen Lösch- und Brauch-
wassernetzwerkes und 1.437 T€ auf die Übernahme der
Sickerwasserreinigungsanlage. Die Investitionen im
Bereich der Anlagen der Abfallwirtschaft betragen
1.493 T€, die in einer Höhe von 875 T€ aus Fahrzeugen,
in Höhe von 367 T€ aus Betriebseinrichtungen der
Abfalleinsammlung sowie in Höhe von 251 T€ aus Ein-
richtungen der Abfallbehandlung und -einsammlung
resultieren. 
Die Investitionen im Bereich Anlagen der Stadtreini-
gung betrugen 2006 265 T€. Neue Software wurde in
Höhe von 109 T€ beschafft. Der Restbetrag in Höhe von
146 T€ betrifft andere Anlagen und weitere Betriebs-
und Geschäftsausstattung.
Zum Bilanzstichtag werden geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau mit 786 T€ ausgewiesen. Die Maß-
nahmen werden voraussichtlich 2007 abgeschlossen.
2. Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt betreffen mit 225 T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 25.017 T€
resultieren aus der Einstandsverpflichtung der Stadt in
Höhe des Rückstellungsbedarfs für die Nachsorge der
ZDM I und II, soweit diese bisher nicht über die Gebüh-
renbedarfsberechnung erfasst wurden. 
8 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.

Passivseite
1. Eigenkapital
Das Eigenkapital erhöhte sich um die Überschusszufüh-
rung des Jahres 2005. Gemäß Ratsbeschluss vom
21.06.2006 wurde der Jahresüberschuss 2005 in Höhe
von 269.761,62 € der Allgemeinen Rücklage zugeführt.
2. Rückstellungen
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im
Wesentlichen um die Nachsorge/Rekultivierung der
ZDM I und II (48.064 T€), Rückstellungen für Gebüh-
renüberschüsse (11.190 T€) sowie Urlaubs- und Über-
stundenansprüche (645 T€).
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der Anlage 2
des Anhangs zu entnehmen.
3. Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden
Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt betreffen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 
Besicherungen für Verbindlichkeiten bestehen nicht.
Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 9 
Saubere Lösung.
davon mit einer Laufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.070 1.973 2.605 492
[31.12.2005] [ 6.031] [ 1.033] [ 3.066] [ 1.932]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.218 2.218 0 0
[31.12.2005] [ 2.052] [ 2.052] [0] [0]
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 1.073 1.073 0 0
[31.12.2005] [ 371] [ 371] [0] [0]
Sonstige Verbindlichkeiten 152 151 1 0
[31.12.2005] [ 432] [ 430] [2] [0]
_____ _____ _____ _____
Gesamt 8.513 5.415 2.606 492
[31.12.2005] [ 8.886] [ 3.886] [ 3.068] [ 1.932]

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten Gebühreneinnahmen und
Einnahmen aus privatrechtlichen Entgelten.
Von den Umsatzerlösen entfallen 32.250 T€ auf die
Abfallwirtschaft; davon betreffen 27.144 T€ die Abfall-
abfuhr, 3.014 T€ die Abfalldeponierung, 2.023 T€ den
DSD-Bereich und 69 T€ den Problemabfälle. Weitere
Umsatzerlöse entfallen in Höhe von 4.314 T€ auf die
Straßenreinigung sowie 1.397 T€ auf den Winterdienst.
Auf die Nebengeschäfte in allen Betriebsbereichen ent-
fallen Erlöse in Höhe von 4.003 T€.
Abf
allwirtschaft
Abfallabfuhr
Die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Leistungen
im Abfallabfuhrbereich entsprechen der Anzahl der tat-
sächlichen Behälterentleerungen auf der Grundlage
der jeweiligen monatlichen Behälterbestände. (Die Be-
hälterbestände der Abfallabfuhr sind der Anlage 3 des
Anhangs zu entnehmen).
Abfalldeponierung/-verwertung
Die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Leistungen
im Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich sind aus
den Anlieferungsstatistiken für 2006 (Anlage 4 des An-
hangs) ersichtlich.
Stadtr
einigung
Die den Umsatzerlösen Stadtreinigung zugrunde lie-
genden Leistungen sind der nachfolgenden Leistungs-
übersicht zu entnehmen.
Allgemeine Stadtreinigung
Vollreinigung wöchentlich
2006 : 913.231 Kehrmeter [2005: 913.231 Kehrmeter]
Fahrbahnreinigung wöchentlich
2006 : 253.013 Kehrmeter [2005: 253.013 Kehrmeter]
Fahrbahnreinigung 14-täglich
2006 : 282.609 Kehrmeter [2005: 282.609 Kehrmeter]
Reinigung von ca. 500 Kilometern Radwegen und
36.000 qm Flächenreinigung (Abendreinigung in der
Stadt).
Sonderleistungen
- Karneval, Eurocityfest, Hafenfest, Straßenfest
„Hammer Straße“, Großveranstaltungen auf dem 
Schloß- bzw. Hindenburgplatz und dem Domplatz
- Kanaluferreinigung 
(bei gutem Wetter 2 x wöchentlich)
- Sonderreinigungen für städt. Ämter (Schulamt, Amt
für Liegenschaften, Tiefbauamt, Sportamt, Amt für 
Grünflächen und Naturschutz)
- Reinigung für private und gewerbliche Auftraggeber 
(z. B. Betriebsgelände, Parkplätze)
- Reinigungen im Umfeld der Fußball-WM 2006
W
interdienst
Der Winterdienst wurde planmäßig und ohne außerge-
wöhnliche Ereignisse durchgeführt. 2006 waren be-
dingt durch Schneefälle bzw. Glatteis per 31.12.2006 
7 große (Großteil der verfügbaren Kräfte), 14 mittlere 
(> 5 Streufahrzeuge) sowie 1 kleinerer Einsatz (bis 5
Streufahrzeuge) erforderlich.
Streugutverbrauch
Streusalz 2006 : ca. 1.680,6 Mg [2005: 2.450 Mg] 
Lava-Granulat 2006 : ca. 500,29 Mg [2005: 660 Mg] 
10 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.

2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Er-
träge aus dem Bereitschaftsdienst, aus der Werkstatt,
aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermö-
gens, Pacht- und Mieteinnahmen, Zuschuss für die
MBRA. Die Inanspruchnahme der Rückstellung aus
Gebührenüberschüssen beträgt 2.337 T€. 
3. Personalaufwand
Am 31.12.2006 waren 327 Mitarbeiter einschließlich
Auszubildende bei den Abfallwirtschaftsbetrieben
Münster beschäftigt. Für 2006 ergibt sich folgende Ent-
wicklung:
L
öhne und Gehälter
Grundlage für die Lohn- und Gehaltsabrechnung ist seit
dem 01.10.2005 für alle bisherigen Angestellten und
Lohnempfänger eine einheitliche Entgelttabelle nach
dem TVöD.
Beam
tenbesoldung
Grundlage der Bezüge war das Bundesbesoldungsge-
setz in der jeweils gültigen Fassung.
Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 11 
Saubere Lösung.
Beschäftigte Nachrichtl.
Zeitpunkt [ohne Azubis] Azubis
31.03.2006 321 9
30.06.2006 317 9
30.09.2006 315 12
31.12.2006 315 12
Durchschnitt 2006 317 10,5

Die AWM sind als Teil der Stadt Münster Mitglied der
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe
(ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche
Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren.
Die ZKW hat mit der Stadt Münster in einer Beteiligungs-
vereinbarung festgelegt, dass alle Arbeitnehmer zu ver-
sichern sind, die nach dem Tarifvertrag über die Versor-
gung der Arbeitnehmer des Bundes und der Länder
sowie von Arbeitnehmern kommunaler Verwaltungen
und Betriebe zu versichern wären. Der derzeitige Um-
lagesatz beträgt 7,0 %. 
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwands-
komponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht
hervor:
12 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
2006 2005 Veränderung Veränderung
zum Vorjahr zum Vorjahr
EUR EUR EUR in Prozent
Beschäftigungsentgelte 10.311.250,15 10.547.775,96 - 236.525,81 -2,24
Beamtenbezüge 198.102,47 239.169,22 - 41.066,75 -17,17
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen 58.085,35 45.106,54 + 12.978,81 +28,77
Gesamt 10.567.437,97 10.832.051,72 - 264.613,75 -2,44
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 2.139.680,86 2.180.456,22 - 40.775,36 -1,87
Gruppenversicherung 84.300,48 64.346,59 + 19.953,89 31,01
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 14.497,14 + 7.359,87 + 7.137,27 +96,98
+ 2.238.478,48 + 2.252.162,68 - 13.684,20 -0,61
Beiträge zur Zusatzversorgungskasse 792.997,08 753.894,46 + 39.102,62 +5,19
Zuführung zur Pensionsrückstellung 308.512,47 183.662,21 + 124.850,26 +67,98
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 12.684,13 + 4.360,38 + 8.323,75 +190,90
1.114.193,68 941.917,05 + 172.276,63 +18,29
Aufwendungen für Beihilfen und Unterstützungen 31.378,62 151.050,09 - 119.671,47 -79,23
Gesamt 3.384.050,78 3.345.129,82 +38.920,96 1,16

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten
im Wesentlichen 1.687 T€ Wertberichtigungen zu
Forderungen an die Stadt aus der Rekultivierung und
Nachsorge für die ZDM I und II (soweit diese über die
Gebührenbedarfsberechnung erzielt wurden), 
907 T€ Zuführung in die Rückstellung der ZDM II 3. BA,
1.165 T€ Aufwendungen für Verwaltungsleistungen der
Stadt Münster sowie 1.921 T€ sonstige allgemeine
Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen.
V. Angaben zum Jahresergebnis
Der Jahresüberschuss in Höhe von 276 T€ resultiert
aus den Unterschieden zwischen den gesetzlichen
Grundlagen der Gebührenkalkulation und den An-
sätzen der Handelsbilanz.
Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 13 
Saubere Lösung.

VI. Ergänzende Angaben
1. Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen
für Organe
Alleiniger Werkleiter ist Herr Diplom-Geograph Patrick
Hasenkamp. 
Auf die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB verlang-
ten Angaben über die Gesamtbezüge der dort bezeich-
neten Personen (Werkleitung) wird unter Anwendung
des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Für die Pensionäre und Hinterbliebenen der früheren
Amtsleitung wurden an Pensionen 26.404,61 € aufge-
wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 388.320,- €.
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
14 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger/innen
1. RH Dr. Dietmar Erber 1. RF Ursula Möllers 
Chemiker Wirtschafterin
2. RH Frank Baumann 2. RF Magdalene Gefroi 
Online-Designer Büroangestellte
3. RH Holger Wigger 3. RF Marianne Hopmann 
Techniker für elektr. Büroangestellte
Energietechnik
4. RH Michael Jung 4. Martin Rettig
Historiker Dipl.-Verwaltungswirt
5. RH Jörn Möltgen 5. RF Maria Klein-Schmeink
[stellvertr. Vorsitzender] Wissenschaftliche 
Landschaftsökologe Mitarbeiterin
6. Thomas Marczinkowski 6. Birgit Edler 
Angestellter / selbständig Dipl.-Soz.-Pädagogin
7. RH Hans Varnhagen 7. RH Wolfgang Klein 
[Vorsitzender] Bankkaufmann
Dachdeckermeister
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
8. RF Hannelore Wiesenack-Hauß 8. RH Gerd Ke rsting 
Richterin am Polizeibeamter, 
Landessozialgericht i. R. Dipl.-Verwaltungswirt [FH]
Beschäftigtenvertreter/innen
9. Hugo Tork 9. Rainer Eisen
Technischer Angestellter Werkstattleiter 
10.Rolf Kuschel 10.Monika Holtmann 
Mitarbeiter Lager / Sachbearbeiterin
Materialwirtschaft
11.Karsten Markfort 11.Burkhard Lotz 
Kraftwagenfahrer, Kontrolleur
Kontrolleur Straßenreinigung
12.Karl-Heinz Falkhausen 11.Dieter Schunke 
Einsatzplaner / Kraftwagenfahrer, 
Abfalltransport
[RH = Ratsherr | RF = Ratsfrau]

Die Mitglieder des Werksausschusses erhalten für ihre
Tätigkeiten im Werksausschuss eine entsprechende
Aufwandspauschale. 
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Es bestehen wesentliche langfristige finanzielle Ver-
pflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen für die
Restabfallbehandlung bis zum 31.12.2012. Eine be-
tragsmäßige Angabe dieser finanziellen Verpflich-
tungen ist nicht möglich, da die Höhe auch von den
zukünftig angelieferten Mengen abhängig ist.
Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 15 
Saubere Lösung.

[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2006 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2006 
+ ./. + ./. + / ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle 
Vermögensgegenstände
1. Konzession 266.695,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 266.695,00 
2. Software 304.862,00 108.576,72 163.272,00 0,00 0,00 + 181.657,00 431.823,72 
571.557,00 108.576,72 163.272,00 0,00 0,00 + 181.657,00 698.518,72 
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 31.084.726,00 2.001.849,04 0,00 0,00 0,00 + 50.988,00 33.137.563,04 
2. Anlagen der Stadtreinigung 5.185.553,00 265.497,68 6.186,00 0,00 83.277,00 + 157.326,00 5.518.913,68 
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 17.934.147,00 1.492.619,37 1.377.633,11 83.277,00 0,00 + 324.920,00 18.457.330,26 
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.971.940,00 146.009,44 132.598,00 51.225,00 51.225,00 + 7.035,00 1.992.386,44 
5. Geleistete Anzahlungen,
Anlagen im Bau 762.851,00 785.712,98 40.925,00 0,00 0,00 – 721.926,00 785.712,98 
56.939.217,00 4.691.688,51 1.557.342,11 134.502,00 134.502,00 – 181.657,00 59.891.906,40 
III. Finanzanlagen 8.985.799,00 3.689,03 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03 
Summe 66.496.573,00 4.803.954,26 1.720.614,11 134.502,00 134.502,00 0,00 69.579.913,15 
I. Stadtreinigung
1. Konzession 262.027,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 262.027,00 
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 142.101,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 142.101,00 
3. Anlagen der Stadtreinigung 5.185.553,00 265.497,68 6.186,00 0,00 83.277,00 + 157.326,00 5.518.913,68 
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 23.235,00 1.678,15 3.291,00 5.159,00 2.397,00 0,00 24.384,15 
Summe 5.612.916,00 267.175,83 9.477,00 5.159,00 85.674,00 + 157.326,00 5.947.425,83 
16 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
VII. Anlagen
Anlagennachweis
der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster zum 31.12.2006 
[Anlage 1]

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 17
Saubere Lösung.
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]
Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge durchschn. durchschn.
01.01.2006 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2006 31.12.2006 01.01.2006 AfA-Satz RBW
Zuschreib.*
+. / . +. / .
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H.
264.362,00 466,60 0,00 0,00 0,00 264.828,60 1.866,40 2.333,00 0,17 0,70 
247.958,00 94.063,86 163.272,00 0,00 0,00 178.749,86 253.073,86 56.904,00 21,78 58,61 
512.320,00 94.530,46 163.272,00 0,00 0,00 443.578,46 254.940,26 59.237,00 13,53 36,50 
15.876.648,00 1.650.570,80 0,00 0,00 0,00 17.527.218,80 15.610.344,24 15.208.078,00 4,98 47,11 
3.775.297,00 425.724,50 6.186,00 0,00 83.277,00 4.111.558,50 1.407.355,18 1.410.256,00 7,71 25,50 
12.181.800,00 1.655.284,75 1.377.104,56 83.277,00 0,00 12.543.257,19 5.914.073,07 5.752.347,00 8,97 32,04 
1.540.158,00 154.658,71 131.593,71 40.713,00 40.713,00 1.563.223,00 429.163,44 431.782,00 7,76 21,54 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 785.712,98 762.851,00 0,00 100,00 
33.373.903,00 3.886.238,76 1.514.884,27 123.990,00 123.990,00 35.745.257,49 24.146.648,91 23.565.314,00 6,49 40,32 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03 8.985.799,00 0,00 100,00 
33.886.223,00 3.980.769,22 1.678.156,27 123.990,00 123.990,00 36.188.835,95 33.391.077,20 32.610.350,00 5,72 47,99 
262.027,00 0,00 0,00 0,00 0,00 262.027,00 0,00 0,00 0,00 0,00 
16.111,00 7.199,43 0,00 0,00 0,00 23.310,43 118.790,57 125.990,00 5,07 83,60 
3.775.297,00 425.724,50 6.186,00 0,00 83.277,00 4.111.558,50 1.407.355,18 1.410.256,00 7,71 25,50 
20.989,00 1.661,34 3.291,00 3.768,00 1.823,00 21.304,34 3.079,81 2.246,00 6,81 12,63 
4.074.424,00 434.585,27 9.477,00 3.768,00 85.100,00 4.418.200,27 1.529.225,56 1.538.492,00 7,31 25,71

[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2006 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2006 
+ ./. + ./. + / ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
II. Abfall- und Wertstoffwirtschaft
1. Konzession 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00 
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 19.459.846,00 2.001.849,04 0,00 0,00 0,00 + 50.988,00 21.512.683,04 
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 17.926.147,00 1.492.619,37 1.377.633,11 83.277,00 0,00 + 324.920,00 18.449.330,26 
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 286.442,00 47.097,46 15.517,00 23.187,00 25.081,00 0,00 316.128,46 
Summe 37.677.103,00 3.541.565,87 1.393.150,11 106.464,00 25.081,00 + 375.908,00 40.282.809,76 
III.
Allgemeine und Zentrale 
Betriebe
1. Software 304.862,00 108.576,72 163.272,00 0,00 0,00 + 181.657,00 431.823,72 
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 11.482.779,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.482.779,00 
3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 8.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00 
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.662.263,00 97.233,83 113.790,00 22.879,00 23.747,00 + 7.035,00 1.651.873,83 
5. Finanzanlagen 8.985.799,00 3.689,03 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03 
Summe 22.443.703,00 209.499,58 277.062,00 22.879,00 23.747,00 + 188.692,00 22.563.964,58 
IV. Anlagen im Bau
1. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 40.925,00 0,00 40.925,00 0,00 0,00 0,00 0,00 
2. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 721.926,00 778.208,94 0,00 0,00 0,00 – 721.926,00 778.208,94 
4. Allgemeine und zentrale Bereiche 0,00 7. 504,04 0,00 0,00 0,00 0,00 7.504,04 
Summe 762.851,00 785.712,98 40.925,00 0,00 0,00 – 721.926,00 785.712,98 
18 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 19
Saubere Lösung.
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]
Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge durchschn. durchschn.
01.01.2006 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2006 31.12.2006 01.01.2006 AfA-Satz RBW
Zuschreib.*
+. / . +. / .
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H.
2.335,00 466,60 0,00 0,00 0,00 2.801,60 1.866,40 2.333,00 10,00 39,98 
12.168.286,00 1.273.605,45 0,00 0,00 0,00 13.441.891,45 8.070.791,59 7.291.560,00 5,92 37,52 
12.181.200,00 1.654.484,75 1.377.104,56 83.277,00 0,00 12.541.857,19 5.907.473,07 5.744.947,00 8,97 32,02 
239.633,00 24.649,38 15.517,00 18.541,00 20.606,00 246.700,38 69.428,08 46.809,00 7,80 21,96 
24.591.454,00 2.953.206,18 1.392.621,56 101.818,00 20.606,00 26.233.250,62 14.049.559,14 13.085.649,00 7,33 34,88 
247.958,00 94.063,86 163.272,00 0,00 0,00 178.749,86 253.073,86 56.904,00 21,78 58,61 
3.692.251,00 369.765,92 0,00 0,00 0,00 4.062.016,92 7.420.762,08 7.790.528,00 3,22 64,63 
600,00 800,00 0,00 0,00 0,00 1.400,00 6.600,00 7.400,00 10,00 82,50 
1.279.536,00 128.347,99 112.785,71 18.404,00 18.284,00 1.295.218,28 356.655,55 382.727,00 7,77 21,59 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.989.488,03 8.985.799,00 0,00 100,00 
5.220.345,00 592.977,77 276.057,71 18.404,00 18.284,00 5.537.385,06 17.026.579,52 17.223.358,00 2,63 75,46 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 40.925,00 0,00 0,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 778.208,94 721.926,00 0,00 100,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.504,04 0,00 0,00 100,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 785.712,98 762.851,00 0,00 100,00

20 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
Entwicklung der Rückstellungen zum 31.12.2006 
[Anlage 2]
01.01.2006 Inanspruchnahme Auflösung/ Zuführung/
Verrechnung*
EUR EUR EUR EUR
1. Rückstellungen für Pensionen 1.480.024,00 96.692,47 0,00 308.512,47
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00 8.250,00
3. Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Beihilfe 257.967,00 2.345,32 0,00 25.874,32
Jahresabschlussprüfung 32.000,00 27.905,31 4.094,69 31.000,00
Interne Aufwendungen 
Jahresabschlusserstellung 26.000,00 26.000,00 0,00 26.000,00
Prüfung durch Amt für 
Wirtschaftlichkeitsprüfung 
und Revision der Stadt Münster 24.000,00 23.433,00 567,00 24.000,00
Ausstehende Rechnungen 697.450,00 358.249,94 339.200,06 32.800,00
Rückstellung aus BP-Prüfung 300.000,00
Oberflächenabdichtung ZDM I 258.000,00 0,00 0,00 0,00
Nachsorge ZDM I 13.308.742,63 164.238,71 283.256,80* 0,00
Rekultivierung und Nachsorge 
ZDM II 1. und 2. Bauabschnitt 34.193.683,34 178.346,66 0,00 0,00
Rekultivierung und Nachsorge 
ZDM II, 3. Bauabschnitt 280.231,91 0,00 0,00 907.330,64
Rückstellungen 
für Gebührenüberschüsse 13.526.838,73 2.336.849,35 0,00 0,00
Urlaubs- und 
Überstundenverpflichtungen 560.036,01 560.036,01 0,00 645.302,63
Sonstige Rückstellungen gesamt 63.164.949,62 3.677.404,30 627.118,55 1.992.307,59
Summe 64.644.973,62 3.774.096,77 627.118,55 2.309.070,06

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 21 
Saubere Lösung.
31.12.2006 
EUR
1.691.844,00
8.250,00
281.496,00
31.000,00
26.000,00
24.000,00
32.800,00
300.000,00
258.000,00
12.861.247,12
34.015.336,68
1.187.562,55
11.189.989,38
645.302,63
60.852.734,36
62.552.828,36

22 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
Behälterbestände der Abfallabfuhr 
[Anlage 3]
Gebührenbehälter
Behälter- Kalkulation 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamtab- Kalkulation Gesamtab-
volumen 2006 2006 2006 2006 2006 weichung 2006 weichung 2006 
Bezeichnung Liter Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl EUR EUR
Restmüll 3 5000000 0 , 0 0  0 , 0 0  
1 x w 6 066665 - 1 1 . 031,04 -28,64 
9 0111110 257,76 0,00 
120 75 75 75 72 72 -3 25.776,00 -28,64 
240 175 170 173 159 159 -16 120.309,00 -5.614,42 
660 204 206 194 199 153 -51 385.657,92 -23.000,84 
770 12 12 12 11 11 -1 26.467,20 -735,20 
1100 607 612 602 645 608 1 1.912.559,88 10.502,80 
2.472.058,80 -18.904,94
Restmüll 120 8 6 9 12 14 6 2.199,36 274,92
1 x w | - 20 % 240 17 26 31 33 47 30 9.349,32 8.982,68 
660 103 99 98 101 102 -1 155.773,08 -4.789,14 
7 7 0666660 1 0 . 586,88 0,00 
1100 398 399 399 393 397 -1 1.003.246,56 210,06 
1.181.155,20 4.678,52
Restmüll 35 13269 13357 13375 13404 13453 184 663.980,76 5.583,63 
14-tägl. 60 13100 13231 13319 13364 13402 302 1.125.552,00 18.351,08 
90 4985 5025 5088 5146 5186 201 642.466,80 14.209,02 
120 13164 13130 13110 13112 13116 -48 2.262.101,76 -7.933,28 
240 8561 8499 8523 8506 8504 -57 2.942.244,48 -15.694,72 
660 635 634 637 639 645 10 600.227,40 3.229,57 
770 86 85 83 83 82 -4 94.840,80 -2.848,90 
1100 1027 1013 998 989 1021 -6 1.617.894,72 -35.839,44 
9.949.308,72 -20.943,04
Restmüll 35 3 6 11 14 28 25 120,24 414,16
14-tägl. | - 20 % 60 14 20 28 36 49 35 960,96 1.166,88
90 3 7 10 12 15 12 309,24 747,33
120 98 128 146 152 162 64 13.465,20 6.022,70 
240 144 191 227 252 280 136 39.588,48 22.612,17 
660 192 201 207 210 211 19 145.175,04 11.089,76 
770 15 15 14 14 14 -1 13.233,60 -661,68 
1100 376 370 384 383 377 1 473.895,36 3.045,87 
686.748,12 44.437,19

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 23
Saubere Lösung.
Behälter- Kalkulation 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamtab- Kalkulation Gesamtab-
volumen 2006 2006 2006 2006 2006 weichung 2006 weichung 2006 
Bezeichnung Liter Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl EUR EUR
Restmüll 1 2 0111110 687,48 0,00 
2 x w 2 4 0222220 2 . 749,92 0,00 
660 25 23 23 16 20 -5 94.527,00 -11.343,24 
7 7 0111221 4 . 411,32 1.470,44 
1100 162 158 157 111 148 -14 1.020.891,60 -63.543,15 
1.123.267,32 -73.415,95
Restmüll 2 4 0233442 2 . 199,84 1.283,24 
2 x w | - 20 % 660 17 18 16 17 17 0 51.422,28 -252,07 
7 7 0555550 1 7 . 644,80 0,00
1100 147 152 150 142 139 -8 741.091,68 -420,12 
812.358,60 611,05
Restmüll 6 6 0111110 5 . 671,68 0,00 
3 x w 7 7 0000000 0 , 0 0 0 , 0 0  
1100 999490 8 5 . 074,84 -3.938,65 
90.746,52 -3.938,65
Restmüll 6 6 032222 - 1 1 3 . 611,96 -4.159,21 
3 x w | - 20 % 7 7 0111110 5 . 293,56 0,00 
1100 22 17 17 17 17 -5 166.370,16 -32.769,88 
185.275,68 -36.929,09
Biomüll 35 16188 16469 16580 16690 16805 617 1.264.606,56 32.048,73 
wö. Abfuhr 60 10446 10454 10488 10506 10525 79 1.400.181,84 5.886,59 
90 3337 3340 3359 3360 3359 22 670.737,00 3.048,50 
120 5232 5238 5218 5231 5246 14 1.402.594,56 -245,74 
240 2929 2878 2874 2851 2837 -92 1.570.412,64 -33.644,04 
6.308.532,60 7.094,04
Sonstige 106.295,02 10.049,42
Gebührenbedarf: 22.915.746,58 
€
Gebühren-Ist: 22.828.485,13 €
Überschuss [Differenz zwischen Gebühreneinnahmen und -bedarf]: -87.261,45 €

24 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
Anlieferungsstatistik ZDM II
[Anlage 4]
Siedlungsabfallanlieferungen Altholz Bioabf älle Grünabfälle E-Schr ott Haus-/ Sperrmüll
nicht verwertbar
Menge in Mg 3.310,97 17.883,43 15.781,85 167,29 48.879,45
Planungsgröße in Mg 3.300,00 18.000,00 14.000,00 150,00 50.000,00
Abweichung in Mg 10,97 -116,57 1.781,85 17,29 -1.120,55
Jahresabschluss in Euro 198.658,20 4.113.188,90 710.183,25 21.747,70 12.740.428,64
Planungsgröße in Euro 189.000,00 4.140.000,00 630.000,00 19.500,00 13.032.470,00
Abweichung in Euro 9.658,20 -26.811,10 80.183,25 2.247,70 -292.041,36
Abweichung in % 5,11 -0,65 12,73 11,53 2,24
Gesamtsummen [Hausmüll] Jahresabschluss 17.784.206,69 €
Planungsgröße 18.010.970,00 €
Abweichung - 226.763,31 €
Abweichung - 1,26 %

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 25 
Saubere Lösung.
I. Allgemeine Übersicht
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster sind seit 1996
eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt
Münster entsprechend den Vorschriften der Gemeinde-
ordnung für das Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden
gemäß der Eigenbetriebsverordnung sowie nach den
Bestimmungen der Betriebssatzung für die Abfallwirt-
schaftsbetriebe Münster geführt. Dem Eigenbetrieb
einschl. etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe obliegen die
Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (Sammlung, Trans-
port, Verwertung und Entsorgung von Abfällen im Sinne
des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes, Aufstel-
lung und Umsetzung des kommunalen Abfallwirt-
schaftskonzeptes) im gesamten Stadtgebiet.
Der Eigenbetrieb orientiert sich umfassend an den vom
Rat der Stadt Münster beschlossenen ökologischen
Zielsetzungen der Abfallwirtschaft sowie gleicherma-
ßen an den Belangen der Nutzer/Gebührenzahler im
Hinblick auf die Gestaltung der Kosten-Nutzen-Relation
des Leistungsangebotes. Diese Aufgabe konnte im Jahr
2006 erfolgreich erfüllt werden.
Der Werksausschuss wurde 2006 an 6 Terminen in 6
öffentlichen sowie 6 nicht öffentlichen Sitzungen von
der Werkleitung über die Entwicklung der Abfallwirt-
schaftsbetriebe und alle wichtigen Angelegenheiten
unterrichtet. Dabei hat er Entscheidungen im Rahmen
seiner Zuständigkeiten getroffen.
II. Vermögens- und Finanzlage
Die Rücklagen der AWM erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr um die Gewinnzuführung des Jahres 2005. 
Der Jahresüberschuss in Höhe von 276 T€ resultiert aus
den Unterschieden zwischen den gesetzlichen Grund-
lagen der Gebührenkalkulation und den Ansätzen der
Handelsbilanz.
Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2006 bei 4.804 T€.
Davon wurden 265 T€ in Anlagen der Stadtreinigung,
1.493 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 2.002 T€
in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten inve-
stiert. 109 T€ betreffen immaterielle Vermögensgegen-
stände. Der Rest in Höhe von 935 T€ entfällt auf
Betriebs- und Geschäftsausstattung, Finanzanlagen
sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die
vorgenannten Investitionen wurden aus eigenen
Mitteln finanziert.
Für das Jahr 2007 sind Investitionen in Höhe von 
3.200 T€ geplant. Von diesen Neu- und Reinvestitionen
entfallen 440 T€ auf die Stadtreinigung und 2.580 T€
auf den Bereich der Abfallwirtschaft. Der Rest in Höhe
von 180 T€ betrifft überwiegend Neuinvestitionen in
gemeinsame Anlagen. Die Finanzierung soll über Ab-
schreibungen und Eigenmittel erfolgen. 
Die vorhandenen Anlagen im Bereich der Stadtreini-
gung und Abfallwirtschaft konnten im Wesentlichen
technisch und wirtschaftlich optimal genutzt werden.
Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgaben-
stellung sind sie ausreichend dimensioniert.
Lagebericht

26 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
III. Risikomanagement
Um bestehenden und möglichen Risiken für das Unter-
nehmen frühzeitig und wirksam begegnen zu können,
haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster im Jahr
2001 ein Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses
entspricht den Maßgaben des am 01. Mai 1998 in Kraft
getretenen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG) sowie dem § 10 der mit
Wirkung vom 24.11.2004 in Kraft getretenen EigVO NRW.
Das Risikomanagement bei den AWM vollzieht sich in
drei aufeinander aufbauenden Abschnitten, der Risiko-
inventur, der Risikobewertung und der Risikofrüherken-
nung und -handhabung.
Zur Risikofrüherkennung wurden Kennzahlen definiert
und Toleranzgrenzen festgelegt. Eine Schwellenwert-
überschreitung steht in allen Fällen zz. nicht zu be-
fürchten. Um mögliche aus den Risiken resultierende
Schäden zu vermeiden, zu verringern oder zu kompen-
sieren, sind geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen
worden. Alle erkannten Risiken für das Unternehmen
werden kontinuierlich beobachtet und bewertet. Der
Risikobericht 2006/2007 ist erstellt.
IV. Qualitätspolitik
Ausgangspunkt einer systematischen Beschäftigung
mit dem Thema Qualität in der Leistungserbringung
war 1997 die erstmalig durchgeführte Zertifizierung
nach der Entsorgungsfachbetriebsverordnung. In 2002
kam die Zertifizierung nach dem Qualitätsmanagement-
system DIN EN ISO 9001:2000 hinzu. 2005 wurde des
Weiteren die Zertifizierung nach dem Umweltmanage-
mentsystem nach DIN EN ISO 14001:2004 vorgenom-
men. Durch diese Zertifizierungssysteme werden die
Unternehmensprozesse der AWM mit der Zielsetzung
einer hohen qualitativen Leistungserbringung kontinu-
ierlich einer objektiven Prüfung unterzogen.
Um den Arbeits- und Gesundheitsrisiken dauerhaft ent-
gegenzuwirken sowie die Leistungen auf dem Gebiet
der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes
kontinuierlich zu verbessern und auch rechtssicher zu
dokumentieren, wurde als vorerst letzter Baustein eines
integrierten Managementsystems das Arbeitsschutz-
managementsystem eingeführt. Die Erstausstellung
des Zertifikats gemäß OHSAS 18001 datiert vom
12.09.2006.

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 27 
Saubere Lösung.
V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach 
Schluss des Wirtschaftsjahres 2006, voraussichtliche
Entwicklung des Eigenbetriebes, Ausblick 2007
1.
Novellierung der Verpackungsverordnung und Aus-
schreibung der LVP-Sammlung für die Jahre 2008 bis
2010 durch die DSD-GmbH
Die Situation in Münster
Die AWM sind für das Gebiet der Stadt Münster bis zum
31.12.2007 Leistungsvertragspartner der DSD GmbH
für den Aufgabenbereich Sammlung und Transport von
Leichtverpackungen.
Die in 2004 von der DSD GmbH durchgeführte Leistungs-
vergabe konnten die AWM auf der Grundlage der zwin-
gend anzuwendenden Tarifgrundlagen des KAV nur
deshalb gegen die zahlreichen privaten Mitwettbewer-
ber gewinnen, weil die Arbeitsleistung drastisch (um
100 % für die Mülllader!) erhöht wurde und parallel
organisatorische Optimierungen in der Verwaltung
durchgeführt worden sind.
Aufgrund der nachfolgend noch beschriebenen Markt-
und Ausschreibungssituation ist jetzt konkret zu be-
fürchten, dass die AWM bei der in diesem Jahr
(Mai/Juni 2007) von DSD begonnenen Ausschreibung
für die Jahre 2008 – 2010 den Zuschlag nicht mehr
erhalten werden.
W
irtschaftliche Auswirkungen:
- Damit sind die in diesem Tätigkeitsbereich eingesetz-
ten 11 Arbeitskräfte (davon 8 zeitlich befristet be-
schäftigt) einerseits akut von Arbeitsverlust bedroht, 
andererseits entfiele damit für die AWM die Möglich-
keit, allgemeine Querschnitts- und Verwaltungs-
gemeinkosten der Stadt Münster (in Höhe von zz. rd. 
302.000,- p. a.) zu erheblichen Anteilen über die AWM-
Betriebssparte DSD zu refinanzieren. Die Folge wäre 
zwangsläufig eine Verschiebung dieser Kostenanteile 
in den abfallgebühren- ergo bürgerfinanzierten Be- 
reich der Abfallwirtschaft.
Pr
aktische Auswirkungen:
- Die hinsichtlich eines sauberen Stadtbildes systembe-
dingt grundsätzlich problematische Sammlung Gelber 
Säcke sollte zur Vermeidung zusätzlicher Verunreini-
gungen im Stadtgebiet in der Folge sinkender Quali-
täten in der Sack- und Behälterabfuhr nicht ohne enge 
organisatorische Verzahnung mit der übrigen System-
abfuhr für Restabfall, Bioabfall, Papier- und Sperrgut
sowie der kommunalen Stadtreinigung erfolgen.
- In den Sammlungsgebieten, die im vergangenen Jahr 
unter den genannten Gegebenheiten in die Hand pri-
vater Unternehmen gelangt sind, wie z.B. im Raum 
Osnabrück oder in den Ruhrgebietsstädten, ist ein sig-
nifikanter Einbruch der Sammlungs- und Reinigungs-
qualität mit damit einhergehender hoher Unzufrie-
denheit in der Bürgerschaft festzustellen.
- Die Problembewältigung von der erforderlichen ver-
stärkten Reinigung des öffentlichen Raumes über die 
Organisation von Sackausgaben bis hin zur Sicher-
stellung des Beschwerdemanagements verbleibt
jedoch einschließlich der finanziellen Lasten weiterhin 
beim öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger.
Grundsätzliche Überlegungen aus der Diskussion inner-
halb der kommunalen Spitzen- und Fachverbände 
Seit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und
Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) gibt es vielfältige Proble-
me bei der Abgrenzung der Entsorgungszuständig-
keiten. Der Gesetzgeber hat den öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträgern in § 15KrW-/AbfG eine Pflichtauf-
gabe zur Entsorgung von Abfällen aus privaten Haus-
halten und anderen Herkunftsbereichen zugewiesen.
Gleichzeitig hat er ihnen jedoch Planungssicherheit
genommen, da für Abfälle aus anderen Herkunftsbe-
reichen nur eine Überlassungspflicht an den öffent-
lichen-rechtlichen Entsorgungsträger besteht, soweit
es sich um Abfälle zur Beseitigung handelt.
Abfall ist kein gewöhnliches Wirtschaftsgut; der
Bürger hat kein Erwerbs-, sondern ein Entledigungs-
interesse. Daher ist kommunale Abfallwirtschaft nicht

28 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
allein mit den bekannten traditionellen Marktmecha-
nismen zu begreifen.
Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet nachhaltige,
nicht ausschließlich gewinn-, sondern gemeinwohl-
orientierte Abfallentsorgung durch die Kommunen
und ihre Betriebe, bzw. Unternehmen. Die Orientie-
rung am Gemeinwohl stellt den Nutzen der kommu-
nalen Abfallwirtschaft sicher; Citizen Value anstelle
Shareholder Value. Die kommunale Abfallwirtschaft
übernimmt die öffentliche Verantwortung für ord-
nungsgemäße Sammlung und Behandlung, garantiert
flächendeckende Entsorgung bis in den hintersten
Winkel des Landes zu sozialverträglichen Gebühren
und stärkt die lokale, mittelständische Wirtschaft
durch Investitionen, und sichert Arbeitsplätze.
Daher fordert die kommunale Abfallwirtschaft
- Rechts-, Planungs- und Investitionssicherheit, um 
Leistungen auch in Zukunft erbringen zu können,
- den Erhalt der öffentlichen Daseinsvorsorge und 
- die Beibehaltung des Dualismus in der Abfallwirt-
schaft; in der Kommunale und Private klar umrissene 
und abgegrenzte Aufgaben haben.
Die Kommunale Daseinsvorsorge ist gefährdet
Der Grundsatz der Daseinsvorsorge wird auf europäi-
scher Ebene zunehmend der Warenverkehrsfreiheit und
dem Wettbewerb geopfert. Die Handlungsspielräume
der kommunalen Unternehmen werden immer weiter
eingeschränkt:
- EuGH-Rechtssprechung: Ausweitung der Pflicht zur 
Ausschreibung öffentlicher Aufträge bei zunehmend 
restriktiver Handhabung der sog. „Inhouse-Geschäfte“ 
mit der Folge, dass eine Kommune einen Auftrag dann 
nicht mehr an ein eigenes Unternehmen vergeben 
darf, wenn an diesem Unternehmen auch ein privater 
Dritter beteiligt ist. In diesen Fällen muss die Kommune
den Auftrag öffentlich ausschreiben und in Kauf neh-
men, dass ein eigenes Unternehmen den Zuschlag 
nicht erhält.
- Geplante Änderung des Kommunalrechtes in NRW: 
Einführung einer echten Subsidiaritätsklausel, wonach 
die Kommune nur noch dann tätig werden darf, wenn 
hierfür ein „dringender öffentlicher Zweck“ besteht. 
Zugleich wird eine „Besitzstandsregelung“ aufgenom-
en, wonach wirtschaftliche und nicht-wirtschaftliche 
Tätigkeiten der Kommune zukünftig nur noch in dem 
Umfang ausgeübt werden dürfen, wie sie derzeit be-
stehen.
Folgen daraus sind keine Entwicklungsmöglichkeiten
der Unternehmen zum Wohle der Gebührenzahler und
eine Verstärkung der bereits festzustellenden Oligopoli-
sierungstendenzen.
Unter den privaten Entsorgungsunternehmen ist eine
zunehmende Marktkonzentration zu beobachten
(bspw. Übernahme 70 % von RWE Umwelt durch Re-
mondis; Kauf der Cleanaway Deutschland durch Sulo).
Rund 250 kommunale Entsorger haben bei der Rest-
müllerfassung derzeit bundesweit einen Marktanteil
von insgesamt 37 %; lediglich sechs private Anbieter
beherrschen jedoch 50 % des Marktes.
NRW
* da in Bremen ein PPP-Modell [mit Nehlsen] existiert, wurden die EW dem Privatunternehmen zugerechnet
  [Quelle: Christoph Schlinkert (UE) – Stand: 11-2004]
Bundesweit beträgt der Anteil
der öffentlichen Hand 37,5%
B HH SA NS/HB* SL SH TH RP BAY HE SN BB BW MV
100% 100% 47,5% 46,9% 44,8% 39,5% 33,7% 33,6% 33,1% 27,1% 25,4% 24,8% 22,2% 18,5% 10,1%
Sammlung Restabfall 2004 – Anteil der kommunalen Abfallwirtschaft [bez. auf die Einwohner]

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 29 
Saubere Lösung.
Reaktionen: Eigenerbringung von Leistungen /
Kooperationen
Einige Kommunen führen die Abfallentsorgung wieder
in eigener Regie durch, weil sie festgestellt haben, dass
sie dies genau so gut bzw. besser, jedoch zu günstige-
ren Preisen können (bspw. jüngst Bergkamen) als Pri-
vate. Dies gilt insbesondere nach der aktuellen Mehr-
wertsteuererhöhung.
Dennoch: Die Leistung mit Kommunalen zu erbringen
ist kein Allheilmittel; man muss immer den Einzelfall
aufgrund der Voraussetzungen vor Ort prüfen. Oftmals
zeigt sich jedoch, dass Private nicht besser und billiger
sind – obwohl dies z.T. behauptet wird.
Weitere Möglichkeit zur Stärkung der Wettbewerbs-
fähigkeit ist die Bildung von Kooperationen, wie z. B. der
interkommunalen Zusammenarbeit oder die Gründung
von Zweckverbänden.
Diese Vorgehensweise ist keine „Umgehung des Ver-
gaberechts“, da keine Tätigkeit am Markt vorgenom-
men wird. Es ist vielmehr eine gesetzlich anerkannte
und zulässige verwaltungsinterne Organisationsform,
die durch das Grundgesetz geschützt ist und es den
Kommunen erlaubt, Synergien zu nutzen, um möglichst
effizient und wirtschaftlich zu arbeiten.
Vergabepraxis LVP / Forderungen Novelle VerpackV
Bei dem von der DSD GmbH durchgeführten Verfahren
handelt es sich faktisch nicht um eine wettbewerbs-
und vergaberechtlich begründete Ausschreibung, son-
dern um ein Angebotsbeteiligungsverfahren mit der
Möglichkeit, im Rahmen der Auftragserteilung vom
Ergebnis des Verfahrens bzw. von zuvor verlangten
Standards nachträglich abzuweichen bzw. den poten-
ziellen Auftragnehmer im Rahmen von Nachverhand-
lungen zur Änderung seines Angebotes – insbesondere
in preislicher Hinsicht – zu bewegen.
Erhebliche Probleme bei der Entsorgung von Verkaufs-
verpackungen sowie fehlender „echter“ Wettbewerb
führen zur Forderung der Kommunen nach Rücküber-
tragung der Zuständigkeiten für die Entsorgung der
Verkaufsverpackungen aus privaten Haushalten an die
öffentliche Hand. Einzig die Übertragung der Zuständig-
keit für die haushaltsnahe Erfassung der Verpackungs-
abfälle auf die Kommunen führt unmittelbar zu fairem
Wettbewerb. Wettbewerb, bei dem Ökodumping und
Lohndumping keinen Platz mehr hätten.
Die Kommunen sind öffentliche Auftraggeber i. S. d. GWB,
so dass die Vergabe aller mit der Entsorgung der Ver-
packungsabfälle in Verbindung stehenden Leistungen
dem formellen Vergaberecht unterliegt. Dies wiederum
hat zur Folge, dass – entgegen der heutigen Situation –
Qualitätsstandards nicht nur zu Beginn des Vergabever-
fahrens eingefordert, sondern dann auch im gesamten
Vergabeverfahren beibehalten und bei der Zuschlags-
erteilung berücksichtigt werden müssen. Ferner ist eine
umfängliche gerichtliche Überprüfbarkeit des Ausschrei-
bungsverfahrens gewährleistet.
Liegt die Zuständigkeit für die haushaltsnahe Erfassung
der Verpackungsabfälle in der Hand der Kommunen,
wäre darüber hinaus auch das Problem der Papierver-
wertung (PPK-Fraktion) auf einfache Weise gelöst. Auch
hierbei wäre ein echter Wettbewerb sichergestellt,
denn auch im Falle der PPK-Entsorgung unterläge die
jeweilige Kommune dem formellen Vergaberecht. Die
Bereiche Sortierung und Verwertung der eingesammel-
ten Verpackungen wären dem Wettbewerb zu überant-
worten.
2. 
Novellierung der Gemeindeordnung NW 
Geplante Änderungen im Bereich des Gemeindewirt-
schaftsrechts (§ 107 GO NW). 
Die nordrhein-westfälische Landesregierung bereitet
zz. die Novellierung des Gemeindewirtschaftsrechts 
(§§ 107 ff GO NW) mit weitreichenden Auswirkungen
für die öffentlich-rechtlichen Betriebe und Stadtwerke
vor.

30 | Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss
Saubere Lösung.
Mit der Änderung der Vorschriften soll die wirtschaftli-
che Betätigung der Kommunen zukünftig an strengere
Voraussetzungen geknüpft werden.
So ist die Einführung einer echten Subsidiaritätsklausel
vorgesehen, wonach eine wirtschaftliche Betätigung
nur noch bei einem „dringenden“ öffentlichen Zweck
zulässig sein soll (§ 107 Abs. 1 Nr. 1). Bei einem Tätig-
werden außerhalb der Bereiche Energieversorgung,
Wasserversorgung, ÖPNV und Telekommunikation (und
natürlich Abfall und Abwasser gem. § 107 Abs. 2) muss
die Kommune diesen öffentlichen Zweck in Zukunft
auch besser als andere Unternehmen erfüllen können.
Im Hinblick auf die nicht-wirtschaftliche Tätigkeit nach
§ 107 Abs. 2 wird durch die Neufassung des Abs. 4 klar-
gestellt, dass die nicht-wirtschaftliche Tätigkeit außer-
halb des Gemeindegebietes nur dann zulässig ist,
„wenn die Voraussetzungen des Abs. 1 Nr. 1 und 2 – d. h.
‘dringender’ öffentlicher Zweck und angemessenes
Verhältnis zur Leistungsfähigkeit – vorliegen und die
berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen
Gebietskörperschaften gewahrt sind“ .
Ließ sich aus der Rechtsprechung des OVG NW im Fall
der Beteiligung der Stadt Münster/AWM an einer
öffentlichen Ausschreibung in der Vergangenheit
durchaus schlussfolgern, dass die Darlegung eines
„öffentlichen Zwecks“ nicht mehr erforderlich ist, sieht
der Gesetzentwurf durch die Aufnahme des „dringen-
den öffentlichen Zwecks“ nunmehr auch hier eine
Verschärfung der ursprünglichen Voraussetzungen vor.
Artikel IX § 1 sieht eine „Besitzstandsregelung“ dahin-
gehend vor, dass lediglich der Ist-Zustand geschützt
bleiben soll: Wirtschaftliche und nicht-wirtschaftliche
Betätigungen, die vor der Einbringung des Gesetz-
entwurfs in den Landtag (Frühjahr 2007) „zulässiger-
weise aufgenommen wurden“, dürfen unbeschadet der
Gesetzesänderungen fortgesetzt werden.
Aus einer Umsetzung dieser Novellierungsregelungen
entsprechend den bisherigen Referentenentwürfen
würden erhebliche Auswirkungen auf die AWM bis hin
zu Personalabbau und Gebührenerhebungen resultie-
ren, da jeder Prozentpunkt Umsatzverlust (Nebenge-
schäfte, DSD-Geschäft) entsprechende Gebührener-
höhungen nach sich zöge. 
Auch der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
sieht in der Novellierung der Gemeindeordnung in der
bisher beabsichtigten Form eine Gefahr für die wirt-
schaftliche Stabilität der kommunalen Ver- und Ent-
sorgungsbetriebe und Stadtwerke. Die Einschränkung
der wirtschaftlichen Tätigkeit der Kommunen würde
Kommunalbetriebe und Stadtwerke insbesondere
gegenüber den grossen überrregional tätigen Energie-
und/oder Entsorgungskonzernen benachteiligen.
Während diese in allen Bereichen sowohl (über-)regio-
nal als auch fachlich uneingeschränkt tätig werden
können, dürften kommunale Einrichtungen nach den
vorliegenden Novellierungsvorstellungen nur noch
Tätigkeiten ausüben, die von keinem anderen privaten
Anbieter in vergleichbarer Form angeboten werden
könnten.
Münster, den 30.03.2007
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick Hasenkamp

Geschäftsbericht 2006 | Jahresabschluss | 31 
Saubere Lösung.
Bestätigungsvermerk der 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CURACON GmbH,
Münster, hat nach erfolgter Prüfung den Jahresab-
schluss zum 31. Dezember 2006 und den Lagebericht
der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster mit Datum vom
25. Mai 2007 mit einem uneingeschränkten Bestäti-
gungsvermerk versehen.

Saubere Lösung.
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
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X&Y Design | Münster

Beschlussvorlage

3847 Zeichen

V/0466/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2006 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.08.2007 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
28.08.2007 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
29.08.2007 Hauptausschuss Vorberatung 
29.08.2007 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2006 (Bilanz, 
GuV und Anhang) wird festgestellt. 
 
2. Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen. 
 
3 Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 275.898,90 €.  
Davon werden 
• der allgemeinen Rücklage 263.585,50 € 
• dem Sonderposten aus Überschüssen DSD 12.313,40  € 
zugeführt. 
 
4. Dem Werksausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2006 Entlastung erteilt. 
 
 
Begründung: 
 
Die CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaf t Münster hat im Auftrag der AWM mit Zu-
stimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den La-
gebericht des Wirtschaftsjahres 2006 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem. § 14 der Be-
triebssatzung dem Werksauschuss und dem Rat vorzulegen. 
 
1.   Jahresabschluss 2006 
 
 Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.197 T€ verkürzt. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0466/2007 
Auskunft erteilt: 
Frau Eichwald 
Ruf: 
60 52 43 
E-Mail: 
Eichwald@awm.stadt-muenster.de  
Datum: 
06.06.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0466/2007 
 Die Umsatzerlöse 2006 betrugen insgesamt rd. 41.964 T€ 
 
      Davon entfielen auf die 
 
 Abfallwirtschaft 
• Abfallabfuhr 27.144 T€ 
• Abfalldeponierung/-verwertung 3.083 T€  
• DSD-Bereich 2.023 T€ 
 
 Stadtreinigung 4.314 T€ 
      Winterdienst  1.397 T€ 
          
 Nebengeschäfte 4.003 T€ 
 
 Der Jahresüberschuss resultiert in Höhe von 263.585,50 € aus dem Unterschied zwischen den 
gesetzlichen Grundlagen der Gebührenkalkulation und den Ansätzen der Handelsbilanz sowie 
in Höhe von 12.313,40 € aus dem Überschuss im DSD-Bereich. 
 
 Die Gesamtinvestitionen im Jahre 2006 lagen gem. Anlagennachweis bei 4.804 T€. Davon 
wurden 265 T€ in Anlagen der Straßenreinigung, 1.493 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 
2.002 T€ in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten investiert. 109 T€ betreffen immate-
rielle Vermögensgegenstände. Der Rest in Höhe von 935 T€ entfällt auf Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung, Finanzanlagen sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.  
 
  Gemäß § 4 der EigVO wird dem Werksausschuss für das Wirtschaftsjahr 2006 Entlastung er-
teilt. 
 
 Die Entlastung der Werkleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO vom 16. November 
2004 durch den Werksausschuss. Hiermit wird sich der Werksausschuss in seiner nächsten 
planmäßigen Sitzung befassen. 
 
2. Lagebericht 
 
 Zum Lagebericht wurde seitens der CURACON Gm bH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festge-
stellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jah-
resabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von 
der Lage des Eigenbetriebes erwecken. 
 
3.  Prüfungsergebnis 
 
 Die CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellsc haft erteilt den AWM für das Wirtschaftsjahr 
2006 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2006 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden. Darüber hinaus werden die Abschlu ssergebnisse vom Prüfungsleiter der CURACON 
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Werksausschusssitzung am 22.08.2007 in Rahmen 
einer Jahresabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert. 
 
I. V. 
 
gez. 
Bickeböller 
Stadtkämmerin       Anlagen: Jahresabschluss der AWM (Bilanz, GuV und Anhang), Lagebericht

Anlage (Teil 1)

50815 Zeichen

graue Fläche wird weggeschnitten
graue Fläche wird
weggeschnitten
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Achtung!
Schnitt leicht
schräg.
Geschäftsbericht
2006
Saubere Lösung.
Saubere Lösung.
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AWM GB Umschlag 11.07.07:AWM GB Umschlag 28.04.06  13.07.2007  14:36 Uhr  Seite 1

AWM GB Umschlag 11.07.07:AWM GB Umschlag 28.04.06  13.07.2007  14:36 Uhr  Seite 2

AWM-Hintergründe
12 Müll-Movies:
Die Info-Filme der AWM 
13 Sie und Wir:
Die neue Kampagne
14 Viel Betrieb im Betrieb:
Unterwegs im Müllwagen
15 Winter XXL: 
Herausforderung 
Winter 05/06
15 Rekordsommer: 
Müllabfuhr bei 35 °C
Zahlen, Daten, Fakten
16 Das Geschäftsjahr 2006
bei den AWM 
17 Langer Winter: 
Winterdienst
18 Reinigen wie die 
Weltmeister:
Straßen reini gung
19 Service rundum:
Abfallwirtschaft/Samm -
lung und Transport
20 Verwerten statt 
Verbuddeln:
Ver wer tung und 
Deponierung
21 Flotte Flotte:
1996 und heute
22 Ausblick:
Was passiert 2007
24 Impressum
Begeistert
waren tausende Münsteraner
von unserer WM-Elf – und
dem anschließenden Einsatz
des AWM-Teams
Einfallsreich
Das Entsorgungskonzept
für die Münster Arkaden 
Abgefahren
Ein Tag, zwei Müllwerker, 
12 Tonnen Müll: 
Müllabfuhr in der City 
Erfreulich
Die Entwicklung in Zahlen
von 1996 bis 2006
Geschäftsbericht 2006 | 1 
Inhalt
Saubere Lösung.
Seite 4 Seite 10 Seite 14 Seite 16
Stadt und Bürger
4 Die (A)-WM: 
Die Straßenfeger des 
Fußballsommers
6 Feier-Tag:
„10 Jahre AWM“ 
7 Aktion Sauberes Münster:
Immer mehr machen mit
7 Müll international:
Info-Flyer in 7 Sprachen
Wirtschaft und Verwaltung
8 Individuell und innovativ: 
AWM als Entsorger für die 
Münster-Arkaden
10 Gefragt:
AWM-Umfrage zeigt, 
was Kunden erwarten
11 Einmalig:
Die 4 Zertifikate der AWM
Foto: Münster Marketing, Stadt Münster

Das AWM-Team für Münster.

Der Markt wird enger. 
Die AWM bleiben bürgerorientiert und kostenbewusst.
Das Jahr 2006 stand in der bundesdeutschen Abfall -
wirt schaft ganz unter dem Eindruck einer anhaltenden
Marktkonzentration. Ehemals große private Entsorger
wurden von finanzstarken internationalen Kapital ge -
sellschaften übernommen. Zahlreiche klein- und mittel-
ständische Entsorger verschwanden durch Übernahmen
von den regionalen Märkten. Infolge dieser Markt kon -
zentration und auch als Aus wirkung der TASi-bedingten
Deponieschließungen in Deutschland wurden gewerbli-
che Abfallerzeuger und auch private Haushalte mit teil-
weise deutlichen Preis erhöhungen konfrontiert.
In Münster blieb alles beim altbewährten System: Die
AWM waren auch in 2006 für die Bürgerinnen und Bür -
ger dieser Stadt ein schneller und zuverlässiger Entsor -
ger und ein kreativer, engagierter Problemlöser in Sachen
Stadtsauberkeit. Vor allem: Die Abfall- und Straßen rei -
ni gungsgebühren blieben stabil.
Während zahlreiche mechanisch-biologische Anlagen
in Deutschland mit technischen Problemen bis hin zu
Bränden zu kämpfen hatten, hat sich unsere moderne
MBRA in Münster auch im harten Alltag Tag für Tag im
Sinne unserer Vorstellungen von nachhaltiger Vorsorge
mit einer sicheren und umweltgerechten Entsorgung
für Bürger, Gewerbe und Verwaltungen bewährt.
Viele schöne Feste und Großveranstaltungen in Münster
forderten unser ganzes Reinigungskönnen: Ob Karne -
val, Eurocity- und Hafenfest oder die Traumwochen der
Fußball-WM im Sommer mit Partystimmung zwischen
Hafen und Ludgerikreisel – die Reinigungsmann schaf -
ten der AWM waren immer am Ball.
Und es gab auch Anlass zu einer eigenen kleinen Feier:
Die AWM wurden 10 Jahre alt und haben 5000 begeis -
terten Besuchern auf dem zentralen Betriebshof an der
Rösnerstraße die Vielfalt unserer Arbeit und die Technik
eines modernen Fuhrparks demonstriert. 
Aber nicht nur beim Feiern waren wir immer für Sie da.
Häufig arbeiteten wir auch in aller Stille und teilweise
auch im Verborgenen: Begleiten Sie uns beispielsweise
in die Tiefen der Münster-Arkaden, treffen Sie uns in der
Nacht beim Winterdienst oder informieren Sie sich über
unsere qualitätssichernden Zertifizierungssysteme.
Wir wünschen Ihnen mit diesem Geschäftsbericht wie-
der interessante Ein- und Rückblicke in die spannende
Welt der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Münsters
im Jahr 2006.
Helga Bickeböller 
Stadtkämmerin
Patrick Hasenkamp
Werkleiter AWM
Geschäftsbericht 2006 | Editorial | 3
Saubere Lösung.

Straßenfeger – so nannte man früher solche Fernseh-High lights wie die Fußball-WM.
Anders bei der letzten WM: Das „Public Viewing“ war erfunden, sodass tausende
Münstera ner die Fußballspiele draußen bei lauen Temperaturen verfolgten und die
Erfolge kräftig feierten. Auf diese Weise bekam der Begriff Straßenfeger eine neue,
echte Dimension: Schließlich sorgten die Straßenreiniger der AWM dafür, dass die
Plätze am nächsten Morgen wieder besenrein zur Verfügung standen. Genauso
wie bei vielen anderen Großveranstaltungen des Jahres.
Münster – 
ein Sommermärchen!
4 | Geschäftsbericht 2006 | Stadt und Bürger
Saubere Lösung.

Obwohl vier Glascon tainer
aufgestellt wurden und zum
Public Viewing keine Flaschen
mit hineingenommen wer-
den durften, fanden sie sich
überall. Insgesamt verlief
jedoch alles friedlich. Die über 100 000 Zuschauer beim
Public Viewing sorgten mit ihrer Stimmung dafür, dass
das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ auch für
Münster galt. 
Und die AWM schafften es mit ihrer Leistung, die WM
sauber in Erinnerung zu behalten. Mehr noch: Auch bei
anderen Großveranstaltungen des Jahres wie dem Eu -
rocityfest, dem Rosenmontagsumzug, dem Giro D’Italia,
beim Flohmarkt oder dem Münster-Marathon bewies
das Team der AWM, dass es besondere Heraus forde run -
gen auch in besonderer Qualität meistern kann.
Geschäftsbericht 2006 | Stadt und Bürger | 5
Saubere Lösung.
Vom 9. Juni – 9. Juli
2006 war die Groß bild -
lein wand im Hafen
Treff punkt der stetig
wachsen  den Fußball-
Fange mein de. Hier
kochte die Stimmung, während die deutsche National -
mannschaft sich Spiel um Spiel ins Halbfinale schoss.
Nach dem Ab pfiff hielt es viele nicht mehr auf ihren
Plätzen, sie trugen ihre Freude bis in den Ludgeri-Kreisel.
Eine Jubel-Fahrt, die in diesen 4 WM-Wochen fast schon
obligatorisch war. 
Eine internationale Aufstellung – auch bei den AWM
Die Begeisterung schlug natürlich nicht nur bei den
Spie len unserer deutschen Elf hohe Wellen. Auch die
anderen Nationen wurden gefeiert und bejubelt. Selbst
die AWM waren mit 15 Nationalitäten ganz internatio-
nal für das Fußball-Fest aufgestellt: Italiener, Nieder län -
der, Polen, Engländer, Schwei zer, Franzosen … sorgten mit
Teamgeist für eine rundum saubere WM. Zwar war die
AWM-Mannschaft bei ihren jeweiligen Ein sät zen kleiner
als unsere Elf, dafür rückten sie zum Teil mit großem
Gefährt an: Zwei Kehrmaschinen und diverse Besen
sorgten dafür, dass es nach dem Spiel aussah wie vor
dem Spiel. Mit rund 180 Minuten waren die AWMler
allerdings un gleich länger im Einsatz. Vor allem nach
dem hitzigen Viertelfinalspiel Deutschland-Argentinien
gingen unsere Straßenreiniger in die Verlängerung. Erst
nach vollen sechs Stunden waren die sichtbaren Reste
der kollektiven Party beseitigt. 
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Von der Großbildleinwand bis zum Kreisel fegten und
kehrten die AWMler nach jedem Spiel bis in die Nacht
hinein, leerten die oran-
gefarbenen Abfall ton -
nen im Hafenviertel
und sammelten den
Müll ein. Bis zu 1,5 Ton -
nen kamen pro Fußball -
spiel zusammen. Ein
besonderes Problem:
die Glas scher ben.
Und der Match-Winner
hieß: AWM, 1:0 für die
Sauberkeit in Münster.
160 Abfalltonnen, sechs Glas -
container, acht Kehr maschinen:
Zahlen aus der Nachtschicht der
AWM auf dem Eurocityfest.
Foto: Münster Marketing, Stadt Münster

„Wir öffnen unsere Türen“:
Die AWM feiern ihr 10-jähriges.
6 | Geschäftsbericht 2006 | Stadt und Bürger
Saubere Lösung.
„Good Vibrations“ war nicht nur der Name der
Münste ra ner A-capella-Band und damit ein Bühnen-
Highlight des Tages. Good Vibrations, also gute
Stimmung, hätte auch das Motto für den „ Tag der
offenen Tür“ sein können. 
Schließlich initiierten die AWM bei strahlendem Son -
nenschein ein gelungenes Fest mit begeisterten Be su -
chern auf dem Betriebshof. Der Anlass: 10 Jahre erfolg-
reiche Arbeit als Eigenbe -
trieb der Stadt Münster.
Als modernes Dienst leis -
tungs unte rnehmen über-
zeugen die AWM durch
zuverlässige Arbeit und
einen hohen Quali täts an -
spruch. Eine Leistung, dank
der laut OB Dr. Bert hold
Tillmann „280.000 Bürger
Fans der AWM“ sind.
Für jeden etwas
Rund 5000 dieser Fans ka men zum Tag der offenen Tür.
Auf sie wartete ein ab wechs lungs reicher Mix aus Mu sik,
Unterhaltung, Infor mation, Gewinnspiel, Spen den ak tion
und nicht zuletzt die Mög lichkeit, für ein paar Minuten
selbst einmal eine der AWM-Kehrmaschinen zu steu-
ern. Kinder und insbesondere auch die Väter hatten
ihre helle Freude daran, sodass der „Laien-Fuhr park“
schnell von einer auf zwei Maschinen erweitert wurde.
„Kinder sind unsere größten Fans“, kommentiert Werk-
leiter Patrick Hasenkamp den Andrang der Jüngsten.
Wer neben den Fahrkünsten dann auch sein Müll wis -
sen einbringen wollte, konnte z.B. beim Sortierspiel
mitmischen, am Tonnenrennen teilnehmen oder in der
Fahrzeug-Ausstellung, bei Führungen, beim AWM-Film
oder bei Bühnen-Interviews mit AWM-Mitarbei tern
neue Einsichten zum Thema gewinnen. Spaß für die
Kleinen garantierte „ Trommel floh“ als Zuschauer magnet

mit Auftritten und Kinder inter views. Und während die
Kleineren hier zuschauten, versuchten sich die Größe -
ren im XXL-Menschenkicker oder an der Geschwin-
digkeitstorwand. 
Teamgeist machts möglich
Zu tun gab es genug – auch für die Mitarbeiter der
AWM. Müllwagenfahrer führten ihre LKWs vor, Straßen -
feger ihre Kehrmaschinen, die Kostenrechner fritierten
Pommes, Ingenieure bliesen Luftballons auf und Sperr -
gutfahrer grillten Würstchen. Mit Teamgeist und Ein satz
machten sie den Tag der offenen Tür zu einem Er folg.
Ein Erfolg, den die AWM gerne teilen. Über den Ver kauf
von kleinen Mülltonnen und über die Sperrgutverstei -
ge rung „Schätzchen-Schnäppchen“ konnten rund 2000
Euro gesammelt werden. Geld, das dem Charity-Partner
Hospiz „Lebens haus“ zugute kommt.
Geschäftsbericht 2006 | Stadt und Bürger | 7
Saubere Lösung.
Das ist Rekord: Über 6000 Freiwillige hatten sich für die Aktion „Sau -
beres Münster 2006“ angemeldet. 1000 mehr als im letzten Jahr. Ein
Ergebnis, das stolz macht: auf die engagierten Münsteraner und auf
die sprichwörtlich vorbildliche Arbeit der AWM. Mehr als 23 Tonnen
Müll sammelten die Freiwilligen Anfang April. Ob rund um Kitas, auf
Spiel plätzen, entlang von Gewässern, in Parkanlagen, an Straßen: In
ganz Münster hieß das Kommando „Klar Schiff“ . Dabei waren viele
Schulen und Kindergärten, aber auch Nachbarschaften, Familien und
„Einzelkämp fer“ . Aus ge stat -
tet mit über 5000 Paar Hand -
schuhen, 3000 Müll säcken
und 2000 Müllzangen gingen
sie auf Mülljagd. Dafür dank-
ten die AWM noch einmal
ganz offiziell und übergaben
auf dem Eurocityfest Geld -
preise an die ausgelosten
Teilnehmer. 
1000 neue Frühjahrsputzer!
Neue Infos für Mieter aus aller Welt:
Was heißt organischer Abfall auf
Arabisch? Oder Batte rie auf Tür -
kisch? Neue Flyer veranschaulichen
in 7 Spra chen – Englisch, Franzö -
sisch, Serbokroatisch, Russisch,
Türkisch, Spanisch, Arabisch – , wo
welcher Müll hingehört. Schließlich
ist das System aus Restabfalltonne,
Gel bem Sack, Bioabfall etc. nicht ganz einfach zu durch schauen.
Schon gar nicht, wenn die Muttersprache nicht Deutsch ist. Die neuen
Flyer helfen. Nicht zuletzt auch dabei, Geld zu sparen, denn die Abfall-
trennung wirkt sich positiv auf die Abfallgebühren aus. Den Tipp für
die vielsprachigen Infor mationen gaben die Bewoh ner selbst bei einer
Umfra ge. Eine gute Idee, fanden die AWM, und setzten sie direkt um.
Zur Freude der Wohnungs ge sellschaften, die innerhalb kürzester Zeit
eine große Menge davon verteilten. Ausgeklappt entpuppt sich der
Flyer übrigens als übersichtliche Tafel, praktisch für den Küchen -
schrank. Bestellen können Sie ihn kostenlos bei 
Dirk Rothert unter
Telefon 60 52 12.
In English please!
Nicht nur Technik-Freaks hatten
Freude an der AWM-Motorshow
mit modernen und historischen
Fahrzeugen.
Einmal im Leben hinter dem
Steuer einer Kehr ma schine sit-
zen! Diesen Traum erfüllten
die AWM gerne.

8 | Geschäftsbericht 2006 | Wirtschaft und Verwaltung
Saubere Lösung.
Shoppen Seite an Seite mit Picasso – das kann man nur
in Münsters Arkaden. Das moderne Einkaufszentrum
mitten in der City schließt nämlich direkt an die histori-
schen Gemäuer an, hinter denen sich bedeutende
Litho graphien des Kunstgenies befinden. In der einzig-
artigen Atmosphäre dieser Einkaufs- und Erlebniswelt
lässt es sich natürlich nicht nur hervorragend einkaufen
und flanieren. Auch ausgesuchte Gastronomie lädt mit
Tischen und Stühlen im lichten Innenhof das ganze
Jahr über zu einer Pau -
se unter fast freiem
Him mel ein. Und wo so
viele Menschen täglich
ein und aus gehen,
bleibt am Ende des
Tages natürlich auch
im mer eines: eine
Menge Müll.
Wenn der Müllmann Fahrstuhl fährt …
Sicher ist, dass die Arkaden aufgrund ihrer ex po nierten
Lage mitten in der City auch eine besondere Herausfor -
derung für die Abfallentsor gung darstellen. Hier kann
man den Müll schon aus Platzgründen nicht einfach an
die Straße stellen. Nach dem Motto „ Wenn der Müll
nicht zu uns kommt, kommen wir zum Müll“ mussten
die AWM-Mitarbeiter teilweise lange Wege zurücklegen,
um an den Abfall zu kommen. Als der erste Bauabschnitt
mit 23 Geschäften bereits eröffnet war, richtete man
einen provisorischen Müllraum im Keller ein. Dieser war
nur über einen Fahrstuhl erreichbar. Also mussten die
30 großen Abfallbehälter, die 1- bis 2-mal in der Woche
anfielen, per Aufzug transportiert werden. Das ging
natürlich nicht in einer Tour: Bis zu 5 Stunden war ein
eigens abgestellter AWM-Mit arbeiter damit beschäf-
tigt, hoch und wieder herunter zu fahren. Eine langwie-
rige, aber ganz und gar nicht einsame Arbeit, denn
auch die Handwerker und Liefe ranten brauchten den
Aufzug. Sie waren allerdings über die „Blockade“ durch
die Tonnen zugegebenerweise nicht besonders erfreut. 
Müll im Maßanzug: 
Das innovative Entsorgungskonzept für
die Münster Arkaden.

Engagiert: 
die AWM als Partner 
Bei einem so riesigen
Bauprojekt wie den
Münster Arkaden ist
Vieles anfangs schwer
kalkulierbar. Auch, wie
viel Müll wann anfällt.
Gerade während der
Bauzeit und in der
Start phase sind Flexi -
bilität und gute Zusam -
menarbeit gefordert. Stephan Lübbering stand als fester
Ansprechpartner von Anfang an für Matthias Bormann
vom Center Management zur Verfügung. Der Vertriebs -
mitarbeiter der AWM konnte im stetigen Kontakt mit
dem Kunden schnell und unbürokratisch auf die täg-
lichen Heraus for der un gen reagieren. Ob Son der leerun -
gen binnen Stunden notwendig waren, weil die Müll -
men ge plötzlich zu ex plodieren schien, oder verschiede-
ne Abfallar ten unterschied liche Leerungsrhythmen
erforderten: Die AWM waren
als Problemlöser gefragt und
stellten sich sowohl auf die
ganz speziellen, engen räum-
lichen Verhältnisse als auch
auf zeitliche und wirtschaftli-
che Rahmenbe dingungen ein. 
Weg frei für Entsorgungs -
sicherheit
Aufatmen im Oktober: Mit
der Eröffnung des zweiten
Bauabschnitts entspannte
sich auch die Müllsituation. Ein zentraler Bereich für die
Abfallbehälter wurde im Keller eingerichtet. Kleine, nied-
rigere Müllwagen konnten direkt an den Raum heran-
fahren und die Abfallbe häl ter an Ort und Stelle laden.
Ein Garant für die Entsor gungs sicherheit, die jetzt im mer
wichtiger wurde. Schließlich war der komplette  Arka -
denbereich von nun an mit Geschäftsräumen belegt.
Geschäftsbericht 2006 | Wirtschaft und Verwaltung | 9
Saubere Lösung.
Intelligente, maßge-
schneiderte Container
Die neuen Mieter sorgen
für neue Herausfor de -
rungen in puncto Müll -
entsorgung. Das Müll -
volumen und die Anzahl
der Behälter müssen den
Müllmengen und -arten
angepasst werden.
Soweit Routine für die AWM,
doch zusammen mit dem
Center Management denkt
man ständig über mögliche
Optimierungen nach. Stephan
Lübbering arbeitet an einem
neuen ausgefeilten Entsor -
gungskonzept. Das Ziel: Die
AWM möchten sich noch fle-
xibler und bedarfsorientierter
auf die besonderen Entsor -
gungsverhältnisse in den Münster Arkaden einstellen.
Auch soll einem großen Wunsch des Center Manage -
ments entsprochen werden: Die Kosten für die Abfall ent -
sor gung sollen zukünftig verursachergerecht an jeden
Mieter wei tergegeben werden können. Dazu müsste ein
individuell angepasstes System in den Tiefen der Arkaden
installiert werden. Das klingt auf dem Papier zwar ein-
fach, doch jede Menge technischer und logistischer De tails
müssen berücksichtigt werden – und daran arbeitet
Stephan Lübbering bereits. Auch wenn diese Ideen noch
Zukunfts musik sind – das Entsorgungskonzept für die
Münster Arkaden ist eine mehr als überzeugende Tatsache.
Die Münster Arkaden in Zahlen
Eröffnung des 1. Bauabschnitts: 17. Mai 2005
Eröffnung der gesamten Fläche: Oktober 2006
Gesamtnutzfläche: 56.000 m2 auf 3 Etagen
Verkaufsfläche: 23.600 m2

Die Bedürfnisse ihrer Kunden standen für die AWM im
Mittelpunkt ihrer Befragung zur Abfallentsorgung und
-verwertung in Münster. Dabei ging es nicht da rum, wie
gut die AWM bereits sind, sondern insbesondere darum,
wo sie noch besser werden können. So war das Ziel,
Kundenwünsche kennen zu lernen und so vielleicht auch
zu neuen Leistungen zu kommen, die in dieser Form
noch nicht existieren.
Vom 5. Dezember 2005 bis 20. Januar 2006 befragte
eine Münsteraner Unternehmensberatung insgesamt
174 Verwaltungs- und Gewerbebe triebe. Darunter wa -
ren sowohl Kunden der AWM als auch anderer Entsor -
ger. 151 Ergebnisse – also eine Erfolgs quote von 87 %! –
zeigen, wie bedeutend das The ma für die Befragten ist.
Branchenübersicht
Schnelligkeit, Flexibilität und gute Beratung:
Eine Kundenbefragung offenbart, was Kunden von ihrem Entsorger erwarten.
10 | Geschäftsbericht 2006 | Wirtschaft und Verwaltung
Saubere Lösung.
Eine der ersten Frage stellungen: Aus welchem Anlass
wenden sich Kunden an ihren Entsorger? Mit 75 % steht
hier die Beratung an erster Stelle. Entsorgungspro ble -
me sind mit rund 55 % der zweithäufigste Grund, sei-
nen Entsorger zu kontaktieren. 
Auffällig ist hier, dass im Gegensatz zu den Kunden
anderer Entsorgungsunternehmen gerade AWM-Kun -
den einen hohen Wert auf Leistungserbringung sowie
Beratung und Vertrieb legen. Oder anders gesagt: 
Wem diese Bereiche wichtig sind, der wird eher Kunde
bei den AWM. Was uns freut: 86 % sind mit ihrem Ent -
sorger zufrieden und geben ihm die Noten 1 bis 2,5. 
Flexibilität, Schnelligkeit, Problemverständnis und -lö -
sungskompetenz, Leistungsspektrum, reibungslose
Abläufe – diese Qualitäten spielen bei Beratung und
Vertrieb für die Kunden eine große Rolle. Aspekte, die
für die AWM sprechen, denn als der große lokale Ent -
sorger sind sie vor Ort und können unmittelbar auf
Kundenwünsche reagieren.
Kundenzufriedenheit
0 %
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
70 %
1-1,5 2-2,5 3-3,5 4-4,5 5-5,5
Für zukünftig noch bessere Beratung sorgen 
Alice Glocker und Regina Etienne.
8%
Kliniken/
Gesundheit
17.0 %
10,9 %
2,7 %
0,0 %
69.4 %
2%
Medien/
Druck
15 %
Verwaltung
15 %
Industrie/
Gewerbe
10%
Kirche/Pflege 8%
Sonstiges
3 % Bildung
9%
Finanzdienst-
leistung
6 % Handel18 % Hotellerie/
Gastronomie
6%
Immobilien-
management

Geschäftsbericht 2006 | Wirtschaft und Verwaltung | 11
Saubere Lösung.
Beim Thema Qualitätsgarantie stehen die AWM bun -
desweit an einsamer Spitze. Als einziger kommunaler
Entsorger in Deutschland bürgen sie gleich mit diesen
vier Zertifikaten für Qualität: geprüft als Entsorgungs -
fachbetrieb, im Qualitätsmanagement, im Umwelt -
management und – neu seit 2006 – im Arbeitsschutz -
management. Letzteres dient nicht nur der Sicherheit
der eigenen Mitarbeiter, sondern berücksichtigt auch
die der Bür gerinnen und Bürger. 
Jedes dieser Zertifikate haben die AWM freiwillig er -
worben, eine gesetzliche Pflicht besteht nicht. Ob die
geforderten Standards erfüllt werden, kontrollieren
jedes Jahr aufs Neue Fachleute von außen. Eine gute
Basis für die AWM, weiter an der Qualität der internen
Abläufe zu feilen. Denn schließlich wollen wir für unse-
re Kunden nicht einfach gut sein, sondern immer bes-
ser werden.
Viermal zertifiziert –
das ist einmalig.
Um diesen „direkten Draht“ zu ihren Kunden weiter zu
stärken, haben die AWM bereits erste Optimierungen
vorgenommen. Durch interne Umstrukturierungen
haben sie jetzt eine Basis geschaffen, um jeden An rufer
schnell an „seinen“ Fachmann weiterzuleiten. 
Insgesamt besitzen die AWM ein gutes Image: Sie gel-
ten als seriöser Qualitätsanbieter. Eine solide Grund -
lage, auf der sich die AWM für ihre Kunden immer wei-
ter entwickeln können. Und wie kundenorientiert die
AWM bereits denken, zeigt sich ja letztendlich nicht nur
an den Ergebnissen dieser Analyse, sondern auch an
der Umfrage selbst. 
Ebenfalls stets für Sie zu sprechen:
Stephan Lübbering.

Wo landet eigentlich der Müll aus unseren Tonnen?
Was heißt mechanisch-biologische Abfallbehandlung?
Und wo sind die Müllwerker, wenn gerade keine Müll -
abfuhr ist? Wer den neuen Informationsfilm der AWM
ansieht, kann sich selbst viele Fragen rund um den Müll
beantworten und ungewohnte Blicke hinter die Kulis -
sen genießen. Produziert wurde er für alle interessier-
ten Bürgerinnen und Bürger. An Schulen, Kindergärten
und Kitas verteilen die AWM den Film kostenlos, da die
Kinder eine wichtige Zielgruppe sind. Sie erhalten den
Haupt film zusammen mit drei vertiefenden Kurz filmen
und Infomaterial zusammen auf einer DVD. Doch nicht
nur im Schulunterricht ist das Thema Ent sorgung ein
wichtiger Bestandteil: Inzwischen wurde der AWM-Film
auf einigen öffentlichen Veranstal tun gen und sogar an
der Fachhochschule Münster gezeigt. Gerade für die
Stu denten des Fachgebiets Ver- und  Ent sorgungstech -
nik bietet er anschaulich aufbereitete Informationen
rund ums Thema.
Unterhaltsam und informativ
Am Beispiel eines Münsteraner Bürgers sehen wir, dass
wir alle eine ganze Küche voller Müll im Jahr produzie-
ren und dass unser Sperrmüll eigentlich Restabfall XXL
ist. Man schaut Müllwerkern über die Schulter, ist bei
der Straßenreinigung dabei, wirft einen Blick auf mo -
dernste technische Anlagen und begreift, wie viel Zeit,
Aufwand und Geld in der modernen Abfallentsorgung
stecken. Dass bei all dem auch der Bürger selbst gefragt
ist, mitzuwirken und so auch aktiv Kosten einzusparen,
macht schon der Titel des Films „Sie und Wir“ deutlich.
Müllwerker als Hauptdarsteller
In etwa 3 Drehtagen sind insgesamt über 20 Minuten
fertiger Film entstanden. Dass dieser Film so echt wirkt,
ist ein Verdienst der Besetzung: Von den mehr als 30
Darstellern ist genau einer ein professioneller Schau spie -
ler. Alle anderen sind waschechte AWM-Mitarbei ter, vom
Müllwerker bis zum Mitarbeiter im Entsorgungszentrum.
Das Making Of: 
Der neue Info-Film der AWM.
12 | Geschäftsbericht 2006 | AWM-Hintergründe
Saubere Lösung.
Alles über Abfall
Die DVD der AWM
Wir produzieren Müll, die AWM entsor-
gen ihn professionell: Was so einfach
klingt, ist in Wirklichkeit höchst komplex. Mit rund neun Minuten ist
der Hauptfilm lang genug, um auch die Kleineren zu informieren,
und kurz genug, um sie nicht zu langweilen. Wer mehr wissen will,
sieht sich dann noch die drei Kurzfilme à vier Minuten an. 
Interesse? Die Film-DVD „Sie und Wir“ erhalten Sie kostenlos bei 
Birgit Strotmann unter Telefon 60 52 46.

Sie machten ihre Arbeit fast wie immer – nur eben vor
lau fender Kamera. Und während die AWMler nach Regie -
anweisungen kehren, entladen, sortieren, telefonieren
oder beraten, spielen sich natürlich auch außerhalb der
eigentlichen Filmminuten interessante Szenen ab.
Drehen mit Fußballfieber 
Drehtag im Entsorgungszentrum der AWM. Alle beteilig -
ten Mitarbeiter sind bestens auf ihre Szenen vorberei tet –
und sogar eine Stunde früher zur Arbeit erschie nen. Aller-
dings nicht etwa für die anstehenden Dreh arbei ten, son-
dern um früher gehen zu können. Schließlich war der
20. Juni nicht irgendein Tag. Es war der Tag des Vor run den -
spiels Deutschland-Ecuador. Anpfiff Punkt 16 Uhr! Und
ausgerechnet dann noch Dreharbeiten!? Doch die AWM-
Mitarbeiter nahmen es gelassen. Trotz Extratou ren für
die Kamera kam jeder pünktlich nach Hause zum letz-
ten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft.
Winter mitten im Sommer
Wenn jemand mitten in diesem warmen Sommer 2006
überhaupt an Eis dachte, dann doch meistens an die
italienische Spezialität. Anders das Filmteam. Sie zer-
brachen sich den Kopf, wie man bei 25 Grad Plus winter-
liche Stimmung zaubern könnte. Auch wenn es weit weg
schien: Noch vor wenigen Monaten hatten Schnee und
Eis auf den Straßen den Winterdienst der AWM auf Trab
gehalten. Statt tausende Tonnen Kunstschnee anzu fahren,
besann man sich dann auf eine einfache, aber ef fektive
Lösung: viel Weiß zu zeigen. Und tatsächlich: Die Ein blen -
dungen von großen Mengen weißen rieselnden Streu -
salzes produzierten die gewünscht frostige Stimmung.
So ist durch die Ideen und den Einsatz aller ein interes-
santer Film entstanden. Unser Dank gilt natürlich dem
geduldigen Film-Team und den engagierten, telegenen
Mitarbeitern der AWM. Sie sorgten durch ihren Einsatz
für spannende und authentische Bilder aus dem Müllalltag.
Geschäftsbericht 2006 | AWM-Hintergründe | 13
Saubere Lösung.
Die neue Kampagne der AWM
„70.000 km Straßen- und Radwegreinigungen jedes Jahr.
Danke, dass Sie vor Ihrer Haustür kehren“ – Der Ge dan -
ke, der hinter dieser und den anderen Botschaften der
neuen Kampagne steckt, ist ebenso einfach wie treffend:
Stadtsauberkeit geht nur gemeinsam. Damit dockte sich
die neue Kam pagne an
ihre erfol greiche Vor -
gängerin an. 
Harte Fakten und ein
herzliches Dankeschön
Während diese mit über-
raschenden Moti ven für
Auf merksam keit sorgte,
setzt die neue Kampag -
ne vor allem auf die
Macht der Zahlen.
Schließlich kann sich die
Leistung der AWM in puncto
Stadtsauberkeit, Ab fall ent -
sor gung und Winter  dienst
bundesweit sehen lassen.
Doch nicht nur die Leis tung
der AWM, auch die der Bür -
gerinnen und Bürger ist beachtlich. Durch fleißige
Mülltrennung schafften sie es in den letzten acht
Jahren etwa, dass sich der Restabfall von 37 Liter im
Jahr auf 22 Liter reduzierte. Einer von vielen guten
Gründen, den „Mitstreitern“ in Sachen Sauberkeit ein-
mal ganz offiziell zu danken. Und genau das tut die
neue Kampagne auf Plakaten, in Anzeigen, im Inter -
net und auf den AWM-Fahrzeugen. „ Wir hoffen auf
den Mitmach-Effekt, und der wirkt sich ganz nebenbei
langfristig auch positiv auf die Gebühren aus“, fasst
Anne Peters vom Betriebsmarketing AWM zusammen.
Zur Sauberkeit gehören immer zwei: 
Sie und Wir.

„ Viel Betrieb im Betrieb“: 
Ein ganz normaler Arbeitstag bei den Müllwerkern der AWM.
14 | Geschäftsbericht 2006 | AWM-Hintergründe
Saubere Lösung.
Morgens 6 Uhr 45.
Eduard Olbrich macht
die letzten schnellen
Schritte übers Betriebs -
gelände, bevor er für
die nächsten Stunden
auf dem „Bock“ sitzen
wird. „Ede“, wie ihn Kol -
legen und Freunde nen-
nen, ist 44 und einer
von 68 Müllwa gen fah -
rern bei den AWM.
Doch bevor er aufs Gas tritt, steht der allmorgendliche
Fahrzeugcheck auf dem Pro -
gramm. Tank? Voll. Licht?
Geht. Tonnenschüttung?
Läuft. Los geht’s. Sein Revier
heute: die Innenstadt. Auf
dem Weg sammelt Olbrich
noch seinen Lader Peter Illner
(49) an einer Bushaltestelle
ein. Damit ist das Innenstadt-
Team bereits komplett. 
Auf die beiden wartet heute
eine Menge Arbeit. In anderen Revieren können es gut
und gerne bis zu 1300 Abfalltonnen sein. In der Innen -
stadt sind es weniger. Also, ein ruhiger Tag für die zwei?
Im Gegenteil. Die Innenstadt ist ein Revier mit ganz
eigenen Tücken. Schmale Gas sen, belebte Einkaufs zo -
nen, enge Kurven, parkende Liefer wagen: Hier ist jede
einzelne Tonne hart erarbeitet. Höchste Konzentration
und eine gute Portion Gelassen heit sind gefordert,
wenn es um das ständige Rangieren und kräftezehren-
de Tonnen sam meln geht.
Mit einem „normalen“
Müllwagen wäre das
alles gar nicht möglich.
Deshalb steuert Olbrich
das „City-Modell“ unter
den Müll wagen: mit nur
2,30 m Breite, 30 cm
schmaler als die ande-
ren, und um 7 cm tiefer
gelegt, damit er auch in
Tiefgaragen kommt.
Trotzdem ist das Zurück set -
zen in die enge Gasse kein
Kinderspiel. Gerade 20 cm
Platz bleiben noch zu den
Häuserwänden. Peter Illner
weist seinen Kollegen ein und
passt auf wie ein Luchs, dass
er nirgendwo anstößt – und
dass auch sonst buchstäblich
nichts dazwischen kommt.
„Es passiert schon öfter, dass
ein Radfahrer sich mal eben
bei so einem Manöver durchquetschen will, Fußgänger
auch. Das ist verdammt gefährlich“, erzählt Illner, wäh-
rend Olbrich nur Augen für seine Spiegel hat. Ein un -
achtsamer Moment und es kann etwas passieren. „Hier
ist Teamarbeit gefragt, alleine klappt das nicht“, meint
Ede Olbrich, der heute ganz besonders auf seinen Lader
angewiesen ist. Schließ lich ist es seine Jung fernfahrt in
der Innenstadt. Als Reser ve fahrer vertritt er einen Kol -
legen – und steht schon vor einem neuen Problem: Die
nächste Gasse ist so schmal, dass er über den Bürger -
steig fahren muss. Der ist allerdings mit Fahrädern zu -
ge parkt. Peter Illner räumt sie einfach beiseite. Durch
solche kleinen Extraarbeiten lässt er sich nicht die Lau -
ne verderben. Immer hat er für seine Kollegen oder für
Passanten einen flotten
Spruch auf den Lippen.
Manchmal spendieren nette
Bürger auch ein Wasser oder
einen Kaffee. Und gerade die
Kinder freuen sich, wenn die
Männer in Orange anrücken.
Um 14.30 Uhr ist das Revier
sauber und der Wagen be -
reits zum zwei ten Mal voll
mit Restabfall. Aus rund 300
Müll tonnen wurden etwa 12 Tonnen Müll. Damit ist für
heute Feierabend – vorausgesetzt, es wurden keine
Tonnen vergessen. „Kein Problem, dann fahren wir los
und laden nochmal nach“, meint Olbrich und steuert
den Betriebshof an. Jetzt muss er noch den Wagen sau-
ber machen und für morgen voll auftanken. Dann gehts
ab ins nächste Revier…

Die Bilder aus dem Fernsehen hat wohl jeder noch im
Kopf: abknickende Strommasten, die der Last des
Schnees nicht mehr standhalten können. Ein plötzlicher
Wintereinbruch sorgte am 25. November 2005 für ein
Schneechaos in Teilen des Münsterlandes. Innerhalb
von 12 Stunden fielen 30 cm Schnee. Ein Ausnahme -
zustand, von dem die Stadt Münster verschont blieb.
Dennoch brach mit diesen Schneefällen ein früher, lan-
ger und kalter Winter an – und damit eine einsatzrei-
che Zeit für die AWM. 
Geht es im Normalfall erst ab Anfang Januar los, rückten
die Streuwagen mit Schnee schiebern in diesem Winter
von No vem ber bis März regelmäßig aus. Insgesamt 34
Einsätze wurden gefahren, etwa 10 mehr als üblich.
Auch der Streusalzverbrauch war mit 3000 Tonnen fast
doppelt so hoch wie in den Vorjahren. 
Lang, kalt, frostig: 
Der Winter.
Geschäftsbericht 2006 | AWM-Hintergründe | 15
Saubere Lösung.
Ein Sommer der Rekorde: Bis auf 36 Grad kletterte das
Quecksilber im wärmsten Juli, den wir je erlebt haben.
Straßenbeläge weichten auf, die Hitze staute sich in
den Straßen. Auch die Müllfahrer, die Lader sowie das
Team von der Straßenreinigung erlebten hitzige Arbeits-
tage. Da war Wasser in jeder Form begehrt: ob beim
Sprung in den Kanal, bei der schnellen Erfrischung am
Spring brun nen oder als willkommene Dusche unter
einem Rasen sprenger. 
Besonders wichtig war natürlich, viel zu trinken. Als
kleine Unterstützung konnten sich alle Mitarbei ter, die
auf der Straße aktiv waren, morgens im Betrieb mit
2 Liter gekühltem Mineralwasser versorgen. Und sich
damit trösten, dass auch der heißeste Som mer einmal
zu Ende geht. 
Warm, wärmer, am wärmsten:
Der Sommer.
Nächtliche Tiefsttemperaturen, 
Nov. 05 – März 06, Flughafen
Münster/Osnabrück
Quelle: wetteronline.de
Höchsttemperaturen im Juli,
Flughafen Münster/Osnabrück
Quelle: wetteronline.de

Saubere Lösung.
10 Jahre AWM als städtischer Eigenbetrieb – ein guter
Grund, einen Blick auf die Ent wicklung unseres Unter -
nehmens zu werfen. Im folgenden Teil lassen wir dazu
die Zahlen sprechen. Während wir bisher nur die letz-
ten 2 bis 3 Jahre aufzeigten, schlagen wir den Bogen in
diesem Jubiläums-Geschäftsbericht mit den Zahlen von
1996 und 2006 weiter. Anhand dieser Eckdaten eines
ganzen Jahrzehnts AWM können Sie interessante Ent -
wicklungen ablesen. Etwa beim Restabfall: Hier konn-
ten wir 2006 34 % mehr Siedlungsabfälle verwerten als
noch 1996. Durch die mechanisch-biologische Abfall -
behandlung wurden rund 83 Tausend Tonnen Rest abfall
weniger deponiert. Eines von vielen Beispielen für eine
Dynamik, die allen zugute kommt – und nicht zuletzt
ein Beweis dafür, wie die AWM dank ihrer Flexibilität
Veränderungen als Erfolg verbuchen können. 
Zahlen, Daten, Fakten: 
Das Jubiläums-Geschäftsjahr 2006
bei den AWM.
16 | Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten

Dieser Witterungsverlauf
spiegelt sich natürlich bei den
Winterdiensteinsätzen der
AWM wider. 
Die Tabelle zeigt, dass die
gesamten Winter dienst -
einsätze im Zeitraum 2006 zu
Beginn des Jahres stattfanden. 
Und so war es 1996:
1996 zeichneten sich beide Winterperioden vor allem
durch extreme Tiefstwerte aus. Im Februar 1996 sanken
die Temperaturen auf -20 °C und auch im Dezember fiel
das Thermometer auf -16 °C. Die Anzahl der Winter -
diensteinsätze lag mit 26 jedoch deutlich unter den
Werten des Jahres 2006. Die AWM-Statistiken geben
leider nicht her, warum dies so war, es ist allerdings zu
vermuten, dass häufiger eine trockene Kälte herrschte,
die keine Einsätze erforderlich machte. Auch der Ver -
brauch von Streusalz lag mit 1280 t erheblich unter
dem, was wir im vergangenen Jahr benötigten. 
Leistungen 2006 2005 2004 2003 1996
Winterdienst
Jan. - April Okt. - Dez. gesamt
Einsätze - - - 7 6 - -
Gefahrstellen
kleinere Einsätze            13 - 13 20 11 27 6
mittlere Einsätze              14 - 14 5 1 2 7
große Einsätze 7 - 7 11 1 3 13
Summe 34 - 34 43 19 32 26
Verbrauch 2.880 t - 2.880 t 2.450 t 1.757 t 1.100 t 1.280 t
Streusalz
Verbrauch 1.064 t - 1.064 t 660 t 103 t 150 t 1.100 t
Lavagranulat
Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten | 17
Winterdienst:
Langer Winter.
Die Winterperiode Anfang 2006 zeichnete sich vor al lem
durch ihre Dauer aus. Nach dem der Winter im Herbst
des vorangegangenen Jahres – wir erinnern uns alle
daran – mit dem Extrem-Schnee fall im Novem ber be -
gonnen hatte, zog sich die Kälteperiode in 2006 noch
durch den gesamten März. Wetteronline.de titelte:
Januar 06: sehr kalt
Februar 06: viel Frost
März 06: vielfach noch Winterwetter
Entsprechend mussten bis weit in den März Win ter -
diensteinsätze gefahren werden. Es war nicht ex trem
kalt, dennoch fielen die Temperaturen sehr häufig unter
den Gefrierpunkt. Das bedeutete für die Einsatztruppen
der AWM: in die Reviere fahren, um abzustreuen. Große
Einsätze mussten relativ wenig gefahren werden. Umso
häufiger, insgesamt 27-mal, standen mittlere und klei-
nere Einsätze an. Dabei wurden die wichtigsten Straßen
und Buslinien gestreut und, wenn notwendig, auch die
Radwege. Entsprechend der Anzahl der Einsätze erhöh-
te sich auch der Ver brauch an Streumitteln im Vergleich
zu anderen Jahren relativ stark.
So lang der Winter Anfang 2006 gedauert hatte, so spät
begann der meteorologische Winter 2006/2007. Auch
hierzu nochmals ein paar Zitate von Wetteronline.de:
Oktober 06: ungewöhnlich warm
November 06: sehr warmer Herbstmonat
Dezember 06: milder Jahresausklang
Saubere Lösung.

18 | Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten
Saubere Lösung.
Straßenreinigung:
Reinigen wie die Weltmeister.
Münster hat in den vergangenen 10 Jahren das Feiern
gelernt. Neben den Klassikern wie Karneval, Send und
Floh markt entwickeln sich Euro city- und Hafenfest zu
immer größeren Einsätzen für die AWM. Außerdem sind
in den letzten Jahren viele weitere Open-Air-Ver an stal -
tun gen, wie z. B. der Münster Marathon mit über 4000
Läufern und 100.000 Zuschauern, hinzugekommen. Den
bisherigen Höhepunkt des öffentlichen Feierns stellte im
vergangenen Jahr die Fußball-WM mit dem Public Viewing
und den ausgelassenen Partys in Münsters Straßen und
Plätzen dar. Die AWM
waren bis zu 6 Stun den
nach jedem Deutsch -
land spiel im Einsatz.
Nach der ersten Überra-
schung über das Ausmaß
der Party-Folgen haben
sich die AWM im Verlauf
der WM genau wie das
deutsche Fuß ball-Team
meisterlich gesteigert. 
Im Bereich der regulären
Straßenreinigung änderte sich von Jahr zu Jahr relativ
wenig. Wann und wie häufig gereinigt wird, ist in
Reinigungsplänen festgelegt. Diese werden nur verän-
dert, wenn z.B. neue Straßen erschlossen werden oder
sich aus anderen Gründen veränderte Bedarfe ergeben. 
Und so war es 1996: 
Der Rückblick auf die
Situation vor 10 Jahren
zeigt recht deutliche
Veränderungen. Abge -
sehen davon, dass ca.
55.000 Frontmeter mehr
gereinigt werden, haben
die AWM alle vormals
vergebenen Reinigungs -
leistungen (ca. 280.000
Frontmeter) wieder
selbst übernommen. Aber nicht nur die zu reinigenden
Flächen haben zugenommen. Für jede/n in der Stadt
spürbar hat in den vergangenen 10 Jahren vor allem der
Grad der Verschmutzung durch achtlos weggeworfenen
Müll zugenommen. Hierdurch ist der Aufwand für die
AWM stark gestiegen. Beleg dafür ist der Straßenkeh richt,
der in den vergangenen 10 Jahren um 50 % gestiegen ist. 
Leistungen Straßenreinigung 2006 
Vollreinigung wöchentlich 514.545 Frontmeter
Fahrbahnreinigung wöchentlich 262.435 Frontmeter
Fahrbahnreinigung 14-täglich 256.721 Frontmeter
Radwegreinigung ca. 500 km
Flächenreinigung (Innenstadtreinigung) 36.000 qm
Straßenkehricht 6.419 t 
Papierkörbe 2.000 Stk
Leistungen Straßenreinigung 1996
Vollreinigung wöchentlich 491.250 Frontmeter
Fahrbahnreinigung wöchentlich 246.526 Frontmeter
Fahrbahnreinigung 14-täglich 240.488 Frontmeter
Radwegreinigung ca. 500 km
Flächenreinigung (Innenstadtreinigung) 36.000 qm 
Straßenkehricht 4.164 t
Papierkörbe 1.780 Stk

Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten | 19
Saubere Lösung.
Abfallwirtschaft/Sammlung und Transport: 
Service rundum. 
Im Vergleich zu 1996 haben die AWM auch ihre logistische
Leistung erheblich gesteigert und ehemals fremd verge -
bene Leistungen wieder selbst übernommen. Ob Gel ber
Sack, Restabfall-, Bio- oder Papier tonne – die AWM bie-
ten den Bürgerinnen und Bürgern eine Komplettlö sung.
Das ist un ser Verständnis von umfassendem Service. 
Die Entsorgung gewerblicher Kunden steckte 1996
noch in den Kinderschuhen. Dass es uns seither gelun-
gen ist, auch für unsere Gewerbekunden attraktive
Angebote zu schaffen, zeigen z.B. die Zahlen der ge -
werblichen Papierentsorgung. Mittlerweile sind die
AWM in der Lage, jedem Unternehmen ein individuell
abgestimmtes Entsorgungskonzept anzubieten. 
2006 2005 1996
Behälter Liter/Woche Behälter Liter/Woche Behälter Liter/Woche
Restabfall 58.517 5.968.393 57.658 5.888.651 57.946 9.480.735
Biotonne 38.772 2.832.385 38.213 2.820.845 24.971 1.912.805 
Papier privat 45.840 4.263.480 45.565 4.245.460 15.000 1.348.180 
Papier gewerbl. 2.311 1.097.330 2.032 750.385 24 2.880 
Wertstoffe 172 61.445 189 67.540 1.635 772.070 
gesamt 146.612 14.223.0.33 143.657 13.772.881 99.576 13.516.670
Behälter Behälter Behälter
Altglascontainer 558 609 702
Altpapiercontainer 0 0 253
Die Anzahl der von AWM entsorgten Abfallbehälter ist
im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2 % gestiegen. Die
AWM haben von 2005 zu 2006 weder abfallwirtschaft-
liche noch gebührenrelevante Maßnahmen durchge-
führt, die dies verursacht haben könnten. 
Die Zunahme um fast 3000 Behälter ist daher auf nor-
male Bedarfssteigerungen und die Erschließung neuer
Baugebiete zurückzuführen. Auch Ummeldungen von
größeren Behältern auf kleinere Behälterkombina tio -
nen können eine Rolle spielen. 
Und so war es 1996: 
In der Abfallwirtschaft hat sich in den vergangenen 
10 Jahren beinahe alles gewandelt. Damals waren die
Bio- und Papiertonne noch nicht stadtweit eingeführt.
Durch deren Einführung 1998 wurde die Grund la ge für
die haushaltsbezogene Abfalltren nung ge schaffen. Die
Münsteranerinnen und Münsteraner nahmen die neu -
en Behälter gut an. Dies zeigen die hohen Behälter zah -
len. Interessant und auch im bun desdeutschen Vergleich
bemerkenswert ist die große Akzep tanz der Papierton ne.
Fast 95 % aller Grundstücke in Münster sind mit der
blauen Tonne ausgestattet. Des halb waren die öffent-
lichen Papier con tainer zunehmendüberflüssig und wur-
den 2004 komplett abgezogen.

20 | Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten
Saubere Lösung.
Verwertung und Deponierung:
Verwerten statt Verbuddeln.
2006 war das erste Jahr, in dem der biologische Teil der
Restabfallbehandlungsanlage ganzjährig im Vollbe trieb
gelaufen ist. Bereits seit 2003 durchlaufen die Abfälle
die mechanische Stufe, in der noch im Res tabfall vor-
handene Wertstoffe aussortiert werden. Danach folgt
nun die biologische Weiterbehandlung. Im Ver gä rungs -
prozess wird Biogas gewonnen. Durch die ge samte bio-
logische Behandlungskette wird der zu deponierende
Rest nochmals verringert. So war es 2006 möglich, trotz
im Vergleich zu 2005 leicht gestiegenem Gesamtauf -
kommen an Siedlungsabfällen, die Menge der zu depo-
nierenden Reststoffe nochmals zu senken. 
Und so war es 1996:
Im Jahr 1996 herrschte abfallwirtschaftlich gesehen
noch ein anderes Zeitalter. Die größte Menge der Ab -
fälle wurde deponiert. In Umsetzung der gesetzlichen
Vorgaben wollte das Abfallwirtschaftskonzept der
Stadt Münster dem ein Ende setzen. 10 Jahre später ist
dies gelungen. Insgesamt wurden 1996 83.000 t mehr
deponiert als 2006. Im Gegenzug hat sich die Verwer -
tungsquote von 50 % auf 84 % erhöht. 
Dies ist zum einen auf das differenzierte Erfassungs -
system in Münster direkt auf den Grundstücken zurück-
zuführen. Bioabfall, Papier und Verpackungen werden
direkt von den Bürgerinnen und Bürgern getrennt
gesammelt, dazu kommt noch die Altglaserfassung
und die Möglichkeit, seine Abfälle an zehn Recycling -
höfen abzugeben. Dies hat dazu geführt, dass schon
von vornherein wesentlich weniger Restabfälle anfal-
len als 1996. 
Zum anderen erhöht die MBRA den Anteil der verwer-
teten Stoffe nochmals deutlich und führt vor allem
dazu, dass weniger und geringer belastete Stoffe depo-
niert werden.
2006 2005 1996
Aufkommen Restabfall (t) 42.093 40.591 61.996 
Aufkommen 
Gewerbeabfall (t) 10.423 12.822 29.960 
Aufkommen Sperrgut (t) 7.672 7.956 6.227 
Aufkommen Papier (t) 22.101 21.114 14.745 
Aufkommen Bioabfall (t) 17.883 18.339 9.376 
Aufk. Wertstoffsammlung 
Recyclinghöfe (t) 18.240 17.844 11.706 
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle (t) 173.631 169.427 218.951 
verwertete 
Siedlungsabfälle (t) 146.165 142.747 108.416 
84 % 84 % 50 % 
davon MBRA (t) 39.621 41.430 0
davon Wertstoffsortier-
anlage (t) 21.977 20.795 22.879 
davon Grünabfallkom-
postierungsanlage (t) 26.405 27.662 13.199 
davon Biovergärungs-
anlage (t) 17.883 17.983 9.376 
deponierte Reststoffe (t) 27.466 29.817 110.814 
Mg
120.000
100.000
80.000
60.000
40.000
  20.000
              0
Entwicklung deponierter Siedlungsabfälle 1996–2006
1996    1997    1998    1999   2000   2001    2002    2003   2004   2005   2006
Mg
140.000
120.000
100.000
80.000
60.000
40.000
  20.000
              0
Entwicklung der erfassten Wertstoffe 1996–2006
ohne Inertstoffe
1996    1997    1998    1999   2000   2001    2002    2003   2004   2005   2006

Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten | 21
Saubere Lösung.
Flotte 
Flotte.
Müllfahrzeug 1996 Niederflurmüllfahrzeug 2006
Kehrmaschine 1996 Kehrmaschine 2006

Zurück zur Natur:
Rekultivierung des 
1. Bauabschnitts der
Zentraldeponie II
Nachdem 2005 der
neue, dritte Bauab -
schnitt auf der Zen tral -
deponie II im Entsor -
gungszentrum Münster
in Betrieb genommen
wurde, können die älte-
ren Bauab schnitte nun
nach und nach rekultiviert werden. 2007 stehen die
ersten beiden Bauabschnitte mit einer Ge samtfläche von
ca. 65.000 m
2 auf dem Plan. Von 1980 – 1992 wurden
dort 3,6 Mio. cbm Abfall abgelagert. Nun sollen 2,50 m
aufgetragener und verdichteter Boden sowie eingebau-
te Kunst stoffbahnen und Drainagen dafür sorgen, dass
kein Niederschlagswasser mehr in den Deponiekörper
eindringen und somit auch kein belastetes Sicker was -
ser ins Grundwasser gelangen kann. Zudem fängt ein
modernisiertes Entga sungs  system das durch Faul pro -
zesse entstehende Methan gas auf, damit es umweltge-
recht verwertet werden kann. Letztendlich wird alles
be pflanzt, um das Gebiet so weit wie möglich der Natur
zurückzugeben. Rund 4 Millionen Euro wird die Rekul -
tivierung der beiden Abschnitte kosten. Die AWM rech-
nen damit, dass die Maßnahme Ende 2008 abgeschlos-
sen ist, dann beginnt die nächste. Insge samt 7 Bauab -
schnitte sind es, die bis zum Jahr 2013 rekultiviert wer-
den müssen.
Erdverbunden: Kompost -
wochen bei den AWM
Wussten Sie schon, dass Sie
bei den AWM Kompost aus
den in Münster ge sam mel ten
Grünab fällen bekommen
können? Um dieses Münster-
Pro dukt bekannter zu ma chen,
finden 2007 die Kom post -
wochen der AWM statt. Zwei
Wochen lang werden alle
acht Recyclinghöfe in den
Stadtteilen außer der Reihe geöffnet haben. Die AWM
verschen ken so viel Kompost an die Bürgerinnen und
Bürger, wie sie tragen bzw. wegfahren können. Und das
pünktlich zu Beginn der Gartenzeit im April. Ihren
Höhepunkt erreicht die Aktion am darauffolgenden
Samstag, denn dann findet ein Aktionstag in der Kom -
pos tie rungs anlage im Entsorgungszentrum Münster
statt. Mitarbeiter der AWM werden Interessierte über
die Kom postierung führen und bei Bedarf Tipps zum
richtigen Kompostieren geben. Die Kompost-Verschenk-
Aktion findet im Rahmen des europaweiten Wettbe werbs
„Entente florale“ statt, den die AWM aktiv unterstützen.
Auch schön: Wettbewerb „Ein Platz für die Tonne“
Wer hat für seine Abfall ton nen das schönste Zu hause
geschaffen? Unter diesem Motto steht der Wett be werb,
den die AWM vor den Sommerferien 2007 starten wer-
den. Gesucht wird der schönste Platz für die Tonne, und
auf die Sieger der drei Kategorien „Einfa milien häu ser“,
„Mehrfa mi lienhäuser“ und „Großwohn anlagen“ warten
attraktive Preise. Tausende von Abfalltonnen in Münster
fristen ein schauriges
Schat tendasein, in dunk-
len Ecken oder versteckt
hinter tristen Verschlä -
gen. Damit sich das jetzt
ändert, möchten die
AWM die Münstera nerin-
nen und Münsteraner
dazu motivieren, nette
Plätze für die Müllton -
nen einzurichten. Den
ganzen Sommer über haben
Bastel- und Garten freunde
Zeit, ihren Tonnen ein ganz
neues Zuhause zu geben. Auch
dieser Wettbe werb läuft im
Rahmen des Europawett be -
werbs „Entente florale“ . Hof -
fentlich mit dem Ergeb nis,
dass ein paar mehr schönere
Plätze in Münster entstehen.
Und was passiert 2007?
Der Ausblick.
22 | Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten
Saubere Lösung.

Sicherheit: Neues Löschwasserbecken für das
Entsorgungszentrum Münster (EZM)
Bisher wurde die Löschwasserversorgung im Entsor -
gungszentrum über die Trinkwasserleitungen sicherge-
stellt. Nun wird ein Lösch- und Brauchwasserbecken
errichtet, das 500 cbm Löschwasser aufnehmen kann.
Ab 2007 wird es in Betrieb genommen und versorgt ein
unterirdisches Wassernetz, das sich unter dem gesam-
ten EZM verzweigt. Über Hydranten kann Lösch- und
Brauchwasser entnommen werden und zwar überall
dort, wo es benötigt wird. Damit sind Löscharbeiten im
Ernstfall wesentlich effektiver. Das Wasser stammt aus
der Kläranlage. Vorteil: Es wird kein teures und aufwen-
dig aufbereitetes Trinkwasser eingesetzt. Weiterer Vorteil:
Auch die Wasserversorgung der Biovergärungs anlage
und der Kompostierungsanlage erfolgt mit Brauch was -
ser aus dem neuen Becken. 
Stadtsauberkeit: Neue Initiative der AWM
Eigentlich spürt es jeder. Es gibt immer mehr Veran -
staltungen in Münster und die Außenbereiche werden
immer stärker für Freizeitaktivitäten genutzt. Dement -
sprechend nimmt die Verunreinigung der Innenstadt
sowie aller Bereiche, die im Freizeitbereich stark fre-
quentiert werden, immer mehr zu. Und dies bei stetig
steigenden Leis tungen der AWM-Stadt reinigung. Was
kann man noch tun? Unter der Feder führung der AWM
wird 2007 ein Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung, Be -
troffenen und weiteren Koo perations part nern ge grün -
det, um Verbes serungs möglich keiten zu erarbeiten.
Dabei wird es natürlich da rum ge hen, wie die AWM
ihre Reini gungs- und Entsor gungs leistung vor Ort opti-
mieren können. Mindestens
ebenso wichtig ist aber auch,
wie die Verursacher zum
Um denken bewegt werden
können und wie diejenigen,
die von den Feiern und Festen
sowie deren Besuchern profi-
tieren, in angemessenem
Um fang an den Kosten betei-
ligt werden. 
Klimaschutz konkret: 
Fahrzeuge mit Abgas -
reinigung im Test
Ab 2007 testet die AWM
an zwei Entsor gungs -
fahr zeu gen die moder-
ne BlueTec-Techno logie
mit SCR-Katalysatoren
(SCR= Selective Catalyst
Reduction). Diese Tech -
nik erfüllt die strenge
Euro-4-Abgas-Norm und
ist bereits für die nächste Stufe, die Euro-5, ausgelegt.
Neben Feinstaub werden bis zu 85 % der Stick oxi de re -
duziert. Durch dieses Verfahren wird die Abluft so weit
gereinigt, dass sie zum Teil sauberer ist als die Umge -
bungs luft. Die AWM müssen die neue Technologie erst
testen, weil Abfall fahr zeuge nicht mit normalen
Schwerlastfahrzeugen zu vergleichen sind. Unsere Ent -
sorgungsfahrzeuge sind eher fahrende Arbeitsma schi -
nen, die einen Großteil ihrer Betriebsleistung stehend
erbringen. Hier muss sich
zeigen, ob die neue Techno -
logie eine echte Alternative
zur bisher genutzten Ab gas -
rückführung ist. Die AWM
arbeiten bei diesem Pilot -
projekt eng mit den Stadt -
werken Münster zusammen,
die ebenfalls 12 Busse mit
BlueTec in Betrieb genom-
men haben. 
Geschäftsbericht 2006 | Zahlen, Daten, Fakten | 23
Saubere Lösung.

24 | Geschäftsbericht 2006 | Impressum
Saubere Lösung.
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Juli 2007, 1300
Konzept
X & Y Design | Münster
Fotografie
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Münster Marketing, Stadt Münster [2]
Ewald Freitag [8]
Andreas Hempel Photography [6]
fotolia [1]
Druck
Lechte Medien GmbH & Co. KG
48271 Emsdetten

AWM GB Umschlag 11.07.07:AWM GB Umschlag 28.04.06  13.07.2007  14:36 Uhr  Seite 2

graue Fläche wird weggeschnitten
graue Fläche wird
weggeschnitten
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Achtung!
Schnitt leicht
schräg.
Geschäftsbericht
2006
Saubere Lösung.
Saubere Lösung.
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de 
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
X &Y Design · Münster
AWM GB Umschlag 11.07.07:AWM GB Umschlag 28.04.06  13.07.2007  14:36 Uhr  Seite 1

Beratungsverlauf (4)

22.08.2007 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.08.2007 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.08.2007 Hauptausschuss
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.08.2007 Rat
TOP 13 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Hammer Straße
  • Rösnerstraße 10
  • Domplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0466/2007
Typ
Vorlagen
Datum
31.05.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37