V/0513/2019
Neubau einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur Erweiterung zur 3-Zügigkeit und Neubau einer Zweifachsporthalle in Sprakel und
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Beschlussvorlage
6072 Zeichen
V/0513/2019 V/0513/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Neubau einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur Erweiterung zur 3-Zügigkeit und Neubau einer Zweifachsporthalle in Sprakel und Neubau einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur 3-zügigen Erweiterung als Wiederholungsplanung der Grundschule Sprakel am Standort Albachten - Ergebnis des Wettbewerbs und des Vergabeverfahrens für die Architektenleistungen - Beratungsfolge 18.06.2019 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 25.06.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 25.06.2019 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 27.06.2019 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 02.07.2019 Sportausschuss Vorberatung 03.07.2019 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Ergebnis des nicht offenen Architektenwettbewerbes und des im Anschluss erfolgten Vergabeverfahrens der Architektenleistungen für den Neubau einer Grundschule und Zweifac h- sporthalle in Sprakel und den Neubau einer Grundschule als Wiederholungsplanung in Albac h- ten wird zur Kenntnis genommen (s. Anlage 1 - Wettbewerbsprotokoll/Dokumentation). 2. Aus beiden Verfahren ist das Architekturbüro Reinders Architekten aus Osnabrück als Sieger hervorgegangen. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Entwurfsplanung einschließlich Kostenberechnung auf Grundlage der Angebotsplanung des Architekturbüros Reinders Architekten zu erstellen und den Baubeschluss herbeizuführen. Der Beschluss zur Beauftragung der Architektenleistungen wird auf der Grundlage der nichtöffentlichen Vorlage V/0519/2019 herbeigeführt. II. Finanzielle Auswirkungen: 4. Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Maßnahmen lt. Errichtungsbeschluss, Vorlage V/0845/2017/1 und V/0276/2018/1 (Baukosten und Beschaffungen) für die Errichtung der Amt für Immobilienmanagement 06.06.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Silies Telefon: 492-2432 SiliesH@stadt-muenster.de - 2 - V/0513/2019 Grundschule und Zweifachsporthalle in Sprakel F inanzmittel in Höhe von 13.769.000,00 € b e- reitgestellt werden und für die Errichtung der Grundschule als Wiederholungsplanung am Standort Albachten Finanzmittel in Höhe von 8.774.000,00 € zur Verfügung stehen. In Summe stehen somit 22.543.000,00 € zur Verfügung Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkun- gen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schule Investitionsmaßnah- me 4820 Neubau Grundschule Sprakel Auszahlungen Baumaßnahmen 2018 2019 VE 2020 2021 2022 1.360.000 1.000.000 600.000 4.300.000 4.230.000 2.879.000 Bereitgestellt bis inkl.2018 Summe aller Auszahlungen 13.769.000 Investitionsmaßnah- me 4830 Neubau Grundschule Albac h- ten Auszahlungen Baumaßnahmen 2018. 2019 VE 2020 2021 830.000 1.000.000 600.000 4.000.000 2.944.000 Bereitgestellt Bis 2018 Summe aller Auszahlungen 8.774.000 Gesamtauszahlungen 22.543.000 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2019 veranschlagt. Begründung: Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 04.07.2018 mit der Vorlage V/0276/2018/1 die Verwaltung beauftragt, zur Vergabe der Architektenleistungen ein Vergabeverfahren gemäß Verg a- beverordnung (VGV -Verfahren) mit vorgeschaltetem Architektenwettbewerb durchzuführen . Im Haupt- und Finanzausschuss wurde am 04.07.2018 mit der Vorlage V/0275/2018 die Festlegung der gesetzten Teilnehmer beschlossen. Es wurde zur Kenntnis genommen, dass die Preisträger des Wettbewerbs zur Teilnahme an einem Vergabeverfahren zur Beauftragung der Architektenleistungen entsprechend der Vergabeverordnung (VgV) aufgefordert werden. Zu 1 bis 2: Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens und des anschließenden Vergabeverfahrens Aufgrund der europaweiten Veröffentlichung des Wettbewerbs gingen 88 Bewerbungen zur Teilnah- me fristgerecht ein. Hiervon wurden 9 Büros ausgelost, die neben den 6 von Seiten der Stadt Münster vorab gesetzten Büros zur Teilnahme aufgefordert wurden. Insgesamt wurden 10 Arbeiten eing e- - 3 - V/0513/2019 reicht. Das Preisgericht hat in seiner Sitzung am 15.02.2019 den 1. Preis an das Architekturbüro Reinders Architekten aus Osnabrück vergeben und empfohlen, diese mit der Planung zu beauftragen. Der Wettbewerbsentwurf sieht ein - und zweigeschossige Baukörper vor, die in ihrer Abfolge von der Höhenentwicklung sehr gut angeordnet sind und als Ziegelbau in massiver Bauweise ausgebildet werden. Die Ausrichtung der Gebäude ist für beide Standorte gleich. Bedingt durch die Proportionen der Baukörper entsteht ein harmonischer Schulbau, der an beiden Sta ndorten einen Mehrwert bietet. Weitere Erläuterungen zum Wettbewerb sind der Anlage 1 – Wettbewerbsdokumentation zu entneh- men. Die zwei Preisträger des Wettbewerbes, 1. und 3. Preisträger, (es gab keinen 2. Preis) wurden zur Teilnahme an einem Verhandlung sverfahren nach Vergabeverordnung (VgV) aufgefordert. Neben dem ersten Preisträger des Wettbewerbes Reinders Architekten aus Osnabrück hat kein weiteres Büro teilgenommen. Der 3. Preisträger verzichtete auf eine Teilnahme am Verhandlungsverfahren. Im Rahmen der Verhandlungsgespräche am 03.05.2018 unter Beteiligung von Vertretern der Politik und Verwaltung stellte der Preisträger das geplante Projektkonzept (Kosten - u. Terminkontrolle, Per- sonaleinsatz) vor. Das Büro Reinders Architekten wird zur Beauftragun g der Architektenleistungen vorgeschlagen. Zu 3: Weitere Planung Nach Beauftragung der Architektenleistungen und der erforderlichen Fachplanerleistungen wird die Planung auf der Grundlage der Angebotsplanung des Architekturbüros Reinders Architekten aus Os- nabrück in Abstimmung mit dem Amt für Schule und Weiterbildung sowie dem Sportamt weiterentw i- ckelt und für die weitere Beschlussfassung vorbereitet. I. V. gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen Anlage A Anlage1 – Wettbewerbsdokumentation
Anlage A
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Anlage A zur V/0513/2019 Kurzüberblick In Sprakel soll eine 2-zügigen Grundschule mit der Option zur Erweiterung zur 3-Zügigkeit und eine Zweifachsporthalle errrichtet werden und als Wiederholungsplanung der Grundschule Sprakel am Standort Albachten eine 2-zügige Grundschule mit der Option zur 3-Zügigkeit. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Qualität und zeitgemäß ausgebauten Schulen Finanzierung Produktgruppe: 0301 Leistungen für Schulen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? x Ja Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein . Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Ratsbeschluss V/0845/2017/1 - Errichtungsbeschluss zum Neubau einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur Erweiterung zur 3-zügigkeit und einer Zweifachsporthalle in Sprakel und als Wiederholungsplanung die Errichtung einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur 3-Zügigkeit am Standort Albachten..), Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Bei der Planung werden Vorgaben zu folgenden Querschnittsthemen eingehalten: - Inklusion – Bauordnung BNRW §55 Absatz 1 im Sinne der UN – Behindertenrechtskonvention - Klimaschutz – Gebäudeleitlinien der Stadt Münster Die Nachweise werden mit dem Baubeschluss erfolgen.
513-2019-A1
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Nichtoffener Wettbewerb nach RPW 2013
Grundschule Sprakel in Münster
Neubau einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur Erweiterung
zur 3-Zügigkeit und Neubau einer Zweifachsporthalle
Neue Grundschule Albachten in Münster
Wiederholungsplanung der Grundschule Sprakel am Standort
Albachten unter den Aspekten der Wirtschaftlichkeit und der
Beschleunigung bei der Realisierung
Ergebnisdokumentation
Standort Sprakel 1. PreisStandort Albachten
V/0513/2019 - Anlage 1
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen in Sprakel und Albachten1
Ort der Preisgerichtssitzung
Stimmberechtigtes
Preisgericht
Stellvertretendes
Preisgericht
Sachverständige
Berater/in
Niederschrift über die Preisgerichtssitzung am 15.02.2019
Aula des Pascal-Gymnasiums,
Uppenkampstiege 17-19, 48147 Münster
Beginn: 9.40 Uhr / Ende: 17.15 Uhr
Herr Peck, Stadtrat und Beigeordneter, begrüßt das Preisgericht und
dankt den Anwesenden für ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an diesem
Verfahren.
Aus dem Kreis der Fachpreisrichter/innen wird Herr Prof. Fritzen ein-
stimmig zum Vorsitzenden des Preisgerichts gewählt.
Die Protokollführung übernimmt die Vorprüfung. Der Vorsitzende prüft
die Anwesenheit und die Beschlussfähigkeit des Preisgerichts:
1. Olaf Bloch, CDU-Fraktion – Ratsherr, Münster
2. Dieter Sumbeck, FDP-Fraktion, Münster
3. Matthias Peck, Stadtrat und Beigeordneter für Wohnungsversor-
gung, Immobilien und Nachhaltigkeit, Stadt Münster
4. Roland Bondzio, Architekt, Münster
5. Prof. Andreas Fritzen, Architekt, Stadtplaner, Köln
6. Prof. André Habermann, Architekt, Lemgo
7. Christian Kuckert, Architekt, Münster
8. Jörg A. Michel, Architekt u. technischer Leiter Amt für Immobilien-
management, Stadt Münster
9. Cornelia Neubürger, Architektin, Bochum
10. Prof. i.V. Bernd Schnoklake, Architekt Münster
11. Siegfried Thielen, Architekt und Dezernent für Planungs- und
Baukoordination, Stadt Münster
12. Stephan Brinktrine, Bezirksbürgermeister BV-West, Münster
13. Manfred Igelbrink, Bezirksbürgermeister BV Nord, Münster
14. Michael Kleyboldt, Vertreter SPD-Fraktion – Ratsherr, Münster
15. Bernd Leuters, Vertreter Bündnis 90/Die Grünen/GAL
16. Michael Willnath, Leiter des Sportamtes, Stadt Münster
17. Georg Mümken, Architekt und Abteilungsleiter Amt für Immobili-
enmanagement, Stadt Münster
18. Helmut Riesenbeck, Architekt, Warendorf
19. Jörg Hoffmann, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,
Münster
20. Jörn Oesterreich, Schulleiter Grundschule Sprakel, Münster
21. Hanne Silies, Projektleiterin und Architektin Amt für Immobilienma-
nagement, Stadt Münster (bis 14:00 Uhr)
22. Ludger Watermann, Amt für Schule und Weiterbildung, Münster
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen in Sprakel und Albachten2
Vorprüfer/innen
Grundsatzberatung,
Vorprüfbericht,
Zulassung der
Wettbewerbsarbeiten
Bewertung der
Wettbewerbsarbeiten
23. Andreas Bußwolder, Sportamt, Stadt Münster
24. Claudia Carl, Architektin, Amt für Immobilienmanagement
25. Gerlinde Haase, Amt für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster
26. Thomas Woltering, Amt für Schule und Weiterbildung,
Stadt Münster
27. Bernd Zerbe, Sportamt, Stadt Münster
28. Thomas Werner, Stadt Münster (bis 14:45 Uhr)
29. Stefan Nendza, rotermund.ingenieure, Höxter
30. Reinhard Drees, Architekt/ Stadtplaner, DHP , Bielefeld
31. Gudrun Walter, Architektin/ Stadtplanerin, DHP , Bielefeld
Alle zu den Sitzungen des Preisgerichts zugelassenen Personen geben
die Versicherung zur vertraulichen Behandlung der Beratungen und
erklären, keinen Austausch mit den Teilnehmern über deren Arbeiten
außerhalb des Kolloquiums gehabt zu haben.
Der Vorsitzende versichert dem Auslober, den Teilnehmern und der
Öffentlichkeit die größtmögliche Sorgfalt und Objektivität des Preisge-
richts nach den Grundsätzen der RPW 2013.
Der Vorsitzende erläutert den vorgesehenen Ablauf des Preisgerichtsver-
fahrens und übergibt das Wort an die Vertreter der Vorprüfung.
Frau Walter und Herr Nendza erläutern den allgemeinen Vorprüfungs-
bericht sowie die Darstellung der Vorprüfungsergebnisse.
Von 15 aufgeforderten Teilnehmern sind 10 Arbeiten abgegeben wor-
den. Aufgrund der Datumsstempel auf den Rollen und Paketen kann
von einer fristgerechten Abgabe der Planunterlagen am 29.11.2018
und der Modelle am 06.12.2018 ausgegangen werden. Aufgrund der
abgegebenen Leistungen waren alle Arbeiten vorprüfungsfähig. Das
Preisgericht beschließt alle Arbeiten zuzulassen.
Im anschließenden Informationsrundgang werden die Arbeiten durch
Herrn Drees und Frau Walter im Zusammenhang mit dem fachlichen
Vorprüfbericht vorgestellt und wertfrei erläutert.
Beim Informationsrundgang werden die Eindrücke zu Einzelaspekten im
Hinblick auf die Bewertungsrundgänge benannt:
Lage des Schulhofes im Hinblick auf die Lärmimmissionen der Auto-
bahn
Lage der Schulhofflächen und des Kleinspielfeldes im Hinblick auf
Pausenaufsichten
Städtebauliche Positionierung von Schulgebäude und Sporthalle im
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen in Sprakel und Albachten3
Hinblick auf die Ausbildung eines Quartiersplatzes
Ausrichtung der Schule in Sprakel im Vergleich zur Ausrichtung in
Albachten
Beeinträchtigungen des Schulbetriebes bei Realisierung des 2. Bau-
anschnittes
Innere Organisationsstruktur/ Clusterbildung in der Schule im 1. und
2. Bauabschnitt
Flexibilität bei der Organisation des Offenen Ganztags
Lage und Möglichkeiten des Forums für den alltäglichen Schulbe-
trieb
Funktionsverteilung in der Sporthalle
Lage der Stellplätze/ Funktionstüchtigkeit der Kiss&Drop-Zone
Architektonischer Ausdruck des Gebäudes
Unter Beachtung der Beurteilungskriterien aus der Auslobung und der
gewonnenen Erkenntnisse werden im anschließenden 1. Wertungs-
rundgang einstimmig 2 Arbeiten ausgeschieden, die in wesentlichen
Punkten das Preisgericht nicht überzeugen können:
Tarnzahl 1008 1010
(Mittagspause 12.40 – 13.15 Uhr)
Die intensive Auseinandersetzung mit den übrigen 8 Arbeiten führt im
2. Wertungsrundgang zum Ausschluss folgender 5 Arbeiten (Abstim-
mungsverhältnis in Klammern):
Tarnzahl 1001 (11:0) 1002 (8:3) 1006 (9:2)
1007 (10:1) 1009 (9:2)
Vor der Feststellung der engeren Wahl werden zwei Rückholanträge zu
den Arbeiten 1001 und 1002 gestellt. Mit einem Abstimmungsverhält-
nis von 2:8 verbleibt die Arbeit 1001 im 2. Rundgang.
Die Arbeit 1002 wird mit einem Abstimmungsverhältnis von 6:5 zurück-
geholt.
In der engeren Wahl verbleiben somit folgende 4 Arbeiten, die vom
Preisgericht schriftlich beurteilt werden:
Tarnzahl 1002 1003 1004 1005
Auch die Arbeiten, die im 2. Rundgang ausgeschieden sind, werden
schriftlich beurteilt.
Erster Rundgang
Zweiter Rundgang
Engere Wahl
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen in Sprakel und Albachten4
Sämtliche Beurteilungen werden in Anwesenheit des gesamten Preis-
gerichtes vor den Arbeiten verlesen, korrigiert und freigegeben (s. An-
hang).
Im Anschluss wird über die Rangfolge der verbliebenen Arbeiten disku-
tiert und ein Meinungsbild erstellt. Dabei kristallisiert sich nach weiterer
vergleichender Abwägung heraus, dass es drei Ränge gibt, über die wie
folgt abgestimmt wird:
1. Rang 1005 (11:0)
2. Rang 1003 (8:3)
3. Rang 1002 und 1004 (8:3)
Die anschließende Vergabe der Preise und Anerkennungen erfolgt mit
folgenden Abstimmungsergebnissen, wobei auf die Vergabe eines 2.
Preises verzichtet wird:
1. Preis 1005 (11:0)
3. Preis 1003 (9:2)
Anerkennungen 1002 und 1004 (9:2)
Die Neuverteilung der Wettbewerbssumme (67.500 €) wird einstimmig
beschlossen:
1. Preis (30.000 €) 1005
3. Preis (20.000 €) 1003
Anerkennungen (jeweils 8.750 €) 1002 und 1004
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die Verfasser der
mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeit unter Zugrundelegung der
schriftlichen Beurteilung mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.
Dabei ist zu prüfen, inwieweit die Wirtschaftlichkeit optimiert werden
kann unter Beibehaltung des vorbildlichen Entwurfes.
Die Anonymität des Verfahrens wird durch das Verlesen der Verfasserer-
klärungen aufgehoben (s. Anhang).
Der Vorsitzende bittet um die Entlastung der Vorprüfung und bedankt
sich für die sorgfältige Vorbereitung bei Auslobung und Vorprüfung.
Herr Prof. Fritzen dankt der Stadt Münster für die Durchführung eines
Wettbewerbs zur Lösungsfindung und allen Mitgliedern des Preisge-
richte für die Kooperation. Er gibt den Vorsitz an den Auslober zurück.
Rangfolge und
Zuerkennung der Preise
und Anerkennungen
Empfehlung des Preisgerichtes
Abschluss des Preisgerichts
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen in Sprakel und Albachten5
Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten
Dauer: 26.02. – 13.03.2019
Ausstellungsort: Glashalle im Stadthaus III,
Albersloher Weg 33 in Münster
Öffnungszeiten: MO bis MI 8 – 16 Uhr
DO 8 – 18 Uhr
FR 8 – 13 Uhr
Herr Peck dankt dem Vorsitzenden für die sehr gute und disziplinierte
Sitzungsführung und dem Preisgericht für die offenen und engagierte
Diskussion, die zu einem gelungenen Ergebnis geführt hat.
Münster, den 15.02.2019
Das Preisgericht (Unterschriften s. Original)
Wettbewerbsaufgabe
Aufgrund wachsender Schülerprognosezahlen und der sich daraus er-
gebenen Herausforderung der zügigen Realisierung von Schulneu- und
Erweiterungsbauten im gesamten Stadtgebiet Münsters, möchte die
Ausloberin im Rahmen einer Wiederholungsplanung mit diesem Wett-
bewerbsverfahren einen Grundschultypus für die Standorte Sprakel
(linke Abbildung) und Albachten (rechte Abbildung) realisieren.
Es wird die Errichtung einer 2-zügigen Grundschule mit der Option zur
3-Zügigkeit vorgesehen, ergänzt um eine Zweifachsporthalle am Stand-
ort Sprakel und, bei optionaler 3-Zügigkeit am Standort Albachten, um
eine Einfachsporthalle.
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten6
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Verfasser bieten im Stadtteil Sprakel einen im Endzustand dreitei-
liges Gebäudeensemble, welches sich wie selbstverständlich in den
neuen Stadtraum einfügt. Durch die sinnfällige Gebäudeanordnung
entsteht eine sehr schöne Pausenhofsituation, die auch im außerschu-
lischen Betrieb einen weiteren deutlichen Gewinn für die Nutzung als
Stadtteilplatz bringt. Das Parken und Ankommen ist gut und richtig
gelöst.
Die zwei- und eingeschossigen Gebäudekubaturen sind in ihrer Abfolge
von der Höhenentwicklung richtig angeordnet und werden von den
Verfassern als Ziegelbau in massiver Bauweise angeboten. Die richtige
Setzung der Baukörper wird in der sehr schönen Ausformulierung der
Fassaden konsequent fortgeführt. Die Proportionen überzeugen und
insgesamt entsteht ein harmonischer Schulbau, der dem Ort einen ech-
ten Mehrwert bietet.
Dieses angenehme Äußere setzt sich in gleicher Qualität im Inneren
fort. Der Eingang bietet die gewünschte Orientierung und ist der
Auftakt zu einem spannungs- und abwechslungsreichen Schulbau. Das
dem Eingang zugeordnete Forum ist hervorragend im schulischen All-
tag, unkompliziert, nutzbar. Ohne weiteren Aufwand lassen sich durch
die geschickte Anordnung der Stufenanlagen verschiedene Nutzungen
im täglichen Betrieb darstellen. Die weiteren Bereiche, wie Mensa und
der Mehrzweckraum, lassen sich sinnvoll und wie gewünscht zuschal-
ten. Ein schöner Umlauf, um einen Innenhof gelegen, bietet immer
wieder gute Abfolgen von Öffnungen, Erweiterungen und ist weit mehr
als nur Erschließung. Hierdurch bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur
pädagogischen Nutzung. Die Anordnung und die Lage der anschlie-
ßenden Unterrichtsräume bietet ein Maximum an Differenzierungsmög-
lichkeiten im täglichen Schulbetrieb. Der gewünschte Clustergedanke
wird von den Verfassern großflächiger über das gesamte Volumen ge-
dacht und gleichwohl durch die vorgenannten Blickbeziehungen über
den schönen Innenhof konsequent umgesetzt. Der Anbau verfolgt den
gleichen Ansatz und fügt sich sehr selbstverständlich zum Bestand. Des
Weiteren kann der Anbau bei laufendem Betrieb mit geringstmöglicher
Beeinträchtigung des laufenden Schulbetriebs realisiert werden.
Die Sporthalle ist sinnvoll und richtig organisiert und gut nutzbar im
täglichen Betrieb.
Das Konzept lässt sich darüber hinaus baugleich und in gleicher Quali-
tät auf dem Standort Albachten realisieren. Insgesamt bietet der Beitrag
ein in sich schlüssiges Konzept und löst die gestellte Aufgabe in hervor-
ragender Art und Weise.
1. Preis – 1005
ReindersArchitekten BDA,
Osnabrück
Dipl.-Ing. Klemens Hölscher,
Architekt
Dipl.-Ing. Axel Winter,
Architekt
Mitarbeit:
Dipl.-Ing. Architektin
Cordula Theler
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten7
1. Preis – 1005
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten8
Beurteilung durch das Preisgericht
Für den Standort Sprakel wird die städtebauliche Positionierung von
Schulgebäude und Sporthalle an der West- und Nordgrenze des Grund-
stückes kontrovers diskutiert. Zum einen wird ein größtmöglicher,
sehr übersichtlicher und von den Lärmemissionen der Autobahn ab-
gewandter Schulhof gebildet, der mit seiner Orientierung zum Wohn-
gebiet auch als Quartiersplatz fungieren kann. Zum anderen erscheint
die Fläche gestalterisch undifferenziert und lässt aufgrund der geringen
baulichen Fassung räumliche Qualitäten vermissen.
Sehr positiv wird der gestalterische Ausdruck des Schulgebäudes be-
wertet. Die Gliederung in Sockelgeschoss und aufgesetzte Holzbaukör-
per mit rhythmisierender Dachlandschaft verleiht dem Gebäude einen
sehr individuellen, einer Grundschule angemessenen Charakter mit
großem Wiedererkennungswert.
Ein wesentliches funktionales und gestalterisches Grundprinzip sieht für
die Räume im Obergeschoss eine direkte Verbindung über einen umlau-
fenden Laubengang mit großzügiger Außentreppe zum Schulhof vor.
Die Dimensionierung dieser Treppe erscheint überzogen und lässt den
eigentlichen Haupteingang in den Hintergrund treten. Zudem schränkt
das durch den östlichen Laubengang gebildete, sehr tiefe Vordach die
Belichtungsqualität im Erdgeschoss ein.
Die funktionalen Zuordnungen im Erdgeschoss sind mit wenigen Ausnahmen (z.B. Lage des Nebenraums
Musik) sinnvoll. Dagegen ist die gestalterische Ausformulierung des Foyers/Forums noch nicht überzeugend.
Der Luftraum als räumliches Verbindungselement zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss ist zu klein di-
mensioniert und die gewünschte Ausbildung eines abgesenkten Forums mit Sitzstufen ist nicht dargestellt.
Im klar gegliederten Obergeschoss funktionieren in der zweizügigen Variante sowohl die Lernclusterbildung
der Klassenräume als auch der Ganztagesbereiche sehr gut. Die einzelnen Räume sind multifunktional nutz-
und gut zusammenschaltbar und auch die angebotenen „Mitten“ bieten flexible Nutzungsmöglichkeiten.
Die Differenzierungsräume sollten jeweils direkt von zwei Klassenräumen zugänglich sein.
Die Erweiterung zur Dreizügigkeit ist baulich umsetzbar, bedingt aber innenliegende Differenzierungsräume
ohne Außenbezug. Auch die Erschließung der zusätzlichen Klassenräume wird in der schematischen Ausar-
beitung nicht dargestellt. Gleiches gilt für den zusätzlichen Mehrzweckraum im Erdgeschoss. Die entstehen-
de Enge zwischen dem nördlichen Erweiterungsbaukörper und der Sporthalle erscheint kritisch.
Die städtebauliche Ausrichtung für den Standort Albachten sieht eine um 90° Grad gedrehte Ausrichtung
des Schulbaukörpers vor, was bedingt, dass die Hälfte der Klassenräume ungünstig nach Norden ausgerich-
tet wird.
Der Entwurf liegt bei allen wirtschaftlichen Kriterien im sehr guten Bereich und stellt insgesamt für die Auf-
gabe eine angemessene Lösung dar, die sich insbesondere durch den architektonischen Duktus des Schulge-
bäudes positiv absetzt.
3. Preis – 1003
Hausmann Architekten GmbH,
Aachen
Prof. Dipl.-Ing. Architekt
Frank Hausmann
Mitarbeit:
M.A. Architekt Oliver Kratz
B.A. Tom Davss
Modell:
Aniko Kren
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten9
3. Preis – 1003
Zusammenschnitt aller fünf Pläne
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten10
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Jury wertet die städtebauliche Einfügung als gelungen. Die daraus
resultierende räumliche Zonierung in Parkplatz, Erschließungsraum,
Kleinspielfeld und Schulhof ist nachvollziehbar und funktional gut
gelöst. Speziell der südausgerichtete Schulhof, der sich zwischen dem
Schulbaukörper und dem Naturdenkmal der Wallhecke aufspannt, lässt
hohe Aufenthaltsqualitäten erwarten.
Insgesamt erscheint die Gebäudesetzung allerdings primär aus funkti-
onaler Sicht auf die entstehenden Außenräume gewählt und zu wenig
aus den übergeordneten Gesichtspunkten, wie die der angemessenen
Adressausbildung und der städtebaulichen Reaktion auf die angren-
zende Wohnbebauung.
Die Stärken der Arbeit liegen in der klaren innenräumlichen Gliederung
der Schule und der stringenten, aber zugleich angemessenen Erschei-
nung der Fassaden.
Die Lage der gegenüberliegenden Haupteingänge der Sporthalle und
des Schulgebäudes, an dem Verbindungsaußenraum, ist schlüssig
gewählt und räumlich gut ausgeformt. Der direkt an den Eingang zum
Schulgebäude anschließende Forums- und Mehrzweckbereich besitzt
große räumliche und atmosphärische Qualitäten und verspricht außer-
ordentlich hohe Qualitäten für die gewünschten Nutzungen als Treff-
punkt, zum Wochenauftakt oder -abschluss mit allen Schülern, sowie
für Aufführungen und Veranstaltungen.
Im 1. Obergeschoss, dass über zwei das Forum flankierende offene
einläufige Treppen erreicht wird, schließen sich zwei Klassen-Cluster an.
Die hier durch die Verfasserin gewählte unprätentiöse Anordnung der
Räume und Raumzonen um jeweils einen zentralen Lichthof ist über-
zeugend gelöst. Der Verfasserin gelingt es, trotz des geringen Flächen-
bedarfs im Vergleich aller Beiträge, hohe innenräumliche Qualitäten zu
entwickeln.
Die innere Organisation der Sporthalle überzeugt leider nicht im gleichen Maße. Besonders fallen hierbei die
ungünstige Lage des einen Geräteraums, die des Sanitätsraums, die des Behinderten WCs und die Erschlie-
ßung des Technikraums auf. Die innere Organisation entspricht somit in wesentlichen Bereichen nicht den
Grundsätzen für „Sporthallen – Hallen und Räume für Sport und Mehrzwecknutzung“ (DIN 18032).
Die größte Schwäche der Arbeit liegt in der gewählten baulichen Ausprägung des 2. Bauabschnitts. Die
hierdurch entstehenden Außenräume im Bereich des Erdgeschosses unter den jeweils 7 Meter auskragenden
Volumen überzeugen räumlich nicht. Zudem wird die bauliche Erstellung der westlichen Ergänzung unnötig
hohe Beeinträchtigungen für den Schulbetrieb, bzw. Belastung der Oberflächen der Freianlagen mit sich
bringen.
Die direkte Wiederholung der baulichen Lösung für das Grundstück in Albachten ist konzeptionell sinnvoll,
aber leider werden dem zu Folge auch die Schwächen, die aus dem vorgeschlagenen 2. Bauabschnitt resul-
tieren, wiederholt.
Die Jury wertet ausdrücklich die hohe Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb, die sich vorteilhaft in der
Lebenszyklus- und Nutzungskostenanalyse fortsetzt, sowie die wesentlichen innenräumlichen Qualitäten des
Schulgebäudes positiv. In der Gesamtbetrachtung stellt die Arbeit einen guten Beitrag dar.
Anerkennung – 1002
VonM GmbH, Stuttgart
Matthias Siegert,
Dipl.-Ing. (FH) Architekt,
Dennis Müller,
Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Mitarbeit:
Sören Schmeußer,
Jakob Bittner
Fachplanung:
Werner Sobek, Stuttgart AG,
Johannes Weinmann;
IWP Ingenieurbüro für
Systemplanung GmbH,
Patrick Runiß
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten11
Anerkennung – 1002
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten12
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit besticht zunächst durch die Ausbildung als erdgeschossige
Schul- und Sportanlage für den ersten Bauabschnitt und reagiert ange-
messen auf die landschaftliche Umgebung und die Anforderungen des
Lärmschutzes.
Die Anordnung der Baukörper Schule und Sporthalle am Standort Spra-
kel schafft, aus der Siedlung kommend, eine klare Adressbildung. Die
Zugänge zu den Gebäuden, unter dem überdachten Vorplatz, sind mit
den Fahrradstellplätzen, der Kiss&Drop-Zone und den PKW-Stellplätzen
gut gegliedert.
Der zentrale, offene und gut belichtete Eingangsbereich/Forum lässt
sich durch die Öffnung des anliegenden Mehrzweckräume und die Lage
des Speiseraumes für größere Veranstaltungen gut zusammenschalten.
Die weitere Wegeführung aus dem Forum in die gebildeten Lern-
Cluster, entlang des überwiegend zum Schulhof hin verglasten Ganges,
ist übersichtlich und einfach auffindbar. Der jeweils zu den Innenhöfen
angeordnete Klassenraum wird kritisch gesehen. Die Anordnung des
Verwaltungsbereichs ist gut gewählt und als Einheit zusammengefasst.
Die Sporthalle ist trotz der stirnseitigen Erschließung gut funktionsfähig.
Die Gliederung der Baukörper und die Ausarbeitung der Fassaden sind
gelungen, insbesondere im Hinblick auf das Alter der Schulkinder.
Der zweite Bauabschnitt wird zweigeschossig angegliedert und schafft
im Gebäudeensemble ein Gegengewicht zum Volumen der Sporthalle.
Von Süden kommend bildet dieser später den Auftakt in das Schulge-
lände. Der Vorteil besteht in der guten Erreichbarkeit der Baustellenor-
ganisation für den 2.BA, aus der inneren Gebäudestruktur liegt dieser
Baukörper eher in Randlage und ist leider erst nach den Technik- und
Nebenräumen erreichbar.
Schulhof und Kleinspielfeld entziehen sich dem Blick aus dem öffentli-
chen Raum. Der Entwurf hat auf Grund der überwiegend eingeschos-
sigen Bauweise sehr hohe Hüllflächen in Fassade / Dach und somit ein
ungünstiges A/V-Verhältnis.
Die vorgeschlagene gut erarbeitete modulare Bauweise lässt sich nicht
nur durch „Spiegeln oder Drehen“ auf den Standort Albachten übertra-
gen. Für die Sporthalle bestehen hier Bedenken, ob die Funktion in der
Praxis gegeben ist.
Anerkennung – 1004
Schuster Architekten,
Düsseldorf
Prof. Jochen Schuster, Architekt
Mitarbeit:
Katrin Kahlert
Fachplanung:
Stahl und Weiß, Freiburg –
energetische und bauphysikalische
Gebäudeoptimierung
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten13
Anerkennung – 1004
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten14
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Verfasser schlagen für die Errichtung der zweizügigen Grundschule
mit Sporthalle ein Gebäudeensemble vor, das durch eine differenziert
gestaltete Wand umgeben ist. Es erfolgt so eine klare Zonierung der
unterschiedlichen Bereiche.
Der Zugangs- und Erschließungsbereich mit der Kiss&Drop-Zone ist
richtig am südöstlichen Grundstücksbereich angeordnet. Von einem
zentralen Innenbereich erreicht man zum einen den Zugang zur Schu-
le und zum anderen die Sporthalle. Die abgesenkte Zugangssituation
der Sporthalle kann allerdings, trotz des zusätzlichen Angebotes einer
Terrassenfläche als erweiterte Schulhoffläche, nicht überzeugen. Der
Zugang zur Schule über den Forumsbereich ist nachvollziehbar, kann
jedoch bezüglich der vorgeschlagenen Erweiterungsmöglichkeiten um
den Mehrzweckraum ebenfalls nicht überzeugen.
Die Schulräume mit Unterrichts- und Ganztagsräumen sowie OGS- und
Verwaltungsräumen sind in zwei kompakten Gebäudekörpern organi-
siert, die an differenziert gestaltete Erschließungszonen mit Vor- und
Rücksprüngen angeordnet sind.
Die Verfasser schlagen vor, die Flächen für die Erweiterung zur Dreizü-
gigkeit von Anfang an mit zu errichten. Dies beurteilt das Preisgericht
kritisch, da eine Realisierung in Bauabschnitten, wie gefordert, so nicht
möglich ist.
Das Kleinspielfeld ist funktionsgerecht ebenfalls innerhalb des durch die
Wand umschlossenen Bereichs auf dem Gesamtareal angeordnet.
Der Vorschlag der differenziert gestalteten Gebäudevolumen und Fassa-
den werden gewürdigt und sind für ein Grundschulgebäude angemes-
sen.
Das vorgeschlagene Planungskonzept ist hinsichtlich des Lärmschutzes
zur Autobahn eine besondere Lösung, wird jedoch bezogen auf eine
Übertragbarkeit auf den Standort Albachten kritisch gesehen.
Die Arbeit stellt mit Ihrem Vorschlag eines Schulareals innerhalb eines
von einer Wand umgebenen Schulbereichs insbesondere bezüglich der
Fassaden und Baukörpervolumen einen sehr interessanten Ansatz dar,
der jedoch in der funktionalen und planerischen Umsetzung insgesamt
nicht überzeugen kann.
1001
BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG,
Münster
Prof. Dipl.-Ing.
Julia B. Bolles-Wilson, Architektin
Peter L. Wilson, AA Dipl. Architekt
Mitarbeit:
Jack Wilson, M.A. Arch.,
Chris-Marit Gieseke, M.A. Arch.
Modellbau:
Tobias Steverding
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten15
1001
Zusammenschnitt aller fünf Pläne
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten16
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit versucht über einen großzügigen Umgang mit den inneren
Verkehrsflächen einen lockeren und flexiblen Charakter der Lernland-
schaft zu vermitteln. Leider bleibt dieser Umgang grafisch.
Trotz des hohen Flächenansatzes im Vergleich der Arbeiten, können
die gezeigten Verkehrsflächen nicht überzeugen. Die Erschließung der
WC‘s über die stirnseitigen Fassaden zu Lasten anderer nicht belichteter
Innenflächen, brandschutztechnische Mängel und die wenig beken-
nende Ausrichtung der zentralen Funktionen aus Forum, Musikraum
und Sitztreppe können nicht überzeugen.
Am Standort Sprakel sind städtebauliche Aspekte der Adressbildung,
der Ausrichtung des Schulhofs zur Autobahn, des Maßstabs gegenüber
der Wohnbebauung, der Aussicht aus den Funktionen und die ver-
steckte Zugänglichkeit nicht befriedigend gelöst.
Anders am Standort Albachten. Hier wirkt die grundsätzliche Baukör-
perstellung deutlich ausgewogener. Sowohl die Qualitäten im Über-
gang zum Außenraum, als auch in der Kommunikation mit dem umge-
benden Stadtraum wirken hier gefälliger.
1006
BM+P Architekten, Düsseldorf
Peter Hesse, Dipl.-Ing. Architekt
Mitarbeit:
Elke Schwinger, Larissa Werner,
Lena Kruse, Kristina Franke,
Fabian Saß
Modellbau:
Pfeiffer & Voss GmbH, Neuss
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten17
1006
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten18
Beurteilung durch das Preisgericht
Die beiden Baukörper des Schulgebäudes und der Sporthalle orientieren
sich an der nördlichen und westlichen Grundstücksgrenze. Der sich in
den Siedlungsraum öffnende Freiraum nimmt die unterschiedlichen und
für die Schule notwendigen Infrastruktureinrichtungen auf, wie Schul-
hof, Kleinspielfeld und Stellplätze. Auch wenn mit dieser Anordnung
eine soziale Kontrolle gewährleistet werden kann, fehlt hier insgesamt
eine der Nutzung angemessene und identitätsbildende Aufenthaltsqua-
lität.
Organisation und Erschließung der beiden Nutzungseinheiten sind zwar
insgesamt schlüssig, lassen aber gewisse Qualitäten, auch in den Raum-
folgen, vermissen. So bleibt die zentrale Mitte des Forums im 1. OG
lediglich im umlaufenden Flur erlebbar, auch wenn sich in den anschlie-
ßenden Raumfolgen mit offenem Lernbereich und Lesenische durchaus
funktionale Stärken erkennen lassen. Die Realisierung des zweiten Bau-
abschnittes ist ausschließlich nur über den Schulhof möglich und damit
für den laufenden Schulbetrieb nicht störungsfrei. Auch die funktionale
Anbindung an den ersten Bauabschnitt ist eher suboptimal.
Eine Realisierung des vorgeschlagenen Entwurfskonzeptes auf dem
Grundstück in Albachten ist grundsätzlich und in städtebaulicher Hin-
sicht möglich.
Neben den städtebaulichen und funktionalen Schwächen handelt es
sich nicht zuletzt auch um einen Beitrag, der vom architektonischen
Erscheinungsbild der Nutzung und dem Ort wenig gerecht wird.
1007
FFM-Architekten Tovar + Tovar
PartGmbB, Frankfurt am Main
Hendrik Tovar,
Dipl.-Ing. Architekt (TU)
Mitarbeit:
Lizaveta Varatyntsava,
M.Sc. Architektur,
Mareike Drux, B.Sc. Architektur
und Stadtplanung,
Lazar Tsankov,
M.Sc. Architektur
Modellbau:
gbm modellbau gmbh, Darmstadt
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten19
1007
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten20
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit ordnet, prägend für das Grundstück, die Baukörper des
Schulgebäudes und der Sporthalle parallel im Abstand zueinander an.
Hierdurch wird in Verbindung mit einem überdachten Übergang eine
Platzsituation (vom Verfasser Quartiersplatz benannt) und Raum für die
Unterbringung des Kleinspielfeldes geschaffen.
Dennoch vermittelt die gewählte Anordnung und Ausrichtung wenig
Bezug zum räumlichen Umfeld und entwickelt eine eher unmaßstäb-
liche Nähe zur geplanten Wohnbebauung. Wenn auch der überdachte
Übergang sich logisch und sinnhaft in das Schulgebäude fortsetzt, wird
dennoch kaum eine ansprechende Adressbildung für den Eingang der
Schule erreicht.
Parkflächen und Schulhofflächen sind funktionsgerecht angeordnet.
Im Innenraum setzt sich die Achse der Überdachung konsequent und
schlüssig über den Schuleingang fort. Sie bildet optional räumliche
Zusammenhänge mit Forum und Musikraum, wobei die Belichtungssi-
tuation gerade in diesem Bereich kritisch bewertet wird.
Die Anordnung von Schulleitung und Sekretariat am Eingangsbereich
wird positiv bewertet, die Trennung von Lehrerbereich und Lehrerzim-
mer im Obergeschoss als eher suboptimal eingeschätzt.
Lage, Anordnung und Erschließung der Klassen und OGS-Räume sind in
Verbindung mit den Sitzmöglichkeiten in den Fluraufweitungen funk-
tional und schulisch gut nutzbar, eine Clusterbildung lässt sich eher im
Obergeschoss als im Erdgeschoss ablesen.
Mit der Lage der Mensa im Obergeschoss wird, wenn auch aufwendig
zur Anlieferung zu erreichen, die Versorgung der Schüler gelingen, den-
noch erscheint die Lage eines für das sonstige Schulleben so vielschich-
tig nutzbaren Raumes über den Höhenunterschied eines Geschosses
und fernab von Forum und Eingang verbesserungswürdig.
Der 2. Bauabschnitt setzt den Klassentrakt folgerichtig und funkti-
onsgerecht fort. Die zweigeschossige Erweiterung ist auf Grund der
Lage auf dem Grundstück für notwendige baulogistische Bewegungen
jedoch kaum zu erreichen.
Die Sporthalle wird im Zusammenhang mit der Überdachung über ein
kleines Foyer erschlossen, die Raumzuordnungen im Gebäude entspre-
chen den Anforderungen. Die Lage des Kleinspielfeldes zwischen Sport-
halle und Schule wird auf Grund ggf. eintretender Wechselwirkungen
als eher kritisch beurteilt.
Flächen und Raumdaten bewegen sich durchgängig im mittleren Be-
reich.
Für den Standort Albachten treffen die innerschulischen Aspekte eben-
falls zu.
Die Adressbildung der Schule und die Erreichbarkeit des 2. Bauabschnit-
tes für Baufahrzeuge sind besser gelöst.
1009
echtermeyer.fietz.architekten,
Dortmund
Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA
Bernd Echtermeyer,
Dipl.-Ing. Architekt BDA
Frank Paul Fietz
Mitarbeit:
M.Sc. Leutrim Grainca
Fachplanung:
ITAB, Markus Motz, Dortmund
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten21
1009
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten22
1008
Farthofer Architekt, Freilassing
Ulrich Farthofer,
Dipl.-Ing. Architekt
Mitarbeit:
Özgül Coban, B.Sc.
Auszüge abgegebener Pläne
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen Sprakel und Albachten23
1010
ANA – Adam Natkaniec Architekten,
Hamburg
Architekt
Dipl.-Ing. Adam Natkaniec
Fachplanung:
Tragwerks- und Energiekonzept:
Assmann Beraten + Planen AG,
Hamburg
Dipl.-Ing. Henning Klattenhoff
(Tragwerkskonzept),
Dr. Torsten Warner
(Energiekonzept)
Auszüge abgegebener Pläne
Nichtoffener Realisierungswettbewerb der Grundschulen in Sprakel und Albachten24
Verfahren
und Termine
Ausloberin
Vorprüfung /
Dokumentation
Dem Verfahren lag die „Richtlinie für Planungswettbewerbe – RPW
2013" zugrunde. Der Wettbewerb wurde als nichtoffener Wettbewerb
durchgeführt, einstufig und anonym.
Die Übereinstimmung mit der RPW 2013 hat die Architektenkammer
NRW unter der Registrier-Nummer W 19/18 bestätigt.
Ausgabe Auslobungstext 31.08.2018
Schriftliche Rückfragen bis 10.09.2018
Kolloquium 14.09.2018
Abgabe der Arbeiten 29.11.2018
Abgabe des Modells 06.12.2018
Preisgerichtssitzung 15.02.2019
Ausstellungseröffnung 26.02.2019
Stadt Münster
- Amt für Immobilienmanagement -
Albersloher Weg 33
48155 Münster
carl@stadt-muenster.de
www.stadt-muenster.de
Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB
Vennhofallee 97
33689 Bielefeld
info@dhp-sennestadt.de
www.dhp-sennestadt.de
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Albersloher Weg 33
- Uppenkampstiege 17
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0513/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.05.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37