AN/1487/2023
Änderungsantrag zum gemeinsamen Änderungsantrag AN/1470/2023 - Beschleunigung der ÖPNV-Netzentwicklung
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An den Ausschussvorsitzenden Herrn Lino Hammer Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 22.08.2023 AN/1487/2023 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 22.08.2023 Änderungsantrag zum gemeinsamen Änderungsantrag AN/1470/2023 - Beschleunigung der ÖPNV-Netzentwicklung Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Vorsitzender Hammer, Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln bittet darum, folgenden Änderungsantrag zum gemeinsamen Änderungsantrag AN/1470/2023 (Gemeinsamer Änderungsantrag zu „Beschleunigung der ÖPNV -Netzentwicklung“) auf die Tagesordnung der Sitzung des Verkehrsausschusses am 22.08.2023 zu setzen. Beschluss: Der Beschlusstext wird wie folgt angepasst (Hinzufügungen in fett, Streichungen durchgestrichen): Der Verkehrsausschuss dankt für die Mitteilung „ÖPNV-Netzentwicklung – Sachstand 2022“ (0957/2022) und nimmt sie zur Kenntnis. Für das weitere Vorgehen beschließt er folgende Maßgaben: 1. Es wird sich an folgendem Grundsatz orientiert: Um das vom Rat 2021 beschlossene Ziel der Klimaneutralität 2035 zu erreichen und „ den Anteil öffentlicher Verkehrsmittel am Modal Spli t des Personenverkehrs in Köln zu erhöhen, werden die Maßnahmen aus der ÖPNV -Roadmap beschleunigt realisiert, so dass die Umsetzung bis zum Jahr 2035 abgeschlossen ist. Um die ambitionierten Klimaschutzziele für Köln auch im Verkehrsbereich zu erreichen, w erden die Ziele der ÖPNV -Roadmap zudem ausgeweitet. Dies betrifft sowohl eine Erweiterung des in der Roadmap vorgesehenen Ausbaus des Liniennetzes als auch der Taktverdichtung.“ (Zitat Köln Klimaneutral 2035 (Bd.2) – Aktivitätenportfolio der Stadt Köln, S. 158) 2. Die Maßnahmen zur linksrheinischen Gürtelverlängerung der Linie 13 (hier E1), zur Rheinquerung der Linie 17 zwischen Godorf und Langel (hier F1), zum Stadtbahnvorhaben Köln – Verlängerung der Linie 4 von Bocklemünd nach Widdersdorf und weiter in die Region nach Niederaußem (hier J), zum Stadtbahnanschluss Neubrück (hier K) und zum Neubau der Haltestellen Boltensternstraße/Gürtel- und Niehler Straße/Gürtel (hier D3) sind durch geeignete Schritte dahingehend zu beschleunigen, dass sie 2030 in Betrieb gehen. 3. Der Neubau einer Verknüpfungshaltestelle der Linie 18 am Bf. Köln-Süd (hier C) und die Anbindung der Stadtbahnanschlüsse Mülheim-Süd und Stammhein/Flittard (hier H) ist im Sinne der Umsetzung des Ratsbeschlusses „Umgestaltung Barbarossaplatz – Machbarkeitsstudie“ vom 06.02.2020 (AN/0042/2020) zu planen. 4. Die geplanten Netzerweiterungen nach Hürth -Mitte inkl. der dafür notwendigen Unterquerung des Militärrings, die im Rahmen der Ausgleichmaßnahmen für das Rheinische Revier angemeldete Verlängerung der Linie 7 von Frechen -Benzelrath nach Kerpen und die beschlossene Machbarkeitsstudie für die Haltestelle Rheinauhafen auf der Severinsbrücke sind in die Sachstandsberichterstattung aufzunehmen. Es wird außerdem geprüft, ob zur besseren Anbindung des Deutzer Hafens und zum Umstieg auf die Linie 7 auf der Severinsbrücke ebenfalls eine neue Haltestelle in Höhe der Siegburger Straße vorgesehen werden kann. 5. Die langfristig wünschenswerten Netzerweiterungen nach Pesch, der Linie 16 von Niehl, Sebastianstraße bis Niehl -Nord, die Verlängerung der Linie 12 in die Rheindörfer und der Linie 1 nach Moitzfeld, die Fortsetzung der Strecke über die Frankfurter Straße bis nach Porz, die Verlängerung einer Stadtbahnlinie nach Odenthal und Leverkusen, die Fortführung der Nord-Süd-Stadtbahn über Mechernich bis zu einem Haltepunkt des SPNV und die Schaffung einer weiteren Tangentiallinie über Universitätsstraße oder Stadtwaldbahn sind in einer neuen Kategorie (z.B. 2040+) in die Sachstandsberichterstattung aufzunehmen. 6. Die jetzt erforderliche Ausweitung der Roadmap umfasst die Netzerweiterungen nach Pesch, Esch/Auweiler der Linie 16 von Niehl, Sebastianstraße bis Niehl-Nord, die Verlängerung der Linie 12 in die Rheindörfer, der Linie 1 nach Moitzfeld, die Fortsetzung der Strecke vom Mülheimer Bahnhof über die Frankfurter Straße bis nach Porz mit Bus-Vorlaufbetrieb, die Schaffung von weiteren Tangentiallinien über Deutzer Bahnhof – Zoobrücke - Innere Kanalstraße-Universitätsstraße-Deutzer Hafenbahn und „Stadtwaldbahn“/“Klüttenbahn“, inklusive Bus-Vorlaufbetrieb. Alle diese Erweiterungen sind mit einem Realisierungstermin spätestens 2035 zu planen. „Hierzu werden die Personalkapazitäten für Planung und Umsetzung erhöht und Planungsabläufe beschleunigt“ (Siehe: Köln Klimaneutral a.a.O.). 7. Die ÖPNV -Roadmap soll auch die Qualität enthalten, Trassen für künftige weitere Netzerweiterungen aufzuzeigen und diese Trassen freizuhalten. Es sollen auch Trassen verzeichnet werden, die aus den Kölner Perspekti ven 2030+ und dem Agglomerationsprogramm des Vereins Region Köln/Bonn e.V. stammen. Diese Trassen sind in eine neue Kategorie in die Sachberichtserstattung aufzunehmen (z.B. 2040+). Freizuhalten sind folgende Trassen: die Verlängerung einer Stadtbahnlinie nach Odenthal und Leverkusen - Schlebusch, Eine Trasse zum Abzweig von der Siegburger Straße zur Deutzer Hafenbahn in Höhe der Straße Am Schnellert, Eine Trasse für einen künftigen äußeren ÖPNV -Ring außerhalb des Autobahnrings, wie er im Agglomerationsprogramm des Vereins Region Köln/Bonn e.V. empfohlen wurde. 8. Die neuen Linien im Stadtbahnnetz – d.h. die geplante Verbindung auf der Frankfurter Straße von Mülheim über Ostheim nach Porz, die Tangentiallinie „Stadtwaldbahn“/“Klüttenbahn“ und die Stadtbahn Flittard-Stammheim-Mülheim-Süd-Deutz sollen im Niederflur-Netz errichtet werden. Die geplante Stadtbahn Flittard -Stammheim-Mülheim-Süd-Deutz soll in Niederflur - Bauweise errichtet werden, damit eine rein rechtsrheinische Nord -Süd-Strecke entstehen kann. 9. Bei anstehenden Ertüchtigungen und Sanierungen bestehender Rheinbrücken sind Stadtbahngleise oder zumindest separate Busspuren sowie entsprechende Umsteigehaltestellen einzuplanen. 10. Die Planung eines Tunnels auf der Ost -West-Achse wird sofort beendet. Die dadurch verfügbar werdenden Mitarbeiter werden ab sofort für die Planung der oben genannten Erweiterungen des KVB -Schienennetzes eingesetzt. Alle weiteren Tunnelplanungen (z.B. Barba rossaplatz, Klettenberg, Mülheim) sind nicht mehr weiterzuverfolgen. 11. Die Pläne sind den Nachbargebietskörperschaften vorzulegen und Ergebnisse der Gespräche im Unterausschuss Regionale Zusammenarbeit und im Verkehrsausschuss in geeigneter Form vorzulegen. 12. Die Verwaltung stellt die Personal - und Finanzmehrbedarfe transparent da und berichtet dem Verkehrsausschuss. Begründung für die Änderungen: Der vorliegende Antrag bzw. Änderungsantrag ist in seiner Tendenz zu unterstützen. Eine weitere Aufweichung der „Roadmap“ darf nicht passieren. Dennoch greifen genannte Anträge zu kurz. Weitere Punkte sind in diesem Änderungsantrag benannt und hinzugefügt. Sollen die Pariser Klimaziele tatsächlich eingehalten werden, so muss der Ausbau des KVB- Schienennetzes unbedingt beschleunigt werden – dies auch in den Außenbezirken: „Über 300.000 Berufstätige pendeln regelmäßig aus dem Umland zu ihrer Arbeitsstätte in Köln, zum Teil mit sehr w eiten Entfernungen. Der mit Abstand größte Teil ist dabei noch auf eine PKW-Nutzung angew iesen. Ein gezielter Ausbau von ÖPNV-Angeboten einschließlich einer Park & Ride Infrastruktur inklusive Ladeinfrastruktur w äre ein w ichtige r Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Gleichzeitig ließe sich damit auch der Flächenverbrauch für das Vorhalten von Parkplätzen in der Stadt reduzieren“, so der DGB KölnBonn. Besonders problematisch für die Erreichung der Klimaziele ist die geplante Untertunnelung der Ost-West-Achse. Seit 2018 werden hierfür planerische Ressourcen aufgewendet, die an anderer Stelle dringend benötigt werden. Bereits der Nord -Süd-Tunnel, dessen Fertigstellung weiterhin nicht abzusehen ist, hatte immense Kapazitäten in Stadtverwaltung und KVB absorbiert. Dies hatte zur Folge, dass der Ausbau von KVB -Schienen in den Außenbezirken faktisch zum Erliegen kam. Zudem wurde es versäumt, die für einen massiven Ausbau des KVB -Schienennetzes erforderlichen planerischen Kapazitäten aufzubauen. Dies muss so schnell als möglich nachgeholt werden. Hinzuweisen ist zudem auf den Beschluss, welcher in der gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses und Verkehrsausschusses am 19.01.2023 gefasst wurde (TOP 1.1, II Beschluss, Pun kt 7), und welcher einen direkten Stadtbahnanschluss zum Deutzer Bahnhof vorsieht. Mit freundlichen Grüßen Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1487/2023
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 22.08.2023
- Erstellt
- 22.08.2023 09:54