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2014/0413

Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - (Offenlagebeschluss)

Magistratsvorlage 25.11.2014

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2014/0413

7860 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
15.01.2015 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III Grünflächenamt an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0413 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:  511020 
Kostenstelle:  061-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5110-21 Sachkonto:        
 
Betreff: Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - (Offenlagebeschluss) 
 
Vorlage vom: 25.11.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
1.  Zu den allgemeinen Zielen und Zwecken des Bebauungsplans O 27 gingen im Rahmen der 
frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß 
§ 4 (1) BauGB die in Anlage 1 zusammengefassten Stellungnahmen ein. Die 
Stellungnahmen und deren Prüfung (Anlage 1)  werden zur Kenntnis genommen. Sie stellen 
eine vorläufige Abwägungstabelle dar. Die endgültige Abwägung erfolgt im Rahmen des 
Satzungsbeschlusses. 
2.  Im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1)  BauGB gingen zu 
den allgemeinen Zielen und Zwecken des Bebauungsplans O 27 die in Anlage 2 
zusammengefassten Stellungnahmen ein. Die Stellungnahmen und deren Prüfung (Anlage 2, 
datenschutzrelevante Anlage) werden zur Kenntnis genommen. Sie stellen eine vorläufige 
Abwägungstabelle dar. Die endgültige Abwägung erfolgt im Rahmen des 
Satzungsbeschlusses.

- 2 - 
3.  Dem vorliegenden Entwurf zum Bebauungsplan O 27  – Mathildenhöhe Süd – (wird zu den 
Sitzungen aufgehängt/ausgelegt) , mit der dazugehörigen Begründung ( Anlage 3 ) wird 
zugestimmt. 
4.  Der Entwurf und die Begründung zum Bebauungsplan O 27  – Mathildenhöhe Süd –, für das 
Gebiet zwischen Nikolaiweg, Bauhausweg, Olbrichweg, Fiedlerweg, Erbacher Straße und 
Stiftstraße in der Gemarkung Darmstadt, Flur 2, sind gemäß § 3 (2) BauGB öffentlich 
auszulegen. Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sind gemäß § 4 (2) 
BauGB parallel zu beteiligen. 
 
 
Anlagen: Anlage 1: Prüfung der Stellungnahmen der Behörden und sonstigen TÖB im 
Rahmen der frühzeitigen Beteiligung 
Anlage 2: Prüfung der Stellungnahmen der Öffentlichkeit im Rahmen der 
frühzeitigen Beteiligung (datenschutzrelevante Anlage) 
Anlage 3: Begründung mit Umweltbericht zum Bebauungsplanentwurf O 27 
Entwurf zum Bebauungsplan O 27 Planteil 1/2 (wird zu den Sitzungen 
aufgehängt/ausgelegt) 
Entwurf zum Bebauungsplan O 27 Planteil 2/2 (wird zu den Sitzungen 
aufgehängt/ausgelegt) 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage 2014/0413 vom 25.11.2014 
 
 
Mit der Gesamtanlage "Mathildenhöhe" verfügt die Wissenschaftsstadt Darmstadt über ein 
baukulturelles Erbe, das in seiner städtebaulichen und architektonischen Qualität einzigartig 
ist. Die Mathildenhöhe hat Darmstadt weit über die Landesgrenzen bekannt gemacht und 
prägt die Außenwirkung Darmstadts in hohem Maße. 
 
Im Rahmen der besonderen Bedeutung der Mathildenhöhe ist ein Antrag zur Aufnahme in die 
Liste der UNESCO-Welterbe Stätten gestellt worden. Um der gestalterischen Verantwortung 
gerecht zu werden, die aus der Bedeutung des Gesamtensembles resultiert, wurde am 
30.06.2009 der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan O 27 von der 
Stadtverordnetenversammlung gefasst, der am 06.07.2009 im Darmstädter Echo öffentlich 
bekannt gemacht wurde. Mit dem Bebauungsplan sollen die städtebaulichen Strukturen und 
die bedeutende architektonische Gestaltung dauerhaft geschützt und erhalten werden und 
Fehlentwicklungen verhindert werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst den 
Südhang der Mathildenhöhe, mit den Gebäuden der Künstlerkolonie von 1901. 
 
Ziel des Bebauungsplans ist die Erhaltung der städtebaulichen Strukturprinzipien (Zonierung 
der Grundstücke, Bauweise, Bebauungsdichte, Kubatur, Grünflächen, etc.), Wahrung des 
Gebietscharakters und der sehr hohen Wohnqualität. Zusätzliche Baumöglichkeiten sollen in 
Abhängigkeit vom Denkmalwert festgelegt werden und sind im Wesentlichen auf 
Erweiterungen begrenzt, die mit den städtebaulichen Strukturprinzipien vereinbar sind. 
 
Zur Sicherung der Planungsziele stimmte die Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2011 
einer Veränderungssperre für das Gebiet des Bebauungsplans O 27 - Mathildenhöhe Süd – 
zu, die zwischenzeitlich bis zum 22.12.2015 verlängert wurde. 
 
Der Magistrat hat am 20.03.2013 die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) 
BauGB beschlossen. Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen 
Ziele und Zwecke der Planung wurde nach der Bekanntmachung im Darmstädter Echo vom 
19.04.2013 im Zeitraum vom 22.04.2013 bis zum 22.05.2013 durchgeführt. Zusätzlich zur 
frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB erfolgte am 18.04.2013 
eine Bürgerveranstaltung.  
 
Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurden am 17.04.2013 gemäß 
§ 4 (1) BauGB von der Aufstellung des Bebauungsplans und den allgemeinen Zielen und 
Zwecken der Planung unterrichtet. Zeitgleich wurden die Nachbargemeinden nach § 2 (2) 
BauGB beteiligt. 
 
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 25.04.2013 beschlossen, den 
Aufstellungsbeschluss vom 30.06.2009 zu ändern. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans 
O 27 wurde durch Einbeziehen der städtischen Grünflächen nördlich des Alexandraweges 
zwischen Ernst-Ludwig-Haus und dem Anwesen Nicolaiweg 9 erweitert. Dadurch werden die 
räumlichen Zusammenhänge der Grünanlagen südlich der russischen Kapelle vollständig in 
die Bauleitplanung integriert. Die Änderung des Aufstellungsbeschlusses wurde am 
06.05.2013 im Darmstädter Echo bekannt gemacht.

- 4 - 
 
Zu 1: 
 
In Anlage 1  wurden die im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden und 
sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (1) BauGB eingegangenen Stellungnahmen 
zum Vorentwurf des Bebauungsplans O 27 - Mathildenhöhe Süd -  zusammengefasst und 
entsprechend geprüft.  
 
Zu 2: 
 
Im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB zum 
Vorentwurf des Bebauungsplans O 27 - Mathildenhöhe Süd - gingen die in Anlage 2  
zusammengefassten und entsprechend geprüften Stellungnahmen ein.  
Es handelt sich bei Anlage 1 und 2 um vorläufige Abwägungstabellen, die in diesem 
Verfahrensschritt lediglich zur Kenntnisnahme vorgelegt werden, da sie nach der Offenlage 
fortgeschrieben werden. Erst zum Satzungsbeschluss wird über die Prüfung der 
eingegangenen Stellungnahmen zur frühzeitigen Beteiligung und zur Offenlage entschieden. 
 
Zu 3. und 4.: 
 
Der Entwurf zum Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - und die Begründung mit 
Umweltbericht hierzu (Anlage 3)  wurden erarbeitet. 
Der Entwurf und die Begründung mit Umweltbericht zum Bebauungsplan O 27 - 
Mathildenhöhe Süd - für das Gebiet zwischen Nikolaiweg, Bauhausweg, Olbrichweg, 
Fiedlerweg, Erbacher Straße und Stiftstraße in der Gemarkung Darmstadt, Flur 2, sind gemäß 
§ 3 (2) BauGB öffentlich auszulegen. Diese Auslegung erfolgt nach vorheriger öffentlicher 
Bekanntmachung. 
Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden gemäß § 4 (2) BauGB 
parallel beteiligt. 
 
Die Dezernentin III: 
 
 
 
 
Cornelia Zuschke 
Stadträtin 
 
 
Darmstadt, den  25.11.2014 
III/61.1 cb Nst. 2606 
III/61.2 ha Nst. 2112 
 
 
Vorab werden übersandt: 
 
• 9 Exemplare des Entwurfs zum Bebauungsplans O 27  – Mathildenhöhe Süd – für die 
Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung 
• Akten z. Hd. des Berichterstatters

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
15.01.2015 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III Grünflächenamt an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
I 41 
III 61 67 
 
Stvv 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0413 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
15 
 
Produkt-Nr.:  511020 
Kostenstelle:  061-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5110-21 Sachkonto:        
 
Betreff: Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - (Offenlagebeschluss) 
 
Vorlage vom: 25.11.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
1.  Zu den allgemeinen Zielen und Zwecken des Bebauungsplans O 27 gingen im Rahmen der 
frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß 
§ 4 (1) BauGB die in Anlage 1 zusammengefassten Stellungnahmen ein. Die 
Stellungnahmen und deren Prüfung (Anlage 1)  werden zur Kenntnis genommen. Sie stellen 
eine vorläufige Abwägungstabelle dar. Die endgültige Abwägung erfolgt im Rahmen des 
Satzungsbeschlusses. 
2.  Im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1)  BauGB gingen zu 
den allgemeinen Zielen und Zwecken des Bebauungsplans O 27 die in Anlage 2 
zusammengefassten Stellungnahmen ein. Die Stellungnahmen und deren Prüfung (Anlage 2, 
datenschutzrelevante Anlage) werden zur Kenntnis genommen. Sie stellen eine vorläufige 
Abwägungstabelle dar. Die endgültige Abwägung erfolgt im Rahmen des 
Satzungsbeschlusses.

- 3 - 
 
3.  Dem vorliegenden Entwurf zum Bebauungsplan O 27  – Mathildenhöhe Süd – (wird zu den 
Sitzungen aufgehängt/ausgelegt) , mit der dazugehörigen Begründung ( Anlage 3 ) wird 
zugestimmt. 
4.  Der Entwurf und die Begründung zum Bebauungsplan O 27  – Mathildenhöhe Süd –, für das 
Gebiet zwischen Nikolaiweg, Bauhausweg, Olbrichweg, Fiedlerweg, Erbacher Straße und 
Stiftstraße in der Gemarkung Darmstadt, Flur 2, sind gemäß § 3 (2) BauGB öffentlich 
auszulegen. Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sind gemäß § 4 (2) 
BauGB parallel zu beteiligen. 
 
 
Anlagen: Anlage 1: Prüfung der Stellungnahmen der Behörden und sonstigen TÖB im 
Rahmen der frühzeitigen Beteiligung 
Anlage 2: Prüfung der Stellungnahmen der Öffentlichkeit im Rahmen der 
frühzeitigen Beteiligung (datenschutzrelevante Anlage) 
Anlage 3: Begründung mit Umweltbericht zum Bebauungsplanentwurf O 27 
Entwurf zum Bebauungsplan O 27 Planteil 1/2 (wird zu den Sitzungen 
aufgehängt/ausgelegt) 
Entwurf zum Bebauungsplan O 27 Planteil 2/2 (wird zu den Sitzungen 
aufgehängt/ausgelegt) 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 21.01.2015 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage 2014/0413 vom 25.11.2014 
 
 
Mit der Gesamtanlage "Mathildenhöhe" verfügt die Wissenschaftsstadt Darmstadt über ein 
baukulturelles Erbe, das in seiner städtebaulichen und architektonischen Qualität einzigartig 
ist. Die Mathildenhöhe hat Darmstadt weit über die Landesgrenzen bekannt gemacht und 
prägt die Außenwirkung Darmstadts in hohem Maße. 
 
Im Rahmen der besonderen Bedeutung der Mathildenhöhe ist ein Antrag zur Aufnahme in die 
Liste der UNESCO-Welterbe Stätten gestellt worden. Um der gestalterischen Verantwortung 
gerecht zu werden, die aus der Bedeutung des Gesamtensembles resultiert, wurde am 
30.06.2009 der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan O 27 von der 
Stadtverordnetenversammlung gefasst, der am 06.07.2009 im Darmstädter Echo öffentlich 
bekannt gemacht wurde. Mit dem Bebauungsplan sollen die städtebaulichen Strukturen und 
die bedeutende architektonische Gestaltung dauerhaft geschützt und erhalten werden und 
Fehlentwicklungen verhindert werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst den 
Südhang der Mathildenhöhe, mit den Gebäuden der Künstlerkolonie von 1901. 
 
Ziel des Bebauungsplans ist die Erhaltung der städtebaulichen Strukturprinzipien (Zonierung 
der Grundstücke, Bauweise, Bebauungsdichte, Kubatur, Grünflächen, etc.), Wahrung des 
Gebietscharakters und der sehr hohen Wohnqualität. Zusätzliche Baumöglichkeiten sollen in 
Abhängigkeit vom Denkmalwert festgelegt werden und sind im Wesentlichen auf 
Erweiterungen begrenzt, die mit den städtebaulichen Strukturprinzipien vereinbar sind. 
 
Zur Sicherung der Planungsziele stimmte die Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2011 
einer Veränderungssperre für das Gebiet des Bebauungsplans O 27 - Mathildenhöhe Süd – 
zu, die zwischenzeitlich bis zum 22.12.2015 verlängert wurde. 
 
Der Magistrat hat am 20.03.2013 die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) 
BauGB beschlossen. Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen 
Ziele und Zwecke der Planung wurde nach der Bekanntmachung im Darmstädter Echo vom 
19.04.2013 im Zeitraum vom 22.04.2013 bis zum 22.05.2013 durchgeführt. Zusätzlich zur 
frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB erfolgte am 18.04.2013 
eine Bürgerveranstaltung.  
 
Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurden am 17.04.2013 gemäß 
§ 4 (1) BauGB von der Aufstellung des Bebauungsplans und den allgemeinen Zielen und 
Zwecken der Planung unterrichtet. Zeitgleich wurden die Nachbargemeinden nach § 2 (2) 
BauGB beteiligt. 
 
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 25.04.2013 beschlossen, den 
Aufstellungsbeschluss vom 30.06.2009 zu ändern. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans 
O 27 wurde durch Einbeziehen der städtischen Grünflächen nördlich des Alexandraweges 
zwischen Ernst-Ludwig-Haus und dem Anwesen Nicolaiweg 9 erweitert. Dadurch werden die 
räumlichen Zusammenhänge der Grünanlagen südlich der russischen Kapelle vollständig in 
die Bauleitplanung integriert. Die Änderung des Aufstellungsbeschlusses wurde am 
06.05.2013 im Darmstädter Echo bekannt gemacht.

- 5 - 
 
Zu 1: 
 
In Anlage 1  wurden die im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden und 
sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (1) BauGB eingegangenen Stellungnahmen 
zum Vorentwurf des Bebauungsplans O 27 - Mathildenhöhe Süd -  zusammengefasst und 
entsprechend geprüft.  
 
Zu 2: 
 
Im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) BauGB zum 
Vorentwurf des Bebauungsplans O 27 - Mathildenhöhe Süd - gingen die in Anlage 2  
zusammengefassten und entsprechend geprüften Stellungnahmen ein.  
Es handelt sich bei Anlage 1 und 2 um vorläufige Abwägungstabellen, die in diesem 
Verfahrensschritt lediglich zur Kenntnisnahme vorgelegt werden, da sie nach der Offenlage 
fortgeschrieben werden. Erst zum Satzungsbeschluss wird über die Prüfung der 
eingegangenen Stellungnahmen zur frühzeitigen Beteiligung und zur Offenlage entschieden. 
 
Zu 3. und 4.: 
 
Der Entwurf zum Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - und die Begründung mit 
Umweltbericht hierzu (Anlage 3)  wurden erarbeitet. 
Der Entwurf und die Begründung mit Umweltbericht zum Bebauungsplan O 27 - 
Mathildenhöhe Süd - für das Gebiet zwischen Nikolaiweg, Bauhausweg, Olbrichweg, 
Fiedlerweg, Erbacher Straße und Stiftstraße in der Gemarkung Darmstadt, Flur 2, sind gemäß 
§ 3 (2) BauGB öffentlich auszulegen. Diese Auslegung erfolgt nach vorheriger öffentlicher 
Bekanntmachung. 
Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden gemäß § 4 (2) BauGB 
parallel beteiligt. 
 
Die Dezernentin III: 
 
 
 
 
Cornelia Zuschke 
Stadträtin 
 
 
Darmstadt, den  25.11.2014 
III/61.1 cb Nst. 2606 
III/61.2 ha Nst. 2112 
 
 
Vorab werden übersandt: 
 
• 9 Exemplare des Entwurfs zum Bebauungsplans O 27  – Mathildenhöhe Süd – für die 
Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung 
• Akten z. Hd. des Berichterstatters

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3.1

3.1.1

3.2

3.2.1

3.3

3.3.1

3.4

3.5

3.5.1

3.3.2

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4.1

5.1

5.2

5.3

5.3.1

5.3.2

6.1

6.1.1

62

6.3

7.1

72

73

9.1

9.2

10.

10.1

10.2

10.3

Festsetzungen nach dem Baugesetzbuch (BauGB)
Aufgrund des $ 9 BauGB i.d.F. vom 23.09.2004 (BGBl. | S. 2414) in Ver-
bindung mit der Baunutzungsverordnung (BauNVO) i.d.F. vom 23.01.1990

(BGBl. IS. 132) und der Planzeichenverordnung (Planz\V) vom 18.12.1990
(BGBl. 1991 | S. 58) werden festgesetzt:

Grenzen des Geltungsbereichs

Art der baulichen Nutzung
(8 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB. V. m. $ 1 Abs. 4 und Abs. 5 BauNVO)

Für das gesamte Plangebiet:

Allgemeines Wohngebiet (8 4 BauNVO) WA
Die Ausnahmen nach 8 4 Abs. 3 Nr. 2., 4. und 5. BauNVO sind nicht zuläs-
sig.
Maß der baulichen Nutzung
(8 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i. V. m. 8$ 16 BauNVO)
Zahl der Vollgeschosse
z.B. |

Zahl der Vollgeschosse als Höchstgrenze (8 17 Abs. 4 BauNVO):
Spitzbodenausbau

Werden Aufenthaltsräume im Dachraum eingebaut, so müssen die Räume
unmittelbar über dem Geschoss angeordnet werden, welches unterhalb des
Dachraumes liegt.

Größe der Grundfläche GR (8 19 BauNVO)

max. Größe in m? der Grundfläche pro Wohngebäude z.B. GR = 200 m?
Staffelgeschosse müssen von allen Fassadenseiten um mindestens 1,2 m
zurückspringen

Höhen baulicher Anlagen ($ 18 BauNVO)

Die max. Geschosshöhe von Oberkante Rohdecke (OKRD) bis zur Oberkan-
te Rohdecke des nächsten, oberen Geschosses oder des Daches darf 3,2 m
nicht überschreiten.

Im obersten zulässigen Vollgeschoss sowie bei Staffelgeschossen darf bei
Gebäuden mit Flachdach eine max. Außenwandhöhe von 3,5 m gemessen
von der Oberkante Rohdecke (OKRD) nicht überschritten werden.

Kellergeschosse dürfen im Mittel max. 1,0 m über dem Niveau des angren-
zenden natürlichen Geländes liegen.

Bauweise, Stellung der baulichen Anlagen
(8 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB)

Offene Bauweise [6]

In der offenen Bauweise o sind die Gebäude mit seitlichem Grenzabstand
als Einzelgebäude zu errichten.

Überbaubare Grundstücksflächen
(8 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB i.V.m. $ 23 BauNVO)

Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Baulinien und
Baugrenzen festgesetzt.

Baulinien

Baugrenzen

zu mu GO zu zu Gm mm
Untergeordnete Bauteile

Untergeordnete Bauteile gemäß $ 6 (3) HBO sind nur unterhalb der beste-
henden Trauflinie eines bestehenden Gebäudes zulässig.

Bei den mit Kategorie B + C festgesetzten Gebäuden (s. Abb. Gebäudebe-
stand Klassifizierung und Il. Ziff. 1) sind untergeordnete Bauteile gemäß 8 6
(3) HBO nur als eingeschossiger Anbau zulässig.

Flächen für Nebenanlagen, Stellplätze und Tiefgaragen

(8 9 Abs. 1 Nr. 2, Nr. 4 und 22 BauGB )

Stellplätze und Garagen im Sinne des $ 12 BauNVO, ausgenommen not- \ ST IGA'
wendige Zufahrten und Zuwege, sind nur innerhalb der als überbaubar aus-
gewiesenen Grundstücksflächen sowie auf den dafür festgesetzten Flächen
zulässig.

Zusammenhängende Garagenfronten über 5,0 m Breite pro Grundstück sind
nicht zulässig.

Einrichtungen und Anlagen für die Kleintierhaltung sind innerhalb des Gel-
tungsbereiches gemäß $ 14 (1) BauNVO nicht zulässig.

Außerdem sind auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen Nebenanla-

gen i.S.d. $ 14 (1) BauNVO eingeschränkt zulässig als:

- Anlage zur Gartenbewirtschaftung, (z.B. Geräteschuppen, Gewächshäuser),

- Anlage zur Garten- und Freiflächengestaltung, (z.B. Lauben, Pavillons,
Pergolen),

- Standplätze für Abfallbehälter.

Die Summe aller Nebenanlagen i.S.d. $ 14 (1) BauNVO ist pro Grundstück
auf 10 m? Grundfläche sowie 38 m? umbauten Raum begrenzt.

Verkehrsflächen
(8 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB)

Öffentliche Straßenverkehrsfläche

Verkehrsfläche mit besonderer Zweckbestimmung

ei

- Verkehrsberuhigter Bereich

- Öffentlicher Fußweg

S
E

||

- Parkplatz

Zufahrten

> L

Höchstzulässige Zahl der Wohnungen
(8 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB)

Die Anzahl der Wohneinheiten ist abhängig von der Geschossfläche des
jeweiligen Wohngebäudes. Je angefangene 100 m? Geschossfläche ist eine
Wohneinheit zulässig.

Grünflächen
(8 9Abs. 1 Nr. 15 BauGB)

Öffentliche Grünflächen

Die in der Planzeichnung festgesetzten öffentlichen Grünflächen sind voll-
flächig als Park- und Grünanlagen sowie Kinderspielplätze zu erhalten. Die
Befestigung von Flächen außerhalb der Wege- und Spielbereiche ist unzu-
lässig. Befestigte Flächen sind ausschließlich teilversiegelt oder mit seitlicher
Flächenversickerung anzulegen.

Private Grünflächen

„Rosengarten“: terrassierte Gartenanlage; Stützmauern, Treppen und Was-
serbecken sind zu erhalten. Einstige grüne Mitte als „Forum“ zwischen den
Wohngebäuden Alexandraweg 25/27 und 26/28 am Fuße des Ernst-Ludwig-
Hauses (sogenannte Gartenachse). Die Neupflanzung von Bäumen und
hochwachsenden Sträuchern ist nicht zulässig.

Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen

- Immissionsschutz - Lärm (8 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB)

Objektbezogene (passive) Schallschutzmaßnahmen

Die nachfolgend aufgeführten objektbezogenen (passiven) Maßnahmen
„Lärmpegelbereiche“ und „schalldämmende Lüftungseinrichtungen“ zum
Schutz vor Straßenverkehrslärmeinwirkungen gelten für den aus schalltech-
nischer Sicht ungünstigsten Lastfall (freie Schallausbreitung, Immissionshö-
he 4 m über Gelände).

Schalldämmende Lüftungseinrichtungen

Bei der Änderung oder der Errichtung von Schlaf- und Kinderzimmern östlich
der im Plan gekennzeichneten 60-dB(A)-Nacht-Isophone sind schalldäm-
mende Lüftungseinrichtungen vorzusehen. Auf dezentrale schallgedämmte
Lüftungsgeräte kann verzichtet werden, wenn die Gebäude mit einer zentra-
len Lüftungsanlage ausgestattet sind und hierdurch ein ausreichender und
schallgedämmter Luftaustausch gewährleistet ist.

Von dieser Festsetzung kann gemäß $ 31 Abs. 1 BauGB ausnahmsweise
abgewichen werden, wenn im Baugenehmigungsverfahren der Nachweis
erbracht wird, dass im Einzelfall nachts geringere Außenlärmpegel als 50
dB(A) an den zur Belüftung von Schlaf- und Kinderzimmern erforderlichen
Fenstern anliegen (z. B. unter Berücksichtigung der Abschirmung durch Ge-
bäude).

Hinweis Lärmpegelbereiche

Bei der Änderung oder der Errichtung von Gebäuden mit schutzbedürftigen
Aufenthaltsräumen sind die Außenbauteile entsprechend den Anforderungen

11.

12.

12.1

12.1.1

12.2

12.2.1

12.2.2

12.3

12.4

12.4.1

12.5

12.5.1

2.2

2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau - Anforderungen und Nachweise“
vom November 1989 auszubilden. Grundlage hierzu sind die Lärmpegelbe-
reiche gemäß Tab. 8 der DIN 4109. (s. Hinweis V. 9)

Maßgeblicher
Außenlärmpegel /[dB(A)]

> 60 bis 65

Lärmpegelbereich
(LPB)

> 65 bis 70

Die erforderlichen Schalldämm-Maße der Außenbauteile sind in Abhängigkeit
von der Raumnutzungsart und Raumgröße im Baugenehmigungsverfahren
gemäß DIN 4109 nachzuweisen.

Von den Lärmpegelbereichen kann ausnahmsweise abgewichen werden,
wenn im Baugenehmigungsverfahren der Nachweis erbracht wird, dass im
Einzelfall geringere Lärmpegelbereiche an den Fassaden anliegen (z. B. un-
ter Berücksichtigung der Abschirmung durch Gebäude). Die Anforderungen
an die Schalldämmung der Außenbauteile können dann entsprechend den
Vorgaben der DIN 4109 reduziert werden.

Die Lärmpegelbereiche sowie die Beurteilungspegel „Verkehr nachts“ kön-
nen fassadenweise der Abb.2 und Abb. 3 im Anhang der schalltechnischen
Untersuchung zum Bebauungsplan entnommen werden (Bericht Nr. 14-
2528, Dr. Gruschka Ingenieurgesellschaft mbH, 64297 Darmstadt). (s. Hin-
weis V. 9)

Flächen oder Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung
von Boden, Natur und Landschaft

(8 9 Abs.1 Nr. 20 BauGB)

Oberflächenbefestigung

Befestigte, nicht überdachte Flächen der Baugrundstücke sind, soweit
wasserrechtliche Belange nicht entgegenstehen, als teilversiegelte Flächen
anzulegen (Rasenpflaster, Rasengittersteine, Schotterrasen, Kies- und Plat-
tenwege). Bei Flächen, die nicht teilversiegelt sind, ist das anfallende Nieder-
schlagswasser in angrenzende Grundstücksfreiflächen zu versickern.

Terrassenflächen
Versiegelte Terrassenflächen sind bis zu einer Fläche von 20 m? außerhalb
der Baugrenzen und Baulinien zulässig.

Insektenfreundliche Außenbeleuchtung

Sofern keine historischen Beleuchtungsarten gewählt werden sind zur
Vermeidung von Beeinträchtigungen von nachtaktiven Insektenarten für die
Außenbeleuchtung ausschließlich Natriumdampf-Hochdrucklampen, Natri-
umdampf-Niederdrucklampen oder LED-Leuchtmittel, mit Richtcharakteristik
und unter Verwendung vollständig gekapselter Lampengehäuse zulässig.

Schutz vor Vogelschlag

Zur Vermeidung von Vogelschlag und damit der Tötung von artenschutz-
rechtlich geschützten Tierarten ist in den straßenseitigen Fassadenteilen für
Glasflächen und -fassaden mit einer Größe von mehr als 3 m? ausschließlich
die Verwendung von Vogelschutzglas (Ornilux) zulässig.

Nisthilfen

Zur Förderung von Brutbiotopen für Vogelarten sind bei Neubauten bauseitig
an allen Gebäuden Einbau-Nistkästen für Mauersegler, Schwalbenarten oder
Haussperlinge vorzusehen (Zwei Nistkästen je Gebäude).

Anpflanzen und Erhalten von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be-
pflanzungen
(8 9 Abs. 1 Nr. 25a und b BauGB)

Erhaltung von Bäumen und Baumgruppen

Die in der Planzeichnung als zu erhaltend festgesetzten Einzelbäume und
Baumgruppen sind dauerhaft zu erhalten und bei Beschädigung oder Erkran-
kung durch geeignete Maßnahmen zu behandeln. Ausgefallener Bewuchs

ist durch einheimische und standortgerechte Neupflanzungen entsprechend
Auswahlliste A (siehe Hinweis Nr. 8.1.1) zu ersetzen. Bei Neupflanzungen als
Ersatz für zu erhaltende Einzelbäume ist eine Abweichung von dem zeichne-
risch festgesetzten Standort um bis zu 5 m zulässig.

Anpflanzen von Bäumen und sonstigen Bepflanzungen

Bei Anpflanzungen sind, soweit andere Festsetzungen des Bebauungsplans
dem nicht entgegenstehen, vorwiegend einheimische, standortgerechte
Laubbäume und Sträucher entsprechend der Artenempfehlung zu verwen-
den. (s. Hinweis Nr. 8)

Je angefangene 200 m? nicht überbaubare Grundstücksfläche ist mindestens
ein einheimischer, standortgerechter Laubbaum entsprechend der Artenemp-
fehlung mit mindestens 25 cm Stammumfang zu pflanzen und zu erhalten.
Erhaltene Bäume sind auf diese Festsetzung anrechenbar.

Dachbegrünung

Flachdächer und flach geneigte Dächer mit einer Mindestgröße von 20 m?
sind extensiv als Gras-Staudendach zu begrünen. Die Vegetationsschicht
muss eine Mächtigkeit von mindestens 0,10 m aufweisen. Fenster, Be- und
Entlüftungsöffnungen, Dachterrassen und technische Aufbauten, sind ausge-
nommen.

Baumschutzmaßnahmen

Während der Bauphase sind gefährdete Einzelbäume im Bereich der Bau-
stelle vor Beschädigungen von Stamm und Wurzelraum durch Sicherungs-
maßnahmen entsprechend der DIN 18920 zu schützen. (s. Hinweis V. 9)

Vorgartenzone

Vorgärten sind gärtnerisch anzulegen und dauerhaft zu pflegen und zu
erhalten. Innerhalb der Vorgartenzone sind nur die notwendigen Hauszugän-
ge sowie Zufahrten zu den Stellplätzen und Garagen zulässig. Alle anderen
baulichen Anlagen einschließlich der gem. Ziffer 6.3 zulässigen Nebenan-
lagen sind in der Vorgartenzone nicht zulässig. Die Vorgartenzone definiert
sich durch einen Bereich von 8,0 m gemessen ab der Grundstücksgrenze an
der öffentlichen Verkehrsfläche. Für den Nikolaiweg sowie den Grundstücken
Alexandraweg Nr. 6, 8 und 14 wird dieser Wert aufgrund der besonderen
Gebäudeanordnung auf 10,0 m festgesetzt. Ausgenommen sind die durch
Planeintrag festgesetzten überbaubaren Grundstücksflächen oder Anlagen
für Stellplätze und Garagen. Bei den Grundstücken an der Südseite des
Prinz-Christians-Weges gilt dies nicht für die Grundstücksteile, die an die
Erbacher Straße angrenzen (Stützmauer).

Satzung über die Gestaltung baulicher Anlagen
Aufgrund $ 81 Hessische Bauordnung (HBO) i.d.F. vom 15.01.2011 (GVBl I
S. 46) i.V.m. $ 9 Abs. 4 BauGB wird festgesetzt:

Gebäudetypen Klassifizierung (s. Abb. Gebäudebestand Klassifizierung)

Kategorie A:
Denkmalgeschützte Einzelanlagen (18 Gebäudeobjekte) nach Denkmal-
schutzgesetz (DSchG). Hier sind keinerlei bauliche Veränderungen möglich.

Kategorie B:
Gebäude mit großem bauhistorischem Stellenwert. Keine baulichen Erweite-
rungsflächen möglich.

Kategorie C:
Gebäude mit hoher baulicher Qualität. Bauliche Veränderungen und Erweite-
rungen möglich.

Kategorie D:
Gebäude ohne baugeschichtlichen Bezug zur Mathildenhöhe. Umbauten und
Erweiterungen möglich.

Gestaltung baulicher Anlagen

Dachform

- Satteldach
- Walmdach
- Zeltdach
- Pultdach

Hauptfirstrichtung
Dachgestaltung
Dachform

Bei Baumaßnahmen an bestehenden Dächern ist die für den jeweiligen Ge-
bäudetyp vorhandene Dachform zu erhalten und ggf. wiederherzustellen. Bei
Einzeldenkmälern ist als Ausnahme bei der Rekonstruktion einer ehemals
vorhandenen Dachform eine Abweichung von der festgesetzten Dachform
zulässig.

Innerhalb eines bestehenden Doppelhauses oder einer Reihenhausgruppe
sind die Dachformen mit gleicher Neigung herzustellen.

Als Dachneigung sind bei den nicht als FD festgesetzten Dächern minde-
stens 30° und höchstens 45° zulässig. Als Ausnahme sind bei Baumaßnah-
men an bestehenden Dächern auch davon abweichende Dachneigungen
zulässig, wenn die vorhandene Dachneigung dies vorgibt.

Bei Anbauten an bestehende Gebäude können als Abschluss des ersten
Vollgeschosses auch flacher geneigte Dächer oder Flachdächer zugelassen
werden.

Flach geneigte Dächer
Die mit FD gekennzeichneten Gebäude sind als Flachdach oder flach ge-

SD
WD
ZD
PD

FD

2.2.10

2.3

2.3.1

2.3.2

2.3.3

2.3.4

2.4

2.4.1

2.4.2

2.5

2.5.1

2.5.2

2.6

3.3

3.3.1

3.4

3.4.1

3.4.2.

3.4.3

4.1

1.1

1.2

neigtes Dach mit einer max. Neigung von 5 ° auszubilden. Alle Flachdächer
müssen extensiv begrünt werden. Die Vegetationsschicht muss eine Mäch-
tigkeit von mindestens 8,0 Zentimeter aufweisen. Solaranlagen, Fenster, Be-
und Entlüftungsöffnungen, Dachterrassen und technische Aufbauten sind
von der Begrünung ausgenommen.

Dachaufbauten, Dachgauben

Bei geneigten Dächern darf die gesamte Breite der Dachaufbauten oder
Dachgauben pro Fassadenseite max. 50% der Dachbreite (Traufe) betragen.
Bei der Gebäudegruppe Prinz-Christians-Weg 19 - 21 sind auf der Straßen-
seite keine Dachaufbauten zulässig.

Bei flach geneigten Dächern und Flachdächern darf der Anteil der Dachauf-
bauten 25 % der Dachfläche nicht überschreiten. Die Höhe aller Dachauf-
bauten darf 1,0 m über OK Dachhaut nicht überschreiten. Dachaufbauten
müssen mindestens 2,0 m von der Traufkante zurückspringen.

Die Dachaufbauten sind als Giebel-, Kasten- oder Schleppgauben auszubil-
den und an der Oberseite mit Kupfer- oder Zinkblech einzudecken.

Dacheinschnitte
Dacheinschnitte sind nicht zulässig.

Dacheindeckungen

Bei Dacheindeckungen der Hauptgebäude sind nur rote Farbtöne oder graue
bis schwarze Dacheindeckungen aus Tonziegeln oder Dachsteinen zulässig.
Als Ausnahme sind auch andere Materialien zulässig, wenn bei Reparaturen
oder Instandsetzungen von bestehenden Gebäuden bei Ersatz oder Wieder-
herstellung dies notwendig wird.

Unzulässig sind Dacheindeckungen mit Wellplatten, glasierten Ziegeln oder
Kunststoffplatten.

Gebäudefassaden

Die Bestandsfassaden der Kategorien B und C sind aufgrund ihrer Gestalt-
qualitäten in ihrer charakteristischen Ausformung so zu erhalten bzw. neu
zu gestalten, dass sie sich in der Maßstäblichkeit und der Materialwahl dem
Baustil des Gebäudes und des Straßenbildes anpassen.

Als Fassadenmaterialien sind ausschließlich helle Putzflächen oder Natur-
steine zulässig. Unzulässig sind überwiegende Verkleidungen mit Metall,
Kunststoff, polierten Natursteinen, Keramikplatten oder Metallimitationen.

Verglaste Vorbauten und Wintergärten sind zulässig, die max. Breiten im
Verhältnis zum Gebäude ergeben sich aus der Definition zu den untergeord-
neten Bauteilen gemäß $ 6 (3) HBO.

Außenwanddämmung als Wärmedämmverbundsystem (WVS) sind bei den
Gebäudekategorien A, Bund C nicht zulässig.

Antennen

Parabolantennen und Funkantennen sind nur dann zulässig, wenn sie nicht
von den angrenzenden öffentlichen Verkehrsflächen einsehbar sind.

Bei Mehrfamilienhäusern sind nur Gemeinschaftsantennenanlagen zulässig.
Werbeanlagen und Warenautomaten

Werbeanlagen sind nur an der Stätte der Leistung zulässig. Sie dürfen eine
Fläche von 2,0 m? nicht überschreiten.

Werbeanlagen in Form von Blinklichtern, im Wechsel oder in Stufen ein- und
ausschaltbare Leuchten, als laufende Schriftbänder, als projizierende Licht-
bänder und als spiegelunterlegte Schilder sowie freistehende Werbeanlagen
oder Werbeanlagen auf oder über Dach sind unzulässig.

Solaranlagen

Solaranlagen sind auf den gestalts- und quartiersprägenden Gebäudetypen
A, Bund C nicht zulässig.

Grundstücksfreiflächen
Einfriedungen
Historische Einfriedungen die dem Denkmalschutz unterliegen

Die Mindesthöhe der Einfriedungen beträgt 1,0. m, die Maximalhöhe beträgt
1,6 m, jeweils gemessen von der Gehwegoberkante an der Grundstücks-
grenze.

Bei Einfriedungen mit Stützmauern ist auf der höher gelegenen Seite die
Absturzhöhe von 0,90 m einzuhalten.

Als Einfriedung zulässig sind:

- Zäune (Holz oder Metall) auf Mauersockel mit Mauerpfosten.
Max. Höhe des Sockels 1,0 m,

- Mauern aus Naturstein oder verputzt,

- Hecken (frei wachsend oder geschnitten) aus Laubgehölzen
gemäß Pflanzliste,

- durchsichtige Holz- und Stahlgitterzäune mit vertikalen Staketen in Verbin-
dung mit Bepflanzungen.

Stützmauern

Für Stützmauern zur Befestigung von Geländestufen sind folgende Bauwei-
sen zulässig:

- Natursteinmauerwerk

- Blendmauerwerk mit Natursteinverblendung

Private Grundstücksfreiflächen

Stellpätze / Oberflächen

Befestigte, nicht überdachte Flächen der Baugrundstücke sowie private Stell-
plätze sind wasserdurchlässig auszuführen; als wasserdurchlässige Beläge
gelten u.a. wasserdurchlässige Pflastersysteme, Porenpflaster, Pflasterbelä-
ge mit einem Fugenanteil von mind. 20 % und Einfachbefestigungen wie z.B.
Schotterrasen und wassergebundene \Vegedecken.

Abgrabungen, Aufschüttungen

Außerhalb der als überbaubar ausgewiesenen Grundstücksflächen sind
Abgrabungen zulässig. Diese Geländeabgrabungen, Geländemodellierungen
sind bis maximal 0,5 m, bezogen auf den natürlichen Geländeverlauf zu-
lässig. Diese Geländeabgrabungen sind hier als weich ausgezogene Bö-
schungen zu gestalten. Abgrabungen sind bis zu einer max. Breite von 40 %
der jeweiligen Gebäudeseite zulässig.

Aufschüttungen sind unzulässig.
Abfallbehälter

Müll- und Abfallanlagen sind soweit möglich in Gebäude zu integrieren oder
mit ortsfesten Anlagen (Mauern, Zäune, etc) und geeigneten immergrünen
Pflanzen ausreichend abzuschirmen.

Öffentliche Verkehrsflächen

Historische Mosaikpflasterung, welche dem Denkmalschutz unterliegt.
Die Flächen sind vom ruhenden Verkehr freizuhalten.

Satzung zur Schaffung von Anlagen zum Sammeln oder Verwenden von
Niederschlagswasser

Aufgrund $ 37 Abs. 4 Hessisches Wassergesetz (HWG) i.d.F. vom
14.12.2010 (GVBl | S. 548) i.V.m. $ 9 Abs. 4 BauGB wird festgesetzt:

Nach 8 37 HWG soll Abwasser, insbesondere Niederschlagswasser verwer-
tet werden, sofern wasserwirtschaftliche oder gesundheitliche Belange nicht
entgegen stehen. Die Abwasserbeseitigungspflicht entfällt für Niederschlags-
wasser, dass verwertet, verrieselt oder versickert wird.

Zur Schonung des natürlichen Wasserhaushaltes sind auf dem Grundstü-
cken Zisternen zu errichten. Sie sollen zur Aufnahme von Niederschlags-
wasser dienen, dass auf den Dachflächen anfällt. Das Fassungsvermögen
der Zisternen muss mindestens 25 l/m? horizontal projizierte unbegrünte
Dachfläche betragen. Das Zisternenwasser soll als Brauchwasser (z.B. für
Gartenbewässerung, WC-Spülung etc. ) genutzt werden.

Nachrichtliche Übernahme anderer gesetzlicher Vorschriften
(8 9 (6) BauGB)

Denkmalschutz

Gesamtanlage des Denkmalschutzes
Die Gesamtanlage ist zusätzlich im Beiplan dargestellt

Hinweis zu Kulturdenkmalen und Gesamtanlagen

Zum Zeitpunkt des Aufstellungsverfahrens zum Bebauungsplan sind fol-
gende Gebäude als Kulturdenkmal ($ 2 Abs. 1 Hess. Denkmalschutzgesetz)
ausgewiesen:

- Nikolaiweg Nr. 1,

- Alexandraweg Nr. 6, 8, 17, 23, 25, 27, 28, 31,
- Stiftstraße Nr. 12,

- Prinz-Christians-Weg Nr. 2, 7, 13, 25,

- Eugen-Bracht-Weg Nr. 6,

- Mathildenhöhweg Nr. 2,

- Olbrichweg Nr. 13A, 15, 19,

- Alexandraweg — Pergola

- Alexandraweg — Schwanentempel

gu

7.1

1.2.

- als Teil der Gesamtanlage ($ 2 Abs. 2 Hess.DSchG)
HINWEISE

Anlagenbezogener Gewässerschutz
(8 63 HBO i. V.m. 8 47 HWG und Anlagenverordnung VAwS)

Sofern im Zusammenhang mit Bauvorhaben die Errichtung und der Betrieb von Anlagen
zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen vorgesehen ist, müssen die einschlägigen
Vor-schriften des Wasserhaushaltsgesetzes, des Hessischen Wassergesetzes und der
Anlagenverordnung VAwS in der jeweils gültigen Fassung sowie ergänzender Rechtsver-
ordnungen bei Planung, Ausführung und Nutzung beachtet werden.

Stellplatzsatzung

Die „Satzung über die Schaffung von Stellplätze oder Garagen und Abstellplätzen der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt in der jeweils gültigen Fassung ist zu beachten.

Baumschutzsatzung

Für den Schutz des Baumbestandes innerhalb des Geltungsbereichs ist die „Satzung zum
Schutz des Baumbestandes in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Baumschutzsatzung) in
der jeweils gültigen Fassung ist zu beachten.

Nutzung erneuerbarer Energien sowie sparsame und effiziente Nutzung von
Energien
($ 9 Abs. 1 Nr. 23 b BauGB)

Bei der Errichtung von Gebäuden im Geltungsbereich sind bauliche und sonstige tech-
nische Maßnahmen für die Erzeugung, Nutzung oder Speicherung von Strom, Wärme oder
Kälte aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung zu treffen. Die Vorgaben der
jeweils gültigen Energieeinsparungsverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-
Wärmegesetz (EEWärmeG) sind einzuhalten.

Bodendenkmale

Wenn bei Erdarbeiten Bodendenkmale bekannt werden, so ist dies der hessenArchäologie
oder der Unteren Denkmalschutzbehörde unverzüglich anzuzeigen.

Leitungsschutzhinweis

Tiefwurzelnde Bäume müssen It. DIN 18920 und den technischen Richtlinien GW 125 einen
Mindestabstand von 2,5 m zu Versorgungsleitungen aufweisen. Wird dieser Abstand unter-
schritten, so sind die Ver- und Entsorgungsleitungen gegen Wurzeleinwirkung zu sichern
oder die Standorte der Bäume entsprechend zu verschieben.

Pflanzmaßnahmen im Nahbereich zu Versorgungsleitungen sind mit dem Versorgungsträ-
ger abzustimmen.

Artenschutz
Vermeidung artenschutzrechtlicher Verbotstatbestände

Auf die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände von europarechtlich und streng ge-
schützten Arten gemäß 8 44 BNatSchG wird hingewiesen. Verboten ist danach die Beschä-
digung oder die Zerstörung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten und die damit verbundene
unvermeidbare Verletzung oder Tötung von Tieren oder ihrer Entwicklungsformen, sowie
die erhebliche Störung von Tieren während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Über-
winterungs- und Wanderungszeiten.

Folgende Maßnahmen zur Vermeidung, zur Verminderung und zum Ausgleich von Beein-
trächtigungen der Tierwelt sind einzuhalten:

V/ögel - Durch die Rodung in dem Zeitraum gemäß $ 39 (5) BNatSchG vom 1.10. bis 28.2.
werden Tötungen und Verletzungen an Jungvögeln und Eiern vermieden. Adulte Vögel
können dem Eingriff zu jeder Zeit rechtzeitig ausweichen.

Fledermäuse - Abriss der auf dem Gelände befindlichen Gebäude im Zeitraum zwischen
1.12 und 28.2. um eine Schädigung von Individuen zu vermeiden, die sich dann in den Win-
terquartieren befinden würden.

Erfolgt der Abriss der Gebäude außerhalb der zuvor genannten Zeiträume sind sie auf die
Anwesenheit von Fledermausquartieren zu kontrollieren. Werden Tiere angetroffen, ist der
Abbruch der Gebäudes zu verschieben. Diese Kontrolle bezieht sich auch auf Vögel und
Säuger (Bilche). Außerdem sind vor Rodung und Abriss Baumhöhlen und Gebäude zu kon-
trollieren.

Maßnahmen zur Verminderung von Gefahren für Kleintiere

Die Gestaltung der überbaubaren Flächen stellt für die heimische Tierwelt (Kleintiere)
häufig Gefahren dar und soll durch geeignete Maßnahmen entschärft werden. Hofabläufe,
Hauskellerschächte und ähnliche Anlagen sollen durch geeignete Mittel gegen das Hinein-
fallen und Verenden von Kleintieren gesichert werden. Dachrinnenabläufe sollen durch
Drahtvorsätze gesichert werden.

Kellertreppenabgänge sollen an einer Wangenseite mit einer waschbetonrauen Rampe von
10 cm Breite als Kleintierfluchtweg versehen werden.

Zierteiche sowie andere offene Wasserflächen sollen mit rauen Fluchtrampen für Kleintiere
versehen werden.

Artenempfehlung (Pflanzliste)
Pflanzlisten

Auswahlliste A: großkronige Bäume

Acer platanoides Spitz-Ahorn

Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn
Aesculus hippocastanum Gew. Rosskastanie
Betula pendula Sandbirke

Fagus sylvatica Rot-Buche
Fraxinus excelsior Gew. Esche
Juglans regia Walnuss

Prunus avium
Quercus petraea

Vogel-Kirsche
Trauben-Eiche

Quercus robur Stiel-Eiche
Salix in Arten Weiden

Tilia cordata Winter-Linde
Tilia platyphyllos Sommer-Linde
Ulmus minor Feld-Ulme

Auswahlliste B: mittel- und kleinkronige Bäume Sträucher

Feld-Ahorn

Hainbuche

Kornelkirsche

Weißdorn, Rotdorn, Hahnendorn
Vogel-Kirsche

gefüllte Vogel-Kirsche
Mehlbeere

Vogelbeere

Acer campestre
Carpinus betulus
Cornus mas
Crataegus i.S.
Prunus avium

Prunus avium „Plena“
Sorbus aria

Sorbus aucuparia

Obstbäume in alten lokalen Sorten
Auswahlliste C: Sträucher

Acer campestre

Amelanchier lamarckii

Carpinus betulus

Cornus mas

Cornus sanguinea

Corylus avellana

Crataegus laevigata u. monogyna
Euonymus europaeus

Fagus sylvatica

Feld-Ahorn (als Heckenpflanze)
Felsenbirne

Hainbuche (als Heckenpflanze)
Kornelkirsche

Roter Hartriegel

Haselnuss

Weißdorn

Pfaffenhütchen (giftig)
Rot-Buche (als Heckenpflanze)

Ligustrum vulgare Liguster
Prunus spinosa Schlehe
Rosa canina Hundsrose

Büschelrose
Bibernell-Rose
Gew. Schneeball

Rosa multiflora
Rosa pimpinellifolia
Viburnum opulus

DIN-Vorschriften und Gutachten

Die unter I. 10.1.1 und I. 12.4.1 genannten DIN - Vorschriften sowie die unter I. 10.3 ge-
nannte schalltechnische Untersuchung können beim Stadtplanungsamt der Wissenschafts-
stadt Darmstadt, Bessunger Straße 125, 64285 Darmstadt, Block D, Zi. 203 eingesehen
werden.

Rechtsgrundlagen:
Baugesetzbuch (BauGB) i.d.F. vom 23.09.2004 (BGBl. | S. 2414), zuletzt geändert durch Gesetz
vom 15.07.2014 (BGBl. | S. 954)

Baunutzungsverordnung (BauNVO) i.d.F. vom 23.01.1990 (BGBl. | S.132), zuletzt geändert durch
Art. 2 des Gesetzes vom 11.06.2013 (BGBl. | S. 1548)

Planzeichenverordnung (PlanzV) vom 18.12.1990 (BGBl. 1991 I S. 58), zuletzt geändert durch Art. 2
des Gesetzes vom 22.07.2011 (BGBl. | S. 1509)

Hess. Bauordnung (HBO) i.d.F. vom 15.01.2011 (GVBl. | S. 46, 180), geändert durch Art. 40 des
Gesetzes vom 13.12.2012 (GVBl. | S. 622)

Verordnung zur Durchführung des Baugesetzbuches i.d.F. vom 17.04.2007 (GVBl.
S. 259), zuletzt geändert durch Verordnung vom 19.08.2013 (GVBl. IS. 532)

Hess. Gemeindeordnung (HGO) i.d.F. vom 07.03.2005 (GVBl. | S. 142), zuletzt geändert durch Ge-
setz vom 18.07.2014 (GVBl. | S. 178)

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) i.d.F. vom 29.07.2009 (BGBl. | S. 2542), zuletzt geändert
durch Art. 2 (124) und Art. 3 (100) des Gesetzes vom 07.08.2013 (BGBl. | S. 3154, 3185, 3207)

Hess. Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (HAGBNatSchG) i.d.F. vom 20.12.2010
(GVBI. I S. 629), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 27.06.2013 (GVBl. | S. 458)

Hess. Wassergesetz (HWVG) i.d.F. vom 14.12.2010 (GVBlI. I S. 548), zuletzt geändert durch Art. 62
des Gesetzes vom 13.12.2012 (GVBl. | S. 622)

Hess. Denkmalschutzgesetz (DSchG) i.d.F. vom 05.09.1986 (GVBl. | S. 262, 270), zuletzt geändert
durch Art. 15 des Gesetzes vom 28.09.2014 (GVBl. | S. 218)

Aufstellungsvermerk :

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 30.06.2009.

Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gem. $ 2 (1) BauGB im „Darmstädter Echo“ am 06.07.2009.
Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Änderung des Aufstellungsbeschlusses vom 25.04.2013,
bekannt gemacht gem. $ 2 (1) BauGB im „Darmstädter Echo“ am 06.05.2013

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit:

Beschluss des Magistrats vom 20.03.2013.

Bekanntmachung der öffentlichen Unterrichtung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung und über
die Gelegenheit zur Anhörung im „Darmstädter Echo“ am 19.04.2013.

Öffentliche Unterrichtung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung und Anhörung gem. $ 3 (1)
BauGB im Technischen Stadthaus, Block D, in der Zeit vom 22.04.2013 bis einschließlich 22.05.2013.

Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange

Unterrichtung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung mit Aufforderung zur Äußerung bezüglich
Umfang und Detaillierungsgrad des Umweltberichts gem. $ 4 (1) BauGB und Abstimmung mit den Nachbarge-
meinden mit Schreiben vom 17.04.2013 .

Öffentliche Auslegung:

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom... .
Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung im „Darmstädter Echo“ am ...
Öffentliche Auslegung des Entwurfs dieses ............... ME... grü
lichen umweltbezogenen Stellungnahmen gem. $ 3 (2) BauGB im Technischen Stadthaus, Block D, in der Zeit
VOM .neennnen bis einschließlich. .....................- .

Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange

gem. $ 4 (2) BauGB und Abstimmung mit den Nachbargemeinden mit Schreiben vom .........................- .

Satzungsbeschluss

Dieser Bebauungsplan mit der zugehörigen Begründung mit Umweltbericht und den im Plan enthaltenen
Satzungen wurde gem. $ 10 (1) BauGB von der Stadtverordnetenversammlung zur Satzung beschlossen am

Diese Ausfertigung stimmt mit dem zur Satzung beschlossenen Plan überein.

Ausgefertigt: Darmstadt, den .......................- .

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die Dezernentin

Bekanntmachung:

Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses des Bebauungsplans gem. $ 10 (3) BauGB und der öffentlichen
Auslegung im „Darmstädter Echo“ am ...
Öffentliche Auslegung dieses Bebauungsplans mi
gem. $ 7 Hess. Gemeindeordnung (HGO) i. V. m. $ 7 (3) der Hauptsatzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
im Technischen Stadthaus, Block D, in der Zeit vom. .................... bis einschließlich. ......................

Inkrafttreten:
Inkrafttreten dieses Bebauungsplans am .................... nenn .

Darmstadt, den ........nunneene
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Die Dezernentin

Darmstadt, den ...........................- Stadtplanungsamt

Dieter von Mackensen

Wissenschaftsstadt Darmstadt

Gemarkung: Darmstadt Bezirk 2 Flur: 2

Bebauungsplan O 27

- Mathildenhöhe - Süd -

Planteil 2 / 2

anlage 1

9343 Zeichen

Bebauungsplan O 27 – Mathildenhöhe Süd – 
25.11.2014 Vorläufige Prüfung der Stellungnahmen der Behörden un d sonstigen Träger öffentlicher Belange zur frühzeitigen Beteiligung Seite 1 
 
 
Nr. Vorgebrachte Stellungnahme: Prüfung der Stellungnahme:
1.1 hessenARCHÄOLOGIE, Ida-Rhodes-Straße 1, 64295 Darmstadt 
(Schreiben vom 26.04.2013): 
  
Zur Sicherung von Bodendenkmälern ist ein Hinweis auf § 20 HDSchG 
wie folgt aufzunehmen: 
 
„Wenn bei Erdarbeiten Bo dendenkmäler bekannt werden, so ist dies 
der hessenArchäologie oder der Un teren Denkmalschutzbehörde un-
verzüglich anzuzeigen.“ 
 
Der Anregung wurde gefolgt. Der Hinweis wurde in den Bebauungs-
plan aufgenommen. 
 
1.2 Regierungspräsidium Darmstadt, Wilhelminenstraße 1-3, 64283 
Darmstadt (Schreiben vom 22.05.2013): 
  
Aus der Sicht der Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Darmstadt  wird 
wie folgt Stellung genommen: 
 
Bodenschutz 
 
Gemäß § 1 (5) Satz 2 Nr. 1 und Nr. 7 BauGB sind bei der Aufstellung 
von Bauleitplänen insbesondere di e allgemeinen Anforderungen an 
gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Wohn- 
und Arbeitsbevölkerung sowie die Belange des Bodens zu berücksich-
tigen. Bei der Aufstellung darf da s Problem Bodenbelastungen nicht 
ausgeklammert werden. Es gilt bei der Beurteilung von Belastungen 
das bauleitplanerische Vorsorgeprinzip und nicht die Schwelle der 
Gefahrenabwehr. Der Träger der Bauleitplanung erzeugt ein Vertrauen, 
dass die ausgewiesene Nutzung ohne Ge fahr realisierbar ist. Geht die 
Gemeinde Anhaltspunkten für Bode nbelastungen nicht nach, haben 
Eigentümer, Bauwillige und andere Betroffene ggf. Anspruch auf Scha-
densersatz. 
In der vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz herausgegebenen Arbeitshilfe „Boden-
schutz in der Bauleitplanung“ (Februar 2011) ist eine Datenquelle für 
Recherchen zum Thema Bodenschutz die Altflächendatei ALTIS des 
Hess. Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) angegeben. 
 
 
 
 
 
Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1

Bebauungsplan O 27 – Mathildenhöhe Süd – 
25.11.2014 Vorläufige Prüfung der Stellungnahmen der Behörden un d sonstigen Träger öffentlicher Belange zur frühzeitigen Beteiligung Seite 2 
 
 
Nr. Vorgebrachte Stellungnahme: Prüfung der Stellungnahme:
Nach erfolgter Abfrage der Altflächendatei ist festzustellen, dass sich 
für das Plangebiet Einträge ergeben. Darunter befinden sich Betriebe, 
die gemäß Handbuch Altlasten, Band  2, Teil 4 des HLUG mit einem 
hohen Gefährdungspotential (Branchenklasse 4) für die Umwelt bewer-
tet werden. 
Im Zuge des Bauleitplanverfahrens sind zur Abwägung einer möglichen 
Gefahr bei der Nutzung der Stando rte mit hohem bzw. sehr hohem 
Gefährdungspotential Einzelfallre cherchen bzw. ggf. anschließende 
orientierende Untersuchungen gemäß der Handbücher Altlasten Band 
3, Teil 1, bzw. Band 3, Teil 2 des HLUG durchzuführen. Die Einzelfall-
bewertung hat gemäß der Handbücher Altlasten, Band 5, Teil 1 zu 
erfolgen. Hierzu ist ein Fachgutachter in Altlastenfragen zu beauftra-
gen. Das Ergebnis der Untersuchu ngen ist dem Regierungspräsidium 
Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Darmstadt, Dezernat 
IV/Da 41.5, Bodenschutz vorzulegen. 
Erst nach Auswertung der Einzelfa llbewertung kann darüber entschie-
den werden, ob ein weiterer Untersuchungsbedarf besteht und eine 
Orientierende Untersuchung erforderlich wird oder das Bauleitplanver-
fahren weiter fortgeführt werden kann. 
 
Standorte: 
 
Alexandraweg 26, 
Fotolabor, Fotografische Laboratorien 02/1964 - 06/1966 
 
 
 
 
Prinz-Christians-Weg 5, 
Baugeschäft (mit Gerätewartung), 04/1967 - 09/1990 
 
Prinz-Christians-Weg 23, 
Baustoffhandel, 05/1974 - 07/1975 
 
 
 
 
 
 
Die Mathildenhöhe ist als Wohnsiedlung geplant und ausgeführt 
worden. Die Siedlung ist gepräg t durch Einzelhausbebauung und 
große Gärten. Laut den Bauakten wurden die Liegenschaften bisher 
nur zu Wohnzwecken genutzt. Ents prechende Betriebsstätten jegli-
cher Art wurden nicht auf den Liegenschaften errichtet. Es liegt so-
mit die Vermutung nahe, dass die Gewerbe nicht an Ort und Stelle 
ausgeübt wurden und es sich hier lediglich um Büros oder nur um 
eine formelle Anmeldung des Gewe rbes handelt. Daher sind nach 
Einschätzung der Unteren Bodenschutzbehörde bei den o.g. Liegen-
schaften Einzelfallrecherchen nicht erforderlich. 
 
 
 
 
 
 
 
Ernst-Ludwig-Haus, Ei nzeldenkmal, heute Jugendstil-Museum, nach 
dem 2. Weltkrieg Standort des Bauhaus-Archivs und des Werkbun-
des. Das Gebäude ist denkmalgerecht saniert worden und wird öf-
fentlich als Museum genutzt. Bautätigkeiten oder eine private Nut-
zung sind nicht geplant. 
 
Wohngebäude (vermutlich 30er Jahre) auf Privatgrundstück mit gro-
ßem Garten. 
 
Großes Haus Glückert, Einzeldenkmal, heute Sitz der Gesellschaft für 
Sprache und Dichtung. Historisches Wohngebäude des Jugendstils, 
es kann sich nur um die Adresse der Geschäftsführung gehandelt 
haben.

Bebauungsplan O 27 – Mathildenhöhe Süd – 
25.11.2014 Vorläufige Prüfung der Stellungnahmen der Behörden un d sonstigen Träger öffentlicher Belange zur frühzeitigen Beteiligung Seite 3 
 
 
Nr. Vorgebrachte Stellungnahme: Prüfung der Stellungnahme:
 
Prinz-Christians-Weg 2, 
Mauerei, 01/1970 - 02/1971 
 
 
 
Alexandraweg 17, 
Garten- und Landschaftsbau, 09/2005 - 12/2006  
 
 
 
Erkenntnisse über Grundwasserschäd en im Plangebiet liegen nicht 
vor. 
 
Immissionsschutz 
 
Die Prüfung der vorgelegten Unterlagen ergab aus immissionsschutz-
rechtlicher Sicht, dass die Belange des Schallschutzes noch nicht be-
rücksichtigt wurden. Das Plangebiet grenzt mit dem Fiedlerweg an 
einen stark befahrenen Verkehrsweg. 
Es wird empfohlen, die Verkehrslärmsituation im Rahmen einer schall-
technischen Untersuchung zu bewerten und, sofern Entlastungsmaß-
nahmen an anderer Stelle nicht m öglich sind, im Bebauungsplan Min-
derungsmaßnahmen festzuschreiben. 
Es bleibt jedoch bereits jetzt festzuhalten, dass bauliche Minderungs-
maßnahmen an der Gebäudesubstan z den Verkehrslärm im Außenbe-
reich nicht minimieren. 
 
Der Kampfmittelräumdienst wurde nicht beteiligt. Eine Beteiligung des 
Kampfmittelräumdienstes im Rahmen von Bauleitplanverfahren erfolgt 
ausnahmsweise nur dann, wenn von gemeindlicher Seite im Rahmen 
des Bauleitplanverfahrens konkrete  Hinweise auf das mögliche Vor-
kommen von Kampfmitteln gegeben werden. In dem zugeleiteten Bau-
leitplanverfahren sind keine Hinweise dieser Art enthalten. Es steht 
jedoch frei den Kampfmittelräumdienst direkt zu beteiligen. Mündliche 
Mittleres Haus der sog. Dreihäusergruppe, Historische Wohnhaus-
gruppe des Jugendstils, im Krieg st ark zerstört und vereinfacht wie-
deraufgebaut, Einzeldenkmal, es kann sich nur um die Adresse der 
Geschäftsführung gehandelt haben. 
 
Haus Behrens, Historisches Wohng ebäude des Jugendstils, Einzel-
denkmal, es kann sich nur um die Adresse der Geschäftsführung 
gehandelt haben. 
 
 
Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
 
Der Anregung wurde gefolgt. In den Bebauungsplanentwurf werden 
zur Offenlage Festsetzungen aufgen ommen, welche den Fiedlerweg 
als stark befahrenen Verkehrsweg des Hauptstraßennetzes berück-
sichtigen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Kampfmittelräumdienst wird in der Offenlage beteiligt.

Bebauungsplan O 27 – Mathildenhöhe Süd – 
25.11.2014 Vorläufige Prüfung der Stellungnahmen der Behörden un d sonstigen Träger öffentlicher Belange zur frühzeitigen Beteiligung Seite 4 
 
 
Nr. Vorgebrachte Stellungnahme: Prüfung der Stellungnahme:
Anfragen können gerichtet werden an Herrn Schwetzler, Tel. 06151-
125714. Schriftlich Anfragen an da s Regierungspräsidium Darmstadt, 
Dezernat I 18, Zentraler Kampfmittelräumdienst. 
 
1.3 HSE Technik GmbH & Co. KG,  Postfach 10 11 42, 64211 Darmstadt 
(Schreiben vom 16.05.2013): 
  
Bei der weiteren Planung ist zu beachten: 
Innerhalb des Geltungsbereiches befinden sich Betriebsmittel des VNB 
Rhein-Main-Neckar GmbH & Co. KG  bzw. der HSE AG. Falls im Rah-
men der Planungen Wegeparzellen entwidmet werden sollten, sind die 
Betriebsmittel im Grundbuch ding lich zu sichern. Notwendige Lei-
tungsumleitungen gehen ggf. zu Lasten des Veranlassers bzw. werden 
nach geltenden Verträgen geregelt und sind rechtzeitig mit der HSE 
AG abzusprechen. 
 
Falls im Rahmen der Baumaßnahme Anpflanzungsmaßnahmen im 
Bereich der Leitungstrassen geplant sind, ist zu beachten, dass tief-
wurzelnde Bäume lt. DIN 18920 und den technischen Richtlinien GW 
125 einen Mindestabstand von 2,5 m zu den Versorgungsleitungen der 
HSE AG aufweisen müssen. Wird dieser Abstand unterschritten, so 
sind die Leitungen gegen Wurzeleinwirkungen zu sichern, oder die 
Standorte der Bäume dementsprechend zu verschieben. Pflanzmaß-
nahmen im Nahbereich der HSE-Be triebsmittel sind deshalb vorher 
abzustimmen. 
 
Die Löschwasserversorgung des Plan ungsbereiches ist abhängig von 
der zukünftigen Nutzung und erfolgt nach den Vorgaben der örtlichen 
Feuerwehr. 
 
 
Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
 
 
 
 
Bei der Festsetzung von Bäumen im öffentlichen Straßenraum wurde 
Ein entsprechender Hinweis zum Sc hutz von Leitungen wurde unter 
Ziffer V.6 bezogen auf die im öffentlichen Straßenraum festgesetzten 
Bäume in den Bebauungsplan aufgenommen. 
 
 
 
 
 
 
Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen.

anlage 3

275479 Zeichen

Magistrat der  25.11.2014 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
 
 
 
 
 
BEGRÜNDUNG 
 
gem. § 9 Abs. 8 BauGB 
 
ZUM BEBAUUNGSPLAN O 27 
 
- MATHILDENHÖHE-SÜD - 
 
 
 
 
 
Geltungsbereich des Bebauungsplans O 27 – Mathildenhöhe Süd –             (ohne Maßstab) 
 
 
 
Die Dezernentin III: 
 
 
 
 
Cornelia Zuschke 
Stadträtin 
 
Anlage 3

2 
I N H A L T 
 
 
 TEIL I  PLANUNGSZIE LE UND PLANUNGSZWECKE 
 
 1.0 Stadtentwicklungspolitische Zielsetzung 
 
 2.0 Planungsanlass / Erfordernis der Planung 
 
 3.0 Aufgabenstellung 
 
 4.0 Geltungsbereich / Lage im Stadtgebiet 
 
 5.0  Übergeordnete Planungen / Planungsrechtliche Situation 
 5.1 Flächennutzungsplan FNP 
 5.2 Verbindliche Bauleitplanung (Bebauungsplan) 
 5.3 Fluchtlinienpläne 
 5.4 Denkmalschutz 
 5.5 Verkehr Mathildenhöhe 
 
 6.0  Bestandsanalyse  Planungsgebiet 
 6.1 Stadtbaugeschichte im Kontext Mathildenhöhe 
 6.2 Planungsgebiet 
 6.3 Gebäude und ihre Grundstücke 
 6.4 Nutzung / Ausnutzung 
 6.5 Private Freiflächen 
 6.6 Öffentliche Grünflächen 
 6.7 Verkehrsflächen 
 6.8 Altflächen 
 
 7.0 Ziele der Planung 
 7.1 Sicherung des Gebietscharakters als Wohn- und Kulturstandort 
 7.2 Sicherung und Herausstellung einzelner Kulturdenkmäler und deren  
Umgebung, Schutz des Ensembles 
 7.3 Erhalt der vorhandenen Sichtachsen und Wegebeziehunngen 
 7.4 Festlegung von baulichen Erweiterungsmöglichkeiten 
 7.5 Erhalt des bestehenden äußeren Erscheinungsbildes der denkmalge- 
schützten Gebäude 
 7.6 Keine Festlegung der max. Ausnutzungswerte 
 7.7 Schutz der privaten Gartenanlagen durch planungsrerchtliche Fest- 
setzungen 
 7.8 Sicherung der öffentlichen Grünanlagen durch Festsetzungen 
 7.9 Keine Neuausweisung von großen o der versiegelten Parkierungsanlagen 
 7.10 Festsetzungen zum Schutz der gestalterischen Besonderheiten durch  
eine integrierte Gestaltungssatzung 
 7.11 Maßnahmen für den fließenden und ruhenden Verkehr im öffentlichen  
Straßenraum

3 
 TEIL II  FESTSETZUNGEN DES BEBAUUNGSPLANES 
 
 A. PLANUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN 
 
 1.0 Art der baulichen Nutzung 
 2.0 Maß der baulichen Nutzung 
 3.0 Bauweise, Stellung der baulichen Anlagen 
 4.0 Überbaubare Grundstücksflächen 
 5.0 Flächen für Nebenanlagen, Stellplätze und Tiefgaragen 
 6.0 Höchstzulässige Zahl der Wohnungen in Wohngebäuden 
 7.0 Öffentliche Verkehrsflächen 
 8.0 Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen  
– Immissionsschutz – Lärm 
 9.0 Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur  
und Landschaft 
 10.0 Anpflanzen und Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen 
Bepflanzungen 
 
 B. AUFNAHME VON AUF LANDESRECHT BERUHENDEN 
FESTSETZUNGEN IN DEN BEBAUUNGSPLAN 
 
 1.0 Gestaltung baulicher Anlagen 
 1.1 Dachgestaltung 
 1.2 Gebäudefassaden 
 1.3 Werbeanlagen und Warenautomaten 
 1.4 Solaranlagen 
 
 2.0 Grundstücksfreiflächen 
 2.1 Einfriedungen 
 2.2 Begrünung der privaten Grundstücksfreiflächen 
 
 C. NACHRICHTLICHE ÜBERNAHME ANDERER GESETZLICHER 
VORSCHRIFTEN 
 
 1.0 Denkmalschutz 
 
 D. HINWEISE 
 
 1.0 Nutzung erneuerbarer Energien sowie sparsame und effiziente Nutzung von 
Energien 
 2.0 Bodendenkmale 
 3.0  Statistische Angaben 
 
 TEIL III UMWELTBERICHT

4 
TEIL I  PLANUNGSZIE LE UND PLANUNGSZWECKE  
 
 
 
1.0 Stadtentwicklungspolitische Zielsetzung  
 
Das Planungsgebiet liegt innerhalb der historischen Gesamtanlage Mathildenhöhe im östlichen 
Randbereich des Stadtgebietes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
 
Als Kulturdenkmal und städtebaulich geschlossenes Ensemble des Jugendstils ist die Mathil-
denhöhe mit den angrenzenden Wohnquartieren einzigartig und von internationalem Rang. 
Aufgrund dieser besonderen Stellung in der Baugeschichte der Stadt wurde seitens des Magistrats 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahre 2012 für die Gesamtanlage Künstlerkolonie 
Mathildenhöhe ein Antrag zur Aufnahme in die Deutsche Tentativliste für Welterbestätten gestellt. 
 
Unter Berücksichtigung der hohen Zahl an Denkmälern auf der Mathildenhöhe kommt dem 
zukünftigen Bebauungsplan bei der Erhaltung und weiteren Entwicklung des Gebietes eine 
besondere Bedeutung zu. 
 
 
 
Luftbild der Mathildenhöhe (Aufnahme von 2005) 
 
2.0 Planungsanlass / Erfordernis der Planung 
 
Auch wenn weite Teile der Mathildenhöhe unter Denkmalschutz stehen, existiert für diesen Bereich 
kein rechtskräftiger Bebauungsplan.  
 
Die bestehende Ausweisung der Gesamtanlage des Denkmalschutzes reicht nicht in allen Fällen 
aus, um negative Veränderungen insbesondere in Bezug auf die Maßstäblichkeit völlig 
auszuschließen. Auch umfaßt der Geltungsbereich im äußersten Südosten einen Teilbereich, der

5 
von der Gesamtanlage nicht erfasst wird, jedoch für die städtebauliche Wirkung der Künstlerkolonie 
von Osten her von Bedeutung ist. 
 
Vor diesem Hintergrund wird die bestehende Planu ngsgrundlage, die Beurteilung nach § 34 BauGB, 
der besonderen historischen Bedeutung des Quartiers neben den gleichzeitigen Interessen an 
baulichen Veränderungen nicht gerecht. Die Situation eröffnet keine zufriedenstellende Möglichkeit, 
die wesentlichen städtebaulichen und prägenden Strukturelemente zu schützen und den Bedürf-
nissen nach baulichen Veränderungen zu entsprechen. 
 
Eine an der Bedeutung der Mathildenhöhe orientierte städtebauliche Leitidee muss entwickelt 
werden. Um Fehlentwicklungen zu vermeiden und um eine übergeordnete Planungs- und 
Entwicklungskonzeption sicher stellen zu könn en, ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes 
erforderlich, der Planungssicherheit  und langfristige Verbindlichkei t für alle Beteiligten schafft. 
 
Mit dem Aufstellungsbeschluss vom 30.06.2009 wurde das Bauleitplanverfahren Bebauungsplan 
O 27 – Mathildenhöhe Süd – eingeleitet. 
 
 
 
Luftbild vom Südhang der Mathildenhöhe (Aufnahme 2008) 
 
3.0 Aufgabenstellung 
 
Ziel des zukünftigen Bebauungsplans ist die Erhaltung und geordnete Ergänzung der Bau- und 
Gebietsstruktur unter Berücksichtigung der Ziele der Denkmalpflege und naturschutzrechtlicher 
Belange. Ein Umweltbericht sowie ein Grünordnungsplan (GOP) sind Bestandteil des 
Bauleitplanverfahrens. 
 
4.0 Geltungsbereich / Lage im Stadtgebiet 
 
Der Geltungsbereich umfasst einen Bereich der Mathildenhöhe, der als Teil der bedeutenden 
Stadtentwicklungsachse zwischen dem historischen Zentrum um das Schloss und der östlich im 
Landschaftsraum gelegenen Rosenhöhe liegt. De r Geltungsbereich liegt direkt unterhalb des 
Bergrückens der Mathildenhöhe mit den zentralen Bereichen der Ausstellungsgebäude, dem 
Platanenhain und der Russischen Kapelle.

6 
 
 
Geltungsbereich des Bebauungsplans O 27 – Mathildenhöhe Süd – 
 
Der Geltungsbereich hat eine Größe von ca. 8,18 ha und wird von öffentlichen Verkehrsflächen 
begrenzt. Im Westen wird das Gebiet durch die Stiftstraße, im Süden durch die Erbacher Straße, im 
Osten durch den Fiedlerweg und im Norden durch den Olbrichweg, den Bauhausweg und den 
Nikolaiweg begrenzt. 
 
5.0 Übergeordnete Planungen / Planungsrechtliche Situation 
 
5.1 Flächennutzungsplan FNP 
 
 
 
Ausschnitt aus dem rechtwirksamen Flächennutzungsplan (FNP) 
mit dem Geltungsbereich des Bebauungsplans O 27

7 
Der rechtswirksame Flächennutzungsplan von 2006 weist das Gebiet des zukünftigen Bebau-
ungsplans als Wohnbaufläche, Parkanlage und sonstige öffentliche und private Grünanlage aus. 
Der Bebauungsplan ist daher aus dessen Darstellungen entwickelt. 
 
5.2 Verbindliche Bauleitplanung (Bebauungsplan)  
 
Für den beschriebenen Geltungsbereich existiert kein rechtsverbindlicher Bebauungsplan. Von der 
Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde am 30.06.2009 der 
Aufstellungsbeschluss zur Erstellung des Bebauungsplanes "O 27 Mathildenhöhe Süd" gefasst. 
 
5.3 Fluchtlinienpläne 
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teilbereiche der Straßenräume durch Ortsbaupläne und 
Baufluchtlinienpläne gesichert. Diese Pläne legten weder Art und Maß der baulichen Nutzung, noch 
die Gebäudestruktur fest. Sie dienten vor allem zur Sicherung der Straßenflächen und Baufluchten. 
 
 
 
Fluchtlinienplan Nr. 161 vom 03.12.1954 
 
Von Bedeutung allerdings ist der Baufluchtlinienplan 161 aus den 1950er Jahren, der die zentralen 
Bereiche zwischen Stiftstraße, Platanenhain, Ausstellungshallen und Russischer Kapelle sichert. 
 
Im Bereich des Nikolaiweges überschneiden sich die Festsetzungen des Baufluchtlinienplanes 161 
mit dem zukünftigen Bebauungsplan O 27. Mit Rechtskraft des Bebauungsplanes O 27 werden 
diese Teile des Baufluchtlinienplanes 161 ersetzt. 
 
5.4 Denkmalschutz 
 
Die Bebauung der Mathildenhöhe erfolgte ab dem Jahr 1897 auf der Grundlage des ersten 
Bebauungsplanes von Karl Hoffmann. Durch diesen Plan wurde das Straßennetz in seinen 
Grundzügen festgelegt; Nikolaiweg, Alexandraweg und Prinz-Christians-Weg folgen bis heute 
dieser Linienführung. Die historisch und künstlerisch herausragende Bebauung entstand im 
Zusammenhang mit den Reformbestrebungen der Künstlerkolonie zwischen 1900 und 1914.

8 
 
 
Zum Schutze der bedeutenden Bauwerke und ihres städtebaulichen Zusammenhangs wurde die 
Mathildenhöhe als Gesamtanlage im Jahr 1994 unter Denkmalschutz gestellt. Einzelne, 
herausragende, bauhistorisch bedeutende Gebäude und Objekte stehen zudem als Kultur-
denkmäler unter besonderem Schutz. 
 
 
 
Gesamtanlage Mathildenhöhe (violett umrissen) und Einzeldenkmäler (rot) 
 
Alle Maßnahmen im Bereich der Gesamtanlage Mathildenhöhe, die innerhalb des 
Geltungsbereiches einen wesentlichen Teil darstel lt, bedürfen daher einer denkmalschutzrecht-
lichen Genehmigung. Die Vorgaben des Denkma lschutzes als auch die Berücksichtigung der

9 
Ortsbau- und Baufluchtlinienpläne reichen j edoch nicht aus, eine städtebaulich geordnete 
Entwicklung des Gebietes zu gewährleisten. Das Steuerungsinstrument der städtebaulichen 
Bauleitplanung ist daher unabdingbar. 
 
5.5 Verkehr Mathildenhöhe 
 
5.5.1 Erschließung 
 
Das umgebende öffentliche Straßen- und Wegenetz gewährleistet die Erschließung der an-
grenzenden Grundstücke. Die Straßen Dieburger Straße, Landgraf-Georg-Straße, Fiedlerweg und 
Spessartring sind mit sehr hohem Verkehrsaufkommen belastet. Die Straßen innerhalb des 
Geltungsbereichs dienen ausschließ lich der inneren Er schließung und sind als Tempo 30-Zonen 
ausgewiesen. 
 
 
 
Verkehrliche Erschließung im erweiterten Betrachungsgebiet Mathildenhöhe 
 
5.5.2 Ruhender Verkehr 
 
Im gesamten Bereich der Mathildenhöhe herrscht hoher Parkdruck. Die Hochschule Darmstadt 
(h_da, FB Gestaltung) mit ihren Mitarbeitern und Studierenden, die Mitarbeiter und Besucher der 
beiden benachbarten Krankenhäuser, die Besucher der Mathildenhöhe sowie Anwohner und deren 
Besucher nutzen die vorhandenen Parkplätze im öffentlichen Straßenraum.  
 
Im Gebiet ist ausschließlich stra ßenbegleitendes Parken möglich mi t Ausnahme der Stellplatzfläche 
im Bereich der Hochschule Darmstadt Fachbereich Gestaltung am Lucasweg.

10 
    
  
 
Durch eine neue Ordnung des ruhenden Verkehrs darf nur noch einseitig geparkt werden (links: 
Alexandraweg, alter Zustand; rechts: Olbrichweg, noch unverändert) 
 
6.0 Bestandsanalyse Planungsgebiet  
 
6.1 Stadtbaugeschichte im Kontext Mathildenhöhe 
 
Der Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplanes ist Teil des bedeutendsten historischen 
Villengebietes in Darmstadt. Die Mathildenhöhe Darmstadt ist ein kulturelles Erbe von Weltrang, 
welches es verantwortungsvoll zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt.  
 
Der Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplanes umfasst einen Großteil der 
denkmalgeschützten "Gesamtanlage Mathildenhöh e" am Südhang sowie einen im Süd-Osten der 
Mathildehöhe gelegen Bereich, der westlich durch den Mathildenhöhweg, östlich durch den 
Fiedlerweg, nördlich durch den Alexandraweg und südlich durch die Erbacher Straße begrenzt ist. 
 
Innerhalb der "Gesamtanlage Mathildenhöhe" befindet sich eine größere Anzahl von Einzel-
denkmälern (derzeit insgesamt neunzehn denkmalgeschützte Gebäude), die im Rahmen der 
Planung von herausragender Bedeutung sind. 
 
 
 
Bestandteil der Einzeldenkmäler sind die z. T. erhaltenen Gartenanlagen und Einfriedungen. 
 
6.2 Planungsgebiet 
 
Die Bebauung des Südhangs der Mathildenhöhe geht zurück auf die erste Ausstellung der 
Künstlerkolonie unter der Leitung von Joseph Maria Olbrich im Jahre 1901. Zuvor hatte bereits um 
1800 das Darmstädter Fürstenhaus auf dem sanft ansteigenden Hügel einen der Öffentlichkeit

11 
zugänglichen Park anglegen lassen. Aus dieser Zeit stammt der bis heute erhaltene, und später in 
die Jugendstil-Anlage integrierte Platanenhain. 
 
Im Laufe des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt nach Osten aus und schloß den Park mehr 
und mehr in die Siedlungsfläche ein. Nach einem Generalbebauungsplan von Karl Hoffmann 
entstanden am westlichen Abhang zur Stadt hin bürgerliche Villen im traditionellen Stil des 
ausgehenden 19. Jahrhunderts. 
 
Durch die Verbindungen der Familie nach England hatte der kunstsinnige Großherzog Ernst-Ludwig 
schon früh Kenntnis von der „Arts-and-Crafts-Bewegung“ gehabt und ließ sich von deren Ideen 
inspirieren. 1898 hatte Ernst-Ludwig die ersten sieben Künstler nach Darmstadt berufen, um bei der 
Weiterentwicklung gesellschaftlicher Ziele der Kunst eine tragende Rolle zuzuweisen. 1899 wurde 
die Künstlerkolonie gegründet, die bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 existierte. 
 
Leiter der ersten Ausstellung der Künstlerkolonie war der aus Wien berufene Architekt Joseph Maria 
Olbrich. Der Schwerpunkt der Ausstellung lag darauf, den Mitgliedern der Künstlerkolonie 
individuelle Häuser zu entwerfen. Ernst-Ludwig stellte für dieses Vorhaben den Bauplatz auf der 
freien Südseite der Mathildenhöhe zur Verfügung. Es entstanden als Ursprung der Siedlung 8 
Häuser, von denen heute noch 7 in unteschiedlichen Erhaltungszuständen vorhanden sind. 
 
Mit diesen Gebäuden war der Grundstein für die Entwicklung des Südhangs als klassisches 
Villengebiet mit überwiegend freistehenden Gebäuden auf privaten Wohnbaugrundstücken gelegt. 
Im weiteren entstanden für die Ausstellungen bis 1914 weitere Gebäude, von denen einige z. T. 
wieder abgebaut wurden, einige versetzt wurden (Arbeiterhäuser an der Erbacher Straße) und 
einige im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. 
 
 
 
Lageplan der Mathildenhöhe mit vorhandener Bebauung, Zustand 1955 
(Rot: Gebäude bis 1914; Gelb: Gebäude bis 1914, bei Wiederaufbau stark verändert; 
 Grün: Gebäude 1918 bis 1939; Blau: Gebäude nach 1945) 
 
In der Folge entstanden zunächst zwischen den Jugendstilhäusern Gebäude im Stile der Zwanziger 
und Dreißiger Jahre, nach dem zweiten Weltkrieg wurden z. T. auf den Trümmergrundstücken

12 
zerstörter Gebäude schlichte Wohnhäuser errichtet. Dabei gab es zunächst sogar das Ziel einer 
Wiederrichtung der Künstlerkolonie, wovon das Doppelhaus Prinz-Christians-Weg 19/21 zeugt, 
welches auf Bestreben des damaligen Stadtbaumeisters Peter Grund als erstes Künstlerhaus nach 
dem Kriege wieder auf der Mathildenhöhe errichtet worden war. Weitere Künstlerhäuser entstanden 
schließlich im Park Rosenhöhe. 
 
Bei der Besiedelung in den verschiedenen Epochen wurde das grundsätzliche Entwicklungsprinzip 
der Einzelhäuser bis auf wenige Ausnahmen nicht verlassen. Zwei dieser Ausnahmen befinden sich 
im südöstlichen Bereich zwischen dem Mathilden höhweg und dem Fiedlerweg, der bis zum zweiten 
Weltkrieg im Wesentlichen unbebaut blieb (An dieser Stelle befanden sich zeitweilig die 
Arbeiterhäuser, welche an die Erbacher Straße versetzt worden sind). 
 
Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte hier eine z. T. dichtere Bebauung, die neben den 
Einzelhäusern auch durch eine Reihenhausgruppe und durch ein großvolumiges, mehrfach 
genutztes Gebäude gekennzeichnet ist. Da dieser Bereich für die Wirkung des gesamten Südhangs 
aus östlicher Richtung gesehen von städtebaulicher  Bedeutung ist, wurde dieser Block ebenfalls in 
den Geltungsbereich mit aufgenommen. 
 
Grünräume 
 
Im mittleren Bereich, beiderseits des Alexandraweges , befindet sich eine öffentliche Grünanlage mit 
dem Gottfried-Schwab-Denkmal, der Pergola von Albin Müller und dem Ernst-Ludwig-Brunnen. 
Diese Grünanlage erhielt nach dem 2. Weltkrieg eine Fortsetzung nach Süden, indem die 
ursprünglichen Baugrundstücke westlich des H auses Behrens und südlich des Alexandraweges 
nicht mehr bebaut wurden. Vielmehr wurde das Gelände in das damalige Gesamtkonzept der 
Freianlagen im Rahmen der Neugestaltung der Erich-Ollenhauer-Promenade integriert und erhielt 
einen gestalterisch angepassten Fußweg mit Sitz- und Spielplatz. 
 
   
    
  
 
Haus Ostermann (Alfred-Messel-Haus), Dreihäusergruppe, Pergola am Alexandraweg 
 
Das locker bebaute Gebiet wird geprägt durch den hohen Bestand an wertvollen Bäumen und 
Bepflanzungen innerhalb der privaten Gärten. Das Gelände hat eine starke Hanglage nach Süden, 
was die Orientierung der Wohnseite nach Süden unterstützt. An der Erbacher Straße wird der Hang 
durch eine Stützmauer aufgefangen, weshalb die Grundstücke dort weitgehend ohne 
Grundstückszugänge si nd und sich die Gebäude zum Prinz-Ch ristians-Weg hin or ientieren. Mit 
Ausnahme der Gebäudegruppe Alexandraweg 3-7 und dem Haus Sutter (Olbrichweg 19) sind alle 
Gebäude von der Straße zurückgesetzt und durch einen Vorgarten in unterschiedlicher Tiefe 
gekennzeichnet.

13 
 
 
6.3 Gebäude und ihre Grundstücke 
 
Die vorherrschende Bauform ist das freistehende 1- bis 2-geschossige Wohngebäude. Ge-
bietsuntypisch sind die geschlossene Zeile Alexandraweg 3-7, die kleine Reihenhausanlage in der 
östlichen Erbacher Straße  sowie der große Baukörper Alexandraweg 39.   
 
Durch die große und repräsentative Bauweise haben die Gebäude ein relativ großes Volumen, 
welches das Erscheinungsbild des Quartiers prägt. Solitäre mit allseitigen Freiflächen überwiegen, 
Doppel- und Reihenhäuser sind nur im östlichen Bereich zu finden. Mit Ausnahme zweier 
Neubauten im Prinz-Christians-Weg stammen alle Gebäude aus der ersten und zweiten Hälfte des 
20. Jahrhunderts. 
 
 
 
Grundtypen der Dachformen im Planungsgebiet 
 
Die fast durchgängig vorzufindende Solitärbauweise zeigt unterschiedliche Dachformen und 
Gebäudetypen. Neben Gebäuden mit Sattel- und Mansarddächern dominieren Gebäude mit Walm- 
und Zeltdächern. Gebäude mit Flachdächern sind die Ausnahme. Sie beschränken sich auf die 
nach 1945 gebauten Villen sowie die Jugendstilvilla von Joseph Maria Olbrich.

14 
Viele Wiederaufbauten nach dem zweiten Weltkrieg zeigen flach geneigte Dächer. Zwischen 15° 
und 60° sind alle Dachneigungen vertreten. Sonderformen, wie Pult- und Tonnendach bei Bauten 
der Künstlerkolonie steigern das heterogene Bild der Dachlandschaften. 
 
6.3.1 Gebäudekategorien 
 
Auf Grund ihrer baulichen, bauhistorischen und gestalterischen Qualität wurden die Be-
standsgebäude in vier Ka tegorien (A bis D) eingeteilt. Diese Klassifizierung hilft, die einzelnen 
Gebäude hinsichtlich ihrer Schutzbedürftigkeit und ihrer Veränderungsmöglichkeiten einzuteilen und 
im Rahmen anstehender Planungs- und Veränderungsschritte zu beurteilen. 
 
Die vier Kategorien gliedern sich in: 
 
Kategorie A: 
Es handelt sich um denkmalgeschützte Einzelanlagen (19 Gebäudeobjekte) nach dem Denk-
malschutzgesetz (DSchG). Hier sind keinerlei bauliche Veränderungen oder Erweiterungen möglich. 
 
Kategorie B: 
Es handelt sich um Gebäude mit großem bauhistorischem Stellenwert. Auch hier sind keine 
baulichen Erweiterungsflächen vorgesehen, um nicht die hohe Qualität der gestaltsprägenden 
Gebäude zu beeinträchtigen oder zu zerstören. 
 
Kategorie C: 
Es handelt sich um Gebäude mit hoher baulicher Qualität, bei denen unter Einhaltung bestimmter 
Rahmenbedingungen, definiert durch die Festsetzungen des Bebauungsplanes, bauliche 
Veränderungen und Erweiterungen möglich sind. 
 
Kategorie D: 
Es handelt sich um Gebäude ohne baugeschichtlichen Bezug zur Mathildenhöhe. Umbauten und 
Erweiterungen oder Neubau sind im Rahmen de r Festsetzungen des Bebauungsplanes möglich. 
 
 
 
Übersicht der Gebäudekategorien

15 
6.4 Nutzung / Ausnutzung

16 
6.4 Nutzung / Ausnutzung

17 
6.4 Nutzung / Ausnutzung 
 
Im Planungsgebiet überwiegt die Wohnnutzung mi t einem hohen Anteil von über 80 %. Neben der 
Wohnnutzung werden verschiedene Gebäude von kulturellen Einrichtungen und privaten 
Dienstleistern (Büro, Ärzte) genutzt. 
 
Mit Ausnahme dreier Grundstücke (Nikolaiweg, Alexandraweg und Fiedlerweg) haben alle 
Grundstücke relativ geringe Flächenausnutzungen (überbaute Flächen). Die durchschnittliche 
Grundflächenzahl GRZ beträgt 0,25, die durchschnittliche Geschossflächenzahl GFZ beträgt 0,48. 
 
Neben einigen Grundstücken im we stlichen und östlichen Randber eich mit Grundstücksgrößen von 
weniger als 800 m² dominieren große Anwesen mit 800 bis 1.200 m². Eine Ausnahme bildet das 
Haus Ostermann (Alfred-Messel-Haus, derzeit genutzt von Hessen Design/h_da) mit einer 
Grundstücksgröße von rund 4.300 m². Nach der Fe rtigstellung des Neubaus Prinz-Christians-Weg 
Nr. 17 verbleibt nur  noch ein unbebautes Grundstück in di rekter Nachbarschaft, Prinz-Christians-
Weg Nr. 15. 
 
Der Bestand an Stellplatzmöglichkeiten (Garagen und Stellplätze) auf den privaten Grundstücken ist 
gering und deckt den heutigen Bedarf nicht ab. Ein großer Teil der privaten PKW wird daher im 
öffentlichen Straßenraum geparkt. 
 
6.5 Private Freiflächen 
 
Das parkartig gestaltete Gelände des Geltungsbereichs ist stark durchgrünt. Neben dem wertvollen 
alten Baumbestand sind alle Grundstücke zusä tzlich mit Gehölzen und anderen Pflanzungen 
durchwachsen. Die Gartenflächen sind gepflegt. In Teilbereichen sind die Grundstrukturen alter 
Gartenanlagen der Künstlerkolonie sichtbar. 
 
Der Anteil der versiegelten Flächen ist gering. Mit Ausnahme einiger Grundstücke haben alle 
Anwesen einen gestalteten Vorgarten, in dessen Fläche sich der Gebäudezugang und teilweise 
eine Zufahrt befindet. 
 
6.5.1 Einfriedungen 
 
Alle Grundstücke mit Vorgarten haben Einfriedungen, die die privaten Freiflächen von der 
öffentlichen Erschließungsfläche abgrenzen. Die Einfriedungen haben in diesem Villengebiet eine 
große optische und gestalterische Bedeutung und sind sehr unterschiedlich in Materialität und 
Gestaltung (geschlossene Bruchsteinmauern, Sichtmauersockel mit Metallgitter, Metallgitter, 
Holzgitter, Hecken). Im Rahmen der denkmalgeschützten "Gesamtanlage Mathildenhöhe" kommt ih-
nen eine besondere Bedeutung zu. 
 
Aufgrund der Gefällelage des Hanges nach Süden werden die Grundstücke entlang der Erbacher 
Straße durch eine hohe, geschlossene Steinmauer be grenzt, die lediglich im  Bereich einiger Gara-
genzufahrten unterbrochen ist. Diese Mauer war die südliche Begrenzung des ehemaligen Parks 
Mathildenhöhe.

18 
              
  
 
Toranlage Haus Habich, Mauer mit aufgesetztem Kunstgitterzaun am Haus Deiters 
 
   
  
 
Historische Einfriedung Alexandraweg 7, Holzzaun mit Werksteinmauer am Eugen-Bracht-Weg 
 
6.6 Öffentliche Grünflächen 
 
Eine zusammenhängende öffentliche Parkfläc he mit gutem Baumbestand befindet sich im 
Kernbereich des Gebietes zwischen Eugen-Bracht-Weg, Prinz-Christians-Weg und der nördlich 
angrenzenden Russischen Kapelle (östlicher Nikolaiweg). 
 
     
  
 
Großzügiger Baumbestand am Südhang der Mathildenhöhe, Grünfläche am Alexandraweg (rechts)

19 
Diese Flächen sind heute Teil der zusammenhän genden öffentlichen Anlage Mathildenhöhe mit 
Ausstellungsgebäude, Russischer Kapelle, Erich-Ollenhauer-Promenade und Platanenhain und 
bilden einen fließenden Übergang in das Gebiet der privaten Villen und Gärten. Dieser Bereich ist 
aus Richtung der Landgraf-Georg-Straße von Bedeutung und soll angemessen aufgewertet werden. 
 
6.7 Verkehrsflächen 
 
Das Gebiet wird durch ein orthogonales Netz von Anwohner- und Erschließungsstraßen 
durchzogen. Die Flächen werden durch Bordsteine in Fahrbahn und Gehweg gegliedert. Die 
Fahrbahnen sind durchgehend schmal und werden durch straßenbegleitendes Parken zusätzlich 
eingeschränkt. Durch das Parken auf den Gehwegen wurde das historische Mosaikpflaster stark in 
Mitleidenschaft gezogen und beschädigt. Mit dem neu eingeführten Einbahnstraßensystem und 
einseitigem Parken auf der Fahrbahn wurde bereits ein erster Schritt zu einer Verbesserung der 
Verkehrssituation umgesetzt. 
 
Im Bereich des Alexandrawegs und des Nikolaiwegs befinden sich niveaugleich ausgebaute 
Mischflächen. In Nord-Südrichtung wird das Gebiet durch mehrere Treppenwege gegliedert. 
 
6.8 Altflächen 
 
Im Bereich des Geltungsbereichs liegen Altstandorte gemäß Altlasteninformationssystem (ALTIS) vor, 
die auf Grundlage des Branchenkatalolgs zur Erfa ssung von Altstandorten (Handbuch Altlasten Band 
2 Teil 4 / HLUG) mit jeweils einer max. Branchenklasse eingestuft werden. Die Branchenklasse 
spiegelt die mögliche Gefahr wieder, welche von ei nem Altstandort mit eine m Betrieb der jeweiligen 
Branche ausgehen kann. Ab einer Branchenklasse von 4 oder 5 ist eine Einzelfallrecherche 
durchzuführen. 
 
Liegenschaft Branchenklas se GefährdungspotentiaI 
 
Alexandraweg 17 3 mäßig 
Alexandraweg 26 3 mäßig 
Prinz-Christians-Weg 2 4 hoch 
Prinz-Christians-Weg 5 4 hoch 
Prinz-Christians-Weg 23 keine Angaben 
Nikolaiweg 9 5 sehr hoch 
Olbrichweg 19 4 hoch 
 
Laut den dazugehörigen Bauakten wurden die Liegen schaften bisher nur zu Wohnzwecken genutzt. 
Entsprechende Betriebsstätten jeglicher Art wurden nicht auf den Liegenschaften errichtet. Es liegt 
somit die Vermutung nahe, dass die Gewerbe nicht an Ort und Stelle ausgeübt wurden und es sich 
hier lediglich um Büros oder nur um eine formelle Anmeldung des Gewerbes handelt. Daher ist die 
mögliche Gefahreneinschätzung als sehr gering einz ustufen und es sind bei den o.g. Liegenschaften 
keine weiteren Einzelfallrecherchen erforderlich. 
 
7.0 Ziele der Planung 
 
Ziel der Entwurfsplanung ist die behutsame Weiterentwicklung und Stärkung des historischen 
Wohn- und Kulturstandortes auf der Mathildenhöhe. Der Wahrung des Gebietscharakters sowie der 
erhaltende Schutz der Bebauung und der gewachsenen Flora und Fauna gilt das besondere

20 
Augenmerk der Planung. Bauliche Entwicklungen und Nutzungen müssen den Bestand 
berücksichtigen und sich in das historische Umfeld einfügen. 
 
Alle Planungsziele werden Teil des Bebauungsplanentwurfs, zu dem auch ein Umweltbericht und 
ein Grünordnungsplan gehört. Nach Abschluss des Bauleitplanverfahrens wird der Be-
bauungsplanentwurf als Satzung beschlossen und somit Grundlage für alle baulichen Erhaltungs- 
und Erweiterungsmaßnahmen sein. 
 
Die wichtigsten Planungsprämissen sind: 
 
7.1 Sicherung des Gebietscharakters als Wohn- und Kulturstandort 
 
Das vorherrschende Merkmal dieses Wohngebietes ist die Bau- und Freiflächenstruktur eines 
Villengebietes. Die überwiegende Bebauung ist geprägt durch freistehende repräsentative 
Solitärgebäude mit einer begrenzten Anzahl an Wohneinheiten. Diese Struktur innerhalb 
großzügiger Grundstücksfreiflächen, die als Vorgärten, Gartenanlagen und reduzierte 
Erschließungsflächen gegliedert sind, ist zu schützen und zu erhalten. Dabei werden 
Neubaumöglichkeiten sowie begrenzte An- und Er weiterungsmöglichkeiten so definiert, dass 
dadurch das bestehende Erscheinungsbild und der offene Gebietscharakter nicht nachteilig 
beeinträchtigt wird und als signifikantes Merkmal erhalten bleibt. 
 
Die bestehenden Kultureinrichtungen integrieren sich einvernehmlich in den baulichen Bestand und 
die moderate Entwicklung des Villengebietes. Diese Koexistenz (Inhalt, Form und Dimensionierung) 
soll erhalten bleiben, so dass die Nachbarschaft dieser unterschiedlichen Nutzungen auch weiterhin 
konfliktfrei gesichert ist. 
 
7.2 Sicherung und Herausstellung einzelner Kulturdenkmäler und deren Umgebung, 
Schutz des Ensembles 
 
Die besondere Qualität des Quartiers liegt auch in der Vielzahl und Vielfältigkeit der Kultur-
denkmäler und deren Ensembles. Neben privaten und öffentlichen Gebäuden mit den umgebenden 
Freianlagen und Einfriedungen gibt es eine Vielzahl von gestalterisch-baulichen Elementen – auch 
im öffentlichen Raum (Brunnen, Einfriedungen, Arkaden, Intarsien, Bodenbeläge etc.) – die es zu 
schützen gilt. 
 
Ein gelungenes städtebauliches Ensemble entsteht aus der räumlichen Nähe und Konzentration 
vieler dieser Komponenten. Damit ist fast der ganze Geltungsbereich des Bebauungsplanes als 
Ensemble zu bewerten. Solch qualitativ hoch wertige Ensembles sind besonders empfindlich 
gegenüber einem Veränderungsdruck und stellen damit hohe Ansprüche an bauliche 
Veränderungen und Ergänzungen. Die Sicherung der Einzeldenkmäler in Verbindung mit der 
Festlegung der Gesamtanlage durch den Denkmalschutz gewährleisten zunächst den Schutz der 
historischen Gebäude und die Gestaltung ihre r unmittelbaren Umgebung. Die Bestimmungen des 
Denkmalschutzes werden insbesondere in den Randbereichen durch die Festsetzungen des 
Bebauungsplanes ergänzt und bilden in der Summe den größtmöglichen Schutz für das gesamte 
Ensemble. 
 
7.3 Erhalt der vorhandenen Sichtachsen und Wegebeziehungen 
 
Durch die exponierte Hanglage und durch die lockere Villenbebauung mit ihren Durchblicken und 
den Einblicken in die Gärten haben die Sichtbeziehungen eine besondere Bedeutung. Sowohl bei

21 
der Festlegung der An- und Neubaumöglichkeiten als auch bei den Festlegungen zu den 
Bepflanzungen wird explizit auf diese vorhande nen Sichtbeziehungen – vor allem in Nord-Südrich-
tung – Rücksicht genommen. 
 
Das gleiche gilt für die vielfältigen Wegebeziehungen in der Hanglage. Neben den dominierenden 
hangparallelen Straßen prägen vier sich zur Mathildenhöhe orientierende öffentliche Treppenwege 
ausgehend vom Prinz-Christians-Weg und Alexandraweg das Erscheinungsbild des Gebietes. 
Diese Wege und die sich daraus ergebenden Sichtbeziehungen gilt es zu schützen. 
 
7.4 Festlegung von baulichen Erweiterungsmöglichkeiten 
 
Ziel der Planung ist nicht die Nachverdichtung des Wohnquartiers, sondern die Erhaltung und 
maßvolle Ergänzung. Ziel ist auch nicht eine gl eich hohe Verdichtung und Bebauung im gesamten 
Gebiet auf allen Grundstücken zu gewährleisten. Die Festlegungen zur Bebauung und damit zur 
Ausnutzung orientieren sich am Bestand und an den Unterschieden im Bestand. Dort, wo 
städtebaulich und denkmalpflegerisch vertretbar, werden Ergänzungs- und Anbaumöglichkeiten 
bereitgestellt. Die Anbau- und Umbaumöglichkleite n sollen sich in Fällen von städtebaulichem 
Interesse den Bestandssolitären unterordnen und keine Konkurenz zum Bestand bilden. 
 
7.5 Erhalt des bestehenden äußeren Erscheinungsbildes der denkmalgeschützten 
Gebäude 
 
Neben den bestehenden Schutzinstrumenatarien des Denkmalschutzes (Einzeldenkmal und 
Ensembleschutz Gesamtanlage) unterstützen und ergänzen die Festsetzungen des Bebau-
ungsplanes (überbaubare Fläche, Baugrenzen, Baulinien, Gestaltungssatzung, Festsetzungen zu 
den Freianlagen) diese Schutz intension, sodass die Erhalt ung dieser Gebäude und ihres 
bestehenden äußeren Erscheinungsbildes gesichert ist. 
 
7.6 Keine Festlegung der max. Ausnutzungswerte 
 
Auf die Festlegung von max. Ausnutzungswerten (GRZ / GFZ) für das ganze Gebiet oder für 
Teilbereiche wird verzichtet. U nabhängig von de n Grundstücksgrenzen li egt die Qualität des 
Gebietes in seiner städtebaulichen Figur und seiner räumlichen Struktur, in den unterschiedlichen 
Ausnutzungen und in den verschiedenen Grundstücksgrößen und Zuschnitten. Das Maß der 
baulichen Nutzungen wird an der jeweiligen Situation gemessen und nicht an Durchschnittswerten 
des ganzen Gebietes oder Teilquartieren. Die Vielfalt und die räumliche Qualität des Quartiers 
würde durch eine planungsrechtliche Angleichung leiden und der Charakter des Gebietes verloren 
gehen. 
 
7.7 Schutz der privaten Gartenanlagen durch planungsrechtliche Festsetzungen 
 
Das Quartier unterhalb der Mathildenhöhe wird neben dem Charakter und der Qualität der 
baulichen Anlagen in hohem Maße durch die privaten und öffentlichen Grünflächen und Anlagen 
geprägt. Mit den großzügigen und gestalteten Gartenanlagen wird auch bei unterschiedlichen 
Gebäuden das verbindende Erscheiungsbild eines homogenen Villenquartiers hervorgehoben. 
Prägend sind vor allem die parkartig gestalteten Villengrundstücke, die durch Großbaumbestand, 
Rasen, Staudenflächen und wassergebundene Fläche n gekennzeichnet sind. Die klare Gliederung 
in Vorgartenzone und Hauptgarten hinter und neben dem Gebäude ist weitestgehend erhalten und 
ist ein zu schützendes Merkmal für das Villengebiet.

22 
7.8 Sicherung der öffentlichen Grünanlagen durch Festsetzungen 
 
Zwischen Prinz-Christians-Weg und Alexandraweg sowie zwischen Alexandraweg und Russischer 
Kapelle  befinden sich öffentliche Grünflächen mit Fusswegen, die planungsrechtlich gesichert 
werden. Innerhalb dieser Flächen werden keine überbaubaren Flächen ausgewiesen. Mit den 
landschaftsplanerischen Festsetzungen zum Bewuchs wird die vorhandene Vielfalt und der 
Pflanzenreichtum planungsrechtlich gesichert. 
 
7.9 Keine Neuausweisung von großen oder versiegelten Parkierungsanlagen 
 
Private Parkierungsflächen oder -anlagen sind im Geltungsbereich eher selten vorzufinden. Dies ist 
dem Umstand geschuldet, dass überwiegend geringe Wohneinheiten auf großen Grundflächen 
vorzufinden sind. Es ist das Ziel der Planung, die hinteren Gartenbereiche auch weiterhin frei von 
Stellplatzanlagen zu halten. Stellplätze sind in den bereits vorhandenen Bereichen direkt hinter der 
Zufahrt oder in Bestandsgaragen unterzubringen. Neue Garagenanlagen werden in geringem Maße 
ausgewiesen. Um die Versiegelung gering zu halten, werden die Zufahrtsflächen und 
Stellpatzflächen als wassergebundene Decke ausgewiesen. 
 
7.10 Festsetzungen zum Schutz der gestalterischen Besonderheiten durch eine integrierte 
Gestaltungssatzung 
 
Zum Erscheinungsbild des Villenquartiers gehören neben den Gebäuden und den Freiflächen auch 
die Grundstückseinfriedungen. Sie werden als besonderes  eigenständiges Gestaltungselement vom 
öffentlichen Straßenraum quartiersprägend wahrgenommen. 
 
Die Einfriedungen sind vielfältig ausgeprägt; dominant sind die Steinmauern mit aufgesetztem 
Zäunen, aus Stahl oder aus Holz. Verschiedene historische Einfriedungen weisen besondere 
Gestaltungs- und Schmuckformen auf. Mit Hilfe der integrierten Gestaltungssatzung werden die 
Besonderheiten dieser Einfriedungen lokalisiert und geschützt. 
 
7.11 Maßnahmen für den fließenden und ruhenden Verkehr im öffentlichen Straßenraum 
 
Alle Verkehrsflächen werden als öffentliche Verkehrsflächen gekennzeichnet und klassifiziert 
festgelegt. Aussagen zur Aufteilung der Verkehrsflächen sind nicht Bestandteil der Festsetzungen 
des Bebauungsplanes. Trotzdem werden im Rahmen des Aufstellungsverfahrens 
Planungskonzepte und Ideen entwickelt, um die hist orische Oberflächensubstanz im Bereich der 
Gehwege (Mosaike) zu sichern und um durch verkehrsleitende Maßnahmen (einseitiges Parken, 
Parkraumbewirtschaftung, Einrichtungsverkehr) posit ive Effekte für die Bewohner und das Quartier 
zu erzielen.

23 
TEIL II   FESTSETZUNGEN DES BEBAUUNGSPLANES 
 
 
A.  PLANUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN (§ 9 BauGB) 
 
Nachfolgend werden die planungsrechtlichen Festsetzungen gemäß § 9 (1) BauGB erläutert: 
 
1.0  Art der baulichen Nutzung  (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB) 
 
1.1  Allgemeines Wohngebiet WA 
 
Entsprechend dem Planungsziel, hier ein qualitätvolles Wohnquartier zu erhalten, wird der gesamte 
Bereich als Allgemeines Wohngebiet WA festgesetzt. Das allgemeine Wohnquartier dient 
vorwiegend dem Wohnen. Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i.V.m. § 4 BauNVO sind nur zulässig: 
 
1. Wohngebäude 
2. die der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie 
nicht störende Handwerksbetriebe 
3. Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke. 
 
Die unter § 4 Abs. 3 BauNVO festgesetzten ausnahmsweise zulässigen Nutzungen, bis auf  
§ 4 Abs. 3 Nr. 3: „Anlagen für Verwaltung“, werden nicht Bestandteil des Bebauungsplanes, da sie 
nicht dem gewünschten Planungsziel eines ruhigen Wohnquartiers entsprechen und zu 
unerwünschten Störungen führen können. 
 
2.0 Maß der baulichen Nutzung  (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB) 
 
Das Maß der baulichen Nutzung wird durch die überbaubare Grundstücksfläche mithilfe von 
Baugrenzen und -linien, deren Grundfläche (GR) sowie durch die Zahl der Vollgeschosse als 
Höchstgrenze bestimmt. 
 
2.1 Grundflächenzahl (GRZ), Geschossflächenzahl (GFZ) 
 
Auf die Festsetzung der Grundflächenzahl (GRZ) und die Geschossflächenzahl (GFZ) wird 
verzichtet, da mit den getroffenen Festsetzungen zur überbaubaren Fläche (Baugrenzen / Bau-
linien), der max. Grundfläche (GR) und der Zahl der max. Vollgeschosse ausreichend Fest-
setzungen getroffen wurden, um die dem Bebauungsplan zugrunde liegende städtebaulichen 
Konzeption der erhaltenden Erneuerung umsetzen und sichern zu können. 
 
Das nach § 17 Abs. 1 BauNVO max zulässige Maß der baulichen Nutzung für allgemeine Wohn-
gebiete (GRZ = 0,4/ GFZ = 1,2) wird in allen Fällen unterschritten. 
 
2.2 Zahl der Vollgeschosse 
 
Als Vollgeschosse gelten Geschosse, die nach landesrechtlichen Vorschriften Vollgeschosse sind 
oder auf ihre Zahl angerechnet werden. 
 
Die Anzahl der Vollgeschosse ist ein wesentlicher Faktor für das Erscheinungsbild des Baugebietes. 
Zur Sicherung des bestehenden Erscheinungsbildes orientieren sich die Höchstwerte der 
festgesetzten max. Anzahl der Vollgeschosse am Bestand der jeweiligen Gebäude. Für einen

24 
möglichen Neubau im Prinz-Chistians-Weg 15 wurde die zweigeschossige Bebauung der 
Nachbargrundstücke übernommen. Damit die Wirkung der Vollgeschosse ihren prägenden 
Charakter behält, wird für Staffelgeschosse festgesetzt, dass dieses allseitig zurückspringen 
müssen, um gegenüber der festgesetzten Gesch osszahl den städtebaulichen Eindruck eines 
höheren Gebäudes zu vermeiden. 
 
2.3 Größe der Grundfläche GR (§ 19 BauNVO) 
 
Die Größe der Grundfläche in m
2 definiert die maximale Fläche, di e von einer baulichen Anlage auf 
dem Grundstück überdeckt werden darf. Sie wird durch Baugrenzen und Baulinien begrenzt. Sie 
orientiert sich weitgehend am Bestand und ist in ihren Erweiterungsmöglichkeiten in Abhängigkeit 
von der Gebäudeklassifizierung entwickelt worden (siehe 6.3.1 – Gebäudekategorien). 
 
2.4 Höhenentwicklung baulicher Anlagen 
 
Zur Sicherung des geordneten Stadtbilds des Planungsgebietes werden aus städtebaulichen 
Gründen Festsetzungen zur Höhenentwicklung baulicher Anlagen getroffen. Da durch die 
Festsetzungen der max. zulä ssigen Geschosszahl keine ausreichenden Aussagen zur 
Gebäudehöhe festgelegt werden können, soll mit der Festlegung der max. Geschosshöhe 
verhindert werden, dass durch übermäßige Geschosshöhen der Charakter der vorherrschenden 
Gebäudestruktur verändert wird. 
 
Auf eine Festsetzung der maximalen Höhe baulicher Anlagen mit absoluten Werten bezogen auf 
das Höhennormal (NN-Höhen) wird auf Grund der differenzierten Hanglage und der sehr 
unterschiedlichen Geländeanschlüsse an die Gebäude verzichtet. 
 
3.0 Bauweise, Stellung der baulichen Anlagen  
(§ 9 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. § 22 Abs. 1 und 2 BauNVO) 
 
3.1 Offene Bauweise 
 
In der offenen Bauweise werden die Gebäude mit seitlichem Grenzabstand errichtet. Die Länge der 
in § 22 Abs. 2 Satz 1 BauNVO bezeichneten Hausformen darf höchstens 50,0 m betragen. 
 
Im Bereich des WA-Gebietes unterstreicht diese Festsetzung zusammen mit der kleinteiligen 
Ausweisung der überbaubaren Flächen durch  Baugrenzen und Baulinien das Planungsziel, den 
Charakter des Villengebietes mit freistehenden Solitären zu sichern und bei Neuplanungen 
festzuschreiben. 
 
4.0 Überbaubare Grundstücksflächen (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 BauGB i.V.m. § 23 BauNVO)  
 
Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Baulinien und Baugrenzen festgelegt. Mit den 
überbaubaren Flächen, die durch Baugrenzen und Baulinien definiert werden, wird bestimmt, wo auf 
dem Grundstück die zulässige Bebauung verwirklicht werden kann. 
 
Da es im Planungsgebiet vor allem um die Sicherung bzw. moderate Erweiterung des Bestandes 
geht, orientieren sich die Festsetzungen dieses Bebauungsplanes sehr stark an der 
Bestandsbebauung. Dort, wo es aus städtebaulich und aus denkmalpflegerischer Sicht vertretbar 
ist, werden Anbau- und Erweiterungsmöglichkeiten ausgewiesen.

25 
4.1 Baulinien 
 
Baulinien, welche den Gebäudegrundriss umfahren, werden bei denjenigen baulichen Anlagen 
ausgewiesen, welche als Einzeldenkmal unter Schutz gestellt sind. Damit wird die besondere 
Bedeutung dieser Gebäude unterstrichen und di e Bestimmung des Denkmalschutzes zusätzlich 
durch diese planungsrechtliche Festsetzung ges ichert. Vor- und Rücksprünge des Bauvolumens 
sind hier nicht zulässig. 
 
4.2 Baugrenzen 
 
Die Gebäude innerhalb der Gesamtanlage Denkmalschutz sowie die anderen Gebäude werden 
grundsätzlich durch Baugrenzen umrissen. Durch diese sehr gebäudebezogene und 
bestandsorientierte Sicherung der Gebäude soll der Charakter der Gesamtanlage unterstrichen 
werden. In einzelnen Fällen gibt es in Abhängigkeit von der Größe des Bauvolumens und der 
Einstufung des Gebäudecharakters geringfügige Erweiterungmöglichkeiten innerhalb des 
dargestellten Baufeldes. Aber auch bei den Gebäuden ohne Erweiterungsmöglichkeit sind durch die 
Ausweisung von Baugrenzen moderate Erweiter ungen und Erneuerungen im Rahmen einer 
Überschreitung durch untergeordnete Bauteile (entsprechend der HBO-Regelung) möglich. 
 
In einem einzelnen Fall wurde das große Bauvolumen des Gebäudes Alexandraweg 39 mit zwei 
einzelnen Baufeldern überplant, da die Gebäudedimension dieses Hauses eine extreme 
Abweichung zu den vorhandenen Bautypen aufweist. Hier wäre perspektivisch eine stärkere 
Strukturierung der Baumasse entsprechend dem Gebietscharakter wünschenswert. 
 
4.3 Überbaubare Grundstücksflächen 
 
Bei der Gestaltung der nicht überbaubaren Grundstücksfreiflächen sind gemäß den festgesetzten 
Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft die 
Befestigungen auf das zwingend erforderliche Maß zu reduzieren, um eine übermäßige 
Versiegelung des Gebietes zu verhindern. 
 
4.4 Nicht mehr vorhandene Gebäude 
 
Im Bereich des Alexandraweges stand bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg unterhalb des Ernst-
Ludwig-Hauses (heute Jugenstilmuseum) das sog. Haus Christiansen mit der Hausnummer 24. 
Dieses Gebäude stellte eines von vier Gebäuden dar, welche zusammen mit der Gartenachse ein 
symmetrisches Ensemble in Bezug auf das Ernst-Ludwig-Haus bildeten. Damit ist die 
Mathildenhöhe im Zentrum ihrer Entstehung durch eine städtebaulich prägnante Ordnung geprägt, 
die zu den Einzelhäusern und ihrer Innenausstattung ein übergeordnetes Element darstellt. Dieses 
frühe Zeugnis einer stadträumlichen Gesamtplanung entfaltete seine Wirkung insbesondere vom 
Prinz-Christians-Weg aus in nördliche Blickrichtung. Hier wurde die Fassung des Raumes durch die 
Aufweitung und Zentrierung hin auf das Portal des Ernst-Ludwig-Hauses („Tempel der Arbeit“) 
deutlich, welche durch die Schrägstellung der Gebäude ihre Wirkung entfaltet. 
 
Heute ist diese Wirkung nicht nur durch die fehlende Sichtachse (Siehe Grundstücksfreiflächen 
Punkt 2.2.1) sondern auch durch das Fehlen des Hauses Christiansen eingeschränkt. Die 
ursprüngliche Raum-Konzeption läßt sich so nur noch ansatzweise nachvollziehen.

26 
An Stelle des Hauses Christiansen wurde 1959 der von Hans Hartung für die Weltausstellung von 
1958 in Brüssel geschaffene Brunnen dort aufgestellt. Dieser Brunnen ist ebenso Bestandteil der 
Mathildenhöhe und selbst als Denkmal eingestuft. 
 
Es wurde bei der Erstellung der Bauleitplanung bewusst darauf verzichtet, anstelle des Brunnens 
ein Baufeld auszuweisen, welches dem Grundriß des Hauses Christiansen entspricht. Eine 
Rekonstruktion erscheint nach über 50 Jahren ausgeschlossen. 
 
Daher soll die „Spur“ im Bebauungsplan an das ehemalige Haus Christiansen erinnern und deutlich 
machen, dass hier ein weiteres Gebäude gestanden hat. 
 
4.5 Untergeordnete Bauteile gemäß HBO § 6 (3) 
 
Kubatur, Volumen und Gestalt der Bestandsgebäude prägen entscheidend das Quartier und seine 
besondere Bedeutung innerhalb der städtischen Umgebung. Aus diesem Grunde werden die im  
§ 6 (3) HBO aufgeführten Anbaumöglichkeiten untergeordneter Bauteile in ihrer Höhenentwicklung 
so eingeschränkt, dass die optisch stark prägenden Eingriffe und nachteiligen Veränderungen in der 
Dachlandschaft verhindert werden. 
 
Bei den Gebäuden der Kategorien B und C, die einen besonderen gestalterischen und 
bauhistorischen Stellenwert haben, wird diese Einschränkung noch stärker gefasst und auf 
eingeschossige Gebäudeanbauten reduziert. Damit wird die herausragende Bedeutung dieser 
Gebäudegruppe im Ensemble nochmals hervorgehoben und geschützt. 
 
5.0 Flächen für Nebenanlagen, Stellplätze und Tiefgaragen (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB)  
 
Die Anlage von Stellplätzen und Garagen prägen das städtebauliche Erscheinungsbild 
entscheidend. Auf Grundlage von § 12 BauNVO sind im Allgemeinen Wohngebiet Stellplätze und 
Garagen nur für den durch die Nutzung verursachten Bedarf zulässig. Durch die Festlegung der 
max. zulässigen Anzahl der Wohneinheiten und durch eine gezielte Ausweisung der Stellplatz- und 
Garagenflächen unter Berücksichtigung des Bestandes ist eine wirksame Regelung in Bezug auf 
die Anzahl der Stellplätze gegeben. 
 
Um den Charakter dieses Villen- und Wohngebietes und seiner Gartenlandschaft zu erhalten und 
um eine Zerstörung der angelegten Gärten und Freiflächen zu verhindern, werden im wesentlichen 
die bereits vorhandenen Garagen planungsrechtlich festgesetzt. Im Bereich der Stützmauer an der 
Erbacher Straße werden einige bestehende Garagen aus Gründen des Ortsbildes und 
Denkmalschutzes nicht in diese Ausweisungen mit aufgenommen. Eine neue Garage ist im 
Einzelfall der Neubebauung im Prinz-Christians-Weg ausgewiesen worden. Eine weitere Garage ist 
außerhalb der Denkmalgesamtanlage im Bereich eines großen Grundstücks neu ausgewiesen 
worden. 
 
Mit der Festsetzung, dass Garagen eine maximale Breite von 5,0 m nicht überschreiten dürfen, wird 
sichergestellt, dass auch innerhalb der ausgewiesenen Flächen für Garagen das Erscheinungsbild 
von der Erschließungsseite her nicht übermäßig von den Garagen und Stellplatzanlagen bestimmt 
wird.

27 
Hinweis auf § 6 HBO: 
 
Bei Stellplätzen und Garagen an Nachbargrenzen sind die Regelungen der Hessischen Bauordnung 
(§ 6 Abs. 10 HBO) zu beachten: Ohne Abstandsflächen sind unter anderem Garagen einschließlich 
Abstellraum an einer Nachbargrenze bis 9,0 m Länge, Stellplätze an einer Nachbargrenze bis zu 
8,0 m Länge zulässig. Die Länge der Grenzbebauung darf hierbei insgesamt 12,0 m nicht 
überschreiten. 
 
Nebenanlagen im Sinne des § 14 BauNVO  
 
Nebenanlagen sind auch außerhalb der als überbaubar festgelegten Flächen eingeschränkt für An-
lagen zur Gartenbewirtschaftung und zur Garten- und Freiflächengestaltung sowie als Standplätze 
für Abfallbehälter zulässig. Hierdurch soll gewährleistet sein, dass auf den Grundstücksfreiflächen 
Nebenanlagen in einer dem Gebietscharakter verträglichen Form möglich sind. Die Größe der 
Anlagen wird auf jeweils 10,0 m
2 Grundfläche sowie 38,0 m 3 umbauten Raum begrenzt. 
 
6.0 Höchstzulässige Zahl der Wohnungen in Wohngebäuden (§ 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB)  
 
Die Festsetzung der Höchstwerte der Wohneinheiten in den WA-Gebieten gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 6 
BauGB dient dazu, eine unerwünschte Umstrukturierung der städtebaulichen Eigenart des Gebietes 
entgegenzuwirken, ohne das Maß der baulichen Nutzung einzuschränken. Besonders unter der 
Berücksichtigung des Villenchara kters vieler Gebäude, dem Druc k, dem dieses hochwertige, 
innenstadtnahe Quartier ausgesetzt ist und unter Abschätzung der städtebaulichen Auswirkungen 
und Veränderungen (Verkehrsaufkommen, Stellplatzbedarf, Versiegelung) soll die Anzahl der 
Wohneinheiten beschränkt werden. 
 
Festgesetzt wird die Zulässigkeit von einer Wohnung je angefangene 100,0 m
2 Geschossfläche. 
Damit wird auf die Festlegung einer absoluten An zahl max. Wohneinheiten verzichtet, um den 
unterschiedlichen Gebäudegrößen besser gerecht werden zu können. Mit der daraus folgenden 
Beschränkung der Anzahl der Wohneinheiten werden indirekt auch Wohnungsgrößen impliziert, die 
Familienwohnungen den Vorzug vor Appartements geben und damit das Wohnungsangebot für 
Familien unterstützen. 
 
7.0 Öffentliche Verkehrsflächen  (§ 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB) 
 
Die im Bebauungsplan dargestellten öffentlichen Verkehrsflächen entsprechen den vorhandenen 
Straßenflächen, über die alle Grundstücke im Planungsgebiet erschlossen werden. 
 
Eine Teilfläche des Alexandraweges zwischen Eugen-Bracht-Weg und Grundstück Alexandraweg 
Nr. 15 sowie die nördliche Teilfläche des Eugen-Bracht-Weges werden als Verkehrsfläche mit 
besonderer Zweckbestimmung „Fußgängerbereich“ festgelegt. 
 
Mit der Festsetzung im Alexandraweg wird die optische und funktionale Verbindung der beiden 
angrenzenden öffentlichen Grünanlagen im Norden und Süden des Weges gestalterisch und 
planungsrechtlich hervorgehoben. 
 
Mit der Festsetzung einer Verkehrsfläche mit besonderer Zweckbestimmung im nördlichen Teilstück 
des Eugen-Bracht-Weges als „Verkehrsberuhigter Bereich“ wird hervorgehoben, dass die 
Befahrbarkeit vor allem der Erschließung der Anwesen des Nikolaiweges dient, ein öffentlicher

28 
Weg, der neben seiner Funktion als Anwohnerstraße vor allem ein Kernstück der Erich-Ollenhauer-
Promenade – die wichtigste fussläufige Verbindung zwischen Innenstadt und Mathildenhöhe – ist. 
 
Die vorhandenen Treppenwege zwischen Nikolaiweg, Alexandraweg und Prinz-Christians-Weg 
werden als Fußgängerbereiche aufgenommen und gesichert. 
 
Im Bereich Eugen-Bracht-Weg in Höhe der öffentlichen Grünanlage (gegenüber Haus Ostermann) 
werden die vorhandenen öffentlichen Parkplätze, di e zur Zeit als Schrägparker weit in die Anlage 
hineinragen, zu Längsparkflächen parallel zur Fahrbahn umorientiert. Damit bleiben die 
notwendigen Stellplätze erhalten, die Fläche der Parkanlage kann aber vergrößert und gestalterisch 
besser in das Gesamtensemble integriert werden. 
 
8.0 Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen – Immissions-
schutz – Lärm (§ 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB) 
 
Da im Tageszeitraum und im Nachtzeitraum an den straßenseitigen Fassaden der Gebäude entlang 
des Fiedlerweges die Orientierungswerte der DIN 18005/1/ für Allgemeine Wohngebiete überschritten 
werden, sind Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen zu treffen. 
 
Da im Planbereich in den straßenabgewandten Bereichen ausreichend geschützte Außen-
wohnbereiche (Gärten, Terrassen) zur Verfü gung stehen, kann an Fassaden mit Orientierungs-
wertüberschreitungen das in der DIN 18005/1 formu lierte Ziel „Schutz der Außenwohnbereiche“ auf 
das Ziel „Schutz der Aufenthaltsräume“ hin verlagert werden. Aufenthaltsräume in Gebäuden können 
wirksam durch passive Maßnahmen geschützt werden. Die aufgeführten passiven Schutzmaßnahmen 
sind bei der Änderung oder Errichtung von Gebäuden zu beachten. 
 
9.0 Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und 
Landschaft (§ 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB) 
 
Gerade weil es sich bei diesem Gebiet um ein Villengebiet mit dem Charakter eine Gartenstadt 
handelt, wurden speziell Festsetzungen zum Versiegelungsgrad und der Art der Versiegelung in 
den Grünflächen getroffen. Oberflächen sind daher mindestens als teilversiegelte Flächen 
anzulegen. Bei versiegelten Flächen ist das Niederschlagswasser zu den Seiten abzuleiten und zu 
versickern. 
 
Zum Schutz der Tierwelt wurden Festsetzungen zur Außenbeleuchtung, großen Glasflächen sowie 
zur Förderung von Brutbiotopen getroffen. 
 
10.0 Anpflanzen und Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen  
(§ 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB) 
 
Im Rahmen des Umweltberichtes wurden 319 Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 60 
cm kartiert und bewertet. Davon wurden 296 Bäume als wertvoll oder erhaltenswert charakterisiert. 
Um diesen Charakter zu bewahren, wurde daher die überwiegende Zahl der Bäume entsprechend 
der Kartierung festgesetzt, wobei geringfügige Abweichungen vom bisherigen Standort bei not-
wendigem Ersatz möglich sind. Die Vorgärten sind grundsätzlich gärtnerisch anzulegen und zu 
pflegen. Zufahrten sind nur im Bereich der eingezeichneten Stellplätze und Garagen zulässig.

29 
B.  AUFNAHME VON AUF LANDESRECHT BERUHENDEN REGELUNGEN IN DEN 
BEBAUUNGSPLAN 
 
 
1.0  Gestaltung baulicher Anlagen 
 
1.1  Dachgestaltung 
 
1.1.1 Dachform 
 
Die Gestaltung der Dachlandschaft ist besonders in Gebieten mit niedriger Bebauung und in 
Hanglagen von besonderer gestalterischer und städtebaulicher Bedeutung, da sie optisch gut 
wahrnehmbar ist und somit die Gestaltung des Quartiers entscheidend prägt. 
 
Für alle denkmalgeschützten Gebäude sind die vorhandenen Dachformen generell zu schützen und 
zu erhalten. 
 
Auch wenn es innerhalb des Gebietes einzelne Gruppen von Gebäuden gibt, die eine einheitliche 
Dachform aufweisen (Gebäude der 30er- und 50er-Jahre mit Walmdach), kann eine bestimmte 
Dachform einzelnen Teilbereichen nicht generell zugeordnet werden. Deshalb wurde für alle 
weiteren Gebäude die im Bestand dominierende Hauptdachform festgeschrieben. Bei 
Baumaßnahmen an bestehenden Dächern ist die für den jeweiligen Gebäudtyp charakteristische 
Dachform zu erhalten und ggf. wiederherzustellen. Damit bleibt die dem Gebiet typische Mischung 
aus Satteldächern, Walmdächern, Zeltdächern und Flachdächern erhalten. 
 
Bei geneigten Dächern sind die Dachneigungen der Hauptbaukörper symmetrisch auszubilden. Als 
Dachneigung sind mindestens 30° und höchstens 45° zulässig. Bei eingeschossigen Anbauten 
können auch flacher gene igte Dächer und Flachdächer zugelassen werden. Um zeitgenössische 
Bauformen im Planungsgebiet zu ermöglichen, we rden als Ausnahme bei Neubauten auch flach 
geneigte Dächer mit einer Dachneigung unter 5° zugelassen. 
 
Dächer innerhalb einer Doppelhausgruppe oder ei ner Reihenhausgruppe müssen eine einheitliche 
Dachneigung und Dachform haben. Als Dachneigung werden 30° bis 45° vorgegeben, da es von 
besonderer gestalterischer Bedeutung ist, das einheitliche Erscheinungsbild dieser Gruppe auch im 
Bereich der Dächer zu sichern. 
 
1.1.2 Dachaufbauten, Dachgauben 
 
Die Festsetzungen zu den Dachelementen (Dachaufbauten) orientiert sich an den Elementen, die 
im Planungsgebiet vorliegen. In den überwiegenden Fällen sind die Dachaufbauten im Bestand eher 
zurückhaltend, die Dachflächen dominieren. Um  auch den Dachausbau für zeitgemäßes Wohnen 
nicht zu erschweren, wird darauf verzichtet, kleinteilige Dachstrukturen festzuschreiben. Es werden 
nur Mindestanforderungen formuliert. Ausnahme bilden die denkmalgeschützten Gebäude, die in 
ihrer Erscheinungsform erhalten bleiben müsse n und die Gebäudegruppe Prinz-Christians-Weg 19-
21, die als erste Künstlerhausbebauung nach dem zweiten Weltkrieg aus gestalterischen sowie 
geschichtlichen Gründen eine besondere Bedeutung für die Mathildenhöhe hat. 
 
Als Grundregel werden die Abstände zu den jeweiligen Dachenden als auch die Abstände zum First 
und zur Traufe definiert. Die Dachfläche soll als Hauptelement weiterhin erhalten bleiben. Bei 
Gebäuden mit Walmdächern gelten andere Mindestmaße, um zu kleine Gauben zu verhindern.

30 
 
Um zu breite Dachgauben oder Dacheinschnitte, die das Gesamtbild des Daches nachteilig 
beeinträchtigen, zu verhindern, wird eine max. Gesamtbreite der Gauben im Verhältnis zur 
Dachbreite als Höchstmaß festgesetzt. 
 
1.1.3 Dacheindeckungen 
 
Zur Erhaltung des Erscheinungsbildes der bestehenden Dachlandschaft werden nur Materialien und 
Farben zugelassen, die bereits im Geltungsbereich vorhanden sind. Als Ausnahme sind auch 
andere Materialien zulässig, um bei Reparaturen oder Instandsetzungen das einheitliche 
Erscheinungsbild des Bestandes zu gewährleisten. 
 
1.1.4 Dacheinschnitte 
 
Dacheinschnitte sind bei den Bestandsgebäuden im Geltungsbereich nicht vorhanden. Im Sinne der 
erhaltenden Erneuerung und im Interesse des Schutzes des Gebietscharakters und des 
Erscheinungsbildes der Gebäude werden Dacheinschnitte im Hauptdach als gebietsuntypische 
Dachform und Bauweise ausgeschlossen. 
 
1.2 Gebäudefassaden 
 
Die Vielfalt der Villen- und Solitärbebauungen im Planungsgebiet spiegelt sich auch in der 
Fassadengestaltung und Materialwahl wieder. Diesem Umstand wird Rechnung getragen und die 
Festlegungen auf das notwendige Maß konzentriert.  
 
Für das Erscheinungsbild prägend sind die Lochfassaden und helle Putzflächen, die im 
Bebauungsplan festgelegt werden. Für das Gebiet untypische Materialien sind nicht zulässig. 
 
Verglaste Vorbauten und Wintergärten können in  bestimmten Fällen zugelassen werden, um den 
Gestaltungsspielraum nicht zu stark einzuschränken. Die maximalen Breiten im Verhältnis zum 
Gebäude ergeben sich aus den Festlegungen zu den untergeordneten Bauteilen gemäß HBO § 6 (3), 
um das Gebäude in seiner primären Erscheinungsform zu sichern. 
 
1.2.1 Fassadenwärmedämmung 
 
Außenwanddämmungen (WVS) führen auf Grund ihre r Materialstärke, die auf die Bestandswände 
aufgebracht werden, zu einer starken Veränderung des Erscheinungsbildes der Gebäude und zu einer 
Verunklarung vieler baulicher Details (Sockel, Gesims, Leibungen, Ornamente), die den Charakter 
des Gebäudes ausmachen. Aus diesem Grunde wird an den Gebäuden der Kategorien B und C eine 
Außenwärmedämmung als Wärmedämmverbundsystem nicht zugelassen. Ausgenommen von dieser 
Regelung ist die Verwendung von Wärmeputz. Geb äude der Kategorie A sind durch die Regelungen 
des Denkmalschutzgesetzes ausreichend gesichert. Gebäude der Kategorie D haben in der Regel 
keine schützenswerten baulichen Details, sodass Einschränkungen bei der Verwendung von äußerem 
Wärmeschutz nicht notwendig sind. 
 
1.3 Werbeanlagen und Warenautomaten 
 
Werbeanlagen in Form von Blinklichtern, im Wechsel oder in Stufen ein- und ausschaltbare Leuchten, 
als laufende Schriftbänder, als projizierende Lich tbänder und als spiegelunterlegte Schilder sowie 
freistehende Werbeanlagen oder Werbeanlagen auf  oder über Dach sind unzulässig, da sie

31 
gebietsuntypisch sind und den Gesamteindruck dies es Wohnquartiers mit besonderem historischen 
Wert nachteilig beeinträchtigen. Die Größe zulässig er Werbeanlagen an der Stätte der Leistung wird 
dementsprechend auch auf 2,0 m² beschränkt. 
 
1.4 Solaranlagen 
 
Solaranlagen sind bei den vorhandenen, relativ geringen Gebäudehöhen und auf Grund der Hanglage 
des Geländes weithin sichtbar. Sie beeinträchtigen das äußere Erscheinungsbild der Einzelgebäude 
als auch das Erscheinungsbild des gesamten Qu artiers nachhaltig und wiedersprechen somit der 
Intention des Schutzes und der Erhaltung des historischen Gesamtensembles im Umfeld der 
Mathildenhöhe. Aus diesem Grund sind Solaranlagen auf den gestalts- und quartiersprägenden 
Gebäudetypen A, B und C nicht zulässig. 
 
Auf den Gebäudetypen D sind Solaranlagen eingeschr änkt zulässig, da auch diese Anlagen in 
Nachbarschaft von historisch bedeutenden Gebäuden innerhalb der Gesamtanlage wahrnehmbar 
sind. Für Gebäude mit Flachdach ist eine max. Fläche für Solaranlagen von 40 % der Dachfläche 
zulässig. Für Gebäude mit geneigten Dächern ist eine max. Fläche (Grundfläche) von 20 % der 
gesamten Dachfläche zulässig. 
 
2.0  Grundstücksfreiflächen 
 
2.1 Einfriedungen 
 
Mit den Festsetzungen zu den Einfriedungen soll en negative Auswirkungen auf das Stadtbild 
verhindert werden. Zäune oder Hecken tragen wesentlich zur Strukturierung und Gliederung des 
Baugebietes bei. Prägend für den Siedlungscharakter sind die offenen Durchblicke, sie bieten 
zusätzlich Lebens- und Nahrungsraumangebote für die heimische Tierwelt, die zu schützen ist. 
 
Das herausragende Erscheinungsbild des Villenquartier s wird nicht zuletzt durch die vielfältigen, 
gestalterisch und künstlerisch wertvollen Einfriedungen geprägt. Ein Hauptaugenmerk bei den 
Gestaltungsregeln richtet sich daher auf die Einfriedungen und deren Zufahrten. 
 
Grundsätzlich sind alle Grundstücke zur Straße hin einzufrieden. Darüber hinaus sind alle 
notwendigen Grundstückszugänge und  Zufahrten mit Toren zu vers ehen, die der Gestaltung der 
übrigen Einfriedung entspricht. Vorhandene Einfriedungen und Tore sind zu erhalten. Da es sich um 
ein ruhiges Wohngebiet handelt, ist die mit dem Öffnen verbundene Wartezeit auf der Straße zu 
vertreten und stellen keine übergebührliche Erschwerung oder Behinderung dar. 
 
2.1.1 Gestaltung der Einfriedung, Höhe der Einfriedung 
 
Die Gestaltvorgaben für die Einfriedungen orientieren sich an der Gestaltung und Qualität des 
Bestandes. Es gibt sehr vielfältige Einfriedungen. Vorgaben lassen sich konzentrieren auf die 
Typen: 
 
- Mauer mit aufgesetztem Zaum, mit und ohne Mauerpfosten, 
- Zaun ohne Mauer 
- nur Mauer als Stützmauer 
- durchsichtige Holz- und Stahlgitterzäune mit vertikalen Staketen in Verbindung mit 
Bepflanzungen.

32 
Flächen aus Kunststoff, Glas oder  anderen Materialien, die auch als Sichtschutz benutzt werden, 
sind nicht zulässig, weil sie sich in den historischen Material-Kanon nicht einfügen. 
 
Die min. Höhe der Einfriedung beträgt 1,0 m, die max. Höhe beträgt 1,6 m, gemessen von der 
Gehwegkante an der Grundstücksgrenze. Ausnahmswe ise kann auf der Gehwegseite die maximale 
Höhe überschritten werden, wenn durch die Hanglage des angrenzenden, höher gelegenen 
Grundstücks eine Stützmauer mi t entsprechender Höhe zur Absturzsicherung (h = 0,90 m) not-
wendig ist. 
 
2.1.2 Stützmauern 
 
Auf Grund der starken Topografie und der starken Geländemodellierung sind im Geltungsbereich 
teilweise Stützmauern notwendig. Zur Sicherung des  einheitlichen Erscheinungsbildes ist nur eine 
begrenzte Materialwahl möglich. Zulässig sind Natursteine als Voll- oder Blendmauerwerk. 
 
2.2 Begrünung der privaten Grundstücksfreiflächen 
 
Aus stadtgestalterischen Gründen sowie zur St eigerung der Qualität der Freiräume und der 
Aufenthaltsqualität sind die Grundstücksfreifläch en gärtnerisch anzulegen und zu unterhalten. 
Insbesondere die Vorgartenflächen dürfen aus diesen Gründen nicht als Arbeits- oder Lagerflächen 
benutzt werden und sind, soweit sie nicht Zuwege oder Zufahrten si nd, gärtnerisch zu gestalten und 
zu erhalten. 
 
Ausnahmen bilden die zur Erschließung notwendigen Flächen, Terrassenflächen, Fahrradstellflächen 
und Kinderspielflächen. 
 
2.2.1 Gartenachse 
 
Zwischen den Gebäuden Alexandraweg 25 und 27 ist im Bebauungplan eine private Grünfläche 
festgesetzt. Diese Festsetzung berücksichtigt die dort ehemals vorhandene Gartenachse, welche 
auf das Portal des Ernst-Ludwig-Hauses ausgerichtet war. Die Gartenachse stellt die zentrale 
Freifläche zwischen den angrenzenden Gebäuden dar und setzt sich nördlich des Alexandraweges 
durch den Aufgang zum Ernst-Ludwig-Haus fort. 
 
Um die Wiedergewinnung dieser historisch bedeutsamen Gestaltung im Zentrum der Erstbebauung 
mit dem städtebaulichen Ensemble (siehe überbaubare Grundstücksflächen, Teil II A. 4.0) zu 
unterstützen, wird hier eine Grünfläche festgesetzt, die mit Ausnahme von zwei Bäumen nicht durch 
Baumbewuchs sondern niedrige Bepflanzung gekennzeichnet ist. Gleichzeitig wird das Baumtor, 
welches das Portal des Ernst-Ludwig-Hauses optisch einfasst, mit zwei Bäumen festgesetzt (siehe 
auch Abbildung Seite 9 im Umweltbericht). 
 
Im Rahmen der Wiederherstellung von historisc hen Gärten trägt so die Bauleitplanung diesem 
denkmalpflegerischen Ziel Rechnung und verdeutlicht auch in der Planzeichnung die Lage dieser 
ehemals prägenden Gestaltung. 
 
2.2.2 Stellplätze / Oberflächen 
 
Die Oberflächen der privaten Erschließungsfläche n, die Stellplätze und sonstigen zu befestigenden 
Grundstücksfreiflächen sind so herzustellen, dass Niederschlagswasser versickern kann. Als 
wasserdurchlässige Beläge gelten u. a. wasserdurchlässige Pflastersysteme, Porenpflaster,

33 
Pflasterbeläge mit einem Fugenanteil von mind. 20 % und Einfachbefestigungen wie z. B. 
Schotterrasen und wassergebundene Wegedecken. 
 
Damit wird eine übermäßige Versiegelung der Grundstücksfreiflächen verhindert und der 
gewünschte Charakter der einheitlichen, die Gebäude umgebenden Grünanlage unterstützt. 
 
 
C. NACHRICHTLICHE ÜBERNAHME ANDE RER GESETZLICHER VORSCHRIFTEN 
 
1.0 Denkmalschutz 
 
Die gekennzeichneten Bauten sind als Einzeldenkmäler gemäß § 2 Abs. 1 HDschG ausgewiesen und 
stehen unter Denkmalschutz. Die Gebäude im Einzelnen sind: 
 
 - Nikolaiweg Nr.1,  
 - Alexandraweg Nr. 6, 8, 17, 23, 25, 27, 28, 31, 
 - Stiftstraße Nr. 12,  
 - Prinz-Christians-Weg Nr. 2, 7, 13, 25, 
 - Eugen-Bracht-Weg Nr. 6, 
 - Mathildenhöhweg Nr. 2, 
 - Olbrichweg Nr. 13A, 15 (Gartenhaus), 19, 
 - Alexandraweg – Pergola 
 - Alexandraweg – Schwanentempel 
 
Fast der gesamte Geltungsbereich des Bebauungsplanes mit Ausnahme der im Osten durch die 
Straßen Alexandraweg und Mathildenhöhweg abgegrenzten Teilfläche ist als Gesamtanlage nach § 2 
Abs. 2 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) festgelegt. 
 
 
D. HINWEISE 
 
1.0 Nutzung erneuerbarer Energien sowie sparsame und effiziente Nutzung von 
Energien 
 
Der neu gefasste § 9 Abs. 1 Nr. 23 b BauGB erlaubt die Festsetzung von Gebieten, in denen „bei der 
Errichtung von Gebäuden oder bestimmten sons tigen baulichen Anlagen bestimmte bauliche und 
sonstige technische Maßnahmen für die Erzeugung, Nutzung oder Speicherung von Strom, Wärme 
oder Kälte aus erneuerbaren Energien der Kraft-Wärme-Kopplung getroffen werden müssen.“ 
 
Damit sollen die Bauleitpläne explizit „auch in Verantwortung für den al lgemeinen Klimaschutz“ 
entwickelt werden (§ 1 Abs. 5 Satz 2 BauGB). Durch die Festsetzung nach § 9 Abs. 1 Nr. 23 b BauGB 
kann zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zum sparsamen und effizienten Umgang mit Energie 
zur Vermeidung von örtlich wirksamen Emissionen sowie zum örtlichen Klimaschutz ein Beittrag 
geleistet werden. 
 
Die Belange des Klimaschutzes sind dabei mit den Nutzungserfordernissen der zu errichtenden 
Gebäude, insbesondere auch den privaten Belangen der Eigentümer und Nutzer, wie auch anderen

34 
städtebaulichen Belangen, wie der städtebaulichen Ge stalt und des Orts- und Landschaftsbildes (§ 1 
Abs. 5 BauGB) in Einklang zu bringen und ins Verhältnis zu setzen. 
 
2.0 Bodendenkmale 
 
Wenn bei Erdarbeiten Bodendenkmale bekannt werden,  so ist dies der hessenArchäologie oder der 
Unteren Denkmalschutzbehörde unverzüglich anzuzeigen. 
 
3.0 Statistische Angaben 
 
Fläche des Geltungsbereichs: 81.240 m2
Allgemeines Wohngebiet (WA) 59.881 m2
Öffentliche Verkehrsfläche  12.735 m2 
Öffentliche Grünflächen 6.966 m2

35 
 
 
TEIL III  UMWELTBERICHT

Frankfurt,	
  den	
  10.10.2014	
  
Hamburger Allee 45 
D-60486 Frankfurt am Main 
Telefon: 069 - 95 29 64 - 0 
Telefax: 069 - 95 29 64 - 99 
E–Mail: mail@pgnu.de 
www.pgnu.de 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Bebauungsplan Nr. O 27 
„Mathildenhöhe Süd“ 
 
 
Umweltbericht mit integrierter Grünordnungsplanung 
P	
  G	
  N	
  U	
  
Planungsgruppe Natur & Umwelt  
Projekt – Nr.: LP 11-02 
Auftraggeber: 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
Der Magistrat 
Stadtplanungsamt

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   1	
  
	
  
INHALTSVERZEICHNIS 	
  
1	
   Einleitung	
  ................................ ................................ ................................ ................................ ....................... 	
  3	
  
1.1	
   Inhalt	
  und	
  wichtigste	
  Ziele	
  des	
  Bauleitplans	
   ................................ ................................ ......................... 	
  3	
  
1.2	
   In	
  einschlägigen	
  Fachgesetzen	
  und	
  Fachplänen	
  festgelegte	
  Ziele	
  des	
  Umweltschutzes 	
  ....................... 	
  4	
  
2	
   Grünordnungsplanung 	
  ................................ ................................ ................................ ................................ ...	
  7	
  
2.1	
   Baumkartierung	
  ................................ ................................ ................................ ................................ .....	
  7	
  
2.2	
   Freiraumplanerische	
  Bewertung	
   ................................ ................................ ................................ ...........	
  7	
  
2.3	
   Landschaftsplanerische	
  Entwicklungsziele 	
  ................................ ................................ ............................ 	
  8	
  
2.4	
   Historische	
  Sichtachse	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Haus	
  ................................ ................................ ............................ 	
  9	
  
2.5	
   Grünordnerische	
  Festsetzungsvorschläge 	
  ................................ ................................ ........................... 	
  10	
  
2.5.1	
   Planungsrechtliche	
  Festsetzungen 	
  ................................ ................................ ................................ ..	
  10	
  
2.5.2	
   Aufnahme	
  von	
  auf	
  Landesrecht	
  beruhende	
  Festsetzungen 	
  ................................ ........................... 	
  12	
  
2.5.3	
   Hinweise	
  ................................ ................................ ................................ ................................ ..........	
  13	
  
2.5.4	
   Pflanzlisten	
  ................................ ................................ ................................ ................................ ......	
  14	
  
3	
   Beschreibung	
  und	
  Bewertung	
  der	
  Umweltauswirkungen	
   ................................ ................................ ...........	
  16	
  
3.1	
   Bestandsaufnahme,	
  Prognose	
  bei	
  Durchführung	
  der	
  Planung 	
  ................................ ........................... 	
  16	
  
3.1.1	
   Auswirkungen	
  auf	
  Tiere,	
  Pflanzen,	
   Boden,	
  Wasser,	
  Luft,	
  Klima	
  und	
  das	
  Wirkungsgefüge	
  zwischen	
  
ihnen	
  sowie	
  die	
  Landschaft	
  und	
  die	
  biologische	
  Vielfalt 	
  ................................ ................................ ..............	
  16	
  
3.1.1.1	
   Tiere,	
  Pflanzen	
  und	
  biologische	
  Vielfalt	
   ................................ ................................ ..............	
  16	
  
3.1.1.2	
   Boden	
  ................................ ................................ ................................ ................................ ..	
  23	
  
3.1.1.3	
   Wasser	
  ................................ ................................ ................................ ................................ .	
  24	
  
3.1.1.4	
   Klima	
  und	
  Luft	
  ................................ ................................ ................................ .....................	
  25	
  
3.1.1.5	
   Landschafts-­‐	
  und	
  Ortsbild	
   ................................ ................................ ................................ ...	
  27	
  
3.1.2	
   Erhaltungsziele	
  und	
  Schutzzweck	
  der	
  FFH -­‐	
  und	
  Vogelschutzgebie te	
  ................................ ..............	
  31	
  
3.1.3	
   Umweltbezogene	
  Auswirkungen	
  auf	
  den	
  Menschen	
  und	
  seine	
  Gesundheit	
  sowie	
  die	
  Bevölkerung	
  
insgesamt	
  ................................ ................................ ................................ ................................ .....................	
  32	
  
3.1.3.1	
   Lärm	
  ................................ ................................ ................................ ................................ ....	
  32	
  
3.1.3.2	
   Luftschadstoffe	
  ................................ ................................ ................................ ....................	
  34	
  
3.1.4	
   Umweltbezogene	
  Auswirkungen	
  auf	
  Kulturgüter	
  und	
  sonstige	
  Sachgüter 	
  ................................ ....	
  36	
  
3.1.5	
   Vermeidung	
  von	
  Emissionen	
  und	
  sachgerechter	
  Umgang	
  mit	
  Abfällen	
  und	
  Abwässern 	
  ...............	
  37	
  
3.1.6	
   Nutzung	
  erneuerbarer	
  Energien	
  sowie	
  sparsame	
  und	
  effiziente	
  Nutzung	
  von	
  Energie 	
  .................	
  37	
  
3.1.7	
   Darstellung	
  von	
  Landschaftsplänen	
  und	
  sonstigen	
  Plänen	
  (insb.	
  Wasser -­‐,	
  Abfall-­‐	
  und	
  
Immissionsschutzrecht) 	
  ................................ ................................ ................................ ................................ 	
  37	
  
3.1.8	
   Erhaltung	
  bestmöglicher	
  Luftqualität	
  in	
  Gebieten	
  mit	
  Immissionsgrenzwerten,	
  die	
  nach	
  
europarechtlichen	
  Vorgaben	
  durch	
  Rechtsverordnung	
  verbindlich	
  festgelegt	
  sind 	
  ................................ ....	
  38

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   2	
  
	
  
3.1.9	
   Wechselwirkungen	
  zwischen	
  den	
  Belangen 	
  ................................ ................................ ...................	
  38	
  
3.1.10	
   Bodenschutzklausel	
  nach	
  §	
  1	
  a	
  Abs.	
  2	
  Satz	
  1	
  BauGB	
   ................................ ........................... 	
  40	
  
3.1.11	
   Berücksichtigung	
  von	
  Vermeidung	
  und	
  Ausgleich	
  nach	
  der	
  Eingriffsregelung	
  gem.	
  §	
  1	
  a	
  
Abs.	
  3	
  BauGB	
   40	
  
3.1.12	
   Berücksichtigung	
  der	
  Vorgaben	
  der	
   Verträglichkeitsprüfung	
  bei	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  
FFH-­‐	
  und	
  Vogelschutzgebieten	
  gem.	
  §	
  1	
  a	
  Abs.	
  4	
  BauGB 	
  ................................ ................................ .............	
  41	
  
3.2	
   Prognose	
  bei	
  Nicht durchführung	
  der	
  Planung 	
  ................................ ................................ ....................	
  41	
  
3.3	
   Maßnahmen	
  zur	
  Vermeidung,	
  Verringerung	
  und	
  zum	
  Ausgleich 	
  ................................ ....................... 	
  42	
  
3.4	
   Anderweitige	
  Planungsmöglichkeiten	
   ................................ ................................ ................................ .	
  42	
  
4	
   ZUSÄTZLICHE	
  ANGABEN 	
  ................................ ................................ ................................ ............................... 	
  42	
  
4.1	
   Wichtigste	
  Merkmale	
  der	
  verwendeten	
  technischen	
  Verfahren,	
  Kenntnislücken 	
  .............................. 	
  42	
  
4.2	
   Geplante	
  Maßnahmen	
  zur	
  Überwachung	
  (Monitoring) 	
  ................................ ................................ ......	
  43	
  
4.3	
   Allgemein	
  verständliche	
  Zusammenfassung 	
  ................................ ................................ ....................... 	
  43	
  
5	
   Anhang	
  1	
  Baumliste 	
  ................................ ................................ ................................ ................................ .....	
  47	
  
6	
   Anhang	
  2	
  Freiraumbewertung	
  ................................ ................................ ................................ .....................	
  57

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   3	
  
	
  
1 EINLEITUNG 	
  
Das	
  ca.	
  8,1	
  ha	
  große	
  Planungsgebiet	
  liegt	
  im	
   Osten	
  der	
  Wissenschaftss tadt	
  Darmstadt	
  und	
  ist	
  Bestan d-­‐
teil	
  der	
  historischen	
  Gesamtanlage	
  Mathildenhöhe.	
   Die	
  Mathildenhöhe	
  ist	
  als	
  Kulturdenkmal	
  und	
  J u-­‐
genstilensemble	
  von	
  internationalem	
  Rang. 	
  
Der	
  Geltungsbereich	
  liegt	
  direkt	
   südlich	
  unterhalb	
  des	
  Zentrums	
  der	
  Mathildenhöhe	
  mit	
   Hochzeits-­‐
turm,	
  Ausstellungsgebäuden	
  und	
  der	
  Russischen	
  Kapelle. 	
  Es	
  handelt	
  sich	
  um	
  ein	
  klassisches	
  Villeng e-­‐
biet	
  mit	
  überwiegend	
  freistehenden	
  Gebäuden	
  auf	
  privaten	
  Wohnbaugrundstücken .	
  Im	
  Süden	
  wird	
  
der	
  Geltungsbereich	
  begrenzt	
  durch	
  die	
  Erbacher	
  Straße,	
  im	
  Westen	
  durch	
  die	
  Stiftstraße,	
  im	
  Osten	
  
durch	
  den	
  Fiedlerweg	
  und	
  im	
  Norden	
  durc h	
  Nikolaiweg,	
  Bauhausweg	
  und	
  Olbrichweg. 	
  
	
  
Naturräumlich	
  liegt	
  das	
  Plangebiet	
  im	
  Grenzbereich	
  der	
  naturräumlichen	
  Einheiten	
  230	
  Messeler	
  Hü-­‐
gelland	
  (Rhein-­‐Main-­‐Tiefland)	
  im	
  Osten	
  und	
  der	
  Einheit	
  145.09	
  Darmstädter -­‐Bessunger-­‐Rücken	
  (145	
  
Vorderer	
  Odenwald	
  als 	
  Bestandteil	
  des	
  Hessisch -­‐Fränkischen	
  Berglandes)	
  im	
  Westen. 	
  
	
  
1.1 INHALT	
  UND	
  WICHTIGST E	
  ZIELE	
  DES	
  BAULEITP LANS 	
  
Ziel	
  des	
  zukünftigen	
  Bebauungsplans	
  ist	
  die	
  Erhaltung	
  und	
  geordnete	
  Ergänzung	
  der	
  Bau -­‐	
  und	
  Gebiets-­‐
struktur	
  unter	
  Berücksichtigung	
  der	
  Ziele	
  der	
  Denkm alpflege	
  und	
  naturschutzrechtlicher	
  Belange 	
  	
  
• Sicherung	
  des	
  Gebietscharakters	
  als	
  Wohn -­‐	
  und	
  Kulturstandort 	
  
• Sicherung	
  und	
  Herausstellung	
  einzelner	
  Kulturdenkmäler	
  und	
  deren	
  Umgebung,	
  Schutz	
  des	
  
Ensembles	
  
• Erhalt	
  der	
  vorhandenen	
  Sichtachsen	
  und	
  Wegebeziehungen 	
  
• Festlegung	
  von	
  baulichen	
  Erweiterungsmöglichkeiten 	
  
• Erhalt	
  des	
  bestehenden	
  äußeren	
  Erscheinungsbildes	
  der	
  denkmalgeschützten	
  Gebäude 	
  
• Keine	
  Festlegung	
  der	
  max.	
  Ausnutzungswerte 	
  
• Schutz	
  der	
  Grünflächen	
  durch	
  planungsrechtliche	
  Festsetzungen 	
  
• Keine	
  Neuausweisung	
  von	
  großen	
  oder	
  versiegelten	
  Parkierungsanlagen 	
  
• Festsetzungen	
  zum	
  Schutz	
  der	
  gestalterischen	
  Besonderheiten	
  durch	
  eine	
  integrierte	
  Gesta l-­‐
tungssatzung

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   4	
  
	
  
Auf	
  Grund	
  der	
  vorwiegend	
  auf	
  Sicherung	
  und	
  Erhaltung	
  ausgerichteten	
  Ziele	
  des	
  Bebauungsplanes	
  
werden	
  nur	
  in	
  sehr	
  geringfügigem	
  Umfang	
  zusätzliche	
  bauliche	
  Eingriffe	
  zugelassen.	
  Danach	
  können 	
  
• ein	
  Wohngebäude	
   (Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  15)	
  neu	
  errichtet	
  werden 	
  (185	
  m²),	
  
• 18	
  Wohngebäude	
   um	
  insgesamt	
  4 88	
  m²	
  baulich	
  erweitert	
  werden	
  (hiervon	
  drei	
  Erweiterun-­‐
gen	
  mit	
  130	
  m²	
  ausschließlich	
  als	
  Flachdach	
  mit	
  Dachbegrünung), 	
  
• auf	
  10	
  Grundstücken	
  zusätzliche	
  Garagengebäude	
   (279	
  m²)	
  errichtet	
  werden. 	
  
Insgesamt	
  beschränken	
  sich	
  die	
   zulässigen	
  umweltrelevanten	
  Eingriffe	
  auf	
  eine	
  Fläche	
  von	
  ca.	
   930	
  m²,	
  
dies	
  sind	
  ca.	
  1,2%	
  des	
  Geltungsbereichs. 	
  
Auf	
  einigen	
  Grundstücken,	
  insbesondere	
  im	
  Bereich	
  Prinz -­‐Christians-­‐Weg	
  13A	
  und	
  16	
  sowie	
  Alexan d-­‐
raweg	
  39	
  ist	
  auch	
  eine	
  deutliche	
  Reduktion	
  der	
  überbaubaren	
  Grundfläche	
   im	
  Bebauungsplan	
   vorge-­‐
sehen.	
  Die	
  hiervon	
  betroffenen	
  baulichen	
  Anlage n	
  haben	
  jedoch	
  Bestandsschutz ,	
  so	
  dass	
  im	
  Sinne	
  e i-­‐
ner	
  Worst-­‐Case-­‐Betrachtung	
  in	
  der	
  Wirkungsanalyse	
  des	
  Umweltberichts	
   zunächst	
  nicht	
  von	
  einem	
  
Rückbau	
  auszugehen	
  ist. 	
  
Auf	
  insgesamt	
  23	
  Grundstücken	
   werden	
  überwiegend	
  schon	
  vorhandene,	
  wasserdurchlässig	
  befestigte	
  
Stellplätze	
  (1.020	
  m²)	
  lagegenau	
  festgesetzt.	
  
Die	
  neun	
  Schrägparker -­‐Stellplätze	
  im	
  Eugen -­‐Bracht-­‐Weg	
  gegenüber	
  Haus	
  Ostermann	
  sollen	
  zurückg e-­‐
baut	
  und	
  diese	
  Fläche	
  in	
  die	
  angrenzende	
  öffentliche	
  Grünfläche	
  integriert	
  werden	
  (ca.	
   100	
  m²).+#+	
  
Sämtliche	
  bauliche	
  Anlagen	
  werden	
  im	
  Bebauungsplan	
  sehr	
  weitgehend	
  exakt	
  festgelegt	
  durch	
  Baul i-­‐
nien	
  und	
  –grenzen	
  sowie	
  Festlegung	
  der	
  überbaubaren	
  Grundflächen	
  in	
  m².	
  Weiterhin	
  werden	
  Lage	
  
und	
  Größe	
  der	
  zulässigen	
  Nebenanlagen	
  (Stellplätze,	
  Gar agen)	
  auf	
  den	
  Grundstücken	
  exakt	
  festgelegt	
  
und	
  verortet.	
  Im	
  Gegensatz	
  zur	
  Festlegung	
  von	
  Grundflächenzahlen	
  wird	
  somit	
  nur	
  wenig	
  Spielraum	
  im	
  
Hinblick	
  auf	
  die	
  maximal	
  mögliche	
  bauliche	
  Ausnutzung	
  gewährt	
  und	
   so	
  der	
  bauliche	
  Bestand	
  inne r-­‐
halb	
  der	
  denkmalgeschützten	
  historischen	
  Gesamtanlage	
  festgeschrieben. 	
  
	
  
1.2 IN	
  EINSCHLÄGIGEN	
  FAC HGESETZEN	
  UND	
  FACHPL ÄNEN	
  FESTGELEGTE	
  ZIE LE	
  DES	
  
UMWELTSCHUTZES 	
  
Im	
  Gesetz	
  über	
  die	
  Umweltverträglichkeitsprüfung	
  (UVPG) 	
  ist	
  in	
  §	
  2	
  als	
  Inhalt	
  der	
  Umweltverträglich-­‐
keitsprüfung	
  die	
  „Erm ittlung,	
  Beschreibung	
  und	
  Bewertung	
  der	
  unmittelbaren	
  und	
  mittelbaren	
  Au s-­‐
wirkungen	
  eines	
  Vorhabens	
  auf	
   	
  
• Menschen,	
  einschließlich	
  der	
  menschlichen	
  Gesundheit,	
  Tiere,	
  Pflanzen	
  und	
  die	
  biologische	
  
Vielfalt,	
  	
  
• Boden,	
  Wasser,	
  Luft,	
  Klima	
  und	
  Landschaft, 	
  
• Kulturgüter	
  und	
  sonstige	
  Sachgüter	
  sowie 	
  
• die	
  Wechselwirkung	
  zwischen	
  den	
  vorgenannten	
  Schutzgütern“	
   	
  
formuliert.	
  Zweck	
  des	
  Gesetzes	
  ist	
  laut	
  §	
  1,	
  sicherzustellen,	
  dass	
  bei	
  bestimmten	
  privaten	
  und	
  öffentl i-­‐
chen	
  Vorhaben	
  zur	
  wirksamen	
  Umweltvorsorge	
  nach	
  einheitliche n	
  Grundsätzen	
  
• die	
  Auswirkungen	
  auf	
  die	
  Umwelt	
  frühzeitig	
  und	
  umfassend	
  ermittelt,	
  beschrieben	
  und	
  b e-­‐
wertet	
  werden, 	
  
• die	
  Ergebnisse	
  so	
  früh	
  wie	
  möglich	
  bei	
  allen	
  behördlichen	
  Entscheidungen	
  berücksichtigt	
  
werden.	
  
Das	
  Bundesimmissionsschutzgesetz	
  (BImSchG) 	
  formuliert	
  in	
  §	
  1	
  als	
  Zweck	
  des	
  Gesetzes	
  „Menschen,	
  
Tiere	
  und	
  Pflanzen,	
  den	
  Boden,	
  das	
  Wasser,	
  die	
  Atmosphäre	
  sowie	
  Kultur -­‐	
  und	
  sonstige	
  Sachgüter	
  vor

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   5	
  
	
  
schädlichen	
  Umwelteinwirkungen	
  ...	
  zu	
  schützen	
  und	
  dem	
  Entstehen	
  schädlicher	
  Umwelteinwirkungen	
  
vorzubeugen.“	
  
In	
  §	
  50	
  wird	
  formuliert:	
  „Bei	
  raumbedeutsamen	
  Planungen	
  und	
  Maßnahmen	
  sind	
  die	
  für	
  eine	
  b e-­‐
stimmte	
  Nutzung	
  vorgesehenen	
  Flächen	
  einander	
  so	
  zuzuordnen,	
  dass	
  schädliche	
  Umwelteinwirku n-­‐
gen	
  …	
  auf	
  die	
  ausschließlich	
  oder	
  überwiegend	
  dem	
  Wohnen	
  dienenden	
  Gebi ete	
  sowie	
  sonstige	
  
schutzbedürftige	
  Gebiete	
  soweit	
  wie	
  möglich	
  vermieden	
  werden.“ 	
  
§	
  1	
  des	
  Bundesnaturschutzgesetzes	
  (BNatSchG) 	
  setzt	
  fest:	
  „Natur	
  und	
  Landschaft	
  sind	
  auf	
  Grund	
  ihres	
  
eigenen	
  Wertes	
  und	
  als	
  Grundlage	
  für	
  Leben	
  und	
  Gesundheit	
  des	
  Menschen	
  auc h	
  in	
  Verantwortung	
  
für	
  die	
  künftigen	
  Generationen	
  im	
  besiedelten	
  und	
  unbesiedelten	
  Bereich	
  nach	
  Maßgabe	
  der	
  nachfo l-­‐
genden	
  Absätze	
  so	
  zu	
  schützen,	
  dass 	
  
1.	
  die	
  biologische	
  Vielfalt, 	
  
2.	
  die	
  Leistungs-­‐ 	
  und	
  Funktionsfähigkeit	
  des	
  Naturhaushalts	
  einschließlich	
  d er	
  Regenerationsfähigkeit	
  
und	
  nachhaltigen	
  Nutzungsfähigkeit	
  der	
  Naturgüter	
  sowie 	
  
3.	
  die	
  Vielfalt,	
  Eigenart	
  und	
  Schönheit	
  sowie	
  der	
  Erholungswert	
  von	
  Natur	
  und	
  Landschaft 	
  
auf	
  Dauer	
  gesichert	
  sind;	
  der	
  Schutz	
  umfasst	
  auch	
  die	
  Pflege,	
  die	
  Entwicklung	
  und,	
  so weit	
  erforderlich,	
  
die	
  Wiederherstellung	
  von	
  Natur	
  und	
  Landschaft	
  (allgemeiner	
  Grundsatz).“ 	
  
Gemäß	
  §	
  1	
  (2-­‐4)	
  BNatSchG	
  sind	
  die	
  wildlebenden	
  Tiere	
  und	
  Pflanzen	
  und	
  ihre	
  Lebensgemeinschaften	
  
sowohl	
  außerhalb	
  als	
  auch	
  innerhalb	
  des	
  besiedelten	
  Bereiches	
  als	
  Te il	
  des	
  Naturhaushaltes	
  in	
  ihrer	
  
natürlichen	
  und	
  historisch	
  gewachsenen	
  Artenvielfalt	
  zu	
  schützen,	
  zu	
  entwickeln	
  und	
  wiederherzuste l-­‐
len.	
  	
  
Im	
  §	
  1	
  (5)	
  BNatSchG	
  werden	
  u.a.	
  folgende	
  Grundsätze	
  genannt:	
   	
  
Berücksichtigung	
  der	
  natürlichen	
  Landschaftsstrukturen	
   bei	
  baulichen	
  Neuanlagen,	
  wie	
  Verkehrsw e-­‐
gen	
  u.	
  a.;	
  so	
  gering	
  wie	
  möglicher	
  Verbrauch	
  und	
  Zerschneidung	
  von	
  Landschaft; 	
  
Die	
  Landschaft	
  ist	
  insbesondere	
  als	
  Erlebnis -­‐	
  und	
  Erholungsraum	
  des	
  Menschen	
  zu	
  sichern,	
  einschlie ß-­‐
lich	
  charakteristischer	
  Strukturen	
  und 	
  Elemente.	
  Für	
  die	
  Erholung	
  geeignete	
  Flächen	
  sind	
  zu	
  gestalten	
  
und	
  zugänglich	
  zu	
  erhalten.	
  Insbesondere	
  im	
  siedlungsnahen	
  Bereich	
  sollen	
  ausreichend	
  Erholungsfl ä-­‐
chen	
  bereitgestellt	
  werden. 	
  
Der	
  §	
  30	
  BNatSchG	
  stellt	
  bestimmte	
  Biotope	
  unter	
  besonderen	
  Schutz ;	
  ihre	
  Zerstörung	
  oder	
  eine	
  son s-­‐
tige	
  erhebliche	
  oder	
  nachhaltige	
  Beeinträchtigung	
  ist	
  unzulässig.	
  Rechtliche	
  Vorgaben	
  für	
  den	
  Schutz	
  
natürlicher	
  Lebensräume	
  und	
  Arten	
  ergeben	
  sich	
  auch	
  aus	
  dem	
  EU -­‐Recht,	
  der	
  Vogelschutzrichtlinie	
  
und	
  der	
  Fauna-­‐Flora-­‐Habitat-­‐Richtlinie	
  (FFH-­‐Richtlinie).	
  	
  
Gemäß	
  §	
  2	
  Nr.	
  1a -­‐c	
  Umweltschadensgesetz	
  (USchadG) 	
  sind	
  
a)	
  „eine	
  Schädigung	
  von	
  Arten	
  und	
  natürlichen	
  Lebensräumen	
  nach	
  Maßgabe	
  des	
  §	
  19	
  des	
  Bundesn a-­‐
turschutzgesetzes,“ 	
  
b)	
  „eine	
  Schädigung	
  der	
  Gewässer	
  nach	
  Maßgabe	
  des	
  §	
  22a	
  d es	
  Wasserhaushaltsgesetzes,“ 	
  
c)	
  „eine	
  Schädigung	
  des	
  Bodens	
  durch	
  eine	
  Beeinträchtigung	
  der	
  Bodenfunktionen	
  im	
  Sinn	
  des	
  §	
  2	
  Abs.	
  
2	
  des	
  Bundes-­‐Bodenschutzgesetzes,	
  die	
  …	
  	
  Gefahren	
  für	
  die	
  menschliche	
  Gesundheit	
  verursacht;“ 	
  
Umweltsschäden,	
  bei	
  dessen	
  Eintri ttsgefahr	
  bzw.	
  Eintritt	
  der	
  Verantwortliche	
  gemäß	
  §	
  4	
  die	
  entspr e-­‐
chende	
  Behörde	
  zu	
  informieren	
  hat,	
  gemäß	
  §	
  5	
  erforderliche	
  Vermeidungsmaßnahmen	
  oder	
  gemäß	
  §	
  
6	
  bei	
  Eintritt	
  des	
  Umweltschadens	
  die	
  erforderlichen	
  Schadensbegrenzungsmaßnahmen	
  und	
  die	
  S a-­‐
nierungsmaßnahmen	
  zu	
  ergreifen	
  hat.	
  Es	
  gelten	
  die	
  folgenden	
  Rechtsvorschriften	
  des	
  Bundes,	
  die	
  
Vermeidung	
  und	
  Sanierung	
  von	
  Umweltschäden	
  näher	
  bestimmen. 	
  
Gemäß	
  §	
  1	
  des	
   Hessischen	
  Denkmalschutzgesetzes 	
  ist	
  es	
  „Aufgabe	
  von	
  Denkmalschutz	
  und	
  Denkma l-­‐
pflege,	
  die	
  Kulturdenkmäler	
  als	
  Quellen	
  und	
  Zeugnisse	
  menschlicher	
  Geschichte	
  und	
  Entwicklung	
  (...)	
  
zu	
  schützen	
  und	
  zu	
  erhalten	
  sowie	
  darauf	
  hinzuwirken,	
  dass	
  sie	
  in	
  die	
  städtebauliche	
  Entwicklung,	
  
Raumordnung	
  und	
  Landschaftspflege	
  einbezogen	
  werden.“

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   6	
  
	
  
Gemäß	
  §	
  1	
  Bundes-­‐Bodenschutzgesetz	
  (BBodSchG) 	
  sind	
  die	
  Funktionen	
  des	
  Bodens	
  nachhaltig	
  zu	
  s i-­‐
chern	
  oder	
  widerherzustellen.	
  Dafür	
  sollen	
  schädliche	
  Bodenveränderungen	
  vermieden	
  und	
  Altlasten	
  
sowie	
  dadurch	
  bedingte	
  Grundwasserverunreinigungen	
  saniert	
  werden.	
  Im	
  Fall	
  einer	
  Einw irkung	
  auf	
  
den	
  Boden	
  gilt	
  ein	
  Vermeidungsgebot	
  hinsichtlich	
  der	
  Beeinträchtigungen	
  seiner	
  natürlichen	
  Funkti o-­‐
nen	
  sowie	
  seiner	
  Funktion	
  als	
  Archiv	
  der	
  Natur -­‐	
  und	
  Kulturgeschichte.	
   	
  
In	
  §	
  1	
  a	
  des	
  Wasserhaushaltsgesetzes	
  (WHG) 	
  wird	
  der	
  Grundsatz	
  formuliert,	
  di e	
  Gewässer	
  als	
  Be-­‐
standteil	
  des	
  Naturhaushaltes	
  so	
  zu	
  bewirtschaften,	
  „dass	
  sie	
  dem	
  Wohl	
  der	
  Allgemeinheit	
  und	
  im	
  Ei n-­‐
klang	
  mit	
  ihm	
  auch	
  dem	
  Nutzen	
  einzelner	
  dienen	
  und	
  dass	
  jede	
  vermeidbare	
  Beeinträchtigung	
  unte r-­‐
bleibt."	
  Dabei	
  wird	
  besonders	
  die	
  Verhütung	
  v on	
  Verunreinigungen	
  und	
  die	
  gebotene	
  sparsame	
  Ve r-­‐
wendung	
  des	
  Wassers	
  hervorgehoben.	
  In	
  § 	
  18	
  a	
  (1)	
  ist	
  ausgeführt:	
  „Abwasser	
  ist	
  so	
  zu	
  beseitigen,	
  dass	
  
das	
  Wohl	
  der	
  Allgemeinheit	
  nicht	
  beeinträchtigt	
  wird“. 	
  
Im	
  Hessischen	
  Wassergesetz	
  (HWG) 	
  werden	
  Schutz-­‐	
  und	
  Bewirtschaftungsbestimmungen	
  für	
  das	
  
Grundwasser	
  in	
  den	
  §§	
  33	
  und	
  37	
  und	
  für	
  oberirdische	
  Gewässer	
  in	
  den	
  §§	
  8,	
  9,	
  12	
  und	
  13	
  gegeben.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   7	
  
	
  
2 GRÜNORDNUNGSPLANUNG 	
  
Grundlage	
  der	
  Grünordnungsplanung 	
  war	
  eine	
  
• Bestandsaufnahme	
  der	
   Biotoptypen	
  gemäß	
   hessischer	
  Kompensationsverordnung 	
  (s.	
  Kap.	
  3.1),	
  
• eine	
  Bestandsaufnahme	
  und	
  – bewertung	
  des	
  umfangreichen	
  Baumbestandes 	
  (s.	
  Anhang	
  1),	
  
• und	
  eine	
  Bestandsaufnahme	
  und	
   freiraumplanerische	
  Bewertung 	
  der	
  Garten-­‐	
  und	
  Grünflächen	
  (s.	
  
Anhang	
  2),	
  
die	
  in	
  der	
  Bestandskarte	
  (s.	
  Anhang	
  3)	
  zum	
  Umweltbericht	
  zusammenfassend	
  dargestellt	
  werden. 	
  
	
  
2.1 BAUMKARTIERUNG 	
  
Bei	
  der	
  Baumkartierung	
   (s.	
  Anhang	
  1)	
  wurden	
  gemäß	
  Baumschutzsatzung	
  der	
  Stadt	
  Darmstadt	
  vom	
  5.	
  
April	
  2004	
  alle	
  Bäume	
  mit	
  einem	
  Stammumfang	
  von	
  mindestens	
  60	
  cm	
  gemessen	
  in 	
  1	
  m	
  Höhe	
  aufge-­‐
nommen.	
  	
  
Dabei	
  wurden	
  Art,	
  Höhe,	
  Kronen-­‐	
  und	
  Stammdurchmesser,	
  Vitalität	
  und	
  Besonderheiten	
  der	
  einzelnen	
  
Bäume	
  erfasst	
  und	
  vor	
  Ort	
  eine	
  Bewertung	
  durchgeführt.	
   Besonders	
  ortbildprägende	
  Bäume	
   (i.d.R.	
  mit	
  
einem	
  Kronendurchmesser	
  von	
  mind.	
  10 	
  m	
  bzw.	
  Kronentrauffläche	
  mind.	
  80	
  m²)	
  wurden	
   als	
  wertvoll	
  
bewertet	
  und	
  abgängige	
  oder	
  stark	
  in	
  ihrer	
  Vitalität	
  geschwächte	
  Bäume	
  wurden	
  als	
  „vorhanden“	
  g e-­‐
kennzeichnet.	
  Alle	
  übrigen,	
  alterungsfähigen	
  Bäume	
  wurden	
  als	
  erhaltenswert	
  bewertet. 	
  Im	
  Ergebnis	
  
der	
  Baumkartierung	
   wurden	
  296	
  Bäume	
  als	
  wertvoll	
  oder	
  erhaltenswert	
  charakterisiert .	
  
	
  	
   Wertvoll	
   Erhaltenswert	
   Vorhanden	
   Summe	
  
Laubbaum,	
  heimisch	
   38	
   101	
   16	
   155	
  
Laubbaum,	
  fremdländisch 	
   15	
   52	
   5	
   72	
  
Nadelbaum	
  	
   	
  	
   90	
   2	
   92	
  
Summe	
   53	
   243	
   23	
   319	
  
Bei	
  einer	
  Gesamtgröße	
  der	
  unbefestigten	
  Freiflächen	
  (Garten -­‐	
  und	
  Grünflächen)	
  in	
  Höhe	
  von	
  ca.	
  
50.890	
  m²	
  entspricht	
   eine	
  Baumanzahl	
  von	
  319	
  in	
   etwa	
  einem	
  Baum	
  je	
  160	
  m²	
  Freifläche. 	
  	
  
	
  
2.2 FREIRAUMPLANERISCHE	
   BEWERTUNG 	
  
Bei	
  der	
  durchgeführten	
  freiraumplanerischen	
   Bewertung	
  der	
  Garten-­‐	
  und	
  Grünflächen	
   (s.	
  Anhang	
  2)	
  
wurden	
  Einfriedungen,	
  Wege,	
  Treppen,	
  Mauern,	
  Terrassen ,	
  Vegetation	
  und	
  Besonderheiten	
  (Skulpt u-­‐
ren	
  etc.)	
  der	
  Grundstücke	
  soweit	
  einsehbar	
   erfasst.	
  Insgesamt	
  wurden	
  65	
  Privatgrundstücke	
  und	
  16	
  
Verkehrsflächen,	
  Wege	
  und	
  Grünflächen	
  einer	
   detaillierten,	
  gestalterischen	
   Bewertung	
  unterzogen. 	
  
Aus	
  freiraumplanerischer	
  Sicht	
  besonders	
  bemerkenswert	
   und	
  wertvoll	
  sind	
  die	
  historischen	
  Garte n-­‐
anlagen	
  der	
  Grundstücke	
  Olbrichweg	
  15 	
  (Oberhessisches	
  Haus),	
  Alexandraweg	
  23	
   (Großes	
  Haus	
  Gl ü-­‐
ckert),	
  Alexandraweg	
  26	
  (Ernst-­‐ Ludwig	
  Haus)	
  und	
  Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  2	
  (Drei-­‐Häuser-­‐Gruppe)	
  sowie	
  
der	
  außerordentlich	
  ökologisch	
  hochwertige	
  Vortex -­‐Garten	
  im	
  Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  13	
  (Haus	
  Hube r-­‐
tus).	
  	
  
Die	
  Gärten	
  der	
   Kulturdenkmalg rundstücke	
  Olbrichweg	
  19	
  (Haus	
  Sutter),	
  Alexandraweg	
  17	
  (Haus	
  Be h-­‐
rens),	
  Alexandraweg	
  25	
  (Kleines	
  Haus	
  Glückert),	
  Alexandraweg	
  27	
  (Haus	
  Habich),	
  Alexandraweg	
  28	
  
(Haus	
  Olbrich)	
  und	
   Mathildenhöhweg	
  2	
  (Haus	
  Deiters) 	
  besitzen	
  noch	
  zahlreiche	
  historische	
  Elemente

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   8	
  
	
  
(z.B.	
  Klinkermauerm,	
  Mosaike,	
  Metallzäune	
  etc.).	
  Sie	
  sind	
  daher	
   immer	
  noch	
  als	
  hochwertig	
  zu	
  b e-­‐
zeichnen,	
  eine	
  gartenhistorische	
  Rekonstruktion	
  erscheint	
  lohnenswert. 	
  
Die	
  öffentlichen	
  Grünanlagen	
  am	
  Eugen -­‐Bracht-­‐Weg	
  und	
  am	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Haus	
  (mit	
  Schwanente m-­‐
pel,	
  Gottfried-­‐Schwab-­‐Denkmal,	
  Ernst-­‐Ludwig-­‐Brunnen,	
  Heinrich -­‐Jobst-­‐Treppe	
  mit	
  historischen	
  Beto n-­‐
laubengang)	
  weisen	
  einen	
  wertvollen	
  alten	
  Baumbestand	
  und	
  sehr	
   wertvolle	
  kulturhistorische	
  El e-­‐
mente	
  auf.	
  
Insbesondere	
  in	
  den	
  Bürgersteigen	
  des	
  Alexandraweges	
  und	
  de s	
  Prinz-­‐Christian-­‐Weges	
  sowie	
  zum	
  Teil	
  
auch	
  im	
  Eugen-­‐Bracht-­‐Weg	
  und	
  im	
  Mathildenhöhweg	
   liegt	
  ein	
  Jugendstil -­‐Mosaikpflaster	
  (verlegt	
  ab	
  
1907).	
  
	
  
2.3 LANDSCHAFTSPLANERISC HE	
  ENTWICKLUNGSZIELE 	
  
Aus	
  Sicht	
  von	
  Naturschutz	
  und	
  Landschaftspflege	
   ist	
  insbesondere	
  die	
  Erh altung	
  des	
  historischen	
  Ort s-­‐
bildes	
  einer	
  Jugendstil -­‐Villensiedlung	
  mit	
  Großbaumbestand	
   und	
  großzügigen	
  Privatgärten	
   durch	
  den	
  
Verzicht	
  auf	
  weitere	
  großflächige	
  Bebauungen 	
  von	
  besonderer	
  Bedeutung .	
  
Folgende	
  landschaftsplanerische	
  und	
  grünordnerische	
  Ziele	
  s ind	
  im	
  Rahmen	
  der	
  Bauleitplanung	
  zu	
  b e-­‐
rücksichtigen:	
  
Tier-­‐	
  und	
  Pflanzenwelt 	
  
o Größtmögliche	
   Erhaltung	
   bestehender	
   Baum-­‐	
   und	
   Gehölzbestände	
   auf	
   privaten	
   und	
   öffentlichen	
  
Frei-­‐	
  und	
  Bauflächen	
  durch	
  Baum -­‐	
  und	
  Gehölzpflanzungen	
  sowie	
  Dachbegrünungen. 	
  
o Vermeidung	
  artenschutzrechtlich	
  relevanter	
  Beeinträchtigungen	
  der	
  Tierwelt. 	
  
Boden	
  
o Maximal	
  mögliche	
  Erhaltung	
  von	
  natürlichem	
  Boden	
  mit	
  seinen	
  Regulations -­‐	
  und	
  Lebensraumfunk-­‐
tionen	
  in	
  Form	
  von	
  privaten	
  und	
  öffentlichen	
  Grünflächen.	
  Schaffung	
  von	
  Ersatzstandorten	
  mit	
  R e-­‐
gulations-­‐	
  und	
  Lebensraumfunktionen	
  durch	
  Begrünung	
  von	
  Gebäude -­‐	
  und	
  Tiefgaragendächern. 	
  
Wasserhaushalt 	
  
o Vermeidung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  des	
  Gebietswasserhaushaltes	
  durch	
  Maßnahmen	
  zur	
  Niede r-­‐
schlagsretention	
   (Dachbegrünung,	
   versickerungsfähige	
   Oberfläche nbefestigung)	
   und	
   Niede r-­‐
schlagsversickerung. 	
  
Klima	
  
o Erhaltung	
  der	
   plangebietsinternen	
  klimawirksamen	
  Ausgleichsflächen	
  und	
   -­‐strukturen	
  (öffentliche	
  
und	
  private	
  Grünflächen,	
  Gehölzstrukturen,	
  Dachbegrünungen	
  etc.). 	
  
Landschafts-­‐/Stadtbild	
  und	
  Erholungswert 	
  
o Erhaltung	
   der	
   großzügig 	
   dimensionierte n,	
   begrünte n	
   Freiflächen	
   im	
   öffentlichen	
   und	
   privaten	
  
Raum	
  zur	
  Wohnumfelderholung	
  (Wege,	
  Plätze,	
  öffentliche	
  und	
  private	
  Grünflächen,	
  Spielplätze) 	
  
o Erhaltung	
   des	
   wertvollen	
  	
   Orts-­‐	
   bzw.	
   Quartiersbildes	
   durch	
   die	
  Erhaltung	
   der	
   kulturhistorisch	
   be-­‐
deutsamen	
  Bausubstanz	
  und	
  die	
   Durchgrünung	
  der	
  öffentlichen	
  und	
  privaten	
  Freiflächen. 	
  
o Erhalt	
  bzw.	
  Verbesserung	
  der	
  Durchgängigkeit	
  des	
  Ortsteils	
  durch	
  Schaffung	
  neuer	
  Wegebeziehu n-­‐
gen.	
  
o Wiederherstellung	
  historischer	
  Sichtbeziehungen

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   9	
  
	
  
2.4 HISTORISCHE	
  SICHTACH SE	
  ERNST -­‐LUDWIG -­‐HAUS 	
  
Aus	
   freiraumplanerischer	
   Sicht	
   ist	
   die	
   Wiederherstellung	
   der	
   historischen	
   Sichtachse	
   zwischen	
   Haus	
  
Habich	
  (Alexandraweg	
  27)	
  und	
  Kleinem	
  Haus	
  Glückert	
  (Alexandraweg	
  25)	
  in	
  Verlängerung	
  der	
  Achse	
  
des	
  Ernst-­‐Ludwig-­‐Hauses	
  ein	
  wesentliches	
  Element	
  der	
  Grünordnungsplanung.	
   	
  
Die	
  sogenannte	
  Gartenachse	
  ist	
  Teil	
  des	
  ersten	
  Ensembles	
  von	
  Künstlerhäusern	
  für	
  die	
  Ausstellung	
  im	
  
Jahre	
   1901	
   an	
   der	
   Südseite	
   des	
   Ernst-­‐Ludwig-­‐Hauses.	
   Zwischen	
   den	
   weitgehend	
   symmetrisch	
   ange-­‐
ordneten	
   vier	
   Gebäuden	
   (Haus	
   Christiansen,	
   Haus	
   Olbrich,	
   Kleines	
   Haus	
   Glückert	
   und	
   Haus	
   Habich)	
  
wurde	
  ein	
  öffentlicher	
  Weg	
  vom	
  Portal	
  des	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Hauses	
  zum	
  Haus	
  der	
  Flächenkunst	
  angelegt,	
  
welches	
  dieses	
  Ensemble	
  räumlich	
  abschloß.	
  Das	
  Haus	
  für	
  Flächenkunst	
  sta nd	
  noch	
  nördlich	
  des	
  Prinz-­‐
Christians-­‐Weges.	
  Der	
  Verbindungsweg	
  wurde	
  beidseitig	
  von	
  den	
  kunstvoll	
  angelegten	
  Gärten	
  der	
  vier	
  
Künstlerhäuser	
  flankiert.	
  So	
  entstand	
  eine	
  Sichtachse	
  zwischen	
  dem	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Haus	
  und	
  dem	
  Haus	
  
für	
  Flächenkunst,	
  welche	
  in	
  beid e	
  Richtungen	
  ausgelegt	
  war.	
  Durch	
  die	
  Topographie	
  wurde	
  natürlich	
  
die	
   Wirkung	
   des	
   Ernst-­‐Ludwig-­‐Hauses	
   gesteigert	
   und	
   der	
   Weg	
   zum	
   Portal	
   überhöht	
   („Aufstieg	
   zum	
  
Tempel	
  der	
  Arbeit“).	
  Diese	
  Situation	
  währte	
  jedoch	
  nur	
  kurze	
  Zeit,	
  denn	
  nach	
  der	
  Ausstellung	
  wur de	
  
das	
   Haus	
   für	
   Flächenkunst	
   wieder	
   abgebaut	
   und	
   der	
   Weg	
   war	
   nicht	
   mehr	
   öffentlich	
   zugänglich.	
   Die	
  
Gärten	
  wurden	
  neu	
  angelegt	
  und	
  terrassiert.	
  Dabei	
  wurde	
  in	
  den	
  nun	
  privaten	
  Gärten	
  eine	
  neue	
  W e-­‐
geführung	
   angelegt,	
   die	
   nach	
   Süden	
   verlängert	
   wurde	
   und	
   an	
   Stelle	
   des	
   Hauses	
   für	
   Flächenkunst	
   an	
  
einem	
  Wasserbecken	
  endete.	
  Dieses	
  Wasserbecken	
  ist	
  heute	
  noch	
  vorhanden. 	
  
Als	
  „Point	
  de	
  vue“	
  wurde	
  1902	
  südlich	
  des	
  Prinz -­‐Christians-­‐Weges	
  ein	
  Mehrfamilienwohnhaus	
  mit	
  au f-­‐
fälligem	
  Doppelgiebel	
  errichtet	
  (Haus	
  Stade).	
  Auf	
  d iese	
  Weise	
  hatte	
  die	
  „Gartenachse“	
  immer	
  noch	
  ih-­‐
re	
  Wirkung,	
  wenn	
  auch	
  der	
  Blick	
  nach	
  Süden	
  an	
  Bedeutung	
  verlor.	
  Vom	
  Prinz -­‐Christians-­‐Weg	
  aus	
  aber	
  
war	
  die	
  Überhöhung	
  des	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Hauses	
  so	
  noch	
  nachvollziehbar,	
  eine	
  Begehung	
  der	
  Sichtachse	
  
jedoch	
  nicht	
  mehr	
  möglich.	
  Dieser	
  Zustand	
  existierte	
  so	
  bis	
  zu	
  den	
  Zerstörungen	
  im	
  zweiten	
  Weltkrieg.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   10	
  
	
  
Das	
  Doppelwohnhaus	
  (Haus	
  Stade)	
  wurde	
  im	
  zweiten	
  Weltkrieg	
  weitgehend	
  zerstört.	
  An	
  seine	
  Stelle	
  
trat	
  das	
  Doppelwohngebäude,	
  welches	
  heute	
  noch	
  vorhanden	
  ist.	
  Es	
  wurd e	
  in	
  Anlehnung	
  an	
  die	
  Ziele	
  
der	
  Ursprungsbebauung	
  	
  im	
  Jahre	
  1955	
  als	
  Künstlerhaus	
  errichtet.	
  Dieses	
  Gebäude	
  nimmt	
  jedoch	
  ke i-­‐
nen	
  Bezug	
  auf	
  die	
  Gartenachse.	
  Die	
  Gärten	
  mit	
  der	
  Sichtachse	
  und	
  der	
  Rosengarten	
  sind	
  nicht	
  wieder	
  
in	
  der	
  alten	
  Form	
  angelegt	
  worden .	
  Heute	
  sind	
  sie	
  vollständig	
  zugewachsen,	
  wodurch	
  eine	
  Sichtbezi e-­‐
hung	
  verhindert	
  wird.	
  Lediglich	
  von	
  dem	
  Wasserbecken	
  am	
  Fußpunkt	
  der	
  Anlage	
  sind	
  noch	
  Teile	
  vo r-­‐
handen.	
  
	
  
Blick	
  vom	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Haus	
  auf	
  historische,	
  heute	
  zugewachsene	
  Sichtachse 	
  
Im	
   Zuge	
   der	
   vorliegenden	
  Grünordnungsplanung	
  wird	
  nun	
  durch	
  Festsetzung	
  einer	
  privaten	
  Grünfl ä-­‐
che	
  in	
  Verbindung	
  mit	
  einer	
  entsprechenden	
  Gestaltungsfestsetzung	
  versucht	
  zumindest	
  die	
  Vorau s-­‐
setzungen	
  für	
  eine	
   perspektivische 	
  Wiederherstellung	
  der	
  historischen	
  Sichtach se	
  zu	
  schaffen.	
  
	
  
2.5 GRÜNORDNERISCHE	
  FESTSETZUNGSVORSCHLÄGE	
  
2.5.1 PLANUNGSRECHTLICHE	
  F ESTSETZUNGEN 	
  
nach	
  §	
  9	
  (1)	
  BauGB	
  i.V.m.	
  BauNVO 	
  
	
  
Flächen	
  für	
  Nebenanlagen,	
  Stellplätzen	
  und	
  Tiefgaragen	
   (§	
  9	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  2,	
  Nr.	
  4	
  und	
  22	
  BauGB	
   )	
  
1. Stellplätze	
  und	
  Garagen	
  im	
  Sinne	
  des	
  §	
  14	
  BauNVO,	
  ausgenommen	
  notwendige	
  Zufahrten	
  
und	
  Zuwege,	
  sind	
  nur	
  innerhalb	
  der	
  als	
  überbaubar	
  ausgewiesenen	
  Grundstücksflächen	
  s o-­‐
wie	
  auf	
  den	
  dafür	
  festgesetzten	
  Flächen	
  zulässig. 	
  
2. Zusammenhängende	
  Garagenfronten	
  über	
  5,0	
   m	
  Breite	
  pro	
  Grundstück	
  sind	
  nicht	
  zulässig.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   11	
  
	
  
3. Außerdem	
  sind	
  auf	
  den	
  nicht	
  überbaubaren	
  Grundstücksflächen	
  Nebenanlagen	
  i.S.d.	
  §	
  14	
  
(1)	
  BauNVO	
  eingeschränkt	
  zulässig 	
  als:	
  	
  
o Anlage	
  zur	
  Gartenbewirtschaftung,	
  (z.B.	
  Geräteschuppen,	
  Gewächshäuser),	
   	
  
o Anlage	
  zur	
  Garten-­‐ 	
  und	
  Freiflächengestaltung,	
  (z.B.	
  Lauben,	
  Pavillons,	
  Pergolen), 	
  
o Standplätze	
  für	
  Abfallbehälter.	
  
4. Die	
  Summe	
  aller	
   Nebenanlagen	
  i.S.	
  §	
  14	
  BauNVO	
   ist	
  in	
  ihrer	
  Grundfläche	
  pro	
  Grundstück	
   auf	
  
10	
  m2	
  Grundfläche	
  sowie	
  38	
  m 3	
  umbauten	
  Raum	
  begrenzt. 	
  
	
  
Öffentliche	
  und	
  private	
  Grünflächen	
  (§	
  9	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  15	
  BauGB) 	
  
1. Die	
  in	
  der	
  Planzeichnung	
  festgesetzten	
  öffentlichen	
  Grünflächen	
  sind	
  vollflächig	
  als	
  Park-­‐ 	
  
und	
  Grünanlagen	
  sowie	
  Kinderspielplätze	
  zu	
  erhalten.	
  Die	
  Befestigung	
  von	
  Flächen	
  auße r-­‐
halb	
  der	
  Wege-­‐	
  und	
  Spielbereiche	
  ist	
  unzulässig .	
  Befestigte	
  Flächen	
  sind	
  ausschließlich	
  tei l-­‐
versiegelt	
  oder	
  mit	
  seitlicher	
  Flächenversickerung	
  anzulegen. 	
  
2. Die	
  in	
  der	
  Planzeichung	
  festgesetzte	
  private	
  Grünfläche	
  dient	
  zur	
  Wiederherstellung	
  einer	
  
historischen	
  Sichtachse.	
  Hier	
  ist	
  keine	
  Anpflanzung	
  von	
  Bäu men	
  und	
  Sträuchern	
  oder	
  die	
  E r-­‐
richtung	
  von	
  baulichen	
  Anlagen	
  zulässig,	
  die	
  das	
  freie	
  Sichtfeld	
  zwischen	
  Prinz-­‐ Christians-­‐
Weg	
  und	
  Eingang	
  des	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Hauses	
  in	
  irgendeiner	
  Weise	
  einschränken	
  oder	
  beei n-­‐
trächtigen.	
  Abgängiger	
   Bewuchs	
  darf	
  nicht	
  ersetzt	
  w erden.	
  
	
  
Flächen	
  oder	
  Maßnahmen	
  zum	
  Schutz,	
  zur	
  Pflege	
  und	
  zur	
  Entwicklung	
  von	
  Boden,	
  Natur	
  
und	
  Landschaft	
   (§	
  9	
  Abs.1	
  Nr.	
  20	
  BauGB) 	
  
1. Oberflächenbefestigun g:	
  Befestigte,	
  nicht	
  überdachte	
  Flächen	
  der	
  Baugrundstücke	
  sowie	
  
private	
  Stellplätze	
  sind	
  wasserdurchlässig	
  auszuführen;	
   soweit	
  wasserrechtliche	
  Belange	
  
nicht	
  entgegenstehen.	
  A ls	
  wasserdurchlässige	
  Beläge	
  gelten	
  u.a.	
  wasserdurchlässige	
  Pfla s-­‐
tersysteme,	
  Porenp flaster,	
  Pflasterbeläge	
  mit	
  einem	
  Fugenanteil	
  von	
  mind.	
  20	
  %	
  und	
  Ei n-­‐
fachbefestigungen	
  wie	
  z.B.	
  Schotterrasen	
  und	
  wassergebundene	
  Wegedecken. 	
  Bei	
  Flächen,	
  
die	
  nicht	
  teilversiegelt	
  sind,	
  ist	
  das	
  anfallende	
  Niederschlagswasser	
  in	
  angrenzende	
  Grun d-­‐
stücksfreiflächen	
  zu	
  versickern. 	
  
2. Insektenfreundliche	
  Außenbeleuchtung :	
  Sofern	
  keine	
  historischen	
  Beleuchtungsarten	
  ge-­‐
wählt	
  werden	
  sind	
  zur	
  Vermeidung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  nachtaktiven	
  Insektenarten	
  
für	
  die	
  Außenbeleuchtung	
  ausschließlich	
  Natriumdampf -­‐Hochdrucklampen,	
  Natriumdampf -­‐
Niederdrucklampen	
  oder	
  LED -­‐Leuchtmittel,	
  mit	
  Richtcharakteristik	
  und	
  unter	
  Verwendung	
  
vollständig	
  gekapselter	
  Lampengehäuse	
  zulässig.	
   	
  
3. Schutz	
  vor	
  Vogelschlag:	
  Zur	
  Vermeidung	
  von	
  Vogelschlag	
  und	
  damit	
  der	
  Tötung	
  von	
  arte n-­‐
schutzrechtlich	
  g eschützten	
  Tierarten	
  ist	
  in	
  den	
  straßenseitigen	
  Fassadenteilen	
  für	
  Glasfl ä-­‐
chen	
  und	
  -­‐fassaden	
  mit	
  einer	
  Größe	
  von	
  mehr	
  als	
  3	
  m²	
  ausschließlich	
  die	
  Verwendung	
  von	
  
Vogelschutzglas	
  (Ornilux)	
  zulässig. 	
  
4. Nisthilfen:	
  Zur	
  Förderung	
  von	
  Brutbiotopen	
  für	
  Vogelarten	
  s ind	
  bei	
  Neubauten	
  bauseitig	
  an	
  
allen	
  Gebäuden	
  Einbau -­‐Nistkästen	
  für	
  Mauersegler,	
  Schwalbenarten	
  oder	
  Haussperlinge	
  
vorzusehen	
  (Zwei	
  Nistkästen	
  je	
  Gebäude).	
   	
  
	
  
Anpflanzen	
  und	
  Erhalten	
  von	
  Bäumen,	
  Sträuchern	
  und	
  sonstigen	
  Bepflanzungen	
  	
   (§	
  9	
  Abs.	
  
1	
  Nr.	
  25a	
  und	
  b	
  BauGB)

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   12	
  
	
  
1. Erhaltung	
  von	
  Bäumen	
   und	
  Baumgruppen :	
  Die	
  in	
  der	
  Planzeichnung	
  als	
  zu	
  erhaltend	
  festg e-­‐
setzten	
  Einzelbäume	
  und	
  Baumgruppen	
  sind	
  dauerhaft	
  zu	
  erhalten	
  und	
  bei	
  Beschädigung	
  
oder	
  Erkrankung	
  durch	
  geeignete	
  Maßnahmen	
  zu	
  behandeln.	
   Abgängiger	
  Bewuchs	
  ist	
  durch	
  
einheimische	
  und	
  standortgerechte	
  Neupflanzungen	
  entsprechend 	
  Auswahlliste	
  A	
  zu	
  erset-­‐
zen.	
  Bei	
  Neupflanzungen	
  als	
  Ersatz	
  für	
  zu	
  erhaltende	
  Einzelbäume	
  ist	
  eine	
  Abweichung	
  von	
  
dem	
  zeichnerisch	
  festgesetzten	
  Standort	
  um	
  bis	
  zu	
  5	
  m	
  zulässig. 	
  
2. Anpflanzen	
  von	
  Bäumen	
  und	
  sonstigen	
  Bepflanzungen :	
  	
  
o Bei	
  Anpflanzungen	
  sind,	
  soweit	
  andere	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplans	
  dem	
  nicht	
  en t-­‐
gegenstehen,	
  vorwiegend	
  einheimische,	
  standortgerechte	
  Laubbäume	
  und	
  Sträucher	
  en t-­‐
sprechend	
  der	
  Artenempfehlung en	
  der	
  Auswahllisten	
  A	
   -­‐	
  C	
  zu	
  verwenden.	
  
o Je	
  angefangene	
   200	
  m²	
  nicht	
  überbaubare	
  Grundstücksfläche	
  ist	
  mindestens	
  ein	
  einheim i-­‐
scher,	
  standortgerechter	
  Laubbaum	
  entsprechend	
  der	
   Artenempfehlung en	
  der	
  Auswahlliste	
  
A	
  mit	
  mindestens	
  25	
  cm	
  Stammumfang	
  zu	
  pflanzen	
  und	
  z u	
  erhalten.	
  Erhaltene	
  Bäume	
  sind	
  
auf	
  diese	
  Festsetzung	
  anrechenbar. 	
  
3. Dachbegrünung :	
  Flachdächer,	
  flach	
  geneigte	
  Dächer	
   und	
  Garagendächer	
  s ind	
  extensiv	
  als	
  
Gras-­‐Staudendach	
  zu	
  begrünen.	
  Die	
  Vegetationsschicht	
  muss	
  eine	
  Mächtigkeit	
  von	
  minde s-­‐
tens	
  0,10	
  m	
  aufwe isen.	
  Fenster,	
  Be -­‐	
  und	
  Entlüftungsöffnungen,	
  Dachterrassen	
  und	
  techn i-­‐
sche	
  Aufbauten 	
  bis	
  zu	
  einer	
  Grundfläche	
  von	
  6	
  m²	
   sind	
  ausgenommen. 	
  
4. Baumschutzmaßnahmen :	
  Während	
  der	
  Bauphase	
  sind	
  gefährdete	
  Einzelbäume	
  im	
  Bereich	
  
der	
  Baustelle	
  vor	
  Beschädigungen	
  von	
  St amm	
  und	
  Wurzelraum	
  durch	
  Sicherungsmaßna h-­‐
men	
  entsprechend	
  der	
  DIN	
  18920	
   zu	
  schützen.	
  
5. Vorgartenzone:	
  Vorgärten	
  sind	
  gärtnerisch	
  anzulegen	
  und	
  zu	
  erhalten.	
  Innerhalb	
  der	
  Vo r-­‐
gartenzone	
  sind	
  Zufahrten,	
  Stellplätze	
  und	
  Garagen	
  nur	
  dort	
  zulässig,	
  wo	
  in	
  der	
  Planz eich-­‐
nung	
  Flächen	
  für	
  Garagen	
  oder	
  Flächen	
  für	
  Stellplätze	
  und	
  Zufahrten	
  festgelegt	
  sind. 	
  
	
  
2.5.2 AUFNAHME	
  VON	
  AUF	
   LANDESRECHT	
  BERUHENDE 	
  FESTSETZUNGEN	
   	
  
nach	
  §	
  9	
  Abs.	
  4	
  Baugesetzbuch	
  ( BauGB)	
  i.V.m.	
  §	
  81	
  Abs.	
  4	
  Hessische	
  Bauordnung	
  (HBO)	
  und	
  §	
  42	
  Abs.	
  
3	
  Hessisches	
  Wasergesetz	
  (HWG)	
  und	
  Wasserhaushaltsgesetz	
  (WHG) 	
  
	
  
Gestaltung	
  der	
  privaten	
  Grundstücksfreiflächen 	
  
Einfriedungen:	
  Die	
  Mindesthöhe	
  der	
  Einfriedungen	
  beträgt	
  1,0	
  m,	
  die	
  Maximalhöhe	
  beträgt	
  1,6	
  m,	
  j e-­‐
weils	
  gemessen	
  von	
  der	
  Gehwegoberkante	
  an	
  der	
  Grundstücksgren ze.	
  Bei	
  Einfriedungen	
  mit	
  Stüt z-­‐
mauern	
  ist	
  auf	
  der	
  höher	
  gelegenen	
  Seite	
  die	
  Absturzhöhe	
  von	
  0,90	
  m	
  einzuhalten. 	
  Als	
  Einfriedung	
  z u-­‐
lässig	
  sind:	
  
o Zäune	
  (Holz	
  oder	
  Metall)	
  auf	
  Mauersockel	
  mit	
  Mauerpfosten.	
  Max	
  Höhe	
  des	
  Sockels	
  1,0	
  m	
  , 	
  
o Mauern	
  aus	
  Naturstein	
  ode r	
  verputzt,	
  
o Hecken	
  (frei	
  wachsend	
  oder	
  geschnitten)	
  aus	
  Laubgehölzen, 	
  
o durchsichtige	
  Holz -­‐	
  und	
  Stahlgitterzäune	
  mit	
  vertikalen	
  Staketen	
  in	
  Verbindung	
  mit	
  Bepflanzu n-­‐
gen.	
  
Stützmauern:	
  Für	
  Stützmauern	
  zur	
  Befestigung	
  von	
  Geländestufen	
  sind	
  folgende	
  Bauweisen	
   zulässig:	
  
o Natursteinmauerwerk 	
  
o Blendmauerwerk	
  mit	
  Natursteinverblendung

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   13	
  
	
  
Abgrabungen,	
  Aufschüttungen:	
  Außerhalb	
  der	
  als	
  überbaubar	
  ausgewiesenen	
  Grundstücksflächen	
  sin d	
  
Abgrabungen	
  bis	
  zu	
  einer	
  max.	
  Breite	
  von	
  40	
  %	
  der	
  jeweiligen	
  Gebäudeseite	
   zulässig.	
  Diese	
  Gelände-­‐
abgrabungen,	
  Geländemodellierungen	
  sind	
  bis	
   maximal	
  0,5	
  m,	
  bezogen	
  auf	
  den	
   natürlichen	
  Gelände-­‐
verlauf	
  zulässig 	
  und	
  als	
  weich	
  ausgezogene	
  Böschungen	
  zu	
  gestalten. 	
  Aufschüttungen	
  sind	
  unzulässig. 	
  
Abfallbehälter:	
  Müll-­‐	
  und	
  Abfallanlagen	
  sind	
  soweit	
  mö glich	
  in	
  Gebäude	
  zu	
  integrieren	
  oder	
  mit	
  ort s-­‐
festen	
  Anlagen	
  (Mauern,	
  Zäune,	
  etc)	
  und	
  geeigneten	
  immergrünen	
  Pflanzen	
  ausreichend	
  abzuschi r-­‐
men.	
  
	
  
Behandlung	
  von	
  Niederschlägen	
   (§	
  42	
  Abs.	
  3	
  HWG	
  i.	
  V.	
  m.	
  §	
  55	
  Abs.	
  2	
  WHG) 	
  
Nach	
  §	
  37	
  HWG	
  soll	
  Abwasser,	
  insbesonde re	
  Niederschlagswasser	
  verwertet	
  werden,	
  sofern	
  wasse r-­‐
wirtschaftliche	
  oder	
  gesundheitliche	
  Belange	
  nicht	
  entgegenstehen.	
  Die	
  Abwasserbeseitigungspflicht	
  
entfällt	
  für	
  Niederschlagswasser,	
  das	
  verwertet,	
  verrieselt	
  oder	
  versickert	
  wird.	
  Eine	
  Versickerung	
  kan n	
  
dann	
  zugelassen	
  werden,	
  wenn	
  nachweisbar	
  ist,	
  dass	
  eine	
  schadlose	
  Ableitung	
  von	
  Regenwasser	
  g e-­‐
währleistet	
  ist	
  und	
  Vernässungsschäden	
  angrenzender	
  Gebäudekomplexe	
  auszuschließen	
  sind. 	
  
	
  
2.5.3 HINWEISE 	
  
Anlagenbezogener	
  Gewässerschutz	
   (§	
  63	
  HBO	
  i.	
  V.	
  m.	
  §	
  47	
  HWG	
  u nd	
  Anlagenverordnung	
  VAwS) 	
  
Sofern	
  im	
  Zusammenhang	
  mit	
  Bauvorhaben	
  die	
  Errichtung	
  und	
  der	
  Betrieb	
  von	
  Anlagen	
  zum	
  Umgang	
  
mit	
  wassergefährdenden	
  Stoffen	
  vorgesehen	
  ist,	
  müssen	
  die	
  einschlägigen	
  Vor -­‐schriften	
  des	
  Wasse r-­‐
haushaltsgesetzes,	
  des	
  Hessischen	
  Wasser gesetzes	
  und	
  der	
  Anlagenver -­‐ordnung	
  VAwS	
  in	
  der	
  jeweils	
  
gültigen	
  Fassung	
  sowie	
  ergänzender	
  Rechtsverordnungen	
  bei	
  Planung,	
  Ausführung	
  und	
  Nutzung	
  b e-­‐
achtet	
  werden. 	
  
	
  
Baumschutzsatzung 	
  (§§5	
  Abs.1	
  und	
  51	
  Nr.	
  6	
  HGO	
  i.	
  V.	
  m.	
  §	
  30	
  HeNatG) 	
  
Für	
  den	
  Schutz	
  des	
   Baumbestandes	
  innerhalb	
  des	
  Geltungsbereichs	
  ist	
  die	
  „Satzung	
  zum	
  Schutze	
  des	
  
Baumbestandes	
  in	
  der	
  Wissenschaftsstadt	
  Darmstadt“	
  in	
  der	
  jeweils	
  gültigen	
  Fassung	
  ist	
  zu	
  beachten. 	
  
	
  
Nutzung	
  erneuerbarer	
  Energien	
  sowie	
  sparsame	
  und	
  effiziente	
  Nutzung	
  von	
  Energ ien	
  (§	
  9	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  
23	
  b	
  BauGB)	
  
Bei	
  der	
  Errichtung	
  von	
  Gebäuden	
  im	
  Geltungsbereich	
  sind	
  bauliche	
  und	
  sonstige	
  technische	
  Maßna h-­‐
men	
  für	
  die	
  Erzeugung,	
  Nutzung	
  oder	
  Speicherung	
  von	
  Strom,	
  Wärme	
  oder	
  Kälte	
  aus	
  erneuerbaren	
  
Energien	
  oder	
  Kraft -­‐Wärme-­‐Kopplung	
  zu	
  treffen.	
  
Die	
  Vorgaben	
  der	
  jeweils	
  gültigen	
  Energieeinsparungsverordnung	
  (EnEV)	
  und	
  des	
  Erneuerbare-­‐
Energien-­‐Wärmegesetz	
  (EEWärmeG)	
  sind	
  einzuhalten. 	
  
	
  
Artenschutz	
  
Vermeidung	
  artenschutzrechtlicher	
  Verbotstatbestände:	
  Auf	
  die	
  artenschutzrechtlichen	
  Verbots tatbe-­‐
stände	
  von	
  europarechtlich	
  und	
  streng	
  geschützten	
  Arten	
  gemäß	
  §	
  44	
  BNatSchG	
  wird	
  hingewiesen.	
  
Verboten	
  ist	
  danach	
  die	
  Beschädigung	
  oder	
  die	
  Zerstörung	
  von	
  Fortpflanzungs -­‐	
  und	
  Ruhestätten	
  und	
  
die	
  damit	
  verbundene	
  unvermeidbare	
  Verletzung	
  oder	
  Tötung	
  vo n	
  Tieren	
  oder	
  ihrer	
  Entwicklungsfo r-­‐

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   14	
  
	
  
men,	
  sowie	
  die	
  erhebliche	
  Störung	
  von	
  Tieren	
  während	
  der	
  Fortpflanzungs -­‐,Aufzucht-­‐,	
  Mauser-­‐,	
  
Überwinterungs -­‐	
  und	
  Wanderungszeiten. 	
  
Folgende	
  Maßnahmen	
  zur	
  Vermeidung,	
  zur	
  Verminderung	
  und	
  zum	
  Ausgleich	
  von	
  Beeinträchtigung en	
  
der	
  Tierwelt	
  sind	
  einzuhalten: 	
  
Vögel	
  -­‐	
  Durch	
  die	
  Rodung	
  in	
  dem	
  Zeitraum	
  gemäß	
  §39	
  (5)	
  BNatSchG	
  vom	
  1.10.	
  bis	
  28.2.	
  werden	
  T ö-­‐
tungen	
  und	
  Verletzungen	
  an	
  Jungvögeln	
  und	
  Eiern	
  vermieden.	
  Adulte	
  Vögel	
  können	
  dem	
  Eingriff	
  zu	
  
jeder	
  Zeit	
  rechtzeitig	
  ausweichen. 	
  
Fledermäuse	
  -­‐	
  Abriss	
  der	
  auf	
  dem	
  Gelände	
  befindlichen	
  Gebäude	
  im	
  Zeitraum	
  zwischen	
  1.12	
  und	
  
28.2..	
  um	
  eine	
  Schädigung	
  von	
  Individuen	
  zu	
  vermeiden,	
  die	
  sich	
  dann	
  in	
  den	
  Winterquartieren	
  befi n-­‐
den	
  würden.	
  
Erfolgt	
  der	
  Abriss	
  der	
  Gebäude	
  außerhalb	
  der	
  zuvor	
  ge nannten	
  Zeiträume	
  sind	
  sie	
  auf	
  die	
  Anwesenheit	
  
von	
  Fledermausquartieren	
  zu	
  kontrollieren.	
  Werden	
  Tiere	
  angetroffen,	
  ist	
  der	
  Abbruch	
  der	
  Gebäudes	
  
zu	
  verschieben.	
  Diese	
  Kontrolle	
  bezieht	
  sich	
  auch	
  auf	
  Vögel	
  und	
  Säuger	
  (Bilche).	
  Außerdem	
  sind	
  vor	
  
Rodung	
  und	
  Abriss	
  Baumhöhlen	
  und	
  Gebäude	
  zu	
  kontrollieren. 	
  
Maßnahmen	
  zur	
  Verminderung	
  von	
  Gefahren	
  für	
  Kleintiere :	
  Die	
  Gestaltung	
  der	
  überbaubaren	
  Flächen	
  
stellt	
  für	
  die	
  heimische	
  Tierwelt	
  (Kleintiere)	
  häufig	
  Gefahren	
  dar	
  und	
  soll	
  durch	
  geeignete	
  Maßnahmen	
  
entschärft	
  werden.	
  Hofabläufe,	
  Hauskellerschächte	
  und	
  ähnliche	
  Anlagen	
  sollen	
  durch	
  geeignete	
  Mi t-­‐
tel	
  gegen	
  das	
  Hineinfallen	
  und	
  Verenden	
  von	
  Kleintieren	
  gesichert	
  werden.	
  Dachrinnenabläufe	
  sollen	
  
durch	
  Drahtvorsätze	
  gesichert	
  werden. 	
  Kellertreppenabgänge	
  sollen	
  an	
  ei ner	
  Wangenseite	
  mit	
  einer	
  
waschbetonrauen	
  Rampe	
  von	
  10	
  cm	
  Breite	
  als	
  Kleintierfluchtweg	
  versehen	
  werden. 	
  Zierteiche	
  sowie	
  
andere	
  offene	
  Wasserflächen	
  sollen	
  mit	
  rauen	
  Fluchtrampen	
  für	
  Kleintiere	
  versehen	
  werden. 	
  
	
  
2.5.4 PFLANZLISTEN 	
  
Auswahlliste	
  A:	
  großkronige	
  Bäume 	
  
Acer	
  platanoides 	
   	
   	
   Spitz-­‐Ahorn	
  
Acer	
  pseudoplatanus 	
   	
   	
   Berg-­‐Ahorn	
  
Aesculus	
  hippocastanum 	
   	
   	
   Gew.	
  Rosskastanie	
  
Betula	
  pendula	
   	
   	
   Sandbirke	
  
Fagus	
  sylvatica	
   	
   	
   Rot-­‐Buche	
  
Fraxinus	
  excelsior 	
   	
   	
   Gew.	
  Esche	
  
Juglans	
  regia	
   	
   	
   Walnuss	
  
Prunus	
  avium	
   	
   	
   Vogel-­‐Kirsche	
  
Quercus	
  petraea	
   	
   	
   Trauben-­‐Eiche	
  
Quercus	
  robur	
   	
   	
   Stiel-­‐Eiche	
  
Salix	
  in	
  Arten	
   	
   	
   Weiden	
  
Tilia	
  cordata	
   	
   	
   Winter-­‐Linde	
  
Tilia	
  platyphyllos 	
   	
   	
   Sommer-­‐Linde	
  
Ulmus	
  minor	
   	
   	
   Feld-­‐Ulme	
  
	
  
Auswahlliste	
  B:	
  mittel -­‐	
  und	
  kleinkronige	
  Bäume	
  Sträucher 	
  
Acer	
  campestre 	
   	
   	
   Feld-­‐Ahorn	
  
Carpinus	
  betulus 	
   	
   	
   Hainbuche

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   15	
  
	
  
Cornus	
  mas	
   	
   	
   Kornelkirsche	
  
Crataegus	
  i.S.	
   	
   	
   Weißdorn,	
  Rotdorn,	
  Hahnendorn 	
  
Prunus	
  avium	
   	
   	
   Vogel-­‐Kirsche	
  
Prunus	
  avium	
  „Plena“ 	
   	
   	
   gefüllte	
  Vogel-­‐Kirsche	
  
Sorbus	
  aria	
   	
   	
   Mehlbeere	
  
Sorbus	
  aucuparia	
   	
   	
   Vogelbeere	
  
	
  
Obstbäume	
  in	
  alten	
  lokalen	
   Sorten	
  
	
  
Auswahlliste	
  C:	
  Sträucher 	
  
Acer	
  campestre 	
   	
   	
   Feld-­‐Ahorn	
  (als	
  Heckenpflanze) 	
  
Amelanchier	
  lamarckii 	
   	
   	
   Felsenbirne	
  
Carpinus	
  betulus 	
   	
   	
   Hainbuche	
  (als	
  Heckenpflanze) 	
  
Cornus	
  mas	
   	
   	
   Kornelkirsche	
  
Cornus	
  sanguinea 	
   	
   	
   Roter	
  Hartriegel 	
  
Corylus	
  avellana	
   	
   	
   Haselnuss	
  
Crataegus	
  laevigata	
  u.	
  monogyna 	
   	
   	
   Weißdorn	
  
Euonymus	
  europaeus 	
   	
   	
   Pfaffenhütchen	
  (giftig) 	
  
Fagus	
  sylvatica	
   	
   	
   Rot-­‐Buche	
  (als	
  Heckenpflanze) 	
  
Ligustrum	
  vulgare 	
   	
   	
   Liguster	
  
Prunus	
  spinosa 	
   	
   	
   Schlehe	
  
Rosa	
  canina	
   	
   	
   Hundsrose	
  
Rosa	
  multiflora 	
   	
   	
   Büschelrose	
  
Rosa	
  pimpinellifolia 	
   	
   	
   Bibernell-­‐Rose	
  
Viburnum	
  opulus 	
   	
   	
   Gew.	
  Schneeball

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   16	
  
	
  
3 BESCHREIBUNG	
  UND	
  BEW ERTUNG	
  DER	
  UMWELTAUS WIRKUNGEN 	
  
3.1 BESTANDSAUFNAHME,	
  PR OGNOSE	
  BEI	
  DURCHFÜHR UNG	
  DER	
  PLANUNG 	
  
3.1.1 AUSWIRKUNGEN	
   AUF	
  TIERE,	
  PFLANZEN,	
   BODEN,	
  WASSER,	
  LUFT, 	
  KLIMA	
   UND	
   DAS	
  
WIRKUNGSGEFÜGE	
   ZWISCHEN	
   IHNEN	
   SOWIE	
   DIE	
  LANDSCHAFT	
   UND	
   DIE	
   BIOL O-­‐
GISCHE	
  VIELFALT 	
  
3.1.1.1 TIERE,	
  PFLANZEN	
   UND	
   BIOLOGISCHE	
  VIELFALT 	
  
Zur	
   Durchführung	
   der	
   Eingriffs-­‐Ausgleichs-­‐Bilanzierung	
   wurde	
   eine	
   Bestandsaufnahme	
   der	
   Biotopty-­‐
pen	
   für	
   den	
   Geltungsbereich	
   des	
   Bebauungsplanes	
   nach	
   dem	
   Biotoptypenschlüssel	
   der	
  „Verordnung	
  
über	
   die	
   Durchführung	
   von	
   Kompensationsmaßnahmen,	
   Ökokonten,	
   deren	
   Handelbarkeit	
   und	
   die	
  
Festsetzung	
  von	
  Ausgleichsabgaben	
  (Kompensationsverordnung	
   –	
  KV)“	
  vom	
  1.	
  September	
  2005,	
  GVBl.	
  
I	
   S.	
   624,	
   zuletzt	
   geändert	
   am	
   20.	
   Dezember	
   2010,	
   GVBl.	
   S.	
   629,	
   durchgeführt.	
  Die	
   Ergebnisse	
   sind	
   in	
  
Tab.	
  1	
  zusammengefasst	
  und	
  können	
  wie	
  folgt	
  ausgewertet	
  werden: 	
  
Der	
   gesamte	
   Geltungsbereich	
   wird	
   ausschließlich	
   von	
   Siedlungsbiotopen,	
   insbesondere	
   den	
   klass i-­‐
schen	
   Elementen	
   einer	
   Villensiedlung	
   eingenommen.	
   Naturnahe	
   Biotoptypen	
   der	
   Siedlungsbereiche	
  
wie	
  z.B.	
  Ruderalfluren,	
  spontane	
  oder	
  verwilderte	
  Gebüsche	
  und	
  Hecken	
  sind	
  nicht	
  anzutreffen. 	
  
− Ca.	
   63	
   %	
   des	
   Planungsgebietes	
   sind	
   anthropogen	
   stark	
   überformt	
   (Hausgärten	
   und	
   Grünflächen)	
  
und	
  nur	
  von	
  mittlerem	
  Wert	
  für	
  die	
  Tier -­‐	
  und	
  Pflanzenwelt. 	
  
− Ca.	
   37	
   %	
   des	
   Planungsgebietes	
   sind	
   heute	
   überbaut,	
   versiegelt	
   oder	
   vegetationsfrei,	
   sie	
   besitzen	
  
keinen	
  oder	
  nur	
  einen	
  sehr	
  geringen	
  Wert	
  für	
  die	
  Tier -­‐	
  und	
  Pflanzenwelt. 	
  
	
  
Typ-­‐Nr.	
   Standard-­‐Nutzungstyp	
   m²	
   %	
  
10.510	
   Straßenverkehrsfläche,	
  versiegelt 	
   6.299	
   7,8%	
  
10.520	
   Parkplätze	
   90	
   0,1%	
  
10.520	
   Gehwege,	
  asphaltiert	
  oder	
  Betonpflaster 	
   1.183	
   1,5%	
  
10.520	
   Gehwege,	
  historisch.	
  Jugendstilpflaster	
   4.428	
   5,4%	
  
10.530	
  
Gehwege,	
  wassergebunden	
  oder	
  mit	
   seitlicher	
  Flächenvers i-­‐
ckerung	
   1.135	
   1,4%	
  
10.530	
   Bauwerke,	
  Denkmäler 	
   2.587	
   3,2%	
  
10.710	
   Gebäude	
   14.646	
   18,0%	
  
11.221	
   arten-­‐	
  und	
  strukturarme	
  Hausgärten 	
   32.527	
   40,0%	
  
11.222	
   arten-­‐	
  und	
  strukturreiche	
  Hausgärten	
  und	
  Grünflächen 	
   7.578	
   9,3%	
  
11.231	
   Villengärten	
  und	
  Grünflächen	
  mit	
  Großbaumbestand 	
   10.784	
   13,3%	
  
	
  
Summe	
   81.257	
   100,0%	
  
	
  
Hausgärten	
  und	
  Grünflächen	
  
Alle	
  Hausgärten	
  und	
   Grünflächen	
  im	
  Geltungsbereich	
  haben	
  unterschiedliche	
  Anteile	
  und	
  Qualitäten	
  
an	
  den	
  Grundelemente n	
  Bäume,	
  Gehölzflächen,	
  Pflanzbeete	
  und	
  Rasenflächen. 	
  Je	
  nach	
  Ergebnis	
  der	
  
detaillierten	
  Freiraumbewertung	
  (s.	
  Bestandskarte	
  und	
  Anlage	
  2)	
  wurden	
  sie	
  den	
  KV -­‐Biotoptypen	
  
11.221	
  arten-­‐	
  und	
  strukturarme	
  Hausgärten ,	
  11.222	
  arten-­‐	
  und	
  strukturreiche	
  Hausgärten	
  u nd	
  Grün-­‐
flächen	
  und	
  11.231	
  Villengärten	
  und	
  Grünflächen	
  mit	
  Großbaumbestand 	
  zugeordnet.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   17	
  
	
  
Meist	
  handelt	
  es	
  sich	
  bei	
   den	
  Gärten	
  im	
  Geltungsbereich	
   um	
  sog.	
  arten-­‐	
  und	
  strukturarme	
  Hausgärten	
  
(KV-­‐Nr.	
  11.221).	
  Neben	
  einigen,	
  meist	
  fremdländischen	
  Bäumen	
  oder	
  Nade lbäumen,	
  sind	
  für	
  diesen	
  
Gartentyp	
  vor	
  allem	
  Ziergehölze	
  (Symphoricarpos,	
  Cotoneaster,	
  Pyracantha	
  etc.) 	
  und	
  intensiv	
  gepfle g-­‐
te	
  Rasenflächen	
  typisch.	
  Strukturen	
  wie	
  Gartenteiche,	
  artenreiche	
  Staudenbeete,	
  Reisighaufen	
  etc.	
  
fehlen	
  in	
  der	
  Regel	
  vollständig. 	
  
Die	
  arten-­‐	
  und	
  strukturreichen	
  Hausgärten	
  (KV -­‐Nr.	
  11.222)	
  zeichnen	
  sich	
  demgegenüber	
  vor	
   allem	
  
durch	
  den	
  Bestand	
  alter	
  heimischer	
  Laubbäume	
  und	
  Sträucher	
  aus.	
  Vereinzelt	
  sind	
  auch	
  Strukturen	
  
wie	
  artenreiche	
  Staudenbeete	
  vorhanden,	
  die	
  Rasenflächen	
  sind	
  arte nreicher	
  und	
  werden	
  meist	
  e x-­‐
tensiver	
  gepflegt.	
  
Sehr	
  strukturreiche	
  Hausgärten	
  und	
  Grünflächen	
  mit	
  altem	
  Baumbestand,	
  ausgeprägten	
  Gehölzflä-­‐
chen	
  und	
  Extensivrasen 	
  mit	
  Magerkeitszeigern	
  sowie	
  weiteren	
  Strukturmerkmalen	
  (Staudenbeete,	
  
Gartenteiche,	
  Komposthaufen	
  etc.)	
  wurden	
  als	
  Villengärten	
  und	
  Grünflächen	
  mit	
  Großbaumbestand	
  
(KV-­‐Nr.	
  11.231)	
  auskartiert.	
  	
  
Außerordentlich	
  strukturreich	
  und	
  in	
  dieser	
  Form	
   naturschutzfachlich	
  und	
  ökologisch	
   vorbildlich	
  ist	
  der	
  
sog.	
  Vortex-­‐Garten	
  im	
  Prinz -­‐Christians-­‐Weg	
  13.	
  Der	
  zeitweise	
  öffentlich	
  zugängliche	
  Garten	
  weist	
  alle	
  
Strukturelemente	
  wie	
  u.a.	
  alter	
  Baumbestand,	
  Gehölze,	
  Teich,	
  Totholz,	
  Reisighaufen,	
  Insektenhotel	
  
u.v.m.	
  auf,	
  die	
  einen	
  Hausgarten	
   als	
  Lebensraum	
  für	
  die	
  Tierwelt	
  attraktiv	
   und	
  wertvoll	
  machen.	
  
	
  
Einzelbäume	
  	
  
Alle	
  Einzelbäume	
  mit	
  einem	
  Stammumfang	
  >60	
  cm	
  wurden	
  auskartiert	
  und	
  im	
  Bestandsplan	
   (Karte	
  1)	
  
dargestellt.	
   Insgesamt	
  wurden	
  319	
  Bäume	
   aus	
  63	
  Baumarten	
   detailliert	
  aufgenommen	
  und	
  bewertet	
  
(s.	
   Anlage	
   1).	
   155	
   Bäume	
   (48	
   %)	
   sind	
   als	
   heimische,	
   standortgerechte	
   Laubbäume	
   gem.	
   Kompensati-­‐
onsverordnung	
  (KV -­‐Nr.	
  04.110)	
  zu	
  charakterisieren.	
  Die	
  häufigste	
  Baumart	
  ist	
  der	
  Spitzahorn	
  ( Acer	
  pla-­‐
tanoides),	
  daneben	
  sind	
   noch	
  Bergahorn	
  ( Acer	
  pseudoplatanus ),	
  Hainbuche	
  ( Carpinus	
  betulus )	
  und	
  die	
  
heimischen	
   Lindenarten	
   ( Tilia	
   cordata	
   und	
   T.	
   platyphyllos)	
   mit	
   hoher	
   Stetigkeit	
   anzutreffen.	
   Häufig	
  
ortsbildprägend	
  und	
  für	
  Siedlungsbereiche	
  typisch	
  ist	
  das	
  Vorkommen	
  von	
  großen	
  Ro sskastanien	
  ( Aes-­‐
culus	
  hippocastanum )	
  und	
  Blutbuchen	
  ( Fagus	
  sylvatica	
  `Purpurea´ ).	
  Bemerkenswert	
  ist	
  auch	
  das	
  Vo r-­‐
kommen	
  von	
  einigen	
  bis	
  zu	
  17	
  m	
  hohen	
  Säulen -­‐Eichen	
  (Quercus	
  petraea	
  `Fastigiata´ ).	
  	
  
Die	
   nicht-­‐heimischen	
   Baumarten	
   (KV-­‐Nr.	
   04.120)	
   werden	
   von	
   Nadelbaumarten	
   wie	
   Atlas-­‐Zeder	
   (Ce-­‐
drus	
  atlantica)	
  sowie	
  diversen	
  Fichten -­‐,	
  Kiefern -­‐	
  und	
  Tannenarten	
  dominiert.	
  Weiterhin	
  sind	
  auch	
  E i-­‐
ben	
  (Taxus	
  baccata)	
  und	
  Robinien	
  ( Robinia	
  pseudacacia )	
  vergleichsweise	
  häufig	
  anzutreffen. 	
  
Die	
  ältesten	
  Bäume	
   im	
  Geltungsbere ich	
  sind	
  zwei	
  Blutbuchen	
  und	
  eine	
  Traubeneiche	
   mit	
  jeweils	
  mehr	
  
als	
  1	
  m	
  Stammdurchmesser	
   auf	
  den	
  Grundstücken	
  von	
  Haus	
  Deiters,	
  Haus	
  Habich	
  und	
  Alexandraweg	
  
14.	
  
	
  
Artenschutz	
  
Die	
  Schwerpunkte	
  zu	
  den	
  Erfassungen	
  zum	
  Artenschutz	
  wurden	
  für	
  das	
  Plangebiet	
  auf	
  die	
  Tiergruppen	
  
Vögel	
   und	
   Fledermäuse	
   gelegt.	
   Tagesbegehungen	
   wurden	
   für	
   die	
   Vögel	
   am	
   10.4.,	
   13.05.	
   und	
  
19.05.2014	
  durchgeführt.	
  Nachtbegehungen	
  für	
  die	
  Fledermäuse	
  mit	
  einem 	
  Batdetektor	
  erfolgten	
  am	
  
19.05.	
  und	
   09.06.2014.	
  Bei	
  den	
  Begehungen	
  wu rden	
  alle	
  anderen	
  artenschutzrechtlich	
  relevanten	
  A r-­‐
ten	
  aus	
  anderen	
  Tiergruppen	
  mit	
  berücksichtigt.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   18	
  
	
  
Im	
  Geltungsbereich	
  konnten	
  26	
  Vogelarten	
  nachgewiesen	
  werden,	
  von	
  denen	
  22	
  Arten	
  als	
   Brutvögel	
  
eingestuft	
   werden	
   können.	
   Dabei	
   handelt	
   es	
   sich	
  hauptsächlich	
   um	
   häufige	
   und	
   vergleichsweise	
   an-­‐
spruchslose	
  Arten,	
  die	
  im	
  Siedlungsbereich,	
  in	
  Gärten,	
  Gebüschen	
  und	
  Hecken	
  häufig	
  anzutreffen	
  sind.	
   	
  
Dazu	
   zählen	
   Arten	
   wie	
   Amsel,	
   Mönchsgrasmücke,	
   Gartengrasmücke,	
   Ringeltaube	
   oder	
   Rotkehlchen.	
  
Der	
  Charakter	
  des	
  stark	
  durchgrünten	
  und	
  nah	
  am	
  Stadtrand	
  gelegenen	
  Gebietes	
  mit	
  parkartigen	
  Fl ä-­‐
chen,	
  mit	
  seinen	
  großen	
  und	
  z.T.	
  naturnahen	
  Gärten	
  sowie	
  älterem	
  Baumbestand	
  gibt	
  auch	
  typischen	
  
Höhlenbewohnern	
   wie	
   Blaumeise,	
   Kohlmeise,	
   Star	
   oder	
   Kleiber	
   Lebensraum	
   und	
   Fortpflanzungsstät-­‐
ten.	
  	
  
Bunt-­‐	
  und	
  Grünspecht,	
  welche	
  nicht	
  nachgewiesen	
  wurden,	
  können	
  hier	
  ebenso	
  erwartet	
  werden,	
  wie	
  
die	
  Wacholderdrossel,	
  der	
  die	
  z.T.	
  groß	
  angelegten	
  Grünflächen	
  entgegen	
  kommen	
  w ürden.	
  Letztere	
  
Art	
  hat	
  einen	
  ungünstigen	
  Erhaltungszustand	
  in	
  Hessen,	
  so	
  auch	
  der	
  Haussperling	
  als	
  typischer	
  Gebä u-­‐
debrüter	
  sowie	
  Stieglitz,	
  Girlitz	
  und	
  Türkentaube.	
  Bis	
  auf	
  die	
  Türkentaube	
  stehen	
  die	
  zuletzt	
  genannten	
  
Arten	
  auf	
  der	
  hessischen	
  Vorwarnliste 	
  (Rote	
  Liste).	
  	
  
Alle	
  Arten	
  sind	
  mehr	
  oder	
  wenig	
  gleichmäßig	
  im	
  Gebiet	
  verteilt,	
  wobei	
  Stieglitze	
  vor	
  allem	
  im	
  Osten	
  
zwischen	
  Mathildenhöhenweg	
  und	
  Fiedlerweg	
  angetroffen	
  wurden,	
  Haussperlinge	
  vorwiegend	
  im	
  B e-­‐
reich	
  zwischen	
  Christiansweg	
  und	
  Stiftstraße	
  nac h	
  Westen	
  zunehmend. 	
  
Arten	
  wie	
  Stockente	
  und	
  Mauersegler	
  wurden	
  nur	
  als	
  Gast	
  am	
  Rand	
  des	
  Gebietes	
  oder	
  beim	
  Überflug	
  
festgestellt,	
  dazu	
  zählt	
  auch	
  der	
  Turmfalke.	
   	
  
Bei	
  den	
  Fledermauserhebungen	
  (Batlogger,	
  Batcorder)	
  konnten	
  drei	
  Arten	
  festgestellt	
  werden,	
  di e	
  im	
  
Anhang	
  IV	
  der	
  FFH-­‐ Richtlinie	
  stehen	
  und	
  nach	
  BNatSchG	
  als	
  streng	
  geschützt	
  gelten.	
   	
  
Dazu	
  zählt	
  die	
  Zwergfledermaus,	
  die	
  als	
  häufigste	
  Art	
  und	
  typischer	
  Gebäudebewohner	
  in	
  Siedlungsb e-­‐
reichen	
  so	
  gut	
  wie	
  immer	
  anzutreffen	
  ist.	
  Außerdem	
  konnten,	
  wenn	
  auch 	
  mit	
  wenigen	
  Ortungen	
  die	
  
Rauhautfledermaus	
  und	
  die	
  Mückenfledermaus	
  anhand	
  der	
  Auswertung	
  der	
  Aufnahmen	
  registriert	
  
werden.	
  Die	
  Mückenfledermaus	
  hat	
  zumindest	
  während	
  der	
  Wochenstubenzeit	
  ähnliche	
  Ansprüche	
  
wie	
  die	
  Zwergfledermaus	
  und	
  besiedelt	
  dann	
  Spalt en	
  an	
  Gebäuden.	
  Ansonsten	
  ist	
  die	
  Mückenflede r-­‐
maus	
  in	
  Wäldern,	
  gerne	
  feucht	
  oder	
  in	
  Gewässernähe,	
  zu	
  finden	
  und	
  besiedelt	
  auch	
  Baumhöhlen.	
  Sie	
  
gilt	
  im	
  Landkreis	
  Darmstadt -­‐Dieburg	
  als	
  gefährdet	
  und	
  weist	
  in	
  Hessen	
  einen	
  ungünstigen	
  Erhaltungs-­‐
zustand	
  auf.	
  Di e	
  Rauhautfledermaus	
  ist	
  ein	
  typischer	
  Waldbewohner	
  und	
  nutzt	
  in	
  der	
  Regel	
  Spalte n-­‐
quartiere	
  ist	
  aber	
  auch	
  in	
  Baumhöhlen,	
  Nistkästen	
  oder	
  an	
  Gebäuden	
  (Spalten)zu	
  finden.	
  Wochenst u-­‐
ben	
  sind	
  in	
  Hessen	
  derzeit	
  keine	
  bekannt.	
  Es	
  ist	
  anzunehmen,	
  dass	
  sich	
  das	
  Tier 	
  noch	
  auf	
  dem	
  Zug	
  b e-­‐
fand.	
  Weiterhin	
  könnten	
  auch	
  Arten	
  wie	
  Abendsegler	
  (typische	
  Waldart,	
  Höhlenbewohner)	
  oder	
  Brei t-­‐
flügelfledermäuse	
  (Gebäudebewohner,	
  oft	
  in	
  Siedlungen)	
  jagend	
  vorkommen.	
  Letztere	
  haben	
  ihre	
  
Wochenstuben	
  und	
  Zwischenquartiere	
  in	
  Spalten	
  a n	
  und	
  in	
  Gebäuden,	
  wo	
  mitunter	
  auch	
  Winterqua r-­‐
tiere	
  bezogen	
  werden. 	
  
Weitere	
  im	
  Gebiet	
  vorkommende	
  besonders	
  geschützte	
  Arten	
  sind	
  Igel	
  und	
  Maulwurf.	
  Nicht	
  geschützt	
  
ist	
  der	
  Steinmarder.	
  Bei	
  den	
  Amphibien	
  können	
  Vorkommen	
  von	
  Berg -­‐	
  und	
  Teichmolch,	
  Erdkröte	
   so-­‐
wie	
  See-­‐	
  und	
  Teichfrosch	
  in	
  Teichen	
  privater	
  Gärten	
  möglich	
  sein.	
  Bedeutende	
  Vorkommen	
  werden	
  
sich	
  hier	
  allerdings	
  nicht	
  bilden. 	
  
Das	
  Gebiet	
  bietet	
  einer	
  nicht	
  geringen	
  Anzahl	
  an	
  Vögeln	
  Lebensraum,	
  Fortpflanzungs-­‐ 	
  und	
  Ruhestät-­‐
ten.	
  Sie	
  profitieren	
  von	
  dem	
   grünen	
  Charakter	
  des	
  Gebietes,	
  und	
  der	
  damit	
  verbundenen	
  lockeren,	
  
nicht	
  zu	
  engen	
  Bebauung,	
  womit	
  sich	
  ein	
  relativ	
  reichhaltiges	
  Nahrungsangebot	
  bietet.	
  Vom	
  älteren	
  
Baumbestand	
  profitieren	
  Höhlenbrüter,	
  vom	
  nicht	
  „durchsanierten“	
  Gebäudebestand	
  Gebäudebrüt er	
  
wie	
  Haussperling	
  und	
  Hausrotschwanz.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   19	
  
	
  
Im	
  Untersuchungsgebiet	
  ist	
  mindestens	
  mit	
  Zwischenquartieren	
  von	
  Zwergfledermäusen	
  an	
  Gebäuden	
  
zu	
  rechnen,	
  Wochenstuben	
  können	
  ebenfalls	
  erwartet	
  werden.	
   	
  
Anhand	
  der	
  Ergebnisse	
  der	
  faunistischen	
  Kartierung	
  lassen	
  si ch	
  folgende	
  Maßnahmen	
  ableiten,	
  auf	
  die	
  
zu	
  achten	
  ist,	
  um	
  bei	
  Gebäudesanierungen	
  (vor	
  allem	
  im	
  Dachbereich),	
  Abbruch,	
  Fällen	
  von	
  Bäumen	
  
und	
  Roden	
  von	
  Gehölzbeständen	
  und	
  damit	
  den	
  Eingriff	
  in	
  mögliche	
  Lebensräume, 	
  in	
  denen	
  Arten	
  des	
  
Anhangs	
  IV	
  der	
  FFH-­‐ RL	
  und	
  Vogelarten	
  des	
  Art.	
  1	
  der	
  VSch -­‐RL	
  erwartet	
  werden	
  können,	
  nicht	
  die	
  Ve r-­‐
botstatbestände	
  des	
  §44	
  Abs.1	
  Nr.	
  1 -­‐3	
  BNatSchG	
  zu	
  verletzen:	
   	
  
• Baumhöhlen	
  sind	
  vor	
  der	
  Rodung	
  zu	
  kontrollieren	
  und	
  zu	
  verstopfen.	
  Befinden	
  sich	
  Fledermäuse	
  
in	
  einer	
  Höhle,	
  sind	
  die	
   Verstopfung	
  und	
  die	
  Rodung	
  zu	
  verschieben	
  bis	
  sie	
  die	
  Höhle	
  verlassen	
  
haben.	
  Durch	
  die	
  Rodung	
  in	
  der	
  gemäß	
  §39	
  (5)	
  BNatSchG	
  für	
  Gehölze	
  außerhalb	
  des	
  Waldes	
  vo r-­‐
geschriebenen	
  Zeit	
  vom	
  1.10.	
  bis	
  28.2.	
  kann	
  das	
  Risiko	
  für	
  Fledermäuse	
  zusätzlich	
  verringert	
  we r-­‐
den,	
  da	
  dann	
  die	
  Fortpflanzungszeit	
  vorüber	
  ist	
  bzw.	
  die	
  meisten	
  Arten	
  sich	
  in	
  ihren	
  Winterqua r-­‐
tieren	
  außerhalb	
  des	
  Eingriffsbereiches	
  befinden. 	
  Nach	
  Möglichkeit	
  ist	
  der	
  Schutzzeitraum	
  noch	
  
zu	
  verlängern	
  (z.B.	
  Rodungen	
  erst	
  ab	
  1.12.). 	
  
Diese	
   Vermeidungsmaßn ahme	
   ist	
   ebenfalls	
   auf	
   Gebäude	
   anzuwenden.	
   Gebäudebegutachtung	
  
und	
  Ausflugkontrollen	
  können	
  dazu	
  notwendig	
  sein.	
  Die	
  UNB	
  oder	
  ein	
  Fachbüro	
  können	
  eine	
  Ei n-­‐
schätzung	
  zur	
  Relevanz	
  geben. 	
  
• Durch	
  die	
  Rodung	
  in	
  dem	
  Zeitraum	
  gemäß	
  §39	
  (5)	
  BNatSchG	
  vom	
  1.10.	
  bis	
  28 .2.	
  können	
  Tötu n-­‐
gen	
   und	
   Verletzungen	
   an	
   Jungvögeln	
   und	
   Eiern	
   vermieden	
   werden.	
   Adulte	
   Vögel	
   können	
   dem	
  
Eingriff	
  zu	
  jeder	
  Zeit	
  rechtzeitig	
  ausweichen.	
   	
  
Bei	
  Abriss	
  oder	
  Sanierung	
  von	
  Gebäuden	
  sollte	
  ebenfalls	
  auf	
  diese	
  Zeiten	
  geachtet	
  werden.	
  Es	
  b e-­‐
steht	
   die	
  Möglichkeit,	
   bei	
   am	
   oder	
   im	
   Gebäude	
   brütenden	
   Vögeln,	
   Arbeiten	
   nach	
   Brutzeitende	
  
freizugeben	
  (Umweltbaubegleitung). 	
  
Für	
  Arten	
  der	
  FFH -­‐Richtlinie	
  oder	
  Vogelarten	
  mit	
  ungünstigem	
  oder	
  schlechtem	
  Erhaltungszustand	
  in	
  
Hessen	
  ist	
  zu	
  prüfen,	
  inwieweit	
  ein	
  jeglic her	
  Eingriff	
  negative	
  Auswirkungen	
  auf	
  die	
  Population	
  haben	
  
kann.	
  Als	
  Folge	
  eines	
  möglichen	
  Verlustes	
  an	
  Fortpflanzungs-­‐ 	
  und	
  Ruhestätten	
  und	
  zur	
  Vermeidung	
  
der	
  Verschlechterung	
  des	
  Zustandes	
  der	
  Population	
  einer	
  Art	
  können	
  Maßnahmen	
  notwendig	
  werden,	
  
bei	
  denen	
  z.B.	
  neue	
  Quartiere	
  (Kästen,	
  Wandverkleidungen)	
  für	
  Fledermäuse	
  geschaffen	
  oder	
  Nisthi l-­‐
fen	
  für	
  Vögel	
  aufgehängt	
  werden	
  müssen	
  (sogenannte	
  CEF -­‐	
  (Continual	
  Ecological	
  Function)und	
  FCS -­‐
Maßnahmen	
  (measures	
  to	
  ensure	
  a	
   Favourable	
  Conservation	
  Status)	
  
Säuger	
   	
   Rote	
  Listen	
   Schutz	
   Status	
  
Deutscher	
  Name	
   Wissenschaftlicher	
  Name 	
   BRD	
   HE	
   DA-­‐DI	
   BArt	
  
SchV	
  
FFH
-­‐RL	
  
EG	
  
338/97	
  
§	
  
7	
   	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Insektenfresser 	
   Insectivora	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Westigel	
   Erinaceus	
  europaeus	
  LINNE,	
  1758	
   	
   D	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   X	
  
Maulwurf	
   Talpa	
  europaea	
  LINNE,	
  1758	
   	
   	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   X	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Fledermäuse	
   Chiroptera	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Zwergfledermaus	
   Pipistrellus	
  pipistrellus	
  (SCHREBER,	
  1774)	
   	
   3	
   V	
   §	
   IV	
   	
   s	
   X	
  
Mückenfledermaus	
   Pipistrellus	
  pygmaeus	
  (LEACH.,	
  1825)	
   D	
   	
   3	
   §	
   IV	
   	
   s	
   X	
  
Rauhautfledermaus	
  
Pipistrellus	
  nathusii	
  (KEYSER.	
  &	
  BLAS.,	
  
1839)	
   	
   2	
   2	
   §	
   IV	
   	
   s	
   X	
  
Großer	
  Abendsegler	
   Nyctalus	
  noctula	
  (SCHREBER,	
  1774) 	
   V	
   3	
   3	
   §	
   IV	
   	
   s	
   P	
  
Breitflügelfledermaus	
   Eptesicus	
  serotinus	
  (SCHREBER,	
  1774) 	
   G	
   2	
   3!	
   §	
   IV	
   	
   s	
   P	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Nagetiere	
   Rodentia	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Eichhörnchen	
   Sciurus	
  vulgaris	
  LINNE,	
  1758	
   	
   	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   X	
  
Gartenschläfer	
   Eliomys	
  quercinus	
  (LINNE,	
  1766)	
   G!	
   	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   P

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   20	
  
	
  
Säuger	
   	
   Rote	
  Listen	
   Schutz	
   Status	
  
Deutscher	
  Name	
   Wissenschaftlicher	
  Name 	
   BRD	
   HE	
   DA-­‐DI	
   BArt	
  
SchV	
  
FFH
-­‐RL	
  
EG	
  
338/97	
  
§	
  
7	
   	
  
Raubtiere	
   Carnivora	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Steinmarder	
   Martes	
  foina	
  (ERXLEBEN,	
  1777)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   X	
  
	
  
	
  
Vögel	
   	
   Rote	
  Listen	
   Schutz	
   Status	
  
Deutscher	
  Name	
   Wissenschaftlicher	
  Name 	
   BRD	
   HE	
   SPEC	
  
BArt-­‐
SchV	
  
VSch-­‐
RL	
  
EG	
  
338/97	
  
§	
  
7	
   	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Entenvögel	
   Anseriformes	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Stockente	
   Anas	
  platyrhynchos	
  LINNE	
   	
   V	
   	
   	
   	
   	
   b	
   X	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Falken	
   Falconiformes	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Turmfalke	
   Falco	
  tinnunculus	
  LINNE	
   	
   	
   3	
   	
   	
   A	
   s	
   Ü	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Tauben	
   Columbiformes	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Straßentaube	
   Columba	
  livia	
  f.	
  domestica	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   B	
  
Ringeltaube	
   Columba	
  palumbus	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Türkentaube	
   Streptopelia	
  decaocto	
  (FRIVALDSZKY) 	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Segler	
   Apodiformes	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Mauersegler	
   Apus	
  apus	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   NG;	
  Ü	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Spechtvögel	
   Piciformes	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Grünspecht	
   Picus	
  viridis	
  LINNE	
   	
   	
   2	
   §§	
   	
   	
   s	
   P	
  
Buntspecht	
   Dendrocopus	
  major	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   P	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Sperlingsvögel	
   Passeriformes	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Elster	
   Pica	
  pica	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Rabenkrähe	
   Corvus	
  corone	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   NG	
  
Blaumeise	
   Parus	
  caeruleus	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Kohlmeise	
   Parus	
  major	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Zilpzalp	
   Phylloscopus	
  collybita	
  (VIEILLOT)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Gartengrasmücke	
   Sylvia	
  borin	
  (BODDAERT)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Mönchsgrasmücke	
   Sylvia	
  atricapilla	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Sommergoldhähnchen	
   Regulus	
  ignicapillus	
  (TEMMINCK)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Kleiber	
   Sitta	
  europea	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Gartenbaumläufer	
   Certhia	
  brachydactyla	
  C.	
  L.	
  BREHM	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Zaunkönig	
   Troglodytes	
  troglodytes	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Star	
   Sturnus	
  vulgaris	
  LINNE	
   	
   	
   3	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Amsel	
   Turdus	
  merula	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Wacholderdrossel	
   Turdus	
  pilaris	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   P	
  
Rotkehlchen	
   Erithacus	
  rubecula	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Hausrotschwanz	
   Phoenicurus	
  ochruros	
  (GMELIN)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   P	
  
Haussperling	
   Passer	
  domesticus	
  (LINNE)	
   V	
   V	
   3	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Buchfink	
   Fringilla	
  coelebs	
  LINNE	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Girlitz	
   Serinus	
  serinus	
  (LINNE)	
   	
   V	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Grünfink	
   Carduelis	
  chloris	
  (LINNE)	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B	
  
Stieglitz	
   Carduelis	
  carduelis	
  (LINNE)	
   	
   V	
   	
   	
   	
   	
   b	
   B

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
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„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   21	
  
	
  
	
  
Lurche	
   	
   Rote	
  Listen	
   Schutz	
   Status	
  
Deutscher	
  Name	
   Wissenschaftlicher	
  Name 	
   BRD	
   HE	
  
BArt	
  
SchV	
  
FFH-­‐
RL	
  
EG	
  
338/97	
  
§	
  
7	
   	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Schwanzlurche 	
   Caudata	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Bergmolch	
   Ichthyosaura	
  alpestris	
  (LAURENTI,	
  1768)	
   !	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   P	
  
Teichmolch	
   Lissotriton	
  vulgaris	
  (LINNE,	
  1758)	
   	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   P	
  
	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Froschlurche	
   Anura	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
   	
  
Erdkröte	
   Bufo	
  bufo	
  (LINNE,	
  1758)	
   	
   	
   §	
   	
   	
   b	
   P	
  
Seefrosch	
   Pelophylax	
  ridibunda	
  (PALLAS,	
  1771)	
   	
   V	
   §	
   V	
   	
   b	
   P	
  
Teichfrosch	
   Pelophylax	
  kl.	
  esculenta	
  (LINNE,	
  1758)	
   !	
   	
   §	
   V	
   	
   b	
   P	
  
	
  
Erläuterungen	
  zur	
  Tabelle: 	
  
Gefährdungsgrad,	
   Schutzstatus	
   und	
   Angaben	
   zum	
   Vorkommen	
   der	
   im	
   Untersuchungsgebiet	
   nachgewiese-­‐
nen	
  Tierarten	
  
Gefährdung	
  und	
  Verantwortung 	
  
RL	
  D	
   Rote	
  Liste	
  Deutschland;	
  RL	
  HE	
   Rote	
  Liste	
  Hessen	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  RL	
  DA-­‐DI	
  	
  	
  	
  	
  Rote	
  Liste	
  Landkrei s	
  Darmstadt-­‐Dieburg	
  
Gefährdungseinstufung: 	
  0	
  =	
  ausgestorben	
  oder	
  verschollen ;	
  1	
  =	
  vom	
  Aussterben	
  bedroht ;	
  2	
  =	
  stark	
  gefährdet;	
  3	
  =	
  gefährdet;	
  R	
  =	
  extrem	
  
selten;	
  G	
  =	
  Gefährdung	
  unbekannten	
  Ausmaßes ;	
  V	
  =	
  Vorwarnliste;	
  D	
  =	
  Daten	
  unzureichend	
  
Verantwortlichkeit:	
  !!	
  =	
  Deutschland	
  in	
  besonders	
  hohem	
  Maße	
  für	
  den	
  Erhalt	
  verantwortlich ;	
  !	
  =	
  Deutschland	
  in	
  hohem	
  Maße	
  für	
  den	
  
Erhalt	
  verantwortlich;	
  (!)	
  =	
  Deutschland	
  in	
  besonderem	
  Maße	
  für	
  hochgradig	
  isolierte	
  Vorposten	
  verantwortlich ;	
  
HE	
  
=	
  Arten,	
  von	
  denen	
  
Hessen	
  mind.	
  10	
  %	
  des	
  deutschen	
  Bestands	
  beherbergt	
  (HGON	
  2010) 	
  
Sonstige	
  Angaben:	
  II	
  =	
  nicht	
  regelmäßig	
  in	
  Deutschland	
  brütende	
  Vogelarten	
  (Vermehrungsgäste) ;	
  III	
  =	
  Neozoen,	
  die	
  vom	
  Menschen	
  
angesiedelt	
  wurden	
  oder	
  aus	
  Gefangenschaftshaltung	
  entkomm en	
  sind	
  und	
  im	
  Berichszeitraum	
  im	
  Freiland	
  brüteten 	
  
Aktueller	
  Erhaltungszustand	
  in	
  Hessen/Deutschland: 	
  
	
   günstig	
  
	
   ungünstig-­‐unzureichend	
  
	
   ungünstig-­‐schlecht	
  
	
   unbekannt	
  
	
  
Schutzstatus	
  
Bundesartenschutzverordnung	
  (BArtSchV) :	
  §	
  =	
  besonders	
  geschützt;	
  §§	
  =	
  streng	
  geschützt	
  	
  
EU	
  -­‐	
  Fauna-­‐Flora-­‐Habitat	
  -­‐	
  Richtlinie	
  (FFH-­‐RL)	
  
II	
  	
  =	
   Tier-­‐	
  und	
  Pflanzenarten	
  von	
  gemeinschaftlichem	
  Interesse,	
  für	
  deren	
  Erhaltung	
  laut	
  FFH -­‐Richtlinie,	
  Anhang	
  II,	
  besondere	
  
Schutzgebiete	
  ausgewiesen	
  werden	
  müssen. 	
  
Der	
  Schutz	
  bezieht	
  sich	
  auf	
  die	
  Wahrung	
  oder	
  die	
  Wiederherstellung	
  eines	
  günstigen	
  Erhaltungszustandes. 	
  
IV	
  	
  =	
   Streng	
  zu	
  schützende	
  Tier -­‐	
  und	
  Pflanzenarten	
  von	
  gemeinschaft lichem	
  Interesse	
  laut	
  FFH -­‐Richtlinie,	
  Anhang	
  IV.	
   	
  
Der	
  Schutz	
  bezieht	
  sich	
  bezüglich	
  der	
  Tierarten	
  auf	
  alle	
  a bsichtlichen	
  Formen	
  des	
  Fangs	
  oder	
  der	
  Tötung	
  von	
  aus	
  der	
  Natur	
  entnommenen	
  
Exemplaren	
  dieser	
  Arten;	
  jede	
  absichtliche	
  Störung	
  dieser	
  Arten,	
  insbesondere	
  während	
  der	
  Fortpflanzungs -­‐,	
  Aufzucht-­‐,	
  Überwinterung-­‐	
  
und	
  Wanderzeiten;	
  jede	
  absichtliche	
  Zerstörung	
   oder	
  Entnahme	
  von	
  Eiern	
  aus	
  der	
  Natur;	
  jede	
  Beschädigung	
  oder	
  Vernichtung	
  der	
  For t-­‐
pflanzungs-­‐	
  oder	
  Ruhestätten.	
  Die	
  FFH -­‐Richtlinie	
  verbietet	
  den	
  Besitz,	
  den	
  Transport,	
  den	
  Handel	
  oder	
  Austausch	
  und	
  das	
  Angebot	
  zum	
  
Verkauf	
  oder	
  den	
  Austausch	
  von	
  aus	
  der	
  Nat ur	
  entnommenen	
  Exemplaren	
  von	
  Tierarten	
  des	
  Anhangs	
  IV. 	
  
*	
  	
  =	
   prioritäre	
  Art,	
  für	
  deren	
  Erhaltung	
  der	
  Gemeinschaft	
  aufgrund	
  ihrer	
  natürlichen	
  Ausdehnung	
  zu	
  dem	
  in	
  Artikel	
  2	
  genannten	
  
Gebiet	
  besondere	
  Verantwortung	
  zukommt. 	
  
EU	
  -­‐	
  Vogelschutzrichtlinie	
  (VS -­‐RL)	
  
Nach	
  Artikel	
  5	
  der	
  Vogelschutzrichtlinie	
  ist	
  es	
  verboten	
  wildlebende	
  Vogelarten,	
  die	
  im	
  Gebiet	
  der	
  EU	
  heimisch	
  sind	
  absichtli ch	
  zu	
  Töten

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   22	
  
	
  
oder	
  zu	
  Fangen	
  (ungeachtet	
  der	
  angewandten	
  Methoden);	
  ihre	
  Nester	
  und	
  Eier	
  absichtlich	
  zu	
  zerstören	
  oder	
  zu	
  beschädige n	
  und	
  ihre	
  
Nester	
  zu	
  entfernen;	
  ihre	
  Eier	
  in	
  der	
  Natur	
  zu	
  sammeln	
  oder	
  zu	
  besitzen	
  (auch	
  im	
  leeren	
  Zustand);	
  sie	
  insbesondere	
  während	
  de r	
  Brut-­‐	
  
und	
  Aufzuchtszeit	
  zu	
  stören;	
  Vögel	
  der	
  Arten,	
  die	
  nicht	
  bejagt	
  oder	
  gefangen	
  werden	
  dürfen,	
  zu	
  halten. 	
  
I	
  	
  	
  	
  =	
   Anhang	
  I	
  der	
  Vogelschutzrichtlinie	
  beinhaltet	
  nach	
  Artikel	
  4,	
  Abs.	
  1,	
  Arten,	
  für	
  die	
  besondere	
  Schutzmaßnahmen	
  hinsichtlich	
  
ihrer	
  Lebensräume	
  anzuwenden	
  sind,	
  um	
  ihr	
  Überleben	
  und	
  ihre	
  Vermehrung	
  in	
  ihrem	
  Verbreitungsgebiet	
  sicherzustellen.	
  Die	
  Mitg lied-­‐
staaten	
  erklären	
  insbesondere	
  die	
  für	
  die	
  Erhaltung	
  dieser	
  Arten	
  zahlen-­‐ 	
  und	
  flächenmäßig	
  geeignetsten	
  Gebiete	
  zu	
  Schutzgebieten. 	
  
4(2)	
  	
  =	
   Nach	
  Artikel	
  4,	
  Abs.	
  2,	
  der	
  Vogelschutzrichtlinie	
  treffen	
  die	
  Mitgliedsstaaten	
  entsprechende	
  Maßnahmen	
  für	
  die	
  nicht	
  in	
  A n-­‐
hang	
  I	
  aufgeführten,	
  regelmäßig	
  auftretenden	
  Zugvogelarten	
  hinsichtlich	
  ihrer	
  Vermehrungs -­‐,	
  Mauser-­‐	
  und	
  Überwinterungsgebiete	
  sowie	
  
der	
  Rastplätze	
  in	
  ihren	
  Wanderungsgebieten.	
  Zu	
  diesem	
  Zweck	
  messen	
  die	
  Mitgliedsstaaten	
  dem	
  Schutz	
  der	
  Feuchtgebiete	
  und	
  ganz 	
  
besonders	
  der	
  international	
  bedeutsamen	
  Feuchtgebiete	
  besondere	
  Bedeutung	
  bei. 	
  
EU	
  -­‐	
  Artenschutzverordnung	
  (EG	
  338/97) 	
  
A	
  	
  	
  =	
   Arten,	
  die	
  im	
  Anhang	
  A	
  der	
  Verordnung	
  aufgeführt	
  sind,	
  gelten	
  nach	
  §	
  7	
  Abs.	
  2	
  Nr.	
  14	
  BNatSchG	
  als	
  „streng	
  geschützt“.	
   	
  
B	
  	
  	
  =	
   Arten,	
  die	
  im	
  Anhang	
  B	
  der	
  Verordnung	
  aufgeführt	
  sind,	
  gelten	
  nach	
  §	
  7	
  Abs.	
  2	
  Nr.	
  13	
  BNatSchG	
  als	
  „besonders	
  geschützt“.	
   	
  
Bundesnaturschutzgesetz	
  (§	
  7) 	
  
b	
  	
  =	
   besonders	
  geschützt	
  
Besonders	
  geschützt	
  sind	
  nach	
  BNatSchG	
  alle	
  Arten,	
  die	
  laut	
  BArtSchV	
  als	
  besonders	
   geschützt	
  gelten,	
  alle	
  europäischen	
  Vogelarten,	
  Arten	
  
des	
  Anhangs	
  IV	
  der	
  FFH-­‐ Richtlinie	
  sowie	
  Arten,	
  die	
  im	
  Anhang	
  B	
  der	
  EG -­‐Richtlinie	
  338/97	
  aufgeführt	
  sind. 	
   	
  
Es	
  ist	
  nach	
  §	
  44	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  1	
  BNatSchG	
  verboten	
  wild	
  lebenden	
  Tieren	
  der	
  besonders	
  geschützten	
  A rten	
  nachzustellen,	
  sie	
  zu	
  fangen,	
  zu	
  
verletzen	
  oder	
  zu	
  töten	
  oder	
  ihre	
  Entwicklungsformen	
  aus	
  der	
  Natur	
  zu	
  entnehmen,	
  zu	
  beschädigen	
  oder	
  zu	
  zerstören. 	
  
Es	
  ist	
  nach	
  §	
  44	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  3	
  BNatSchG	
  verboten	
  Fortpflanzungs -­‐	
  oder	
  Ruhestätten	
  der	
  wild	
  lebenden	
  Tier e	
  der	
  besonders	
  geschützten	
  
Arten	
  aus	
  der	
  Natur	
  zu	
  entnehmen,	
  zu	
  beschädigen	
  oder	
  zu	
  zerstören.	
  
s	
  	
  =	
   streng	
  geschützt	
  	
  
Streng	
  geschützt	
  sind	
  nach	
  BNatSchG	
  alle	
  Arten,	
  die	
  laut	
  BArtSchV	
  als	
  streng	
  geschützt	
  gelten	
  oder	
  im	
  Anhang	
  IV	
  der	
  FFH -­‐Richtlinie	
  bzw.	
  
Anhang	
  A	
  der	
  EG-­‐Richtlinie	
  338/97	
  aufgeführt	
  sind. 	
   	
  
Es	
  ist	
  nach	
  §	
  44	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  2	
  BNatSchG	
  verboten	
  wild	
  lebende	
  Tiere	
  der	
  streng	
  geschützten	
  Arten	
   und	
  der	
  europäischen	
  Vogelarten 	
  wäh-­‐
rend	
  der	
  Fortpflanzungs -­‐,	
  Aufzucht-­‐,	
  Mauser-­‐,	
  Überwinterungs-­‐	
  und	
  Wanderungszeiten	
  erheblich	
  zu	
  stören;	
  eine	
  erhebliche	
  Störung	
  liegt	
  
vor,	
  wenn	
  sich	
  durch	
  die	
  Störung	
  der	
  Erhaltungszustand	
  der	
  lokalen	
  Population	
  einer	
  Art	
  verschlechtert. 	
  
	
  
Status	
  im	
  Untersuchungsgebiet:	
   NG	
  Nahrungsgast;	
  B	
  Brutvogel	
  ;	
  R	
  Revier;	
  DZ	
  Durchzügler,	
  Rastvogel;	
  Ü	
  Überflug	
  
	
  
Auswirkungen	
  
Durch	
  baubedingte	
  Lärm -­‐	
  und	
  Schadstoffimmissionen	
   können	
  benachbarte	
  Biozönosen	
  beeinträchtigt 	
  
werden.	
  Baubedingte	
  Stoffeinträge	
  (Verkehr,	
  Baustoffe)	
  können	
  sich	
  verändernd	
  auf	
  die	
  betroffenen	
  
Biozönosen	
  auswirken	
   (Eutrophierung,	
  Toxizität).	
  Durch	
  Baustellenverkehr,	
  Lagerplätze	
  u.a.	
  Nebenfl ä-­‐
chen	
  werden	
  die	
  jeweils	
  betroffenen	
  Lebensgemeinschaften	
  beeinträchtigt	
  bzw.	
  vernichtet.	
  Die	
  Reg e-­‐
neration	
  nach	
  Ende	
  des	
  Eingriffs	
  kann	
  insbesondere	
  bei	
  Gehölzen,	
  aber	
  auch	
  bei	
  Gr ünlandstandorten	
  
hinsichtlich	
  des	
  vollständigen	
  Arteninventars	
  mehrere	
  Jahrzehnte	
  dauern. 	
  
Durch	
  die	
  im	
  Zuge	
  der	
  Bauleitplanung	
  zulässigen	
  Baumaßnahmen	
  können	
   maximal	
  folgende	
  Biotopt y-­‐
pen	
  betroffen	
  werden: 	
  
KV-­‐Nr.	
   Nutzungstyp	
   m²	
   %	
  
11.221	
   Arten-­‐	
  und	
  strukturarme	
  Hausgärten 	
   937	
   89,7%	
  
11.222	
   Arten-­‐	
  und	
  strukturreiche	
  Hausgärten 	
   108	
   10,3%	
  
	
  	
   Summe	
   1.045	
   100,0%	
  
Der	
  vorhandene	
  Baumbestand	
  ist	
  vollständig	
  zur	
  Erhaltung	
  festgesetzt ,	
  so	
  dass	
  innerhalb	
  der	
  Hausgä r-­‐
ten	
  letztlich	
  nur	
  überwiegend	
  intensiv	
  gepflegte	
  Pflanzbeete	
  und	
  Rasenflächen	
   oder	
  bereits	
  befestigte	
  
Flächen	
  von	
  Baumaßnahmen	
  betroffen	
  sein	
  werden .

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   23	
  
	
  
Im	
  Bebauungsplan	
   sind	
  vor	
  allem	
  folgenden	
  Maßnahmen	
  zur	
  Vermeidung	
  oder	
  Verminderung	
   sowie	
  
zum	
  Ausgleich	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  der	
  Tier -­‐	
  und	
  Pflanzenwelt	
  festgesetzt :	
  
• Insektenfreundliche	
  Außenbeleuchtung	
  zur	
  Vermeidung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  nach t-­‐
aktiven	
  Insektenarten	
   	
  
• Schutz	
  vor	
  Vogelschlag	
  durch	
  Verwendung	
  von	
  Vogelschutzglas	
  bei	
  Glasflächen	
  und	
   -­‐fassaden	
  
mit	
  einer	
  Größe	
  von	
  mehr	
  als	
  3	
  m²:	
   	
  
• Nisthilfen	
  (Einbau-­‐ Nistkästen)	
  zur	
  Förderung	
  von	
  Brutbiotopen	
  für	
  Mauersegler,	
  Schwalbe n-­‐
arten	
  oder	
  Haussperlinge	
   	
  
• Vollständige	
  Erh altung	
  von	
  allen	
  als	
  wertvoll	
  oder	
  erhaltenswert	
  auskartierten	
  Bäumen	
   und	
  
Baumgruppen	
  
• Anpflanzen	
  von	
   vorwiegend	
  einheimischen,	
  standortgerechten	
  Laubbäumen	
  (ein	
  Baum	
  je	
  a n-­‐
gefangene	
  200	
  m²	
  nicht	
  überbaubarer	
  Grundstücksfläche) 	
  
• Extensive	
  Dachbegrünung	
  (Gras -­‐Staudendach)	
  von	
  Flachdächern,	
  flach	
  geneigten	
  Dächern	
  
und	
  Garagendächern	
   (409	
  m²)	
  
• Baumschutzmaßnahmen	
  durch	
  Sicherungsmaßnahmen	
   entsprechend	
  der	
  DIN	
  18920	
  w äh-­‐
rend	
  der	
  Bauphase	
  
Angesichts	
  des	
  geringen 	
  Umfangs	
  der	
  zulässigen	
  Baumaßnahmen	
  und	
  den	
  o.g.	
  Maßnah men	
  sind	
  keine	
  
erheblichen	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  Tieren,	
  Pflanzen	
  und	
  ihren	
  Lebensräumen	
  zu	
  erwarten.	
  Arte n-­‐
schutzrechtliche	
  Verbotstatbestände	
  werden	
  unter	
  Maßgabe	
   der	
  Durchführung	
  der	
  o.g.	
  Maßnahmen	
  
sowie	
  den	
  während	
  der	
  Bauausführung	
  zu	
  beachtenden	
  Verm eidungs-­‐	
  und	
  Verminderungsmaßna h-­‐
men(s.	
  o.	
  Abschnitt	
  Artenschutz	
  sowie	
  textliche	
  Hinweise	
  des	
  Bebauungsplanes)	
  nicht	
  auftreten. 	
  
3.1.1.2 BODEN 	
  
Geologisch	
  liegt	
  der	
  Planungsraum	
  im	
  Gebiet	
  des	
  Quartärs	
  der	
  nördlichen	
  Oberrheinebene.	
  Hierbei	
  
handelt	
  es	
  sich	
  um	
  altpleis tozäne	
  Mainsande -­‐	
  und	
  kiese,	
  Schuttkegelsedimente	
  und	
  Ablagerungen	
  der	
  
Bergsträßer	
  Pleistozänterrasse,	
  welche	
  bei	
  Darmstadt	
  in	
  einem	
  etwa	
  6	
   -­‐	
  8	
  km	
  breiten	
  Gebiet	
  vorko m-­‐
men.	
  Es	
  können	
  auch	
  kleinere	
  Vorkommen	
  des	
  Kristallins	
  vom	
  Odenwald,	
  also	
  Granit,	
  Grandi orit,	
  Dio-­‐
rit,	
  Gabbro,	
  z.T.	
  auch	
  Gneise	
  und	
  metamorphe	
  Schiefer	
  des	
  Kristallins	
  vorhanden	
  sein.	
   	
  
Die	
  natürlich	
  vorkommenden	
  Braunerdeböden	
  haben	
  sich	
  vornehmlich	
  in	
  flugsandreichen	
  Soliflukt i-­‐
onsdecken	
  mit	
  sauren	
  Gesteinsanteilen	
  aus	
  2	
  bis	
  6	
  dm	
  Fließerde	
  (Ha uptlage)	
  über	
  Fließschutt	
  (Basisl a-­‐
ge)	
  mit	
  granitischem	
  Plutonit	
  entwickelt.	
  Das	
  Filtervermögen	
  des	
  Bodens,	
  also	
  die	
  Fähigkeit	
  zur	
  A b-­‐
sorption	
  gelöster	
  Stoffe	
  aus	
  dem	
  Boden,	
  wird	
  nach	
  dem	
  HLUG	
  als	
  mittel	
  beschrieben. 	
  
Vor	
  allem	
  auf	
  Grund	
  der	
  Bautätigkeit	
  der	
   letzten	
  150	
  Jahre	
  sind	
  jedoch	
  heute	
  die	
  meisten	
   Böden	
  im	
  
Planungsgebiet	
  anthropogen	
  durch	
  Versiegelung	
   (tlw.),	
  Umlagerung,	
  Aufschüttung	
  und /oder	
  Schad-­‐
stoffe	
  (Dünge-­‐	
  und	
  Pflanzenschutzmittel,	
  Immissionen)	
   vorbelastet.	
  Sie	
  weisen	
  daher	
  oftmals	
  keine	
  n a-­‐
türlichen	
  Bodeneigenschaften	
  mehr	
  auf.	
  Das	
  Standort -­‐	
  und	
  Lebensraumpotential	
  ist	
   daher	
  bezogen	
  
auf	
  die	
  bebauten	
  Flächen	
   eher	
  gering.	
  Die	
  Regulationsfunktionen	
  der	
  Böden	
  (Niederschlagsretention,	
  
Verdunstung	
  etc.)	
  sind	
  auf	
  den	
  unversiegelten	
  Flächen	
  allerdings	
  noch	
  weitgehend	
  vorhanden.	
   Über	
  
Auswirkungen	
  oder	
  Vorhandensein	
  von	
  Altlasten	
  ist	
  nichts	
  bekannt.	
   	
  
	
  
Auswirkungen	
  
Der	
  Anteil	
  der	
  üb erbauten	
  Flächen	
  im	
  Planungsgebiet	
  wird	
   um	
  maximal	
  ca.	
   950	
  m²	
  zunehmen.	
  Hier-­‐
durch	
  werden	
  Regulationsfunktion,	
  Nutzungspotential	
  und	
  Standort -­‐	
  und	
  Lebensraumpotential	
  der

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   24	
  
	
  
der	
  betroffenen	
   Böden	
  meist	
  gänzlich,	
  nachhaltig	
  und	
  i.d.R.	
  irreversibel	
  zerstört.	
  Sch werwiegend	
  sind	
  
generell	
  die	
  Zerstörung	
  der	
  Regulationsfunktionen	
  der	
  Böden	
  mit	
  ihren	
  Wohlfahrtswirkungen	
  u.a.	
  
auch	
  für	
  den	
  Wasserhaushalt	
  (Niederschlagsretention,	
  Grundwasserneubildung)	
  und	
  das	
  lokale	
  Klima	
  
(Kaltluftprodutkion).	
  Der	
  Verlust	
  aller	
  Entwickl ungsmöglichkeiten	
  und	
  die	
  Zerstörung	
  des	
  Oberbodens	
  
im	
  Bereich	
  der	
  nur	
  teilversiegelten	
  Flächen	
  führen	
  trotz	
  des	
  eingeschränkt	
  noch	
  möglichen	
  Gasau s-­‐
tauschs	
  und	
  der	
  z.T.	
  noch	
  vorhandenen	
  Durchlässigkeit	
  auch	
  hier	
  zu	
  nahezu	
  vollständigem	
  Funktion s-­‐
verlust.	
  
Diese	
  Beeinträchtigungen	
  sind	
  im	
  Planungsgebiet	
  jedoch	
  nicht	
  auf	
  voller	
  Fläche	
  wirksam,	
  da	
  die	
  vo r-­‐
handenen	
  unversiegelten	
   Böden	
  z.T.	
  anthropogen	
  stark	
  überformt	
  und	
  starken	
  Belastungen	
  ausg e-­‐
setzt	
  sind.	
  Durch	
   etwaige	
  Vermeidungs -­‐	
  und	
  Verminderungsmaßnahmen	
   lassen	
  sich	
  Eingriffe	
  in	
  die	
  
Böden	
  des	
  Planungsgebietes	
  nur	
  in	
  geringem	
  Umfang	
  vermeiden	
  oder	
  vermindern.	
   Hierzu	
  zählen	
  si-­‐
cherlich	
  auch	
  die	
  Begrünung	
  von	
  Flach -­‐	
  und	
  Garagendächern	
   (409	
  m²)	
  sowie	
  die	
  wasserdurchlässige	
  
Befestigung	
  der	
  Stellplätze 	
  auf	
  den	
  Grundstücken,	
  die	
  im	
  Hinblick	
  auf	
  die	
  Bodenregulationsfunktionen	
  
(s.o.)	
  als	
  Verminderungsmaßnahmen 	
  zu	
  bewerten	
  sind .	
  	
  
Letztlich	
  verbleibt	
  als	
  Eingriffswirkung	
  eine	
  zusätzlich	
  überbaubare	
  Fläche	
  von	
  ca.	
   594	
  m²,	
  dem	
  zumin-­‐
dest	
  potenziell	
  ein	
  Rückbau	
  von	
  ca.	
  1.000 	
  m²	
  Gebäudefläche	
  und	
  von	
  ca.	
  100	
  m²	
  öffentlicher	
  Stellplat z-­‐
fläche	
  am	
  Eugen -­‐Bracht-­‐Weg	
  gegenübersteht. 	
  Angesichts	
  dieser	
  allenfalls	
  insgesamt	
  sehr	
   geringen	
  
Eingriffswirkungen	
   ist	
  eine	
  Eingriffskompensation	
  durch	
  naturschutzrechtliche	
  Ausgleichs -­‐	
  und	
  Ersatz-­‐
maßnahmen	
  außerhalb	
  des	
  Geltungsbereiches	
   zumindest	
  im	
  Hinblick	
  auf	
  das	
  Schutzgut	
  Boden	
   nicht	
  
erforderlich.	
  
3.1.1.3 WASSER 	
  
Hydrogeologisch	
  liegt	
  das	
   Planungsgebiet	
  in	
  der	
  nördlichen	
  Oberrheineben e	
  und	
  ist	
  durch	
  quartäre	
  
Lockergesteine	
  geprägt.	
  
Die	
  Grundwasserergiebigkeit	
  der	
  Lockergesteine	
  (Sande)	
  im	
  Geltungsbereich	
  wird	
  in	
  der	
  Standortkarte	
  
von	
  Hessen	
  (1985)	
  als	
  sehr	
  gering	
  mit	
  <	
  2	
  l/s	
  mittlere	
  Ergiebigkeit	
  pro	
  Bohrung	
  im	
  Hauptwasserstock,	
  
eingestuft.	
  Dabei	
  ist	
  von	
  einer	
  mittleren	
  jährlichen	
  Ve rsickerung	
  von	
  0	
   –	
  50	
  mm/a	
  auszugehen. 	
  
Das	
  Grundwasser	
  hat	
  eine	
  Gesamthärte	
  von	
  12°	
  bis	
  18°	
  dH.	
  Die	
  Grundwasserflurabstände	
  betragen	
  10	
  
–	
  20	
  m.	
  	
  
Generell	
  herrschen	
   im	
  Planungsgebiet	
  wie	
   im	
  gesamten	
  Stadtgebiet	
  aufgrund	
  anthropogener	
  Einflüsse	
  
gestörte	
  Grundwasserverhältnisse	
  vor. 	
  Etwa	
  37%	
  des	
  Planungsgebietes	
  sind	
  überbaut,	
  versiegelt	
  oder	
  
befestigt,	
  ein	
  Großteil	
  des	
  dort	
  anfallenden	
  Niederschlagswasser	
  wird	
  gesammelt	
  und	
  abgeführt.	
  
Durch	
  Hausbrand	
  und	
  die	
  Nähe	
  von	
  stark	
  befahrenen	
  Straßen	
  (Fiedlerweg)	
  ist	
   auch	
  mit	
  Schadstoffei n-­‐
trägen	
  in	
  das	
  Grundwasser	
  zu	
  rechnen. 	
  
	
  
Auswirkungen	
  
Trotz	
  der	
  hohen	
  Grundwasserflurabstände	
  ist	
  bei	
  durchlässigen	
  Grundwasserleitern	
  und	
  geringmäc h-­‐
tigen	
  Deckschichten	
   immer	
  noch	
  von	
  einer	
  mittleren	
  Verschmutzungsempfindlichkeit	
  auszugehen.	
   Ei-­‐
ne	
  Nutzungsfähigkeit	
  des	
  vorhandenen	
  Aquifers	
  zur	
  Trinkwasserversorgung	
  ist	
   jedoch	
  nicht	
  vorhan-­‐
den.	
  	
  
Bau-­‐	
  und	
  nutzungsbedingte	
  Stoffeinträge	
  im	
  Zuge	
  des	
  Baustellenbetriebes	
  (Baustoffe,	
  Öl	
  u.	
  a .	
  grund-­‐
wassergefährdende	
  Stoffe)	
  können	
   daher	
  ebenso	
  die	
  Grundwasserqualität	
  beeinträchtigen	
  wie	
  b e-­‐
triebsbedingte	
  Immissionen	
  aus	
  Straßenverkehr	
  und	
  Hausbrand.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   25	
  
	
  
Angesichts	
  der	
   hohen	
  Grundwasserflurabstände	
  ( 10	
  -­‐	
  20	
  m	
  u.	
  GOK)	
  ist	
  nicht	
  davon	
  auszugehen,	
  daß	
  
Tiefbaumaßnahmen	
  (Keller,	
  Tiefgaragen	
  etc.)	
   bis	
  in	
  den	
  Bereich	
  des	
  oberen	
  Grundwasserstockwerkes	
  
hineinreichen	
  werden.	
   	
  
Durch	
  die	
  Realisierung	
  der	
  Planungsabsichten	
  werden	
   lediglich	
  ca.	
  950	
  m²	
  für	
  Gebäude	
  zusätzlich	
  
überbaut.	
  Im	
  Planungsgebiet	
  ist	
  derzeit	
   von	
  einer	
  jährlichen	
  Grundwasserneubildungsrate	
  von	
  max	
  50	
  
l/qm	
  auszugehen,	
  insgesamt	
  m üßte	
  dann	
  daher	
  mit	
  einer	
  Reduktion	
  der	
  jährlichen	
  Grundwasserne u-­‐
bildung	
  in	
  der	
  Größenordnung	
  von	
   max.	
  50	
  m³	
  gerechnet	
  werden. 	
  Durch	
  die	
  beabsichtigte	
  Überba u-­‐
ung	
  und	
  Versiegelung	
  von	
  Freiflächen	
  entfällt	
  deren	
  Beitrag	
  zur	
  Niederschlagsretention	
  fast	
  vollstä n-­‐
dig,	
  dies	
  führt	
  i.d.R.	
  zu	
  einer	
  direkten	
  zusätzlichen	
  Belastung	
  der	
  Vorfluter	
  (Kläranlage). 	
  
Als	
  Vermeidungs -­‐	
  und	
  Verminderungsmaßnahmen	
  sind	
  die	
  wasserdurchlässige	
   Befestigung	
  der	
  Stel l-­‐
platzflächen	
  und	
  die	
  Begrünung	
  der	
  Garagen -­‐	
  und	
  Flachdächer	
  (4 09	
  m²)	
  zu	
  berücksichtigen.	
  Für	
  die	
  
verbleibenden	
   ca.	
  540	
  m²	
  Gebäudefläche	
   wird	
  eine	
  Regenwasserversickerung	
  in	
  den	
  Festsetzungen	
  
des	
  Bebauungsplanes	
  empfohlen.	
   	
  
Insgesamt	
  sind	
  somit	
  wenn	
  überhaupt	
  nur	
   vernachlässigbar	
   geringe	
  Beeinträchtigungen	
  des	
  Wasse r-­‐
haushaltes	
  durch	
  die	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  zu	
  erwarten.	
   	
  
3.1.1.4 KLIMA	
  UND	
  LUFT 	
  
Das	
  Klima	
  und	
  die	
  lufthygienische	
  Situation	
  eines	
  Raumes	
  sind	
  wichtige	
  ökosystemare	
  Stando rtfakto-­‐
ren	
  und	
  prägen	
  darüber	
  hinaus	
  entscheidend	
  die	
  Lebensqualität	
  der	
  dort	
  lebenden	
  Menschen.	
  Zu	
  den	
  
ökologischen	
  Grundfunktionen	
  des	
  Klimas	
  gehört	
  die	
  Versorgung	
  der	
  Siedlungen	
  mit	
  Frischluft	
  (VDI	
  
1988,	
  leicht	
  geändert).	
  Leitbild	
  ist	
  der	
  Erhalt	
  bzw.	
  da s	
  Erreichen	
  einer	
  möglichst	
  hohen	
  lokalen	
  Luf t-­‐
reinheit	
  sowie	
  die	
  Verbesserung	
  der	
  allgemeinen	
  lufthygienischen	
  Situation	
  im	
  Großraum.	
  Eine	
  V o-­‐
raussetzung	
  dafür	
  ist	
  der	
  Erhalt	
  eines	
  hohen	
  Anteils	
  unbebauter	
  und	
  unversiegelter	
  klimawirksamer	
  
Flächen,	
  die	
  durc h	
  ihre	
  Gestalt	
  und	
  ihren	
  Bewuchs	
  einen	
  positiven	
  Beitrag	
  zum	
  örtlichen	
  Bioklima	
  lei s-­‐
ten	
  (Frischluft-­‐	
  und	
  Kaltluftproduktion).	
   	
  
Der	
  Ballungsraum	
  Rhein -­‐Main	
  wird	
  –	
  wie	
  das	
  ganze	
  Bundesland	
  Hessen	
  insgesamt	
   –	
  zum	
  warmgemä-­‐
ßigten	
  Regenklima	
  der	
  mittleren	
  Breite n	
  gezählt.	
  Mit	
  überwiegend	
  westlichen	
  Winden	
  werden	
  das	
  
ganze	
  Jahr	
  über	
  relativ	
  feuchte	
  Luftmassen	
  vom	
  Atlantik	
  herangeführt,	
  die	
  zu	
  Niederschlägen	
  führen.	
  
Der	
  ozeanische	
  Einfluss,	
  der	
  von	
  Nord -­‐West	
  nach	
  Süd-­‐Ost	
  abnimmt,	
  sorgt	
  für	
  milde	
  Winter	
  und	
  nicht	
  
zu	
  heiße	
  Sommer.	
   	
  
Darmstadt	
  liegt	
  in	
  der	
  Übergangszone	
  zwischen	
  der	
  warmen,	
  trockenen	
  Rheinebene	
  und	
  dem 	
  kühle-­‐
ren,	
  niederschlagsreicheren	
  Odenwald.	
  Allgemein	
  ist	
  diese	
  Klimazone	
  gekennzeichnet 	
  durch	
  milde	
  
Winter	
  und	
  warme	
  Sommer	
  mit	
  geringem	
  Niederschlag. 	
  Nachfolgend	
  sind	
  die	
  Klimadaten	
  des	
  Lan d-­‐
schaftsplanes	
  Darmstadt	
  (2004)	
  zusammengefasst:

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   26	
  
	
  
	
  
In	
  Darmstadt	
  herrschen	
  Winde	
  aus	
  westlichen	
  Richtungen	
  (SW,	
  W)	
  vor.	
  Die	
  Ostwindlagen	
  nehmen	
  1/3	
  
aller	
  Windrichtungen	
  ein.	
  Für	
  die	
  lufthygienische	
  Situation	
  der	
  Stadt	
  si nd	
  die	
  mittleren	
  Windgeschwi n-­‐
digkeiten	
  von	
  großer	
  Bedeutung;	
  sie	
  liegen	
  für	
  Darmstadt	
  bei	
  3,3	
  m/s.	
  Windarme	
  Wetterlagen	
  sind	
  se l-­‐
ten.	
  
	
  
Windrichtungsverteilung	
  an	
  de r	
  Stadtstation	
  Darmstadt-­‐
Woog	
  (Zeitraum:	
  Januar	
  bis	
  Dezember	
  2009) ,	
  aus:	
  1.	
  Fort-­‐
schreibung	
  Luftreinhalteplan	
  für	
  den	
  Ballungsraum	
  Rhein -­‐
Main,	
  Teilplan	
  Darmstadt 	
  (HMUELV	
  2011). 	
  
	
  
Der	
  Raum	
  Darmstadt	
  zählt	
  aufgrund	
  seiner	
  Beckenlage	
  zur	
  bioklimatischen	
  Belastungszone. 	
  Während	
  
der	
  Sommermonate	
  ist	
  das	
  Gebiet	
  strahlungsbegünstigt	
  mit	
  hoher	
  Wärmebelas tung,	
  häufig	
  in	
  Verbin-­‐
dung	
  mit	
  Schwüle. 	
  Im	
  Herbst	
  und	
  Winter	
  kehrt	
  sich	
  dieses	
  Verhältnis	
  um,	
  da	
  die	
  Rheinebene	
  dann	
  mit	
  
stabilen	
  Kaltluftschichten	
  erfüllt	
  ist	
  (Inversionslagen).	
  Es	
  bilden	
  sich 	
  Dunst	
  und	
  Nebel.	
  An	
  diesen	
  au s-­‐
tauscharmen	
  Wetterlagen	
  besteht	
   Gefahr	
  von	
  erhöhter	
  Luftverschmutzung. 	
  Die	
  Klimasituation	
  wird	
  
zudem	
  im	
  Stadtbereich	
  durch	
  das	
  so	
  genannte	
  Stadtklima	
  (Wärmeinsel)	
  verschärft	
  mit	
  nachteiligen	
  
Folgen	
  für	
  die	
  Lufterneuerung. 	
  
Bei	
  windschwachen	
  Strahlungswetterlagen	
  bilden	
  sich	
  lokale	
  Windsysteme,	
  die	
  vorwiegend	
  aus 	
  östli-­‐
chen	
  Richtungen	
  kommen.	
  Sie	
  wirken	
  sich	
  vor	
  allem	
  in	
  den	
  östlichen	
  Stadtteilen	
  Darmstadts	
  aus,	
  je	
  
nach	
  Wetterlage	
  können	
  sie	
  sich	
  zeitweise	
  jedoch	
  auch	
  bis	
  in	
  die	
  westlichen 	
  Stadtteile	
  durchsetzen. 	
  
Das	
  Planungsgebiet	
  zählt	
  zwar	
  noch	
  zum	
  städtischen,	
  bioklimatischen	
  Belastungsgebiet	
  von	
  Darmstadt	
  
besitzt	
  aber	
  einen	
  relativ	
  hohen	
  Freiflächenanteil	
  (63%)	
  sowie	
  einen	
  ausgeprägten	
  Baum -­‐	
  und	
  Gehölz-­‐
bestand.	
  Eine	
  sehr	
  hohe	
  Bedeutung	
   für	
  die	
  angrenzenden	
  Siedlungsflächen	
   bezüglich	
  der	
  E ntstehung	
  
von	
  Kalt-­‐	
  und	
  Frischluft	
  ist	
  zwar	
  nicht	
  zu	
  erwarten,	
  jedoch	
  haben	
  Freiflächen	
  und	
  Baumbestand	
  durc h-­‐
aus	
  eine	
  hohe	
  Bedeutung	
  für	
  das	
  Klein -­‐	
  und	
  Lokalklima	
  der	
  Villensiedlung.	
   Insbesondere	
  bei	
  Nacht	
  fü h-­‐
ren	
  die	
  privaten	
  Gärten	
  und	
  die	
  Parkanlagen	
   zu	
  einer	
  Verbesserung	
  der	
  Lufthygiene	
  und	
  somit	
  auch	
  
der	
  Luftqualität .

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   27	
  
	
  
Auswirkungen	
  
Die	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  ermöglichen	
   per	
  Saldo	
  lediglich	
  die	
  zusätzliche	
  Überbauung	
  
von	
  ca.	
  540	
  m²	
  Freifläche.	
  Da	
  diese	
  geringe	
  zusätzliche	
  Bebauung	
  sich	
  im	
  Grunde	
  nicht	
  auf	
  einen	
  Punkt	
  
konzentriert,	
  sondern	
  sich	
  über	
  die	
  gesamte	
  Villensiedlung	
  verteilen	
  wird,	
  sind	
  keinerlei	
  klimatolog i-­‐
schen	
  Beeinträchtigungen	
  zu	
  erwarten. 	
  
Die	
  geplanten	
  wasserdurchlässig	
  befestigte n	
  Stellplätze	
  und	
  die	
  Flach -­‐	
  und	
  Garagendächer	
  mit	
  Dac h-­‐
begrünung	
  (409	
  m²)	
  weisen	
  noch	
  klimatologisch	
  wirksame	
  Eigenschaften	
  (Temperaturregulierung)	
  auf 	
  
und	
  sind	
  daher	
  als	
  Maßnahmen	
  zur	
  Vermeidung	
  und	
  Verminderung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  zu	
  bewe r-­‐
ten.	
  	
  
Baumrodungen	
  sind	
  im	
  Bebauungsplan	
  ebenfalls	
  nicht	
  vorgehen,	
  der	
  gesamte,	
  vitale	
  Baumbestand	
  
wird	
  zur	
  Erhaltung	
  festgesetzt. 	
  
Die	
  vorhandenen	
  klimatologische	
  Wohlfahrtswirkungen	
   der	
  Villensiedlung	
   (Minderung	
  des	
  Wärmei n-­‐
seleffektes,	
  Luftreinigung)	
  durch	
  Temperatur regulierung,	
  Schutz	
  vor	
  unerwünschter	
  Sonneneinstra h-­‐
lung,	
  Schadstofffilterung	
  und	
  Sauerstoffproduktion	
   werden	
  daher	
  im	
  vollen	
  Umfang	
  erhalten .	
  
Als	
  Folgen	
  der	
  Bauleitplanung	
  sind	
  somit	
  keine	
  Beeinträchtigungen	
  des	
  Schutzgutes	
  Klima	
  zu	
  erwarten.	
   	
  
	
  
3.1.1.5 LANDSCHAFT S-­‐	
  UND	
  ORTSBILD 	
  
Das	
  Landschafts-­‐	
  und	
  Ortsbild	
  im	
  Geltungsbereich	
   ist	
  im	
  Wesentlichen	
  geprägt	
   durch	
  	
  
• seine	
  Lage	
  am	
  Südhang	
  der	
  Mathildenhöhe	
  mit	
  ihrer	
  historisch	
  wertvollen	
  und	
  anspreche n-­‐
den	
  Bebauung;	
  
• seinem	
  Charakter	
  als	
  Villengebiet	
  mit	
   insgesamt	
  19	
  denkmalgeschützten	
  Häusern	
  und	
  gro ß-­‐
zügigen	
  Privatgärten ;	
  
• seinen	
  umfangreichen	
  Baumbestand	
  in	
  den	
  öffentlichen	
  Grünflächen	
  und	
  den	
  Privatengärten	
  
(etwa	
  ein	
  Baum	
  je	
  160	
  m²	
  Freifläche) ;	
  
• den	
  öffentlichen	
  Verkehrsflächen	
  mit	
  historischer	
  Mosaikpflasterung	
  der	
   Bürgersteige	
  (Al e-­‐
xandraweg,	
  Prinz -­‐Christians-­‐Weg,	
  Christiansenweg,	
  Eugen -­‐Bracht-­‐Weg);	
  
• den	
  öffentlichen	
   Parkanlagen	
  mit	
  Kunstobjekten	
  und	
  Skulpturen	
  (u.a.	
  Schwanentempel,	
  
Ernst-­‐Ludwig-­‐Brunnen,	
  Gottfried -­‐Schwab-­‐Denkmal,	
  Wandbrunnen	
  Jüngling	
  an	
  der	
  Quelle,	
  A l-­‐
bin-­‐Müller-­‐Pergola,	
  Skulptur en	
  im	
  Park	
  am	
  Ernst -­‐Bracht-­‐Weg).	
  
Ein	
  weiteres	
  besonderes	
  Merkmal	
  sind	
  die	
  z.T.	
  historischen	
  Einfriedungen	
  aus	
  Naturstein -­‐	
  oder	
  Klin-­‐
kermauersockeln	
  mit	
  aufgesetzten	
  Metallzäunen 	
  (z.B.	
  Haus	
  Behrens,	
  Haus	
  Habich,	
  Kleines	
  und	
  Großes 	
  
Haus	
  Glückert,	
  Haus	
  Deiters),	
   die	
  im	
  besonderen	
  Maße	
   auch	
  zur	
  visuellen	
  Gestaltung	
  des	
  öffentlichen	
  
Raumes	
  beitragen. 	
  	
  
Aus	
  freiraumgestalterischer	
  Sicht	
  wertvolle	
  und	
  schützenswerte	
  Vorgärten	
  und	
  Gartenanlagen	
  befi n-­‐
den	
  sich	
  insbesondere	
  im	
  Bereich	
  der	
  Gru ndstücke	
  Oberhessisches	
  Haus,	
  Haus	
  Behrens,	
  Haus	
  Habich,	
  
Kleines	
  und	
  Großes	
  Haus	
  Glückert,	
  Haus	
  Deiters,	
  Drei -­‐Häuser-­‐Gruppe	
  und	
  Haus	
  Hubertus. 	
  
Bei	
  dem	
  Geltungsbereich	
  handelt	
  es	
  sich	
  somit	
  insgesamt	
  um	
  einen	
  hinsichtlich	
  des	
  Landschafts. -­‐	
  und	
  
Ortsbildes	
  außerordentlich	
  wertvollen	
  und	
  schützenswerten	
   Siedlungsbereich.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   28	
  
	
  
	
  
Bild	
  1:	
  Parkanlage	
  am	
  Südhang	
  der	
  Mathildenhöhe	
  mit	
  Blick	
  auf	
  das	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Haus	
  –	
  Standort	
  des	
  
ehemaligen	
  Haus	
  Christiansen 	
  
	
  
	
  
	
  
Bild	
  2:	
  Blick	
  vom	
  Alexandraweg	
  auf	
  Russische	
  Kapelle	
  und	
   Schwanentempel

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   29	
  
	
  
	
  
Bild	
  3:	
  Blick	
  auf	
  Alexandraweg	
  mit	
   Ernst-­‐Ludwig-­‐Brunnen,	
  der	
  anstelle	
  des	
  Hauses	
  Christiansen	
  erric h-­‐
tet	
  worden	
  ist,	
  das	
   Große	
  Haus	
  Glückert,	
   Haus	
  Behrens	
  und	
  der	
  Beton -­‐Pergola	
  von	
  Albin	
  Müller	
  aus	
  
dem	
  Jahr	
  1914	
  (rechts) 	
  
	
  
Bild	
  4:	
  Christiansenweg	
  mit	
  dem	
  für	
  die	
  Mathildenhöhe	
  typischen	
  Mosaikpflaster	
  und	
  der	
  historischen	
  
Einfriedung	
  des	
  Großen	
  Haus	
  Glückert

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   30	
  
	
  
	
  
	
  
Bild	
  5:	
  Schattige	
  Parkanlage	
  am	
  Eugen -­‐Bracht-­‐Weg	
  
	
  
Bild	
  6:	
  Gestaltungsdefizit	
  am	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Brunnen.	
  Neugestaltung	
  durch	
  Entfernung	
   von	
  Strom-­‐	
  bzw.	
  
Fernmeldekasten,	
  Ersatz	
  der	
  Waschbetonmauer	
  durch	
  Natursteinmauer	
  sowie	
  Neugestaltung	
  des	
  
Pflanzbeetes	
  als	
  Gras -­‐	
  und	
  Staudenbeet.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   31	
  
	
  
	
  
Bild	
  7:	
  Gestaltungsdefizit	
  am	
   Gottfried-­‐Schwab-­‐Denkmal.	
  Neugestaltung	
  durch	
  Ersatz	
  der	
  Waschb e-­‐
tonmauer	
  mit	
  Natursteinmauerwerk. 	
  
	
  
Auswirkungen	
  
Sämtliche	
  Qualitätsmerkmale	
  des	
  Orts -­‐	
  und	
  Landschaftsbildes	
  im	
  Geltungsbereich	
  werden	
  im	
  Zuge	
  der	
  
Bauleitplanung	
   zur	
   Erhaltung	
   festgesetzt.	
   Dies	
   gilt	
   insbesondere	
   für	
   die	
   Erhaltung	
   des	
   gesamten	
  
Baumbestandes,	
  der	
  Frei -­‐	
  und	
  Grünflächen	
  und	
  der	
  Kulturdenkmäler.	
  Die	
  zulässigen	
  baulichen	
  Erwe i-­‐
terungen	
  sind	
  nur	
  kleinflächig	
  und	
  über	
  den	
  gesamten	
  Geltungsbereich	
  verteilt. 	
  
Aus	
   freiraumplanerischer	
   Sicht	
   ist	
   die	
   Wiederherstellung	
   der	
   historischen	
   Sichtachse	
   zwischen	
   Haus	
  
Habich	
   (Alexandraweg	
  27)	
   und	
  Kleinem	
  Haus	
  Glückert 	
  (Alexandraweg	
  25)	
  in	
  Verlängerung	
  der	
  Achse	
  
des	
  Ernst-­‐Ludwig-­‐Hauses	
  ebenfalls	
  ein	
  wesentliches	
  Positivum	
  der	
  vorliegenden	
  Bauleitplanung.	
   	
  
Bei	
  Umsetzung	
  der	
  Bauleitplanung	
  wird	
  das	
  wertvolle	
  Orts -­‐	
  und	
  Landschafts bild	
  im	
  besonderen	
  Maße	
  
geschützt.	
   Bei	
   einm	
   Verzicht	
   auf	
   die	
   Bauleitplanung	
   und	
   der	
   Beibehaltung	
   der	
   Genehmigungspraxis	
  
gemäß	
  §	
  34	
  BauGB	
  wären	
  weitere	
  Schäden	
  mittelfristig	
  unvermeidbar. 	
  
	
  
3.1.2  ERHALTUNGSZIELE	
  UND	
   SCHUTZZWECK	
  DER	
  FFH -­‐	
  UND	
  VOGELSCHUTZGEBIE TE	
  
	
  
Im	
  Geltungsbereich	
  des	
  Bebauungsplanes	
  und	
  seiner	
  Umgebung	
  sind	
  keine	
  FFH -­‐Gebiete	
  gemäß	
  Rich t-­‐
linie	
  92/43/EWG	
  des	
  Rates	
  vom	
  21.	
  Mai	
  1992	
  oder	
  Vogelschutzgebiete	
  gemäß	
  Richtlinie	
  79/409/EWG	
  
des	
  Rates	
  vom	
  2.	
  April	
  1979	
  bzw.	
  gemäß	
  §	
  31	
  ff.	
  BNatSchG	
  festgesetzt.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   32	
  
	
  
3.1.3 UMWELTBEZOGENE	
  AUSWI RKUNGEN	
  AUF	
  DEN	
  MENS CHEN	
  UND	
  SEINE	
  GESUN D-­‐
HEIT	
  SOWIE	
  DIE	
  BEVÖL KERUNG	
  INSGESAMT 	
  
3.1.3.1 LÄRM 	
  
Für	
  die	
  Verkehrslärmbelastung	
  sind	
   für	
  die	
  allgemeinen	
  Wohn gebiete	
  des	
  Plangebiets	
  die	
  Orienti e-­‐
rungswerte	
  der	
  DIN	
  18005	
  „Schallschutz	
  im	
  Städtebau“	
  in	
  Hö he	
  von	
  55	
  dB(A)	
  tags	
  und	
  45	
  dB(A)	
  nachts	
  
anzuwenden.	
  	
  
	
  
Gemäß	
  schalltechnischer	
  Untersuchung	
   der	
  Dr.	
  Gruschka	
  Ingenieurgesellschaft	
  (2014) 1	
  werden	
  diese	
  
Orientierungswerte	
  im	
  weitaus	
  größten	
  Teil	
  des	
  Plangebietes	
  eingehalten.	
  Lediglich	
  für	
  die	
  
straßenseitigen	
  Fassaden	
  der	
   Bebauung	
  entlang	
  des	
   stark	
  befahrenen	
   Fiedlerweges	
  (DTV	
  ca.	
  14.000)	
  
sind	
  Überschreitungen	
   der	
  Orientierungswerte	
  um	
  bis	
  zu	
  15	
  dB(A)	
  festzustellen,	
  d.h.	
  hier	
  werden	
  
Immissionswerte	
  in	
  Höhe	
  von	
   bis	
  70	
  dB(A)	
  tags	
  (s.	
  Abb.	
  1)	
  und	
  bis	
  zu	
  60	
  dB(A)	
  nachts	
  (s.	
  Abb.	
  2)	
  
erreicht.	
  
	
  
	
  
	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  
1
	
   Dr.	
   Gruschka	
   Ingenieurgesellschaft	
   mbH:	
   Schalltechnische	
   Untersuchung	
   zum	
   Bebauungsplan	
   O27	
   „Mathildenhöhe -­‐Süd“	
   der	
   Wissen-­‐
schaftsstadt	
  Darmstadt	
  vom	
  25.08.2014 .-­‐	
  Darmstadt

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   33	
  
	
  
	
  
An	
  den	
  straßenabgewandten	
  Fassaden,	
  in	
  den	
  hier	
  liegenden	
  Außenwohnbereichen	
  (z.B.	
  Terrassen,	
  
Gärten)	
  sowie	
  an	
  den	
  Gebäuden	
  ab	
  der	
  2.	
  bzw.	
  3.	
  Reihe	
  werden	
  die	
  Orientierungswerte	
  hingegen	
  
eingehalten.	
  
Folgende	
  Maßnahmen	
  zur	
  Konfliktbewältung	
   werden	
  im	
  schallschutztechnischen	
  Gutachten	
  diskutiert: 	
  
• Die	
  Reduzierung	
  der	
  zulässigen	
  Höchstgeschwindigkeit	
  auf	
  d em	
  Fiedlerweg	
  vo n	
  50	
  auf	
  30	
  
km/h	
  könnte	
  eine	
  Pegelminderung	
  um	
  ca.	
  2, 4	
  dB(A)	
  bewirken.	
   Eine	
  solche	
  Geschwindigkeits-­‐
reduzierung	
  ist	
  jedoch	
  im	
  Zusammenhang	
  mit	
  dem	
  vorliegenden	
  Bebauungsplanverfahren	
  
nicht	
  realisierbar.	
   Der	
  Einsatz	
  von	
  "Flüsterasphalt"	
  führt	
  dagegen	
  erst	
  bei	
  Geschwindigkeiten	
  
über	
  50	
  km/h	
  zu	
  wahrnehmbaren	
  Pegelminderungen.	
   	
  
• Um	
  auch	
  die	
  oberen	
  Geschosse	
  der	
  Gebäude	
  ausreichend	
  abzuschirmen,	
  müsste	
  eine	
  Lär m-­‐
schutzwand	
  entlang	
  des	
  Fiedlerweges	
  mit	
  einer	
  Höhe	
  ausgef ührt	
  werden,	
  die	
  annähernd	
  der	
  
Gebäudehöhe	
  entspricht.	
   Aufgrund	
  der	
  innerstädtischen	
  Situation	
  und	
  der	
  Höhe	
  der	
  Gebäude	
  
kann	
  durch	
  aktive	
  Lärmschutzmaßnahmen	
  (z.	
  B.	
  Lärmschutzwände)	
  nicht	
  auf	
  die	
  Straßenve r-­‐
kehrslärmeinwirkungen	
  entlang	
  des	
  Fiedlerweges 	
  reagiert	
  werden.	
  	
  
• Eine	
  differenzierte	
  Baugebietsausweisung	
  (z.B.	
   eine	
  immissionsunempfindlichere 	
  Mischge-­‐
bietsnutzung	
  entlang	
  der	
  Straße)	
  widerspricht	
  der	
  tatsächlichen	
  Nutzung	
  und	
   dem	
  Planungs-­‐
ziel	
  ‘Wohnen‘.	
  	
  
• Die	
  Einhaltung	
  von	
  Mindestabständen 	
  ist	
  nicht	
  möglich,	
  da	
  das	
  Plangebiet	
  entlang	
  des	
  Fie d-­‐
lerweges	
  bereits	
  vollständig	
  bebaut	
  ist.	
   Bei	
  freier	
  Schallausbreitung	
   wären	
  Abstände	
  von	
  c a.	
  
65	
  –	
  80	
  m	
  zur	
  Einhaltung	
  der	
  Orientierungswerte	
  erforderlich.	
  
• Durch	
  riegelförmige	
  Gebäude	
  parallel	
  zu	
  den	
  Verkehrswegen	
  können	
  von	
  Verkehrslärm	
  abg e-­‐
schirmte	
  Bereiche	
  geschaffen	
  werden. 	
  Die	
  vorhandenen	
  Gebäuderiegel	
  entlang	
  des	
  Fiedler-­‐
weges	
  bewirken	
  bere its	
  eine	
  deutliche	
  Abschirmung,	
  so	
  dass	
  an	
  den	
  Gebäuden	
  der	
  2.	
  und	
  3.	
  
Reihe	
  die	
  Orientierungswerte	
  bereits	
  eingehalten	
  werden. 	
  
Da	
  im	
  Plangebiet	
  lediglich	
  die	
  straßenseitigen	
  Fassaden	
  entlang	
  des	
  Fiedlerweges	
  Überschreitungen	
  
der	
  Orientierungswerte	
  ausgeset zt	
  sind	
  werden	
  passive	
  Schallschutzmaßnahmen	
  als	
  ausreichend	
  e r-­‐
achtet.	
  Im	
  Bebauungsplan	
   werden	
  die	
  Grundlagen	
  für	
  die	
  Bemessung	
  geeigneter	
  objektbezogener

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   34	
  
	
  
passiver	
  Schallschutzmaßnahmen	
  gemäß	
  DIN	
  4109	
   festgesetzt	
  (Lärmpegelbereiche).	
  Diese	
  passiven	
  
Schallschutzmaßnahmen	
  sind	
  bei	
  der	
  Änderung	
  oder	
  dem	
  Neubau	
  von	
  Gebäuden	
  mit	
  schutzbedürft i-­‐
gen	
  Aufenthaltsräumen	
  zu	
  beachten.	
  Im	
  Rahmen	
  des	
  Baugenehmigungsverfahrens	
  ist	
  mit	
  dem	
  Schal l-­‐
schutznachweis	
  gegen	
  Außenlärm	
  gemäß	
  DIN	
  4109	
  die	
  ausreichende	
  Luftschal ldämmung	
  von	
  Auße n-­‐
bauteilen	
  (z.	
  B.	
  Fenster)	
  schutzbedürftiger	
  Aufenthaltsräume	
  nachzuweisen.	
  Grundlage	
  hierzu	
  bilden	
  
die	
  Lärmpegelbereiche	
  der	
  DIN	
  4109.	
  Aufgrund	
  der	
  hohen	
  Verkehrslärmbelastung	
  werden	
  zumindest	
  
für	
  schutzbedürftige	
  Aufenthaltsräume	
  an	
  Fass aden	
  entlang	
  des 	
  Fiedlerweges	
  schalldämmende	
  Lü f-­‐
tungseinrichtungen	
  empfohlen. 	
  
	
  
3.1.3.2 LUFTSCHADSTOFFE 	
  
Aus	
  Sicht	
  des	
  Gesundheitsschutzes	
  stellen	
  unter	
  den	
  verkehrsbedingten	
  Emissionen	
  die	
  hauptsächlich	
  
durch	
  Lkw-­‐Verkehr	
  verursachten	
  hohen	
  Feinstaubwerte,	
  und	
  hierb ei	
  insbesondere	
  die	
  hohen	
  Konzen t-­‐
rationen,	
  denen	
  die	
  städtische	
  Bevölkerung	
  ausgesetzt	
  ist,	
  eine	
  aktuelle	
  Herausforderung	
  dar.	
  Fein-­‐
staub	
  (insbesondere	
  die	
  Fraktion	
  PM10	
  mit	
  Teilchen,	
  die	
  bis	
  in	
  die	
  Lungenbläschen	
  vordringen)	
  veru r-­‐
sacht	
  eine	
  chemische	
  und	
  m echanische	
  Reizung	
  des	
  Lungenepithels	
  bis	
  zu	
  schwergradigen	
  Atemwe g-­‐
serkrankungen	
  wie	
  chronischer	
  Bronchitis,	
  Asthmaattacken	
  und	
  Herz -­‐Kreislauf-­‐Erkrankungen.	
  Hoc h-­‐
rechnungen	
  der	
  WHO	
  zeigen	
  einen	
  deutlichen	
  Zusammenhang	
  zwischen	
  langfristig	
  erhöhten	
  
Feinstaubkonzentrationen	
  (>	
  PM10	
  μg/ m³)	
  und	
  erhöhter	
  Sterblichkeitsrate	
  in	
  Ballungsgebieten. 	
  
Zum	
  Schutz	
  der	
  menschlichen	
  Gesundheit	
  und	
  der	
  Umwelt	
  hatte	
  die	
  Europäische	
  Gemeinschaft	
  in	
  den	
  
Jahren	
  1996	
  bis	
  2004	
  die	
  Luftqualitätsrahmenrichtlinie	
  und	
  mehrere	
  Tochterri chtlinien	
  verabschiedet,	
  
in	
  denen	
  Grenzwerte	
  für	
  eine	
  Reihe	
  von	
  Luftschadstoffen	
  	
  festgelegt	
  wurden,	
  die	
  ab	
  einem	
  bestim m-­‐
ten	
  Zeitpunkt	
  nicht	
  mehr	
  überschritten	
  werden	
  sollten.	
  Im	
  Zuge	
  der	
  Novellierung	
  wurden	
  im	
  Mai	
  2008	
  
die	
  Luftqualitätsrahmenrichtlinie	
  und	
  drei	
  Tochterrichtlinien	
  in	
  der	
  Richtlinie	
  über	
  Luftqualität	
  und	
  
saubere	
  Luft	
  für	
  Europa	
  zusammengefasst.	
  Die	
  Umsetzung	
  in	
  deutsches	
  Recht	
  erfolgte	
  im	
  Bundes -­‐
Immissionsschutzgesetz	
  und	
  in	
  der	
  39.	
  Verordnung	
  zum	
  Bundes -­‐Immissionsschutzgesetz	
  (Verordnung	
  
über	
  Luftqualitätsstandards	
  und	
  Emissionshöchstmengen	
   –	
  39.	
  BImSchV).	
  
Die	
  Verordnung	
  über	
  Luftqualitätsstandards	
  legt	
  für	
  die	
  Luftschadstoffe	
  Schwefeldioxid	
  (SO
2),	
  Stick-­‐
stoffdioxid	
  (NO 2),	
  Partikel	
  (PM10),	
  Blei,	
  Benzol	
  und	
  Kohlenmonoxid	
  (CO)	
  Immissionsgrenzwe rte	
  und	
  für	
  
die	
  Luftschadstoffe	
  Ozon	
  und	
  Partikel	
  (PM2,5)	
  Zielwerte	
  fest,	
  die	
  zum	
  Schutz	
  der	
  menschlichen	
  G e-­‐
sundheit	
  nicht	
  überschritten	
  werden	
  sollen.	
  Für	
  die	
  in	
  der	
  PM10 -­‐Fraktion	
  enthaltenen	
  Schwermetalle	
  
Arsen,	
  Kadmium	
  und	
  Nickel	
  sowie	
  für	
  Benzo(a)pyren 	
  wurden	
  Zielwerte	
  aufgenommen,	
  um	
  schädliche	
  
Auswirkungen	
  dieser	
  Luftschadstoffe	
  auf	
  die	
  menschliche	
  Gesundheit	
  und	
  die	
  Umwelt	
  insgesamt	
  zu	
  
vermeiden	
  bzw.	
  zu	
  minimieren.	
  Für	
  die	
  Summe	
  der	
  Stickstoffoxide	
  (NO
x)	
  wurde	
  ein	
  Immissionsgren z-­‐
wert	
  zum	
  Schutz	
  der	
  V egetation	
  festgelegt.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   35	
  
	
  
	
  
Für	
  das	
  direkte	
  Planungsgebiet	
  liegen	
  bezüglich	
  der	
  Konzentration	
  von	
  Benzol,	
  Stickoxiden,	
  Feinstä u-­‐
ben	
  und	
  anderen	
  Luftschadstoffen	
  keine	
  konkreten	
  Informationen	
  vor.	
  In	
  Stadtgebiet	
  von	
  Darmstadt	
  
werden	
  zwei	
  Luftmessstationen	
  durch 	
  das	
  Hessische	
  Ministerium	
  für	
  Umwelt,	
  Energie,	
  Landwirtschaft	
  
und	
  Verbraucherschutz	
  betrieben.	
  Die	
  Station	
  Hügelstraße	
  erfasst	
  innerstädtische	
  Belastungssituati o-­‐
nen,	
  während	
  die	
  unweit	
  der	
  Mathildenhöhe	
  am	
   Woog	
  gelegene	
  Station	
   „Darmstadt“	
  die	
  städtische	
  
Hintergrundbelastung	
  erfassen	
  soll.	
  Durch	
  die	
  Lage	
  des	
  Geltungsbereichs	
  kann	
  davon	
  ausgegangen	
  
werden,	
  dass	
  durch	
  die	
  Messwerte	
  der	
  Station	
   „Darmstadt“	
  auch	
  die	
  Immissionssituation	
  im	
  Umfeld	
  
des	
  Plangebietes	
  hinreichend	
  genau	
  beschrieben	
  we rden	
  kann.	
  Die	
  Analyse	
  der	
  Messwerte	
  an	
  der	
  St a-­‐
tion	
  „Darmstadt“	
  belegt,	
  dass	
  dort	
  die	
  Immissionswerte	
  in	
  den	
  letzten	
  Jahren	
  kontinuierlich	
  gesunken	
  
sind	
  und	
  auch	
  deutlich	
  unter	
  den	
  Immissionsgrenzwerten	
  liegen :	
  1	
  
Immission	
   Jahresmittelwert	
   	
   Trendanalyse	
  2004	
  -­‐	
  2013	
  
Schwefeldioxid 	
   1,2	
  µg/m³	
   -­‐78%	
  
Kohlenmonoxid 	
   0,30	
  mg/m³	
   -­‐23%	
  
Sickstoffoxid	
   8,4	
  µg/m³	
   -­‐40%	
  
Stickstoffdioxid 	
   25,2	
  µg/m³	
   -­‐27%	
  
Ozon	
   42,8	
  µg/m³	
   -­‐1%	
  
Feinstaub	
  (PM10) 	
   19,4	
  µg/m³	
   -­‐29%	
  
	
  
	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  
1 Lufthygiensciher	
  Jahresbericht	
  2013	
   –	
  Teil	
  I:	
  Kontinuierliche	
  Messungen. -­‐	
  Hessisches	
  Landesamt	
  für	
  Umwelt	
  und	
  Geolgie

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   36	
  
	
  
In	
  der	
  Prognose	
  ist	
  mit	
  einer	
  weiteren	
  Absenkung	
  der	
   Immissionswerte	
  zu	
  rechnen,	
  nicht	
  zuletzt	
  auch	
  
auf	
  Grund	
  der	
  bevorstehenden	
  Einführung	
  der	
  Euro	
  6/VI -­‐Norm	
  für	
  Kraftfahrzeuge. 	
  
Die	
  durch	
  die	
  geplante	
  Bebauung	
  zusätzlich	
  zu	
  erwartenden	
  Emissionen	
  aus	
  Gebäudeheizung	
  und	
  Ve r-­‐
kehr	
  wird	
  somit	
   in	
  jedem	
  Fall	
  nicht	
  zu	
  einer	
  nennenswerten	
  Erhöhung	
  der	
  Immissionsbelastungen	
  oder	
  
gar	
  zu	
  einer	
  nutzungsbedingten	
  Überschreitung	
  von	
  Grenzwerten	
  führen.	
  Negative	
  Umweltauswirku n-­‐
gen	
  durch	
  das	
  Planungsvorhaben	
  sind	
  demnach	
  insgesamt	
  nicht	
  zu	
  erwarten. 	
  
	
  
3.1.4 UMWELTBEZOGENE	
  AUSWI RKUN GEN	
  AUF	
  KULTURGÜTER	
   UND	
  SONSTIGE	
  SACH-­‐
GÜTER 	
  
Die	
  Bebauung	
  der	
  Mathildenhöhe	
  erfolgte	
  ab	
  dem	
  Jahr	
  1897	
  auf	
  der	
  Grundlage	
  des	
  ersten	
  Beba u-­‐
ungsplanes	
  von	
  Karl	
  Hoffmann.	
  Durch	
  diesen	
  Plan	
  wurde	
  das	
  Straßennetz	
  in	
  seinen	
  Grundzügen	
  fes t-­‐
gelegt;	
  Nikolaiweg,	
  Alexand raweg	
  und	
  Prinz-­‐ Christians-­‐Weg	
  folgen	
  bis	
  heute	
  dieser	
  Linienführung.	
  Die	
  
historisch	
  und	
  künstlerisch	
  herausragende	
  Bebauung	
  entstand	
  im	
  Zusammenhang	
  mit	
  den	
  Reformb e-­‐
strebungen	
  der	
  Künstlerkolonie	
  zwischen	
  1900	
  und	
  1914.	
  
Zum	
  Schutze	
  der	
  bedeutenden	
   Bauwerke	
  und	
  ihres	
  städtebaulichen	
  Zusammenhangs	
  wurde	
  die	
  Mat-­‐
hildenhöhe	
  als	
   „Gesamtanlage	
  Ensemble	
  Mathildenhöhe“	
  (§	
  2	
  Abs.	
  2	
  Nr.	
  1	
  Hess.	
  Denkmalschutzg e-­‐
setz)	
  im	
  Jahr	
  1994	
  unter	
  Denkmalschutz	
  gestellt.	
  Einzelne,	
  herausragende,	
  bauhistorisch	
  bedeutende	
  
Gebäude	
  und	
  Objekte	
  stehen	
  zudem	
  als	
  Kulturdenkmäler	
  unter	
  besonderem	
  Schutz.	
  Alle	
  Maßnahmen	
  
innerhalb	
  der	
  Gesamtanlage 	
  Mathildenhöhe	
  bedürfen	
  daher	
  einer	
  denkmalschutzrechtlichen	
  Gene h-­‐
migung.	
  Die	
  Gesamtanlage	
  Mathildenhöhe	
  erfasst	
  mit	
  Ausnahme	
  des	
  Quartiers	
   östlich	
  des	
  Mathilde n-­‐
höhweges	
  und	
  südlich	
  des	
  Alexandraweges	
  den	
  überwiegenden	
  Teil	
  des	
  Geltungsbereiches	
  und	
  e r-­‐
streckt	
  sich	
  auch	
  noch	
  auf	
  weitere	
  Bereiche	
  nördlich	
  des	
  Geltungsbereiches. 	
  
Zum	
  Zeitpunkt	
  des	
  Aufstellungsverfahrens	
  zum	
  Bebauungsplan	
  sind	
  folg ende	
  Gebäude	
  als	
  Kultu r-­‐
denkmal	
  (§	
  2	
  Abs.	
  1	
  Hess.	
  Denkmalschutzgesetz)	
  ausgewiesen: 	
  
o Nikolaiweg	
  Nr.1,	
   	
  
o Alexandraweg	
  Nr.	
  6,	
  8,	
  17,	
  23,	
  25,	
  27,	
  28,	
  31, 	
  
o Stiftstraße	
  Nr.	
  12,	
   	
  
o Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  Nr.	
  2,	
  7,	
  13,	
  25, 	
  
o Eugen-­‐Bracht-­‐Weg	
  Nr.	
  6,	
  
o Mathildenhöhweg	
  Nr.	
  2, 	
  
o Olbrichweg	
  Nr.	
  13A,	
  15,	
  19, 	
  
o Alexandraweg	
  –	
  Pergola	
  
o Alexandraweg	
  -­‐	
  Schwanentempel 	
  
Insbesondere	
  folgende	
  Bauwerke	
   im	
  Geltungsbereich	
   sind	
  als	
  herausragende	
  Beispiele	
  des	
  Darmstä d-­‐
ter	
  Jugendstils	
  bemerkenswert: 	
  
Name	
   Grundstück	
   Baujahr	
   Architekt/Künstler 	
  
Ernst	
  Ludwig-­‐Haus	
   Alexandraweg	
  26	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Bildhauerateliers	
   Bauhausweg	
   1904	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Haus	
  Olbrich	
   Alexandraweg	
  28	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Haus	
  Behrens	
   Alexandraweg	
  17	
   Ausstellung	
  1901	
   Peter	
  Behrens	
  
Großes	
  Haus	
  Glückert 	
   Alexandraweg	
  23	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Kleines	
  Haus	
  Glückert 	
   Alexandraweg	
  25	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Haus	
  Habich	
   Alexandraweg	
  27	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Haus	
  Deiters	
   Mathildenhöhweg	
  2 	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Gottfried-­‐Schwab-­‐Denkmal	
   Alexandraweg	
   1905	
   Ludwig	
  Habich	
  
Pergola	
  von	
  Albin	
  Müller 	
   Alexandraweg	
   Ausstellung	
  1914	
   Albin	
  Müller

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   37	
  
	
  
Name	
   Grundstück	
   Baujahr	
   Architekt/Künstler 	
  
Schwanentempel	
   Christiansenweg	
   1914	
   Albin	
  Müller	
  
Oberhessisches	
  Haus 	
   Olbrichweg	
  15	
   Ausstellung	
  1908	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Haus	
  Ostermann	
   Eugen-­‐Bracht-­‐Weg	
  6	
   1909/10	
   Alfred	
  Messel	
  
Haus	
  Keller	
   Alexandraweg	
  31	
   Ausstellung	
  1901	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Dreihäusergruppe	
   Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  2	
  u.	
  4,	
  
Stiftstraße	
  12	
  
Ausstellung	
  1904	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich	
  
Heinrich-­‐Jobst-­‐Treppe	
   Verlängergung	
  des	
  Mathilde n-­‐
höhenweges	
  
1908	
   Joseph	
  Maria	
  Olbrich 	
  
Die	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  dienen	
  vorrangig	
  der	
  Erhaltung	
  der	
  o.g.	
   Kulturdenkmäler.	
  Mit	
  
diesen	
  Festsetzungen	
  werden	
  alle	
  Möglichkeiten	
  der	
  Bauleitplanung	
  ausgeschöpft,	
  um	
  auch	
  künftig	
  
mögliche	
  Beeinträchtigungen	
  der	
  Kulturdenkmäler	
  weitesgehend	
  zu	
  vermeiden. 	
  
	
  
3.1.5 VERMEIDUNG	
  VON	
  EMISS IONEN	
  UND	
  SACHGERECH TER	
  UMGANG	
  MIT	
  ABFÄL LEN 	
  
UND	
  ABWÄSSERN 	
  
Im	
  Plangebiet	
  werden	
  sich	
  durch	
  die	
   geringfügige	
  Neubebauung	
  und	
  die	
  damit	
  verbundene	
  Erhöhung	
  
der	
  Einwohnerzahlen	
  Emissionen	
  unterschiedlicher	
  Art	
  in	
  Form	
  von	
  Rauch,	
  Gasen,	
  Staub,	
  Abwasser,	
  
Licht,	
  Wärme,	
  Strahlung	
  etc.	
  in	
  Abhängigkeit	
  von	
  d er	
  jeweiligen	
  Nutzung	
  ergeben.	
  Bei	
  den	
  vorgeseh e-­‐
nen	
  Nutzungen	
  ist	
  davon	
  auszugehen,	
  dass	
  die	
  in	
  den	
  einschlägigen	
  Rechtsverordnungen	
  festgelegten	
  
Emissionsgrenzwerte	
  eingehalten	
  werden. 	
  
Die	
  sachgerechte	
  Abfallbeseitigung	
  erfolgt	
  durch	
  die	
   EAD.	
  Die	
  Dimensionierung	
  des	
  bestehenden	
  stä d-­‐
tischen	
  Kanalisationsnetzes	
  gewährleistet	
  die	
  Abwasserbeseitigung.	
   	
  
Insgesamt	
  ist	
  durch	
  die	
  neue	
  Bebauung,	
  auch	
  unter	
  Berücksichtigung	
  der	
  Hintergrundbelastung	
  im	
  
städtischen	
  Raum,	
  nicht	
  von	
  negativen	
  Veränderungen	
  hinsi chtlich	
  der	
  Immissionsbelastung	
  auszug e-­‐
hen.	
  
	
  
3.1.6 NUTZUNG	
  ERNEUERBARER 	
  ENERGIEN	
  SOWIE	
  SPARS AME	
  UND	
  EFFIZIENTE	
  NU T-­‐
ZUNG	
  VON	
  ENERGIE 	
  
Flächen	
  für	
  Anlagen	
  und	
  Einrichtungen	
  zur	
  dezentralen	
  und	
  zentralen	
  Erzeugung,	
  Verteilung,	
  Nutzung	
  
oder	
  Speicherung	
  von	
  Strom,	
  Wärm e	
  oder	
  Kälte	
  aus	
  erneuerbaren	
  Energien	
  oder	
  Kraft -­‐Wärme-­‐
Kopplung	
  gem.	
  §	
  9	
  Abs.	
  1	
  Nr.	
  12	
  BauGB	
  werden	
  im	
  Bebauungsplan	
  nicht	
  festgesetzt. 	
  
Die	
  textlichen	
  Festsetzungen	
  enthalten	
  als	
  Hinweis,	
  dass	
   nur	
  bei	
  der	
  (Wieder-­‐)Errichtung	
  von	
  Gebä u-­‐
den	
  im	
  Geltungsbereic h	
  bauliche	
  und	
  sonstige	
  technische	
  Maßnahmen	
  für	
  die	
  Erzeugung,	
  Nutzung	
   o-­‐
der	
  Speicherung	
  von	
  Strom,	
  Wärme	
  oder	
  Kälte	
  aus	
  erneuerbaren	
  Energien	
  oder	
  Kraft -­‐Wärme-­‐
Kopplung	
  zu	
  treffen	
   und	
  die	
  Vorgaben	
  der	
  jeweils	
  gültigen	
  Energieeinsparungsverordnung	
  (EnEV)	
  un d	
  
des	
  Erneuerbare -­‐Energien-­‐Wärmegesetz	
  (EEWärmeG)	
  einzuhalten	
  sind. 	
  
3.1.7 DARSTELLUNG	
  VON	
  LAND SCHAFTSPLÄNEN	
  UND	
  SO NSTIGEN	
  PLÄNEN	
  (INSB .	
  WA S-­‐
SER -­‐,	
  ABFALL -­‐	
  UND	
  IMMISSIONSSCHUTZRECHT) 	
  
Der	
  rechtswirksame	
  Flächennutzungsplan	
  von	
  2006	
  weist	
  das	
  Bebauungsplangebiet	
  als	
   Wohnbauflä-­‐
che	
  aus.	
  Der	
  Bebauungsplan	
  ist	
  daher	
  aus	
  dessen	
  Darstellungen	
  entwickelt.	
  
In	
  der	
  „Leitbildkarte	
  mit	
  Entwicklungsprioritäten“	
  des	
  Landschaftsplanes	
  von	
  2004	
  werden	
  die	
  öffentl i-­‐
chen	
  Grünflächen	
  im	
  Geltungsbereich	
  als	
  „Erhalt/Ausbau	
  von	
  Grünflächen“ 	
  gekennzeichnet 	
  und	
  die

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   38	
  
	
  
Villengärten	
  sind	
  als	
  „Bauflächen	
  mit	
  wertvollen	
  Freiflächen	
  und	
  Altholzbeständen “	
  dargestellt.	
  Ledi g-­‐
lich	
  für	
  das	
  süd östliche	
  Quartier	
  wird	
  ein	
  „Verbesserung	
  der	
  Grünqualität	
  auf	
  Bauflächen“	
  gefordert.	
  
Weiterhin	
  werden	
  „Biotopergänz ungsflächen	
  im	
  Siedlungsbereich“	
  sowie	
  der	
  „Erhalt/Ausbau	
  von	
  
wichtigen	
  Grünverbindungen“	
  dargestellt. 	
  
	
  
Der	
  auf	
  Erhaltung	
  und	
  Ausbau	
  der	
  vorhandenen	
  Grünstrukturen	
  ausgerichtete	
  Bebauungsplan	
  en t-­‐
spricht	
  daher	
  den	
  Entwicklungsprioritäten	
  des	
   Landschaftsplanes. 	
  
	
  
3.1.8 ERHALTUNG	
  BESTMÖGLICHER	
  LUFTQUALITÄT	
  IN	
   GEBIETEN	
  MIT	
  IMMISSI ON S-­‐
GRENZWERTEN,	
  DIE	
  NAC H	
  EUROPARECHTLICHEN	
   VORGABEN	
  DURCH	
  RECHT S-­‐
VERORDNUNG	
  VERBINDLI CH	
  FESTGELEGT	
  SIND 	
  
	
  
Die	
  durch	
  die	
  geplante	
  Bebauung	
  zusätzlich	
  zu	
  erwartenden	
  Emissionen	
  aus 	
  Gebäudeheizung	
  und	
  Ve r-­‐
kehr	
  wird	
  nicht	
  zu	
  einer	
  nennenswerten	
  Erhöhung	
  der	
  Immissionsbelastungen	
  oder	
  gar	
  zu	
  einer	
  nut-­‐
zungsbedingten	
  Überschreitung	
  von	
  Grenzwerten	
  führen.	
  Negative	
  Umweltauswirkungen	
  durch	
  das	
  
Planungsvorhaben	
  sind	
  demnach	
  insgesamt	
  nicht	
   zu	
  erwarten.	
  
3.1.9 WECHSELWIRKUNGEN	
  ZWI SCHEN	
  DEN	
  BELANGEN 	
  
Eine	
  Berücksichtigung	
  sämtlicher	
  ökosystemarer	
  Wechselwirkungen	
  ist	
  in	
  der	
  Bauleitplanung	
  nicht	
  
leistbar.	
  Vielmehr	
  ist	
  eine	
  Beschränkung	
  auf	
  die	
  entscheidungserheblichen	
  Hauptwirkungen	
  unum-­‐
gänglich	
  (siehe	
  auch	
  BVerwG	
  v.	
  21.03.1996).	
  Dem	
  entsprechend	
  wird	
  ein	
  Schwerpunkt	
  auf	
  ein	
  schut z-­‐
gutbezogenes	
  Vorgehen	
  gelegt. 	
  
Im	
  Folgenden	
  werden	
  Wechselwirkungen	
  zwischen	
  den	
  Schutzgütern	
  und	
  Landschaftsfunktionen	
  b e-­‐
nannt,	
  die	
  im	
  Untersuchungsraum	
  vorhanden	
  und	
  im	
  Rahme n	
  einer	
  Auswirkungsprognose	
  schutzgu t-­‐
bezogen	
  zu	
  berücksichtigen	
  sind.	
  Je	
  komplexer	
  die	
  Wechselwirkungen	
  sind,	
  desto	
  empfindlicher	
  kö n-­‐
nen	
  die	
  betroffenen	
  Schutzgüter	
  bereits	
  auf	
  kleine	
  Änderungen	
  reagieren. 	
  
Pflanzen	
  und	
  Tiere 	
  
Teillebensräume	
  müssen,	
  um	
  ihre 	
  Funktion	
  erfüllen	
  zu	
  können,	
  für	
  die	
  jeweiligen	
  Bewohner/Nutzer	
  
über	
  Verbund-­‐	
  bzw.	
  Vernetzungsstrukturen	
  erreichbar	
  sein.	
  Zahlreiche	
  Vogelarten	
  des	
  Offenlandes,	
  
aber	
  auch	
  der	
  Gehölze	
  und	
  Wälder	
  sind	
  störungsempfindlich.	
  Stoffeinträge	
  potenzieren	
  sich	
  über 	
  den

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   39	
  
	
  
Boden,	
  die	
  Nahrungsaufnahme	
  von	
  Pflanzenfressern	
  etc.	
  in	
  der	
  Nahrungskette	
  und	
  können	
  auf	
  diese	
  
Weise	
  auch	
  in	
  Nahrungsmittel	
  des	
  Menschen	
  gelangen.	
   	
  
Boden	
  
Speicherfähige,	
  tiefgründige	
  Böden	
  halten	
  Wasser	
  und	
  Nährstoffe	
  zurück.	
  Durchlässige	
  oder	
  flac h-­‐
gründige	
  Böden	
  z.	
  B.	
  Sandböden,	
  aber	
  auch	
  Böden	
  mit	
  hohem	
  Grundwasserstand	
  geben	
  Stoffeinträge	
  
direkt	
  an	
  das	
  Grundwasser	
  weiter.	
  Böden	
  haben	
  damit	
  also	
  auch	
  eine	
  wichtige	
  Funktion	
  im	
  Rahmen	
  
der	
  Grundwasserneubildung.	
  Versickertes	
  Niederschlagswasser	
  fließt	
   nicht	
  an	
  der	
  Oberfläche	
  ab	
  und	
  
tritt	
  erst	
  als	
  Grundwasser	
  wieder	
  mit	
  den	
  Vorflutern	
  in	
  Verbindung.	
  Sie	
  haben	
  i. 	
  d.	
  R.	
  also	
  auch	
  R e-­‐
tentionsfunktion.	
  Darüber	
  hinaus	
  schützen	
  sie	
  zusammen	
  mit	
  den	
  geologischen	
  Deckschichten	
  
Grundwasserleiter	
  vor	
  Stoffeinträgen .	
  Über	
  Verdunstung	
  und	
  Wärmeabstrahlung	
  beeinflusst	
  der	
  B o-­‐
den	
  wesentlich	
  das	
  Geländeklima.	
   	
  
Grundwasser	
  
In	
  Abhängigkeit	
  von	
  den	
  hydrogeologischen	
  Verhältnissen	
  tritt	
  das	
  Grundwasser	
  im	
  Untersuchung s-­‐
raum	
  nicht	
  in	
  planungsrelevante	
  Wechselbeziehungen	
  mit	
  den	
  anderen	
  Schutzgütern.	
   	
  
Ins	
  Grundwasser	
  gelangte	
  Schadstoffe	
  und	
  Nährstoffe	
  können	
  dort	
  über	
  weite	
  Strecken	
  transportiert	
  
werden	
  und	
  so	
  auch	
  ins	
  Trinkwasser	
  gelangen.	
  Darüber	
  hinaus	
  können	
  sie	
  über	
   kapillaren	
  Aufstieg	
  
wieder	
  an	
  die	
  Oberfläche	
  und	
  dann	
  z.	
   B.	
  über	
  Pflanzen	
  und	
  Tiere	
  in	
  die	
  Nahrungskette	
  gelangen.	
   	
  
Luft	
  /	
  Klima	
  
Die	
  Luftqualität	
  ist	
  hinsichtlich	
  der	
  Wohnqualität	
  von	
  Siedlungsgebieten	
  wichtig,	
  sie	
  beeinflusst	
  die	
  G e-­‐
sundheit	
  des	
  Menschen	
  u nd	
  die	
  Erholungsqualität	
  der	
  freien	
  Landschaft	
  (inkl.	
  Klima).	
  Zusammen	
  mit	
  
dem	
  Klima	
  und	
  dem	
  geologischen	
  Untergrund	
  beeinflusst	
  sie	
  die	
  Bodenbildung	
  und	
  alle	
  Lebensräume	
  
hinsichtlich	
  ihrer	
  klimatisch/jahreszeitlich	
  bedingten	
  Zyklen	
  und	
  Lebensraumqualität. 	
  Insbesondere	
  für	
  
Abtragungs-­‐	
  und	
  Erosionsprozesse	
  ist	
  das	
  Klima	
  von	
  herausragender	
  Bedeutung.	
  Planungsrelevante	
  
Wechselbeziehungen	
  sind	
  Kaltluftbildung	
  und	
   -­‐abfluss,	
  sowie	
  die	
  klimatische	
  Wohlfahrtswirkung	
  von	
  
Gehölzflächen	
  und	
  größeren	
  Gewässern.	
   	
  
Landschaftsbild	
  und	
  Erholung 	
  
Hier	
  sind	
  alle	
  vorgenannten	
  und	
  in	
  der	
  Landschaft	
  sinnlich	
  wahrnehmbaren	
  Wechselwirkungen	
  von	
  
Bedeutung	
  
	
  
Tabelle	
  2:Wechselwirkungen	
  zwischen	
  den	
  Landschaftsfunktionen/Schutzgütern

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   40	
  
	
  
	
  
3.1.10  BODENSCHUTZKLAUSEL	
  N ACH	
  §	
  1	
  A	
  ABS.	
  2	
  SAT Z	
  1	
  BAUGB 	
  
Der	
  vorliegende	
  Bebauungsplan	
  dient	
  vorrangig	
  der	
  Erhaltung	
  und	
  Sicherung	
  einer	
  kulturhistorisch	
  
herausragend	
  wertvollen	
  Siedlungsbestandsfläche.	
  Bislang	
  unbebaute	
  Flächen	
  im	
  Außenbereich	
  we r-­‐
den	
  nicht	
  in	
  Anspruch	
  genommen.	
  Eine	
  städtebauliche	
  Verdichtung,	
   die	
  dem	
  Grundsatz	
  des	
  spars a-­‐
men	
  und	
  schonenden	
  Umgangs	
  mit	
  Grund	
  und	
  Boden	
  gemäß	
  §	
  1a	
  Abs.	
  2	
  BauGB 	
  folgen	
  würde,	
  ist	
  da-­‐
her	
  vorliegend	
  nicht	
  möglich	
  oder	
  erforderlich. 	
  
	
  
3.1.11  BERÜCKSICHTIGUNG	
  VON 	
  VERMEIDUNG	
  UND	
  AUSGL EICH	
  NACH	
  DER	
  EINGRI FFS-­‐
REGELUNG	
  GEM.	
  §	
  1	
  A	
   ABS. 	
  3	
  BAUGB 	
  
Bei	
  der	
  Aufstellung	
  von	
  Bauleitplänen	
  ist	
  gemäß	
  §	
  1a	
  BauGB	
  die	
  Vermeidung	
  und	
  der	
  Ausgleich	
  v o-­‐
raussichtlich	
  erheblicher	
  Beeinträchtigungen	
  (Eingriffe)	
  in	
  Natur	
  und	
  Landschaft	
  (Eingriffsregelung	
  
nach	
  dem	
  Bundesnaturschutzgesetz)	
  in	
  der	
  Abwägung	
  nac h	
  §	
  1	
  Abs.	
  7	
  BauGB	
  zu	
  berücksichtigen.	
   	
  
Die	
  Eingriffsbewertung	
  erfolgt	
  auf	
  Basis	
  der	
  Prognosen	
  über	
  die	
  Entwicklung	
  des	
  Umweltzustands	
  bei	
  
Durchführung	
  der	
  Planung	
  und	
  der	
  dargestellten	
  Maßnahmen	
  zur	
  Vermeidung,	
  Verringerung	
  und	
  zum	
  
Ausgleich	
  der	
  nachteili gen	
  Auswirkungen.	
  
Im	
  vorliegenden	
  Fall	
  ist	
  insbesondere	
  auch	
  zu	
  berücksichtigen,	
  dass	
  der	
  Geltungsbereich	
  als	
  bestehe n-­‐
de	
  Siedlungsfläche	
  innerhalb	
  von	
  im	
  Zusammenhang	
  bebauten	
  Ortsteilen	
  anzusehen	
  ist.	
  Bauvorhaben	
  
waren	
  bislang	
  nach	
  den	
  Zulässigkeitsvoraus setzungen	
  des	
  §	
  34	
  BauGB	
  zu	
  beurteilen. 	
  
Insbesondere	
  die	
  in	
  den	
  letzten	
  Jahren	
  durchgeführten	
  Bauvorhaben	
  (Prinz -­‐Christians-­‐Weg	
  16	
  und	
  17)	
  
haben	
  gezeigt,	
  dass	
  durch	
  die	
  gem.	
  §	
  34	
  BauGB	
  erteilten	
  Baugenehmigungen	
  erheblich	
  größere	
  Eingri f-­‐
fe	
  ermöglicht	
  wurde n,	
  als	
  dies	
  nach	
  Satzungsbeschluss	
  des	
  vorliegenden	
  Bebauungsplanes	
  der	
  Fall	
  sein	
  
wird.	
  
Insofern	
  wäre	
  für	
  das	
  vorliegende	
  Bauleitplanverfahren	
   auch	
  zu	
  prüfen,	
  ob	
  für	
  die	
  Eingriffe	
  im	
  Ge l-­‐
tungsbereich	
  nicht	
  §	
  1a	
  Abs.	
  3	
  Satz	
  5	
  BauGB	
   einschlägig	
  ist	
  („Ein	
  Ausgleich	
  ist	
  nicht	
  erforderlich,	
  soweit	
  
die	
  Eingriffe	
  bereits	
  vor	
  der	
  planerischen	
  Entscheidung	
  erfolgt	
  sind	
  oder	
  zulässig	
  waren .“).	
  Dies	
  ist	
  zu-­‐
mindest	
  für	
  die	
  in	
  der	
  Regel	
  genehmigungsfreie	
  Errichtung	
  von	
  wasserdurchlässigen	
  Stellplätzen	
  auf	
  
den	
  Privatgrunds tücken	
  zutreffend. 	
  
Auf	
  Grund	
  der	
  vorwiegend	
  auf	
  Sicherung	
  und	
  Erhaltung	
  ausgerichteten	
  Ziele	
  des	
  Bebauungsplanes	
  
werden	
  nur	
  in	
  sehr	
  geringfügigem	
  Umfang	
  zusätzliche	
  bauliche	
  Eingriffe	
  zugelassen.	
  Danach	
  können 	
  
• ein	
  Wohngebäude	
   (Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  15)	
  neu	
  errichtet	
  werden 	
  (185	
  m²),	
  
• 18	
  Wohngebäude	
   um	
  insgesamt	
  488	
  m²	
   baulich	
  erweitert	
  werden	
  (hiervon	
  drei	
  Erweiterun-­‐
gen	
  mit	
  130	
  m²	
  ausschließlich	
  als	
  Flachdach	
  mit	
  Dachbegrünung), 	
  
• auf	
  10	
  Grundstücken	
  zusätzliche	
  Garagengebäude	
   (279	
  m²)	
  errichtet	
  werden. 	
  
Insgesamt	
  beschränken	
  sich	
  die	
  zulässigen	
  umweltrelevanten	
  Eingriffe	
  auf	
  eine	
  Fläche	
  von	
  ca.	
  930	
  m²,	
  
dies	
  sind	
  ca.	
  1,2%	
  des	
  Geltungsbereichs. 	
  Betroffen	
  sind	
  hiervon	
  ausschließlich	
   gering-­‐	
  bis	
  mittelwertige	
  
Biotoptypen	
  und	
   zwar	
  zu	
  ca.	
  90%	
  arten -­‐	
  und	
  strukturarme	
  Hausgärten	
  und	
  zu	
  10 %	
  arten-­‐	
  und	
  struktur-­‐
reiche	
  Hausgärten. 	
  
Es	
  müssen	
  keinerlei	
  Bäume	
  zur	
  Errichtung	
  der	
  baulichen	
  Anlagen	
  gerodet	
  werden.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   41	
  
	
  
Insgesamt	
  409	
  m²,	
  d.h.	
  ca.	
  40%	
  der	
  zusätzlich	
  zulässigen	
  Gebäudeflächen	
   sollen	
  eine	
  extensive	
  Dach-­‐
begrünung	
  erhalten.	
  
Gemäß	
  den	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  sind	
  vor	
  allem	
  folgenden	
  Maßnahmen	
  zur	
  Verme i-­‐
dung	
  oder	
  Verminderung	
  von	
  Eingriffen	
  vorgeschrieben: 	
  
• Wasserdurchlässige	
  Oberflächenbefestigung	
  der	
  befestigte n,	
  nicht	
  überdachte n	
  Flächen	
  der	
  
Baugrundstücke	
  und	
  der	
  privaten	
  Stellplätze 	
  
• Insektenfreundliche	
  Außenbeleuchtung	
  zur	
  Vermeidung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  nach t-­‐
aktiven	
  Insektenarten	
   	
  
• Schutz	
  vor	
  Vogelschlag	
  durch	
  Verwendung	
  von	
  Vogelschutzglas	
  bei	
  Glasflächen	
  und	
   -­‐fassaden	
  
mit	
  einer	
  Größe	
  von	
  mehr	
  als	
  3	
   m²:	
  	
  
• Nisthilfen	
  (Einbau-­‐ Nistkästen)	
  zur	
  Förderung	
  von	
  Brutbiotopen	
  für	
  Mauersegler,	
  Schwalbe n-­‐
arten	
  oder	
  Haussperlinge	
   	
  
• Vollständige	
  Erhaltung	
  von	
  allen	
  als	
  wertvoll	
  oder	
  erhaltenswert	
  auskartierten	
  Bäumen	
   und	
  
Baumgruppen	
  
• Anpflanzen	
  von	
   vorwiegend	
  einheimis chen,	
  standortgerechten	
  Laubbäumen	
  (ein	
  Baum	
  je	
  an-­‐
gefangene	
  200	
  m²	
  nicht	
  überbaubare r	
  Grundstücksfläche )	
  
• Extensive	
  Dachbegrünung 	
  (Gras-­‐Staudendach)	
  von	
   Flachdächern,	
  flach	
  geneigte n	
  Dächern	
  
und	
  Garagendächer n	
  
• Baumschutzmaßnahmen	
   durch	
  Sicherungsmaßnahmen	
   entsprechend	
  der	
  DIN	
  18920	
  w äh-­‐
rend	
  der	
  Bauphase	
  
Weiterhin	
  wird	
  im	
  Bebauungsplan	
  auf	
  zahlreichen	
  Grundstücken	
  auch	
  eine	
  deutliche	
  Reduktion	
  der	
  
überbaubaren	
  Grundfläche	
  um	
  insgesamt	
  ca.	
  1.000	
  m²	
  vorgesehen .	
  Der	
  Rückbau	
  der	
   neun	
  Schrägpar-­‐
ker-­‐Stellplätze	
  im	
  E ugen-­‐Bracht-­‐Weg	
  gegenüber	
  Haus	
  Ostermann	
   und	
  deren	
  Integration	
   in	
  die	
  angren-­‐
zende	
  öffentliche	
  Grünfläche	
  (ca.	
  100	
  m²) 	
  kann	
  in	
  jedem	
  Fall	
  als	
  gebietsinterne	
  Kompensationsmaß-­‐
nahme	
  gewertet	
  werden. 	
  
Im	
  Sinne	
  einer	
  worst -­‐case-­‐Betrachtung	
  verbleibt	
  somit	
  allenfalls	
  ein	
  Kompensationsdefizit	
  für	
  den	
  ba u-­‐
lichen	
  Eingriff	
  von	
  536	
  m²	
  in	
  Pflanzbeete	
  und	
  Rasenflächen	
  von	
  Hausgärten.	
  Angesichts	
  der	
  Tatsache,	
  
dass	
  ohne	
  den	
  vorliegenden	
  Bebauungsplan	
  durch	
  Baugnehmigungen	
  gemäß	
  §	
  34	
  BauGB	
  erheblich	
  
schwerwiegendere	
  Eingriffe 	
  in	
  Natur	
  und	
  Landschaft,	
  einschließlich	
  der	
  Rodung	
  von	
  Baumbeständen,	
  
möglich	
  gewesen	
  wären,	
  ist	
  diese	
  Kompensationsdefizit	
  als	
  vernachlässigbar	
  gering	
  zu	
  bewerten. 	
  
	
  
3.1.12  BERÜCKSICHTIGUNG	
  DER 	
  VORGABEN	
  DER	
  VERTRÄG LICHKEITSPRÜFUNG	
  BEI 	
  BE-­‐
EINTRÄCHTIGUNGEN	
  VON 	
  FFH -­‐	
  UND	
  VOGELSCHUTZGEBIE TEN	
  GEM.	
  §	
  1	
  A	
  ABS.	
   4	
  
BAUGB	
  
Im	
  Geltungsbereich	
  des	
  Bebauungsplanes	
  und	
  seiner	
  Umgebung	
  sind	
  keine	
  FFH -­‐Gebiete	
  gemäß	
  Rich t-­‐
linie	
  92/43/EWG	
  des	
  Rates	
  vom	
  21.	
  Mai	
  1992	
  oder	
  Vogelschutzgebiete	
  gemäß	
  Richtlinie	
  79/409/EWG	
  
des	
  Rates	
  vom	
  2.	
  Ap ril	
  1979	
  bzw.	
  gemäß	
  §	
  31	
  ff.	
  BNatSchG	
  festgesetzt. 	
  
	
  
3.2 PROGNOSE	
  BEI	
  NICHTDU RCHFÜHRUNG	
  DER	
  PLANU NG	
  
Bei	
  Nichtdurchführung	
  der	
  Planung	
   wären	
  Bauvorhaben	
  im	
  Geltungsbereich	
   weiterhin	
  nach	
  §	
  34	
  
BauGB	
  zulässig.	
  Ein	
  nachhaltiger	
  Schutz	
  der	
  historischen	
  Gesamtanlage	
   einschließlich	
  der	
  zahlreichen	
  
Einzeldenkmäler,	
  der	
  wertvollen	
  Baumbestandes	
  und	
  des	
  schützenswerten	
  Orts -­‐	
  und	
  Landschaftsbi l-­‐
des	
  wäre	
  schon	
  mittelfristig	
  nicht	
  mehr	
  gewährleistet.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   42	
  
	
  
	
  
3.3 MAßNAHMEN	
  ZUR	
  VERMEI DUNG,	
  VERRINGERUNG	
  U ND	
  ZUM	
  AUSGLEICH 	
  
Gemäß	
  den	
  Festsetz ungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  sind	
  vor	
  allem	
  folgenden	
  Maßnahmen	
  zur	
  Verme i-­‐
dung	
  oder	
  Verminderung	
  von	
  Eingriffen	
  vorgeschrieben: 	
  
• Wasserdurchlässige	
  Oberflächenbefestigung	
  der	
  befestigten,	
  nicht	
  überdachten	
  Flächen	
  der	
  
Baugrundstücke	
  und	
  der	
  privaten	
  Stellplätze 	
  
• Insektenfreundliche	
  Außenbeleuchtung	
  zur	
  Vermeidung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  nach t-­‐
aktiven	
  Insektenarten	
   	
  
• Schutz	
  vor	
  Vogelschlag	
  durch	
  Verwendung	
  von	
  Vogelschutzglas	
  bei	
  Glasflächen	
  und	
   -­‐fassaden	
  
mit	
  einer	
  Größe	
  von	
  mehr	
  als	
  3	
  m²:	
   	
  
• Nisthilfen	
  (Einbau-­‐ Nistkästen)	
  zur	
  Förderung	
  von	
  Brutbiotopen	
  für	
  Mauersegler,	
  Schwalbe n-­‐
arten	
  oder	
  Haussperlinge	
   	
  
• Vollständige	
  Erhaltung	
  von	
  allen	
  als	
  wertvoll	
  oder	
  erhaltenswert	
  auskartierten	
  Bäumen	
   und	
  
Baumgruppen	
  
• Anpflanzen	
  von	
   vorwiegend	
  einheimischen,	
  standortgerechten	
   Laubbäumen	
  (ein	
  Baum	
  je	
  a n-­‐
gefangene	
  200	
  m²	
  nicht	
  überbaubarer	
  Grundstücksfläche) 	
  
• Extensive	
  Dachbegrünung	
  (Gras -­‐Staudendach)	
  von	
  Flachdächern,	
  flach	
  geneigten	
  Dächern	
  
und	
  Garagendächern	
  
• Baumschutzmaßnahmen	
  durch	
  Sicherungsmaßnahmen	
   entsprechend	
  der	
  DIN	
  1892 0	
  wäh-­‐
rend	
  der	
  Bauphase	
  
Zusätzliche	
  Kompensationsmaßnahmen	
  für	
  naturschutzrechtliche	
  Eingriffe	
  sind	
  nicht	
  erforderlich. 	
  
	
  
3.4 ANDERWEITIGE	
  PLANUNG SMÖGLICHKEITEN 	
  
Ziel	
  der	
  Bauleitplanung	
   ist	
  die	
  behutsame	
  Weiterentwicklung	
  und	
  Stärkung	
  des	
  historischen	
  Wohn-­‐ 	
  
und	
  Kulturstandortes	
  auf	
  der	
  Mathildenhöhe.	
  Der	
  Wahrung	
  des	
  Gebietscharakters	
  sowie	
  der	
  erha l-­‐
tende	
  Schutz	
  der	
  Bebauung	
  und	
  der	
  gewachsenen	
  Flora	
  und	
  Fauna	
  gilt	
  das	
  besondere	
  Augenmerk	
  der	
  
Planung.	
  Bauliche	
  Entwicklungen	
  und	
  Nutzungen	
  müssen	
  den	
  Bestand	
  berücksi chtigen	
  und	
  sich	
  in	
  das	
  
historische	
  Umfeld	
  einfügen. 	
  
Die	
  Prüfung	
  anderweitiger	
  Planungsmöglichkeiten	
  und	
  alternativer	
  Standorte	
  ist	
  dementsprechend	
  
unter	
  den	
  Gesichtspunkten	
  der	
  in	
  §	
  1	
  (6)	
  Nr.	
  7	
  BauGB	
  gelisteten	
  Belange	
  nicht	
  erforderlich. 	
  
	
  
4 ZUSÄTZLICHE	
   ANGABEN	
  
4.1 WICHTIGSTE	
  MERKMALE	
   DER	
  VERWENDETEN	
  T ECHNISCHEN	
  VERFAHREN ,	
  KENN T-­‐
NISLÜCKEN	
  
Die	
  Bestandsaufnahme	
  und	
   –bewertung	
  der	
  Schutzgüter	
  erfolgte	
  nach	
  dem	
  Stand	
  der	
  Technik	
  unter	
  
Verwendung	
  vorhandener	
  Unterlagen.	
  Die	
  Geländekartierungen	
  erfolgten	
  im	
   Frühjahr	
  2011,	
  die	
  Po-­‐
tenzialeinschätzungen 	
  zur	
  Tierwelt	
  im	
  Frühjahr	
  2014 .	
  
Die	
  Kartenerstellung	
  wurde	
  mit	
  ArcGIS-­‐ 	
  und	
  Datenbank -­‐Software	
  durchgeführt.	
  Technische	
  Schwieri g-­‐
keiten,	
  z.	
  B.	
  bei	
  der	
  Informationsbeschaffung,	
  sind	
  nicht	
  aufgetreten.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   43	
  
	
  
	
  
4.2 GEPLANTE	
  MAßNAHMEN	
  Z UR 	
  ÜBERWACHUNG	
  (MONITOR ING) 	
  
Die	
  Realisierung	
  des	
  Bebauungsplanes	
  ist	
  nicht	
  mit	
  erheblichen	
  Umweltauswirkungen	
  verbunden.	
  Ein	
  
Monitoring	
  ist	
  nicht	
  erforderlich.	
  Sollten	
  im	
  Zuge	
  der	
  Baumaßnahmen	
  bisher	
  unbekannte	
  Bodenveru n-­‐
reinigungen	
  auftreten,	
  werden	
  die	
  erf orderlichen	
  Sanierungsmaßnahmen	
  ergriffen.	
  Eine	
  allgemeine	
  
Überwachung	
  hinsichtlich	
  des	
  Immissionsschutzes	
  (Lärm,	
  Schadstoffe)	
  erfolgt	
  im	
  Rahmen	
  der	
  laufe n-­‐
den	
  Umweltbeobachtungen	
  der	
   Wissenschaftsstadt	
  Darmstadt 	
  am	
  Main	
  und	
  des	
  Landes	
  Hessen.	
   	
  
Die	
  Durchführung	
  der	
  im	
  Abschnitt	
  Artenschutz 	
  vorgeschlagenen	
  Maßnahmen	
  sollten	
  im	
  Rahmen	
  e i-­‐
ner	
  ökologischen	
  Baubegleitung	
  überwacht	
  werden.	
   	
  
Umweltschäden	
  an	
  Gewässern	
  gemäß	
  §	
  22a	
  WHG	
  bzw.	
  des	
  Bodens	
  gemäß	
  §	
  2	
  Absatz	
  2	
  des	
  BBschG	
  
werden,	
  soweit	
  die	
  fachgutachterlichen	
  Aussagen	
  den	
  Schluss	
  zulassen,	
  durch	
  das	
  Vorhaben	
  nicht	
  ve r-­‐
ursacht.	
  Die	
  Sanierung	
  von	
  Bodenkontaminationen	
  und	
  die	
  sachgemäße	
  Ableitung	
  der	
  Abwässer	
  ve r-­‐
meiden	
  auch	
  den	
  Eintrag	
  von	
  Schadstoffen	
  in	
  Boden	
  und	
  Wasser.	
   	
  
Potentielle	
  Fortpflanzungs-­‐ 	
  und	
  Ruhestätten	
  von	
  europarechtlich	
  geschützten	
  Tier -­‐	
  und	
  Vogelarten	
  
(z.B.	
  bestehende	
  Gebäude,	
  Baumhöhlen	
  etc.)	
  werden	
  im	
  Zuge	
  der	
  Umsetzung	
  des	
  Bebauungsplans	
  
nicht	
  beseitigt.	
  Eine	
  Schädigung	
  der	
  Arten	
  gem.	
  §	
  21	
  a	
  (1)	
  Satz	
  1	
  ist	
  nicht	
  anzunehmen. 	
  
	
  
4.3 ALLGEMEIN	
   VERSTÄNDLICHE	
  ZUSAMM ENFASSUNG 	
  
Der	
  Umweltbericht	
  umfasst	
  alle	
  Angaben	
  gemäß	
  den	
  §§	
  2	
  und	
  2a	
  BauGB	
  unter	
  Berücksichtigung	
  der	
  
diesbezüglichen	
  Anlage	
  zu	
  diesen	
  §§.	
  Es	
  werden	
  die	
  Ziele	
  der	
  Raumordnung	
  und	
  Flächennutzungspl a-­‐
nung	
  sowie	
  vorhandener	
  Fachplanungen	
   ebenso	
  berücksichtigt.	
   	
  
Das	
  ca.	
  8,1	
  ha	
  große	
  Planungsgebiet	
  liegt	
  im	
   Osten	
  der	
  Wissenschaftss tadt	
  Darmstadt	
  und	
  ist	
  Bestan d-­‐
teil	
  der	
  historischen	
  Gesamtanlage	
  Mathildenhöhe.	
  Die	
  Mathildenhöhe	
  ist	
  als	
  Kulturdenkmal	
  und	
  J u-­‐
genstilensemble	
  von	
  internationalem	
  R ang.	
  Der	
  Geltungsbereich	
  liegt	
  direkt	
   südlich	
  unterhalb	
  des	
  
Zentrums	
  der	
  Mathildenhöhe	
  mit	
   Hochzeits-­‐turm,	
  Ausstellungsgebäuden	
  und	
  der	
  Russischen	
  Kapelle. 	
  
Es	
  handelt	
  sich	
  um	
  ein	
  klassisches	
  Villengebiet	
  mit	
  überwiegend	
  freistehenden	
  Gebäuden	
  auf	
  privaten	
  
Wohnbaugrundstücken .	
  
Ziel	
  des	
  zukünftigen	
  Bebauungsplans	
  ist	
  die	
  Erhaltung	
  und	
  geordnete	
  Ergänzung	
  der	
  Bau -­‐	
  und	
  Gebiets-­‐
struktur	
  unter	
  Berücksichtigung	
  der	
  Ziele	
  der	
  Denkmalpflege	
  und	
  naturschutzrechtlicher	
  Belange .	
  
Auf	
  Grund	
  der	
  vorwiegend	
  auf	
  Sicherung	
  un d	
  Erhaltung	
  ausgerichteten	
  Ziele	
  des	
  Bebauungsplanes	
  
werden	
  nur	
  in	
  sehr	
  geringfügigem	
  Umfang	
  zusätzliche	
  bauliche	
  Eingriffe	
  zugelassen.	
  Danach	
  können 	
  
• ein	
  Wohngebäude	
   (Prinz-­‐Christians-­‐Weg	
  15)	
  neu	
  errichtet	
  werden 	
  (185	
  m²),	
  
• 18	
  Wohngebäude	
   um	
  insgesamt	
  488	
  m ²	
  baulich	
  erweitert	
  werden	
  (hiervon	
  drei	
  Erweiterun-­‐
gen	
  mit	
  130	
  m²	
  ausschließlich	
  als	
  Flachdach	
  mit	
  Dachbegrünung), 	
  
• auf	
  10	
  Grundstücken	
  zusätzliche	
  Garagengebäude	
   (279	
  m²)	
  errichtet	
  werden. 	
  
Insgesamt	
  beschränken	
  sich	
  die	
  zulässigen	
  umweltrelevanten	
  Eingriff e	
  auf	
  eine	
  Fläche	
  von	
  ca.	
  930	
  m²,	
  
dies	
  sind	
  ca.	
  1,2%	
  des	
  Geltungsbereichs. 	
  
Auf	
  einigen	
  Grundstücken,	
  insbesondere	
  im	
  Bereich	
  Prinz -­‐Christians-­‐Weg	
  13A	
  und	
  16	
  sowie	
  Alexan d-­‐
raweg	
  39	
  ist	
  auch	
  eine	
  deutliche	
  Reduktion	
  der	
  überbaubaren	
  Grundfläche	
  im	
  Bebauungspl an	
  vorge-­‐
sehen.	
  Die	
  hiervon	
  betroffenen	
  baulichen	
  Anlagen	
  haben	
  jedoch	
  Bestandsschutz,	
  so	
  dass	
  im	
  Sinne	
  e i-­‐

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   44	
  
	
  
ner	
  Worst-­‐Case-­‐Betrachtung	
  in	
  der	
  Wirkungsanalyse	
  des	
  Umweltberichts	
  zunächst	
  nicht	
  von	
  einem	
  
Rückbau	
  auszugehen	
  ist. 	
  
Auf	
  insgesamt	
  23	
  Grundstücken	
   werden	
  überwiegend	
  schon	
  vorhandene,	
  wasserdurchlässig	
  befestigte	
  
Stellplätze	
  (1.020	
  m²)	
  lagegenau	
  festgesetzt.	
  
Die	
  neun	
  Schrägparker -­‐Stellplätze	
  im	
  Eugen -­‐Bracht-­‐Weg	
  gegenüber	
  Haus	
  Ostermann	
  sollen	
  zurückg e-­‐
baut	
  und	
  die	
  zurückgebaute	
  Fläche	
  rekultiviert	
  und 	
  in	
  die	
  angrenzende	
  öffentliche	
  Grünfläche	
  int e-­‐
griert	
  werden	
  (ca.	
  100	
  m²).	
  
Sämtliche	
  bauliche	
  Anlagen	
  werden	
  im	
  Bebauungsplan	
  sehr	
  weitgehend	
  exakt	
  festgelegt	
  durch	
  Baul i-­‐
nien	
  und	
  –grenzen	
  sowie	
  Festlegung	
  der	
  überbaubaren	
  Grundflächen	
  in	
  m².	
  Weiterhin	
  werd en	
  Lage	
  
und	
  Größe	
  der	
  zulässigen	
  Nebenanlagen	
  (Stellplätze,	
  Garagen)	
  auf	
  den	
  Grundstücken	
  exakt	
  festgelegt	
  
und	
  verortet.	
  Im	
  Gegensatz	
  zur	
  Festlegung	
  von	
  Grundflächenzahlen	
  wird	
  somit	
  nur	
  wenig	
  Spielraum	
  im	
  
Hinblick	
  auf	
  die	
  maximal	
  mögliche	
  bauliche	
  Ausnutz ung	
  gewährt	
  und	
  so	
  der	
  bauliche	
  Bestand	
  inne r-­‐
halb	
  der	
  denkmalgeschützten	
  historischen	
  Gesamtanlage	
  festgeschrieben. 	
  
Der	
   gesamte	
   Geltungsbereich	
   wird	
   ausschließlich	
   von	
   Siedlungsbiotopen,	
   insbesondere	
   den	
   klass i-­‐
schen	
   Elementen	
   einer	
   Villensiedlung	
   eingenomm en.	
   Naturnahe	
   Biotoptypen	
   der	
   Siedlungsbereiche	
  
wie	
  z.B.	
  Ruderalfluren,	
  spontane	
  oder	
  verwilderte	
  Gebüsche	
  und	
  Hecken	
  sind	
  nicht	
  anzutreffen. 	
  
Etwa	
  63	
  %	
  des	
  Planungsgebietes	
   sind	
  anthropogen	
  stark	
  überformt	
  ( Hausgärten	
  und	
  Grünflächen )	
  und	
  
nur	
   von	
   mittlerem	
   Wert	
   für	
   die	
   Tier-­‐	
   und	
   Pflanzenwelt.	
   Etwa	
   37	
   %	
   des	
   Planungsgebietes	
   sind	
   heute	
  
überbaut,	
  versiegelt	
  oder	
  vegetationsfrei,	
  sie	
  besitzen	
  keinen	
  oder	
  nur	
  einen	
  sehr	
  geringen	
  Wert	
  für	
  
die	
  Tier-­‐	
  und	
  Pflanzenwelt. 	
  
Innerhalb	
  des	
  Geltungsbereichs	
  wurden	
  insgesamt 	
  319	
  Bäume	
  auskartiert	
  und	
  bewertet.	
  Sämtliche	
  als	
  
erhaltenswert	
  oder	
  wertvoll	
  bewerteten	
  Bäume	
  werden	
  im	
  Bebauungsplan	
  zur	
  Erhaltung	
  festgesetzt.	
  
	
  	
   Wertvoll	
   Erhaltenswert	
   Vorhanden	
   Summe	
  
Laubbaum,	
  heimisch	
   38	
   101	
   16	
   155	
  
Laubbaum,	
  fremdländisch 	
   15	
   52	
   5	
   72	
  
Nadelbaum	
  	
   	
  	
   90	
   2	
   92	
  
Summe	
   53	
   243	
   23	
   319	
  
Das	
  Gebiet	
  bietet	
  einer	
  nicht	
  geringen	
  Anzahl	
  an	
  Vögeln	
  Lebensraum,	
  Fortpflanzungs-­‐ 	
  und	
  Ruhestät-­‐
ten.	
  Sie	
  profitieren	
  von	
  dem	
  grünen	
  Charakter	
  des	
  Gebietes,	
  und	
  der	
  damit	
  verbundenen	
  lockeren,	
  
nicht	
  zu	
  engen	
  Bebauung,	
  womit	
  sich	
  ein	
  relativ	
  reichhaltiges	
  Nahrungsangebot	
  bietet.	
  Vom	
  älteren	
  
Baumbestand	
  profitieren	
  Höhlenbrüter,	
  vom	
  nicht	
  „durchsanierte n“	
  Gebäudebestand	
  Gebäudebrüter	
  
wie	
  Haussperling	
  und	
  Hausrotschwanz.	
   	
  
Bei	
  den	
  Fledermauserhebungen	
  konnten	
  drei	
  Arten	
  (Zwergfledermaus,	
  Rauhautfledermaus	
  und	
  M ü-­‐
ckenfledermaus)	
  festgestellt	
  werden,	
  die	
  im	
  Anhang	
  IV	
  der	
  FFH -­‐Richtlinie	
  stehen	
  und	
  nach	
  BNatSch G	
  
als	
  streng	
  geschützt	
  gelten.	
   	
  
Vor	
  allem	
  auf	
  Grund	
  der	
  Bautätigkeit	
  der	
  letzten	
  150	
  Jahre	
  sind	
  die	
  meisten	
  Böden	
  im	
  Planungsgebiet	
  
anthropogen	
  durch	
  Versiegelung,	
  Umlagerung,	
  Aufschüttung	
  und	
  Schadstoffe	
  stark	
  vorbelastet.	
  Sie	
  
weisen	
  daher	
  oftmals	
  keine	
  n atürlichen	
  Bodeneigenschaften	
  mehr	
  auf.	
  Das	
  Standort-­‐ 	
  und	
  Lebens-­‐
raumpotential	
  ist	
  bezogen	
  auf	
  die	
  bebauten	
  Flächen	
  sehr	
  gering.	
  Über	
  Auswirkungen	
  oder	
  Vorhande n-­‐
sein	
  von	
  Altlasten	
  ist	
  nichts	
  bekannt.	
  	
  
Die	
  Grundwasserflurabstände	
  betragen	
  10	
   –	
  20	
  m.	
  Generell	
  herrschen	
  im	
  Planungsgebiet	
  wie	
  im	
  g e-­‐
samten	
  Stadtgebiet	
  aufgrund	
  anthropogener	
  Einflüsse	
  gestörte	
  Grundwasserverhältnisse	
  vor.	
  Etwa

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   45	
  
	
  
37%	
  des	
  Planungsgebietes	
  sind	
  überbaut,	
  versiegelt	
  oder	
  befestigt,	
  ein	
  Großteil	
  des	
  dort	
  anfallenden	
  
Niederschlagswasser	
  wi rd	
  gesammelt	
  und	
  abgeführt.	
   	
  
Das	
  Planungsgebiet	
  zählt	
  zwar	
  noch	
  zum	
  städtischen,	
  bioklimatischen	
  Belastungsgebiet	
  von	
  Darmstadt	
  
besitzt	
  aber	
  einen	
  relativ	
  hohen	
  Freiflächenanteil	
  (63%)	
  sowie	
  einen	
  ausgeprägten	
  Baum -­‐	
  und	
  Gehölz-­‐
bestand.	
  Eine	
  sehr	
  hohe	
  Bedeut ung	
  für	
  die	
  angrenzenden	
  Siedlungsflächen	
   bezüglich	
  der	
  Entstehung	
  
von	
  Kalt-­‐	
  und	
  Frischluft	
  ist	
  zwar	
  nicht	
  zu	
  erwarten,	
  jedoch	
  haben	
  Freiflächen	
  und	
  Baumbestand	
  durc h-­‐
aus	
  eine	
  hohe	
  Bedeutung	
  für	
  das	
  Klein -­‐	
  und	
  Lokalklima	
  der	
  Villensiedlung.	
   	
  
Das	
  Landschafts-­‐	
  und	
  Ortsbild	
  im	
  Geltungsbereich	
  ist	
  im	
  Wesentlichen	
  geprägt	
  durch	
  seine	
  Lage	
  am	
  
Südhang	
  der	
  Mathildenhöhe,	
  seinem	
  Charakter	
  als	
  Villengebiet	
  mit	
  insgesamt	
  19	
  denkmalgeschützten	
  
Häusern	
  und	
  großzügigen	
  Privatgärten,	
  seinen	
  umfangreichen	
  Baumbes tand,	
  den	
  öffentlichen	
  Ve r-­‐
kehrsflächen	
  mit	
  historischer	
  Mosaikpflasterung	
  der	
  Bürgersteige	
  und	
  den	
  öffentlichen	
  Parkanlagen	
  
mit	
  Kunstobjekten	
  und	
  Skulpturen	
  (u.a.	
  Schwanentempel,	
  Ernst -­‐Ludwig-­‐Brunnen,	
  Gottfried -­‐Schwab-­‐
Denkmal,	
  Wandbrunnen	
  Jüngling	
  an	
  der	
  Q uelle,	
  Albin-­‐Müller-­‐Pergola,	
  Skulpturen	
  im	
  Park	
  am	
  Ernst -­‐
Bracht-­‐Weg).	
  Bei	
  dem	
  Geltungsbereich	
  handelt	
  es	
  sich	
  somit	
  insgesamt	
  um	
  einen	
  hinsichtlich	
  des	
  
Landschafts.-­‐	
  und	
  Ortsbildes	
  außerordentlich	
  wertvollen	
  und	
  schützenswerten	
  Siedlungsbereich. 	
  
Angesichts	
  des	
  geringen	
  Umfangs	
  der	
  zulässigen	
  Baumaßnahmen	
  und	
  den	
  im	
  Bebauungsplan	
  festg e-­‐
setzten	
  Vermeidungs -­‐	
  und	
  Verminderungsmaßnahmen	
  sind	
  keine	
  erheblichen	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  
Boden,	
  Wasserhaushalt,	
  Klima,	
  Landschaftsbild,	
  Menschen,	
  Tieren,	
  Pflanzen	
  und	
  ihr en	
  Lebensräumen	
  
zu	
  erwarten.	
  Artenschutzrechtliche	
  Verbotstatbestände	
  werden	
  unter	
  Maßgabe	
  der	
  Durchführung	
  der	
  
o.g.	
  Maßnahmen	
  sowie	
  den	
  während	
  der	
  Bauausführung	
  zu	
  beachtenden	
  Vermeidungs -­‐	
  und	
  Vermi n-­‐
derungsmaßnahmen	
  nicht	
  auftreten. 	
  
Die	
  Festsetzungen	
  des 	
  Bebauungsplanes	
  dienen	
  vorrangig	
  der	
  Erhaltung	
  der	
   im	
  Geltungsbereich	
  vo r-­‐
kommenden	
  Kulturdenkmäler.	
  Mit	
  diesen	
  Festsetzungen	
  werden	
  alle	
  Möglichkeiten	
  der	
  Bauleitpl a-­‐
nung	
  ausgeschöpft,	
  um	
  auch	
  künftig	
  mögliche	
  Beeinträchtigungen	
  der	
  Kulturdenkmäler	
  weitesg ehend	
  
zu	
  vermeiden.	
  
Gemäß	
  den	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  sind	
  vor	
  allem	
  folgenden	
  Maßnahmen	
  zur	
  Verme i-­‐
dung	
  oder	
  Verminderung	
  von	
  Eingriffen	
  vorgeschrieben: 	
  
• Wasserdurchlässige	
  Oberflächenbefestigung	
  der	
  befestigten,	
  nicht	
  überdachten	
  Flächen	
  der	
  
Baugrundstücke	
  und	
  der	
  privaten	
  Stellplätze 	
  
• Insektenfreundliche	
  Außenbeleuchtung	
  zur	
  Vermeidung	
  von	
  Beeinträchtigungen	
  von	
  nach t-­‐
aktiven	
  Insektenarten	
   	
  
• Schutz	
  vor	
  Vogelschlag	
  durch	
  Verwendung	
  von	
  Vogelschutzglas	
  bei	
  Glasflächen	
  und	
   -­‐fassaden	
  
mit	
  einer	
  Größe	
  von 	
  mehr	
  als	
  3	
  m²:	
  	
  
• Nisthilfen	
  (Einbau-­‐ Nistkästen)	
  zur	
  Förderung	
  von	
  Brutbiotopen	
  für	
  Mauersegler,	
  Schwalbe n-­‐
arten	
  oder	
  Haussperlinge	
   	
  
• Vollständige	
  Erhaltung	
  von	
  allen	
  als	
  wertvoll	
  oder	
  erhaltenswert	
  auskartierten	
  Bäumen	
   und	
  
Baumgruppen	
  
• Anpflanzen	
  von	
   vorwiegend	
  einheimischen,	
  standortgerechten	
  Laubbäumen	
  (ein	
  Baum	
  je	
  a n-­‐
gefangene	
  200	
  m²	
  nicht	
  überbaubarer	
  Grundstücksfläche) 	
  
• Extensive	
  Dachbegrünung	
  (Gras -­‐Staudendach)	
  von	
  Flachdächern,	
  flach	
  geneigten	
  Dächern	
  
und	
  Garagendächern	
  
• Baumschutzmaßnahmen	
  durch	
  Sicherungsmaßnahmen	
  entsprechend	
  der	
  DIN	
  18920	
  w äh-­‐
rend	
  der	
  Bauphase	
  
Zusätzliche	
  Kompensationsmaßnahmen	
  für	
  naturschutzrechtliche	
  Eingriffe	
  sind	
  nicht	
  erforderlich.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   46	
  
	
  
Bei	
  Nichtdurchführung	
  der	
  Planung	
   wären	
  Bauvorhaben	
  im	
  Geltungsbereich	
  weiterhin	
  nach	
  §	
  34	
  
BauGB	
  zulässig.	
  Ein	
  nachhaltiger	
  Schutz	
  der	
  historischen	
  Gesamtanlage	
  einschließlich	
  der	
  zahlreichen	
  
Einzeldenkmäler,	
  der	
  wertvollen	
  Baumbestandes	
  und	
  des	
  schützenswerten	
  Orts -­‐	
  und	
  Landschaftsbi l-­‐
des	
  wäre	
  schon	
  mittelfristig	
  nicht	
  mehr	
  gewährleistet. 	
  
Durch	
  die	
  Umsetz ung	
  der	
  Festsetzungen	
  des	
  Bebauungsplanes	
  wird	
  es	
  daher	
   insgesamt	
  nicht	
  zu	
  neg a-­‐
tiven	
  Auswirkungen	
  auf	
  die	
  Schutzgüter	
   Tiere,	
  Pflanzen,	
   Mensch,	
  Boden,	
  Wasser,	
  Klima	
  und	
  Lan d-­‐
schaftsbild	
  kommen,	
  die	
  als	
  erhebliche	
  oder	
  nachhaltige	
  Auswirkungen	
  zu	
  bewerten	
  wär en.	
  	
  
Bei	
  der	
  Planaufstellung	
  wurden	
   somit	
  alle	
  Belange	
  der	
  §§	
  1	
  (6)	
  Nr.	
  7	
  und	
  1a	
  (2,	
  3)	
  voll	
  umfänglich	
  b e-­‐
rücksichtigt.	
  Das	
   vorliegende	
  Bauleitplanverfahren	
   steht	
  diesen	
  Belangen	
  nicht	
  entgegen.

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   47	
  
	
  
5 ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE 	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
1	
   Salix	
  alba	
  `Tristis´	
   Trauerweide	
   8,00	
   8,00	
   0,45	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
schiefständig	
  
2	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   10,00	
   4,00	
   0,18	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
3	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   6,00	
   2*0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
4	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   16,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
5	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   16,00	
   10,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
6	
   Ilex	
  aquifolia	
   Stechpalme	
   6,00	
   4,00	
   0,15	
   erhaltenswert	
   vital	
  
	
  
7	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   15,00	
   12,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
8	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   8,00	
   6,00	
   0,55	
   vorhanden	
   absterbend	
   starke	
  Kronenschä-­‐
den	
  
9	
   Quercus	
  petraea	
  `Fas-­‐
tigiata´	
   Säulen-­‐Eiche	
   9,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
10	
   Ulmus	
  minor	
   Feldulme	
   13,00	
   10,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
11	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   12,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Statik	
  problematisch	
  
12	
   Thuja	
  occidentalis	
   Lebensbaum	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
13	
   Thuja	
  occidentalis	
   Lebensbaum	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
14	
   Thuja	
  occidentalis	
   Lebensbaum	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
15	
   Thuja	
  occidentalis	
   Lebensbaum	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
16	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   13,00	
   7,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   leicht	
  schiefständig	
  
17	
   Juglans	
  regia	
   Walnuss	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
  
ortsbildprägend,	
  
Zwiesel,	
  Stammhöh-­‐
lungen	
  
18	
   Abies	
  procera	
   Edeltanne	
   8,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
19	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   11,00	
   7,00	
   0,35	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   schiefständig	
  
20	
   Picea	
  pungens	
   Blaufichte	
   16,00	
   5,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
21	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   14,00	
   12,00	
   0,50/0,65	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Zwiesel,	
  Höhlungen	
  
22	
   Magnolia	
  x	
  soulangia-­‐
na	
   Tulpen-­‐Magnolie	
   4,00	
   7,00	
   a	
  0,10	
   erhaltenswert	
   vital	
   5-­‐stämmig	
  
23	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   12,00	
   7,00	
   0,30	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   	
  	
  
24	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   10,00	
   7,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
25	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   8,00	
   6,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
26	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   8,00	
   7,00	
   a	
  0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
27	
   Koelreuteria	
  panicula-­‐
ta	
   Blasenesche	
   8,00	
   6,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
28	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
29	
   Taxodium	
  distichum	
   Sumpfzypresse	
   15,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
30	
   Taxodium	
  distichum	
   Sumpfzypresse	
   15,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   48	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
31	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
32	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   14,00	
   6,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
33	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   7,00	
   5,00	
   0,50	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Krone	
  gekappt,	
  
schiefständig	
  
34	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   16,00	
   8,00	
   a	
  0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
35	
   Thuja	
  occidentalis	
   Lebensbaum	
   9,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
36	
   Picea	
  omorika	
   Serbische	
  Fichte	
   5,00	
   4,00	
   0,10	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
37	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   13,00	
   4,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
38	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   13,00	
   4,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
39	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   13,00	
   4,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
40	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   12,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
41	
   Magnolia	
  x	
  soulangia-­‐
na	
   Tulpen-­‐Magnolie	
   6,00	
   8,00	
   a	
  0,15	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
42	
   Ailanthus	
  altissima	
   Götterbaum	
   9,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  am	
  
Stamm	
  
43	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   8,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
44	
   Pinus	
  sylvestris	
   Kiefer	
   8,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
45	
   Pinus	
  sylvestris	
   Kiefer	
   8,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
46	
   Pinus	
  strobus	
   Weymouthskiefer	
   10,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
47	
   Metasequoia	
  glyp-­‐
tostroboides	
   Mammutbaum	
   12,00	
   4,00	
   0,30	
   vorhanden	
   absterbend	
   	
  	
  
48	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   14,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
49	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   12,00	
   5,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
50	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   14,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
51	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   14,00	
   6,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
52	
   Cedrus	
  deodara	
   Himalaya-­‐Zeder	
   14,00	
   6,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
53	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   14,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
54	
   Prunus	
  serrulata	
   Japanische	
  Zierkir-­‐
sche	
   7,50	
   5,00	
   0,35	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Pilzbefall,	
  Krone	
  fehlt	
  
55	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   vorhanden	
   vital	
   Krone	
  gekappt	
  
56	
   Tsuga	
  canadensis	
   Hemlocktanne	
   10,00	
   5,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
57	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   9,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
58	
   Chamaecyparis	
  pisife-­‐
ra	
   Scheinzypresse	
   10,00	
   4,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
59	
   Chamaecyparis	
  pisife-­‐
ra	
   Scheinzypresse	
   10,00	
   4,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchsbewuchs	
  
60	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   12,00	
   6,00	
   0,50	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   fehlerhafter	
  Rück-­‐
schnitt

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   49	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
61	
   Picea	
  pungens	
   Blaufichte	
   12,00	
   3,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
62	
   Thuja	
  occidentalis	
   Lebensbaum	
   10,00	
   4,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
63	
   Chamaecyparis	
  lawso-­‐
niana	
   Scheinzypresse	
   7,50	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   mehrstämmig,	
  schrä-­‐
ger	
  Wuchs	
  
64	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   15,00	
   10,00	
   1,20	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Höhlungen	
  
65	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   15,00	
   10,00	
   0,70	
   wertvoll	
   vital	
  
ortsbildprägend,	
  
Verletzung	
  am	
  
Stammfuß	
  
66	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   15,00	
   10,00	
   1,20	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
67	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   14,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
68	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   14,00	
   10,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
69	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   8,00	
   0,15	
  -­‐	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
70	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   8,00	
   0,15	
  -­‐	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
71	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   8,00	
   0,15	
  -­‐	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
72	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   8,00	
   8,00	
   0,15	
  -­‐	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
73	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   8,00	
   8,00	
   0,15	
  -­‐	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
74	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   16,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
75	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   16,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
76	
   Acer	
  platanoides	
  
`Atrorubens´	
   Roter	
  Spitzahorn	
   6,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   	
  	
   schwachwüchsig	
  
77	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   15,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   	
  	
   	
  	
  
78	
   Abies	
  grandis	
   Küstentanne	
   12,50	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
79	
   Salix	
  caprea	
   Salweide	
   6,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs	
  
80	
   Juglans	
  regia	
   Walnuss	
   8,00	
   6,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
81	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   8,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs	
  
82	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
83	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   schräger	
  Wuchs	
  und	
  
Mistelbewuchs	
  
84	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
85	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   8,00	
   4,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
86	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   14,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel,	
  Seitentriebe	
  
87	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs	
  
88	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   14,00	
   6,00	
   0,45	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs	
  
89	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   6,00	
   0,40	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   schräger	
  Wuchs,	
  
Krone	
  gekappt	
  
90	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   12,00	
   8,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs	
  
91	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
92	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
93	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   10,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   50	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
94	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   10,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
95	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   10,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
96	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   10,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
97	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   10,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
98	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   10,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
99	
   Fagus	
  sylvatica	
   Rotbuche	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
100	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   12,00	
   6,00	
   0,80	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
101	
   Picea	
  pungens	
   Blaufichte	
   10,00	
   3,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
102	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   10,00	
   3,00	
   0,15	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
103	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
104	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   10,00	
   4,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
105	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   10,00	
   6,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
106	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   6,00	
   0,50	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Mistelbewuchs	
  
107	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   16,00	
   12,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
108	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   14,00	
   10,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Zwiesel	
  
109	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   13,00	
   10,00	
   0,45	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
schräger	
  Wuchs	
  
110	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   13,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
111	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   14,00	
   8,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
112	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   8,00	
   5,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
113	
   Fagus	
  sylvatica	
   Rotbuche	
   18,00	
   10,00	
   0,70	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
114	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   12,00	
   7,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
115	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   9,00	
   6,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
116	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   8,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
117	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   12,00	
   10,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
118	
   Quercus	
  cerris	
   Zerreiche	
   14,00	
   10,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
119	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   7,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
120	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   7,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
121	
   Larix	
  decidua	
   Lärche	
   16,00	
   8,00	
   0,70	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
122	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   7,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
123	
   Pterocarya	
  fraxinifolia	
   Flügelnuss	
   14,00	
   14,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Efeubewuchs	
  
124	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   15,00	
   8,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
125	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   15,00	
   6,00	
   3	
  a	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
126	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   16,00	
   5,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel,	
  Efeubewuchs	
  
127	
   Pinus	
  nigra	
   Schwarzkiefer	
   14,00	
   4,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   einseitig	
  ausgebildet	
  
128	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   12,00	
   8,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
129	
   Ulmus	
  minor	
   Feldulme	
   14,00	
   12,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
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  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   51	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
130	
   Ulmus	
  minor	
   Feldulme	
   14,00	
   10,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
131	
   Liquidamber	
  styra-­‐
ciflua	
   Amberbaum	
   9,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
132	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   14,00	
   8,00	
   0,45	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   schiefständig,	
  Mistel-­‐
bewuchs	
  
133	
   Acer	
  campestre	
   Feldahorn	
   12,00	
   10,00	
   0,55	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Efeubewuchs	
  
134	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   15,00	
   8,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
135	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   15,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
136	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   13,00	
   8,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs,	
  
Stamm	
  
137	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   16,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   schräger	
  Wuchs	
  
138	
   Paulownia	
  tomentosa	
   Paulownie	
   10,00	
   8,00	
   0,40	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Efeubewuchs	
  
139	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   12,00	
   10,00	
   0,40	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
140	
   Ulmus	
  minor	
   Feldulme	
   16,00	
   10,00	
   0,40	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
141	
   Ulmus	
  minor	
   Feldulme	
   14,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
142	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   6,00	
   8,00	
   2	
  a	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
143	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   14,00	
   8,00	
   0,50	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Efeubewuchs,	
  Mistel-­‐
bewuchs	
  
144	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   8,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
145	
   Acer	
  campestre	
   Feldahorn	
   8,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
146	
   Acer	
  campestre	
   Feldahorn	
   8,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
147	
   Acer	
  campestre	
   Feldahorn	
   8,00	
   6,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs,	
  Zwiesel	
  
148	
   Acer	
  campestre	
   Feldahorn	
   8,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
149	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   8,00	
   8,00	
   0,25	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Efeubewuchs,	
  Mistel-­‐
bewuchs	
  
150	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   10,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
151	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   8,00	
   8,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
152	
   Aesculus	
  x	
  carnea	
   Rotblü.	
  Rosskasta-­‐
nie	
   15,00	
   10,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Höhlung	
  
153	
   Fagus	
  sylvatica	
  f.	
  
purpurea	
   Blutbuche	
   15,00	
   8,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
154	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   15,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig,	
  Höh-­‐
lung	
  
155	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
156	
   Platanus	
  x	
  hispanica	
   Platane	
   18,00	
   15,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
157	
   Prunus	
  avium	
   Süßkirsche	
   12,00	
   6,00	
   a	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
158	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
159	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   3,00	
   6,00	
   0,20	
   vorhanden	
   abgestorben	
   Efeubewuchs	
  
160	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   12,00	
   12,00	
   a	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   4-­‐stämmig	
  
161	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   12,00	
   12,00	
   a	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   6-­‐stämmig

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
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  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   52	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
162	
   Prunus	
  serrulata	
   Japan.	
  Zierkirsche	
   8,00	
   10,00	
   0,15	
   erhaltenswert	
   vital	
   mehrstämmig	
  
163	
   Platanus	
  x	
  hispanica	
   Platane	
   12,00	
   8,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
164	
   Quercus	
  robur	
   Stieleiche	
   12,00	
   8,00	
   0,45	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
165	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   12,00	
   10,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
166	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   13,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
167	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   10,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
168	
   Pinus	
  strobus	
   Weymouthskiefer	
   12,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
169	
   Pinus	
  strobus	
   Weymouthskiefer	
   11,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
170	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   10,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
171	
   Quercus	
  rubra	
   Roteiche	
   12,00	
   10,00	
   0,55	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
172	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
173	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
174	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
175	
   Cedrus	
  deodara	
   Himalaya-­‐Zeder	
   16,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
176	
   Pinus	
  sylvestris	
   Kiefer	
   10,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
177	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   15,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
178	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
179	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   8,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
180	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   14,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
181	
   Abies	
  nordmanniana	
   Nordmanns	
  Tanne	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   klein,	
  Efeubewuchs	
  
182	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   12,00	
   12,00	
   0,55	
   erhaltenswert	
   vital	
   Mistelbewuchs	
  
183	
   Abies	
  nordmanniana	
   Nordmanntanne	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
184	
   Abies	
  concolor	
   Colorado-­‐Tanne	
   10,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
185	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
186	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
187	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
188	
   Laburnum	
  anagyroides	
   Goldregen	
   8,00	
   8,00	
   a	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
189	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
190	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
191	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   7,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
192	
   Pinus	
  sylvestris	
   Kiefer	
   14,00	
   7,00	
   0,45	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
193	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   10,00	
   6,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
194	
   Liriodendron	
  tulipifera	
   Tulpenbaum	
   10,00	
   5,00	
   0,15	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
195	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   8,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
196	
   Laburnum	
  anagyroides	
   Goldregen	
   7,50	
   5,00	
   a	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   3-­‐stämmig	
  
197	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   8,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
198	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
199	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
200	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   53	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
201	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
202	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   9,00	
   8,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
203	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   12,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
204	
   Abies	
  concolor	
   Coloradotanne	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
205	
   Abies	
  nordmanniana	
   Nordmanns	
  Tanne	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
206	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   10,00	
   6,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
207	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   6,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
208	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   6,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
209	
   Fraxinus	
  ornus	
   Blütenesche	
   7,00	
   6,00	
   a	
  0,15	
   erhaltenswert	
   vital	
   4-­‐stämmig	
  
210	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   15,00	
   10,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Zwiesel	
  
211	
   Quercus	
  petraea	
  `Fas-­‐
tigiata´	
   Säulen-­‐Eiche	
   15,00	
   6,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
212	
   Quercus	
  petraea	
  `Fas-­‐
tigiata´	
   Säulen-­‐Eiche	
   15,00	
   6,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
213	
   Aesculus	
  x	
  carnea	
   Rotblü.	
  Rosskasta-­‐
nie	
   14,00	
   10,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
214	
   Quercus	
  petraea	
  `Fas-­‐
tigiata´	
   Säulen-­‐Eiche	
   17,00	
   6,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
215	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
216	
   Juglans	
  regia	
   Walnuss	
   9,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
217	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
218	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
219	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   16,00	
   10,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
220	
   Acer	
  platanoides	
  
`Atrorubens´	
   Roter	
  Spitzahorn	
   12,00	
   8,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
221	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   7,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
222	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   12,00	
   6,00	
   0,45	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Krone	
  gekappt	
  
223	
   Acer	
  platanoides	
  
`Atrorubens´	
   Roter	
  Spitzahorn	
   14,00	
   10,00	
   0,70	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Zwiesel	
  
224	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   8,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs,	
  schief-­‐
ständig	
  
225	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
226	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   6,00	
   1	
  a	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
227	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   6,00	
   2	
  a	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
228	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   15,00	
   12,00	
   0,90	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Efeubewuchs	
  
229	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   14,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
230	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
231	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
232	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
233	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   5,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   54	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
234	
   Quercus	
  petraea	
   Traubeneiche	
   6,00	
   5,00	
   0,18	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
235	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   15,00	
   12,00	
   1,00	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
236	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   8,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
237	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   10,00	
   6,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
238	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   11,00	
   6,00	
   a	
  0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
239	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   9,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
240	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   12,00	
   6,00	
   0,45	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
241	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   10,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
242	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   6,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   wertvoll	
  
243	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   6,00	
   a	
  0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
244	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   6,00	
   a	
  0,26	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
245	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   10,00	
   8,00	
   a	
  0,27	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
246	
   Ginkgo	
  biloba	
   Ginkgo	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
247	
   Platanus	
  x	
  hispanica	
   Platane	
   16,00	
   12,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Zwiesel,	
  Krone	
  
248	
   Abies	
  procera	
   Edeltanne	
   18,00	
   7,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
249	
   Franxinus	
  excelsior	
   Esche	
   12,00	
   8,00	
   0,2/0,3	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
250	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   14,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
251	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   14,00	
   8,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
252	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   14,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
253	
   Corylus	
  colurna	
   Baumhasel	
   9,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
254	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   12,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
255	
   Populus	
  nigra	
  `Italica´	
   Säulen-­‐Pappel	
   18,00	
   6,00	
   1,00	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
256	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   13,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
257	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   13,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
258	
   Magnolia	
  x	
  soulangia-­‐
na	
   Tulpen-­‐Magnolie	
   5,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   schiefständig	
  
259	
   Larix	
  kaempferi	
   Japanische	
  Lärche	
   13,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
260	
   Quercus	
  petraea	
  `Fas-­‐
tigiata´	
   Säulen-­‐Eiche	
   14,00	
   8,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
261	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   15,00	
   10,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
262	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   14,00	
   8,00	
   0,80	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
263	
   Salix	
  matsudana	
   Korkenzieher-­‐
Weide	
   9,00	
   7,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
264	
   Taxus	
  baccata	
   Eibe	
   6,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
265	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   10,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
266	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   14,00	
   10,00	
   0,20	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   kränkelnd,	
  8-­‐stämmig	
  
267	
   Pseudotsuga	
  menziesii	
   Douglasie	
   12,00	
   5,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   55	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
268	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   10,00	
   7,00	
   0,40	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   kränkelnd	
  
269	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   10,00	
   8,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
270	
   Chamaecyparis	
  pisife-­‐
ra	
   Scheinzypresse	
   8,00	
   4,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
271	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   10,00	
   5,00	
   0,30	
   vorhanden	
   vital	
   mit	
  Zaun	
  verwachsen	
  
272	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   10,00	
   5,00	
   0,40	
   vorhanden	
   vital	
   mit	
  Zaun	
  verwachsen	
  
273	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   10,00	
   5,00	
   0,20	
   vorhanden	
   vital	
   mit	
  Zaun	
  verwachsen	
  
274	
   Pyrus	
  communis	
   Birnbaum	
   10,00	
   8,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
275	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   15,00	
   8,00	
   0,80	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
276	
   Prunus	
  cerasifera	
   Kirsch-­‐Pflaume	
   4,00	
   6,00	
   a	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
277	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   10,00	
   5,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
278	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   14,00	
   8,00	
   0,55	
   erhaltenswert	
   vital	
   Efeubewuchs	
  
279	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
taneum	
   Rosskastanie	
   16,00	
   10,00	
   0,70	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
280	
   Tilia	
  cordata	
   Winterlinde	
   10,00	
   8,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
  
ortsbildprägend,	
  
Zwiesel,	
  Mistelbe-­‐
wuchs	
  
281	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   15,00	
   10,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
282	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   12,00	
   8,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
283	
   Baumreihe	
  von	
  3	
  Feldahorn	
  und	
  3	
  Spit-­‐
zahorn	
   je	
  9,0	
   je	
  4,0	
   a	
  ca.	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   mit	
  Zaun	
  verwachsen	
  
284	
   Baumgruppe	
  mit	
  ca.	
  18	
  Bäumen,	
  i.d.R.	
  
Spitzahorn	
   je	
  12,0	
   je	
  6,0	
   a	
  <=	
  0,2	
   erhaltenswert	
   vital	
   Parzelle	
  komplett	
  
überstellt	
  
285	
   Carpinus	
  betulus	
   Hainbuche	
   8,00	
   9,00	
   0,60	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Krone	
  gekappt,	
  
Habitus	
  zerstört	
  
286	
   Fraxinus	
  excelsior	
   Esche	
   15,00	
   8,00	
   0,55	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
287	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   10,00	
   5,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   Höhlen,	
  Schnitte,	
  
Wurzelbrut	
  
288	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   15,00	
   6,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
289	
   Salix	
  alba	
  "Tristis"	
   Trauerweide	
   9,00	
   8,00	
   0,40	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
290	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   13,00	
   5,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
291	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   13,00	
   5,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
292	
   Castanea	
  sativa	
   Esskastanie	
   11,00	
   8,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
293	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   12,00	
   8,00	
   0,50	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
294	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   12,00	
   10,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
295	
   Ulmus	
  minor	
   Feldulme	
   12,00	
   8,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Efeu,	
  schräger	
  Wuchs	
  
296	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   6,00	
   5,00	
   0,20	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
297	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   15,00	
   8,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend,	
  
Mistelbewuchs	
  
298	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   8,00	
   4,00	
   a	
  0,8	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel,	
  Fragment,	
  
Mistelbewuchs

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  1	
  BAUMLISTE	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   56	
  
	
  
Baum-­‐
Nr.	
   Gattung	
  /	
  Art	
   Name	
   Höhe	
  	
  
[m]	
  
Kronen-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Stamm-­‐
durch-­‐
messer	
  	
  
[m]	
  
Bewertung	
   Vitalität	
   Anmerkungen	
  
299	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Suen-­‐
telensis´	
   Rote	
  Süntelbuche	
   10,00	
   10,00	
   0,65	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
300	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   10,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
301	
   Salix	
  alba	
  "Tristis"	
   Trauerweide	
   7,00	
   4,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Krone	
  gekappt	
  
302	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   11,00	
   7,00	
   0,40	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
303	
   Juglans	
  regia	
   Walnuss	
   9,00	
   6,00	
   0,25	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
304	
   Acer	
  pseudoplatanus	
   Bergahorn	
   15,00	
   10,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
305	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   14,00	
   10,00	
   0,80	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
306	
   Robinia	
  pseudoacacia	
   Robinie	
   13,00	
   8,00	
   0,70	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Äste	
  gekappt,	
  Statik!	
  
307	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   13,00	
   7,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
308	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   14,00	
   6,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
309	
   Fagus	
  sylvatica	
  `Purpu-­‐
rea´	
   Blutbuche	
   15,00	
   8,00	
   0,60	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
310	
   Betula	
  pendula	
   Birke	
   14,00	
   8,00	
   0,35	
   vorhanden	
   zurückgehend	
   Krone	
  mit	
  Pilzbefall	
  
311	
   Acer	
  campestre	
   Feldahorn	
   8,00	
   6,00	
   0,40	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel	
  
312	
   Cedrus	
  atlantica	
  
`Glauca´	
   Atlas-­‐Zeder	
   11,00	
   6,00	
   0,45	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
313	
   Picea	
  abies	
   Fichte	
   8,00	
   5,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   	
  	
  
314	
   Abies	
  grandis	
   Küstentanne	
   10,00	
   5,00	
   0,35	
   erhaltenswert	
   vital	
   mit	
  Krähennest	
  
315	
   Acer	
  platanoides	
   Spitzahorn	
   14,00	
   11,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
316	
   Aesculus	
  hippocas-­‐
tanum	
   Rosskastanie	
   12,00	
   9,00	
   0,60	
   wertvoll	
   vital	
   ortsbildprägend	
  
317	
   Tilia	
  platyphyllos	
   Sommerlinde	
   10,00	
   7,00	
   0,50	
   erhaltenswert	
   vital	
   Totholz	
  
318	
   Fraxinus	
  excelsior	
   Blütenesche	
   9,00	
   8,00	
   0,30	
   erhaltenswert	
   vital	
   mehrstämmig,	
  Zwie-­‐
sel	
  
319	
   Acer	
  saccharinum	
   Silberahorn	
   14,00	
   10,00	
   0,55	
   erhaltenswert	
   vital	
   Zwiesel,	
  schütter

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  2	
  FREIRAUMBEWERTUNG	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   57	
  
	
  
6 ANHANG	
  2	
  FREIRAUMBEW ERTUNG

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  2	
  FREIRAUMBEWERTUNG	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   58

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  2	
  FREIRAUMBEWERTUNG	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   59

BEBAUUNGSPLAN	
  NR.	
  O	
  27	
  
„MATHILDENHÖHE	
  SÜD“	
  
UMWELTBERICHT-­‐	
  ANHANG	
  2	
  FREIRAUMBEWERTUNG	
  
	
  
	
  
 
10.10.2014	
   60

anlage 4

5131 Zeichen

II
Alexandraweg Prinz-Christians-Weg
Eugen-Bracht-Weg
Nikolaiweg
II  WD
II WD I
I
I
III
III
II   SD
II
II
I
IIWD
ISD
I
I+D
II   SDII
II   ZD
III II
III   SD
II
I
I     WD
I      FD
I
II
I
GA
I
I   FD
II    WD
IV
II
II   SD
II
I
I I
GAGA
GA
GA
GA
GA
GA
GA
STST
ST
ST ST
DST
WD
WD
ZD
I
WD
SD
WD
D
II
ST D
D
D
D GAFD
GAGASTST GAST
FD
SDSD
GA
DWDII
ST
D
IIWDGA
IIZDD
I
IIFD
IFD
II  SD
IIISDIIFD
D II IWD
GA
II  SDD
GA
II   PDD
I
I
II   WD
DII   ZD I I
II II  WDWD IISD
II IISDSDII  SD
ID
Mathildenhöhweg
GA
II  WD
DIIWD
IIWDI I
GAII  WD
II  SD IISD I
IGA
ST
GAII  SD
I   FD
IIWD
IIWDFDI
IIWDII  WDII
II   SD II  WD
II
IIWD
I   FDIIWD
I
II   FD
GAGA
GA
GA
GAGAGAGAGA
GA
GA
GAI
D
GAGAGA FDII
II
I
I
I
ST
II  FDDGottfried-Schwab-Denkmal
D
D
ST
IIWD
GAGAI
ST
GA
ST
ST
ST
GR= 156 m²
GR= 84 m²
GR= 200 m²
GR= 153 m²
GR= 171 m² GR= 253 m²
GR= 222 m²GR= 10 m²
GR= 250 m²
GR= 226 m²
GR= 190 m²
GR= 156 m²
GR= 130 m²GR= 132 m²GR= 159 m²
GR= 143 m²GR= 113 m²
GR= 143 m²
GR= 158 m²
GR= 140 m²
GR= 151 m²
GR= 108 m²
GR= 138 m² GR= 107 m²
GR= 310 m²
GR= 320 m²
GR= 151 m² GR= 215 m²
GR= 82 m² GR= 160 m²
GR= 137 m²
GR= 207 m²
GR= 97 m²
GR= 169 m²
GR= 646 m²
GR= 138 m²
GR= 194 m² GR= 159 m²
D
D
ST
D
D
15,00 12,30
GR= 185 m²
GR= 151 m²
GR= 170 m²
GR= 150 m²
GR= 185 m²
GR= 263 m²
D
D
D
GR= 193 m²
GR= 146 m²
II
GR= 160 m²
GA
GR= 97 m²GR= 112 m²
GR= 154 m² GR= 158 m²
GR= 117 m²
GR= 152 m² GR= 169 m² GR= 119 m²
GR= 50 m²
GR= 180 m² GR= 125 m²
GR= 93 m²
GR= 364 m²GR= 134 m²
GR= 126 m²
GR= 131 m²GR= 63 m²
GR= 113 m²
Jüngling an der Quelle
privateGrünfläche
D
privateGrünfläche
I
ST
Pergola von Albin Müller
LPB  V> 70 [dB (A)]LPB  IV> 65 [dB (A)]LPB  III> 60 [dB (A)]
LPB  V> 70 [dB (A)]LPB  IV> 65 [dB (A)]LPB  III> 60 [dB (A)]
GA
WDSD
FD
III   FD
SD
WD
  I   FD
SD
Ernst-Ludwig-BrunnenLage ehem. Haus Christiansen
I
GR= 120 m² GR= 70 m²
GR= 73 m²
GR= 100 m²
IISDII SD GR= 54 m²
GR= 49 m²
GR= 10 m²
GR= 22 m²
GR= 10 m²
GR= 12 m² GR= 194 m²I  WD
GR= 19 m²
GR= 12 m²
GR= 24 m² GR= 30 m²
GR= 18 m²
GR= 16 m²
GR= 18 m²
GR= 17 m²
GR= 18 m²
GR= 39 m²
GR= 50 m²
GR= 23 m²
GR= 62 m²
GR= 13 m²
GR= 66 m² GR= 65 m²
GR= 74 m²
II   SDGR= 73 m²
II   SDGR= 73 m²
II   SDGR= 72 m²
II   SDGR= 71 m²
GR= 49 m²
GR= 79 m²
GR= 79 m²
GR= 121 m²
GR= 14 m²
GR= 55 m²GR= 81 m²
GR= 40 m²
GR= 166 m²
GR= 35 m²
GR= 258 m²
DGR= 9 m²
GR= 61 m²
GR= 22 m²
II  SD
II  SD
II  WD
GR= 16 m²
GR= 45 m²
ST
GA
ST
Spielpunkt
Landgraf-Georg-Straße
Dreibrunnenstraße
Eugen-Bracht-Weg
Fiedlerweg
Erbacher Straße
Spessartring
Olbrichweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Fiedlerweg
Erbacher Straße
Weg
Alexandraweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Mathildenhöhweg
Wingertsbergstraße
Prinz-Christians-Weg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Christiansenweg
Beckstraße
Weg
Dieburger Straße
Eugen-Bracht-Weg
Nikolaiweg Nikolaiweg
Stiftstraße
Erbacher Straße
Erbacher Straße
FiedlerwegSabaisplatz
Prinz-Christians-Weg
PlatanenhainErich-Ollenhauer-PromenadeErich-Ollenhauer-PromenadePlatzPaula-Ludwig-
57
6361
65
59
69A
67 69
13A
13
11
17
39
23
60
8
56
56C
56B
56A
3
1
23
19 21
34 3836
35
56D
37
32
15
3331
25
3
2
5
16
26
13A
28
19
22
2321
27
17
42
12
10
7
5A 95
6
9
14
7
7
8
3 5
5
3A
1
6
31
6
25
8
17
6
8a
50403020100
Maßstab im Original  1 : 500
Wissenschaftsstadt                     DarmstadtGemarkung: Darmstadt Bezirk 2                                          Flur: 2       
Landgraf-Georg-Straße
Dreibrunnenstraße
Eugen-Bracht-Weg
Fiedlerweg
Erbacher Straße
Spessartring
Olbrichweg
Olbrichweg
Fiedlerweg
Erbacher Straße
Weg
Alexandraweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Mathildenhöhweg
Wingertsbergstraße
Prinz-Christians-Weg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Christiansenweg
Beckstraße
Weg
Dieburger Straße
Eugen-Bracht-Weg
Nikolaiweg Nikolaiweg
Stiftstraße
Pützerstraße
Spirwesweg
Erbacher Straße
Erbacher Straße
FiedlerwegSabaisplatz
Prinz-Christians-Weg
PlatanenhainErich-Ollenhauer-PromenadeErich-Ollenhauer-PromenadePlatzPaula-Ludwig-
57
6361
65
59
69A
67 69
13A
13
11
17
39
23
60
8
56
56C
56B
56A
3
1
23
19 21
34 3836
35
56D
37
32
15
3331
25
3
2
5
16
26
13A
28
19
22
2321
27
17
42
12
10
7
5A 95
6
9
14
7
7
8
3 5
5
3A
1
6
31
6
25
8
17
6
8a
A B D C B
B A A C
ADDDCCAAC BB
C CC C C B
D
A C D CC CA
A
AAAAA
A
D
CCC
C
C
D
DDD D
D
C
DD
DDD AA
A
D
D
 Gebäudebestand Klassifizierung
Planteil 1/2
Bebauungsplan                  O 27- Mathildenhöhe  - Süd -                    Maßstab 1 : 500
Landgraf-Georg-Straße
Dreibrunnenstraße
Eugen-Bracht-Weg
Fiedlerweg
Erbacher Straße
Spessartring
Olbrichweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Fiedlerweg
Erbacher Straße
Weg
Alexandraweg
Alexandraweg
Alexandraweg
Mathildenhöhweg
Wingertsbergstraße
Prinz-Christians-Weg
Heinrich-Jobst-Treppe
Bauhausweg
Christiansenweg
Beckstraße
Weg
Dieburger Straße
Eugen-Bracht-Weg
Nikolaiweg Nikolaiweg
Stiftstraße
Pützerstraße
Spirwesweg
Erbacher Straße
Erbacher Straße
FiedlerwegSabaisplatz
Prinz-Christians-Weg
Erich-Ollenhauer-PromenadeErich-Ollenhauer-PromenadePlatzPaula-Ludwig-
57
63
61
65
59
69A
67 69
13A
13
11
17
39
23
60
8
56
56C
56B
56A
3
1
23
19 21
34 3836
35
56D
37
32
15
3331
25
3
2
5
16
26
13A
28
19
22
2321
27
17
42
12
10
7
5A 95
6
9
14
7
7
8
3 5
5
3A
1
6
31
6
25
8
17
6
8a
UmgrenzungGesamtanlage des DenkmalschutzesEnsemble Mathildenhöhe

anlage 7

234 Zeichen

Punkt 12:  Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - (Offenlagebeschluss) 
 (V-Nr. 2014/0413) 
 
Bei Stimmenthaltung der Fraktionen UFFBASSE und PIRATEN empfiehlt der 
Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

anlage 8

189 Zeichen

Punkt 17:  Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - (Offenlagebeschluss) 
 (V-Nr. 2014/0413) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.

anlage 9

219 Zeichen

Punkt 8:  Bebauungsplan O 27 - Mathildenhöhe Süd - (Offenlagebeschluss) 
 (V-Nr. 2014/0413) 
 
Bei Stimmenthaltung der Fraktion UFFBASSE empfiehlt der Ausschuss der 
Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

Beratungsverlauf (5)

TOP 15
TOP 8
TOP 10 beschließend
TOP 12
TOP 17

Orte (24)

  • Stiftstraße 12
  • Erbacher Straße
  • Landgraf-Georg-Straße
  • Hügelstraße
  • Dreibrunnenstraße
  • Ida-Rhodes-Straße 1
  • Wilhelminenstraße 1
  • Bessunger Straße 125
  • Fiedlerweg
  • Olbrichweg 19
  • Bauhausweg 1904
  • Nikolaiweg 9
  • Spessartring
  • Lucasweg
  • Alexandraweg 17
  • Mathildenhöhweg 2
  • Eugen-Bracht-Weg 6
  • Dieburger Straße
  • Erich-Ollenhauer-Promenade
  • Wingertsbergstraße
  • Heinrich-Jobst-Treppe
  • Pützerstraße
  • Beckstraße
  • Spirwesweg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2014/0413
Typ
Magistratsvorlage
Datum
25.11.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00