1219/2024
Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2023, bisherige Entwicklung und Ausblick 2024: Trotz Konjunkturflaute neuer Beschäftigungsrekord am Kölner Arbeitsmarkt
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Mitteilung Ausschuss
3848 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IX/153/11 Vorlagen-Nummer 03.05.2024 1219/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 06.06.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 06.06.2024 Integrationsrat 04.06.2024 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2023, bisherige Entwicklung und Ausblick 2024: Trotz Konjunkturflaute neuer Beschäftigungsrekord am Kölner Arbeitsmarkt Der Kölner Arbeitsmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr 2023 trotz des andauernden Ukra- ine-Kriegs, steigender Energiekosten und der hohen Inflation robust. Die Beschäftigungszah- len knüpften an das Vorjahr an und entwickelten sich bei nur geringfügig steigender Arbeitslo- sigkeit weiterhin positiv. Zur Jahresmitte 2023 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln gegenüber 2022 um 7 000 auf 613 600 (+1,2%) und erreichte damit erneut den höchsten Wert bislang. Schließlich wurde in Köln Ende September 2023 mit 622 500 sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten ein neuer Beschäftigungsrekord erreicht. Der gesamte Beschäftigungszuwachs von Mitte 2022 und Mitte 2023 geht insbesondere auf die Beschäftigung von Menschen mit ausländischem Pass zurück (+6 800 oder +6,8%). Auch Hochqualifizierte konnten bei der Gesamtbeschäftigung deutlich zulegen (+6 600 oder +3,9%). Vor allem im Dienstleistungssektor ist die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen: Verkehr und Lo- gistik (+2 200 Arbeitsplätze oder +5,3%), Information und Kommunikation (+1 300 oder +2,5%), Gesundheits- und Sozialwesen (+1 000 oder +1,2%) sowie Versicherungsgewerbe (+1 000 oder +4,1%). Das Baugewerbe innerhalb des Produktionssektors konnte ebenfalls deutlich zulegen (+1 200 oder +6,5%). Köln liegt mit seiner Beschäftigungszunahme von Sommer 2022 bis Sommer 2023 (+1,2%) leicht über dem Landes- und Bundesdurchschnitt, aber deutlich unter den Beschäftigungszu- wächsen in anderen Großstädten (Düsseldorf: +2,4%; Hamburg und München: +2,2%; Frank- furt/Main: +2,0%; Berlin und Stuttgart: +1,6%; Leipzig: +1,4%). Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich gegenüber 2022 nur leicht um 1,5 Prozent oder rund 800 Personen auf 52 800. Gleichzeitig ist die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote mini- mal von 8,6 auf 8,7 Prozent gestiegen. Allerdings hat die Zahl der geringfügig Beschäftigten in Köln insgesamt auch in 2023 weiter zugenommen (+2,9%). Die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäfti- gung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, ist sogar um 2 600 (+5,1%) angestie- gen. 2 Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2018 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Nach der IAB-Regionalprognose von März 2024 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln in 2024 um 1,9 Prozent auf rund 629 100 klettern, während gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 54 500 zunehmen soll (+3,0%). Datengrundlage sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Weil die Beschäftigtensta- tistik mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 Monaten quartalsweise veröffentlicht wird, liegen hier ihre Zahlen zum 30.06.2023 (2. Quartal) zugrunde. Die reine Eckzahl der sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten für das 3. Quartal 2023 wurde Anfang April 2024 bekannt gege- ben. Gez. Haack Anlage KSN 7/2024 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2023, bisherige Entwicklung und Ausblick 2024 606 571 613 600 622 524 430 000 457 000 484 000 511 000 538 000 565 000 592 000 619 000 -7 000 -3 500 0 3 500 7 000 10 500 14 000 17 500 21 000 24 500 I/18 II/18 III/18 IV/18 I/19 II/19 III/19 IV/19 I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21 II/21 III/21 IV/21 I/22 II/22 III/22 IV/22 I/23 II/23 III/23 Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte
Anlage 1 - KSN_Arbeitsmarkt_07-2024
26108 Zeichen
1
Arbeitsmarkt Köln
Rückblick 2023, bisherige
Entwicklung und Ausblick
2024
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
2
Datenquellen und Berichtsstand
Datengrundlage für die vorliegende Veröffentlichung sind die Statistiken der
Bundesagentur für Arbeit:
• Die Beschäftigtenstatistik wird mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 Monaten
quartalsweise veröffentlicht. Bei Redaktionsschluss (Anfang April 2024) wurden daher
die Strukturzahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30.06.2023
(2. Quartal 2023) zugrunde gelegt (Veröffentlichung Mitte Januar 2024).
Die reine Eckzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30.09.2023
(3. Quartal 2023) wurde Anfang April 2024 bekannt gegeben.
• Die Arbeitslosenstatistik (hier: März 2024) wird monatlich aktualisiert
(Veröffentlichung Anfang April 2024).
3
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
Zusammenfassung
Der Kölner Arbeitsmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr 2023 trotz des andauernden Ukraine-
Kriegs, steigender Energiekosten und der hohen Inflation robust. Die Beschäftigungszahlen
knüpften an das Vorjahr an und entwickelten sich bei nur geringfügig steigender Arbeitslosigkeit
weiterhin positiv. Datengrundlage sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (siehe dazu
den Informationskasten am Anfang dieser Publikation).
Zur Jahresmitte 2023 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln
gegenüber 2022 um 7 000 auf 613 600 (+1,2%) und erreichte damit erneut den höchsten Wert
bislang. Schließlich wurde in Köln Ende September 2023 mit 622 500 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten ein neuer Beschäftigungsrekord erreicht.
Der gesamte Beschäftigungszuwachs von Mitte 2022 und M itte 2023 geht insbesondere auf die
Beschäftigung von Menschen mit ausländischem Pas s zurück (+6 800 oder +6,8%). Auch
Hochqualifizierte konnten bei der Gesamtbeschäftigung deutlich zulegen (+6 600 oder +3,9%).
Vor allem im Dienstleistungssektor
ist die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen: Verkehr und Logistik
(+2 200 Arbeitsplätze oder +5,3%), Information und Kommunikation (+1 300 oder +2,5%),
Gesundheits- und Sozialwesen (+1 000 oder +1,2%) sowie Versicherungsgewerbe (+1 000 oder
+4,1%). Das Baugewerbe innerhalb des Produktionssektors konnte ebenfalls deutlich zulegen
(+1 200 oder +6,5%).
Köln liegt mit seiner Beschäftigungszunahme von Sommer 2022 bis Sommer 2023 (+1,2%) leicht
über dem
Landes- und Bundesdurchschnitt, aber deutlich unter den Beschäftigungszuwächsen in
anderen Großstädten (Düsseldorf: +2,4%; Hamburg und München: +2,2%; Frankfurt/Main: +2,0%;
Berlin und Stuttgart: +1,6%; Leipzig: +1,4%).
Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich gegenüber 2022 nur leicht um 1,5 Prozent oder rund 800
Personen auf 52 800. Gleichzeitig ist die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote minimal von
8,6 auf 8,7 Prozent gestiegen.
Allerdings hat die Zahl der geringfügig Beschäftigten in Köln insgesamt auch in 2023 weiter
zugenommen (+2,9%). Die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung
eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, ist sogar um 2 600 (+5,1%) angestiegen.
Nach der IAB-Regionalprognose von März 2024 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten in Köln in 2024 um 1,9 Prozent auf rund 629 100 klettern, während gleichzeitig die
jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 54 500 zunehmen soll (+3,0%).
.
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
4
Köln mit über 613 000 Beschäftigten erneut auf Rekordniveau
Der Kölner Arbeitsmarkt zeigte sich Anfang 2023 robust und entwickelte sich bis zum Sommer
verhalten positiv. Zur Jahresmitte 2023 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten am Arbeitsort Köln gegenüber dem Vorjahr um rund 7 000 auf 613 600 (+1,2%)
(Grafik 1).1 Mit einem Beschäftigungszuwachs um rund 6 100 (+1,2%) hat hierzu der Dienst-
leistungssektor deutlich stärker beigetragen als der Produktionssektor, wo die Beschäftigung um
rund 1 000 (+1,2%) relativ betrachtet gleichermaßen zunahm wie die Gesamtbeschäftigung
(Tabelle 1).
Ende September 2023 wurde mit 622 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln die
höchste Beschäftigung seit jeher erreicht (absolute Entwicklung). Beigetragen hierzu hat die
Zunahme von rund 8 900 Beschäftigten (+1,5%) gegenüber Juni 2023. Allerdings fallen die
quartalsweisen Steigerungen der Beschäftigung kleiner aus als in 2021 und 2022.
Erfahrungsgemäß erreicht die Beschäftigtenzahl im dritten Quartal ihren Jahreshöchststand,
weil zu diesem Zeitpunkt die neuen Auszubildenden in die Beschäftigung eintreten.
Grafik 1: Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2018
606 571
613 600
622 524
430 000
457 000
484 000
511 000
538 000
565 000
592 000
619 000
-7 000
-3 500
0
3 500
7 000
10 500
14 000
17 500
21 000
24 500
I/18
II/18
III/18
IV/18
I/19
II/19
III/19
IV/19
I/20
II/20
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IV/20
I/21
II/21
III/21
IV/21
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II/22
III/22
IV/22
I/23
II/23
III/23
Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte
Quel
le: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
1 Agentur für Arbeit Köln: Der Arbeitsmarkt im Dezember 2023 – Positive Signale zum Jahresende; Siehe auch unter:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2024-1-positive-signale-zum-jahresende-weniger-arbeitslose-
mehr-beschaftigte, abgerufen am 1.3.2024
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
5
Regionalvergleich: Köln nur mit leichtem Beschäftigungszuwachs von 2022 zu 2023
Köln liegt mit seiner Beschäftigungszunahme von Sommer 2022 bis Sommer 2023 (+1,2%) zwar
hinter den Beschäftigungszuwächsen anderer deutscher Großstädte, allerdings deutlich über dem
Landes- und Bundesdurchschnitt (Grafik 2).
Grafik 2: Entwicklung der Beschäftigten in Köln sowie in Vergleichsstädten 2022 bis 2023 (jeweils am 30.06.)
2,4
2,2
2,2
2,0
1,6
1,6
1,4
1,2
0,1
0,7
0,8
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0
Düsseldorf
Hamburg
München
Frankfurt/Main
Berlin
Stuttgart
Leipzig
Köln
Nürnberg
NRW
Deutschland
Veränderungen in Prozent
Quell
e: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Dienstleistungssektor insgesamt bei 533 000 Beschäftigten
Die Zahl der Beschäftigten im in Köln dominierenden Dienstleistungssektor – 87 Prozent aller
Kölner Beschäftigten sind hier tätig – ist im letzten Jahr leicht um 1,2 Prozent von 526 800 auf
532 800 gestiegen. Innerhalb des Sektors kam es überwiegend zu deutlichen Zuwächsen bei der
Beschäftigung, aber in einigen Bereichen auch zu deutlichen Arbeitsplatzverlusten (Tabelle 1).
Beschäftigtenzuwächse vor allem im Dienstleistungssektor
Den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023 gab es im
Bereich Verkehr und Lagerei (Logistik). Hier erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 2 200 auf
nunmehr 43 600 Arbeitsplätze (+5,3%). Hierzu beigetragen haben insbesondere die Zunahmen in
den Teilbereichen Landverkehr und Pipelines (+800 Arbeitsplätze oder +5,2%) sowie Post-, Kurier-
und Expressdienste (+700 Arbeitsplätze oder +6,8%).
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
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Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Köln 2022 bis 2023 (jeweils am 30.06.)
absolut in %
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 216 238 22 10,2
Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft 9 204 9 345 141 1,5
Verarbeitendes Gewerbe 51 253 50 798 - 455 -0,9
darunter Ernährungsgewerbe 6 079 5 859 - 220 -3,6
Druckgewerbe, Vervielfältigung von Datenträgern 1 255 1 200 - 55 -4,4
Chemie- und Pharmaindustrie 7 248 7 071 - 177 -2,4
Maschinenbau 6 536 6 824 288 4,4
Elektrotechnik 3 392 3 612 220 6,5
Baugewerbe 19 144 20 385 1 241 6,5
Produktionssektor insgesamt 79 817 80 766 949 1,2
Handel, Instandhaltung und Reparatur von KFZ 73 252 73 467 215 0,3
darunter Handelsvermittlung und Großhandel 32 391 33 309 918 2,8
Einzelhandel 33 378 33 203 - 175 -0,5
Gas tgewerbe 20 311 21 144 833 4,1
Verkehr und Lagerei (Logistik) 41 390 43 574 2 184 5,3
darunter Landverkehr, Pipelines 15 286 16 088 802 5,2
Luftfahrt 2 351 2 711 360 15,3
Lagerei sowie sonstige Verkehrsdienstleistungen 13 622 13 957 335 2,5
Post-, Kurier- und Expressdienste 10 131 10 818 687 6,8
Information und Kommunikation 53 862 55 196 1 334 2,5
darunter Rundfunkveranstalter 7 683 7 910 227 3,0
Telekommunikation 3 203 3 229 26 0,8
Dienstleistungen der Informationstechnologie 27 547 27 577 30 0,1
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 37 044 38 281 1 237 3,3
darunter Kreditgewerbe 12 907 13 152 245 1,9
Versicherungsgewerbe 24 137 25 129 992 4,1
Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen 115 584 115 720 136 0,1
darunter Rechts-, und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung 15 472 15 748 276 1,8
Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung 31 872 32 385 513 1,6
Werbung und Marktforschung 8 455 8 404 - 51 -0,6
Befristete Überlassung v. Arbeitskräften (Zeitarbeit) 15 442 13 679 -1 763 -11,4
Weitere Diens tleis tungen: 185 311 185 452 141 0,1
darunter Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung 32 317 30 114 -2 203 -6,8
Erziehung und Unterricht 27 808 28 039 231 0,8
Gesundheits- und Sozialwesen 80 271 81 228 957 1,2
Dienstleistungssektor insgesamt 526 754 532 834 6 080 1,2
Insge sa mt 606 571 613 600 7 029 1,2
Wirtschaftsabschnitte (WZ 2008)
darunter Wirtschaftszweige 2022 2023
Veränderung 2022-2023
Quel
le: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
7
Der Bereich Information und Kommunikation (Medien-IT) verzeichnete infolge der verstärkten
Digitalisierung einen Zuwachs um 1 300 auf 55 200 Arbeitsplätze (+2,5%).
Im Gesundheits- und Sozialwesen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 1 000 auf nunmehr
81 200 (+1,2%). Beigetragen hierzu haben auch in Folge der Zuwanderung von Geflüchteten aus
der Ukraine und nicht-europäischen Asylherkunftsländern insbesondere die Beschäftigungs-
zunahmen im Sonstigen Sozialwesen2 (+500 Arbeitsplätze oder +3,6%) sowie im Kranken-
hausbereich (+400 Arbeitsplätze oder +1,6%).
Im Versicherungsgewerbe kamen im Zuge des kontinuierlichen Ausbaus des Kölner
Versicherungsstandortes beispielsweise durch die Ansiedlung der neuen Unternehmenszentrale
der Zurich Group3 ebenfalls rund 1 000 neue Arbeitsplätze hinzu (+4,1%).
Deutliche Beschäftigungsrückgänge innerhalb des Dienstleistungssektors verzeichneten dagegen
der Bereich Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (-2 200 Arbeitsplätze oder
–6,8%) sowie die Zeitarbeitsbranche (-1 800 Arbeitsplätze oder –11,4%).
Produktionssektor: Starker Anstieg im Baugewerbe
Im Produktionssektor insgesamt sind im Saldo lediglich rund 1 000 Arbeitsplätze entstanden
(+1,2%). Hier konnte das Baugewerbe mit rund 1 200 zusätzlichen Arbeitsplätzen (+6,5%) am
deutlichsten zulegen. Das Verarbeitende Gewerbe insgesamt verzeichnete dagegen im Saldo einen
Beschäftigungsrückgang um rund 500 Mitarbeitende (-0,9%). Allerdings sind hier im Maschinenbau
(+300 oder +4,4%) und in der Elektrotechnik (+200 oder 6,5%) auch neue Arbeitsplätze entstanden.
Beschäftigungszuwächse bei Ausländer*innen und Akademiker*innen
Der gesamte Beschäftigungszuwachs in Köln (+7 000) geht vor allem auf die Beschäftigung von
Menschen mit ausländischem Pass zurück4: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten
Ausländer*innen stieg um 6 800 oder 6,8 Prozent (Tabelle 2). Mit 105 900 Beschäftigten liegt ihr
Anteil an der Gesamtbeschäftigung im Juni 2023 damit bei rund einem Sechstel. Hochqualifizierte
Arbeitnehmer*innen konnten bei der Gesamtbeschäftigung ebenfalls deutlich zulegen:
Ihre Beschäftigtenzahl erhöhte sich um 6 600 Personen (+3,9%). Bei den Nicht-Akademiker*innen
verzeichnete die Beschäftigung dagegen ein leichtes Minus (-1 200 oder -0,4%)%).
Überdurchschnittlich stieg demografisch bedingt die Beschäftigung bei den Älteren von 55 bis
unter 65 Jahre (+4 700 oder +4,1%). Prozentual am stärksten erhöhte sich jedoch die Zahl der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ab 65 Jahre bis zur Regelaltersgrenze, nämlich um rund
1 000 oder 13,3 Prozent; eine Folge der sich sukzessiv erhöhenden Regelaltersgrenze.
2 Das Sonstige Sozialwesen umfasst soziale, Beratungs-, Fürsorge-, Flüchtlingsbetreuungs-, Weitervermittlungs- und
ähnliche Dienstleistungen durch staatliche, gemeinnützige oder private Einrichtungen. Hierzu gehören Gemeinschafts -
und Nachbarschaftshilfe, Hilfe für Geflüchtete einschließlich vorübergehender oder längerfristiger Unterbringung,
berufliche Rehabilitation sowie Qualifikationsmaßnahmen für Arbeitslose, Tagesstätten für Obdachlose und andere
sozial schwache Gruppen sowie karitative Maßnahmen oder andere Hilfsmaßnahmen im Sozialbereich.
3 KölnBusiness Wirtschaftsförderung (2024): Versicherungswirtschaft; Siehe auch unter:
https://koeln.business/branchen/versicherungswirtschaft, abgerufen am 10.3.2024
4 Age
ntur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Jahresverlauf 2023/Ausblick 2024– Jahresbilanz 2023; Siehe auch
unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2024-2-2023-fachkrafte-gesucht-weiter-durch-bildung-2024-
arbeitsmarktintegration-von-gefluchteten, abgerufen am 10.3.2024
8
absolut in %
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte insgesamt 606 571 613 600 7 029 1,2
Männer 322 833 327 833 5 000 1,5
Frauen 283 738 285 767 2 029 0,7
Deutsche 507 393 507 665 272 0,1
Ausländer*innen 99 172 105 935 6 763 6,8
Jüngere unter 25 Jahre 55 175 54 100 -1 075 -1,9
25 bis unter 55 Jahre 428 614 431 005 2 391 0,6
55 bis unter 65 Jahre 115 141 119 834 4 693 4,1
65 bis Regelaltersgrenze 7 641 8 661 1 020 13,3
Vollzeitbeschäftigte 427 221 431 899 4 678 1,1
Teilzeitbeschäftigte 179 350 181 700 2 350 1,3
Auszubildende 18 361 18 424 63 0,3
Einpendler*innen 304 371 308 115 3 744 1,2
Auspendler*innen 137 720 139 023 1 303 0,9
anerkannter Berufsabschluss 286 783 285 629 -1 154 -0,4
akademischer Berufsabschluss1) 170 829 177 464 6 635 3,9
ohne Berufsabschluss 87 132 88 105 973 1,1
Geringfügig Beschäftigte insgesamt2) 122 842 126 463 3 621 2,9
Geringfügig Beschäftigte (ausschließlich) 71 793 72 833 1 040 1,4
Geringfügig Beschäftigte (Nebenjob) 51 049 53 630 2 581 5,1
1) Bachelor, Diplom, Magister, Master, Staatexamen, Promotion
2) Geringfügig entlohnte Beschäftigte und Kurzzeitbeschäftigte
Beschäftigte 2022 2023
Veränderung 2022-2023
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung nehmen gleichermaßen zu
Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten nahm im Zeitverlauf von 2022 auf 2023 pr ozentual betrachtet in
etwa gleichem Umfang zu wie die der Vollzeitbeschäftigten: Mit einem Zuwac hs von 2 400
Personen oder 1,3 Prozent ist sie bei ihnen relativ betrachtet nur geringfügig stärker gestiegen als
bei den Vollzeitbeschäftigten (+4 700 oder +1,1%). Dabei ist Teilzeitarbeit nach wie vor eine
Domäne der Frauen: Während in Köln im Sommer 2023 nur rund 17 Prozent der Männer (56 700)
einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeittätigkeit nachgingen, waren es bei den Frauen 44
Prozent (125 000).
Tabelle 2: Struktur der Beschäftigung am Arbeitsort Köln 2022 und 2023 (jeweils am 30.6.)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
9
Anstieg der geringfügigen Beschäftigung im Nebenjob
Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse insgesamt ist von Mitte 2022 bis
Mitte 2023 um rund 3 600 auf 126 500 gestiegen (+2,9%). Während die Zahl der ausschließlich
geringfügig Beschäftigten in Köln nur unwesentlich anstieg (+1 000 oder +1,4%), ist die Zahl derer,
die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung
ausüben um 2 600 (+5,1%) stärker gestiegen. Mit einem Anteil von 55 Prozent Mitte 2023 sind
Frauen in Minijobs gegenüber Männern (45%) leicht überrepräsentiert.
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit in Köln ist im Jahresdurchschnitt 2023 nur leicht angestiegen: So erhöhte sich
die Zahl der Arbeitslosen gegenüber 2022 um 1,5 Prozent oder rund 800 Personen auf 52 800
(Grafik 3, Tabelle 3). Gleichzeitig stieg die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote leicht von
8,6 auf 8,7 Prozent.
Grafik 3: Arbeitslosenzahl und -quote in Köln seit 2018 (Jahresdurchschnittswerte)
45 968 46 397
55 194
56 528
52 020 52 817
7,9 7,8
9,2 9,3
8,6 8,7
0 %
1 %
2 %
3 %
4 %
5 %
6 %
7 %
8 %
9 %
10 %
11 %
12 %
0
5 000
10 000
15 000
20 000
25 000
30 000
35 000
40 000
45 000
50 000
55 000
60 000
2018 2019 2020 2021 2022 2023
Zahl Quote
Quel
le: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
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Die Unterbeschäftigung, welche die Zahl der Kölnerinnen und Kölner, die insgesamt eine
Beschäftigung suchen, umfasst (Arbeitslose plus zum Beispiel Teilnehmende an arbeitsmarkt-
politischen Maßnahmen), hat sich zum Jahresende 2023 im Vergleich zum Vorjahr von rund
66 000 um 500 auf 66 500 Personen leicht erhöht (+0,8%).
Neben den statistisch ausgewiesenen 52 500 Arbeitslosen zum Jahresende 2023 suchten im
Dezember 13 800 Kölnerinnen und Kölner eine Beschäftigung, während sie sich in einer Förderung
befanden oder aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen
(Unterbeschäftigung im engeren Sinne).
Zum Jahresbeginn 2024 liegt die Arbeitslosigkeit in Köln auf einem höheren Niveau als in den
beiden Vorjahren (Grafik 4). Infolge häufiger Kündigungstermine zum Jahresende, des Endes
einiger Ausbildungen und des Auslaufens befristeter Verträge ist die Zahl der Arbeitslosen im
Vergleich zu Dezember 2023 saisonüblich um 2 571 Personen auf 55 059 gestiegen (+4,9%).5
Im Februar hat sich die Arbeitslosenzahl stabilisiert und im März ist sie wieder leicht zurückgegangen.
Grafik 4: Monatliche Arbeitslosenzahl und –quote1) in Köln seit 2022
53 358
52 849
52 284
51 549
50 930
50 926
52 628
53 282
52 395
51 975
51 322
50 745
52 698
52 374
52 184
52 259
52 194
52 708
53 941
53 903
52 978
52 999
53 074
52 488
55 059
55 040
54 277
0 %
1,5 %
3 %
4,5 %
6 %
7,5 %
9 %
10,5 %
0
7 500
15 000
22 500
30 000
37 500
45 000
52 500
60 000
Jan 22
Feb 22
Mrz 22
Apr 22
Mai 22
Jun 22
Jul 22
Aug 22
Sep 22
Okt 22
Nov 22
Dez 22
Jan 23
Feb 23
Mrz 23
Apr 23
Mai 23
Jun 23
Jul 23
Aug 23
Sep 23
Okt 23
Nov 23
Dez 23
Jan 24
Feb 24
Mrz 24
Arbeitslose Arbeitslosenquote
1) Zu den Arbeitslosen im Sinne des Sozialgesetzbuch III (SGB III - Arbeitsförderung) zählen alle Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine
kurzzeitige Beschäftigung ausüben, die der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, nicht arbeitsunfähig erkrankt sind, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich persönlich bei der
Bundesagentur für Arbeit gemeldet haben und somit von der Arbeitsverwaltung registriert werden.
Quel
le: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
5 Agentur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Januar 2024 – Mehr Arbeitslose nach auslaufenden Verträgen;
Siehe auch unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2024-7-mehr-arbeitslose-nach-auslaufenden-
arbeitsvertragen, abgerufen am 1.3.2024
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
11
Rückgang der Arbeitslosigkeit insbesondere bei Langzeitarbeitslosen
Von 2022 bis 2023 verzeichneten Langzeitarbeitslose (-2 164 oder -8,3%) und Ausländer*innen aus
nichteuropäischen Asylherkunftsländern (-333 oder -5,9%) Rückgänge bei der Arbeitslosenzahl
(Tabelle 3). Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der älteren Arbeitslosen über 55 Jahre (+534 oder
+5,0%) sowie der arbeitslosen Ausländer*innen insgesamt (+853 oder +3,9%). Überdurchschnittlich
stieg dabei die Arbeitslosigkeit bei den SGB-III-Arbeitslosen6 insgesamt (+833 oder +6,4%),
während sie bei den SGB-II-Arbeitslosen7 insgesamt konstant blieb (-37 oder -0,1%).
Tabelle 3: Zahl der Arbeitslosen in Köln nach Personengruppen 2022 und 2023
absolut in %
Arbe itslose insge sa mt 52 020 52 817 796 1,5
darunter Frauen 23 832 24 383 552 2,3
Männer 28 188 28 433 245 0,9
Jüngere unter 25 Jahre 3 339 3 410 71 2,1
25 bis 54 Jahre 37 979 38 170 191 0,5
über 55 Jahre 10 703 11 236 534 5,0
Ausländer*innen 21 741 22 594 853 3,9
Ausländer
*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 5 698 5 364 - 333 -5,9
Langzeitarbeitslose 25 975 23 811 -2 164 -8,3
Arbe itslose insge sa mt SGB II 39 013 38 976 - 37 -0,1
darunter Frauen 18 264 18 421 157 0,9
Männer 20 749 20 555 - 194 -0,9
Jüngere unter 25 Jahre 2 313 2 267 - 46 -2,0
25 bis 54 Jahre 29 326 28 614 - 712 -2,4
über 55 Jahre 7 374 8 095 721 9,8
Ausländer*innen 18 289 18 867 578 3,2
Ausländer
*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 5 184 4 809 - 375 -7,2
Langzeitarbeitslose 24 654 22 723 -1 931 -7,8
Arbe itslose 2022 2023
Veränderung 2022-2023
For
tsetzung nächste Seite
6 SGB-III-Arbeitslose erhalten Arbeitslosengeld I als Lohnersatzleistung anstelle des ausfallenden Arbeitsentgeltes im
Rahmen der Arbeitslosenversicherung.
7 SGB-II-Arbeitslose beziehen Bürgergeld als eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II für
erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
12
noch Tabelle 3: Zahl der Arbeitslosen in Köln nach Personengruppen 2022 und 2023
absolut in %
Arbeitslose insgesamt SGB III 13 007 13 841 833 6,4
darunter Frauen 5 568 5 962 395 7,1
Männer 7 440 7 878 439 5,9
Jünger
e unter 25 Jahre 1 026 1 143 117 11,4
25 bis
54 Jahre 8 653 9 556 903 10,4
über 55 Jahre 3 328 3 142 - 187 -5,6
Ausländer*innen 3 453 3 728 275 8,0
Aus
länder*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 514 555 41 8,0
Langzeitarbeitslose 1 321 1 089 - 232 -17,6
Arbeitslosmeldungen 104 462 113 204 8 742 8,4
davon aus vorheriger Erwerbstätigkeit 44 130 47 489 3 359 7,6
Abgänge aus der Arbeitslosigkeit 105 677 111 566 5 889 5,6
davon Abgänge in Erwerbstätigkeit 38 856 39 428 572 1,5
Ausbildung und sonstige Maßnahmenteilnahme 27 458 29 406 1 948 7,1
Abgänge in Rente und Berufsunfähigkeit 32 839 36 045 3 206 9,8
gemeldete offene Stellen 19 356 23 711 4 355 22,5
davon ungefördert (SVP) 17 959 19 253 1 294 7,2
Jahres s ummen
Arbe itslose 2022 2023
Veränderung 2022-2023
Quel
le: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Köln im Regionalvergleich mit geringstem Anstieg der Arbeitslosigkeit
In allen Vergleichsstädten ist die Arbeitslosenzahl zum Teil deutlich angestiegen (Grafik 5).
Leipzig (+12,6%) und Stuttgart (+11,8%) verzeichneten die höchsten Steigerungen.
In Köln (+1,5%) und Frankfurt (2,0%) hat sich die Arbeitslosenzahl weniger stark erhöht.
Mehr offene Stellen 2023
Im vergangenen Jahr ist in Köln die Anzahl der bei der Arbeitsagentur gemeldeten
sozialversicherungspflichtigen offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr deutlich um knapp ein
Viertel gestiegen, und zwar um 4 400 auf nunmehr rund 23 700 (+22,5%, Tabelle 3).
Kölner Statistische Nachrichten 7/2024 – Arbeitsmarkt Köln
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Grafik 5: Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Köln sowie in Vergleichsstädten 2022 bis 2023 (Jahresdurchschnitt)
12,6
11,8
9,5
8,7
6,3
4,8
4,4
2,0
1,5
6,2
7,9
0 2 4 6 8 10 12 14
Leipzig
Stuttgart
Hamburg
Nürnberg
München
Berlin
Düsseldorf
Frankfurt/Main
Köln
NRW
Deutschland
Veränderung in Prozent
Quel
le: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Prognosen: Trotz Konjunkturflaute hält sich der Arbeitsmarkt vergleichsweise gut
Nach einem leichten Rückgang des Bruttoinlandproduktes um 0,3 Prozent im letzten Jahr in Folge
des Krieges in der Ukraine, der Energiekrise und der hohen Inflation prognostizierte das Institut für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB im März 2024 für das laufende Jahr wieder eine minimale
Steigerung um 0,1 Prozent. Dabei soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in
Deutschland im Jahresdurchschnitt 2024 um 244 000 auf 35,0 Millionen Personen leicht ansteigen
(+0,7%) und gleichzeitig aber auch die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit um 118 000 auf
2,7 Millionen Personen zunehmen (+4,5%).8
Die entsprechende IAB-Regionalprognose von März 2024 bestätigt diese eher durchwachsenen
Wachstumsaussichten weitestgehend auch für Köln:
Demnach soll hier die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt
2024 um 1,9 Prozent auf rund 629 100 steigen und gleichzeitig die jahresdurchschnittliche
Arbeitslosenzahl auf rund 54 500 zunehmen (+3,0%).9
8 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – IAB-Kurzbericht 6/2024: IAB-Prognose 2024 – Die Beschäftigung
steigt, aber die Arbeitslosigkeit auch (März 2024). Siehe auch unter: https://doku.iab.de/kurzber/2024/kb2024-06.pdf,
abgerufen am 25.3.2024
9 IAB Regionale Arbeitsmarktprognosen März 2024. Siehe auch unter:
https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Regionale_Arbeitsmarktprognosen_2401.pdf , abgerufen am 5.4.2024
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2
192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise)
nur m
it Quellenangabe 13/15/0/04.2024
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
E-Mail: statistik@stadt-koeln.de
www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1219/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 03.05.2024
- Erstellt
- 10.04.2024 10:56