Mandari Insight

2015/0379

Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 – Vorschlag #42: Darmstadt zur Fahrradstadt machen

Magistratsvorlage 21.08.2015

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2015/0379

202.9 KB · application/pdf

Ansehen

2015/0379

6677 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
01.09.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat       an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Dezernat III 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0379 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 – Vorschlag #42: Darmstadt zur Fahrradstadt 
machen 
 
Vorlage vom: 21.08.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Mag istrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.08.2015  
 
 
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 wurde folgender Vorschlag eingebracht:  
 
Andere Städte mit grüner Regierung machen hier deutlich mehr. Darmstadt hinkt hinterher und sollte 
sich ein Beispiel an Münster NRW, Dänemark und Holland nehmen. Fahrradfahren ist DAS 
Fortbewegungsmittel der Zukunft für Städte und darauf sollte sich auch die Infrastru ktur einstellen. 
 
Der Vorschlag erhielt: 
 
in der Online-Abstimmung: 103 Ja-Stimmen und 13 Nein-Stimmen 
in der Vor-Ort-Abstimmung: 1 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen. 
 
 
Als Fahrradstadt bezeichnet man eine Stadt, in der der Radverkehr eine besonders große 
Bedeutung hat, etwa weil das Radfahren einen überdurchschnittlich hohen Anteil bei den 
Wegen der Einwohner hat (Verteilung der Verkehrsmittel im Modal Split) oder weil 
Stadtverwaltung und Politik dem Radverkehr einen besonderen Stellenwert beimessen 1. 
Der so genannte Modal Split gibt Auskunft über die bevorzugte Verkehrsmittelwahl der 
Bevölkerung auf Basis der zurückgelegten Wege. Dabei wird meist zwischen der Nutzung von 
Auto, Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), Fahrrad und den Wegen zu Fuß unterschieden. 
Im deutschlandweiten sowie im europaweiten Vergleich zeigen sich hier große Unterschiede 
der Radnutzung, auch zwischen ähnlich strukturierten Städten. Spitzenreiter sind in 
Deutschland die traditionellen Fahrradstädte Oldenburg und Münster. Ihr Radverkehrsanteil 
liegt bei ca. 40%. Der neuen Strategie der Bundesregierung (Nationaler Radverkehrsplan 
2020) zufolge ist es realistisch, deutschlandweit den Radanteil in den Städten von 11% (2008) 
auf 16% (2020) zu steigern. 
 
In Deutschland gelten Münster, Erlangen, Bremen, Oldenburg (Oldenburg), Freiburg im 
Breisgau und Bocholt als Fahrradstädte.  
Beim Städtevergleich zeigt sich für die Wissenschaftsstadt Darmstadt folgender Modal Split: 
Das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel mit 45% Anteil aller Wege ist der motorisierte 
Individualverkehr (MIV) mit Autos und Krafträdern. Zweitwichtigste Fortbewegungsart ist da s 
Zu-Fuß-Gehen mit 27 %. Der Fahrradanteil liegt bei 15 % gefolgt von einem Anteil von 13 % 
des ÖPNV2.  
 
Verkehrsmittel Deutschland3 Darmstadt4 Münster 20075 Erlangen 20106 
MIV 58 45 36 48 
ÖV 9 13 10 7 
Rad 10 15 38 28 
Fußverkehr 24 27 18 17 
Modal Split in Deutschland und anderen Städten im Vergleich (2007-2010) 
 
Deutschlandweit steigt momentan der Radverkehrsanteil, so auch in Darmstadt. Genaue 
Zahlen liegen derzeit nicht vor und werden mit der „Mobilität in Darmstadt 2016“ erwartet.  
 
                                                
1 Wikipedia 2015 
2 Mobilität in Darmstadt, Statistische Mitteilungen, 1/2011 
3 Statistische Mitteilungen Wissenschaftsstadt Darmstadt 1/2011 
4 Statistische Mitteilungen Wissenschaftsstadt Darmstadt 1/2011 
5 http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/gesamtverkehr.html 
6 http://www.veperlangen.de/fileadmin/user_upload/documents/buergerbeteiligung/VEP_Erlangen_-__Einstiegspaesentation__Korda__06.05.14.pdf

- 4 - 
Ein weiteres Kriterium für die Fahrradfreundlichkeit einer Gemeinde ist das Ergebnis des ADFC 
(Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Fahrradklimatest. Dieser ist die größte Befragung zum 
Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Die 
„Spitzenreiter“, also die Bestplazierten im ADFC-Fahrradklimatest 2014 sind Münster, 
Karlsruhe und Freiburg in der Gruppe der Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern, Erlangen, 
Oldenburg und Ingolstadt in der Gruppe mit 100.000 – 200.000 Einwohnern. Für den 
Spitzenreiter Münster ergab sich eine Gesamtbewertung von 2,5. Darmstadt erhielt mit einem 
Ergebnis von 3,6 den 7. Platz. In der Stadtgrößengruppe mit 100.000 – 200.000 Einwohnern. 
 
Stadt Platz Bewertungsergebnis 
Erlangen 1 3,28 
Oldenburg 2 3,32 
Ingolstadt 3 3,33 
…   
Darmstadt 7 3,6 
Stadtgrößengruppe mit 100.000 – 200.000 Einwohnern 
 
2012 ergab sich für Darmstadt noch Rang 14 mit einem Ergebnis von 3,8. 
 
Auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden in Darmstadt zurzeit im Rahmen der 
personellen Ressourcen folgende Projekte und Themen bearbeitet:  
 
 Planung und Netzgestaltung: 
o Netzergänzungen und Lückenschluss im Radverkehrsnetz 
o Planung und Umsetzung von Fahrradstraßen 
o Planung und Realisierung eines Radschnellweges von Darmstadt nach Frankfurt 
o Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr 
 
 Wegweisung und Beschilderung 
o Überprüfung der Benutzungspflicht 
o Schülerradrouten  
o Planung und Markierung von wichtigen Radrouten mit wiederholend auf der 
Fahrbahn aufgebrachten Radrouten Piktogrammen 
 
 Information und Kommunikation 
o Öffentlichkeitsarbeit z.B. durch Teilnahme am Fahrradaktionstag 
o Betreuung der Radverkehrsseite im Internetauftritt der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
o Herausgabe eines Fahrradstadtplans 
o Herausgabe und turnusmäßige Aktualisierung der Karte „Rund um Darmstadt“, 
(Freizeitfahrradkarte)  
o Beteiligung von Radverkehrs-„Aktiven“ im Runden Tisch Radverkehr und in der 
Radexpertenrunde 
o Betreuung der Meldeplattform Radverkehr 
 
 Fahrradparken  
o Planung und Beschaffung von Stellhilfen 
o Herausgabe von Informationsmaterial zu Fahrradstellhilfen

- 5 - 
 
 Sonstiges 
o Planung von Bike and Ride Anlagen 
o Fahrradverleihsysteme 
o Elektrobikes und „E-Tankstellen“ 
o Beantragung von Fördermitteln 
o Erstellung eines Winterräumplans 
 
 
Darmstadt, 21.08.2015  
 
Der Dezernent I   Die Dezernentin  III   Der Dezernent IV  
    i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch   Jochen Partsch    André Schellenberg  
Oberbürgermeister   Oberbürgermeister    Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (4)

TOP 99 zur Kenntnis
TOP 445
TOP 56 zur Kenntnis
TOP 11

Details

Vorlagen-Nr.
2015/0379
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.08.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00