Mandari Insight

2019/0161

Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und komm. Beschäftigungsförderung

Magistratsvorlage 13.05.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2019/0161

254.7 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 1

27.9 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 2

27.9 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 3

27.9 KB · application/pdf

Ansehen

2019/0161

23695 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
16.05.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat V 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0161 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 315110 
Kostenstelle:  050-000-0001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3156-12 Sachkonto: 7288200 
 
Betreff: Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und 
komm. Beschäftigungsförderung  
 
Vorlage vom: 13.05.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Die Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie  der Wissenschaftsstadt Darmstadt  wird zur 
Kenntnis genommen. Sie  ist Grundlage der kommunalen Beschäftigungsförderung und 
wird kontinuierlich fortgeschrieben.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  13.05.2019: 
 
Strategieprozess  
Die strategische Verknüpfung von Sozial -, Beschäftigungs -, Arbeitsmarkt - und Wirtschaftsp o-
litik bleibt in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein geschäftspolitischer Schwerpunkt und 
wird durch die kommunale Beschäftigungsförderung als auch durch das Jobcenter Dar m-
stadt operationalisiert. Integrierte Bestandteile sind die kommunale Jugendhilfe/ Jugendb e-
rufshilfe sowi e die Integrations - und Gleichstellungspolitik.  
 
Grundsätzliche Handlungsschwerpunkte  
In der Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2017 wurden bereits Handlungsschwerpunkte 
benannt, die weiterhin Gültigkeit haben:  
 Inklusion und Integration, Stärkung von T eilhabe und Verteilungsgerechtigkeit  
 Armut bekämpfen – Existenz sichern  
 Zielgruppen passgenau fördern  
 Lokale und regionale Netzwerke stärken, insbesondere Stärkung der Jugendberuf s-
agentur, intensive Einbindung von Bildungsträgern in kommunale Netzwerke  
 Lokalen (sozialen) Ausbildungs - und Arbeitsmarkt sichern  
 
Kontinuierliche Weiterentwicklung  
Die Handlungsschwerpunkte stellen die Grundlage der Ausbildungs - und Arbeitsmarktstrat e-
gie dar. Darüber hinaus werden herangezogen:  
 aktuelle Arbeitsmarktdaten  
 Evaluation von laufenden beschäftigungsfördernden Maßnahmen  
 aktuelle Bedarfslagen und regionale Trends  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bindet regionale Akteur*innen des Arbeitsmarktes in die 
Strategieentwicklung ein. Expert*innen und Fachstellen bringen ihre l angjährige Erfahrung 
mit den Zielgruppen und ihre Kenntnisse lokaler Gegebenheiten ein, informieren über verä n-
derte Bedarfe und setzen neue Impulse (im Rahmen von bilateralen Gesprächen, Steu e-
rungsgruppen, kommunalen Netzwerken, Stadtteilrunden, etc.).  
Gemeinsame oder sich ergänzende Angebote werden in kontinuierlicher Abstimmung mit 
dem Jobcenter Darmstadt und mit der Agentur für Arbeit konzipiert und weiterentwickelt. 
Durch die Kooperation wird ein breites Maßnahmenportfolio vorgehalten, das auf unte r-
schiedliche Lebenslagen und Zielgruppen ausgerichtet ist  und eine möglichst lückenlose und 
bedarfsorientierte Förderung gewährleistet. Die Kombination der finanziellen Mittel ermö g-
licht die Realisierung von Förderprogrammen und Angeboten, die sonst nicht mögli ch wären. 
Gleichzeitig werden Doppelstrukturen vermieden. Die Vernetzung ermöglicht außerdem, dass 
Maßnahmen ineinander greifen und Förderketten gebildet werden können.  
Laufende Maßnahmen werden durch Jobcenter, Jugendamt, Frauenbüro, Amt für Soziales 
und Prävention begleitet, evaluiert und ggfls. an aktuelle Anforderungen angepasst.  
 
Die Jugendberufshilfe ist eigenständiger Schwerpunkt in der Gesamtstrategie  
Die bedarfs– und geschlechtergerecht ausgerichteten Angebote für benachteiligte Jugendl i-
che und junge Erwachsene im Übergang Schule – Beruf werden eigenständig koordiniert. 
Dazu zählen insbesondere  
 die hessenweite Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit am  Über-
gang Schule – Beruf (OloV) 
 die Jugendberufsagentur  
 die mobile Jugendberufshilfe der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 sowie das ESF -Programm JUSTiQ – Jugend stärken im Quartier.

- 4 - 
Gesamtkoordination  
Zusammengeführt wird der Strategieprozess durch die 2017 eingerichtete Koordinationsste l-
le für beschäftigungsförde rnde Maßnahmen, die sozusagen als „Netzknoten“ fungiert:  
 es werden Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven heraus zusammengetr a-
gen und mit der Datenlage abgeglichen (Experten *innenmeinungen, regionale En t-
wicklungen) 
 ein gemeinsamer Blick auf eine Ausg angslage wird hergestellt und Ziele und Han d-
lungsansätze daraus abgeleitet  
 es wird die „Passung“ von unterschiedlichen Förderm öglichkeiten, insbesondere der 
hessischen Arbeitsmarktförderung geprüft  
 auf die Ziele ausgerichtete Ansätze werden entwic kelt und miteinander abgestimmt  
 gemeinsam werden Maßnahmen begleitet und nachgesteuert.  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unternimmt dabei große Anstrengungen. Zur Kofinanzi e-
rung von ESF –, Bundes– und Landesmitteln für die Förderung von Jugendberufshilfe und B e-
schäftigung benachteiligter Menschen werden im Zeitraum 2017 - 2022 ca. 2,075 Mio. Euro 
an baren Mitteln oder Personalgestellung eingesetzt. Demgegenüber stehen 4,5 Mio. Euro an 
externen Fördermitteln, h inzukommen 1,12 Mio. Euro Kofinanzierungsmittel des J obcenters 
(Eingliederungstitel). In der Summe sind dies damit 7,695 Mio. Euro.  
 
 
Trends, positive Entwicklungen und aktuelle Problemlagen  
 
Das Wachstum der Stadt birgt Chancen und Risiken in sich  
Die Bevölkerungszahl wächst, insbesondere der Anteil von jungen Menschen und Auslä n-
der*innen steigt kontinuierlich. Der attraktive Arbeitsmarkt in Darmstadt und der Region 
zieht ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolvent *innen an.  
Für benachteiligte Menschen wird es aber zunehmend schwieriger, auf dem Ausbildungs – 
und Arbeitsmarkt „konkurrenzfähig“ zu sein. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen und 
Langzeitleistungsbeziehenden droht die Verfestigung ihrer Situation.  
Auf der anderen Seite entwickeln sich auch Chancen. Der Bedarf an Arbeitskräften ist in ein i-
gen Branchen so groß, dass bei Arbeitgeber *innen die Bereitschaft wächst, neue Wege einz u-
schlagen, um Ausbildungs – und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Vermit t-
lungshemmnissen zu schaffen.  
Beispiel: Projekt SoWirt’s - Entwicklung von Menschen mit Fluch t– und Migrationshinte r-
grund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege und Erziehung  
 
 
Trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung bleiben individualisierte Unterstützungsangebote 
für arbeitsmarktferne Menschen wichtig  
Dennoch profitieren etliche Menschen aufgrund multipler Vermittlungshemmnisse bisher 
nicht von der positiven Entwicklung. Im Gegenteil – sie entfernen sich immer weiter vom A r-
beitsmarkt. Zur Förderung der Chancengleichheit bzw. sozialer Teilhabe müssen die unte r-
schiedlichen Gründe fü r die Schlechterstellung benachteiligter Menschen auf dem Arbeit s-
markt berücksichtigt werden. Diese sind vielfältig, z.B. durch Behinderung, durch Sprachba r-
rieren oder durch geschlechtsspezifische Rollenmuster und müssen entsprechend individuell 
und zielgruppenorientiert bearbeitet werden.  
Die Menschen müssen entsprechend ihrer Ausgangssituation angesprochen werden, für sie 
sind niedrigschwellige, individualisierte und längerfristige Entwicklungsprozesse notwendig. 
Wichtig sind geschlechter – und kulturspez ifische Angebote, die die Menschen dort abholen, 
wo sie stehen. Dazu zählen individuelle Qualifizierung, Praxiseinsätze, Mobilitätsförderung,

- 5 - 
eine digitale Grundbildung, Angebote zum deutschen Spracherwerb und sozialraumorientie r-
te Vernetzung.  
Kontinuität der Beratung und Begleitung ist ein wesentlicher Gelingensfaktor und gleichzeitig 
die Herausforderung bei der Angebotskonzeption.  
Entsprechende Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und Integration zeigen, dass diese 
Vorgehensweise greift. So konnten über das ESF–Projekt BIWAQ während seiner 4 –jährigen 
Laufzeit (2015 – 2018) 210 Menschen in Ausbildung und sozialversicherungspflichtige B e-
schäftigung vermittelt werden, 475 Teilnehmende wurden insgesamt beraten, begleitet und 
qualifiziert. 
Daher werden aktivie rende, niedrigschwellige und sozialraumorientierte Maßnahmen fortg e-
setzt und – wo sinnvoll – auch inhaltlich weiterentwickelt (z.B. ergänzende berufsorientierte 
Sprachförderung, digitales Lernen).  
Beispiel: Projekt „Digital dranbleiben für meine Zukunft“, Beratung in Anlaufstellen, Grun d-
lagenqualifizierung in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege), Entwicklung d i-
gitaler Kompetenzen, Sprachförderung  
Das neue Teilhabechancengesetz steht 2019 besonders im Fokus, das Jobcenter plant de r-
zeit mindestens 20 Förderungen nach §16e und mindestens 10 Förderungen nach §16i. Auch 
die Wissenschaftsstadt Darmstadt prüft derzeit die Einrichtung von entsprechenden Arbeit s-
verhältnissen.  
 
Der Bedarf an berufsorientierenden Maßnahmen für Jugendliche wächst  
Auch wenn sich die Ausbildungssituation günstig entwickelt hat, sind für förderungsbedürft i-
ge Jugendliche, die besondere Unterstützung im Übergang Schule –Beruf benötigen, weiterhin 
Anstrengungen notwendig.  
Dabei wird ein praxisnaher Ansatz angelegt, der Lernen und  Arbeiten für die häufig schulm ü-
den Teilnehmer*innen verknüpft (z.B. Jugendwerkstatt, Qualifizierung und Beratung).  
Beispiel: Jugendwerkstatt, Stabilisierung und Aktivierung mit hohen praktischen Anteilen, 
Vermittlung berufsrelevanter Kenntnisse, IT – und Medienkompetenzen, Übergang in Au s-
bildung oder Beschäftigung  
Es gibt aber auch das Angebot zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses.  
Das ESF-Projekt JUSTiQ stellt eine wirkungsvolle Ergänzung für schwierig zu erreichende Ju -
gendliche und junge E rwachsene bis 26 Jahre dar. In der Laufzeit 2015 – 2018 sind 163 b e-
nachteiligte U27 -Jährige mit erhöhtem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf nach 
ihrer Teilnahme in einen Arbeitsplatz oder eine schulische/berufliche Bildung gemündet. In 
der neuen Lauf zeit vom 01.01.2019 – 30.06.2022 wird der Schwerpunkt auf Case Manag e-
ment und aufsuchende Jugendarbeit gelegt.  
Präventiv sollen Berufsorientierungsangebote und rechtskreisfreie Beratung wirken, die b e-
reits in der Schule greifen, insbesondere in Stadtteilen  mit besonderen Problemlagen. We i-
terhin werden Angebote zur beruflichen Integration von Jugendlichen aus Förderschulen vo r-
gehalten. 
 
Gendergerechtigkeit bleibt weiterhin auf der Agenda  
Mit dem Beitritt zur „Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen  und Männern“ hat 
sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt verpflichtet, die Geschlechterperspektive zu berüc k-
sichtigen. 
Strukturelle Geschlechterungleichheiten benachteiligen Frauen bei Erwerbsbeteiligung, B e-
rufspositionen und Einkommen nach wie vor. Trotz s teigender Erwerbsbeteiligung von Frauen 
wird Fürsorge – und Hausarbeit immer noch zum Großteil von Frauen geleistet. Diese tradit i-
onelle Arbeitsteilung liegt für Familien vor dem Hintergrund ungleicher Einkommenschancen 
häufig auf der Hand – durch Nichterwe rbstätigkeit, Teilzeit oder geringfügige Beschäftigung 
wird Frauen jedoch eine eigenständige Existenzsicherung erschwert.

- 6 - 
Daher werden geschlechtsspezifische Angebote zur Integration in dem Arbeitsmarkt fortg e-
setzt. 
Beispiele: AGH –Maßnahme „Qualifizierung und Beschäftigung im Bereich Gesundheit und 
Soziales“ im Rahmen des AQB, speziell für alleinerziehende Langzeitarbeitslose, ESF –
Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ für gutqualifizierte Frauen, besonders für 
Alleinerziehende, spezialisiertes Fallman agement für junge alleinerziehende Mütter und 
Väter (U25) mit SGBII –Leistungsbezug innerhalb der Jugendberufsagentur).  
Die Kinderbetreuungssituation  bleibt Hauptthema hauptsächlich für Alleinerziehende sowohl 
für die Teilnahme an Maßnahmen als auch für die  Vermittlung in Beschäftigung. Ein Ker n-
punkt bleibt daher die Ermöglichung einer adäquaten Verbindung von Erwerbs - und Fürsor-
gearbeit. 
Von den Trägern aller Qualifizierungsmaßnahmen wird weiterhin die Berücksichtigung der 
Anforderungen, die sich aus der Ve reinbarkeit von Familie und Beruf ergeben grundsätzlich 
gefordert, z.B. Online –Angebote und Blended Learning zur Vermeidung von Fehlzeiten.  
 
Niedrigschwellige, sozialraumorientierte Angebote werden verstetigt  
Die in den Stadtvierteln Kranichstein, Eberstadt-Süd sowie im Pallaswiesen - und Morne-
wegviertel im Rahmen von BIWAQ eingerichteten niedrigschwelligen Anlaufstellen bleiben bis 
auf weiteres erhalten. Diese Struktur für in Bezug auf Arbeitsmarktintegration ratsuchende 
Menschen ist mittlerweile gu t etabliert und wird besonders von Menschen genutzt, die über 
andere Maßnahmen nicht mehr erreicht werden oder Behörden misstrauisch gegenüber st e-
hen. Darüber hinaus wird über die Anlaufstellen auch die gute Vernetzung in den Quartieren 
aufrechterhalten.  
 
Geflüchtete brauchen weiterhin besondere Unterstützung bei der Integration in Ausbildung 
und Arbeit 
Die Motivation ist bei Geflüchteten sehr groß, gleichzeitig frustriert die Erfahrung, dass die 
Wege in Ausbildung und Arbeit viel langwieriger sind und die Erwartungen relativiert werden 
müssen. Haupthindernisse sind:  
 das notwendige Sprachniveau zu erreichen  
 einen Schulabschluss zu schaffen  
 die Anerkennung ausländisch er Schul– oder Berufsabschlüsse  
 unsichere Aufenthaltsstati i und ungeklärte Perspektiven  
 Traumata. 
 
Wo die sprachlichen Voraussetzungen es zulassen, werden Geflüchtete in Maßnahmen mit 
anderen Zielgruppen aufgenommen. Dies hat für beide Seiten Vorteile: es fördert die gesel l-
schaftliche Integration und den Spracherwerb, auf der anderen Seite wirken die häufig sehr 
motivierten und engagierten Geflüchteten vorbildhaft und stabilisierend auf die anderen Tei l-
nehmenden. 
Die Deutschförderung bleibt weiter wichtig, auch wenn Branchen mit Fachkräftebedarf eher 
bereit sind, bei Deutschkenntnissen Abstriche zu  machen. 
Praktika (mit sozialpädagogischer  Begleitung) erweisen sich als wichtige Weiche zur Integr a-
tion in Arbeit.  
 
Beispiel: Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete und Asylbewerber*innen, Basisqualifizierung 
in verschiedenen Arbeitsbereichen und Verbesseru ng berufspraktischer Kenntnisse, Ve r-
mittlung in Praktika und Qualifizierung, Sprachförderangebot/ Alphabetisierung, Sozialp ä-
dagogische Beratung und Begleitung in allen Fragen der Integration in den Arbeitsmarkt

- 7 - 
Zielgruppen 
 
Zur passgenauen Förderung werden zielgruppenadäquate Angebote vorgehalten, z.B. für den 
Erhalt, bzw. die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit, die Bearbeitung der Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf, das Vorantreiben von Inklusion, das Erlangen eines Schulabschlusses 
und der Ausbildungsreife oder für die Verbesserung sprachlicher Kompetenzen.  
Schwerpunktzielgruppen sind:  
 Langzeitarbeitslose und Langleistungsbeziehende,  
 Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre,  
 Menschen mit Flucht - und Migrationshintergrund,  
 Frauen, auch die „stille Reserve“, also nichterwerbstätige Frauen, die einen (Wieder –) 
Einstieg in Erwerbsarbeit anstreben,  
 Alleinerziehende.  
 
In zunehmenden Maß geraten in den Fokus:  
 Leistungsbeziehende mit psychischen Erkrankungen  
Nach Wahrnehmung des J obcenters und der Koordination Beschäftigungsförderung 
besteht in Darmstadt grundsätzlicher Bedarf für wirksame psychosoziale Betreuung 
auf dem Weg in Arbeit sowie für Maßnahmen, die der Situation der Betroffenen g e-
recht werden. Laut dem Institut für Arbei tsmarkt- und Berufsforschung der Bund e-
sagentur für Arbeit  haben bundesweit 36,7% der ALG II –Empfänger*innen psychiatr i-
sche Diagnosen.  
Auffällig ist, dass viele junge Menschen, teilweise auch mit hoher Qualifikation oder 
abgebrochenem Studium, mit psychisch en Belastungen zu kämpfen haben.  
 Junge Frauen/ Mütter mit Migrationshintergrund  
Junge Frauen, die nach der Schule weder in Ausbildung, berufsvorbereitenden Bi l-
dungsmaßnahmen noch in Arbeit sind, werden nur schwer oder gar nicht von üblichen 
Hilfsstrukturen  erreicht und sind weniger „sichtbar“ . Es handelt sich überwiegend um 
Frauen mit Migrationshintergrund, e inige sind verheiratet und/ oder haben bereits 
Kinder. Aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds richten sich viele dieser Frauen in e i-
ner einseitig gesc hlechterbezogenen Rolle ein und stehen einer Ausbildung, berufl i-
chen Qualifizierung oder Berufstätigkeit ambivalent gegenüber.  
Junge (alleinerziehende) Frauen mit Kindern haben es aufgrund von Vereinbarkeit s-
problemen besonders schwer, Schulabschlüsse nachz uholen, sich weiter zu qualifizi e-
ren, Ausbildung oder Arbeit zu finden.  
 Erwerbstätige Leistungsbeziehende/ Geringverdienende  
Der Anteil der Erwerbstätigen unter den Leistungsbeziehenden wächst. Hier scheinen 
Unterstützungsangebote notwendig zu sein, die d en Betroffenen helfen, ihren Leben s-
unterhalt aus eigener Kraft bewältigen zu können, z.B. Ma ßnahmen zur Qualifizierung 
(wie „Digital dran bleiben für meine Zukunft“ oder Alphabetisierung).  
 
 
Ziele 2019 und Folgejahre  
 
Win–Win–Situation für den regionalen A rbeitsmarkt und für benachteiligte Personen – Be-
schäftigungsfähigkeit entwickeln und Arbeits – und Fachkräftebedarf decken  
 Gezielte Qualifizierung in aktuellen bzw. absehbaren Mangelberufen (Gesundheits – 
und Sozialwesen, Unternehmensorganisation, Gastgewerb e sowie im Dienstleistung s-
bereich, z.B. Verkehr – und Logistik) 
 „SoWirt’s“ (Sozialwirtschaft integriert) – Projekt zur Entwicklung von Menschen mit 
Flucht– und Migrationshintergrund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege

- 8 - 
und Erziehung ( die Gesundheits– und Sozialwirtschaft gehört in Darmstadt mit 4.000 
Mitarbeitenden zu den größten Arbeitgebenden ) 
 Digitale Inklusion und selbst gesteuertes (digitales) Lernen  
o u.a. im Projekt „Digital dranbleiben für meine Zukunft“, Grundlagenqualifizierung 
in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege) und Ent wicklung digitaler 
Kompetenzen 
o oder im Projekt NeW Digitale Lernformate für Wiedereinsteigerinnen  
 Berufsbezogene Sprachförderung/ Alphabetisierung  
o u.a. in Maßnahmen für Asylbewerber*innen und Geflüchtete zur Heranführung an 
den Arbeitsmarkt  
o oder Fachstelle Deutschförderung (Beratung zu niedrigschwelligen Sprachförde r-
angeboten in Darmstadt)  
 Übergangscoaching zur Stab ilisierung von Arbeitsverhältnissen  
 
Gelingenden Übergang Schule –Beruf für benachteiligte junge Menschen ermöglichen  
 Unterstützung im Übergang Schule –Beruf, insbesondere über JUSTiQ, Ausbau der 
Berufsorientierung an Schulen sowie der rechtskreisübergreifen den Beratung im 
Übergang Schule –Beruf 
 Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Ausbildungsvorbereitung/ außerbetrieblichen 
Ausbildung, stärkere Verknüpfung von Lernen und Arbeit/ Praxis  
 Etablierung eines „Runder Tisch Ausbildung“, um für förderbedürftige Jugend liche 
Wege in die betriebliche Ausbildung zu bahnen  
 
Erwerbsquote erhöhen zur eigenständigen Sicherung des Lebensunterhalts  
 Gendergerechtigkeit fördern, z.B. lebensphasenorientierte Berufswegeplanung für 
junge Frauen und Mütter und u.a. auch spezifische Ma ßnahmen für geflüchtete Fra u-
en 
 Alleinerziehendenmaßnahmen im Ausbildungs – und Qualifizierungsbudget  
 Auch muss weiter daran gearbeitet werden, wie Frauen stärker in Berufe, bzw. Bra n-
chen gelenkt werden können, die nicht „traditionell weiblich“ konnotiert (z .B. MINT–
Berufe) und somit  häufig schlechter bezahlt sind  
 
 
Soziale Teilhabechancen erhöhen für arbeitsmarktferne Menschen, Integration in und I n-
klusion auf dem Arbeitsmarkt  
 Kooperation mit dem Jobcenter zur Schaffung neuer Teilhabechancen  
(SGB II §16 e, i) für Langzeitarbeitslose  
 Weiterentwicklung von Angeboten zur Integration/ Inklusion von Menschen mit ps y-
chischen Beeinträchtigungen  
 Absicherung von Sozialraumorientierung und struktureller Aufwertung benachteiligter 
Quartiere durch Aktivierung der Mensch en vor Ort 
 
Integration von Menschen mit Flucht – und Migrationshintergrund in Ausbildung und Arbeit 
unterstützen 
 Bedarfsorientierte Angebote für sehr heterogene Zielgruppe vorhalten mit besond e-
rem Fokus auf arbeitsweltbezogene Sprachförderung:  
o Sozialwirtschaft integriert  
o FriDa - Geflüchtete Frauen, Respekt und Integration in Darmstadt  
o Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierung für Geflüchtete und Asylbewerber*innen  
o Chance Deutsch – Ausbildungsvorbereitung für Flüchtlinge zum Erwerb des 
Hauptschulabschlusses

- 9 - 
o DaBai – Darmstadt–Beratung–Aktion–Integration für Flüchtlingsfrauen – Individu-
elle Beratung, Erarbeitung einer beruflichen Perspektive, Offene Sprechstunde, 
Deutsch-Konversationskurs  
o POSSIBLE – Niedrigschwellige Angebote zur Förderung der Teilha be und zur Stär -
kung der Integrationsmöglichkeiten, Sprachförderung mit begleitender Kinderb e-
treuung 
o Deutsch 4U in Darmstadt  
o Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)  
o Fachstelle Deutschförderung  
 Integration von Geflüchteten in Regelmaßnahmen:  
o Chance 2.0 – Aktivierungsmaßnahme mit Hauptschulabschluss  
o Berufsvorbereitung für Hauswirtschaft und Gastronomie, personenbezogene 
Dienstleistung, Metall, Holz und Installationstechnik  
 Kooperation mit nicht kommunal geförderten Maßnahmen:  
o Wirtschaft integriert , Bildungswerk der hessischen Wirtschaft e.V.  
o „Vitamin Be“, Bewerber*innencafé des Ev. Dekanats Darmstadt –Stadt 
 
Langfristziele  
Neben den notwendigen kurzfristigen Anpassungen an einen sich verändernden Arbeitsmarkt 
und entsprechende Weiterentwicklung von Unterstützun gsangeboten orientiert sich die str a-
tegische Ausrichtung an langfristig angelegten Zielen:  
 
 Entwicklung von geeigneten Qualifizierungen im Hinblick auf die Stärken der Region 
und dem entsprechenden Fachkräftebedarf, insbesondere Sozial – und Gesund-
heitssektor, Lagerei/ Logistik, Beru fe der Unternehmensorganisation  
 Beschäftigungsfähigkeit erhöhen durch integrale Bausteine in möglichst allen Fö r-
dermaßnahmen:  
o Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt 4.0, d.h. Fokussierung auf „neue“ Schlü s-
selkompetenzen wie Kommunikation, Eigeninitiative, Umgang mit Komplex i-
tät, usw. 
o Digitale Mündigkeit und Inklusion fördern durch Entwicklung digitaler Komp e-
tenzen und digitales Lernen, bessere Nutzung digitaler Medien bei der B e-
rufswahl, der Ausbildungs – und Arbeitsplatzsuche  sowie bei der Qualifizie rung 
o Berufsbezogene Sprachförderung für alle mit mangelnden Deutschkenntni s-
sen, insbesondere für Menschen mit Flucht – und Migrationshintergrund, A n-
gebote zur Alphabetisierung (auch  für funktionelle Analphabeten)  
 Soziale Teilhabe si chern für diejenigen, die dem ersten Arbeitsmarkt aus unterschie d-
lichen Gründen (noch) nicht gewa chsen sind 
 Gleichstellung von Frauen und Männern vorantreiben und Sicherstellung von g e-
schlechteradäquaten Angeboten  
 Vernetzung der Arbeitsmarktakteur*innen vo rantreiben, Entwicklu ng von Strukturen 
zum Austausch 
 Übernahme von Verantwortung der lokalen Wirtschaft für Ausbildung und Qualifizi e-
rung zur Deckung des Fachkräftebedarfs – auch über benachteiligte Zielgruppen – un-
terstützen 
 
Darmstadt, 13.05.2019 
 
Dezernat V 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

anlage 1

23641 Zeichen

- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
16.05.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat V  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
IV 20 
V 50 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0161 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
202 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 315110 
Kostenstelle:  050-000-0001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3156-12 Sachkonto: 7288200 
 
Betreff: Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und 
komm. Beschäftigungsförderung  
 
Vorlage vom: 13.05.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Die Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt wir d zur 
Kenntnis genommen. Sie  ist Grundlage der kommunalen Beschäftigungsförderung und 
wird kontinuierlich fortgeschrieben.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 22.05.2019 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.05.2019:  
 
Strategieprozess  
Die strategische Verknüpfung von Sozial -, Beschäftigungs -, Arbeitsmarkt - und 
Wirtschaftspolitik bleibt  in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein geschäftspolitischer 
Schwerpunkt und wird durch die kommunale Beschäftigungsförderung als auch durch das 
Jobcenter Darmstadt operationalisiert. Integrierte Bestandteile sind die kommunale 
Jugendhilfe/ Jugendberufshi lfe sowie die Integrations - und Gleichstellungspolitik.  
 
Grundsätzliche Handlungsschwerpunkte  
In der Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2017 wurden bereits Handlungsschwerpunkte 
benannt, die weiterhin Gültigkeit haben:  
 Inklusion und Integration, Stärku ng von Teilhabe und Verteilungsgerechtigkeit  
 Armut bekämpfen – Existenz sichern  
 Zielgruppen passgenau fördern  
 Lokale und regionale Netzwerke stärken, insbesondere Stärkung der 
Jugendberufsagentur, intensive Einbindung von Bildungsträgern in kommunale 
Netzwerke 
 Lokalen (sozialen) Ausbildungs - und Arbeitsmarkt sichern  
 
Kontinuierliche Weiterentwicklung  
Die Handlungsschwerpunkte stellen die Grundlage der Ausbildungs - und 
Arbeitsmarktstrategie dar. Darüber hinaus werden herangezogen:  
 aktuelle Arbeitsmarktdate n 
 Evaluation von laufenden beschäftigungsfördernden Maßnahmen  
 aktuelle Bedarfslagen und regionale Trends  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bindet regionale Akteur*innen des Arbeitsmarktes in die 
Strategieentwicklung ein. Expert*innen und Fachstellen bringe n ihre langjährige Erfahrung 
mit den Zielgruppen und ihre Kenntnisse lokaler Gegebenheiten ein, informieren über 
veränderte Bedarfe und setzen neue Impulse (im Rahmen von bilateralen Gesprächen, 
Steuerungsgruppen, kommunalen Netzwerken, Stadtteilrunden, et c.). 
Gemeinsame oder sich ergänzende Angebote werden in kontinuierlicher Abstimmung mit 
dem Jobcenter Darmstadt und mit der Agentur für Arbeit konzipiert und weiterentwickelt. 
Durch die Kooperation wird ein breites Maßnahmenportfolio vorgehalten, das auf 
unterschiedliche Lebenslagen und Zielgruppen ausgerichtet ist  und eine möglichst lückenlose 
und bedarfsorientierte Förderung gewährleistet. Die Kombination der finanziellen Mittel 
ermöglicht die Realisierung von Förderprogrammen und Angeboten, die sonst nic ht möglich 
wären. Gleichzeitig werden Doppelstrukturen vermieden. Die Vernetzung ermöglicht 
außerdem, dass Maßnahmen ineinander greifen und Förderketten gebildet werden können.  
Laufende Maßnahmen werden durch Jobcenter, Jugendamt, Frauenbüro, Amt für Sozia les 
und Prävention begleitet, evaluiert und ggfls. an aktuelle Anforderungen angepasst.  
 
Die Jugendberufshilfe ist eigenständiger Schwerpunkt in der Gesamtstrategie  
Die bedarfs– und geschlechtergerecht ausgerichteten Angebote für benachteiligte 
Jugendliche und junge Erwachsene im Übergang Schule – Beruf werden eigenständig 
koordiniert. Dazu zählen insbesondere  
 die hessenweite Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit am  
Übergang Schule – Beruf (OloV) 
 die Jugendberufsagentur  
 die mobile Jugendberufshilfe der Wissenschaftsstadt Darmstadt

- 5 - 
 sowie das ESF -Programm JUSTiQ – Jugend stärken im Quartier.  
 
Gesamtkoordination  
Zusammengeführt wird der Strategieprozess durch die 2017 eingerichtete 
Koordinationsstelle für beschäftigungsförde rnde Maßnahmen, die sozusagen als 
„Netzknoten“ fungiert:  
 es werden Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven heraus 
zusammengetragen und mit der Datenlage abgeglichen (Experten *innenmeinungen, 
regionale Entwicklungen)  
 ein gemeinsamer Blick auf eine Ausg angslage wird hergestellt und Ziele und 
Handlungsansätze daraus abgeleitet  
 es wird die „Passung“ von unterschiedlichen Förderm öglichkeiten, insbesondere der 
hessischen Arbeitsmarktförderung geprüft  
 auf die Ziele ausgerichtete Ansätze werden entwic kelt und miteinander abgestimmt  
 gemeinsam werden Maßnahmen begleitet und nachgesteuert.  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unternimmt dabei große Anstrengungen. Zur 
Kofinanzierung von ESF –, Bundes– und Landesmitteln für die Förderung von 
Jugendberufshilfe und Beschä ftigung benachteiligter Menschen werden im Zeitraum 2017 - 
2022 ca. 2,075 Mio. Euro an baren Mitteln oder Personalgestellung eingesetzt. 
Demgegenüber stehen 4,5 Mio. Euro an externen Fördermitteln, hinzu kommen 1,12 Mio. 
Euro Kofinanzierungsmittel des J obcenters (Eingliederungstitel). In der Summe sind dies 
damit 7,695 Mio. Euro.  
 
 
Trends, positive Entwicklungen und aktuelle Problemlagen  
 
Das Wachstum der Stadt birgt Chancen und Risiken in sich  
Die Bevölkerungszahl wächst, insbesondere der Anteil von jungen Menschen und 
Ausländer*innen steigt kontinuierlich. Der attraktive Arbeitsmarkt in Darmstadt und der 
Region zieht ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolvent *innen an.  
Für benachteiligte Menschen wird es aber zunehmend schwieriger, auf dem Ausbildungs – 
und Arbeitsmarkt „konkurrenzfähig“ zu sein. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen und 
Langzeitleistungsbeziehenden droht die Verfestigung ihrer Situation.  
Auf der anderen Seite entwickeln sich auch Chancen. Der Bedarf an Arbeitskräften ist in 
einigen Branchen so groß, dass bei Arbeitgeber *innen die Bereitschaft wächst, neue Wege 
einzuschlagen, um Ausbildungs – und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit 
Vermittlungshemmnissen zu schaffen.  
Beispiel: Projekt SoWirt’s - Entwicklung von Menschen mit Fluch t– und 
Migrationshintergrund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege und Erziehung  
 
 
Trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung bleiben individualisierte Unterstützungsangebote 
für arbeitsmarktferne Menschen wichtig  
Dennoch profitieren etliche Menschen aufgrund multipler Vermittlungshemmnisse bisher 
nicht von der positiven Entwicklung. Im Gegenteil – sie entfernen sich immer weiter vom 
Arbeitsmarkt. Zur Förderung der Chancengleichheit bzw. sozialer Teilhabe müssen die  
unterschiedlichen Gründe für die Schlechterstellung benachteiligter Menschen auf dem 
Arbeitsmarkt berücksichtigt werden. Diese sind vielfältig, z.B. durch Behinderung, durch 
Sprachbarrieren oder durch geschlechtsspezifische Rollenmuster und müssen entspre chend 
individuell und zielgruppenorientiert bearbeitet werden.

- 6 - 
Die Menschen müssen entsprechend ihrer Ausgangssituation angesprochen werden, für sie 
sind niedrigschwellige, individualisierte und längerfristige Entwicklungsprozesse notwendig. 
Wichtig sind geschlechter– und kulturspezifische Angebote, die die Menschen dort abholen, 
wo sie stehen. Dazu zählen individuelle Qualifizierung, Praxiseinsätze, Mobilitätsförderung, 
eine digitale Grundbildung, Angebote zum deutschen Spracherwerb und 
sozialraumorientie rte Vernetzung.  
Kontinuität der Beratung und Begleitung ist ein wesentlicher Gelingensfaktor und gleichzeitig 
die Herausforderung bei der Angebotskonzeption.  
Entsprechende Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und Integration zeigen, dass diese 
Vorgehensweise greift. So konnten über das ESF –Projekt BIWAQ während seiner 4 –jährigen 
Laufzeit (2015 – 2018) 210 Menschen in Ausbildung und sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigung vermittelt werden, 475 Teilnehmende wurden insgesamt beraten, begleitet 
und qualifiziert. 
Daher werden aktivierende, niedrigschwellige und sozialraumorientierte Maßnahmen 
fortgesetzt und – wo sinnvoll – auch inhaltlich weiterentwickelt (z.B. ergänzende 
berufsorientierte Sprachförderung, digitales Lernen).  
Beispiel: Projekt „Digital dran bleiben für meine Zukunft“, Beratung in Anlaufstellen, 
Grundlagenqualifizierung in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege), 
Entwicklung digitaler Kompetenzen, Sprachförderung  
Das neue Teilhabechancengesetz steht 2019 besonders im Fokus, das Jobcenter plant 
derzeit mindestens 20 Förderungen nach §16e und mindestens 10 Förderungen nach §16i. 
Auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt prüft derzeit die Einrichtung von entsprechenden 
Arbeitsverhältnissen.  
 
Der Bedarf an berufsorientierenden Maßnahmen für Jugendliche wächst  
Auch wenn sich die Ausbildungssituation günstig entwickelt hat, sind für 
förderungsbedürftige Jugendliche, die besondere Unterstützung im Übergang Schule –Beruf 
benötigen, weiterhin Anstrengungen notwendig.  
Dabei wird ein praxisnaher Ansatz angelegt, der Lernen und Arbeiten für die häufig 
schulmüden Teilnehmer*innen verknüpft (z.B. Jugendwerkstatt, Qualifizierung und 
Beratung). 
Beispiel: Jugendwerkstatt, Stabilisierung und Aktivierung mit hohen praktischen Anteilen, 
Vermittlung berufsrelevanter Kenntnisse, IT – und Medienkompetenzen, Übergang in 
Ausbildung oder Beschäftigung  
Es gibt aber auch das Angebot zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses.  
Das ESF-Projekt JUSTiQ stellt eine wirkungsvolle Ergänzung für schwierig zu erreichende Ju -
gendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre dar. In der Laufzeit 2015 – 2018 sind 163 
benachteiligte U27 -Jährige mit erhöhtem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf nach 
ihrer Teilnahme in einen Arbeitsplatz oder eine schulische/berufliche Bildung gemündet. In 
der neuen Laufzeit vom 01.01.2019 – 30.06.2022 wird der Schwerpunkt auf Case 
Management und aufsuchende Jugendarbeit gelegt.  
Präventiv sollen Berufsorientierungsangebote un d rechtskreisfreie Beratung wirken, die 
bereits in der Schule greifen, insbesondere in Stadtteilen mit besonderen Problemlagen. 
Weiterhin werden Angebote zur beruflichen Integration von Jugendlichen aus Förderschulen 
vorgehalten. 
 
Gendergerechtigkeit bleib t weiterhin auf der Agenda  
Mit dem Beitritt zur „Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ hat 
sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt verpflichtet, die Geschlechterperspektive zu 
berücksichtigen.

- 7 - 
Strukturelle Geschlechterungleichheiten benachteiligen Frauen bei Erwerbsbeteiligung, 
Berufspositionen und Einkommen nach wie vor. Trotz steigender Erwerbsbeteiligung von 
Frauen wird Fürsorge – und Hausarbeit immer noch zum Großteil von Frauen geleistet. Diese 
traditionelle Arbeitsteilung liegt f ür Familien vor dem Hintergrund ungleicher 
Einkommenschancen häufig auf der Hand – durch Nichterwerbstätigkeit, Teilzeit oder 
geringfügige Beschäftigung wird Frauen jedoch eine eigenständige Existenzsicherung 
erschwert. 
Daher werden geschlechtsspezifische Angebote zur Integration in dem Arbeitsmarkt 
fortgesetzt. 
Beispiele: AGH –Maßnahme „Qualifizierung und Beschäftigung im Bereich Gesundheit und 
Soziales“ im Rahmen des AQB, speziell für alleinerziehende Langzeitarbeitslose, ESF –
Bundesprogramm „Perspektive Wi edereinstieg“ für gutqualifizierte Frauen, besonders für 
Alleinerziehende, spezialisiertes Fallmanagement für junge alleinerziehende Mütter und 
Väter (U25) mit SGBII –Leistungsbezug innerhalb der Jugendberufsagentur).  
Die Kinderbetreuungssituation  bleibt Hauptthema hauptsächlich für Alleinerziehende sowohl 
für die Teilnahme an Maßnahmen als auch für die Vermittlung in Beschäftigung. Ein 
Kernpunkt bleibt daher die Ermöglichung einer adäquaten Verbindung von Erwerbs - und 
Fürsorgearbeit.  
Von den Trägern aller Q ualifizierungsmaßnahmen wird weiterhin die Berücksichtigung der 
Anforderungen, die sich aus der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergeben grundsätzlich 
gefordert, z.B. Online –Angebote und Blended Learning zur Vermeidung von Fehlzeiten.  
 
Niedrigschwellige, sozialraumorientierte Angebote werden verstetigt  
Die in den Stadtvierteln Kranichstein, Eberstadt -Süd sowie im Pallaswiesen - und 
Mornewegviertel im Rahmen von BIWAQ eingerichteten niedrigschwelligen Anlaufstellen 
bleiben bis auf weiteres  erhalten. Diese Struktur für in Bezug auf Arbeitsmarktintegration 
ratsuchende Menschen ist mittlerweile gut etabliert und wird besonders von Menschen 
genutzt, die über andere Maßnahmen nicht mehr erreicht werden oder Behörden 
misstrauisch gegenüber stehen . Darüber hinaus wird über die Anlaufstellen auch die gute 
Vernetzung in den Quartieren aufrechterhalten.  
 
Geflüchtete brauchen weiterhin besondere Unterstützung bei der Integration in Ausbildung 
und Arbeit 
Die Motivation ist bei Geflüchteten sehr groß, gl eichzeitig frustriert die Erfahrung, dass die 
Wege in Ausbildung und Arbeit viel langwieriger sind und die Erwartungen relativiert werden 
müssen. Haupthindernisse sind:  
 das notwendige Sprachniveau zu erreichen  
 einen Schulabschluss zu schaffen  
 die Anerkennu ng ausländisch er Schul– oder Berufsabschlüsse  
 unsichere Aufenthaltsstati i und ungeklärte Perspektiven  
 Traumata. 
 
Wo die sprachlichen Voraussetzungen es zulassen, werden Geflüchtete in Maßnahmen mit 
anderen Zielgruppen aufgenommen. Dies hat für beide Seiten  Vorteile: es fördert die 
gesellschaftliche Integration und den Spracherwerb, auf der anderen Seite wirken die häufig 
sehr motivierten und engagierten Geflüchteten vorbildhaft und stabilisierend auf die anderen 
Teilnehmenden.  
Die Deutschförderung bleibt we iter wichtig, auch wenn Branchen mit Fachkräftebedarf eher 
bereit sind, bei Deutschkenntnissen Abstriche zu machen.  
Praktika (mit sozialpädagogischer  Begleitung) erweisen sich als wichtige Weiche zur 
Integration in Arbeit.

- 8 - 
 
Beispiel: Arbeitsgelegenheiten f ür Geflüchtete und Asylbewerber*innen, Basisqualifizierung 
in verschiedenen Arbeitsbereichen und Verbesserung berufspraktischer Kenntnisse, 
Vermittlung in Praktika und Qualifizierung, Sprachförderangebot/ Alphabetisierung, 
Sozialpädagogische Beratung und B egleitung in allen Fragen der Integration in den 
Arbeitsmarkt  
 
 
 
Zielgruppen 
 
Zur passgenauen Förderung werden zielgruppenadäquate Angebote vorgehalten, z.B. für den 
Erhalt, bzw. die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit, die Bearbeitung der Vereinbarkei t 
von Familie und Beruf, das Vorantreiben von Inklusion, das Erlangen eines Schulabschlusses 
und der Ausbildungsreife oder für die Verbesserung sprachlicher Kompetenzen.  
Schwerpunktzielgruppen sind:  
 Langzeitarbeitslose und Langleistungsbeziehende,  
 Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre,  
 Menschen mit Flucht - und Migrationshintergrund,  
 Frauen, auch die „stille Reserve“, also nichterwerbstätige Frauen, die einen (Wieder –) 
Einstieg in Erwerbsarbeit anstreben,  
 Alleinerziehende.  
 
In zunehmenden Maß geraten in den Fokus:  
 Leistungsbeziehende mit psychischen Erkrankungen  
Nach Wahrnehmung des Jobcenters und der Koordination Beschäftigungsförderung 
besteht in Darmstadt grundsätzlicher Bedarf für wirksame psychosoziale Betreuung 
auf dem Weg in Arbeit sowie für Maßnahmen, die der Situation der Betroffenen 
gerecht werden. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt - und Berufsforschung der 
Bundesagentur für Arbeit  haben bundesweit 36,7% der ALG II –Empfänger*innen 
psychiatrische Diagnosen.  
Auffällig ist, dass viele junge Menschen, teilweise auch mit hoher Qualifikation oder 
abgebrochenem Studium, mit psychischen Belastungen zu kämpfen haben.  
 Junge Frauen/ Mütter mit Migrationshintergrund  
Junge Frauen, die nach der Schule weder in Ausbildung, berufsvorbe reitenden 
Bildungsmaßnahmen noch in Arbeit sind, werden nur schwer oder gar nicht von 
üblichen Hilfsstrukturen erreicht  und sind weniger „sichtbar“ . Es handelt sich 
überwiegend um Frauen mit Migrationshintergrund, e inige sind verheiratet und/ oder 
haben bereits Kinder. Aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds richten sich viele dieser 
Frauen in einer einseitig geschlechterbezogenen Rolle ein und stehen einer 
Ausbildung, beruflichen Qualifizierung oder Berufstätigkeit ambivalent gegenüber.  
Junge (alleinerzieh ende) Frauen mit Kindern haben es aufgrund von 
Vereinbarkeitsproblemen besonders schwer, Schulabschlüsse nachzuholen, sich 
weiter zu qualifizieren, Ausbildung oder Arbeit zu finden.  
 Erwerbstätige Leistungsbeziehende/ Geringverdienende  
Der Anteil der Erwerbstätigen unter den Leistungsbeziehenden wächst. Hier scheinen 
Unterstützungsangebote notwendig zu sein, die den Betroffenen helfen, ihren 
Lebensunterhalt aus eigener Kraft bewältigen zu können, z.B. Ma ßnahmen zur 
Qualifizierung (wie „Digital dran ble iben für meine Zukunft“ oder Alphabetisierung).

- 9 - 
Ziele 2019 und Folgejahre  
 
Win–Win–Situation für den regionalen Arbeitsmarkt und für benachteiligte Personen – 
Beschäftigungsfähigkeit entwickeln und Arbeits – und Fachkräftebedarf decken  
 Gezielte Qualifizie rung in aktuellen bzw. absehbaren Mangelberufen (Gesundheits – 
und Sozialwesen, Unternehmensorganisation, Gastgewerbe sowie im 
Dienstleistungsberei ch, z.B. Verkehr – und Logistik) 
 „SoWirt’s“ (Sozialwirtschaft integriert) – Projekt zur Entwicklung von Mensche n mit 
Flucht– und Migrationshintergrund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege 
und Erziehung ( die Gesundheits– und Sozialwirtschaft gehört in Darmstadt mit 4.000 
Mitarbeitenden zu den größten Arbeitgebenden ) 
 Digitale Inklusion und selbst gesteuertes (digitales) Lernen  
o u.a. im Projekt „Digital dranbleiben für meine Zukunft“, Grundlagenqualifizierung 
in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege) und Ent wicklung digitaler 
Kompetenzen 
o oder im Projekt NeW Digitale Lernformate für Wiedereinsteigerinnen  
 Berufsbezogene Spr achförderung/ Alphabetisierung  
o u.a. in Maßnahmen für Asylbewerber*innen und Geflüchtete zur Heranführung an 
den Arbeitsmarkt  
o oder Fachstelle Deutschförderung (Beratung zu niedrigschwelligen 
Sprachförderangeboten in Darmstadt) 
 Übergangscoaching zur Stabilisi erung von Arbeitsverhältnissen  
 
Gelingenden Übergang Schule –Beruf für benachteiligte junge Menschen ermöglichen  
 Unterstützung im Übergang Schule –Beruf, insbesondere über JUSTiQ, Ausbau der 
Berufsorientierung an Sch ulen sowie der rechtskreisübergreifenden Beratung im 
Übergang Schule –Beruf 
 Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Ausbildungsvorbereitung/ außerbetrieblichen 
Ausbildung, stärkere Verknüpfung von Lernen und Arbeit/ Praxis  
 Etablierung eines „Runder Tisch Ausbil dung“, um für förderbedürftige Jugendliche 
Wege in die betriebliche Ausbildung zu bahnen  
 
Erwerbsquote erhöhen zur eigenständigen Sicherung des Lebensunterhalts  
 Gendergerechtigkeit fördern, z.B. lebensphasenorientierte Berufswegeplanung für 
junge Frauen un d Mütter und u.a. auch spezifische Maßnahmen für geflüchtete 
Frauen 
 Alleinerziehendenmaßnahmen im Ausbildungs – und Qualifizierungsbudget  
 Auch muss weiter daran gearbeitet werden, wie Frauen stärker in Berufe, bzw. 
Branchen gelenkt werden können, die nicht „traditionell weiblich“ konnotiert (z.B. 
MINT–Berufe) und somit  häufig schlechter bezahlt sind  
 
 
Soziale Teilhabechancen erhöhen für arbeitsmarktferne Menschen, Integration in und 
Inklusion auf dem Arbeitsmarkt  
 Kooperation mit dem Jobcenter zur Schaffung n euer Teilhabechancen  
(SGB II §16 e, i) für Langzeitarbeitslose  
 Weiterentwicklung von Angeboten zur Integration/ Inklusion von Menschen mit 
psychischen Beeinträchtigungen  
 Absicherung von Sozialraumorientierung und struktureller Aufwertung benachteiligter 
Quartiere durch Aktivierung der Menschen vor Ort

- 10 - 
Integration von Menschen mit Flucht – und Migrationshintergrund in Ausbildung und Arbeit 
unterstützen 
 Bedarfsorientierte Angebote für sehr heterogene Zielgruppe vorhalten mit 
besonderem Fokus auf arbeitsweltbezogene Sprachförderung:  
o Sozialwirtschaft integriert  
o FriDa - Geflüchtete Frauen, Respekt und Integration in Darmstadt  
o Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierung für Geflüchtete und Asylbewerber*innen  
o Chance Deutsch – Ausbildungsvorbereitung für F lüchtlinge zum Erwerb des 
Hauptschulabschlusses  
o DaBai – Darmstadt–Beratung–Aktion–Integration für Flüchtlingsfrauen – 
Individuelle Beratung, Erarbeitung einer beruflichen Perspektive, Offene 
Sprechstunde, Deutsch -Konversationskurs  
o POSSIBLE – Niedrigschwell ige Angebote zur Förderung der Teilhabe und zur Stär -
kung der Integrationsmöglichkeiten, Sprachförderung mit begleitender 
Kinderbetreuung  
o Deutsch 4U in Darmstadt  
o Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)  
o Fachstelle Deutschförderung  
 Integration von Geflüchtete n in Regelmaßnahmen:  
o Chance 2.0 – Aktivierungsmaßnahme mit Hauptschulabschluss  
o Berufsvorbereitung für Hauswirtschaft und Gastronomie, personenbezogene 
Dienstleistung, Metall, Holz und Installationstechnik  
 Kooperation mit nicht kommunal geförderten Maßnahm en: 
o Wirtschaft integriert , Bildungswerk der hessischen Wirtschaft e.V.  
o „Vitamin Be“, Bewerber*innencafé des Ev. Dekanats Darmstadt –Stadt 
 
Langfristziele  
Neben den notwendigen kurzfristigen Anpassungen an einen sich verändernden Arbeitsmarkt 
und entsprechen de Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten orientiert sich die 
strategische Ausrichtung an langfristig angelegten Zielen:  
 
 Entwicklung von geeigneten Qualifizierungen im Hinblick auf die Stärken der Region 
und dem entsprechenden Fachkräftebedarf, ins besondere Sozial – und 
Gesundheitssektor, Lagerei/ Logistik, Beru fe der Unternehmensorganisation  
 Beschäftigungsfähigkeit erhöhen durch integrale Bausteine in möglichst allen 
Fördermaßnahmen:  
o Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt 4.0, d.h. Fokussierung auf „neue“ 
Schlüsselkompetenzen wie Kommunikation, Eigeninitiative, Umgang mit 
Komplexität, usw. 
o Digitale Mündigkeit und Inklusion fördern durch Entwicklung digitaler 
Kompetenzen und digitales Lernen, bessere Nutzung digitaler Medien bei der 
Berufswahl, der Au sbildungs– und Arbeitsplatzsuche sowie bei der 
Qualifizierung 
o Berufsbezogene Sprachförderung für alle mit mangelnden 
Deutschkenntnissen, insbesondere für Menschen mit Flucht – und 
Migrationshintergrund, Angebote zur Alphabetisierung (auch  für funktionelle 
Analphabeten) 
 Soziale Teilhabe sichern für diejenigen, die dem ersten Arbeitsmarkt aus 
unterschiedlichen Gründen (noch) nicht gewa chsen sind 
 Gleichstellung von Frauen und Männern vorantreiben und Sicherstellung von 
geschlechteradäquaten Angeboten

 Vernetzung der Arbeitsmarktakteur*innen vorantreiben, Entwicklu ng von Strukturen 
zum Austausch 
 Übernahme von Verantwortung der lokalen Wirtschaft für Ausbildung und 
Qualifizierung zur Deckung des Fachkräftebedarfs – auch über benachteiligte 
Zielgruppen – unterstützen 
 
Darmstadt, 13.05.2019 
 
Dezernat V 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

anlage 2

185 Zeichen

Punkt 7: Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und 
komm. Beschäftigungsförderung 
 (V-Nr. 2019/0161) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 3

223 Zeichen

Punkt 28: Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und 
komm. Beschäftigungsförderung 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2019/0161) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Beratungsverlauf (4)

TOP 28 zur Kenntnis
TOP 7
TOP 25
TOP 202

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0161
Typ
Magistratsvorlage
Datum
13.05.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00