2019/0161
Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und komm. Beschäftigungsförderung
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2019/0161
23695 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
16.05.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat V
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0161
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 315110
Kostenstelle: 050-000-0001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3156-12 Sachkonto: 7288200
Betreff: Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und
komm. Beschäftigungsförderung
Vorlage vom: 13.05.2019
Beschlussvorschlag :
1. Die Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur
Kenntnis genommen. Sie ist Grundlage der kommunalen Beschäftigungsförderung und
wird kontinuierlich fortgeschrieben.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.05.2019:
Strategieprozess
Die strategische Verknüpfung von Sozial -, Beschäftigungs -, Arbeitsmarkt - und Wirtschaftsp o-
litik bleibt in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein geschäftspolitischer Schwerpunkt und
wird durch die kommunale Beschäftigungsförderung als auch durch das Jobcenter Dar m-
stadt operationalisiert. Integrierte Bestandteile sind die kommunale Jugendhilfe/ Jugendb e-
rufshilfe sowi e die Integrations - und Gleichstellungspolitik.
Grundsätzliche Handlungsschwerpunkte
In der Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2017 wurden bereits Handlungsschwerpunkte
benannt, die weiterhin Gültigkeit haben:
Inklusion und Integration, Stärkung von T eilhabe und Verteilungsgerechtigkeit
Armut bekämpfen – Existenz sichern
Zielgruppen passgenau fördern
Lokale und regionale Netzwerke stärken, insbesondere Stärkung der Jugendberuf s-
agentur, intensive Einbindung von Bildungsträgern in kommunale Netzwerke
Lokalen (sozialen) Ausbildungs - und Arbeitsmarkt sichern
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Die Handlungsschwerpunkte stellen die Grundlage der Ausbildungs - und Arbeitsmarktstrat e-
gie dar. Darüber hinaus werden herangezogen:
aktuelle Arbeitsmarktdaten
Evaluation von laufenden beschäftigungsfördernden Maßnahmen
aktuelle Bedarfslagen und regionale Trends
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bindet regionale Akteur*innen des Arbeitsmarktes in die
Strategieentwicklung ein. Expert*innen und Fachstellen bringen ihre l angjährige Erfahrung
mit den Zielgruppen und ihre Kenntnisse lokaler Gegebenheiten ein, informieren über verä n-
derte Bedarfe und setzen neue Impulse (im Rahmen von bilateralen Gesprächen, Steu e-
rungsgruppen, kommunalen Netzwerken, Stadtteilrunden, etc.).
Gemeinsame oder sich ergänzende Angebote werden in kontinuierlicher Abstimmung mit
dem Jobcenter Darmstadt und mit der Agentur für Arbeit konzipiert und weiterentwickelt.
Durch die Kooperation wird ein breites Maßnahmenportfolio vorgehalten, das auf unte r-
schiedliche Lebenslagen und Zielgruppen ausgerichtet ist und eine möglichst lückenlose und
bedarfsorientierte Förderung gewährleistet. Die Kombination der finanziellen Mittel ermö g-
licht die Realisierung von Förderprogrammen und Angeboten, die sonst nicht mögli ch wären.
Gleichzeitig werden Doppelstrukturen vermieden. Die Vernetzung ermöglicht außerdem, dass
Maßnahmen ineinander greifen und Förderketten gebildet werden können.
Laufende Maßnahmen werden durch Jobcenter, Jugendamt, Frauenbüro, Amt für Soziales
und Prävention begleitet, evaluiert und ggfls. an aktuelle Anforderungen angepasst.
Die Jugendberufshilfe ist eigenständiger Schwerpunkt in der Gesamtstrategie
Die bedarfs– und geschlechtergerecht ausgerichteten Angebote für benachteiligte Jugendl i-
che und junge Erwachsene im Übergang Schule – Beruf werden eigenständig koordiniert.
Dazu zählen insbesondere
die hessenweite Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit am Über-
gang Schule – Beruf (OloV)
die Jugendberufsagentur
die mobile Jugendberufshilfe der Wissenschaftsstadt Darmstadt
sowie das ESF -Programm JUSTiQ – Jugend stärken im Quartier.
- 4 -
Gesamtkoordination
Zusammengeführt wird der Strategieprozess durch die 2017 eingerichtete Koordinationsste l-
le für beschäftigungsförde rnde Maßnahmen, die sozusagen als „Netzknoten“ fungiert:
es werden Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven heraus zusammengetr a-
gen und mit der Datenlage abgeglichen (Experten *innenmeinungen, regionale En t-
wicklungen)
ein gemeinsamer Blick auf eine Ausg angslage wird hergestellt und Ziele und Han d-
lungsansätze daraus abgeleitet
es wird die „Passung“ von unterschiedlichen Förderm öglichkeiten, insbesondere der
hessischen Arbeitsmarktförderung geprüft
auf die Ziele ausgerichtete Ansätze werden entwic kelt und miteinander abgestimmt
gemeinsam werden Maßnahmen begleitet und nachgesteuert.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unternimmt dabei große Anstrengungen. Zur Kofinanzi e-
rung von ESF –, Bundes– und Landesmitteln für die Förderung von Jugendberufshilfe und B e-
schäftigung benachteiligter Menschen werden im Zeitraum 2017 - 2022 ca. 2,075 Mio. Euro
an baren Mitteln oder Personalgestellung eingesetzt. Demgegenüber stehen 4,5 Mio. Euro an
externen Fördermitteln, h inzukommen 1,12 Mio. Euro Kofinanzierungsmittel des J obcenters
(Eingliederungstitel). In der Summe sind dies damit 7,695 Mio. Euro.
Trends, positive Entwicklungen und aktuelle Problemlagen
Das Wachstum der Stadt birgt Chancen und Risiken in sich
Die Bevölkerungszahl wächst, insbesondere der Anteil von jungen Menschen und Auslä n-
der*innen steigt kontinuierlich. Der attraktive Arbeitsmarkt in Darmstadt und der Region
zieht ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolvent *innen an.
Für benachteiligte Menschen wird es aber zunehmend schwieriger, auf dem Ausbildungs –
und Arbeitsmarkt „konkurrenzfähig“ zu sein. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen und
Langzeitleistungsbeziehenden droht die Verfestigung ihrer Situation.
Auf der anderen Seite entwickeln sich auch Chancen. Der Bedarf an Arbeitskräften ist in ein i-
gen Branchen so groß, dass bei Arbeitgeber *innen die Bereitschaft wächst, neue Wege einz u-
schlagen, um Ausbildungs – und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Vermit t-
lungshemmnissen zu schaffen.
Beispiel: Projekt SoWirt’s - Entwicklung von Menschen mit Fluch t– und Migrationshinte r-
grund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege und Erziehung
Trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung bleiben individualisierte Unterstützungsangebote
für arbeitsmarktferne Menschen wichtig
Dennoch profitieren etliche Menschen aufgrund multipler Vermittlungshemmnisse bisher
nicht von der positiven Entwicklung. Im Gegenteil – sie entfernen sich immer weiter vom A r-
beitsmarkt. Zur Förderung der Chancengleichheit bzw. sozialer Teilhabe müssen die unte r-
schiedlichen Gründe fü r die Schlechterstellung benachteiligter Menschen auf dem Arbeit s-
markt berücksichtigt werden. Diese sind vielfältig, z.B. durch Behinderung, durch Sprachba r-
rieren oder durch geschlechtsspezifische Rollenmuster und müssen entsprechend individuell
und zielgruppenorientiert bearbeitet werden.
Die Menschen müssen entsprechend ihrer Ausgangssituation angesprochen werden, für sie
sind niedrigschwellige, individualisierte und längerfristige Entwicklungsprozesse notwendig.
Wichtig sind geschlechter – und kulturspez ifische Angebote, die die Menschen dort abholen,
wo sie stehen. Dazu zählen individuelle Qualifizierung, Praxiseinsätze, Mobilitätsförderung,
- 5 -
eine digitale Grundbildung, Angebote zum deutschen Spracherwerb und sozialraumorientie r-
te Vernetzung.
Kontinuität der Beratung und Begleitung ist ein wesentlicher Gelingensfaktor und gleichzeitig
die Herausforderung bei der Angebotskonzeption.
Entsprechende Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und Integration zeigen, dass diese
Vorgehensweise greift. So konnten über das ESF–Projekt BIWAQ während seiner 4 –jährigen
Laufzeit (2015 – 2018) 210 Menschen in Ausbildung und sozialversicherungspflichtige B e-
schäftigung vermittelt werden, 475 Teilnehmende wurden insgesamt beraten, begleitet und
qualifiziert.
Daher werden aktivie rende, niedrigschwellige und sozialraumorientierte Maßnahmen fortg e-
setzt und – wo sinnvoll – auch inhaltlich weiterentwickelt (z.B. ergänzende berufsorientierte
Sprachförderung, digitales Lernen).
Beispiel: Projekt „Digital dranbleiben für meine Zukunft“, Beratung in Anlaufstellen, Grun d-
lagenqualifizierung in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege), Entwicklung d i-
gitaler Kompetenzen, Sprachförderung
Das neue Teilhabechancengesetz steht 2019 besonders im Fokus, das Jobcenter plant de r-
zeit mindestens 20 Förderungen nach §16e und mindestens 10 Förderungen nach §16i. Auch
die Wissenschaftsstadt Darmstadt prüft derzeit die Einrichtung von entsprechenden Arbeit s-
verhältnissen.
Der Bedarf an berufsorientierenden Maßnahmen für Jugendliche wächst
Auch wenn sich die Ausbildungssituation günstig entwickelt hat, sind für förderungsbedürft i-
ge Jugendliche, die besondere Unterstützung im Übergang Schule –Beruf benötigen, weiterhin
Anstrengungen notwendig.
Dabei wird ein praxisnaher Ansatz angelegt, der Lernen und Arbeiten für die häufig schulm ü-
den Teilnehmer*innen verknüpft (z.B. Jugendwerkstatt, Qualifizierung und Beratung).
Beispiel: Jugendwerkstatt, Stabilisierung und Aktivierung mit hohen praktischen Anteilen,
Vermittlung berufsrelevanter Kenntnisse, IT – und Medienkompetenzen, Übergang in Au s-
bildung oder Beschäftigung
Es gibt aber auch das Angebot zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses.
Das ESF-Projekt JUSTiQ stellt eine wirkungsvolle Ergänzung für schwierig zu erreichende Ju -
gendliche und junge E rwachsene bis 26 Jahre dar. In der Laufzeit 2015 – 2018 sind 163 b e-
nachteiligte U27 -Jährige mit erhöhtem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf nach
ihrer Teilnahme in einen Arbeitsplatz oder eine schulische/berufliche Bildung gemündet. In
der neuen Lauf zeit vom 01.01.2019 – 30.06.2022 wird der Schwerpunkt auf Case Manag e-
ment und aufsuchende Jugendarbeit gelegt.
Präventiv sollen Berufsorientierungsangebote und rechtskreisfreie Beratung wirken, die b e-
reits in der Schule greifen, insbesondere in Stadtteilen mit besonderen Problemlagen. We i-
terhin werden Angebote zur beruflichen Integration von Jugendlichen aus Förderschulen vo r-
gehalten.
Gendergerechtigkeit bleibt weiterhin auf der Agenda
Mit dem Beitritt zur „Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ hat
sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt verpflichtet, die Geschlechterperspektive zu berüc k-
sichtigen.
Strukturelle Geschlechterungleichheiten benachteiligen Frauen bei Erwerbsbeteiligung, B e-
rufspositionen und Einkommen nach wie vor. Trotz s teigender Erwerbsbeteiligung von Frauen
wird Fürsorge – und Hausarbeit immer noch zum Großteil von Frauen geleistet. Diese tradit i-
onelle Arbeitsteilung liegt für Familien vor dem Hintergrund ungleicher Einkommenschancen
häufig auf der Hand – durch Nichterwe rbstätigkeit, Teilzeit oder geringfügige Beschäftigung
wird Frauen jedoch eine eigenständige Existenzsicherung erschwert.
- 6 -
Daher werden geschlechtsspezifische Angebote zur Integration in dem Arbeitsmarkt fortg e-
setzt.
Beispiele: AGH –Maßnahme „Qualifizierung und Beschäftigung im Bereich Gesundheit und
Soziales“ im Rahmen des AQB, speziell für alleinerziehende Langzeitarbeitslose, ESF –
Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ für gutqualifizierte Frauen, besonders für
Alleinerziehende, spezialisiertes Fallman agement für junge alleinerziehende Mütter und
Väter (U25) mit SGBII –Leistungsbezug innerhalb der Jugendberufsagentur).
Die Kinderbetreuungssituation bleibt Hauptthema hauptsächlich für Alleinerziehende sowohl
für die Teilnahme an Maßnahmen als auch für die Vermittlung in Beschäftigung. Ein Ker n-
punkt bleibt daher die Ermöglichung einer adäquaten Verbindung von Erwerbs - und Fürsor-
gearbeit.
Von den Trägern aller Qualifizierungsmaßnahmen wird weiterhin die Berücksichtigung der
Anforderungen, die sich aus der Ve reinbarkeit von Familie und Beruf ergeben grundsätzlich
gefordert, z.B. Online –Angebote und Blended Learning zur Vermeidung von Fehlzeiten.
Niedrigschwellige, sozialraumorientierte Angebote werden verstetigt
Die in den Stadtvierteln Kranichstein, Eberstadt-Süd sowie im Pallaswiesen - und Morne-
wegviertel im Rahmen von BIWAQ eingerichteten niedrigschwelligen Anlaufstellen bleiben bis
auf weiteres erhalten. Diese Struktur für in Bezug auf Arbeitsmarktintegration ratsuchende
Menschen ist mittlerweile gu t etabliert und wird besonders von Menschen genutzt, die über
andere Maßnahmen nicht mehr erreicht werden oder Behörden misstrauisch gegenüber st e-
hen. Darüber hinaus wird über die Anlaufstellen auch die gute Vernetzung in den Quartieren
aufrechterhalten.
Geflüchtete brauchen weiterhin besondere Unterstützung bei der Integration in Ausbildung
und Arbeit
Die Motivation ist bei Geflüchteten sehr groß, gleichzeitig frustriert die Erfahrung, dass die
Wege in Ausbildung und Arbeit viel langwieriger sind und die Erwartungen relativiert werden
müssen. Haupthindernisse sind:
das notwendige Sprachniveau zu erreichen
einen Schulabschluss zu schaffen
die Anerkennung ausländisch er Schul– oder Berufsabschlüsse
unsichere Aufenthaltsstati i und ungeklärte Perspektiven
Traumata.
Wo die sprachlichen Voraussetzungen es zulassen, werden Geflüchtete in Maßnahmen mit
anderen Zielgruppen aufgenommen. Dies hat für beide Seiten Vorteile: es fördert die gesel l-
schaftliche Integration und den Spracherwerb, auf der anderen Seite wirken die häufig sehr
motivierten und engagierten Geflüchteten vorbildhaft und stabilisierend auf die anderen Tei l-
nehmenden.
Die Deutschförderung bleibt weiter wichtig, auch wenn Branchen mit Fachkräftebedarf eher
bereit sind, bei Deutschkenntnissen Abstriche zu machen.
Praktika (mit sozialpädagogischer Begleitung) erweisen sich als wichtige Weiche zur Integr a-
tion in Arbeit.
Beispiel: Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete und Asylbewerber*innen, Basisqualifizierung
in verschiedenen Arbeitsbereichen und Verbesseru ng berufspraktischer Kenntnisse, Ve r-
mittlung in Praktika und Qualifizierung, Sprachförderangebot/ Alphabetisierung, Sozialp ä-
dagogische Beratung und Begleitung in allen Fragen der Integration in den Arbeitsmarkt
- 7 -
Zielgruppen
Zur passgenauen Förderung werden zielgruppenadäquate Angebote vorgehalten, z.B. für den
Erhalt, bzw. die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit, die Bearbeitung der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, das Vorantreiben von Inklusion, das Erlangen eines Schulabschlusses
und der Ausbildungsreife oder für die Verbesserung sprachlicher Kompetenzen.
Schwerpunktzielgruppen sind:
Langzeitarbeitslose und Langleistungsbeziehende,
Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre,
Menschen mit Flucht - und Migrationshintergrund,
Frauen, auch die „stille Reserve“, also nichterwerbstätige Frauen, die einen (Wieder –)
Einstieg in Erwerbsarbeit anstreben,
Alleinerziehende.
In zunehmenden Maß geraten in den Fokus:
Leistungsbeziehende mit psychischen Erkrankungen
Nach Wahrnehmung des J obcenters und der Koordination Beschäftigungsförderung
besteht in Darmstadt grundsätzlicher Bedarf für wirksame psychosoziale Betreuung
auf dem Weg in Arbeit sowie für Maßnahmen, die der Situation der Betroffenen g e-
recht werden. Laut dem Institut für Arbei tsmarkt- und Berufsforschung der Bund e-
sagentur für Arbeit haben bundesweit 36,7% der ALG II –Empfänger*innen psychiatr i-
sche Diagnosen.
Auffällig ist, dass viele junge Menschen, teilweise auch mit hoher Qualifikation oder
abgebrochenem Studium, mit psychisch en Belastungen zu kämpfen haben.
Junge Frauen/ Mütter mit Migrationshintergrund
Junge Frauen, die nach der Schule weder in Ausbildung, berufsvorbereitenden Bi l-
dungsmaßnahmen noch in Arbeit sind, werden nur schwer oder gar nicht von üblichen
Hilfsstrukturen erreicht und sind weniger „sichtbar“ . Es handelt sich überwiegend um
Frauen mit Migrationshintergrund, e inige sind verheiratet und/ oder haben bereits
Kinder. Aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds richten sich viele dieser Frauen in e i-
ner einseitig gesc hlechterbezogenen Rolle ein und stehen einer Ausbildung, berufl i-
chen Qualifizierung oder Berufstätigkeit ambivalent gegenüber.
Junge (alleinerziehende) Frauen mit Kindern haben es aufgrund von Vereinbarkeit s-
problemen besonders schwer, Schulabschlüsse nachz uholen, sich weiter zu qualifizi e-
ren, Ausbildung oder Arbeit zu finden.
Erwerbstätige Leistungsbeziehende/ Geringverdienende
Der Anteil der Erwerbstätigen unter den Leistungsbeziehenden wächst. Hier scheinen
Unterstützungsangebote notwendig zu sein, die d en Betroffenen helfen, ihren Leben s-
unterhalt aus eigener Kraft bewältigen zu können, z.B. Ma ßnahmen zur Qualifizierung
(wie „Digital dran bleiben für meine Zukunft“ oder Alphabetisierung).
Ziele 2019 und Folgejahre
Win–Win–Situation für den regionalen A rbeitsmarkt und für benachteiligte Personen – Be-
schäftigungsfähigkeit entwickeln und Arbeits – und Fachkräftebedarf decken
Gezielte Qualifizierung in aktuellen bzw. absehbaren Mangelberufen (Gesundheits –
und Sozialwesen, Unternehmensorganisation, Gastgewerb e sowie im Dienstleistung s-
bereich, z.B. Verkehr – und Logistik)
„SoWirt’s“ (Sozialwirtschaft integriert) – Projekt zur Entwicklung von Menschen mit
Flucht– und Migrationshintergrund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege
- 8 -
und Erziehung ( die Gesundheits– und Sozialwirtschaft gehört in Darmstadt mit 4.000
Mitarbeitenden zu den größten Arbeitgebenden )
Digitale Inklusion und selbst gesteuertes (digitales) Lernen
o u.a. im Projekt „Digital dranbleiben für meine Zukunft“, Grundlagenqualifizierung
in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege) und Ent wicklung digitaler
Kompetenzen
o oder im Projekt NeW Digitale Lernformate für Wiedereinsteigerinnen
Berufsbezogene Sprachförderung/ Alphabetisierung
o u.a. in Maßnahmen für Asylbewerber*innen und Geflüchtete zur Heranführung an
den Arbeitsmarkt
o oder Fachstelle Deutschförderung (Beratung zu niedrigschwelligen Sprachförde r-
angeboten in Darmstadt)
Übergangscoaching zur Stab ilisierung von Arbeitsverhältnissen
Gelingenden Übergang Schule –Beruf für benachteiligte junge Menschen ermöglichen
Unterstützung im Übergang Schule –Beruf, insbesondere über JUSTiQ, Ausbau der
Berufsorientierung an Schulen sowie der rechtskreisübergreifen den Beratung im
Übergang Schule –Beruf
Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Ausbildungsvorbereitung/ außerbetrieblichen
Ausbildung, stärkere Verknüpfung von Lernen und Arbeit/ Praxis
Etablierung eines „Runder Tisch Ausbildung“, um für förderbedürftige Jugend liche
Wege in die betriebliche Ausbildung zu bahnen
Erwerbsquote erhöhen zur eigenständigen Sicherung des Lebensunterhalts
Gendergerechtigkeit fördern, z.B. lebensphasenorientierte Berufswegeplanung für
junge Frauen und Mütter und u.a. auch spezifische Ma ßnahmen für geflüchtete Fra u-
en
Alleinerziehendenmaßnahmen im Ausbildungs – und Qualifizierungsbudget
Auch muss weiter daran gearbeitet werden, wie Frauen stärker in Berufe, bzw. Bra n-
chen gelenkt werden können, die nicht „traditionell weiblich“ konnotiert (z .B. MINT–
Berufe) und somit häufig schlechter bezahlt sind
Soziale Teilhabechancen erhöhen für arbeitsmarktferne Menschen, Integration in und I n-
klusion auf dem Arbeitsmarkt
Kooperation mit dem Jobcenter zur Schaffung neuer Teilhabechancen
(SGB II §16 e, i) für Langzeitarbeitslose
Weiterentwicklung von Angeboten zur Integration/ Inklusion von Menschen mit ps y-
chischen Beeinträchtigungen
Absicherung von Sozialraumorientierung und struktureller Aufwertung benachteiligter
Quartiere durch Aktivierung der Mensch en vor Ort
Integration von Menschen mit Flucht – und Migrationshintergrund in Ausbildung und Arbeit
unterstützen
Bedarfsorientierte Angebote für sehr heterogene Zielgruppe vorhalten mit besond e-
rem Fokus auf arbeitsweltbezogene Sprachförderung:
o Sozialwirtschaft integriert
o FriDa - Geflüchtete Frauen, Respekt und Integration in Darmstadt
o Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierung für Geflüchtete und Asylbewerber*innen
o Chance Deutsch – Ausbildungsvorbereitung für Flüchtlinge zum Erwerb des
Hauptschulabschlusses
- 9 -
o DaBai – Darmstadt–Beratung–Aktion–Integration für Flüchtlingsfrauen – Individu-
elle Beratung, Erarbeitung einer beruflichen Perspektive, Offene Sprechstunde,
Deutsch-Konversationskurs
o POSSIBLE – Niedrigschwellige Angebote zur Förderung der Teilha be und zur Stär -
kung der Integrationsmöglichkeiten, Sprachförderung mit begleitender Kinderb e-
treuung
o Deutsch 4U in Darmstadt
o Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)
o Fachstelle Deutschförderung
Integration von Geflüchteten in Regelmaßnahmen:
o Chance 2.0 – Aktivierungsmaßnahme mit Hauptschulabschluss
o Berufsvorbereitung für Hauswirtschaft und Gastronomie, personenbezogene
Dienstleistung, Metall, Holz und Installationstechnik
Kooperation mit nicht kommunal geförderten Maßnahmen:
o Wirtschaft integriert , Bildungswerk der hessischen Wirtschaft e.V.
o „Vitamin Be“, Bewerber*innencafé des Ev. Dekanats Darmstadt –Stadt
Langfristziele
Neben den notwendigen kurzfristigen Anpassungen an einen sich verändernden Arbeitsmarkt
und entsprechende Weiterentwicklung von Unterstützun gsangeboten orientiert sich die str a-
tegische Ausrichtung an langfristig angelegten Zielen:
Entwicklung von geeigneten Qualifizierungen im Hinblick auf die Stärken der Region
und dem entsprechenden Fachkräftebedarf, insbesondere Sozial – und Gesund-
heitssektor, Lagerei/ Logistik, Beru fe der Unternehmensorganisation
Beschäftigungsfähigkeit erhöhen durch integrale Bausteine in möglichst allen Fö r-
dermaßnahmen:
o Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt 4.0, d.h. Fokussierung auf „neue“ Schlü s-
selkompetenzen wie Kommunikation, Eigeninitiative, Umgang mit Komplex i-
tät, usw.
o Digitale Mündigkeit und Inklusion fördern durch Entwicklung digitaler Komp e-
tenzen und digitales Lernen, bessere Nutzung digitaler Medien bei der B e-
rufswahl, der Ausbildungs – und Arbeitsplatzsuche sowie bei der Qualifizie rung
o Berufsbezogene Sprachförderung für alle mit mangelnden Deutschkenntni s-
sen, insbesondere für Menschen mit Flucht – und Migrationshintergrund, A n-
gebote zur Alphabetisierung (auch für funktionelle Analphabeten)
Soziale Teilhabe si chern für diejenigen, die dem ersten Arbeitsmarkt aus unterschie d-
lichen Gründen (noch) nicht gewa chsen sind
Gleichstellung von Frauen und Männern vorantreiben und Sicherstellung von g e-
schlechteradäquaten Angeboten
Vernetzung der Arbeitsmarktakteur*innen vo rantreiben, Entwicklu ng von Strukturen
zum Austausch
Übernahme von Verantwortung der lokalen Wirtschaft für Ausbildung und Qualifizi e-
rung zur Deckung des Fachkräftebedarfs – auch über benachteiligte Zielgruppen – un-
terstützen
Darmstadt, 13.05.2019
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
anlage 1
23641 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
16.05.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat V
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
IV 20
V 50
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0161
Magistratsbeschluss -Nr.
202
Internetfähig
Produkt-Nr.: 315110
Kostenstelle: 050-000-0001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3156-12 Sachkonto: 7288200
Betreff: Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und
komm. Beschäftigungsförderung
Vorlage vom: 13.05.2019
Beschlussvorschlag :
1. Die Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt wir d zur
Kenntnis genommen. Sie ist Grundlage der kommunalen Beschäftigungsförderung und
wird kontinuierlich fortgeschrieben.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 22.05.2019
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.05.2019:
Strategieprozess
Die strategische Verknüpfung von Sozial -, Beschäftigungs -, Arbeitsmarkt - und
Wirtschaftspolitik bleibt in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein geschäftspolitischer
Schwerpunkt und wird durch die kommunale Beschäftigungsförderung als auch durch das
Jobcenter Darmstadt operationalisiert. Integrierte Bestandteile sind die kommunale
Jugendhilfe/ Jugendberufshi lfe sowie die Integrations - und Gleichstellungspolitik.
Grundsätzliche Handlungsschwerpunkte
In der Ausbildungs – und Arbeitsmarktstrategie 2017 wurden bereits Handlungsschwerpunkte
benannt, die weiterhin Gültigkeit haben:
Inklusion und Integration, Stärku ng von Teilhabe und Verteilungsgerechtigkeit
Armut bekämpfen – Existenz sichern
Zielgruppen passgenau fördern
Lokale und regionale Netzwerke stärken, insbesondere Stärkung der
Jugendberufsagentur, intensive Einbindung von Bildungsträgern in kommunale
Netzwerke
Lokalen (sozialen) Ausbildungs - und Arbeitsmarkt sichern
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Die Handlungsschwerpunkte stellen die Grundlage der Ausbildungs - und
Arbeitsmarktstrategie dar. Darüber hinaus werden herangezogen:
aktuelle Arbeitsmarktdate n
Evaluation von laufenden beschäftigungsfördernden Maßnahmen
aktuelle Bedarfslagen und regionale Trends
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bindet regionale Akteur*innen des Arbeitsmarktes in die
Strategieentwicklung ein. Expert*innen und Fachstellen bringe n ihre langjährige Erfahrung
mit den Zielgruppen und ihre Kenntnisse lokaler Gegebenheiten ein, informieren über
veränderte Bedarfe und setzen neue Impulse (im Rahmen von bilateralen Gesprächen,
Steuerungsgruppen, kommunalen Netzwerken, Stadtteilrunden, et c.).
Gemeinsame oder sich ergänzende Angebote werden in kontinuierlicher Abstimmung mit
dem Jobcenter Darmstadt und mit der Agentur für Arbeit konzipiert und weiterentwickelt.
Durch die Kooperation wird ein breites Maßnahmenportfolio vorgehalten, das auf
unterschiedliche Lebenslagen und Zielgruppen ausgerichtet ist und eine möglichst lückenlose
und bedarfsorientierte Förderung gewährleistet. Die Kombination der finanziellen Mittel
ermöglicht die Realisierung von Förderprogrammen und Angeboten, die sonst nic ht möglich
wären. Gleichzeitig werden Doppelstrukturen vermieden. Die Vernetzung ermöglicht
außerdem, dass Maßnahmen ineinander greifen und Förderketten gebildet werden können.
Laufende Maßnahmen werden durch Jobcenter, Jugendamt, Frauenbüro, Amt für Sozia les
und Prävention begleitet, evaluiert und ggfls. an aktuelle Anforderungen angepasst.
Die Jugendberufshilfe ist eigenständiger Schwerpunkt in der Gesamtstrategie
Die bedarfs– und geschlechtergerecht ausgerichteten Angebote für benachteiligte
Jugendliche und junge Erwachsene im Übergang Schule – Beruf werden eigenständig
koordiniert. Dazu zählen insbesondere
die hessenweite Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit am
Übergang Schule – Beruf (OloV)
die Jugendberufsagentur
die mobile Jugendberufshilfe der Wissenschaftsstadt Darmstadt
- 5 -
sowie das ESF -Programm JUSTiQ – Jugend stärken im Quartier.
Gesamtkoordination
Zusammengeführt wird der Strategieprozess durch die 2017 eingerichtete
Koordinationsstelle für beschäftigungsförde rnde Maßnahmen, die sozusagen als
„Netzknoten“ fungiert:
es werden Wahrnehmungen aus verschiedenen Perspektiven heraus
zusammengetragen und mit der Datenlage abgeglichen (Experten *innenmeinungen,
regionale Entwicklungen)
ein gemeinsamer Blick auf eine Ausg angslage wird hergestellt und Ziele und
Handlungsansätze daraus abgeleitet
es wird die „Passung“ von unterschiedlichen Förderm öglichkeiten, insbesondere der
hessischen Arbeitsmarktförderung geprüft
auf die Ziele ausgerichtete Ansätze werden entwic kelt und miteinander abgestimmt
gemeinsam werden Maßnahmen begleitet und nachgesteuert.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unternimmt dabei große Anstrengungen. Zur
Kofinanzierung von ESF –, Bundes– und Landesmitteln für die Förderung von
Jugendberufshilfe und Beschä ftigung benachteiligter Menschen werden im Zeitraum 2017 -
2022 ca. 2,075 Mio. Euro an baren Mitteln oder Personalgestellung eingesetzt.
Demgegenüber stehen 4,5 Mio. Euro an externen Fördermitteln, hinzu kommen 1,12 Mio.
Euro Kofinanzierungsmittel des J obcenters (Eingliederungstitel). In der Summe sind dies
damit 7,695 Mio. Euro.
Trends, positive Entwicklungen und aktuelle Problemlagen
Das Wachstum der Stadt birgt Chancen und Risiken in sich
Die Bevölkerungszahl wächst, insbesondere der Anteil von jungen Menschen und
Ausländer*innen steigt kontinuierlich. Der attraktive Arbeitsmarkt in Darmstadt und der
Region zieht ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolvent *innen an.
Für benachteiligte Menschen wird es aber zunehmend schwieriger, auf dem Ausbildungs –
und Arbeitsmarkt „konkurrenzfähig“ zu sein. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen und
Langzeitleistungsbeziehenden droht die Verfestigung ihrer Situation.
Auf der anderen Seite entwickeln sich auch Chancen. Der Bedarf an Arbeitskräften ist in
einigen Branchen so groß, dass bei Arbeitgeber *innen die Bereitschaft wächst, neue Wege
einzuschlagen, um Ausbildungs – und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit
Vermittlungshemmnissen zu schaffen.
Beispiel: Projekt SoWirt’s - Entwicklung von Menschen mit Fluch t– und
Migrationshintergrund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege und Erziehung
Trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung bleiben individualisierte Unterstützungsangebote
für arbeitsmarktferne Menschen wichtig
Dennoch profitieren etliche Menschen aufgrund multipler Vermittlungshemmnisse bisher
nicht von der positiven Entwicklung. Im Gegenteil – sie entfernen sich immer weiter vom
Arbeitsmarkt. Zur Förderung der Chancengleichheit bzw. sozialer Teilhabe müssen die
unterschiedlichen Gründe für die Schlechterstellung benachteiligter Menschen auf dem
Arbeitsmarkt berücksichtigt werden. Diese sind vielfältig, z.B. durch Behinderung, durch
Sprachbarrieren oder durch geschlechtsspezifische Rollenmuster und müssen entspre chend
individuell und zielgruppenorientiert bearbeitet werden.
- 6 -
Die Menschen müssen entsprechend ihrer Ausgangssituation angesprochen werden, für sie
sind niedrigschwellige, individualisierte und längerfristige Entwicklungsprozesse notwendig.
Wichtig sind geschlechter– und kulturspezifische Angebote, die die Menschen dort abholen,
wo sie stehen. Dazu zählen individuelle Qualifizierung, Praxiseinsätze, Mobilitätsförderung,
eine digitale Grundbildung, Angebote zum deutschen Spracherwerb und
sozialraumorientie rte Vernetzung.
Kontinuität der Beratung und Begleitung ist ein wesentlicher Gelingensfaktor und gleichzeitig
die Herausforderung bei der Angebotskonzeption.
Entsprechende Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und Integration zeigen, dass diese
Vorgehensweise greift. So konnten über das ESF –Projekt BIWAQ während seiner 4 –jährigen
Laufzeit (2015 – 2018) 210 Menschen in Ausbildung und sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung vermittelt werden, 475 Teilnehmende wurden insgesamt beraten, begleitet
und qualifiziert.
Daher werden aktivierende, niedrigschwellige und sozialraumorientierte Maßnahmen
fortgesetzt und – wo sinnvoll – auch inhaltlich weiterentwickelt (z.B. ergänzende
berufsorientierte Sprachförderung, digitales Lernen).
Beispiel: Projekt „Digital dran bleiben für meine Zukunft“, Beratung in Anlaufstellen,
Grundlagenqualifizierung in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege),
Entwicklung digitaler Kompetenzen, Sprachförderung
Das neue Teilhabechancengesetz steht 2019 besonders im Fokus, das Jobcenter plant
derzeit mindestens 20 Förderungen nach §16e und mindestens 10 Förderungen nach §16i.
Auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt prüft derzeit die Einrichtung von entsprechenden
Arbeitsverhältnissen.
Der Bedarf an berufsorientierenden Maßnahmen für Jugendliche wächst
Auch wenn sich die Ausbildungssituation günstig entwickelt hat, sind für
förderungsbedürftige Jugendliche, die besondere Unterstützung im Übergang Schule –Beruf
benötigen, weiterhin Anstrengungen notwendig.
Dabei wird ein praxisnaher Ansatz angelegt, der Lernen und Arbeiten für die häufig
schulmüden Teilnehmer*innen verknüpft (z.B. Jugendwerkstatt, Qualifizierung und
Beratung).
Beispiel: Jugendwerkstatt, Stabilisierung und Aktivierung mit hohen praktischen Anteilen,
Vermittlung berufsrelevanter Kenntnisse, IT – und Medienkompetenzen, Übergang in
Ausbildung oder Beschäftigung
Es gibt aber auch das Angebot zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses.
Das ESF-Projekt JUSTiQ stellt eine wirkungsvolle Ergänzung für schwierig zu erreichende Ju -
gendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre dar. In der Laufzeit 2015 – 2018 sind 163
benachteiligte U27 -Jährige mit erhöhtem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf nach
ihrer Teilnahme in einen Arbeitsplatz oder eine schulische/berufliche Bildung gemündet. In
der neuen Laufzeit vom 01.01.2019 – 30.06.2022 wird der Schwerpunkt auf Case
Management und aufsuchende Jugendarbeit gelegt.
Präventiv sollen Berufsorientierungsangebote un d rechtskreisfreie Beratung wirken, die
bereits in der Schule greifen, insbesondere in Stadtteilen mit besonderen Problemlagen.
Weiterhin werden Angebote zur beruflichen Integration von Jugendlichen aus Förderschulen
vorgehalten.
Gendergerechtigkeit bleib t weiterhin auf der Agenda
Mit dem Beitritt zur „Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ hat
sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt verpflichtet, die Geschlechterperspektive zu
berücksichtigen.
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Strukturelle Geschlechterungleichheiten benachteiligen Frauen bei Erwerbsbeteiligung,
Berufspositionen und Einkommen nach wie vor. Trotz steigender Erwerbsbeteiligung von
Frauen wird Fürsorge – und Hausarbeit immer noch zum Großteil von Frauen geleistet. Diese
traditionelle Arbeitsteilung liegt f ür Familien vor dem Hintergrund ungleicher
Einkommenschancen häufig auf der Hand – durch Nichterwerbstätigkeit, Teilzeit oder
geringfügige Beschäftigung wird Frauen jedoch eine eigenständige Existenzsicherung
erschwert.
Daher werden geschlechtsspezifische Angebote zur Integration in dem Arbeitsmarkt
fortgesetzt.
Beispiele: AGH –Maßnahme „Qualifizierung und Beschäftigung im Bereich Gesundheit und
Soziales“ im Rahmen des AQB, speziell für alleinerziehende Langzeitarbeitslose, ESF –
Bundesprogramm „Perspektive Wi edereinstieg“ für gutqualifizierte Frauen, besonders für
Alleinerziehende, spezialisiertes Fallmanagement für junge alleinerziehende Mütter und
Väter (U25) mit SGBII –Leistungsbezug innerhalb der Jugendberufsagentur).
Die Kinderbetreuungssituation bleibt Hauptthema hauptsächlich für Alleinerziehende sowohl
für die Teilnahme an Maßnahmen als auch für die Vermittlung in Beschäftigung. Ein
Kernpunkt bleibt daher die Ermöglichung einer adäquaten Verbindung von Erwerbs - und
Fürsorgearbeit.
Von den Trägern aller Q ualifizierungsmaßnahmen wird weiterhin die Berücksichtigung der
Anforderungen, die sich aus der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergeben grundsätzlich
gefordert, z.B. Online –Angebote und Blended Learning zur Vermeidung von Fehlzeiten.
Niedrigschwellige, sozialraumorientierte Angebote werden verstetigt
Die in den Stadtvierteln Kranichstein, Eberstadt -Süd sowie im Pallaswiesen - und
Mornewegviertel im Rahmen von BIWAQ eingerichteten niedrigschwelligen Anlaufstellen
bleiben bis auf weiteres erhalten. Diese Struktur für in Bezug auf Arbeitsmarktintegration
ratsuchende Menschen ist mittlerweile gut etabliert und wird besonders von Menschen
genutzt, die über andere Maßnahmen nicht mehr erreicht werden oder Behörden
misstrauisch gegenüber stehen . Darüber hinaus wird über die Anlaufstellen auch die gute
Vernetzung in den Quartieren aufrechterhalten.
Geflüchtete brauchen weiterhin besondere Unterstützung bei der Integration in Ausbildung
und Arbeit
Die Motivation ist bei Geflüchteten sehr groß, gl eichzeitig frustriert die Erfahrung, dass die
Wege in Ausbildung und Arbeit viel langwieriger sind und die Erwartungen relativiert werden
müssen. Haupthindernisse sind:
das notwendige Sprachniveau zu erreichen
einen Schulabschluss zu schaffen
die Anerkennu ng ausländisch er Schul– oder Berufsabschlüsse
unsichere Aufenthaltsstati i und ungeklärte Perspektiven
Traumata.
Wo die sprachlichen Voraussetzungen es zulassen, werden Geflüchtete in Maßnahmen mit
anderen Zielgruppen aufgenommen. Dies hat für beide Seiten Vorteile: es fördert die
gesellschaftliche Integration und den Spracherwerb, auf der anderen Seite wirken die häufig
sehr motivierten und engagierten Geflüchteten vorbildhaft und stabilisierend auf die anderen
Teilnehmenden.
Die Deutschförderung bleibt we iter wichtig, auch wenn Branchen mit Fachkräftebedarf eher
bereit sind, bei Deutschkenntnissen Abstriche zu machen.
Praktika (mit sozialpädagogischer Begleitung) erweisen sich als wichtige Weiche zur
Integration in Arbeit.
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Beispiel: Arbeitsgelegenheiten f ür Geflüchtete und Asylbewerber*innen, Basisqualifizierung
in verschiedenen Arbeitsbereichen und Verbesserung berufspraktischer Kenntnisse,
Vermittlung in Praktika und Qualifizierung, Sprachförderangebot/ Alphabetisierung,
Sozialpädagogische Beratung und B egleitung in allen Fragen der Integration in den
Arbeitsmarkt
Zielgruppen
Zur passgenauen Förderung werden zielgruppenadäquate Angebote vorgehalten, z.B. für den
Erhalt, bzw. die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit, die Bearbeitung der Vereinbarkei t
von Familie und Beruf, das Vorantreiben von Inklusion, das Erlangen eines Schulabschlusses
und der Ausbildungsreife oder für die Verbesserung sprachlicher Kompetenzen.
Schwerpunktzielgruppen sind:
Langzeitarbeitslose und Langleistungsbeziehende,
Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre,
Menschen mit Flucht - und Migrationshintergrund,
Frauen, auch die „stille Reserve“, also nichterwerbstätige Frauen, die einen (Wieder –)
Einstieg in Erwerbsarbeit anstreben,
Alleinerziehende.
In zunehmenden Maß geraten in den Fokus:
Leistungsbeziehende mit psychischen Erkrankungen
Nach Wahrnehmung des Jobcenters und der Koordination Beschäftigungsförderung
besteht in Darmstadt grundsätzlicher Bedarf für wirksame psychosoziale Betreuung
auf dem Weg in Arbeit sowie für Maßnahmen, die der Situation der Betroffenen
gerecht werden. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt - und Berufsforschung der
Bundesagentur für Arbeit haben bundesweit 36,7% der ALG II –Empfänger*innen
psychiatrische Diagnosen.
Auffällig ist, dass viele junge Menschen, teilweise auch mit hoher Qualifikation oder
abgebrochenem Studium, mit psychischen Belastungen zu kämpfen haben.
Junge Frauen/ Mütter mit Migrationshintergrund
Junge Frauen, die nach der Schule weder in Ausbildung, berufsvorbe reitenden
Bildungsmaßnahmen noch in Arbeit sind, werden nur schwer oder gar nicht von
üblichen Hilfsstrukturen erreicht und sind weniger „sichtbar“ . Es handelt sich
überwiegend um Frauen mit Migrationshintergrund, e inige sind verheiratet und/ oder
haben bereits Kinder. Aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds richten sich viele dieser
Frauen in einer einseitig geschlechterbezogenen Rolle ein und stehen einer
Ausbildung, beruflichen Qualifizierung oder Berufstätigkeit ambivalent gegenüber.
Junge (alleinerzieh ende) Frauen mit Kindern haben es aufgrund von
Vereinbarkeitsproblemen besonders schwer, Schulabschlüsse nachzuholen, sich
weiter zu qualifizieren, Ausbildung oder Arbeit zu finden.
Erwerbstätige Leistungsbeziehende/ Geringverdienende
Der Anteil der Erwerbstätigen unter den Leistungsbeziehenden wächst. Hier scheinen
Unterstützungsangebote notwendig zu sein, die den Betroffenen helfen, ihren
Lebensunterhalt aus eigener Kraft bewältigen zu können, z.B. Ma ßnahmen zur
Qualifizierung (wie „Digital dran ble iben für meine Zukunft“ oder Alphabetisierung).
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Ziele 2019 und Folgejahre
Win–Win–Situation für den regionalen Arbeitsmarkt und für benachteiligte Personen –
Beschäftigungsfähigkeit entwickeln und Arbeits – und Fachkräftebedarf decken
Gezielte Qualifizie rung in aktuellen bzw. absehbaren Mangelberufen (Gesundheits –
und Sozialwesen, Unternehmensorganisation, Gastgewerbe sowie im
Dienstleistungsberei ch, z.B. Verkehr – und Logistik)
„SoWirt’s“ (Sozialwirtschaft integriert) – Projekt zur Entwicklung von Mensche n mit
Flucht– und Migrationshintergrund zu Fachkräften für die Bereiche Pflege, Altenpflege
und Erziehung ( die Gesundheits– und Sozialwirtschaft gehört in Darmstadt mit 4.000
Mitarbeitenden zu den größten Arbeitgebenden )
Digitale Inklusion und selbst gesteuertes (digitales) Lernen
o u.a. im Projekt „Digital dranbleiben für meine Zukunft“, Grundlagenqualifizierung
in Fachkräftemangelberufen (Logistik/ Gastro/ Pflege) und Ent wicklung digitaler
Kompetenzen
o oder im Projekt NeW Digitale Lernformate für Wiedereinsteigerinnen
Berufsbezogene Spr achförderung/ Alphabetisierung
o u.a. in Maßnahmen für Asylbewerber*innen und Geflüchtete zur Heranführung an
den Arbeitsmarkt
o oder Fachstelle Deutschförderung (Beratung zu niedrigschwelligen
Sprachförderangeboten in Darmstadt)
Übergangscoaching zur Stabilisi erung von Arbeitsverhältnissen
Gelingenden Übergang Schule –Beruf für benachteiligte junge Menschen ermöglichen
Unterstützung im Übergang Schule –Beruf, insbesondere über JUSTiQ, Ausbau der
Berufsorientierung an Sch ulen sowie der rechtskreisübergreifenden Beratung im
Übergang Schule –Beruf
Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Ausbildungsvorbereitung/ außerbetrieblichen
Ausbildung, stärkere Verknüpfung von Lernen und Arbeit/ Praxis
Etablierung eines „Runder Tisch Ausbil dung“, um für förderbedürftige Jugendliche
Wege in die betriebliche Ausbildung zu bahnen
Erwerbsquote erhöhen zur eigenständigen Sicherung des Lebensunterhalts
Gendergerechtigkeit fördern, z.B. lebensphasenorientierte Berufswegeplanung für
junge Frauen un d Mütter und u.a. auch spezifische Maßnahmen für geflüchtete
Frauen
Alleinerziehendenmaßnahmen im Ausbildungs – und Qualifizierungsbudget
Auch muss weiter daran gearbeitet werden, wie Frauen stärker in Berufe, bzw.
Branchen gelenkt werden können, die nicht „traditionell weiblich“ konnotiert (z.B.
MINT–Berufe) und somit häufig schlechter bezahlt sind
Soziale Teilhabechancen erhöhen für arbeitsmarktferne Menschen, Integration in und
Inklusion auf dem Arbeitsmarkt
Kooperation mit dem Jobcenter zur Schaffung n euer Teilhabechancen
(SGB II §16 e, i) für Langzeitarbeitslose
Weiterentwicklung von Angeboten zur Integration/ Inklusion von Menschen mit
psychischen Beeinträchtigungen
Absicherung von Sozialraumorientierung und struktureller Aufwertung benachteiligter
Quartiere durch Aktivierung der Menschen vor Ort
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Integration von Menschen mit Flucht – und Migrationshintergrund in Ausbildung und Arbeit
unterstützen
Bedarfsorientierte Angebote für sehr heterogene Zielgruppe vorhalten mit
besonderem Fokus auf arbeitsweltbezogene Sprachförderung:
o Sozialwirtschaft integriert
o FriDa - Geflüchtete Frauen, Respekt und Integration in Darmstadt
o Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierung für Geflüchtete und Asylbewerber*innen
o Chance Deutsch – Ausbildungsvorbereitung für F lüchtlinge zum Erwerb des
Hauptschulabschlusses
o DaBai – Darmstadt–Beratung–Aktion–Integration für Flüchtlingsfrauen –
Individuelle Beratung, Erarbeitung einer beruflichen Perspektive, Offene
Sprechstunde, Deutsch -Konversationskurs
o POSSIBLE – Niedrigschwell ige Angebote zur Förderung der Teilhabe und zur Stär -
kung der Integrationsmöglichkeiten, Sprachförderung mit begleitender
Kinderbetreuung
o Deutsch 4U in Darmstadt
o Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)
o Fachstelle Deutschförderung
Integration von Geflüchtete n in Regelmaßnahmen:
o Chance 2.0 – Aktivierungsmaßnahme mit Hauptschulabschluss
o Berufsvorbereitung für Hauswirtschaft und Gastronomie, personenbezogene
Dienstleistung, Metall, Holz und Installationstechnik
Kooperation mit nicht kommunal geförderten Maßnahm en:
o Wirtschaft integriert , Bildungswerk der hessischen Wirtschaft e.V.
o „Vitamin Be“, Bewerber*innencafé des Ev. Dekanats Darmstadt –Stadt
Langfristziele
Neben den notwendigen kurzfristigen Anpassungen an einen sich verändernden Arbeitsmarkt
und entsprechen de Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten orientiert sich die
strategische Ausrichtung an langfristig angelegten Zielen:
Entwicklung von geeigneten Qualifizierungen im Hinblick auf die Stärken der Region
und dem entsprechenden Fachkräftebedarf, ins besondere Sozial – und
Gesundheitssektor, Lagerei/ Logistik, Beru fe der Unternehmensorganisation
Beschäftigungsfähigkeit erhöhen durch integrale Bausteine in möglichst allen
Fördermaßnahmen:
o Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt 4.0, d.h. Fokussierung auf „neue“
Schlüsselkompetenzen wie Kommunikation, Eigeninitiative, Umgang mit
Komplexität, usw.
o Digitale Mündigkeit und Inklusion fördern durch Entwicklung digitaler
Kompetenzen und digitales Lernen, bessere Nutzung digitaler Medien bei der
Berufswahl, der Au sbildungs– und Arbeitsplatzsuche sowie bei der
Qualifizierung
o Berufsbezogene Sprachförderung für alle mit mangelnden
Deutschkenntnissen, insbesondere für Menschen mit Flucht – und
Migrationshintergrund, Angebote zur Alphabetisierung (auch für funktionelle
Analphabeten)
Soziale Teilhabe sichern für diejenigen, die dem ersten Arbeitsmarkt aus
unterschiedlichen Gründen (noch) nicht gewa chsen sind
Gleichstellung von Frauen und Männern vorantreiben und Sicherstellung von
geschlechteradäquaten Angeboten
Vernetzung der Arbeitsmarktakteur*innen vorantreiben, Entwicklu ng von Strukturen
zum Austausch
Übernahme von Verantwortung der lokalen Wirtschaft für Ausbildung und
Qualifizierung zur Deckung des Fachkräftebedarfs – auch über benachteiligte
Zielgruppen – unterstützen
Darmstadt, 13.05.2019
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
anlage 2
185 Zeichen
Punkt 7: Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und komm. Beschäftigungsförderung (V-Nr. 2019/0161) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 3
223 Zeichen
Punkt 28: Ausbildungs– und Arbeitsmarktstrategie 2019 bis 2022 – Jugendberufshilfe und komm. Beschäftigungsförderung - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2019/0161) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0161
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 13.05.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00