V/0840/2016
Jahresabschluss 2015 der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH
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Beschlussvorlage
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V/0840/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2015 der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH Beratungsfolge 27.10.2016 Kulturausschuss Vorberatung 09.11.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Bilanz, die Gewinn - und Verlustrechnung (GuV) sowie d er Lagebericht der G e- schäftsführung für das Geschäftsjahr 2015 (Anlagen 1 – 3) werden zur Kenntnis genom- men. 2. Es wird weiter zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH für das Geschäftsjahr 2015 durch den beauftragten Wirtschaftsprü- fer am 04.07.2016 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabsch luss der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH für das Geschäftsjahr 2015, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 358.957,90 € sowie einem in der GuV ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 1.812,40 € wird festgestellt. b) Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt. c) Der Jahresfehlbetrag 2015 in Höhe von 1.812,40 € wird auf neue Rechnung vorg e- tragen. Vorlagen-Nr.: V/0840/2016 Auskunft erteilt: Herr Scholz Ruf: 492 20 43 E-Mail: ScholzT@stadt-muenster.de Datum: 05.10.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0840/2016 II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Begründung: Die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. We- sentlicher Unternehmensgegenstand ist die Förderung der Kunst und Kultur. Gem. Nr. 16, Buchst a- ben e und f des Gesellschaftsvertrages liegt die Zuständigkeit für die im Beschlusstext genannten Punkte bei der Gesellschafterversammlung. Die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft hat sich durch die im Geschäftsjahr 2014 seitens der Stadt Münster erfolgte Zuführung zur Kapitalrücklage verbessert. Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbe- trages 2015 belief sich das bilanzielle Eigenkap ital der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH zum 31.12.2015 auf 44 T€ (Vorjahresabschlussstichtag: 46 T€). Die GuV für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2015 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.812,40 € ab. Dieser soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der außergewöhnliche Anstieg der „Sonstigen betrieblichen Erträge“ (das sind hauptsächlich die Z u- schüsse der Stadt Münster und des Landes NRW) um 461 T€ auf 1.282 T€ ist auf einmalige projek t- bezogene Zuschüsse für das Festival “Flurstücke 015“ zurückzuf ühren. Dementsprechend hat sich auch der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Umsatzerlöse (Einnahmen aus Ei n- trittsgeldern und Getränkeverkauf) verringerten sich um 20 T€ auf 120 T€. Der Personalaufwand stieg um 32 T€ auf 256 T€. Der Beirat der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH hat in seiner Sitzung am 15.09.2016 über den Ja h- resabschluss 2015 beraten und der Gesellschafterversammlung einstimmig empfohlen, entsprechend dem o.a. Beschlussvorschlag 3. zu entscheiden. In Vertretung gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Bilanz zum 31.12.2015 GuV für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2015 Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2015
JA2015_Bilanz_GuV_Lagebericht
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Anlage 1-zurVorlage'Vv/084972 AKTIVA A. Anlagevermögen 'Sachanlagen 4. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung B. Umlaufvermögen I Il. Vorräte. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ” 2. sonstige Vermögensgegenstände " Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ©. Rechnungsabgrenzungsposten Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH, Münster Bilanz zum 31. Dezember 2015 31.12.2015 31.12.2014 € € 43.181,00 46.748,00 20.223,00 24.534,00 23.389,00 19.008,00 86,773.09, 4.31 3.360.20 9.641,06 8.539,68 1.432190 _____2.128,65 . 11.073,25 10.668,33 ___254.812,08 268.251.11 anne DIS near 28227984, rennen ORT. een RER. E70 __ 37455525 A. PASSIVA Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital N. Kapitalrücklage Hl. Verlustvortrag aus dem Vorjahr IV. Jahresfehlbetrag Sonderposten für Zuwendungen Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2. Sonstige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 31.12.2015 31.12.2014 € € 50.000,00 50.000,00 32.689,19 32.689,18 -36,890,34 -33.476,78 1.812,40 -3.413,56 a TREE 45:798,88 3445871. BRITANN, . BRBRTZ, 95.550,21 65.548,55 23.961,67 17.799,88 ARLFAuh: 83.348,43 358,957,99 374,555,25 sono ® Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Jahresfehlbetrag Anlage 2 zur Vorlage \V/0840/2016 Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH, Münster Gewinn- und Verlustrechnung 2015 2015 2014 € ° € Umsatzerlöse . 119.491,94 139.629,50 Sonstige betriebliche Erträge 1.281.690,79 . 820.814,77 Materialaufwand Aufwendungen für bezogene . Leistungen -653.813,79 -153.892,74 " -653.813,79 -153.892,74 Rohergebnis 747.368,94 -806.551,53 Personalaufwand j a) Löhne und Gehälter -202.130,30 " -179.358,01 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für . Unterstützung _ -53.732,51 44.556,73, -255.862,81 _ 223,914,74 Abschreibungen . -19.802,55 j . -19.484,97 Sonstige betriebliche Aufwendungen " -473.533,66 -566.665,52 17,68 100,14 1.812,40 -3.413,56 Anlage 3 zur Vorlage V/0840/2016 Seite 1 Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH, Münster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 2015: Die gGmbH in ihrem 17. Geschäftsjahr “ Durch einen Beschluss des Rates der Stadt Münster aus dem Jahr 1998: ist das Aufgaben- spektrum für die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH klar umrissen worden. Dieser Ratsbe- schluss bildete die. Grundlage für unsere Arbeit im Berichtsjahr 2015. Die zentralen Aufgabenstellungen lauten wie folgt: „Mit dem Theaterzentrum soll ein Aufführungs- und Produktionsort, ein Zentrum, geschaffen werden, in dem intensiv gearbeitet werden kann und in dem ständig die Auseinandersetzung um die aktuellen künstlerischen Fragen auf der Höhe des nationalen und internationalen Diskurses stattfindet. Die Aufgabenstellung eines solchen Hauses ergibt sich aus den Bereichen des freien Theaters, die in Münster bisher kaum oder gar nicht abgedeckt wurden: _ qualifiziertes und deutliches Engagement für die besten Produktionen des freien Theaters aus Münster, - Präsentation von nationalem und internationalem freien Theater in der Stadt, - Kooperation mit Institutionen anderer Kunstsparten, z. B. Kunstakademie, Musikhoch- schule, Universität (Münster ist neben Köln und Düsseldorf die einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen, in der beide Hochschulen vertreten sind), - Entwicklung interdisziplinärer Programme, _ Gastgeber für wichtige Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland, Anlage: ” < Seite 2 - Forum für wissenschaftliche, theaterästhetische und theaterpädagogische Ausein- andersetzung, Adresse für qualifizierte Aus- und Fortbildung von Künstlern, _ Erprobung neuer Arbeitsfelder und -strukturen für Künstler und Künstlerinnen. Auch im 17. Geschäftsjahr hat sich die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH diesen Aufgaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten erfolgreich gestellt. Das vom Theater getragene Probe- zentrum „Hoppengarten" leistet durch die dort vorgehaltene Infrastruktur für die unabhängig arbeitenden Labels und:internationale Kooperationsprojekte unverzichtbare Dienste. Auf die beispielhafte Funktion des Probezentrums Hoppengarten haben wir bereits in den Lage- berichten der Vorjahre hingewiesen. Alle Aktivitäten der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH im Jahr 2015 waren darauf ausge- richtet, die öffentliche Zwecksetzung adäquat umzusetzen: Das bezieht sich insbesondere auf die Förderung durch die Stadt Münster und das Land NRW. Der hier vorgelegte Lage- bericht ist als Stellungnahme zur Zweckerreichung anzusehen. Die Immobilien: Räumlich-technische Situation und Problemfelder Das Theatergebäude Die räumliche Situation im Theater an der Gartenstraße 123 ist positiv und die im Lage- bericht des Vorjahres angesprochene notwendige Modernisierung des Foyers- und Theken- bereiches begann im Winter 2015 und wird im Sommer 2016 abgeschlossen werden. Die von der Unwetterkatastophe am 28.7.2014 verursachten Sachschäden sind mittlerweile rest- los beseitigt und wurden aus Eigenmitteln finanziert. Anlage: 3 Seite 3 Wie auch in den Vorjahren werden alle baulichen Maßnahmen für das Theatergebäude in der Gartenstraße in Zusammenarbeit mit dem Amt für Immobilienmanagement der Stadt Münster realisiert. Die Zusammenarbeit ist wie in-den Vorjahren vertrauensvoll und effektiv. Aufgrund knapper Ressourcen des Amtes können wichtige Maßnahmen nur in Teilbe- reichen realisiert werden. Für das Großprojekt "SkulpurProjekte" werden umfangreiche Arbeiten im Außenbereich des Pumpenhauses im Laufe des Jahres 2016 und Frühjahr 2017 stattfinden, die den Etat des Pumpenhauses nicht belasten werden. Ungeachtet all dieser positiven Entwicklung darf nicht aus dem Auge verloren werden: Mittel- fristig Ist eine Renovierung des gesamten Bühnenbodens in der Aufführungshalle notwendig. Wir versuchen diese Erneuerung noch drei bis vier Jahre hinauszuschieben.. Das Probezentrum Hoppengarten Der Probebetrieb im Hoppengarten läuft weitgehend reibungslos. Wie im Bericht des Vor- Jahres dargestellt, sind die zentralen Problemfelder im Probezentrum Hoppengarten j finanzieller und bautechnischer Art. Die Gebäudesubstanz aus den 60er Jahren ist problematisch. Wasserschäden im Decken-/ und Kellerbereich gehören fast zur Normalität. Alle Fenster müssten mittelfristig ausgetauscht werden. Bautechnisch sind es Antiquitäten, die einfach immer weiter verrosten. Hier kann nur in Abstimmung mit dem Eigentümer Wohn+Stadtbau GmbH Abhilfe geschaffen werden, was wahrscheinlich nur durch einen intensiven Dialog mit den politischen Vertretern im Aufsichtsrat auf den Weg gebracht wer- den kann. Die notwendige Erhöhung des Komforts der dort arbeitenden Gruppen ist sehr kostenintensiv und nur rudimentär aus den Eigenmitteln der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH möglich. Ebenso ist die technische und organisatorische Betreuung des gesamten Hoppengarten- komplexes auf das Notwendigste beschränkt. Eine adäquate qualifizierte und kontinuierliche Betreuung würde die Einrichtung einer festen Teilzeitstelle mit 20 Std. bedeuten. Das ist mit unseren derzeit vorhandenen finanziellen Mitteln schlichtweg nicht machbar. Anlage | 3 Seite 4 2015 das Geschäftsjahr im Zeichen des Festivals "Flurstücke 015" Das zentrale Gravitationsfeld in 2015 war unsere Einbindung in das Festival "Flurstücke 015" auf veranstalterischer,; kuratorischer, persöneller, infrastruktureller und technischer Ebene. Das. Festival war ein durchschlagender Erfolg - das größte Open-Air-Festival in der Geschichte der Stadt Münster mit mehr als 27.000 BesucherInnen. Es war ein Erfolg des Kuratorenmodells, der innerstädtischen Kooperation und der Arbeit aller Beteiligten, von den . ‚beteiligten Künstlern bis hin zum technischen Team. Es war schlichtweg großartig. “Für die interne Realität war es eine der größten Herausforderungen in unserer Geschichte . und nur in Teilen vergleichbar mit unserem "Statements" Festival 2010. Die Ressourcen-, Personal-, Finanz- und Programmplanung des Pumpenhauses war an der Absicherung des : "Flurstücke-Festivals" ausgerichtet. Konkret bedeutete dies, dass wir uns als Mitveranstalter darauf einrichten mussten, eventuelle Fehlbeträge des Festivals aus unseren Eigenmitteln zu decken. Wir hatten dazu einen Sicherheitspuffer aus unseren internen Programmmitteln in Höhe von 50 TSD Euro eingebaut, der erst im Juli 2015 aufgelöst werden konnte. Dies beeinflußte wesentlich die Quantität und Qualität des Programmangebots und zwar in die negative Richtung. Unser Engagement für „Freie Darstellende Künste“ im Pumpenhaus in 2015 Sichtbar für Publikum und Politik wird unser Engagement für die „Freie Darstellende Kunst® fast nur durch unseren Spielplan. Die Vorproduktions- und Probenprozesse, sowie die aufwendigen technischen Einrichtungen für die Produktionen sind für Außenstehende „unsichtbar“. Diese unsichtbare Arbeit macht sicherlich über 70 % unserer internen Arbeit aus. Hier nun zu den verbleibenden sichtbaren knapp 30 %. Die massive Präsenz unser Koproduktionen im In- und Ausland wird leider, wie in den Vorjahren, von der lokalen Presse- landschaft ignoriert, da’ es „kein Thema mit lokaler Relevanz“ sei. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorberichterstattung redaktionell bis zur Unkenntlichkeit eingeschrumpft wird. Anlage” 2 Seite 5 Wesentlich war der Spielplan des Jahres 2015 geprägt durch die Präsentation von Produktionen der lokalen Szene, überregionalen und internationalen Gastspielen. Dominierende "Größe im Gastspielbereich waren Tanzvorstellungen mit nationalen und internationalen Compagnien, die häufig in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus entstanden. Der Übersichtlichkeit halber sind die Produktionen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Alle Koproduktionen sind fett markiert. Adam Riese (Münster) Adam Riese (Münster) Adam Riese (Münster) . Andcompany&Co. (Berlin) Abattoir Ferm& (Belgien) "Arco Renz/Kobalt Works/VNob (Belgien) Banse/Ouwens (Münster/Köln) Bodytalk + Warless Day (Bonn) Bodytalk/Teatr Tanca (Bonn/Poznan) Cactus Junges Theater (Münster) , Cactus Junges Theater (Münster) Cactus Junges Theater (Münster) Cactus Junges Theater (Münster) Cactus Junges Theater (Münster) Chinesischer Nationalcircus Cooperativa Maura Morales (Düsseldorf) Dana Michel (Montreal) Daniel Löveill& danse (Montreal) Dumb Type (Kyoto) Ensemble ARTIG (Münster) Forced Entertainment (Sheffield) Geörgette Dee (Berlin) Gitarrengipfel #2 ‚Half past selber schuld (Düsseldorf) Ina Roß Die Adam Riese Show 1/2015 Die Adam Riese Show 2/2015 Die Adam Riese Show 3/2015 Orpheus in der Oberwelt. Monkey Hanoi Stardust The deeper I go Fleshmob mit Toten Jewrope Darum Ich Kampf Die Marschroniken meat the girl(s) Extremities Passt schon Shanghai Nights unplugged Sisyphos war eine Frau Yellow Towel Solitudes Duo Filmnacht König Ubu Tomorrow’s Parties Konzert Konzert Pinocchio Sanchez Wie überlebe ich als Künstler Jan Martens & Peter Seynaeve/Campo (BE) Keren Levi (Amsterdam) Kim Itoh & Zan Yamashita (Tokyo/Kyoto) Krieg & Nolte (Köln) Ma-ke & RUE OBSCURE (Münster) Machina eX (Berlin) Mark Sieczkarek Company (Wuppertal) Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln) Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln) Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln) Paradeiser productions (Münster/HH) Philippe Blanchard (Frankreich) Raimund Hoghe (Düsseldorf/Paris) RedArt & Hartmann + Konsorten Samaldo Tamatues Horseproduction Schrägstrichtheater (Münster) Skills ‚Small Beast Münster #1 Small Beast Münster #2 Stiftung Bürger für Münster. Takao Kawaguchi & Mitsuyo Uesugi (Japan) Theater en face (Münster) Theater Operation (Münster) Theater Operation (Münster) Theater Sycorax (Münster) Transittheater Wilko Franz (Münster) Anlage.’ 3 Seite 6 Victor Clubbing Namaeganai ' Desert Inspiration so kiss me goodbye now Right of Passage The Tower Bronze by Gold Corps Etrangers for four + Nature Morte L’Inferno There are no such things as silly things Songs for Takashi Zu Gast bei W./W. Hiller Du hast Zucker, Junge! LebLos! Pioneer Konzert Konzert Alltagshelden... About Kazuo Ohno I like my Sisters and my Sisters like me Die Angehörigen Halbstarke Halbgötter Ein Lächeln mach ich Ihnen . Der Messias ‚ AV Picknick #13 Anlage." 3 Seite 7 im Berichtsjahr 2015 fanden insgesamt 157 Aufführungen von 53 unterschiedlichen Produktionen in unserem Theater statt. 34 .der aufgeführten Produktionen sind als Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus entstanden, wurden von uns intensiv be- gleitet und unterstützt. 26 davon mit "heimischen Gewächsen", den Münsteraner Labels. Wie auch in den Vorjahren ist der Kernbereich der Programmierung das Jugendtheater und der zeitgenössische Tanz. Mit unserem Programmangebot :haben wir 13.812 Zuschauerlnnen erreicht, das entspricht einem Zuschauerrückgang von 1631 Personen gegenüber dem Vor- "jahr. Die Gründe dafür sind einfach auszumachen: Auf Seiten der produzierenden Labels gab es sehr viele Kleinformate lokaler Gruppen mit einer maximalen Zuschauerkapazität von 30 - 50 Personen, und - das muss man leider auch sagen - den kolossalen Flopp einer Münsteraner Gruppe im Spätherbst, der das Theater für fast zwei Wochen im wahrsten Sinne des Wortes lahmlegte. Auf der Programmseite des Pumpenhauses: Keine "Indoor- Festivals/Sonderprojekte" und der Wegfall attraktiver Gastspiele aufgrund ‚der Risikoab- federung des "Flurstücke-Festivals". Trotz dieser Einschränkungen ist es uns im vorliegenden Berichtsjahr gelungen, durch eine intelligente Programmierung und Präsentation lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Arbeiten, verschiedene Sichtweisen und ästhetische Positionen in den inner- ' städtischen ästhetischen Diskurs einzubringen, aber auch in Münster entwickelte und kopro- duzierte Formate auf nationale oder internationale Gastspiel-Touren zu schicken. Die Art der Programmierung hat sich als sehr fruchtbar erwiesen, um an einem theatralen Diskurs auf Höhe der Zeit teilzunehmen, und soll deshalb auch in Zukunft konsequent weitergeführt werden. Anlage: 3 Seite 8 Auswärtsspiele und Heimspiele Lokale, nationale.und internationale Präsenz Der Jugendtheaterbereich ist: eine der wichtigsten Säulen in unserer Arbeit, um junge Menschen für das Format Theater/Darstellende Künste zu begeistern, und somit junges Publikum für das Theater zu gewinnen. Zu nennen sind ‚an dieser Stelle vor allem das bundesweit erfolgreiche „Cactus Junges Theater“,.dessen zentraler Koproduktionspartner wir von Beginn an waren, sind und auch in ’Zukunft bleiben werden. Auch der konsequente Aus- bau unseres lokalen Projektes Push (Pumpenhaus und Schule) konnte in 2015 erfolgreich weitergeführt werden. Die Zielsetzung dieser Kooperation zwischen unserem Haus und Münsteraner Schulen besteht dabei in der qualifizierten Erweiterung und Weiterentwicklung’ der schulischen Schwerpunkte „Darstellendes Spiel“, sowie anderer Kunst- und Literatur- angebote. Der schulische Theaterunterricht soll um die praktische Realität erweitern werden, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, die Konstruktion und Um- kostruktion von Wirklichkeit durch die körperliche -Aufführungspraxis zu erfahren. Das Push- Projekt konnten wir im Berichtsjahr weiter ausbauen und durch Zusatzangebote ergänzen, um zukünftige Generationen für das Medium Theater zu sensibilisieren. Beide Partner im "Jugendtheaterbereich sind vielfache Preisträger und generieren landes- und bundesweite Aufmerksamkeit. Im Berichtsjahr 2015 wurde die Koproduktionssparte des Pumpenhauses auf hohem Niveau fortgesetzt und leistete das, was von Künstler-, Publikums- und Fördererseite von ihr verlangt wird: Herausragende Künstler aus dem In- und Ausland an das Haus zu binden, um so, mit Blick auf die Zukunft, permanent künstlerisch hochwertige Impulse in die Stadt - auch in die lokale Szene - zu tragen. Zu nennen sind hier langjährige Koproduktionspartner wie Thorsten Lensing, Jan Decorte, Liesbeth Gruwez, Raimund Hoghe, Keren Levi oder Mouvoir/ Stephanie Thiersch, die die Pumpenhaus-Koproduktionen auch international auf wichtigen Festivals und in großen Häusern präsentieren. So waren Pumpenhaus-Koproduktionen im Jahr 2015 national und international auf Tour. Von Abidjan bis Zürich,. Bahia und Tokyo. Darunter solch wichtige Orte wie das Guggenheim Museum in Bilbao, das Theatre de la Bastile in Paris und das Bolschoi Theater in Moskau. Anlage '.: 3 Seite 9 “ Ein besonderer Höhepunkt war die Einladung unserer Koproduktion „Much Dance“ von Jan Decorte zur Ruhrtriennale 2015 und deren Übernahme in. das Repertoire des weltbekannten Regisseurs Johan Simons. Wir sind stolz auf die viel beachteten Arbeiten unserer Künstler- Innen und werden auch in Zukunft alles daran setzten, sie in ihrer Arbeit und in der Ausein- andersetzung mit dem MediumTheater so gut wie möglich zu unterstützen. Handlungsspielräume im Geschäftsjahr 2015: Das Jahr konnte ohne. "Notfallszenarien" oder Überbrückungskredite finanziell gestaltet werden. Auch wenn es zynisch klingen mag: In 2015 hatten wir wie in den Vorjahren zu wenig Geld, aber es war pünktlich da. Aufgrund der ‘gleichgebliebenen finanziellen Aus- - stattung setzten sich die seit Jahren bekannten Problemfelder in 2015 unverändert und naht- los fort. Notwendige Maßnahmen der Risikoabfederung des "Festivals Flurstücke" hatten allerdings negativen Einfluss auf die Arbeit des Theaters. Förderung durch die Stadt Münster und das Land NRW Die Dichte, sowie die inhaltliche. und ästhetische Qualität dieses Programms konnte nur sichergestellt werden durch die Förderung seitens der Stadt Münster und des Landes NRW, ergänzt durch Kasseneinnahmen und Zuschüsse Dritter. Die finanzielle Förderung durch das Land NRW betrug € 245.000,00. Zusätzlich erhielt das Theater mit dem Förderprogramm des Landes „Mittelzentren Tanz“ € 30.000,00, so dass von der Landesebene insgesamt € 275.000,00 zur Verfügung gestellt wurden. Die Gesamtförderung der Stadt Münster betrug € 406.570,00, unterteilt in den Betriebskostenzuschuss in Höhe von € 349.590,00 und den Zuschuss für das Probenzentrüm Hoppengarten in Höhe von € 56.980,00. Anlage‘ 3 Seite 10 Die Personalsituation in 2015 Ein Theater lebt von und mit den dort arbeiteriden Menschen. Das sind: 1 Geschäftsführung/Leitung (Vollzeit) 1 Technische Leitung (35 Std./Woche) 1 Buchhaltung (24 Std./Woche) 1 Auszubildender Veranstaltungstechnik (bis 06/2015) 1 Auszubildende Veranstaltungstechnik (bis 07/2016) 1 Auszubildender Veranstaltungstechnik (bis 08/2017) 1 Auszubildender Veranstaltungstechnik (ab 09/201 5) 3 BFDler/Innen (bis 08/2015) 1 BFDler/in (bis 10/2015) 2 BFDler/Innen (bis 08/2016) Hinzu kommen 10 bis 15 Honorarkräfte auf 400,00/450,00 Euro Basis für die Bereiche Büro- und Telefondienst, Theke, Kasse, Spielplanverteilung, Reinigung. Es ist nicht möglich, mit einem Personalstamm von ganzen 2,5 festen Mitarbeitern (Geschäftsführung, Technischer Leiter und Buchhaltung) ein Theater zu führen, das zugleich eine große Veranstaltungsdichte aufweisen und zudem impulsgebend arbeiten soll. Der normale Alltag ist schon eine Überforderung und nur mit hoher. Selbstausbeutung zu "über- stehen". Die notwendige konzeptionelle Weiterentwicklung bereits existierender Arbeitsfelder ist nur sehr eingeschränkt zu leisten, und die Mitarbeit an größeren internationalen Kooperationsprojekten ist nur rudimentär zu bewerkstelligen. Die Ist-Situation wurde "gemanaged", aber die Qualität der Arbeit leidet. Personailpolitisch besteht Handlungsbedarf im dramaturgischen, administrativen und im technischen Bereich. - Hier sind wir aber von einer langfristigen Lösung noch immer weit entfernt. Es bedarf eines klaren Statements von Verwaltung und Politik, um eine langfristig tragfähige Personal- und Finanzformel für das Theater im Pumpenhaus zu etablieren. Dies ist eine der Hauptaufgaben der kommenden Jahre. Anlage 2 Seite 11° Die komplizierte Ist-Situation in Stichworten: - zu geringe Personaldecke - strukturell bedingte hohe Personalfluktuation durch BFDlerInnen und Azubis - daraus resultierende Überforderungen und Qualitätsmängel .- ungenügender Wissenstransfer _ konzeptionelle Weiterentwicklungen werden erschwert : Aber einen erfreulichen Punkt zum Abschluss der Personalsituation: Wir werden von allen gastierenden Gruppen gelobt für die Qualität, Professionalität und das Engagement unserer Mitarbeiter. Wir haben trotz der finanziellen Engpässe ein sehr gutes Betriebsklima. Und freuen uns über die hohe Anzahl von BFDlern, die anschließend bei uns in die Ausbildung gehen und sind stolz auf unsere Alt-Azubis, die.alle ihre Prüfungen bestanden haben. Die "intern" schwierige Personalsituation wird verstärkt durch externe Faktoren, die auch schon in den Lageberichten der Vorjahre dargestellt wurden. Stichwortartig seien hier .nur: aufgeführt: _ große städtische Kooperationsprojekte für das Theater schmeizen ab (Ausnahme ist da nur das "Festival Flurstücke") _ die Rhein- und Ruhrorientierung dominiert in der Landeskulturpolitik - ... die Kulturpolitik des Landes ist wesentlich Strukturpolitik und "münsterlandblind"” - Berlinzentrierung wird durch Förderschwerpunkte des Bundes zementiert - schrumpfende kommunale Etats verunmöglichen das Einwerben von Koproduktions- geldern seitens der produzierenden Labels Anlage :* 3 Seite 12 Das Betriebsergebnis 2015 Das Betriebsergebnis weist ein. Minus in Höhe von € 1.812,40 aus. Wir halten die Höhe des erreichten negativen Ergebnisses für äußerst positiv. Perspektiven In den. Lageberichten der Vorjahre (ab 2012) haben wir immer wieder auf die strukturelle Unterfinanzierung der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH hingewiesen. Sie ist nicht behoben. Wir haben in den politischen Gremien darauf hingewiesen, dass wir mit der der- zeitigen Finanzausstattung am und unter dem Limit arbeiten, aber bereit sind, das in den Jahren 2015 bis 2017 "durchzuziehen" und "auszuhalten". Warum? Aus kulturpolitischen Gründen: Wir wollen. den finanziellen Gestaltungsspielraum der ‚Politik zugunsten einer stärkeren Unterstützung der "Freien Szene" nicht unterlaufen. Wir sind davon überzeugt, dass die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt eine vielfältige, divergente und hochwertige Szene braucht, die unabhängig von Behörden- und Institutionsdynamiken arbeitet. Wir wollen allerdings auch nicht in einem größer werdenden Strudel von immer neuen Rettungsaufrufen und Schließungsandrohungen untergehen. Wir werden in 2017 einen qualifizierten Entwurf für ein längerfristiges Finanzierungsmodell vorlegen und hoffen dann auf intensive Diskussionen und letztlich auf ein positives Signal aus der Politik. Es geht um die Zukunft der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH. Festzustellen ist wie im Vorjahr: wir rechnen in den kommenden zwei Jahren nicht mit einer drohenden künstlerisch/finanziellen „Havarie*; sondern mit einer „Schieflage“, deren Neigungswinkel sich bei konsequentem Nichthandeln allerdings kontinuierlich und massiv vergrößern wird. Dringende Handlungsnotwendigkeit besteht ab Beginn des Haushaltsjahres 2018. Wir streben für 2016 ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau an. Anlage: 2 Seite 13 Zwei Sätze zum Schluss Nur das klare und verlässliche finanzielle Commitment des Landes NRW im Zusammenspiel mit einer adäquaten Förderung durch die Stadt Münster kann die Existenz des Theaters im Pumpenhaus in seiner gegenwärtigen Form sicherstellen. Konsequente finanzielle Schritte sind in den kommenden Jahren notwendig, wenn man das Theater im Pumpenhaus weiterhin zukunftsfähig aufstellen und nicht als teilnehmender Beobachter dessen schleichender Erosion beiwohnen will. . Münster, den 1. Juli 2016 gez. Ludger Schnieder
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Gartenstraße 123
- Hoppengarten
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Details
- Aktenzeichen
- V/0840/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 29.09.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37