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V/0840/2016

Jahresabschluss 2015 der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH

Vorlagen 29.09.2016

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 09.11.2016, TOP 3

Beschlussvorlage

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Ansehen

JA2015_Bilanz_GuV_Lagebericht

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Ansehen

Beschlussvorlage

3408 Zeichen

V/0840/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2015 der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.10.2016 Kulturausschuss Vorberatung 
09.11.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Bilanz, die Gewinn - und Verlustrechnung (GuV) sowie d er Lagebericht der G e-
schäftsführung für das Geschäftsjahr 2015 (Anlagen 1 – 3) werden zur Kenntnis genom-
men. 
 
2. Es wird weiter zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der Theaterhaus 
Pumpenhaus gGmbH für das Geschäftsjahr 2015 durch den beauftragten Wirtschaftsprü-
fer am 04.07.2016 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Theaterhaus 
Pumpenhaus gGmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der Jahresabsch luss der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH für das Geschäftsjahr 
2015, abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit  358.957,90 € 
 
sowie einem in der GuV ausgewiesenen 
Jahresfehlbetrag von        1.812,40 € 
 
wird festgestellt. 
 
b) Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt. 
 
c) Der Jahresfehlbetrag 2015 in Höhe von 1.812,40 € wird auf neue Rechnung vorg e-
tragen. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0840/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Scholz 
Ruf: 
492 20 43 
E-Mail: 
ScholzT@stadt-muenster.de  
Datum: 
05.10.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0840/2016 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Keine 
 
 
 
 
Begründung: 
 
 
Die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. We-
sentlicher Unternehmensgegenstand ist die Förderung der Kunst und Kultur. Gem. Nr. 16, Buchst a-
ben e und f des Gesellschaftsvertrages liegt die Zuständigkeit für die im Beschlusstext genannten 
Punkte bei der Gesellschafterversammlung. 
 
 
Die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft hat sich durch die im Geschäftsjahr 2014 seitens der Stadt 
Münster erfolgte Zuführung zur Kapitalrücklage verbessert. Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbe-
trages 2015 belief sich das bilanzielle Eigenkap ital der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH zum 
31.12.2015 auf 44 T€ (Vorjahresabschlussstichtag: 46 T€). Die GuV für die Zeit vom 01.01. – 
31.12.2015 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.812,40 € ab. Dieser soll auf neue 
Rechnung vorgetragen werden. 
 
Der außergewöhnliche Anstieg der „Sonstigen betrieblichen Erträge“ (das sind hauptsächlich die Z u-
schüsse der Stadt Münster und des Landes NRW) um 461 T€ auf 1.282 T€ ist auf einmalige projek t-
bezogene Zuschüsse für das Festival “Flurstücke 015“ zurückzuf ühren. Dementsprechend hat sich 
auch der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Umsatzerlöse (Einnahmen aus Ei n-
trittsgeldern und Getränkeverkauf) verringerten sich um 20 T€ auf 120 T€. Der Personalaufwand stieg 
um 32 T€ auf 256 T€. 
 
 
Der Beirat der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH hat in seiner Sitzung am 15.09.2016 über den Ja h-
resabschluss 2015 beraten und der Gesellschafterversammlung einstimmig empfohlen, entsprechend 
dem o.a. Beschlussvorschlag 3. zu entscheiden. 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
 
 
 
Anlagen: 
 Bilanz zum 31.12.2015 
 GuV für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2015 
 Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2015

JA2015_Bilanz_GuV_Lagebericht

23805 Zeichen

Anlage 1-zurVorlage'Vv/084972

AKTIVA

A. Anlagevermögen

'Sachanlagen

4. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen

I

Il.

Vorräte.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ”
2. sonstige Vermögensgegenstände "

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

©. Rechnungsabgrenzungsposten

Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH, Münster

Bilanz zum 31. Dezember 2015

31.12.2015 31.12.2014
€ €
43.181,00 46.748,00
20.223,00 24.534,00
23.389,00 19.008,00
86,773.09,

4.31 3.360.20
9.641,06 8.539,68

1.432190 _____2.128,65

. 11.073,25 10.668,33
___254.812,08 268.251.11
anne DIS near 28227984,
rennen ORT. een RER.

E70 __ 37455525

A.

PASSIVA

Eigenkapital

1. Gezeichnetes Kapital

N. Kapitalrücklage

Hl. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
IV. Jahresfehlbetrag

Sonderposten für Zuwendungen

Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen

Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2. Sonstige Verbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2015 31.12.2014
€ €
50.000,00 50.000,00
32.689,19 32.689,18
-36,890,34 -33.476,78
1.812,40 -3.413,56
a TREE 45:798,88

3445871. BRITANN,

. BRBRTZ,

95.550,21 65.548,55
23.961,67 17.799,88
ARLFAuh: 83.348,43

358,957,99 374,555,25

sono ®

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Jahresfehlbetrag

Anlage 2 zur Vorlage \V/0840/2016

Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH, Münster

Gewinn- und Verlustrechnung 2015

2015 2014
€ ° €
Umsatzerlöse . 119.491,94 139.629,50
Sonstige betriebliche Erträge 1.281.690,79 . 820.814,77
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene .
Leistungen -653.813,79 -153.892,74
" -653.813,79 -153.892,74
Rohergebnis 747.368,94 -806.551,53
Personalaufwand j
a) Löhne und Gehälter -202.130,30 " -179.358,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für .
Unterstützung _ -53.732,51 44.556,73,
-255.862,81 _ 223,914,74
Abschreibungen . -19.802,55 j . -19.484,97
Sonstige betriebliche Aufwendungen " -473.533,66 -566.665,52

17,68 100,14

1.812,40 -3.413,56

Anlage 3 zur Vorlage V/0840/2016
Seite 1
Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH, Münster

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

2015: Die gGmbH in ihrem 17. Geschäftsjahr

“ Durch einen Beschluss des Rates der Stadt Münster aus dem Jahr 1998: ist das Aufgaben-
spektrum für die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH klar umrissen worden. Dieser Ratsbe-
schluss bildete die. Grundlage für unsere Arbeit im Berichtsjahr 2015.

Die zentralen Aufgabenstellungen lauten wie folgt:

„Mit dem Theaterzentrum soll ein Aufführungs- und Produktionsort, ein Zentrum, geschaffen
werden, in dem intensiv gearbeitet werden kann und in dem ständig die Auseinandersetzung
um die aktuellen künstlerischen Fragen auf der Höhe des nationalen und internationalen
Diskurses stattfindet. Die Aufgabenstellung eines solchen Hauses ergibt sich aus den

Bereichen des freien Theaters, die in Münster bisher kaum oder gar nicht abgedeckt wurden:

_ qualifiziertes und deutliches Engagement für die besten Produktionen des freien

Theaters aus Münster,
- Präsentation von nationalem und internationalem freien Theater in der Stadt,

- Kooperation mit Institutionen anderer Kunstsparten, z. B. Kunstakademie, Musikhoch-
schule, Universität (Münster ist neben Köln und Düsseldorf die einzige Stadt in

Nordrhein-Westfalen, in der beide Hochschulen vertreten sind),
- Entwicklung interdisziplinärer Programme,

_ Gastgeber für wichtige Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland,

Anlage: ” <
Seite 2

- Forum für wissenschaftliche, theaterästhetische und theaterpädagogische Ausein-

andersetzung,
Adresse für qualifizierte Aus- und Fortbildung von Künstlern,
_ Erprobung neuer Arbeitsfelder und -strukturen für Künstler und Künstlerinnen.

Auch im 17. Geschäftsjahr hat sich die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH diesen Aufgaben
im Rahmen ihrer Möglichkeiten erfolgreich gestellt. Das vom Theater getragene Probe-
zentrum „Hoppengarten" leistet durch die dort vorgehaltene Infrastruktur für die unabhängig
arbeitenden Labels und:internationale Kooperationsprojekte unverzichtbare Dienste. Auf die
beispielhafte Funktion des Probezentrums Hoppengarten haben wir bereits in den Lage-
berichten der Vorjahre hingewiesen.

Alle Aktivitäten der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH im Jahr 2015 waren darauf ausge-
richtet, die öffentliche Zwecksetzung adäquat umzusetzen: Das bezieht sich insbesondere
auf die Förderung durch die Stadt Münster und das Land NRW. Der hier vorgelegte Lage-
bericht ist als Stellungnahme zur Zweckerreichung anzusehen.

Die Immobilien: Räumlich-technische Situation und Problemfelder
Das Theatergebäude

Die räumliche Situation im Theater an der Gartenstraße 123 ist positiv und die im Lage-
bericht des Vorjahres angesprochene notwendige Modernisierung des Foyers- und Theken-
bereiches begann im Winter 2015 und wird im Sommer 2016 abgeschlossen werden. Die
von der Unwetterkatastophe am 28.7.2014 verursachten Sachschäden sind mittlerweile rest-

los beseitigt und wurden aus Eigenmitteln finanziert.

Anlage: 3
Seite 3

Wie auch in den Vorjahren werden alle baulichen Maßnahmen für das Theatergebäude in
der Gartenstraße in Zusammenarbeit mit dem Amt für Immobilienmanagement der Stadt
Münster realisiert. Die Zusammenarbeit ist wie in-den Vorjahren vertrauensvoll und effektiv.
Aufgrund knapper Ressourcen des Amtes können wichtige Maßnahmen nur in Teilbe-
reichen realisiert werden. Für das Großprojekt "SkulpurProjekte" werden umfangreiche
Arbeiten im Außenbereich des Pumpenhauses im Laufe des Jahres 2016 und Frühjahr 2017

stattfinden, die den Etat des Pumpenhauses nicht belasten werden.

Ungeachtet all dieser positiven Entwicklung darf nicht aus dem Auge verloren werden: Mittel-
fristig Ist eine Renovierung des gesamten Bühnenbodens in der Aufführungshalle notwendig.
Wir versuchen diese Erneuerung noch drei bis vier Jahre hinauszuschieben..

Das Probezentrum Hoppengarten

Der Probebetrieb im Hoppengarten läuft weitgehend reibungslos. Wie im Bericht des Vor-
Jahres dargestellt, sind die zentralen Problemfelder im Probezentrum Hoppengarten j
finanzieller und bautechnischer Art. Die Gebäudesubstanz aus den 60er Jahren ist
problematisch. Wasserschäden im Decken-/ und Kellerbereich gehören fast zur Normalität.
Alle Fenster müssten mittelfristig ausgetauscht werden. Bautechnisch sind es Antiquitäten,
die einfach immer weiter verrosten. Hier kann nur in Abstimmung mit dem Eigentümer
Wohn+Stadtbau GmbH Abhilfe geschaffen werden, was wahrscheinlich nur durch einen
intensiven Dialog mit den politischen Vertretern im Aufsichtsrat auf den Weg gebracht wer-

den kann.

Die notwendige Erhöhung des Komforts der dort arbeitenden Gruppen ist sehr kostenintensiv
und nur rudimentär aus den Eigenmitteln der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH möglich.
Ebenso ist die technische und organisatorische Betreuung des gesamten Hoppengarten-
komplexes auf das Notwendigste beschränkt. Eine adäquate qualifizierte und kontinuierliche
Betreuung würde die Einrichtung einer festen Teilzeitstelle mit 20 Std. bedeuten. Das ist mit

unseren derzeit vorhandenen finanziellen Mitteln schlichtweg nicht machbar.

Anlage | 3
Seite 4

2015 das Geschäftsjahr im Zeichen des Festivals "Flurstücke 015"

Das zentrale Gravitationsfeld in 2015 war unsere Einbindung in das Festival "Flurstücke 015"
auf veranstalterischer,; kuratorischer, persöneller, infrastruktureller und technischer Ebene.

Das. Festival war ein durchschlagender Erfolg - das größte Open-Air-Festival in der

Geschichte der Stadt Münster mit mehr als 27.000 BesucherInnen. Es war ein Erfolg des

Kuratorenmodells, der innerstädtischen Kooperation und der Arbeit aller Beteiligten, von den
. ‚beteiligten Künstlern bis hin zum technischen Team. Es war schlichtweg großartig.

“Für die interne Realität war es eine der größten Herausforderungen in unserer Geschichte
. und nur in Teilen vergleichbar mit unserem "Statements" Festival 2010. Die Ressourcen-,

Personal-, Finanz- und Programmplanung des Pumpenhauses war an der Absicherung des :

"Flurstücke-Festivals" ausgerichtet. Konkret bedeutete dies, dass wir uns als Mitveranstalter
darauf einrichten mussten, eventuelle Fehlbeträge des Festivals aus unseren Eigenmitteln zu
decken. Wir hatten dazu einen Sicherheitspuffer aus unseren internen Programmmitteln in
Höhe von 50 TSD Euro eingebaut, der erst im Juli 2015 aufgelöst werden konnte. Dies
beeinflußte wesentlich die Quantität und Qualität des Programmangebots und zwar in die

negative Richtung.

Unser Engagement für „Freie Darstellende Künste“ im Pumpenhaus in 2015

Sichtbar für Publikum und Politik wird unser Engagement für die „Freie Darstellende Kunst®
fast nur durch unseren Spielplan. Die Vorproduktions- und Probenprozesse, sowie die
aufwendigen technischen Einrichtungen für die Produktionen sind für Außenstehende
„unsichtbar“. Diese unsichtbare Arbeit macht sicherlich über 70 % unserer internen Arbeit
aus. Hier nun zu den verbleibenden sichtbaren knapp 30 %. Die massive Präsenz unser
Koproduktionen im In- und Ausland wird leider, wie in den Vorjahren, von der lokalen Presse-
landschaft ignoriert, da’ es „kein Thema mit lokaler Relevanz“ sei. Erschwerend kommt hinzu,
dass die Vorberichterstattung redaktionell bis zur Unkenntlichkeit eingeschrumpft wird.

Anlage” 2
Seite 5

Wesentlich war der Spielplan des Jahres 2015 geprägt durch die Präsentation von
Produktionen der lokalen Szene, überregionalen und internationalen Gastspielen.
Dominierende "Größe im Gastspielbereich waren Tanzvorstellungen mit nationalen und
internationalen Compagnien, die häufig in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus

entstanden.

Der Übersichtlichkeit halber sind die Produktionen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Alle Koproduktionen sind fett markiert.

Adam Riese (Münster)
Adam Riese (Münster)
Adam Riese (Münster) .
Andcompany&Co. (Berlin)
Abattoir Ferm& (Belgien)

"Arco Renz/Kobalt Works/VNob (Belgien)
Banse/Ouwens (Münster/Köln)
Bodytalk + Warless Day (Bonn)
Bodytalk/Teatr Tanca (Bonn/Poznan)
Cactus Junges Theater (Münster)

, Cactus Junges Theater (Münster)

Cactus Junges Theater (Münster)
Cactus Junges Theater (Münster)
Cactus Junges Theater (Münster)
Chinesischer Nationalcircus

Cooperativa Maura Morales (Düsseldorf)

Dana Michel (Montreal)
Daniel Löveill& danse (Montreal)
Dumb Type (Kyoto)

Ensemble ARTIG (Münster)
Forced Entertainment (Sheffield)
Geörgette Dee (Berlin)
Gitarrengipfel #2
‚Half past selber schuld (Düsseldorf)
Ina Roß

Die Adam Riese Show 1/2015
Die Adam Riese Show 2/2015

Die Adam Riese Show 3/2015

Orpheus in der Oberwelt.
Monkey

Hanoi Stardust

The deeper I go
Fleshmob mit Toten
Jewrope

Darum Ich Kampf

Die Marschroniken
meat the girl(s)
Extremities

Passt schon

Shanghai Nights unplugged
Sisyphos war eine Frau
Yellow Towel

Solitudes Duo

Filmnacht

König Ubu

Tomorrow’s Parties
Konzert

Konzert

Pinocchio Sanchez

Wie überlebe ich als Künstler

Jan Martens & Peter Seynaeve/Campo (BE)
Keren Levi (Amsterdam)
Kim Itoh & Zan Yamashita (Tokyo/Kyoto)
Krieg & Nolte (Köln)
Ma-ke & RUE OBSCURE (Münster)
Machina eX (Berlin)
Mark Sieczkarek Company (Wuppertal)
Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln)
Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln)
Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln)
Paradeiser productions (Münster/HH)
Philippe Blanchard (Frankreich)
Raimund Hoghe (Düsseldorf/Paris)
RedArt & Hartmann + Konsorten
Samaldo Tamatues Horseproduction
Schrägstrichtheater (Münster)
Skills
‚Small Beast Münster #1
Small Beast Münster #2
Stiftung Bürger für Münster.
Takao Kawaguchi & Mitsuyo Uesugi (Japan)
Theater en face (Münster)
Theater Operation (Münster)
Theater Operation (Münster)
Theater Sycorax (Münster)
Transittheater
Wilko Franz (Münster)

Anlage.’ 3
Seite 6

Victor

Clubbing

Namaeganai '

Desert Inspiration

so kiss me goodbye now
Right of Passage

The Tower

Bronze by Gold

Corps Etrangers

for four + Nature Morte
L’Inferno

There are no such things as silly things
Songs for Takashi

Zu Gast bei W./W. Hiller

Du hast Zucker, Junge!
LebLos!

Pioneer

Konzert

Konzert

Alltagshelden...

About Kazuo Ohno

I like my Sisters and my Sisters like me

Die Angehörigen
Halbstarke Halbgötter
Ein Lächeln mach ich Ihnen

. Der Messias
‚ AV Picknick #13

Anlage." 3
Seite 7

im Berichtsjahr 2015 fanden insgesamt 157 Aufführungen von 53 unterschiedlichen
Produktionen in unserem Theater statt. 34 .der aufgeführten Produktionen sind als
Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus entstanden, wurden von uns intensiv be-
gleitet und unterstützt. 26 davon mit "heimischen Gewächsen", den Münsteraner Labels. Wie
auch in den Vorjahren ist der Kernbereich der Programmierung das Jugendtheater und der
zeitgenössische Tanz. Mit unserem Programmangebot :haben wir 13.812 Zuschauerlnnen
erreicht, das entspricht einem Zuschauerrückgang von 1631 Personen gegenüber dem Vor-
"jahr. Die Gründe dafür sind einfach auszumachen: Auf Seiten der produzierenden Labels gab
es sehr viele Kleinformate lokaler Gruppen mit einer maximalen Zuschauerkapazität von
30 - 50 Personen, und - das muss man leider auch sagen - den kolossalen Flopp einer
Münsteraner Gruppe im Spätherbst, der das Theater für fast zwei Wochen im wahrsten
Sinne des Wortes lahmlegte. Auf der Programmseite des Pumpenhauses: Keine "Indoor-

Festivals/Sonderprojekte" und der Wegfall attraktiver Gastspiele aufgrund ‚der Risikoab-

federung des "Flurstücke-Festivals".

Trotz dieser Einschränkungen ist es uns im vorliegenden Berichtsjahr gelungen, durch
eine intelligente Programmierung und Präsentation lokaler, regionaler, nationaler und

internationaler Arbeiten, verschiedene Sichtweisen und ästhetische Positionen in den inner- '

städtischen ästhetischen Diskurs einzubringen, aber auch in Münster entwickelte und kopro-
duzierte Formate auf nationale oder internationale Gastspiel-Touren zu schicken. Die Art der
Programmierung hat sich als sehr fruchtbar erwiesen, um an einem theatralen Diskurs auf
Höhe der Zeit teilzunehmen, und soll deshalb auch in Zukunft konsequent weitergeführt

werden.

Anlage: 3
Seite 8

Auswärtsspiele und Heimspiele

Lokale, nationale.und internationale Präsenz

Der Jugendtheaterbereich ist: eine der wichtigsten Säulen in unserer Arbeit, um junge
Menschen für das Format Theater/Darstellende Künste zu begeistern, und somit junges
Publikum für das Theater zu gewinnen. Zu nennen sind ‚an dieser Stelle vor allem das
bundesweit erfolgreiche „Cactus Junges Theater“,.dessen zentraler Koproduktionspartner wir
von Beginn an waren, sind und auch in ’Zukunft bleiben werden. Auch der konsequente Aus-
bau unseres lokalen Projektes Push (Pumpenhaus und Schule) konnte in 2015 erfolgreich
weitergeführt werden. Die Zielsetzung dieser Kooperation zwischen unserem Haus und

Münsteraner Schulen besteht dabei in der qualifizierten Erweiterung und Weiterentwicklung’
der schulischen Schwerpunkte „Darstellendes Spiel“, sowie anderer Kunst- und Literatur-

angebote. Der schulische Theaterunterricht soll um die praktische Realität erweitern werden,
um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, die Konstruktion und Um-
kostruktion von Wirklichkeit durch die körperliche -Aufführungspraxis zu erfahren. Das Push-
Projekt konnten wir im Berichtsjahr weiter ausbauen und durch Zusatzangebote ergänzen,

um zukünftige Generationen für das Medium Theater zu sensibilisieren. Beide Partner im

"Jugendtheaterbereich sind vielfache Preisträger und generieren landes- und bundesweite

Aufmerksamkeit.

Im Berichtsjahr 2015 wurde die Koproduktionssparte des Pumpenhauses auf hohem Niveau
fortgesetzt und leistete das, was von Künstler-, Publikums- und Fördererseite von ihr verlangt
wird: Herausragende Künstler aus dem In- und Ausland an das Haus zu binden, um so, mit
Blick auf die Zukunft, permanent künstlerisch hochwertige Impulse in die Stadt - auch in die
lokale Szene - zu tragen. Zu nennen sind hier langjährige Koproduktionspartner wie Thorsten
Lensing, Jan Decorte, Liesbeth Gruwez, Raimund Hoghe, Keren Levi oder Mouvoir/

Stephanie Thiersch, die die Pumpenhaus-Koproduktionen auch international auf wichtigen

Festivals und in großen Häusern präsentieren. So waren Pumpenhaus-Koproduktionen im
Jahr 2015 national und international auf Tour. Von Abidjan bis Zürich,. Bahia und Tokyo.
Darunter solch wichtige Orte wie das Guggenheim Museum in Bilbao, das Theatre de la
Bastile in Paris und das Bolschoi Theater in Moskau.

Anlage '.: 3
Seite 9

“ Ein besonderer Höhepunkt war die Einladung unserer Koproduktion „Much Dance“ von Jan
Decorte zur Ruhrtriennale 2015 und deren Übernahme in. das Repertoire des weltbekannten
Regisseurs Johan Simons. Wir sind stolz auf die viel beachteten Arbeiten unserer Künstler-
Innen und werden auch in Zukunft alles daran setzten, sie in ihrer Arbeit und in der Ausein-
andersetzung mit dem MediumTheater so gut wie möglich zu unterstützen.

Handlungsspielräume im Geschäftsjahr 2015:

Das Jahr konnte ohne. "Notfallszenarien" oder Überbrückungskredite finanziell gestaltet
werden. Auch wenn es zynisch klingen mag: In 2015 hatten wir wie in den Vorjahren zu

wenig Geld, aber es war pünktlich da. Aufgrund der ‘gleichgebliebenen finanziellen Aus- -

stattung setzten sich die seit Jahren bekannten Problemfelder in 2015 unverändert und naht-
los fort. Notwendige Maßnahmen der Risikoabfederung des "Festivals Flurstücke" hatten
allerdings negativen Einfluss auf die Arbeit des Theaters.

Förderung durch die Stadt Münster und das Land NRW

Die Dichte, sowie die inhaltliche. und ästhetische Qualität dieses Programms konnte nur
sichergestellt werden durch die Förderung seitens der Stadt Münster und des Landes NRW,
ergänzt durch Kasseneinnahmen und Zuschüsse Dritter. Die finanzielle Förderung durch das
Land NRW betrug € 245.000,00. Zusätzlich erhielt das Theater mit dem Förderprogramm
des Landes „Mittelzentren Tanz“ € 30.000,00, so dass von der Landesebene insgesamt
€ 275.000,00 zur Verfügung gestellt wurden. Die Gesamtförderung der Stadt Münster
betrug € 406.570,00, unterteilt in den Betriebskostenzuschuss in Höhe von € 349.590,00 und
den Zuschuss für das Probenzentrüm Hoppengarten in Höhe von € 56.980,00.

Anlage‘ 3
Seite 10

Die Personalsituation in 2015
Ein Theater lebt von und mit den dort arbeiteriden Menschen. Das sind:

1 Geschäftsführung/Leitung (Vollzeit)

1 Technische Leitung (35 Std./Woche)

1 Buchhaltung (24 Std./Woche)

1 Auszubildender Veranstaltungstechnik (bis 06/2015)
1 Auszubildende Veranstaltungstechnik (bis 07/2016)
1 Auszubildender Veranstaltungstechnik (bis 08/2017)
1 Auszubildender Veranstaltungstechnik (ab 09/201 5)
3 BFDler/Innen (bis 08/2015)
1 BFDler/in (bis 10/2015)
2 BFDler/Innen (bis 08/2016)

Hinzu kommen 10 bis 15 Honorarkräfte auf 400,00/450,00 Euro Basis für die Bereiche Büro-
und Telefondienst, Theke, Kasse, Spielplanverteilung, Reinigung.

Es ist nicht möglich, mit einem Personalstamm von ganzen 2,5 festen Mitarbeitern
(Geschäftsführung, Technischer Leiter und Buchhaltung) ein Theater zu führen, das zugleich
eine große Veranstaltungsdichte aufweisen und zudem impulsgebend arbeiten soll. Der

normale Alltag ist schon eine Überforderung und nur mit hoher. Selbstausbeutung zu "über-

stehen". Die notwendige konzeptionelle Weiterentwicklung bereits existierender Arbeitsfelder
ist nur sehr eingeschränkt zu leisten, und die Mitarbeit an größeren internationalen

Kooperationsprojekten ist nur rudimentär zu bewerkstelligen.

Die Ist-Situation wurde "gemanaged", aber die Qualität der Arbeit leidet. Personailpolitisch
besteht Handlungsbedarf im dramaturgischen, administrativen und im technischen Bereich.
- Hier sind wir aber von einer langfristigen Lösung noch immer weit entfernt. Es bedarf eines
klaren Statements von Verwaltung und Politik, um eine langfristig tragfähige Personal- und
Finanzformel für das Theater im Pumpenhaus zu etablieren. Dies ist eine der Hauptaufgaben

der kommenden Jahre.

Anlage 2
Seite 11°

Die komplizierte Ist-Situation in Stichworten:

- zu geringe Personaldecke

- strukturell bedingte hohe Personalfluktuation durch BFDlerInnen und Azubis
- daraus resultierende Überforderungen und Qualitätsmängel

.- ungenügender Wissenstransfer

_ konzeptionelle Weiterentwicklungen werden erschwert :

Aber einen erfreulichen Punkt zum Abschluss der Personalsituation: Wir werden von allen
gastierenden Gruppen gelobt für die Qualität, Professionalität und das Engagement unserer
Mitarbeiter. Wir haben trotz der finanziellen Engpässe ein sehr gutes Betriebsklima. Und
freuen uns über die hohe Anzahl von BFDlern, die anschließend bei uns in die Ausbildung
gehen und sind stolz auf unsere Alt-Azubis, die.alle ihre Prüfungen bestanden haben.

Die "intern" schwierige Personalsituation wird verstärkt durch externe Faktoren, die auch
schon in den Lageberichten der Vorjahre dargestellt wurden. Stichwortartig seien hier .nur:
aufgeführt:

_ große städtische Kooperationsprojekte für das Theater schmeizen ab (Ausnahme ist
da nur das "Festival Flurstücke")

_ die Rhein- und Ruhrorientierung dominiert in der Landeskulturpolitik

-  ... die Kulturpolitik des Landes ist wesentlich Strukturpolitik und "münsterlandblind"”

- Berlinzentrierung wird durch Förderschwerpunkte des Bundes zementiert

- schrumpfende kommunale Etats verunmöglichen das Einwerben von Koproduktions-

geldern seitens der produzierenden Labels

Anlage :* 3
Seite 12

Das Betriebsergebnis 2015

Das Betriebsergebnis weist ein. Minus in Höhe von € 1.812,40 aus. Wir halten die Höhe des

erreichten negativen Ergebnisses für äußerst positiv.

Perspektiven

In den. Lageberichten der Vorjahre (ab 2012) haben wir immer wieder auf die strukturelle
Unterfinanzierung der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH hingewiesen. Sie ist nicht
behoben. Wir haben in den politischen Gremien darauf hingewiesen, dass wir mit der der-
zeitigen Finanzausstattung am und unter dem Limit arbeiten, aber bereit sind, das in den
Jahren 2015 bis 2017 "durchzuziehen" und "auszuhalten". Warum? Aus kulturpolitischen
Gründen: Wir wollen. den finanziellen Gestaltungsspielraum der ‚Politik zugunsten einer
stärkeren Unterstützung der "Freien Szene" nicht unterlaufen. Wir sind davon überzeugt,
dass die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt eine vielfältige, divergente und hochwertige
Szene braucht, die unabhängig von Behörden- und Institutionsdynamiken arbeitet.

Wir wollen allerdings auch nicht in einem größer werdenden Strudel von immer neuen
Rettungsaufrufen und Schließungsandrohungen untergehen. Wir werden in 2017 einen
qualifizierten Entwurf für ein längerfristiges Finanzierungsmodell vorlegen und hoffen dann
auf intensive Diskussionen und letztlich auf ein positives Signal aus der Politik. Es geht um
die Zukunft der Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH.

Festzustellen ist wie im Vorjahr: wir rechnen in den kommenden zwei Jahren nicht mit einer

drohenden künstlerisch/finanziellen „Havarie*; sondern mit einer „Schieflage“, deren
Neigungswinkel sich bei konsequentem Nichthandeln allerdings kontinuierlich und massiv
vergrößern wird. Dringende Handlungsnotwendigkeit besteht ab Beginn des Haushaltsjahres
2018.

Wir streben für 2016 ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau an.

Anlage: 2
Seite 13

Zwei Sätze zum Schluss

Nur das klare und verlässliche finanzielle Commitment des Landes NRW im Zusammenspiel
mit einer adäquaten Förderung durch die Stadt Münster kann die Existenz des Theaters im
Pumpenhaus in seiner gegenwärtigen Form sicherstellen.

Konsequente finanzielle Schritte sind in den kommenden Jahren notwendig, wenn man das
Theater im Pumpenhaus weiterhin zukunftsfähig aufstellen und nicht als teilnehmender
Beobachter dessen schleichender Erosion beiwohnen will. .

Münster, den 1. Juli 2016

gez. Ludger Schnieder

Beratungsverlauf (2)

27.10.2016 Kulturausschuss
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
09.11.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Gartenstraße 123
  • Hoppengarten

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Details

Aktenzeichen
V/0840/2016
Typ
Vorlagen
Datum
29.09.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37