2036/2018
Zustimmung zur Konzeption zur Realisierung des Gedenkorts Deportationslager Köln-Müngersdorf
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4520 Vorlagen-Nummer 2036/2018 Freigabedatum 29.06.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zustimmung zur Konzeption zur Realisierung des Gedenkorts Deportationslager Köln- Müngersdorf, Bezuschussung der Umsetzung des Konzeptes sowie die Annahme der Schenkung des durch den Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V. fertiggestellten Gedenkorts Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschlussvorschlag einschl. Deckungsvorschlag, Alternative: Der Rat stimmt dem vorliegenden Konzept des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V. zur geplanten Realisierung des Gedenkorts Deportationslager Köln-Müngersdorf zu. Der Rat bewilligt zur Umsetzung des Konzeptes die Bereitstellung eines Zuschusses in Höhe von 150.000 EUR. Der Rat nimmt die Schenkung des Gedenkortes Deportationslager Köln-Müngersdorf des Bürgerver- eins Köln-Müngersdorf e.V. nach dessen Fertigstellung an. Alternative: Der Rat stimmt dem vorliegenden Konzept des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V. zur geplanten Realisierung des Gedenkorts Deportationslager Köln-Müngersdorf und der Zuschussbewilligung nicht zu und nimmt die Schenkung nicht an. Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 09.07.2018 Kunstbeirat 12.07.2018 Ausschuss Kunst und Kultur 11.09.2018 Ausschuss für Umwelt und Grün 18.09.2018 Finanzausschuss 24.09.2018 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 24.09.2018 Rat 27.09.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 150.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung 1. Das Konzept für den Gedenkort Deportationslager Müngersdorf des Bürgervereins Köln- Müngersdorf e.V. Der Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V. möchte einen würdigen Gedenkort im Bereich des früheren Deportationslagers Köln-Müngersdorf schaffen. Seit 1981 erinnert an das Lager ein großer Findling, auf dem eine einfache Metallplatte angebracht worden ist. Diese Form wird heute als nicht mehr an- gemessen angesehen. Stattdessen soll ein großer und würdevoller Gedenkort entstehen, der die bei- den Teile des Lagers, die Barackenbauten und das Fort-Gebäude, miteinander verbindet und dadurch auch die Größe und Bedeutung des Lagers zur Geltung bringt. Es ist vorgesehen, im Mittelpunkt, am Standort des ehemaligen Forts V und in der Nähe des Stand- orts des bisherigen Findlings, eine Skulptur des Künstlers und Architekten Simon Ungers aufzustel- len. Aneinandergeschweißte Doppel-T-Träger aus Cortenstahl bilden eine Wand mit ausgesparten Öffnungen. Das Kunstwerk bietet dank seiner starken Ausstrahlung vielfältige Möglichkeiten für Asso- ziationen und Interpretationen, die sich auf den historischen Ort beziehen. Das 19 Meter lange und vier Meter hohe Kunstwerk wird auf einer vom Walter-Binder-Weg abgehenden abschüssigen Wiese in den Rasen eingelassen. Der Findling soll entfernt werden. Von dem Kunstwerk führt ein gepflasterter, 74 Zentimeter breiter „Weg des Gedenkens“ schräg über den Walter-Binder-Weg vom Standort des ehemaligen Forts V zum rund 200 Meter entfernten zwei- ten ehemaligen Lagerteil, der Barackenanlage. Dieser „Weg im Weg“ besteht aus rostroten Ziegeln, die an das Backsteinmauerwerk des Forts erinnern. An drei Stellen auf diesem Weg werden Infoblö- cke aufgestellt, die die Form von 74 Zentimeter großen, ebenfalls aus Ziegeln gemauerten Quadern haben. Auf diesen knapp 90 cm hohen und 74 cm breiten Quadern werden auf Edelstahlplatten histo- rische Informationen angebracht werden (Texte s. weiter unten). Ein Infoblock steht auf der Höhe des Kunstwerks im Bereich des ehemaligen Forts, ein zweiter, etwa 100 Meter entfernt auf der anderen 3 Seite des Walter-Binder-Wegs an der Stelle, wo eine kleine Abzweigung abgeht zum Eingang des früheren Barackenlagers. Dort befindet sich heute die Kleingartenanlage „Waldfrieden“. An der glei- chen Stelle, wo heute das Tor der Kleingartenanlage steht, befand sich auch das Tor zum Baracken- lager. Auch die Wegführung lässt die frühere Struktur des Barackenlagers erkennen. Überreste der Baracken sind nicht mehr zu erkennen. Das Konzept wurde vom Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V. in Zusammenarbeit mit Sophia Ungers und in Abstimmung mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln entwickelt. In der Anlage findet sich ein Papier mit einer genauen Beschreibung des Konzepts und einer Reihe von Abbildun- gen. Es dokumentiert die Position des Bürgervereins Müngersdorf. 2. Vorschlag für einen Alternativstandort der „Bürgerinitiative zum Schutz des Landschafts- schutzgebiets LSG – L11 im Stadtteil Köln-Müngersdorf“ Die „Bürgerinitiative zum Schutz des Landschaftsschutzgebiets LSG – L11 im Stadtteil Köln- Müngersdorf“ unterstützt die Idee eines Gedenkorts, schlägt für die Aufstellung des Kunstwerks von Simon Ungers jedoch einen anderen Standort vor und zwar am „Wilden Parkplatz“ am Ende des Wal- ter-Binder-Wegs vor der Einmündung in die Belvederestraße nahe der Brücke. Die Bürgerinitiative sieht darin eine „naturschutzverträgliche Alternative“. Doch auch dieser Standort liegt im Landschafts- schutzgebiet. Aus Sicht der Verwaltung ist dieser Standort jedoch für die Aufstellung des Kunstwerks und für die Entwicklung des gesamten Gedenkorts ungeeignet. Dieser Standort befindet sich außerhalb des Geländes des früheren Forts und des Barackenlagers. Wesentlich für die Wirkung eines Gedenkorts ist der Bezug zum ehemaligen historischen Ort. Der vom Bürgerverein vorgeschlagene Standort liegt dagegen mitten im ehemaligen Fort-Gelände, so- dass auf dem Infoblock geschrieben werden kann: „Sie befinden sich hier auf dem Terrain des 1874 errichteten Fort V …“ Auf die Menschen, die sich über das Geschehen informieren, wird es eine gro- ße Wirkung haben, wenn sie erfahren, dass sie sich im Bereich des Deportationslagers befinden. An dem von der Bürgerinitiative vorgeschlagenen Standort am „Wilden Parkplatz“ kann das Kunst- werk seine Wirkung nicht entfalten. An der Ecke zur Straße gelegen würde das Kunstwerk an den Rand gedrängt. Selbst wenn an dieser Stelle Parkplätze wegfallen würden, wird die Wirkung zusätz- lich dadurch beeinträchtigt, dass der Walter-Binder-Weg in diesem Bereich bis zu einer Absperrung auf beiden Seiten des Wegs von parkenden Autos genutzt wird. Von zentraler Bedeutung für den vom Bürgerverein geplanten Gedenkort ist die Verbindung der beiden Lagerteile, des Fort V und des Ba- rackenlagers, über den gepflasterten „Weg des Gedenkens“ über den Walter-Binder-Weg mit den drei Infoblöcken. Dies ließe sich nicht umsetzen, wenn das Kunstwerk an dem Standort am „Wilden Park- platz“ aufgestellt würde. Der Verwaltung liegt ein Antrag der BI auf Befreiung von den Verboten des Landschaftsplans zur Simulation der beiden Standorte vor. Der Antrag ist vor diesem Hintergrund abzulehnen. 3. Historische Bedeutung des Deportationslagers Köln-Müngersdorf und Stellung des geplan- ten Gedenkorts in der städtischen Erinnerungskultur (Stellungnahme des NS- Dokumentationszentrums der Stadt Köln) Das ehemalige Deportationslager Köln-Müngersdorf hat eine große Bedeutung für die Geschichte des Nationalsozialismus in Köln. Nur ganz wenige andere Orte in Köln sind wie das Lager Müngers- dorf mit den Schrecken der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, mit Verfolgung und Holocaust derart intensiv verbunden. Die geschichtliche Bedeutung des Lagers Müngersdorf ist nur vergleichbar mit dem EL-DE-Haus als Zentrale der Gestapo und dem Messelager als Deportationsort und Außen- lager des KZ Buchenwald. Doch das Deportationslager Müngersdorf zählt zu den im öffentlichen Be- wusstsein vergessenen und verdrängten Orten. Im Grüngürtel, am heutigen Walter-Binder-Weg und der Kleingartensiedlung „Waldfrieden“, wurde 4 das Lager ab Ende 1941 in den Gebäuden des ehemaligen preußischen Forts V sowie in rasch er- bauten Baracken errichtet. Planung und Bau des Lagers übernahm die Stadt Köln, in enger Abstim- mung mit der Gestapo. Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland hatte die Baukosten in Höhe von 800.000 Reichsmark zu übernehmen, die als „Vorschuss für Errichtung von Wohnbaracken d. Juden“ geleistet wurden. Zumindest die Hälfte (also 400.000 Reichsmark) wurde von der Stadt an die Reichsvereinigung 1942 zurückgezahlt. Das Lager markiert den Höhepunkt der innerstädtischen Ausgrenzung der Juden in Köln. Köln sollte, wie die Nationalsozialisten es nannten, „judenfrei“ werden. Demütigung, Vertreibung, Entrechtung, Ausplünderung und Isolierung in mehreren Hundert Ghettohäusern im Stadtgebiet hatte die jüdische Bevölkerung seit 1933 erleiden müssen. Das Lager in Müngersdorf war der letzte Schritt auf dem Weg in den Holocaust. 1941 lebten noch rund 5.500 Juden auf Kölner Stadtgebiet. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen wurde von Oktober bis Anfang Dezember 1941 in die Ghettos Litzmannstadt und Riga deportiert. Das Lager Köln-Müngersdorf diente dazu, die noch verbliebenen Juden in Köln und dem Umland auf räumlich engem Areal zusammenzubringen und zu kontrollieren. Ihre Wohnungen und Ghettohäuser sollten für „arische Volksgenossen“ freigeräumt werden, deren Wohnungen im Krieg zerstört worden waren. In primitiven Baracken und feuchten Kasematten, unter völlig unzu- reichenden hygienischen Bedingungen mussten die Inhaftierten für Wochen und Monate leben und in dieser ausweglosen Situation auf ihre Verschleppung warten. Viele starben vor der Deportation an Krankheiten und Erschöpfung, manche durch Suizid. Im Juni 1942 begannen dann die Deportationen direkt aus Müngersdorf in das Ghetto Theresienstadt und in die Vernichtungsorte. Schon diese knappe Schilderung zur Geschichte des Lagers belegt, welche Bedeutung diesem Ort für die Verfolgung und die Deportationen während der NS-Herrschaft zukommt. 1981 errichtete die Stadt Köln an der Stelle, wo das ehemalige Fort stand, zur Erinnerung an die Geschichte dieses Or- tes und zur Erinnerung an die Opfer einen großen Findling mit einer Gedenktafel. Die Initiative des Bürgervereins Köln-Müngersdorf für eine zeitgemäßere und würdigere Gedenkform ist sehr zu be- grüßen. Er widmet sich damit einem Thema, das auch in Müngersdorf selbst bislang wenig bekannt war. Es wird ein beeindruckender und würdiger Gedenkort entstehen, der an das schreckliche Ge- schehen im Lager angemessen erinnert und der Opfer gedenkt. Zudem ermöglicht der Gedenkort auch Angehörigen der zweiten und dritten Generation, die Stelle zu sehen, von wo aus Eltern, Groß- eltern oder andere Verwandte in den Tod deportiert wurden. Angesichts der Wichtigkeit des Ortes für die NS-Geschichte Kölns hat der neue Gedenkort eine ge- samtstädtische Bedeutung. Der geplante Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf wird ein herausragendes Beispiel in der modernen städtischen Erinnerungskultur darstellen, die in den letzten Jahren bei bedeutenden Gedenkprojekten bereits eine künstlerische Gestaltung und die Information über den Ort verbunden hat (z. B. beim Denkmal für die Deserteure am Appellhofplatz, beim Denkmal am Hinrichtungsort im Innenhof des EL-DE-Hauses und beim geplanten Denkmal zur Erinnerung an die Anschläge des NSU in Köln). Bei der Entwicklung des Konzepts des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V., das er in Zusammenar- beit mit Sophia Ungers erstellt hat, war das NS-Dokumentationszentrum bereits zu einem frühen Zeitpunkt eingebunden. Der Text und die Auswahl der abgebildeten Pläne auf den drei Info-Quadern wurden vom NS-DOK erstellt und werden im Folgenden dokumentiert. „Infotafel Fortlager“ = Information zu Fort, Deportationen und Kunstwerk Gedenkort ehemaliges Haft- und Deportationslager Köln-Müngersdorf Sie befinden sich hier auf dem Terrain des 1874 errichteten Fort V, das 1918 aufgelassen wurde. Ursprünglich gehörten zu ihm weitläufige Gebäude aus Ziegelstein mit Kellerräumen sowie eine An- zahl von Holzbaracken. Im Herbst 1941 entschieden die NS-Behörden, die stark verfallenen Bauten zur Internierung der jüdischen Bevölkerung Kölns und der Region zu nutzen. Kurz darauf mussten zunächst jüdische Männer in das Fort einziehen, um weitere Lagerbaracken zu errichten. Hunderte jüdischer Frauen, Männer und Kinder wurden im Laufe der folgenden Monate in den modri- gen Gebäuden und Kasematten interniert. Zeitweise mussten bis zu 2.000 Personen im Fort und in 5 den Baracken leben. Das Lagergelände durfte nur mit Genehmigung verlassen werden. Viele der Inhaftierten hatten Zwangsarbeit in Kölner Betrieben zu leisten. In den Räumen des Forts herrschte drangvolle Enge, die hygienischen und sanitären Verhältnisse waren völlig unzureichend. In dieser für sie ausweglosen Lage versuchten die Inhaftierten, sich ge- genseitig religiöse, psychische und medizinische Unterstützung zu geben. Von Juni 1942 bis Spät- sommer 1943 erfolgten von hier aus Deportationen in die Vernichtungsstätte Trostenez bei Minsk sowie, über Berlin, in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die meisten der hier inhaftiert gewesenen Männer, Frauen und Kinder wurden in das Ghetto Theresienstadt und von dort in die NS-Vernichtungslager Belzec, Sobibor und Treblinka deportiert. Nur wenige überleb- ten. Das an dieser Erinnerungsstätte errichtete Ensemble wird geprägt von einem Kunstwerk, das nach einem Entwurf des Kölner Architekten und Künstlers Simon Ungers (1957–2006) angefertigt wurde. [Verweis auf Internetseite bzw. QR-Code] „Infotafel“ = allgemeine Informationen an der Kreuzung Gedenkort ehemaliges Haft- und Deportationslager Köln-Müngersdorf Von 1941 bis 1945 befand sich im Bereich des heutigen Walter-Binder-Weges das „Sammellager Müngersdorf“. Es wurde auf Veranlassung der Geheimen Staatspolizei in Zusammenarbeit mit städti- schen Behörden seit Herbst 1941 errichtet und von der Geheimen Staatspolizei Köln betrieben. Das Lager bestand aus den Räumlichkeiten des ehemaligen preußischen Fort V, von dem nur noch Fun- damentreste erhalten sind, sowie einem Barackenlager, auf dessen Gelände sich heute eine Klein- gartenanlage befindet. Das „Sammellager“ markierte den Endpunkt der innerstädtischen Ghettoisierung der jüdischen Bevöl- kerung. Sein Zweck war die Internierung der jüdischen Bevölkerung aus Köln und Region, um sie von hier aus in Ghettos und Todeslager im deutsch besetzten Osteuropa zu deportieren. Das Baracken- lager diente seit 1943 der Unterbringung von ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbei- tern, 1944/45 nutzte die Gestapo es erneut als Haftstätte, diesmal für verschiedene jüdische und nichtjüdische Personengruppen. Auf Beschluss des Rates der Stadt Köln erinnerte seit 1981 am Wegesrand ein Findling mit einer da- rauf angebrachten Tafel an das Deportationslager. Auf Initiative des Bürgervereins Köln-Müngersdorf erfolgte eine grundsätzliche Neugestaltung der historischen Stätte. Die ehemaligen Lagerbereiche sind nun nachvollziehbar, über die Bedeutung des Lagers wird informiert und ein nach einem Entwurf von Simon Ungers gestaltetes Kunstwerk dient als Ort des Gedenkens. Das Material von Weg und Podesten greift die aus Backsteinen errichteten Gebäude des früheren Forts auf. [Verweis auf Internetseite bzw. QR-Code] „Infotafel Barackenlager“ = Information zu Barackenlager als Internierungs-, Zwangsarbei- ter- und Gestapolager Gedenkort ehemaliges Haft- und Deportationslager Köln-Müngersdorf Die Kleingartenanlage befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Barackenlagers, das von 1942 bis 1945 als Haft- und Deportationslager vom NS-Regime betrieben wurde. Anhand der Wege- führung sind die Struktur und die Ausdehnung dieses Lagers auch heute noch zu erkennen. Von den ursprünglich 36 geplanten Holzbaracken wurden lediglich 12 in Einfachbauweise und ohne Heizung fertiggestellt. Seit Anfang 1942 mussten Hunderte jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Köln und der Region in dem halbfertig gebauten Lager ohne befestigte Wege, Kanalisation, fließen- des Wasser und ausreichend sanitäre Anlagen leben. Bis Ende 1943 wurden sie alle in Ghettos und Vernichtungslager deportiert. Nur wenige überlebten. 6 Das Barackenlager diente 1943/44 der Firma Eichhorn Bauunternehmung als „Gemeinschaftslager“ zur Unterbringung von Arbeits- und Zwangsarbeitskräften verschiedener Nationalität. Ab September 1944 internierte die Kölner Gestapo hier jüdische Männer und Frauen, die in „Mischehen“ lebten, so- wie Männer, Frauen und Kinder, die als „Halbjuden“ galten. Viele von ihnen wurden von hier aus de- portiert. Nachdem im Oktober 1944 das Haftlager der Gestapo in der Kölner Messe bei einem Bombenangriff zerstört worden war, überführte sie die Gefangenen, darunter „Halbjuden“, ausländische Zwangsar- beiterinnen und Zwangsarbeiter sowie andere in Haft genommene Personen in den Lagerkomplex des Forts. Nach und nach wurden die Gefangenen angesichts des Vormarschs der Alliierten im Wes- ten in Justizgefängnisse und Zuchthäuser überstellt. Der letzte Evakuierungsmarsch verließ am 1. März 1945 Müngersdorf in Richtung eines Gestapolagers in Hunswinkel im Sauerland. Fünf Tage später erreichten US-amerikanische Truppen Köln. [Verweis auf Internetseite bzw. QR-Code] 4. Stellungnahme des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen Aus Sicht der grundstücksverwaltenden Dienstelle wird der Errichtung des Kunstwerks von Simon Ungers im Rahmen des Gedenkorts zugestimmt. Es ist beabsichtigt, die Arbeit als Schenkung anzu- nehmen. Eine frühzeitige klar geregelte Zuständigkeit innerhalb der Verwaltung für die Pflege des Kunstwerks und des gesamten Gedenkorts wird angestrebt. 5. Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde Für die Errichtung des Kunstwerks und des Gedenkorts am Walter-Binder-Weg im Landschafts- schutzgebietes L 11 ist eine Befreiung von den Verboten des Landschaftsplans erforderlich (gemäß § 67 BNatSchG). Aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde wird die Befreiungsfähigkeit auf Grund des Vorliegens des überwiegenden öffentlichen Interesses bejaht. Das öffentliche Interesse an der Errichtung eines Gedenkortes im Bereich des früheren Deportations- lagers Köln-Müngersdorf überwiegt deutlich die Interessen des Naturschutzes. Hierbei wurden insbe- sondere die Auswirkungen auf das Landschaftsbild, den Bodenschutz und den Artenschutz berück- sichtigt. 6. Stellungnahme des Stadtkonservators, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege Der Äußere Grüngürtel steht in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz. Der betreffende Abschnitt zwischen nördlicher Aachener Straße und Aachener Eisenbahnlinie wurde am 01.07.1980 unter der Nummer 252 in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen und steht somit unter Denkmalschutz. Der geplante Gedenkort mit der raumgreifenden Plastik des Künstlers und Architekten Simon Ungers, dem „Weg des Gedenkens“ und den Infoblöcken ist zwar ein Eingriff in die denkmalgeschützte Grün- anlage. Es ist indes kein architektonischer Eingriff (Zweckbau etc.), sondern ein künstlerischer Ein- griff, der diesen Bereich des Denkmals Äußerer Grüngürtel nicht erheblich überformt oder stört. Aufgrund der Bedeutung dieses Mahnmals als Sichtbarmachung der Geschichte dieses Ortes und zur Erinnerung an die Opfer wird seiner Installation daher zugestimmt. Die Bodendenkmalpflege entscheidet auf der Grundlage des Bauantrags. 7 7. Finanzierung: Die Gesamtkosten belaufen sich auf 300.000 Euro. Diese setzen sich aus den Entwurfskosten und den Kosten zur Realisierung des Gedenkortes zusammen. Den künstlerischen Entwurf der Skulptur des 2006 verstorbenen Künstlers Simon Ungers stiftet Sophia Ungers als Nachlassverwalterin ihres Bruders für diesen Zweck. Sein Wert wird auf 100.000 Euro geschätzt. Der Bürgerverein Köln- Müngersdorf e.V. beziffert die Kosten für die Realisierung des Gedenkortes auf 200.000 Euro. Der Bürgerverein hat zur Errichtung Spendenmittel in Höhe von 50.000 Euro eingeworben. Der städtische Anteil in Höhe von 150.000 Euro wurde bereits im Rahmen der Haushaltsplanung 2018 ff. (politischer Veränderungsnachweis) als Aufwandsbudget im Teilergebnisplan 0410 – NS- Dokumentationszentrum zur Verfügung gestellt. 8. Zeitplan Die Fertigstellung des Gedenkorts ist für 2019 geplant. Anlagen
Gedenkort_Muengersdorf
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Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941-1945 Geschichte des Deportationslagers in Köln-Müngersdorf Auf der Ostseite des Walter-Binder-Wegs liegt ein großer, 1981 errichteter Findling. Er trägt eine Metallplatte mit einer Inschrift, in der die Stadt Köln der Juden gedenkt, die von hier aus in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Auf diesem Terrain befanden sich die Gebäude des Fort V, einer preußischen Befestigung aus dem Jahre 1874, die bis 1918 als Militärgefängnis diente, danach aufgelassen war und seitdem verfiel. 1941 beschlossen Geheime Staatspolizei und städtische Behörden, auf dem Gelände des ehemaligen Forts ein Lager einzurichten, in dem die jüdische Bevölkerung Kölns und der Region inhaftiert und damit außerhalb des Kölner Stadt- gebietes ghettoisiert werden sollte. Diese Ghettoisierung war der letzte Schritt auf dem Weg in den Völkermord. Zusätzlich zu den Räumlichkeiten in den vorhandenen Gebäuden ließen die Kölner Behörden nordwestlich des Forts in etwa 200 Metern Entfernung eine Barackenanlage bauen. Die jüdische Gemeinde wurde gezwungen, die Kosten für die Errichtung der Baracken in Höhe von 800.000 Reichsmark zu übernehmen. Die Errichtung des Lagers nahm die Stadt Köln vor. Seit Ende 1941 wurden jüdische Frauen, Männer und Kinder in das Lager eingewiesen, wo sie Tage, Wochen oder Monate inhaftiert waren, bis sie in die Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Die Baracken wurden nach 1945 abgerissen, das Fort 1962. Seit Langem schon ist zu beobachten, dass der Gedenkort im jetzigen Zustand seiner Bestimmung nur unzureichend gerecht wird. Er wird von Vorbeigehenden trotz der Größe des Steins, der meist von wucherndem Unkraut verdeckt ist, kaum zur Kenntnis genommen. Hinzu kommt, dass die Tafel mit der Inschrift über die Jahre hin sehr gelitten hat. Etliche anerkennenswerte Bemühungen, die Stätte der Trauer und des Gedenkens einigermaßen zu pflegen und ansehnlich zu erhalten, scheiterten insbesondere daran, dass, da kein Wasser in der Nähe ist, jegliche Bepflanzung schnell verdorrt. Diese Situation hat sich der Bürgerverein Köln-Müngersdorf zu Herzen genommen; er möchte den beschriebenen Zustand ändern. Dabei hat er aber nicht nur die Ungepflegtheit des Ortes im Sinn und den Umstand, dass der Stein mit Inschrift kaum ins Auge fällt. Der Verein denkt vielmehr an ein Monument, ein Erinnerungszeichen, das durch seinen Symbolwert und seine Unverkennbarkeit der Schwere und des Ausmaßes dessen gerecht wird, was sich hier zugetragen hat. Als die NS-Behörden im Spätsommer 1941 dieses weitläufige Gelände um das Fort V für ihre menschenverachtenden Pläne auswählten, lebten noch rund 5.500 Juden auf Kölner Stadt - gebiet. Etwa 3.000 von ihnen wurden von Oktober bis Anfang Dezember 1941 in die Ghettos Litzmannstadt und Riga deportiert. Die übrigen sollten in die erhaltenen Gebäudeteile der einst- mals riesigen Festung sowie im neu errichteten Barackenlager interniert werden. Die modrigen, feuchten Kasematten hatten schon früher als Militärgefängnis gedient; Fenster und Ausgänge waren entsprechend vergittert und gesichert. Die Inhaftierten standen unter ständiger Beobachtung durch die Gestapo. Eine Flucht war so gut wie unmöglich. Viele Menschen starben noch im Lager an Krankheiten und Entkräftung, nicht wenige wählten angesichts ihrer ausweglosen Situation den Freitod. Im Juni 1942 begannen Fort V des Äußeren Befestigungsgürtels in Köln-Müngersdorf Das Müngersdorfer Sammellager für Juden in Fort V die Deportationen direkt aus Müngersdorf. Sie führten in das Ghetto Theresienstadt sowie in die NS-Vernichtungslager, vor allem Trostenez bei Minsk, Belzec, Sobibor, Treblinka und, über Berlin, nach Auschwitz-Birkenau. Bis zum Sommer 1943 wurden alle Juden aus dem Lager deportiert. Vor allem das Barackenlager diente danach als Zwangsarbeitslager. Gegen Ende des Krieges, im Herbst 1944, inhaftierte die Gestapo im Lager Müngersdorf nun auch diejenigen Menschen, die nach den rassistischen Kategorien des NS-Regimes ebenfalls als „jüdisch“ stigmatisiert, bis dahin aber noch von Deportationen verschont geblieben waren. Dabei handelte es sich um Menschen, die in sogenannten „Mischehen“ lebten, also Ehen, in denen ein Partner jüdisch oder jüdischer Herkunft war, außerdem diejenigen, die als „Mischlinge“ galten. Auch sie wurden von Müngersdorf aus ver - schleppt. Im Oktober 1944 verlegte die Kölner Gestapo ihre bis dahin auf dem Messegelände betriebene, aber durch Bombenangriffe zerstörte Haftstätte in das Lager Müngersdorf. Unter den Gefangenen befanden sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität, darunter auch als „jüdische Mi- schlinge“ internierte Gefangene. Am 1. März 1945 trieb die Gestapo die letzten noch in Müngersdorf verbliebenen Gefangenen auf einen Evakuierungsmarsch ins Bergische Land. Heute, nach mehr als siebzig Jahren, könnte sich die Erinnerung an jene Ereignisse verflüchtigen. Der Bürgerverein Müngersdorf möchte diesem Vergessen entgegenwirken. Wir Nachgeborenen dürfen uns nicht unbefangen dem Gefühl hin - geben, als ginge uns das alles nichts an. Gewiss, wir sind nicht persönlich verstrickt in die Grausamkeiten, die begangen wurden. Wenn wir uns aber einerseits zu unserer Heimat bekennen und stolz auf ihre Besonderheiten sind, kommen wir nicht umhin, gleichfalls zu dem zu stehen, was Menschen vor uns anderen Menschen angetan haben. Diese Verantwortung haben wir zu tragen. Es kann gelingen, in diesem Sinne ein Zeichen zu setzen. Der Bürgerverein Köln-Müngersdorf hat in Sophia Ungers eine Gleichgesinnte gefun- den, die bereit war, aus dem Nachlass ihres Bruders Simon Ungers einen künstlerischen Entwurf für einen Gedenkort vorzuschlagen. Das aus - gewählte Kunstwerk setzt sich mit seiner starken Ausstrahlung und seinem Symbolgehalt unmittelbar mit diesem Ort auseinander und gibt den Menschen, die hier gelitten haben, ein würdevolles Denkmal. Das Gelände kurz nach Abriss des Barackenlagers; bis heute Standort der Schrebergärten „Waldfriede“ Wand-Wall von Simon Ungers mit Sven Röttger Als der Bürgerverein Köln-Müngersdorf den Nachlass von Simon Ungers um ein mögliches Mahnmal für das ehemalige Deportationslager Fort V im Äußeren Grüngürtel bat, wurde schnell deutlich, dass die von Frau Ungers vorgeschlagene Stahlwand genau an diese Stelle gehört. Sie ist als Fragment konzipiert: Aneinandergeschweißte Doppel-T-Träger aus Cortenstahl bilden eine Wand mit ausgesparten Öffnungen. Das stählerne Fragment erinnert an die rostbraunen Backsteinwände des Forts, von denen die Inhaftierten eingeschlossen waren, sowie an die Eisen- bahnschienen, auf denen unzählige Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden. Öffnungen in der „Wand“ heben die Schwere und Verschlossenheit zum Teil wieder auf. Sie vermitteln Hoffnung, indem sie Licht hindurchlassen und die Möglichkeit aufzeigen, die scheinbar undurchdringliche Wand zu durchdringen. Somit steht das Mahnmal nicht ausschließlich für Leid und Schrecken, sondern darf zugleich auch als ein Zeichen der Hoffnung verstanden werden. Simon Ungers hat sich intensiv mit der Geschichte des Holocaust befasst. 1995 gewann sein Wettbewerbsentwurf für das „Denkmal für die er - mordeten Juden Europas“ in Berlin unter 2.500 Einreichungen einen der zwei ersten Preise. Sein Modell sah ein 85 mal 85 Meter großes, von Stahlträgern umringtes Plateau vor. Aus den Stahlträgern waren die Namen der größten Konzentrationslager in Europa herausgestanzt, so dass die Schriftzüge von außen spiegelbildlich zu sehen waren und erst mit Betreten der inneren Plattform lesbar wurden. Leider wurde der Entwurf nicht realisiert und stattdessen ein weiterer Wettbewerb ausgelobt. Auch an diesem nahm Simon Ungers teil, diesmal mit einer überarbeiteten Version seines ersten Modells. Eine Weiterentwicklung des Entwurfs entstand wiederum anlässlich des Wettbewerbs für die Gedenkstätte „Topographie des Terrors“ in Berlin. Die Skulptur für Müngersdorf greift Gedanken aus den vorangegangenen Entwürfen wieder auf. Es ist eine Abstraktion des für Berlin vorgeschlagenen „Denkmals für die ermordeten Juden Europas“ und versinnbild- licht das Ausgrenzen und Einsperren von Menschen. Zur Biografie des Architekten und Künstlers Simon Ungers: Der Architekt und bildende Künstler Simon Ungers ist international bekannt für seine grenzüberschreitenden Arbeiten, die an der Schnittstelle von Architektur und Kunst agieren. Seine Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York, und des San Francisco Museum of Modern Art. Beide Häuser haben Ausstellungen zum Werk von Simon Ungers gezeigt. 2008 widmete ihm das Deutsche Architektur- museum in Frankfurt am Main die umfangreiche Ausstellung „Heavy Metal“. Zudem gestaltete Simon Ungers vor der Bibliothek der Universität zu Halle 1998 einen Platz, im Triotop Wohnpark in Köln ist die Bimsstein-Skulptur „Forum“ installiert, und im Skulpturenpark Köln war die Lichtskulp- tur „Monolith“ zu sehen. Der Baumeister und Skulpteur war von 1981 bis 1986 Professor an der Syracuse University, Syracuse NY, und von 1988 bis 1992 Professor am RPI in Troy, NY. Ferner lehrte er im Rahmen mehrerer Gastprofessuren an der Harvard University in Cambridge, Mass., und der Cornell University in Ithaca, NY. 1957 in Köln geboren, studierte Ungers Architektur an der Cornell University. Dort startete auch seine Karriere als Architekt. Schon in jungen Jah- ren gewann er Wettbewerbe und Preise für seine Entwürfe. Der Bau des T-House in Wilton, NY, in den Jahren 1990 bis 1992 – ein skulpturales Wohnhaus mit Bibliothek, dessen Äußeres aus Cortenstahl, das Innere hingegen aus Holz gebildet ist – machte ihn international bekannt. Ende der 1980er-Jahre zog es Ungers nach New York, wo er begann, auch als bildender Künstler zu arbeiten. 1999 kehrte Simon Ungers nach Köln zurück, um intensiv an seinen Entwürfen und Ausstellungen zu arbeiten. Er verstarb 2006 nach langer Krankheit. Walter-Binder-Weg Wall Infoblock Fortlager 1900 cm 400 cm Walter-Binder-Weg Ansicht Querschnitt Wand-Wall von Simon Ungers Material: Cortenstahl, Doppel T Träger 500 x 300 mm Weg des Gedenkens Bernd Grimm und Sophia Ungers, Beratung Prof. Bernhard Korte An der historischen Stätte des Deportationslagers soll ein Gedenkort entstehen, bei dem die verschiedenen Lagerbereiche sichtbar werden. Ein Weg des Gedenkens stellt symbolisch den Zusammenhang zwischen den beiden, circa 200 Meter voneinander entfernten Bereichen des Depor- tationslagers her. Seine Gestaltung durch rostrote Pflasterziegel erinnert an die Ziegelmauern des Forts. Der gepflasterte „Weg im Weg“ soll in einer Breite von 74 Zentimetern von der Skulptur Wall von Simon Ungers aus nach Norden hin schräg über den Walter-Binder-Weg zur heutigen Kleingartenanlage „Waldfriede“ führen. Am Beginn der Wegstrecke, an ihrem Endpunkt sowie an der Abbiegung zum ehemaligen Barackenlager sind aus Ziegeln gemauerte Quader mit eingearbeiteter Edelstahlplatte geplant. Auf den jeweiligen Platten sind Texte und Pläne vorgesehen, die Informationen zur Geschichte des Ortes sowie zur Skulptur vermitteln. Die Texte für die Platten sollen auch auf Englisch vorgehalten werden. Damit soll Angehörigen von Depor - tierten, die ein großes Interesse an einem Besuch des ehemaligen Deportationslagers haben, der Zugang erleichtert werden. Statt des Findlings soll die Skulptur die Funktion eines symbolischen Gedenkortes übernehmen. Um sicherzustellen, dass die Texte auf den Platten dem neuesten Forschungsstand entsprechen, sollen diese vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln erarbeitet werden. Walter-Binder-Weg Wall ehemaliges Barackenlager Hermann-Garke-Weg Infoblock Weg des Gedenkens Infoblock Barackenlager Infoblock Fortlager ehemaliges Fort V Köln-Müngersdorf Aachener Str. Barackenlager Fort V 89,5 74,0 74,0 Infoblock Weg des Gedenkens Infoblock Barackenlager Infoblock Fortlager
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2036/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 29.08.2018
- Erstellt
- 13.06.2018 14:39