AN/0266/2024
„Aufstehen!“ – aktiv für Demokratie am 21. März 2024
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„Aufstehen!“ – aktiv für Demokratie am 21. März 2024
2451 Zeichen
SPD-Liste: Turan Özküçük, 20.02.2024
Malik Karaman, Claudia Brock-Storms;
Ahmet Edis, Lisa Khan,
Dr. John Akude, Martin Erkelenz,
Chantal Schalla,
Isabella Venturini,
Luziano Gonzalez T ejon
An den
Vorsitzenden des Integrationsrates
Herrn T ayfun Keltek
An die
Geschäftsstelle des Integrationsrates
i.V. Frau Leyla Bachtiosin
Antrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Integrationsrat 27.02.2024
„Aufstehen!“ – aktiv für Demokratie am 21. März 2024
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
der Deportationsgipfel rechter Kreise in Potsdam hat deutlich gezeigt, dass die
Verteidigung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung uns allen obliegt.
Der Internationale Tag gegen Rassismus am 21. März 2024 bietet sich für NRW weite
Aktionen an. Vor diesem Hintergrund bitte n wir Sie, folgenden Beschluss im
Integrationsrat zu fassen:
Beschluss:
1. Der Integrationsrat beteiligt sich an der Initiative „Aufstehen!“ 5 vor 12 – aktiv für
Demokratie,
2. Die Oberbürgermeisterin wird gebeten, in der Stadtverwaltung am 21. März 2024
in der Zeit von 11.55 Uhr bis 12.25 Uhr den Internationalen Tag gegen Rassismus
zu begehen.
Begründung:
Am 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus; er erinnert uns daran, dass
wir uns jeden Tag gegen Rassismus einsetzen müssen. Er bietet für jeden Einzelnen
Gelegenheit, mit kritischem Blick auf die vergangenen zwölf Monate zu schauen. Vor
allem jedoch ist der Internationale Tag gegen Rassismus eine Mahnung an staatliche
Institutionen, mehr gegen rassistische Diskriminierung , Antisemitismus, Gewalt,
Stigmatisierung und Hassrede zu tun.
Insbesondere der Deportationsgipfel rechter Kreise in Potsdam hat jedem Demokraten
deutlich vor Auge n geführt, dass die rassistische, antidemokratische und
antisemitische Gedankenwelt an der Schwelle zur praktischen Umsetzung steht. Diese
braunen Clans und Seilschaften haben sich in Staat und Gesellschaft neuformiert.
Mithin sind vor allem staatliche Institutionen dazu aufgefordert, dem durch ein
deutliches Zeichen für Demokratie Einhalt zu gebieten.
Bitten nehmen Sie von der Anlage Kenntnis, die einigen Vorschläge enthält, aber
keinen Anspruch auf Vollkommenheit erhält.
Turan Özküçük, Malik Karaman, Claudia Brock-Storms, Ahmet Edis, Lisa Khan, Dr.
John Akude, Martin Erkelenz, Chantal Schalla, Isabella Venturini, Luziano Gonzalez
T ejon
Anlage-Aufstehen-aktiv-fuer-Demokratie_kurz
4597 Zeichen
Vorschläge für die Gestaltung der Aktion „„Aufstehen!“ – aktiv für Demokratie am 21. März 2024 Das Entsetzen der Menschen mit internationaler Familiengeschichte ist angesichts der neuesten Enthüllungen zum konspirativen Zusammenkommen rassistischer und rechtsextremer Kräfte – Deportationsgipfel - in Potsdam groß. In Reaktion auf die Enthüllung ist eine breite Empörungswelle in Politik und Gesellschaft losgebrochen. Es wurde zu zahlreiche Demonstrationen gegen die AfD aufgerufen. Nichtsdestotrotz ist der überwiegende Teil der Gesellschaft beunruhigt und befürchten, dass nach kurzer Empörung wieder zur Tagesordnung übergegangen wird. Der Wettlauf um immer drastischere Vorhaben zur Bekämpfung von Migration und von Menschen mit internationaler Familiengeschichte hat unweigerlich zur Normalisierung rassistischer Haltungen geführt und ihnen ein demokratisches Mäntelchen verliehen. Der Verlust von Vertrauen in die Demokratie wird sich ungebremst vergrößern und die Spaltung der Gesellschaft voranschreiten, wenn nicht konsequent gegengesteuert wird. Anstatt durch Hass und Hetze zu spalten, müssen die positiven Aspekte von Migration in den Mittelpunkt gerückt werden, die u.a. zum Wohlstand der gesamten Gesellschaft beitragen.1 Die Menschen mit internationaler Familiengeschichte gehören mit Ihren Potenzialen längst zu unserer Gesellschaft. Die Potentialorientierung und die Schaffung von Chancengerechtigkeit sowie die unnachsichtige Bekämpfung von Rassismus sind das Gebot der Stunde. Für die Gestaltung der Aktion „„Aufstehen!“ – aktiv für Demokratie am 21. März 2024 schlägt der Landesintegrationsrat NRW folgende Aktivitäten vor: 1) Den kurzen Film „Hört uns zu! Der Anschlag von Solingen“ anzuschauen. 1 Vgl. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rechtsextremismus -bdi-praesident-russwurm-warnt- mit-deutlichen-worten-vor-der-afd/100007515.html Link: https://www.ardmediathek.de/video/wdr-dok/hoert-uns-zu-der- anschlag-von-solingen-oder-persoenliche- doku/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTRmZTdmY2E3LTk2ZGEtNGE1Yi05 MGRjLTVjMWU5MThkNDI2Yw Solingen 1993, der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), Halle oder Hanau passieren nicht irgendwo – sondern genau hier. Was also tun gegen Rassismus? Regisseur Mirza Odabaşı nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise. 2) Einen kurzen Beitrag von Fatih Çevikkollu anzuschauen: Ausgrenzung und Rassismuserfahrungen Link: https://www.youtube.com/watch?v=SQrTKn1mAO4 Bereits als Kind ist Fatih Çevikkollu wegen seines Namens und Aussehens mit der Annahme konfrontiert, er sei kein Deutscher. Als Schauspieler und Kabarettist entdeckt er mit den Jahren, dass die Sprache ein wirkvolles Mittel gegen Ausgrenzung ist. Rassismus tritt er von nun an mit schlagfertigen Kommentaren entgegen. Anschließend Austausch & Diskussion: a. Habe ich ähnliche Erfahrungen persönlich oder als Zuschauer erlebt? b. Wie habe ich reagiert? c. Welche weitere Mittel gegen Ausgrenzung kenne ich? Wie und wann setze ich sie um? 3) Einen Workshop aus dem Projekt „Antirassistische Bewusstseinsbildung – Kompetenzstärkung für Vielfalt am Arbeitsplatz“ gestalten Link: https://www.charta-der- vielfalt.de/fileadmin/user_upload/Antirassistische_Bewusstseinsbildung/Toolb ox_Antirassismus/Methodenkoffer/Methodenkoffer_Antirassistische_Bewussts einsbildung.pdf Was braucht es in Unternehmen und Institutionen, um ein antirassistisches Arbeitsklima zu schaffen? Charta der Vielfalt e.V. möchte mit dem Projekt »Antirassistische Bewusstseinsbildung – Kompetenzstärkung für Vielfalt am Arbeitsplatz« ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt in der deutschen Wirtschaft setzen und sich klar und deutlich gegen Rassismus in der Arbeitswelt positionieren. 4) Den kurzen Film „Anschlag in Hanau überlebt: Arjin sah dem Täter in die Augen“ anzuschauen Link: https://www.ardmediathek.de/video/tru-doku/anschlag-in-hanau- ueberlebt-arjin-sah-dem-taeter-in-die-augen-i-tru- doku/funk/Y3JpZDovL2Z1bmsubmV0LzEyMDc0L3ZpZGVvLzE3MzU1NDc Ein Jahr danach: Arjin (25) hat den Anschlag in Hanau überlebt. Zum ersten Mal kehrt sie zum Tatort zurück. Sie möchte die Geschichte der Todesopfer erzählen, damit sie nie vergessen werden 5) Den kurzen Film „Rassismus – Ich und die Anderen“ anzuschauen. Link: https://www.ardmediathek.de/video/planet-schule/rassismus-ich-und- die- anderen/swr/Y3JpZDovL3BsYW5ldC1zY2h1bGUuZGUvQVJEXzExNTIyX3ZpZGVv Der Film begleitet die drei jungen Menschen bei ihrem Kampf gegen Rassismus und ihrem Engagement für eine solidarische Gesellschaft.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0266/2024
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 26.02.2024
- Erstellt
- 22.02.2024 10:01