V/0601/2011
Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide, Jahresbericht 2010
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Berichtsvorlage
4306 Zeichen
V/0601/2011 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide; Jahresbericht 2010 Beratungsfolge 05.10.2011 Integrationsrat Bericht 11.10.2011 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 12.10.2011 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 12.10.2011 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 13.10.2011 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 13.10.2011 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 19.10.2011 Hauptausschuss Bericht 19.10.2011 Rat Bericht Bericht: Der vorliegende vierte Jahresbericht Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide skizziert Projektver- lauf und -ergebnisse im Jahr 2010, dem letzten Jahr der vierjährigen Förderphase im Rahmen des Bund-Länder-Programms. Die Darstellungen des Jahresberichts erfüllen zunächst die Be- richtspflichten aufgrund des Ratsbeschlusses zur Umsetzung des Maßnahmekonzepts (Integrier- tes Handlungskonzept/Städtebaulicher Maßnahmeplan) vom 13.12.2006 (Vorlage V/0927/2006) sowie aufgrund der Zuwendungsbescheide der Bezirksregierung Münster vom 14.12.2006 und vom 26.07.2007. Darüber hinaus liefern die Befunde über die Zusammensetzung und Entwicklung der Wohnbe- völkerung, die der dem Bericht beigefügte Kontextdatenmonitor abbildet, eine bestätigende Be- gründungsunterlage für die im vergangenen Jahr vorbereitete (Vorlage V/0291/2010) und mit Jahresbeginn 2011 umgesetzte Verstetigung des Programms. Die Aussagen des Jahresberichts zur Zielerreichung stützen zudem die Entscheidungen des Rates und des Beirats Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide zur Programmgestaltung in der Verstetigungsphase. Schließlich stellen die Inhalte des Berichts wichtige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Pro- jektdurchführung in der Verstetigungsphase bereit. Die Darstellung der Ergebnisse folgt dem von den Projektakteuren (im Rahmen des Teilprojekts 8.01 - Prozessbegleitende Selbstevaluation) gemeinsam erarbeiteten Zielsystem, das auf der Grundlage der generellen Ziele des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ sowie den hand- lungsfeldübergreifenden Programmzielen für das Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide für die einzelnen Handlungsfelder Leitzielbereiche und Proj ektziele umfasst. Um die Zielerreichung zu messen, haben die Projektdurchführenden spezifische Projektziele, Indikatoren und Monitoring- Vorlagen-Nr.: V/0601/2011 Auskunft erteilt: Herr Treutler Ruf: 492 50 26 E-Mail: Treutler@stadt-muenster.de Datum: 15.08.2011 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0601/2011 bögen entwickelt, deren Inhalte in den jährlichen Projektberichten der Projektträger bzw. der Handlungsfeldverantwortlichen dokumentiert werden. Anhand dieser Projektberichte stellt der Jahresbericht, der federführend vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung erarbeitet wurde, die Projektergebnisse 2010 in tabellarischen Übersichten dar. Dieser Form der Berichterstattung hat der Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ am 17.05.2011 zuge- stimmt. Wie mit Ratsbeschluss vom 07.07.2010 zur Vorlage V/0291/2010 vorgegeben, führt die zunächst bis Ende 2013 befristete Verstetigungsphase die in der Förderphase aufgebauten Entschei- dungsstrukturen und netzförmigen Kooperationsbeziehungen zwischen den an der Durchführung Beteiligten mit wenigen Anpassungen fort, sodass die integrative Programmausrichtung erhalten bleibt. Ungeachtet einzelner Anpassungen werden ebenfalls das Zielsystem mit seinen Leit- und Projektzielen und den abgestimmten Indikatoren zur Beobachtung der Zielerreichung grundsätz- lich beibehalten. Auf dieser Grundlage wird die Verwaltung über Verlauf und Ergebnisse der im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide durchgeführten Maßnahmen und Projekte auch in Zukunft jährlich berichten. In Vertretung gez. Thomas Paal Stadtrat Anlagen: Anlage 1: Finanzübersicht Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide 2010 Anlage 2: Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet „Münster/Kinderhaus-Brüningheide“ der Sozialen Stadt NRW“ - August 2011 – Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2010 Anlage 4: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2010 Anlage 5: Karte Projektstandorte 2010 Anlage 6: Karte Projektstandorte Verstetigungskonzept 2011
Anlage 1
3862 Zeichen
"Soziale Stadt" Kinderhaus-Brüningheide
Handlungsfeld Titel Nr. Kategorie
Gesamtumfang
im Projektzeit-
raum
vom Beirat be-
reit gestellt 2010
Anteil
Bund/Land 2010
Anteil Stadt
2010
Anteil Dritter
2010
1 Wohnen Energetische Gebäudesanierung 1 01 Schlüss el 30.000 0,00 0,00 0,00 0,00
Marktanpassung des Wohnungsbestandes 1 02 Schlüss el 17.825 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Öffentlicher Raum Spiel und Freizeitzone 2 02 Sc hlüssel 40.000 15.000,00 9.000,00 6.000,00 0,00
3 Lokale Ökonomie Wertstoffe 3 01 Schlüssel 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzept stadtteilbezogene Wirtschafts- und
Arbeitsförderung 3 02 Schlüssel 0
0,00 0,00 0,00 0,00
4 Integration Integrationsarbeit vor Ort 4 02 Schlü ssel 120.000 26.000,00 15.600,00 7.800,00 2.600,00
5 Bildung Wir verstehen uns 5 01 Schlüssel 232.400 59.262,00 35.557,20 23.704,80 0,00
Elternkompetenz stärken 5 02 Schlüssel 242.360 70.158,50 42.095,10 28.063,40 0,00
Stadtteilmütter in Kindertageseinrichtungen 5 03 Schlüssel 39.840 10.159,00 6.095,00 4.064,00 0,00
Gesund aufwachsen in Kinderhaus 5 04 Schlüssel 41 .500 10.583,00 6.350,00 4.233,00 0,00
Praxistage zum Übergang Schule-Beruf 5 06 Schlüss el 166.000 47.960,00 28.776,00 19.184,00 0,00
6 Soziale Netze Soziale Sicherung 6 01 Schlüssel 16 0.000 40.000,00 24.000,00 12.000,00 4.000,00
7 Managementkosten Projektkoordination 7 01 Schlüsse l 28.603 11.000,00 6.600,00 4.400,00 0,00
8 Selbstevaluation Externer Gutachter 8 01 Schlüsse l 50.000 15.827,00 9.496,20 6.330,80 0,00
1 Wohnen Wohnzukunft f. ält. Menschen 1 03 Impuls 15. 000 0 0,00 0,00 0,00
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarungen 1 04 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Nachbarschaftsstärkung u. MieterInnenschulung 1 05 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Das Quartier spart Strom 1 06 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Wettbewerb 'Solares Kinderhaus' 1 07 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Alternative Flächennutzung, baulich und sozial 1 08 Impuls 5.000 0 0,00 0,00 0,00
Anlage 1 zur V/0601/2011
Handlungsfeld Titel Nr. Kategorie
Gesamtumfang
im Projektzeit-
raum
vom Beirat be-
reit gestellt 2010
Anteil
Bund/Land 2010
Anteil Stadt
2010
Anteil Dritter
2010
2 Öffentlicher Raum Städtebauliches u. lokale Maßnah mekonzept 2 01 Impuls 8.000 0 0,00 0,00 0,00
3 Lokale Ökonomie
4 Integration Mädchenprojekt 'Unser Alltag - unsere Sorgen' 4 01 Impuls 9.000 1.400,00 840,00 420,00 140,00
Gewaltprävention 4 03 Impuls 9.500 2.375,00 1.425,00 950,00 0,00
5 Bildung Starter Kids (siehe 5.04) 5 05 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Kinderhauser Jugendkultur 5 07 Impuls 15.000 3.750,00 2.373,50 1.376,50 0,00
Schulkulturtage Kinderhaus 5 08 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Internationale Kinderbibliothek 5 09 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
6 Soziale Netze Lebenswelten kennenlernen 6 02 Impul s 9.000 2.250,00 1.350,00 675,00 225,00
MigrantInnen-Beteiligung 6 03 Impuls 13.400 3.400,00 2.040,00 1.020,00 340,00
Jungenprojekt 6 04 Impuls 4.350 1.500,00 900,00 450,00 150,00
Integrative Jugend-Sozialarbeit 6 05 Impuls 55.000 14.025,00 8.415,00 5.610,00 0,00
Mobile Jugend-(sozial)arbeit 6 06 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Sport und Bewegung 6 07 Impuls 18.000 6.825,00 4.095,00 2.730,00 0,00
Drogenprävention 6 08 Impuls 11.100 2.900,00 1.740,00 870,00 290,00
7 Managementkosten Quartiersfonds 7 02 Impuls 11.398 3.897,00 2.338,20 1.558,80 0,00
Anlagen2-6
210084 Zeichen
Jahresbericht 2010
für das Programmgebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
der „Sozialen Stadt NRW“
- August 2011 -
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0601/2011
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ii
Stadt Münster
- Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung
Dr. Thomas Hauff
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen und der Handlungsfeldverantwortlichen
des Programms „Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus – Brüningheide“
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iii
Gliederung
1 Zielstellung und Grundlagen des Berichtes .................................................................5
1.1 Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2010 ..................................................5
1.2 Grundlagen des Berichts: Programmsystematik, Zielsystem und Projektberichte...5
1.3 Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“ .........9
1.4 Aufbau des Jahresberichts 2010..............................................................................9
2 Handlungsfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“ ..............................................11
3 Handlungsfeld 2: „Öffentlicher Raum“ .......................................................................15
4 Handlungsfeld 3: „Lokale Ökonomie“.........................................................................17
5 Handlungsfeld 4: „Integration zugewanderter Menschen fördern“..........................19
6 Handlungsfeld 5: „Bewältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“ ............................................................................................................25
7 Handlungsfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haushalte“..................................................................................41
8 Handlungsfeld 7: „Gebietsmoderation“......................................................................54
9 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus-Brüningheide“ ...................................................58
10 Resümee zur Zielerreichung im Jahr 2010 .................................................................60
11 Anlagen ..........................................................................................................................68
• Anlage: Kontextdatenmonitor 2010
• Anlage: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2010 und deren Entwicklung
• Anlage: Karte „Projektstandorte Soziale Stadt 2010 “
• Anlage: Karte „Projektstandorte Verstetigungskonze pt 2011“
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 5
1 Zielstellung und Grundlagen des Berichtes
1.1 Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 20 10
Zwischen 2007 und 2010 wurden im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide über 30 Projekte
des Programms „Soziale Stadt NRW“ mit entsprechender Förderung des Landes Nordrhein-
Westfalen und einem städtischen Eigenanteil umgesetzt. Hierüber wurde dem Rat der Stadt
Münster bereits mit den Jahresberichten 2007/2008, 2008 und 2009 berichtet (vgl. Vorl.
V/0347/2008, Vorl. V/0297/2009, Vorl. V/0291/2010). Seit 2011 befindet sich das Gebiet in
der Verstetigungsphase, die gemäß Verstetigungskonzept den Zeitraum bis 2013 umfasst
(vgl. Vorl. V/0291/2010, Vorl. V/0291/2010/1).
Über die Verstetigung wurde bereits am 07.07.2010 auf der Grundlage des Jahresberichtes
2009 im Rat der Stadt Münster entschieden, um nach Auslaufen des Programms „Soziale
Stadt“ am 31.12.2010 die lückenlose Fortentwicklung und Stabilisierung der aufgebauten
Angebots- und Vernetzungsstrukturen zu sichern. Ebenso war der Jahresbericht 2009 auch
Grundlage für den Abschlussbericht zur Selbstevaluation für das Programmgebiet „Münster/
Kinderhaus-Brüningheide“ der „Sozialen Stadt NRW“, der gemäß Förderrichtlinie Stadter-
neuerung 2008 und Erlass des Ministeriums für Bauen und Verkehr NRW am 31.08.2010 der
Bezirksregierung Münster vorgelegt werden musste. Im Rahmen der Selbstevaluation haben
die Akteure der Sozialen Stadt die Umsetzung der eigenen Projekte systematisch und da-
tenbasiert bewertet.
Angesichts des ausführlichen Jahresberichts 2009 und des Abschlussberichts zur Selbsteva-
luation 2010, der aufgrund des Abgabetermins Ende August 2010 nur die erste Hälfte des
Jahres 2010 berücksichtigen konnte, sowie der bereits erfolgten Entscheidungen zur Verste-
tigung konzentriert sich der vorliegende Jahresbericht 2010 auf eine Übersicht der Projekter-
gebnisse im Jahr 2010. Zum Abschluss des Berichts wird in Kapitel 10 ein Resümee zur
Zielerreichung 2010 gezogen.
1.2 Grundlagen des Berichts: Programmsystematik, Zi elsystem und Projektberichte
Grundlage der Programmdurchführung und damit auch der Berichterstattung war das Inte-
grierte Handlungskonzept „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, das am 29.06.2005 vom
Rat der Stadt Münster beschlossen wurde (vgl. Vorlage V/0197/2005, V/0197/2005 E1,
V/0197/2005 E2). Dieser Beschluss bildete die Grundlage für den Förderantrag der Stadt
Münster an das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS NRW).
Vor dem Hintergrund des im Stadterneuerungsprogramm 2006 und mit Schreiben der Be-
zirkregierung vom 10.10.2006 in Aussicht gestellten Umfangs der Zuwendung des Landes
Nordrhein-Westfalen und nach Maßgabe des Ratsbeschlusses vom 29.06.2005 wurde das
Integrierte Handlungskonzept modifiziert und am 13.12.2006 vom Rat beschlossen (vgl. Vorl.
V/0927/2006, V/0927/2006 E1).
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 6
Auf dieser Grundlage wurde die Münsteraner Programmsystematik entwickelt, die sich auf 8
Handlungsfelder mit über 30 Projekten stützt. Das Integrierte Handlungskonzept umfasst
dabei folgende Handlungsfelder und Projekte:
Handlungsfeld 1 „Wohnen“
Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung
Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestandes
Projekt 1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen
Projekt 1.04: Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung
Projekt 1.05: Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulung
Projekt 1.06: Das Quartier spart Strom
Projekt 1.07: Solares Kinderhaus
Projekt 1.08: Alternative Flächennutzung - baulich und sozial
Handlungsfeld 2 „Öffentlicher Raum“
Projekt 2.01 Städtebauliches und lokales Maßnahmenkonzept
Projekt 2.02 Spiel- und Freizeitzone
Handlungsfeld 3 „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.01 Wertstoffe/Sperrgut
Projekt 3.02 Expertise „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.03 Projektfamilie „Stärken vor Ort“
Handlungsfeld 4 „Integration zugewanderter Menschen fördern“
Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag - unsere Sorgen´
Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle
Projekt 4.03 Gewaltprävention
Handlungsfeld 5 „Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen“
Projekt 5.01 Wir verstehen uns (zusammengeführt mit Projekt: 5.03 Stadtteileltern in KiTas)
Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf
Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur
Handlungsfeld 6 „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher
Haushalte“
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
Projekt 6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 7
Projekt 6.04 Jugendprojekt / Sport gegen Gewalt
Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit
Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit
Projekt 6.07 Sport und Bewegung
Projekt 6.08 Drogenprävention
Handlungsfeld 7 „Gebietsmoderation“
Projekt 7.01 Projektkoordination / Gebietsmoderation
Projekt 7.02 Quartiersfonds
Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“
Projekt 8.01 Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung
Projekt 8.02 Entwicklung und Auswertung von Kontextindikatoren
Bezüglich der Projekte ist zu berücksichtigen, dass die grundsätzliche Projektkonzeption in
den Jahren 2005/2006 erfolgte. Im Rahmen der Programmdurchführung können daher ent-
sprechend den gemachten Erfahrungen und den Ergebnissen der prozessbegleitenden
Selbstevaluation sowie gegebenenfalls auch unter Berücksichtigung geänderter Rahmenbe-
dingungen inhaltliche Weiterentwicklungen der Projekte stattgefunden haben.
Die Programmsteuerung und die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation erfolgte
anhand des auf der nächsten Seite dargestellten Zielsystems, das in einem kooperativen
Verfahren mit den Projektakteuren und mit Unterstützung von Univation – Institut für Evalua-
tion (Köln) entwickelt wurde. Dieses System umfasst folgende Ebenen:
• Ziele des Bund-Länderprogramms „Soziale Stadt“
• Programmziele „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (vgl. Vorl. V/0927/2006)
• Leitzielbereiche für die einzelnen Handlungsfelder
• Ziele des Handlungsfeldes
Auf dieser Basis wurden von den Projektakteuren Indikatoren und Monitoringbögen zur Beo-
bachtung der Zielerreichung der einzelnen Projekte entwickelt, die die Grundlage für die jähr-
lichen Projektberichte der Projektträger bzw. teilweise auch der Handlungsfeldverantwortli-
chen bilden. Auf Basis dieser Projektberichte erfolgt die Darstellung der Projektergebnisse in
den Kapiteln 2 - 8 in Form von tabellarischen Übersichten. Diese tabellarische Form der Be-
richterstattung wurde am 17.05.2011 im Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ aus-
drücklich begrüßt.
Zur formalen Absicherung der Selbstevaluation hat die Programmkoordination (Sozialamt) zu
Beginn der Programmdurchführung mit den Trägern der Projekte Vereinbarungen abge-
schlossen, in denen Ziele, Inhalte, Leistungsumfang, Qualitätsanforderungen, eingesetzte
Ressourcen, Finanzierung sowie Berichts- und Nachweispflichten festgelegt sind (vgl. Vorla-
ge V/0877/2007). Dazu gehört auch die Kooperationsbereitschaft des Trägers hinsichtlich
der Spezifizierung von Projektzielen und der indikatorengestützten Selbstevaluation.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 8
Programmziele
Münster-Kinderhaus/
Brüningheide
Ziele des
Handlungsfeldes
7.3.
Die Gebietsmoderation
entwickelt bis Ende März 2008
Kriterien und Verfahrensgrund-
ätze zur Vergabe der Mittel aus
dem Quartiersfonds.
Information und Vernetzung Aktivierung und Beteiligung Mittelvergabe Quartiersf onds
7.1.5.
Die Gebietsmod. tauscht mit
allen Projektträgern mindes-
tens 1 x / Hj., mit allen
Handlungsfeldverantwortl.
mind. 1 x / J. mdl. Informa-
tionen, Bewertungen und
weitere Perspektiven aus.
7.2.1
Die Gebietsmoderation sorgt
für die Durchführung von
jährlich mindestens 6 „kleinen
Aktionen“, an denen jeweils
wenigstens drei Bewohner/
innen ohne Projektträger-
funktion teilnehmen.
7.2.2.
Die Gebietsmoderation
bildet bis Ende 2008
einen Kreis fester
Ansprechpartner/innen
für Aktivitäten der
Sozialen Stadt.
7.1.1.
Die Gebietsmoderation
ist an allen relevanten
Veranstaltungen präsent
7.1.2
Bis 30.06.2008 wird eine
Internetpräsenz der Sozialen
Stadt Kinderhaus
- Brüning-
heide unter Beteiligung von
Jugendlichen des Stadtteils
vorbereitet und eingerichtet.
7.1.3.
An fünf Standorten im
Stadtteil sind ab 31.01.2008
Info-Kästen angebracht.
Die Aktualität der Auslagen
wird mindestens
14-tägig überprüft.
7.1.4.
Alle im Programmzusam-
menhang geförderten lfd.
Projekte präsentieren
sich mit eigenen Inform.
in den Info- Kästen während
ihrer Laufzeit mind. 1 x / Hj.
4.3
Förderung des interkulturellen
und sozialen Zusammenlebens
4.4
Erhöhung der Bildungschancen/
Bildungsniveaus
Handlungsfeld 1 :
Verbesserung der Wohnsituation
1.1
Optimierung und Sicherung des
Wohnungsbestandes für die Zukunft
1.2
Sicherung bezahlbaren Wohnens
(durch Reduzierung der privaten
Energiekosten)
1.3
Verbesserung und Schaffung
langfristig sozial stabiler
Bewohnerstrukturen
Handlungsfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen Raums
für einen sicheren und lebendigen
Stadtteil
2.1
Aktivierung der Bewohnerschaft
2.2
Durchführung von Aktionen
und Maßnahmen
Handlungsfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haushalte
6. 1
Reduzierung der
Verschuldungsproblematik
6.2
Förderung der
interkulturellen Verständigung
6.3
Aktivierung von bisher nicht
erreichten Personengruppen
6.4
Verbesserung von
Motorik und Bewegung
6.5
Förderung eines
gewaltfreien Umgangs
6.6
Verbesserung der kulturellen -,
Freizeit- und Bildungssituation
6.7
Verstärkung der Drogenprävention
Handlungsfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen erhöhen Die physischen Wohn- und Lebensbedingungen sowie
die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen stabilisieren und verbessern
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement
Handlungsfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
5.a Erhöhung der Chancengerechtigkeit
durch eine Erhöhung der Bildungsbeteili-
gung für Familien mit Sprachdefiziten
- Zieldimension A: Stärkung der Bildungsinfrastruktur
- Zieldimension B: Verbesserung der Sprachfähigkeiten
- Zieldimension C: Verbesserung der schul. Leistungen
- Zieldimension D: Verbesserung der Elternbeteiligung
5.b
Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von
über 15-jährigen Schulentlassenen und Er-
wachsenen mit erheblichen Sprachdefiziten
5.c
Nachhaltige Institutionalisierung von
Förderangeboten im Sprachbereich für Eltern
5.d
Verbesserung der gesundheitlichen
Situation von Kindern und Jugendlichen
5.e
Erhöhung der Übergangsquote in Ausbildung
und Arbeit an den beteiligten Schulen
5.f
Aufbau eines schulformübergreifenden Ju-
gendtheaterensembles Kinderhaus zur Stär-
kung d. Identifizierung mit Stadtteil u. Schule
3.3
Unterstützung der sozialen u. beruflichen
Integration v. Frauen mit Problemen beim
Einstieg/
Wiedereinstieg ins Erwerbsleben
3.4
Verbesserung der sozialen Infrastruktur f.
Jugendliche, junge Erwachsene u. Frauen
durch lokale Aktivitäten u. Kooperationen
Leitzielbereiche
2.3
Entwicklung von Konzepten zur
Verschönerung des Stadtteils
Handlungsfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie und
der Beschäftigungssituation
Programm Soziale Stadt Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Übersicht "Abgestimmte Ziele" (Stand 20.03.2008 / erg. 25.03.2010)
Identifikation mit den Quartieren, Stadtteilöffentlichkeit und das Gebietsimage stärken
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Ziele Bund-
Länder-Programm
"Soziale Stadt"
3.1
Durchführung von Analysen,
Entwicklung von Konzepten
3.2
Unterstützung der sozialen und beruf-
lichen Integration von Jugendlichen
und jungen Erwachsenen
5.g
Langfristige Verstetigung der Bildungs-
beteiligung durch entwickelte Netzwerke
4.1
Unterstützung der Selbst-
organisation von Migranten/-innen
4.2
Gewaltfreies Miteinander fördern/
Verbesserung der Konfliktvermittlung
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 9
1.3 Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „K inderhaus-Brüningheide“
Zur Unterstützung der Selbstevaluation hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW /
MBV NRW/ ILS NRW (2008) in einem „Kontextdatenmonitor“ wesentliche Daten zur Stadt-
teilentwicklung bereit gestellt. Die sog. Kontextdatenmonitore, die neben den Daten auch
Karten mit Projekt- und Infrastrukturstandorten umfassen, finden sich ebenfalls bereits in den
o.g. Jahresberichten 2008 und 2009.
Die Kontextdatenmonitore verdeutlichen, unter welchen demographischen und sozioökono-
mischen Rahmenbedingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden. Sie sind
jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte, sondern stellen vielmehr Rahmen-
daten zur Stadtteilentwicklung dar. Die Konzeption, die Inhalte und die Verwendung des
Kontextdatenmonitors werden in Kapitel 9 erläutert. Die Daten des Kontextdatenmonitors für
2010 sind in Anlage 3 zur Vorlage V/0601/2011 zu finden. Die Kontextdatenmonitore sind
jeweils in den Sitzungen des Beirats Soziale Stadt vorgestellt worden und wurden dort als
hilfreich zur Einschätzung der Quartiersentwicklung angesehen.
1.4 Aufbau des Jahresberichts 2010
Der Jahresbericht 2010 konzentriert sich auf eine tabellarische Übersicht der Projektergeb-
nisse 2010 nach Handlungsfeldern. Die Darstellung der Ergebnisse berücksichtigt die Be-
deutung einer geschlechterdifferenzierten Darstellung (vgl. Vorl. V/0927/2006). Die Übersich-
ten sind folgendermaßen aufgebaut:
• Projekt-Nummer und Projektname
• Projekt-Ziele
• Indikatoren (für die Handlungsfelder mit Schlüssel projekten)
• Ergebnisse 2010 (auf Basis der Projektberichte der Projektakteure, vgl. Quellenangaben)
Die Ergebnisse der Handlungsfelder sind in den folgenden Kapiteln dargestellt:
• Kapitel 2: Handlungsfeld „Wohnen“
• Kapitel 3: Handlungsfeld „Öffentlicher Raum“
• Kapitel 4: Handlungsfeld „Lokale Ökonomie“
• Kapitel 5: Handlungsfeld „Integration zugewanderte r Menschen fördern“
• Kapitel 6: Handlungsfeld „Bewältigung der Herausfo rderungen für das Bildungssystem“
• Kapitel 7: Handlungsfeld „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte“
• Kapitel 8: Handlungsfeld „Gebietsmoderation“
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 10
Zum Bericht gehören, ergänzend zu den tabellarischen Übersichten der Projektergebnisse
2010, zudem der Kontextdatenmonitor 2011, Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kon-
textdaten sowie Karten mit Projekt- und Infrastrukturstandorten, die in der Vorlage
V/0601/2011 als Anlagen 3 - 6 dokumentiert sind.
Kapitel 9 erläutert Konzeption und Inhalte des Kontextdatenmonitors. Die Kontextdaten 2010
sind in der Anlage 3 zur Vorlage V/0601/2011 dokumentiert. Für ausgewählte Kontextdaten
ist in Anlage 4 zur Vorlage V/0601/2011 die Entwicklung für den Projektzeitraum (2007-2010)
und darüber hinaus dargestellt.
In einem resümierenden Kapitel 10 werden die Ergebnisse in knapper Form unter Berück-
sichtigung des integrierten Programmgebietsansatzes zusammengefasst. Des Weiteren wird
ein Überblick zur Erreichung der gesetzten Ziele gegeben.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 11
2 Handlungsfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
Präsentation der Studie in der
Handlungsfeldkonferenz Wohnen
1.1.1 Eine Rentabilitäts- und Machbarkeitsstu-
die für eine übertragbare energetische Gebäu-
desanierung orientiert am Energiepass ist bis
31.12.2007 durchgeführt worden.
Positive Bewertung durch die
Handlungsfeldkonferenz
Mit der detaillierten Ausarbeitung des Gutachtens zur energeti-
schen Gebäudesanierung einschließlich seiner Übertragbarkeit
auf weitere Wohnungsbestände konnte das definierte Ziel 1.1.1
in 2008 vollständig erreicht werden.
1.01
Energetische Gebäu-
desanierung. Rentabi-
litäts- und Machbar-
keitsstudie 1.1.2 Die bauliche Umsetzung des Gutachtens
startet in 2009 an einem Wohnblock.
Beschluss zum Umbau eines
Wohnblocks liegt vor
Die Arbeiten zur baulichen Umsetzung des Gutachtens starteten
in 2009 an einem ersten Teil des Gebäudebestandes der Wohn-
SieGer GbR durch Aufbringung eines Dämmputzes mit neuer
Farbgestaltung in Anlehnung an das vorgelegte Gutachten.
In 2010 wurden diese Arbeiten fortgeführt. Mit rd. 120.000 €
Investitionskosten konnte ein zweiter Teil des Wohnungsbestan-
des erneut mit einer 16 cm starken Wärmedämmung energetisch
optimiert und farblich neu gestaltet werden.
1.1.3 Eine marktangepasste Mischung von
Wohnungsgrößen und –grundrissen ist in einem
Modellprojekt bis 2009 zu erreichen.
Einrichtung eines Modellprojektes
bis Ende 2009
Nach mehreren Gesprächsrunden mit den Projektakteuren
2007/2008 wurde 2008 einvernehmlich beschlossen, das Modell-
projekt aus Kostengründen nicht zu realisieren.
Bescheinigung von zuständigen
Behörden zum Umbau von 3-
Zimmer-Wohnungen.
Da das Modellprojekt nicht realisiert werden konnte, fehlte die
inhaltliche Notwendigkeit, ein praxisnahes Handbuch zu erstel-
len.
1.02
Marktanpassung des
Wohnungsbestandes 1.1.4 Ein praxisnahes Handbuch zu Ent-
wicklungs- und Nutzungsperspektiven für den
flexiblen Umgang mit dem Wohnungsbestand
ist bis Ende 2009 erarbeitet.
Fachleute bescheinigen die Pra-
xistauglichkeit einzelner Teile oder
des gesamten Handbuches
Da das Modellprojekt nicht realisiert werden konnte, fehlte die
inhaltliche Notwendigkeit, ein praxisnahes Handbuch zu erstel-
len.
1.1.5 Eine Vorstudie zu den Kosten barriere-
freier Umbauten wird bezogen auf einen Woh-
nungseingang/Wohnblock bis Ende 2008 er-
stellt.
Studie liegt vor und ist abgenom-
men Studie liegt seit 2008 vor und ist abgenommen.
1.03
Wohnzukunft älterer
und behinderter Men-
schen. Vorstudie -
Umsetzung
1.1.6 Ein Neu- oder Umbauprojekt zum barrie-
refreien Wohnen ist bis Mitte 2009 gestartet
worden.
Bewilligung des Bauantrags
- In 2008 Erstbezug einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft
für Demenzerkrankte mit 450 qm Wohnfläche und 11 Wohnun-
gen in der Josef-Beckmann-Straße 5 – 7 sowie barrierefreie
Umgestaltung der Gebäudeeingänge der Josef-Beckmann-Str.
15 u. 17.
- In 2009 Gespräche einschließlich Ortstermin mit der Hermes
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 12
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
Hausverwaltung AG, der städtischen Wohnberatung und dem
Amt für Wohnungswesen über barrierefreies Wohnen und weite-
re mögliche Anpassungsmaßnahmen u. a. am Beispiel des Be-
standes der Wohn+Stadtbau GmbH in der Josef-Beckmann-
Straße.
- In 2010 konnten diesbezüglich keine weiteren Ergebnisse mit
der Hermes Hausverwaltung AG erzielt werden.
Anzahl und Inhalte unterschiedli-
cher Netzwerktreffen
- Die bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen den vor
Ort vermietenden Wohnungsunternehmen wurde auch in 2010
weiter ausgebaut und mit Inhalten gefüllt.
- In 2010 Intensivierung der Vernetzungsarbeit zwischen Ver-
trauensmietern, Wohnungsunternehmen, Atrium Kulturverein und
dem Amt für Wohnungswesen (mit 22 Netzwerktreffen gegen-
über dem Vorjahr fast verdoppelte Anzahl von Netzwerktreffen).
1.04
Weiterentwicklung der
Kooperation zur Ver-
besserung der Wohn-
verhältnisse im Quar-
tier Nordwestschleife
1.3.1 Das Netzwerk "Wohnen in Kinderhaus
(-Brüningheide)“ ist bis 2010 erweitert und ar-
beitet regelmäßig.
Ergebnisse der Aktivitäten des
Netzwerks
- Die in den vorherigen Jahren geführten Handlungsfeldkonferen-
zen wurden in 2010 ersetzt durch zahlreiche Einzelgespräche
und durch die Imagewerkstatt Schleife. Durch die Gründung der
Imagewerkstatt Schleife konnte ein Gremium mit Vertretern der
Wohnungsunternehmen, aus dem Kulturbereich, aus Vertrau-
ensmietern und dem Amt für Wohnungswesen gebildet werden,
das sich mit Maßnahmen und Projekten für ein positives Image
im Quartier einsetzt. Dies ermöglichte eine engere Vernetzung
und eine beschleunigte Kommunikation zwischen unterschiedli-
chen Interessengruppen. Auch neue Projekte sind entwickelt
worden: beispielsweise ein erster Weihnachtsmarkt auf dem
Sprickmannplatz, positive Pressebeiträge über Bewohner/innen,
verstärkte Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen, Kultur- und
öffentliche Diskussionsveranstaltungen.
- Die Einbeziehung der Vertrauensmieter bewirkt eine engere
Vernetzung zwischen Bewohnerschaft und Wohnungsunterneh-
men und bewährte sich in 2010 nachhaltig.
- Die Arbeit der Vertrauensmieter/innen wirkte nach außen. Bei-
spielsweise wurde ein Gespräch im kleineren Kreis mit einer
Vertreterin der Hermes-Hausverwaltung zu konkreten Problemen
durchgeführt. Dieses Gespräch machte deutlich, dass dieses
Gremium in der Lage ist, Probleme aufzuzeigen und sie selbst-
bewusst gegenüber den Wohnungsunternehmen und Verwal-
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 13
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
tungsgesellschaften zu vertreten .
- Darüber hinaus hat ein regelmäßiger Austausch der Projektak-
teure mit dem Träger des „Begegnungszentrums Sprick-
mannstraße“ über mögliche Handlungsstrategien stattgefunden.
Anzahl der Mieterhaushalte Ziel bereits in 2009 erreicht, in 2010 waren keine weiteren Schu-
lungen vorgesehen.
1.3.2 Bis Ende 2010 wurden für alle Mietpartei-
en Kurse angeboten.
Aushang in allen Mietreihenhäu-
sern
Ziel bereits in 2009 erreicht, in 2010 waren keine weiteren Schu-
lungen vorgesehen.
1.3.3 Für die Mieter/Innen aller Wohnungsun-
ternehmen sind ab 2008 Stammtische bzw.
Mietertreffs für Mieter/innen angeboten und
etabliert worden
Anzahl Wohnhäuser mit eingerich-
teten Stammtischen
- Anzahl der in 2010 neu angebotenen Stammtische: 1
- Einbindung des Mietertreffs in den über zwei Tage andauern-
den Weihnachtsmarkt (gesondertes Einladungsschreiben für
diesen Mietertreff an alle in 2010 neu eingezogenen Mieterhaus-
halte), wodurch sich zahlreiche neue Mieterinnen und Mieter als
willkommen im Quartier angesprochen fühlten; ca. 400 – 500
Personen nutzten die weihnachtliche Veranstaltung zum Kennen-
lernen und gegenseitigen Austausch.
- Geschätzter Frauenanteil unter Stammtischteilnehmenden 60
%.
- Hinzuweisen ist für 2010 auch auf wöchentliche Mietertreffs im
Begegnungszentrum Sprickmannstraße (BGZ), die Ausgabe von
25 Mieterberatungsscheinen über das BGZ und KAI (Kinderhau-
ser Arbeitslosen Initiative e.V.) sowie auf zwei, von BGZ und KAI
organisierte Großveranstaltungen zum Thema „Wohnen“
1.05
Nachbarschaftsstär-
kung und Mieter/-
innenschulung
1.3.4 Eine Schiedsstelle für Mietstreitigkeiten ist
bis Ende 2008 eingerichtet worden. Eingerichtete Schiedsstelle
Schiedsstelle wurde nicht eingerichtet; die Ablehnungsentschei-
dung über die Einrichtung einer Schiedsstelle wurde in der Sit-
zung der Vertrauensmieterinnen und -mieter am 26.03.2008
getroffen.
1.06
Das Quartier spart
Strom
1.2.1 Die Stromeinsparpotenziale werden in
drei exemplarischen Haushalten in einem Ver-
suchszeitraum von einem Jahr (3. Quartal 2008
bis 2. Quartal 2009) ermittelt.
1.2.1 NEU: Bis Juli 2009 werden mindestens
100 Haushalte in der Schleife beraten und mit
Energiesparhilfen ausgestattet.
Summe der Stromkosten pro qm
pro Wohnungstyp und pro Person
- Einrichtung einer AGH- Stelle, da direkter persönlicher Kontakt
unbedingt erforderlich ist (Person fungiert als Türöffner vor Ort).
- Beratung von 50 Haushalten, 6 Gruppen, Durchführung von 2
Aktionen.
- Über den reinen Stromsparbereich hinaus wurde auch zum
Thema „Heizkosten sparen“ informiert; bei Bedarf wurden ver-
schiedene kleine Produkte ausgeteilt und installiert (21 Zugluft-
stopper und 45 m Dichtband).
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 14
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
1.2.2 Eine zielgerichtete Informationskampagne
zum Stromsparen wird im Jahr 2008 aufgebaut
und durchgeführt
Durchführung Stromsparkampag-
ne / Erstellung von Infomaterialien
- Werbung in der Schleife durch 40 Plakate, 400 Aktionsflyer,
Teilnahme am Sommerfest.
- Besonders in Kombination mit der Aktion "Stromsparcheck" der
SKM Münster ist das Projekt als erfolgreich einzustufen.
1.3.5a Eine solarthermische Warmwasseranla-
ge einschließlich einer öffentlichen Messanzei-
ge ist von einer Wohnungsbaugesellschaft
errichtet worden.
Die Anlage ist errichtet worden Das Projekt wurde nicht umgesetzt.
1.07
Solares Kinderhaus
1.3.5b Eine SolarNet-Gruppe ist im Schulzent-
rum aufgebaut worden.
Eine SolarNet-Gruppe hat sich
gebildet
Das Projekt wurde nicht umgesetzt.
1.08
Alternative Flächen-
nutzung – baulich u.
sozial
1.3.6 Bis Ende 2009 ist eine fehlgenutzte Flä-
che umgebaut und/oder umgenutzt worden. Fläche wurde neu gestaltet
- Nach der bereits in 2009 erfolgten Erneuerung des Bodenbela-
ges des Fußballplatzes an der Killingstraße hat die Hermes
Hausverwaltung Anfang 2010 auf dem Spielplatz an der Kil-
lingstraße ein Klettergerüst mit Rutsche aufgestellt.
- Die Umsetzung des weiteren Projektes „Kombiniertes Fußball-
und Basketballfeld“ auf dem Parkdeck Ecke Sprickmannstra-
ße/Josef-Beckmann-Straße scheiterte in 2010 an der Frage der
Gewährleistung durch die Fachfirmen.
Quelle: Projektberichte Amt für Wohnungswesen (64): Projekte 1.01, 1.02, 1.03, 1.04, 1.08; Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67): Projekte 1.06, 1.07
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 15
3 Handlungsfeld 2: „Öffentlicher Raum“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
2.2.1 Investive Maßnahmen (Spielgeräte, Merkzeichen, Kunst, Beleuch-
tungen, Wegweiser, Sitzgelegenheiten, Grüngestaltung) werden realisiert.
- Für 2010/2011 war ursprünglich geplant, nach der Erarbeitung eines Realisierungs-
konzeptes (Art der Maßnahme, Zuständigkeit, Priorität, Kosten usw.) in Absprache mit
der Bewohnerschaft verschiedene Maßnahmen umzusetzen.
- Aufgrund des seit Mai 2010 laufenden „Perspektivgutachtens für das Wohnquartier
Kinderhaus-Brüningheide“ (Vorl. V/0422/2010) ist die Umsetzung von Maßnahmen, für
die zudem auch keine investiven Mittel im Rahmen des Programms Soziale Stadt ver-
anschlagt waren (Vorl. V/0927/2006; Vorl. V/0877/2007), bis zum Abschluss des Per-
spektivgutachtens zurückgestellt worden.
2.2.2 Weitere kleine Aktionen zur Verbesserung der Stadtansicht (wie Müll
sammeln, Pflanzaktion etc.) werden realisiert.
- In Absprache mit dem Lenkungskreis und den Gebietsmoderatoren sollten in 2010
unbürokratisch umsetzbare Aktionen (z.B. Müllsammelaktion mit Schüler/Innen oder
Kindern aus den Betreuungseinrichtungen, Pflanzaktionen, Reinigung eines Spielplat-
zes) durchgeführt werden.
-
Aufgrund des seit Mai 2010 laufenden „Perspektivgutachtens für das Wohnquartier
Kinderhaus-Brüningheide“ (Vorl. V/0422/2010) sind die Maßnahmen zur Verbesserung
der Stadtansicht bis zum Abschluss des Perspektivgutachtens zurückgestellt worden.
Stattgefunden haben jedoch kleinere Maßnahmen, die von der Gebietsmoderation
koordiniert wurden (siehe Handlungsfeld 7).
2.2.4 Projekttage zur attraktiven Gestaltung des Wohnumfelds werden
durchgeführt.
- Für 2010 war vorgesehen, vergleichbar mit den Aktionen zur Neugestaltung der Grün-
schleife mit der Bewohnerschaft unter Anleitung der Mitarbeiter des Amtes für Grünflä-
chen und Umweltschutz den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten.
- Aufgrund des seit Mai 2010 laufenden „Perspektivgutachtens für das Wohnquartier
Kinderhaus-Brüningheide“ (Vorl. V/0422/2010) ist die Umsetzung von Maßnahmen zur
attraktiven Gestaltung des Wohnumfelds, für die zudem auch keine investiven Mittel im
Rahmen des Programms Soziale Stadt veranschlagt waren (Vorl. V/0927/2006; Vorl.
V/0877/2007), bis zum Abschluss des Perspektivgutachtens zurückgestellt worden.
2.3.1 Die Bürgervertretungen wurden über den Lenkungskreis informiert
und einbezogen.
Information und Einbeziehung der Bürgervertreter erfolgte 2009 durch den Lenkungs-
kreis, abgeschlossen in 2009.
2.3.2 Eine Potenzialanalyse wurde unter Beteiligung der Bewohner/-innen
durchgeführt.
Zur Einschätzung des Status quo erfolgte eine intensive Bestandserhebung vor Ort mit
spontanen Gesprächen mit der Bewohnerschaft, Erstellung eines Lageplans, in dem
bestehende Stärken und Schwächen dargestellt sind, abgeschlossen in 2009.
2.01
Städtebauliches und
lokales Maßnahmen-
konzept
2.3.3 Die Konzepte und geplanten Aktivitäten im Projekt wurden im Len-
kungskreis mit den Akteuren vor Ort diskutiert.
Information und Diskussion mit den Akteuren vor Ort (Lenkungskreis), abgeschlossen in
2009.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 16
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
2.3.4 Realisierungskonzept zur Umsetzung einzelner kleiner Maßnahmen
wurde erarbeitet und abgestimmt
Unter Beachtung der besonderen Bevölkerungsstruktur im Plangebiet (kultur-, ge-
schlechter-, altersabhängiges Verhalten im öffentlichen Raum) erfolgte in 2009 eine
verwaltungsinterne Abstimmung, abgeschlossen in 2009.
2.1.1 Bis zum Projektende hat sich eine Gruppe von Bewohnern/-innen
etabliert, die auch in Zukunft Aktionen in der Schleife organisiert. Die Mit-
glieder der Gruppe sollten unterschiedlichen Gruppierungen angehören,
um eine breite Akzeptanz für die Aktivitäten zu erreichen.
Das Ziel des Projektes, eine Gruppe von Bewohnern des Viertels zu etablieren, die
auch in Zukunft Aktionen in der Schleife organisiert und sich für die Grünschleife ver-
antwortlich fühlt, ist bisher nicht erreicht worden. Die Gruppe sollte, wenn möglich aus
vielfältigen Gruppierungen bestehen, die damit für eine breit gefächerte Akzeptanz
gegenüber den Aktivitäten in der Grünschleife sorgt. Das Quartier verfügt über viele
Gruppen, die auch untereinander sehr gut miteinander vernetzt sind. Diese Gruppen
werden als die Basis der Aktion gesehen, da sie über ihre Mitglieder in der Lage sind,
viele Menschen im Quartier direkt zu erreichen.
2.1.2 Die Bereitschaft der Bewohnerschaft, an der Pflege und Gestaltung
des Wohnumfeldes aktiv mitzuwirken, ist bis zum Projektende weiter ge-
stärkt worden.
Das aktive Zusammenarbeiten der Anwohner der „Grünschleife“ in der Grünanlage mit
sichtbaren Erfolgserlebnissen hat bei allen Beteiligten nachhaltige positive Akzente
hinterlassen. Durch die verschiedenen Aktionen in den Jahren 2008 bis 2010 konnte
die Grünfläche den Anwohnern wieder näher gebracht werden.
2.02
Spiel- und Freizeitzone
2.2.3 In 2009 sind Projekttage durchgeführt worden. In 2010 haben zwei
weitere Projekttage mit jeweils mindestens 25 Personen aus dem Quartier
stattgefunden.
Im Sommer 2010 fanden zwei Projekttage statt. Hierfür wurde mit Plakaten, Handzet-
teln und in Zeitungsartikel geworben. Außerdem wurden alle möglichen Beteiligten
persönlich angeschrieben.
- Erster Projekttag im Juni 2010 mit fast 40 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen:
Liegewiese wurde mit 20 Tonnen Muttererde aufgefüllt, die Kinder ergänzten die be-
reits bestehende Trockenmauer mit der Pflanzung von weiteren Kräutern und Stauden,
an vier Stellen in der Parkanlage wurden gelbe „dogstationen“ aufgebaut, der in die
Jahre gekommene Pavillon wurde als Treffpunkt mit einem neuen Dach und neuen
Bänken versehen, Anfertigung von drei Schachbretter mit Sitzbänken.
- Zweiter Projekttag im September 2010 mit ebenfalls fast 40 Kinderhauser Bürgerinnen
und Bürgern: Der Schwerpunkt des Tages lag bei der Integration der Hundebesitzer in
die Parkanlage, in Kooperation mit der „Interessensgemeinschaft Hund“ (Hundevereine,
Ordnungsamt und Veterinäramt) wurden zahlreiche Aktionen rund um den Hund in der
Parkanlage durchgeführt, der Teich wurde entkrautet und der Rundweg mit einer neuen
Mulchdecke versehen, Hunderte von Narzissen und Tulpen wurden gepflanzt, ein
Tisch-Banksystem mit integrierten Brettspielfeldern wurde für Familien mit Kindern
unter einem schattigen Baum aufgestellt.
- Im Rahmen der Verstetigungsphase ist für den Sommer 2011 ein weiterer Projekttag
geplant, um die erreichten Erfolge nachhaltig zu sichern (u.a. Stärkung der Identifikation
der Bewohnerschaft mit der Grünfläche, anwohnerorientierte Weiterentwicklung der
Spiel- und Freizeitzone).
Quelle: Projektberichte Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung (61): Projekt 2.01; Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67):Projekt 2.02
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 17
4 Handlungsfeld 3: „Lokale Ökonomie“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
3.01 Wertstoffe/
Sperrgut
3.1.1 Neue Zielformulierung: Unterstützung der beruflichen Integration von
Langzeitarbeitslosen.
Es konnten drei Langzeitarbeitslose im Bereich Müllentsorgung durch
eine Förderung der ARGE Münster (jetzt Jobcenter) im Viertel beschäf-
tigt werden. Nach Angaben von Projektverantwortlichen arbeiteten die
drei Mitarbeiter sehr engagiert und schnell. So sei Kinderhaus bereits
wesentlich sauberer geworden, da Unrat und abgestellter Hausrat
zügig entfernt wurden. Nach Ablauf des Projektes sind 2 Mitarbeiter in
reguläre Beschäftigungsverhältnisse gewechselt.
3.02 Expertise
„Lokale Ökonomie“
3.1.2 Eine Expertise zu Ansatzpunkten und Möglichkeiten der Förderung der
lokalen Ökonomie ist durchgeführt worden.
Eine Expertise zu Ansatzpunkten und Möglichkeiten der Förderung der
lokalen Ökonomie ist in 2009 durchgeführt worden. Die Empfehlungen
der Expertise, wie die Konzentration auf die Qualifizierung und Ar-
beitsmarktförderung im Rahmens des Programms `Soziale Stadt´,
wurden von den Akteuren im Programmgebiet diskutiert und im Projekt
3.03, das aus dem Programm „Stärken vor Ort“ finanziert wird, aufge-
griffen.
3.1.3 Unterstützung der schulischen, sozialen und beruflichen Integration
von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ziel: Persönlichkeitsstabilisie-
rende Angebote in und außerhalb von Schule, um Jugendliche bei der Inte-
gration in Arbeitsmarkt und Ausbildung zu unterstützen und Schulmüdigkeit
zu vermeiden.
3.03 Stärken vor Ort
3.1.4 Unterstützung der sozialen und beruflichen In tegration von Frauen mit
Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erw erbsleben. Ziel:
Unterstützung von Frauen mit Migrationsvorgeschichte bei der Alltagsbewäl-
tigung. Die materielle Situation, fehlende Deutschk enntnisse und berufliche
Qualifikationen schränken die Teilnahme am sozialen, kulturellen, wirtschaft-
lichen und politischen Leben ein.
- Die aus der Expertise abzuleitenden nächsten Schritte zur Arbeits-
marktförderung sind teilweise im Projekt 3.03 ´Stärken vor Ort` umge-
setzt worden, das im Rahmen des Programms `Stärken vor Ort` durch-
führt wird. Das Programm wird gefördert aus dem Europäischen Sozi-
alfonds und mitfinanziert vom Bundesministerium für Familie, Senio-
ren, Frauen und Jugend und der Stadt Münster.
- Die individuell ausgerichtete Arbeitsmarktförderung wird über Mikro-
projekte (kleine lokale Initiativen und Organisationen), die sich an Ju-
gendliche und Frauen richten, umgesetzt. Im Jahr 2010 wurden 13
Mikroprojekte durchgeführt u.a.:
- "Sich durch die Schule boxen" - Schulabsentismus verhindern
- Gewalt-Entstehung, Folgen und Verhalten in Bedrohungs- und
Gewaltsituationen
- Berufliche Orientierung und Integration in den betrieblichen Prozess
- Junge Redaktion
- Individuelle Motivationsförderung - Selbstwertgefühl, Konzentration,
Lese-Rechtschreibkompetenz
- Frauen mit Migrationsvorgeschichte gestalten ihre Zukunft
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 18
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
3.03 Stärken vor Ort
- Praxisorientierte Förderung von Jugendlichen mit Migrationsvorge-
schichte
- Förderung von Verstehens- und Verständigungskompetenz von
Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte
- Stark sein am Computer
Quelle: Projektberichte Amt für Schule und Weiterbildung (40)
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 19
5 Handlungsfeld 4: „Integration zugewanderter Mensc hen fördern“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
4.2.1 Das interkulturelle Zusammenleben wird
gefördert und der Gemeinsinn gestärkt.
Umfang der Beteiligung an den
Freizeitaktivitäten der Gruppe
- Eine erste Mädchengruppe startete 2007 und setzte sich zu
Beginn aus 7 Mädchen unterschiedlicher Nationalitäten im Alter
von 15-16 Jahren zusammen. Die Fluktuation war sehr gering.
Während des Projektzeitraums kam es nur gelegentlich, in der
Regel durch Umzug der Eltern, zu geringfügigen Veränderungen
innerhalb der bestehenden Gruppe. 2010 beteiligten sich durch-
schnittlich 6 von insgesamt 10 Mädchen an den Gruppenangebo-
ten.
- Eine zweite Mädchengruppe startete im Mai 2008 mit 6 Mäd-
chen unterschiedlicher Nationalität im Alter von 12 - 14 Jahren.
Durchschnittlich beteiligten sich 4 Mädchen an den Treffen. Um-
züge, aber auch internen Streitigkeiten der Mädchen führten nach
bereits ca. einem Jahr zu einer Auflösung der Gruppe. Der Ver-
such, eine neue Gruppe aufzubauen, scheiterte. Hauptproblem
waren die Elternhäuser, die aufgrund ihres kulturellen Hinter-
grunds die Mädchen ab einem bestimmten Alter zuhause haben
wollen.
4.01
Mädchenprojekt `Unser
Alltag - unsere Sorgen´
4.3.1. Die Mädchen entwickeln neue Interessen
und sind offen gegenüber anderen Formen der
Freizeitgestaltung.
Art und Umfang der Freizeitaktivi-
täten in der Gruppe unter Berück-
sichtigung von Wünschen der
Mädchen
- In der Regel Durchführung wöchentlicher Treffen, 2010 fanden
insgesamt 29 Treffen statt.
- Ca. 90% der Teilnehmerinnen haben eine Migrationsvo rge-
schichte.
- Beide Gruppen haben stets viele neue Ideen zur Ge staltung der
Treffen mit eingebracht. Die Beteiligung der Mädchen war grund-
legend für die Konzeption der Gruppenstunden.
- Aktivitäten: Es wurde z.B. international gekocht und gebacken,
DVD geschaut oder auch kreativ gearbeitet (basteln von Armbän-
dern, Schlüsselanhängern und Halsketten, bearbeiten von Lein-
wänden etc.). Des Weiteren wurde jedes Jahr das End e des
Ramadan zelebriert.
- Der Mädchengruppe kommt auch im Sinne kultureller Bil dung
eine wichtige Funktion zu, da den meisten Familien d ie finanziel-
len Möglichkeiten für Ausflüge fehlen.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 20
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
4.01
Mädchenprojekt `Unser
Alltag - unsere Sorgen`
4.3.2 Bereitschaft der Mädchen, Altersgenos-
sinnen bei der Bewältigung von Alltagskonflik-
ten zu helfen, steigt.
Art und Umfang des Sozialverhal-
tens (z.B. Fragen nach Gründen
für Alltagskonflikte, zeigen Inte-
resse, bringen Ideen zur Lösung)
- Die Mädchengruppen nutzten die kreativen Aktivität en ausge-
sprochen gut und entwickelten neue Interessen. Fäh igkeiten wie
Durchhaltevermögen, Geduld und Sorgfalt wurden train iert und
wirkten sich auch positiv auf das Selbstwertgefühl der Mädchen
aus.
- Es traten immer wieder kleinere Streitereien auf, es wurde viel
über alle nur denkbaren Themen diskutiert, Freundsch aften ge-
schlossen oder vertieft. Dominierende Themen der Treffen:
- die Zukunftsplanung,
- der Umgang mit Geld; dazu nahm die Gruppe 2009 ein Ange-
bot der Schuldnerberatung in Kinderhaus wahr, bei d em die
Mädchen einen Finanzführerschein machen konnten. Alle
Mädchen bestanden die Prüfung direkt beim ersten Vers uch.
Auch der Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Budget
für die Gruppe dient den Mädchen in diesem Sinne als
Übungsfeld,
- private Probleme und Erfahrungen (wie zum Beispiel die Er-
krankung einer Mutter, das Verhältnis zum Elternhaus etc.),
- zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander, zu a nde-
ren Jugendlichen, Lehrern und Eltern. Das Augenmerk liegt
hier auf dem Umgang untereinander und auf der Wortwa hl, vor
allem bei Auseinandersetzungen.
- Die Ausdrucksweise der Mädchen wird immer wieder th emati-
siert und korrigiert, um dem „Kinderhauser Jargon“ al ternative
Ausdrücke entgegen zu setzen. Ebenso wird das Thema Ge-
walt immer w ieder aufgegriffen um gemeinsam adäquate
Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln .
- Die Mädchen bekamen so nach und nach ein Bewusstsein für
angemessene Ausdrucksweisen und angemessenes Verhal-
ten. Obwohl positive Entwicklungen deutlich erkennb ar waren,
konnte das Sozialverhalten der Mädchen der zweiten G ruppe
nicht als positiv bewertet werden. Diese Gruppe lös te sich
nach einem guten Jahr wieder auf. Die anvisierten Zi ele konn-
ten in dieser Gruppe nicht umgesetzt werden.
- Die wöchentlichen Treffen bieten den Mädchen einen sicheren
Kontext, in dem Gespräche und Diskussionen gut möglic h
sind.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 21
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
4.01
Mädchenprojekt `Unser
Alltag - unsere Sorgen
- Grundsätzlich anzumerken ist, dass es sehr schwier ig war, die
Mädchengruppen in ihrer Konstellation zu festigen un d nach-
haltig zusammen zu halten.
4.1.1 Die Anzahl der Personen mit Migrations-
vorgeschichte, die sich im Stadtteil engagieren,
stabilisiert sich (`bleibt gleich´) und steigt im
weiteren Projektverlauf um ca. 50% an.
Anzahl engagierter Personen mit
Migrationsvorgeschichte
- Anzahl der Personen mit Migrationsvorgeschichte, die sich im
Stadtteil engagieren: 55 Personen Ende 2010 (Steigerung zu
2009 um 39%, zu 2008 sogar um 83%), davon 70 % weiblich
- Aufbau zwei neuer Gruppen im Rahmen der Selbstorganisati-
on von Personen mit Migrationsvorgeschichte.
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte Aktivitäten wie
Veranstaltungen, Seminare, Feste zwischen
interkulturellen Gruppen und Menschen mit
unterschiedlicher Migrationsvorgeschichte
nehmen zu.
Anzahl, Art, Dauer des Bestehens
der initiierenden Organisation und
TN-Zahlen interkultureller / nach-
barschaftlicher Aktivitäten in Ei-
geninitiative
- Anzahl der in 2010 durchgeführten Veranstaltungen: 21
- Von den insgesamt 21 Veranstaltungen waren 8 Informations-
und Bildungsveranstaltungen und 13 Veranstaltung mit kulturel-
lem, freizeitbezogenem Charakter (Sing Day of Song, Buddhisti-
sches Neujahrfest, Weihnachtsbasar etc),
- ca. 2650 Teilnehmende, davon ca. 1650 Personen mit Migrati-
onsvorgeschichte (ca. 62%), ca. 70% aller Teilnehmenden weib-
lich, Steigerung der Teilnahme insgesamt um 36% zu 2009
4.2.3 Die Zahl der durch die Konfliktmoderation
bearbeiteten Fälle steigt ab 2009 jährlich um
20% an, unter der Voraussetzung, dass die
Beratungskapazitäten zu 100% zur Verfügung
stehen.
Anzahl der durch die Konfliktmo-
deration bearbeiteten Fälle
- Anzahl der Gesprächstermine in 2010: 7309 (durch gesamtes
Projektteam in 2010 insg.)
- Anzahl der durch Konfliktmoderation bearbeiteten Fälle in 2010:
49 Personen, (Steigerung zu 2009 um 40%, zu 2008 um 96%)
- Inhalte der Gespräche waren: Soziale und rechtliche Fragen,
Kindergarten-/Schulfragen, Sprachförderung, Fragen zu Qualifi-
zierungs- u. Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsausbil-
dung/Berufsplanung, GEZ, Fragen zur persönlichen, wirtschaftli-
chen und sozialen Stabilisierung, sonstiges
4.5.1 15 Bildungsangebote für Menschen mit
Migrationsvorgeschichte sind bis 2009 entwi-
ckelt und werden umgesetzt.
Anzahl/Art von Angeboten für die
Unterstützung von Personen mit
Migrationsvorgeschichte
8
Informations- und Bildungsveranstaltungen: Schwimmgruppe,
PC Kurs für Anfänger , MIMI Gesund Leben im Alter, Bewer-
bungstraining, Rhetorikkurs, Interkulturelle Streitschlichter, Fahr-
radkurs, Schmuckbasteln
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.5.2 Der Anteil von Personen mit Migrations-
vorgeschichte, die an Bildungsmaßnahmen
teilnehmen, steigt jährlich um mindestens 25%
an
Anzahl der Personen mit Migrati-
onsvorgeschichte an Bildungsan-
geboten
Anzahl der teilnehmenden Personen mit Migrationsvorgeschichte
an Bildungsangeboten: 220, davon ca. 80 % weiblich, Steigerung
der Anzahl insgesamt zu 2009 um ca. 47%, zu 2008 um 360%,
zu 2007 eine Verzehnfachung)
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 22
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
4.2.4 Die Häufigkeit der Verstöße gegen den
Kindern bekannte Regeln nimmt ab.
Häufigkeit der Verstöße
- Verbesserung der Rücksichtnahme und Hilfsbereitsch aft durch
gezieltes Aufzeigen von Konfliktsituationen;
- Verbesserung der Kommunikation durch Angebote in Kl einst-
gruppen wie Mädchenangebote und Jungenförderungsproj ekt;
dadurch können die Kinder besser beobachtet werden und
Missverständnisse und Konflikte schneller gelöst werden.
- Die älteren Kinder können die erlernten Regeln mei st sehr gut
behalten und umsetzen. Viele der ganz jungen Kinder (2 Jahre)
bringen noch keine alternativen Strategien mit oder verfügen
noch nicht über die erforderlichen sprachlichen Mög lichkeiten,
einen Konflikt zu lösen. Häufig werden bei den jüngsten die Kon-
flikte durch "Körpereinsatz geregelt". Hier leisten die Mitarbeiter
Pionierarbeit im Umgang mit Konflikten.
- Konflikte werden zunehmend verbal gelöst.
4.2.5 Die beobachtbare Hilfsbereitschaft der
Kinder nimmt zu.
Umfang/Art der Hilfsbereitschaft
der Kinder untereinander
- Konflikte werden schneller erkannt bzw. vermieden;
- Kinder bitten die Betreuer häufiger um Hilfestellung;
- Kinder machen sich gegenseitig auf Handlungsansätz e auf-
merksam z.B. "Halt-Stopp";
- Ältere Kinder bieten den jüngeren Kindern Hilfe a n, Kleinere
werden" beschützt".
- Insgesamt hat sich die Hilfestellung untereinander verbessert,
die Kinder führen mehr Gespräche.
4.03
Gewaltprävention
4.2.6 Bereitschaft von 50% der Eltern, sich über
Konflikte auszutauschen, wächst 2010.
Anzahl/Art in Anspruch genom-
mener Kurse/ Beratungsgesprä-
che durch Eltern
- Gesamtzahl durchgeführter Kurse für Eltern: 2; Gesamtzahl
Teilnehmende: 31, davon 90% weiblich (Steigerung insgesamt
um ca. 15% zu 2009,);
- Gesamtzahl Beratungsgespräche mit Eltern in 2010: 18 (Steige-
rung zu 2009 um ca. 65%)
- Kooperationspartner Beratungsstelle bietet regelmäßige Sprech-
stunden für Eltern an; Gesamtzahl Beratungsgespräche mit El-
tern: 18 (Steigerung um ca. 60% zu 2009)
- Gesamtzahl durchgeführter Trainings für Eltern: 2 , Gesamtzahl
Teilnehmende: 16, davon ca. 85% weiblich
- Müttertraining zum Thema Selbstbehauptungs- und Gewaltprä-
vention/Hilfe und Schutz bei häuslicher Gewalt Teilnahme: 11
Frauen aus 8 Nationen
- Elternkurs „Starke Eltern- starke Kids“: Hierzu fanden weitere
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 23
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
Angebote statt. Insgesamt wurden 28 Personen erreicht, zum Teil
auch über die Kita-Klientel hinaus. Dieses Angebot wurde in ähn-
licher Form schon in 2009 angeboten, diesmal jedoch mit dem
zusätzlichen Aspekt: „Schutz der Kinder und Selbstschutz vor
Übergriffen im Wohngebiet“. In 2010 beschäftigte sich dieser Kurs
auch mit Hilfen und Schutz bei häuslicher Gewalt. Davon waren
mehrere Familien betroffen. Im Dezember wurde der Kurs auf
Wunsch der Teilnehmer/innen um weitere Wochen verlängert;
Angebot des Familienzentrums "starke Eltern- starke Kinder" wirkt
sich auch auf Angebote über soziale Stadt hinaus positiv aus.
- Das Thema Gewaltprävention hat sich auch nach dem Aus-
scheiden der Einrichtung aus dem Programm „Soziale Stadt“ fest
im Konzept der Einrichtung etabliert. Die Elternarbeit wurde um
den Schwerpunkt Prävention erweitert und ist in vielen Elternge-
sprächen ein normaler und fester Gesprächspunkt. Dadurch ist es
oft einfacher für die Mitarbeiter/innen, heikle Themen professio-
nell anzusprechen und ggf. auf geeignete Hilfen bzw. externe
Beratung hinzuweisen. Es zeigt sich eine Zunahme der Offenheit
bei den Frauen für Themen wie Belastungen oder Gewalt.
4.2.7 Bei 50% der Eltern nehmen sichtbare
Streitigkeiten bis 2010 ab.
Anzahl beobachteter Streitigkei-
ten beim Begleiten der Kinder im
Kita-Bereich
- Streitigkeiten zwischen den Eltern, z.B. während der Abholzeit
haben abgenommen; einige Eltern lassen aber vermehrt ihren
Frust gegenüber dem Personal ab (verbal).
- Konflikte werden nicht mehr so häufig vor den Kindern ausge-
tragen, sondern außerhalb der Einrichtung;
- Eltern zeigen sich grundsätzlich gesprächsbereit, auch "unan-
genehme" Themen werden offen besprochen.
- Interesse des Kindes steht meist im Mittelpunkt.
- Vertrauensaufbau durch das Personal ist gelungen.
- Streitschlichterausbildung einer Erzieherin wurde in 2008 be-
gonnen und wird in 2011 abgeschlossen werden.
4.03
Gewaltprävention
4.3.3 Die Sozial- und Handlungskompetenz
nimmt bei 50% der Eltern bis 2010 zu.
Anzahl/Art der Eltern, die an
Trainings teilgenommen haben
- Gesamtzahl durchgeführter Elterntrainings (Starte r Kids Ratge-
ber-Veranstaltungen): 2, Gesamtzahl Teilnehmende: 18, davon
16 weiblich, 2 männlich
- Art der Trainings: Elterntraining zum Thema Selbstbehauptungs-
und Gewaltprävention/Hilfe und Schutz bei häusliche r Gewalt
(Grenzen einhalten und bieten, Selbstbehauptung, Se lbstbe-
wusstsein, Einsatz der Stimme, Hilfe bei häusl. Gewalt)
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 24
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
- Teilnehmende zu 90% weiblich (vgl. Ausführungen u nter 4.2.6):
11 Frauen aus 8 Nationen (Abnahme um ca. 10% zu 2009)
4.03
Gewaltprävention
Anzahl/Art der Konfliktfälle in der
Kita bzw. Gruppe
Keine genaue Angabe möglich, da es täglich in einer Tagesein-
richtung mit 60 Kindern zu kleineren Konflikten kommt, die in der
Regel vor Ort geklärt werden können.
Quelle: Projektberichte Begegnungszentrum Sprickmannstraße (BGZ), Projekte: 4.01, 4.02; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51), Projekt 4.03
Zusätzliche ergänzende Informationen zu den Projektergebnissen 2010 für das Projekt 4.03
- Mehr individuelle Angebote (Gender) fördern das Selbstbewusstsein der Kinder.
- In 2010 fanden für Kinder im ersten Halbjahr zwei Selbstbehauptungs- und Gewaltpräventionskurse statt, zwei Trainings für Vorschulkinder zum Thema Gewalt. Teilnahme insge-
samt: 18 Kinder (9 Jungen, 9 Mädchen) aus 14 Nationen.
- Jungenförderungsprojekt: In mehreren, jeweils achtwöchigen Kursen wurden speziell für Jungen Angebote im Bereich des Sports etabliert. Mittlerweile wurden auch die kleinsten
Jungen (2 Jahre) in dieses Programm aufgenommen. Für die jüngsten Kinder wurde das Konzept auf deren Möglichkeiten und noch nicht so weit entwickelten Sprachmöglichkeiten
zugeschnitten. An diesem Angebot nahmen bislang 48 Jungen teil.
- Ballettprojekt für Mädchen: Dieses Angebot richtet sich speziell an Mädchen, die die Kita besuchen. Sie werden wöchentlich in je drei Gruppen von 5-7 Mädchen in einem Tanz-
projekt gefördert.
- Neu: Väter-Kind-Projekt: Vierteljährlich finden gezielte Angebote nur für Väter und Kinder teil. Diese werden in Form von sportlichen Angeboten oder z.B. Ausflügen angeboten.
Auch eine gemeinsame Mahlzeit gehört dazu. Väter haben hier die Möglichkeit, alleine etwas Sinnvolles mit ihren Kindern zu unternehmen. Dieses Angebot wird von einem männ-
lichen Mitarbeiter der Einrichtung begleitet. Die Kinder erleben ihre Väter in einer entspannten Atmosphäre und positiv. Bei den Vätern, mittlerweile ein fester Stamm von 5-7 Fami-
lien, ist dieses Angebot sehr beliebt.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 25
6 Handlungsfeld 5: „Bewältigung der Herausforderung en für das Bildungswesen“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
Anzahl der Kitas/Schulen (nach Schulfor-
men) an denen Sprach-/ Nachhilfe-
/Elternkurse stattgefunden haben
-Teilnahme von drei Kitas: „Kita Killingstraße“, Kita „Im
Moorhock“, „Kita Brüningheide“,
- Teilnahme von 13 Schulen: GS-West, GS am Kinderbach,
Paul-Schneider-Schule, Uppenbergschule, Waldschule,
Geschwister-Scholl-Realschule, GS-Gymnasium, Erich-
Kästner-Schule, Anne-Frank-Berufskolleg, Hansaschule,
Geistschule, Bernhard-Stahm-Schule , Abendrealschule
(aus diesen Schulen kamen die SchülerInnen, die Nachhilfe
bei KAI erhielten)
Anzahl und Art der Kooperationskontakte
der Eltern mit Kita/Schule (Elterngespräche,
Elternmitarbeit sporadisch, regelmäßig,
Elternbeteiligung an Elternabenden)
-Im Jahr 2010 lag der Schwerpunkt auf der Qualitätsver-
besserung der Nachhilfe. Die Einbeziehung der Eltern wur-
de verstärkt, und es fanden in Einzelfällen und bei Bedarf
gemeinsame Gespräche mit den Lehrern oder Hausbesu-
che statt.
-Zur kontinuierlichen Bindung der aktivierten Elter n in der
Elternbeteiligung wurden mit direkten Sprachförder- und
Alphabetisierungsangeboten und vorgeschalteten nied rig-
schwelligen Einstiegsangeboten in den drei Kitas Pr ojekte
für Eltern durchgeführt. Darunter fallen die Kursan gebote
„Mütter lernen - Kinder profitieren“ und „Väter lernen - Kin-
der profitieren“.
5.01
Wir verstehen uns
Anmerkung: Enge
inhaltliche Verknüp-
fung zu 5.03 „Stadt-
teileltern in Kitas“
5.a.1
Alle beteiligten Kindertageseinrichtungen
und Schulen sowie weitere pädagogische
Einrichtungen sind bis Ende 2010 als Orte
der Bildung gestärkt worden.
Anzahl der Eltern, die Angebote in Anspruch
genommen haben
- Die beiden Kursreihen „Mütter lernen – Kinder prof itieren“
und „Väter lernen – Kinder profitieren“ weisen eine unter-
schiedlich stabile Teilnahme auf.
- Messbare Indikatoren für den Erfolg der Veranstalt ung
„Väter lernen - Kinder profitieren“ (Kita Killingstraße):
− Stabilität der Gruppe: seit Mitte des Jahres nehmen 6-
9 Männer regelmäßig teil. Durch großes persönliches
Engagement und großen Werbeaufwand wuchs die
Gruppe der Väter auf diese Teilnehmerzahl. Dies ist
von besonders großer Bedeutung, da sich Männer er-
fahrungsgemäß deutlich schwerer für Sprachkurse
gewinnen lassen als Frauen. Die Kontaktaufnahme im
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 26
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
5.01
Wir verstehen uns
fremden Land fällt ihnen schwerer. Ein weiterer Grund
ist, dass sie häufiger in Arbeitsprozesse einbezoge n
sind als Frauen und daher zeitlich mehr eingeschränkt
sind.
− Persönliches Engagement: Regelmäßige Teilnahme
der Männer (s. o.). Die Männer, die teilnehmen, sind
sehr interessiert, sehr lernwillig und machen auf-
grund der kleinen Gruppe gute Fortschritte. Sie sin d
sehr fordernd im Lerntempo und haben klare Vor-
stellungen von dem, was sie lernen möchten.
− Soziale Vernetzung: auch persönlicher Austausch
innerhalb des Kursgeschehens. Vernetzung außer-
halb der Veranstaltung ist nicht bekannt.
− Steigerung des Selbstbewusstseins: Nachgewiesen
durch die regelmäßige Teilnahme der Männer (s.o.).
- Messbare Indikatoren für den Erfolg der Veranstaltung
„Mütter lernen – Kinder profitieren“ insgesamt :
− Stabilität der Gruppe: Regelmäßig nahmen im Durch-
schnitt der Kurse 5-8 von jeweils 9 Frauen teil.
− Persönliches Engagement: Regelmäßige Teilnahme.
s. oben.
− Soziale Vernetzung: nachgewiesen durch die regel-
mäßige Teilnahme (s. o.).
− Steigerung des Selbstbewusstseins: Nachgewiesen
durch die regelmäßige Teilnahme (s. o.).
− Fortschritte: Vergrößerung des Wortschatzes in Wor t
und Schrift, Fortschritte im Bereich der Grammatik,
Beschäftigung mit familienrelevanten Themen / Wis-
senserweiterung
− Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit in der deut-
schen Sprache durch Rollenspiele, Dialogübungen,
Frage-Antwortspiele regelmäßig in jeder Kursstunde
− Kita Im Moorhock
: Wie im Bericht für das Jahr 2009 er-
läutert, ist der Kurs für kurze Zeit ausgesetzt wor den. Im
September 2010 wurde er neu gestartet. Er muss nun
sorgfältig beobachtet und begleitet werden, damit er sich
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 27
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
5.01
Wir verstehen uns
etabliert.
− Kita Killingstraße:
In der Mitte des Jahres 2010 hat es
einen starken Rückgang der Teilnehmerinnen gegeben.
Über wenige Wochen hinweg nahmen nur wenige Frauen
teil. Die Gründe waren sehr unterschiedlich: Vermitt lung
in Kurse mit höherem Niveau, Wegzug, Krankheit. Nach
einer Neuorientierung der Gruppe und einem Kursleite r-
wechsel werden jetzt die Ziele wieder erreicht:
− Die Zielgruppe wird erreicht, die Mütter nehmen
freudig am niederschwelligen Deutsch-Sprach-
und Alphabetisierungskurs teil.
− Den Müttern wird aufgrund der Niederschwelligkeit
die Teilnahme ermöglicht: Wohnortnähe, Betreu-
ung der Geschwisterkinder, wenige Unterrichts-
stunden, keine Hausaufgaben, keine teilnehmen-
den Männer.
− In der Kita Killingstraße sind aufgrund der hohen
Anzahl der Geschwisterkinder sogar 2 Kinder-
betreuerinnen nötig!
− Die Kinder erfahren am guten Beispiel ihrer Mütter,
wie wichtig Lernen ist.
− Die Erziehungspartnerschaft zwischen Kita und
Müttern kann entwickelt werden, da eine enge
Verzahnung zwischen Müttern, Sprachlehrerin, Er-
zieherinnen und Kita-Alltag wesentlicher Bestand-
teil des Kurses ist.
− Kita Brüningheide
: Die Teilnahme der Mütter am nieder-
schwelligen Sprachkurs wird sehr erleichtert durch eine
türkische Kinderbetreuerin, welche die Brückenperso n
zwischen Müttern und Sprachkurs darstellt. Ihre Werbung
ist von großem Wert.
- Den Müttern wird aufgrund der Niederschwelligkeit
die Teilnahme ermöglicht: Wohnortnähe, Betreuung
der Geschwisterkinder, wenige Unterrichtsstunden,
keine Hausaufgaben, keine teilnehmenden Männer.
- Die Kinder erfahren am guten Beispiel ihrer Mütter,
wie wichtig Lernen ist.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 28
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
- Die Erziehungspartnerschaft zwischen Kita und
Müttern kann entwickelt werden, da eine enge Ver-
zahnung zwischen Müttern, Sprachlehrerin, Erzie-
herinnen und Kita-Alltag wesentlicher Bestandteil
des Kurses ist.
- Schwierig ist die unregelmäßige Teilnahme der
Frauen, die durch Krankheit, sehr hohe soziale und
psychische Belastungen hervorgerufen wird.
-
siehe auch Aussagen zu Sprachkursen für Erwachsene
bei KAI unter 5.a.3
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern,
weitere Angebote anzunehmen
Insgesamt 3 Frauen konnten in Integrationssprachkurse
vermittelt werden, 5 in niederschwellige Sprachkursangebo-
te mit höherem Stundenvolumen. Rund 10 Frauen nahmen
Beratungsangebote im Stadtteil zu unterschiedlichen The-
men in Anspruch.
Jugendhilfekosten (spFh, Fremdunterbrin-
gung, HzE)
Keine Angaben
Umfang der Fehlzeiten von Schüler/innen
Die Schüler/innen kommen sehr regelmäßig, die Fehlzeiten
liegen bei ca. 1-2%.
5.01
Wir verstehen uns
5.b.1
Fast alle Teilnehmenden verbessern ihr
Sprachvermögen in Deutsch und ihre All-
tagskompetenzen
Anzahl der positiven Rückmeldungen von /
zu teilnehmenden Kindern
- Ende 2010 werden 101 Schüler/innen über die Hausauf-
gaben- und Nachhilfe bei KAI e.V. von 59 Nachhilfeleh-
rer/innen betreut.
- Es handelt sich dabei um 97 Schüler/innen und 33 Nach-
hilfelehrer/innen mit Migrationsvorgeschichte
- Betreuung ca. 2 Std./Wo/Schüler
- In der begleitenden Elternbetreuung befinden sich noch 52
Erwachsene (davon 39 weiblich)
-Das Projekt wird gut angenommen. Die Schüler/innen
kommen sehr regelmäßig und die Nachhilfelehrer/innen
sind nach wie vor sehr motiviert und interessiert. Vor allem
Schüler/innen motivieren andere Schüler/innen sich anzu-
melden. Über die Beratung bei KAI e.V. und die Kooperati-
onspartner informieren sich immer mehr Eltern und melden
ihr Kind an. Die hohe Nachfrage der Eltern und Schü-
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 29
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
ler/innen, die gezielten Anfragen einzelner Lehrkräfte der
Schulen und der sozialen Beratungsstellen sind ein Indiz für
den Bedarf an Nachhilfe in Kinderhaus und die Bekanntheit
des Projektes in der Umgebung.
Noten in Deutsch der beteiligten Jahrgangs-
stufe(n)
- Mit den Grundschulen wurden Einzelvereinbarungen zur
Verbesserung der Leistungen getroffen.
- Die Schulnoten verbesserten sich
. Konkret verbesserten
sich bei 38 Schülern, die die Nachhilfe von KAI in Anspruch
nahmen, die Noten, bei 52 stabilisierten sich die Noten und
11 Schüler sind ausgeschieden. Der Übergang in weiterfüh-
rende Schulen ist bei mehreren Schülern gelungen.
- Die Schüler/innen empfangen fachlich gezielte und allge-
meine Nachhilfe mit Schwerpunktfächer Deutsch und Ma-
thematik. In allen Fällen werden die Sprachkompetenzen
(mit-)gefördert. Neben den fachlichen Kenntnissen haben
sich die zur Allgemeinbildung gehörenden Aspekte wie
Lernverhalten, Verlässlichkeit, Konzentration
und Eigen-
verantwortung verbessert.
- Die Zeugnisse werden in Kopie abgegeben, damit Ver-
besserungen im Vergleich festgestellt werden können.
5.01
Wir verstehen uns
5.a.3
Die aktivierten Eltern bleiben kontinuierlich
in der Elternbeteiligung
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern an
allen aktivierten Eltern
- siehe obige Ausführungen zu den Kursreihen „Mütter
lernen – Kinder profitieren“ und „Väter lernen – Kinder profi-
tieren“
- Sprachkurse für Erwachsene KAI: Alphabetisierungskurse
und Deutsch als Fremdsprache
- 3 Kurse mit insg. 20 UStd/wöchentlich
- Anzahl der Erwachsenen: 59, davon 51 Frauen
- Anzahl der Kinder: 6 (3 männlich, 3 weiblich)
- Alltagskompetenzen wurden verbessert, Vergrößerung
des Wortschatzes, ebenso das Sprachniveau und die
Kontakte untereinander, Vermittlung in weiterführende
Sprachkurse, Kontakte zur ARGE (jetzt Jobcenter
Münster), Unterstützung bei Bewerbungen
- Insbesondere die Frauen mit Migrationsvorgeschichte
aus dem Stadtteil, die meist nie eine Schule besucht
haben, besuchen gerne und regelmäßig das
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 30
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
5.01
Wir verstehen uns
niedrigschwellige wohnortnahe und ihnen zeitlich ent-
gegenkommende Angebot. In Absprache mit der ARGE
wurden Eingliederungsvereinbarungen über den regel-
mäßigen Besuch der Kurse getroffen. Übergang in wei-
terführende Kurse hat zugenommen.
- In der begleitenden Elternbetreuung der Hausaufgaben-
und Nachhilfe bei KAI e.V. befinden sich noch 52 Erwach-
sene (davon 39 weiblich).
Umfang der Aktivitäten von Erwachsenen,
die unternommen worden sind
5.02
Elternkompetenz stär-
ken
5.a.2
Die aktivierten Eltern bleiben kontinuierlich
in der Elternbeteiligung
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern an
allen aktivierten Eltern
- Die Aktivitäten im Sinne der sofortigen Kriseninte rvention
haben sich als geeignet erwiesen, Krisen in ihrer E ntste-
hung abzuwenden, bestehende Krisen sichtbar zu mache n
und Hilfen zur Lösung zu entwickeln. Besagte Aktivi täten
wurden und werden daher fortgeführt und ausgebaut.
- Die Angebote der begleitenden und präventiven Elt ernar-
beit haben sich im vergangenen Jahr als erfolgreich erwie-
sen, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu unterstü tzen
und darüber den Kindern zu helfen. Auch diese Angeb ote
wurden aufrechterhalten und werden im Bedarfsfall de r
Entwicklung des Stadtteils angepasst.
- Die Einbindung der Schule in das soziale und institutionel-
le Netzwerk des Stadtteils konnte weiter intensivie rt und
effektiver gestaltet werden. Es gelang, das Netzwer k im
Sinne einer Unterstützung für SchülerInnen und dere n El-
tern weiter auszubauen.
- Ausbau positiver Ergebnisse in der Krisenintervent ion
durch folgende Maßnahmen:
- Intensive Konfliktlösungsgespräche mit Kindern im
außerordentlichen Rahmen (194)
- Kindzentrierte, lösungsorientierte Fachgespräche
mit LehrerInnen (561)
- Kindzentrierte, lösungsorientierte Fachgespräche
mit Vertretern des Ganztags (423)
- Kooperationsgespräche mit Eltern (293)
- Davon Hausbesuche (94)
- Fachlicher Austausch mit vernetzten Institutionen
(315)
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 31
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
5.02
Elternkompetenz stär-
ken
- Fallbesprechungen aller am Hilfeprozess beteiligte r
Fachkräfte (Runde Tische) (46)
- Insgesamt wurden in diesem Zielbereich 1932 Ein-
zelmaßnahmen getroffen
- Folgende Maßnahmen wurden im Bereich der begleiten-
den und präventiven Elternarbeit getroffen:
- Kooperationsgespräche mit Eltern (293)
- Davon Hausbesuche (94)
- „FRÜZ“ (Vor-der-Schule-Frühstück) mit und für El-
tern (1)
- Begleitung von Fortbildungsangeboten für Eltern ( 1)
- Initiierung von Eltern-Kind-Fußballturnieren (1)
- Mitgestaltung von Lesenachmittagen für Eltern und
Kinder (2) Gestaltung von Auffanggruppennachmit-
tagen (2)
- Mitwirkung am Workshop „Elternbildung in der
Ganztagsschule“(2)
- Insgesamt wurden in diesem Zielbereich (396) Ein-
zelmaßnahmen getroffen
- Mit folgenden Institutionen des Stadtteils wurde eine Ko-
operation aufgebaut und/oder vertieft:
- Kommunaler Sozialer Dienst (KSD) (102)
- Caritas Beratungsstelle (3)
- Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
(VSE) (38)
- Kinderpsychiatrische Praxen (19)
- Polizei (19)
- Schulkindfördereinrichtung „Feez“(134)
- Familienzentrum Killingstraße (36)
- Zentrum für Kinder und Jugendliche im Bürger-
haus Kinderhaus „WUDDI“(14)
- Kinderhauser Arbeitsloseninitiative (KAI) (14)
- Heilpädagogische Tagesgruppe Nord (16)
- Kompetenzzentrum Uppenbergschule ( 39)
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 32
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
- Hauptschule Nord (Waldschule) (14)
Insgesamt fanden 448 Kooperationskontakte im Stadtteil
Kinderhaus statt.
5.a.3
Die Anzahl der Kinder mit Sprachförderbe-
darf sinkt
Anzahl Kinder mit Sprachförderbedarf bei
Einschulung
- Lt. Schuleingangsuntersuchung: 14 Schüler u.16 Schüle-
rinnen, insgesamt 30 Kinder,
- Stand Ende 2010: 22 Kinder (davon 10 weibl.), die im 1.
Jg. weiterhin Sprachförderbedarf aufwiesen
Anzahl und Inhalt der Austauschtreffen
Insgesamt 4 Austauschtreffen:
- 1., 2. u. 3. Termin: Überarbeitung des Sprachförderkon-
zepts im Hinblick auf die zunehmend heterogen ausge-
prägten Lernvoraussetzungen der SchülerInnen, die Voll-
ständigkeit und Effektivität des Konzepts,
- 4. Termin: Organisatorische u. inhaltliche Planung und
Strukturierung des jährlichen Workshops
5.g.1
Ein selbstorganisierter Austausch unter
den beteiligten Fach- und Lehrkräften
findet mindestens zweimal jährlich statt
.
Beteiligung an und Inhalt des jährlichen
Workshops
- Workshop (unter zusätzlicher Einbeziehung der Schüle-
rInnen u. Eltern) zum Thema: Musik aus den Ländern unse-
rer SchülerInnen
- Beteiligung: 11 Lehrkräfte u. päd. Fachkräfte, 25 Eltern, 45
Kinder
5.02
Elternkompetenz stär-
ken
5.a.4
Der kontinuierliche Schulbesuch nimmt zu
Anteil der Kinder, die nicht regelmäßig die
entsprechende Schulform besuchen
- Durch die intensive Beziehungsarbeit mit den Eltern und
die Vielzahl der Hausbesuche konnte auch, besonders
für die neuen ersten Klassen geltend, eine deutliche Ab-
nahme des dauerhaften Schulabsentismus und somit ei-
ne Zunahme des kontinuierlichen Schulbesuchs erreicht
werden
- Schulabsentismus zu Beginn des Schuljahres: Insg.: 7
Kinder, davon 3 weibl.
- 1. Jg.: 5 Kinder, davon 2 weibl.
- 2. Jg.: 1Kind, männl.
- 4. Jg.: 1Kind, weibl.
- Schulabsentismus Ende 2010: Kein Kind mehr, abgese-
hen von gelegentlichen Verspätungen morgens zu Unter-
richtbeginn.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 33
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
Anzahl der Eltern, die Angebote in Anspruch
genommen haben bzw. sich an Aktivitäten
beteiligen
- Projekt Sure Start - die Babyspielstunde
, Ziel:“ Stärkung
der Beziehungs- und Erziehungskompetenz“:
- Der Unterstützungsbedarf junger Familien, insbesondere
von Müttern, ist sehr hoch. Es existiert eine Kerngruppe von
12 Müttern (2009 = 8-9 Mütter) mit 7 – 18 Kindern (davon
10 Kinder mit Migrationsvorgeschichte). Die Teilnahme der
Mütter ist regelmäßig. Es haben 40 Treffen stattgefunden.
- In der Babyspielstunde wurde die Bereitschaft bei einigen
Müttern geweckt, sich professionelle Unterstützung durch
eine sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) zu holen. So
konnte SPFH entsprechend installiert werden.
- Die vor Ort aufgenommenen und mit der Mutter analysier-
ten Videoaufnahmen werden genutzt um positive Momente
in der Interaktion zwischen Mutter und Kind zu verstärken.
- Die Synergieeffekte der Gruppe werden genutzt. So ent-
standen unter den Frauen Kontakte, die sie zur eigenen
Entlastung im Alltag nutzen (Netzwerkaufbau).
- Es besteht eine gute Kooperation zu anderen Fachdiens-
ten (u.a. KSD, Beratungsstelle für Entwicklungsfragen,
Besuchsdienst des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fa-
milien).
- Erschwerte Arbeitsbedingungen: Die räumliche Situation
ist verbesserungswürdig, da kein fließendes warmes Was-
ser vorhanden ist. Es gibt extrem unterstützungsbedürftige
Mütter, die durch ihr Verhalten andere Mütter so verunsi-
chern, dass sie sich nicht wohl fühlen. Hier sind die Päda-
goginnen besonders gefordert. Häufigere wöchentliche
Treffen wären notwendig und werden auch von Teilneh-
merinnen, gewünscht.
- Siehe Ausführungen zu 5.01 zu KAI
5.03
Stadtteileltern in Kitas
Anmerkung: Enge
inhaltliche Verknüp-
fung zu 5.01 Wir ver-
stehen uns
5.a.5
Die Anzahl der aktiven Eltern erhöht sich.
Anzahl und Art der Kooperationskontakte
der Eltern mit Kita/Schule (Elterngespräche,
Elternmitarbeit sporadisch, regelmäßig,
Elternbeteiligung an Elternabenden)
Siehe Ausführungen zu 5.01
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 34
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
5.03
Stadtteileltern in Kitas
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern,
weitere Angebote anzunehmen
Siehe Ausführungen zu 5.01
5.d.1
Die Zahl der Frauen in Hebammenbetreu-
ung steigt Anzahl der Mütter in Hebammenbetreuung
- In 2010 wöchentliche Hebammensprechstunden in drei
Kitas, Anzahl der Sprechstunden in den Kitas: 117
- Es werden durchschnittlich bis zu fünf Frauen erreicht.
- Die vier eingesetzten Hebammen führten darüber hinaus
mehr als 120 Hausbesuche durch. Alle Hebammen berich-
ten, dass sie deutlich mehr Frauen im Gebiet in der Betreu-
ung haben. In mehreren Fällen von häuslicher Gewalt ge-
lang es, Hilfen zu vermitteln.
Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen bei
Kinder bis Schuleintritt
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.2
Die Zahl der Kinder, die alle Vorsorgeun-
tersuchungen absolviert haben, steigt an
Anzahl der Kinder in Schuluntersuchungen
nach Art ihres Gesundheitszustandes
- Bei den Schuleingangsuntersuchungen lassen sich noch
keine signifikanten Änderungen verzeichnen. Das ist aber
aufgrund der relativ kurzen Laufzeit nicht wirklich zu erwar-
ten, da die Kinder, die in 2007 geboren und damit betreut
wurden, das Schulalter noch nicht erreicht haben. Im Rah-
men der Schuleingangsuntersuchungen konnte der Schul-
arzt jedoch feststellen, dass die Verknüpfungen im Stadtteil
deutlich zugenommen haben und dass vor allem Kinder und
Familien mit deutlichem Unterstützungsbedarf jetzt häufiger
als früher gut im bestehenden sozialen Netz eingebunden
sind. Damit dürften in den nächsten Jahren auch im Rah-
men der Schuleingangsuntersuchungen deutliche Verände-
rungen sichtbar werden.
- Es ist jedoch zu bedenken, dass eine Verbesserung der
Vorsorgeteilnahme, wenn sie nicht nur aufgrund der staatli-
chen Maßnahmen zur Erhöhung der Teilnahmequoten an
den Vorsorgeuntersuchungen ( „Catchup-Maßnahmen“)
stattfindet, immer auch als Zeichen einer verbesserten
Integration der Familie zu werten ist. Diese wiederum ist
nicht selten mit einem Umzug der Familie in Quartiere mit
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 35
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
anderer sozialer Durchmischung verbunden. Eine kleinräu-
mige Messung wird daher die Verbesserung der Bedingun-
gen u.U. nicht abbilden können.
5.d .3
Der Anteil schulfähiger Kinder in den Ein-
schulungsuntersuchungen steigt an
Anteil auf Grund ihres Gesundheitszustan-
des /ihrer körperlichen Entwicklung nicht
schulfähiger Kinder in Einschulungsuntersu-
chungen
Bei diesem Indikator handelt es sich um einen streng kohor-
tengebundenen Indikator. Unter Berücksichtigung des
Kommentars zu 5.d.2 lassen sich Änderungen im Ergebnis
dieses Indikators nur sehr eingeschränkt bewerten.
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.4
Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem
Einkommen, eine gesunde Lebensweise
ihrer Kinder zu fördern, nimmt zu.
Anteil positiver Rückmeldungen bei TN-
Befragungen
- In Sprachkursen und Frauengruppen wurden Infoveran-
staltungen zum Thema Gesundheit durchgeführt. Hier wur-
de im laufenden Jahr deutlich, dass immer mehr Eltern
Interesse daran zeigen, ihren Kindern ein gesundes Leben
zu ermöglichen und sich hierfür Informationen und Beratung
wünschen.
- Der durchgeführte Erste-Hilfe-Kurs wurde auf Wunsch
einiger Eltern angeboten. Hier wurde aktiv nach neuen
Gesundheitsthemen nachgefragt, was sicher auch als Er-
folg des Gesamtprojektes gewertet werden kann.
- In der Kita Kinderhaus wurde der Kochkurs fortgesetzt, bei
dem Mütter wieder neue Erfahrungen mit gesunder Ernäh-
rung machen konnten.
- Der positive Eindruck der vergangenen Jahre kann für
2010 nur bestätigt werden. Die begonnenen Projekte sind
mittlerweile im Stadtteil fest etabliert und werden von den
Bewohnern gerne genutzt. Das Thema Gesundheit hat
Zugang zu vielen Bereichen gefunden und zieht sich damit
wie gewünscht wie ein roter Faden durch die Lebenswelten
von Eltern und Kindern. Die Umstellung auf eine gesunde
Ernährung bleibt trotz aller Bemühungen nach wie vor
schwierig. Das Interesse daran hat aber deutlich zugenom-
men.
5.06
Kontinuierliche Praxis-
tage zum Übergang
Schule-Beruf
5.e.1
Die Quote Übergang in Ausbildung und
Arbeit an teilnehmenden Schulen ist er-
höht.
- Von den 20 Schülerinnen und Schülern der Klasse 10
haben 6 eine Ausbildungsstelle bekommen, 4 von ihnen in
dem Betrieb, in dem sie den „Kontinuierliche Praxistag“
absolviert haben. Bei 2 Schülern ist offensichtlich, dass sie
die Ausbildungsstelle durch die lange Anbindung an den
Betrieb bekommen haben.
- 3 Schülerinnen und 5 Schüler sind an einem Berufskolleg
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 36
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
Übernahmequoten in Ausbildung oder Auf-
nahme einer Arbeit nach Abschluss der
Schullaufbahn
in einem der Berufsfelder des Praktikums aufgenommen
worden,
- 2 Schülerinnen und 2 Schüler nehmen an einer berufs-
vorbereitenden Bildungsmaßnahme der Bundesagentur für
Arbeit teil,
- 1 Schülerin ist zum Gymnasium gegangen
- 1 Schülerin hat eine Arbeit aufgenommen
- 1 Schülerin hat aufgrund ihrer Schwangerschaft die „Kon-
tinuierlichen Praxistage“ abgebrochen
- Aus der jetzigen Klasse 10 befinden sich seit Herbst 2010
10 Schülerinnen und Schüler im kontinuierlichen Praktikum.
2 Schülerinnen und 2 Schüler haben bereits die Zusage für
einen Ausbildungsplatz im Sommer 2011.
5.06
Kontinuierliche Praxis-
tage zum Übergang
Schule-Beruf
Anzahl der Schüler/innen, die mind. einen
Praxistag durchgeführt haben
- Praktika und Praxistage in 2010 insgesamt: insgesamt 63
betreute Schüler (23 weiblich, 40 männlich), davon 35
Schüler mit Migrationsvorgeschichte,
- Abbrüche oder Verweigerung von Schülerpraktika: 11
- Zu einem späteren Zeitpunkt freiwilliges Praktikum und
Praxistage absolviert: 8
- Berufswahlorientierung in Klasse 7 : 20 Schüler/innen;
Insgesamt ist das Projekt erfolgreich verlaufen, die Schü-
ler/innen haben einen kleinen Überblick über das Th ema
Arbeitswelt erhalten. Die Motivation in dieser Alter gruppe ist
insgesamt sehr hoch.
- Klasse 8 : Im Februar 2010 absolvierten die 22
Schüler/innen der beiden Klassen 8 ihr erstes 14-
tägiges Praktikum, davon 12 mit Migrationsvorge-
schichte, 19 haben das Praktikum erfolgreich absol-
viert.
- Im Schuljahr 2009/2010 wurden 13 Schülerinnen
und Schüler einer Klasse 9 betreut (7 mit Migrati-
onsvorgeschichte). Im darauf folgenden Schuljahr
2010/2011 wurden zwei 9er Klassen mit insgesamt
20 Schülern betreut, davon 12 mit Migrationsvor-
geschichte . 12 Schüler/innen haben die Praxistage
durchgehalten, 6 haben abgebrochen, bei zweien
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 37
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
Schul- bzw. Wohnortwechsel.
- Von den 20 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern
der entlassenen Jahrgangsstufe 10 (7 weibl., 13 männl.,
davon 11 mit Migrationsvorgeschichte) im Sommer 2010
haben 18 erfolgreich das Projekt durchgehalten.
5.e.2
Anstieg der Bereitschaft , sich für ein Prak-
tikum zu interessieren (Förderschule)
Anzahl der Schüler/innen, die sich um ein
Praktikum bemüht haben.
50 Schülerinnen und Schüler
5.06
Kontinuierliche Praxis-
tage zum Übergang
Schule-Beruf
5.e.3
Bis Ende 2008 ist ein kontinuierlich arbei-
tendes Netzwerk zur Erzeugung ausrei-
chender Plätze für Praxistage installiert
Anzahl und Art der im Netzwerk zusammen
arbeitenden Institutionen aus dem Ausbil-
dungsbereich
- Seit Beginn des Projektes hat sich die Zahl der B etriebs-
kontakte und Praxiserfahrungen während der Schullau f-
bahn erhöht
- Insgesamt arbeiten ca. 24 Kooperationspartner zusa m-
men:
- Agentur für Arbeit, Berater für berufliche Rehabilitation,
- Stadtteilwerkstatt Nord des Amtes für Schule und W ei-
terbildung, niedrigschwelliges Angebot für Jugendli che
(die nicht mehr schulpflichtig sind und in Kinderhau s /
Coerde leben), Ziel: Entwicklung von Schlüsselquali fi-
kationen, Erfahrungen mit der Arbeitswelt, Kooperati on
auch mit Blick auf das 1. Praktikum (Klassen 8),
- Weiterbildungseinrichtungen / Träger in der Jugen dbe-
rufshilfe, die Schüler nach der Klasse 10 bei der b erufli-
chen Perspektiventwicklung, der Berufsvorbereitung
und bei der Ausbildung unterstützen,
- Akademie Überlingen, Soziale Qualifizierung GmbH,
- JAZ, Jugendausbildungszentrum g GmbH,
- RAG Bildung GmbH,
- Lehrbauhof,
- Lernen fördern e.V.,
- Das JAZ hält zusätzlich die Kompetenzagentur berei t
(Beratung u. a. von Schulverweigerern, Start: 2. Sc hul-
halbjahr in Klasse 10),
- Lernen fördern hat über die erweiterte vertiefte Berufs-
orientierung (evBo) eine Fachkraft an die Uppenberg -
schule, 2 ½ Tage pro Woche
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 38
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
5.06
Kontinuierliche Praxis-
tage zum Übergang
Schule-Beruf
- Berufsbildungswerke und Bildungsträger mit „statio nä-
ren“ Angeboten: (Berufsvorbereitung und Ausbildung)
- Akademie Klausenhof, Rhede
- Jugenddorf Burgsteinfurt, Steinfurt
- Schulen im Stadtteil: Waldschule Kinderhaus, Haupt -
schule Coerde, Martin-Luther-King-Schule, Realschule
Kinderhaus
- Arbeitskreis Förderschulen: inhaltlich / konzepti onell ak-
tiver Arbeitskreis (Thema Übergang Schule Beruf) mit
Vertretern der städtischen Förderschulen sowie der
Förderschulen des LWL,
- Betriebe, die individuell für die Schüler der Klassen 8 bis
10 akquiriert werden, sowohl für Praktika als auch für
Betriebsbesichtigungen
- Handwerkskammer Bildungszentrum, Betriebsbesichti-
gungen,
- lfd, Integrationsfachdienst, Integration in die A rbeitswelt
/ in Ausbildung für behinderte Menschen, Vorausset-
zung: Schüler hat einen Schwerbehindertenausweis,
- MAMBA, Münsteraner Aktionsbündnis für MigrantInnen
& Bleibeberechtigte zur Arbeitsmarktintegration,
- Bürgerhaus Bennohaus Münster, Anbieter u. a. me-
dienpädagogischer Projekte (Bewerbungstraining),
- Stadt Münster, Amt für Schule und Weiterbildung.
- In Zusammenarbeit mit dem Bürgerhaus Bennohaus
Münster wurde im Sommer 2010 ein Bewerbungstraining
vor der Kamera durchgeführt.
- Umgesetzt wurden weiterhin die in den Vorjahren entwi-
ckelten Angebote. Neu hinzu kam ein Projekt mit dem Be-
trieb WestfalenLand GmbH, einem Marktführer in der
Fleischverarbeitung. Der fleischverarbeitende Großbetrieb
erklärte sich dazu bereit, drei bis vier Schülern der Uppen-
bergschule Ausbildungsplätze für den Beruf Fachkraft für
Lebensmitteltechnik zur Verfügung zu stellen.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 39
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektbericht)
Anzahl, Alter, Geschlecht, Nationalität,
Migrationsvorgeschichte der Jugendlichen
- An dem von ‚Cactus Junges Theater’ regelmäßig durchge-
führten niedrigschwelligen Theaterangebot nahmen 5 Mäd-
chen und 3 Jungen im Alter von 12-20 Jahren teil.
- Die Kinder fühlen sich zu diesem Theaterensemble mit
dem Namen "K-Town-Kids" zugehörig. Die Teilnahme er-
folgt dauerhaft. Die Gruppe konnte fast mit der gleichen
Besetzung bestehen bleiben. Somit verfestigte sich diese
Gruppe. Es entwickelte sich ein stärkeres Verantwortungs-
gefühl als noch in 2009. Verbindlichkeiten wurden nun bes-
ser eingehalten. Die Gruppe konnte somit deutlich zielstre-
biger auf die Aufführung hinarbeiten, da auch die Fähigkei-
ten jeder/jedes Einzelnen nun besser bekannt waren.
- Das Thema des Projektes lautete: "Ghetto - da wo ich
lebe". Die Aufführungen fanden im Juli 2010 statt.
5.f.1
Gewinnung von mindestens vier weiteren
Mitwirkenden (möglichst auch aus anderen
Schulformen wie Realschule, Gymnasium)
Verteilung der aktiven Jugendlichen nach
Schulform
Jugendliche nach Schulform: 4 x Hauptschule, 1 x Förder-
schule für geistige Entwicklung, 3 x Gymnasium.
5.f.2
Steigerung des Selbstbewusstseins der
teilnehmenden Jugendlichen
Anzahl der Befragten, mit höherem Selbst-
vertrauen
12 Befragte äußern sich, dass sie mehr Selbstvertrauen
haben, 3 Befragte äußern, dass dies „gar nicht“ (1) bzw.
„ein kleines bisschen“ (2) zutrifft.
5.07
Kinderhauser Jugend-
kultur
5.f.3
Steigerung der Identifizierung der Bevölke-
rung mit "ihrer" Theatergruppe
Anzahl der Besucher/innen insgesamt und je
Aufführung
- 3 Aufführungen
- 1. Aufführung: 92 Besucher/innen, 2. Aufführung: 75 Be-
sucher/innen, 3. Aufführung: 18 Besucher/innen
- insgesamt 185 Besucher/innen, davon ca. 57 % weiblich
- Anzahl Besucher mit Migrationshintergrund: ca. 65%
- Im Jahr 2010 ist das Interesse an der Theatergruppe nach
den Aufführungen immens gestiegen.
Quelle: Projektberichte Amt für Schule und Weiterbildung (40):Projekte 5.02, 5.06.; Amt für Kinder Jugendliche und Familien (51): Projekte 5.01, 5.03, 5.07; Gesundheitsamt (53):
Projekt 5.04 ,
Ergänzende Informationen zur grundsätzlichen Wirksamkeit des Projektes 5.06:
- Gefördert werden konnten Grundqualifikationen allgemeiner Art wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Kooperationsfähigkeit, Kontakt- und Anpassungsfähigkeit, Anstren-
gungsbereitschaft, die im Berufsleben verlangt werden.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 40
- Zu beobachten ist, dass mit dem beruflichen Praxisbezug der Schülerinnen und Schüler die Auseinandersetzung mit dem Thema „Berufswahl“ deutlich an Ernsthaftigkeit gewon-
nen hat. Die Schülerinnen und Schüler haben eine zunehmend realistischere Einschätzung der Anforderungen des Berufslebens sowohl in Hinblick auf fachliche Inhalte als auch
auf die Bedeutung der so genannten Sekundärtugenden.
- Es hat sich bestätigt, dass es sinnvoll ist, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe am „Kontinuierlichen Praxistag“ teilnehmen müssen, sondern nur dieje-
nigen, die gerne eine Ausbildung im Anschluss an die Schule machen wollen und Interesse am Projekt zeigen. Für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf eignet
sich der kontinuierliche Praktikumstag besonders, um ihnen weitere Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten, ihre Motivation zu erhöhen und berufliche Perspektiven zu erarbeiten.
- Das Verhalten der Schüler wird insgesamt schwieriger (unentschuldigte Fehlzeiten, respektloses Verhalten gegenüber Lehrkräften, zunehmende Gewaltbereitschaft). Es muss
nach neuen Möglichkeiten gesucht werden, mit den problematischen Verhaltensweisen der Schüler/innen umzugehen.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 41
7 Handlungsfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und In frastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
Anzahl der Beratungen unterteilt nach
Beratungsformen (z.B. Insolvenz, allg.
Schuldnerberatung, Kurzberatung zu
spez. Themen, präventive Beratung)
- In 2010 wurde in insgesamt 103 Fällen (47 neue Fälle, 28
aus 2008 und 28 aus 2009) eine umfassende Hilfestellung
zur Verschuldensproblematik geboten. Damit wurde das Ziel
von 50 Fällen deutlich übertroffen.
- 47 Neuzugänge in 2010: 18 Männer, 29 Frauen
- Hierbei handelt es sich wie im Vorjahr mehrheitlich um
Familien mit Migrationshintergrund, bei denen mangels
fehlender Deutschkenntnisse zur Sicherung der Nachhaltig-
keit ein deutlich erhöhter Betreuungsaufwand erforderlich
ist. In einigen Fällen benötigen die betreuten Familien aus
unterschiedlichen Gründen (z.B. Änderung der Familien-
konstellation) einen „zweiten Anlauf“.
- Von den 47 in 2010 neu hinzukommenden Beratungsfäl-
len konnten 27 Fälle bereits abschließend erfolgreich bear-
beitet werden, 3 Fälle mussten aus unterschiedlichen Grün-
den abgebrochen werden. 17 Fälle aus 2010 sind noch in
Bearbeitung.
- Es sind somit Ende 2010 noch insgesamt 23 Familien bzw.
Einzelpersonen in laufender Betreuung.
- Weil erfreulicherweise eine größere Anzahl von Fällen
meist erfolgreich abgeschlossen werden konnte, stehen
2011 wieder größere Kapazitäten für Neuklienten zur Verfü-
gung.
- Anzahl der Beratungen für 47 Klienten unterteilt nach Bera-
tungsformen: Insolvenz: 19, allg. Schuldnerberatung: 36,
Kurzberatung zu spez. Themen: 0, präventive Beratung: 43,
Anzahl sonstige Beratungen: 16 (Anmerkungen: beinhaltet
Mehrfachnennungen pro Klient)
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für Ratsu-
chende mit einer Verschuldungsproblema-
tik (junge Menschen, Erwachsene, Migran-
ten/-innen) in mindestens 50 Fällen wird
gegeben.
Anzahl erfolgreicher Fälle unterteilt nach
- Problemverständnis kognitiv vorhan-
den, - Problemerkenntnis i.S.v. Hand-
lungsbereitschaft vorhanden, - akt. Mit-
wirken im laufenden Beratungsprozess, -
Schuldenproblematik wird gelöst
- Durch intensive Beratung und engmaschige Betreuung
wurde eine deutlich größere Anzahl von Fällen als 2009
abgeschlossen (2009=17 Fälle, 2010=30 Fälle). Das bedeu-
tet nicht in allen Fällen, dass das Schuldenproblem gänzlich
gelöst ist. Es konnten aber einvernehmliche Regelungen
bezüglich der Regulierung getroffen werden.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 42
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
- Bei ca. 53% des Klientel ist ein Problemverständnis kogni-
tiv vorhanden.
- Ca. 94% wirken aktiv im lfd. Beratungsprozess mit (2009:
80%).
Anzahl/ Art, Ergebnis der Aufklärungs-
veranstaltungen
- Es fanden 6 Aufklärungsveranstaltungen mit 83 Teilneh-
menden statt. Das Veranstaltungsziel von 8 Veranstaltungen
wurde somit nicht erreicht. Die angestrebte Zahl von 80
Teilnehmern wurde übertroffen. Gründe für Ersteres waren
zum einen das krankheitsbedingte Ausfallen von Dozenten
kurz vor Jahresende. Zum anderen konnten wie in den Vor-
jahren wiederum die angesprochenen Grundschulen als
Zieleinrichtung für eine präventive Veranstaltung trotz An-
sprache nicht gewonnen werden.
- Art der Veranstaltungen: „Haushalte mit wenig Geld“; “
Schuldenfallen / Umgang mit Schulden“; „Umgang mit Be-
hörden“; „Ausfüllen von Formularen“ (GEZ, SGB II - Be-
scheid, etc.), „Infos rund ums eigene Bankkonto“; „Neben-
kostenabrechnungen; Kosten rund ums Wohnen“.
- Wie in den Vorjahren fanden alle Einzelveranstaltungen
positive Resonanz. Die Gewinnung von Schulen erwies sich
wie bereits zuvor, trotz aktueller Präventionsmaterialien und
Fortbildung zum Thema, als schwierig.
- Insgesamt lässt sich festhalten, dass sich das Angebot im
Stadtteil etabliert hat und zu einem festen Bestandteil in
Kinderhaus geworden ist. Einer Vielzahl von Menschen
konnte nachhaltig geholfen werden. Dies beinhaltete zum
Beispiel die Berufsaufnahme oder den -erhalt, das Erreichen
einer eigenständigen Lebensführung und in manchen Fällen
auch die Ablösung von öffentlichen Hilfesystemen.
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklärungs-
veranstaltungen im Jahr durchgeführt, an
denen insgesamt mindestens 80 Personen
teilnehmen (insbesondere Personen mit
Migrationshintergrund und Jugendliche).
Anzahl der verschiedenen Zielgruppen in
den Aufklärungsveranstaltungen
- Zielgruppen sind Jugendliche, Menschen mit Migrations-
vorgeschichte und Teilnehmer/-innen von Alphabetisie-
rungskursen
- Veranstaltungen mit Teilnehmenden aus verschiedenen
Kulturkreisen (insb. in den Alphabetisierungskursen) erwie-
sen sich als schwierig. Deshalb wurden im 2. Halbjahr 2010
individuellere, kleinere und zielgruppenorientiertere Bera-
tungsveranstaltungen (z. B nach Sprachverständnis) durch-
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 43
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
geführt.
- Präventive Arbeit hat in einer Vielzahl von Fällen auch im
Rahmen von Einzelbetreuungen stattgefunden.
6.1.3 Es wird wöchentlich eine offene
Sprechstunde im Zeitumfang von 2 Stun-
den angeboten.
Anzahl der offenen allgemeinen und der
zielgruppenspezifischen Sprechstunden
- Die einzelnen Sprechstunden waren mit durchschnittlich
ca. 7,4 Besuchern noch stärker als im Vorjahr frequentiert
(2009: 6,3 Personen).
- In 2010 fanden mit 38 durchgeführten Sprechstunden
insgesamt absolut weniger Sprechstunden als in 2009 mit
44 Sprechstunden statt, was u.a. durch einen krankheitsbe-
dingten Ausfall am Anfang des Jahres zu erklären ist. Wie
im Vorjahr ergab sich aus den Sprechstundenterminen oft
Folgetermine, die in eine langfristige Beratung mündeten.
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch durchgeführt. Anzahl der durchgeführten Hausbesuche
Die Anzahl der Hausbesuche liegt mit 51 ebenfalls über dem
Soll und stellt eine gute, sinnvolle und unabdingbare Ergän-
zung zu den sonstigen Angeboten dar. Es zeigte sich hierbei
wie im Vorjahr, dass Personengruppen das Beratungsange-
bot in Anspruch nehmen konnten, die sonst aus unter-
schiedlichen Gründen keinen Zugang zu bestehenden Hilfe-
systemen haben oder von diesen nicht erreicht werden
können.
Anzahl der Teilnahme an Aktivitäten
6.02
Kulturprojekte:
Interkulturelle Veran-
staltungsreihe
ATRIUM e.V.
6.2.1 Die Teilnahmezahl an Aktivitäten ist
bei Bewohner/-innen des Projektgebietes
„Soziale Stadt“ gestiegen und die Teilnah-
me von anderen Kinderhauser/-innen an
gemeinsamen Aktivitäten mit/in der Schlei-
fe ist gestiegen.
- Im Jahr 2010 nahmen etwa 1.100 TeilnehmerInnen an
interkulturellen Veranstaltungen des Atrium e.V. teil; davon
54% weiblich, ca. 43% mit Migrationsvorgeschichte, aus der
Brüningheide ca. 60%.
- Hinzu kamen rd. 2.000 TeilnehmerInnen bei offenen Fes-
ten und anderen Kooperationsaktivitäten auf dem Sprick-
mannplatz, davon geschätzter Anteil von 48,5% Personen
mit Migrationsvorgeschichte
- Besonders konnte in 2010 die Nutzung der Angebote
durch Kinder gesteigert werden. Hierbei wurde nicht nur die
schon 2009 erfolgreiche Reihe „Winterlesen“ für Grund-
schulkinder fortgeführt, sondern diese durch das Angebot
„Lagerfeuergeschichten“ an vier Herbstwochenenden erwei-
tert. Ergänzt wurde dies durch den „Kindertag“ im Atrium-
Kultur, Malangebote im Rahmen des Sommerfestes und bei
„Kinderhaus Mon Amour“, Halloween und Nikolausfeier. Der
Anteil der Kinder mit Migrationsvorgeschichte lag mit rd.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 44
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
6.02
Kulturprojekte:
Interkulturelle Veran-
staltungsreihe
ATRIUM e.V.
80% weit über dem Durchschnitt bei Erwachsenen.
- In Kooperation mit der Image Werkstatt Schleife wurde
erstmalig ein Weihnachtsmarkt auf dem Sprickmannplatz
durchgeführt, an dem sich ebenso mehrere internationale
Gruppen, Schulen etc. beteiligten. Zusätzlich zum internati-
onalen Sommerfest entstand so eine zweite erfolgreiche
Gemeinschaftsveranstaltung auf dem Sprickmannplatz.
- Verstetigt und ausgeweitet wurden die Kunstprojekte
(“Kinderhaus Mon Amour” und ergänzende Ausstellungen /
Aktionen, “Kunst trifft Kohl”, Mitorganisation des preisge-
krönten “Opernhauses” von J. Koeniger, Vernissage im und
vor dem Atrium-Kultur). Die Kunstprojekte haben sich zu
einem Schwerpunkt für die Image-Werbung entwickelt. Etli-
che Kinderhauser BürgerInnen und MünsteranerInnen ha-
ben hierdurch erstmals oder intensiver Kontakt zur “Schleife”
erhalten. Eine ähnliche Auswirkung hatten die Musikveran-
staltungen (insbesondere der Auftritt von J. Ketzel sowie das
“vietnamesische” Karaoke) und Lichtbild-Vorträge. Hierbei
war zudem stärker eine Teilnehmermischung aus dem um-
gebenden Wohngebiet und Kinderhauser Bürgern zu ver-
zeichnen.
- Nachrichtlich: Besonders erfolgreich war die Kooperation
mit der Akademie Überlingen. Das Angebot eines wochen-
täglichen günstigen Mittagessens und der regelmäßigen
Öffnungszeiten wurde gut nachgefragt. Bei den Gästen war
auch hier eine gute Mischung von MieterInnen aus dem
Wohngebiet und solchen aus der Kinderhauser Umgebung
zu beobachten. Leider kann aufgrund der Finanzierungssi-
tuation (Mittelkürzung Weiterbildung) die Gastronomie -
Ausbildung derzeit nicht fortgeführt werden .
- Mit mehreren Veranstaltungen wieder aufgenommen wur-
de der interreligiöse Dialog, dessen Planungen in 2009 mit
den Haupt-Themen Buddhismus und Hinduismus weniger
erfolgreich war. Hier wurden vor allem die Islam-Debatte
und das Thema der interreligiösen Zusammenarbeit in den
Mittelpunkt gestellt.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 45
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
6.2.2 Das Interesse an anderen Kulturen
und Gebräuchen ist gestiegen.
Grad der Veränderung des Interes
ses für
andere Kulturen und Zusammensetzung
der Teilnehmer/innen (z.B. nat. Herkunft)
Es ist aufgrund des Projektberichtes keine Einschätzung
möglich. Es wird empfohlen, Ziel und Indikator zu operatio-
nalisieren.
6.03
Bürgerbeteiligung/
Moderation
6.3.2 Die Anzahl selbstorganisierter Initiati-
ven ist bis 2010 um 50% gestiegen.
Anzahl und Art von interkulturellen Aktivi-
täten in Eigeninitiative
- Die Anzahl der selbstorganisierten interkulturellen Initiati-
ven hat sich seit Projektbeginn von 20 auf 34 erhöht.
(Gesamtliste siehe neue web-site www.bgz-kinderhaus.de)
- Die Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle f ür Men-
schen unterschiedlicher kultureller/nationaler Zuge hörigkeit
wurde sehr gut angenommen (vgl. Projekt 4.02). Die re gel-
mäßigen Sprechstunden wurden kontinuierlich immer bes -
ser besucht, durchgehend wurden Termine unter der Wo che
vergeben. Die Bewohner fanden es sehr positiv, dass es
feste interkulturelle Ansprechpersonen gab, die täg lich zu
erreichen waren. Besonders besorgniserregend sind i mmer
noch die Anliegen der Bewohner bezüglich des Zustan des
der Wohnungen und die Höhe der Nebenkostenabrechnun -
gen. Die Beratungsscheine des Mieterschutzvereines w ur-
den trotzdem sehr zögernd in Anspruch genommen. Leider
nehmen die Konflikte besonders mit einem Vermieter zu.
- Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen hat
sich noch mehr verstärkt . Insbesondere niederschwellige
Angebote fanden die höchste Resonanz. Die aus der I nitiati-
ve der Bürgerinnen aus Kinderhaus entstandenen
Schwimmkurse für Frauen mit Migrationsvorgeschichte u nd
die Angebote für Mutter-Kind-Nachmittage sind immer noc h
sehr gefragt und werden gerne angenommen. Positive R e-
sonanz haben die durchgeführten Fahrradkurse für Fr auen
mit Migrationsvorgeschichte bekommen. Das Projekt „Grüne
Schleife“ wurde ebenfalls vom Begegnungszentrum unter -
stützt. In 2010 arbeiteten in dem Projekt 5 Beschäft igte mit
Migrationsvorgeschichte (Arbeitsgelegenheit). Weiter hin
wurde auch intensiv mit dem Familienzentrum KITA Kil-
lingstr. gearbeitet.
- Die Aktivitäten fanden in Absprache und Kooperati on mit
dem Projekt 4.02 statt.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 46
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
Umfang/ Art der Beteiligung an Projekten
der `Sozialen Stadt´
- In 2010 haben sich drei neue Gruppen (Somalische G rup-
pe, Kurdische Frauengruppe, Russisch-Deutsche Fraue n-
gruppe) gebildet, die sich ein Mal pro Woche im Begeg -
nungszentrum treffen. Die Gruppen sind sehr aktiv und offen
für alle Bewohner/innen der Schleife. Die Russisch-
Deutsche Frauengruppe veranstaltet Kennenlernabende
und bietet laufende Gruppenarbeit für Schleifenbewo h-
ner/innen an. Im Dezember 2010 wurde von der Gruppe e in
Weihnachtsbasar mit dem Verkauf von selbst gefertigt en
Weihnachtsartikeln durchgeführt.
-Die Altersgruppe der Besucher/innen hat sich in La ufe der
Projektzeit geändert. Die Zahl älterer Menschen, di e Prob-
leme haben, erhöht sich immer mehr.
- Positiv ist zu bemerken, dass sich die Gruppe der Spät-
aussiedler 2010 aktiv am Geschehen im Stadtteil beteiligte,
während sie sich in den 3 Jahren zuvor noch zurückhielt.
6.3.3 Die Bereitschaft der Bewohner, sich
im Wohngebiet zu engagieren, ist bis 2010
um 100% gestiegen.
Anzahl selbst- oder mit Bewohnerbeteili-
gung durchgeführter Veranstaltungen pro
Jahr
Es engagieren sich 150 Personen im Projekt. Wegen zu-
nehmender Fluktuation konnte das Ziel 100% Steigerung
(von 80 auf 160) nicht vollständig erreicht werden.
6.3.4 Die Fertigkeiten der Bewohnerinnen
und Bewohner, ihre kollektiven Anliegen zu
organisieren und problemlösungsorientiert
zu bearbeiten, sind gestärkt. Nutzung neu geschaffener Kommunika-
tionsforen
- Neu geschaffene Kommunikationsforen sind das Internet,
newsletter, Schaukästen, regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit
durch Plakate / Handzettel, Aufbau / Qualifizierung von
Interkulturellen Brückenpersonen, wöchentliche Treffen,
Kooperationen mit Atrium-Kulturzentrum / Familienzentrum
Killingstraße und KAI, Verstetigung von interkulturellen Mie-
tertreffen und Bewohneraktivitäten, Medienarbeit.
- Die Kommunikationsforen erreichen monatlich 3.000 Men-
schen, aktiv regelmäßig genutzt werden sie von ca. 250
Personen.
6.03
Bürgerbeteiligung/
Moderation
6.3.5 Neue Kommunikationsforen/ Medien
sind entwickelt und werden eingesetzt.
Anzahl/ Art neu geschaffener Kommuni-
kationsforen
Mittlerweile werden 12 neue Kommunikationsforen intensiv
genutzt (siehe 6.3.4.), insbesondere die neue gemeinsam
entwickelte Internetpräsenz www.bgz-kinderhaus.de
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 47
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
6.4.1 Die teilnehmenden Jungen entwi-
ckeln Spaß an sportlichen Aktivitäten. Regelmäßigkeit der Teilnahme
- Unter Leitung wechselnder Betreuer für die Sportgruppen
wurde jeweils samstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der
Turnhalle der Waldschule Fußball gespielt.
- Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen
sind durchschnittlich 16 - 24 Jahre alt. Abhängig von den
Witterungsverhältnissen (bei schlechtem Wetter stärker
frequentiert) nahmen durchschnittlich 20 Teilnehmer pro
Woche das Angebot wahr.
- Die Sportgruppe bestand im Jahr 2010 aus ca. 25 Teil-
nehmern. Es sind überwiegend Teilnehmer, die eine Migra-
tionsvorgeschichte haben und die aus der Nordwestschleife
in Kinderhaus kommen. Mittlerweile nehmen ca. 12 ver-
schiedene Nationen an diesem Sportangebot teil, womit das
wesentliche Ziel dieses Projekts umgesetzt werden konnte.
- Insgesamt wurde das Sportangebot gut angenommen.
Immer wieder gab es Zeiten, in denen die Nachfrage so
groß war, dass Jugendliche weggeschickt werden mussten,
weil die Sporthalle zu klein war. Aufgrund der guten Reso-
nanz soll das Sportprojekt in jedem Fall weitergeführt wer-
den.
6.04
Jugendprojekt/
Sport gegen Gewalt
Neu: Jungenprojekt
„Sport gegen Gewalt“
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmenden
Jungen, gegenüber Schwächeren Rück-
sicht zu nehmen und Konflikte gewaltfrei
auszutragen, ist gestiegen.
Art und Umfang des Sozialverhaltens
Während des Spiels gab es immer wieder Konfliktsituatio-
nen, bei denen die eingesetzten Leiter der Gruppe Streit
schlichtend eingriffen und Konflikte erfolgreich lösten. Dies
gelang in der Regel sehr gut. Es kam niemals zu Handgreif-
lichkeiten zwischen den oftmals erhitzten Gemütern. Rück-
sichtnahme auf Schwächere und die Bereitschaft, Konflikte
gewaltfrei auszutragen, wuchsen im Laufe des Projekts
kontinuierlich an. Regeln wurden von allen akzeptiert und
anerkannt.
6.05
Integrative Jugend-
sozialarbeit
6.6.2 Zahl, der Jugendlichen, die an Ange-
boten der Jugendsozialarbeit sowie weite-
ren Bildungs- und Freizeitangeboten teil-
nehmen, ist gestiegen.
Anzahl an Vereinbarungen mit Trägern
- Die Anzahl der geschlossenen Vereinbarungen mit Trä-
gern liegt 2010 bei vier Vereinbarungen (Halbierung zu
2009). Grund für die verringerten Trägerkontakte in 2010
war, dass einzelne Förderbereiche nicht nachgefragt wur-
den.
- Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Trägern vor
Ort hat sich insgesamt erhöht. Somit gab es in 2010 insge-
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 48
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
samt 11 (z. T. ruhende) Trägerkontakte (CJG, Begeg-
nungszentrum Sprickmannstr., VSE, Parea, Wuddi, Westf.
Schule für Musik, KSD Nord, Diak. Werk, DoJoTeam - Trai-
ning gegen Gewalt, KJG Havixbeck, Kirchengemeinde St.
Josef Kinderhaus).
6.05
Integrative Jugend-
sozialarbeit
Anzahl/ Art der Nutzerinnen und Nutzer
der finanziellen Hilfen
- Die Gesamtzahl der Nutzer/innen lag bei 50 Kindern und
Jugendlichen (Halbierung zu 2010), davon
- 80% Jungen, 20% Mädchen (2009= 87% Jungen, 13%
Mädchen),
- 60% mit Migrationshintergrund (2009 = 91%).
- Im Vergleich zum Vorjahr ist festzustellen, dass der Anteil
der Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich gesun-
ken ist. Auch der Anteil der Jungen ist leicht rückläufig. Der
Anteil der Mädchen ist hingegen von ca. 13% (2009) auf
20% angestiegen. Erklärbar ist dies u.a. durch Wegzug
(siehe Kontextdatenmonitor), Neigungswechsel (Schnupper-
jahr) und altersbedingtes Ausscheiden durch berufliche
Orientierung.
- Anteil der geförderten Gruppe im Alter bis einschl. 13 Jah-
re in 2010: 70% (2009= 29%).
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozialarbeit
nicht erreichte Jugendliche werden ange-
sprochen und erreicht.
Anzahl/Struktur der Nutzer/-innen des
offenen Angebots: Anzahl, Geschlecht,
schulischer oder beruflicher Hintergrund,
bisherige Anbindung an Jugend- und
Freizeiteinrichtungen der Nutzer/-innen
des offenen Angebots
- Gesamtzahl beratene Personen: 2.100 (53% Jun-
gen/Männer, 47% Mädchen/Frauen)
- Anzahl Beratene bis einschl. 13 Jahre: 1.026 Personen
- Anzahl Beratene ab 14 bis einschl. 17 Jahre: 1.008 Perso-
nen
- Anzahl Beratene ab 18 Jahre: 66 Personen
- Anzahl Beratene, die eine Hauptschule besuchen: 1.916
Personen
- Anzahl Beratene, die eine Realschule oder ein Gymnasium
besuchen: 62 Personen
- Anzahl Beratene, die sich in einer beruflichen Ausbildung
befinden: 277 Personen
- Anzahl Beratene, die bisher gelegentlich oder regelmäßig
Angebote der offenen JA o.Ä. wahrgenommen haben: 1.568
Personen.
- Die Anzahl der erreichten Kinder und Jugendlichen blieb
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 49
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
im Vergleich zum Vorjahr konstant. Drei Viertel der Ge-
sprächs- bzw. Beratungskontakte erreichten Kinder und
Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Im nun-
mehr dritten Jahr ist das Angebot bekannt und wird auch
von „bekannten“ Kindern und Jugendlichen genutzt.
Kenntnisse der Jugendlichen über Ange-
bote der Jugendarbeit
- Jugendliche, die den öffentlichen Raum als Aufenthaltsbe-
reich vorziehen, wurden ebenfalls durch die mobile Jugend-
arbeit erreicht. Hier nehmen die Fachkräfte der mobilen
Jugendarbeit eine Schnittstelle zur institutionellen Arbeit
wahr, wie z.B. Information bzw. Vermittlung über/ zu Ange-
boten der Kinder- und Jugendeinrichtungen, Berufsorientie-
rung, Sozialberatung
.
Teilnahme an Angeboten der Jugendar-
beit und Zufriedenheit mit Angeboten
Das nun im dritten Jahr durchgeführte Angebot wird auch
von "schwierigen" Jugendliche genutzt; es besteht Ge-
sprächs- und Kooperationsbereitschaft. Die anfänglichen
Probleme in der Arbeit mit den Jugendlichen haben sich im
Lauf der Zeit erheblich verringert. Am Anfang des Projekts
zeigten einige Jugendliche den Mitarbeitern klar auf, dass
sie im Stadtteil unerwünscht sind. Nach und nach ist den
Jugendlichen bewusst geworden, dass sie bei Bedarf auch
Hilfestellung in diversen Bereichen bekommen und die An-
sprechpartner zu festen Zeiten im Stadtteil anzutreffen sind.
Die mobile Jugendsozialarbeit ist mittlerweile in das Netz-
werk des Stadtteils integriert und kooperiert mit den Fach-
kräften anderer Einrichtungen. In der Verstetigungsphase ist
es wichtig, das bestehende Netzwerk weiter auszubauen,
den Jugendlichen bei unterschiedlichen Problemlagen kurze
Wege zur Verfügung zu stellen und die Gremien im Stadtteil
bei besonderen Fragestellungen mit einzubeziehen.
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher und
sozialer Probleme sind bekannt und wer-
den genutzt.
Anzahl der Nutzer/-innen, die an realisti-
schen Lösungen arbeiten. Realistische
Lösungen sind zum Beispiel die Teil-
nahme an Angeboten der Jugendar-
beit/Jugendsozialarbeit, Besuche von
Freizeiteinrichtungen, Kontaktaufnahmen
zu anderen Beratungsangeboten
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen arbeiten:
110 Personen (2009: 99 Personen), davon 44 weiblich, 66
männlich.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 50
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
6.06
Mobile Jugendarbeit Bekanntheit der verschiedenen Bera-
tungsangebote und deren Inhalte/ Mög-
lichkeiten im Stadtteil
Bislang durch die Jugendsozialarbeit nicht erreichte Jugend-
liche werden angesprochen und erreicht, siehe auch Aus-
führungen zu 6.6.1
6.4.3 Zahl der Mädchen, die außerhalb der
Schule wöchentlich Sport machen, ist
gestiegen.
Anzahl der Mädchen, die außerhalb der
Schule Sport machen
- Die Anzahl der Mädchen, die außerhalb der Schule wö-
chentlich Sport machen, hat sich mit 39 teilnehmenden
Mädchen verringert (2009: 65 Mädchen).
- Der Rückgang betrifft vor allem die Altersgruppe „bis 13
Jahre“ mit 32 teilnehmenden Mädchen in 2010 (2009: 55).
6.4.4 Zahl der Kinder und Jugendlichen,
insb. mit Migrationsvorgeschichte, die an
Sportangeboten teilnimmt, steigt bis 2010
Anzahl/Art der Nutzerinnen und Nutzer
(Alter, Geschlecht, Nationalität) pro Mo-
nat
- Die Gesamtzahl der Jugendlichen, die an Sportangeboten
(außerhalb der Schule) teilnahmen, hat sich um rd. ein Vier-
tel erhöht (2010: 173 Personen, 2009:135) und liegt damit
auf einem hohen Niveau.
- Jugendliche, die regelmäßig teilnehmen: 62 (fast Verdop-
pelung zum Vorjahr)
- Die Gesamtanzahl der Kinder und Jugendlichen mit Migra-
tionsvorgeschichte, die an Sportangeboten teilnehmen, ist
gestiegen (2010 = 157 Personen, 2009 = 110 Personen),
der Anteil der Teilnehmer/innen mit Migrationsvorgeschichte
an allen Teilnehmenden liegt bei ca. 90%; die Anzahl der
teilnehmenden Mädchen mit Migrationsvorgeschichte blieb
konstant, während sich die Anzahl der teilnehmenden Jun-
gen mit Migrationsvorgeschichte um ca. 60% erhöhte.
6.07
Sport und Bewegung
6.4.5 Fortbildungen für Übungsleiter/-innen
aus dem Viertel sind in 2007/8/9/10 durch-
geführt.
Anzahl durchgeführter Fortbildungen für
Übungsleiter/-innen
- Es wurden keine Fortbildungen für Übungsleiter/ -innen
aus dem Viertel in 2010 durchgeführt. Trotz intensiver Be-
mühungen seitens der Handlungsfeldbeauftragen gestaltete
es sich wieder schwierig, das Thema zeitlich in das Jahres-
programm der ÜbungsleiterInnen „einzubauen“. Aufgrund
nicht deckungsgleicher Terminvorschläge wird das Thema
mit in das Jahr 2011 übernommen.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 51
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
6.07
Sport und Bewegung
6.4.6 Fünf unterschiedliche Angebote zu
Trendsportarten sind bis 2010 angeboten
worden.
Anzahl/Art der Angebote zu Trendsport-
arten
- Anzahl Angebote an Trendsportarten: 26 (11 * Court, 6*
Kletterhalle, 6* Rummeniggehalle, 3* BMX)
- Anzahl TN: 820 Personen (95% männlich), Steigerung der
TN-Zahl zu 2009 um 15%
Auch in 2010 konnte die TeilnehmerInnenzahl weiter gestei-
gert werden. Die Trendsportangebote Soccer Cage, Soccer
Court, Rummenigge-Soccerhalle sind männlich dominiert,
weil sie das starke Bedürfnis männlicher Jugendlicher nach
Bewegung fördern. Ein weiterer Grund für die geringe Teil-
nahme weiblicher Jugendlicher ist u.a die Einbindung in die
Verantwortung für den elterlichen Haushalt, die eine Teil-
nahme an den vorwiegend im Nachmittags- und frühen
Abendbereich durchgeführten Veranstaltungen verhindert.
6.8.1 Die Drogenproblematik entspannt
sich aus Sicht von Fachkräften vor Ort. Entwicklung Drogenproblematik
Insgesamt wurde im vergangenen Berichtszeitraum eine
zunehmende Verbesserung der Wahrnehmung der Drogen-
problematik im Stadtteil erreicht. Allerdings ist der öffentliche
Konsum von „weichen“ Drogen nach wie vor regelmäßig zu
beobachten und auch benutzte Spritzen werden sporadisch
aufgefunden. Ebenso kann öffentliches Dealen immer noch
gelegentlich beobachtet werden. Feststellbar ist aber auch
ein besserer, sachgerechterer Umgang mit der Drogenthe-
matik auf Seiten der Bewohner/innen der Nord-West-
Schleife. Hierfür sind allem voran die Aktionstage Sucht
verantwortlich, die über die Jahre auf ein konstantes Inte-
resse stießen und die durch die Kooperation mit anderen
Einrichtungen erfolgreich ausgebaut wurden.
6.08
Drogenprävention
6.8.2 Bewohner/innen verschiedenen Al-
ters und unterschiedlicher Herkunft setzen
sich mit dem Thema Drogenkonsum aus-
einander
Teilnahme an den Aktionstagen
- Um eine Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in Be-
zug auf Gefahren und Prävention zu erreichen, fande n 2010
zwei Aktionstage „Sucht“ in Kooperation mit anderen Trä-
gern (Jugendsalon, Wuddi, städtische Drogenberatung ,
Atrium, Bürgerzentrum) statt. Im Rahmen der Aktionstage
wurden auch Eltern über Suchtmittel, Gefahren und Au swir-
kungen informiert. Eine Sensibilisierung der Eltern , Drogen-
problematiken innerhalb der Familie zu erkennen, konn te
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 52
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
erarbeitet werden. Hier besteht jedoch weiterhin Ha ndlungs-
bedarf, einerseits für bislang nicht erreichte Famil ien, ande-
rerseits für zugezogene Familien und natürlich auch um die
bislang erreichte Sensibilisierung der Eltern zu er halten und
weiter auszubauen. Die Aufklärung der Eltern drogen -
gebrauchender Kinder über Beratungs- und Ausstiegsh ilfen,
sowie die Stärkung der elterlichen Kompetenzen, ihre Kinder
zur Inanspruchnahme dieser zu bewegen, findet sowoh l im
Einzelkontakt im Rahmen der Sprechstunden, wie auch
während der Aktionstage statt.
- Die Teilnehmerzahlen sind mit denen in den Vorjahr en in
etwa vergleichbar, sodass von einem kontinuierlichen Be-
darf gesprochen werden kann. Die Anzahl Teilnehmend er
an den zwei Aktionstagen liegt insgesamt bei 35 Pers onen
(2009 = 40 Personen), davon sind 95% männlich. Der K on-
taktaufbau zu Mädchen gestaltet sich schon seit Begi nn des
Projekts besonders schwierig.
- Anzahl Teilnehmende mit Migrationshintergrund: 32
Personen
- Anzahl Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre: 18 Per so-
nen
- Anzahl Teilnehmende 14 bis einschl. 17 Jahre: 17 P er-
sonen
Teilnahme an Beratungsangeboten zu
Safer-Use
- Die Teilnehmerzahlen sind mit denen in den Vorjahren in
etwa vergleichbar.
- Anzahl beratene Personen gesamt: 21 (80% männlich)
- Anzahl Teilnehmende mit Migrationshintergrund: 14
Personen
- Anzahl Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre: 1 Person
- Anzahl Teilnehmende 14 bis einschl. 17 J.: 6 Personen
- Anzahl Beratene ab 18 Jahre: 14 Personen
6.8.3 Drogengebrauchende kennen Safer-
Use-Maßnahmen.
Vermehrte Nutzung der Möglichkeiten
des Spritzentauschs in Kinderhaus
Anzahl getauschte Spritzen: 7, (2009 = 11, 2008 =18 )
6.08
Drogenprävention
6.8.4 Drogengebrauchende kennen Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen.
Anzahl bekannter Beratungs- und Aus-
stiegshilfen in Westfalen-Lippe
Bekanntheitsgrad der Beratungs- und Ausstiegshilfen:
- Drogenberatung: viele
- Einrichtungen des qualifizierten Entzugs: viele
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
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Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
6.08
Drogenprävention
- Substitutionstherapie: viele
- Elternkreis: wenige
- Entwöhnungseinrichtungen: viele
- Die bestehenden Angebote, wie die Drogenberatungsstel-
le, stationäre Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen und
INDRO e.V. sind den meisten Drogengebrauchern mittler-
weile gut bekannt und werden genutzt. Bedingt durch die
Fluktuation im Wohngebiet ist immer wieder Aufklärung
notwendig.
- Auch der Bekanntheitsgrad der Substitutionstherapien ist
sehr hoch. Je nach kulturellem Hintergrund scheint sich die
Akzeptanz dieser Behandlungsform teilweise etwas geringer
zu gestalten.
- Schwierig gestaltet es sich mit Elternkreisen. Trotz der
Sensibilisierung für das Thema Sucht ist der Bekanntheits-
grad dieser Möglichkeit eher gering und wird auch eher
selten in Anspruch genommen.
Quelle: Projektberichte Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung): Projekt 6.01; Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V.: Projekt 6.02, Begegnungszentrum Sprick-
mannstraße (BGZ): Projekt 6.03, 6.04, 6.08; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51): Projekte 6.05, 6.06, 6.07
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
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8 Handlungsfeld 7: „Gebietsmoderation“
Projekt-Nr.
und -Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
7.1.1 Die Gebietsmoderation ist bei relevanten Veranstaltungen im Quartier prä-
sent.
Zahl der anlassbezogenen
Präsenzen
- Die Gebietsmoderation ist als Ansprech-
partner für die Bürger im Quartier bekannt.
- Auf den traditionellen Veranstaltungen
war die Gebietsmoderation in unterschied-
lichster Zusammensetzung bei ca. 8 Ver-
anstaltungen präsent (z. B. auf dem
Sommerfest 2010 auf dem Sprickmann-
platz).
- Mit zunehmender Projektlaufzeit wurden
die Gebietsmoderatorinnen von Bewohne-
rInnen auch außerhalb solcher Termine
auf Anliegen der Sozialen Stadt ange-
sprochen.
7.1.2 Bis 30.06.2008 wird eine Internetpräsenz der Sozialen Stadt Kinderhaus-
Brüningheide unter Beteiligung von Jugendlichen des Stadtteils vorbereitet und
eingerichtet.
Fertigstellen eines funktionsfä-
higen Internetauftritts
In 2008 war das Ziel, eine Internetpräsenz
aufzubauen, wegen mangelnder Reali-
sierbarkeit zurückgestellt worden. In 2009
gelang es, wesentliche Informationen zum
Programminhalt, zu den einzelnen Hand-
lungsfeldern samt Ratsvorlagen sowie die
zuständigen Ansprechpartner auf der
Homepage des Begegnungszentrums
Sprickmannstraße als Unterpunkt zu plat-
zieren. Das ursprüngliche Projektziel
wurde somit erreicht.
Info-Kästen sind an 5 Standor-
ten angebracht
Bereits in 2008 realisiert.
7.1.3 An fünf Standorten im Stadtteil sind ab 31.01.2008 Info-Kästen angebracht.
Die Aktualität der Auslagen wird mindestens 14-tägig überprüft.
Sichten der Auslagen Quartalsmäßig
7.01
Quartiersmana-
gement: Informa-
tion und Vernet-
zung
7.1.4 Alle im Programmzusammenhang geförderten laufenden Projekte präsentie-
ren sich mit eigenen Informationen in den Info-Kästen während ihrer Laufzeit
mindestens einmal pro Halbjahr.
Informationen der Projektträger
in den Info-Kästen
Die Aktualisierung der Schaukästen war
auch im Jahr 2010 ein Dauerthema des
Quartiersmanagement. Allerdings war
eine Bestückung der Info-Kästen auch im
Jahr 2010 nicht immer möglich, da zu
wenig aktuelle Informationen aus den
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
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Projekt-Nr.
und -Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
Handlungsfeldern zeitgerecht einflossen .
7.01
Quartiersmana-
gement: Informa-
tion und Vernet-
zung
7.1.5 Die Gebietsmoderation tauscht mit allen Projektträgern mindestens einmal
pro Halbjahr, mit allen Handlungsfeldverantwortlichen mindestens einmal pro Jahr
mündlich Informationen, Bewertungen und weitere Perspektiven aus.
Zahl der Gespräche zwischen
Gebietsmoderation und Projekt-
trägern / Handlungsfeldverant-
wortlichen
- Die Gebietsmoderation hatte in 2010
regelmäßige Gesprächskontakte mit den
Projektträgern/-verantwortlichen.
- Der Austausch mit den Projektakteuren
erfolgte vornehmlich im Rahmen von
programminternen Workshops und Sit-
zungen wie Zielworkshops, Beiratssitzun-
gen und Einzelterminen mit verschiedenen
Handlungsfeldverantwortlichen; zusätzli-
che Termine waren aus Sicht der Ge-
bietsmoderation weitgehend entbehrlich
und mit den vorhandenen Ressourcen
eher nicht zu realisieren.
7.02
Quartiersmana-
gement: Aktivie-
rung und Beteili-
gung
7.2.1 Die Gebietsmoderation sorgt für die Durchführung von jährlich mindestens 6
„kleinen Aktionen“, an denen jeweils wenigstens drei Bewohner/innen ohne Pro-
jektträgerfunktion teilnehmen.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Auch im Jahr 2010 wurden verschiedene
Aktivitäten durchgeführt. Wie die nachste-
hende Auflistung zeigt, wurde dieses Ziel
vollständig erreicht. Zum Teil wurden
erfolgreiche Projekte aus dem Vorjahr mit
anderen Beteiligten erneut durchgeführt
(Beispiel: Tanzkurs an der Waldschule).
- Winterfahrt nach Sundern: 54 Teil-
nehmer, davon 17 Frauen und 15
Personen mit Migrationsvorgeschich-
te
- Nähkurs: 18 Frauen, davon 15 mit
Migrationsvorgeschichte,
- ADFC-Fahrradkurse: 1. Kurs = 10
Frauen; 2. Kurs = 8 Frauen - alle mit
Migrationsvorgeschichte
- Sing Day of Song: 24 Frauen und 11
Männer, davon 15 Personen mit
Migrationsvorgeschichte
- Malkurs: 12 Frauen mit 16 Kindern, 8
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
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Projekt-Nr.
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Familien mit Migrationsvorgeschichte
- Die Zusammensetzung des Teilneh-
merkreises entspricht den Vorjahren,
d.h. die Teilnehmenden kamen über-
wiegend aus der Schleife; ein großer
Teil hatte einen Migrationshintergrund.
7.02
Quartiersmana-
gement: Aktivie-
rung und Beteili-
gung
7.2.2 Die Gebietsmoderation bildet bis Ende 2008 einen Kreis fester Ansprech-
partner/innen für Aktivitäten der Sozialen Stadt.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Das Ziel konnte in dieser Form nicht
erreicht werden und wurde deshalb im
Projektverlauf modifiziert. Die Anzahl der
aktiven Bewohnerinnen und Bewohner der
Schleife war und ist insgesamt eher ge-
ring. Die aktiven Personen wirken in der
Regel in mehreren verschiedenen Projek-
ten als Multiplikatoren mit, so dass die
Bildung einer zusätzlichen festen Bewoh-
nergruppe als Ansprechpartner eine Über-
forderung bedeutet hätte.
- Deshalb wurde bereits 2009 damit be-
gonnen eine Bewohnerbeteiligung noch
stärker durch gemeinsame Aktivitäten
herzustellen. Hier sind die Erfahrungen
auch im Jahr 2010 durchaus positiv.
- Die Gebietsmoderation spricht die Bür-
ger/innen anlass- bzw. aktionsbezogen
an. Es gelang, mehrere kleine Aktionen
mit Bewohnern/innen durchzuführen. Die
Aktionen sind unter dem Projektziel 7.2.1
aufgeführt.
7.03 Die Gebietsmoderation entwickelt bis Ende März 2008 Kriterien und Verfahrensgrundsätze zur
Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Das Ziel, Kriterien für die Vergabe von
Mitteln aus Fonds zu entwickeln, wurde
bereits in 2008 realisiert. Es zeigte sich
zu Beginn allerdings eine geringe Nach-
frage nach Mitteln aus dem Quartiers-
fonds, so dass die Möglichkeiten des
Fonds nicht ausgeschöpft wurden.
- In 2010 sollte vermehrt auf die Existenz
des Fonds hingewiesen werden. Alle
Gebietsmoderatoren haben daher 2010
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 57
Projekt-Nr.
und -Name Projektziel Indikator Ergebnis 2010 (laut Projektberichten)
7.03 Die Gebietsmoderation entwickelt bis Ende März 2008 Kriterien und Verfahrensgrundsätze zur
Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds.
bei Projektgesprächen und Kontakten zu
Gruppen immer wieder auf den Fonds und
auf Fördermöglichkeiten hingewiesen. Die
Nachfrage nach Mitteln aus dem Fonds
hat sich im Jahr 2010 verstärkt.
- Verschiedenste Aktivitäten von, mit und
für Bewohner- / Bewohnerinnengruppen
wurden gefördert wie z.B.:
- Frühstück für Frauen mit Migrations-
vorgeschichte: 10 Frauen, 8 mit
Migrationsvorgeschichte
- Gymnastikgruppe: Raum zur Verfü-
gung gestellt: 8 Frauen
- Mieterstammtisch: Übernahme der
Kosten für Getränke
- Bildergestaltung mit Müttern und Kin-
dern: 12 Frauen und 16 Kinder
- Zuschuss für Internationales Som-
merfest (ca. 1000 Teilnehme/innen
auf dem internationalen Sommerfest
nach Angaben des BGZ)
- Fahrt zum Fort Fun: 42 Personen, da-
von 15 Frauen, 27 Kinder, 8 Familien
mit Migrationsvorgeschichte
Quelle: Projektberichte Gebietsmoderatorinnen und Gebietsmoderatoren, Projektkoordination „Soziale Stadt“
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 58
9 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus-Brüningheide“
Der Erfolg der Projekte der Sozialen Stadt hängt wesentlich davon ab, unter welchen demo-
grafischen, sozialen, ökonomischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen die Projekte
durchgeführt werden. Daher umfasst die prozessbegleitende Selbstevaluation auch die Er-
hebung von statistischen Kennziffern („sog. Kontextindikatoren“), die die Strukturen im Pro-
grammgebiet beschreiben und deren Veränderungen im Zeitverlauf verdeutlichen.
Die Kontextdaten sind damit jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte der
Sozialen Stadt, sondern stellen vielmehr objektivierte Daten über die Stadtteilentwicklung
dar, auf die sich die Projekte der Sozialen Stadt einstellen müssen (z.B. Zuzüge und Fortzü-
ge der Bewohnerinnen/Bewohner). Im Fall der Sozialen Stadt „Kinderhaus-Brüningheide“
deckt sich das Programmgebiet mit der Stadtzelle 631, so dass für den Datenmonitor diese
Gebietsabgrenzung, die auch auf dem Deckblatt des Berichts abgebildet ist, zugrunde gelegt
wurde.
Grundlage für die Erhebung und Auswertung der Kontextdaten ist ein Datenkatalog, der im
Auftrag des „Städtenetz Soziale Stadt NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Institut für Landes- und Stadtent-
wicklungsforschung NRW erstellt und im Mai 2008 veröffentlicht worden ist. Diese über 50
Indikatoren aus wesentlichen Themenfeldern der Stadtteilentwicklung (z.B. Bevölkerung,
Wohnen, Ökonomie, Bildung, Gesundheit) wurden im Amt für Stadtentwicklung, Stadtpla-
nung, Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der
spezifischen Aussagefähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide bewertet und weiterentwickelt.
Hieraus wurde ein Katalog von mittlerweile 48 Daten abgeleitet, die nach Möglichkeit ge-
schlechterdifferenziert und unter Berücksichtigung der Migrationsvorgeschichte bearbeitet
werden. Der Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Handlungsfelder, wobei die
Schwerpunkte im Bereich der demografischen Daten liegen:
• Bevölkerungszusammensetzung
• Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
• Haushalte
• Wohnen
• Transferleistungen und Arbeitsmarkt
• Bildung und Kinderbetreuung
• Gesundheit
• Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipa tion
Als Ergebnis liegt seit 2008 ein Kontextdatenmonitor vor, der
• die absoluten und relativen Werte – nach Möglichke it geschlechterdifferenziert – für
das Programmgebiet benennt,
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 59
• die Definition und die Aussagekraft des Indikators erläutert,
• den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt,
• eine jährliche Fortschreibung ermöglicht,
• die Datenquelle ausweist.
Ergänzend zu der Erhebung und Aufbereitung von Daten und statistischen Informationen
wurden zudem thematische Karten zu Projekt- und Infrastrukturstandorten entwickelt, um
diese wichtigen Projektinformationen für alle Projektbeteiligten sichtbar zu verorten und
transparent zu veröffentlichen.
Für das Jahr 2010 erfuhr der Kontextdatenmonitor eine deutliche inhaltliche Weiterentwick-
lung, da anhand eines neuen statistischen Verfahrens auf der Basis der Geburtsortecodie-
rung nun der Indikator „Anteil Personen mit Migrationsvorgeschichte“ für die einzelnen Al-
tersgruppen auf kleinräumiger Ebene mit Daten gefüllt werden konnte
1. Die bisherigen
Schätzungen der Akteure vor Ort (Anteil von Personen mit Migrationsvorgeschichte 60 – 65
%) werden durch die vorliegenden Berechnungen von der Größenordnung her bestätigt.
Wenn möglich, wurden zudem anhand der bereits aufbereiteten Kontextdaten aus den Jah-
ren 2007, 2008 und 2009 Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen. Ebenso
wurde die Entwicklung in Kinderhaus-Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch
ähnlich strukturierten Teilräumen in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage 37/2004 in
Beziehung gesetzt. Entsprechende Darstellungen für den Projektzeitraum (2007-2010) und
darüber hinaus enthält Anlage 4 zur Vorlage V/0601/2011.
Im Rahmen der Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt – Kinderhaus Brüningheide“
zur Selbstevaluation (31.03.09, 01.12.09, 25.03.10) sowie der Beiratssitzungen (19.05.09,
23.02.10, 17.05.2011) wurde über ausgewählte Kontextindikatoren und Entwicklungstrends
anhand der Kontextdaten berichtet. Die Kontextdatenmonitore 2007, 2008 und 2009 bilden
jeweils eigenständige Anlagen der Ratsvorlagen zu den „Jahresberichten der Sozialen Stadt“
2008 und 2009 2. Hierzu gehörten kartographische Darstellungen der Projektstandorte. Auch
der vorliegende Bericht enthält entsprechende Darstellungen in der Anlage.
Die Kontextdaten wurden von Projektbeteiligten, Politik, Verwaltung sowie engagierten Bür-
gerinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschätzung der Programmgebietsentwicklung
bewertet. Auch daher ist beabsichtigt, die Kontextdatenmonitore während der Verstetigungs-
phase des Programmgebietes, d. h. für den Zeitraum 2011 – 2013 weiter fortzuführen.
1 Grundlage ist der im Juni 2011 vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung veröffentlichte
Bericht „Statistik für Münsters Stadtteile – Migration in Münster“, der im Internetangebot der Stadt Münster zum
Download zur Verfügung steht: www.muenster.de/stadt/stadtplanung/pdf/SMS_Migration_2010.pdf
2 Jahresbericht 2008 (Vorlage V/0297/2009; Rat der Stadt Münster 24.06.2009), Jahresbericht 2009 (Vorlage
V/0291/2010; Rat der Stadt Münster 07.07.2010)
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 60
10 Resümee zur Zielerreichung im Jahr 2010
Das Programm Soziale Stadt Münster/Kinderhaus - Brüningheide konzentriert sich gemäß
Vorlage V/0927/2006 auf drei zentrale Programmziele:
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfelds ituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Ju gendliche.
Insgesamt haben im Jahr 2010 in acht Handlungsfeldern rund 33 Projekte 3 daran gearbeitet,
einen Zielfortschritt im Programm zu erreichen. Sieben dieser Handlungsfelder haben mit
den ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerreichung:
Handlungsfeld 1: Wohnen
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum (Umsetzung ab 2 009)
Handlungsfeld 3: Lokale Ökonomie (Umsetzung ab 200 9)
Handlungsfeld 4: Integration zugewanderter Mensche n fördern
Handlungsfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
Handlungsfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infr astrukturen in Zeiten knapper öf-
fentlicher Haushalte
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement.
Das Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“ hat die anderen Handlungsfelder durch die koopera-
tive Definition von Zielen und die gemeinsame Beobachtung der Zielerreichung sowie durch
Informationen zur Stadtteilentwicklung (sog. Kontextindikatoren), die Hinweise zum Umfeld
der Projektdurchführung liefern, unterstützt.
Für das Jahr 2010 ist nach Auswertung der Projektberichte festzuhalten, dass an den Pro-
jektaktivitäten aller Handlungsfelder insgesamt rund 18.800 Personen teilgenommen haben.
Davon sind ca. 13.500 Menschen beratend und betreuend begleitet worden (wie z.B.
Hausaufgabenbetreuung KAI, Energiesparberatung, Hebammensprechstunde), ungefähr
3.600 Personen sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen (z.B. Weihnachtsmarkt) und
Feste sowie Infokampagnen erreicht worden und ca. 1.770 Personen haben aktiv an regel-
mäßigen Angeboten wie Kurse oder Trainings teilgenommen (Alphabetisierungskurse, Thea-
tergruppe, Gewaltpräventionskurse) .
Bei den Zahlen der Teilnehmenden ist zu berücksichtigen, dass sicherlich eine Reihe von
Bewohnerinnen und Bewohnern an mehreren Veranstaltungen teilgenommen haben bzw.
mehrere Feste besucht haben. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht abschätzen. Um
die Zahlen der Teilnehmenden weiter zu differenzieren, sind nachfolgend die teilnehmer-
stärksten Aktionen/ Projekte mit mehr als über 500 Teilnehmenden dargestellt:
3 Projekte meint in dieser Zusammenfassung sowohl die Projekte der Handlungsfelder 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wie
auch die kleineren Aktionen der Gebietsmoderation (Handlungsfeld 7), die prozessbegleitende Selbstevaluation
(Handlungsfeld 8).
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 61
Tabelle: Durch Projekte und Aktivitäten erreichte Personen / Haushalte im Programmgebiet
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl (laut Projektberichten)
Gespräche Konfliktmoderation
(4.02)
7.309 Personen
(durch gesamtes Projektteam)
Kriseninterventionsmaßnahmen
(5.02)
1.932 Personen
Beratungskontakte integrative
Jugendarbeit (6.06)
2.100 Personen
Interkulturelle Veranstaltungen
Atrium
1.100 Personen
Öffentliche Feste auf dem
Sprickmannplatz (z.B. Weih-
nachtsmarkt)
2.200 Personen
(davon: Weihnachtsmarkt 400-500 Personen)
Angebote Sport und Bewegung
(6.07)
820 Personen
Quelle: Projektberichte der Handlungsfeldverantwortlichen bzw. Projektträger
Unter einem geschlechtspezifischen Blickwinkel betrachtet, sind unter den erreichten Perso-
nen mehrheitlich Frauen vertreten (60-70%). In einzelnen Projekten, die sowohl Mäd-
chen/Frauen als auch Jungen /Männer als Zielgruppe haben, können dennoch die männli-
chen Teilnehmenden überwiegen (z.B. Sport und Jugend, Drogenprävention, Integrative
Jugendsozialarbeit). Insgesamt verfügten die Teilnehmenden überwiegend über einen Migra-
tionshintergrund (insgesamt etwa 80-85%).
In vielen Projekten gelang es zudem, diejenigen zu erreichen und zu eigenen Aktivitäten zu
bewegen, die sonst von Politik, Verwaltung und gesamtstädtischer Gesellschaft eher weniger
in den Blick genommen werden.
Hinsichtlich der Zielerreichung ist zu berücksichtigen, dass die Ziele der einzelnen Hand-
lungsfelder ausdrücklich nicht nur einem Programmziel zugeordnet wurden. Sie wirken in der
Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Weise. Daher ist es nicht möglich,
die auf Handlungsfeldebene festgestellten Zielfortschritte ausschließlich dem einen oder an-
deren Programmziel direkt zuzuordnen. So trägt eine kleinere Pflanzaktion des Quartiersma-
nagements nicht nur zur Verbesserung der Wohnumfeldsituation bei. Vielmehr fördert sie
durch das Mitwirken unterschiedlicher Bevölkerungsteile auch die Integration im Stadtteil.
Das Nachhilfeprojekt von KAI e.V. stärkt in ähnlicher Weise nicht nur die Bildungschancen
für die Kinder und Jugendlichen, die Nachhilfe erhalten, sondern trägt ebenfalls zur Förde-
rung der Integration bei, wenn Gymnasial- oder Realschüler/innen mit Kindern arbeiten, die
eine andere Migrationsvorgeschichte als sie selbst haben.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 62
Auf der Zielebene lässt sich hinsichtlich der Zielerreichung für das Jahr 2010 Folgendes fest-
stellen:
Von 15 Projektzielen im Handlungsfeld 1 „Wohnen“
wurden 8 Ziele erreicht,
sind in einem weiteren Zielbereich Fortschritte er zielt worden,
wurden 6 Ziele aufgrund der Einstellung des Projek ts bzw. der geringen Resonanz
nicht weiterverfolgt.
Von den 10 Projektzielen im Handlungsfeld 2 „Öffentlicher Raum“
wurden 6 Ziele erreicht,
sind 3 Ziele im Projektjahr zunächst nicht weiterv erfolgt worden, da vorlaufende Pla-
nungen abgewartet werden mussten,
konnte ein Ziel aufgrund geringer Resonanz nicht e rreicht werden.
Von den 4 Projektzielen im Handlungsfeld 3 „Lokale Ökonomie“
wurden alle 4 Ziele erreicht.
Von den 13 Projektzielen im Handlungsfeld 4 „Integration“
wurden 9 Ziele erreicht,
sind bei 4 Zielen Teilerfolge erzielt worden.
Von den 17 Projektzielen in Handlungsfeld 5 „Bildung“
wurden 13 Ziele bereits vollständig bzw. für das J ahr 2009 erreicht,
sind bei einem Ziel Teilerfolge erzielt worden,
sind bei 3 Zielen keine eindeutig belegten, aber i m höheren Umfang erreichte Wir-
kungen zu vermuten.
Von den 23 Projektzielen in Handlungsfeld 6 „Soziale Netze“
wurden 16 Ziele erreicht,
sind bei 3 Zielen Teilerfolge erzielt worden,
wurde 3 Ziele nicht erreicht,
wird für ein Ziel eine Überarbeitung der Zielformu lierung und eine klare Operationali-
sierung empfohlen, um die Zielerreichung beurteilen zu können.
Von den 8 Projektzielen in Handlungsfeld 7 „Gebietsmoderation“
wurden 5 Ziele erreicht,
sind 3 Ziele teilweise erreicht worden.
Insgesamt konnten von den 90 Projektzielen der Handlungsfelder 1 - 7 damit 61 Ziele er-
reicht werden, bezüglich 12 weiterer Ziele lässt sich ein erkennbarer Zielfortschritt konstatie-
ren.
Als Bilanz der prozessbegleitenden Evaluation (Handlungsfeld 8) bleibt festzuhalten, dass es
gelungen ist, durch die frühzeitige und offene Kommunikation einen „Vertrauensvorschuss“
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 63
hinsichtlich der Selbstevaluation bei den Akteuren aufzubauen. Gestützt auf diesen Vertrau-
ensvorschuss und aufgrund einer konsequenten Nutzerinnen- und Nutzerorientierung haben
die Projektakteure engagiert an der Selbstevaluation mitgewirkt. Die erarbeiteten Berichte
haben Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen, was sowohl der Steue-
rungsunterstützung gedient als auch die Kommunikation der Projektergebnisse und deren
Legitimation gefördert hat.
Das Programm Soziale Stadt Münster – Kinderhaus / Brüningheide hat in seinen drei Pro-
grammzielen zusammengefasst folgenden Zielfortschritt erreicht:
Die Wohnsituation ist durch das Engagement einzeln er Wohnungseigentümer ver-
bessert worden: durch den Beginn der energetischen Gebäudesanierung im Wohn-
bestand der WohnSieGer GbR, die in den nächsten Jahren sukzessive fortgesetzt
werden soll, und durch die in 2008 realisierten Umbaumaßnahmen für ein barriere-
freies Wohnen im Bestand der Wohn+Stadtbau GmbH, die sich in 2009 bewährt ha-
ben. Ein wichtiger Beitrag zur Schaffung langfristig stabiler Bewohnerstrukturen wur-
de durch die Durchführung von Netzwerktreffen, die Konstituierung des Arbeitskrei-
ses der Vertrauensmieter /-innen und die Durchführung von Mieterschulungen geleis-
tet.
Die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet hat sich als
Querschnittsziel für fast alle Projektaktivitäten erwiesen. In nahezu allen Projekten
sind Personen mit unterschiedlichen Migrationsvorgeschichten integriert worden. So
wurde die Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten entscheidend verbes-
sert. Auch die Zahl gemeinschaftlicher initiierter Aktivitäten und Kontakte zwischen in-
terkulturellen Gruppen hat zugenommen, wodurch das soziale Miteinander gefördert
wurde.
Die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sin d durch direkte Bildungsprojekte
wie auch Projekte der Jugendsozialarbeit, die zur „Selbstbefähigung“ bzw. zum „Em-
powerment“ der Kinder und Jugendlichen oder ihrer Eltern beitragen, deutlich ge-
stärkt worden.
Darüber hinaus sind durch die Projekte der Soziale n Stadt die Kooperationen zwi-
schen den Akteuren im Stadtteil gefördert worden. Ebenso wird von der Gebietsmo-
deration auf eine verbesserte Kommunikation im Stadtteil und eine stärkere Bewoh-
nerorientierung verwiesen
4. Wesentliche Aufgabe der Verstetigungsphase wird es
sein, die für die Funktionsfähigkeit des Quartiers relevanten Strukturen und Vernet-
zungen auch über das Ende der Förderung hinaus zu stabilisieren.
Zudem haben haben die Projekte - wie Bewohnerinne n und Bewohner sowie Pro-
jektakteure berichten - schon in der Laufzeit der „Sozialen Stadt“ dazu beigetragen,
das Leben in Münster – Kinderhaus / Brüningheide lebendiger sowie das Wohnen
selbst lebenswerter werden zu lassen.
4 Vgl. hierzu die Aussagen der Gebietsmoderation in der Niederschrift der Sitzung des Beirats „Soziale Stadt
Kinderhaus-Brüningheide“ am 17.11.2010 (TOP 6).
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 64
Gleichwohl darf nicht übersehen werden, dass innerhalb des gegebenen Programmzu-
schnitts eine räumlich-bauliche Aufwertung des Wohngebietes insgesamt jedoch nicht er-
reicht werden konnte. Dem Engagement von drei ortsansässigen Wohnungsunternehmen,
die sich intensiv in die Umsetzung der Projekte der „Sozialen Stadt“ eingebracht haben, steht
das Desinvestitionsverhalten von zwei Wohnungseigentümern mit nahezu zwei Dritteln der
Wohnungsbestände entgegen. Trotz der bestehenden Kooperationsvereinbarung für das
Programm der Sozialen Stadt, die auch von Vertretern des australischen Investmentfonds
als Eigentümer von 630 Wohnungen unterzeichnet wurde, stellte sich die Zusammenarbeit
bezüglich durchgreifender und nachhaltiger Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen
am und im Gebäudebestand bis heute als problematisch, wenn nicht sogar als unmöglich
dar. Die Begründung für dieses Desinvestitionsverhalten der „neuen“ Eigentümer ist vermut-
lich in überzogenen Renditeerwartungen zu suchen (vgl. V/0422/2010, V/0160/2010).
Die wohnungswirtschaftlichen Probleme, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der städte-
baulichen Struktur, stehen ganz deutlich im Fokus der Bürger und Bürgerinnen sowie der vor
Ort agierenden Träger. Im Rahmen des Workshops „Projekterfolg und Projekttransfer“ des
Programms Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide im Dezember 2009 bezeichneten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Verbesserung der Wohnsituation mit all ihren Facetten
als eine der zentralen Herausforderungen für das Wohngebiet in den Jahren 2010 – 2015.
Daher hat der Rat der Stadt Münster am 07.07.2010 sowohl die Eckpunkte des Versteti-
gungskonzepts (V/0291/2010) als auch die Entwicklung von wohnungswirtschaftlichen und
städtebaulichen Perspektiven auf Basis eines bausubstanziellen Gutachtens (V/0422/2010)
beschlossen. Die Vorlage V/0422/2010 „Vorbereitung von wohnungswirtschaftlichen Per-
spektiven für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ führt dazu aus: „Für eine
nachhaltige städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Aufwertung des Wohngebietes Kin-
derhaus-Brüningheide ist zunächst eine realistische Zukunftsperspektive für die Wohnungs-
bestände zu ermitteln. In diesem Zusammenhang gilt es zu klären, in welchem Umfang Mo-
dernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen für die jeweiligen Wohnungsbestände erforder-
lich und über einen mittel- bis langfristigen Bewirtschaftungszeitraum wirtschaftlich vertretbar
sind.“
Für einen derartigen Abwägungsprozess ist ein entsprechendes bausubstanzielles Gutach-
ten notwendig, das u.a. exemplarisch den Sanierungsbedarf für die Wohneinheiten aller Ei-
gentümer erfasst und bewertet. Darauf aufbauend werden dann verschiedene Handlungsop-
tionen unter Berücksichtigung der vorhandenen Ausgangspotenziale sowie insbesondere
städtebaulicher, sozialer, wohnungsmarktpolitischer, wohnungs- und finanzwirtschaftlicher
Kriterien geprüft und abgewogen. Letztlich sollen der Stadt Münster und den Wohnungsei-
gentümern mit den Ergebnissen des Gutachtens ermöglicht werden, zu einer klaren Zielfor-
mulierung bezüglich der Zukunft der betroffenen Wohnungsbestände zu gelangen.
Ein entsprechendes Perspektivgutachten hat die Stadt Münster im Jahr 2009 zum Stadter-
neuerungsprogramm 2010 angemeldet. Die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbe-
ginn hat das zuständige Ministerium erteilt und die städtische Gegenfinanzierung ist mit dem
Beschluss des Haushalts 2010 in der Ratssitzung am 17.03.2010 abgesichert worden. Die
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 65
Erstellung des Gutachtens konnte nach einem Teilnahmewettbewerb verschiedener Büros
im Mai 2010 vergeben werden.
Das Perspektivgutachten wird in mehreren Abschnitten bearbeitet. In einem ersten Abschnitt
im Jahr 2010 wurden der Gebäudebestand (u.a. die Gebäudesubstanz und Gebäudeinfra-
struktur), die wohnungswirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie die
Qualität der Wohnungen in Bezug auf zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen (u.a.
Änderungen der Nachfrage im Kontext des demografischen Wandels) untersucht und im
Zusammenhang mit grundsätzlichen baulichen Optionen zu verschiedenen Entwicklungsva-
rianten verdichtet. Zwischenergebnisse wurden dem zuständigen Fachministerium des Lan-
des NRW im Januar 2011 vorgestellt, um die Bearbeitungsrichtung des Gutachtens weiter
abzustimmen. Im nächsten Untersuchungsabschnitt soll nun ein städtebauliches und woh-
nungswirtschaftliches Realisierungskonzept in Zusammenarbeit mit den Eigentümern erstellt
werden. Die fachlich abgewogenen Ergebnisse des Gutachtens sollen dann die Grundlage
für einen breiten Beteiligungsprozess der Bewohner und Akteure vor Ort bilden.
Hinsichtlich des Verstetigungskonzepts hat der Rat der Stadt Münster am 07.07.2010 be-
schlossen, im Programmzusammenhang der Sozialen Stadt eine Finanzausstattung für ein
sachlich, räumlich und zeitlich begrenztes Projektbündel bereitzustellen (V/0291/2010). Vor-
gesehen sind jeweils für die Jahre 2011 – 2013 bis zu 150.000 €. Finanziert werden sollen in
der Verstetigungsvorlage konkret bezeichnete und über eine netzförmige Struktur miteinan-
der verbundene Teilprojekte mit eindeutigem Gebietsbezug für einen begrenzten Zeitraum.
Diese Verstetigungsüberlegungen sollen die erreichten positiven Veränderungen und aufge-
bauten Strukturen im Programmgebiet angesichts weiter bestehender Handlungsbedarfe
auch über das Ende der Förderung hinaus sichern.
Am 08.12.2010 hat der Rat der Stadt Münster bis zu 150.000 € für die Verstetigungsphase
2011 bewilligt, die ebenfalls bereits für 2012 und 2013 veranschlagt wurden. Unter Einbezie-
hung des Beschlusses des Beirats „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ am 17.11.2010
sollen folgende Projekte im Rahmen der Verstetigung mit unterschiedlichen finanziellen Do-
tierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verstetigungsbudgets fortgesetzt
werden. Insbesondere die Gebietsmoderation soll zukünftig in ihrer Funktion als Bindeglied
des Programms gestärkt werden und über die Mittelvergabe einzelner Projekte (1.05, 4.01,
5.07, 6.02, 6.04,6.05, 6.06, 6.07, 6.08) entscheiden.
geplante Projekte 2011
(laut Beschluss Beirat „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, 17.11.2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung Handlungsfeld 1 „Wohnen“
1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulung
Handlungsfeld 2 „Öffentli-
cher Raum“
2.02
Spiel- und Freizeitzone
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 66
geplante Projekte 2011
(laut Beschluss Beirat „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, 17.11.2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
3.01 Wertstoffe/Sperrgut Handlungsfeld 3 „Lokale
Ökonomie“ 3.03
Projektfamilie „Stärken vor Ort“
4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag - unsere Sorgen´
4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs- und Ko-
ordinationsstelle
Handlungsfeld 4 „Integrati-
on zugewanderter Men-
schen fördern“
4.03
Gewaltprävention
5.01 Wir verstehen uns / Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas
5.02 Elternkompetenz stärken
5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus (ggf. auch Projekt
„Starter Kids“)
5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf
Handlungsfeld 5 „Bewälti-
gung der Herausforderun-
gen für das Bildungswe-
sen“
5.07
Kinderhauser Jugendkultur
6.01 Schuldnerberatung vor Ort
6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V
6.04 Jugendprojekt / Sport gegen Gewalt
6.05 Integrative Jugendsozialarbeit
6.06 Mobile Jugendarbeit
6.07 Sport und Bewegung
Handlungsfeld 6 „Siche-
rung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haus-
halte“
6.08
Drogenprävention
7.01 Projektkoordination / Gebietsmoderation Handlungsfeld 7 „Gebiets-
moderation“ 7.02
Quartiersfonds
8.01 Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung Handlungsfeld 8 „Selbst-
evaluation“ 8.02
Entwicklung und Auswertung von Kontextindikatoren
Somit werden von den 33 Projekten des Programms „Soziale Stadt“ im Jahr 2010 in der Ver-
stetigungsphase 24 Projekte – teilweise mit modifizierter Projektkonzeption – weiter fortge-
führt. Einen Überblick über die Projektstandorte der Verstetigungsphase gibt Anlage 6 zur
Vorlage V/0601/2011.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 67
Auch die Selbstevaluation wird im Rahmen der Verstetigung des Programmgebiets ab 2011
fortgesetzt. In Verstetigungskonzept Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide wird hierzu
ausgeführt (Vorl. V/V0291/2010, Anlage 3): „Das methodische Vorgehen hat sich bewährt,
insofern es unter den an der Programmdurchführung Beteiligten breite Akzeptanz erfahren
und aktive Mitarbeit bewirkt hat; insbesondere waren und sind die gemeinsam erarbeiteten
Produkte (Ziele, Indikatoren, Erhebungsinstrumente) geeignet, aussagekräftige Informati-
onsgrundlagen bereitzustellen, Erfolge (und Misserfolge) sichtbar zu machen, Nachsteuern
zu ermöglichen sowie Vernetzung, Zusammenwirken und Koordination zwischen den Aktivi-
täten im Programmzusammenhang zu verbessern. Um auch in Zukunft Erfolge überprüfen,
die Projektumsetzung angemessen steuern und über den Programmverlauf verbindlich be-
richten zu können, ist eine Fortführung angezeigt. Dabei kann, ungeachtet einzelner Ergän-
zungs- und Anpassungsbedarfe, auf die während der Förderphase entwickelten Ziele, Indi-
katoren und Erhebungsinstrumente zurückgegriffen werden.“ Vor diesem Hintergrund soll die
prozessbegleitende Selbstevaluation und die Aufbereitung der Kontextdaten im Zeitraum
2011 - 2013 fortgeführt werden.
Jahresbericht 2010 für das Programmgebiet
„Soziale Stadt NRW – Münster / Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 68
11 Anlagen
• Anlage: Kontextdatenmonitor 2010
• Anlage: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2010 und deren Entwicklung
• Anlage: Karte „Projektstandorte Soziale Stadt 2010 “
• Anlage: Karte „Projektstandorte Verstetigungskonze pt 2011“
Anlage 3 zur Vorlage V/0601/2011
„Soziale Stadt“ – Kinderhaus-Brüningheide
Handlungsfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Kontextdatenmonitor 2010
(Stadtzelle 631)
Bearbeitung: 61-1-1, Simone Peuling-Heerstraß; August 2011
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Programm „Soziale Stadt Kinderhaus/Brüningheide “
Handlungsfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Ausgewählte Kontextbedingungen der Stadtteilent-
wicklung Kinderhaus- Brüningheide 2010
Programmgebietskulisse
Bevölkerungsentwicklung Brüningheide 1993 - 2010 (wohnberechtigte
Bevölkerung)
Brüningheide 2010: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004 - 2010
Brüningheide 2010: Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte
insgesamt an WBV
Brüningheide 2010: Differenzierung der Migrationsvorgeschichte
Anlage 4 zur Vorlage V/0601/2011
Programmgebiet: Stadtzelle 631 – „Brüningheide“
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Wohnberechtigte Bevölkerung (WBV)
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide
1993 - 2010 (je 31.12. des Jahres)
3226 3165 3140
2923 2855
2712 2802 2862 2958 3049 2996
2879
2744
2626 2603
2755
3237 3277
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 200 5 2006 2007 2008 2009 2010
Personen
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver kehrsplanung
Umzüge, Zuzüge, Fortzüge
Brüningheide 2010 : Umzüge, Zuzüge, Fortzüge*
Adressänderung
38,7 %
Fortzug außerhalb
MS; 6,2 %
Fortzug in andere
Stadtzelle MS;
8,4 %
Zuzug von
außerhalb MS;
10,0 %
Zuzug aus MS;
8,3 %
Umzug in 631;
5,8 %
Keine
Adressänderung
61,3 %
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver kehrsplanung ohne Abmeldung "von Amts wegen",
inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge
Umzüge, Zuzüge, Fortzüge
66,4
4,8
8,1
7,7
8,9
4,1
57,6
5,7
7,4
10,0
13,0
6,3
61,2
4,9
5,9
9,1
10,1
8,8
60,4
5,3
5,5
10,0
12,3
6,5
64,8
5,3
5,3
7,6
8,9
8,1
63,7
6,5
8,1
6,4
10,3
5,0
61,3
5,8
8,3
10,0
8,4
6,2
0%
20%
40%
60%
80%
100%
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2010*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS
Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts w egen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Migrationsvorgeschichte
Brüningheide 2010: Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte
insgesamt an WBV
39,8 42,0
48,5 52,4 56,2
69,1
38,5
20,9
0
10
20
30
40
50
60
70
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518
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61
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911
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Quelle: Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Anmerkung: Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Migrationsvorgeschichte
10,5
0,7
8,9
7,7
12,0
60,2
20,2
1,6
8,9
5,4
5,8
58,0
14,9
2,8
13,8
7,3
9,7
51,5
17,6
5,0
16,5
7,9
9,1
43,8
28,1
1,9
16,4
9,8
12,8
30,9
13,0
3,1
9,3
6,4
6,6
63,5
7,4
2,1 4,1
3,8
3,6
79,1
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
516
Auenviertel
518 Toppheide 61 Coerde 911 u. 912
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631
Brüningheide
63
Kinderhaus-
West
MS Gesamt
Brüningheide 2010: Differenzierung der Migrationsvorgeschichte
Ausländer Heimatvertriebene Spätaussiedler/Aussiedler
weitere Eingebürgerte Kinder ohne persönliche,
aber mit vererbter Migrationsvorgeschichte
ohne erkennbare Migrationsvorgeschichte
Quelle: Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Anmerkung: Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spielplatz
Spiel-
platz
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Spiel-
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Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
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Eimermacherweg
Konermannweg gewkcorbnedI
Ohmweg
Guerickweg
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Gassesl tiege
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Fernholzstraße
Deitersweg
Hasenbusch
Grotemeyerstraße
eßatrslzohnreF
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Brüningheide
Friedhof
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Sport
63 Kinderhaus-West
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Brüningheide
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
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Spiel-
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Spiel-
platz
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Sprickmann-
platz
Programmgebiet
Statistische Bezirksgrenze
Statistische Bezirksgrenze
Programmgebiet
gesamtes Programmgebiet / wechselnde Standorte
*
*
606
*
*
*
*
Kitas: siehe 5.01
*
*
*
*
*
*
5.01
Projekte
Amt
Stadtplanung
Verkehrsplanung
für Stadtentwicklung
4 Integration
4.01 Mädchenprojekt
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
4.02 Integrationsarbeit vor Ort
angemietete Wohnung, Killingstr.15
4.03 Gewaltprävention
Kita Killingstr. 44
5 Bildung
Wir verstehen uns
KAI, Josef-Beckmann-Str.5
Kita Killingstraße, Killingstraße 44
Kita Im Moorhock, Im Moorhock 71
Kita Brüningheide, Josef-Beckmann-Str.34a
Haus der Familie, Krummer Timpen 42
5.02 Elternkompetenz stärken
GS Kinderhaus West, Josef-Beckmann-Str.33
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
5.03 Stadtteileltern in Kitas
5.04/ Gesund aufwachsen / Starter Kids
5.05 (Sprechstunde Kita Killingstr.44)
5.06 Praxistage Übergang Schule - Beruf
Waldschule, Große Wiese 14, Uppenbergschule,
Bröderichweg 36
5.07 Jugendkultur
WUDDI, Idenbrockplatz 8
5.08 Schulkulturtage
(Projekt wird nicht weiter verfolgt)
5.09 Internationale Kinderbibliothek
(Projekt wird nicht weiter verfolgt)
1 Wohnen
1.01 Energetische Gebäudesanierung
1.02 Marktanpassung Wohnungsbestand
(Projekt wird nicht weiter verfolgt)
1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen
Josef-Beckmann-Str. 5-7 und 15-17
1.04 Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarung
1.05 Mieterinnenschulung/ Nachbarschaftsstärkung
1.06 Das Quartier spart Strom
1.07 Wettbewerb solares Kinderhaus
(Projekt wird nicht weiter verfolgt)
Alternative Flächennutzung
(noch nicht in Umsetzung)
2 Öffentlicher Raum
2.01 Städtebauliches Maßnahmenkonzept
Achse Sprickmannplatz - Idenbrockplatz
2.02 Spiel- und Freizeitzone
Fläche westl. Sprickmannplatz (1,1ha)
3 Lokale Ökonomie
3.01 Wertstoffe / Sperrgut
3.02 Expertise Lokale Ökonomie
(Umsetzung wird geprüft)
6 Soziale Netze / Soziale Sicherung
6.01 Schuldnerberatung vor Ort
KAI, Josef-Beckmann-Str.5
6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Atrium, Sprickmannplatz 1
6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation
Begegnungszentrum, Sprickmannplatz 7
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
6.05/ Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugendarbeit
6.06 WUDDI, Idenbrockplatz 8
6.07 Sport und Bewegung
6.08 Drogenprävention
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
7.01 Projektkoordination / Gebietsmoderation
Idenbrockplatz 8 und Sprickmannplatz 8
7.02 Quartiersfonds
7 Quartiersmanagement
8.01 Beobachtung Zielerreichung
8 Selbstevaluation
8.02 Monitoring Kontextindikatoren
Abteilung: 61-1
April 2009
aktualisiert: April 2010
4.01
4.02
4.03
1.03
2.02
5.01
501
501
5.02
5.02
5.03
5.03
2.01
5.03
5.05
5.06
5.06
5.07
6.01
6.03
6.02
6.04
6.06
6.08
7.01
7.01
STADT STERMUNSTADT STERMUN
5.01
5.01
5.01
62 Kinderhaus-Ost
“Soziale Stadt Kinderhaus- Brüningheide”
Idenbrock-
platz
Im Moorhock
* 3.03 Stärken vor Ort
* 1.08
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spielplatz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
platz
Spiel-
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platz
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platz
Spiel-
platz
Spiel-
platz
Spiel-
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Spiel-
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Spiel-
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Spiel-
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Gasselstiege
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Fernholzstraße
Deitersweg
Hasenbusch
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Feldstiegenkamp
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Kerstingskamp
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Brüningheide
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63 Kinderhaus-West
Josef-Beckmann-Straße
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Spiel-
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Spiel-
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Spiel-
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Killingstraße
nnSprickma straße
Sprickmann-
platz
Statistische Bezirksgrenze
Programmgebiet
gesamtes Programmgebiet / wechselnde Standorte
*
Projekte
Amt
Stadtplanung
Verkehrsplanung
für Stadtentwicklung
1 Wohnen
Abteilung: 61-1
Datum: Januar 2011
4.01
4.02
4.03
2.02
5.01
5015015.02
5.02
5.03
5.03
5.03
5.05
5.06
5.06
5.07
6.01
6.026.04
6.06
6.08
7.01
7.01
STADT MUNSTER
5.01
5.01
5.01
62 Kinderhaus-Ost
“Kinderhaus - Brüningheide - Verstetigungskonzept 2011”
* 3.01 Wertstoffe / Sperrgut
* 3.03 Stärken vor Ort
3 Lokale Ökonomie
4 Integration
4.01
4.02
4.03
Mädchenprojekt “Unser Alltag - unsere Sorgen”
Jugendsalon, Sprickmannplatz3
Integrationsarbeit vor Ort
angemietete Wohnung, Killingstraße 15
Gewaltprävention
Kita Killingstraße 44
Idenbrock-
platz
Im Moorhock
Kristiansandstraße
eßartsdnasnaitsirK
Spielplatz
*
*
*
1.04
1.05
1.06
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarung
Mieterinnenschulung/ Nachbarschaftsstärkung
Das Quartier spart Strom
5.01
5 Bildung
5.02
5.03
Wir verstehen uns / Stadtteileltern in Kitas
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Kita Killingstraße, Killingstraße 44
Kita Im Moorhock, Im Moorhock 71
Kita Brüningheide, Josef-Beckmann-Straße 34a
Haus der Familie, Krummer Timpen 42
Elternkompetenz stärken
Grundschule Kinderhaus West,
Josef-Beckmann-Straße 33
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
*5.04/
5.05
5.06
5.07
Gesund aufwachsen / Starter Kids
Praxistage Übergang Schule - Beruf
Waldschule, Große Wiese 14,
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
Jugendkultur
WUDDI, Idenbrockplatz 8
2.02 Spiel- und Freizeitzone
Fläche westlich vom Sprickmannplatz (1,1ha)
2 Öffentlicher Raum
6
6.01
6.02
Schuldnerberatung vor Ort
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Atrium, Sprickmannplatz 1
Soziale Netze / Soziale Sicherung
*
7.01
7.02
7 Quartiersmanagement
Quartiersmanagement
Idenbrockplatz 8 und Sprickmannplatz 8
Quartiersfonds
*
*
8.01
8 Selbstevaluation
8.02
Beobachtung Zielerreichung
Monitoring Kontextindikatoren
6.08
6.04 Jugendprojekt / Sport gegen Gewalt
Jugendsalon Sprickmannplatz 3
6.05/
6.06
Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugendarbeit
WUDDI, Idenbrockplatz 8
Sport und Bewegung
Drogenprävention
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
* 6.07
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (43)
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Killingstraße 44
- Sprickmannstraße
- Kanalstraße
- Westhoffstraße
- Sprickmannplatz 3
- Keplerweg
- Rektoratsweg
- Bröderichweg 36
- Idenbrockplatz 8
- Neuer Heidkamp
- Feldstiegenkamp
- Helgolandweg
- Vollmerweg
- Wangeroogeweg
- Janningsweg
- Am Burloh
- Schneidemühler Straße 911u
- Grotemeyerstraße
- Kristiansandstraße
- Eimermacherweg
- Fernholzstraße
- Krummer Timpen 42
- Brüningheide 2010
- Im Moorhock 71
- Konermannweg
- Norderneyweg
- Große Wiese 14
- Haubrockweg
- Kirchhoffweg
- Helmholtzweg
- Gasselstiege
- Kerstingskamp
- Am Nubbenberg
- Arnethstraße
- Kinderhaus 5
- Deitersweg
- Hasenbusch
- Langebusch
- Langeoogweg
- Dauvemühle
- Heidegrund
- Ohmweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0601/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.09.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37