Mandari Insight

1170/2023

Zero Waste-Konzept Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 14.11.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 07.12.2023, TOP 10.23

Anlage 3_Stellungnahme Rechnungsprüfungsamt

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Rat

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2_Begründung für den Klimaschutz

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1_Zero Waste-Konzept Köln

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3_Stellungnahme Rechnungsprüfungsamt

3396 Zeichen

14       .11.2023 
141/1  
  
 
 
 
 
 
 
VIII/3 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zero-Waste-Konzept Köln; voraussichtliche haushaltsmäßige Auswirkungen 80.000 € 
brutto jährlich 
 
hier: Stellungnahme zur Beschlussvorlage (RPA-Nr. 141/11/11/23) 
 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
am 03.11.2023 wurde dem RPA ein Leserecht auf Ihre Beschlussvorlage-Nr. 1170/2023 
zwecks Stellungnahme zur o. g. Maßnahme eingeräumt, da hier ein Beschluss des Rates 
nach Vorberatung in den Fachausschüssen eingeholt werden soll. 
 
Der Rat hatte in seiner Sitzung am 06.05.2021 beschlossen, bis Ende 2022 ein Zero-Waste-
Konzept zu entwickeln. Dies sollte unter Beteiligung der Öffentlichkeit, lokal agierender Initia-
tiven, lokalen Unternehmen etc., in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Institut er-
folgen. 
 
Für die von der Verwaltung für eine externe Beauftragung vorgelegte Bedarfsprüfung sowie 
für die Vergabe (Auftragssumme 127.600 €) wurden durch das RPA entsprechende positive 
Stellungnahmen abgegeben (RPA-Nrn. 141/11/06/21 und 141/22/113/21). 
 
Konkrete Einwände gegen die jetzige Beschlussvorlage, das Zero-Waste-Konzept für die 
Stadt Köln und den darin enthaltenen Maßnahmenkatalog hat das RPA nicht, wobei jedoch 
eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Thematik (153 seitiges Gesamtkonzept) auf-
grund der kurzfristigen Vorlage nicht erfolgen konnte. 
 
Insofern können hier nur nachfolgende Hinweise gegeben werden: 
 
Finanzierung: 
 
 Die zur Umsetzung für das Handlungsprogramm voraussichtlich erforderlichen Mittel sol-
len grundsätzlich über den Gebührenhaushalt finanziert werden. 
 
Hier muss beachtet werden, ob und inwieweit dies überhaupt für die ausgewiesenen Maß-
nahmen gebührenrechtlich (siehe § 6 KAG NRW Benutzungsgebühren) möglich ist, damit 
die Abfallsatzung und die Abfallgebührensatzung nicht rechtlich angreifbar werden. 
 
07

2 
Dies ist jeweils vor Beginn einer Maßnahme zu prüfen. 
 
Außerdem soll laut Beschlussvorlage zur anteiligen Finanzierung der Kosten, die Inan-
spruchnahme von Fördermitteln geprüft und realisiert werden. Dies ist grundsätzlich zu 
begrüßen. 
 
Stellenbedarf: 
 
 Eine Person in der Verwaltung, hier VIII/3/AWB der Stadt Köln (e. E.), ist zurzeit zuständig 
für das Projektmanagement Zero-Waste. Zukünftig soll das Zero-Waste-Team zunächst 
mit einem Startteam aus vier Personen ausgebaut werden, paritätisch besetzt bei VIII/3 
und der AWB GmbH, das zentrale und grundlegende Aufgaben zum Thema Abfallvermei-
dung übernimmt (siehe Pkt. 8.3.2 auf Seite 81 des Konzepts). In Köln (VIII/3 und AWB) 
sollen dabei insgesamt 3 Vollzeitstellen geschaffen werden (siehe Pkt. 11 auf Seite 130 
des Konzepts). 
 
Aufgrund der paritätischen Besetzung bedeutet dies nach hiesigem Verständnis, zunächst 
eine weitere Stelle bei VIII/3 und zwei bei der AWB GmbH. 
 
 
Haushaltsmäßige Auswirkungen: 
 
 Laut Beschlussvorlage werden in 2024 für die beginnende Umsetzung der Startmaßnah-
men 200.000 € benötigt, wobei davon 120.000 € bei der AWB GmbH anfallen. Bei der 
Verwaltung ergeben sich jährliche Personal-Folgeaufwendungen i. H. v. 80.000 €. 
 
Wie sich diese Zahlen errechnen, wurde in der Beschlussvorlage nicht dargelegt, insofern 
kann hierzu durch das RPA keine Aussage getroffen werden. Es ist aber davon auszuge-
hen, dass die Aufwendungen bei einer Ausweitung der Stellen entsprechend steigen wer-
den. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen

Beschlussvorlage Rat

16939 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 1170/2023 
Freigabedatum 
14.11.2023  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Zero Waste-Konzept Köln  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat der Stadt Köln befürwortet die Ziele des Zero-Waste-Konzepts. 
 
2. Der Rat der Stadt Köln nimmt das Handlungsprogramm des Zero Waste-Konzepts zur 
Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der Startmaßnahmen. 
 
3. Der Rat der Stadt Köln erkennt den Bedarf für die beginnende Umsetzung der Start-
maßnahmen für 2024 in Höhe von 200.000 € an. 
 
4. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung mit der Prüfung und Ausarbeitung 
der weiteren Handlungsansätze aus dem Handlungsprogramm. 
 
5. Der Rat der Stadt Köln beschließt, dass die weiteren Handlungsansätze nach erfolgter 
Prüfung und Ausarbeitung den zuständigen Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt 
werden. 
 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 23.11.2023 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 27.11.2023 
Finanzausschuss 04.12.2023 
Rat 07.12.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  80.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2024 
a) Personalaufwendungen    80.000 € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2024 
a) Erträge    80.000 € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
Der Rat der Stadt Köln hat am 6. Mai 2021 (AN/0942/2021) beschlossen, ein Zero Waste-
Konzept für Köln zu entwickeln. Das Konzept soll unter breiter Beteiligung der Stadtgesell-
schaft erstellt werden, begleitet durch ein wissenschaftliches Institut. Zudem soll geprüft wer-
den, ob Köln als „Zero Waste City“ zertifiziert werden sollte. 
 
 
Ziele des Zero Waste-Konzepts 
 
Bedeutung von „Zero Waste“ 
 
Zero Waste meint die Vermeidung unnötiger Abfälle. Es geht darum, in allen Lebensbereichen 
weniger Abfall zu produzieren, Recycling zu fördern und Verschwendung zu minimieren. Ab-
fallvermeidung und Recycling tragen zum Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz bei. Das 
Zero Waste-Konzept soll eine Bewegung zur Abfallvermeidung in der Stadtgesellschaft auslö-
sen und den Beginn eines langfristigen Prozesses und Dialogs darstellen.

3 
 
 
 
Senkung der Siedlungsabfallmenge 
 
Die Menge an Siedlungsabfällen in Köln, einschließlich Haushaltsabfällen und ausgewählter 
Infrastrukturabfälle, soll von 474 kg pro Kopf im Jahr 2021 um 5 % auf 450 kg pro Kopf im 
Jahr 2030, um weitere 10 % auf 403 kg pro Kopf im Jahr 2035 und um weitere 5 % auf 380 kg 
pro Kopf im Jahr 2040 reduziert werden. Dadurch sollen bis 2040 insgesamt etwa ein Fünftel 
der derzeit anfallenden Siedlungsabfälle vermieden werden. Würde das Handlungsprogramm 
vollständig umgesetzt, könnten über 2040 hinaus rund 213.000 Tonnen Siedlungsabfall ver-
mieden werden, was einem Siedlungsabfallaufkommen von 197 kg pro Kopf und Jahr ent-
spräche. 
 
 
 
Senkung der Restabfallmenge 
 
Die Menge an Restmüll, der Teil der Siedlungsabfälle ist, soll von 225 kg pro Kopf im Jahr 
2021 um 20 % auf 180 kg pro Kopf im Jahr 2030, um weitere 10 % auf 160 kg pro Kopf im 
Jahr 2035 und um weitere 10 % auf 135 kg pro Kopf im Jahr 2040 reduziert werden. Bis 2040 
soll so mehr als ein Drittel des derzeit anfallenden Restmülls vermieden werden.

4 
 
 
Die Ziele des Zero Waste-Konzepts sind ambitioniert, aber erreichbar. Sie gehen über die bis-
herigen Ziele im Abfallwirtschaftskonzept (AWK) der Stadt Köln und über gesetzliche Anforde-
rungen hinaus. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, sind alle Akteur*innen in der Stadt-
gesellschaft gefordert. Die Stadtverwaltung soll dabei eine Vorbildfunktion einnehmen. 
 
 
Handlungsprogramm des Zero Waste-Konzepts 
 
Vorbemerkung 
 
Das Konzept umfasst kurzfristige, mittelfristige und langfristige Handlungsansätze und Maß-
nahmen, die als Rahmen und Orientierung für ein erstes Handlungsprogramm dienen. Die 
Umsetzung und weitere Ausgestaltung der Handlungsansätze und Maßnahmen sind entschei-
dend, um die Ziele des Konzepts zu erreichen. 
 
Das Handlungsprogramm umfasst 34 Handlungsansätze und Maßnahmen, aufgeteilt auf sie-
ben Sektoren. Die Sektoren sind „ÖV - Öffentliche Verwaltung“, „ZV - Zivilgesellschaft, Ver-
eine, gemeinnützige Initiativen“, „AM - Abfallmanagement“, „BK - Bildung und Kommunika-
tion“, „GH - Gewerbe, Handel, Gastronomie“, „BAU - Bausektor“ und „EV - Events“. 
 
Die Umsetzung eines Großteils aller Handlungsansätze und Maßnahmen im Handlungspro-
gramm bedarf zunächst eines Anstoßes durch den Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln und 
die AWB GmbH und einer weitergehenden konkreteren Ausarbeitung. Daher sind diese häufig 
als zunächst zuständige Akteur*innen benannt. Hauptverantwortliche bzw. federführende Ak-
teur*innen sind auch solche, die eine koordinierende oder aktivierende Rolle in Bezug auf an-
dere Akteur*innen haben. Die Hauptverantwortung ist somit nicht mit einer alleinigen Umset-
zungsverantwortung gleichzusetzen; sie wird im Laufe der Konzeptumsetzung bzw. weiteren 
Ausarbeitung von Handlungsansätzen im Zusammenwirken mit den jeweils betreffenden Ak-
teur*innen geschärft. Wird von Zuständigkeiten gesprochen, sind damit Handlungsbeiträge 
und einzubindende Kompetenzen gemeint. 
 
Den Abfallvermeidungs- und Klimaschutzbeiträgen von Handlungsansätzen und Maßnahmen 
im Handlungsprogramm des Konzepts liegen Annahmen zugrunde, die naturgemäß mit Unsi-
cherheiten behaftet sind. Sie sind als erste grobe Orientierung zu verstehen, die im Laufe der 
weiteren Ausgestaltung von Handlungsansätzen und der Umsetzung von Maßnahmen sowie 
mittels Monitoring und Evaluierung genauer gefasst werden können. Eine direkte Wirkungs-
messung einzelner Maßnahmen wird jedoch nur in Einzelfällen möglich sein. 
 
 
Bereits in Umsetzung befindliche Maßnahmen

5 
Das Handlungsprogramm des Zero Waste-Konzepts greift bereits in Umsetzung befindliche 
Maßnahmen auf, die als Geschäfte der laufenden Verwaltung ausgeführt werden oder für die 
es bereits eigene Beschlusslagen gibt. Ihre Bedeutung wird durch das Zero Waste-Konzept 
nochmals unterstrichen. Zu diesen Maßnahmen gehören: 
 
Bereits in Umsetzung befindliche Maßnahmen 
Nr. Maßnahmentitel 
ÖV.1 Abfallarme Verwaltung – Ziffer 6 – Wertstofferfassung innerhalb der 
Stadtverwaltung 
AM.2 Anreize für mehr Abfallvermeidung/-trennung über die Abfallsatzung 
AM.3 Ausbau der Bioabfallsammlung 
BAU.3 Zirkuläres Bauen – Pilotprojekt der Gebäudewirtschaft 
 
 
Umzusetzende Startmaßnahmen 
 
Aus dem Handlungsprogramm wurden Startmaßnahmen ausgewählt, welche aufgrund ihres 
potentiellen Abfallvermeidungsbeitrags und bereits bestehender konkreter Ansätze und Aktivi-
täten sinnvollerweise unmittelbar einzuleiten sind. Sie bilden zudem Grundlagen und Anknüp-
fungspunkte für weitere Handlungsansätze und Maßnahmen im Handlungsprogramm. Mehr-
heitlich sind sie der Verwaltung, insbesondere dem Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, 
und den kommunalen Beteiligungsunternehmen im Abfallmanagement, darunter vor allem den 
Abfallwirtschaftsbetrieben Köln GmbH (AWB), zuzuordnen. Diese zehn Maßnahmen sind: 
 
Umzusetzende Startmaßnahmen 
Nr. Maßnahmentitel 
AM.1 Einrichtung eines Zero Waste-Teams bzw. einer Zero Waste-Fachstelle als 
zentrale Anlaufstelle auf Seiten der Stadt Köln und der AWB 
AM.6 Entwicklung einer Zero Waste-Map 
AM.7 Unterstützung von gemeinnützigen Reparaturwerkstätten 
BK.1 Aufklärung und Sensibilisierung durch Kampagnen 
BK.2 Ausbau der bestehenden Informations-, Beratungs- und Bildungsangebote mit 
Bezug zu Zero Waste 
BK.3 Durchführung regelmäßiger öffentlicher Veranstaltungen zu Zero Waste 
GH.1 Förderung der Vermeidung und Rettung von Lebensmittelabfällen 
GH.2 Unterstützung der Integration von Mehrweg-/Pfandsystemen für Gastronomie 
und Veranstaltungen 
GH.3 Leitfäden und Handreichungen zur Abfallvermeidung für Dienststellen, Gastro-
nomie und Handel sowie Veranstaltungen 
EV.4 Mehrwegpflicht für Veranstaltungen und Events im öffentlichen Raum 
 
 
Weitere Handlungsansätze zur Prüfung und Ausarbeitung 
 
Über die bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen und umzusetzenden Startmaßnah-
men hinaus werden die weiteren Handlungsansätze aus dem Handlungsprogramm durch die 
Zero Waste-Fachstelle im Zusammenwirken mit den jeweiligen genannten Akteur*innen 
schrittweise weiter geprüft und ausgearbeitet. Sie werden den jeweiligen Ratsgremien zu ge-
gebener Zeit erforderlichenfalls zur Entscheidung vorgelegt. Die Handlungsansätze sind:

6 
Weitere Handlungsansätze zur Prüfung und Ausarbeitung 
Nr. Maßnahmentitel 
ÖV.1 Abfallarme Verwaltung (außer Ziffer 6) 
ÖV.2 Weiterverwendung von Büromöbeln und Informationstechnik der Verwaltung 
ÖV.3 Berücksichtigung von Kriterien zur Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit bei 
Vergabe, Einkauf und Rahmenverträgen 
AM.4 Ausweitung der Initiative "Coffee to go" 
AM.5 Errichtung eines Gebrauchtwarenkaufhauses der Abfallwirtschaft 
AM.8 Anlaufstellen für wiederverwendbare Artikel und Wertstoffe 
AM.9 Wiederverwendung von Bestandteilen des Sperrmülls 
ZV.1 Ausrichtung eines regelmäßigen Zero-Waste-Festivals 
ZV.2 Errichtung von DIY- und Repair-Cafés 
ZV.3 Aufbau mobiler Reparaturdienste 
ZV.4 Unterstützung bei der Errichtung von Leihbars und Tauschbörsen 
ZV.5 Reduzierung von Postwurfsendungen 
ZV.6 Wiederverwendung alter Fahrräder 
BK.4 Ausrichtung eines Zero-Waste-Kunstwettbewerbs 
GH.4 Entwicklung von Informations- und Beratungsangeboten mit IHK, HWK und 
KölnBusiness GmbH 
BAU.1 Erfassung von Bau- und Abbruchabfällen 
BAU.2 Förderung von nachhaltigem und ressourcenschonendem Bauen 
BAU.4 Integration von BIM im Baugewerbe 
EV.1 Nachhaltige Ausrichtung der Kölner Sportveranstaltungen 
EV.2 Nachhaltige Ausrichtung des Kölner Karnevals 
EV.3 Entwicklung von Zero-Waste-Konzepten für Veranstaltungen 
 
 
Umsetzung des Zero Waste-Konzepts 
 
Für die Umsetzung des Zero Waste-Konzepts soll eine Zero Waste-Fachstelle als zentrale 
Anlaufstelle eingerichtet werden, die gemeinsam durch den Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt 
Köln und die AWB besetzt werden soll. Die Frage der personellen Ressourcen wird in das 
Stellenplanverfahren eingebracht und der organisatorische Bedarf durch die Verwaltung ge-
prüft. 
 
Das Monitoring zur Maßnahmenumsetzung und das Controlling der Zielerreichung werden 
durch den Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln wahrgenommen. Dieser fertigt zudem einen 
jährlichen Bericht zur Konzeptumsetzung, beteiligt jährlich die Stadtgesellschaft zur Weiterent-
wicklung des Handlungsprogramms und informiert und kommuniziert laufend und öffentlich 
zur Konzeptumsetzung. Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln ist perspektivisch auch die 
zentrale Schnittstelle für die Mission Zero Academy oder einer anderen Prüf-/Zertifizierungs-
einrichtung rund um Anforderungen und Fragen einer etwaigen Zertifizierung sowie gemein-
sam mit der AWB Ansprechpartnerin für interessierte und mitwirkende Akteur*innen in der

7 
Stadtgesellschaft. Schließlich gibt die Zero Waste-Fachstelle Beratungs- und Unterstützungs-
leistungen als Hilfen für die städtischen Dienststellen, kommunale Beteiligungsunternehmen 
und Dritte. 
 
Die Umsetzungssteuerung wird durch einen einzurichtenden Beirat begleitet, dem Schlüssel-
akteur*innen aus der Verwaltung, den kommunalen Beteiligungsunternehmen sowie Ak-
teur*innen aus der Stadtgesellschaft, darunter Zero Waste Köln e. V., angehören sollen. 
 
 
Finanzierung der Umsetzung des Zero Waste-Konzepts 
 
Die zur Umsetzung für das Handlungsprogramm voraussichtlich erforderlichen finanziellen 
Mittel sollen grundsätzlich über den Gebührenhaushalt bereitgestellt werden. Die Mitwirkung 
der städtischen Dienststellen zur Umsetzung der Handlungsbeiträge der Verwaltung sollte 
möglichst über bestehende personelle Kapazitäten gewährleistet werden; der Abfallwirt-
schaftsbetrieb der Stadt Köln unterstützt dabei. Sinnvollerweise ist Abfallvermeidung beim 
Verwaltungshandeln im Rahmen der gegebenen Aufgaben und Zuständigkeiten zu berück-
sichtigen. 
 
Für die beginnende Umsetzung der Startmaßnahmen in 2024 werden 200.000 € benötigt. 
Hiervon fallen 120.000 € unmittelbar bei der AWB GmbH an. 
 
Die beginnende Umsetzung der Startmaßnahmen soll in Höhe von 200.000 Euro für 2024 aus 
Gebühren finanziert werden; in 2023 fallen diesbezüglich noch keine Kosten an.  
 
Die restlichen notwendigen Mittel für Personalkosten des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt 
Köln in Höhe von rd. 80.000 € für 2024 werden vom Dezernat Klima, Umwelt, Grün und Lie-
genschaften in der Produktgruppe 1101, Ver- und Entsorgung, in der Teilplanzeile 11, Perso-
nalaufwendungen, bereitgestellt. Die Mehraufwendungen werden gemäß § 9 Ziffer 2 der 
Haushaltssatzung im Rahmen der flexiblen Haushaltsführung durch Mehrerträge in der Teil-
planzeile 6, Kostenerstattungen und Kostenumlagen, ausgeglichen. Die Mehrerträge resultie-
ren aus Gebühren des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt Köln. 
 
Für die Folgejahre ab 2025 wird das Dezernat Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften die 
notwendigen Finanzmittel zur Finanzierung der Maßnahmen im Rahmen der Gebührenkalku-
lation 2025 ff. vorsehen. Für ausgabenwirksame Vorhaben werden erforderlichenfalls eigene 
Beschlüsse in den zuständigen Ratsgremien herbeigeführt. 
 
Eine langfristige Refinanzierung der Kosten über Kosteneinsparungen infolge von mehr Abfall-
vermeidung und besserer Wertstofftrennung wird angestrebt. Zur anteiligen Finanzierung der 
Kosten wird die Inanspruchnahme von Fördermitteln geprüft und realisiert. 
 
 
Zertifizierung als „Zero Waste City“ über Zero Waste Europe bzw. die Mission Zero 
Academy 
 
Ergebnis des Prüfauftrags 
 
Nach einer intensiven Prüfung wird eine Zertifizierung durch Zero Waste Europe bzw. der Mis-
sion Zero Academy derzeit nicht befürwortet. Die Entwicklung wird weiter beobachtet, der 
Austausch diesbezüglich fortgeführt. 
 
Die Vorteile einer Zertifizierung werden in der leichteren Positionierung der Stadt Köln hin-
sichtlich der Bemühungen für mehr Abfallvermeidung, im selbstverpflichtenden Charakter ei-
nes öffentlichen Bekenntnisses, den eigenen Bestrebungen für mehr Abfallvermeidung mit der 
ganzen Stadtgesellschaft noch mehr Nachdruck zu verleihen, im ermöglichten Austausch mit 
anderen Zero Waste-Städten, in der externen Beratung und Unterstützung sowie in der unab-
hängigen Begutachtung der Umsetzung gesehen. Im Rahmen der Zertifizierung sind einmalig 
und jährlich Gebühren zur Registrierung/Aufnahme, Beratung bzw. Auditierung zu entrichten.

8 
Eine sichtbare Positionierung der Stadt Köln kann angesichts der europaweiten und internatio-
nalen Bedeutung von Köln und der vielfältigen bestehenden Netzwerke und Austauschfor-
mate, an denen Köln beteiligt ist, auch ohne Zertifizierung mit dem entwickelten Zero Waste-
Konzept und mit der eigens entwickelten Wort-Bild-Marke (Projektlogo) erreicht werden. 
 
Mit der Entscheidung des Rates der Stadt Köln für das Zero Waste-Konzept und durch die be-
gleitende öffentliche Kommunikation bekennen sich Verwaltung und Politik zu mehr Abfallver-
meidung. Damit sind die höchste Verbindlichkeit zur Selbstverpflichtung und ein öffentliches 
Bekenntnis hergestellt. Darüber hinaus soll das Zero Waste-Konzept als Handlungsprogramm 
zur Abfallvermeidung Teil des fortzuschreibenden Abfallwirtschaftskonzepts der Stadt Köln 
werden, das als Genehmigungsgrundlage der Bezirksregierung Köln zur Darstellung einer 
mindestens zehnjährigen Entsorgungssicherheit dient. 
 
Die Stadt Köln und ihre kommunalen Beteiligungsunternehmen pflegen bereits heute einen 
intensiven und funktionierenden Austausch mit anderen Städten auf unterschiedlichen Ebe-
nen rund um Abfallvermeidung, Kreislaufwirtschaft und Recycling. Ebenfalls wird der Aus-
tausch auf europäischer wie internationaler Ebene gepflegt. 
 
Eine externe Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung des Zero Waste-Konzepts wird 
über einen einzurichtenden Beirat und die regelmäßige Beteiligung von Akteur*innen aus der 
Stadtgesellschaft sichergestellt. 
 
Ungeachtet der Frage der Zertifizierung soll das Zero Waste-Konzept umgesetzt und der lo-
kale Zero Waste-Verein eingebunden werden. 
 
 
Anlagen 
 
Zero Waste-Konzept Köln 
 
Begründung für den Klimaschutz 
 
Die Anlagen können im Ratsinformationssystem der Stadt Köln eingesehen werden.

Anlage 2_Begründung für den Klimaschutz

561 Zeichen

Begründung für den Klimaschutz 
 
Vermiedener Abfall und mehr Recycling können den Ausstoß von Treibhausgasemissionen 
senken, da der Transport und die Entsorgung von anfallenden Abfällen 
Treibhausgasemissionen verursacht und die Gewinnung und Nutzung von 
Sekundärrohstoffen in der Kreislaufwirtschaft gegenüber dem Einsatz von Primärrohstoffen 
grundsätzlich weniger Treibhausgasemissionen verursachen. 
 
Mit der vollständigen Umsetzung des Handlungsprogramms des Zero Waste-Konzepts 
könnten ab 2040 jährlich 64.000 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden.

Anlage 1_Zero Waste-Konzept Köln

317605 Zeichen

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
1 | Wuppertal Institut 
Gesamtkonzept | Juni 2023 
 
 
Zero-Waste-Konzept für die 
Stadt Köln 
  
 
 
 
Autor*innen: 
Wuppertal Institut 
 
INFA 
Zero Waste Germany 
circulatemore 
Dr. Henning Wilts, Marina Fecke, 
Maike Demandt, Valeska Götz 
Dr. Gabriele Becker, Kathrin Heuer  
Michael Cieslik, Andrea Petmecky 
Nicole Seyring

Entwurf des Gesamtkonzepts Abbildungsverzeichnis 
Wuppertal Institut | 2 
 
Inhaltsverzeichnis 
Abbildungsverzeichnis 4 
Tabellenverzeichnis 5 
Abkürzungsverzeichnis 6 
Symbolverzeichnis 7 
Glossar 8 
1 Ausgangslage 10 
2 Das Zero-Waste-Konzept 11 
2.1 Ziel und Aufbau des Konzepts 11 
2.2 Der Entwicklungsprozess des Konzepts 12 
3 Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 14 
3.1 Überblick über die Kölner Siedlungsabfälle 14 
3.2 Vergleich der Kölner Abfallmengen mit deutschen Großstädten 28 
4 Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 30 
4.1 Sammlung der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 30 
4.2 Einordnung der aktuellen Maßnahmen in Köln 31 
4.3 Ausbaupotential bei aktuellen Maßnahmen 37 
4.4 Analyse der existierenden Zero-Waste-Ziele in Köln 39 
5 Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 42 
5.1 Zukünftige Entwicklungen und Auswirkung auf Abfallmengen 42 
5.2 Potentiale bei der Abfallsammlung und den Erfassungssystemen 49 
5.3 Vergleich mit Abfallmengen anderer Zero-Waste-Städte 52 
6 Der Zero-Waste-Zielkatalog 54 
6.1 Anforderungen von Zero Waste Europe und dem Green City 
Accord 54 
6.2 Zielerreichungsgrad als Zero-Waste-City mit den bisherigen Zielen 
und Maßnahmen in Köln 58 
6.3 Methodisches Vorgehen bei der Zieldefinition 61 
6.4 Die Zero-Waste-Ziele für Köln 61 
6.5 Zusammenhang der Zero-Waste-Ziele mit den SDGs 63 
7 Beteiligungsformen bei der Konzeptentwicklung 65 
7.1 Beteiligungsportal der Stadt Köln 65 
7.2 Workshops mit ausgewählten Schlüsselakteur*innen 66 
8 Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 71 
8.1 Methodisches Vorgehen 71 
8.2 Überblick über die Zero-Waste-Maßnahmen für Köln 74 
8.3 Der Zero-Waste-Maßnahmenkatalog für Köln 76 
8.3.1 Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung 76 
8.3.2 Maßnahmen des Abfallmanagements 81 
8.3.3 Maßnahmen der Zivilgesellschaft, Vereine, gemeinnützige 
Initiativen 94

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
3 | Wuppertal Institut 
8.3.4 Maßnahmen zur Bildung und Kommunikation 100 
8.3.5 Maßnahmen des Gewerbes, Handels und der Gastronomie 106 
8.3.6 Maßnahmen des Bausektors 111 
8.3.7 Maßnahmen für Events 116 
8.4 Zusammenfassende Bewertung der Maßnahmen 121 
8.5 Unterstützende Maßnahmen 123 
9 Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele 124 
10 Gegenüberstellung der Zertifizierungskriterien und des Ziel- und 
Maßnahmenkatalogs für Köln 126 
11 Langfristige Verstetigung innerhalb der Stadtverwaltung 130 
Literaturverzeichnis 132 
Anhang 138 
Anhang 1 - Abfallmengen in Köln im Vergleich zu anderen Großstädten 138 
Anhang 2 - Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 140 
Anhang 3 - Gesamtliste der Kölner Maßnahmen und Empfehlungen 148 
Anhang 4 - Priorisierungs-Workshop 153

Entwurf des Gesamtkonzepts Abbildungsverzeichnis 
Wuppertal Institut | 4 
 
Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Das Projektteam des Zero-Waste-Konzepts ------------------------------------------------- 13 
Abbildung 2: Entwicklung der Siedlungsabfallmenge (Definition im Sinne des Zero-Waste-
Konzepts) in Köln zwischen 2012 und 2021 ------------------------------------------------ 16 
Abbildung 3: Entwicklung der Bio- und Grünabfallmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 ------ 17 
Abbildung 4: Entwicklung der Altpapiermenge in Köln zwischen 2012 und 2021 -------------------- 18 
Abbildung 5: Entwicklung der LVP-/Wertstoff-Menge (Wertstofftonne seit 2014) in Köln zwischen 
2012 und 2021 -------------------------------------------------------------------------------------- 18 
Abbildung 6: Entwicklung der Glasmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 -------------------------- 19 
Abbildung 7: Entwicklung der Altkleidermenge in Köln zwischen 2012 und 2021 ------------------- 20 
Abbildung 8: Entwicklung der Elektroaltgerätemengen in Köln zwischen 2012 und 2021 --------- 21 
Abbildung 9: Entwicklung der Metall-, Kunststoff (WSC)- und Altholzmengen in Köln zwischen 
2012 und 2021 -------------------------------------------------------------------------------------- 21 
Abbildung 10: Entwicklung der Restmüllmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 ------------------ 22 
Abbildung 11: Entwicklung der Sperrmüllmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 ----------------- 23 
Abbildung 12: Entwicklung der Papierkorbabfallmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 -------- 23 
Abbildung 13: Entwicklung der Straßenkehrichtmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 --------- 24 
Abbildung 14: Zusammensetzung der Siedlungsabfälle und der Wertstoffe aus Haushalten in 
Köln, 2021 ------------------------------------------------------------------------------------------- 25 
Abbildung 15: Stoffstromübersicht der Abfälle aus Haushalten in Köln --------------------------------- 27 
Abbildung 16: Abweichungen der Kölner Abfallmengen vom Durchschnitt der deutschen Städte 
> 2.000 EW/m² (Mengen 2019) ---------------------------------------------------------------- 29 
Abbildung 17: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach Maßnahmenart ----------------------------- 32 
Abbildung 18: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach adressierter Akteur*innengruppe ------ 33 
Abbildung 19: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach Abfallart -------------------------------------- 34 
Abbildung 20: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach Initiator*innen ------------------------------- 36 
Abbildung 21: Demographische Entwicklung der Stadt Köln (bis 2040) und für Stadtteile (bis 
2030) -------------------------------------------------------------------------------------------------- 44 
Abbildung 22: Übersicht der festgelegten Kölner Zero-Waste-Ziele ------------------------------------- 62 
Abbildung 23: Beteiligungsportal der Stadt Köln -------------------------------------------------------------- 65 
Abbildung 24: Karteikarte für die Ideensammlung in den Workshops ----------------------------------- 68 
Abbildung 25: Priorisierung in den Workshops ---------------------------------------------------------------- 69 
Abbildung 26: Der Prozess der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs -------------------------------- 72 
Abbildung 27: Übersicht der Zero-Waste-Maßnahmen für Köln ------------------------------------------ 75 
Abbildung 28: Der Maßnahmenkatalog entlang der Abfallhierarchieebenen ------------------------ 125 
Abbildung 29: Abfallmengen in Köln im Vergleich zu anderen Großstädten ------------------------ 138 
Abbildung 30: Siedlungsabfall, Getrennterfassung und Restmüllmenge von Köln im Vergleich mit 
europäischen Zero Waste und Kandidaten-Städten 2020 (Köln in rot) ------------ 139 
Abbildung 31: Erste Aufgabe des Priorisierungs-Workshops-------------------------------------------- 153 
Abbildung 32: Zweite Aufgabe des Priorisierungs-Workshops ------------------------------------------ 153

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
5 | Wuppertal Institut 
Tabellenverzeichnis 
Tabelle 1: Siedlungsabfallmengen* in Köln 2021 ------------------------------------------------------------- 15 
Tabelle 2: Verwertungswege und -verfahren der Abfallströme in Köln---------------------------------- 26 
Tabelle 3: Existierende quantitative und qualitative Zero-Waste-Ziele in Köln ------------------------ 41 
Tabelle 4: Modellierung der Kölner Restmüllzusammensetzung, Stand 2021 ------------------------ 50 
Tabelle 5: Übersicht der von ZWE festgelegten Kriterien an eine Zero Waste Candidate bzw. 
Zero Waste Certified City ------------------------------------------------------------------------ 55 
Tabelle 6: Gegenüberstellung ZW-Kriterien und bisheriger Ziele und Maßnahmen in Köln ------- 59 
Tabelle 7: Beispiel eines Maßnahmensteckbriefs ------------------------------------------------------------ 73 
Tabelle 8: Abfallvermeidungspotential des Maßnahmenkatalogs -------------------------------------- 121 
Tabelle 9: Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele ----------------------------------------------- 124 
Tabelle 10: Gegenüberstellung der Zertifizierungskriterien und des Ziel- und 
Maßnahmenkatalogs für Köln ---------------------------------------------------------------- 126 
Tabelle 11: Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten in Köln-------------------------------------------------- 140

Entwurf des Gesamtkonzepts Abkürzungsverzeichnis 
Wuppertal Institut | 6 
 
Abkürzungsverzeichnis 
Begriff Erläuterung 
AWB AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln GmbH 
GBI Gewerbe, Bau u. Industrie 
GHE Gastronomie, Handel u. Events 
KrWG Kreislaufwirtschaftsgesetz 
LKrWG Kreislaufwirtschaftsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen 
(Landeskreislaufwirtschaftsgesetz) 
LVP Leichtverpackungen 
örE Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger 
ÖVB Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
SDGs Sustainable Development Goals 
TGA Technischen Gebäudeausstattung 
WSC Wertstoff-Center 
ZV Zivilgesellschaft: Haushalte, Wohnungsgesellschaften, Sozial-
träger, Vereine 
ZWAB Zero Waste Advisory Board 
ZWE Zero Waste Europe 
ZWK Zero Waste Köln

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
7 | Wuppertal Institut 
Symbolverzeichnis 
Begriff Erläuterung 
CO2 Kohlenstoffdioxid 
EW Einwohner*innen 
FE Eisen 
kg/(EW*a) kg pro Einwohner*in und Jahr 
t Gewichtstonne (Megagramm)

Entwurf des Gesamtkonzepts Glossar 
Wuppertal Institut | 8 
 
Glossar 
Begriff Erläuterung 
Siedlungsabfall 
gemäß Definition des 
Kreislauf- 
wirtschaftsgesetzes 
Siedlungsabfälle im Sinne von KrWG § 14 Absatz 1, 
§ 15 Absatz 4, § 30 Absatz 6 Nummer 9 Buchstabe 
b sind gemischt und getrennt gesammelte Abfälle 
1. aus privaten Haushaltungen, insbesondere 
Papier und Pappe, Glas, Metall, Kunststoff, 
Bioabfälle, Holz, Textilien, Verpackungen, 
Elektro- und Elektronik-Altgeräte, Altbatterien 
und Altakkumulatoren sowie Sperrmüll, ein-
schließlich Matratzen und Möbel, und 
2. aus anderen Herkunftsbereichen, wenn diese 
Abfälle auf Grund ihrer Beschaffenheit und 
Zusammensetzung mit Abfällen aus privaten 
Haushaltungen vergleichbar sind. 
 
Keine Siedlungsabfälle im Sinne des Satzes 1 sind 
a. Abfälle aus Produktion, 
b. Abfälle aus Landwirtschaft, 
c. Abfälle aus Forstwirtschaft, 
d. Abfälle aus Fischerei, 
e. Abfälle aus Abwasseranlagen, 
f. Bau- und Abbruchabfälle und 
g. Altfahrzeuge 
Gewerbliche Siedlungsab-
fälle/ Gewerbeabfälle ge-
mäß Definition der Ge-
wAbfV 
a) Siedlungsabfälle aus anderen Herkunftsbe-
reichen als privaten Haushaltungen, die auf-
geführt sind in Kapitel 20 der Anlage der Ab-
fallverzeichnis-Verordnung vom 10. Dezem-
ber 2001 (BGBl. I S. 3379), die zuletzt durch 
Artikel 2 der Verordnung vom 22. Dezember 
2016 (BGBl. I S. 3103) geändert worden ist, 
in der jeweils geltenden Fassung, insbeson-
dere 
aa) gewerbliche und industrielle Ab-
fälle sowie 
bb) Abfälle aus privaten und öffentli-
chen Einrichtungen, 
die Abfällen aus privaten Haushaltungen auf 
Grund ihrer Beschaffenheit oder Zusammen-
setzung ähnlich sind, sowie 
b) weitere nicht in Kapitel 20 der Anlage der Ab-
fallverzeichnis-Verordnung aufgeführte ge-
werbliche und industrielle Abfälle, die nach

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
9 | Wuppertal Institut 
Art, Zusammensetzung, Schadstoffgehalt 
und Reaktionsverhalten Abfällen aus privaten 
Haushaltungen vergleichbar sind. 
Zero Waste Engl. für Vermeidung von Abfall, (wörtlich “kein Ab-
fall”, “keine Verschwendung”), bezeichnet Bemühun-
gen, um Abfälle zu vermeiden und zu reduzieren 
m.H.v. Systemen, in denen von Beginn an weniger 
Abfälle erzeugt werden, bzw. die bestehenden Ab-
fälle wieder verwertet werden.

Entwurf des Gesamtkonzepts Ausgangslage 
Wuppertal Institut | 10 
 
1 Ausgangslage 
Die Bezeichnung „Zero Waste“ (zu deutsch “kein Abfall” oder “keine Verschwen-
dung”) bedeutet nicht, dass überhaupt kein Abfall mehr erzeugt wird. Es meint viel-
mehr ein gemeinsames Handeln, das Verschwendung in allen Lebensbereichen ver-
meidet, indem Ressourcen bewahrt werden, verantwortungsvoll produziert, nachhal-
tig konsumiert, sinnvoll wiederverwertet und alles in allem möglichst wenig Abfall 
produziert wird. Während der Begriff Zero Waste für viele Kölner*innen noch abstrakt 
sein mag, wird er im Kleinen und Großen an vielen Orten in Köln bereits gelebt. So 
prägen seit Jahren Unverpackt-Läden1, Buchtausch-Stationen, Müllsammelaktivitä-
ten oder Veedelsgärten das Stadtbild, welche von vielen verschiedenen, teilweise 
privaten, Initiativen und Verbänden getragen werden. Trotz der vielen bestehenden 
Aktivitäten und Akteur*innen rund um Zero Waste sind im Jahr 2021 in Köln immer 
noch 511.554 Tonnen Siedlungsabfälle angefallen, was einem Aufkommen von 474 
kg pro Einwohner und Jahr entspricht. Damit folgt Köln einer Entwicklung, die in vie-
len deutschen Großstädten zu beobachten ist - ein hohes Maß an Ressourcenver-
brauch und Abfallaufkommen. An dieser Stelle ist jedoch aufzugreifen, dass in Köln 
bereits ein leichter Abfallrückgang (von etwas weniger als 1 %) zu beobachten ist 
und eine Entkopplung der Abfallmenge vom Bevölkerungswachstum erreicht werden 
konnte. Zwischen 2012 und 2019 konnte beispielsweise die Pro-Kopf-Abfallmenge 
um 28 kg reduziert werden. 
Das Zero-Waste-Konzept will diese Bestrebungen unterstützen und durch konkrete 
Zielsetzungen in einen formellen Rahmen bringen und durch weitere Maßnahmen 
ausbauen. Die Konzeptentwicklung fand dabei eng angelehnt an die Zertifizierungs-
anforderungen des “Zero Waste Europe”-Vereins (kurz ZWE) statt, um eine Zertifi-
zierung als “Zero-Waste-City” im Anschluss an die Veröffentlichung des Konzepts zu 
ermöglichen. Auf dem Weg zur Zero-Waste-City kann Köln, neben einem engagier-
ten Abfallmanagement, auf viele weitere kreative Köpfe und motivierte Initiativen auf-
bauen, die sich in den letzten Jahren sehr engagiert für eine Abfall- und Ressourcen-
wende in ihren Veedeln und der Stadt eingesetzt haben. Vor diesem Hintergrund 
wurde im Mai 2021 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen, ein Zero-Waste-Kon-
zept für die Stadt zu entwickeln. Das vorliegende Konzept bildet damit den Start-
schuss und stellt die Weichen für eine aktive Abfallvermeidung in Köln. 
–––– 
1 Hinweis auf aktuelle politische Lage: Ukraine Krieg und Lebensmittelpreise

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
11 | Wuppertal Institut 
2 Das Zero-Waste-Konzept 
Die folgenden Unterkapitel beschreiben das Ziel und den Aufbau, sowie den Ent-
wicklungsprozess des Zero-Waste-Konzepts. 
2.1 Ziel und Aufbau des Konzepts 
Mit Hilfe des entwickelten Ziel- und Maßnahmenkatalogs zeigt das vorliegende Kon-
zept eine konkrete Zielrichtung auf, wie die Stadt Köln zukünftig Abfälle reduzieren 
und vermeiden kann. Konkret wird damit eine Zertifizierung als Zero-Waste-City 
durch den europäischen Verband ZWE angestrebt. Neben der konkreten Abfallver-
meidung soll ein Bewusstsein innerhalb der Stadtbevölkerung für Abfälle, deren Ent-
sorgung und Vermeidung geschaffen werden, um wirkliche Veränderungen bewirken 
zu können. Die in diesem Konzept ausformulierten Ziele besitzen bewusst einen am-
bitionierten Charakter, um allen beteiligten Akteur*innen die Relevanz zu verdeutli-
chen. 
Im Rahmen des Konzepts wurde in einem ersten Schritt, in Kapitel 3 und 4, eine 
Analyse des Status quo in der Stadt Köln vorgenommen. Hierbei wurden zum einen 
das aktuelle Abfallaufkommen und zum anderen bestehende abfallvermeidende Ak-
tivitäten herausgearbeitet. Für die Untersuchung des Status quo des Abfallaufkom-
mens wurde eine detaillierte Übersicht über die derzeitigen Abfallströme und -men-
gen sowie über die Infrastruktur generiert. Dafür wurden eine Bestandsanalyse des 
Kölner Abfallsektors durchgeführt, eine vergleichende bundesweite Betrachtung der 
Abfallmengen vorgenommen und die Entsorgungswege der Abfälle beleuchtet. Die 
Analyse des Status quo der Kölner Zero-Waste-Aktivitäten mündet in einer Übersicht 
über die bestehenden Ziele und Maßnahmen rund um das Thema Zero Waste.  
In Kapitel 5 wurden Abfallvermeidungspotentiale identifiziert. Hierbei wurden zukünf-
tige Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf die Abfallmengen sowie Potenti-
ale aus den aktuellen Abfallsammel- und Erfassungssystemen herausgearbeitet. 
Darüber hinaus wurden die aktuellen Abfallmengen in Köln mit verschiedenen Zero-
Waste-Städten verglichen, um die notwendige Zielrichtung zu verdeutlichen. Diese 
Potentialanalyse dient als Grundbaustein für die darauffolgende Entwicklung des 
Ziel- und Maßnahmenkatalogs. Daraus wurde deutlich, in welchen Bereichen Maß-
nahmen besonders erfolgversprechend eingesetzt werden könnten.  
Kapitel 6 enthält den Zero-Waste-Zielkatalog für die Stadt Köln. Dieser wurde unter 
Berücksichtigung der Anforderungen von ZWE und mit Beteiligung verschiedener 
Akteur*innen erstellt. Dabei wurden neben den Kriterien von ZWE ebenfalls die 
Sustainable Development Goals (SDGs) in die Betrachtung integriert.

Entwurf des Gesamtkonzepts Das Zero-Waste-Konzept 
Wuppertal Institut | 12 
 
Für den Erfolg und die Umsetzung des vorliegenden Konzepts ist eine möglichst um-
fassende Integration vieler Akteur*innen essentiell. Aus diesem Grund fanden ver-
schiedene Beteiligungsformen bei der Konzepterstellung statt. So wurden mit ver-
schiedenen Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft in vier Workshops spezifische 
Maßnahmen entwickelt, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Die Ergebnisse der Be-
teiligungsformen sind in Kapitel 7 dargelegt. 
In Kapitel 8 befindet sich der Maßnahmenkatalog mit insgesamt 34 Maßnahmen. 
Jede Maßnahme wird an dieser Stelle in Form eines Steckbriefs vorgestellt und nä-
her erläutert. Zur Validierung der gesetzten Maßnahmen werden sie den gesetzten 
Zielen für die Stadt Köln gegenübergestellt. 
Den Abschluss des Konzepts bildet die Gegenüberstellung der Zertifizierungskrite-
rien von ZWE mit dem Ziel- und Maßnahmenkatalog der Stadt Köln sowie die Erläu-
terung der langfristigen Verstetigung des Konzepts innerhalb der Stadtverwaltung. 
Das vorliegende Zero-Waste-Konzepts bildet den Grundbaustein für eine Abfallver-
meidung in Köln. Erst durch die gemeinschaftliche Umsetzung der enthaltenen Maß-
nahmen können konkrete Abfallmengen eingespart werden. 
2.2 Der Entwicklungsprozess des Konzepts 
Im Mai 2021 beschloss der Rat der Stadt Köln, die Entwicklung eines Zero-Waste-
Konzepts für Köln bis Ende 2022. Konkret soll dabei der Grundbaustein für ein ge-
meinsames abfallvermeidendes Handeln in der Stadt für alle Akteur*innen gelegt 
werden. Neben der Abfallvermeidung geht es gezielt auch darum, die Nutzungs-
dauer von Produkten durch Wiederverwendung zu verlängern und Wertstoffe besser 
zu verwerten und somit das Recycling zu verbessern.  
Das Konzept entstand in einem partizipativen Prozess mit unterschiedlichen Ak-
teur*innen. Von Seiten der Stadt Köln wurden die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) 
und die Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln (AVG) intensiv in den 
Prozess integriert. Die AWB führt die Entsorgungs- und Reinigungsleistungen für die 
Stadt Köln durch. Die AVG betreibt im Auftrag der Stadt Köln verschiedene Behand-
lungsanlagen. Darüber hinaus wurden die zuständigen Dezernate der Stadt Köln bei 
der Maßnahmenentwicklung involviert. Das Projektkonsortium wurde vervollständigt 
von dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, dem gemeinnützigen Verein 
Zero Waste Germany mit Unterstützung der Ortsgruppe in Köln, dem Institut für Ab-
fall, Abwasser und Infrastruktur-Management (INFA), sowie der Beratung circula-
temore. 
Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie unterstützt Kommunen dabei,

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
13 | Wuppertal Institut 
Zero-Waste-Konzepte zu erstellen und damit Möglichkeiten der Abfallvermeidung zu 
identifizieren. So hat das Wuppertal Institut beispielsweise die Landeshauptstadt Kiel 
bei ihrem Vorhaben, eine Zero-Waste-Zertifizierung zu erhalten, begleitet. 
Der gemeinnützige Verein Zero Waste Germany setzt sich dafür ein, den Zero 
Waste Gedanken auf allen gesellschaftlichen Ebenen – Politik, Bildung, Bürger*in-
nen, Unternehmen & Gastronomie – zu verbreiten und Prozessbeteiligte zu vernet-
zen. Der Zero Waste Verein in Köln ist Teil des Dachverbands Zero Waste Ger-
many. Beide Vereine haben dieselben Ziele auf den unterschiedlichen Ebenen Bund 
und Kommune. Der Bundesdachverband ist zudem auch Mitglied im europäischen 
Netzwerk der Zero Waste Cities und im regelmäßigen Austausch mit der Mission 
Zero Academy. Das Institut INFA unterstützt Kommunen bei der Erstellung von Ab-
fallwirtschafts- und Zero-Waste-Konzepten sowie bei der Optimierung abfallwirt-
schaftlicher Prozesse und der Weiterentwicklung zur Kreislaufwirtschaft. Circula-
temore berät Unternehmen, Kommunen und Organisationen zu den Themen Cir-
cular Economy, Zero Waste und Mehrweg. 
Die nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick, über die an diesem Zero-Waste-
Konzept beteiligten Akteur*innen.  
 
Abbildung 1: Das Projektteam des Zero-Waste-Konzepts 
 
Auftraggeberin
Auftragnehmer*innen
Kooperationspartner*innen

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 14 
 
3 Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Die Weiterentwicklung der Kölner Abfallwirtschaft in Richtung Kreislaufwirtschaft wird 
regelmäßig in den Abfallwirtschaftskonzepten der Stadt Köln beschrieben. Das aktu-
elle Abfallwirtschaftskonzept umfasst den Zeitraum 2018-2027. Über die wesentli-
chen Veränderungen und Maßnahmen im Berichtszeitraum wird zudem in jährlichen 
Sachstandsberichten zum Abfallwirtschaftskonzept informiert. 
Nachfolgend wird für die Siedlungsabfälle der Status quo für das Jahr 2021 doku-
mentiert. Für die wesentlichen Abfallarten wird die Mengenentwicklung beschrieben 
und eine Einordnung der Mengen durch einen Vergleich mit anderen Großstädten 
vorgenommen. 
3.1 Überblick über die Kölner Siedlungsabfälle 
Siedlungsabfälle im Sinne des KrWG sind gemischt und getrennt gesammelte Ab-
fälle aus privaten Haushaltungen und aus anderen Herkunftsbereichen, wenn diese 
Abfälle auf Grund ihrer Beschaffenheit und Zusammensetzung mit Abfällen aus pri-
vaten Haushaltungen vergleichbar sind (siehe Definition im Glossar). 
Die Siedlungsabfälle im Sinne des vorliegenden Zero-Waste-Konzepts, die als 
Bezugsgröße für die Zielsetzungen dienen, umfassen folgende Abfallarten: 
 von der AWB eingesammelte Abfälle aus privaten Haushalten 
 von der AWB eingesammelte hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, die im Rah-
men der kommunalen Sammlung miterfasst werden. Teilweise sind von (großen) 
Betrieben nur die über die AWB entsorgte Restmüllmenge, nicht aber die über 
private Unternehmen entsorgte Wertstoffmenge enthalten. Nicht einbezogen sind 
zudem sämtliche über private Unternehmen entsorgten gewerblichen Abfälle.  
 als ausgewählte Infrastrukturabfälle Straßenkehricht und Papierkorbabfälle, 
da diese Abfallarten durch die Maßnahmen des Zero-Waste-Konzepts betroffen 
beeinflusst werden können. Die sonstigen Infrastrukturabfälle (wie z. B. Abfälle 
der Kanalreinigung, mineralische nicht kompostierbare Friedhofsabfälle, Hoch-
wasserabfälle etc.) wurden nicht weiter betrachtet, da diese mit dem vorliegenden 
Zero-Waste-Konzept nicht beeinflusst werden können. 
In Tabelle 1 ist das Aufkommen der so definierten Siedlungsabfälle für das Jahr 
2021 dokumentiert. Die Gesamtmenge lag bei 511.554 t, was einer Pro-Kopf-Menge 
von 474 kg entspricht.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
15 | Wuppertal Institut 
Tabelle 1: Siedlungsabfallmengen* in Köln 2021  
 
Quelle: Stadt Köln (2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
*(Siedlungsabfälle im Sinne des Zero-Waste-Konzepts inkl. vom Konzept betroffener Infrastrukturab-
fälle; Bezugsgröße für nachfolgende Konzeptziele; Pro-Kopf-Menge basierend auf 1.079.301 Einwoh-
nern) 
 
Nachfolgend wird für die relevanten Siedlungsabfälle die Entwicklung in den letzten 
zehn Jahren dargestellt. Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die Corona-Pande-
mie geprägt. Die verstärkte Tendenz zum Homeoffice und die grundsätzliche Verla-
gerung der Aktivitäten in den häuslichen Bereich (weniger Außer-Haus-Konsum, ver-
mehrter Konsum von Take-Away-Produkten, mehr Versandbestellungen) hatte bei 
einigen Abfallarten auch Einfluss auf die Abfallmengen. 
Betrachtet man die Gesamtmenge der Siedlungsabfälle (Abbildung 2), so lässt sich 
jährlich ein leichter Rückgang (kleiner als 1 %) feststellen. Zwischen den Jahren 
2012 und 2019 reduzierte sich die Pro-Kopf-Siedlungsabfallmenge in Köln um insge-
samt knapp 28 kg. Dieser Rückgang wurde nur in den letzten beiden Jahren (v. a. 
durch die Pandemie und dem damit verbundenen vermehrten Homeoffice sowie die 
zuvor beschriebenen Auswirkungen) umgekehrt. 
t kg/(EW*a)
Siedlungsabfälle (im Sinne des Zero-Waste-Konzepts) 511.554 474,0
46.031 42,6
8.486 7,9
26.064 24,1
56.704 52,5
29.656 27,5
20.695 19,2
3.849 3,6
5.873 5,4
1.940 1,8
286 0,3
8.805 8,2
243.175 225,3
46.164 42,8
800 0,7
4.945 4,6
8.081 7,5
Abfallart Menge 2021
Bioabfall (Biotonne)
Grünabfall
Grünabfall aus Stadtgebiet
Altpapier
Wertstoffe (Wertstofftonne)
Glas
Altkleider
Elektroaltgeräte
Schadstoffe
Straßenkehricht
Papierkorbabfälle
Metalle
Kunststoffe (WSC)
Altholz
Restmüll (inkl. Geschäftsmüll, Krankenhausabfall)
Sperrmüll

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 16 
 
 
Abbildung 2: Entwicklung der Siedlungsabfallmenge (Definition im Sinne des Zero-Waste-Kon-
zepts) in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Für alle getrennt zu erfassenden Wertstoffe sind entsprechende Sammelsysteme 
eingeführt. Für die relevanten Wertstoffe werden diese nachfolgend kurz beschrie-
ben. Für die darüber erfassten Wertstoffmengen sowie die Rest- und Sperrmüllmen-
gen wird die Entwicklung in den letzten Jahren dargestellt.  
Bio- und Grünabfall 
Zur getrennten Erfassung von Bio- und Grünabfall ist flächendeckend eine Biotonne 
eingeführt. Diese wird auf freiwilliger Basis angeboten (eine Option, die auch der Ab-
fallwirtschaftsplan NRW vorsieht), um eine möglichst hohe Bioabfallqualität mit gerin-
gen Störstoffanteilen zu gewährleisten. Anreize zur Nutzung werden durch eine 
überwiegend wöchentliche Leerung (März bis November, 2-wöchentliche Leerung 
nur von Dezember bis Februar) sowie die Finanzierung der Biotonne über die Rest-
müllgebühr gesetzt, so dass diese ohne zusätzliche Gebühr genutzt werden kann. 
Der Anschlussgrad lag 2021 bei 65 % und ist weiter steigend. 
Für Grünabfälle gibt es zusätzliche Angebote zur Abholung am Grundstück nach An-
meldung, wie zwei gebührenfreie Frühjahrs- und Herbstsammlungen, eine monatli-
che gebührenpflichtige Grünschnittabholung sowie einen gebührenpflichtigen Laubs-

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
17 | Wuppertal Institut 
ervice für die Laubzeit im Herbst. Darüber hinaus kann Grünabfall an den zwei Köl-
ner Wertstoff-Centern in Ossendorf und Gremberghoven sowie den Recyclinghöfen 
der AVG Ressourcen abgegeben werden. 
Über diese Hol- und Bringsysteme wurden mit kontinuierlich steigenden Mengen aus 
der Biotonne im Jahr 2021 knapp 75 kg pro Kopf an Bio- und Grünabfällen erfasst. 
Abbildung 3 veranschaulicht die Entwicklungen der Bio- und Grünabfälle zwischen 
2012 und 2021. 
 
Abbildung 3: Entwicklung der Bio- und Grünabfallmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Altpapier 
Über die gebührenfreien und von etwa 90 % der Grundstücke genutzten (Stand 
2021), zweiwöchentlich geleerten Altpapierbehälter, sowie über die Wertstoff-Center, 
wurden im Jahr 2021 insgesamt 52,5 kg pro Kopf erfasst. Die Menge ist - wie bei 
vielen Städten - seit Jahren rückläufig, was an der nachlassenden Nutzung von 
Printmedien (zunehmende Nutzung digitaler Medien) und der Zunahme leichterer 
Verpackungen (u. a. durch Online-Handel) bedingt ist. Abbildung 4 stellt die Entwick-
lung der Altpapiermengen zwischen 2012 und 2021 dar.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 18 
 
 
Abbildung 4: Entwicklung der Altpapiermenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Wertstoffe 
Zur gemeinsamen Erfassung von Leichtverpackungen und Nicht-Verpackungen aus 
Kunststoff und Metall wurde in Köln im Jahr 2014 eine Wertstofftonne eingeführt. Im 
Jahr 2021 waren an dieses System 87 % der Kölner Grundstücke angeschlossen. 
Damit wurde eine Steigerung der Wertstoffabschöpfung bis auf etwa 27 kg pro Kopf 
im Jahr 2021 erreicht. Vor der Corona-Pandemie lag die Pro-Kopf-Menge bei 26 kg 
(siehe Abbildung 5). 
 
Abbildung 5: Entwicklung der LVP-/Wertstoff-Menge (Wertstofftonne seit 2014) in Köln zwischen 
2012 und 2021  
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
19 | Wuppertal Institut 
Glas 
Der “Corona-Effekt” ist auch bei der gesammelten Glasmenge erkennbar (siehe Ab-
bildung 6). Über die Depotcontainer der dualen Systeme sowie die an ausgewählten 
Standorten eingesetzten Unterflurcontainer beziehungsweise Altglassäulen wurden 
zuvor relativ konstant 16-17 kg/(EW*a) erfasst. Im Jahr 2021 lag die Menge bei 19 
kg pro Kopf, was auf den vermehrten Konsum zu Hause während der Corona-Zeit 
zurückzuführen ist.  
 
Abbildung 6: Entwicklung der Glasmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
  
Altkleider 
Altkleider werden in Köln über die im Stadtgebiet und auf den Wertstoff-Centern auf-
gestellten Altkleidercontainer der AWB sowie karitative Sammlungen erfasst. Die 
über die AWB-Container erfassten Mengen wurden kontinuierlich bis auf 3,6 kg pro 
Kopf im Jahr 2021 gesteigert (Abbildung 7).

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 20 
 
 
Abbildung 7: Entwicklung der Altkleidermenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Elektroaltgeräte 
Für Elektroaltgeräte gibt es ein umfassendes Holsystemangebot mit gebührenfreier 
Abholung nach Anmeldung (ohne Begrenzung der Häufigkeit), bei der Kleingeräte 
mitgenommen werden. Zusätzlich stehen Abgabemöglichkeit an den Wertstoff- Cen-
tern bereit. Kleine elektrische Geräte mit einer Kantenlänge von bis zu 40 cm können 
auch an den Schadstoffmobilen, an den Betriebshöfen der AWB und in den Bürger-
ämtern (mit Ausnahme des Bürgeramtes Innenstadt) abgeben werden. Die darüber 
erfasste Pro-Kopf-Menge lag im Jahr 2021 bei 5,4 kg (Abbildung 8). Zudem sind 
Handelsunternehmen von Elektrogeräten verpflichtet, Altgeräte zur Entsorgung an-
zunehmen, unabhängig vom Kaufort.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
21 | Wuppertal Institut 
 
Abbildung 8: Entwicklung der Elektroaltgerätemengen in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Metalle, Kunststoffe (WSC) und Altholz 
Altholz und Kunststoffe werden auf den Wertstoff-Centern getrennt erfasst und aus 
dem Sperrmüll aussortiert. An den Wertstoff-Centern können zudem Metalle und 
weitere Wertstoffe abgegeben werden. Die Mengenentwicklung ist in Abbildung 9 
dargestellt. 
 
Abbildung 9: Entwicklung der Metall-, Kunststoff (WSC)- und Altholzmengen in Köln zwi-
schen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 22 
 
Restmüll 
Durch die abfallwirtschaftlichen Maßnahmen konnte beim verbleibenden Restmüll 
ausgehend von 2012 bis 2019 kontinuierlich ein Rückgang um insgesamt etwa 27 kg 
pro Kopf erreicht werden. Als Folge der Pandemie stieg die Menge leicht an und lag 
im Jahr 2021 bei 225 kg (Abbildung 10).  
 
Abbildung 10: Entwicklung der Restmüllmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
  
 Sperrmüll 
Auch die Sperrmüllmenge ist seit 2013, unter anderem nach Einführung der getrenn-
ten Holz- und Kunststofferfassung auf den Wertstoff-Centern, zunächst auf eine jähr-
liche Pro-Kopf-Menge von knapp 40 kg gesunken und in den Jahren 2020 und 2021 
Pandemie-bedingt leicht angestiegen (Abbildung 11).

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
23 | Wuppertal Institut 
 
Abbildung 11: Entwicklung der Sperrmüllmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Papierkorbabfälle 
Die Menge der über die Papierkörbe erfassten Abfälle und deren Entwicklung ist in 
Abbildung 12 dargestellt. Die jährliche Pro-Kopf-Menge ist ausgehend von 2012 
leicht angestiegen und liegt in den letzten Jahren zwischen 7 und 8 kg. 
 
Abbildung 12: Entwicklung der Papierkorbabfallmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 24 
 
Straßenkehricht 
Bezieht man auch die Menge des in Köln erfassten Straßenkehrichts auf die Einwoh-
nerzahl, so schwankte die jährliche Pro-Kopf-Menge in den letzten Jahren überwie-
gend zwischen 4 und 5 kg. 
 
Abbildung 13: Entwicklung der Straßenkehrichtmenge in Köln zwischen 2012 und 2021 
Quelle: Stadt Köln (2018, 2020b, 2022a), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Getrennterfassungsquote 
Bezogen auf die im Jahr 2021 erfasste Siedlungsabfallmenge (474 kg/(EW*a)) liegt 
die Getrennterfassungsquote in Köln bei 50 Gew.-% (siehe Abbildung 14). Bei die-
ser Quote ist neben sämtlichen getrennt erfassten Wertstoffen auch der getrennt er-
fasste Sperrmüll, der anschließend einer Aufbereitung zur Aussortierung von Wert-
stoffen zugeführt wird (s. u.) eingerechnet. Nicht eingerechnet wurden der Restmüll 
sowie die beiden Infrastrukturabfälle (Papierkorbabfälle, Straßenkehricht).

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
25 | Wuppertal Institut 
 
Abbildung 14: Zusammensetzung der Siedlungsabfälle und der Wertstoffe aus Haushalten in 
Köln, 2021 
Quelle: Stadt Köln (2022a), eigene Darstellung nach Konsortium  
 
Verwertungswege 
Für die stoffliche und thermische Verwertung des Kölner Abfalls betreibt die AVG 
Köln gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften im Auftrag der Stadt Köln verschie-
dene Behandlungsanlagen. Für die Verarbeitung des Bio- und Grünabfalls, des 
Sperrmülls sowie des Restmülls aus den Kölner Haushalten werden eine Vergä-
rungs- und Kompostierungsanlage, eine Sperrmüllaufbereitungsanlage sowie eine 
Restmüllverbrennungsanlage betrieben. Zusätzlich werden zwei Sortieranlagen für 
Gewerbe- und Baustellenabfälle, eine Holzaufbereitungsanlage sowie eine Fluff-An-
lage zur Herstellung energiereicher Kunststoffabfälle betrieben. Mit der Deponie 
“Vereinigte Ville” wird die Entsorgungssicherheit für mineralische Abfälle als DK II-
Deponie sichergestellt.  
Die getrennt erfassten Wertstoffe sowie die aus dem Rest- und Sperrmüll ausge-
schleusten, stofflich verwertbaren Bestandteile werden stofflich verwertet. Über die 
Vergärung des Bioabfalls sowie die energetische Verwertung des Restmülls und des 
restlichen Sperrmülls wird zudem Energie erzeugt. Die Verwertungswege bzw. -ver-
fahren der verschiedenen Abfallströme sind in Tabelle 2 dargestellt. Alle nicht von 
der AVG in eigenen Anlagen verwerteten Mengen werden von der AWB vermarktet.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 26 
 
Tabelle 2: Verwertungswege und -verfahren der Abfallströme in Köln 
 
 Quelle: Stadt Köln (2018), eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Bei den auf der Deponie abgelagerten Abfällen handelt es sich i. W. um Bau- und 
Abbruchabfälle. Die Asche aus der Müllverbrennung wird in einer Ascheaufberei-
tungsanlage mit anderen Inertstoffen konditioniert und Metalle werden aussortiert. 
Nach der Reife werden Teile der aufbereiteten Asche im Straßen- und Wegebau ein-
gesetzt, der Rest deponiert.  
In der nachfolgenden Stoffstromübersicht sind für die verschiedenen Abfallarten aus 
Haushalten die Erfassungssysteme sowie die Entsorgungswege zusammenfassend 
dargestellt.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
27 | Wuppertal Institut 
 
Abbildung 15: Stoffstromübersicht der Abfälle aus Haushalten in Köln  
Quelle: AWB (2022), eigene Darstellung nach Konsortium  
 
Gewerbliche und Bau- und Abbruchabfälle 
Gewerbliche Abfallmengen sind in den zuvor dargestellten Mengen nur insofern 
enthalten, als es sich um hausmüllähnliche Gewerbeabfälle handelt, die im Rahmen 
der Hausmülltonnen miterfasst werden, oder um Wertstoffmengen aus von Gewer-
bebetrieben genutzten AWB-Wertstoffsystemen (z. B. Altpapier, Bioabfall) sowie an 
den Wertstoff-Centern abgegebene Kleinmengen. Daten zum Aufkommen der übri-
gen nicht überlassungspflichtigen Gewerbeabfälle in Köln sind nicht verfügbar. Die 
Gewerbestruktur in Köln ist v. a. durch einen Dienstleistungssektor geprägt, in dem 
ca. 87 % der in Köln arbeitenden, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbei-
ten, davon 22 % in Handel, Gastgewerbe und Verkehr.  
Ebenso wie bei Gewerbeabfällen, sind auch bei Bau- und Abbruchabfällen Daten 
zum Aufkommen in Köln nicht verfügbar. 
Für beide Abfallgruppen müssen die Abfallerzeuger gemäß der neuen Gewerbeab-
fallverordnung eine Dokumentation über die erfassten Fraktionen und deren Entsor-
gungsweg erstellen. Auch das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz für das Land Nord-

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo des Abfallaufkommens in Köln 
Wuppertal Institut | 28 
 
rhein-Westfalen (Landeskreislaufwirtschaftsgesetz – LKrWG) sieht vor, dass Abfall-
erzeuger für Baumaßnahmen mit einem zu erwartenden Anfall von Bau- und Ab-
bruchabfällen einschließlich Bodenmaterial von insgesamt mehr als 500 m³ ein Ent-
sorgungskonzept zu erstellen haben (LKrWG §2a, Abs. 3). Für beide Dokumentati-
onspflichten gilt, dass die Dokumente bzw. das Konzept der örtlich zuständigen Be-
hörde nur auf Verlangen vorzulegen sind. Die Daten daraus sind aktuell nicht voll-
ständig und zentral verfügbar. 
Auf eine Abschätzung der in Köln anfallenden Mengen an gewerblichen sowie Bau- 
und Abbruchabfällen, für die zahlreiche Annahmen zu treffen wären, wurde im Rah-
men des vorliegenden Konzeptes verzichtet. Beide Abfallströme stehen aber den-
noch im Fokus der angestrebten Abfallvermeidungsstrategie und werden auch mit 
Maßnahmen aus diesem Konzept adressiert. 
3.2 Vergleich der Kölner Abfallmengen mit deutschen Großstädten 
Zur Einordnung der Kölner Abfallmengen wurde ein Vergleich mit den Mengen ande-
rer Großstädte vorgenommen. Als Clusterkriterium wurde anstelle der Einwohner-
zahl die Einwohnerdichte herangezogen, da diese die für abfallwirtschaftliche Bewer-
tungen relevante Siedlungsstruktur beinhaltet. Das Großstädte-Cluster wird dabei 
üblicherweise ab einer Einwohnerdichte > 2.000 EW/km² definiert. Die Einwohner-
dichte der Stadt Köln lag 2021 bei 2.664 EW/km². Zu dieser Gruppe gehören u. a. 
die Millionenstädte Hamburg (ca. 2.500 EW/km²), München (ca. 4.800 EW/km²) und 
Berlin (ca. 4.100 EW/km²), aber auch Städte mit etwa 300.000 Einwohnern (z. B. 
Bielefeld, Bonn). Die Mengen der übrigen Städte wurden aus den veröffentlichten 
Abfallbilanzen der jeweiligen Bundesländer entnommen und beziehen sich auf das 
Jahr 2019. Daher wurden für Köln sowohl die aktuellen Mengen als auch die aus 
dem Jahr 2019 für den Vergleich herangezogen.  
In der Abbildung 16 sind die Abweichungen der Kölner Mengen jeweils im Vergleich 
zum Mittewert der oben definierten Großstadtmengen dargestellt.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
29 | Wuppertal Institut 
 
 
Abbildung 16: Abweichungen der Kölner Abfallmengen vom Durchschnitt der deutschen Städte > 
2.000 EW/m² (Mengen 2019) 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Bei den über die Biotonne sowie die Wertstofftonne erfassten Wertstoffen liegen die 
Kölner Mengen über dem Durchschnittswert aller Großstädte, was bei einem ver-
gleichbaren Potential auf eine bessere getrennte Erfassung schließen lässt. Beim 
Grünabfall, dem Altpapier und Glas sind die Kölner Mengen leicht unterdurchschnitt-
lich. Beim Bio- und Grünabfall ist die fehlende Trennschärfe zu beachten, da die 
Gartenabfälle auch über die Biotonne erfasst werden können und sich die verschie-
denen Systeme für die organischen Abfälle somit gegenseitig beeinflussen. Auf die 
möglichen Potentiale der verschiedenen Wertstoffe im Restmüll wird im Rahmen der 
Potentialanalyse (siehe Kapitel 5) eingegangen. Die Kölner Restmüllmenge liegt 
über dem Durchschnitt und lässt darüber weiteres Reduzierungspotential erwarten. 
Die Kölner Sperrmüllmenge liegt beim Mittelwert der Großstädte.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Wuppertal Institut | 30 
 
4 Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Das Kölner Zero-Waste-Konzept kann auf eine Vielzahl an Vorarbeiten und bereits 
initiierten Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen blicken. Um einen Überblick 
über bereits existierende und geplante Zero-Waste-Aktivitäten in Köln zu erhalten 
werden im Folgenden bestehende Maßnahmen (=Ist) und Ziele (=Soll) beschrieben 
und hinsichtlich ihrer Relevanz für das Zero-Waste-Ziel eingeordnet. 
4.1 Sammlung der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Um den Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln abzubilden, wurde im ersten 
Schritt eine Analyse der bestehenden Aktivitäten, Konzepte, Ratsbeschlüsse sowie 
weiterer Veröffentlichungen vorgenommen. Konkret wurde Bezug genommen auf: 
 Zero-Waste-Aktivitäten in Köln, 
 Ziele mit Bezug zu Zero Waste bzw. Abfallvermeidung. 
Die Sammlung bestehender und geplanter Zero-Waste-Aktivitäten erfolgte auf Basis 
einer umfangreichen Literatur- und Desktoprecherche. Hierfür wurden das Abfallwirt-
schaftskonzept der Stadt Köln (2018-2027), das Ratsinformationssystem, die Stadt-
strategie sowie die Klimaneutralitätsstrategie der Stadt Köln nach vorgenannten Kri-
terien analysiert.2 Weiterhin wurden bestehende Beteiligungsplattformen wie die co-
create Datenbank, KölnAgenda, die NRW-Mehrwert-Datenbank und Datenbanken 
von Köln.Global.Nachhaltig bzw. senf.koeln ausgewertet sowie die Homepages und 
Projektwebsites lokaler Akteur*innen überprüft.3 
Auf Basis dieser Quellen wurde eine Datenübersicht generiert, die einen Überblick 
über den Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten verschafft. In Gesprächen mit städti-
schen Akteur*innen sowie mit dem AWB und der AVG wurden außerdem ergän-
zende Maßnahmen und Aktivitäten aufgenommen. 
Insgesamt wurden 198 Zero-Waste-Maßnahmen in Köln identifiziert (Stand August 
2022). Die Auflistung dieser Aktivitäten kann Anhang 2 entnommen werden. Hierbei 
ist zu berücksichtigen, dass die recherchierten Listen nicht als vollständige Samm-
lung aller bereits bestehenden Maßnahmen, Akteur*innen, Vereine, Unternehmen 
und Institutionen im Bereich Zero Waste in Köln zu verstehen ist. Viele Aktivitäten 
sind öffentlich nicht einsehbar, weswegen die Sammlung lediglich einen ersten Über-
blick über den Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln ermöglicht. An dieser 
–––– 
2 AWK 2018, Stadt Köln o. D., Stadt Köln 2020a und Stadt Köln 2021. 
3 Co-Create Cologne o. D., Verbraucherzentrale NRW o. D. und Köln.Global.Nachhaltig (o. D.).

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
31 | Wuppertal Institut 
Stelle ist hervorzuheben, wie wertvoll die Kommunikation von Zero-Waste-Maßnah-
men sein kann, um ein Bewusstsein für die Abfallvermeidung zu schaffen.  
4.2 Einordnung der aktuellen Maßnahmen in Köln  
Grundlage für die Einordnung der aktuellen Maßnahmen in Köln bildet die beschrie-
bene Maßnahmenliste. Für die Auswertung dieser Liste wurden verschiedene Krite-
rien als Maßstab herangezogen. Konkret wurden folgende Punkte betrachtet:  
 Welche Arten von Maßnahmen werden umgesetzt? 
 Welche Bereiche adressieren die Maßnahmen? 
 Welche Abfallarten stehen im Fokus der Maßnahmen? 
 Wer initiiert die Maßnahmen? 
 Können Geschäftsmodelle4 identifiziert werden? 
Die Auswertung der Maßnahmen nach Maßnahmenart erfolgt gemäß der EU-Abfall-
hierarchie.5 In der fünfstufigen Hierarchie steht Abfallvermeidung an erster Stelle, 
gefolgt von Wiederverwendung, Recycling, Verwertung und Beseitigung.6 Abbildung 
17 veranschaulicht die Verteilung der Maßnahmen in Köln entlang der Abfallhierar-
chie. 
–––– 
4 Funktionsweise von Unternehmungen, die im Geschäftsfeld Zero Waste mit einer Umsatz-/Gewinnerzielungsab-
sicht aktiv sind. 
5 Europäische Kommission o. D.-a. 
6 Laut § 3 Kreislaufwirtschaftsgesetz ist Wiederverwendung jedes Verfahren, bei dem Erzeugnisse oder Bestand-
teile, die keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet werden, für den sie ursprünglich bestimmt 
waren. Darüber hinaus unterscheidet das Gesetz die stoffliche Verwertung (insbesondere die Vorbereitung zur 
Wiederverwendung, das Recycling und die Verfüllung sowie die energetische Verwertung (Aufbereitung zu 
Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff). Recycling im Sinne dieses Gesetzes ist jedes Verwer-
tungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen 
Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden; es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Wuppertal Institut | 32 
 
 
Abbildung 17: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach Maßnahmenart 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Je ein Viertel aller Maßnahmen in Köln können der Abfallvermeidung und der Wie-
derverwendung zugeordnet werden. Unter Abfallvermeidung werden dabei alle Maß-
nahmen verstanden, die darauf einzahlen, dass insgesamt weniger Abfälle anfallen, 
bevor sie überhaupt entstehen. Zur Wiederverwendung gehören Maßnahmen, die 
dazu beitragen, Produkte durch Tausch bzw. Reparatur und Wartung länger im 
Kreislauf zu führen.7 Unter Recycling werden 10 % der Maßnahmen gebündelt, die 
sich auf die stoffliche Verwertung von Produktions- und Konsumabfällen beziehen. 
Der Kategorie Verwertung werden ein Prozent der Maßnahmen zugeordnet, bei de-
nen Abfälle beispielsweise thermisch verwertet werden. An letzter Stelle der Hierar-
chie steht die Kategorie Beseitigung. Hierunter fallen fünf Prozent aller Maßnahmen. 
Weiterhin wurde für die Auswertung das Querschnittsthema Kommunikation als 
Maßnahmenart aufgenommen, welche in Köln den größten Anteil (32 %) ausmacht. 
Es ist zu beachten, dass alle Aktivitäten jeweils nur einer Maßnahmenart zugeordnet 
wurden. Bei Zero-Waste-Aktivitäten, die mehreren Maßnahmenarten zugeordnet 
werden können, wurde die zutreffendste Kategorie gewählt.  
Die Strukturierung nach Maßnahmenart in Abbildung 17 zeigt, dass es in Köln be-
reits einen großen Anteil an Kommunikationsmaßnahmen sowie Abfallvermeidungs- 
–––– 
7 Die Darstellung der Maßnahmen in den einzelnen Kategorien stellt lediglich eine Übersicht dar. Wieviel stark die 
Maßnahmen schlussendlich auf das Endergebnis der Abfallvermeidung einzahlen, lässt sich daraus nicht ab-
leiten. 
1%
2%
10%
24%
30%
34%
0% 10% 20% 30% 40%
Beseitigung
Verwertung
Recycling
Wiederverwendung
Abfallvermeidung
Querschnittsthema Kommunikation

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
33 | Wuppertal Institut 
und Wiederverwendungsmaßnahmen gibt. Es ist darauf hinzuweisen, dass grund-
sätzlich keine Mehrfachnennung vorgenommen wurde. Mehrere gleiche Maßnah-
men eines Akteurs wurden nur einmal erfasst. Mehrere unterschiedliche Maßnah-
men eines Akteurs oder einer Akteurin wurden jedoch mehrfach erfasst. 
In Abbildung 18 wurden die 192 identifizierten Maßnahmen (Stand 02.05.2022) nach 
adressierter Akteur*innengruppe unterteilt. Diese Unterteilung orientiert sich an 
den vier durchgeführten Workshops, in denen für unterschiedliche Bereiche („Öffent-
liche Verwaltung u. Bildung“, „Gastronomie, Handel u. Events“, „Zivilgesellschaft: 
Haushalte, Wohnen, Sozialträger, Vereine“ sowie „Gewerbe, Bau und Industrie“) 
Maßnahmen zur Abfallvermeidung entwickelt wurden (mehr dazu in Kapitel 8.2). Die 
Abbildung zeigt, dass die identifizierten Maßnahmen überwiegend den Bereich 
“Haushalte und Wohnen” adressieren. Grund dafür ist unter anderem, dass viele 
Maßnahmen der anderen Gruppen nicht öffentlich einsehbar sind. Die Darstellung 
hat daher keine universelle Aussagekraft über den Fokus der bisherigen Aktivitäten 
der verschiedenen Sektoren oder Gruppierungen in Köln, bietet aber dennoch einen 
ersten Eindruck in welche Richtung sich die bisherigen Maßnahmen in Köln orientie-
ren. 
 
Abbildung 18: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach adressierter Akteur*innengruppe 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Die bestehenden Maßnahmen wurden darüber hinaus nach der adressierten Abfall-
art untersucht. Abbildung 19 veranschaulicht die Verteilung der Aktivitäten je nach 
Abfallart. 
8%
15%
62%
3%
12%
0% 20% 40% 60% 80%
Gruppe 1 (Politik, Verwaltung & Bildung)
Gruppe 2 (Gastronomie, Handel & Events)
Gruppe 3 (Haushalte & Wohnen)
Gruppe 4 (Gewerbe, Industrie & KMU)
Verschiedene Zielgruppen

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Wuppertal Institut | 34 
 
 
Abbildung 19: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach Abfallart 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Bei Betrachtung der Zero-Waste-Aktivitäten nach Abfallart wird deutlich, dass sich 
viele der bisherigen Maßnahmen in Köln vorwiegend auf Bio- und Grünabfälle, Rest-
müll, Altkleider sowie Leichtverpackungen/Wertstofftonne fokussieren.  
Beispiele für solche Maßnahmen sind für Bio- und Grünabfall:  
 Maßnahmen zum Eigenanbau und Gemeinschaftsgärten und zum Thema 
“Essbare Stadt”; beides mit Querschnitten zur Verpackungsvermeidung 
 die Resteverwertung und Weitergabe von Lebensmitteln (z. B. Re(st)zepte-
Broschüre der AWB und die Weitergabe an die Tafeln sowie digital unter-
stützte Initiativen zu “Foodsharing”) 
 der Ausbau der Sammlung von Bioabfall und der Kompostierung 
für Restmüll: 
 allgemeine Kommunikation zum richtigen Trennen (z. B. die Informationsseiten 
und Abfallvermeidungs-Tipps der Verbraucherzentrale NRW und der AWB) 
 Aktivitäten zu Littering und Clean-Ups (bspw. stadtweite und ganzjährige Ak-
tion „Kölle putzmunter“ mit ca. 16.000 Teilnehmenden pro Jahr, die Grillscouts 
der AWB, die in Kölner Grünanlagen zum Umgang mit Picknick-Müll und Grilla-
sche informieren) 
für Altkleider: 
 Aktivitäten zum Weiterverkauf und Weitergabe, Flohmärkte, Tausch und Ver-
leih, inklusive entsprechende Angebote im Internet 
1%
2%
2%
6%
11%
12%
14%
15%
38%
0% 10% 20% 30% 40%
Elektroaltgeräte
Schadstoffe
Altpapier
Sperrmüll
Altkleider
Restmüll
LVP / Wertstoffe
Bio- und Grünabfall
Abfallartübergreifend

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
35 | Wuppertal Institut 
 die Verbesserung der Sammlung und des Recyclings von Alttextilien 
für Leichtverpackungen: 
 Unverpackt-Läden und weiteren Unverpackt-Angeboten 
 Beratung durch die Dualen Systeme sowie der Ausbau der Infrastruktur zur 
Sammlung von Verpackungen (Wertstofftonne) mit Fokus auf bessere Ge-
trennterfassung als Grundlage für mehr Recycling 
 Maßnahmen mit Fokus der Reduzierung von Einweg und der Förderung von 
Mehrwegverpackungen (Produkte in Mehrweg, Coffee-to-go, Leitungswasser, 
precious plastics, das Geschirrmobil des Umweltzentrums, kommerzielle An-
bieter von Mehrweg für den Außer-Haus-Verzehr (Recup, Vytal), Refill-Label8) 
Ein deutlich geringerer Anteil der Maßnahmen adressiert Sperrmüll, Altpapier, 
Schadstoffe und Elektroaltgeräte.  
Beispiele für solche Maßnahmen sind für Sperrmüll: 
 Reparaturwerkstätten 
 die Verbesserung getrennter Sammlung von Gebrauchsgütern 
 die Aufarbeitung und den Weiterverkauf von Möbeln z. B. über Flohmärkte 
für Altpapier: 
 das Wiederverwenden von Papier (z. B. wird an der Sporthochschule Köln ein-
seitig bedrucktes Papier gesammelt und zu Blöcken gebunden) 
 Reduktion des Verbrauchs an Schulen (z. B. ZWK Arbeitskreis Schulnetzwerk) 
 der Verleih und die Weitergabe von Büchern 
für Schadstoffe: 
 die mobile Schadstoff-Sammlung in einzelnen Stadtteilen durch die AWB  
 Sammelaktionen von Zigarettenkippen (z.B. K.R.A.K.E.) 
für Elektroaltgeräte: 
 die Verbesserung der dezentralen Sammlung solcher Geräte (z. B. Abholung 
von Elektrogroßgeräten durch die AWB nach Bestellung, Einführung von Sam-
melbehälter an Wertstoff- und Betriebshöfen, Bezirksämtern und Schulen) 
 Reparaturwerkstätten und Gebrauchtwarenhäuser (z. B. der Emmaus Gemein-
schaft Köln e.V und die Baugemeinschaft) 
 Tausch- und Mitnahmeregale für Elektrokleingeräte (z. B. durch Hinsundkunzt) 
–––– 
8 Siehe nähere Informationen unter: www.recup.de, www.vytal.org, www.umweltzentrum-koeln.de, www.refill-
deutschland.de/koeln/, www.coffee-to-go.koeln/.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Wuppertal Institut | 36 
 
Weitere Maßnahmen zielen auf keine konkrete Abfallart ab, sondern stellen die all-
gemeine Abfallvermeidung in den Fokus (in Abbildung 14 mit dem Begriff “abfallar-
tenübergreifend” Abfallarten zusammengefasst). Darunter fallen hauptsächlich Maß-
nahmen aus dem Bereich Workshops-, Bildungs- und Informationsangebote. Bei-
spiele sind der digitaler Abfallkalender der AWB, Podcasts, Plattformen für Zero 
Waste Termine und Tipps für Endverbraucher*innen oder der Umweltpass für Wohn-
anlagen und viele weitere. Die AWB bietet zu den Themen Abfallvermeidung, Zero 
Waste, Wertstoffsammlung sowie Stadtsauberkeit in Tageseinrichtungen für Kinder, 
Schulen und bei Erwachsenen kostenlose Beratungen, Aktionen und Führungen 
über einen AWB Betriebshof an. 
Um einen Überblick über die Verteilung der Zero-Waste-Initiator*innen zu erlangen, 
wurde ermittelt, von welchen Akteur*innen bestehende Aktivitäten zur Abfallvermei-
dung und -reduktion in Köln ausgehen (siehe Abbildung 20). 
 
Abbildung 20: Existierende Zero-Waste-Aktivitäten nach Initiator*innen 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Dabei wurde ersichtlich, dass die bisherigen Aktivitäten überwiegend von Akteur*in-
nen der Privatwirtschaft (mit Gewinnerzielungsabsicht tätige Akteur*innen, z. B. aus 
dem Bereich Industrie, Gewerbe, Handel und Gastronomie) und der Zivilgesellschaft 
(ehrenamtliches Engagement ohne Gewinnerzielungsabsicht) ausgehen (72 %). Von 
der Zivilgesellschaft durchgeführte Maßnahmen besitzen oft auf den ersten Blick 
eine geringere Wirkkraft, zielen aber häufig auf eine langfristige Sensibilisierung des 
Ressourcenverbrauchs und Reduktion des Abfallaufkommens ab (bspw. Fahrrad-
werkstätten, Pflanzenbörsen) und können Kaskadeneffekte entfalten. Gleiches gilt 
für Aktionen im öffentlichen Raum (z. B. Müllsammelaktionen, Gemeinschaftsgär-
ten), die meist von Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft durchgeführt werden. Maß-
nahmen aus der Privatwirtschaft lassen sich hingegen oftmals nicht öffentlich einse-
24%
26%
49%
0% 20% 40% 60%
Kommunale Initiator*innen
Privatwirtschaft
Zivilgesellschaft

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
37 | Wuppertal Institut 
hen. Maßnahmen, bei denen ein Unternehmen jedoch beispielsweise seine Produk-
tionsweise umstellt, um seine Abfälle in der Produktion zu reduzieren, können ver-
gleichsweise hohe Effekte haben. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Pri-
vatwirtschaft im Vergleich zu kommunalen Initiator*innen (z. B. der Stadt Köln selbst 
oder ihrer eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen wie die AWB) eine Gewinnerzie-
lungsabsicht hat und Maßnahmen auch mit Blick auf ökonomische Aspekte relevant 
sein müssen. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht in diesem Zusammenhang eine 
wirtschaftliche Zumutbarkeit von Abfallvermeidungsmaßnahmen vor. Während Maß-
nahmen kommunaler Initiator*innen sehr gut öffentlich einsehbar sind, werden sie 
von Teilen der Stadtgesellschaft nicht gesehen oder bewusst wahrgenommen. Auf-
grund ihrer flächendeckenden und breiten Umsetzung besitzen kommunale Ak-
teur*innen jedoch eine sehr hohe Wirkkraft.  
In Köln gibt es eine Reihe von Organisationen und Initiativen, die ihren Zweck auf 
den Zero-Waste-Lebensstil ausgerichtet haben, wie beispielsweise Gebrauchtwa-
renkaufhäuser und Plattformen (11 %), Unverpackt-Läden (8 %), Recycling- und Up-
cyclingangebote (8 %) und Repair-Cafés bzw. Gemeinschaftswerkstätten (3 %). Die 
übrigen Aktivitäten lassen sich keinem konkreten Dienstleistungs- oder Geschäfts-
modell zuordnen und besitzen auch keine Gewinnerzielungsabsicht. Vielmehr ent-
springen sie aus der Zivilgesellschaft heraus, wie zum Beispiel Sharing-Events wie 
Pflanzen- oder Kleidertauschbörsen oder Nachbarschaftsinitiativen zur Stärkung lo-
kaler, abfallfreier Strukturen. 
4.3 Ausbaupotential bei aktuellen Maßnahmen 
In diesem Kapitel wird ein kurzer Blick darauf gerichtet, welche Art von Aktivitäten 
und Maßnahmen mit Blick auf die adressierten Abfallströme bisher fehlen bzw. aus-
gebaut werden sollten. 
Wie zuvor erläutert, sind es insbesondere Sperrmüll, Altpapier, Schadstoffe und 
Elektroaltgeräte, bei denen noch vergleichsweise wenige gezielte Aktivitäten ermit-
telt wurden. 
Für Sperrmüll mit erheblichen Abfallmengen und -volumina ergeben sich Potentiale 
durch weitere gezielte Angebote wie die getrennte Sammlung von noch gebrauchs-
fähigen Gütern auf den Wertstoffhöfen bzw. die gezielte Abholung und die Etablie-
rung weiterer Gebrauchtwarenhäuser, Pop-Up-Stores etc. zum Abverkauf oder ge-
zielte Angebote für gebrauchte Möbel von Schulen, öffentlichen Einrichtungen und 
Unternehmen (Schreibtische, Stühle, Regale etc.), die an andere Nutzer*innen ver-
mittelt werden.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Wuppertal Institut | 38 
 
Sieht man sich die Entwicklungen zum Altpapier an, so steigt v. a. die Verwendung 
von Papier und Pappe für Verpackungen und Versand. Potential besteht z. B. für 
Maßnahmen zur Reduzierung von Versandverpackungen, zur Einschränkung des 
Verbrauchs von Papier-Serviceverpackungen (Handel, Markt, Bäcker, etc.) oder von 
Freiwurfsendungen (kostenlose Zeitungen). Darüber hinaus können in Verwaltun-
gen, städtischen Einrichtungen und Bildungseinrichtungen grafische Papiere einge-
spart werden. 
Elektroaltgeräte werden derzeit nur mit vergleichsweise wenigen Aktivitäten adres-
siert. Um die Weiter- und Wiederverwendung von Elektrogeräten zu ermöglichen, 
fehlt es meist an Reparaturmöglichkeiten, Zubehör und Werkzeug. Darüber hinaus 
gestalten sich die Kosten für eine Reparatur meist als zu hoch. Es besteht daher Po-
tential für Maßnahmen, die diese Punkte aufgreifen, z. B. die Einrichtung, Ausstat-
tung und Förderung von Repair-Cafes und -werkstätten sowie die gezielte Samm-
lung von noch gebrauchsfähigen Geräten. 
Es besteht darüber hinaus weiteres Potential, Verpackungen als einen der größten 
Abfallströme zu adressieren und Verpackungsmüll zu vermeiden, z. B. durch die Un-
terstützung des Mehrwegangebotes im Außer-Haus-Verkauf mithilfe einer kommu-
nalen Mehrwegstrategie sowie die Einbindung von Handel, Gastronomie, Märkte, 
Sportveranstaltungen, Karneval etc. Auch die Förderung des Einkaufs in mitgebrach-
ten Verpackungen z. B. über die Aktion „Einmal, ohne bitte“9 oder Maßnahmen zur 
Reduktion von Getränkeverpackungen, z. B. Leitungswasserbrunnen im öffentlichen 
Raum und in der Gastronomie, können auf die Vermeidung und Minderung von Ver-
packungsabfällen einzahlen. 
Im Hinblick auf die Vermeidung der Restmüllfraktion, bieten sich zielgerichtete 
Maßnahmen zur Substitution bestimmter Bestandteile im Restmüll mit wiederver-
wendbaren Alternativen (z. B. Windeln, Hygieneartikel, Staubsaugerbeutel, Spüllap-
pen, Backpapier, etc.) und die Unterstützung von Zero-Waste-Ideen und Lebenssti-
len (z. B. über Eigenherstellung von Kosmetik und Reinigungsmittel, Zweitverwen-
dung von Produkten, Einkaufshilfen etc.) an. 
–––– 
9 Zero Waste Cities 2022.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
39 | Wuppertal Institut 
Generell kann bei der Entwicklung zukünftiger Maßnahmen die Rolle der Stadt und 
der städtischen Einrichtungen stärker berücksichtigt werden. Die Stadt und ihre Ein-
richtungen weisen bedeutende Volumina in Einkauf und Auftragsvergabe auf. Eine 
Einbindung von Abfallvermeidungs- bzw. Zero-Waste-Kriterien in die Beschaffungs-
richtlinien und Vergabekriterien sowie die Durchführung weiterer Vorreiter-Projekte 
könnte signifikante Abfallmengen einsparen und vermeiden und Zugkraft für andere 
Initiativen generieren. 
4.4 Analyse der existierenden Zero-Waste-Ziele in Köln 
Um eine Grundlage für den Status quo der Kölner Ziele mit Bezug zu Zero Waste zu 
erhalten und eine Abschätzung über noch notwendige Ziele und Schritte auf dem 
Weg zur Zero-Waste-City zu formulieren, wurden bestehende Ziele mit Bezug zu 
Zero Waste identifiziert. Grundlage der Analyse bilden die Ratsbeschlüsse der Stadt 
Köln, das derzeit gültige Abfallwirtschaftskonzept sowie weitere Sachstandsbe-
richte.10  
Mit Bezug zu Zero Waste wurden dabei folgende Ziele identifiziert: 
 Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und nachhaltiger Stoffkreisläufe, 
 Anreize zur Müllvermeidung schaffen, 
 Ausbau der Nutzung der Biotonne. 
Im Bereich Klimaschutz verfolgt die Stadt das Ziel der gesamtstädtischen Klimaneut-
ralität bis 2035.11 Durch Abfallreduktion und vermeidungsbezogene Emissionssen-
kungen kann das Zero-Waste-Konzept bei dieser Zielerreichung unterstützend wir-
ken. 
Hinsichtlich der Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und nachhaltiger 
Stoffkreisläufe wurden quantifizierte und qualitative Ziele identifiziert. Quantifizierte 
Ziele in diesem Bereich beziehen sich auf eine stabile historische Mengenentwick-
lung (Reduktion) der Abfallmengen. Dabei werden die anvisierten Maximalmengen 
des AWK bis 2027 voraussichtlich unterschritten. Als qualitative Ziele wurden eine 
bessere Vernetzung von Produktionskreisläufen, ein Ausbau der Zykluswirtschaft in 
den Quartieren, ein Ausbau der regionalen Produktions- und Vermarktungsketten, 
eine Stärkung von urbanen Recyclingangeboten sowie eine nachhaltige Nutzung 
von Reststoffen ausgemacht. 
–––– 
10 Stadt Köln o. D. und AWK 2018, Stadt Köln 2020b. 
11 Stadt Köln 2022c.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Status quo der Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Wuppertal Institut | 40 
 
Als quantifiziertes Ziel zur Schaffung von Anreizen zur Müllvermeidung hat sich 
die Stadt Köln eine Reduktion der Lebensmittelverschwendung durch Verringerung 
der Tellerreste (15 % bis 2023, maximal 10 % bis 2030) zum Ziel gesetzt. Als quali-
tative Ziele wurden weiterhin eine Etablierung der städtischen Verwaltung als Vor-
bild, eine Erhöhung der Recyclingquoten durch dezentrale Recyclingmöglichkeiten, 
eine flächendeckende Implementierung von Mehrweg- statt Einwegverpackungen 
zur Reduzierung des Abfall- und Verpackungsaufkommens, sowie eine Abgabe von 
noch verzehrfähigen Lebensmitteln an Foodsharing-Initiativen oder die Tafel ausge-
macht. 
Um die Nutzung der Biotonne auszubauen, hat sich die Stadt eine Steigerung der 
Anschlussquoten der Biotonne auf mindestens 80 % bis 2030, eine bedarfsde-
ckende Bioabfallsammlung im gesamten Stadtgebiet bis 2040 (quantifiziert) gesetzt. 
Als qualitative Forderung aus der Zivilgesellschaft wurde die Einrichtung von Grün-
schnitt- und Bio-Sammelstellen für Haushalte ohne Zugang zu einer Biotonne identi-
fiziert (siehe Kapitel 3.1). 
Eine Übersicht aller ausgemachten Maßnahmen findet sich in Tabelle 3.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
41 | Wuppertal Institut 
Tabelle 3: Existierende quantitative und qualitative Zero-Waste-Ziele in Köln 
Übergeordnetes Ziel Quantitative Ziele Qualitative Ziele 
Stärkung regionaler 
Wertschöpfungsket-
ten und nachhaltiger 
Stoffkreisläufe  
 Stabile historische Mengenentwicklung12 
 Alle Ziele des AWK 2027 werden er-
reicht 
 Produktionskreisläufe vernetzen13 
 Zykluswirtschaft in den Quartieren 
ausbauen 
 Regionale Produktions- und Ver-
marktungsketten ausbauen 
 Urbane Recyclingangebote stärken 
 Nachhaltige Nutzung von Reststof-
fen14 
Anreize zur Müllver-
meidung schaffen 
 Lebensmittelverschwendung reduzieren 
durch Verringerung der Tellerreste auf 
15% bis 2023 und auf maximal 10% bis 
203015 
 Städtische Verwaltung als Vorbild 
etablieren16 
 Erhöhung der Recyclingquoten durch 
dezentrale Recyclingmöglichkeiten17 
 Flächendeckende Implementierung 
von Mehrweg- statt Einwegverpa-
ckungen zur Reduzierung des Abfall- 
und Verpackungsaufkommens18 
 Lebensmittelhandel gibt nicht mehr 
verkaufsfähige, aber noch verzehrfä-
hige Lebensmittel an Foodsharing-
Initiativen oder die Tafel 
Ausbau der Nutzung 
der Biotonne 
 Steigerung der Anschlussquoten der Bi-
otonne auf mindestens 80% bis 203019 
 Bis 2040 bedarfsdeckende Bioabfall-
sammlung im gesamten Stadtgebiet 
Forderung der Zivilgesellschaft:  
Grünschnitt- und Biomüllsammelstellen 
für Haushalte ohne Zugang zur Bio-
tonne20 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Die aufgeführten, bereits gesetzten Ziele wurden als Grundlage für die Zielformulie-
rung im Rahmen des Konzepts genutzt. Im weiteren Verlauf wurden die bestehen-
den Ziele insbesondere mit den Kriterien von ZWE verglichen und dementsprechend 
durch neu formulierte Ziele erweitert.  
–––– 
12 Hier und im Folgenden: Stadt Köln 2020b, S. 17 f. und Stadt Köln 2022a, S. 23. 
13 Hier und im Folgenden: Stadt Köln 2020a, S. 119. 
14 Stadt Köln 2021, S. 64. 
15 Stadt Köln 2021, S. 48. 
16 Stadt Köln 2021, S. 30. 
17 AWK 2018, S. 8. 
18 Hier und im Folgenden: Stadt Köln 2021, S. 48. 
19 Hier und im Folgenden: Stadt Köln 2021, S. 48. 
20 Zero Waste Köln e. V. 2022.

Entwurf des Gesamtkonzepts Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 
Wuppertal Institut | 42 
 
5 Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen  
Die Potentiale zur Abfallvermeidung einer Stadt sind sowohl abhängig von internen 
Faktoren, z. B. der demographischen Entwicklung der Stadt bzw. bestimmter Stadt-
teile und von der aktuellen Ausgestaltung der Sammlung und Erfassung von Abfällen 
und deren Ausbaufähigkeit sowie von externen Faktoren, wie z. B. der Verschärfung 
von gesetzlichen Vorgaben zu bestimmten Abfallströmen. Diese Faktoren werden im 
Folgenden analysiert und darauf aufbauend die Potentiale der Abfallvermeidung im 
Wesentlichen qualitativ abgeschätzt. Ergänzend werden grundlegende Zahlen des 
Siedlungsabfallaufkommens in Köln mit dem Aufkommen anderer europäischer 
Städte verglichen, die bereits eine Zero-Waste-Strategie umsetzen. 
5.1 Zukünftige Entwicklungen und Auswirkung auf Abfallmengen 
Köln ist eine wachsende Stadt. Bis 2030 wird ein Bevölkerungswachstum von +4 % 
bis 2040 von +6,3 % prognostiziert.21 Das entspricht einem Zuwachs von etwa 
68.300 Menschen bzw. 44.100 Haushalten. Es ist vor allem die ältere Stadtbevölke-
rung, die weiter anwächst. In Zahlen: Bis 2030 werden 14 % mehr 65- bis 80-Jährige 
(+23 %, bis 2040) und 20 % mehr über 80-Jährige (+39 % bis 2040) in Köln wohnen, 
das ist ein Zuwachs von rund 52.600 Menschen, die über 65 Jahre alt sind. Betrach-
tet man die Haushaltsgrößen, so ist auffällig, dass Köln schon heute eine Stadt der 
Single-Haushalte ist. Die Hälfte der Kölner*innen wohnt in einem Ein-Personen-
Haushalt und jeweils circa ein Viertel in Zwei- bis Drei-Personen-Haushalten (27 % 
2-Personen, 23 % 3-Personen-Haushalte). Diese Verteilung wird bis 2040 gleich 
bleiben, mit einem leicht überdurchschnittlichen Zuwachs der 2-Personen-Haushalte 
(bis 2040: +11,8 %, ~ +18.000 Haushalte). Hinsichtlich der Entwicklung der Abfall-
mengen lässt sich aus der demographischen Gesamtentwicklung für Köln fol-
gendes ableiten: Ohne Maßnahmen zur Abfallvermeidung wird die Gesamtmenge 
des Siedlungsabfalls der Stadt Köln auf Grund des Zuzugs ansteigen. Eine Studie 
des Umweltbundesamtes geht davon aus, dass für die Altersklasse der ab 56-Jähri-
gen höhere spezifische Restmüllaufkommen feststellbar sind, vor allem weil die Per-
sonen dann wieder vermehrt in Ein-Personen-Haushalten wohnen.22  
–––– 
21 Alle enthaltenen Zahlen stammen aus der Bevölkerungsprognose der Stadt Köln (Stadt Köln 2019). 2017 ist 
Ausgangsjahr der Prognose. Die Zahlen können von den Bevölkerungsprognosen, welches das Land NRW 
aufstellt, abweichen. 
22 Öko-Institut und Difu 2018, S. 49f.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
43 | Wuppertal Institut 
So verschieden die Kölner Stadtteile sind, sind auch deren demographische Ent-
wicklungen. Es gibt Stadtteile mit einem Geburtenüberschuss bei gleichzeitiger Zu-
nahme der älteren Bevölkerung, wie Nippes, Lindenthal, Sülz oder Ehrenfeld, Stadt-
teile, bei denen der Anteil der Jugendlichen aktuell bereits hoch ist und weiter an-
steigt, wie in Finkenberg, Immendorf oder Neubrück, und solche mit überdurch-
schnittlichem Altenanteil (Heimersdorf, Dellbrück oder Zündorf). Daraus ist ohne An-
passung des Bürgerverhaltens zunächst abzuleiten, dass diese stadtteilspezifi-
schen Entwicklungen Einfluss auf die zukünftigen Entwicklungen der Gesamt- und 
Pro-Kopf-Abfallmengen haben werden. Interessant sind solche Informationen vor 
allem auch hinsichtlich spezifischer Abfallvermeidungspotentiale, z. B. durch zielge-
richtete Kampagnen und Aktivitäten, die z. B. eher die jüngere Bevölkerung, Fami-
lien oder die ältere Bevölkerung und deren Verhalten adressiert.  
Vor allem in den folgenden Stadtbezirken werden viele neue Wohnungen bzw. ganz 
neue Quartiere entstehen: Rodenkirchen (Zuwachs bis 2030 +12.600 Bewohner*in-
nen), Innenstadt, Lindenthal, Mülheim, Kalk (mindestens +5.000 Menschen je Stadt-
bezirk). Besonders hohe Wachstumsraten verzeichnen die Stadtteile Deutz (+24 %), 
Rondorf (+28 %) und Marienburg (+16 %). Zusätzlich sind für Blumberg und Zündorf 
Entwicklungs- bzw. Großbauprojekte in Planung.23  
Mit Blick auf die lokalen Bauaktivitäten lässt sich für die Zero-Waste-Strategie von 
Köln folgendes ableiten: Eine Einbindung der Wohnbaugesellschaften bei Planung 
und Erstellung der Quartiere und Wohnungen eröffnet Chancen, große Mengen Bau-
abfälle zu vermeiden, besser zu verwerten oder z. B. rückgebautes und abgebroche-
nes Material direkt wiederzuverwenden. Eine clevere Planung der Quartiere mit Ein-
beziehung von Zero-Waste-Ansätzen kann die Abfallvermeidung in diesen Quartie-
ren befördern, z. B. die Einplanung von Flächen für Tausch, Wiederverwendung o-
der Weitergabe, verbesserte Konzepte für die getrennte Erfassung von Abfällen, etc. 
oder quartiersspezifische Kampagnen. Hilfreich wären frühzeitiges Einbeziehen der 
AWB bei Planung/Beratung und Planungsvorgaben der Stadt bezüglich Entsorgung 
in neuen Quartieren. 
–––– 
23 Stadt Köln 2019.

Entwurf des Gesamtkonzepts Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 
Wuppertal Institut | 44 
 
 
Abbildung 21: Demographische Entwicklung der Stadt Köln (bis 2040) und für Stadtteile (bis 2030) 
Quelle: Stadt Köln 2019, S. 14 und 18. 
 
Die Entwicklung der Abfallmengen der Stadt Köln wird nicht nur von der Stadtent-
wicklung, sondern gegebenenfalls auch von externen Faktoren, wie z. B. den Ände-
rungen rechtlicher Vorgaben für Abfälle bzw. einzelne Abfallströme und weiteren 
Entwicklung z. B. bzgl. Konsumverhalten beeinflusst. Diese werden deshalb im Fol-
genden kurz betrachtet. Abgesehen von der Verschärfung der Pflichten, Abfälle ge-
trennt zu erfassen, umfassen die Vorgaben meist Recyclingquoten - zunächst ohne 
Einfluss auf die originären Abfallmengen. Vor allem bei Verpackungen, Elektroaltge-
räten, Sperrmüll und Bauabfällen werden auf Bundesebene aktuell auch weitere 
Maßnahmen diskutiert, welche die Abfallmengen tatsächlich reduzieren können, in-
dem Materialien, bevor sie der Abfallkategorie zugeschrieben werden, im Kreislauf 
gehalten werden. Verpackungen und Bau werden beide auch im EU Circular Eco-
nomy Action Plan im Rahmen des Green Deal als prioritäre Sektoren genannt; er-
wartet werden hier weitere legislative und nicht-legislative Maßnahmen, um die Ab-
fallmengen zu verringern.24  
Hinsichtlich Verpackungen sieht das deutsche Verpackungsgesetz seit 2019 eine 
Mehrwegquote von 70 % für Getränke vor, um dem rückläufigen Angebot an Mehr-
wegflaschen in den letzten zwei Jahrzehnten zu begegnen. 2019 lag der Anteil, der 
in Mehrwegflaschen angebotenen Getränke nur noch bei knapp 42 %. Auch Wasser 
–––– 
24 Europäische Kommission 2020.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
45 | Wuppertal Institut 
wird nach wie vor in Kunststoff-Einwegflaschen angeboten. Da auch Einwegflaschen 
bepfandet sind, werden sie im separaten Abfallstrom gesammelt und mittlerweile 
auch zu einem hohen Anteil recycelt und wieder in Einwegflaschen eingesetzt. 
Durch diese Änderungen sowie die Ausweitung des Einwegpfandes auf weitere Ge-
tränke in Kunststoffflaschen (ab 2022 auch Säfte, Nektar, Smoothies, Energydrinks, 
ab 2024 zudem Milchgetränke)25 werden Rohstoffe zwar besser im Kreislauf geführt, 
es werden aber keine nennenswerten Auswirkungen auf die Restabfallmengen der 
Stadt Köln erwartet, da dieser Abfall üblicherweise bereits durch die Haushalte als 
Verpackungsabfall entsorgt wird, also nicht im Restabfall landen. Eine Verringerung 
der Restabfallmengen im öffentlichen Raum, auf Plätzen und in Parks kann im gerin-
geren Umfang gegebenenfalls erwartet werden, da Verpackungsabfälle und Geträn-
keflaschen in der Stadt normalerweise in den Müllkörben und Mülleimern nicht ge-
trennt entsorgt werden. Kampagnen für die Nutzung von Mehrwegflaschen für Ge-
tränke sowie der generelle Verzicht auf abgefülltes Wasser (Leitungswasser trinken, 
Trinkwasserspender aufstellen, etc.) wären ein Hebel, um Verpackungsmengen zu 
reduzieren.  
Abgesehen von Getränken werden durch neue Gesetze vor allem Einwegkunststoff-
produkte und -verpackungen adressiert. Seit Juli 2021 gilt die Einwegkunststoffver-
botsverordnung, die bestimmte Produkte, die für den einmaligen Verbrauch be-
stimmt sind, verbietet. Darunter sind z. B. Einwegbesteck aus Plastik und To-Go 
Verpackungen aus Styropor. Seit Januar 2023 gilt darüber hinaus die Mehrwegan-
gebotspflicht für “sofort-verzehrfertige-Speisen und Getränke“. Für Speisen und 
Getränke, die im Außer-Haus-Verzehr (to-go, take-away) derzeit in Kunststoffein-
wegverpackungen angeboten werden, müssen dann auch in Mehrwegverpackungen 
angeboten werden. Hierzu können eigene Mehrwegverpackungen bereitgestellt oder 
Poolsysteme genutzt werden. Auch mitgebrachte Verpackungen sind erlaubt. Da der 
Verbrauch an Serviceverpackungen in den letzten Jahren stark angestiegen ist 
(circa das Dreifache von 2000 bis 2017) und die genutzten Einwegverpackungen 
zum großen Teil auch über die Mülleimer des öffentlichen/städtischen Raum ent-
sorgt werden, wird diese Regelung die Siedlungsabfallmengen senken. Das setzt 
aber voraus, dass die Mehrwegalternativen von der Gastronomie angeboten und von 
den Kund*innen auch nachgefragt und genutzt werden. Die Stadt kann hier gezielt 
durch Kampagnen, Förderangebote und Aufklärung und langfristig auch durch die 
Förderung/Bereitstellung einer zentralen Rückführungslogistik unterstützen. Neben 
–––– 
25 Verbraucherzentrale 2022.

Entwurf des Gesamtkonzepts Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 
Wuppertal Institut | 46 
 
dem Außer-Haus-Verzehr werden von EU und deutscher Gesetzgebung auch für fol-
gende Bereiche Mehrwegpflichten diskutiert: Transportverpackungen (Paletten), 
Umverpackungen mit mehreren Einheiten (Pflanzentrays, Obst- und Gemüsekisten, 
aber auch solche für Lebensmittel), Versandverpackungen sowie weitere Verkaufs-
verpackungen und Einweg-Glasverpackungen für Lebensmittel. Das könnte weitere 
Verpackungsabfälle aus Gewerbe und Haushalten reduzieren. 
Die EU-Ökodesign-Richtlinie sieht seit März 2021 vor, dass für große elektrische 
und elektronische Haushaltsgeräte (Kühlgeräte, Waschmaschinen und -trockner, 
Geschirrspüler, elektronische Displays, einschließlich Fernsehgeräte, Lichtquellen 
und weitere gewerbliche Betriebsanwendungen) Ersatzteile und Reparaturanleitun-
gen mindestens 7 bis 10 Jahre vorgehalten werden müssen. Diskutiert werden dar-
über hinaus ein “Recht auf Reparatur” sowie eine Kennzeichnung elektronischer Ge-
räte hinsichtlich Lebensdauer und Reparierbarkeit (“Reparierbarkeitsindex”).26 Ziel ist 
es, elektrische Geräte länger in der Nutzungsphase zu halten, Wiederverwendungen 
zu ermöglichen bzw. zu fördern und weniger Elektroschrott zu produzieren. Auch 
hier kann die Stadtverwaltung mit weiteren Maßnahmen unterstützen (z. B. Bereit-
stellen für Flächen für Reparaturwerkstätten und -initiativen und deren Unterstüt-
zung). 
Auch das 2020 verabschiedete Kreislaufwirtschaftsgesetz setzt stärkere Akzente zur 
Umsetzung der Abfallhierarchie und nennt Maßnahmen, die bereits vor dem Recyc-
ling ansetzen. Adressiert wird z. B. Sperrmüll: Sperrmüll ist demnach derart zu er-
fassen, dass eine Vorbereitung zur Wiederverwendung und zum Recycling möglich 
ist (§ 20 Absatz 2 Nr. 7). Dabei lässt das Gesetz den öffentlich-rechtlichen Entsor-
gungsträgern einen gewissen Spielraum für die Umsetzung:  
 die Sperrmüllsammlung kann weiterhin aus einer Mischung aus Hol- und 
Bringsystem bestehen, 
 es besteht die Pflicht über die Möglichkeiten der Abfallvermeidung und der 
Wiederverwendung von Sperrmüll zu beraten (§ 46), es muss also entweder 
der Hinweis gegeben werden, wo Sperrmüll in örE-eigenen oder Einrichtungen 
sonstiger Träger zugeführt werden kann (z. B. Gebrauchtwarenhäuser, Repair-
cafés, Tauschbörsen),  
 auf eine schonende Erfassung z. B. im Bringsystem an Wertstoffhöfen oder 
durch Sperrmüll-Abrufsystem ist hinzuwirken. 
–––– 
26 Umweltbundesamt 2022a.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
47 | Wuppertal Institut 
Durch diese und weitere Maßnahmen, die die Wiederaufbereitung und Weitergabe/ 
Weiterverkauf des Sperrmülls erst ermöglichen bzw. unterstützen, könnten die Men-
gen an Sperrmüll deutlich reduziert werden.  
Bau- und Abbruchabfälle sind einer der mengenmäßig größten Abfallströme. Sie 
werden daher (neben z. B. Verpackungen und Textilien) als prioritäre Handlungsfel-
der innerhalb des EU Circular Economy Action Plans genannt. Für diese Handlungs-
felder werden in naher Zukunft legislative und nicht-legislative Maßnahmen erwartet. 
In NRW bestehen darüber hinaus seit der Verabschiedung des neuen Landeskreis-
laufwirtschaftsgesetzes im Februar 2022 folgende Vorgaben: 
 im Hochbau sind künftig geeignete und qualitätsgesicherte rezyklierte Ge-
steinskörnungen insbesondere Recyclingbeton einzusetzen, 
 im Tiefbau müssen mineralische Ersatzbaustoffe gleichberechtigt wie Baustof-
fen aus Primärrohstoffen eingesetzt werden (Verwendung nach Ersatzbau-
stoffverordnung). 
Zusätzlich sind im Landesabfallgesetz Anforderungen an die Vermeidung und Ver-
wertung von Bau- und Abbruchabfällen für alle am Bau Beteiligten verankert. Bei 
größeren Vorhaben müssen für die anfallende Bau- und Abbruchabfälle Rückbau- 
und Entsorgungspläne erstellt werden. Die erwarteten Effekte dieser Regelungen 
sind: eine bessere Trennung von Bau- und Abbruchabfällen, eine Erleichterung des 
Wiedereinbaus und der Wiederverwendung sowie eine Reduzierung von Mischabfäl-
len aus dem Bausektor. 
Neben diesen spezifischen rechtlichen Regelungen bzw. der zu erwartenden neuen 
Anforderung an die Getrennterfassung und Wiederverwendung einzelner Abfall-
ströme, die vor allem einen Rückgang der gemischten Abfallströme erwarten lässt, 
könnten gesellschaftliche Trends bzw. Entwicklungen im Konsumverhalten vermut-
lich dazu führen, dass bestimmte Abfallmengen eher weiter ansteigen. Dazu gehö-
ren z. B. steigende Mengen an Papier-/Pappefraktionen (hier v. a. voluminöse 
Pappe) durch eine weitere Zunahme des Online-Handels, Zunahme des Verpa-
ckungsmülls durch die Verwendung kleinerer Verpackungsgrößen (durch steigende 
Zahl von Single-Haushalten) und eine Zunahme von Einwegschutz- und Hygienearti-
kel im Restmüll (durch höhere Hygienestandards und Coronaschutzartikel, weiterer 
Zuzug von Familien und Durchalterung der Bevölkerung).  
Insgesamt zeigt sich, dass die Abfallintensität, also das Abfallaufkommen im Verhält-
nis zur Wirtschaftsleistung, in Deutschland sinkt; die absoluten Abfallmengen aber

Entwurf des Gesamtkonzepts Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 
Wuppertal Institut | 48 
 
eher weiter zunehmen 27. Als Gründe werden insbesondere der Ausbau der Grün- 
und Bioabfallsammlung (mit der Folge, dass vor allem mehr Gartenabfälle über die 
verbesserte Sammlung abgegeben werden) sowie der Zuwachs des Sperrmüllauf-
kommens genannt28.  
Schaut man auf zukünftige Entwicklungen so lassen sich Abfallvermeidungspotenti-
ale in folgenden Bereichen ableiten: 
 Die Stadtteile entwickeln sich hinsichtlich Wachstum und Bevölkerungsstruktur 
unterschiedlich. Zielgerichtete Kampagnen und Aktivitäten der Stadt, die z. B. 
eher die jüngere Bevölkerung, Familien oder die ältere Bevölkerung und deren 
Verhalten adressieren oder Quartiere in den Blick nehmen, die von Grund auf 
neu geplant werden, bergen große Chancen für eine weitere Reduzierung der 
Abfallmengen.  
 Derzeit werden bereits große Mengen an Bauabfällen verwertet, vor allem im 
Straßenbau oder der Wiederbefüllung. Das direkte Recycling, also z. B. der 
direkte Einsatz von rückgebauten Gebäuden in neuen Gebäuden oder die Ver-
wendung von Recyclingbeton ist aber ausbaufähig. Hier braucht es gemein-
same Anstrengung der Baugesellschaften und der Stadt. 
 Kampagnen, Förderangebote, Aufklärung für die Nutzung von Mehrwegverpa-
ckungen (to-go und andere Anwendungen) und langfristig auch die Förde-
rung/Bereitstellung von zentraler Rückführungslogistik bzw. zur Verwendung 
von Leitungswasser sind ein Hebel, um Verpackungsmengen weiter zu redu-
zieren. 
 Durch die schonende Sammlung von Sperrmüll und elektrischen Geräten als 
Voraussetzung für eine Weiterverwendung sowie weiterer Maßnahmen, z. B. 
das Bereitstellen von Flächen und der Hinweis auf sowie die Unterstützung 
von Initiativen, die eine Weiternutzung organisieren, wird Sperrmüll und Elekt-
roschrott reduziert. 
Ohne Maßnahmen zur Abfallvermeidung wird die Gesamtmenge an Siedlungsabfall 
der Stadt Köln auf Grund des Zuzugs und der zunehmenden Altersstruktur ansteigen 
bzw. sich zumindest nicht verringern. Das folgende Kapitel richtet den Blick auf die 
bestehenden Erfassungssysteme für Hausmüll und Sperrmüll in Köln, um zu quanti-
tativen Abschätzungen der Abfallvermeidungspotentiale zu gelangen. 
–––– 
27 Umweltbundesamt 2022b. 
28 BDE u.a. (2021) (Hrsg.) S. 25, Statistisches Bundesamt (2022c).

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
49 | Wuppertal Institut 
5.2 Potentiale bei der Abfallsammlung und den Erfassungssystemen 
Zur getrennten Erfassung von Wertstoffen sind in Köln für alle relevanten Wertstof-
farten bereits geeignete Systeme eingeführt. Die haushaltsnahen Holsysteme für Alt-
papier und Wertstoffe werden von fast allen Haushalten genutzt und auch die Bio-
tonne, die zur Sicherstellung einer guten Qualität auf freiwilliger Basis angeboten 
wird, hat inzwischen einen Anschlussgrad von 65 % mit weiter steigender Tendenz 
erreicht. Durch die außer in den Wintermonaten praktizierte wöchentliche Leerung 
sowie die Finanzierung über die Restmüllgebühr, wodurch die Nutzung der Biotonne 
mit keiner zusätzlichen Gebühr verbunden ist, wird ein hoher Anreiz geboten, das 
System zu nutzen. Im Vergleich zu anderen Großstädten wird damit eine überdurch-
schnittlich hohe Bioabfallmenge bei gleichzeitig sehr niedriger Fehlwurfquote erreicht 
(vgl. Kapitel 3.1). Dennoch ist bei der Biotonne eine Steigerung des Anschlusses 
und v. a. auch der Nutzung weiterhin möglich. Dies wird auch bereits angestrebt und 
mit Maßnahmen unterstützt, wie z. B. Mailingaktionen (Anschreiben der Grundstück-
seigentümer*innen), Akquisition von Gewerbekund*innen sowie laufende Bewerbung 
und Informationsvermittlung über verschiedene Kanäle.29 Darüber hinaus planen 
AWB und AVG Köln ein Pilotprojekt in verdichteten Wohngebieten mit bislang gerin-
ger Biotonnendichte. Hierbei soll erprobt werden, ob mit der Aufstellung von Bioton-
nen durch intensive Öffentlichkeitsarbeit die gleichen hohen Qualitätsstandards er-
reicht werden können. 
So wurde bei der im Jahr 2020 veröffentlichten bundesweiten Hausmüllanalyse er-
mittelt, dass die nativ-organischen Abfälle mit ca. 39 Gew.-% den größten Anteil am 
Hausmüll der privaten Haushalte ausmachen.30 In dieser Menge sind Küchen- und 
Nahrungsabfälle, Gartenabfälle (in nur geringer Menge), sonstige organische Abfälle 
sowie gefüllte oder teilentleerte Lebensmittelverpackungen zusammengefasst. Ins-
besondere die noch verpackten Lebensmittel sind in der vorliegenden Form nicht für 
eine separate Erfassung über die Biotonne oder die Sammelsysteme für Verpackun-
gen geeignet. Trockene Wertstoffe (z. B. Altpapier, Altglas, Kunststoffe, Alttextilien, 
Elektroaltgeräte etc.) machen bundesweit insgesamt etwa 28 Gew.-% des Haus-
mülls aus.  
–––– 
29 Unterstützt auch durch den Ratsbeschluss "Anschlussverpflichtung einer Biotonne für alle Haushalte in einem 
Stadtbezirk" vom 22.09.2022: Quelle: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=357955. 
30 INFA et al. 2020, S. 17.

Entwurf des Gesamtkonzepts Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 
Wuppertal Institut | 50 
 
Über die Zusammensetzung des Kölner Restmülls und die darin enthaltenen Wert-
stoffpotentiale liegen keine aktuellen Informationen vor. Die letzte Sortieranalyse er-
folgte im Jahr 2015/2016, eine aktuelle Analyse ist für 2023/2024 geplant. Auf Basis 
der seit der letzten Analyse eingetretenen Veränderungen (Rückgang der Restmüll-
menge und Anstieg der getrennt erfassten Wertstoffmengen) wurde für das vorlie-
gende Konzept die Restmüllzusammensetzung aus dem Jahr 2015/2016 näherungs-
weise rechnerisch „aktualisiert“. Die modellierte Zusammensetzung bezieht sich zu-
nächst nur auf den Restmüll aus Haushalten, ohne Geschäftsmüll (im Rahmen der 
Sammlung miterfasster Kleingewerbeanteil), für den ein Anteil von ca. 18 % ange-
nommen wurde. Ausgehend davon wurde unter der Annahme, dass der Geschäfts-
müll eine vergleichbare Zusammensetzung wie der Restmüll aus den privaten Haus-
halten aufweist, die Zusammensetzung auf die gesamte Restmüllmenge übertragen 
und zusätzlich in Tabelle 4 ausgewiesen. 
Tabelle 4: Modellierung der Kölner Restmüllzusammensetzung, Stand 2021 
 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Demnach dürfte weiterhin das größte Potential mit 78 kg pro Kopf im Bereich des 
Bioabfalls liegen, weitere 10 kg/(EW*a) sind an verpackten Lebensmitteln zu erwar-
ten. Die Potentiale bei den trockenen Wertstoffen liegen beim Altpapier sowie auch 
Stoffgruppen Gew.-% kg/(EW*a) kg/(EW*a)
Altpapier 9,6 17,8 21,7
Glas 7,3 13,4 16,4
Kunststoff 6,6 12,3 15,0
Metall 2,0 3,6 4,4
Verbund-Verpackungen 0,9 1,7 2,1
biogene Abfälle 34,7 64,0 78,1
verpackte Lebensmittel 4,5 8,3 10,1
Holz 1,9 3,5 4,2
Altkleider 3,7 6,8 8,3
Elektroaltgeräte 0,5 0,9 1,1
Problem- und Schadstoffe 0,4 0,7 0,8
Sonstiges, Rest 28,0 51,7 63,1
Summe 100,0 184,8 225,3
mit 
Geschäftsmüll
ohne 
Geschäftsmüll
Modellierte Zusammensetzung des Restmülls 
aus Haushalten der Stadt Köln

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
51 | Wuppertal Institut 
bei den über die Wertstofftonne erfassten Kunststoffen, Metallen und Verbunden bei 
jeweils etwa 22 kg/(EW*a). An Glas dürften etwa 16 kg/(EW*a) enthalten sein, wobei 
es sich überwiegend um Verpackungsglas handelt. Etwa 63 kg/(EW*a) sind originä-
rer Restmüll. 
Ausgehend von dieser modellierten Restmüllzusammensetzung lägen die Wertstof-
ferfassungsquoten (bezogen auf die Summe der getrennt erfassten und die im Rest-
müll noch vorhandenen Mengen) beim Altpapier, Glas und den über die Wertstoff-
tonne erfassten Wertstoffen im Bereich von 60-75 %, beim Bioabfall bei etwa 40 %. 
Dies bestätigt die Annahme des insbesondere beim Bioabfall noch vorhandenen Po-
tentials, das sich v. a. auf die Küchen- und Nahrungsabfälle bezieht. Bei einigen 
Wertstoffen ist zudem zu berücksichtigen, dass diese teilweise von den Bürger*in-
nen bewusst und richtigerweise über den Restmüll entsorgt werden (wie z. B. stark 
verschmutztes Altpapier oder beschädigte bzw. stark verschmutzte Textilien, die nur 
in einem geringen Umfang für die Weiternutzung als Kleidung geeignet sind). Dar-
über hinaus ist hier grundsätzlich das erhöhte spezifische Gewicht durch Anhaftun-
gen, Verschmutzungen sowie eine erhöhte Feuchte durch die umgebenden Abfälle 
zu beachten31. 
Ansätze zur Verringerung der Restmüllmenge ergeben sich somit zum einen durch 
eine verstärkte Erfassung von Wertstoffen über die jeweiligen Wertstoffsysteme. Ab-
fallvermeidungspotentiale bestehen zudem v. a. bei den Verpackungen und den Le-
bensmittelabfällen, was sich auf einen Rückgang der Gesamtmenge der Siedlungs-
abfälle auswirken würde.  
Die für Köln im Jahr 2023 geplante Sortieranalyse wird stärker belastbare Daten zum 
Potential im Restmüll liefern. 
Auch der Sperrmüll wurde im Rahmen der Konzepterstellung hinsichtlich möglicher 
Potentiale betrachtet. Da die Zusammensetzung des Kölner Sperrmülls nicht im De-
tail bekannt ist, werden an dieser Stelle erneut die Daten aus der o. g. bundesweiten 
Hausmüllanalyse aufgegriffen, bei der Sperrmüllsichtungen, u. a. auch im Hinblick 
auf den wiederverwendbaren Anteil, durchgeführt wurden. In dieser Analyse wurden 
als Hauptfraktionen des Sperrmülls die Holzmöbel (Tische, Stühle, Schränke etc. mit 
ca. 39 Gew.-%) und die Polster- und Verbundmöbel (Möbel aus verschiedenen Ma-
terialien, die sich funktions- und herstellungsbedingt in der Regel nur schwer trennen 
–––– 
31 Die ansonsten trockenen Wertstoffe (wie z. B. Papier und Kunststoffe) weisen – wenn sie gemeinsam mit dem Restmüll ent-
sorgt und im Zuge einer Sortieranalyse aus diesem aussortiert werden - durch Anhaftungen und erhöhte Feuchte eine hö-
here Masse auf, als wenn sie getrennt erfasst worden wären.

Entwurf des Gesamtkonzepts Identifikation von Abfallvermeidungspotentialen 
Wuppertal Institut | 52 
 
lassen, mit 22 Gew.-%) ermittelt. Die Einschätzungen zum Wiederverwendungspo-
tential im Sperrmüll ergaben einen Anteil von ca. 9 Gew.-% am Gesamtsperrmüllauf-
kommen aus privaten Haushalten in Deutschland. Den größten Anteil an dieser 
Menge haben die Holzmöbel mit ca. 50 %, sowie die Polster- und Verbundmöbel mit 
ca. 36 %. Nimmt man eine vergleichbare Sperrmüllzusammensetzung für Köln an 
(Abweichungen sind allein aufgrund der höheren spezifischen Menge zu erwarten) 
würde dies ausgehend von 9 % der Sperrmüllmenge der Jahre 2018/2019 eine po-
tenziell wiederverwendbare Menge von etwa 3,6 kg/(EW*a) ausmachen. Der Sperr-
müll wird in Köln bereits jetzt sortiert und Wertstofffraktionen (v. a. Holz und Metalle) 
in einer Größenordnung von 50-60 % herausgeholt und verwertet. 
5.3 Vergleich mit Abfallmengen anderer Zero-Waste-Städte  
Um Abfallmengen und Abfallvermeidungspotentiale für Köln besser einordnen zu 
können, wird an dieser Stelle ein kurzer Vergleich mit den Eckdaten anderer europä-
ischer Zero-Waste-Städte vorgenommen. Grundlage für die Auswertung ist eine von 
ZWE unveröffentlichte Datenerhebung, die in anonymisierter Form genutzt werden 
durfte. 
Von den 472 gelisteten Städten sind 459 Städte bereits als Zero-Waste-Städte de-
klariert, 13 haben den “Candidate”-Status. „Candidate“ Status bedeutet, die Stadt hat 
sich für das Programm beworben, ist aber noch nicht abschließend als Zero-Waste- 
Stadt zugelassen. Die meisten Städte im Zero Waste City Programm sind Klein-
städte. Mit wenigen Ausnahmen: Eine gelistete Stadt hat über 1 Mio., 3 über 
500.000, 6 über 200.000 und 11 Städte über 100.000 Einwohner*innen. Darüber hin-
aus liegt ein Großteil der Städte in Süd- oder Osteuropa. Die Infrastruktur zur Samm-
lung der Abfälle ist oft nicht vergleichbar. Manche Abfallfraktionen werden nach wie 
vor nur unzureichend oder gar nicht getrennt gesammelt, z. B. Biomüll oder Sperr-
müll. 32 Die Daten sind daher nicht direkt vergleichbar und geben eher einen Hinweis 
darauf, mit welchen Mengen andere europäische Städte operieren. 
Für 462 Städte liegen Daten zur Menge des Siedlungsabfalls vor: 
 durchschnittlich werden 437 kg pro Einwohner*in bei den Zero-Waste-Städten 
eingesammelt, bei den Kandidaten Städten sind es durchschnittlich 468 
kg/EW, 
 die Bandbreite liegt von 70 kg/EW bis 968 kg/EW,  
–––– 
32 Alle Daten sind bereit gestellt aber unveröffentlicht von Zero Waste Germany/Zero Waste Europe, Februar 2021; 
aufbereitet durch circulatemore/INFA.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
53 | Wuppertal Institut 
 Städte mit über 500.000 Einwohner*innen liegen zwischen 270 und bis 516 
kg/EW. 
Im Vergleich: EUROSTAT (2020) gibt eine Zahl von durchschnittlich 505 kg/EW aus. 
Im Jahr 2021 lag Köln bei 474 kg/EW - ziemlich genau im Durchschnitt der Kandida-
ten-Städte. 
Die Rate der Getrennterfassung liegt bei durchschnittlich 68 % bei den Zero Waste 
und 42 % bei den Kandidaten-Städten. Im Vergleich: Köln hatte 2021 eine Getrenn-
terfassungsrate von 51 %. Die Menge des anfallenden Restmülls liegt (errechnet) 
bei durchschnittlich 142 kg/EW für Zero Waste und 266 kg/EW für Candidate Cities. 
Zum Vergleich: Köln hat 2021 226 kg Restmüll (inklusive Schadstoffe) pro Einwoh-
ner*in erfasst (siehe Abbildungen in Anhang 1).

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Zero-Waste-Zielkatalog 
Wuppertal Institut | 54 
 
6 Der Zero-Waste-Zielkatalog 
Dieses Kapitel stellt den Zero-Waste-Zielkatalog der Stadt Köln vor. Die erstellten 
Ziele orientieren sich an den konkreten Anforderungen von ZWE und dem Green 
City Accord. Bislang hat die Stadt Köln bereits einige Ziele zur Abfallvermeidung for-
muliert, welche durch das vorliegende Konzept weiter ausgebaut und konkretisiert 
wurden. Hier ist darauf hinzuweisen, dass die Ziele zum Zeitpunkt des Entwicklungs-
prozesses des Konzepts definiert wurden. In den folgenden Jahren können diese 
Ziele aufgrund sich verschärfender gesetzlicher Anforderungen überprüft und ggf. 
angepasst werden. 
6.1 Anforderungen von Zero Waste Europe und dem Green City Accord 
Basierend auf der langjährigen Expertise der gemeinnützigen Umweltorganisation 
ZWE wurde ein Zertifizierungsstandard für Zero-Waste-Cities entwickelt. Dieser soll 
einerseits dazu genutzt werden, die leistungsstärksten Städte in Europa anzuerken-
nen, gleichzeitig aber auch als Aufgabenliste für lokale Behörden dienen, die ein 
Zero-Waste-Rahmenprogramm entwickeln. Eine Zero-Waste-City ist demnach eine 
Stadt oder Kommune, die sich deutlich ambitionierte Ziele zur Abfallvermeidung 
setzt und dadurch die gesetzlichen Vorgaben übersteigt. Grundsätzlich soll die Zerti-
fizierung dazu anregen, dass sich Städte konkrete Zero-Waste-Ziele setzen und 
dazu flankierende Maßnahmen erarbeiten. Der Zertifizierungsprozess besteht dabei 
aus fünf Schritten33:  
1 | Interessensbekundung: Zunächst muss die Stadt ihre Bewerbung bei den loka-
len ZWE-Mitgliedern und bei der Mission Zero Academy einreichen, in der sie ihr 
Interesse, eine Zero Waste City zu werden, bekundet.  
2 | Verpflichtung: Die Stadt erstellt gemäß den Anforderungen von ZWE eine ei-
gene Roadmap zur Zertifizierung. Dadurch erwirbt sie den Status einer Zero 
Waste Candidate City. 
3 | Umsetzung: Innerhalb von maximal zwei Jahren muss die Stadt die Anforderun-
gen an eine Zertifizierung umsetzen und den offiziellen Prüfer*innen Nachweise 
bereitstellen.  
4 | Zertifizierung: Nach einer erfolgreichen Beurteilung erhält die Stadt den Status 
einer Zero-Waste-Certified-City.  
–––– 
33 Mission Zero Waste Academy o. D.-a.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
55 | Wuppertal Institut 
5 | Jährliche Verbesserung: Nachdem die Stadt zertifiziert wurde, muss sie jährli-
che Optimierungen vornehmen, um die Ergebnisse zu überwachen und zu ver-
bessern. Dazu gibt es alle drei Jahre einen neuen Auditprozess, der den Zertifi-
zierungsstatus erneut bestätigt. Zudem besteht die Möglichkeit, im Rahmen ei-
nes 5-Sterne-Programms eine höhere Stufe zu erreichen.  
Diese Schritte verdeutlichen, dass der Status einer Zero-Waste-Certified-City erst 
erreicht werden kann, wenn über mehrere Jahre die Anforderungen umgesetzt und 
validiert werden. Die Einsendung einer Interessensbekundung und die Erstellung ei-
nes Zero-Waste-Konzepts bilden dabei den Grundbaustein und führen daher zu-
nächst zu dem Status “Candidate City”.  
Der Zertifizierungsstandard basiert auf einem Punktesystem, das verpflichtende und 
punktbasierte Kriterien enthält. Die verpflichtenden Kriterien sind als Mindestanforde-
rungen an eine abfallfreie Stadt anzusehen, während die punktbasierten Kriterien als 
zusätzliche Kriterien verstanden werden können. Setzt eine Stadt Maßnahmen um, 
die neben den verpflichtenden ebenfalls punktbasierte Kriterien erfüllt, erhält die 
Stadt zusätzliche Punkte. Die Zertifizierungsstufe und die darauf folgende Stern-
Stufe (es können bis zu fünf Sterne erreicht werden) ergibt sich dann aus der 
Summe der gesammelten Punkte.34 Tabelle 5 gibt eine vereinfachte Übersicht über 
die von ZWE festgelegten Kriterien und deren Umsetzungsnotwendigkeit (verpflich-
tend oder zusätzlich mit Punkten).35 Auf der linken Seite ist aufgeführt, welcher Sta-
tus mit den jeweiligen Kriterien angestrebt wird. 
Tabelle 5: Übersicht der von ZWE festgelegten Kriterien an eine Zero Waste Candidate bzw. Zero Waste Certified City 
 
Verpflichtungs-
phase 
A1) Veröffentlichung der Verpflichtung, eine Zero-Waste-City zu wer-
den Pflicht 
A2) Festlegung von Zielen für das Restmüllaufkommen  Pflicht 
A3) Reduzierung der Abfallmenge, die der Verbrennung zugeführt wird 
bzw. keine Erhöhung der Verbrennungskapazität  Pflicht 
A4) Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen  Pflicht 
  
–––– 
34 Die Anzahl der Sterne veranschaulicht das Ambitionsniveau der Gemeinde. 
35 Mission Zero Waste Academy (o. D.-b).

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Zero-Waste-Zielkatalog 
Wuppertal Institut | 56 
 
 
Vorbereitungsphase 
B1) Festlegung einer Zero-Waste-Strategie, inkl. Müllreduktionsziele Pflicht 
B2) Verpflichtende Situationsanalyse (u. a. Zusammensetzung des Ab-
falls)  Pflicht 
B3) Festlegung von Zielen für die Steigerung der Menge an gesammel-
ten und recycelten festen Siedlungsabfällen  Pflicht 
B4) Erhebung von Daten über das Niveau des Abfallaufkommens und 
des Recyclings Pflicht 
B5) Sammlung von Daten über Abfallvermeidungsmaßnahmen 3 Pkt. 
B6) Ernennung von Mitarbeitenden (Zero Waste Focal Point) der die 
Umsetzung und Koordination des Zero-Waste-Plans leitet  Pflicht 
B7) Errichtung eines breiten Managementteams 2 Pkt. 
B8) Errichtung eines Zero Waste Advisory Boards (ZWAB) Pflicht 
B9) Konsultation von Einwohner*innen bei der Gestaltung des Zero-
Waste-Plans Pflicht 
B10) Analyse der Beschaffungsprozesse zur Reduzierung von Abfällen 
entlang der Lieferketten  Pflicht 
B11) 
Implementierung von Anforderungen zur Abfallvermeidung und ver-
besserter Verfügbarkeit von recyceltem Material in öff. Beschaf-
fungsverfahren  
4 Pkt. 
B12) Schulungen für die beteiligten Mitarbeitenden  Pflicht 
B13) Weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung (z. B. Exkursionen) 3 Pkt. 
B14) Zusammenarbeit mit anderen Städten für Fortbildungsmaßnahmen  1 Pkt. 
B15) Aufforderung der Abfallunternehmen zur Transparenzerhöhung im-
portierter und exportierter Abfälle 3 Pkt. 
 
Umsetzungs- und Wirkungsphase 
C1) Umsetzung eines Abfallwirtschaftssystems mit bestimmten Min-
destanforderungen Pflicht 
C2) Getrennte Sammlung des lokal anfallenden Abfalls 14 Pkt. 
C3) Umsetzung eines Managementprogramms für Bioabfälle Pflicht 
C4) Sammlung von Bioabfällen gemäß des Managementprogramms 6 Pkt. 
C5) 
Etablierung eines Systems zur getrennten Sammlung von Gegen-
ständen, die nicht regulär durch die Müllabfuhr gesammelt werden 
können  
Pflicht 
C6) Verbesserung der Vielfalt der Abfallströme, die getrennt gesammelt 
werden 5 Pkt.  
C7) Kontinuierliche Überprüfung des Niveaus und der Menge des Ab-
fallaufkommens, Recyclings und der Vermeidungsmaßnahmen  
Pflicht 
C8) Sammlung und Veröffentlichung der wirtschaftlichen Auswirkungen 
des Plans 
Pflicht 
C9) Regelmäßige Durchführung von Restmüllanalysen Pflicht 
C10) Stetige Bemühungen, das Restmüllaufkommen pro Kopf zu mini-
mieren  9 Pkt. 
C11) Schaffung wirtschaftlicher Anreize für die Reduzierung der Abfall-
menge 4 Pkt. 
C12) Förderung der aktiven Teilnahme an lokalen Zero-Waste-Program-
men  3 Pkt. 
C13) Etablierung eines Plans, um Abfälle in der Öffentlichkeit zu vermei-
den  2 Pkt. 
C14) Implementierung von Maßnahmen zur Abfallvermeidung im Zu-
ständigkeitsbereich der Städte 10 Pkt.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
57 | Wuppertal Institut 
C15) Unterstützung umfassender Maßnahmen zur Abfallvermeidung  10 Pkt. 
C16) Implementierung von Zero-Waste-Strategien für stadteigene Ge-
bäude 3 Pkt. 
C17) Unterstützung bei der Umgestaltung von Produkten zur verbesser-
ten Kreislaufführung  3 Pkt. 
 
Kommunikations- und Bildungsphase 
D1) Überprüfung der Einhaltung der Zero Waste Cities-Kriterien sowie 
deren Verbesserung und jährliche Veröffentlichung eines Berichts Pflicht 
D2) Regelmäßige Kommunikation mit den Einwohner*innen über den 
Zero-Waste-Plan und Änderungen in der Abfallwirtschaft  Pflicht 
D3) Sichtbar machen der Zero Waste-Verpflichtung in der internen und 
externen Kommunikation 3 Pkt. 
D4) Verankerung von Zero Waste-Bildungsinhalten in Schulen und Kin-
dergärten 4 Pkt. 
D5) Schaffung von Netzwerken mit Kommunen in ganz Europa und dar-
über hinaus Pflicht  
D6) Schaffung formaler Partnerschaften mit lokalen Interessengruppen  3 Pkt. 
D7) Bewertung und Kommunikation der positiven Klimaauswirkungen 
des Plans 4 Pkt. 
D8) Verknüpfung der SDGs im Zero Waste-Plan  1 Pkt.  
Quelle: Eigene Darstellung, angelehnt an Mission Zero Waste Academy o. D.-b. 
 
Darüber hinaus können die Anforderungen des Green City Accord berücksichtigt 
werden. Der Green City Accord ist eine Bewegung, die europäische Bürgermeis-
ter*innen dazu ermutigen soll, sich für saubere und gesündere Städte einzusetzen.36 
Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung verpflichten sich die Städte dazu, fünf Be-
reiche des Umweltmanagements anzugehen: Luftqualität, Gewässer, Umwelt und 
Artenvielfalt, Kreislaufwirtschaft und Abfall sowie Lärmbelästigung. Dadurch wird er-
wartet, dass die Bemühungen in diesen Bereichen verstärkt werden und alle drei 
Jahre über Fortschritte berichtet wird. Für den Bereich Kreislaufwirtschaft und Abfall 
sind dabei folgende verpflichtende Indikatoren vorgegeben:37  
 Pro-Kopf-Aufkommen an Siedlungsabfällen (in Tonnen)  
 Anteil der deponierten Siedlungsabfälle (in Prozent) 
 Recyclingquote von Siedlungsabfällen (in Prozent).  
Mithilfe des Monitorings dieser Indikatoren soll die Bewirtschaftung von Siedlungsab-
fällen verbessert, das Abfallaufkommen und Deponierung erheblich reduziert und die 
Wiederverwendung, die Reparatur und das Recycling gesteigert werden.  
–––– 
36 Europäische Kommission o. D.-b. 
37 Europäische Kommission 2022.

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Zero-Waste-Zielkatalog 
Wuppertal Institut | 58 
 
Die Stadt Köln ist derzeit noch keine Unterzeichnerin des Green City Accord. Über 
eine mögliche zukünftige Unterzeichnung wird im Anschluss an die Veröffentlichung 
des Zero-Waste-Konzepts entschieden. 
6.2 Zielerreichungsgrad als Zero-Waste-City mit den bisherigen Zielen und 
Maßnahmen in Köln 
Das Ziel dieses Zero-Waste-Konzepts ist es, einen klaren Rahmen für die Abfallver-
meidung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu bieten und eine Zertifizie-
rung als Zero-Waste-City durch ZWE anzustreben. Für die weitere Konzeptualisie-
rung stellt sich die Frage, inwiefern die bisherigen Ziele und Maßnahmen in Köln be-
reits die vorgestellten Kriterien von ZWE erfüllen und wo ggf. noch Bedarf einer Er-
weiterung besteht. Die nachfolgende Tabelle stellt die Kriterien den bisherigen Zielen 
und einer Auswahl an Maßnahmen in Köln gegenüber. Somit werden Lücken aufge-
zeigt, welche es mit Hilfe des innerhalb dieses Konzepts zu erstellenden Ziel- und 
Maßnahmenkatalogs zu schließen gilt.

Entwurf des Gesamtkonzepts  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
59 | Wuppertal Institut 
Tabelle 6: Gegenüberstellung ZW-Kriterien und bisheriger Ziele und Maßnahmen in Köln  
 Kriterium Art Bereits adressiert in Aktivitäten  
Vorbereitungsphase 
A1) Veröffentlichung der Verpflichtung, eine Zero-
Waste-City zu werden Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
A2) Festlegung von Zielen für das Restmüllaufkom-
men  Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
 
A3) Reduzierung der Abfallmenge, die der Verbren-
nung zugeführt wird Pflicht Ja, siehe bisherige Bestrebungen im Abfallwirtschafts-
konzept  
A4) Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen  Pflicht 
Ja, u. a.: Projekt „NEiS“ an Hochschulen in Köln 
(Thema: Vermeidung Lebensmittelverschwendung, 
Mehrweg); Informationswebseiten zur Mülltrennung, 
Päd. Beratungsangebote und Umweltbildungsaktionen 
der AWB Köln für alle Altersgruppen 
Vorbereitungsphase 
B1) Festlegung einer Zero Waste-Strategie, inkl. Müll-
reduktionsziele Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
B2) Verpflichtende Situationsanalyse (u. a. Zusam-
mensetzung des Abfalls)  Pflicht Ja 
B3) 
Festlegung von Zielen für die Steigerung der 
Menge an gesammelten und recycelten festen 
Siedlungsabfällen  
Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
B4) Erhebung von Daten über das Niveau des Abfal-
laufkommens und des Recyclings Pflicht Ja 
B5) Sammlung von Daten über Abfallvermeidungs-
maßnahmen freiwillig Teilweise, u. a.: Beteiligungsportal der Stadt Köln 
B6) 
Ernennung von Mitarbeitenden (Zero Waste Focal 
Point) der die Umsetzung und Koordination des 
Zero Waste-Plans leitet  
Pflicht Ja 
B7) Errichtung eines breiten Managementteams freiwillig Teilweise 
B8) Errichtung eines Zero Waste Advisory Boards 
(ZWAB) Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
B9) Konsultation von Einwohner*innen bei der Ge-
staltung des Zero Waste-Plans Pflicht Ja, u. a.: durch das Kölner Beteiligungsportal  
B10) Analyse der Beschaffungsprozesse zur Reduzie-
rung von Abfällen entlang der Lieferketten  Pflicht Teilweise, durch Erarbeitung des Konzepts 
B11) 
Implementierung von Anforderungen zur Abfall-
vermeidung und verbesserter Verfügbarkeit von 
recyceltem Material in öff. Beschaffungsverfahren  
freiwillig Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
B12) Schulungen für die beteiligten Mitarbeitenden  Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
B13) Weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung (z. B. 
Exkursionen) freiwillig Ja, z. B. Exkursionen und Lehrer*innenfortbildungen zu 
AWB und AVG 
B14) Zusammenarbeit mit anderen Städten für Fortbil-
dungsmaßnahmen  freiwillig Nein 
B15) 
Aufforderung der Abfallunternehmen zur Trans-
parenzerhöhung importierter und exportierter 
Abfälle 
freiwillig Nein

Entwurf des Gesamtkonzepts Der Zero-Waste-Zielkatalog 
Wuppertal Institut | 60 
 
Umsetzungs- und Wirkungsphase 
C1) Umsetzung eines Abfallwirtschaftssystems mit be-
stimmten Mindestanforderungen Pflicht 
Ja: Sammlung 5 wichtiger Abfallströme: Papier, Kunst-
stoff, Glas, Bioabfälle, Textilien  aber noch nicht alle 
verpflichtend 
C2) Getrennte Sammlung des lokal anfallenden Ab-
falls freiwillig Ja 
C3) Umsetzung eines Managementprogramms für Bi-
oabfälle Pflicht 
Ja, u. a.: Kostenlose Biotonne, Speiserestetonne für 
Gewerbekund*innen, Abholung von Grünschnitt, Ver-
gärungsanlage 
C4) Sammlung von Bioabfällen gemäß des Manage-
mentprogramms freiwillig Ja, siehe oben. 
C5) 
Etablierung eines Systems zur getrennten Samm-
lung von Gegenständen, die nicht regulär durch 
die Müllabfuhr gesammelt werden können  
Pflicht 
Ja, u. a.: dezentrale Sammlung in den Stadtvierteln für 
Elektroaltgeräte, Abholung und ggf. Restauration von 
Sperrmüll  
C6) Verbesserung der Vielfalt der Abfallströme, die 
getrennt gesammelt werden freiwillig Nein, da erst in Zukunft realisierbar 
C7) 
Kontinuierliche Überprüfung des Niveaus und der 
Menge des Abfallaufkommens, Recyclings und 
der Vermeidungsmaßnahmen  
Pflicht Ja 
C8) Sammlung und Veröffentlichung der wirtschaftli-
chen Auswirkungen des Plans Pflicht Nein, erst nach Veröffentlichung des Konzepts 
C9) Regelmäßige Durchführung von Restmüllanalysen Pflicht Ja 
C10) Stetige Bemühungen, das Restmüllaufkommen 
pro Kopf zu minimieren  freiwillig Ja, u. a.: durch Flohmärkte & Aufklärungsarbeit 
C11) Schaffung wirtschaftlicher Anreize für die Redu-
zierung der Abfallmenge freiwillig Nein 
C12) Förderung der aktiven Teilnahme an lokalen Zero 
Waste-Programmen  freiwillig Ja, u. a.: Schüler*innenwettbewerb zum Thema Um-
welt- und Klimaschutz, Aktionswochen in Schulen 
C13) Etablierung eines Plans, um Abfälle in der Öffent-
lichkeit zu vermeiden  freiwillig Ja, u. a.: Sag’s uns-App, Grillscouts 
C14) Implementierung von Maßnahmen zur Abfallver-
meidung im Zuständigkeitsbereich der Städte freiwillig Ja, u. a.: Fahrradwerkstatt zur angeleiteten Reparatur, 
Tauschbörsen 
C15) Unterstützung umfassender Maßnahmen zur Ab-
fallvermeidung  freiwillig Ja, u. a.: Unterstützung bei der Kippensammel-Aktion 
„Müllfrei.er.leben“ 
C16) Implementierung von Zero Waste-Strategien für 
stadteigene Gebäude freiwillig  Teilweise, in Form von Pilotprojekten 
C17) Unterstützung bei der Umgestaltung von Produk-
ten zur verbesserten Kreislaufführung  freiwillig Nein 
Kommunikations-/Bildungsphase 
D1) 
Überprüfung der Einhaltung der Zero Waste Cities-
Kriterien sowie deren Verbesserung und jährliche 
Veröffentlichung eines Berichts 
Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
D2) 
Regelmäßige Kommunikation mit den Einwoh-
ner*innen über den Zero Waste-Plan und Ände-
rungen in der Abfallwirtschaft  
Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
D3) Sichtbar machen der Zero Waste-Verpflichtung in 
der internen und externen Kommunikation freiwillig Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
D4) Verankerung von Zero Waste-Bildungsinhalten in 
Schulen und Kindergärten freiwillig Ja, u. a.: Pädagogische Beratungsangebote der AWB, 
Nachhaltigkeitsnetzwerk Kölner Schulen 
D5) Schaffung von Netzwerken mit Kommunen in ganz 
Europa und darüber hinaus Pflicht Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
D6) Schaffung formaler Partnerschaften mit lokalen In-
teressengruppen  freiwillig Nein 
D7) Bewertung und Kommunikation der positiven 
Klimaauswirkungen des Plans freiwillig Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
D8) Verknüpfung der SDGs im Zero Waste-Plan  freiwillig Nein, erst durch Veröffentlichung des Konzepts 
Quelle: Eigene Darstellung

Deutlich wird, dass einige der verpflichtenden Kriterien von den aktuellen Zielen und 
Maßnahmen von Köln nicht erfüllt werden und somit eine Schärfung der Ziele not-
wendig ist. In den folgenden Kapiteln wird der Prozess der Zieldefinition und die für 
Köln gesetzten Ziele erläutert. 
6.3 Methodisches Vorgehen bei der Zieldefinition 
Die Definition der Ziele erfolgte in einem partizipativen Prozess, um somit möglichst 
realistische und auch erreichbare Ziele zu entwickeln. Sie sollen ambitioniert sein 
und somit nicht nur den aktuellen Trend fortschreiben. Die Zieldefinition für Köln er-
folgte in sechs Schritten: 
1 | Recherche bisheriger Zielsetzungen 
2 | Gegenüberstellung der bisherigen Ziele mit ZWE-Kriterien 
3 | Erstellung von Zielvorschlägen 
4 | Diskussions- und Austauschformate 
5 | Anpassung/Überarbeitung der Ziele 
6 | Finalisierung der Ziele in Kombination mit dem Maßnahmenkatalog 
Zunächst wurden mit Hilfe einer Desktop Recherche 68 Kölner Ziele identifiziert. 
Diese stammen aus dem Kommunalen Abfallwirtschaftskonzept, der Stadtstrategie 
Köln, dem Sachstandsbericht aus 2021 und der Klimaneutralitätsstrategie.38 Im zwei-
ten Schritt wurden diese Ziele den ZWE-Kriterien gegenübergestellt. Basierend auf 
dieser Gegenüberstellung wurden Zielvorschläge entwickelt, welche die bisherigen 
Ziele zum einen erweitern und zum anderen ergänzen und somit Lücken schließen. 
Im nächsten Schritt wurden die Ziele mit allen im Prozess beteiligten Personen der 
Stadt Köln sowie der Abfallwirtschaftsbetriebe diskutiert und auf Umsetzbarkeit ge-
prüft. Hierbei hat zunächst ein gemeinsamer Workshop stattgefunden, welcher im 
Nachgang durch bilaterale Diskussions- und Austauschformate ergänzt wurde. Ziel 
der Veranstaltungen war es, Ziele für Köln zu entwickeln, die zum einen die Kriterien 
von ZWE erfüllen und zum anderen tatsächlich auch erreichbar sind. Aus diesem 
Grund fand die Finalisierung der Ziele in Kombination mit der Erarbeitung des Maß-
nahmenkatalogs (siehe Kapitel 9) statt.  
6.4 Die Zero-Waste-Ziele für Köln 
Für Köln wurden insgesamt sieben Zero-Waste-Ziele identifiziert. Davon sind drei 
Ziele übergeordneter Natur und vier Ziele beziehen sich konkret auf das Abfallma-
–––– 
38 AWK 2018, Stadt Köln 2020a, Stadt Köln 2020b, Stadt Köln 2022a und Stadt Köln 2022c.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
62 | Wuppertal Institut 
nagement. Bei der Zieldefinition wurden sich verändernde technologische oder regu-
latorische Rahmenbedingungen nicht berücksichtigt, um auch bei Nicht-Eintritt die-
ser Bedingungen eine erfolgreiche Umsetzung gewährleisten zu können. Die nach-
folgende Abbildung gibt einen Überblick über die festgelegten Ziele.  
 
Abbildung 22: Übersicht der festgelegten Kölner Zero-Waste-Ziele 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Übergeordnete Ziele 
Ü1: Das erste übergeordnete Ziel bezieht sich auf die Siedlungsabfälle in Köln. Die 
Ausgangsbasis zur Formulierung des Ziels stellen die Mengen des Siedlungsabfal-
laufkommens in 2021 in Höhe von 474 kg pro Kopf dar. Eine 15-prozentige Reduk-
tion würde demnach im Jahr 2035 zu Siedlungsabfällen in Höhe von 403 kg pro Kopf 
führen. Damit das Ziel erfolgreich und langfristig verfolgt wird, wurden zusätzlich 
Teilziele für 2030 und 2040 formuliert. Das Ziel für 2030 ist eine Reduktion in Höhe 
von 5 % (das entspricht 450 kg/(EW*a)) und für 2040 eine Reduktion in Höhe von 
20 % (d. h. 380 kg/(EW*a). 
Ü2: Bei dem zweiten übergeordneten Ziel wurde die Restmüllmenge fokussiert. 
Auch hier bilden die Restmüllmengen aus 2021 die Basis. Sie betrug 225 kg pro 
Kopf, sodass für 2035 eine Reduktion um 30 % zu einer Zielmenge in Höhe von 
160 kg pro Kopf führt. Ebenso wie bei dem ersten übergeordneten Ziel wurden auch 
hier Teilziele für 2030 und 2040 formuliert. Bis 2030 wird eine Reduktion um 20 % 
(180 kg/(EW*a)) und bis 2040 eine Reduktion um 40 % (135 kg/(EW*a)) angestrebt. 
Ü3: Neben den quantitativen Zielen wird bei dem dritten übergeordneten Ziel die 
Sensibilisierung der Bürger*innen fokussiert. Es wird angestrebt, mehrere jährliche 
Übergeordnete Ziele Ziele für das Abfallmanagement
Siedlungsabfälle bis 2035 um 15 % 
(403 kg pro Kopf und Jahr) reduzieren. 
Langfristig sollen weniger als 
380 kg/(E*a) erreicht werden.
Restmüllmenge bis 2035 um 30 % 
(160 kg pro Kopf pro Jahr) reduzieren. 
Langfristig sollen weniger als 
140 kg/(E*a) erreicht werden.
Sensibilisierung der Kölner*innen durch 
(jährlich stattfindende) Zero-Waste –
Veranstaltungen und Aktionen 
Reduzierung der deponierten 
Abfallmenge auf 54 kg pro Kopf und 
Jahr auf langfristige Sicht
Fehlwurfquoten werden erfasst und bis 
2050 dauerhaft reduziert.
Anteil getrennt gesammelter 
Siedlungsabfälle bis 2040 auf 60 % 
erhöhen. Die nationale Recyclingquote 
wird erreicht und wenn möglich sogar 
überstiegen. 
Ü1
Ü1
Ü3
Ü2
A1
A2
A4
Die Anschlussquote der Biotonne soll 
bis 2030 bei 80 % liegen, bei einer 
Fehlwurfquote von 1 %.
A3

Gesamtkonzept Der Zero-Waste-Zielkatalog 
Wuppertal Institut | 63 
Veranstaltungen und Aktionen für Zero Waste durchzuführen, um eine Identifikation 
der Bürger*innen mit dem Thema zu erreichen und ein eigenständiges Handeln zu 
ermöglichen.  
Ziele des Abfallmanagements 
Neben den übergeordneten Zielen wurden im Speziellen Ziele für das Abfallmanage-
ment festgelegt. 
A1: Das erste Ziel besteht darin, die Entsorgung auf Deponien insoweit zu reduzie-
ren, dass auf lange Sicht nur noch 54 kg pro Kopf und Jahr deponiert werden. Pro-
zentual entsprechen diese 54 kg/EW 10 % der Gesamtabfallmenge (basierend auf 
der Abfallmenge des Jahres 2021 in Höhe von 511.554 Tonnen).  
A2: Das zweite Ziel für das Abfallmanagement zielt darauf ab, die Fehlwurfquoten zu 
reduzieren. Es wird angestrebt, dass alle gesammelten Abfälle erfasst und bis 2050 
dauerhaft reduziert werden. Dies soll dazu beitragen, die Möglichkeiten des Recyc-
lings zu erhöhen. 
A3: Die Anschlussquote der Biotonne soll zusätzlich bis 2030 auf 80 % erhöht wer-
den. Dabei soll gleichzeitig die bereits sehr niedrige Fehlwurfquote der Bioabfälle bei 
unter 1 % verbleiben.  
A4: Ebenso wie das erste übergeordnete Ziel bezieht sich das vierte Ziel für das Ab-
fallmanagement auf Siedlungsabfälle. Es wird angestrebt, den Anteil der getrennt 
gesammelten Siedlungsabfälle bis 2040 auf 60 % zu erhöhen. Als Teilziel für 2030 
wurde ein Zielwert von 55 % festgelegt. Als Basis dient der Anteil des getrennt ge-
sammelten Siedlungsabfalls aus 2021 in Höhe von 50 %. Darüber hinaus soll die na-
tionale Recyclingquote von 65 % erreicht und wenn möglich sogar überstiegen wer-
den.39 Da eine verbesserte Getrenntsammlung wesentlich zur Steigerung der Recyc-
lingquote beiträgt, wurden beide Zielgrößen im dritten Ziel kombiniert.  
6.5 Zusammenhang der Zero-Waste-Ziele mit den SDGs 
Die UN-Nachhaltigkeitsziele (im Englischen Sustainable Development Goals, kurz 
SDGs) wurden von den Vereinten Nationen ratifiziert, um ein einheitliches Zielsys-
tem für Entwicklungsmaßnahmen aller Länder zu besitzen. Die 17 Ziele adressieren 
drei Säulen: soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit. Sie sind in 169 
Unterziele (targets) aufgeteilt und enthalten 217 Indikatoren zur Messung dieser 
–––– 
39 Die Getrennsammlunsquote bezieht sich auf die getrennt gesammelten Abfallströme, welcher im Anschluss einer Verwertung 
(z.B. in Form einer thermischen Verwertung oder Recycling) zugeführt werden. Die Recyclingquote umfasst lediglich die 
Stoffe, welche nach einer getrennten Sammlung tatsächlich einem Recyclingprozess zugeführt werden.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
64 | Wuppertal Institut 
Ziele.40 Im Folgenden wird kurz erläutert, welche SDG Ziele konkret die Abfallvermei-
dung behandeln und in welchem Umfang weitere SDGs durch eine Abfallvermeidung 
beeinflusst werden. 
Die Abfallvermeidung und die Ressourcenschonung werden konkret in SDG 12 “Ver-
antwortungsvoller Konsum und Produktion” adressiert. Insbesondere wird die Re-
duktion von Abfällen durch Vermeidung, Reduktion, Recycling und Wiederverwen-
dung bis 2030 adressiert (SDG 12.5). Darüber hinaus wird die Reduktion der allge-
meinen Abfallmengen, der Lebensmittelabfälle und die Erhöhung der Ressourcenef-
fizienz in Produktionsprozessen angesprochen. 
Neben SDG 12 besitzen weitere Ziele einen Bezug zur Abfallvermeidung. Das “Le-
ben unter Wasser” und “Leben an Land” (SDG 14, SDG 15) sind durch (Kunststoff-) 
Vermüllung im Besonderen, zudem auch durch (metallische) schadstoffhaltige Ab-
fälle wie Blei, Kadmium, Quecksilber, Mangandioxid, Kalilauge oder Schwefelsäure 
stark beeinträchtigt. Gelangen Abfälle in das saubere Trinkwasser (SDG 6) oder die 
Ernährung, so ist auch das Ziel SDG 3 Gesundheit im Fokus. Dort können Kunst-
stoffabfälle jahrelang verbleiben und werden durch mechanische Kräfte sowie UV-
Lichtstrahlung in immer kleinere Bestandteile zerteilt. 
Als Reifenabrieb aus dem Verkehrssektor und als Textilfasern bei der Wäsche wird 
Mikroplastik schon beim täglichen Gebrauch ins Abwasser gespült und gelangt auf 
diesem Wege durch das Grundwasser beispielweise auch in Nahrungsmittel.41  
Deutschland hat daraus eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielen 
abgeleitet, denen sich Köln explizit in den Kölner Perspektiven 2030+ verpflichtet 
hat. Die Entwicklung und Umsetzung des Zero-Waste-Konzepts in Köln verbindet 
Argumente aus beiden Strategien und stellt nicht nur den Klimaschutz, sondern mit 
der Abfallvermeidung auch die Nachhaltigkeit in den Vordergrund. 
–––– 
40 United Nations 2022. 
41 Rösler 2022.

Gesamtkonzept Beteiligungsformen bei der Konzeptentwicklung 
Wuppertal Institut | 65 
7 Beteiligungsformen bei der Konzeptentwicklung  
Um die Akzeptanz des zu entwickelnden Zero-Waste-Konzepts für die Stadt Köln 
sicherzustellen, wurde im Rahmen des Citizen Science-Gedankens eine Beteiligung 
möglichst vieler Multiplikator*innen angestrebt.42 Diese sollten sowohl in Form eines 
offenen Beteiligungsportals auf einer zentralen Website der Stadt Köln als auch über 
Workshops die Gelegenheit haben, Vorschläge, Wünsche und Ideen einzubringen, 
die nach Prüfung Eingang in das Zero-Waste-Konzept finden.  
7.1 Beteiligungsportal der Stadt Köln 
Die Stadt Köln hat über das Beteiligungsportal der Stadt (https://meinungfuer.koeln/) 
die Stadtgesellschaft aufgerufen, sich an der Konzeptentwicklung zu beteiligen. 
 
 
Abbildung 23: Beteiligungsportal der Stadt Köln 
Quelle: Stadt Köln 2022b. 
 
–––– 
42 Bonn et. Al 2020.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
66 | Wuppertal Institut 
Im Zeitraum vom 24.01.2022 bis zum 06.02.2022 konnten Interessierte ihre persönli-
chen Abfallvermeidungsstrategien mitteilen und Ideen zur Abfallvermeidung vor-
schlagen. Diese wurden von den Teilnehmenden kommentiert und bewertet. Insge-
samt wurden im Beteiligungszeitraum 433 Vorschläge eingereicht. Es wurden 2.556 
Bewertungen vergeben und 299-mal wurden Vorschläge kommentiert. Im Anschluss 
wurden die Vorschläge gruppiert und zusammengefasst. Nach einer Eignungsprü-
fung durch die Stadt wurden diese Likes priorisiert. Die Vorschläge aus dem Beteili-
gungsportal wurden teilweise als neue Maßnahme in den Katalog aufgenommen o-
der in Maßnahmen aus den Workshops integriert. 
7.2 Workshops mit ausgewählten Schlüsselakteur*innen  
Mit zentralen Schlüsselakteur*innen wurden darüber hinaus Workshops durchge-
führt. Das methodische Vorgehen bei der Identifikation der Schlüsselakteur*innen, 
die Vorstellung der Workshopgruppen sowie Ablauf und Ergebnisse der Workshops 
werden nachfolgend skizziert. 
Identifikation von Schlüsselakteur*innen und Workshopgruppen 
Die zu berücksichtigenden Schlüsselakteur*innen wurden im Vorfeld der Partizipa-
tion mit der Stadt Köln und den beteiligten Akteur*innen auf städtischer Seite abge-
stimmt. Ausgehend von einem Vorschlag für mögliche Interessengruppen bei der 
Kick-Off-Veranstaltung wurden schließlich vier Akteursgruppen identifiziert (vgl. Ka-
pitel 5.2): 
 Öffentliche Verwaltung u. Bildung (ÖVB)  
 Gastronomie, Handel u. Events (GHE)  
 Zivilgesellschaft: Haushalte, Wohnen, Sozialträger, Vereine (ZV) 
 Gewerbe, Bau u. Industrie (GBI) 
Ablauf und Methode der Workshops 
Die Akteursgruppen wurden in enger Abstimmung mit den lokalen Akteur*innen des 
Konsortiums durch die Stadt Köln informiert und zu den Workshops eingeladen. Auf-
grund der Corona-Pandemie wurden die Workshops als digitale Veranstaltungen 
über das Videokonferenz-System der Stadt Köln (BigBlueButton) durch Zero Waste 
Germany e.V. mit Unterstützung des lokalen Vereins Zero Waste Köln e.V. sowie 
dem INFA-Institut durchgeführt. Zur Sammlung der Ideen und Ergebnisse wurde ein 
Online-Whiteboard (Conceptboard) genutzt.

Gesamtkonzept Beteiligungsformen bei der Konzeptentwicklung 
Wuppertal Institut | 67 
Die vier Workshops wurden entsprechend den Akteursgruppen ausgerichtet und zwi-
schen dem 09. und 17. März 2022 durchgeführt. Insgesamt haben ca. 80 Akteur*in-
nen an den Workshops teilgenommen. Die Vorbereitung, Einweisung der Moderatio-
nen, Durchführung, Auswertung und Nachbereitung der Workshops sowie der tech-
nische Support erfolgte durch den lokalen Akteur Zero Waste Köln e.V. Somit war 
ein einheitlicher Ablauf der Workshops und Arbeitsgruppen gewährleistet. Im Nach-
gang haben die Gruppenmoderator*innen jeweils die Ergebnisse zusammen- und 
vorgestellt. 
Der Ablauf der ca. 180 Minuten andauernden Workshops folgte einem einheitlichen 
Verfahren: In einer etwa 30-minütigen Einführungsphase wurde die Zero-Waste-
Konzepterstellung sowie eine allgemeine, auf die jeweilige Akteursgruppe abge-
stimmte Information zum Thema Abfall gegeben. Weiter wurden der Ablauf des 
Workshops mitgeteilt und die Akteursgruppen in Kleingruppen aufgeteilt. Während 
der Workshops waren Konsortialpartner sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung 
sowie der AWB und AVG anwesend, um mögliche Rückfragen zum Projekt direkt 
beantworten zu können. In den Gruppen wurden jeweils mit einem Moderator bzw. 
einer Moderatorin konkrete Ideen gesammelt, die auf vorbereiteten Karteikarten ein-
getragen werden konnten. Auf diesen Karten (vgl. Abbildung 24) waren die Ideen 
und die wichtigsten Schritte zur Umsetzung kurz zu beschreiben und eine Einschät-
zung zum zeitlichen Rahmen einer möglichen Umsetzung zu geben.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
68 | Wuppertal Institut 
 
Abbildung 24: Karteikarte für die Ideensammlung in den Workshops 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Am Ende der Kleingruppenarbeit ordneten die Moderator*innen die gesammelten 
Ideen nach Verantwortlichkeit und die Teilnehmenden konnten durch ein Punktesys-
tem drei Maßnahmen auswählen, die als Ergebnis im Plenum der jeweiligen Arbeits-
gruppe vorgestellt wurden. Zur Priorisierung konnten Medaillen vergeben werden, 
bei denen eine Goldmedaille mit drei Punkten, eine Silbermedaille mit zwei Punkten 
und eine Bronzemedaille einem Punkt gewichtet wurde (vgl. Abbildung 25).

Gesamtkonzept Beteiligungsformen bei der Konzeptentwicklung 
Wuppertal Institut | 69 
 
Abbildung 25: Priorisierung in den Workshops 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Ergebnisse  
Im Rahmen der Workshops wurden insgesamt 275 Abfallvermeidungsmaßnahmen 
vorgeschlagen und mit einer Medaille im Punktesystem versehen43. Die höchste 
Wertung erhielten acht Maßnahmen, die jeweils 19 Punkte erreichten. Die Ideen 
wurden von den Conceptboards in ein Excel Tabellenblatt übertragen. Im Rahmen 
einer Zusammenfassung wurden diejenigen Maßnahmen von der weiteren Auswer-
tung ausgeklammert, die im Rahmen der Bewertung durch die Teilnehmenden nicht 
mit Punkten versehen wurden, außerdem wurden gleiche bzw. ähnliche Maßnahmen 
zusammengeführt, sodass schlussendlich 100 Maßnahmen in die weitere Auswahl 
aufgenommen wurden.44 Diese Maßnahmen wurden mit einer durchgehend hohen 
Relevanz bewertet, was sich in den vergebenen Medaillen widerspiegelt. 44 % der 
Maßnahmen bekamen eine Goldmedaille und 38 % eine Silbermedaille. 
–––– 
43 Eine Goldmedaille bekam drei Punkte, eine Silbermedaille zwei und eine Bronzemedaille ein Punkt. 
44 Beim Zusammenfassen der Maßnahmen wurden der Durchschnitt der Medaillen-Punkte berechnet.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
70 | Wuppertal Institut 
Die in den Workshops genannten Maßnahmen fokussieren vordergründig die Öffent-
lichkeitsarbeit, Aufklärung & Bildung (26 %), Reuse, Recycle & Repair (16 %) sowie 
das Abfallmanagement und die politischen Rahmenbedingungen (jeweils 13 %). Im 
Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung und Bildung wurden beispielsweise 
Großkampagnen zur Erreichung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ge-
nannt, weiterhin die Aufklärung und Sensibilisierung privater Haushalte, die Förde-
rung nachhaltiger Bildungsangebote, sowie die Sensibilisierung für Mehrweg-Lösun-
gen.  
Der Großteil der Maßnahmen fokussiert die Zivilgesellschaft (46 %) und Gewerbe 
und Handel (32 %). Den übrigen Sektoren konnten weniger Maßnahmen zugeordnet 
werden: Auf den Abfallsektor entfallen 8 % der vorgeschlagenen Maßnahmen, 6 % 
auf den Bausektor, der der Akteursgruppe Industrie und Gewerbe zugeordnet wurde. 
Und jeweils 4 % der Maßnahmen konnten der Politik und der öffentlichen Verwaltung 
zugeordnet werden. Im Bereich der Zivilgesellschaft wurden unter anderem Tausch-
börsen, Verleihbars, die Wiederverwendung von Fahrrädern und Rollern, Informati-
onskampagnen zum unverpackten Einkaufen sowie die Idee einer Zero-Waste-Aus-
stellung genannt.  
Mit Blick auf die Abfallhierarchie setzt über die Hälfte der genannten Maßnahmen 
(55%) direkt bei der Abfallvermeidung an (bspw. Rettung von Lebensmittelabfällen, 
die Einführung eines flächendeckenden Pfandsystems für Einweggeschirr und -ver-
packungen, der Austausch zu Best-Practices zwischen Betrieben, Anreizen für nach-
haltiges Bauen oder Verbot oder Besteuerung von Einwegverpackungen). Die Vor-
bereitung zur Wiederverwendung stellt auch bei den genannten Maßnahmen die 
zweithöchste Ebene der Abfallhierarchie dar (19 %).

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 71 
8 Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Für die Erstellung des Maßnahmenkatalogs, der für die Erreichung der gesetzten 
Ziele maßgeblich ist, war ein strukturiertes Vorgehen erforderlich. Nach den o. g. er-
läuterten Beteiligungsformen wurden die in den Workshops und aus dem Portal ent-
standenen Maßnahmen zunächst durch weitere Maßnahmen durch die Stadtverwal-
tung und INFA ergänzt.  
Details zum methodischen Vorgehen werden im Folgenden erläutert, anschließend 
folgt der Maßnahmenkatalog. Für jede Maßnahme wurde ein Steckbrief erstellt, wel-
cher sowohl eine kurze inhaltliche Zusammenfassung als auch weitere für die Um-
setzung relevante Punkte enthält. Eine genaue Beschreibung des Aufbaus des 
Steckbriefs findet sich in Kapitel 8.1. 
8.1 Methodisches Vorgehen  
Alle aus den o. g. Quellen (Beteiligungsportal und Workshops) entstandenen und 
entwickelten Maßnahmen wurden innerhalb eines Workshops des Projektteams zu-
sammen mit der Stadtverwaltung und der AWB und AVG priorisiert45. Dabei wurden 
die Maßnahmen zunächst in Kleingruppen hinsichtlich ihrer Relevanz für das Ziel der 
Zero-Waste-City eingeschätzt. Mit den relevanten Maßnahmen für dieses Ziel wurde 
im Anschluss eine Priorisierungsmatrix ausgefüllt. Dabei wurden die Maßnahmen je 
nach Umsetzbarkeit in Köln und Effektivität bewertet. Maßnahmen, die sowohl sehr 
gut umsetzbar als auch effektiv sind (im Hinblick auf ihr Abfallvermeidungspotential), 
wurden in die weitere Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs aufgenommen. Dabei 
handelt es sich um große, solitäre, aber auch um kleine, niedrigschwellige Maßnah-
men, welche eine hohe Skalierbarkeit aufweisen. Darüber hinaus gibt es unter-
schiedliche Zeithorizonte; es sind Sofortmaßnahmen, ebenso wie mittel- und lang-
fristige Maßnahmen in der Liste enthalten. 
Diese Liste an möglichen Maßnahmen wurde daraufhin um weitere Vorschläge aus 
dem Konsortium, aus der Stadtverwaltung und dem Eigenbetrieb sowie von AWB 
und AVG ergänzt. Die folgende Abbildung veranschaulicht, aus welchen Quellen die 
unterschiedlichen Maßnahmenvorschläge stammen, welche schlussendlich den 
Maßnahmenkatalog für dieses Konzept formen. 
–––– 
45 Nähere Informationen zum Priorisierungsworkshop befinden sich in Anhang 4.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
72 | Wuppertal Institut 
 
 
Abbildung 26: Der Prozess der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Nach eingehender Sichtung aller Maßnahmen wurden sinnvolle Zusammenfassun-
gen durchgeführt sowie das Entfallen von einzelnen Maßnahmen entschieden.  In 
Anhang 3 befindet sich ein Themenspeicher aller Maßnahmen, welche während des 
Prozesses vorgeschlagen wurden. Diese können der Weiterentwicklung des Kon-
zepts in Zukunft dienen. 
Für die Kategorisierung wurden folgende Zielgruppe(n)/Akteur(e) beschlossen: 
■ Öffentliche Verwaltung u. Bildung (ÖVB) 
■ Gastronomie, Handel u. Events (GHE) 
■ Zivilgesellschaft: Haushalte, Wohnen, Sozialträger, Vereine (ZV) 
■ Gewerbe, Bau u. Industrie (GBI) 
Die einzelnen Maßnahmen werden einer oder mehreren Zielgruppen/ Akteur*innen 
zugeteilt. Für die Initiierung und Umsetzung der Maßnahmen sind verschiedene Ak-
teur*innen ggf. in Zusammenarbeit mit anderen möglichen Kooperationspartner*in-
nen zuständig. Beide Kategorien werden im Steckbrief ausgewiesen. 
Layout 
Für jede Maßnahme wurde ein Steckbrief in einem einheitlichen Layout erstellt, um 
die Übersicht zu gewährleisten. Sie enthalten folgende Informationen:

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 73 
Tabelle 7: Beispiel eines Maßnahmensteckbriefs 
Maßnah-
men- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankie-
rende 
Maßnah-
men 
lfd. Nr., diff. 
nach Maß-
nahmen-
gruppe 
Gruppen, die mit der Maßnahme 
adressiert werden: 
- Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Zivilgesellschaft: Haushalte, 
Wohnen, Sozialträger, Vereine 
[ZV]  
- Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] 
Angelehnt an Abfallhierar-
chie gem. KrWG: 
- Abfallvermeidung & Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wie-
derverwendung 
- Recycling / stoffliche 
Verwertung 
- Information, Bildung u. 
Beratung  
Nummern 
der Maß-
nahmen, 
die für die 
Umsetzung 
dieser Maß-
nahme rele-
vant oder 
unterstüt-
zend sein 
könnten  
Kurzbeschreibung Wesentliche Rahmenbedingungen und die strategischen Kern-
elemente der Maßnahme 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
Auflistung der wesentlichen Handlungsschritte 
Ziel Darstellung der Ziele, ggf. mit Bezug zu den gesetzten überge-
ordneten oder Sektor-Zielen aus AP 3 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
Akteur*innen, welche die Maßnahme initiieren und umsetzen 
(z. B. entsprechendes Amt der Stadt Köln, AWB etc.)  
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
Potenzielle Akteur*innen, die bei der Initiierung (und Umset-
zung) der Maßnahme beteiligt sein können oder diese verbrei-
ten (z. B. Zero Waste Köln e. V., Verbände/Vereine/Institutio-
nen, Unternehmen etc.) 
Betroffene Abfallströme Angabe der entsprechende(n) Fraktion(en)  
(Messbare) Erfolgsindika-
toren 
Auflistung quantitativer Faktoren, anhand derer der Erfolg der 
Maßnahme gemessen werden kann 
Kostenaufwand Grobe Einordnung des Kostenaufwands, unterteilt in Investitio-
nen und laufende Kosten, jeweils niedrig (bis ca. 50.000 €), 
mittel (50.000 – ca. 250.000 €), hoch (> 250.000 €) 
Zeitlicher Horizont Startzeitpunkt kurzfristig (ab 2023-2026), mittelfristig (ab 2026-
2030), langfristig (ab 2035)  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
 
Zusätzlich zu diesen Informationen werden die Reichweite, der Beitrag zum Klima-
schutz und den Beitrag zur Abfallvermeidung in Form einer 5-Punkte-Skala angege-
ben. 
Bewertung der Maßnahmen 
Auf Basis der konkretisierten Maßnahmensteckbriefe sollen die Effekte dieser Aktivi-
täten auf das Abfallaufkommen abgeschätzt werden. Dafür wird auf Erfahrungswerte 
aus anderen Kommunen bzw. Angaben aus der Literatur zurückgegriffen, die dann 
auf prozentuale Einsparwerte und Pro-Kopf-Angaben umgerechnet werden, um Bei-

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
74 | Wuppertal Institut 
träge zu den Zero-Waste-Zielen in Köln bestimmen zu können. Methodisch und in-
haltlich handelt es sich dabei um die Beschreibung plausibler Szenarien, wie die ge-
setzten Ziele durch die getroffene Auswahl an Maßnahmen erreicht werden könnten; 
davon deutlich abzugrenzen wären Prognosen, welche Mengeneffekte durch die 
Maßnahmen erreicht werden. Dafür notwendig wären dann aber deutlich präzisere 
Planungen für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen; beispielsweise lassen sich 
in der Literatur durchaus Angaben finden, welche Vermeidungseffekte durch Kom-
munikationskampagnen erreicht werden können. Eine quantifizierte Prognose würde 
dann jedoch eine Konkretisierung erfordern, welche Zielgruppen über welche Kom-
munikationskanäle adressiert werden – und insbesondere welches konkrete Budget 
dafür zur Verfügung gestellt werden könnte.  
8.2 Überblick über die Zero-Waste-Maßnahmen für Köln 
Die folgende Übersicht zeigt die Maßnahmen, die in Köln in Bezug auf die 
Zielerreichung umgesetzt werden sollen. Dabei erfolgt eine thematische 
Zusammenfassung zu sieben Maßnahmengruppen: 
■ Öffentlicher Verwaltung (ÖV) 
■ Abfallmanagement (AM) 
■ Zivilgesellschaft, Vereine, gemeinnützige Initiativen (ZV) 
■ Bildung und Kommunikation (BK) 
■ Gewerbe, Handel und Gastronomie (GH) 
■ Bausektor (BAU) 
■ Events (EV) 
In der nachfolgenden Tabelle sind die Maßnahmen den jeweiligen Zielgruppen/ 
Akteuren zugeordnet. 
Darüber hinaus befindet sich eine Gesamtliste der während des 
Erarbeitungsprozesses dieses Konzepts vorgeschlagenen Maßnahmen in Anhang 2. 
Dieser kann als Themenspeicher für die Weiterentwicklung des 
Handlungsprogramms verstanden werden.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 75 
 
Abbildung 27: Übersicht der Zero-Waste-Maßnahmen für Köln 
 
Nachfolgend werden die einzelnen Maßnahmen in Form von Steckbriefen vorgestellt 
und näher erläutert.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
76 | Wuppertal Institut 
8.3 Der Zero-Waste-Maßnahmenkatalog für Köln 
8.3.1 Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung 
Abfallarme Verwaltung 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ÖV.1 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
GH.3 
 
Kurzbeschreibung Die Stadt Köln ist Arbeitgeberin von rund 22.000 Mitarbeiter*innen in über 80 
Ämtern. Das entstehende Abfallaufkommen der städtisch genutzten Objekte 
soll reduziert werden. Hierzu sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden: 
 
1. Wechsel auf die allgemeine E-Verwaltungsakte im Rahmen der Digi-
talisierung. 
Sie ist Teil des städtischen Dokumentenmanagementsystems (DMS) 
und ermöglicht die elektronische Bearbeitung und rechtssichere Ab-
lage sämtlichen Schriftgutes, das bei der Aufgabenerledigung anfällt 
und nicht in E-Fachakten oder Fachverfahren abgelegt wird. Per-
spektivisch soll die Allgemeine E-Verwaltungsakte vorrangig vor E-
Fachakten genutzt werden. E-Fachakten sollen dann nur noch dort 
zum Einsatz kommen, wo spezielle Anforderungen, beispielsweise 
aufgrund der Anbindung an ein Fachverfahren, erforderlich sind. 
2. Umstellung auf den beidseitigen Druck.  
Um die Nutzung dieser Funktion der zur Verfügung gestellten Dru-
cker in den Büros oder der Multifunktionsgeräte auf den Etagen (Eta-
gendrucker) optimal ausnutzen zu können, sollen die Mitarbeiter*in-
nen über ein Informationsschreiben und/oder einen Aushang in den 
Druckerräumen informiert und sensibilisiert werden. Zugleich ist zu 
prüfen, ob eine Standardeinstellung auf beidseitigen Druck vorge-
nommen werden kann. 
3. Einsatz von abfallärmeren Alternativen zu Seifenspendern und Pa-
pierhandtüchern in Toiletten durch eine Umstellung auf ressourcen-
schonendere Hygieneartikel. Beispielsweise wurden durch die Rhein-
Energie Handtrockner als Alternative zu Papiertüchern implementiert. 
4. Nutzung von Leitungswasser aus den Küchen/Teeküchen der städti-
schen Gebäude als Alternative zur Nutzung von gelieferten Geträn-
ken in Ein- oder Mehrwegflaschen.  
Die vermehrte Nutzung von eigenen Gefäßen durch die städtischen 
Beschäftigten und durch das Besprechungsraumcatering bringt ein 
Abfallvermeidungspotential mit sich. Eine regelmäßige Aufklärung 
über die in den Qualitätsuntersuchungen ermittelte Wasserqualität 
der städtischen Dienstgebäude könnte die Nutzung des Leitungswas-
sers erhöhen. Darüber sollen alle betreffenden Dienststellen der 
Stadt Köln ein Informationsschreiben mit gleichzeitiger Aufklärung 
über das Abfallvermeidungs- und Kostensenkungspotential erhalten. 
5. Umsetzung der Verpackungsrücknahme 
Durch die zusätzlichen Vertragsbedingungen der Stadt Köln werden 
Auftragnehmende dazu verpflichtet, mitgeliefertes Verpackungsmate-
rial und Packstoffe bei der zu beliefernden Bedarfsstelle auf eigene 
Kosten zu übernehmen, abzutransportieren und vorschriftsmäßig zu 
entsorgen. Die bestehenden Regelungen zur Verpackungsrück-
nahme in den zusätzlichen Vertragsbedingungen der Stadt Köln wer-
den auf etwaige Umsetzungslücken in den Dienststellen geprüft. Bei 
Bedarf wird auf eine konsequente Handhabung im Sinne der getroffe-
nen Regelungen hingewirkt.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 77 
6. Die Wertstofferfassung soll innerhalb der Stadtverwaltung durch eine 
weiterhin konsequente Sammlung von Altpapier sowie LVP (Wert-
stofftonne) und, da wo möglich, auch weiteren Fraktionen wie Altglas 
und Bioabfall umgesetzt werden. 
7. Ein nachhaltiger Einsatz von Give-aways, die kleinen Erinnerungsstü-
cke an Messen oder andere Veranstaltungen, ausgehändigt in Form 
von Kugelschreibern, Tassen, Schlüsselanhängern oder USB-Sticks 
wird angeregt. Neben der grundsätzlichen Prüfung des Einsatzes soll 
bei den verwendeten Produkten der ursprüngliche Zweck im Vorder-
grund stehen und eine anschließende Recyclingfähigkeit gewährleis-
tet sein. Auch eine Alternative zu den in der Regel eingesetzten Give-
aways soll geprüft werden.  
 
Die genannten Maßnahmen sind auch auf andere Zielgruppen / Akteur*innen 
übertragbar. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Ermittlung des jeweiligen Status quo  
 Prüfen des Potentials von möglichen Alternativen 
 Durchführung eines jeweiligen Kostenvergleichs 
 Angebote zur Projektsteuerung und dem Veränderungsmanagement zur 
Unterstützung an die Dienststellen 
 Sensibilisierung und Information der Mitarbeiter*innen vor der Umsetzung 
über Vorankündigungen/Informationsschreiben 
 Stetige Weiterentwicklung unter Einbindung der Anwender*innen 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen  
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 Stadt Köln - Amt 1000 Zentrale Dienste 
 Stadt Köln - Amt 26 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 
 Stadt Köln - Amt 11 Personal- und Verwaltungsmanagement 
 Stadt Köln - Amt 12 Amt für Informationsverarbeitung 
 Stadt Köln - Amt 44 Historisches Archiv 
 Stadt Köln - Dez. IX/2 Stabsstelle Digitalisierung 
 Stadt Köln - Dez. OB-2 Referat für Strategische Steuerung 
 Gesamtpersonalrat 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Rheinenergie 
 Zero Waste Köln e.V. 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Altpapier 
 Altglas 
 LVP (Wertstofftonne) 
 Restmüll 
 Bioabfall 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung des Ressourcenverbrauchs (z. B. Papier) und Verpackungs-
verbrauchs (z. B. Flaschen) [Tonnen pro Jahr] 
 Reduzierung der betreffenden Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Steigerung der betreffenden Wertstoffmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Anschlussgrad der Dienststellen an die allgemeine E-Verwaltungsakte 
 Anzahl der reduzierten Restmüllbehälter / Anzahl der aufgestellten Gelben 
Tonnen 
 Zahl der Dienststellen, die weniger oder nachhaltigere/alternative Give-a-
ways einsetzen 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
78 | Wuppertal Institut 
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die öffentliche Verwaltung selbst verursacht durch ihr Handeln Abfälle, die von der 
absoluten Menge eine eher geringe Relevanz aufweisen, deren Vermeidung aber 
insbesondere mit Blick auf die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand bedeutsam ist: 
Wer Bürger*innen und Unternehmen zur Vermeidung motivieren möchte, sollte 
selbst mit gutem Beispiel vorangehen (dementsprechend auch eine höhere Reich-
weite der Maßnahme). 
Die gelisteten Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf das Aufkommen an Alt-
papier und Verpackungsabfällen. Für die Abschätzung des Abfallvermeidungspoten-
tials kann u.a. auf Erfahrungen aus der Verwaltung der Universität Kiel zurückgegrif-
fen werden, wo durch vergleichbare Maßnahmen eine Reduktion von 15 % des Ab-
fallaufkommens erreicht wurde46. Ein ähnliches Ergebnis würde für Köln eine Reduk-
tion der Siedlungsabfälle um 71 kg/(EW*a) bedeuten. 
 
Weiterverwendung von Büromöbeln und Informationstechnik der Ver-
waltung 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ÖV.2 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
AM.5 
ZV.4 
Kurzbeschreibung Büromöbel und Informationstechnik der Ämter der Stadt Köln werden bei Be-
darf oder Notwendigkeit durch neue Produkte ersetzt. Derzeit haben Ämter, 
Dienststellen und Dezernate die Möglichkeit, bei der internen Tauschbörse 
der Stadt Köln nicht mehr benötigte, aber noch funktionstüchtige Produkte 
anderen Dienststellen anzubieten.  
 
Wenn hier kein Abnehmer gefunden wird, werden die Produkte bislang aus-
rangiert. Zukünftig soll durch die Stadt Köln hier eine Weiternutzung von aus-
rangierten Produkten außerhalb der Verwaltung ermöglicht werden. Dies ist 
auch in Verbindung mit der zu prüfenden Errichtung eines Gebrauchtwa-
renkaufhauses der Abfallwirtschaft denkbar. 
 
Die Maßnahme ist auch auf andere Zielgruppen / Akteur*innen übertragbar.  
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Prüfung mit dem entsprechenden Fachamt, welche ausrangierten Büromö-
bel bzw. IT zur Verfügung gestellt werden können 
 Entwicklung einer geeigneten Vorgehensweise 
 Kontaktaufnahme zu möglichen Kooperationspartnern, welche die ausran-
gierten Produkte abnehmen 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
A4 – Erhöhung getrennt gesammelter Siedlungsabfälle / Recyclingquote  
–––– 
46 Cyclos 2018.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 79 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 Stadt Köln - Amt 26 Gebäudemanagement der Stadt Köln 
 Stadt Köln - Amt 12 Amt für Informationsverarbeitung 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 HEY, ALTER! Köln e.V. 
 Zero Waste Köln e.V. 
 Unternehmen mit Bezug zu Büromöbeln 
 IT-Unternehmen/-Dienstleister 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sperrmüll 
 Elektroaltgeräte 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der Sperrmüll-Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Reduzierung der Elektroaltgeräte-Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Anzahl wiederverwendeter Büromöbel 
 Anzahl wiederverwendeter IT-Geräte 
Kostenaufwand Investitionskosten: keine 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
In Stadtverwaltungen besteht ein großer Bedarf an Tischen, Stühlen und weiteren 
Büromöbeln, wie z. B. Kleiderständern. Gleichzeitig wird auch die IKT-Infrastruktur 
regelmäßig ausgetauscht, auch wenn die Geräte noch gebrauchsfähig sind (einheitli-
che IT-Standards sind in der Verwaltung zur Sicherstellung u.a. der Datensicherheit 
und mit Blick auf den Betreuungsaufwand notwendig). Sind die Möbel für eine Repa-
ratur oder Wiederverwendung innerhalb der Stadtverwaltung nicht geeignet, könnte 
künftig versucht werden, diese außerhalb der Verwaltung einer Wiederverwendung 
zuzuführen.  
Für die Bewertung des Abfallvermeidungspotentials kann u.a. auf Erfahrungen aus 
München zurückgegriffen werden, wo Möbel bereits heute einem Reparaturmonito-
ring unterzogen und dann ggf. über Einrichtungen wie die Halle 2 verkauft werden47. 
Vor diesem Hintergrund wird das Vermeidungspotential auf ca. 10 % des Abfallauf-
kommens in der Verwaltung abgeschätzt, hier handelt es sich insbesondere um 
Sperrmüllmengen und Elektroaltgeräte.48 Auch hier wird die Reichweite aufgrund der 
Vorbildfunktion leicht höher eingeschätzt als der direkte Beitrag zum Klimaschutz 
bzw. zur Abfallvermeidung. 
  
–––– 
47 Koop et al. 2022, S. 130. 
48 Konkrete Mengen der Abfallreduktion können nicht angegeben werden, da keine Daten zu Abfallmengen der Stadtverwaltung 
vorliegen.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
80 | Wuppertal Institut 
Berücksichtigung von Kriterien zur Abfallvermeidung und Nachhaltig-
keit bei Vergabe, Einkauf und Rahmenverträgen 
 Maßnah-
men- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ÖV.3 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
ÖV.1 
Kurzbeschreibung Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes und des Landes Nordrhein-
Westfalen ist die öffentliche Hand zu einer abfallarmen und umweltverträgli-
chen Beschaffung verpflichtet, soweit keine unzumutbaren Mehrkosten ent-
stehen. Leistungen und Produkte sind vorzuziehen, die in rohstoffschonen-
den und abfallarmen Produktionsverfahren hergestellt worden sind, die durch 
Vorbereitung zur Wiederverwendung oder durch Recycling von Abfällen, ins-
besondere unter Einsatz von Rezyklaten, oder aus nachwachsenden Roh-
stoffen hergestellt worden sind, sich durch Langlebigkeit, Reparaturfreund-
lichkeit, Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit auszeichnen oder im 
Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Ab-
fällen führen, eine weitgehende Trennung in die Ausgangsstoffe ermöglichen 
oder sich besser zur umweltverträglichen Abfallbewirtschaftung eignen. 
Diese Kriterien sollen künftig verstärkt bei Vergabe, Einkauf und Rahmenver-
trägen berücksichtigt werden. 
 
Die Maßnahme ist auch auf andere Zielgruppen / Akteur*innen übertragbar.  
Beispielsweise gelten bei der Rheinenergie die Nachhaltigkeitskriterien ge-
mäß des Nachhaltigkeitsziel SGD 11 für den Einkauf von Gütern. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Überprüfung und ggf. Ergänzung des Katalogs an Eignungs- und Zu-
schlagskriterien bei Ausschreibungen und Vergaben (von Rahmenverträ-
gen) 
 Entwicklung und Festlegung geeigneter Kriterien 
 Anwendung der angepassten Kriterien bei der Vergabe (von Rahmenver-
trägen) zum nächstmöglichen Zeitpunkt 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
A4 – Erhöhung getrennt gesammelter Siedlungsabfälle / Recyclingquote  
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 Stadt Köln - Amt 30 Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen 
 Stadt Köln - Dez. VIII-2 Koordinationsstelle Klimaschutz 
 Stadt Köln - Amt 1000 Zentrale Dienste 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Umweltbundesamt 
 RheinEnergie 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl Verträge, Vergaben und Ausschreibungen nach neuen Kriterien  
Kostenaufwand Für Umsetzung keiner; ggf. höhere Kosten für Beschaffung / Einsatz nachhal-
tigerer Produkte 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die öffentliche Hand kauft die für ihren Betrieb notwendigen Dienstleistungen und 
Produkte wie bspw. Baumaterialien, Straßenbeleuchtung, Fahrzeuge, Möbel, Ar-

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 81 
beitskleidung, Büromaterialien oder Lebensmittel bei Externen ein. Zusammenge-
nommen erreichen die Ausgaben über die verschiedenen Ressorts hinweg einen 
sehr hohen Wert der Kaufkraft, der in Deutschland jährlich rund 500 Milliarden Euro 
beträgt49. Der öffentlichen Beschaffung kommt somit eine außerordentlich starke 
Leitwirkung zu. Von diesem Beschaffungsvolumen entfällt etwa die Hälfte auf die 
Ebene der Kommunen.  
Dementsprechend kann dem Instrument ein hohes Abfallvermeidungspotential zuge-
schrieben werden, das in der Realisierung stark davon abhängt, wie bspw. die ver-
schiedenen Beschaffungsstellen konkret unterstützt werden. Basierend auf Beispie-
len wie Wien, wo die Ergebnisse systematisch erfasst und analysiert werden50, 
wurde hier ein Vermeidungspotential von bis zu 25 % des Abfallaufkommens in der 
Verwaltung geschätzt51. 
8.3.2 Maßnahmen des Abfallmanagements 
Gründung eines "Zero-Waste-Teams" 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.1 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV] 
- Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] 
- Information, Bildung u. 
Beratung  
Wg. koordinie-
render / unter-
stützender 
Funktion viele 
Maßnahmen, 
z. B. BK.1-4, 
ZG.1 etc.  
Kurzbeschreibung Einrichtung eines „Zero-Waste-Teams“, zunächst mit einem Startteam aus 
vier Personen, paritätisch besetzt bei VIII/3 und der AWB, das zentrale und 
grundlegende Aufgaben zum Thema Abfallvermeidung übernimmt. 52 Es sollte 
sich ausschließlich um das Thema Abfallvermeidung kümmern – also Pro-
jekte, Aktivitäten und Vernetzung zum Thema koordinieren und den beste-
henden städtischen Abteilungen unterstützend und vorbereitend sowie mit 
Schulungen zur Verfügung stehen. Das Zero-Waste-Team ist außerdem für 
das Monitoring und Berichtswesen zuständig. Es verwaltet Fördermittel, ins-
besondere für zivilgesellschaftliche Angebote zur Abfallberatung und Umwelt-
bildung (z. B. beim Thema EFRE-Mittel für Single-Use-Plastics). Das Team 
kann Themen wie Gewerbeberatung, Förderprogramme oder Zero-Waste-
Zertifizierungsprogramme erstellen und betreuen. Es unterstützt inhaltlich bei 
der Öffentlichkeitsarbeit, bei Veranstaltungs- und anderen Projektkonzepten 
und deren Umsetzung und unterstützt Akteur*innen, die mit Zero-Waste-Um-
setzung befasst sind (z. B. beim Fördermittelmanagement etc.).  
 
Das Zero-Waste-Team trägt damit zur Umsetzung der Zero Waste-Strategie 
bei und sammelt zudem Best-Practice-Beispiele und organisiert die Vernet-
zung der Zero-Waste-Städte. 
–––– 
49 BMU 2020. 
50 ÖkoKauf Wien 2014. 
51 Eine Angabe der absoluten Reduktion ist an dieser Stelle ebenfalls nicht möglich, da keine konkreten Daten zur Abfallmenge 
in der Stadtverwaltung vorliegen. 
52 Näheres dazu auch in Kapitel 11 zur langfristigen Verstetigung innerhalb der Stadtverwaltung.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
82 | Wuppertal Institut 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Zusammenstellung des Teams 
 Sammlung und Definition der Aufgaben 
 Aufgabenverteilung innerhalb des Teams 
Ziel Zielübergreifend 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Rat der Stadt Köln ( EU-Vorgaben) 
 Fachbüros zu spezifischen Themen (z. B. Fördermittelvergabe) 
 Zivilgesellschaft 
 Aktive Akteur*innen und Vereine 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl durchgeführter Projekte und Aktivitäten 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: hoch 
Laufende Kosten: hoch 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Gründung eines Zero Waste Teams ist eine absolut sinnvolle Maßnahme für 
eine koordinierte Umsetzung des Zero Waste Konzepts, sie legt damit die Grundlage 
für die Realisierung von Abfallvermeidungspotentiale durch konkrete Maßnahmen – 
ein eigenständiger Beitrag zur Abfallvermeidung kann dabei jedoch nicht quantifiziert 
werden.  
 
Anreize für mehr Abfallvermeidung / -trennung über die Satzung 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.2 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
  
BK.1 
BK.2 
Kurzbeschreibung Derzeit beträgt das Mindestbehältervolumen 20 l pro Person und Woche. 
Grundlage hierfür ist eine Haus- und Geschäftsmüllanalyse aus dem Jahr 
2015/2016. Beschwerden von Bürger*innen und geringere Mindestbehälter-
volumen in anderen Städten weisen darauf hin, dass dieses Mindestbehälter-
volumen in Köln zu hoch sein könnte.  
 
Um weitere Anreize zur Abfallvermeidung und -trennung zu setzen wird ge-
prüft, ob eine Veränderung des Mindestlitermaßstabs zielführend und sinnvoll 
wäre. 
 
Dazu soll geprüft werden, ob bürgernahe Annahmestellen für Wertstoffe, als 
niederschwellige Angebote zur Trennung von Wertstoffen, geschaffen wer-
den können. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Durchführung einer Haus- und Geschäftsmüllanalyse in 2023 durch exter-
nes Unternehmen 
 Auswertung der Analyse 
 Je nach Ergebnis Änderung der Abfallsatzung 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduktion der Restmüllmengen

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 83 
A2 – Erfassung und Reduzierung der Fehlwurfquoten 
A3 – Erhöhung der Anschlussquote der Bioabfälle 
A4 – Erhöhung getrennt gesammelter Siedlungsabfälle / Recyclingquote  
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Externes Unternehmen 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Restmüll 
 Bioabfall 
 Wertstoffe 
 Altpapier 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der Restmüllmenge [Tonnen pro Jahr] 
 Steigerung des bereitgestellten Volumens der Wertstoff-Behälter und der 
Wertstoffmengen [Tonnen pro Jahr] 
Kostenaufwand Keine Zusatzkosten  
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Eine Reduzierung des Mindestbehältervolumens für Restabfälle kann zusätzliche 
Anreize setzen, das eigene Abfallaufkommen so weit wie möglich zu reduzieren. 
Eine tatsächliche Unterschreitung des aktuellen Mindestbehältervolumens setzt je-
doch eine wirklich radikale Vermeidung voraus, so dass der Effekt der Maßnahme 
eher in der Signalwirkung als in einem konkret messbaren Beitrag zu Zero Waste 
liegen dürfte. Daher wird das Reduktionspotential dieser Maßnahme auf 0,2 % der 
Restmüllmengen geschätzt (gleichbedeutend mit 0,45 kg/(EW*a)). 
 
Ausbau der Bioabfallsammlung 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.3 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV] 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
BK.1 
BK.2 
AM.2 
Kurzbeschreibung Die Biotonne wird in Köln derzeit auf freiwilliger Basis angeboten, womit eine 
gute Bioabfallqualität mit sehr geringen Störstoffanteilen gewährleistet wird. 
Der Anschlussgrad und auch die Bioabfallmenge steigen kontinuierlich an. Es 
wird eine weitere Erhöhung des Anschlussgrades der Biotonne im Stadtge-
biet und damit eine Verringerung des Organikanteils in der Restmülltonne an-
gestrebt.  
 
Neben der fortgesetzten Sensibilisierung der Bevölkerung soll in einem  
entsprechenden Pilotprojekt in ausgewählten Stadtteilen die Umsetzung einer 
Pflichtbiotonne getestet werden. Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse bringen, 
welcher Erfolg in Bezug auf die Bioabfallerfassung und Restmüllmengenredu-
zierung damit erreichbar ist und wie sich diese Anschlussform auf den Stör-
stoffanteil auswirkt. Darüber hinaus werden auch andere Problemstellungen, 
wie z B. der Platzbedarf für die Biotonne, mit untersucht.  
 
Auf Basis des Monitorings des Pilotprojektes wird anschließend über die 
künftige stadtweite satzungsrechtliche Umsetzung der Biotonnen-Nutzung 
entschieden.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
84 | Wuppertal Institut 
 
Darüber hinaus soll auch die Grünschnittsammlung, in Form von bürgerna-
hen, temporären Annahmestellen ausgeweitet werden. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Hausmüllanalyse zum Status Quo des Bioanteils im Restmüll 
 Zielsetzung des daraus extrahierten Biomüllanteils 
 Klärung der rechtlichen Voraussetzungen für das Pilotprojekt  
 Durchführung des Pilotprojektes mit begleitendem Monitoring 
Ziel Ü2 – Reduzierung Restmüll 
A2 – Erfassung und Reduzierung der Fehlwurfquoten 
A3 – Erhöhung der Anschlussquote der Bioabfälle 
A4 – Erhöhung getrennt gesammelter Siedlungsabfälle / Recyclingquote  
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Wohnungsbaugesellschaften 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Bioabfall 
 Restmüll 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Erhöhung des Anschlussgrades der Biotonne im Stadtgebiet 
 Messbare Verringerung des Bioanteils in der Restmülltonne 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Keine Zusatzkosten 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Mit Blick auf den noch immer hohen Anteil biogener Abfälle im Restmüll würde ein 
Ausbau der Bioabfallsammlung und entsprechende flankierende Maßnahmen nicht 
direkt zur Vermeidung von Abfällen insgesamt, jedoch klar zur Reduktion des Rest-
mülls führen. 
Abhängig vom konkreten Ausbau der Bioabfallsammlung und den entsprechenden 
Anreizstrukturen könnten hier bis zu 45 kg/(EW*A) der Restmüllmenge reduziert 
werden (gleichbedeutend mit einer Reduktion um 20%). Dies würde mit entsprechen 
hohen Beiträgen zum Klimaschutz einhergehen, da die Restmüllmengen, welche 
z.B. in der thermischen Verwertung behandelt werden reduziert werden können. 
 
Ausweitung der Initiative "Coffee to go" 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.4 - Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
BK.1, BK.2 
GH.2, GH.3 
EV.3, EV.4 
Kurzbeschreibung Coffee to go ist eine Initiative der Stadt Köln, AWB Köln, IHK Köln, sowie Ver-
tretern aus Wirtschaft und Verbänden. Die „Coffee to go“-Aktion soll auf an-
dere Mehrwegsysteme erweitert werden. 
 
In Köln gibt es verschiedene Anbieter von Mehrwegsystemen. Eine Cross -
Rückgabe und -Nutzung von Mehrwegsystemen verschiedener Anbieter bei 
Gastronomie und Handel sollte ermöglicht werden.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 85 
Die Maßnahme wird vor dem Hintergrund der Umsetzung der Einwegkunst-
stoffrichtlinie und des Einwegkunststoff-Fondsgesetzes umgesetzt, in dessen 
Zuge weitgehende Verbote und Beschränkungen für das Inverkehrbringen 
von Einwegkunststoffen im Außerhaus-Verzehr gelten. 
 
Das Ziel ist, dass Mehrwegbehältnisse akzeptiert und der Verbrauch von Ein-
wegverpackungen und -behältnissen für Speisen und Getränke in Köln redu-
ziert wird. 
 
Im Bereich der Umwelt- und Ernährungsbildung bestehen flankierende Maß-
nahmen in Umsetzung durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der 
Stadt Köln. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Prüfung der Rahmenbedingung und Synergien hinsichtlich der Umsetzung 
der Einwegkunststoffrichtlinie und des Einwegkunststoff-Fondsgesetzes 
 Beobachtung des Pilotprojektes von ReFrastructure in München 
 Teilnahme an dem Erfahrungsaustausch des Pilotprojektes 
 Prüfung einer Übertragbarkeit auf Köln 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Anbieter*innen von Mehrwegsystemen 
 Gastronomie- und Veranstaltungsbranche 
 IHK Köln 
 IG Gastro 
 Stadt Köln - Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Restmüll 
 LVP (Wertstofftonne) 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl der Anbieter, die eine Cross-Rückgabe ermöglichen  
 Littering-Aufkommen und Verschmutzung durch Essens- und Getränkever-
packungen sinkt 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Angesichts von 2,8 Mrd. Einweggetränkebechern, die pro Jahr in Deutschland ge-
nutzt wurden, hat die Mehrwegangebotspflicht schon heute einen erheblichen Impuls 
zur Abfallvermeidung gesetzt. Mit der hier beschriebenen Maßnahme würde die 
Wahl einer Mehrweglösung weiter unterstützt, so dass eine zusätzliche Vermeidung 
von 20 % der bislang genutzten Einwegbecher (34 pro Kopf und Jahr) angenommen 
werden könnte. Der mengenmäßige Effekt auf das Abfallaufkommen wäre damit be-
grenzt, es wäre gleichzeitig jedoch auch ein Beitrag zur Stadtsauberkeit, wenn weni-
ger solcher to go Becher in der Umwelt landen. Somit könnten 0,1 % der Restmüll-
mengen reduziert werden (0,23 kg/(EW*a)).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
86 | Wuppertal Institut 
 
Prüfung der Errichtung eines Gebrauchtwarenkaufhauses der Abfall-
wirtschaft 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.5 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
AM.7, AM.8, 
AM.9 
BK.1, BK.2 
ZV.2, ZV.6 
Kurzbeschreibung Es wird geprüft, ein Gebrauchtwarenkaufhaus nach Vorbild der NochMall der 
Berliner Stadtreinigung, der Halle 2 des Abfallwirtschaftsbetriebs München o-
der Stilbruch der Stadtreinigung Hamburg in Köln umzusetzen. 
 
Dieses könnte unter Einbindung örtlicher Sozialträger und gemeinnütziger 
Unternehmen und Akteure, die bereits Gebrauchtwaren und –möbel anbie-
ten, von der AWB errichtet oder betrieben („Ort gegen Verschwendung“ / 
„Circular Mall“) werden. Es soll keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten 
und Unternehmen entstehen, sondern diesen eine Kooperation geboten wer-
den. Das Gebrauchtwarenkaufhaus wird durch ein Serviceangebot aus z. B. 
einem Repair-Café, Upcycling-Workshops, Versteigerungen, Tauschbörsen, 
Ausstellungen, Wettbewerbe, Bildungsangeboten und/oder einer abfallarmen 
Gastronomie etc. ergänzt. Die Räumlichkeiten sollen allen beteiligten Akteu-
ren die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und vernetzen durch Vor-
träge, Workshops und sonstige Veranstaltungen/Events. 
 
Es könnte räumlich zentral oder aufgeteilt auf mehrere Orte/Räumlichkeiten, 
z. B. eine Etage in einem Objekt als Ausgangslage und bei weiterer wach-
senden Entwicklung des Ansatzes eine Erweiterung auf weitere Räumlichkei-
ten oder einem zweiten Standort im Stadtgebiet, ausgestaltet werden. 
 
Es soll letztlich eine Anlaufstelle geschaffen werden, die von der Vielfalt und 
den Angeboten der Akteure rund um Abfallvermeidung in Köln lebt und die 
dort zusammenkommen können, um Synergien zu schaffen. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://www.nochmall.de/ 
https://www.awm-muenchen.de/vermeiden/halle-2  
https://www.stilbruch.de/ 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Umsetzungskonzept, Betreibermodell 
 Recherche nach geeigneten Orten und Immobilien 
 Erstellung eines Raum- und Logistikkonzepts 
 Zeit- und Finanzierungsplan erstellen 
 Erstellung eines Internetauftritts 
 Einstellung und Schulung von Mitarbeiter*innen 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Second Hand-Kaufhäuser 
 Entrümpelungsunternehmen  
 Sozialträger, gemeinnützige Akteure etc. 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sperrmüll 
 Elektroaltgeräte

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 87 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der Sperrmüll-Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Reduzierung der Elektroaltgeräte-Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
 Anzahl Möbel und Gegenstände, die ein 2. Leben erhalten haben 
Kostenaufwand Investitionskosten: hoch 
Laufende Kosten: hoch 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Bewertung der Maßnahme erfolgt gemeinsam mit der Maßnahme AM.9 „Wieder-
verwendung von Bestandteilen des Sperrmülls“, da sie den selben Abfallstrom ad-
ressieren und sich gegenseitig unterstützen. Die Idee eines Gebrauchtwarenkauf-
haus ist eine Einrichtung, welche an einem zentralen Ort oder dezentral die koordi-
nierte Abgabe von gebrauchten, aber noch guten und verwendbaren Waren an Bür-
ger*innen sowie auch die Sammlung der Gegenstände realisiert. Die Waren werden 
entweder als Spenden per Direktanlieferung entgegengenommen – bspw. über Ko-
operationen mit Vermieter*innen bei Wohnungsauflösungen oder mit Dritten wie 
bspw. Wertstoffhöfen, durch die eine Sammlung, Zwischenlagerung sowie Überfüh-
rung stattfindet. Typisch für ein Gebrauchtwaren- oder Sozialkaufhaus ist ein breites 
Sortiment an Waren, das auf größerer Fläche in mehreren Abteilungen und ggf. auf 
mehreren Etagen angeboten wird. Die Abgabe gegen Geld (Verkauf) kann entweder 
nach freien Kriterien erfolgen – oder bei Inanspruchnahme einer Maßnahmen-Förde-
rung kann die Abgabe auch begrenzt für diejenigen Besucher*innen stattfinden, die 
aufgrund von ALG II-Inanspruchnahme einen Anspruch darauf haben (dann Abgabe 
bspw. gegen Punkte).  
Die Abfallvermeidungspotentiale hängen stark von der Skalierung der Umsetzung 
ab, Best Practice Beispiele wie das Gebrauchtwarenkaufhaus Stilbruch in Hamburg 
verdeutlichen jedoch das grundlegende Potential: 2018 stöberten dort 925.000 Be-
sucher*innen im Angebot von Stilbruch, wo an drei Standorten rund 34.000 m3 Ge-
brauchtwaren angeboten werden. 2018 kauften Besucher*innen rund 470.000 Dinge 
aus zweiter Hand, womit ein Umsatz von 3,8 Millionen Euro erzielt wurde. Auf den 
gesamten Siedlungsabfall kann damit ein Vermeidungspotential von 1 % (ca. 
5 kg/(EW*a)) geschätzt werden.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
88 | Wuppertal Institut 
 
Entwicklung einer „Zero-Waste-Map“ 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.6 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
BK.1, BK.2 
GH.1 
Kurzbeschreibung Losgelöst von der AWB-Homepage wird für Köln eine eigenständige Web-
seite zur Abfallvermeidung als digitale Nachhaltigkeitsplattform aufgebaut. 
Diese „Zero-Waste-Map“ bzw. „Map gegen Verschwendung“ soll Rubriken 
wie Tauschen, Leihen, Reparieren, Veranstaltungen, Workshops etc. enthal-
ten. Mit der interaktiven Map werden alle Initiativen und Unternehmen sowie 
Veranstaltungen zum Thema gebündelt und Best-Practice-Beispiele ausge-
wiesen. Damit entsteht eine Nachhaltigkeitsplattform für Köln, die Ressour-
cennetzwerke knüpft.  
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://trenntmap.de/ 
https://www.stadtreinigung.hamburg/entsorgung-recycling/zero-waste-map/ 
https://wastelandrebel.de/liste-unverpackt-laeden/ 
 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Erstellung eines Konzepts für eine eigenständige digitale Plattform 
 Erstellung und Sicherung einer Domain 
 Gestaltung der Webseite 
 Recherche zu Kooperationspartner*innen, Aktiven und Engagierten  
 Einpflegen der Daten 
 Datenpflege, stetige Aktualisierung der Webseite 
Ziel Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Zero Waste Köln e.V. 
 Lokale Vereine, aktive Privatpersonen 
 Unternehmen mit Fokus Nachhaltigkeit, Engagement bei Abfallvermeidung  
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl der Einträge 
 Lebendigkeit und Aktualität der Seite (Traffic, wechselnder Content) 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
 Klickzahlen, Meldungen/Teilungen in SocialMedia-Portalen 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig  
Zeitlicher Horizont Mittelfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Entwicklung einer Zero Waste Map mit einem übersichtlichen und klar struktu-
rierten Angebot kann die Transaktionskosten der BürgerInnen für die Nutzung sol-
cher Angebote erheblich senken – aktuell sind solche Informationen über verfügbare 
Angebote in der Regel mit Rechercheaufwand verbunden. Auf Basis von Erfahrun-

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 89 
gen u.a. aus Berlin kann ein Reduktionseffekt insbesondere auf den Sperrmüll er-
wartet werden, wenn mehr Produkte repariert oder einer Wiederverwendung zuge-
führt werden. Somit könnten durch diese Maßnahme 0,5 % des anfallenden Sperr-
mülls eingespart werden (0,21 kg/(EW*a)). 
 
Unterstützung von Reparaturwerkstätten 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.7 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
AM.5 
ZV.2, ZV.3, 
ZV.6 
Kurzbeschreibung Gemeinnützige Akteur*innen, deren Hauptziel die soziale und berufliche In-
tegration von benachteiligten Personen ist, sollen bei Upcycling-Aktivitäten 
unterstützt werden. Es sollen die Reparatur, Anleitung zur Reparatur sowie 
die Weiternutzung von Altmöbeln, Altkleidern, Altfahrrädern und Elektroaltge-
räten gefördert werden. Die Möglichkeit der Weiternutzung durch Reparatur 
oder ein Upcycling soll insbesondere durch Sozialbetriebe erfolgen. Bereits 
aktive Akteur*innen (z. B. Emmaus, SKM) werden somit gestärkt. 
Die Unterstützung liegt im Wesentlichen in der Bereitstellung von Räumlich-
keiten und Werkzeugen.  
Die Gegenstände können entweder von Recyclinghöfen oder aus der kom-
munalen Sperrmüll-Sammlung sowie Direktanlieferungen stammen. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://www.skm-koeln.de/ 
https://www.emmaus-koeln.de/ 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Erarbeitung eines Grobkonzepts für ein Förderprogramm 
 Entwicklung einer Förderrichtlinie / eines Förderprogramms 
 Schaffung von Personalressourcen 
 Erstellung eines Konzepts für Räumlichkeiten und Sperrmüllsammlung/ -er-
fassung  
 Festlegung von Verantwortlichkeiten 
 Kontaktaufnahme zu möglichen Unterstützer*innen 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Gemeinnützige Akteur*innen 
 Vereine 
 Unternehmen im Bereich Vintage-Möbel 
 Unternehmen, die sich auf die Aufbereitung alter Möbel spezialisiert haben  
 Werkstätten 
 Handwerksbetriebe 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sperrmüll 
 Elektroaltgeräte 
 Altkleider 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der betreffenden Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Anzahl aufbereiteter Möbel etc. 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: mittel

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
90 | Wuppertal Institut 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Do it yourself und Reparatur Cafés agieren in der Regel mit ehrenamtlichen Hobby-
Reparateur*innen, die besuchenden Bürger*innen bei der Reparatur ihrer persönli-
chen Gegenstände helfen. Repariert werden zumeist Elektrogeräte, aber auch Klei-
dung wird in Näh-Cafés wieder für die Nutzung aufgearbeitet. Auch Möbel, Spiel-
zeug und Fahrräder können repariert werden. Die Anzahl reparierter Produkte hängt 
dabei stark von der Kapazität der Helfer*innen ab. Reparatur-Initiativen können un-
terstützt werden, indem ihnen bspw. Räume zur kostenlosen und regelmäßigen Nut-
zung überlassen werden. Darüber hinaus kann durch gezielte, koordinierte Werbung 
und Zusammenstellung der stattfindenden Termine der Bekanntheitsgrad der Initiati-
ven gesteigert werden. Eine Förderung von Reparatur, die eher das Konzept und die 
Vernetzung untereinander stärkt, kann zum Beispiel über Gründung und Betrieb ei-
nes Reparaturnetzwerks laufen. 
Da ein mobiles Reparaturzentrum ein mit einem Reparatur-Café vergleichbares Kon-
zept verfolgt, kann von einem ähnlichen Abfallvermeidungspotenzial ausgegangen 
werden. Je Reparatur-Session können auf Basis von Auswertungen für Reparatur 
Cafés in Bayern zwischen 25 und 30 Gegenständen repariert werden, so können ge-
schätzt 50 kg Abfall vermieden werden.53 Finden 10 Reparaturtermine im Jahr statt, 
entspricht das hochgerechnet 250-300 reparierten Gegenständen und geschätzten 
500 kg vermiedenem Abfall. Insgesamt kann das Abfallvermeidungspotential damit 
auf bis zu 20 % des sonst anfallenden Sperrmülls (9 kg/(EW*a)) geschätzt werden. 
Diese Schätzung bezieht sich auf die Umsetzung der drei Maßnahmen AM.7 („Un-
terstützung von Reparaturwerkstätten“), ZV.2 („Errichtung von DIY- und Repair-Ca-
fés“) und ZV.3 („Aufbau mobiler Reparaturdienste“). 
  
–––– 
53 Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 2016, S. 58.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 91 
 
Anlaufstellen für wiederverwendbare Artikel und Wertstoffe  
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.8 - Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
AM.5, AM.7, 
AM.9 
ZV.2, ZV.3 
Kurzbeschreibung Die Einrichtung von kommunal geführten Anlaufstellen (z. B. Kaufhäuser oder 
Secondhandläden oder durch innovative Nutzung von Leerflächen) zur Ab-
gabe von wiederverwendbaren Artikeln soll die bereits bestehenden Möglich-
keiten zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Verleih und Tausch unter-
stützen. Der zentrale Verkauf von gebrauchten funktionstüchtigen Dingen, die 
z. B. an Recyclinghöfen abgegeben wurden oder direkt von Bürger*innen ge-
bracht werden (siehe Konzept Halle 2 in München) kann ggf. in Kooperation 
z. B. mit Repair-Cafés erfolgen. Aktionen wie bspw. Fundusverkäufe, Upcyc-
ling-Workshops oder auch eine „Bibliothek der Dinge” können dazu beitra-
gen, diese Einrichtungen verstärkt zu nutzen.  
Einige vergleichbare Maßnahmen sind bereits vorhanden; die Einrichtung ei-
nes Gebrauchtwarenkaufhauses soll geprüft werden (siehe flankierende 
Maßnahmen). 
 
Zudem sollen dezentrale, kleinteilige Wertstoffannahmestellen zur Stärkung 
der stofflichen Verwertung (vor allem Bioabfall, Altpapier, Wertstoffe, Altme-
tall) geschaffen werden. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://www.awm-muenchen.de/vermeiden/halle-2 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Erarbeitung des Konzepts  
 Ermittlung von Kooperationsmöglichkeiten (z. B. Repair-Cafés) 
 Anmietung einer entsprechenden Halle und Umsetzung des Konzepts (von 
der Kommune gestellte Lagerflächen und passgenaue Infrastruktur (Perso-
nal, Katalogisierung, Logistik) 
 Verstärkung der Kommunikation (Veranstalter, Institutionen, Einzelperso-
nen über diese Möglichkeit informieren) 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduktion der Restmüllmengen 
A2 – Reduktion der Fehlwurfquoten 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Zero Waste Köln e.V. 
 Lokale Kaufhäuser, Secondhandläden 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Elektroaltgeräte 
 Weitere Wertstoffe (Bioabfall, Altpapier, Wertstoffe, Altmetall) 
 Sperrmüll 
 Restmüll 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl neu errichteter Anlaufstellen 
 Anzahl Besucher*innen 
 Anzahl angenommener und verkaufter Artikel 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: mittel 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
92 | Wuppertal Institut 
   
Eine Option für die Unterstützung der Wiederverwendung von Produkten sind bspw. 
Sogenannte Kreislaufschränke oder Tauschräume, wo Bürger*innen unkompliziert 
Gegenstände, wie Bücher, Dekoartikel, Kleinstmöbel und intakte Geräte abgeben 
und tauschen können. Schrankpat*innen tragen Sorge, dass kaputte und unbrauch-
bare Dinge schnell aussortiert und sachgerecht entsorgt werden. Der Vermeidungs-
effekt ist jedoch begrenzt und kann auf Basis von Erfahrungen (z.B. in München) auf 
0,5 % der Siedlungsabfallmenge (gleichbedeutend mit 2 kg/(EW*a)) geschätzt wer-
den. Diese Reduktion bezieht sich auf die Umsetzung der beiden Maßnahmen AM.8 
(„Anlaufstellen für wiederverwendbare Artikel/Materialien“) und ZV.4 („Unterstützung 
bei der Errichtung von Leihbars und Tauschbörsen“).

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 93 
 
Wiederverwendung von Bestandteilen des Sperrmülls 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
AM.9 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
AM.5, AM.7, 
AM.8 
BK.1, BK.2 
Kurzbeschreibung In Köln wird der Sperrmüll derzeit in einer Aufbereitungsanlage der 
AVG sortiert und es werden Wertstoffe wie Holz und Metalle ausge-
schleust und verwertet.  
 
Um auch die Wiederverwendung von z. B. Möbeln und anderen 
Sperrmüll-Gegenständen zu fördern, wird geprüft, mit welchen Maß-
nahmen dies am besten erreicht werden kann. Neben der Prüfung 
von Maßnahmen im Bereich der Abholung betrifft dies v. a. die im 
Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit kommunizierte Anregung, Tausch-
börsen sowie die weiteren geplanten Möglichkeiten zu nutzen.  
 
Dazu gehört z. B. die Abgabe bei dem zu prüfenden Gebrauchtwa-
renkaufhaus und die Nutzung der noch einzurichtenden Anlaufstellen 
für wiederverwendbare Artikel, mit denen eine anschließende Wei-
ternutzung ermöglicht werden könnte. Dabei wird auch eine Zusam-
menarbeit mit den Kölner Wohnungsbaugesellschaften geprüft.  
 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Erstellung eines Konzepts 
 Ggf. Einbindung weiterer Partner (z. B. Akteure aus der Wohnungs-
wirtschaft) 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfall-
wirtschaftsbetrieb 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 GAG Immobilien AG 
Betroffene Abfallströme  Sperrmüll 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Reduzierung der Sperrmüllmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel bis hoch 
Laufende Kosten: mittel bis hoch 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Zur Bewertung des Abfallvermeidungspotentials siehe Maßnahme AM.5 („Prüfung 
der Errichtung eines Gebrauchtwarenkaufhauses der Abfallwirtschaft“).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
94 | Wuppertal Institut 
8.3.3 Maßnahmen der Zivilgesellschaft, Vereine, gemeinnützige Initiativen 
Ausrichtung eines regelmäßigen Zero-Waste-Festivals 
Maßnahmen-
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankie-
rende Maß-
nahmen 
ZV.1 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Wohnen, 
Sozialträger, Vereine [ZV] 
- Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] 
- Information, Bildung u. 
Beratung  
BK.1, BK.2, 
BK.4 
Kurzbeschreibung Um Aufmerksamkeit für das Zero-Waste-Konzept und das entsprechende 
Engagement der Stadt zu schaffen, wird die Ausrichtung eines Kölner Zero-
Waste-Festivals mit der Stadt Köln als Trägerin geplant. Das Festival kann 
Veranstaltungen und Angebote für das bürgerliche Engagement, Workshops 
für Zero-Waste-Praktiken (z. B. ein Zero-Waste-Büro), DIY-Workshops und 
Infomöglichkeiten sowie Gesprächsrunden bieten. Dieses kann durch ein ent-
sprechendes gastronomisches Angebot und ein Unterhaltungsprogramm 
flankiert werden. Dabei sollte ohne Einweg-, sondern ausschließlich mit 
Mehrweg-Produkten umgegangen werden. Als Vorbild und Inspiration mit Er-
fahrungswerten kann das Zero-Waste-Festival Berlin dienen. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://zerowasteberlinfestival.com/de/ 
 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die sich aus lokalen Vereinen, 
Stiftungen und der Stadtverwaltung zusammensetzt 
 Recherche zu Kooperationspartner*innen und Impulsgeber*innen 
 Veranstaltungsplanung 
 Bei erfolgreicher Veranstaltung, regelmäßige Durchführung z. B. alle ein o-
der zwei Jahre 
Ziel Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
Mögliche 
Kooperations-
partner*innen  
 Lokale Vereine, aktive Privatpersonen 
 Schulen, Hochschulen 
 Zero Waste Köln e. V. 
Betroffene  
Abfallströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl der Teilnehmer*innen 
 Häufigkeit der Durchführung 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand  Laufende Kosten: hoch 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die drei Maßnahmen Zero Waste Festivals (ZV.1), Zero Waste Marktplatzfeste 
(BK.3) oder die Ausrichtung eines Zero Waste Kunstwettbewerbs (BK.4) stehen für 
öffentlichkeitswirksame Aktionen in Form eines Events zum Zuschauen oder Mitma-
chen, bei denen bspw. auf die Vorteilhaftigkeit von Mehrwegprodukten bzw. Nach-
teilhaftigkeit von Einwegprodukten wie bspw. Einwegbeutel oder Kaffeebecher „to 
go“ hingewiesen wird. Durch den Event-Charakter und die interaktive Ausrichtung

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 95 
solcher Aktions-Informationsangebote ist der Grad der erreichbaren Aktivierung hö-
her. Dass die erhaltenen Informationen letztlich in abfallvermeidendes Verhalten um-
gesetzt werden oder die 
erhaltenen Mehrwegprodukte die sonst konsumierten Einwegprodukte dauerhaft er-
setzen, ist keine automatisierte Entwicklung. Eine thematische Auseinandersetzung, 
die Voraussetzung für eine Verhaltensänderung ist, findet jedoch statt. Die drei Maß-
nahmen zeichnen sich damit durch eine hohe Reichweite, aber nur begrenzte direkte 
Vermeidungseffekte aus. Je nach Umsetzung kann der gesamte Vermeidungseffekt 
auf ca. 1 % der Siedlungsabfallmenge (ca. 5 kg/(EW*a)) geschätzt werden. 
 
Errichtung von DIY- und Repair-Cafés 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ZV.2 - Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung 
 
BK.1, BK.2 
AM.5-9 
ZV.3 
Kurzbeschreibung Einrichtungen, in denen kostengünstig z. B. alte Elektrogeräte, Möbelstücke 
oder Spielzeug repariert werden oder in denen Gegenstände selbst repa-
riert, geändert (z. B. Kleidung) oder umfunktioniert (Upcycling) werden kön-
nen sollen eingerichtet und unterstützt werden. Hierfür werden Mittel aus 
dem Gebührenhaushalt verwendet werden. Einige vergleichbare Maßnah-
men sind bereits vorhanden.  
 
 
Die Unterstützung kann sowohl in der Bereitstellung von städtischen Räum-
lichkeiten in den Stadtteilen und/oder geeigneter Mitarbeiter (wie Hausmeis-
ter, Mechaniker) zur personellen Unterstützung liegen. Eine Unterstützung 
durch Ehrenamtliche ist ebenfalls möglich. 
 
Die Einrichtungen können entweder temporär zu bekanntzugebenden Ter-
minen oder dauerhaft öffnen. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Personal und Räumlichkeiten finden 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung  
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduktion der Restmüllmengen 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
A2 – Reduktion der Fehlwurfquoten 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln – Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb  
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
ons-partner*innen  
 Zero Waste Köln e.V. 
 bereits Aktive 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sperrmüll 
 Elektroaltgeräte 
 Altkleider 
Erfolgsindikatoren  Anzahl der Besucher*innen 
 Häufigkeit der Öffnung 
 Anzahl Reparaturen 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand  Investitionen: mittel (je nach Ausprägung) 
 Laufende Kosten: mittel (je nach Ausprägung)

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
96 | Wuppertal Institut 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Weitere Informationen zur Bewertung befinden sich unter der Maßnahme AM.7 („Un-
terstützung von Reparaturwerkstätten“). 
 
Aufbau mobiler Reparaturdienste 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ZV.3 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
ZV.2 
AM.7 
BK.1, BK.2 
Kurzbeschreibung Durch einen mobilen Reparaturdienst wird ein barrierefreies Angebot entste-
hen, welches an herkömmliche Reparaturwerkstätten und bereits etablierte 
Repair-Cafés anknüpft. Dabei sind auch Kooperationen erwünscht, damit aus 
den bisherigen Erfahrungen gelernt werden kann. Insbesondere nicht-mobile 
Personen, die ihr Zuhause nicht verlassen können, wie bspw. Senior*innen, 
sollen hiermit bei der Abfallvermeidung und Wiederverwendung unterstützt 
werden.  
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Kontaktaufnahme zu bereits bestehenden Reparaturwerkstätten und Re-
pair-Cafés 
 Schaffung einer Anlaufstelle 
 Klärung von Zuständigkeiten 
 Aufteilen von Bezirken 
 Zusammenstellung von Teams aus verschiedenen Akteur*innen 
 Sicherstellung der Erreichbarkeit über verschiedene Medien 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
A2 – Reduktion der Fehlwurfquoten  
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Reparaturdienste, Werkstätten 
 Handwerksbetriebe 
 Repair-Cafés 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Elektroaltgeräte 
 Sperrmüll 
 Restmüll 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl durchgeführter Reparaturen 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Zur Bewertung siehe Maßnahme AM.7 („Unterstützung von Reparaturwerkstätten“).

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 97 
Unterstützung bei der Errichtung von Leihbars und Tauschbörsen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ZV.4 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
  
ZV.2 
AM.6, AM.7 
BK.1, BK.2 
Kurzbeschreibung Leihbars und Tauschbörsen bieten die Möglichkeit, verschiedenste 
Produkte wie Werkzeuge, Haushaltsartikel, Bücher, Kleidung, 
Spiele/Spielzeug etc. zu leihen oder untereinander zu tauschen oder 
auch zu verschenken, damit diese nicht selbst bzw. mehrfach ange-
schafft werden müssen.  
 
Der AWB Köln hat bereits eine Online-Tauschbörse eingerichtet 
(https://www.awbkoeln.de/tauschboerse/). Es können parallel dazu 
an zentralen Orten mit hoher Frequentierung Leihbars und Tausch-
börsen aufgebaut werden, z. B. Tauschregale, Leihschränke oder an-
dere Abgabestellen an öffentlich zugänglichen Orten, in Bildungs- 
und Kulturzentren, in Bibliotheken, auf den Wertstoffhöfen u. ä. Die 
Einrichtung soll zudem zukünftig bereits bei der Entwicklung von 
Wohnquartieren berücksichtigt werden.  
 
Beispiele/Vorbilder:  
https://www.hinsundkunzt.de/werkzeugverleih/index.php  
https://wunschnachbarn.de/werkstatt/ 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Ausbau des Konzepts (Finanzierung, Aufbau/Ablauf, Verantwort-
lichkeiten) 
 Standorte/Räume, Material und Personal finden 
 Ggf. Gründung eines Vereins 
 Ggf. Unterstützung durch Fördermittel der Stadt Köln 
 Bekanntmachung  
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
A1 – Reduzierung der deponierten Abfallmengen 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfall-
wirtschaftsbetrieb 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 Quartiersmanager 
Betroffene Abfallströme  Restmüll 
 Elektroaltgeräte 
 Altpapier 
 Alttextilien 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Anzahl errichteter Bars und Börsen 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Weitere Informationen zur Bewertung befinden sich bei Maßnahme AM.8 („Anlauf-
stellen für wiederverwendbare Artikel/Materialien“).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
98 | Wuppertal Institut 
Reduzierung von Postwurfsendungen  
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ZV.5 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung  
BK.1, BK.2 
GH.3 
Kurzbeschreibung Es sollen Maßnahmen erarbeitet und eingesetzt werden, mit denen die 
Masse der Postwurfsendungen reduziert werden kann.  
 
Dazu gehört die Prüfung des sog. „Opt-in“, bei dem der Endkunde nur auf 
ausdrückliches Zustimmen eine Werbekontaktaufnahme erhält. In der Stadt 
Köln könnte dies für die Werbe- und Postwurfsendungen mit Hilfe von Aufkle-
bern an Briefkästen eingeführt werden. Somit tut der/die Empfänger*in der 
Sendung eindeutig Kund, dass der Erhalt dieser Sendung gewünscht wird. 
Dadurch ist eine präzisere Anzahl bei der Produktion der Wurfsendungen be-
rücksichtigbar. 
 
Zudem soll ein gemeinsames Vorgehen mit Handel und Unternehmen entwi-
ckelt werden, um die Menge unerwünschter Prospekte zu reduzieren. 
 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Hauptzuständigkeit konkretisieren 
 Entwicklung eines Konzepts 
 Einbindung Handel / Unternehmen 
 Anschaffung bzw. Gestaltung von Aufklebern und Verbreitung 
 Anbringen der Aufkleber am Briefkasten 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Postzustellende Unternehmen 
 Auftraggebende Unternehmen 
 Kölner Bürger*innen 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Zero Waste Köln e.V. 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Altpapier 
 LVP (Wertstofftonne) 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Rückgang der Auflagen an Wurfsendungen [Stück] 
 Reduzierung des Altpapiers [Tonnen pro Jahr] 
Kostenaufwand Keine Zusatzkosten 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Nach Angaben des Weltpostverbands erhält in Deutschland jeder Haushalt jährlich 
46 kg Werbematerial pro Jahr54; damit liegt Deutschland im weltweiten Vergleich an 
fünfter Stelle – nur übertroffen von den USA, der Schweiz, Slowenien und Estland.  
Die Einführung einer Opt-In Lösung für Werbung und kostenlose Zeitungen könnte 
zu einer Reduktion dieser Mengen auf ca. die Hälfte führen, was dann in der Grö-
–––– 
54 Fibers in Process 2018.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 99 
ßenordnung von Ländern wie Frankreich liegen würde, wo genau solche Regelun-
gen regional schon vorgeschrieben sind. Die Maßnahme würde damit bei einer 
durchschnittlichen Haushaltsgröße in Köln von 1,88 Personen zu einer pro Kopf Ab-
fallvermeidung von ca. 12 kg führen. Im Rahmen des Zero Waste Kiel Konzepts 
wurde hier nur die Maßnahme „Förderung von „Keine Werbung bitte“ Klebern“ be-
rücksichtigt, was aufgrund der Notwendigkeit einer eigenen Initiative mit einem deut-
lich niedrigeren Vermeidungseffekt abgeschätzt wurde (- 0,2% der Siedlungsabfall-
menge bzw. 1 kg pro Kopf und Jahr). 
Dabei wäre zum einen zu berücksichtigen, dass diese Papierabfälle in der Regel ei-
ner separaten Sammlung zugeführt werden und damit eine vergleichsweise hohe 
Recyclingquote aufweisen dürften. Auf der anderen Seite weisen solche hochwerti-
gen Papierprodukte eine hohe Klimaintensität auf – die Vermeidung der 12 kg pro 
Kopf und Jahr würde damit eine CO2-Einsparung von 7 kg bedeuten, hochgerechnet 
auf die Gesamtbevölkerung Kölns also ca. 8.000 Tonnen. 
 
Wiederverwendung alter Fahrräder 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
ZV.6 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
ZV.2 
AM.5, AM.7 
Kurzbeschreibung Durch AWB und Umweltzentrum Nord wurden bereits alte, kaputte 
und nicht mehr genutzte Fahrräder aus dem Stadtraum gesammelt 
und zum Teil repariert. Diese Maßnahme soll ausgebaut und weiter-
entwickelt werden. Es wird ein Konzept entwickelt, wie eingesam-
melte Fahrräder in herkömmlichen Werkstätten oder (mobilen) Re-
pair-Cafés repariert und aufbereitet werden können. Damit wird die 
Nutzungsdauer der Räder verlängert und gleichzeitig werden Repair-
Cafés gefördert und der Stadtraum gesäubert. Hierbei kann auch 
eine Einbindung Jugendlicher z. B. aus Brennpunktvierteln umge-
setzt werden.  
 
Die Sammlung soll zu festgelegten Terminen stattfinden. Die Maß-
nahme kann an die vom Ordnungsamt der Stadt Köln bereits stattfin-
denden Einsammlungstermine angeknüpft werden. Die Fahrräder 
sollen versteigert, für einen guten oder gemeinnützigen Zweck ver-
kauft oder z. B. an eine Hilfsorganisation verschenkt werden.  
 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Verantwortliche für die Organisation finden 
 Durchführende und Unterstützer (Sammler, Fahrer, Fahrzeughal-
ter, Werkstätten etc.) finden 
 Sammeltermine weit im Vorfeld festlegen 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduktion der Restmüllmengen 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfall-
wirtschaftsbetrieb

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
100 | Wuppertal Institut 
 Umweltzentrum Köln / ÖKOBAU gGmbH 
 Stadt Köln – Amt 32 Ordnungsamt 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 Repair-Cafés  
 Jugendzentren 
 Werkstätten 
Betroffene Abfallströme  Sperrmüll 
 Altfahrzeuge 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Gesammelte Fahrräder 
 Reparierte Fahrräder 
 Weitergegebene Fahrräder 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Kurz- bis mittelfristig (je nach Ausgestaltung) 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Sammlung alter Fahrräder und Rolle trägt – soweit sie nicht über zuvor beschrie-
bene Angebote einer Reparatur zugeführt werden, insbesondere zur Reduktion der 
Vermüllung der Umwelt bei; jedoch nur sehr begrenzt zur Vermeidung von Abfällen.  
 
8.3.4 Maßnahmen zur Bildung und Kommunikation 
Aufklärung und Sensibilisierung durch Kampagnen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BK.1 - alle Zielgruppen/Akteure - Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung  
- Information, Bildung u. 
Beratung 
Begleitung für 
viele der übri-
gen Maßnah-
men 
Kurzbeschreibung Es existieren bereits kommunale Informationskampagnen der Stadt Köln und 
der AWB. Diese sollen weiter ausgebaut werden. Durch Aufklärungs- und In-
formationskampagnen in Schulen, Universitäten, Jugendzentren und Betrie-
ben sowie mit z. B. wirkungsvollen Plakatmotiven im öffentlichen Raum 
(Stadtinformationsanlagen) soll eine Aufklärung und Sensibilisierung der brei-
ten Bevölkerung hinsichtlich Zero-Waste-Verhaltensweisen und weniger Res-
sourcenverschwendung erreicht werden. Durch Beratungsstellen, das päda-
gogische Beratungsteam der AWB bzw. dem geplanten „Zero-Waste-Team“ 
oder Workshop-Anbieter*innen können Schulungen, Workshops und Semina-
ren stattfinden. Dabei können auch folgende Punkte Inhalt sein: 
 Ausbildung von Multiplikatoren 
 Sensibilisierung von Vermieter*innen 
 Weiterentwicklung der mehrsprachigen Recyclingtipps und Aufklärungspla-
kate an Behältern und Containern 
 Verstärkung zielgruppenangepasster Aufklärungsarbeit durch Abfallberater  
 Konzeption einer weitreichenden Kampagne, um insbesondere Young Ur-
bans zu sensibilisieren  
 Förderung themenspezifischer Workshops der Stadt Köln (z. B. im Rahmen 
von „Smartcity Cologne“) 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Recherche und Nutzung von Erfahrungen aus anderen Städten  
 Entwicklung von Ideen, wie alle Personenkreise erreicht werden können  
 Suchen, Finden und Fördern von Kooperationspartnern  
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung 
 Konzeptionelle Planung, Gestaltung und Umsetzung geeigneter Motive  
 Unterstützung durch Agenturen bei Erarbeitung von Informationsmaterial  
 Prominente Platzierung in Print- und Digitalmedien

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 101 
Ziel Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
 Stadt Köln - Amt 1000 Zentrale Dienste 
 Stadt Köln - Amt 13 Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Verbraucherzentralen 
 Aktive Vereine/Initiativen 
 Jugendgruppen / -organisationen / -zentren 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl durchgeführte Veranstaltungen und Teilnehmer*innen 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
 Bürgerkontakte mit entsprechendem Bezug 
 Zahl der jährlichen Litteringmeldungen 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Das Abfallvermeidungspotenzial durch „Informationen zu Abfallvermeidung im Allge-
meinen" kann nicht genau beziffert werden, da es z.B. von dem jeweiligen Umfang 
der Informationskampagne abhängt. Zudem besteht seit mehreren Jahren die Er-
kenntnis aus der verhaltenswissenschaftlichen Forschung, dass einerseits übermit-
telte Informationen nicht zwangsläufig zur gewünschten Einstellung und andererseits 
bestimmte Einstellungen nicht automatisch zu dem erwünschten Verhalten führen55. 
Daher handeln umweltbewusste Menschen nicht zwangsläufig auch umweltschonen-
der bzw. auch abfallvermeidendes Verhalten muss grundsätzlich erst erlernt werden, 
was viel Zeit und Regelmäßigkeit erfordert. Zudem ist Abfallvermeidung kein homo-
genes Verhalten56, es ist im Gegenteil sehr vielfältig und umfasst bspw. bewusstes 
und verpackungsfreies Einkaufen, den Kauf von Gebrauchtwaren, den bewussten 
Umgang mit Lebensmitteln etc. und muss als solches auch jeweils spezifisch adres-
siert werden.  
Somit können Informationsangebote als Begleitmaßnahme zur Förderung von Abfall-
vermeidungsverhalten dienen, sodass das Potenzial zur Abfallvermeidung dieser 
Maßnahme isoliert betrachtet mit 3 % eingeschätzt wurde – basierend auf Good 
–––– 
55 Shove et al. 2012. 
56 Bortoleto 2015.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
102 | Wuppertal Institut 
Practice Beispielen wie z. B. der ReUse Kampagne in Berlin57. Somit könnte mit die-
ser Maßnahme in Köln eine Reduktion der Siedlungsabfälle um 14 kg/(EW*a) be-
wirkt werden. 
 
Ausbau bestehender Beratungs- und Bildungsangebote mit Fokus auf 
Zero Waste 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BK.2 - alle Zielgruppen/Akteure - Information, Bildung u. 
Beratung  
Begleitung für 
viele der übri-
gen Maßnah-
men 
Kurzbeschreibung Die bestehenden Beratungsangebote, z. B. pädagogische Beratungsange-
bote der AWB Köln für Kinder, Jugendliche und Erwachsene über Abfallver-
meidung, Wertstoffsammlung und Stadtsauberkeit, Informationen und Vor-
träge mit Fokus auf „Keine Verschwendung“ bzw. Zero Waste sollen ausge-
baut werden. Sie sollen auch der Beratung und Unterstützung bei der Konzi-
pierung und Umsetzung von Maßnahmen zur Abfallvermeidung dienen.  
Zielgruppen sind neben allen Dienststellen und öffentlichen Einrichtungen der 
Stadt Köln auch Betriebe und Unternehmen, sowie die Zivilgesellschaft.  
Alle sollen einen festen Ansprechpartner haben, um Maßnahmen zur Abfall-
vermeidung effektiv gestalten und umsetzen zu können. 
 
Die in Köln schon seit vielen Jahren bestehenden Maßnahme „Hallo Nach-
bar, danke schön“ unter Federführung des Umwelt- und Verbraucherschutz-
amtes der Stadt Köln dient als positives Beispiel und Blaupause. Eine Be-
wusstseinsbildung und Aktivierung von Bewohner*innen sozial benachteilig-
ter Quartiere in Sachen Müllvermeidung und Umweltschutz und Pflege des 
eigenen Lebensumfeldes wird hier seit 15 Jahren erfolgreich praktiziert. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Sammlung bereits existierender Leitfäden und Konzepte 
 Ergänzung der Sammlung durch noch zu entwickelnde Leitfäden und Kon-
zepte 
 Nutzung von Multiplikatoren und Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung 
 ggf. Erstellung einer eigenen Homepage zur Bündelung 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung 
Ziel Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
 Stadt Köln – Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Schulen und Kitas 
 Schulamt 
 Kinder- und Jugendamt 
 Andere Initiativen, die Bildungsangebote machen (z. B. KRAKE) 
 Zero Waste Köln e.V. 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl der Anfragen zu den Angeboten 
 Anzahl der Teilnehmer*innen 
 ggf. Anzahl der Besucher*innen der Homepage 
–––– 
57 Nähere Informationen unter: https://zero-waste-berlin.de/.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 103 
Kostenaufwand Keine Zusatzkosten 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Maßnahme „Ausbau bestehender pädagogischer Beratungs- und Bildungsange-
bote“ kann bspw. das Angebot und den Einsatz von Schulmaterial bedeuten, das 
sich thematisch mit dem Thema Abfall bzw. Möglichkeiten zur Abfallvermeidung be-
schäftigt. Idealerweise werden die Lerninhalte in eine ressourcenbewusste Gestal-
tung der Schulabläufe (Mehrwegangebote im Catering, Durchführung von abfallar-
men Festen, Schulgärten zur Bildung etc.) integriert. Beides kann Lehrer*innen bzw. 
Schüler*innen für die Gestaltung von Unterrichtsstunden und Aktionstagen oder Akti-
onswochen zur Verfügung gestellt und gemeinsam durchgearbeitet werden.  
Good Practice Beispiele wie das Projekt „Zero Waste Schule“, das vom Zero Waste 
Köln e.V. ins Leben gerufen wurde, bieten Konzepte, die gezielte und kontinuierliche 
Zero-Waste-Lerninhalte im Unterricht, darunter Zero Waste im Allgemeinen, Lebens-
mittel, Reparaturen und Nähen aber auch den ganz konkreten Umgang mit Materia-
lien und Wertstoffen an der Schule adressieren. Auf Basis solcher Beispiele kann vor 
allem das mittelfristige Potential auf 5 % geschätzt werden, was eine Reduktion der 
Siedlungsabfallmengen um 24 kg/(EW*a) bedeutet. 
 
Regelmäßige Wochenend-Veranstaltungen/Marktplatzfeste zu Zero 
Waste 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BK.3 - alle Zielgruppen/Akteure - Information, Bildung u. 
Beratung  
BK1, BK.2 
AM.8, AM.9 
ZV.2, ZV.4 
Kurzbeschreibung Es sollen regelmäßige Wochenend-Veranstaltungen/Marktplatzfeste in unter-
schiedlichen Veedeln zum Thema „Abfall vermeiden“/„Wertvoller Ab-
fall“/„Zero-Waste-Markt“ stattfinden. Hier soll die Nachbarschaft zusammen-
kommen und rund um das Thema informiert werden in Verbindung mit einem 
Unterhaltungs- und Mitmach-Programm.  
Das Schadstoffmobil wird vor Ort sein, es wird möglich sein, Sperrmüll dort 
abzugeben oder gut erhaltene Gegenstände, wie kleine Möbel oder Kleidung, 
zu tauschen. Ein Rahmenprogramm wird den Bürger*innen Reparaturen bie-
ten, in Mini-Workshops wird gezeigt, wie Kleidung ausgebessert werden 
kann, es wird nur Mehrwegangebote bei Verzehr geben, Müll wird getrennt 
gesammelt. 
Mit städtischen Rabattangeboten, einem Open-Air-(Fahrrad)-Repair-Café, 
Abfall-Abgabe-Möglichkeiten, Abfallberatung etc. 
 
Beispiele/Vorbilder: Berliner „Kieztage“ der BSR  
 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Erstellung eines Veranstaltungskonzepts, das flexibel auf die jeweiligen Ve-
edel reagieren kann 
 Recherche zu Aktiven und Engagierten im Veedel

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
104 | Wuppertal Institut 
 Vernetzung mit Kooperationspartner*innen, Initiativen und Unternehmen 
aus dem jeweiligen Veedel 
Ziel Ü1 – Reduktion Siedlungsabfälle 
Ü2 - Reduktion Restmüll / Sperrmüll 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
 Stadt Köln - 236 Marktverwaltung 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Zero Waste Köln e.V. 
 Lokale Vereine, aktive Privatpersonen 
 Unternehmen mit Fokus Nachhaltigkeit, Engagement bei Abfallvermeidung  
 AGORA Köln  
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl der Veedels-Feste 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
 Rückmeldung der Bürgerschaft vor Ort (Umfrage-Box) 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: mittel 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Diese Maßnahme wurde gemeinsam mit den Maßnahmen ZV.1 („Ausrichtung eines 
regelmäßigen Zero-Waste-Festivals“) und BK.4 („Ausrichtung eines Zero-Waste-
Kunstwettbewerbs“) bewertet. Weitere Informationen zur Bewertung siehe Maß-
nahme ZV.1. 
 
Ausrichtung eines Zero-Waste-Kunstwettbewerbs 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BK.4 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Öffentliche Verwaltung, Betriebe, Po-
litik u. Bildung [ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Information, Bildung u. 
Beratung 
BK.1, BK.2 
ZV.1 
Kurzbeschreibung Mit der Ausrichtung eines Zero-Waste- Kunstwettbewerbs soll das 
Ziel verfolgt werden, Bürger*innen für das Thema Abfallvermeidung 
zu sensibilisieren und alternative Nutzungen von unvermeidbaren 
Abfällen zu finden. 
 
Der Kunstwettbewerb kann in Verbindung mit einem Zero-Waste-
Festival durchgeführt werden, so dass die Preisverleihung mit der 
Ehrung der Gewinner*innen während des Festivals erfolgen kann. 
 
Die Kunstwerke können im Anschluss an den Wettbewerb bei der 
AVG und der AWB ausgestellt werden. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://www.gag-koeln.de/wir-fur-koln/aktiv-in-koln/kunst-kultur/ 
https://krake.koeln/projekte/muellseum/

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 105 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Kontaktaufnahme zu GAG, KRAKE e.V. sowie zu den Verantwortli-
chen des Zero-Waste-Festivals 
 Weitere Akteure aus der Wohnungswirtschaft einbinden 
Ziel Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln – Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfall-
wirtschaftsbetrieb 
 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 Organisatoren des Zero-Waste-Festivals 
 GAG Immobilien AG 
 K.R.A.K.E. e.V.  
Betroffene Abfallströme  Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Anzahl Teilnehmer*innen am Wettbewerb 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig (ggf. abhängig von Zero-Waste-Festival) 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Weitere Informationen zur Bewertung siehe Maßnahme ZV.1 („Ausrichtung eines re-
gelmäßigen Zero-Waste-Festivals“).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
106 | Wuppertal Institut 
8.3.5 Maßnahmen des Gewerbes, Handels und der Gastronomie 
Förderung der Vermeidung und Rettung von Lebensmittelabfällen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
GH.1 - Gastronomie, Handel u. Events - 
[GHE] 
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
GH.3, GH.4 
BK.1, BK.2 
AM.6 
Kurzbeschreibung Zur Rettung von Lebensmittelabfällen wird eine Kooperation mit Tafeln und 
ähnlichen Organisationen und Vertreiber*innen sowie Produzent*innen von 
Lebensmitteln angestrebt. Die Reduzierung dieser Art Abfallmengen soll z. B. 
durch  
 ein zentralisiertes Meldesystem 
 die entsprechende Organisation der Erfassung 
 Aktionen in der Region wie das Brandenburgische „Koch sucht Bauer, 
Bauer sucht Koch" (www.bauer-sucht-koch.de/) 
 Förderung und Ausbau der bereits bestehenden Aktivitäten zum Foodsha-
ring, z. B. „Togoodtogo“ 
 Der nachhaltigkeits-Guide der AWB www.awbkoeln.de/abfall-vermeiden) 
 Umstellung des Kantinenbetriebs aller öffentlicher Einrichtungen nach den 
Standards einer abfallvermeidenden Praxis 
erreicht werden. 
 
Weitere Unterstützung kann auch durch die Bereitstellung von mietfreien 
Räumlichkeiten, die Übernahme von Betriebs- und Nebenkosten, durch 
kleine Zuschüsse, Sachspenden und Fördergelder erfolgen. Hierfür werden 
zunächst Mittel aus dem Gebührenhaushalt genutzt werden. 
 
Durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln wird gemein-
sam mit dem Ernährungsrat das Pilotprojekt „STERN Kitas“ umgesetzt. Es 
wird angestrebt Bildungsangebote in den Schulen und Kitas im Bereich Wert-
schätzung von Lebensmitteln und Reduzierung von Lebensmittelabfällen wei-
ter zu etablieren. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://toogoodtogo.de/de 
https://www.bauer-sucht-koch.de/ 
https://foodsharing.de/ 
https://stern-kita.koeln/ 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Konzeption Erfassungssystem 
 Auswahl Kooperationspartner*innen, Tafel o. ä. 
 Auswahl beteiligungswilliger Unternehmen 
 Durchführung von Informationsveranstaltungen zur Arbeit der Tafeln 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduktion der Restmüllmengen 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Amt 57 - Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Tafeln in Köln 
 Restaurants, Gastronomiebetriebe, Märkte 
 Supermärkte, Lebensmittelläden 
 IHK 
 HWK Kreishandwerkerschaft 
 Innungen (Bäcker, Metzger) 
 Zero Waste Köln e.V.  
Betroffene Abfall-
ströme 
 Bioabfall

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 107 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Mengen geretteter Lebensmittel  
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: mittel 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Events oder Aktionen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen zielen auf die öffent-
lichkeitswirksame Darstellung der Möglichkeiten zur Wiederverwendung von Lebens-
mitteln bzw. zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Die Veranstaltungen sollen 
aufzeigen, dass und auch wie vermeintlich nicht mehr nutzbare Lebensmittel noch 
verzehrt oder durch Verarbeitung anderweitig für die Zubereitung von Speisen und 
Getränken genutzt werden können. Dies betrifft Lebensmittel deren Mindesthaltbar-
keitsdatum überschritten wurde sowie auch Reste, die bei der Vorbereitung und Zu-
bereitung von Speisen entstehen oder übrigbleiben.  
Die damit verbundenen Vermeidungseffekte sind stark abhängig von der konkreten 
Umsetzungsform, mit Blick auf die noch immer hohe Menge an Lebensmittelabfällen 
(durchschnittlich pro Kopf und Jahr: 78 kg58), kann das Potential grob auf eine Re-
duktion um 10 kg/(EW*a) der Siedlungsabfallmenge (Reduktion um 2 %) geschätzt 
werden. Die damit verbundenen Klimawirkungen wären angesichts der ressourcen-
intensiven Herstellung und Transportlogistik noch höher einzuschätzen; ebenso die 
Reichweite solcher Maßnahmen. 
 
Unterstützung der Integration von Mehrweg-/Pfandsystemen für Gastro-
nomie und Veranstaltungen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
GH.2 - Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
GH.3, GH.4 
EV.4 
Kurzbeschreibung Die seit dem 01.01.2023 geltende Mehrweg-Angebotspflicht für Gastronomie 
und Handel soll unterstützt werden. Damit soll es mehr Angebote in Super-
märkten, im Einzelhandel, in der Betriebsgastronomie und in Kantinen sowie 
bei öffentlichen Veranstaltungen und anderen Events geben, die ermögli-
chen, Mehrwegbehälter oder eigene Behälter zu nutzen. Bei Ausschreibun-
gen für die Wochenmärkte werden Stände bevorzugt, die Mehrweg-/Pfand-
systeme anbieten. Als zusätzlichen Anreiz zur Nutzung könnten z. B. trans-
portable Spülküchen begleitend aufgestellt werden, als bereits in der Umset-
zung befindliches Beispiel ist hier das Geschirrmobil des Umweltzentrums 
der Stadt Köln zu nennen. (Groß-)Veranstaltungen werden nur mit Nutzung 
eines mit Mehrweg-/Pfandsystems genehmigt. Zum Teil wird dies in Köln be-
reits umgesetzt und auch einige flankierende Maßnahmen dieses Konzepts 
–––– 
58 Umweltbundesamt 2022c.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
108 | Wuppertal Institut 
dienen der Unterstützung. Zur weiteren Etablierung könnten Mehrweg-
/Pfandsysteme städtisch gefördert werden. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
 https://recup.de/ 
 https://www.vytal.org/ 
 https://greengastroguide.de/ 
 
Es ist das Ziel, Gastronomie, Handel und Veranstalter*innen als auch End-
konsument*innen für die Integration und Nutzung von Mehrweglösungen im 
To-Go-Bereich zu sensibilisieren. Ein frühzeitiges Onboarding von Akteur*in-
nen aus Wirtschaft, Gastronomie und der Zivilgesellschaft mit entsprechen-
den Austauschrunden zu den Erfahrungen sollen helfen, optimale Hand-
lungsschritte und geeignete Systeme zu finden. Auch eine Erhebung einer 
örtlichen Verpackungssteuer auf die Ausgabe von Speisen und Getränken in 
Einwegverpackungen kann nach dem richtungsweisenden Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts in Leipzig vom 24.05.2023 einen Weg aufzeigen. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Sichtung der aktuellen Angebote 
 Klärung des Bedarfs der Nutzer*innen 
 Informationskampagnen und Organisation von Workshops (Runder Tisch)  
 Gewinnung von Unternehmen / Kantinen / Lieferdiensten etc. als Vorreiter 
 ggf. Einrichtung von Rückgabestationen an öffentlichen Orten  
 Klärung der finanziellen Fördermöglichkeiten 
 Prüfung einer kommunalen Verpackungssteuer 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 Stadt Köln – Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 Stadt Köln – Amt 32 Ordnungsamt 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Anbieter*innen von Mehrwegsystemen 
 Gastronomie- und Veranstaltungsbranche 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Restmüll 
 Altpapier 
 LVP (Wertstofftonne) 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Ausgegebene Mehrwegbehältnisse 
 Anzahl der Veranstaltungen 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Ein spezieller Ansatzpunkt für die Vermeidung von Abfällen bei städtischen Events 
ist die verpflichtende Nutzung von Mehrweg-Geschirr. Für die Abschätzung des Ab-
fallvermeidungspotentials wird dabei häufig auf das Münchner Oktoberfest hinge-
wiesen, wo ein solches Mehrweggebot bereits seit 1990 existiert und zu einer deutli-
chen Reduktion des Abfallaufkommens geführt hat59. Allerdings bietet das Oktober-
fest mit dem abgeschlossenen Gelände auch besonders günstige Voraussetzungen. 
Insgesamt wird das spezifische Potential dieser Maßnahme in Ergänzung zu den 
–––– 
59 Koop et al. 2022, S. 103.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 109 
allgemeinen Zero Waste Konzepten für Events auf eine ähnliche Größenordnung 
geschätzt (1% des Siedlungsabfalls, also 5 kg/(EW*a)), basierend u.a. auf Erfahrun-
gen in Bayreuth60. 
 
Leitfäden und Handreichungen zur Abfallvermeidung für Dienststellen, 
Gastronomie und Handel sowie Veranstaltungen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
GH.3 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Information, Bildung u. 
Beratung  
gH.4 
BK.1, BK.2 
Kurzbeschreibung Um bei möglichst vielen Veranstaltungen und Events in Köln im Sinne der 
Abfallvermeidung, Nachhaltigkeit und des entsprechenden Umgangs mit 
Ressourcen handeln zu können, werden verstärkt Leitfäden und Konzepte 
mit praxisbezogenen Empfehlungen zum Thema „Zero Waste“ entwickelt und 
verbreitet. Es werden sowohl bereits vorhandene Leitfäden wie z. B. das 
BMUV-Papier „Nachhaltige Sportveranstaltungen“ als auch noch zu entwi-
ckelnde Konzepte und Maßnahmen verstärkt in Umlauf gebracht. Hierbei 
werden alle zur Verfügung stehenden Medien verwendet und eine Barriere-
freiheit sichergestellt.  
 
Diese Maßnahme dient nicht nur der Sensibilisierung mit den entsprechen-
den Themen und der Vermeidung von Abfällen in den entsprechenden Ver-
antwortungsbereichen, sondern auch der dazugehörigen Vernetzung unter 
den Akteur*innen und Veranstalter*innen. 
 
Eine Handreichung von der Stadt Köln ist bereits in der Planung.  
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Sammlung bereits existierender Leitfäden und Konzepte 
 Ergänzung der Sammlung durch noch zu entwickelnde Leitfäden und Kon-
zepte 
 Nutzung von Multiplikatoren und Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung 
 ggf. Erstellung einer eigenen Homepage zur Bündelung 
Ziel Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Amt 26 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Zero Waste Köln e.V. 
 Veranstalter*innen 
 Dienstleister*innen für Veranstaltungen (Catering, Messebauer, Musik-/Un-
terhaltungsbranche, Logistik, …) 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Anzahl der Leitfäden und Konzepte 
 Anzahl der Anfragen zu Leitfäden und Konzepten 
 ggf. Anzahl der Besucher der Homepage 
 Anzahl Interessent*innen 
Kostenaufwand Investitionskosten: niedrig 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
–––– 
60 Nähere Informationen siehe: https://www.landkreis-bayreuth.de/letsgomehrweg/.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
110 | Wuppertal Institut 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Durch konkrete Leitfäden und Handreichungen können für das Thema Abfallvermei-
dung schon sensibilisierte Akteur*innen unterstützt werden, solche Ideen auch in die 
Praxis umzusetzen, bspw. auf ihren Dienststellen bzw. in Gastronomiebetrieben. 
Häufig helfen solche Handreichungen, Vorgesetzte von der Umsetzbarkeit zu über-
zeugen und damit Handlungsblockaden zu lösen. Ein konkretes Beispiel sind Ange-
bote in München, Plakate von der Landeshauptstadt München bestellen oder herun-
terladen zu können (anpassbar mit eigenem Logo). Auf diesen sollen Hinweise zur 
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung angegeben werden (z. B.: „Nimm 
deine Reste mit“; „Bestelle dir eine kleinere Portion und erhalte ggf. Nachschlag“), 
sofern diese Möglichkeiten im jeweiligen Betrieb gegeben sind). Außerdem soll ein 
QR-Code abgedruckt sein, der auf die Zero-Waste-Plattform/App verlinkt, auf wel-
cher zusätzliche Informationen gefunden werden können. Das Abfallvermeidungspo-
tential ist dabei natürlich stark abhängig von den konkreten Angeboten und kann mit 
1 % des Siedlungsabfallaufkommens (5 kg/(EW*a)) kalkuliert werden. Da es häufig 
um Lebensmittelabfälle geht, wäre der Klimaschutzeffekte etwas höher anzusetzen, 
da diese ansonsten häufig zusammen mit dem Restmüll thermische verwertet wer-
den. 
 
Entwicklung von Informations- und Beratungsangeboten mit IHK, HWK 
und KölnBusiness GmbH 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
GH.4 - Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] - Information, Bildung u. 
Beratung  
GH.3 
BK.1, BK.2 
Kurzbeschreibung Es werden geeignete Informations- und Beratungsangebote (Leitfaden, 
Tipps, Austausche) mit der IHK, HWK und der KölnBusiness GmbH entwi-
ckelt, um Kölner Unternehmen für mehr Abfallvermeidung und Recycling zu 
sensibilisieren. Auf den seit 2021 durchgeführten Wettbewerb „GoingCircular“ 
und die IHK Recyclingbörse soll aufgebaut werden. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Abstimmung der Ausrichtung der Informations- und Beratungsangebote 
 Erstellung konkreter Angebote 
 Angebote der Zielgruppe verfügbar machen  
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 IHK, HWK, KölnBusiness GmbH 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln - Dez. VIII/2 Koordinationsstelle Klimaschutz 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Kölner Unternehmen

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 111 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Sämtliche Fraktionen 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der betreffenden Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Anzahl Interessent*innen 
Kostenaufwand Keine Zusatzkosten 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
In vielen Betrieben bestehen noch Potenzial für Ressourceneffizienz und Abfallver-
meidung, die bislang nicht realisiert werden. Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger 
sind gegenüber privaten Haushalten, aber auch Gewerbebetrieben zur Information 
und Beratung über Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen verpflich-
tet. Entsprechend des novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetzes richtet sich die Ab-
fallberatungspflicht künftig noch stärker auf Aspekte und Maßnahmen der Abfallver-
meidung aus. Eine Beratung wird auch heute schon von den Industrie-, Handels und 
Handwerkskammern vorgenommen – entsprechende Angebote könnten noch weiter 
ausgebaut werden. 
Die Effekte einer solchen Maßnahme sind schwer abschätzbar, da ähnliche Ange-
bote schon heute z.B. durch die Effizienzagentur NRW existieren. Basierend auf Er-
fahrungen z.B. in laufenden ÖKOPROFIT Projekten zeigt sich jedoch, dass solche 
Maßnahmen immer wieder neue Unternehmen erreichen und damit zu einer Vermei-
dung von bis zu 10 % der Gewerbeabfälle61 führen könnten – selbstverständlich ab-
hängig von den hier zur Verfügung gestellten Ressourcen, z.B. Personalkapazitäten. 
8.3.6 Maßnahmen des Bausektors 
Erfassung von Bau- und Abbruchabfällen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BAU.1 - Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] - Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
BAU.2, BAU.3 
GH.4 
Kurzbeschreibung Es besteht bereits eine Baustoff-Recyclingbörse der IHK. Zudem arbeitet die 
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln mit dem Unternehmen Concular im Rah-
men des Pilotprojektes „Zirkuläres Bauen“ zusammen. Die AVG betreibt Ge-
werbe- und Baustellenabfallrecycling. Die Gewerbeabfallverordnung ver-
pflichtet Erzeuger und Besitzer von Bau- und Abbruchabfällen zur getrennten 
Sammlung und Beförderung dieser, um sie der Vorbereitung zur Wiederver-
wendung oder dem Recycling zuzuführen. Sie sind zudem zur Dokumenta-
tion verpflichtet, sofern es sich um mehr als 10 m³ Abfall insgesamt handelt. 
Die Dokumentation ist auf Verlangen dem Umwelt- und Verbraucherschutz-
amt der Stadt Köln vorzulegen. 
 
–––– 
61 Daten zum Aufkommen der Gewerbeabfälle in Köln sind nicht verfügbar, weswegen eine genaue Berechnung der Abfallver-
meidungsmengen nicht möglich ist (siehe hierzu auch Kapitel 3.1).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
112 | Wuppertal Institut 
Die Erfassung der entsprechenden Abfälle soll zentral aufgebaut und gesteu-
ert werden. Mit der Erfassung der unterschiedlichen Stoffströme sollen (auch 
in Verbindung mit der Baustoff-Recyclingbörse der IHK) Abbruchmaterialien 
gezielter wiederverwendet bzw. Abfall effizient vermieden werden. 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Hauptzuständigkeit konkretisieren 
 Evaluation vorhandener Angebote 
 Prüfung und Vereinbarung ergänzender Handlungsbedarfe  
 Erarbeitung von Angeboten zur Stärkung des Recyclings von Bau- und Ab-
bruchabfällen 
Ziel Ü1 – Reduktion der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
A1 – Reduzierung der deponierten Abfallmengen 
A4 – Erhöhung der Getrenntsammlungsquote 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Amt 26 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 
 IHK Köln 
 HWK Köln 
 Stadt Köln - Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt (Vollzugskontrolle 
Gewerbeabfallverordnung) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/2 Koordinationsstelle Klimaschutz 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 KölnBusiness GmbH 
 Unternehmen aus Gewerbe und Industrie 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Bau- und Abbruchabfälle 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der betreffenden Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Erfassung von Daten zum Einsatz von Rohstoffen in Gebäuden über soge-
nannte BIM-Systeme kann einen zentralen Hebel für die Vermeidung von Bau- und 
Abbruchabfällen darstellen; sie ermöglichen insbesondere die Erfassung von Bau- 
und Abbruchabfällen als mögliches Ausgangsmaterial für die Gewinnung bzw. den 
Einsatz von Sekundärbaustoffen. Durch die Erfassung von Daten zur technischen 
Gebäudeausstattung (TGA) können auch schon während der Nutzungsphase eines 
Gebäudes Vermeidungseffekte erstehen, wenn damit die gezielte Reparatur oder 
der selektive Austausch von Einzelkomponenten ermöglicht wird. Mit Blick auf die 
Abschätzung der Vermeidungseffekte ergibt sich demnach für die beiden Maßnah-
men BAU.1 („Erfassung von Bau- und Abbruchabfällen“) und BAU.4 („Integration 
von BIM im Baugewerbe“) eine ähnliche Einschätzung: „Obwohl die tatsächliche Ab-
fallvermeidung in diesem Fall erst nach mehreren Jahren sichtbar und messbar wird, 
ist das Potential als sehr hoch einzustufen.62“ Analysen des Landesamts für Umwelt 
in Bayern weisen zudem auf mögliche Kosteneinsparungen für Bauherren hin. Der 
Effekt solcher eher am Ende der Kette ansetzender Maßnahmen kann auf ca. 10 % 
–––– 
62 Leitfaden zur Erstellung kommunaler Abfallvermeidungskonzepte des Bayerischen Landesumweltamtes, S. 26.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 113 
der Bau- und Abbruchabfälle geschätzt werden, allerdings mit einer längeren Vor-
laufzeit für das Jahr 203563. 
 
Förderung von nachhaltigem und ressourcenschonendem Bauen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BAU.2 - Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] 
 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung  
BAU.1, BAU.3, 
BAU.4 
GH.3, GH.4 
Kurzbeschreibung Die Abfallvermeidung und das nachhaltige und ressourcenscho-
nende Bauen (z. B. mit Rezyklatanteil) soll z. B. bereits im Rahmen 
der Baugenehmigung eingefordert werden. Mögliche Anreize könn-
ten die Beschleunigung von Genehmigung bei Einhaltung nachhalti-
ger Kriterien, eine mögliche Förderung von nachhaltigen Wohnfor-
men/Zwischennutzungen oder bei entsprechenden Bauprojekten 
sein. Die Nutzung von Freiflächen und Leerstand könnte bei entspre-
chenden Rahmenbedingungen erleichtert werden. Eine Selbstver-
pflichtung zum nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauen wäre 
eine mögliche Steigerung des Anreizsystems. 
Beide Maßnahmen sollen für Neu-/Umbauten von öffentlichen sowie 
privat und/oder gewerblich genutzten Gebäuden in Köln gelten.  
 
Beispiele/Vorbilder:  
 https://www.architects4future.de/ 
 https://concular.de/ 
 Förderprogramm Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien 
- klimafreundliches Wohnen des Umwelt- und Verbraucher-
schutzamtes der Stadt Köln 
 
Für die Erfassung kann auch BIM-Software verwendet werden.  
Einige Förderprogramme bestehen bereits. 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Hauptzuständigkeit konkretisieren 
 Initiierung von Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen  
 Bekanntmachung von BIM 
 Benennung projektverantwortlicher Unternehmen/Verwaltungen 
 Zusammenbringen der Stakeholder  
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfall-
wirtschaftsbetrieb 
 Stadt Köln – Amt 26 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 
 Stadt Köln - Amt 63 Bauaufsichtsamt 
 Stadt Köln - Amt 56 Amt für Wohnungswesen 
 Stadt Köln - Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 Stadt Köln - Amt 23 Amt für Liegenschaften, Vermessung und Ka-
taster 
 Stadt Köln - Dez. VIII/2 Koordinationsstelle Klimaschutz 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 Concular und weitere entsprechende Unternehmen 
 Bau- und Abbruchunternehmen 
 Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros 
–––– 
63 Daten zum Aufkommen der Bau- und Abbruchabfälle in Köln sind nicht verfügbar, weswegen eine genaue Berechnung der 
Abfallvermeidungsmengen nicht möglich ist (siehe hierzu auch Kapitel 3.1).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
114 | Wuppertal Institut 
 BIM-Software-Anbieter 
Betroffene Abfallströme  Bau- und Abbruchabfälle 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Erfasste Mengen Bau- und Abbruchabfälle [Tonnen pro Jahr] 
 Mengen wiederverwendbarer Materialien 
 Anzahl Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen 
 Anzahl verkaufter bzw. angewandter Software 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Maßnahmen zur Vermeidung von Bauabfällen wirken aufgrund der langen Nut-
zungsdauer von Gebäuden in der Regel nur stark zeitverzögert; damit erhöhen sich 
dann jedoch auch die Unsicherheiten in der Abschätzung von konkreten Vermei-
dungseffekten. Erfolgt die Förderung primär über die Zurverfügungstellung von Infor-
mationen, beispielsweise in Form eines Leitfadens zu den Prinzipien des abfallar-
men Bauens (mit Blick auf Maßnahmen wie die Wiederverwendung von Gebäudetei-
len und Bauelementen (z.B. Sanitäranlagen, Treppen oder Dachkies) oder die Aus-
stattung mit gebrauchten Produkten (z.B. Badewanne oder Bodendielen), so sind die 
Effekte auch sicherlich geringer als bei einer konkreten Anpassung von Verwaltungs-
vorschriften. Auf Basis von etablierten Angebotsstrukturen wie z.B. in Wien kann der 
mögliche Vermeidungseffekt dieser Maßnahme, sowie der Maßnahme BAU.3 („Zir-
kuläres Bauen – Pilotprojekt der Gebäudewirtschaft“) auf bis zu 10 % der Abfallmen-
gen durch Bau und Abbruch geschätzt werden64. Eine konkrete Berechnung der Ab-
fallreduktion ist aufgrund fehlender Daten zum Aufkommen der Bau- und Abbruchab-
fälle in Köln nicht möglich. 
 
Zirkuläres Bauen – Pilotprojekt der Gebäudewirtschaft 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BAU.3 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gewerbe, Bau u. Industrie – [GBI] 
- Abfallvermeidung & Wie-
derverwendung 
- Vorbereitung zur Wieder-
verwendung 
- Recycling / stoffliche Ver-
wertung 
BAU.1, BAU.2, 
BAU.4 
Kurzbeschreibung Das Bezirksrathaus Innenstadt soll in absehbarer Zeit abgerissen 
werden. Baumaterialien und Einbauten sollen möglichst umfange-
reich ausgebaut und einer Wiederverwertung und 1-zu-1 Wiederein-
bau zugeführt werden.  
–––– 
64 Fechner o.J.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 115 
Handlungs-
schritte/ Vorge-
hensweise 
 Beauftragung des Start-Ups Concular mit dem Projekt 
 Bestandsaufnahme, Dokumentation und Bewertung der vorhandenen Materia-
lien/Objekte im Hinblick auf Vermarktungspotential  
 Aufbereitung und Vermarktung 
 Vertrieb der Materialien über die Plattform des Start-Ups 
 Realitätscheck/Evaluation im Hinblick auf Verwertungsquote, Vermarktung 
und Wirtschaftlichkeit/Aufwand 
 
Ziel Ü1 – Reduktion der Siedlungsabfälle 
A1 – Reduktion der Deponierung 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwor-
tung in fett) 
 Stadt Köln – Amt 26 Gebäudemanagement der Stadt Köln 
Mögliche Koope-
rationspartner*in-
nen  
 Stadt Köln - Dez. VIII/2 Koordinationsstelle Klimaschutz  
 Concular und weitere entsprechende Unternehmen 
 Stadt Köln 02-1 Bürgeramt Innenstadt 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Bauabfälle  
Erfolgsindikatoren Erfolgreiche Vermarktung möglichst vieler Materialien aus dem Gebäude  
Kostenaufwand Kostenaufwand für die Beauftragung des externen Dienstleisters, Mehrkosten 
im Abfall- und Verwertungskonzept, Personalkosten 26 
Zeitlicher Horizont In Arbeit, Ergebnisse mittelfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Diese Maßnahme wurde gemeinsam mit der zuvor aufgeführten Maßnahme BAU.2 
(„Förderung von nachhaltigem und ressourcenschonendem Bauen“) bewertet. 
 
Integration von BIM im Baugewerbe 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
BAU.4 - Gewerbe, Bau u. Industrie [GBI] - Information, Bildung u. 
Beratung 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung  
BAU.1, BAU.2, 
BAU.3 
GH.3, GH.4 
Kurzbeschreibung Building Information Modeling (BIM bzw. Bauwerksdaten-modellie-
rung) ist eine Arbeitsmethode, die alle relevanten Bauwerksdaten di-
gital modelliert, kombiniert und erfasst. Die Integration von BIM im 
Bauhandwerk trägt dazu, dass bereits während der Planungsphase 
und auch im Zuge der Bauphase durch z. B. computerbasierte Simu-
lationen anfallende Baumaterialien und somit anfallende Abfälle oder 
wiederverwendbare Materialien erkannt und ggf. entsprechend ver-
hindert werden, sodass ein sinnvoller Einsatz der Ressourcen statt-
findet.  
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://concular.de/ 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Hauptzuständigkeit konkretisieren 
 Bekanntmachung von BIM 
 Initiierung von Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen 
 Benennung von Projektverantwortlichen in Unternehmen bzw. Ver-
waltungen  
 Vernetzung von Unternehmen und öffentlicher Bauverwaltung 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
A1 – Reduzierung der deponierten Abfallmengen

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
116 | Wuppertal Institut 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfall-
wirtschaftsbetrieb 
 Stadt Köln – Amt 26 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 
 Stadt Köln – Amt 63 Bauaufsichtsamt 
 Stadt Köln - Dez. VIII/2 Koordinationsstelle Klimaschutz 
 weitere städtische Dienststellen 
 Bauherr*in 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 Concular und weitere entsprechende Unternehmen 
 Bau- und Abbruchunternehmen 
 Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros 
 BIM-Software-Anbieter 
Betroffene Abfallströme  Bau- und Abbruchabfälle 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Erfasste Mengen Bau- und Abbruchabfälle [Tonnen pro Jahr] 
 Mengen wiederverwendbarer Materialien 
 Anzahl Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen 
 Anzahl verkaufter bzw. angewandter Software 
Kostenaufwand Investitionskosten: mittel 
Laufende Kosten: niedrig 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig (ab 2023 Konzepterarbeitung, ab 2025 Umsetzung) 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Bewertung dieser Maßnahme wurde in Verbindung mit der Maßnahme BAU.1 
„Erfassung von Bau- und Abbruchabfällen“ durchgeführt. Die Gesamtmenge des 
Vermeidungspotentials beträgt für beide Maßnahmen 10 % der Bau- und Abbruch-
abfälle. 
8.3.7 Maßnahmen für Events 
Nachhaltige Ausrichtung der Kölner Sportveranstaltungen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
EV.1 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE] 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
EV.3, EV.4 
BK.1, BK.2 
GH.2, GH.3 
Kurzbeschreibung Derzeit fällt in Zusammenhang mit dem Fußball in Köln (Bundesliga, Europa-
meisterschaft 2024) und anderen Sportveranstaltungen Abfall im Wesentli-
chen in Form von Einwegprodukten und Verpackungen an. Daher wird eine 
Unterstützung für (Fußball-)Vereinen und sonstigen Veranstalter*innen bei 
der nachhaltigen Ausrichtung ihrer Fußballspiele oder sonstigen (Sport-)Ver-
anstaltungen aufgebaut: Abfallmengen sollen so gering wie möglich ausfal-
len, Alternativen zu Einwegprodukten sollen gefunden werden und nicht ver-
meidbarer Abfall soll aus Wertstoffen bzw. Recyclingprodukten bestehen.  
 
Bei der Stadt Köln existiert bereits ein Team zur nachhaltigen Ausrichtung 
der Spiele im Rahmen der Europameisterschaft 2024. 
 
Als erste Orientierung kann z. B. das BMUV-Papier „Nachhaltige Sportveran-
staltungen“ dienen. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://www.tsg-hoffenheim.de/aktuelles/news/2022/03/tsg-und-nachhaltig-
keitspartner-prezero-streben-erstes-zero-waste-stadion-deutschlands-an/ 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Kontaktaufnahme und Erfahrungsaustausch mit dem bestehenden Team 
und weiteren aktiven Akteur*innen 
 Erstellung eines ganzheitlichen Konzepts

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 117 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen  
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln – Amt 52 Sportamt 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Kölner Fußballvereine 
 Kölner Veranstalter*innen 
 Und weitere 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Restmüll 
 LVP (Wertstofftonne) 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
 Einsparungen Abfallmengen 
Kostenaufwand Keine bis mittlere Zusatzkosten (je nach Ausgestaltung) 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig  
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Veranstaltungen und Feste als Ereignisse auf öffentlichen Straßen, Plätzen und 
Parks, die häufig zu einem erhöhten Abfallaufkommen aufgrund des Außer-Haus-
Verzehrs von Speisen und Getränken führen, prägen das öffentliche Bild einer Stadt. 
In der Gestaltung von abfallarmen Veranstaltungen durch die Vorgabe einzuhalten-
der Kriterien, die in Summe zu einer Verringerung von Abfallquellen und einem an-
sehnlicheren öffentlichen Bild führen sollen, liegt ein großes Potenzial zur Abfallver-
meidung. In vielen kommunalen Abfallwirtschaftssatzungen sind bspw. Einwegver-
bote bei öffentlichen Veranstaltungen bereits aufgeführt, werden in der Praxis jedoch 
nicht immer von den Veranstaltern umgesetzt. 
Evaluationen der Veranstaltungs-Dachmarke „ÖkoEvent“201 aus Wien zeigen, dass 
durch ergriffene Abfallvermeidungsmaßnahmen wie die Etablierung eines Mehrweg-
systems auf Veranstaltungen, im Zeitraum von 2013-16 mit 44.372 kg eine sehr 
große Menge an Abfall vermieden werden konnte65. Andere Studien zeigen, dass 
durch die Verwendung von Mehrweggeschirr, -besteck und -bechern das Abfallauf-
kommen bei öffentlichen Veranstaltungen um bis zu 30 % reduziert werden kann.66 
Bezogen auf das Gesamtabfallaufkommen sind die direkten Effekte dann begrenzt 
(geschätzt auf 1 % des Siedlungsabfallaufkommens), die Potentiale liegen hier vor 
allem in der Sensibilisierung der BesucherInnen für das Thema. Mit dem Kölner Kar-
neval und der Einbindung zentraler Fußballvereine bieten sich hier in Köln beson-
ders relevante Ansatzpunkte. In Köln wäre damit durch die Umsetzung der drei Maß-
nahmen EV.1 („Nachhaltige Ausrichtung der Kölner Sportveranstaltungen“), EV.2 
–––– 
65 Leutgöb et al. 2018. 
66 Lottner 2016.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
118 | Wuppertal Institut 
(„Nachhaltige Ausrichtung des Kölner Karnevals“) und EV.3 („Entwicklung von Zero-
Waste-Konzepten für Veranstaltungen“) eine Reduktion um 1 % und 5 kg/(EW*a) 
des Siedlungsabfalls möglich. 
 
Nachhaltige Ausrichtung des Kölner Karnevals 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
EV.2 - Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung  
EV.3, EV.4 
GH.1, GH.2 
BK.1, BK.2 
Kurzbeschreibung Derzeit fällt bei der Ausrichtung von Veranstaltungen im Rahmen des Kölner 
Karnevals Abfall im Wesentlichen in Form von Einwegprodukten und Verpa-
ckungen an. Daher wird eine Unterstützung für Karnevalsvereine und sons-
tige Veranstalter*innen bei der nachhaltigen Ausrichtung ihrer Veranstaltun-
gen eingeführt. Abfallmengen sollen so gering wie möglich ausfallen, Alterna-
tiven zu Einwegprodukten sollen gefunden werden und nicht vermeidbarer 
Abfall soll verwertbar sein bzw. aus Recyclingprodukten bestehen. Für den 
anfallenden Abfall sollen Möglichkeiten zur getrennten Erfassung geschaffen 
werden. 
Die nachhaltige Ausgestaltung sollte bei öffentlichen Veranstaltungen auch 
die verwendeten Produkte betreffen. Statt konventionellem Konfetti und Glit-
zer könnten alternative Produkte, z. B. von Anbietern wie „Saatgutkonfetti“, 
die biologisch abbaubares Konfetti aus Blumensaat vertreiben, eingesetzt 
werden. 
 
Beispiele/Vorbilder: 
https://www.saatgutkonfetti.de/ 
 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Sichtung vergleichbarer Maßnahmen 
 Erstellung eines Konzepts 
 Einbindung aller Beteiligten 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Festkomitee Kölner Karneval 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 Stadt Köln – Amt 32 Ordnungsamt 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschafts-
betrieb 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Karnevalsvereine 
 Anbieter von Produktalternativen 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Restmüll 
 LVP (Wertstofftonne) 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
 Eingesparte Abfallmengen 
Kostenaufwand Keine bis mittlere Zusatzkosten (je nach Ausgestaltung) 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz

Entwicklung von Zero-Waste-Konzepten für Veranstaltungen 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
EV.3 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Information, Bildung u. 
Beratung 
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
EV.1, EV.2, 
EV.4 
GH.1, GH.2 
Kurzbeschreibung Für Veranstaltungen werden Konzepte mit Bezugnahme „Zero 
Waste“ erarbeitet. In diesen sollen z. B. Aspekte wie verpflichtende 
Mehrweg-Konzepte und Pfandsysteme für z. B. Becher und Geschirr 
(bspw. insbesondere in Grünflächen und rund um Gewässer), die 
Verwendung von nachhaltigen Produkten sowie eine Einschränkung 
von Einweg-Produkten verankert werden. Ziel ist, dass die notwen-
dige Infrastruktur für die Konzeptumsetzung geschaffen und somit 
Abfall in großem Umfang vermieden wird.  
Eine grundsätzliche Zulassung nur mit Zero-Waste-Konzept für Ver-
anstaltungen wird angestrebt. Die Beratung dafür kann ggf. z. B. 
durch BNE-Erfahrene67 oder das Zero-Waste-Teams des AWB 
durchgeführt werden.  
Bei einigen Veranstaltungen werden solche Konzepte bereits umge-
setzt. 
Als Orientierung kann z. B. das BMUV-Papier „Nachhaltige Sportver-
anstaltungen“ dienen. 
Handlungsschritte/ Vorge-
hensweise 
 Gründung einer Arbeitsgruppe 
 Erarbeitung eines Konzepts mit Festlegung der einzelnen Aspekte 
(inkl. Kontrollmechanismen) 
 Umsetzung der Vorgaben bei Veranstaltern und Angebot von Hilfe-
stellungen  
 Konzeption von Beratungsangeboten 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung 
 Erarbeitung von Informationsmaterial 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit (Hauptverant-
wortung in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Ab-
fallwirtschaftsbetrieb 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperations-
partner*innen  
 Stadt Köln - Amt 32 Amt für öffentliche Ordnung 
 Stadt Köln - Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 Veranstalter*innen 
 Dienstleister*innen für Veranstaltungen (Catering, Messebauer, 
Musik-/Unterhaltungsbranche, Logistik, …) 
Betroffene Abfallströme  Restmüll 
 Verpackungen 
 Altpapier 
(Messbare) Erfolgsindikato-
ren 
 Abfallmengen pro Veranstaltung 
 Anzahl Teilnehmer 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Keine bis niedrige Zusatzkosten 
Zeitlicher Horizont Mittelfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
–––– 
67 BNE = Bildung für nachhaltige Entwicklung (https://www.bne-portal.de/bne/de/einstieg/was-ist-bne/was-ist-bne.html).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
120 | Wuppertal Institut 
 
Mehrwegpflicht für Veranstaltungen und Events im öffentlichen Straßen-
land 
Maßnahmen- 
nummer 
Zielgruppe(n) / Akteur(e) Maßnahmencluster Flankierende 
Maßnahmen 
EV.4 - Öffentliche Verwaltung u. Bildung 
[ÖVB] 
- Gastronomie, Handel u. Events 
[GHE]  
- Zivilgesellschaft: Haushalte, Woh-
nen, Sozialträger, Vereine [ZV]  
- Abfallvermeidung u. Wie-
derverwendung 
EV.1, EV.2, 
EV.4 
GH.2, GH.3 
Kurzbeschreibung Bei städtischen Veranstaltungen werden Mehrwegangebote für Getränke und 
Speisen bereits vorrangig eingesetzt. Es ist zu prüfen, inwieweit auch für Ver-
anstaltungen Dritter im öffentlichen Straßenland verbindliche Auflagen zur 
Abfallvermeidung gemacht werden können.  
Diese Maßnahme geht über die seit dem 01.01.2023 geltende Mehrwegan-
gebotspflicht hinaus.  
Alternativ sollen zumindest Empfehlungen und Handreichungen zur Abfallver-
meidung bzw. für die Nutzung von Mehrwegangeboten bei der Genehmigung 
von Veranstaltungen Dritter im öffentlichen Straßenland ausgegeben werden. 
Die Erarbeitung dieser Handreichungen und Empfehlungen werden in einer 
anderen Maßnahme im Rahmen dieses Konzepts beschrieben (siehe „Flan-
kierende Maßnahmen“). 
Handlungsschritte/ 
Vorgehensweise 
 Rechtliche Prüfung, inwieweit eine Ermächtigungsgrundlage für verbindli-
che Auflagen zur Abfallvermeidung gegenüber Dritten als Veranstalter*in im 
öffentlichen Straßenland geschaffen werden kann 
 Erarbeitung von Art und Umfang der Auflagen 
 Prüfung der Umsetzung der Auflagen bei Genehmigung von Veranstaltun-
gen Dritter  
 
Ziel Ü1 – Reduzierung der Siedlungsabfälle 
Ü2 – Reduzierung der Restmüllmenge 
Ü3 – Sensibilisierung der Kölner*innen 
Zuständigkeit 
(Hauptverantwortung 
in fett) 
 Stadt Köln - Dez. VIII/3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirt-
schaftsbetrieb 
 Stadt Köln - Amt 32 Amt für öffentliche Ordnung 
 Stadt Köln - Amt 30 Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen 
 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
Mögliche Kooperati-
onspartner*innen  
 Veranstalter*innen 
 Umweltbundesamt, Deutsche Umwelthilfe 
 Stadt Köln - Amt 57 Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 Stadt Köln - Amt 62 Bauverwaltungsamt 
Betroffene Abfall-
ströme 
 Restmüll 
 LVP (Wertstofftonne) 
(Messbare) Erfolgsin-
dikatoren 
 Reduzierung der betreffenden Abfallmengen [Tonnen pro Jahr] 
 Medienpräsenz (z. B. Artikel, die über die Maßnahme berichten) 
Kostenaufwand Keine Zusatzkosten 
Zeitlicher Horizont Kurzfristig 
  
Beitrag zur Abfallvermeidung Reichweite Beitrag zum Klimaschutz 
   
Die Bewertung der Maßnahme wurde gemeinsam mit GH.2 („Unterstützung der In-
tegration von Mehrweg-/Pfandsystemen für Gastronomie und Veranstaltungen“) 
durchgeführt. Beide Maßnahmen bieten eine Abfallvermeidungspotential von insge-
samt 5 kg/(EW*a) der Siedlungsabfälle.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 121 
8.4 Zusammenfassende Bewertung der Maßnahmen 
Der formulierte Maßnahmenkatalog besitzt neben einem Abfallvermeidungspotential 
ebenfalls die Möglichkeit CO2-Emissionen zu reduzieren. Die gesamten Vermei-
dungspotentiale werden im Folgenden dargelegt. 
Tabelle 8: Abfallvermeidungspotential des Maßnahmenkatalogs 
Maßnahmen- 
nummer 
Maßnahmentitel Abfallstrom Vermeidungs- 
potential 
 ÖV.1 Abfallarme Verwaltung  Siedlungsabfälle 71 kg/(EW*a) 
 ÖV.2 Weiterverwendung von Büromöbeln und In-
formationstechnik der Verwaltung 
Stadtverwaltungs-
abfall 
-10%68 
 ÖV.3 Berücksichtigung von Kriterien zur Abfallver-
meidung und Nachhaltigkeit bei Vergabe, 
Einkauf und Rahmenverträgen 
Stadtverwaltungs-
abfall 
-25% 
 AM.1 Gründung eines Zero-Waste-Teams n/a n/a 
 AM.2 Anreize für mehr Abfallvermeidung / -tren-
nung über die Satzung 
Restmüll 0,45 kg/(EW*a) 
 AM.3 Ausbau der Bioabfallsammlung  Restmüll 45 kg/(EW*a) 
 AM.4 Ausweitung der Initiative „Coffee to go“ Restmüll 0,23 kg/(EW*a) 
 AM.5 Prüfung der Errichtung eines Gebrauchtwa-
renkaufhauses der Abfallwirtschaft 
Siedlungsabfall 5 kg/(EW*a)  AM.9 Wiederverwendung von Bestandteilen des 
Sperrmülls 
 AM.6 Entwicklung einer Zero-Waste-Map Sperrmüll 0,21 kg/(EW*a) 
 AM.7 Unterstützung von Reparaturwerkstätten 
Sperrmüll 9 kg/(EW*a)  ZV.2 Errichtung von DIY- und Repair-Cafés 
ZV.3 Aufbau mobiler Reparaturdienste 
 AM.8 Anlaufstellen für wiederverwendbare Arti-
kel/Materialien Siedlungsabfall 2 kg/(EW*a) ZV.4 Unterstützung bei der Errichtung von Leih-
bars und Tauschbörsen 
 ZV.1 Ausrichtung eines regelmäßigen Zero-
Waste-Festivals 
Siedlungsabfall 5 kg/(EW*a) 
BK.3 Regelmäßige Wochenend-Veranstaltun-
gen/Marktplatzfeste zu Zero Waste 
BK.4 Ausrichtung eines Zero-Waste-Kunstwettbe-
werbs 
ZV.5 Reduzierung von Postwurfsendungen  Siedlungsabfall 1 kg/(EW*a) 
ZV.6 Wiederverwendung alter Fahrräder n/a n/a 
BK.1 Aufklärung und Sensibilisierung durch Kam-
pagnen 
Siedlungsabfall 14 kg/(EW*a) 
–––– 
68 Aufgrund fehlender Daten zu aufkommenden Abfällen innerhalb der Stadtverwaltung, ist kein genaues Reduktionspotential 
berechenbar.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
122 | Wuppertal Institut 
BK.2 Ausbau bestehender Beratungs- und Bil-
dungsangebote zu Zero Waste 
Siedlungsabfall 24 kg/(EW*a) 
GH.1 Vermeidung und Rettung von Lebensmittel-
abfällen 
Siedlungsabfall 10 kg/(EW*a) 
GH.2 Unterstützung der Integration von Mehrweg-
/Pfandsystemen für Gastronomie und Veran-
staltungen Siedlungsabfall 5 kg/(EW*a) 
EV.4 Mehrwegpflicht für Veranstaltungen und 
Events im öffentlichen Straßenland 
GH.3 Leitfäden und Handreichungen zur Abfallver-
meidung 
Siedlungsabfall 5 kg/(EW*a) 
GH.4 Entwicklung von Informations- und Bera-
tungsangeboten mit IHK, HWK und KölnBu-
siness GmbH 
Gewerbeabfälle -10%69 
BAU.1 Erfassung von Bau- und Abbruchabfällen 
Bau- und Abbruch-
abfälle -10%70 BAU.4 Integration von BIM (Building Information 
Modeling bzw. Bauwerksdaten-Modellie-
rung) im Baugewerbe 
BAU.2 Förderung von nachhaltigem und ressour-
censchonendem Bauen  Bau- und Abbruch-
abfälle -10%67 BAU.3 Zirkuläres Bauen – Pilotprojekt der Gebäu-
dewirtschaft 
EV.1 Nachhaltige Ausrichtung der Kölner Sport-
veranstaltungen 
Siedlungsabfall 5 kg/(EW*a) EV.2 Nachhaltige Ausrichtung des Kölner Karne-
vals 
EV.3 Entwicklung von Zero-Waste-Konzepten für 
Veranstaltungen 
Summe der möglichen Abfallreduktionen pro Einwohner*in 196,89 kg/(EW*a)71 
Summe der gesamten möglichen Abfallreduktionen für Köln 212.503,57 t 
 
Für eine grobe Abschätzung des mit diesem Vermeidungspotentiale verbundenen 
Beitrag zum Klimaschutz kann auf Berechnungen von Dehoust et al. 2010 und Vogt 
& Fehrenbach 2017 zurückgegriffen werden, die eine Netto-Einsparung von etwa 
0,3 t C02eq pro Tonne Abfall berechnet haben. Dieser Wert ergibt sich als Netto-Ein-
sparung aus den durchschnittlichen Emissionen für die Herstellung der Primärpro-
dukte und den Gutschriften aus der hier angenommenen thermischen Verwertung.72 
Auf dieser Basis würden die geschätzten Gesamteinsparungen von 212.503,57 t zu 
einem jährlichen Klimaschutzbeitrag von 63.751 t CO2eq führen. 
–––– 
69 Aufgrund fehlender Daten zu aufkommenden Gewerbeabfällen, ist kein genaues Reduktionspotential berechenbar. 
70 Aufgrund fehlender Daten zu aufkommenden Bau- und Abbruchabfällen, ist kein genaues Reduktionspotential berechenbar. 
71 Die Summe setzt sich lediglich aus den weiß hinterlegten Vermeidungspotentialen zusammen, da zu den grün hinterlegten 
Vermeidungspotentialen keine Berechnungen erfolgen können. 
72 Koop et al. 2022.

Gesamtkonzept Zero-Waste-Maßnahmenkatalog 
Wuppertal Institut | 123 
 
8.5 Unterstützende Maßnahmen 
Neben den vorgestellten 34 Maßnahmen, wurden zusätzlich sechs unterstützende 
Maßnahmen formuliert, welche konkret die verpflichtenden Kriterien von ZWE und 
die gesetzten Ziele adressieren. Da es sich bei diesen Maßnahmen um eine weitere 
Untermauerung des Ziel- und Maßnahmenkatalogs handelt, werden sie an dieser 
Stelle ohne Maßnahmensteckbrief formuliert. 
1 | Das Zero-Waste-Konzept soll zunächst bis Mitte 2023 fertiggestellt werden. 
2 | Darüber hinaus erfolgt eine fortlaufende (jährliche) Datensammlung und -analyse 
zum aktuellen Abfallaufkommen und dem Recycling. Dies dient dazu, den Fort-
schritt des Zero-Waste-Plans bewerten zu können. 
3 | In regelmäßigen Abständen (ca. alle acht Jahre) werden Restmüllanalysen er-
stellt und die Ergebnisse veröffentlicht. Darüber hinaus werden jährliche Abfallbi-
lanzen und Informationen zur Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzeptes kom-
muniziert. 
4 | Die Bürger*innen sollen in die Gestaltung und Entwicklung des Zero-Waste-
Plans einbezogen werden. Dies soll im Rahmen von Veranstaltungen und Aktio-
nen stattfinden, die zweimal jährlich organisiert und durchgeführt werden.  
5 | Die Stadt Köln erstellt und veröffentlicht jährlich einen Bericht über den Fort-
schritt und die Auswirkungen des Zero Waste-Plans. 
6 | Die Stadt Köln baut Kontakte und Partnerschaften mit anderen Zero Waste Städ-
ten auf (national und international).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
124 | Wuppertal Institut 
9 Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele 
Zur Evaluierung des Zielerreichungsgrades werden in der nachfolgenden Tabelle die 
Ziele aufgelistet und die jeweilige Anzahl an formulierten Maßnahmen zugeordnet. 
Dies soll die tatsächliche Erreichung der Ziele mit Hilfe der Maßnahmen verdeutli-
chen. Darüber hinaus befinden sich weitere, für dieses Konzept zunächst nicht priori-
sierte Maßnahmen, im Anhang. Diese Maßnahmen können als eine Art Themen-
speicher für zukünftige zu etablierende Maßnahmen verstanden werden. 
Tabelle 9: Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele 
Ziele Priorisierte Maß-
nahmen (in Form 
von Steckbrie-
fen) 
Weitere Maß-
nahmen 
(siehe Anhang 
3) 
Gesamt- 
anzahl an 
Maßnahmen73 
Übergeordnete Ziele 
Nr. 1: Reduktion der Siedlungsabfälle  28 49 77 
Nr. 2: Reduktion der Restmüllmengen 25 30 55 
Nr. 3: Sensibilisierung der Kölner*innen 23 43 66 
Ziele für das Abfallmanagement 
Nr. 1: Reduktion der Deponierung 6 8 14 
Nr. 2: Reduktion der Fehlwurfquoten  7 14 21 
Nr. 3: Erhöhung der Anschlussquote der Bioabfälle 2 3 5 
Nr. 4: Erhöhung der Getrenntsammlungsquote und Ein-
haltung der nationalen Recyclingquote74 
6 22 28 
Quelle: Eigene Darstellung 
 
Neben den, für dieses Konzept formulierten Zielen und damit einhergehend den Kri-
terien von ZWE, stellt die Abfallhierarchie eine wesentliche Grundlage für das wei-
tere Zero Waste Bestreben für Köln dar. Bei der Erarbeitung des Maßnahmenkata-
logs wurde deutlich, dass der Fokus der Maßnahmen auf der Vermeidung von Abfäl-
len, der Wiederverwendung von Produkten oder Materialien und dem Recycling ruht. 
Die Verwertung sowie die Beseitigung, stellen als unterste Stufen der Abfallhierar-
chie eine untergeordnete Priorität für dieses Zero-Waste-Konzept dar und wurden 
daher nicht in Form von Maßnahmen angesprochen. Nachfolgende Abbildung veran-
–––– 
73 Hinweis: Eine Maßnahme kann mehreren Zielen zugeordnet werden. 
74 Abgrenzung der beiden Quoten siehe Kapitel 6.4.

Gesamtkonzept Gegenüberstellung der Maßnahmen und Ziele 
Wuppertal Institut | 125 
schaulicht die Verteilung der Maßnahmen auf den drei oberen Ebenen der Abfallhie-
rarchie. Darüber hinaus wurden einige Maßnahmen dem Querschnittsthema Kom-
munikation zugeordnet, da diese tendenziell mehrere Ebenen der Abfallhierarchie 
ansprechen. 
 
Abbildung 28: Der Maßnahmenkatalog entlang der Abfallhierarchieebenen 
0%
0%
6%
18%
32%
44%
0% 10% 20% 30% 40% 50%
Verwertung
Beseitigung
Recycling
Querschnittsthema
Kommunikation
Wiederverwendung
Vermeidung

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
126 | Wuppertal Institut 
10 Gegenüberstellung der Zertifizierungskriterien und des Ziel- 
und Maßnahmenkatalogs für Köln 
Die Zertifizierung als Zero-Waste-City setzt voraus, dass die verpflichtenden Krite-
rien von ZWE adressiert werden. Werden weitere Kriterien erfüllt, kann es darüber 
hinaus zu zusätzlichen Punkten kommen. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht, 
welche der verpflichtenden und zusätzlichen Kriterien durch die Ziele und Maßnah-
men dieses Zero-Waste-Konzepts adressiert und erfüllt werden. 
Tabelle 10: Gegenüberstellung der Zertifizierungskriterien und des Ziel- und Maßnahmenkatalogs für Köln 
  Anforderung Punkte Kölner Ziele und Maßnahmen 
Verpflichtungsphase 
A1) 
Veröffentlichung der Verpflichtung, eine Zero-
Waste-City zu werden Pflicht Erfolgt nach Veröffentlichung des Konzepts 
A2) 
Festlegung von Zielen für das Restmüllauf-
kommen  Pflicht Ziel Ü2: Reduktion der Restmüllmengen 
Ziel A1: Reduzierung der Deponierung 
A3) 
Reduktion der Abfallmenge, die der Verbren-
nung zugeführt wird bzw. keine Erhöhung der 
Verbrennungskapazität 
Pflicht 
Ziel Ü2: Reduktion der Restmüllmengen 
Ziel A3: Erhöhung der Getrenntsammlungsquote 
Maßnahme ÖV.1: Abfallfreie Verwaltung 
Maßnahme ÖV.3: Berücksichtigung von Kriterien zur 
Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit bei Vergabe, 
Einkauf und Rahmenverträgen 
Maßnahme EV.3: Entwicklung von Zero-Waste-Kon-
zepten für Veranstaltungen 
Maßnahme GH.3: Leitfäden und Handreichungen zur 
Abfallvermeidung  
A4) 
Durchführung von Sensibilisierungsmaßnah-
men  Pflicht 
Ziel Ü3: Sensibilisierung der Kölner*innen 
Maßnahme BK.1: Aufklärung und Sensibilisierung 
durch Kampagnen 
Maßnahme BK.2: Ausbau bestehender Beratungs- 
und Bildungsangebote zu Zero Waste 
Maßnahme ZV.1: Ausrichtung eines regelmäßigen 
Zero-Waste-Festivals 
Maßnahme GH.4: Entwicklung von Informations- und 
Beratungsangeboten mit IHK, HWK und KölnBusi-
ness GmbH 
Maßnahme EV.1: Nachhaltige Ausrichtung der Kölner 
Sportveranstaltungen 
Maßnahme EV.2: Nachhaltige Ausrichtung des Köl-
ner Karnevals 
Vorbereitungsphase B1) 
Festlegung einer Zero Waste-Strategie, inkl. 
Müllreduktionsziele Pflicht 
Erfolgt durch Veröffentlichung des Konzepts  
Ziel Ü1: Reduktion der Siedlungsabfälle  
Ziel Ü2: Reduktion der Restmüllmengen 
B2) 
Verpflichtende Situationsanalyse (u. a. Zusam-
mensetzung des Abfalls)  Pflicht Erfolgt bereits und wird durch das Konzept verschärft 
B3) 
Festlegung von Zielen für die Steigerung der 
Menge an gesammelten und recycelten festen 
Siedlungsabfällen  
Pflicht Ziel A3: Erhöhung der Getrenntsammlungsquote und 
Einhaltung der nationalen Recyclingquote 
B4) 
Erhebung von Daten über das Niveau des Ab-
fallaufkommens und des Recyclings Pflicht 
Erfolgt bereits und wird durch das Konzept verschärft 
Maßnahme BAU.1: Erfassung von Bau- und Ab-
bruchabfällen 
B5) 
Sammlung von Daten über Abfallvermeidungs-
maßnahmen 3 Pkt. Im Rahmen der Durchführung einzelner Abfallvermei-
dungsmaßnahmen werden Daten über den Erfolg

Gesamtkonzept Gegenüberstellung der Zertifizierungskriterien und des Ziel- und Maßnahmenkatalogs für Köln 
Wuppertal Institut | 127 
bzw. die Erfolgsindikatoren dieser Maßnahmen erho-
ben. Beispielhafte Maßnahmen sind:  
Maßnahme ÖV.2: Weiterverwendung von Büromöbeln 
und Informationstechnik der Verwaltung 
Maßnahme AM.9: Wiederverwendung von Bestandtei-
len des Sperrmülls 
Maßnahme AM.1: Gründung eines „Zero-Waste-
Teams“ 
B6) 
Ernennung von Mitarbeitenden (Zero Waste 
Focal Point) der die Umsetzung und Koordina-
tion des Zero Waste-Plans leitet  
Pflicht Maßnahme AM.1: Gründung eines „Zero-Waste-
Teams 
B7) Errichtung eines breiten Managementteams 2 Pkt. Maßnahme AM.1: Gründung eines „Zero-Waste-
Teams 
B8) 
Errichtung eines Zero Waste Advisory Boards 
(ZWAB) Pflicht Erfolgt nach Veröffentlichung des Konzepts 
B9) 
Konsultation von Einwohner*innen bei der Ge-
staltung des Zero Waste-Plans Pflicht 
Ziel Ü3: Sensibilisierung der Kölner*innen 
Partizipativer Prozess zur Beteiligung der Einwoh-
ner*innen bei der Erstellung des Zero-Waste-Kon-
zepts 
B10) 
Analyse der Beschaffungsprozesse zur Redu-
zierung von Abfällen entlang der Lieferketten  Pflicht 
Maßnahme ÖV.3: Berücksichtigung von Kriterien zur 
Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit bei Vergabe, 
Einkauf und Rahmenverträgen 
Maßnahme ÖV.1: Abfallfreie Verwaltung 
B11) 
Implementierung von Anforderungen zur Ab-
fallvermeidung und verbesserter Verfügbarkeit 
von recyceltem Material in öff. Beschaffungs-
verfahren  
4 Pkt. 
Maßnahme ÖV.3: Berücksichtigung von Kriterien zur 
Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit bei Vergabe, 
Einkauf und Rahmenverträgen 
B12) Schulungen für die beteiligten Mitarbeitenden  Pflicht 
Maßnahme AM.1: Gründung eines Zero-Waste-
Teams 
Maßnahme ÖV.1: Abfallfreie Verwaltung 
B13) 
Weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung (z. B. 
Exkursionen) 3 Pkt. 
Maßnahme AM.1: Gründung eines Zero-Waste-
Teams 
Maßnahme ÖV.1: Abfallfreie Verwaltung 
B14) 
Zusammenarbeit mit anderen Städten für Fort-
bildungsmaßnahmen  1 Pkt. Maßnahme AM.1: Gründung eines Zero-Waste-
Teams 
B15) 
Aufforderung der Abfallunternehmen zur 
Transparenzerhöhung importierter und expor-
tierter Abfälle 
3 Pkt.  
Umsetzungs- und Wirkungsphase 
C1) 
Umsetzung eines Abfallwirtschaftssystems mit 
bestimmten Mindestanforderungen Pflicht 
Ziel Ü1: Reduktion der Siedlungsabfälle 
Ziel A2: Reduktion der Fehlwurfquoten 
Ziel A3: Erhöhung der Anschlussquote der Bioabfälle 
Ziel A4: Erhöhung der Getrenntsammelquote und Ein-
haltung der nationalen Recyclingquote  
C2) 
Getrennte Sammlung des lokal anfallenden 
Abfalls 14 Pkt. 
Ziel A4: Erhöhung der Getrenntsammlungsquote und 
Einhaltung der nationalen Recyclingquote 
 
Die getrennte Sammlung der fünf wichtigsten Abfall-
ströme (Papier, Kunststoff, Glas, Bioabfälle und Texti-
ilien) wird bereits durchgeführt. 
C3) 
Umsetzung eines Managementprogramms für 
Bioabfälle Pflicht Ziel A3: Erhöhung der Anschlussquote der Bioabfälle 
Maßnahme AM.3: Ausbau der Bioabfallsammlung 
C4) 
Sammlung von Bioabfällen gemäß des Ma-
nagementprogramms 6 Pkt. Ziel A3: Erhöhung der Anschlussquote der Bioabfälle 
Maßnahme AM.3: Ausbau der Bioabfallsammlung 
C5) 
Etablierung eines Systems zur getrennten 
Sammlung von Gegenständen, die nicht regu-
lär durch die Müllabfuhr gesammelt werden 
können  
Pflicht 
Ziel A4: Erhöhung der Getrenntsammlungsquote und 
Einhaltung der nationalen Recyclingquote 
Maßnahme AM.9: Wiederwendung von Bestandteilen 
des Sperrmülls

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
128 | Wuppertal Institut 
C6) 
Verbesserung der Vielfalt der Abfallströme, die 
getrennt gesammelt werden 5 Pkt.  Ziel A2: Fehlwurfquoten werden erfasst und bis 2050 
dauerhaft reduziert. 
C7) 
Kontinuierliche Überprüfung des Niveaus und 
der Menge des Abfallaufkommens, Recyclings 
und der Vermeidungsmaßnahmen  
Pflicht Daten über Abfallaufkommen werden in Abfallwirt-
schaftskonzept erfasst 
 
Recycling- und Vermeidungsmaßnahmen werden 
bspw. über die Bewertung einzelner Maßnahmen 
überprüft, z. B.:  
Maßnahme AM.9: Wiederwendung von Bestandteilen 
des Sperrmülls 
Maßnahme BK.1: Aufklärung und Sensibilisierung 
durch Kampagnen 
C8) 
Sammlung und Veröffentlichung der wirtschaft-
lichen Auswirkungen des Plans 
Pflicht Unterstützende Maßnahme 2: Fortlaufende Daten-
sammlung und -analyse zum Abfallaufkommen und 
dem Recycling 
C9) 
Regelmäßige Durchführung von Restmüllana-
lysen 
Pflicht Daten über Abfallaufkommen werden in Abfallwirt-
schaftskonzept erfasst 
 
Ziel Ü2: Reduktion der Restmüllmengen 
Unterstützende Maßnahme 3: Erstellung von regel-
mäßigen Restmüllanalysen 
C10) 
Stetige Bemühungen, das Restmüllaufkommen 
pro Kopf zu minimieren  9 Pkt. 
Ziel Ü2: Reduktion der Restmüllmengen 
Maßnahme AM.2: Anreize für mehr Abfallvermei-
dung/ -trennung über die Satzung 
C11) 
Schaffung wirtschaftlicher Anreize für die Re-
duzierung der Abfallmenge 4 Pkt. 
Maßnahme BAU.2: Förderung von nachhaltigem und 
ressourcenschonenden Bauen 
Maßnahme AM.7: Unterstützung von Reparaturwerk-
stätten 
Maßnahme ZV.4: Unterstützung bei der Errichtung von 
Leihbars und Tauschbörsen 
C12) 
Förderung der aktiven Teilnahme an lokalen 
Zero Waste-Programmen  3 Pkt. 
Ü3: Sensibilisierung der Kölner*innen 
Maßnahme ZV.1: Ausrichtung eines regelmäßigen 
Zero-Waste-Festivals 
Maßnahme BK.4: Ausrichtung eines Zero-Waste-
Kunstwettbewerbs 
C13) 
Etablierung eines Plans, um Abfälle in der Öf-
fentlichkeit zu vermeiden  2 Pkt. Maßnahme BK.1: Aufklärung und Sensibilisierung 
durch Kampagnen 
C14) 
Implementierung von Maßnahmen zur Abfall-
vermeidung im Zuständigkeitsbereich der 
Städte 
10 Pkt. 
Maßnahme ÖV.1: Abfallfreie Verwaltung 
Maßnahme AM.5: Prüfung der Errichtung eines Ge-
brauchtwarenkaufhauses der Abfallwirtschaft 
C15) 
Unterstützung umfassender Maßnahmen zur 
Abfallvermeidung  10 Pkt. 
Unter anderem folgende Maßnahmen: 
Maßnahme ZV.3: Aufbau mobiler Reparaturdienste 
Maßnahme AM.6: Entwicklung einer Zero-Waste-
Map 
Maßnahme AM.4: Ausweitung der Initiative "Coffee to 
go" 
Maßnahme ZV.2: Errichtung von DIY- und Repair-
Cafés 
Maßnahme GH.1: Förderung der Vermeidung und 
Rettung von Lebensmittelabfällen 
C16) 
Implementierung von Zero Waste-Strategien für 
stadteigene Gebäude 3 Pkt. Maßnahme ÖV.1: Abfallfreie Verwaltung 
C17) 
Unterstützung bei der Umgestaltung von Pro-
dukten zur verbesserten Kreislaufführung  3 Pkt. 
Maßnahme ZV.2: Errichtung von DIY- und Repair-
Cafés 
Maßnahme AM.7: Unterstützung von Reparaturwerk-
stätten

Gesamtkonzept Gegenüberstellung der Zertifizierungskriterien und des Ziel- und Maßnahmenkatalogs für Köln 
Wuppertal Institut | 129 
 
 
Kommunikations- und Bildungsphase 
D1) 
Überprüfung der Einhaltung der Zero Waste Ci-
ties-Kriterien sowie deren Verbesserung und 
jährliche Veröffentlichung eines Berichts 
Pflicht Maßnahme AM.1: Gründung eines "Zero-Waste-
Teams" 
D2) 
Regelmäßige Kommunikation mit den Einwoh-
ner*innen über den Zero Waste-Plan und Ände-
rungen in der Abfallwirtschaft  
Pflicht 
Ü3: Sensibilisierung der Kölner*innen 
Maßnahme BK.1: Aufklärung und Sensibilisierung 
durch Kampagnen 
D3) 
Sichtbar machen der Zero Waste-Verpflichtung 
in der internen und externen Kommunikation 3 Pkt. Maßnahme AM.1: Gründung eines "Zero-Waste-
Teams" 
D4) 
Verankerung von Zero Waste-Bildungsinhalten 
in Schulen und Kindergärten 4 Pkt. Maßnahme BK.2: Ausbau bestehender Beratungs- 
und Bildungsangebote zu Zero Waste 
D5) 
Schaffung von Netzwerken mit Kommunen in 
ganz Europa und darüber hinaus Pflicht  Maßnahme AM.1: Gründung eines "Zero-Waste-
Teams" 
D6) 
Schaffung formaler Partnerschaften mit lokalen 
Interessengruppen  3 Pkt. 
Für die Durchführung verschiedener Maßnahmen ist 
die Schaffung (formaler) Partnerschaften mit lokalen 
Interessensgruppen notwendig, z. B.: 
Maßnahme AM.4: Ausweitung der Initiative "Coffee to 
go" 
Maßnahme ZV.2: Errichtung von DIY- und Repair-
Cafés 
Maßnahme GH.1: Förderung der Vermeidung und 
Rettung von Lebensmittelabfällen 
D7) 
Bewertung und Kommunikation der positiven 
Klimaauswirkungen des Plans 4 Pkt. Maßnahme AM.1: Gründung eines "Zero-Waste-
Teams" 
D8) Verknüpfung der SDGs im Zero Waste-Plan  1 Pkt.  Erfolgt durch Veröffentlichung des Konzepts 
Quelle: Eigene Darstellung

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
130 | Wuppertal Institut 
11 Langfristige Verstetigung innerhalb der Stadtverwaltung  
Um eine langfristige Verstetigung des Zero-Waste-Gedankens innerhalb der Stand-
verwaltung zu bewirken, stellen ein Zero-Waste-Team und ein Zero-Waste-Advisory-
Board (ZWAB) hilfreiche Instrumente dar und werden im Folgenden vorgestellt75. 
 
Zero-Waste-Team 
Im Maßnahmenkatalog wurde die Maßnahme „Gründung eines Zero-Waste-Teams“ 
formuliert, welches zunächst aus einem Startteam von vier Personen, paritätisch be-
setzt bei VIII/3 und der AWB, besteht und für die Koordinierung der Konzeption, Um-
setzung und Kontrolle der Zero-Waste-Strategie verantwortlich ist. Eine Person soll 
dabei als Hauptverantwortliche*r benannt werden. Die Schaffung einer solchen An-
laufstelle soll dazu dienen, das Zero-Waste-Projekt langfristig innerhalb der Stadtver-
waltung zu verstetigen. Andere Kolleg*innen und Interessenvertreter*innen wissen 
dadurch genau, wer die Verantwortung zur Umsetzung trägt. In Köln (VIII-3 und 
AWB) sollen dafür insgesamt 3 Vollzeitstellen geschaffen werden. Folgende Aufga-
ben soll bei dem Zero-Waste-Team liegen: 
 Steuerung des Zero-Waste-Projekts  
 Koordination der Maßnahmenumsetzung und Zielerreichung: Dazu zählt 
u. a. die Verwaltung möglicher Fördertöpfe für die Umsetzung der Zero-Waste-
Maßnahmen sowie die Allokation von Mitteln des Gebührenhaushaltes, Bewer-
bung auf Förderungen, der Austausch mit Stakeholder*innen, die Zusammen-
arbeit mit städtischen Referaten und dem Zero-Waste-Advisory-Board zur Wei-
terentwicklung der Maßnahmen und das Controlling und die Evaluation der 
Maßnahmen.  
 Netzwerkarbeit: Zur Netzwerkarbeit gehört der Austausch mit anderen Zero 
Waste Cities, die Zusammenarbeit mit dem Direktorium zur Einbringung des 
Zero-Waste-Themas in die Städtepartnerschaften und Netzwerke sowie die 
Koordination zur Zertifizierung über ZWE. 
 Öffentlichkeitsarbeit: Damit sollen das Projekt und die Maßnahmen in der 
Stadt bekannter gemacht werden und eine langfristige und regelmäßige Kom-
munikation mit den Kölner*innen aufgebaut werden, in deren Rahmen über 
Fortschritte und Ziele des Zero-Waste-Prozesses berichtet wird. 
 Umsetzung der Zero-Waste-Strategie  
–––– 
75 Zero Waste Europe 2022.

Gesamtkonzept Langfristige Verstetigung innerhalb der Stadtverwaltung 
Wuppertal Institut | 131 
 Dazu gehört die Abstimmung mit den jeweiligen Dienststellen und Ak-
teur*innen (Öffentliche Verwaltung und Bildung; Gastronomie, Handel und 
Events; Zivilgesellschaft; Gewerbe, Bau und Industrie). Darüber hinaus soll 
auch ein Austausch mit anderen Dienststellen, die bei der Umsetzung unter-
stützen können, stattfinden. 
 Der Austausch mit Vereinen und Zivilgesellschaft über Fortschritte und 
Hindernisse der Zero-Waste-Strategie soll ebenfalls stattfinden, bspw. in Form 
von jährlichen thematischen Jour-Fixe-Terminen oder Foren / Stammtische.  
 Monitoring  
 Das Monitoring sollte in Form von regelmäßigen Austauschen mit dem ZWAB, 
der lokalen Politik und ZWE stattfinden. Die Fachstelle sollte dem ZWAB für 
Rückfragen zur Verfügung stehen, die lokale Politik über Fortschritte informie-
ren und ZWE im Rahmen des Zertifizierungsprozesses regelmäßig über Mei-
lensteine berichten. 
 
Zero Waste Advisory Board (ZWAB) 
Die Gründung eines ZWAB ist für die Zertifizierung als Zero-Waste-City verpflich-
tend. Das ZWAB ist eine Art Beirat, der zur Begleitung der Umsetzung dienen soll. 
Es sollte Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft beinhalten, um eine sinnvolle Beteili-
gung der lokalen Interessengruppen an der Gestaltung, Umsetzung und Kontrolle 
der Zero-Waste-Strategie zu ermöglichen. Zudem sollten Schlüsselgruppen der Ge-
meinschaft, wie z. B. Abfallexpert*innen, Zero-Waste-Expert*innen oder NGOs, ein-
bezogen werden. Dadurch stellt das ZWAB das Bindeglied zwischen der öffentlichen 
Verwaltung und dem öffentlichen Wirken da. Ehrenamtlichen Mitgliedern soll dabei 
eine angemessene Anerkennung zuteilwerden. Das ZWAB sollte folgende Aufgaben 
übernehmen:  
 Unterstützung bei der Koordination der Öffentlichkeitsarbeit in der Stadt 
 Überprüfung der Einhaltung der Zero-Waste-Ziele und Umsetzung der Maß-
nahmen sowie deren Fortschrittsmessung in Abstimmung mit der Fachstelle 
 Unterstützung bei der Anpassung des Zero-Waste-Konzepts 
 Bewusstsein für die Zero-Waste-Strategie steigern und als Multiplikator*innen 
dienen 
 Regelmäßiger Austausch mit dem Zero-Waste-Team.

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
132 | Wuppertal Institut 
Literaturverzeichnis  
AWK (2018): Abfallwirtschaftskonzept 2018 – 2027 der Stadt Köln, online verfügbar 
unter https://www.awbkoeln.de/medien/Downloads/Abfallwirtschaftskonzept/Ab-
fallwirtschaftskonzept_2018-2027.pdf (letzter Zugriff am 30.11.2022). 
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (Hrsg.) (2016): 
Leitfaden zur Erstellung kommunaler Abfallvermeidungskonzepte, online verfüg-
bar unter: https://www.bestellen.bayern.de/application/e-
shop_app000000?SID=1059544618&ACTIONxSESSx-
SHOWPIC(BILDxKEY:%27stmuv_abfall_001%27,BILDxCLASS:%27Arti-
kel%27,BILDxTYPE:%27PDF%27) (letzter Zugriff am 10.03.2023). 
BDE u.a. (Hrsg.) (2021): Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft, online ver-
fügbar unter Statusbericht_der_deutschen_Kreislaufwirtschaft_2020.pdf 
(bvse.de) (letzter Zugriff am 17.01.2023). 
BMUV (2020): Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung, online verfügbar unter: 
https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit-digitalisierung/konsum-und-pro-
dukte/umweltfreundliche-beschaffung (letzter Zugriff am 10.03.2023). 
Bonn, Aletta, Richter, Anett, Vohland, Kathrin, Pettibone, Lisa, Brandt, Miriam, Feld-
mann, Reinart, Goebel, Claudia, Grefe, Christiane, Hecker, Susanne, Hennen, 
Leonhard, Hofer, Heribert, Kiefer, Sarah, Klotz, Stefan, Kluttig, Thekla, Krause, 
Jens, Küsel, Kirsten, Liedtke, Christin, Mahla, Anika, Neumeier, Veronika, 
Premke-Kraus, Matthias, Rillig, Matthias C., Röller, Oliver, Schäffler, Livia, 
Schmalzbauer, Bettina, Schneidewind, Uwe, Schumann, Anke, Settele, Josef, 
Tochtermann, Klaus, Tockner, Klement, Vogel, Johannes (2020): Grünbuch Citi-
zen Science Strategie 2020 für Deutschland, Bürger schaffen Wissen, Die Citi-
zen Science Plattform, online verfügbar unter: https://epub.wupperinst.org/front-
door/deliver/index/docId/6815/file/6815_Citizen_Science.pdf (letzter Zugriff am 
12.12.2022). 
Bortoleto, Ana Paula (2014): Waste prevention policy and behaviour: New ap-
proaches to reducing waste generation and its environmental impacts. 
Routledge. 
Co-Create Cologne (o. D.): Main Page, online verfügbar unter: https://cocreate-co-
logne.wikibase.cloud/wiki/Main_Page (letzter Zugriff am 30.11.2022).  
Cyclos (2018): Abfallvermeidungskonzept für die Christian‐Albrechts‐Universität zu 
Kiel. Endbericht, online verfügbar unter: https://www.klik.uni-kiel.de/de/abfall/ab-
fallvermeidungskonzept (letzter Zugriff am 08.03.2023).

Gesamtkonzept Literaturverzeichnis 
Wuppertal Institut | 133 
Dehoust, Günter, Schüler, Doris, Vogt, Regine, Giegrich, Jürgen (2010): Klima-
schutzpotenziale der Abfallwirtschaft. Am Beispiel von Siedlungsabfällen und 
Altholz (TEXTE Nr. 06/2010), Umweltbundesamt, online verfügbar unter: 
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/461/publikatio-
nen/3907.pdf (letzter Zugriff am 10.03.2023). 
Europäische Kommission (o. D.-a): Waste prevention and management, online ver-
fügbar unter: https://ec.europa.eu/environment/green-growth/waste-prevention-
and-management/index_en.htm (letzter Zugriff am 29.11.2022).  
Europäische Kommission (o. D.-b): Green City Accord, online verfügbar unter: 
https://environment.ec.europa.eu/topics/urban-environment/green-city-ac-
cord_en (letzter Zugriff am 29.11.2022).  
Europäische Kommission (2020): Änderung unserer Produktions- und Verbrauchs-
muster: neuer Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft ebnet Weg zu klimaneutraler 
und wettbewerbsfähiger Wirtschaft mit mündigen Verbrauchern, online verfügbar 
unter: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_420 (letzter 
Zugriff am 29.11.2022). 
Europäische Kommission (2022): Overview of mandatory indicators, online verfügbar 
unter: https://environment.ec.europa.eu/system/files/2022-
04/Green%20City%20Accord%20-%20Indicator%20overview.pdf (letzter Zugriff 
am 26.10.2022). 
Fechner, Johannes (o.J.): Leitfaden. Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von 
Bauabfällen bei Planung und Ausführung von Bauten. Ausgewählt im Rahmen 
der INITIATIVE „Abfallvermeidung in Wien“ unterstützt von der Wiener Umwelt-
stadträtin, online verfügbar unter: https://www.17und4.at/wp-content/uplo-
ads/2016/07/LeitfadenAbfallBau.pdf (letzter Zugriff am 08.03.2023). 
Fibers in Process (2018): Weltweite Werbepost-Studie: So viele Tonnen Werbung 
landen noch im Briefkasten, online Verfügbar unter: https://www.fibers-in-pro-
cess.de/news/papierherstellung/grafische-papiere/Weltweite-Werbepost-Studie-
So-viele-Tonnen-Werbung-landen-noch-im-Briefkasten--9423 (letzter Zugriff 
12.12.2022). 
Gertec / Wuppertal Institut / Stadt Köln (2019): KölnKlimaAktiv 2022, online verfüg-
bar unter: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/con-
tent/pdf57/ko%CC%88lnklimaaktiv_2022_bfrei.pdf (letzter Zugriff am 
29.11.2022).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
134 | Wuppertal Institut 
INFA / ARGUS GmbH / Witzenhausen-Institut GmbH / Ingenieur-Büro Manfred Kant-
hak (2020): Vergleichende Analyse von Siedlungsrestabfällen aus repräsentati-
ven Regionen in Deutschland zur Bestimmung des Anteils an Problemstoffen 
und verwertbaren Materialien (UBA-Texte 113/2020), online verfügbar unter: 
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikatio-
nen/texte_113-2020_analyse_von_siedlungsrestabfaellen_abschlussbericht.pdf 
(letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Koop, Carina, Wilts, Henning, Fecke, Marina, Birnstengel, Bärbel, Eckhardt, Mari-
eke, Anders, Lena, Börsig, Stefanie (2022): Zero-Waste-Konzept für die Landes-
hauptstadt München, online verfügbar unter: https://www.awm-muen-
chen.de/fileadmin/Dateien_pdfs/presse/Presse_2022/Zero-Waste-Konzept.pdf 
(letzter Zugriff am 08.03.2023). 
Köln.Global.Nachhaltig (o. D.): SDGs in Köln, online verfügbar unter: https://koeln-
globalnachhaltig.de/ (letzter Zugriff am 30.11.2022). 
Lottner, Ulrich (2016): Der Leitfaden zur Erstellung kommunaler Konzepte zur Ver-
meidung von Abfällen – jetzt können die Kommunen Akzente setzen, Bayrische 
Abfall- und Deponietage 2016 Referat 8, online verfügbar unter: https://www.ab-
fallratgeber.bayern.de/publikationen/abfallvermeidung/doc/leitfaden_kommu-
nale_konzepte.pdf (letzter Zugriff am 10.03.2023). 
Mission Zero Waste Academy (o. D.-a): Zero Waste Cities Certification, online ver-
fügbar unter: https://www.missionzeroacademy.eu/municipalities/zero-waste-
cities-certification/ (letzter Zugriff am 26.10.2022).  
Mission Zero Waste Academy (o. D.-b): Resources, online verfügbar unter: 
https://www.missionzeroacademy.eu/about-miza/miza-library/ (letzter Zugriff am 
29.11.2022). 
Öko-Institut e. V. und Difu (2018): Demografischer Wandel und Auswirkungen auf 
die Abfallwirtschaft, online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/si-
tes/default/files/medien/1410/publikationen/2018-05-28_texte_32-2018_demo-
grafie_abfall.pdf (letzter Zugriff 30.11.2022). 
ÖkoKauf Wien (2014): Wirkungsanalyse der ökologischen öffentlichen Beschaffung 
in der Stadt Wien, online verfügbar unter https://www.wien.gv.at/umwelt-
schutz/oekokauf/ergebnisse.html (letzter Zugriff am 08.03.2023). 
Rösler, A. (2022): Mikroplastik gelangt auch ins Blut, online verfügbar unter: 
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/mikroplastik-gelangt-auch-ins-blut-
132314/ (letzter Zugriff am 29.11.2022).

Gesamtkonzept Literaturverzeichnis 
Wuppertal Institut | 135 
Shove, Elisabeth, Pantzar, Mika, Watson, Matt (2012): The Dynamics of Social Prac-
tice: Everyday Life and How It Changes. Sage Publications.  
Stadt Köln (o. D.): Informationssystem für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln, 
online verfügbar unter: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/info.asp (letzter Zu-
griff am 30.11.2022). 
Stadt Köln (2016): So will Köln Lebensmittelverschwendung stoppen, online verfüg-
bar unter: https://www.koeln.de/koeln/koeln-isst-joot-und-wirft-nichts-
weg_1014513.html (letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Stadt Köln (2019): Bevölkerungsprognose für Köln 2018 bis 2040, online verfügbar 
unter: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-einwohner-
und-haushalte/bev%C3%B6lkerungsprog-
nose_f%C3%BCr_k%C3%B6ln_2018_bis_2040_-_mit_kleinr%C3%A4umi-
gen_berechnungen_bis_2030_ew_ksn_4_2019.pdf (letzter Zugriff am 
30.11.2022). 
Stadt Köln (2020a): Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030, online verfügbar unter: 
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/kp2030/stadtstrategie.pdf 
(letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Stadt Köln (2020b): 2. Sachstandsbericht zum Abfallwirtschaftskonzept (AWK) der 
Stadt Köln, online verfügbar unter: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/get-
file.asp?id=814405&type=do (letzter Zugriff am 30.11.2022).  
Stadt Köln (2021a): Köln.Klima.Neutral - Zwischenstand der Ziele auf dem Weg zur 
Klimaneutralität, online verfügbar unter: https://www.stadt-koeln.de/mediaas-
set/content/pdf-dezernat5/v-7/sk_147_21_broschuere_klimarat_zielformulie-
rung_bfrei.pdf (letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Stadt Köln (2022a): 3. Sachstandsbericht zum Abfallwirtschaftskonzept (AWK) der 
Stadt Köln, online verfügbar unter: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/get-
file.asp?id=876261&type=do (letzter Zugriff am 20.01.2023). 
Stadt Köln (2022b): Zero-Waste-City, online verfügbar unter: https://mei-
nungfuer.koeln/archiv/dialoge/zero-waste-city.html#uip-1 (letzter Zugriff am 
29.11.2022). 
Stadt Köln (2022c): Klimaneutrales Köln 2035, online verfügbar unter: 
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/25243/in-
dex.html (letzter Zugriff am 12.12.2022).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
136 | Wuppertal Institut 
Statistisches Bundesamt (2022a): SDG Indikator 7.2.1, online verfügbar unter: 
https://sdg-indikatoren.de/7-2-1/ (letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Statistisches Bundesamt (2022b): SDG Indikator 12.6.1, online verfügbar unter: 
https://sdg-indikatoren.de/12-6-1/ (letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Statistisches Bundesamt (2022c): Pressemitteilung Nr. 546 vom 19. Dezember 
2022, online verfügbar unter: Neue Rekordmenge an Haushaltsabfällen im Jahr 
2021 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) (letzter Zugriff am 17.01.2023). 
Umweltbundesamt (2022a): Reparierbarkeit von Elektrogeräten: bessere Kennzeich-
nung nötig, online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/themen/re-
parierbarkeit-von-elektrogeraeten-bessere (letzter Zugriff am 30.11.2022). 
Umweltbundesamt (2022b): Abfallaufkommen, online verfügbar unter: Abfallaufkom-
men | Umweltbundesamt (letzter Zugriff am 17.01.2023). 
Umweltbundesamt (2022c): Lebensmittelabfälle, online verfügbar unter: 
https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/ab-
fallvermeidung/lebensmittelabfaelle#undefined (letzter Zugriff am 08.03.2023).  
United Nations (2022): The Sustainable Development Goals Report 2022, online ver-
fügbar unter: https://unstats.un.org/sdgs/report/2022/The-Sustainable-Develop-
ment-Goals-Report-2022.pdf (letzter Zugriff am 12.12.2022). 
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (o. D.): Mehrwert NRW, online verfügbar 
unter: https://www.mehrwert.nrw/mitmachkarte (letzter Zugriff am 30.11.2022). 
Verbraucherzentrale (2022): Fragen und Antworten zum Einweg-Pfand (“Dosen-
pfand”), online verfügbar unter: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/um-
welt-haushalt/abfall/fragen-und-antworten-zum-einwegpfand-dosenpfand-11505 
(letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Vogt, Regine, Fehrenbach, Sophia (2017): Stoffstrom-, Klimagas-und Umweltbilanz 
für das Jahr 2016 für das Land Berlin, online verfügbar unter: 
https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Kurzfassung-SKU-2016_05-01-18.pdf 
(letzter Zugriff am 10.03.2023). 
Zeitung für kommunale Wirtschaft (2021): Biogas “Made in Cologne”: Projektpartner 
treiben klimaneutrale Abfallsammlung voran, online verfügbar unter: 
https://www.zfk.de/energie/gas/biogas-made-in-cologne-projektpartner-treiben-
klimaneutrale-abfallsammlung-voran (letzter Zugriff am 29.11.2022). 
Zero Waste Cities (2022): Einmal ohne, bitte!, online verfügbar unter: https://zero-
wastecities.wikibase.cloud/wiki/Item:Q468 (letzter Zugriff am 30.11.2022).

Gesamtkonzept Literaturverzeichnis 
Wuppertal Institut | 137 
Zero Waste Europe (2022): Benutzerhandbuch – Zero Waste Cities Certification, on-
line verfügbar unter: https://zerowastegermany.de/wp-content/uplo-
ads/2022/01/Benutzerhandbuch-Zero-Waste-Cities-Certification-DE.pdf (letzter 
Zugriff am 12.12.2022). 
Zero Waste Köln e.V. (2022): Maßnahmen für Köln und Deutschland, online verfüg-
bar unter: https://zerowastekoeln.de/politik/schritte-zur-zero-waste-stadt/ (letzter 
Zugriff am 29.11.2022).

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
138 | Wuppertal Institut 
Anhang 
Anhang 1 - Abfallmengen in Köln im Vergleich zu anderen Großstädten 
   
   
   
 
Abbildung 29: Abfallmengen in Köln im Vergleich zu anderen Großstädten 
Quelle: AWB (2022) und Abfallbilanzen der Bundesländer, eigene Darstellung nach Konsortium 
 
Köln (2019);
17 kg/(EW*a)
Köln (2021);
19 kg/(EW*a)
0
5
10
15
20
25
30
2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 5.000
Menge [kg/(EW*a)]
Einwohnerdichte [EW/km²]
Glas
Mittelwert Städte > 2.000 EW/km²

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 139 
  
  
   
Abbildung 30: Siedlungsabfall, Getrennterfassung und Restmüllmenge von Köln im Vergleich mit 
europäischen Zero Waste und Kandidaten-Städten 2020 (Köln in rot) 
Quelle: Unveröffentlichte Daten von Zero Waste Germany/Zero Waste Europe, Februar 2021, 
aufbereitet durch Konsortium. 
 
  
0
200
400
600
800
1.000
1.200
0 500.000 1.000.000
Menge [kg/(EW*a)]
Einwohner [EW]
Siedlungsabfall
Vergleich mit Zero Waste Cities (cert.)
< 100.000 EW (cert.) > 100.000 EW (cert.)
Köln (inkl. Schadstoffe) Mittelwert (cert.)
0
100
200
300
400
500
600
0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.0001.200.000
Menge [kg/(EW*a)]
Einwohner [EW]
Siedlungsabfall (> 100.000 EW)
Vergleich mit Zero Waste Cities (cert.) + 
(cand.)
> 100.000 EW (cert.) > 100.000 EW (cand.)
Köln (inkl. Schadstoffe) Mittelwert > 100.000 EW (cert.)
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0 500.000 1.000.000
Getrennterfassungquote [%]
Einwohner [EW]
Getrennterfassungsquote 
Vergleich mit Zero Waste Cities (cert.)
< 100.000 EW (cert.) > 100.000 EW (cert.)
Mittelwert (cert.) Köln 2021 (inkl. Grünabfall aus Stadtgebiet)
0
20
40
60
80
100
0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.200.000
Getrennterfassungsquote [%]
Einwohner [Ew]
Getrennterfassungsquote (> 100.000 EW) 
Vergleich mit Zero Waste Cities (cert.) + 
(cand.)
> 100.000 EW (cert.) > 100.000 EW (cand.)
Köln 2021 (inkl. Grünabfall aus Stadtgebiet) Mittelwert > 100.000 EW (cert.)
0
100
200
300
400
500
600
0 500.000 1.000.000
Menge [kg/(EW*a)]
Einwohner [EW]
Restmüll 
Vergleich mit Zero Waste Cities (cert.)
< 100.000 EW  (cert.) > 100.000 EW  (cert.) Köln 2021 (inkl. Schadstoffe) Mittelwert (cert.)
0
100
200
300
400
500
600
0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.0001.200.000
Menge [kg/(EW*a)]
Einwohner [EW]
Restmüll (> 100.000 EW)
Vergleich mit Zero Waste Cities (cert.) + 
(cand.)
> 100.000 EW (cert.) > 100.000 EW (cand.)
Köln 2021 (inkl. Schadstoffe) Mittelwert > 100.000 EW (cert.)

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
140 | Wuppertal Institut 
Anhang 2 - Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Die folgende Tabelle beinhaltet bereits bestehende Zero-Waste-Aktivitäten in Köln, 
welche von unterschiedlichen Initiator*innen angestoßen und umgesetzt werden. 
Diese Tabelle ist nicht als vollständige sondern lebende Übersicht zu verstehen, wel-
che weiterentwickelt werden kann. 
 
Tabelle 11: Bestehende Zero-Waste-Aktivitäten in Köln 
Titel der Maßnahme Initiator*innen 
Urban-/Office-Gardening Projekte AckerCompany GmbH 
Tag des guten Lebens AGORA Köln e.V. 
Herstellung von Rucksäcken aus Autoteilen Airpaq 
Fahrradwerkstatt zur angeleiteten Reparatur Alte Feuerwache 
Flohmarkt an der alten Feuerwache Alte Feuerwache 
Restauration und Aufarbeitung von Möbeln antik acente 
Second-Hand-Kleidung Anziehend anders – Secondhand Shop 
Verein für nachhaltiges Bauen Architects for Future Deutschland e.V. 
(Ortsgruppe Köln) 
Recycling von alten Textilien armedangels - Social Fashion Company 
GmbH 
Papierpilz (Blöcke aus gebrauchtem Papier) AStA der Deutschen Sporthochschule  
Fort- und Weiterbildung von Schüler*innen und Student*innen so-
wie Erwachsenenbildung  AVG Köln 
Anerkannter außerschulischer Lernort  AVG Köln 
Stoffliche Verwertung von Gips aus der Abgasreinigung AVG Köln 
Vergärungsanlage für 20.000to per Jahr etabliert AVG Köln 
Biokompostierung in Köln etabliert, bis hin zum Verkauf von Kölner 
Komposterde AVG Köln 
Lehrer- und Erzieher*innen-Ausbildung AVG Köln 
Führungen in der MVA und der Kompostierungsanlage  AVG Köln 
Informationsfilm über die Abfallaufbereitung AVG Köln 
RENEE:)-App (Informationen über Recycling) AVG Köln 
Ideen-Wettbewerb zum Umwelt- und Klimaschutz AVG Köln 
Aufklärungsarbeit in Schulen  AVG Köln 
Treff am Ofen AVG Köln

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 141 
Diverse Informationsbeiträge auf Social Media AVG Köln 
Stoffliche Verwertung von Aschen aus der Restmüllverbrennung in 
der Bauindustrie AVG Köln; Drittfirma  
Speiserestetonne für Gewerbekunden AWB im Auftrag der Stadt Köln 
Mehrwegbecher für Marathon & Co AWB in Kooperation mit der RheinEnergie 
Köln  
Kostenlose Biotonne AWB Köln 
Pädagogische Beratungsangebote für Kitas, Schulen und Erwach-
sene zu den Themen Zero Waste, Wertstoffsammlung und Stadt-
sauberkeit 
AWB Köln 
Betriebshofführungen über die Betriebshöfe Maarweg und Chris-
tian-Sünner-Straße AWB Köln 
Einsatz von Grillscouts in vielen Kölner Grünanlagen (Organisation, 
Evaluation)  AWB Köln 
Informationsstände bei Stadtfesten und Events AWB Köln 
Netzwerkarbeit mit Kölner Vereinen und Arbeitskreisen, u.v.m. AWB Köln 
Multiplikatorenschulungen (Päd. Fachkräfte, Lehrkräfte) AWB Köln 
Theater für Vorschulkinder und Grundschulkinder (Thema: Zero 
Waste Picknick) AWB Köln 
Ferienprogramm in Kooperation mit privaten und kirchlichen Trä-
gern AWB Köln 
AWB-eigene Handreichungen, Bücher, Spiele und Arbeitsblätter 
entsprechend der Zielgruppen Kitas, Schulen und Erwachsene als 
Bestandteil der pädagogischen Beratung  
AWB Köln 
Umweltbildungskoffer zur Ausleihe für Schulen AWB Köln 
Anzeigenschaltung, Redaktionelle Beiträge und Zusammenarbeit 
mit lokalen Verlagen und Stadtteilheften AWB Köln 
Informationsmaterial und Videos für alle Zielgruppen auf der Home-
page AWB Köln 
Nachhaltigkeits-Guide auf der Homepage (Plattform für Kölner Initi-
ativen und Vereine rund um die Themen Zero Waste, Reparieren, 
Wiederverwenden, Teilen und Tauschen) 
AWB Köln 
Repair Café und Nachbarschaftswerkstatt Baugemeinschaft WUNSCHNACHBARN 
WEG 
Flohmarkt & Second Hand Verkauf Bazar de Nuit - Nachtflohmarkt e.V. 
Sammeln von Kronkorken Blechwech - Kronkorken für den guten 
Zweck 
Less Waste Box (wiederverwendbare Auslieferungsbox) Bohlen & Kronshage GbR

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
142 | Wuppertal Institut 
Solidarische Landwirtschaft im Raum Köln; Bildung und Vermei-
dung Lebensmittelabfälle Bürger machen Landwirtschaft 
Veranstaltungszentrum und Plattform für nachhaltige Aktionen / 
Foodverteiler Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V. 
Fahrradwerkstatt Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V. 
Gemeinschaftsgarten mit regelmäßigen Aktionen Carlsgarten/Schauspielhaus 
Flohmarkt Kölner Altstadt Cölln Konzept 
Kleiderkammer & Rotkreuz-Shop Deutsche Rotes Kreuz Köln e.V. 
Kleidercontainer (4x) Deutsche Rotes Kreuz Köln e.V. 
Fairstore (Gebrauchtwaren) Diakonie Michaelshoven 
Restauration und Aufarbeitung von Möbeln Die Möbelkiste Vom Dabberg Mark Vom-
berg & Philip Dabbert GbR 
Gemeinschaftswerkstatt Dingfabrik Köln 
Beratung, Rücknahmesysteme, Recycling Duales System Deutschland GmbH  
Gemeinschaftsgarten; eigener Anbau und Kompostierung Ehrenamtlicher Arbeitskreis VHS 
Reparatur & Verleih von alten Brillen Ehrenoptik 
Gebrauchtwarenhäuser (3x) Emmaus Gemeinschaft Köln e.V.  
Eigenanbau von Lebensmitteln Erntegemeinschaft Solawi Köln e.V. 
Essbare Stadt  Essbare Stadt Köln  
Urbaner Lern- und Erlebnisgarten FairStärken 
2 Folgen im Podcast zur Abfallwirtschaft FFI - Fabrik für Immer 
Unverpacktladen für Food und Non-Food Filiz Gencer 
Finkennest - Interkultureller Gemeinschaftsgarten Fink 
Plattform zur Abholung von Lebensmitteln, die ansonsten wegge-
worfen werden (aktuell 21 Standorte) Foodsharing Köln  
Deponiefreie Produktion Ford Werke AG 
Flohmarkt für Textilien & Second Hand Fräulein Klimbim 
Selbsternte Gärten in Holweide und Sürth Gartenglück 
Gemeinschaftsgarten Gartenwerkstatt e.V. Ehrenfeld 
Solidarische Landwirtschaft Köln Gemüsekoop Köln 
Nachbarschaftsplattform nebenan.de Good Hood GmbH 
Gemeinschaftsgarten grenzenlos gärten e.V. in Kalk 
Recycling von alten Textilien Hehlerei

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 143 
Unverpacktladen "Himmel und Ääd" Himmel und Ääd 
Sülzer Kleiderstange (Kleidertausch) Hinsundkunzt 
Workshops, Bildungsangebote und Infotage zum nachhaltigen Le-
ben Hinsundkunzt  
Verleih von Werkzeugen, Geräten, Lastenrädern, Fahrrädern und 
E-Bikes Hinsundkunzt  
Wertstoffsammlung im Nachbarschaftsatelier  Hinsundkunzt  
Repair-Café / Nachbarschaftsatelier Hinsundkunzt  
Tausch- und Mitnahmeregal im Nachbarschaftsatelier Hinsundkunzt  
Hofflohmärkte Hofflohmärkte 
Second-Hand-Verkauf von Kleidung (4 Stores in Köln) HUMANA Second Hand Kleidung GmbH 
Iglu-Geschäft für nachhaltigen Konsum Iglu gUG 
Beratung, Rücknahmesysteme, Recycling Interseroh Dienstleistungs GmbH 
Unverpacktladen für Food und Non-Food Jan Gökpinarli 
Rollstuhlrampen aus alten Legosteinen junge Stadt Köln e.V. 
Recycling von Rädern junge Stadt Köln e.V. 
Leihtassen auf Weihnachtsmärkten k. A.  
Verleih von Kleidung Kleiderei Köln  
Veranstaltungen und Mitgestaltung der Stadtpolitik KölnAgenda e.V.  
Gemeinschaftsgarten Kölner NeuLand e.V. 
Mensa neu denken: Mehrweg fördern und Lebensmittelverschwen-
dung vermeiden 
Kölner Studierendenwerk & Verbraucher-
zentrale NRW  
Mehrwegverpackungen für die Mensa Kölner Studierendenwerk AöR 
Verteilung gespendeter Lebensmittel Kölner Tafel 
Kölntasche Kölntasche.net 
Vorträge und Sammelaktion in Schulen Krake e.V. Köln 
Durchführung des Rhine Cleanup Days mit Unterstützung der AWB 
im Rahmen von „Kölle putzmunter“ 
Krake e.V. Köln mit AWB Abfallwirtschafts-
betriebe Köln GmbH 
Platzierung von Müllsammel-Plattformenim Rhein Krake e.V. Köln 
Storytelling zu Nachhaltigkeit und u.a. Zero Waste Kugel zwei (Instagram/WDR) 
KVB Räder KVB 
Unverpacktladen für Food und Non-Food "Maik Rösner" Maik Rösner 
Marktschwärmereien mit geringem Verpackungsmüll (7 Schwärme-
reien aktuell) Marktschwärmerei

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
144 | Wuppertal Institut 
Flohmarkt für Textilien Melan macht Märkte-Niederrhein GmbH 
Zero Waste in der Kirche Melanchthon Akademie, Netzwerk 
Unverpacktladen "Moritz Kaiser & Christoph Mies" Moritz Kaiser & Christoph Mies GbR 
Recycling von alten Textilien Nähwerkstatt Köln 
Zwei Gemüsegärten, Streuobstwiese, Bienenhaus Naturerlebnisgarten Finkens Garten 
Workshops zu Kompostierung Neuland Köln 
Beratung, Rücknahmesysteme, Recycling Noventiz Dual GmbH 
Imkern Pflanzstelle 
Bücherverleih Pflanzstelle 
Soziokulturelle und urbane Landwirtschaft in Köln Kalk Pflanzstelle 
Kaffee in Mehrwegflaschen Plastic2Beans 
Zero waste Café Plastic2Beans GmbH 
Informationskampagne zu Plastik Precious Plastics 
Unverpacktladen für Food und Non-Food "VEDA" projekt VEDA GmbH 
Gemeinschaftsgarten Querwaldein e.V. 
Sustainable offsite (SOS) meetup Railslove GmbH 
Beratung, Rücknahmesysteme, Recycling Reclay Holding GmbH 
Pfandsystem  Recup GmbH 
Refill-Stationen Refill Deutschland 
Beratung, Rücknahmesysteme, Recycling Remondis 
Plattform zum Koordinieren von Müllsammelaktionen entlang des 
Rheins RhineCleanUp GmbH 
Organisation von Müllsammelevents RhineCleanUp GmbH 
Kippensammel-Aktion "Müllfrei.er.leben" Richarda Fesl 
Verkauf und Verleih von (Second Hand) Kleidung Secondhand Entlarvt 
Bürgerinitiativen fördern / Ideen sammlen Senf Köln 
Unverpacktladen für Food und Non-Food "Silke Gimnich" Silke Gimnich 
DE FLO: Möbelhalle, Kleiderstübchen und Schreinerei (3 Standorte) SKM Köln – Sozialdienst Katholischer Män-
ner e.V. 
Events zur Resteverwertung von Lebensmitteln  Slow Food Youth Köln  
Gebrauchtwarenhäuser (2 Läden) SSK e.V. 
Entrümpelung und Transporte SSK e.V.

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 145 
Trinkwasserbrunnen Stadt Köln 
Direkte Nutzung von Grünabfall vorort Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Wertstofftonne Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Dezentrale Sammlung in den Stadtvierteln für verschiedene Abfall-
ströme (u. a. Batterien, Elektrokleingeräte) Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Abfalltrennung auf städtischen Friedhöfen Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Sammlung von Altkleidern Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Informationskampagne zu nachhaltigem Wohnen Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Mehrwegsystem etablieren Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Informationskampagne "Aktiv für Köln" zur Optimierung von Wer-
stoffsammelsystemen Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Abfall-/Wertstoffkalender als digitale Ausgabe Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Aufklärung der Bürger*innen auf Abfallbehältern Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Wichtige Informationen (Müll-ABC, Tipps zur Vermeidung) stehen 
digital zur Verfügung Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Sag's uns-App (Meldung von wildem Müll) Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Digitalisierung von Informationen (AWB-App) Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Tauschbörse für Möbel und Gegrauchsgegenstände Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Informationskampagne Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Abholung von Grünschnitt Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Sammlung von Abfall Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Dezentrale Schadstoff-Sammlung in den Stadtvierteln Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Abholung von Sperrmüll & Elektrogroßgeräten Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Dezentrale Sammlung in den Stadtvierteln (Sperrmüll, Elektrogroß-
geräte, Schadtstoffe) Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Restzepte Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Informationskampagne zur Biotonne Stadt Köln (Ausführung AWB) 
Organisation von Upcycling-Workshops und Austauschplattform  Stadt Land Welt e.V.  
Mehrweg-Dosen für Speisen zum Mitnehmen Stadthaus Deutz 
Herstellung von Sortiertechnologien Steinert 
Tauschbörse für Dienstleistungen und Waren TalentSkulptur e.V. 
Verkauf von Lebensmitteln, die sonst entsorgt werden würden The Good food 
Verkauf von Second Hand Kleidung und Accessoires The Suedstadt Second Hand

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
146 | Wuppertal Institut 
Verkauf von Second Hand Kleidung und Accessoires (2 Läden) THINK TWICE / Baltic Textile Trading 
GmbH 
Sammelstellen für Zigarettenstummel Tobacycle 
Verkauf von Vintage und recycelter Kleidung und Accessoires Todd 
Speiserestevermeidung  Too Good To Go 
Flohmarkt an der Galopprennbahn Trödel Mit 
Unverpacktladen  Ulrike Bohländer 
Info- und Bildungsveranstaltungen Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen 
Durchführung Wohnungsauflösungen, Entrümpelungen; Annahme 
von PC & Druckern; Korksammlung  Umweltzentrum Köln 
Vermietung von Geschirrmobilen Umweltzentrum Köln 
Wochenmärkte für regionale Produkte Unbekannt 
Gemeinschaftsgarten Uni Köln 
Verkauf von Second Hand Kleidung und Accessoires Unser Blinklicht e.V. 
Berufsverband Unverpacktläden Unverpackt e.V. 
Müllsammelaktion Köln räumt auf - Aktion "Spielplatz" Urban Grün 
Zollstock Unverpacktladen Varme GmbH 
Unterhaltsamer Informationsblog über Köln Veedelsgedanken 
Unverpacktladen für Food und Non-Food "Veedelskrämer" Veedelskrämer GbR 
Plattform für Zero Waste Termine und Tipps für Endverbraucher Verbraucherzentrale NRW 
Informationswebseiten zur richtigen Mülltrennung Verbraucherzentrale NRW 
Bücherschränke (11 im Stadtgebiet) verschiedene  
Tiffin-Box (Mehrweg) Verschiedene Restaurants 
Verkauf von Second Hand Kleidung und Accesoires Vintage & Rags (Yeeco GmbH & Co. KG) 
Verkauf von Second Hand Kleidung und Accesoires Vintage-Emde 
Infoveranstaltungen, Vorträge Volkshochschule Köln 
Upcycling von Textilien Volkshochschule Köln 
Mehrwegverpackungen für To Go Geschäft Vytal Global GmbH 
Villa Öki (Bildungseinrichtung) Wasserforum Köln e.V. 
Zero Waste Karte (Online) Wastelandrebel 
Informationsblog, Zero Waste Buchautorin, Radio Cosmo WDR Wastelandrebel 
Podcast  Wastelandrebel

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 147 
Biete/Suche-Börse für geflüchtete Menschen wiku Köln 
Unverpacktladen für Food und Non-Food "Witt & Stark" Witt & Stark GbR 
Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz in Köln Wuppertal Institut 
Nachhaltigkeitsnetzwerk Kölner Schulen Zero Waste Köln 
Infoveranstaltungen, z. B. "Mehrweg statt Einweg" Zero Waste Köln 
Quelle: Eigene Darstellung nach Desktoprecherche

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
148 | Wuppertal Institut 
Anhang 3 - Gesamtliste der Kölner Maßnahmen und Empfehlungen 
Die folgende Tabelle beinhaltet weitere Maßnahmen, welche während des Entwick-
lungsprozesses des Maßnahmenkatalogs als Vorschläge in den Workshops oder 
dem Beteiligungsportal eingegangen sind. Einige von diesen Maßnahmen wurden in 
Form eines Steckbriefs in den Maßnahmenkatalog aufgenommen. Teilweise wurden 
mehrere Maßnahmenvorschläge aus dieser Tabelle zu einem Steckbrief zusammen-
gefasst. Die Anzahl der als „Prio“ markierten Maßnahmen spiegelt daher nicht die 
Anzahl der Maßnahmen im Katalog wider.  
 
Nr. Titel der Maßnahme Zuordnung Ziel Prio 
1 (Werbe-)Kampagne zur Förderung von Stoffwindeln Ü1, Ü2, Ü3   
2 Anlaufstellen für wiederverwendbare Artikel/ Materialien etablieren  Ü1, Ü3 X 
3 Anreizsystem für nachhaltiges Bauen schaffen  Ü1, Ü2, A1 X 
4 Antragstellung mit Berücksichtigung der Triple Bottom Line Ü1, Ü2   
5 Attraktiveres Gebührenmodell Mülltonnen Ü3   
6 
Aufklärung und SensibiliiserungSensibilisierung privater Haushalte & Be-
triebe Ü3   
7 Aufklärung zur korrekten Entsorgung von Medikamenten  Ü3, A2, A4   
8 Auflagen bei der Erteilung von Bau- und Betriebsgenehmigungen Ü1, A1   
9 Ausbau Infrastruktur durch mehr Mülleimer im öffentlichen Raum A4   
10 Auslobung eines (jährlichen) Kunstwettbewerbs Ü3 X 
11 
Ausstattung der Mülltonnen mit mehr Sortiermöglichkeiten + Neue Plastik-
fraktionen bei der AWB etablieren  A2, A4   
12 Austausch zu Best-Practices zwischen Betrieben  Ü3   
13 
Ausweisung nachhaltiger Gewerbegebiete/-flächen für Handwerksunter-
nehmen    
14 Baustoffrecycling als Leuchtturmprojekt --> Arbeitsplätze in Köln Ü1, A1, A4   
15 Bedarfsgerechte Entsorgung von Sperrmüll    
16 Börse für Bauteile sowie Rückbaumöglichkeiten beim Neubau beachten  Ü1, A1   
17 C2C Produkte im Bausektor einsetzen Ü1, Ü2, A1   
18 Design der öffentlichen Mülleimer verbessern A2, A4   
19 
Digitalisierung beschleunigen durch Einführung der allgemeinen E-Verwal-
tungsakte Ü1 X

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 149 
20 DIY- & Reparaturs-Cafes  Ü1, Ü3 X 
21 E-Mail-Verkehr reduzieren Ü3 X 
22 Einsammlung von Abfällen auf Grünflächen A4   
23 Einwegmülll in der Gastronomie und bei Veranstaltungen reduzieren  Ü1, Ü2 X 
24 Erstellung eines Abfallkatasters & einer gewerblichen Abfallbörse Ü1, Ü2   
25 Erweiterte Verantwortung für den Vertrieb von Einwegprodukten Ü1, Ü2   
26 Erweiterung der coffee-to-go-Becherseite mit Mehrwegsystemen Ü1, Ü2 X 
27 
Förderung nachhaltiger Bildungsangebote (Unterrichtsfach zur Abfallauf-
klärung) Ü3 X 
28 Förderung nachhaltiger startups    
29 Förderung von Unverpackt-Läden Ü1, Ü2, Ü3   
30 
Große Verpackungseinheiten in Büros durch nachhaltige Alternativen er-
setzen  Ü1, Ü2   
31 Großkampagne zur Erreichung von Young Urbans Ü3   
32 Hundekot Abfallsystem    
33 Informationskampagne zu unverpacktem Einkaufen  Ü1, Ü3   
34 Integration von BIM im Baugewerbe Ü1, Ü2, A1 X 
35 Intelligente Heizungssteuerung fördern     
36 Jeans-Sammelstellen  A2, A4   
37 Kampagne mit den Kirchen Ü3   
38 Kampagne mit Ver-/mieter*innen zur korrekten Mülltrennung Ü3, A2, A4   
39 Kartonsammelstellen Ü3, A4   
40 Keine Gratis-Plastikbecher in öffentlichen Gebäuden anbieten Ü1, Ü2, Ü3   
41 Kompostanlagen im öffentlichen Raum A2, A3, A4   
42 Kontrolle der korrekten Befüllung von Wertstofftonnen  A2   
43 Kronkorkensammelstellen Ü3, A4   
44 Leihbar  Ü1 X 
45 Leitfaden für Veranstaltungen verbreiten Ü1, Ü3 X 
46 Materialoptimierung durch Digitalisierung  Ü1, Ü2   
47 Mediale Kampagne zur Aufklärung  Ü3 X

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
150 | Wuppertal Institut 
48 
Mehr Öffentliche Räume zum Aufenthalt schaffen, mit entsprechender 
Müllinfrastruktur  A2, A4   
49 Menschen für Natur sensibilisieren Ü3   
50 Mobiler Reparaturdienst Ü1 X 
51 Mobilitätswende fördert auch Müllvermeidung Ü1   
52 Müllfalle im Rhein    
53 Nachhaltiges Design der Verpackungen (Monomaterial) fördern  A4   
54 Nachhaltiges Konfetti und Glitzer Ü2   
55 Nachhaltigkeitskriterien bei der Auftragsvergabe anwenden Ü1, Ü2 X 
56 Neue Handelskonzepte etablieren  Ü1, Ü2, Ü3 X 
57 
Öffentliche Bereitstellung von Trinkwasser optimieren & Auststellung von 
Zertifikaten für Leitungswasserfreundliche Organisationen Ü1, Ü3   
58 Ökoprofit wiederbeleben  Ü3   
59 
Opt-in für Werbe- und Postwurfsendungen (Werbung und kostenlose Zei-
tungen nur noch auf ausdrücklichen Wunsch) Ü1, Ü3 X 
60 Personen des öffentlichen Lebens einbeziehen  Ü3   
61 Pfandflaschen - Aufsteller an allen Mülleimern Kölns Ü3, A4   
62 Pfandsysteme flächendeckend etablieren (für Einweggeschirr)  Ü1 X 
63 Pilotprojekt Zirkuläres Bauen - Rückbau (Abriss von Gebäuden) Ü1, Ü2, A1   
64 Quartiersangebote fördern  Ü1, Ü2, Ü3, A4   
65 Rechtlichen Rahmen für Kreislaufnutzung schaffen Ü1, Ü2, Ü3   
66 Rettung von Lebensmittelabfallen durch verschiedene Kooperationen  Ü2, A3 X 
67 Sammelstelle für den Mund-Nasen-Schutz Ü1, Ü2   
68 Sammelstellen für wiederverwendbares Verpackungsmaterial Ü1, Ü2, A2, A4   
69 Sammlung von Altglas A4   
70 Sanierung statt Abriss von Gebäuden Ü1, Ü2, A1   
71 Schulprogramm zur Säuberung der Schulflächen Ü3, A2   
72 Seniorenservice für Reparaturen Ü1, Ü2, Ü3   
73 Sensibilisierung für Mehrweg-Lösungen Ü1, Ü3   
74 Sensibilisierungsmaßnahmen Ü3 X

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 151 
75 Städtisches Feuerwerksverbot Ü1, Ü2   
76 Stärkere Verpflichtung zur fachgerechten Entsorgung von Grünschnitt A4   
77 Tauschbörsen  Ü1, Ü3 X 
78 TobaCycle etablieren & Sensibilisierung A2   
79 Trenntoiletten im öffentlichen Raum anwenden  A4   
80 Trinkwasseraufbereitungsanlage für das Leistungswasser Ü1   
81 Überprüfung digitaler Lösungen auf Rebound-Effekte    
82 Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung    
83 Verbot des Wegwurfs von genießbaren Lebensmitteln  Ü2   
84 Verbot oder (kommunale) Besteuerung von Einwegverpackungen  Ü1, Ü2   
85 Verpackungen optimieren durch einheitliche Vorgaben Ü1   
86 Verpflichtende Biotonne A2, A3, A4 X 
87 
Verpflichtung zur getrennten Müllsammlung + Verkleinerung der Restmüll-
tonne Ü2, A2, A4 X 
88 Verteilung von nicht verkäuflichen Lebensmitteln vereinfachen Ü1, Ü2   
89 Weiterbildung zur nachhaltigen Babypflege für Kitapersonal (Stoffwindeln) Ü1, Ü2   
90 Werbung im öffentlichen Raum begrenzen  Ü3   
91 Wertstoffläden einführen  Ü1, Ü3 X 
92 Wiedervendbare Wetbags in allen städtischen Kitas    
93 Wiederverwendung alter Fahrräder & Roller A4 X 
94 Wiederverwendung von Sperrmüll Ü1, Ü3, A2 X 
95 Wilder Müll in den Stadtteilen verringern Ü3   
96 Zero-Waste-Ausstellung Ü3 X 
97 Zero- Waste- Festival Ü1, Ü3   
98 
Zero-Waste-Konzepte bei Veranstaltungen und Wochenmärkten- Ver-
pflichtende Mehrweg-Konzepte (Pfandsysteme) Ü1, Ü3 X 
99 Zero-Waste-Schulungen für Betriebe  Ü3   
100 Zurückgelassene Möbel mit Vermieter*innen aufbereiten  Ü1, Ü3 X

Gesamtkonzept Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH 
152 | Wuppertal Institut

Gesamtkonzept Anhang 
Wuppertal Institut | 153 
Anhang 4 - Priorisierungs-Workshop 
Die nachfolgenden Abbildungen veranschaulichen die Aufgabenstellungen im Priori-
sierungsworkshop zur Konkretisierung des Maßnahmenkatalogs. 
 
Abbildung 31: Erste Aufgabe des Priorisierungs-Workshops 
 
 
Abbildung 32: Zweite Aufgabe des Priorisierungs-Workshops

Beratungsverlauf (4)

23.11.2023 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 3.4 Vorberatung (Fachausschuss)
Zur Sitzung
27.11.2023 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 10.10 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
04.12.2023 Finanzausschuss
TOP 10.27 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
07.12.2023 Rat
TOP 10.23 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1170/2023
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
14.11.2023
Erstellt
05.04.2023 17:11