2023/0064
'Klimapreis nachhaltiges Bauen' der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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2023/0064
6638 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
06.03.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Amt für
Klimaschutz und
Klimaanpassung
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0064
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 561040
Kostenstelle: 069-000-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5610-41 Sachkonto: 6861000
Betreff: "Klimapreis nachhaltiges Bauen" der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 28.02.2023
Beschlussvorschlag :
Der Neuausrichtung des bisherigen Klimaschutzpreises als „Klimapreis nachhaltiges Bauen“ wird
zugestimmt.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.02.2023
1. Hintergrund
Die Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Anfang 2019 die
Einführung des Klimaschutzpreises „Nachhaltiges Bauen“ beschlossen (MagV 2019/0001).
Dieser Klimaschutzpreis wurde als eine Maßnahme des integrierten Klimaschutzkonzepts 2013
mit der lokalen Agenda 21 erarbeitet und beschlossen.
Die Bedeutung von übergreifender Öffentlichkeitsarbeit und (Bewusstseins-)Bildung wird auch
im aktuellen Klimaschutzplan 2035 der Wissenschaftsstadt Darmstadt hervorgehoben, der die
Auszeichnung geeigneter Best-Practice-Beispiele als eine Maßnahme im Anhang 1 der Vorlage
(Maßnahmenkatalog) vorsieht.
Wettbewerbe schaffen nicht nur Anreize „über das übliche Maß“ oder das gesetzliche
Mindestmaß hinaus bestimmte Ziele zu verfolgen, sondern sie tragen auch durch eine erhöhte
öffentliche Aufmerksamkeit dazu bei, relevante Themen ins Bewusstsein von Fachkreisen, der
breiten Öffentlichkeit und idealerweise neuer Zielgruppen zu rufen, da Wettbewerbe gute
Vorbilder bekannt machen und Anregungen für die Umsetzung neue Ideen geben.
Ab 2023 soll der bisherige reinen Klimaschutzpreis „nachhaltiges Bauen“ als „Klimapreis
nachhaltiges Bauen“ neu aufgestellt werden. Im Gegensatz zur Ausrichtung des ursprünglichen
Klimaschutzpreis sollen nun auch vorbildhafte Projekte der Klimaanpassung gewürdigt werden
können. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen hinsichtlich des Klimaschutzes vorbildliche und
innovative Bau- und Sanierungsmaßnahmen sowie im Bereich der Anpassung an den
Klimawandel Maßnahmen zur klimaresilienten Stadtentwicklung ausgezeichnet werden, um
diese in Darmstadt als „best-practise“ Beispiele bzw. Vorbilder sichtbar zu machen.
2. Inhalte des „Klimapreis nachhaltiges Bauen“ ab 2023
Mit dem „Klimapreis nachhaltiges Bauen“ sollen vorbildliche und innovative Vorhaben in den
folgenden Bereichen ausgezeichnet werden:
Maßnahmen an Gebäuden im Bereich Energieeffizienzsteigerung, dem Einsatz
regenerativer Energien und Verwendung nachhaltiger Baustoffe, wie:
o nachhaltige Bestandssanierungen
o nachhaltige Neubauten
o besondere Einzelmaßnahmen in den o.g. Bereichen
Maßnahmen zur klimagerechten Stadtentwicklung (Klimaanpassung), wie bspw.:
o Gebäudegrün (u.a. Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen, begrünte
Verschattungen)
o Klimaangepasstes Bauen/Gestalten (u.a. innovative Bewässerungssysteme,
naturnahe Regenwasserrückhaltung, Brauchwassernutzung, nachhaltige
Kühlung, Verschattung)
Der Klimapreis richtet sich an private und öffentliche Bauherrinnen und Bauherren,
Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen sowie Vereine und Initiativen.
Die Voraussetzungen für die Teilnahme sind, dass das Projekt bzw. die Maßnahme über die
gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinausgehend, vorbildhaft, übertragbar und/oder
- 4 -
innovativ ist, relevant für die Klimaschutzziele oder Klimaanpassungsziele der
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist und hinreichend beschrieben werden kann.
Weiterhin sollen soziale Komponenten Berücksichtigung finden – also Beteiligung,
Bewusstseinsbildung oder Teilhabe von Mieter*innen bzw. Bewohner*innen, Vereinsmitgliedern
oder sonstigen Betroffenen (bspw. Mieterstrommodelle, Kostenkontrolle,
Gemeinschaftsanlagen).
Weiterhin müssen die Projekte bereits umgesetzt sein und es sollten erste Erfahrungen
vorliegen. Bei Maßnahmen an Gebäuden im Bereich Energieeffizienzsteigerung und
dem Einsatz regenerativer Energien sollen Betriebserfahrungen aus mindestens einer
Heizperiode vorliegen und das Projekt zu relevante Energie- und Treibhausgas-Einsparungen
beigetragen haben.
In einer kurzen Beschreibung des Projekts bzw. der Maßnahme soll ausgeführt werden, welche
Aspekte vorbildlich bzw. innovativ gelöst sind. Weiterhin sind u.a. Planunterlagen, Photos der
Maßnahme sowie Investitionskostenaufstellungen und ggf. Einsparungen einzureichen.
Bei Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienzsteigerung / Einsatz regenerativer Energien
sind zusätzlich aussagefähige und überprüfbare Unterlagen zum Energieverbrauch (und bei
Sanierungen zur Energieeinsparung) vorzulegen.
Die Preisträger*innen werden durch eine Fachjury, die sich aus Vertreter*innen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Fachleuten der betroffenen Fachgebiete zusammensetzt,
ausgewählt. Federführend ist das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung.
Vorgeschlagen wird eine Vertretung aus einer wissenschaftlichen Institution und/oder der
Hochschule bzw. Universität, einer lokalen Klimaschutzinitiative sowie eines Architekten bzw.
einer Architektin oder Energieeffizienzexpert*in. Die Fachjury wird somit neben städtischen
Vertreter*innen zusätzlich aus bis zu vier externen Jurymitgliedern bestehen.
Kosten entstehen durch die Bewerbung, die Preisgelder, Aufwandentschädigungen für externe
Jurymitglieder sowie die öffentlichkeitswirksame Preisverleihung. Die folgenden Mittel werden
für die jährliche Durchführung des Klimapreises veranschlagt.
Raummiete (inkl. Technik und Verpflegung) 3.000,00 Euro
Bewerbung (Flyer, Plakate, Anzeigen etc.) 1.500,00 Euro
Aufwandentschädigungen für externe Jurymitglieder 1.600,00 Euro
Preisgelder insgesamt für bis zu 6 Kategorien 6.000,00 Euro
Die Mittel sind im Haushalt des Amtes für Klimaschutz und K limaanpassung (Bereich
Öffentlichkeitsarbeit) vorhanden.
Dezernat III Dezernat IV
Michael Kolmer André Schellenberg
Stadtrat Stadtkämmerer
anlage 3
240 Zeichen
Punkt 8: "Klimapreis nachhaltiges Bauen" der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2023/0064) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Die Linke. und UFFBASSE
anlage 2
264 Zeichen
Punkt 7: "Klimapreis nachhaltiges Bauen" der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2023/0064) Der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Fraktion Die Linke.
anlage 4
137 Zeichen
Punkt 26: "Klimapreis nachhaltiges Bauen" der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2023/0064) Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.
anlage 1
6700 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
06.03.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Amt für
Klimaschutz und
Klimaanpassung
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 69
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0064
Magistratsbeschluss -Nr.
111
Internetfähig
Produkt-Nr.: 561040
Kostenstelle: 069-000-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5610-41 Sachkonto: 6861000
Betreff: "Klimapreis nachhaltiges Bauen" der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 28.02.2023
Beschlussvorschlag :
Der Neuausrichtung des bisherigen Klimaschutzpreises als „Klimapreis nachhaltiges Bauen“ wird
zugestimmt.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 15.03.2023
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.02.2023
1. Hintergrund
Die Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Anfang 2019 die
Einführung des Klimaschutzpreises „Nachhaltiges Bauen“ beschlossen (MagV 2019/0001).
Dieser Klimaschutzpreis wurde als eine Maßnahme des integrierten Klimaschutzkonzepts 2013
mit der lokalen Agenda 21 erarbeitet und beschlossen.
Die Bedeutung von übergreifender Öffentlichkeitsarbeit und (Bewusstseins-)Bildung wird auch
im aktuellen Klimaschutzplan 2035 der Wissenschaftsstadt Darmstadt hervorgehoben, der die
Auszeichnung geeigneter Best-Practice-Beispiele als eine Maßnahme im Anhang 1 der Vorlage
(Maßnahmenkatalog) vorsieht.
Wettbewerbe schaffen nicht nur Anreize „über das übliche Maß“ oder das gesetzliche
Mindestmaß hinaus bestimmte Ziele zu verfolgen, sondern sie tragen auch durch eine erhöhte
öffentliche Aufmerksamkeit dazu bei, relevante Themen ins Bewusstsein von Fachkreisen, der
breiten Öffentlichkeit und idealerweise neuer Zielgruppen zu rufen, da Wettbewerbe gute
Vorbilder bekannt machen und Anregungen für die Umsetzung neue Ideen geben.
Ab 2023 soll der bisherige reinen Klimaschutzpreis „nachhaltiges Bauen“ als „Klimapreis
nachhaltiges Bauen“ neu aufgestellt werden. Im Gegensatz zur Ausrichtung des ursprünglichen
Klimaschutzpreis sollen nun auch vorbildhafte Projekte der Klimaanpassung gewürdigt werden
können. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen hinsichtlich des Klimaschutzes vorbildliche und
innovative Bau- und Sanierungsmaßnahmen sowie im Bereich der Anpassung an den
Klimawandel Maßnahmen zur klimaresilienten Stadtentwicklung ausgezeichnet werden, um
diese in Darmstadt als „best-practise“ Beispiele bzw. Vorbilder sichtbar zu machen.
2. Inhalte des „Klimapreis nachhaltiges Bauen“ ab 2023
Mit dem „Klimapreis nachhaltiges Bauen“ sollen vorbildliche und innovative Vorhaben in den
folgenden Bereichen ausgezeichnet werden:
• Maßnahmen an Gebäuden im Bereich Energieeffizienzsteigerung, dem Einsatz
regenerativer Energien und Verwendung nachhaltiger Baustoffe, wie:
o nachhaltige Bestandssanierungen
o nachhaltige Neubauten
o besondere Einzelmaßnahmen in den o.g. Bereichen
• Maßnahmen zur klimagerechten Stadtentwicklung (Klimaanpassung), wie bspw.:
o Gebäudegrün (u.a. Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen, begrünte
Verschattungen)
o Klimaangepasstes Bauen/Gestalten (u.a. innovative Bewässerungssysteme,
naturnahe Regenwasserrückhaltung, Brauchwassernutzung, nachhaltige
Kühlung, Verschattung)
Der Klimapreis richtet sich an private und öffentliche Bauherrinnen und Bauherren,
Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen sowie Vereine und Initiativen.
- 5 -
Die Voraussetzungen für die Teilnahme sind, dass das Projekt bzw. die Maßnahme über die
gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinausgehend, vorbildhaft, übertragbar und/oder
innovativ ist, relevant für die Klimaschutzziele oder Klimaanpassungsziele der
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist und hinreichend beschrieben werden kann.
Weiterhin sollen soziale Komponenten Berücksichtigung finden – also Beteiligung,
Bewusstseinsbildung oder Teilhabe von Mieter*innen bzw. Bewohner*innen, Vereinsmitgliedern
oder sonstigen Betroffenen (bspw. Mieterstrommodelle, Kostenkontrolle,
Gemeinschaftsanlagen).
Weiterhin müssen die Projekte bereits umgesetzt sein und es sollten erste Erfahrungen
vorliegen. Bei Maßnahmen an Gebäuden im Bereich Energieeffizienzsteigerung und
dem Einsatz regenerativer Energien sollen Betriebserfahrungen aus mindestens einer
Heizperiode vorliegen und das Projekt zu relevante Energie- und Treibhausgas-Einsparungen
beigetragen haben.
In einer kurzen Beschreibung des Projekts bzw. der Maßnahme soll ausgeführt werden, welche
Aspekte vorbildlich bzw. innovativ gelöst sind. Weiterhin sind u.a. Planunterlagen, Photos der
Maßnahme sowie Investitionskostenaufstellungen und ggf. Einsparungen einzureichen.
Bei Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienzsteigerung / Einsatz regenerativer Energien
sind zusätzlich aussagefähige und überprüfbare Unterlagen zum Energieverbrauch (und bei
Sanierungen zur Energieeinsparung) vorzulegen.
Die Preisträger*innen werden durch eine Fachjury, die sich aus Vertreter*innen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Fachleuten der betroffenen Fachgebiete zusammensetzt,
ausgewählt. Federführend ist das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung.
Vorgeschlagen wird eine Vertretung aus einer wissenschaftlichen Institution und/oder der
Hochschule bzw. Universität, einer lokalen Klimaschutzinitiative sowie eines Architekten bzw.
einer Architektin oder Energieeffizienzexpert*in. Die Fachjury wird somit neben städtischen
Vertreter*innen zusätzlich aus bis zu vier externen Jurymitgliedern bestehen.
Kosten entstehen durch die Bewerbung, die Preisgelder, Aufwandentschädigungen für externe
Jurymitglieder sowie die öffentlichkeitswirksame Preisverleihung. Die folgenden Mittel werden
für die jährliche Durchführung des Klimapreises veranschlagt.
• Raummiete (inkl. Technik und Verpflegung) 3.000,00 Euro
• Bewerbung (Flyer, Plakate, Anzeigen etc.) 1.500,00 Euro
• Aufwandentschädigungen für externe Jurymitglieder 1.600,00 Euro
• Preisgelder insgesamt für bis zu 6 Kategorien 6.000,00 Euro
Die Mittel sind im Haushalt des Amtes für Klimaschutz und Klimaanpassung (Bereich
Öffentlichkeitsarbeit) vorhanden.
Dezernat III Dezernat IV
Michael Kolmer André Schellenberg
Stadtrat Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2023/0064
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 28.02.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00