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V/0812/2019

Jahresabschluss 2018 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (FMO GmbH)

Vorlagen 02.09.2019

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 11.09.2019, TOP 3.7

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlagen zur Vorlage 812-2019

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

6523 Zeichen

V/0812/2019 
V/0812/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2018 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (FMO GmbH) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   11.09.2019 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäftsführung der 
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das Geschäftsjahr 2018 (Anlage 1 - 3) werden 
zur Kenntnis genommen. 
 
2. Es wird weiter zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der FMO Flughafen 
Münster/Osnabrück GmbH für das Geschäftsjahr 2018 vom beauftragten Wirtschaftsprüfer der 
uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter / den Vertreter der Stadtwerke Müns ter GmbH in 
der Gesellschafterversammlung der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH folgende En t-
scheidungen zu treffen: 
 
a) Der Jahresabschluss der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das G e-
schäftsjahr 2018, abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 130.725.530,48 € 
 
sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung 
ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 6.536.361,18 € 
 
wird festgestellt. 
 
b) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2018 Entla s-
tung erteilt. 
 
c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.536.361 ,18 € wird mit der Kapitalrücklage ve r-
rechnet.  
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Keine 
 
 
 
Amt für Finanzen und 
Beteiligungen 
 
02.09.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Haubner 
Telefon: 492 20 32 
HaubnerG@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0812/2019 
Begründung: 
 
Die FMO GmbH ist eine mittelbare Beteiligung der Stadt Münster. Mit Ratsbeschluss vom 19.09.1984 
ist der Anteil der Stadt Münster an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH auf die Stadtwerke 
Münster GmbH übertragen worden. Auf der Grundlage des v.g. Ratsbeschlusses können die Vertr e-
ter der Stadt Münster / Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschafterversammlung den im  Be-
schlussvorschlag genannten Punkten erst nach Abstimmung mit der Stadt Münster abschließend z u-
stimmen. 
 
Gesamtentwicklung/-ergebnis: 
 
Dem Jahresabschluss wurde von dem beauftragten Wirtschaftsprüfer der uneingeschränkte Bestät i-
gungsvermerk erteilt. 
 
Der FMO konnte in 2018 1.026.625 Passagiere begrüßen. Dies entspricht einem Wachstum von 
5,86% im Vergleich zum Vorjahr. Mi t der Wachstumsrate von 23,23% im Vorjahr waren die Jahre 
2017 und 2018 die Jahre mit den höchsten Wachstumsraten seit zehn Jahren. 
 
Der Verlust im Jahr 2018 betrug 6,54 Mio. € nach einem Verlust von 21,7 Mio. € im Vorjahr. Dabei 
stiegen die Gesamterlöse in 2018 von 17,86 Mio. € im Vorjahr auf 20,64 Mio. € an. Dies entspricht 
einem Wachstum von über 15% und ist damit überproportional zum Ve rkehrswachstum. So sind für 
diese Entwicklung insbesondere Erlöse aus dem Bereich Luftfahrzeugbetankung sowie für das G e-
schäftsjahr 2018 durchgesetzte Preisanpassungen verantwortlich. Der Eintritt in die Luftfahrzeugb e-
tankung hat insgesamt über 0,9 Mio. € Umsatzerlöse generiert. Auch die Tochterfirmen konnten ihre 
Ergebnisse verbessern. Insbesondere die FMO Parking Services GmbH profitierte vom gestiegenen 
Passagieraufkommen. Durch die parallele Neustrukturierung der Parktarife und der Möglichkeit der 
Vorreservierungen für Parkplätze sowie eines Einmaleffektes aus der Komplettvermietung des Par k-
hauses B stiegen die Umsätze von 4,30 Mio. € auf 5,05 Mio. €.  
 
Die auch 2018 im Rahmen des Finanzierungskonzeptes durchgeführte Eigenkapitalerhöhung von 
16,4 Mio. € konnte abermals dazu genutzt werden, Bankdarlehen zurück zu führen. Dadurch konnte 
der Zinsaufwand auf nunmehr 2,47 Mio. € gesenkt werden. Abermals konnten in 2018 – so die G e-
schäftsführung im Lagebericht - alle wesentlichen Zielvorgaben des Finanzierungsk onzeptes einge-
halten werden. Die Eigenkapitalquote beträgt inzwischen rund 46% nach 39,4% im Vorjahr. Auch hier 
zeigt die Kapitalzuführung Wirkung. 
 
Prognose 2019: 
 
Am 5. Februar 2019 stellte die Germania GmbH, die 2018 ca. 269.000 Passagiere am FMO beförder-
te, ihren Flugbetrieb ein. Zwar konnten verschiedene Verkehre durch andere Airlines aufgefangen 
werden, es blieb jedoch insbesondere im Bereich der Unternehmenserlöse bei starken Verwerfungen 
des ursprünglichen Wirtschaftsplanes, der noch von einem Jahresfehlbetrag von 4,99 Mio. € ausging. 
Die Überplanung geht von einem Verlust von insgesamt  7,31 Mio. € aus. 
 
Ausblick: 
 
Die Geschäftsführung bezeichnet das Marktumfeld weiterhin als sehr ambitioniert und benennt die 
stetige Konsolidierung im Airlinemarkt a ls Herausforderung in den nächsten Jahren insbesondere für 
kleinere Airports wie den FMO. Hier könne man inzwischen von einem Nachfrageoligopol reden, das 
ein latentes Risiko für die deutschen Regionalairportlandschaft darstellt. Eine Fortsetzung dieser 
Tendenz könnte sehr negative Auswirkungen auf die Preisdurchsetzung an den Airports haben. 
 
Nach der wirtschaftlichen Stärkung des FMO durch das laufende Finanzierungskonzept wird von der 
Geschäftsführung herausgestellt, dass eine tragfähige Anschlussfinanzi erung wesentlich für die we i-
tere Entwicklung des FMO sein wird. Nach einer weitgehenden Entschuldung der bestehenden Infr a-
struktur sowie einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis sollte eine strukturelle Entscheidung

- 3 - 
V/0812/2019 
zur zukünftigen  Finanzierung von Investitionsmaßnahmen hilfreich sein. Risiken, die am Fortbestand 
des Unternehmens zweifeln lassen, seien nicht zu erkennen.  Die Gesellschaft erarbeitet derzeit ein 
Finanzierungkonzept bis zum Jahre 2030. Es ist geplant, im Rahmen dieses sogenannten Finan zie-
rungskonzeptes 2.0 eine grundsätzliche Einigung über die Art der Anschlussfinanzierung der Gesel l-
schaft bis zum Jahr 2025 herzuleiten. 
 
 
Weitere Einzelheiten können dem Jahresabschluss und dem Lagebericht in der Anlage entnommen 
werden. 
 
Beratung: 
 
Die Gesellschafterversammlung der FMO GmbH hat in Ihrer Sitzung am 13. Juni 2019 über die im 
Beschluss genannten Punkte beraten. Das Votum für die Stadt Münster / die Stadtwerke Münster 
GmbH in der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt eine s entsprechenden 
Beschlusses durch den Haupt- und Finanzausschuss. 
 
 
 
 
Gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Bilanz zum 31.12.2018 
Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 
Anlage 3: Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Anlagen zur Vorlage 812-2019

18726 Zeichen

Rueoye A ur Yoreze

FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

BIz (Zol

31.12.2018 31.12.2017
€ €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 110.738,00 72.025,00

Il. Sachanlagen

1.

2.
3.

4.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

IH. Finanzanlagen

1.
2.
3.

Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte

1.
2.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Geleistete Anzahlungen

Il. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.
2.
3
4

5.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen Gesellschafter

Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht

Sonstige Vermögensgegenstände

Ill. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

€. Rechnungsabgrenzungsposten

63.346.964,54
3.437.059,00

1.393.397,00
146.364,50
68.323.785,04

17.085.736,91
899.324,42

0,00
17.985.061,33
86.419.584,37

135.233,43
0,00

88.173.719,60

65.394.623,88
3.377.093,00

1.130.889,00
159.718,78
70.062.324,66

17.085.733,91
899.325,42

54.310,61
18.039.369,94

257.360,13
48.174,00

135.233,43 305.534,13
750.342,86 701.124,23
32.843.674,00 32.843.674,00
2.092.670,65 2.877.673,96
8.121,07 2.250,32
284.862,40| 227.136,33
35.979.670,98 36.651.858,84
7.829.271,36 3.340.470,35
43.944.175,77 40.297.863,32
361.770,34 434.246,68

130.725.530,48

128.905.829,60

Passiva

31.12.2018 31.12.2017

€ €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Il. Kapitalrücklage
Ill. Jahresfehlbetrag

22.663.500,00 22.663.500,00
44.442.997,36 49.763.297,69
-6.536.361,18 -21.742.137,33
60.570.136,18 50.684.660,36

B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2. Sonstige Rückstellungen '

5.030.593,00 4.767.670,00
7.809.170,96 6.694.144,02
12.839.763,96 11.461.814,02

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.209.381,29 48.151.039,75
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30.141,76 9.188,36
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.979.312,69 874.496,77
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15.727.239,88 16.691.069,36
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 770.428,61 171.186,83
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen .
ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 314.529,52 i
7. Sonstige Verbindlichkeiten 543.912,40 482.186,64 i

davon aus Steuern 157.189,54 € (Vorjahr 150.277,79 €)

57.260.416,63

55.213,71

66.693.697,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten

130.725.530,48 128.905.829,60

Huezye 2 cv Yor@eye El EZIE

FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

| 2018 2017
€ €
1. Umsatzerlöse 19.953.003,25 17.479.276,18
2. Sonstige betriebliche Erträge 682.171,41 378.703,57

o

Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

>»

Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
davon für Altersversorgung 622.603,27 €
(Vorjahr 604.646,91 €)

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.097.972,37| -15.937.853,90

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.224.619,42 -8.114.942,18
7. Erträge aus Beteiligungen 112.360,00 0,00
8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 2.816.525,82 2.507.084,11
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme -426.674,22 -444.233,80
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.935,43 3.688,25
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.472.388,63 -2.744.365,04
12. Ergebnis nach Steuern -6.250.310,66| -21.456.545,94
13. Sonstige Steuern DZ -286.050,52 -285.591,39

20.635.174,66

17.857.979,75

-353.467,39 -344.533,06
-5.618.777,56 -4.015.933,80
-5.972.244,95 -4.360.466,86
-8.495.982,61 -8.178.851,77
-2.130.424,37 -2.044.584,50

-10.626.406,98) -10.223.436,27

14. Jahresfehlbetrag

|__-6,536.361,18

-21.742.137,33

|
}
{

|

Rucaye un Yoreeye 812 (Zeil?

“ |

Lagebericht der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH |
für das Geschäftsjahr 2018 |

Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, deren Gesellschafter sich
überwiegend aus den angrenzenden Städten und Landkreisen zusammensetzt, ist
eine internationale Verkehrsflughafengesellschaft mit Fokus auf Linien- und
Touristikverkehr. Ein Großteil der Umsatzerlöse kommt aus diesem Bereich. Die
weiteren Erlöse kommen aus dem Non-Aviation-Geschäft.

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im Jahr 2018 abgeschwächt. Das ;
Bruttoinlandsprodukt ist jedoch abermals um 3,4 % auf 3.388 Mrd. € gestiegen. Ein |
anhaltendes sehr hohes Beschäftigungsniveau verbunden mit einem realen |
Wachstum der Nettolöhne führte dazu, dass die Binnennachfrage in Deutschland

weiter gestiegen ist. Dies schlug sich auch in der Nachfrage nach Flugreisen nieder.
Mit 244,3 Mio. Passagieren an deutschen Flughäfen wurde ein Wachstum von 4,1%
im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Während innerdeutsche Verkehre im
Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % zurückgingen, stieg das Aufkommen im
Europaverkehr um 5,9 %. (ADV Jahresbericht)

Die im Jahr 2017 durch die airberlin-Insolvenz entstandene Angebotslücke konnte |
somit nicht nur geschlossen werden, sondern wurde sogar durch Mitbewerber
überkompensiert. Das Ergebnis im innerdeutschen Luftverkehr ist zum einen durch
Verkehrssubstitutionen auf andere Verkehrsträger und durch das Fehlen des
Anbieters airberlin verursacht. Das Geschäftsjahr 2018 war im Hinblick auf die
Häufigkeit von Verspätungen und Umleitungen außergewöhnlich. Insbesondere an’
Großflughäfen kam es aufgrund diverser Dienstleistungsengpässe zu teilweise |
massiven Störungen. Diese Störungen im Luftverkehr verbunden mit |
Rohölpreisdruck und der weiterhin angespannten Situation im Arbeitskräftemarkt |
bleiben auch in den kommenden Jahren eine Herausforderung der Branche.

Il. Geschäftsverlauf

Der Flughafen Münster/Osnabrück konnte 2018 1.026.625 Passagiere begrüßen.
Dies entspricht einem Wachstum von 5,86 % im Vergleich zum Vorjahr. Mit der
Wachstumsrate von 23,23 % im Vorjahr waren die Jahre 2017 und 2018 die Jahre
mit den höchsten Wachstumsraten seit 10 Jahren.

Die Gesamterlöse des Jahres 2018 stiegen von ca. 17,86 Mio. € auf ca. 20,64 Mio. €.
Dies entspricht einem Wachstum von über 15 % und ist überproportional zum
Verkehrswachstum. Verantwortlich für diese Entwicklung sind insbesondere Erlöse
aus dem Bereich Luftfahrzeugbetankung sowie die für das Geschäftsjahr 2018
durchgesetzten Preisanpassungen.

Der Eintritt in die Luftfahrzeugbetankung hat insgesamt über 0,9 Mio. € Umsatzerlöse
generiert. Auch die Tochterfirmen konnten ihre Ergebnisse verbessern. Insbesondere
die FMO Parking Services GmbH profitierte vom gestiegenen Passagieraufkommen.
Durch die parallele Neustrukturierung der Parktarife und der Möglichkeit von Vor-
reservierungen für Parkplätze sowie eines Einmaleffektes aus der Komplettver-
mietung des Parkhauses B stiegen die Umsätze von 4,30 Mio. € auf 5,05 Mio. €.

Neben der FMO Parking Services GmbH erreichte auch die Passagegesellschaft
FMO Passenger Services GmbH ein positives Jahresergebnis.

Außer den stetigen Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen wurden keine außerordent-
lichen Investitionen getätigt.

Die auch 2018 im Rahmen der Umsetzung des Finanzierungskonzeptes 1.0
durchgeführte Eigenkapitalerhöhung von 16,4 Mio. € konnte abermals dazu genutzt
werden, Bankdarlehen zurückzuführen. Dadurch konnte nicht nur der Zinsaufwand
ermeut auf nunmehr 2,47 Mio. € reduziert werden, sondern auch die sonstige
Liquidität der FNO GmbH wurde entsprechend gestärkt.

Insbesondere durch vermehrte Vertriebsaktivitäten stiegen die Aufwendungen für
bezogene Leistungen. Ein wesentlicher Betrag wurde jedoch auch für Rechtsrisiken
zurückgestellt.

Im Jahr 2018 konnten abermals alle wesentlichen Zielvorgaben des Finanzierungs-
konzeptes eingehalten werden. Der Cashflow nach DVFA/SG verbesserte sich
abermals von -3,4 Mio. € auf -3,2 Mio. €. Das EBITDA nach Beteillgungsergebnis
verbesserte sich ebenfalls von -1,84 Mio. € auf -0,97 Mio. €. Speziell bei diesem
Ergebnis ist zu berücksichtigen, dass die Flughafengesellschaft, ohne die
Rückstellungen für Rechtsrisiken, erstmals wieder ein positives Ergebnis erzielt
hätte.

Neben den weiter gesunkenen Kapitalkosten der Flughafengesellschaft zeigt speziell
die Entwicklung des operativen Ergebnisses 2018 die steigende Eigenfinanzierungs-
kraft der Gesellschaft.

Il. Lage der Gesellschaft

Die Zuwachsraten der letzten beiden Geschäftsjahre sowie die seit 2015
durchgeführten Kapitalzuführungen haben das wirtschaftliche Fundament der Flug-
hafengesellschaft wesentlich verbessert. Das primäre Ziel des 2014 verabschie-
deten Finanzierungskonzeptes 1.0 ist damit entsprechend umgesetzt worden. Noch
im Jahr 2015 verzeichnete die Flughafengesellschaft einen Jahresverlust von 12,8
Mio. €. Durch die innerhalb des Finanzierungskonzeptes beschlossenen Maßnahmen
zur Außen- und Innenfinanzierung konnte dieses Ergebnis stetig verbessert werden.
Das Jahresergebnis 2018 in Höhe von -6,54 Mio. € zeigt die entsprechende
Entwicklung und konnte sowohl die Vorgaben aus dem Finanzierungskonzept als
auch den Wirtschaftsplan (-6,81 Mio. €) übertreffen. Es wurden alle wesentlichen

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1
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3

Planvorgaben eingehalten. Während der Wirtschaftsplan 2018 noch von 18,22 Mio. €
Erlösen ausging, konnten zum Jahresabschluss 2018 20,64 Mio. € verbucht werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von 47,3 Mio. € auf 37,06
Mio. €. Das im Geschäftsjahr 2015 gewährte Gesellschafterdarlehen wird seit 2018
stetig zurückgezahlt.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 profitiert insbesondere im Bereich Parking
durch eine Dauervermietung des Parkhauses B von Einmaleffekten. Die neue
Parktarifstruktur oder die Übernahme der Luftfahrzeugbetankung stellen dagegen
stetige und nachhaltige Umsatzverbesserungen dar.

Das Geschäftsjahr 2018 war in Bezug auf Diversions bzw. Umleitungsflüge am
Standort FMO sehr außergewöhnlich. Durch die Möglichkeit, den FMO auch nachts
nutzen zu können, war es am Standort möglich, viele Umleitungen bzw. Verspätun-
gen, insbesondere von benachbarten NRW-Airports, abfertigen zu können.

Das Jahr 2018 zeigte insbesondere an großen Airports massive Störungen in den
Dienstleistungsketten. Exemplarisch stehen hier extreme Wartezeiten der Passagiere
vor Sicherheitskontrollen sowie andere massive Kapazitätsengpässe in der
Dienstleistungskette Luftfahrzeugabfertigung. Dieser bundesweite Trend führte dazu,
dass im Oktober 2018 ein Luftfahrtgipfel-mit Vertretern der Branche, der Politik und
der Industrie stattfand, welcher zum Ziel hatte, den deutschen Luftverkehr zu stabi-
lisieren.

Diese gesamten Rahmenbedingungen könnten ein deutliches Indiz für bestehende
Kapazitätsengpässe insbesondere an Großflughäfen sein und stellen möglicherweise
nennenswerte Chancen für kleinere Flughäfen dar.

Die 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung von 16,4 Mio. € ermöglichte es der FMO
GmbH abermals, den Kapitaldienst zu reduzieren. Die bereits beschlossenen
zukünftigen Kapitalzuführungen von ebenfalls 16,4 Mio. € der Jahre 2019 und 2020
werden zu einer weitergehenden Entschuldung des FMO von Bankdarlehen führen.
Da auch das operative Ergebnis, vor Berücksichtigung von Rückstellungen für
Rechtsrisiken, wieder positiv ist, ist ein wesentliches Zwischenziel der Gesellschaft
im Rahmen der langfristigen Finanzierung erreicht. Durch den bedeutenden
Hebeleffekt, den die Verkehrsmenge auf das operative Ergebnis hat, reagiert dieses
jedoch auch zukünftig sehr stark auf Schwankungen des Verkehrs.

Die Eigenkapitalquote der FMO GmbH beträgt mittlerweile ca. 46 %. Im Vorjahr
betrug die Eigenkapitalquote noch ca. 39,4 %. Auch hier zeigt die Kapitalzuführung
Wirkung.

Ziel sollte es sein, im Rahmen eines anschließenden Finanzierungskonzeptes 2.0 ab
dem Geschäftsjahr 2021 auch die Finanzierung der kommenden Jahre sicher-
zustellen. Die positiven Effekte im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Finan-
zierungskonzeptes 1.0 zeigen deutlich die Bedeutung einer mittelfristig aufgestellten
Finanzierungsgrundlage.

IV. Chancen und Risiken

Das Marktumfeld des FMO ist weiterhin sehr ambitioniert, Die hohe regionale
Flughafendichte und die sehr hohe Bevölkerungsdichte im relevanten Markt stellen
sowohl Chancen als auch Risiken dar. Der Großflughafen Düsseldorf, der mit einem
umfangreichen und preisaggressiven Angebot wesentliches Kernmarktpotenzial des
FMO abgreift, kann insgesamt als wesentlicher Wettbewerber angesehen werden.

Diverse Angebote unterschiedlicher Airlines zu den einzelnen Reisedestinationen
schlagen sich teilweise in sehr günstigen Preisen am Standort Düsseldorf nieder.
Parallel dazu kaufen Reiseveranstalter große Sitzplatzkontingente im eigenen Risiko
auf. Bei defensiver Nachfrage werden auch diese Kontingente zu äußerst geringen
Preisen in den Verkauf gegeben. Aufgrund der entsprechenden Marktüberschnei-
dungen kann dies dazu führen, dass sich die günstigen Preise in Düsseldorf auch auf
die Nachfrage am FMO auswirken. Diese Marktzusammenhänge sind seit einigen
Jahren deutlich zu spüren.

Die bereits erwähnten Störungen im deutschen Luftverkehr 2018 könnten insgesamt
auf Kapazitätsprobleme in der Dienstleistungskette bei Mitbewerbern hinweisen. Hier
besteht eine Chance des FMO, sich im relevanten Markt als Alternative zu etablieren.
Keine langen Wartezeiten vor dem Check-In und den Sicherheitskontrollen inkl. der
ausreichenden infrastrukturellen Kapazitäten könnten in den kommenden Geschäfts-
jahren einen deutlichen Wettbewerbsvorteil des FMO darstellen. Parallel dazu
besteht eine weitere Chance für den FMO darin, sich mit einer qualitativ
hochwertigen Dienstleistungskette vom Wettbewerb abzugrenzen. Ein optimaler
Service um das Produkt Luftfahrzeugabwicklung könnte in diesem Zusammenhang
eine weitere Chance sein, sich weiter am Markt zu positionieren.

Die stetige Konsolidierung im Airlinemarkt ist insbesondere für kleinere Airports wie
den FMO eine Herausforderung in den kommenden Jahren.

Die Anzahl potenzieller Airlines, die ihre Angebote an den kleineren Airports
platzieren, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Man kann
mittlerweile auch von einem Nachfrageoligopol reden. Diese ungleiche Verteilung der
Marktkräfte ist latent ein Risiko für die deutsche Regionalairportlandschaft. Bei einem
Fortsetzen dieser Tendenz könnte es sehr negative Auswirkungen auf die
Preisdurchsetzung an den Airports haben. Dies könnte zu stetigen Erlöseinbußen
führen.

Durch das Umsetzen des Finanzierungskonzeptes 1.0 ist der FMO wirtschaftlich
nachhaltig gestärkt worden. Eine umfassende Reduzierung der Bankver-
bindlichkeiten sowie die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses sind
Parameter, die dies verdeutlichen. Wesentlich für die weitere Entwicklung des FMO
wird es sein, eine tragfähige Anschlussfinanzierung zu erarbeiten. Nach einer
weitgehenden Entschuldung der bestehenden Infrastruktur sowie einem deutlich
verbesserten operativen Ergebnis sollte eine strukturelle Entscheidung zur zu-
künftigen Finanzierung von Investitionsmaßnahmen hilfreich sein. Risiken, die am
Fortbestand des Unternehmens zweifeln lassen, sind nicht zu erkennen.

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V. Prognosebericht

Am 5. Februar 2019 stellte die Germania GmbH ihren Flugbetrieb ein. Die Germania
beförderte 2018 ca. 269.000 Passagiere am FMO. Zwar konnten verschiedene
Verkehre durch andere Airlines aufgefangen werden, es blieb jedoch insbesondere
im Bereich der Umsatzerlöse bei starken Verwerfungen des ursprünglichen, im
Dezember 2018 verabschiedeten Wirtschaftsplans. Der im Dezember verabschiedete
Wirtschaftsplan ging von einem Jahresfehlbetrag von 4,99 Mio. € aus. Eine dem
Aufsichtsrat im März 2019 vorgelegte Überplanung prognostizierte 7,31 Mio. €
Verlust. Das EBITDA verschlechterte sich von +0,3 Mio. € auf -1 ‚95 Mio. €.

Durch das stetige Einhalten des Finanzierungskonzeptes wird die Gesellschaft auch
2019 und 2020 über ausreichend Liquidität verfügen. Ende 2019 werden sich die
Bankdarlehen auf ca. 27,8 Mio. € belaufen. Zu Beginn des Finanzierungskonzeptes
2014 beliefen sich die Bankdarlehen noch auf 84 Mio. €. Durch die Verwerfungen im
Zuge der Germania Insolvenz wird das Geschäftsjahr 2019 naturgemäß einigen
Schwankungen unterworfen sein.

Die Gesellschaft erarbeitet aktuell ein Finanzierungskonzept bis zum Jahr 2030. Es
ist geplant, im Rahmen dieses Finanzierungskonzeptes 2.0, eine grundsätzliche

Einigung über die Art der Anschlussfinanzierung der Gesellschaft bis zum Jahr 2025
herzuleiten.

VI. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung

Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH führt auf Basis des Gesellschafts-
vertrags den Betrieb des Flughafens Münster/Osnabrück. Dazu gehören auch die
Förderung der zivilen Luftfahrt sowie alle im Zusammenhang mit Vermietung und
Verpachtung stehenden Geschäfte einschließlich der Versorgung Dritter mit
elektrischer Energie für den Bereich des Flughafens. Die Gesellschaft nimmt somit
Aufgaben der Daseinsvorsorge wahr, die in hohem Maße einem öffentlichen Zweck
entsprechen.

Greven, den 19. Mai 2019

Prof. Dr. Schwarz
Geschäftsführer

Anlage A zur V/0812/2019

Kurzüberblick

Jahresabschluss 2018 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH

Ziele/Teilziele/Zielerreichung

Zustimmung des Rates im Sinne des sogenannten Rückholbeschlusses im Rahmen der
Übertragung der Anteile am FMO auf die Stadtwerke Münster GmbH in 1984 und damit Aufhe-
bung des Vorbehaltes für das Votum des Vertreters der Stadtwerke in der Gesellschafterver-
sammlung des FMO.

Finanzierung

Produktgruppe: | 15 07 Anteile an verbundenen Unternehmen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan I Ta Tx TNein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja | X |Nein

Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X |Nein teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? IJa |x Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja | X |Nein

Bereits veranschlagt? Ja |X Nein

Pflichtigkeitsgrad

Die Maßnahme/Leistung ist | X vollständig überwiegend überwiegend vollständig
j pflichtig pflichtig freiwillig freiwillig

HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft, Rückholbeschluss aus 1084

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

keine

Anlage A

1179 Zeichen

Anlage A zur V/0812/2019 
Kurzüberblick 
Jahresabschluss 2018 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Zustimmung des Rates im Sinne des sogenannten Rückholbeschlusses im Rahmen der 
Übertragung der Anteile am FMO auf die Stadtwerke Münster GmbH in 1984 und damit Aufhe-
bung des Vorbehaltes für das Votum des Vertreters der Stadtwerke in der Gesellschafterver-
sammlung des FMO. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 15 01 Anteile an verbundenen Unternehmen 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft, Rückholbeschluss aus 1084 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine

Beratungsverlauf (1)

11.09.2019 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 3.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0812/2019
Typ
Vorlagen
Datum
02.09.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37