A-R/0058/2006
Wirtschafts- und Technologieförderung der Stadt Münster qualitativ weiterentwickeln
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Originalantrag
7148 Zeichen
SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0058/2006
im Rat der Stadt Münster
1
Antrag
05.12.2006
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Münzstr. 15
48143 Münster
Telefon: 0251/ 45 314
Fax: 0251/ 511 750
mail: spdfrak@muenster.de
Internet: www.spd-muenster.de
Wirtschafts- und Technologieförderung der Stadt Mün ster qualitativ
weiterentwickeln
Der Rat der Stadt Münster nimmt die Integrationsbem ühungen im Rahmen der
städtischen Technologie- und Wirtschaftsförderungsb eteiligungen zum Anlass, eine
Initiative zur qualitativen Weiterentwicklung der W irtschafts- und Technologieförderung
der Stadt Münster zu ergreifen. Dazu beauftragt der Rat die Verwaltung mit der Prüfung
folgender Einzelinitiativen:
1. Initiierung einer „Technologie-Stiftung für Münster“
Von großer Bedeutung für die qualitative Weiterentw icklung der Technologieförderung
ist eine noch stärkere Vernetzung und Bündelung der in der Stadt vorhandenen
Akteure. Darüber hinaus sollten neue Wege bei Förde rinstrumentarien, in der
Standortvermarktung, in der Steuerung der Netzwerka rbeit und im strategischen Dialog
über Technologiepolitik in Münster gegangen werden. Durch die Gründung einer
Technologie-Stiftung kann hier in Absprache mit der etablierten städtischen
Technologieförderung eine Netzwerkstelle bzw. überg reifende Plattform mit
entsprechenden neuen Gestaltungsmöglichkeiten gesch affen werden. Der Impuls
hierzu sollte von der Stadt Münster ausgehen. Koope rationspartner in Hochschulen,
Wirtschaft, Verbänden und weitere mögliche Stiftung sgeber sollten eingeladen werden,
sich an dem Projekt „Technologie-Stiftung für Münster“ zu beteiligen.
Konkret sollte sie sich folgender Aufgaben annehmen:
• Förderung von Forschung und Entwicklung neuer wiss enschaftlicher
Erkenntnisse und anwendungsorientierter Technologien.
• Förderung der Kooperation und des Technologie- und Wissenstransfers
zwischen innovativen Unternehmen und den wissenscha ftlichen Einrichtungen in
Münster.
• Erstellung von Technologiefeldanalysen am Wissensc haftsstandort Münster mit
dem Ziel, zukunftsträchtige Trends schnell aufzugre ifen und
anwendungsorientiert zu entwickeln.
• Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen.
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• Förderung und Moderation gemeinsamer Projekte mit Wirtschaftsunternehmen,
die Forschung zu innovativen Technologien durchführ en sowie Organisation und
Förderung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, z.B. Durchführung von
Veranstaltungen und Seminaren.
• Förderung und Unterstützung junger Wissenschaftler innen und Wissenschaftler
zur Fortbildung im In- und Ausland.
• Ausschreibung und Vergabe eines Technologie- und G ründerpreises.
2. Aufbau eines „Zukunftsfonds Münster“
Organisatorisch angesiedelt werden sollte bei der S tiftung ein „Zukunftsfonds Münster“
zur Förderung innovativer strukturpolitischer Techn ologieprojekte in unserer Stadt. Die
Mittel aus dem Fonds sollen den Aufbau leistungsfäh iger, sich selbst tragender
Technologieprojekte unterstützen. Der Zukunftsfonds soll bestehende
Förderprogramme ergänzen, nicht ersetzen. Geförder t werden sollen vor allem
technologieorientierte Forschungsvorhaben, die geme insam von Wissenschaft und
Wirtschaft getragen werden. Die Förderung aus dem Z ukunftsfonds sollte sich im Sinne
der Clusterorientierung vor allem auf Projekte aus ausgewählten Kompetenzfeldern
konzentrieren.
Gefördert werden sollen aus dem Zukunftsfonds Fors chungs- und
Entwicklungsprojekte im Rahmen der Kompetenzfelder insbesondere dann, wenn die
Projekttätigkeit auch nach Ablauf der Förderung mit nachhaltigen wirtschaftlichen
Effekten für den Standort verbunden ist. Bevorzugt werden sollten Förderformen, die zu
Rückflüssen an den Fonds führen (Darlehen, Beteiligungen).
Eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Mittel aus dem Fonds sollen auch Projekte
spielen, die sich mit der Förderung von Ausbildung und Beschäftigung befassen. Auch
Projekte zur Förderung der (Weiter-) Qualifizierung von Beschäftigten aus
technologieorientierten Branchen sollen gefördert werden können.
3. Initiierung eines ”Innovationsnetzwerkes Wirtschaft + Wissenschaft”
Die städtische Technologie-Stiftung soll zugleich P lattform für die Initiierung eines
„Innovationsnetzwerkes Wirtschaft + Wissenschaft” w erden. Im sich verstärkenden
nationalen wie internationalen Wettbewerb der Wisse nschaftsstandorte spielt das
Verhältnis zum regionalen Umfeld eine wachsende Rol le. Hier ist vor allem die enge
Verzahnung von Hochschulen, Stadt und Wirtschaft an gesprochen. Damit steht nicht
nur der Transfer innovativer Forschungsergebnisse i n die lokale oder regionale
Wirtschaft im Blickpunkt. Auch die unterstützende Funktion kommunalen Handelns (z.B.
der Wirtschaftsförderung) und die aufgeschlossene H altung von Politik und
Bürgerschaft gegenüber den hochschul- und technolog iepolitischen Anforderungen
prägen - positiv oder negativ - das Zusammenspiel der Akteure.
Die Arbeit der vorhandenen Gremien, Vereine und Ins titute bietet hier noch Raum für
Verbesserungsmöglichkeiten: Insbesondere die Frage der klaren Außenwahrnehmung
vorhandener Koordinationsstellen (Bündelungsfunktio n), die Strategien zur sog.
Clusterbildung am Technologiestandort und die Trans ferchancen zwischen
technologieorientierter Wissenschaft und Wirtschaft müssen neu diskutiert und
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weiterentwickelt werden. Hier könnte ein von der St adt angestossenes
”Innovationsnetzwerk Wirtschaft + Wissenschaft” die bisherigen Angebote bündeln und
vor allem mögliche Partner aus Forschung und Anwend ung unmittelbar
zusammenbringen.
4. Einführung eines jährlichen kommunalen Wirtschaftsberichtes
Die Einführung eine kommunalen Wirtschaftsberichtes gibt die Möglichkeit, die zum Teil
an einzelne Aufsichtsräte und Ausschüsse delegierte wirtschafts- und
arbeitsmarktpolitische Fach-Diskussion wieder zum G egenstand einer breiteren
Diskussion in Rat und Öffentlichkeit zu machen. Durch eine solche Diskussion kann das
öffentliche Bewusstsein für die wirtschaftlichen He rausforderungen der Stadt geschärft
und die Auseinandersetzung mit möglichen Entwicklungsszenarien befördert werden.
Ein kommunaler Wirtschaftsbericht sollte als integr iertes Berichtswesen der wirtschafts-
und strukturpolitischen Beteiligten aus dem „Konzer n Stadt Münster“
(Stadtplanungsamt, Wirtschaftsförderung, Münster Ma rketing, ARGE, etc) konzipiert
werden. Er sollte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt beschreiben, den Beitrag des
Konzerns Stadt dazu darstellen und Zielvorstellung en und Arbeitsvorhaben für die
Zukunft formulieren. Sinnvoll ergänzt werden müsste ein solcher Bericht um eine
entsprechende Stellungnahme aus Wirtschaft und Gewerkschaften.
Alexander Bercht Ralf Hubert Udo Reiter
Wolfgang Heuer Dr. Michael Jung Moritz von Schme ling
Anika Bergner Marianne Koch Anne Schulze Wintzle r
Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn
Beanka Ganser Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson
Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger
Marianne Hopmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0058/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 06.12.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37