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2016/0388

Verleihung der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt an Frau Barbara Bredow

Magistratsvorlage 12.09.2016

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2016/0388

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
15.09.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat I 
Repräsentationen und 
Ehrungen 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0388 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111070 
Kostenstelle:  711-001-1002 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1110-71 Sachkonto: 7290100 
 
Betreff: Verleihung der Johann -Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt an Frau  
Barbara Bredow  
 
Vorlage vom: 12.09.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Frau Barbara Bredow wird in Anerkennung ihre r künstlerischen Leistung die Johann-Heinrich-
Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt verliehen.  
 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vo m 12.09.2016 
 
Barbara Bredow, in Karlsruhe geboren, studierte von 1956 bis 1962 an der Werkkunstschule 
Saarbrücken und der Akademie der Bildenden Künste in München. In den Jahren 1962 bis 
1964 absolvierte sie ein Referendariat als Kunsterzieherin in Mannheim, gefolgt von der  
2. Staatsprüfung. Seit 1968 lebt und arbeitet Frau Bredow in Darmstadt. 
Ihr künstlerisches Werk ist vielseitig, meist abstrakt gegenstandslos, und äußerst wandelbar in 
Technik und Stil. Barbara Bredow bleibt in der Malerei nie stehen und entwickelt sich stets 
weiter. Auf ihrem Weg durch fast sechs Jahrzehnte künstlerischen Schaffens hat sie  zwar 
manche künstlerische Strömung gekreuzt, ist aber immer einem eigenen Stil treu geblieben. 
Ihre Bilder sprechen eine vielfältige Sprache, die sie einerseits durch Verdichtung der farbigen 
Textur, durch das Auftragen vieler Schichten und andererseits auch aus der 
Auseinandersetzung mit der Kunst und der Versenkung in ihre geistigen Grundlagen erreicht.  
Auch gesellschaftliche und geschichtliche Ereignisse werden von der Künstlerin thematisiert 
und dargestellt, wie das Bild  „Darmstadt von oben nach dem Bombenangriff vom 11. 
September 1944“, das sich im Besitz der Stadt befindet und in einem der städtischen 
Konferenzräume ausgestellt ist, weiterhin Bilder zur deutsch-deutschen Grenze, die den 
Eingriff in den Raum und die Teilung thematisieren. Auch anlässlich der Anschläge von New 
York im Jahr 2001 hat Frau Bredow ein Kunstwerk angefertigt und gespendet.  
Ein großes Anliegen von Frau Bredow ist es, etwas mit Ihrer Kunst zu bewegen und sich auch 
persönlich für ihr gesellschaftliches Umfeld und nachkommende Generationen einzusetzen. 
Hierzu lud sie in der Vergangenheit regelmäßig Kinder- und Schülergruppen in ihr Atelier ein, 
wo die Kinder malen und zeichnen und  der Künstlerin Fragen stellen konnten.  
Neben mehreren Arbeitsaufenthalten u. a. in Paris und New York, schlägt sich das 
künstlerische Werk von Frau Bredow in einer Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland 
nieder. Weiterhin zieren große, von ihr angefertigte Wandbilder den Frankfurter Flughafen, das 
Universitätsklinikum Heidelberg  und die Einkaufsmall „Boulevard“ in Darmstadt.  Einige ihrer 
Werke sind auch Bestandteil der städtischen Kunstsammlung. Auch widmete die Kunsthalle 
Darmstadt ihr zum 60. Geburtstag eine Einzel-Ausstellung.  
Im Jahr 1964 wurde Frau Bredow mit dem Preis für Lithographie der Sommerakademie 
Salzburg ausgezeichnet, 1969 ehrte man sie mit dem Kunstpreis der Stadt Darmstadt als 
Förderpreis, zusammen mit Werner Knaupp und im Jahr 1996 mit dem Jakob-Felsing Preis 
der Darmstädter Volksbank eG für Malerei. 
1974 erhielt Frau Bredow ein Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris, es folgten 
Gastaufenthalte in den Jahren 1994, 1997 und 1999 . 
Frau Bredow ist Mitglied im Rhein-Main-Neckar-Bund Mannheim und im Hessischen Werkbund, 
wo sie im Jahr 1990 eine Ausstellung zur deutsch-deutschen Grenze konzipierte. Weiterhin 
gehört sie seit 1970 der Darmstädter Sezession an, seit 1978 betätigt sie sich im Vorstand 
dieser Künstlervereinigung. Seitdem hat sie sich mit großem Engagement an der Organisation 
aller Sezessionsausstellungen beteiligt und darüber hinaus Gäste und Experten durch die 
Ausstellungen der Sezession geführt. Viele Jahre war sie auch kreativer Teil der Internationalen 
Künstler-Pleinairs der Sezession mit Künstlerinnen und Künstlern der polnischen Stadt Krakau 
im  südfranzösischen Mirabel/Ardèche. 
Darüber hinaus ist Frau Bredow auch als Verfasserin der Publikationen „Arbeiten 1989 – 1994“ 
(1995) und  „Die Farbe Endlos – Malerei 2004 – 20013“ (2014) in Erscheinung getreten.

- 4 - 
 
 
Das künstlerische Lebenswerk Barbara Bredows, deren Œuvre auch in der internationalen 
Kunstszene etabliert ist, ist geprägt von einem phantasievollen und eigenständigen Geist und 
sollte durch die Verleihung der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt gewürdigt werden. 
Darmstadt, 14.09.2016 
711 gö 
 
 
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Jochen Partsch 
Oberbürgermeister

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Details

Vorlagen-Nr.
2016/0388
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.09.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00