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2015/0315

Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 - Vorschlag #128 Mehr Sprachförderung in Deutsch durch den Aufbau eines Darmstädter Netzwerks

Magistratsvorlage 23.07.2015

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2015/0315

6224 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
02.09.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat v an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
Amt: Dezernat V 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0315 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 - Vorschlag #128 Mehr Sprachförderung in 
Deutsch durch den Aufbau  eines Darmstädter Netzwerks  
 
Vorlage vom: 23.07.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Bericht zur Kenntnis.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23.07.15: 
 
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 folgender Vorschlag eingebracht: 
 
Der wachsende Zustrom an Flüchtlingen und Asylbewerbern, sowie die hohe Zahl an  
MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund erfordern den Aufbau eines flächendeckenden 
Angebotes an qualifizierter Sprachförderung. Dafür braucht es nachhaltige Angebote in 
Wohnortnähe mit einer guten Erreichbarkeit, evtl. auch mit Kinderbetreuung. Die Stadt soll 
einen Koordinator dafür berufen, dieses Netzwerk mit Nachdruck konzeptionell zu entwickeln 
und aufzubauen. Aspekte dieses Projektes könnten sein: Bedarfsermittlung, Vernetzung und 
Ausbau des Engagements der Stadt und anderer Initiativen, Kooperation mit 
Umlandgemeinden, Bereitstellung von Personal, z.B. für Teilaufgaben wie die Schulung 
ehrenamtlicher Kursleiter. Vielleicht könnten dafür auch weitere pensionierte pädagogische 
Fachkräfte aktiviert werden. 
 
Der Vorschlag erhielt 88 Ja-Stimmen 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt sich ihrer integrations- und sozialpolitischen 
Verantwortung und heißt alle Menschen, ob AsylbewerberInnen, Flüchtlinge oder MigrantInnen, 
in Darmstadt willkommen. 
 
Zu einer gelungenen Integration gehört das Erlernen der deutschen Sprache. 
Die Zugänge zum Spracherwerb sind gesetzlich sehr unterschiedlich geregelt. So haben 
AsylbewerberInnen ohne Anerkennung keinen Anspruch auf einen offiziellen Sprachkurs. 
Anerkannte Flüchtlinge können beispielsweise Integrationskurse besuchen. 
Für diejenigen, denen bundesgesetzlich kein Sprachkurs zusteht, werden verschiedene 
Sprachkurse  auf ehrenamtlicher Basis angeboten. 
Der Sozialkritische Arbeitskreis hat im Rahmen der Beauftragung durch die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt bereits Strukturen aufgebaut, um Sprachkurse und integrationsfördernde 
Maßnahmen anbieten zu können. Daneben haben der Koordinationskreis Asyl Darmstadt und 
viele Ehrenamtliche Angebote entwickelt, die bereits intensiv genutzt werden. 
 
Nachfolgend werden einige bisherige Beispiele aufgeführt:  
 
· Sprachkurs für bis zu 15 AsylbewerberInnen in Räumen des SKA von einem geschulten 
Ehrenamtlichen; Freitag und Samstag, jeweils von 15 – 18 Uhr 
 
· Sprachkurs für bis zu 15 AsylbewerberInnen in Räumen des SKA von einem geschulten 
Ehrenamtlichen; Dienstag und Donnerstag, jeweils von 9 – 13 Uhr 
 
· Sprachkurs von einem Ehrenamtlichen in der Hochschulstraße 1, Raum 025, immer Dienstag 
15:00 Uhr 
 
· Sprachkurs für etwa 15 junge AsylbewerberInnen, gefördert von der Bürgerstiftung, 4 x 
wöchentlich, insgesamt 10 Wochenstunden, in Räumen des Frauenzentrums Darmstadt 
  
· Niedrigschwellige Angebote, unter anderem mit dem Schwerpunkt Sprachförderung, für 
insgesamt 5 Intensivklassen an 4 Darmstädter Schulen, gefördert von Bürgerstiftung, in 
Kooperation mit dem SKA und perspektivisch auch mitgestaltet von Ehrenamtlichen aus 
Darmstadt 
 
Darüber hinaus wurden und werden folgende Kurse angeboten: 
 
· Sprachkurs der Initiative Teachers on the road, immer donnerstags, 16:30 bis 18:00 Uhr im 
Raum 164 im alten TU Hauptgebäude 
 
 
· Sprachkurs Eberstadt, Dienstag 19 – 21:15 Uhr und Donnerstag 9 – 11:15 Uhr in der 
Kirnberger Straße 1 (seit etwa März 2015)

- 4 - 
· Konversationstreffen „Sprachclub“, immer dienstags 17:30 bis 19:00 Uhr im 
Gemeindezentrum St. Elisabeth, Schlossgartenplatz 4 
 
- Sprachenzentrum und Zentrum für Interkulturelle Kompetenz der TU Darmstadt  
Weiterbildung von ehrenamtlichen Deutschlehrenden im Rahmen der Flüchtlingshilfe in 
Darmstadt laufend ab September 2015. 
 
- In Kürze starte  weitere Sprachkurse in Räumen von Kirchengemeinden, wie z. B. der 
Friedensgemeinde, der Matthäusgemeinde oder der Kreuzkirchengemeinde. 
 
Viele Ehrenamtliche haben sich im Rahmen einer Patenschaft bereit erklärt, das Erlernen der 
deutschen Sprache zusammen mit den Asyl suchenden Menschen zu ermöglichen. 
 
Das Thema der Sprachförderung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund wird seit 
einigen Jahren in den Sitzungen des Arbeitskreises Migration und Sozialarbeit thematisiert. 
Dabei erfolgt ein Austausch zum Beispiel über die Themenbereiche der Integrationsk urse mit 
Kinderbetreuung und berufsbezogenen Sprachkurse. Das Bundesamt für Migration und 
Flüchtlinge hat sich seit 2014 aus der Finanzierung der Integrationskurse mit Kinderbetreuung 
entzogen. Diese entstandene Finanzlücke ist von der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
aufgefangen worden, sodass die Mittel zunächst für die Jahre 2015 und 2016 sichergestellt 
sind. Des Weiteren hat sich eine Unterarbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem Thema der 
Integrationskurse mit Kinderbetreuung näher beschäftigt.  
 
Eine bedarfsgerechte und koordinierte Vorgehensweise ist notwendig und wird im Rahmen der 
weiteren Arbeit ausgebaut. Die hierzu notwendigen personellen Ressourcen wurden 
beschlossen (u.a. Koordinierungsstelle Asyl im Amt für Soziales und Prävention) 
 
Darmstadt, 23.07.15 
 
Dezernat I   Dezernat IV   Dezernat V 
 
 
 
 
Jochen Partsch  Andrè Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister  Stadtkämmerer  Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

TOP 12
TOP 41 zur Kenntnis
TOP 84 zur Kenntnis
TOP 430

Orte (2)

  • Hochschulstraße 1
  • Schloßgartenplatz 4

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Details

Vorlagen-Nr.
2015/0315
Typ
Magistratsvorlage
Datum
23.07.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00