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2568/2022

Reserveplätze zur Unterbringung Geflüchteter sowie aktuelle Situation zur Zielsetzung der Steigerung der Unterbringung in abgeschlossenen Wohneinheiten von 5% jährlich

Mitteilung Ausschuss 16.08.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 22.09.2022, TOP 9.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4176 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/56 
 
Vorlagen-Nummer 16.08.2022 
 2568/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.08.2022 
 
Reserveplätze zur Unterbringung Geflüchteter sowie aktuelle Situation zur Zielsetzung der 
Steigerung der Unterbringung in abgeschlossenen Wohneinheiten von 5% jährlich 
Der Rat hat die Verwaltung mit Beschluss am 04.02.2021 unter anderem beauftragt, die städtisch 
unterzubringenden Geflüchteten zunehmend in abgeschlossenen Wohneinheiten unterzubringen, 
wobei eine jährliche Steigerung der Quote von 5 Prozent vorgesehen ist. 
 
Die Verwaltung hat diese Zielsetzung konsequent verfolgt. So wurden hierzu Unterkünfte mit Ge-
meinschaftssanitär und/oder -küchen aufgegeben. Im ersten Jahr (bis zum 31.01.2022) konnte die 
Quote von Geflüchteten in abgeschlossenen Wohneinheiten auf 83,93 Prozent gesteigert werden. 
Damit wurde die zu diesem Zeitpunkt maßgebliche Zielgröße lediglich knapp verfehlt. Grundlage hier-
für waren die relativ stabilen Zahlen an unterzubringenden Geflüchteten (Stand 31.01.2022: 5803). 
 
Die Zahl der in Beherbergungsbetrieben untergebrachten Geflüchteten sank bis zum 31.01.2022 auf 
einen Tiefstand von 168 Personen. 
 
Die weitere Umsetzung des Ratsauftrags setzt den stetigen Abbau von Unterkünften mit nicht abge-
schlossenen Wohneinheiten voraus. Dies ist jedoch nur bei stabilen oder sinkenden Zahlen an unter-
zubringenden Geflüchteten zu leisten. Ein schneller Neubau von Unterkünften mit abgeschlossenen 
Wohneinheiten ist aufgrund der Projektlaufzeiten mit den jeweiligen Planungs- und Bauzeiten nicht 
möglich. Auch eine Anmietung von Unterkünften mit abgeschlossenen Wohneinheiten gestaltet sich 
auf dem angespannten Kölner Wohnungsmarkt schwierig. 
 
Inzwischen ist in Folge des Überfalls der Russischen Föderation auf die Ukraine am 24.02.2022 die 
Zahl der städtisch untergebrachten Geflüchteten innerhalb weniger Monate auf insgesamt rund 9.500 
gestiegen (darunter 4.067 Ukrainer*innen [Stand 15.08.2022]). 
 
Der unerwartete Anstieg erforderte, zunächst die vorgehaltene Unterbringungsreserve von 1.500 
Plätzen innerhalb kürzester Zeit vollständig zu belegen. Diese Reserve bestand zu einem Großteil 
aus Unterkünften mit nicht abgeschlossenen Wohneinheiten, darunter insbesondere zwei größere 
Standorte mit Leichtbauhallen (siehe auch Mitteilung 0331/2022). 
 
Zur kurzfristigen Unterbringung mussten zudem im größeren Umfang Beherbergungsbetriebe ange-
mietet werden, welche zwar alle über eine eigene Sanitäreinrichtung verfügen, aber nur in seltenen 
Fällen über eigene Küchen. Dies hat zur weiteren Verschlechterung der Quote beigetragen. 
 
Vor diesem Hintergrund kann die weitere Steigerung der Zahl der in abgeschlossenen Wohneinheiten 
untergebrachten Geflüchteten um jährlich 5 Prozent aktuell nicht mehr erreicht werden. Angesichts 
der derzeitigen Belegungssituation mit ukrainischen Geflüchteten ist es auch nicht möglich, eine Re-
serve von 1.500 Plätzen aufrechtzuerhalten oder aktuell neu zu schaffen. Die Verwaltung steht wei-
terhin vor der Herausforderung, auch bei steigenden Zahlen von unterzubringenden Geflüchteten, 
z.B. durch Aufnahme von bislang privat in Köln aufgenommenen Menschen oder auch durch verstärk-

2 
 
ten Zustrom im Kontext des Kriegsgeschehens, kurzfristige Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. 
Dies können realistisch in der aktuellen Situation in den wenigsten Fällen abgeschlossene Wohnein-
heiten mit eigenen Sanitäranlagen und eigenen Küchen sein. 
 
Die Verwaltung verfolgt weiterhin die mit Ratsbeschluss vom 04.02.2021 vorgegebene Zielrichtung. 
Verfügbare Immobilien mit abgeschlossenen Wohneinheiten zur Unterbringung von Geflüchteten 
werden daher bevorzugt akquiriert. Bei den eigenen Bauprojekten werden ausschließlich Wohnein-
heiten vorgesehen und geschaffen, die den Qualitätsstandards vollumfänglich entsprechen. Trotz der 
aktuell sehr herausfordernden Situation ist es der Verwaltung gelungen, innerhalb eines Jahres die 
absolute Zahl der in abgeschlossenen Wohneinheiten untergebrachten Geflüchteten von 4.167 auf 
5.067 zu steigern. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

22.09.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 9.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2568/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
16.08.2022
Erstellt
15.08.2022 16:53