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2327/2020

Bürgerzentrum Alte Feuerwache - Ertüchtigung Innenhof, Einrichtung Stadtteil-/Holzwerkstatt, Optimierung Entwässerungs-/Kanalanlage

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 11.08.2020

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Beschlussvorlage Rat

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Beschlussvorlage Rat

12781 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/50/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2327/2020 
Freigabedatum 
 11.08.2020 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgerzentrum Alte Feuerwache - Ertüchtigung Innenhof, Einrichtung Stadtteil-/Holzwerkstatt, 
Optimierung Entwässerungs-/Kanalanlage 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beschließt die Planungsaufnahme (Leistungsphasen 1-4 HOAI) zu baulichen Ertüchtigungs-
maßnahmen am Bürgerzentrum Alte Feuerwache: Neugestaltung Innenhof, Einrichtung einer Stadt-
teil-/Holzwerkstatt und Optimierung der Entwässerungs- und Kanalanlage. 
 
Die Verwaltung wird ermächtigt, die städtische Gebäudewirtschaft mit der Projektsteuerung zu beauf-
tragen. 
 
Der Kostenrahmen für die Planungskosten (Leistungsphasen 1-4 HOAI) inkl. Projektsteuerung wird 
nach Aussage der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln auf ca. 400.000 € (brutto) beziffert. 
 
Gemäß Zuwendungsbescheid-Nr. 05/53/20 der Bezirksregierung Köln vom 29.06.2020 stehen für die 
Gesamtmaßnahme Fördermittel in Höhe von 3.033.393 € aus dem Förderprogramm „Investitionspakt 
Soziale Integration im Quartier 2020“ zur Verfügung (Gesamtkosten Baumaßnahme: 3.701.793 €). 
 
Zur Finanzierung der Planungsleistungen sind im Doppelhaushalt 2020/2021, Hj. 2021 im Teilergeb-
nisplan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren in Teilplanzeile 
13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Mittel in entsprechender Höhe eingestellt. 
 
 
Alternative: 
Die im Beschluss genannten baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen am Bürgerzentrum Alte Feuerwa-
che werden abgelehnt. Die Stadt Köln verzichtet auf Städtebaufördermittel in Höhe von 90% der zu-
wendungsfähigen Gesamtausgaben. 
 
 
 
Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.08.2020 
Finanzausschuss 07.09.2020 
Rat 10.09.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  400.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja ca.  90 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Das Bürgerzentrum Alte Feuerwache ist eines der großen soziokulturellen Zentren in Deutschland. 
 
Wesentliches Ziel des Trägervereins ist die Bereitstellung eines öffentlichen, innerstädtischen, nicht-
kommerziellen Raumes zur Begegnung und Kommunikation, zur kreativen und politischen Betäti-
gung, für ein lebendiges Kulturprogramm und experimentelles Wirken. Kulturpädagogische und 
handwerkliche Angebote ergänzen die Angebotspalette. Ganz besonderer Wert wird auf den nied-
rigschwelligen Zugang zu den Angeboten gelegt. Es wird auf eine sozial und kulturell gemischte Nut-
zendenschaft geachtet. 
 
Seit seinem Bestehen ist das Bürgerzentrum Alte Feuerwache zentraler Treff- und Begegnungsort für 
Migranten/innen, seien es Arbeitsmigranten/innen, politisch Verfolgte oder Kriegsflüchtlinge, früher 
aus der Türkei, Chile, dem Iran, Irak, heute zusätzlich aus u. a. den afrikanischen Ländern, Syrien 
und Afghanistan. Viele nutzen die Alte Feuerwache – teilweise seit mehr als dreißig Jahren – als un-
terstützende Struktur in ihrem Leben, als Möglichkeit der aktiven und passiven Teilhabe am kulturel-
len und gesellschaftlichen Leben dieser Stadt. Einerseits treffen sich hier Menschen gleicher Her-
kunftskulturen, um eigene Themen zu bearbeiten. Andererseits werden interkulturelle Angebote des 
Zentrums – und dann auch in deutscher Sprache – in Anspruch genommen, insbesondere in der Kin-
der- und Jugendarbeit.

3 
 
Bauliche Entwicklung 
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble der ehemaligen Hauptfeuerwache der Stadt 
Köln stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde bis 1978 von der Feuerwehr genutzt. Im September 
1987 fasste der Rat der Stadt Köln den Beschluss für den Um- und Ausbau der Alten Feuerwache zu 
einem soziokulturellen Zentrum. 
 
In einem I. Bauabschnitt (1987 – 1989) wurden die Gebäude D (Mannschaftsgebäude) und E 
(Brandmeisterhaus) um- und ausgebaut (Lokal, Saal), in einem II. Bauabschnitt (1993 – 1995) die 
Häuser B (Steigeturm), C (Funkleitzentrale) und F (Werkstattgebäude). Beide Bauabschnitte wurden 
aus Mitteln der Städtebauförderung kofinanziert. 
 
Der geplante III. Bauabschnitt mit den Häusern A (Branddirektion) und G (Wagenhalle) konnte aus 
finanziellen Gründen nicht realisiert werden. Das Bundesprogramm „Konjunkturpaket II“ machte in 
2011 lediglich die Erneuerung der Fenster im Haus A möglich. 
 
Über Fördermittel aus dem Sonderprogramm NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integrati-
on von Flüchtlingen“ wurde von 2017 – 2019 die ehemalige Wagenhalle zu einer multifunktional nutz-
baren Kultur-, Kunst- und Ausstellungshalle baulich ertüchtigt. 
 
Desiderate sind nach wie vor die Neugestaltung des bislang nur eingeschränkt nutzbaren Innenhofs 
und die Erschließung eines neben der Wagenhalle befindlichen, baulich maroden Gebäudeteils („La-
gerhalle“). Dank Städtebaufördermitteln aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier 
2020“ ergibt sich nunmehr die Chance, hier über bauliche Investitionen das Gebäudeensemble der 
Alten Feuerwache nach Jahrzehnten der Mindernutzung in Gänze seiner bestimmungsgemäßen Nut-
zung als soziokulturelles Zentrum zuzuführen, um auf diese Weise die programmatische Arbeit des 
Bürgerzentrums nachfrageorientiert ausweiten zu können. 
 
Hofanlage 
Schon in der Zeit der Nutzung durch die Feuerwehr erfüllte die Hofanlage wesentliche soziale und 
kommunikative Funktionen. Diese Tradition führen die Stadtteilbewohner/innen und Mitglieder ver-
schiedener Bürgerinitiativen fort: Der Hof ist Ort für Veedelsfeste – häufig mit politischem Inhalt –, für 
Künstlerfeste, Spielplatz und Ort für Auseinandersetzung, Diskussion und geselligen Austausch. 
Auch noch nach 30 Jahren bietet der Hof dem Bürgerzentrum Alte Feuerwache Raum für eine vielfäl-
tige Nutzung: als ein niederschwelliger Zugang zum Bürgerzentrum Alte Feuerwache, als Kommuni-
kationsmittelpunkt bei Tagungen und größeren Veranstaltungen. Auf dem Hof finden die beliebten 
Feuerwachen-Flohmärkte ebenso statt wie Bücherflohmärkte, der Markt „handgemacht“, der jährlich 
stattfindende Indonesien-Tag u.v.a.m.. Künstlergruppen nutzen den Hof für Präsentationen im offe-
nen Raum. Es finden hier Dreharbeiten für Film und Fernsehen und Food-Sharing-Aktionen statt. 
Vor rund zehn Jahren hat hier das Bürgerzentrum Alte Feuerwache auf Anfrage einer Streetart-
Künstler/innen-Gruppe eine Wand für Graffiti-Kunst zur Verfügung gestellt. Seitdem gestalten Graffiti-
Künstler/innen nahezu täglich die Wand oder Teile davon neu. Der Bedarf an frei und legal zugängli-
chen Flächen dieser Art in Köln ist groß. Schulklassen kommen im Rahmen des Kunstunterrichts. 
Touristenbesuche zeigen, dass die Graffiti-Wand weit über Köln hinaus – nicht nur bei Urban Art-
Künstlern/ innen – Bekanntheit erlangt hat. 
Die Hofanlage versteht sich als Freiraum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlicher 
kultureller, nationaler und milieuspezifischer Herkunft und als ein Anziehungspunkt mit urbanem 
„Dorfplatz-Charakter“ in der Innenstadt – frei von Kommerz und Konsumaufforderungen, aber mit 
Regeln für das soziale Miteinander. Freizeitmöglichkeiten, Kunst und Kultur, Handwerk, soziale und 
politische Aktivitäten ziehen Menschen nicht nur aus dem Stadtteil an. 
Auf dem Hof wird das Konzept von Diversity auf den Punkt gebracht. Integration und Inklusion wer-
den ermöglicht und gefördert. Insofern ist der Hof nicht nur „ein“ Ort im Gebäudeensemble der Alten 
Feuerwache, sondern maßgeblicher Teil des Gesamtkonzeptes dieses soziokulturellen Zentrums. 
Eine hohe Attraktivität des Innenhofs unterstützt im besten Sinne die erfolgreiche Arbeit des Bürger-
zentrums Alte Feuerwache.

4 
Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, des Rückzugs, der Vereinzelung und Ver-
inselung insbesondere junger Erwachsener in einer zunehmend digitalen Welt sieht der Träger des 
Bürgerzentrums Alte Feuerwache einen hohen Bedarf an einer Weiterentwicklung des Hofareals: der 
Hof als Ort für eine lebendige Gemeinschaft, als Erfahrung von Analogem in Ergänzung zu digitaler 
Vernetzung. 
Zunächst soll gemeinsam mit Nutzenden des Bürgerzentrums Alte Feuerwache und der Stadtteilbe-
wohnerschaft unter fachlicher Begleitung ein Gestaltungskonzept erarbeitet werden. Folgende Aspek-
te werden Berücksichtigung finden: 
 Optimierung der Entwässerungs-/Kanalanlage entsprechend den Umweltschutzauflagen der 
Wasserschutzzone II 
 
 ebener Hofbelag (als Spielfläche für Kinder geeignet) und barrierefreies Wegesystem 
 
Die Zugänge zu den einzelnen Gebäudeteilen der Alten Feuerwache (Großer Saal, sonstige 
Veranstaltungsräume, Lokal, Werkstätten, Bücherei usw.) erfolgen über den Hof. Der jetzige 
Hofbelag ist mittlerweile uneben (Frostschäden), mit Pfützen bildenden Schlaglöchern über-
sät. Zum Teil ist der Hof gepflastert (Granit - Großsteinpflaster), zum Teil mit einer Asphaltde-
cke überzogen, die in unterschiedlichem Ausmaß abgefahren bzw. aufgebrochen ist. Die ge-
samte Fläche von rund 2.500 qm muss aufgenommen und erneuert werden, ergänzt um eine 
barrierefreie Wegeführung zu Räumen der Alten Feuerwache. 
 
 Lichtkonzept (Wegeführung, Außenbeleuchtung Gebäude, Foyerbereich) 
 
 Leitsystem (Lageplan Gebäudeteile mit Räumbezeichnungen/Angeboten) 
 
 Begrünungskonzept, das dem Bedürfnis nach Grün („Urban Gardening“) ebenso gerecht wird 
wie der Sichtachsenbildung auf das denkmalgeschützte Gebäudeensemble 
 
 Gestaltung Hof-Zugänge (z. B. versenkbare Mülltonen) 
 
 Platzmöblierung (Tische, Stühle, Bänke, Spielgerät) 
 
 Terrasse des „Lokals“: Die Terrasse ist Teil des Hofes und lehnt sich direkt an das denkmal-
geschützte Gebäude an (Sonnen-/Regenschutz). 
 
„Lagerhalle“ 
Vom Hof direkt zugänglich ist die „Lagerhalle“ (ca. 750 qm). Geplant ist hier neben Lagerkapazitäten 
für die Bürgerzentrumsarbeit die Einrichtung einer offenen Stadtteil-/Holzwerkstatt. Es besteht ein 
großes Interesse seitens der Stadtteilbewohnerschaft, Mobiliar selbst – unter Anleitung – herzustellen 
bzw. zu reparieren. Eine solche Werkstatt würde zudem die niedrigschwelligen Angebote in den pä-
dagogischen Bereichen und im Veranstaltungsbereich sinnvoll ergänzen. Zur Erschließung dieses 
Gebäudetrakts bedarf es einer Dachsanierung, Wärmedämmung, des Austauschs des Beleuchtungs-
systems und eines neuen Eingangstores. 
 
Finanzierung: 
Der Kostenrahmen für die Planungskosten (Leistungsphasen 1-4 HOAI) mit Blick auf die geplante 
baulichen Maßnahmen am Bürgerzentrum Alte Feuerwache (Ertüchtigung des Innenhofs, Einrichtung 
einer Stadtteil-/Holzwerkstatt und Optimierung der Entwässerungs-/Kanalanlage) wird nach Aussage 
der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln auf ca. 400.000 € (brutto) beziffert (inkl. Projektsteuerung). 
 
Zur Finanzierung der Planungsleistungen sind im Doppelhaushalt 2020/2021, Hj. 2021 im Teilergeb-
nisplan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren in Teilplanzeile 
13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Mittel in entsprechender Höhe eingestellt.

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Die Planungskosten finden gemäß Zuwendungsbescheid-Nr. 05/53/20 der Bezirksregierung Köln vom 
29.06.2020 anteilig Berücksichtigung in der Maßnahmenförderung aus Städtebaufördermitteln. 
 
 
Begründung der Baumaßnahme unter Berücksichtigung der Bewirtschaftungsverfügung 
II/20/202 vom 25.03.2020 und zur Dringlichkeit der Vorlage: 
 
Laut Zuwendungsbescheid-Nr. 05/53/20 der Bezirksregierung Köln vom 29.06.2020 ist der Bewilli-
gungszeitraum für die Förderung auf den 31.12.2024 begrenzt. Die Planung der Baumaßnahme muss 
daher zwingend in 2020 aufgenommen werden. Eine rechtzeitigere Einbringung der Vorlage war auf-
grund der erforderlichen umfangreichen Vorarbeiten nicht möglich. 
 
 
Weiteres Vorgehen: 
Nach Abschluss der Leistungsphase 4 HOAI und Erstellung der Kostenberechnung wird dem Rat der 
Stadt Köln der Baubeschluss zur Baumaßnahme am Bürgerzentrum Alte Feuerwache „Ertüchtigung 
Innenhof, Einrichtung Stadtteil-/Holzwerkstatt, Optimierung Entwässerungs-/ Kanalanlage“ zur Zu-
stimmung vorgelegt.

Beratungsverlauf (4)

20.08.2020 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.9 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
26.08.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.10 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
07.09.2020 Finanzausschuss
TOP 10.35 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
10.09.2020 Rat
TOP 10.30 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2327/2020
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
11.08.2020
Erstellt
29.07.2020 10:22