Mandari Insight

V/0077/2020

Grundsatzbeschluss für ein "digitales Labor" zur Förderung der Medien- und Digitalkompetenz

Vorlagen 29.01.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 13.05.2020, TOP 3.2.14

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

3466 Zeichen

Anlage A zur V/0077/2020 
Kurzüberblick 
 
Im Zeitalter der Digitalisierung und durch die Umsetzung des DigitalPakts Schule kommt derzeit 
und perspektivisch (neueste) digitale Technik in die Schulen. Neben den Chancen durch den digi-
talen Wandel ergeben sich für Lehrkräfte auch Herausforderungen, die bundes- und landesweiten 
Zielsetzungen hinsichtlich einer digitalen Unterrichtsgestaltung bestmöglich zu verwirklichen. Ein 
„digitales Labor“ (working title) der Stadt Münster unterstützt bei der didaktisch-methodischen 
Aufbereitung digitaler Medien und Tools zur Lehre nachhaltig und soll zugleich Begegnungsstätte 
unterschiedlichster Disziplinen und Professionen sein, durch welche Innovationen und Vernet-
zung vorangetrieben werden können.  
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Realisierung eines kommunalen „Digitallabors“ ist das Ziel verbunden, digitale Bildung im 
Kontext Schule in Münster weiter voranzutreiben und sie anhand der Kooperationen mit unter-
schiedlichen Partnern aus Kommune, Land, Wissenschaft und Wirtschaft interdisziplinär und ste-
tig innovativ zu denken. Aufgrund dieser Zusammenarbeiten sollen Synergieeffekte mit Blick auf 
das inhaltliche Konzept des Digitallabors und auf die räumliche Nutzung erwachsen und genutzt 
werden.    
 
Im Vorfeld zur räumlichen Verortung des digitalen Labors 2021 ist vorgesehen, dass bereits ver-
einzelte Angebote mit derselben Zielrichtung (durch die Kooperationspartner oder Dritte) umge-
setzt werden können und das Projekt Digitallabor so schon vielfältige positive Effekte für die un-
mittelbare Zielgruppe der Lehrkräfte und auch für die Stadtgesellschaft mit sich bringt. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0302 Zentrale Leistungen für am Schulleben Beteiligte 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja  Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig  
freiwillig

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
 
Ein digitales Labor zur Förderung der Medien- und Digitalkompetenz ist ein kostenfreier Service 
für lokale Lehrkräfte als Hauptzielgruppe und für die gesamte Stadtgesellschaft, sich im Themen-
komplex „Digitalisierung und Bildung“ fort- und weiterzubilden, innovativ(er) zu sein und sich in-
terdisziplinär zu vernetzen. Das digitale Labor entwickelt sein Angebotsprogramm ausgehend von 
den Bedarfen der Schulen / Lehrkräfte und bietet somit eine kundenorientierte Lösung an. Es 
ermöglicht zudem eine weitaus differenziertere Unterrichtsgestaltung durch digitale Medien und 
Tools im Hinblick auf bspw. Inklusion und Sprachförderung. Zudem ist es nachhaltig, da Lehrkräf-
te nach eigener Kompetenzerweiterung ihr Wissen an ihre Schülerschaft weitergeben können. 
 
Das Digitallabor trägt aufgrund seiner agilen Vorgehensweise in der Planung, Konzipierung sowie 
technischen Ausstattung auch dazu bei, technische Fehlausstattungen und –investitionen in 
Schule zu vermeiden und Mittel zielgerichtet einsetzen zu können. Mit dem Digitallabor entwickelt 
die Stadt Münster ein innovatives Vorhaben und stellt sich als „smarte Bildungsstadt“ im inter-
kommunalen Vergleich breiter auf.

Beschlussvorlage

21483 Zeichen

V/0077/2020 
V/0077/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Grundsatzbeschluss für ein „digitales Labor“ zur Förderung der Medien- und Digitalkompetenz 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   10.03.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   18.03.2020 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches  
Flächenmanagement 
Vorberatung 
   18.03.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   19.03.2020 Betriebsausschuss der citeq Vorberatung 
   24.03.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und  
E-Government 
Vorberatung 
   25.03.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   25.03.2020 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat erklärt seinen Willen zur Einrichtung und zum Betrieb eines „Digitallabors“ (working tit-
le) für die Stadt Münster zur Förderung der Medien- und Digitalkompetenz. 
 
2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Schulamt für 
die Stadt Münster und externen Kooperationspartnern (wie WWU Münster, FH Münster, Dig i-
tal Hub münsterLAND etc.) einen ersten  Entwurf eines inhaltlichen Konzepts für ein digitales 
Labor erarbeitet hat (siehe Punkt 2 der Begründung). Den inhaltlichen Eckpunkten des Ko n-
zeptentwurfes stimmt der Rat zu. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, für das Projekt „digitales Labor“ ein weiter ausdifferenziertes 
und abgestimmtes Angebots- und Raumkonzept einschließlich Kostenschätzung für die tec h-
nische Ausstattung, den laufenden Betrieb, Personal sowie die Räumlichkeiten zu entwickeln 
und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen. Dies soll auch die Einbeziehung Dritter/der 
Kooperationspartner umfassen. Ziel ist die Inbetriebnahme des Digitallabors im Jahr 2021. 
 
Amt für Schule und 
Weiterbildung 
 
18.02.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Ehling; Frau Becker 
Telefon: 492-4000; -6050 
Ehling@stadt-muenster.de; 
BeckerSV@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0077/2020 
4. Die Verwaltung wird ferner beauftragt, gemeinsam mit den Kooperationspartnern Ansätze zu 
entwickeln, die es bereits im Vorfeld des Start s eines Digitallabors 2021 erlauben, Angebote, 
ausgehend von der Zielsetzung des Digitallabors, zu konzipieren und umzusetzen (ggf. an un-
terschiedlichen Orten). 
 
5. Der Antrag Nr. A-R/0060/2019 der SPD-Fraktion vom 03.09.2019 und der damit einhergehe n-
de Vorschlag eines Zentrums für Medien und Medienbildung sind damit aufgegriffen und b e-
arbeitet. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Unterjährige Aufwendungen für die weitere Konzeptionierung und mögliche erste Angebote eines 
Digitallabors werden im laufenden Budget aufgefangen bzw. ggf. du rch die Kooperationspartner mi t-
getragen. Für den Aufbau eines dauerhaften Betriebs eines Digitallabors sind sowohl finanzielle als 
auch personelle Ressourcen erforderlich. Der Rat beauftragt die Verwaltung, diese Finanzie rungsbe-
darfe rechtzeitig zu den Etatberatungen für das Jahr 2021 zu beziffern und dem Rat zur Entscheidung 
vorzulegen. Der Rat beauftragt die Verwaltung zusätzlich, externe Finanzierungsmöglichkeiten bzw. 
Fördermaßnahmen zu prüfen und ggf. zu beantragen. 
 
 
Begründung: 
 
1. Vorbemerkung 
 
Die Digitalisierung von und in der Bildung sind aktuell und zukünftig immer wichtiger werdende Th e-
menkomplexe. Die technische Ausstattung von Schulen, die pädagogische bzw. didaktisch -
methodische Aufbereitung neuester Technologien sowie das Lehren und Lernen mit digitalen Medien 
und Tools sind derzeit viel diskutierte Punkte, die wirksame Zugänge verlangen. Mit dem DigitalPakt 
Schule unterstützt der Bund die Länder und Kommunen bzgl. Investitionen in die digitale, kommunale 
Bildungsinfrastruktur. Zugleich aber sind die Schulen in Zusammenarbeit mit dem Schulträger aufg e-
fordert, — ausgehend vom Medienkompetenzrahmen — ein technisch -pädagogisches Medienko n-
zept zu erstellen. Dies, um eben den Transfer von „toter“ Technik zur fachdidaktisch w ertvollen Ver-
mittlung von Unterrichtsinhalten mit digitalen Medien und Tools zu gestalten und umzusetzen. 
 
Mit Blick auf die bundes - und landesweiten Zielsetzungen hinsichtlich einer Unterrichtsgestaltung im 
Kontext der Digitalisierung von Schule ergeben s ich, vor allem für Lehrkräfte, neben den Chancen 
durch den digitalen Wandel auch Herausforderungen, eben diese Ziele bestmöglich zu verwirklichen . 
Letztendlich sind Lehrer/-innen u.a. die vermittelnden Instanzen, die alle Kinder und Jugendlichen zu 
einem sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien und digitalen Tools führen 
sollen. 
 
Digitale Bildung in Schule und für die Generation von morgen bedarf allerdings weit mehr als eines 
verengten Blicks auf rein schulische Inhalte; digitale Bild ung versteht sich als Knotenpunkt unte r-
schiedlichster Disziplinen. Gerade deshalb sollte es ein Bestreben sein, sie interdisziplinär zu denken 
und für Schule und Gesellschaft gemeinschaftlich aufzubereiten und voranzutreiben. In einem ersten 
Schritt hat si ch die Stadt Münster in Zusammenarbeit von Kommune, Land, Wirtschaft und Wisse n-
schaft dieser Thematik angenommen und mit Vertreter/ -innen der WWU Münster, der FH Münster, 
des Digital Hubs münsterLAND, des CoderDojos Münster, der codecentric AG Münster, der warpzone 
und des Kompetenzteams beim Schulamt für die Stadt Münster (das Kompetenzteam ist Anbieter der 
Staatlichen Lehrerfortbildung im Land NRW; verortet im Kompetenzteam sind die Medienberater/ -
innen) einen groben Entwurf für ein „digitales Labor“ (working title) entwickelt. 
 
Mit der Idee eines „Digitallabors“ soll  im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie zur digitalen Bildung 
und im engen Schulterschluss zwischen Stadt und Land das Ziel verfolgt werden, eine Vielzahl von 
Lehrkräften verschiedener Schulformen und -stufen zum Ausprobieren (neuester) digitaler Technolo-

- 3 - 
V/0077/2020 
gien zu inspirieren.  Lehrkräfte sollen durch die Erfahrungen im Digitallabor zur kompetenten  bzw. 
kompetenteren, innovativen und fachdidaktischen Nutzung digitaler Medien und Tools im eigenen 
Unterricht eingeladen und weitergehend befähigt werden. Sie sollen  Unterstützungsmöglichkeiten 
vorfinden, mit den An - und Herausforderungen der neueren Medienbildung umgehen und diese  fä-
cherübergreifend managen zu können. D.h. zentrale Aufgabe des Digital labors soll es sein,  zur För-
derung der Medien- und Digitalkompetenz im Bereich der schulischen Bildung  anhand eines interdis-
ziplinär ausgerichteten Programms beizutragen. Als kommunales Angebot soll das Digitallabor dabei 
helfen, Technik, die derzeit und perspektivisch in Bildungseinrichtungen vorzufinden sein wird, fortlau-
fend mit pädagogischen Ideen und Konzepten füllen zu können. Zudem kann es gerade angesichts 
der hohen Investitions- und Ausstattungserfordernisse ein sehr wichtiges Instrument werden, te chni-
sche Fehlausstattungen und damit –investitionen zu vermeiden und die Mittel zielgerichtet einsetzen 
zu können. 
 
Das digitale Labor entwickelt sein Angebotsprogramm dementsprechend ausgehend von den Bedar-
fen der Schulen / der Lehrkräfte und bietet somit  eine kundenorientierte Lösung an.  Als räumlicher 
Ankerpunkt der digitalen Bildung in Münster soll es zur multiprofessionellen Zusammenarbeit einladen 
und zugleich als Treffpunkt verschiedener Partner fungieren. 
 
In Anbetracht der Zielsetzungen des Medienkompetenzrahmens NRW als zentralem Instrument für 
die systematische Medienkompetenzvermittlung ergibt sich nach Angaben des Schulamtes für die 
Stadt Münster ein intensiver Fortbildungsbedarf im Bereich IT/pädagogischer Einsatz digitaler Medien 
im schulischen Umfeld. Dieser Bedarf an Fort - bzw. Weiterbildungen beinhaltet nicht nur Schulung s-
angebote, bei denen theoretisches Know How erworben werden kann und soll. Vielmehr und viel 
wichtiger erscheinen Angebote mit konkretem Anwendungsbezug, Möglichkeiten zum Erfahrungsaus-
tausch, Erprobungen in exemplarischen Unterrichtsettings und Zugriff auf verschiedenste Technol o-
gien. 
 
Lehrer/-innen soll deshalb außerhalb von Schule ein niedrigschwellige s Angebot zur Verfügung g e-
stellt werden, das sie auf ihrem Weg, „ digital affin(er)“ zu werden, begleitet.  Dies soll durch  das ge-
schützte Experimentieren mit digitalen Tools, Medien und Technik neben einer professionellen Anlei-
tung zur Verknüpfung von Pädagogik mit Technik ermöglicht werden. Zusätzlich können Technik und 
Tools ausgeliehen werden, um den Transfer in Schule bestmöglich zu vollziehen. Auch die seitens 
des Kompetenzteams konzipierten Fortbildungen bzgl. digitaler Bildung erhalten mit dem geplanten 
Digitallabor einen attraktiven und geeigneten Ort der Umsetzung. 
 
Angestrebt wird, dass das „ Digitallabor“ als Projekt im Amt für Schule und Weiterbildung  neben der 
Medienentwicklungsplanung mit der Umsetzung des DigitalPakts Schule sowie der Unterstützung der 
Schulen bei der Erstellung der Medienkonzepte Teil des „M asterplans digitale Bildung“ wird. Es kann 
als eine Art „Start -up“ verstanden werden, welches sich  — mit dem Fortschreiten der Digitalisierung 
in/von Bildung und deren Veränderungen — stetig in seinem Angebotsrepertoire und ggf. Architektur / 
Räumlichkeiten weiterentwickelt.  
 
 
2. Inhaltliches und räumliches Konzept 
 
Anhand seines inhaltlichen und räumlichen Konzepts eröffnet das digitale Labor eine konstruktive 
Auseinandersetzung mit neuesten technischen und digitalen Entwicklungen gepaart mit den dafür 
notwendigen, didaktischen Vermittlungswegen. Das Digitallabor ist dabei Ort der geschützten Erpr o-
bungs- und (Er)Arbeitungsmöglichkeiten und des gemeinschaftlichen Austausches, der Vernetzu n-
gen. So ungewiss wie auch die Entwicklungen in der Digitalisierung zu künftig aussehen mögen, so 
flexibel vermag eben das Digitallabor in seinem Programm, in seiner technischen Ausstattung und 
räumlichen Multifunktionalität sein.  
 
Ausgehend von einem gemeinsamen großen Workshop und Sitzungen in sogenannten Experte n-
teams mit  der WWU Münster, der FH Münster, dem Digital Hub münsterLAND, dem CoderDojo 
Münster, der codecentric AG Münster, der warpzone, dem Kompetenzteam Münster, der Stadtbüche-

- 4 - 
V/0077/2020 
rei, der Smart City Münster, der citeq und der VHS haben das Amt für Schule und Weiterb ildung und 
das Dezernat für Bildung, Jugend, Familie und Sport eine erste Konzeptskizze hinsichtlich eines Dig i-
tallabors für Münster entwickelt:       
 
Die räumliche Struktur des Digitallabors soll seinen Besucher/ -innen die Möglichkeit der Begegnung 
und des Gesprächs bieten; es soll sie zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit einladen. Dabei sind 
die Räumlichkeiten multifunktional nutzbar und flexibel gestaltbar. Eine gemeinschaftliche Nutzung 
mit einigen Partnern aus dem Konzeptionsworkshop hinsichtlich ei nes abwechslungsreichen, inte r-
disziplinären Angebots ist deshalb vorgesehen. 
 
Primär richtet sich das Digitallabor an die Zielgruppe der Lehrkräfte, schließt weitere Zielgruppen aber 
nicht aus. Vorgesehene Arbeitsinseln bzw. thematische Stationen sollen fü r die Besucher/-innen eine 
Arbeitsumgebung zum geschützten Ausprobieren darstellen. Hier kann einzeln oder in Kleingruppen 
(2-3 Personen) praxisnah gearbeitet werden. Die Stationen laden anhand ihrer wesentlichen themat i-
schen bzw. inhaltlichen Säulen und d urch das Zusammenspiel von Technik und Pädagogik — wobei 
stets das Primat der Pädagogik gilt — zum Kennenlernen und zum Experimentieren mit digitalen 
Tools und Medien ein. Themen der Stationen können bspw. sein:  
 
 Aktive Medienarbeit [und Filmbildung]  
 Coding  
 Robotic 
 Gaming, vor allem game-based learning  
 Realitäten, Auseinandersetzung mit diesen und eigene Gestaltung  
o Virtuelle Realität  
o Erweiterte Realität  
 Netzkultur und ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser (thematisch bspw. CyberMobbing, 
Hate Speech etc.) 
 
Im Besonderen mit Blick auf die Verzahnung von Digitalisierung und schulischer Bildung sollen in den 
jeweiligen Stationen auch die sechs Kompetenzbereiche des Medienkompetenzrahmens verortet 
sein: Bedienen und Anwenden; Informieren und Reche rchieren; Kommunizieren und Kooperieren; 
Produzieren und Präsentieren; Analysieren und Reflektieren; Problemlösen und Modellieren. Wichtig 
ist bei den Themen sowie der technischen Ausstattung dieser Stationen, dass sie stets offen für Z u-
kunftsthemen bleiben und praxisorientiert weiterentwickelt werden können. Dabei soll darauf geachtet 
werden, dass Technik als didaktisches Werkzeug fungiert, niedrigschwellig und schnell einsetzbar ist. 
Dies soll die Besucher/-innen des Digitallabors dazu befähigen, digitale Technologien eigenständig zu 
erproben und mit ihnen zu arbeiten. An jeder Station befinden sich zugängliche Anleitungen. Des 
Weiteren besteht die Option, dass ein/e medienpädagogische Mitarbeiter/ -in fachkundig berät und 
unterstützt. 
 
Die Stationen erlaub en zudem Erprobung im zweifachen Sinne: Zum einen für die Besucher/ -innen, 
Technik anhand der pädagogischen Inhalte auszuprobieren und die eigenen Kompetenzen weiterz u-
entwickeln; zum anderen, digitale Technik in ihrer Funktionalität und Möglichkeit der päd agogischen 
Vermittlung zu bewerten (und ggf. den Austausch einer Technik/eines Tools zu einer/einem anderen 
anzuregen). Aus diesem Grund ist vorgesehen, Technik und Tools im Mindestmaß anzuschaffen und 
anhand von „Best Practice“ aufzustocken oder aufgrund eines geringfügigen didaktischen „E r-
trags“/Nutzens auszuwechseln. Ein solcher Ansatz der Beschaffung technischer Ausstattung erlaubt 
ein agiles Vorgehen und eröffnet die Möglichkeit, schnell neueste Technik mit möglichst geringem 
bzw. durchdachtem finanziellen Aufwand (wenige Stückzahl) im Digitallabor zur Verfügung zu stellen. 
Zusätzlich zu eigenen Neu - und Ersatzbeschaffungen in der IT -Technik besteht eine Zielsetzung d a-
rin, Netzwerkpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft zu gewinnen, die – ggf. durch eigenes Interes-
se, neueste Technik erproben/einsetzen zu wollen – das Digitallabor zu einer Plattform für Innovation, 
Vernetzung und Austausch werden lassen. 
 
Entsprechend der technischen Ausstattung der Stationen soll sich der Verleih der technischen Geräte 
des Digitallabors gestalten. D.h. Technik, die an den thematischen Stationen ausprobiert werden

- 5 - 
V/0077/2020 
kann, soll weitestgehend auch ausgeliehen werden können. Dies eröffnet die Möglichkeit des Tran s-
fers in die Schulen bzw. Bildungseinrichtungen und sichert Nachh altigkeit: Lehrkräfte können digitale 
Unterrichtsinhalte zunächst im digitalen Labor als „Schonraum“ individuell oder zusammen entw i-
ckeln, weiter ausgestalten und testen. Die bereits genutzte und dann bekannte Technik kann in den 
eigenen Unterricht mitgeno mmen und zur Lehre benutzt werden. Oder Technik, die bereits in den 
Schulen vorhanden ist, kann durch Erprobung im Digitallabor kompetenter bzw. weitaus innovativer in 
Schule benutzt werden. Dies führt weiter dazu, dass Lehrkräfte nach eigener Kompetenzerw eiterung 
ihre Schülerschaft dahingehend befähigen können, mit unterschiedlichster Technik und Medien ve r-
antwortungsvoll umzugehen und eigenständig Inhalte zu gestalten.     
 
Das Digitallabor bietet zudem Raum für Fort - und Weiterbildungsformate, bspw. die des Kompetenz-
teams. Eine enge Zusammenarbeit zwischen kommunaler Leitung, kommunalen Medienpädagog/ -
innen und den Medienberater/-innen des Landes NRW hinsichtlich der Konzipierung und Umsetzung 
des Angebotsprogramms soll forciert werden, um Synergieeffekte  zu erzeugen. Vorgesehen sind z u-
dem Schulungen bzw. Workshops von externen Referent/ -innen, die ihr Expertenwissen mit ins Dig i-
tallabor bringen, wo es verbreitet werden soll. 
 
 
3. Zum Betrieb des Digitallabors  
 
Das kommunale Digitallabor ist eine Servicel eistung der Stadt Münster für unterschiedliche Bildung s-
akteure (mit besonderem Fokus auf den schulischen Bereich). Als primäre Zielgruppe sieht es die in 
Münster tätigen Lehrkräfte und die Schulen an; bespielt wird es deshalb hauptsächlich durch die 
Stadt Münster, namentlich das Amt für Schule und Weiterbildung, in enger Zusammenarbeit mit dem 
Land, eben durch das Schulamt für die Stadt Münster (Kompetenzteam). Das digitale Labor mit K o-
operationspartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Pädagogik soll anhand s eines Fort- und Weiterbil-
dungsanspruches aber auch eine Begegnungsstätte verschiedener Disziplinen und unterschiedlicher 
Professionen sein. Es richtet sein Programm nach den Bedarfen der Zielgruppe(n) aus, weshalb der 
Austausch untereinander durch eine Atmosphäre des „Bleiben-wollens“ und der gegenseitigen Unter-
stützung als besonders wichtig erachtet wird. Stets soll das digitale Labor zur bedarfsgerechten und 
innovativen Qualifizierung von Lehrer/ -innen im Bereich der digitalen Medienbildung beitragen; es 
versteht sich daher nicht als (größere) Fort- und Weiterbildungsinstitution im herkömmlichen Sinn. 
 
Vorgesehen ist, dass das Digitallabor Raum für Angebote der Kooperationspartner zur Verfügung 
stellt und ihnen bestimmte Nutzungszeiten einräumt. Dadurch ge winnt das Digitallabor zusätzlich an 
Programmpunkten, welche ihm Attraktivität verleihen und das Spektrum erweitern. Durch die Option 
der Nutzung der Räumlichkeiten durch die Kooperationspartner und durch eingeladene Referent/ -
innen entsteht eine deutlich höhere Auslastung der Räumlichkeiten und zudem eine differenzierte 
Ansprache der Zielgruppen. Während Lehrerfortbildungen des Landes nur zu bestimmten Tagesze i-
ten vom Kompetenzteam durchgeführt werden, können die vorherigen und daran anschließenden 
Zeiten bspw. durch andere Anbieter bespielt werden. Vorranging sollen die Hauptnutzungszeiten für 
schulische Bedarfe genutzt werden; anderweitige Nutzergruppen und verschiedene Veranstaltung s-
formate sind zudem vorgesehen.  
 
Das Digitallabor trägt nicht nur als ph ysischer Ort zur Vernetzung und zum Austausch bei, sondern 
eröffnet durch eine virtuelle Plattform auch die Möglichkeit, Informationen rund um das Thema „Digita-
lisierung und Bildung“ zu bündeln und diese, Lehrkräften sowie der gesamten Stadtgesellschaft zu r 
Verfügung zu stellen. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit thematischen Partnern zur Gestaltung 
einer vielfältigen Angebotsstruktur und zum Abbau/Vermeiden von Parallelstrukturen dienen (ange-
sichts des bereits bestehenden Programms des LWL -Medienzentrums für Westfalen macht sich das 
digitale Labor ebenso zur Aufgabe, Doppelstrukturen hier zu vermeiden). Insbesondere da die Stadt 
Münster kein kommunales Medienzentrum hat, ist es das Bestreben des Digitallabors, Medienbildung 
durch kommunale Angebote im angemessenen Rahmen zu fördern und zu vermitteln.  
 
Das Personal des digitalen Labors soll möglichst eine Kombination aus Personal der Stadt Münster 
und Landespersonal sein: Als Landespersonal verantwortet das Kompetenzteam für die Stadt Mün s-

- 6 - 
V/0077/2020 
ter bereits jetzt die Konzeption und Durchführung der schulischen Fort - und Weiterbildungsangebote 
für Lehrkräfte und soll dies im Digitallabor fortführen . Die Leitung des Digitallabors obliegt der Stadt 
Münster. Ergänzend dazu sollen perspektivisch qualifizierte Medi enpädagog/-innen bzw. Medieng e-
stalter/-innen und technische Mitarbeiter/-innen das inhaltliche Konzept des Digitallabors weiterentw i-
ckeln und Ansprechpartner/ -innen vor Ort sein. Hierbei sind auch Synergien mit den Dozent/ -innen 
der VHS denkbar. Ferner kön nten Angebote der Kooperationspartner ggf. durch deren eigene Fina n-
zierungen im digitalen Labor mit umgesetzt werden. 
 
Mit Blick auf die technische Ausstattung und Wartung des digitalen Labors könnte es voraussichtlich 
eine Kombinationslösung aus städtisch er (citeq) und externer technischer Dienstleistung geben. Z u-
dem sollen entsprechende Fördermöglichkeiten von Bund und/oder Land genutzt werden. Wichtig 
wird sein, dass sich im digitalen Labor die „feste“ Technik wiederfindet, die in den hiesigen Schulen 
benutzt wird bzw. benutzt werden soll. Dies sichert den pädagogischen Transfer in den schulischen 
Unterricht.  
 
   
4. Immobilie / Räumlichkeiten  
 
Nach der Beauftragung durch diese Vorlage wird die Verwaltung gemeinsam mit Kooperationspar t-
nern nach geeigneten Räumlichkeiten suchen. 
 
Das Digitallabor soll allerdings in der Zwischenzeit schon ‚klein‘ anfangen, indem es bspw. mobil oder 
bei den Kooperationspartnern Angebote und Schulungen durchführt. Diese sollen in Kooperation mit 
dem Kompetenzteam und ggf. externen Partnern anhand bereits vorhandener Ressourcen ausgestal-
tet werden. Des Weiteren werden derzeit kurzfristige und weitergehende Finanzierungsmöglichkeiten 
geprüft (wie bspw. externe Förderungen, Zuschüsse vom Land, Bund etc.) und dementsprech end 
mögliche Konzepte entwickelt. 
 
 
5. Ausblick 
 
Das Projekt „Digitallabor“ entwickelt sich stetig und im Austausch mit den benannten Partnern weiter. 
Es zeichnet sich aus durch eine agile Vorgehensweise in der Planung, Umsetzung und immerwä h-
renden Fortentwicklung, damit es auf Aktuelles eingehen und für digitale Zukunftsthemen immerzu 
offen bleiben kann. Die Verwaltung ist der Überzeugung, dass eine Plattform in Gestalt eines solchen 
Labors dazu beitragen kann und wird, das Lehren und Lernen in der digital en Welt von jeder Befäh i-
gungsstufe aus qualifizieren und zielgerichteter gestalten zu können.  
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlage: 
 
Anlage A

Beratungsverlauf (6)

10.03.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.05.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 3.2.14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
Vorberatung
Vorberatung
Vorberatung
Entscheidung

Details

Aktenzeichen
V/0077/2020
Typ
Vorlagen
Datum
29.01.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37