AN/0838/2026
Daseinsfürsorge für Alle - der soziale Zusammenhalt muss auch bei schlechter Haushaltslage das wichtigste Ziel sein
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Anlage 1 Antrag Daseinsfürsorge für alle - der soziale Zusammenhalt muss auch bei schlechter Haushaltslage das wichtigste Ziel seinaus der Sitzung der Stadt AG Behindertenpolitik vom 26.05.2026
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Stimmberechtigte Mitglieder in der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Vorsitzender Herr Oberbürgermeister Burmester Geschäftsführung Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 26.05.2026 Beschluss: Daseinsfürsorge für alle - der soziale Zusammenhalt muss auch bei schlechter Haushaltslage das wichtigste Ziel sein Aktuell ist die schwache Haushaltslage der Städte, Länder und des Bundes in aller Munde. Verwaltung und Politik wiederholen ohne Pause, dass Einsparungen und Kürzungen auch im Sozialsystem unumgänglich und unvermeidbar seien. Die Kölner Verwaltungsspitze hat alle Dezernate zu Sparmaßnahmen aufgefordert; freiwerdende Stellen werden nicht nachbesetzt. Großprojekte werden in Frage gestellt oder in die Zukunft verschoben. Freiwillige soziale Leistungen gestrichen. Und Investitionen bzw. Ausgaben aller Art in Frage gestellt. Behinderte Menschen verfolgen die Entwicklung mit großer Sorge und wachsender Zukunftsangst. Sie spüren einen steigenden Druck und befürchten gravierende Folgen für ihre persönliche Lebenssituation. Sie haben Angst vor den finanziellen Auswirkungen im eigenen Portemonnaie, dem Rückbau und Verlust von Unterstützungsstrukturen, Reduzierung von Pflegeleistungen und Beratung. Das sind alles Aspekte, die ihre gesellschaftliche und soziale Teilhabe mindestens gefährden oder sogar unmöglich machten. Die behinderten Menschen gehören zu den Gruppen in der Kölner Stadtgesellschaft, die existentiell auf gut funktionierende soziale Sicherungssysteme mit all ihren Facetten angewiesen sind. In aller Regel fehlen ihnen Möglichkeiten einer Kompensation der negativen Folgen der beschriebenen Lage und der zu befürchtenden weiteren Entwicklung. Es geht dabei nicht um Luxus, es geht auf Dauer um ein würdiges, gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben in einer sozialen Umgebung, die Teilhabe und Mobilität für alle gleichermaßen sicherstellt. Die Stadt Köln rühmt sich laut und vernehmbar ihrer gesellschaftlichen Vielfalt. Sie wiederholt oft das Bekenntnis zu einem notwendigen Bewusstsein für die soziale Verantwortung in Gesellschaft, Politik und Verwaltung zu Gunsten aller Kölner Bürger*innen. Die Aufstellung des kommenden Haushalts für die Jahre 2027 und 2028 bzw. die mittelfristige Finanzplanung müssen beweisen, ob und wie die Stadt diesem eigenen Anspruch an eine inklusive Stadtgesellschaft mit gesellschaftlicher Teilhabe für alle gerecht wird. Wir fordern, dass die folgenden Aussagen als Leitplanken bei den Entscheidungen zum Haushalt der Stadt Köln mit hoher Priorität berücksichtigt werden: • Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sind unverzichtbar und entscheidungsleitend. • Die Verwendung der knappen Finanzmittel muss allen nutzen. • Eine Kürzung von Budgets in anderen Ressorts zu Gunsten der Erhaltung notwendiger sozialer Infrastruktur und sozialer Sicherheit muss möglich sein. • In schwierigen Zeiten und unsicherer Zukunft ist Solidarität in einer Stadtgesellschaft besonders wichtig und muss gestärkt werden. Wir wollen die Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung daran erinnern, dass die Daseinsfürsorge die zentrale Aufgabe und Verantwortung der Kommune ist. Dazu gehört nach unserem Verständnis die Schaffung und Erhaltung von Systemen, die sozial, solidarisch und nachhaltig allen Menschen ein selbstständiges, selbstbestimmtes Leben mit gleichberechtigter Teilhabe und Mobilität ermöglichen. Bitte setzen Sie sich dafür ein - vielen Dank! Die Unterzeichner*innen bitten darum, dass dieser Beschluss dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren zur Behandlung weitergeleitet wird. gez. Paul Intveen und Verena Rech für die stimmberechtigten Mitglieder aus den Behindertenorganisationen, Selbsthilfegruppen und Wohlfahrtsverbänden
Antrag Daseinsfürsorge für alle - der soziale Zusammenhalt muss auch bei schlechter Haushaltslage das wichtigste Ziel sein
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Paul Intveen Sachkundiger Einwohner im Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren entsendet von der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Köln, 28.05.2026 An die V orsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren Frau Dilan Y azicioglu per Email An den Oberbürgermeister Herrn T orsten Burmeister Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: AN/0838/2026 ANTRAG gemäß § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 11.06.2026 Sehr geehrte Frau V orsitzende, Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Burmester, bitte setzen Sie diesen Antrag auf die T agesordnung der Sitzung des Ausschusses Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren am 11.06.2026. Antrag Ich bitte darum, dass die Mitglieder des Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren den Beschluss der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik aus seiner Sitzung vom 26.05.2026 berücksichtigen und sich für die formulierten Ziele und Forderungen der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik in den Haushaltsberatungen einsetzen. Begründung erfolgt mündlich. Herzlichen Dank Paul Intveen Anlage 1: Einstimmig gefasste Beschluss der Stadt AG-Behindertenpolitik vom 26.05.2026 Anlage 2: Auszug Beschlussprotokoll der Sitzung der Stadt AG Behindertenpolitik vom 26.05.2026
Anlage 2: Auszug TOP 2.1 aus Beschlussprotokoll Sitzung Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 26.05.2026
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Geschäftsführung
Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik
Thiemo Burghof-Parkin
Telefon: (0221) 221-22822
E-Mail: thiemo.burghof-parkin@stadt-
koeln.de
Datum: 28.05.2026
Auszug
aus dem Beschlussprotokoll der 2. Sitzung der
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik vom 26.05.2026
öffentlich
2.1 Daseinsfürsorge für Alle - der soziale Zusammenhalt muss auch bei
schlechter Haushaltslage das wichtigste Ziel sein
hier: Antrag der stimmberechtigten Mitglieder Paul Intveen und Verena
Rech
Beschluss:
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt den Appell mit folgenden
Forderungen an die Kölner Kommunalpolitik:
Wir fordern, dass die folgenden Aussagen als Leitplanken bei den Entscheidungen
zum Haushalt der Stadt Köln mit hoher Priorität berücksichtigt werden:
• Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sind unverzichtbar
und entscheidungsleitend.
• Die Verwendung der knappen Finanzmittel muss allen nutzen.
• Eine Kürzung von Budgets in anderen Ressorts zu Gunsten der Erhaltung
notwendiger sozialer Infrastruktur und sozialer Sicherheit muss möglich sein.
• In schwierigen Zeiten und unsicherer Zukunft ist Solidarität in einer
Stadtgesellschaft besonders wichtig und muss gestärkt werden.
Wir wollen die Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung daran erinnern,
dass die Daseinsfürsorge die zentrale Aufgabe und Verantwortung der Kommune ist.
Dazu gehört nach unserem Verständnis die Schaffung und Erhaltung von Systemen,
die sozial, solidarisch und nachhaltig allen Menschen ein selbstständiges, selbstbe-
stimmtes Leben mit gleichberechtigter Teilhabe und Mobilität ermöglichen.
Bitte setzen Sie sich dafür ein - vielen Dank!
Die Unterzeichner*innen bitten darum, dass dieser Beschluss dem Ausschuss für So-
ziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren zur Behandlung weitergeleitet wird.
Abstimmungsergebnis: einstimmig beschlossen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0838/2026
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 28.05.2026
- Erstellt
- 28.05.2026 10:07