Mandari Insight

V/0652/2018

Antrag A-R/0059/2017 der FDP-Fraktion vom 11.09.2017 „KiTa-Platzvergabe - bestmögliche Unterstützung der Eltern sicherstellen“ + Antrag A-R/0062/2017 der SPD-Fraktion vom 12.09.2017 „Kita-Navigator verbessern und für Eltern verständlicher gestalten“

Vorlagen 31.07.2018

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 05.12.2018, TOP 2.3.1

A-R_0059_2017_a-r-0059-2017-KiTaplatz_Software_170901-1

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

A-R_0062_2017_a-r-0062-2017-Kita-Navigator_verbessern_und_fuer_Eltern_verstaendlicher_gestalten-1

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Ansehen

A-R_0059_2017_a-r-0059-2017-KiTaplatz_Software_170901-1

2356 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0059/2017  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FDP-Ratsfraktion 
Geringhoffstraße 48 
48163 Münster 
Tel. 0251 - 987 30 60 
Fax:  0251 - 987 30 61 
Email: fraktion@fdp-ms.de 
www.fraktion.fdp -ms.de  
 
 
 
 
  
 
  
 Münster, 01.09.2017 
Antrag 
 
KiTa-Platzvergabe - bestmögliche 
Unterstützung der Eltern sicherstellen 
 
Der Rat möge beschließen: 
1. Die Verwaltung stellt zeitnah in den zuständigen  Gremien die in Deutschland am 
weitest verbreiteten Programme zur KiTa-Platzvergab e und zur Vergabe von Plätzen 
in der Großtagespflege selbst vor oder sorgt für en tsprechende Firmenpräsentationen 
und ermöglicht einen Vergleich mit der derzeit in Münster verwendeten Software.  
2. Für den Fall eines Votums der zuständigen Gremie n für eines der anderen 
Programme bereitet die Verwaltung die Beschaffung d er Software und die 
Implementierung rechtzeitig zum Kindergartenjahr 2018/2019 vor. 
3. Die Mittel dafür sind in den Haushalt 2018 einzu stellen. 
 
Begründung: 
Im Leben der Eltern hat die erfolgreiche Suche nach  einem Betreuungsplatz für ihre 
Kinder oftmals eine entscheidende Bedeutung für die  berufliche Zukunft und die 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Entsprechend w ichtig und von hoher Bedeutung ist 
die möglichst optimale Unterstützung, die die Stadt  den Eltern bei der Suche zuteilwerden 
lässt. Dazu gehört auch die Überprüfung der Entsche idung für die derzeit genutzte KiTa-
Platz Vergabesoftware. 
Die derzeit in Münster eingesetzte Software zur KiT a-Platzvergabe hat sich den 
Reaktionen betroffener Eltern zufolge nicht hinreic hend bewährt. Andere Städte in 
Deutschland setzen andere Programme ein, mit denen anscheinend ein höherer Grad an 
Nutzungszufriedenheit erzielt wird. Es liegt daher auf der Hand, parallel zu einer 
Evaluation des vorhandenen Programms zu prüfen, ob auf dem Markt bereits besser 
geeignete Lösungen erhältlich sind. Insbesondere so llte die Möglichkeit bestehen, auch 
die Tagespflegeplätze in die Suche der Eltern mit e inzubeziehen sowie die Wünsche 
durch die Eltern priorisieren zu lassen. 
Notwendig ist es daher, den darüber entscheidenden Gremien einen Marktüberblick über 
die vorhandenen Softwarelösungen und die damit verb undenen Kosten zu verschaffen, 
um eine passende Lösung zu finden. 
gez. 
Carola Möllemann-Appelhoff Jürgen Reuter 
Hans Varnhagen Jörg Berens

Beschlussvorlage

16448 Zeichen

V/0652/2018 
V/0652/2018 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Antrag A-R/0059/2017 der FDP-Fraktion vom 11.09.2017 „KiTa-Platzvergabe - bestmögliche 
Unterstützung der Eltern sicherstellen“ + Antrag A-R/0062/2017 der SPD-Fraktion vom 
12.09.2017 „Kita-Navigator verbessern und für Eltern verständlicher gestalten“ 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.11.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   05.12.2018 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt zur Kenntnis, dass 
 
a. der Antrag der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. A-R/0059/2017 vom 
11.09.2017 „KiTa-Platzvergabe – bestmögliche Unterstützung der Eltern sicherstel-
len“ und  
 
b. der Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Nr. A-R/0062/2017 vom 
12.09.2017 „Kita-Navigator verbessern und für Eltern verständlicher gestalten“ 
 
mit dieser Vorlage beantwortet werden und dadurch erledigt sind. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
keine 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes setzt laut KiBiz voraus, dass Eltern dem Amt für Kin-
der, Jugendliche und Familien den für ihr Kind gewünschten Betreuungsbedarf, den gewünschten 
Betreuungsumfang und die Betreuungsart schriftlich angezeigt haben. Diese Anzeige kann auch über 
elektronische Systeme, sogenannte „Bedarfsanzeigeverfahren“ erfolgen.  
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
25.07.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Kratz-Trutti, Herr Braun 
Telefon: 492 51 03 
BraunO@stadt-muenster.de

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V/0652/2018 
Die Stadt Münster setzt seit 2014 den Kita-Navigator als entsprechendes technisches Verfahren zur 
Unterstützung bei der Platzvergabe in Kindertageseinrichtungen ein. Seit 2017 können Eltern auch 
ihre Bedarfsanzeigen für Plätze in Kindertagespflege in diesem System abgeben. 
 
Für das laufende Kita-Jahr konnten Eltern für bisher 3.227 Kinder über den Kita-Navigator Betreu-
ungsverträge mit den Kitas bzw. Kindertagespflegepersonen abschließen. Für die Mehrheit dieser 
Verträge war das Vergabeverfahren, das am 09. Februar gestartet wird, bis April 2018 abgeschlos-
sen. Auch danach sind noch weiter Verträge abgeschlossen worden, z. B. weil Eltern Platzzusagen 
der Kitas nicht angenommen haben oder weil neue Kitas oder Großtagespflegen eröffnet werden.  
 
Für diejenigen, die keine Platzzusage erhalten, ist die Wartezeit, bis sie am 01. April systemseitig 
eine Benachrichtigung zu ihrem Status im Platzvergabeverfahren erhalten, mit Unsicherheiten ver-
bunden.  
Diese Situation wird in vielen Fällen dadurch beeinflusst, dass es in der wachsenden Stadt Münster 
trotz eines durchgängigen Platzausbaus immer noch einen Mangel an bedarfsgerechten Plätzen in 
bestimmten Bezirken und Wohnbereichen gibt. Zudem gehen Eltern teilweise davon aus, dass die 
Platzvergabe durch den Kita-Navigator bzw. durch die Stadt Münster zentral erfolgt. Trotz umfangrei-
cher Informationen hierzu an verschiedenen Stellen, verbinden Eltern mit der Nutzung der Software 
unter anderem Erwartungen, die durch diese nicht erfüllt werden können. 
Die Kritik an dieser Situation richtet sich insoweit teilweise stellvertretend an die eingesetzte Software, 
ohne dass diese zur Lösung dieser Probleme entscheidend beitragen kann. Beitragen kann der Kita-
Navigator nur zu einer transparenteren Information im Vergabeverfahren und zu einer Optimierung 
bei der Vergabe der vorhandenen Plätze.  
 
Das Verfahren ist diesbezüglich seit dem Start vor vier Jahren, unter anderem auch durch die Anfor-
derungen und Wünsche, die das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster in Ab-
stimmung mit den freien Trägern an die ausführende Firma gestellt hat, stetig angepasst, weiterent-
wickelt und verbessert worden.  
 
 
2. Antrag A-R/0059/2017 der FDP-Fraktion „KiTa-Platzvergabe – bestmögliche Unterstützung der 
Eltern sicherstellen“ 
 
1. Die Verwaltung stellt zeitnah in den zuständigen Gremien die in Deutschland am weitest ver-
breiteten Programme zur KiTa-Platzvergabe und zur Vergabe von Plätzen in der Großtages-
pflege selbst vor oder sorgt für entsprechende Firmenpräsentationen und ermöglicht einen 
Vergleich mit der derzeit in Münster verwendeten Software. 
2. Für den Fall eines Votums der zuständigen Gremien für eines der anderen Programme berei-
tet die Verwaltung die Beschaffung der Software und die Implementierung rechtzeitig zum 
Kindergartenjahr 2018/2019 vor. 
3. Die Mittel dafür sind in den Haushalt 2018 einzustellen. 
 
Die Einschätzung, dass sich die zur Unterstützung der Platzvergabe in Kindertagesbetreuung einge-
setzte Software nicht hinreichend bewährt hat, wird nicht geteilt. In jedem Kita-Jahr werden mit Hilfe 
des Systems ca. 4.000 neue Betreuungsverträge abgeschlossen. Eltern können ihre Bedarfe zeitnah 
anzeigen und Angaben machen, die den Kitas die Vergabe nach ihren Aufnahmekriterien erleichtern. 
Das bedeutet natürlich nicht, dass das System nicht weiterentwickelt werden kann oder muss. Es wird 
vielmehr als ein kontinuierlicher Prozess angesehen, die Software anzupassen und zu verbessern. 
 
Die Frage der Nutzerzufriedenheit ist als wesentlich anerkannt und soweit sich eine Kritik nicht auf 
Erwartungshaltungen bezieht, die durch die Software nicht erfüllt werden können, werden Ände-
rungswünsche deshalb mit der Softwarefirma besprochen und eine Anpassung beantragt. Da es sich 
bei der Software um eine Standardsoftware handelt, die von mittlerweile 59 Städten und Gemeinden 
(z. B. Düsseldorf) genutzt wird, ist die Umsetzung eines dargelegten Änderungsbedarfs auch abhän-
gig davon, ob bzw. wie viele andere Lizenznehmer eine entsprechende Änderung ebenfalls wün-
schen.

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V/0652/2018 
Diese Situation kann individuelle Bedarfe zur Weiterentwicklungen behindern bzw. erschweren und  
gilt für alle auf dem Markt befindlichen Softwarelösungen zur Bedarfsanzeige gleichermaßen. 
 
Neben dem von der Stadt Münster eingesetzten Kita-Navigator gibt es neben Eigenprogrammierun-
gen für einzelne Städte aktuell insbesondere drei Standardprogrammen zur digitalen Unterstützung 
des Platzvergabeverfahrens, die mit einer großen Anzahl von Städten und Gemeinden als Nutzer 
zusammenarbeiten:   
 Kita-Planer 2 aus Berlin (150 Nutzer; z. B. Bonn) 
 Little Bird aus Berlin (120 Nutzer; z. B. Aachen) und 
 Kivan aus Leipzig (54 Nutzer; z. B. Erfurt). 
 
Eine Darstellung der gesamten Leistungen der einzelnen Programme erfolgt mit dieser Vorlage nicht, 
da der Leistungsumfang der vier Programme hinsichtlich des Prozesses „Aufnahmeverfahren/ Platz-
vergabe“ ähnlich aufgebaut ist (z. B. Überblick über die verschiedenen Angebote im Bereich der Kin-
dertagesbetreuung, Suche nach einem passenden Betreuungsplatz, Vormerkungen von Kindern bei 
den Kitas und bei der Kindertagespflege im Online-System, Platzvergabe und Vertragsabschlüsse für 
Plätze in Kindertagesbetreuung, Darstellung freier Kapazitäten, Unterstützung der Jugendhilfepla-
nung etc.).  
Es gibt aber natürlich Unterschiede, die hier exemplarisch dargestellt werden sollen. Die optische 
Darstellung und die Programmierung sind naturgemäß unterschiedlich. Die Funktionalitäten zur 
Platzsuche sind je Anbieter bzgl. der Flexibilität und der intuitiven Bearbeitung unterschiedlich ausge-
prägt. Dies ist sicher ein Bereich, in dem es Potential für Verbesserungen gibt. Die Priorisierung der 
durch die Eltern vorgemerkter Betreuungsangebote ist Bestandteil der drei vorgenannten Programme 
ist. Diese Möglichkeit fehlt aktuell noch beim Kita-Navigator. Weitere wesentliche Unterschiede erge-
ben sich darüber hinaus bei teilweise hinzuschaltbaren Verwaltungsprogrammen.  
 
Die Beschaffung einer neuen Software wäre vor dem Hintergrund, dass die eingesetzte Software in 
vielen Aspekten mit den Lösungen anderer Anbieter deckungsgleich ist, nicht zielführend. Ideen für 
Ergänzungen des vorhandenen Programms wie z. B. die Umsetzung einer Priorisierung elterlichen 
Vormerkungen können durch Gespräche mit dem aktuellen Partner weiterentwickelt werden. Die teil-
weise mit den anderen Lösungen verbundenen Verwaltungsprogramme werden von einem großen 
Teil der Kitaträger abgelehnt, weil diese bereits eigene Verwaltungsprogramme erworben haben und 
keine Doppelung wünschen. Die Einführung einer neuen Software würde darüber hinaus wieder Zeit 
kosten, vor allem um alle Nutzer (Träger, Kitaleitungen, Verwaltung und Eltern) in ein neues System 
einzuführen, ohne das sich daraus deutlich erkennbare Verbesserungen ergeben. 
 
Um die Eltern bei der Kitaplatzvergabe noch besser zu unterstützen, wird deshalb zusammen 
mit der ausführenden Softwarefirma angestrebt, das vorhandene System transparenter zu ge-
stalten und den softwaregestützten Vergabeprozess durchgängig zu verbessern.   
 
 
3. Antrag A-R/0062/2017 der SPD-Fraktion „Kita-Navigator verbessern und für Eltern verständlicher 
gestalten“ 
 
1.  Nach der Auswertung der gemeinsam mit der Universität Münster durchgeführten „Evaluation 
der Verteilung von Kitaplätzen“ wird im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien be-
richtet. Im Anschluss wird schnellstmöglich ein verbessertes Verfahren bei der Vergabe von 
Betreuungsplätzen für Kinder entwickelt. 
 
Die Universität Münster, Institut für Wirtschaftsinformatik, führte in Kooperation mit dem Zentrum für 
Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) ein Projekt mit dem Titel „Neugestaltung der Kita-
platzvergabe in Deutschland“ durch. Die Partner wurden durch das Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien inhaltlich unterstützt. In der ersten Projektstufe, in der die Anforderungen aller Beteiligten an 
der Platzvergabe in Kindertagesbetreuung ermittelt werden sollten, führte die Universität Münster 
neben Interviews mit Trägern und Kitaleitungen ebenfalls eine Elternumfrage „Evaluation der Vertei-
lung von Kitaplätzen“ durch.

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V/0652/2018 
 
Bei der Umfrage wurden die Eltern einerseits nach der Rangfolge verschiedener Kriterien zur Aus-
wahl einer Kita befragt. Dabei konnten die folgenden Kriterien einem Rang zugeordnet werden: Nähe 
der Wohnung, Geschwisterkinder in der Kita, Betreuungsumfang, Öffnungszeiten, Betreuungsschlüs-
sel, Nähe zum Arbeitsweg, Nähe zum Arbeitsplatz, befreundete/bekannte Kinder in der Kita sowie 
andere Gründe.  
Die Umfrage ergab, dass die Eltern ihre Wahl der Einrichtung häufig anhand von ähnlichen Kriterien 
treffen. So wurden insbesondere örtliche Nähe, Geschwisterkinder und Betreuungsumfang von den 
meisten Eltern als sehr wichtig genannt. Zusätzlich konnten die Eltern angeben, wie stark ihr Wunsch 
für die Erstwahl, Zweitwahl, Drittwahl etc. jeweils war. Auch hier ergab sich ein klares Bild, nämlich 
dass es erhebliche Unterschiede zwischen erster, zweiter und weiterer Präferenz gibt. Daraus wurde 
geschlossen, dass Eltern bei den Vormerkungen von Betreuungsangeboten eine klare Rangliste ab-
geben können, da der Rang auch die Gewichtung der verschiedenen, individuell bedeutsamen Krite-
rien beinhaltet. 
 
In der Umfrage wurde auf der anderen Seite abgefragt, wie viele Platzzusagen die Teilnehmer erhal-
ten haben und ob diese ihrer eigenen Wünschen entsprochen haben. Von denjenigen, die Platzzusa-
gen erhalten haben, erhielten 66% eine und 34% mehr als eine Platzzusage. Von den Eltern mit mehr 
als einer Zusage haben die Hälfte angegeben, nach ihrer ersten Zusage noch bessere Angebote er-
halten zu haben. 
 
Die Bedarfe der Eltern und die Angebote der Kindertagesbetreuung werden vor dem Hintergrund die-
ser Ergebnisse nicht optimal miteinanderverbunden. Eltern sind in der Situation, dass sie strategische 
Abwägungen treffen müssen, ob sie ein Angebot annehmen oder auf das gewünschte, bessere An-
gebot warten. Dadurch entstehen teilweise lange Wartezeiten. Andere Eltern erhalten zunächst kein 
Angebot oder müssen lange auf ein Angebot warten, weil diejenigen, die mehrere Angebote erhalten, 
sich nicht zügig entscheiden können oder wollen. 
 
An der Lösung dieser Problematik wird aktuell gearbeitet. Eine für Eltern und Kitas bzw. Kin-
dertagespflege geeignete technische Umsetzung setzt die Kooperation aller Beteiligten vo-
raus. Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien bemüht sich in diesem Zusammenhang 
mit Hilfe der ZEW um einen konstruktiven Dialog, um die Verbesserung des vorhandenen Sys-
tems anzuschieben. Ein gemeinsamer Austausch mit allen beteiligten Städten, der ZEW und 
der ITK Rheinland soll zeitnah stattfinden. 
 
 
2.  Auf den Detailseiten der Kindertageseinrichtungen werden bei allen Einrichtungen die Aufnahme-
kriterien der Kita und deren Gewichtung verständlich und ausführlich dargestellt. Hierbei wird auch 
dargelegt, inwiefern interessierte Eltern sich bei der jeweiligen Kita direkt über die Einrichtung und 
mögliche frei Plätze erkundigen können (z. B. Tag der offenen Tür, Besichtigungstermine). 
 
Mittlerweile haben alle Träger auf den Profilseiten ihrer Kitas ihre Aufnahmekriterien dargestellt. Für 
den Text ist der Träger der jeweiligen Kita selbst verantwortlich ist. Das Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien berät bei Bedarf. Neue Träger werden darauf hingewiesen, dass sie die Aufnahmekrite-
rien für ihre Kitas zeitnah in den Kita-Navigator einstellen sollen. Da die Kriterien laut Gesetz durch 
den Rat der Einrichtung beschlossen werden, können die Infos in diesen Fällen abschließend erst 
nach Inbetriebnahme einer Kita eingetragen werden. 
 
Die Eltern können sich auf den Webseiten der einzelnen Kitas über Tage der Offenen Tür informieren. 
Die Kitas können Eltern darüber hinaus auch aus dem System per Email zu einem Besichtigungster-
min in der Kita eingeladen. Die Träger bzw. Kitaleitungen organisieren die Art der Einladung in eige-
ner Verantwortung. Sie können dafür auf die Instrumente zurückgreifen, die im Kita-Navigator zur 
Verfügung gestellt werden.  
Auf den Profilseiten der Kitas finden die Eltern auch Angaben zu den aktuell freien Plätzen. Diese 
Funktion ist auf Wunsch der Stadt Münster zum Leistungsangebot des Kita-Navigators hinzugefügt 
worden.

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V/0652/2018 
 
3.  Der Kita-Navigator, der in Münster als Vormerksystem bei der Suche nach einem Betreuungssys-
tem genutzt wird, erhält folgende Ergänzungen: 
- Die Information, dass die Nutzung des Kita-Navigators keine Anmeldung zu einer Kinderta-
gesstätte oder eine Tagespflegeperson darstellt, sondern dass der Navigator ein System ist, 
um die Bewerbung um einen Platz zu vereinfachen, wird den Eltern bereits auf der Startseite 
des Navigators mitgeteilt. 
- In den „FAQs“ werden die Eltern ausdrücklich darüber informiert, dass eine Platzvergabe für 
den Beginn eines Kita-Jahres auch nach dem 31. März 2017, also nach Wiedervormerkung, 
erfolgen kann. 
 
Informationen zur Funktionsweise der Software werden an verschiedenen Stellen auf den Internetsei-
ten des Kita-Navigators dargestellt. Dort wird auch erklärt, was ein Online-Vormerksystem ist. Bei-
spielsweise wird unmittelbar vor dem Registrierungsvorgang im Elternpanel explizit darauf hingewie-
sen, dass die Vormerkung keine Anmeldung darstellt, sondern lediglich das Kind auf die Warteliste 
der ausgewählten Kita gesetzt wird. Für alle wiederkehrenden Fragen gibt es darüber hinaus die 
Rubrik „Häufige Fragen“. Dort werden Eltern auch darüber informiert, dass sie ihre Kinder grundsätz-
lich immer im Kita-Navigator vormerken können und bis wann spätestens eine Vormerkung erforder-
lich ist, wenn sie zum Start eines Kita-Jahres einen Platz benötigen. 
 
 
4. Fazit 
 
Der Kita-Navigator Münster ist in den vergangenen Jahren seit Inbetriebnahme stetig verändert und 
weiterentwickelt worden. Dazu hat das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster in 
Kooperation mit den freien Trägern beigetragen. Trotzdem bleibt es eine kontinuierliche Aufgabe, die 
Software technisch und inhaltlich an die aktuellen Anforderungen anzupassen.  
 
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Projektarbeit durch die Universität Münster und die ZEW iden-
tifiziert und verdeutlicht, an welcher Stelle im Verfahren eine Optimierung für alle Beteiligten von gro-
ßem Nutzen wäre. Die Verwaltung wird sich darum bemühen, diesbezüglich schnellstmöglich eine 
Verbesserung des Systems zu erreichen.    
 
 
I.V. 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
 
1. Anlage A 
2. Antrag der FDP-Fraktion Nr. A-R/0059/2017 vom 11.09.2017  
3. Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0062/2017 vom 12.09.2017

Anlage A

4001 Zeichen

Anlage A zur V/0652/2018 
Kurzüberblick 
Das vorhandene Bedarfsanzeigesystem ist in den vergangenen Jahren seit Inbetriebnahme stetig 
verändert, angepasst und verbessert worden. Dazu hat die Verwaltung in Kooperation mit den 
freien Trägern beigetragen. Es bleibt eine kontinuierliche Aufgabe, die Software weiter anzupas-
sen. Die Ergebnisse der Projektarbeit durch die Universität Münster und die ZEW soll aufgegriffen 
werden, um das aktuelle System weiter zu verbessern. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr.  
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe-
treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen 
auf.  
 
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3 - jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Zielwerte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden 
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden 
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohnwert, Familien-
freundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ forciert. 
 
Im Rahmen dieser übergeordneten Zielsetzung spielen Transparenz und Benutzerfreundlichkeit 
auch auf der Ebene des zur Bedarfsanzeige eingesetzten Kita-Navigators eine wesentliche Rolle.    
   
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Tagesbetreuung für Kinder 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
- 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
x überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
-

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh-
ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs-
tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die 
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundle-
gender Bestandteil der Kitaausbauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi-
gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli-
che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von 
Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3 - Kinder und der Ausbau von u3 - Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort. 
Zur Unterstützung einer familienfreundlichen Entwicklung gehört auch die technische Unterstüt-
zung der Eltern bei der Anzeige ihrer Betreuungsbedarfe durch den Kita-Navigator Münster.

A-R_0062_2017_a-r-0062-2017-Kita-Navigator_verbessern_und_fuer_Eltern_verstaendlicher_gestalten-1

5164 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0062/2017 
 
SPD -Fraktion  
im Rat der Stadt Münster 
 
Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Tel. (0251) 45 314 
Fax (0251) 511 750 
www.spd-muenster.de 
 
 
 
 
 
Kita-Navigator verbessern und für 
Eltern verständlicher gestalten 
 
 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1.  Nach der Auswertung der gemeinsam mit der Universität Münster durchgeführten 
„Evaluation der Verteilung von Kitaplätzen“ wird im Ausschuss für Kinder, Jugendliche 
und Familien berichtet. Im Anschluss wird schnellstmöglich ein verbessertes Verfahren 
bei der Vergabe von Betreuungsplätzen für Kinder entwickelt. 
2.  Auf den Detailseiten der Kindertageseinrichtungen werden bei allen Einrichtungen die 
Aufnahmekriterien der Kita und deren Gewichtung verständlich und ausführlich 
dargestellt. Hierbei wird auch dargelegt, inwiefern interessierte Eltern sich bei der 
jeweiligen Kita direkt über die Einrichtung und mögliche frei Plätze erkundigen können 
(z. B. Tag der offenen Tür, Besichtigungstermine).   
3.  Der Kita-Navigator, der in Münster als Vormerksystem bei der Suche nach einem 
Betreuungssystem genutzt wird, erhält folgende Ergänzungen: 
 
- Die Information, dass die Nutzung des Kita-Navigators keine Anmeldung zu einer 
Kindertagesstätte oder eine Tagespflegeperson darstellt, sondern dass der Navigator ein 
System ist, um die Bewerbung um einen Platz zu vereinfachen, wird den Eltern bereits 
auf der Startseite des Navigators mitgeteilt. 
- In den „FAQs“ werden die Eltern ausdrücklich darüber informiert, dass eine Platzverga- 
be für den Beginn eines Kita-Jahres auch nach dem 31. März 2017, also nach Wieder- 
vormerkung, erfolgen kann.  
 
 
Begründung: 
Das Vormerksystem „Kita-Navigator“ zur Bewerbung um einen Platz in einer Kindertageseinrich- 
tung (und inzwischen auch bei einer Tagespflegeperson) wurde vor mehr als drei Jahren einge- 
führt. Ziel war es, die Vormerkung bei einer Kita für Eltern einfacher zu gestalten, da diese nicht 
mehr bei jeder einzelnen Einrichtung vorsprechen müssen. Gleichzeitig bündelt der Kita-
Navigator die Anmeldungen und zeigt der Stadt wie hoch der Platzbedarf tatsächlich ist. Es 
funktioniert ganz einfach: Eltern können sich online ihre „Wunsch-Kitas“ aussuchen und ihr Kind 
12.09.2017

2 
 
 
 
vormerken lassen. Das ist aber noch keine Anmeldung. Die Kitas entscheiden (wie überall) selbst 
über eine Aufnahme des Kindes. Sobald ein Platz gefunden ist, müssen Eltern entscheiden, ob 
sie ihn annehmen und sich dann in der Kita anmelden. 
 
Der Vorteil: Sobald das Kind einen Platz angenommen hat, wird es aus dem Vormerksystem ge- 
strichen. Die Stadt kann damit genau sagen, wie viele Kinder noch unversorgt sind, welchen Be- 
darf diese Kinder haben und wo noch kurzfristig Optionsplätze geschaffen werden müssen.  
 
Im Ergebnis ist es in den letzten Jahren zwar gelungen, die Platzvergabe zu beschleunigen, es 
haben jedoch immer sehr viele Kinder keinen Betreuungsplatz erhalten. In diesem Jahr waren es 
rund 300 Kinder. 
 
Für Eltern, die einen Kita-Platz benötigen und nicht wissen, wie gut ihre Möglichkeiten sind, ei- 
nen Platz zu erhalten ist vor allem Transparenz wichtig. Dazu gehört zunächst, das System des 
„Kita-Navigator“ als Vormerksystem und eben nicht als Vergabesystem schon auf der Startseite 
zu erläutern. Dabei soll auch die Zeitschiene für die Kita-Platzvergabe (Vergabe-Runden) kon- 
kreter dargestellt werden.   
 
Viel wichtiger: Wer seinem Arbeitgeber frühzeitig mitteilen muss, ob die Rückkehr an den Ar- 
beitsplatz zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich ist, oder wer aus anderen Gründen einen 
Kitaplatz wünscht, muss erkennen können, ob die Aufnahmekriterien der Kindertagesstätten 
eine realistische Aussicht auf einen Platz bieten können. Dazu ist es notwendig, die Aufnahme- 
kriterien und ihre Gewichtung bei jeder einzelnen Einrichtung verständlich und deutlich zu erläu- 
tern. Bisher sind diese Informationen nicht bei allen Einrichtungen hinterlegt. Zum Teil bestehen 
sie auch lediglich aus einer kurzen Auflistung aus der nicht erkennbar ist, welche Kriterien Vor- 
rang haben und für welche Altersgruppen welche Kriterien gelten sollen.  
 
Ziel ist es insgesamt, eine Vergabepraxis zu entwickeln, die die Wünsche der Eltern soweit es 
geht zu berücksichtigt. Die Teilnahme der Stadt Münster am Forschungsprojekt zur Analyse von 
Verfahren bei der Vergabe von Betreuungsplätzen in Kitas ist daher zu begrüßen. Die Ergebnisse 
des Projektes müssen im Anschluss schnell in ein verbessertes Verfahren münden. 
 
Insgesamt muss jedoch die Stadt Münster vorrangig den Ausbau von Kindertagesbetreuungs- 
plätzen mit Priorität voranbringen, um die Bedarfe der Eltern und Kinder zu decken. 
 
  
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Fraktion im Rat der Stadt Münster 
 
Dr. Michael Jung   Thomas Fastermann    Doris Feldmann  
Philipp Hagemann   Marius Herwig    Dr. Cornelia Jäger 
Mathias Kersting   Michael Kleyboldt   Marianne Koch 
Katharina Köhnke   Thomas Kollmann   Gaby Kubig-Stel tig 
Hedwig Liekefedt   Anne Schulze Wintzler  Petra Seyf ferth 
Ludger Steinmann   Beate Vilhjalmsson   Robert von Ol berg 
     Maria Winkel

Beratungsverlauf (2)

28.11.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung
05.12.2018 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 2.3.1 Entscheidung
Zur Sitzung

Orte (2)

  • Bahnhofstraße 9
  • Geringhoffstraße 48

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0652/2018
Typ
Vorlagen
Datum
31.07.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37