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Bebauungsplan E 55 - Pfungstädter Straße am Bahnhof Eberstadt -, Beschluss einer Veränderungssperre
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über die Veränderungssperre Pfungstädter Straße am Bahnhof Eberstadt für das Gebiet am Eberstädter Bahnhof entlang der Pfungstädter Straße in dem Bereich zwischen der Modau, dem Bahndamm und der Bundesautobahn A 5
vom
.
Aufgrund des § 5 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) i.d.F. vom 07.03.2005 (GVBl. I S. 142), zuletzt geändert durch Art. 3 des Gesetzes vom 24.03.2010 (GVBl. I Seite 119), sowie der §§ 14ff des Baugesetzbuchs (BauGB) i.d.F. vom 23.09.2004 (BGBl. I Seite 2414), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22.07.2011 (BGBl. I S. 1509), wird gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom
.. folgende Satzung erlassen:
§ 1 Zu sichernde Planung
Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 21.06.2011 beschlossen, für das in § 2 bezeichnete Gebiet einen Bebauungsplan im Sinne des § 30 (3) BauGB aufzustellen (Bebauungsplan E 55 Pfungstädter Straße am Bahnhof Eberstadt ). Zur Sicherung der Planung für dieses Gebiet wird die Veränderungssperre erlassen.
§ 2 Räumlicher Geltungsbereich
Diese Satzung erstreckt sich auf das Gebiet am Eberstädter Bahnhof zwischen der Modau im Süden, der Rhein-Neckar-Bahn im Westen und der Bundesautobahn A 5 im Osten und umfasst die Grundstücke Pfungstädter Straße 145-155 und 164 mit den Flurstücken Flur 3 Nr. 17/3, 245/5, 330, 331/3, 331/4, 332/4, 333/3, 338/2 tlw., 339, 393/3 und 393/4.
§ 3 Rechtswirkungen der Veränderungssperre
In dem von der Veränderungssperre betroffenen Gebiet dürfen
Vorhaben im Sinne des § 29 BauGB nicht durchgeführt oder bauliche Anlagen nicht beseitigt werden; Vorhaben im Sinne des § 29 BauGB sind:
Vorhaben, die die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen zum Inhalt haben und die einer bauaufsichtlichen Genehmigung oder Zustimmung bedürfen oder über die in einem anderen Verfahren entschieden wird;
Aufschüttungen und Abgrabungen größeren Umfangs sowie Ausschachtungen, Ablagerungen einschließlich Lagerstätten, auch wenn sie keine Vorhaben nach Buchstaben a) sind;
erhebliche oder wesentlich wertsteigernde Veränderungen von Grundstücken und baulichen Anlagen, deren Veränderungen nicht genehmigungs-, zustimmungs- oder anzeigepflichtig sind, nicht vorgenommen werden.
Wenn überwiegende öffentliche Belange nicht entgegenstehen, kann von der Veränderungssperre eine Ausnahme zugelassen werden.
Vorhaben, die vor Inkrafttreten der Veränderungssperre baurechtlich genehmigt worden sind, Vorhaben, von denen die Gemeinde nach Maßgabe des Bauordnungsrechts Kenntnis erlangt hat und mit deren Ausführung vor Inkrafttreten der Veränderungssperre hätte begonnen werden dürfen, sowie Unterhaltungsarbeiten und die Fortführung einer bisher ausgeübten Nutzung werden von der Veränderungssperre nicht berührt.
§ 4 In-Kraft-Treten und Außer-Kraft-Treten der Veränderungssperre
Die Veränderungssperre tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Sie tritt nach Ablauf von zwei Jahren, vom Tag der Bekanntmachung gerechnet, außer Kraft. Auf die Zweijahresfrist ist der seit der Zustellung der ersten Zurückstellung eines Baugesuchs nach § 15 Abs. 1 BauGB abgelaufene Zeitraum anzurechnen. Die Veränderungssperre tritt in jedem Fall außer Kraft, sobald und soweit der Bebauungsplan für das in § 2 genannte Gebiet rechtsverbindlich ist.
Darmstadt, den Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Brigitte Lindscheid, Stadträtin
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2011/0477
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 16.11.2011 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Stadtplanungsamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2011/0477 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Bebauungsplan E 55 - Pfungstädter Straße am Bahnhof Eberstadt -, Beschluss einer Veränderungssperre Vorlage vom: 10.11.2011 Beschlussvorschlag: Für das Gebiet des noch aufzustellenden Bebauungsplans E 55 zwischen der nördlichen Grenze des Flurstücks 245/5, der Bundesautobahn A 5, der Modau und dem Bahndamm wird zur Sicherung der Planung die anliegende Satzung über eine Veränderungssperre gemäß § 14 BauGB beschlossen. Anlagen: Entwurf einer Satzung über die Veränderungssperre - Pfungstädter Straße am Bahnhof Eberstadt - Datenschutzrelevante Anlage: 2 ... Beschluss des Magistrats vom 3 ... Begründung zur Magistratsvorlage 2011/0477 vom 10.11.2011: Das Gebiet am Eberstädter Bahnhof ist geprägt von einer sehr hohen Verkehrsbelastung, gewerblichen Nutzungen und einer gestalterisch minderwertigen Qualität. Trotzdem ist der Bereich durch den Bahnhof und die zentrale Verbindungsfunktion sehr belebt. Es ist der einzige bestehende Verbindungsweg in den Westen Eberstadts und ins westliche Umland, der die Autobahn und den Bahndamm überwindet. Geltungsbereich des Bebauungsplans E 55 (in Aufstellung) ohne Maßstab Durch seine Lage und eine bereits vorhandene Vergnügungsstätte ist das Gebiet prädestiniert für die weitere Ansiedlung von Vergnügungsstätten. Aus städtebaulicher Sicht ist eine Anhäufung von Vergnügungsstätte in diesem Bereich unverträglich. Daher hat die Stadtverordnetenversammlung am 21.06.2011 für das Gebiet zwischen der nördlichen Grenze des Flurstücks 245/5, der Bundesautobahn A 5, der Modau und dem Bahndamm die Aufstellung eines Bebauungsplans im Sinne des § 30 (3) BauGB beschlossen, mit der Zielsetzung, dort Vergnügungsstätten für unzulässig zu erklären. 4 ... Um zu verhindern, dass während der Aufstellung des Bebauungsplans Genehmigungen erteilt werden müssen, die dieser Zielsetzung zuwiderlaufen, soll die anliegende Satzung über die Veränderungssperre erlassen werden. Aktueller Anlass für die Absicherung der Planung durch eine Veränderungssperre ist die beantragte Genehmigung einer Spielothek auf dem Anwesen Pfungstädter Straße 151. Die Ansiedlung einer Spielothek an dieser Stelle würde den mit der Aufstellung des Bebauungsplans verfolgten Zielen entgegenstehen. Der Dezernent I Die Dezernentin III Jochen Partsch Brigitte Lindscheid Oberbürgermeister Stadträtin Darmstadt, den 10.11.2011 III/61.1 jw Nst. 3936 III/61.2 zim Nst. 2603
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Pfungstädter Straße 151
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2011/0477
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.11.2011
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00