2015/0392
Notunterkünfte für Asylsuchende und Flüchtlinge im Donnersbergring 69 in Darmstadt
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2015/0392
5573 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
26.08.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat III
Dezernat IV
Amt: Dezernat V
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0392
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 313100
Kostenstelle: 050-002-1011 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3132-40 Sachkonto: 6179000, 6179430, 6082100
Betreff: Notunterkünfte für Asylsuchende und Flüchtlinge im Donnersbergring 69 in
Darmstadt
Vorlage vom: 26.08.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversamm lung beschließen die Inbetriebnahme
einer Notunterkunft für bis zu 126 Asylsuchende und Flüchtlinge im Donnersbergring 69
in Darmstadt.
2. Die für den Betrieb der Notunterkunft notwendigen Haushaltsmittel werden unter der
Kostenstelle 050 -002-1011, Kostenträg er 3132-40 und den Sachkonten 6179000 (43.000
€), 6179430 (120.000 €) und 6082100 (322.000 €) anteilig für den Nachtragshaushalt
2015 sowie den Haushalt 2016 angemeldet.
3. Die für die Einrichtung der Notunterkunft notwendigen Mittel in Höhe von 228.700 Euro
werden im Wirtschaftsplan IDA (Nachtrag 2015) zusätzlich zur Verfügung gestellt.
Anlagen:
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 26.08.2015
Im III. Quartal 2015 ist für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein
Zuweisungskontingent von 324 Asyl suchenden Menschen vorgesehen. Das entspricht
einer Zuweisung von 20-30 Personen pro Woche.
Die grundsätzliche Ausrichtung der Stadt, die Menschen in dezentralem Wohnraum
unterzubringen, kann aufgrund der hohen Zuweisung aktuell nicht weiter in dieser
Form uneingeschränkt aufrechterhalten werden.
Bis zur Inbetriebnahme der geplanten Erstwohnhäuser ist daher eine Unterbringung
der Menschen in einer Notunterkunft erforderlich.
Die Notunterkunft im Donnersbergring soll nach aktueller Planung 6 Monate genutzt
werden, die mobilen Module werden erst wieder zum Schuljahr 2016/2017 von Seiten
des Schulamtes benötigt. Insofern wäre für weitere Notsituationen ab März 2016 ein
entsprechender zeitlicher Puffer für eine Verlängerung vorhanden.
Die Module bieten bei einer menschenwürdigen Belegung Platz für bis zu 126
Personen. Neben den Schlafräumen gibt es einen Gemeinschaftsraum sowie
Räumlichkeiten für einen Sozial- und Sicherheitsdienst. Vorrangig werden dort allein
stehende Männer und Familien untergebracht. Die Notunterkunft ist 24 Stunden, 7
Tage/Woche mit mindestens einer Mitarbeiterin bzw. einem Mita rbeiter der
sozialpädagogischen Betreuung bzw. des Sicherheitsdienstes besetzt.
Selbstverständlich werden die Menschen n eben der reinen Unterkunft mit
Lebensmitteln versorgt und erhalten eine sozialpädagogische Betreuung. Ebenso ist
ein Wachdienst vor Ort obligatorisch.
Die hierfür in der Zeit von September 2015 bis Februar 2016 notwendigen Kosten
der migrationsspezifischen Sozialbetreuung in Höhe von 1,25 VZ-Stellen werden laut
Angebot des ausgewählten Trägers mit 43.000 Euro beziffert. Die Kosten des Wach-
und Sicherheitsdienstes sind mit 120.000 Euro und die Kosten für das Catering mit
maximal 322.000 Euro angesetzt. Es handelt sich jeweils um Brutto -Beträge.
Die hier genannten Kosten beziehen sich im Durchschnitt auf eine komplette
Belegung.
- 4 -
Die Beauftragung dieser flankierenden Maßnahmen erfolgt durch das Amt 50. Die
erforderlichen Haushaltsmittel werden anteilig zum Nachtragshaushalt 2015 (4/6)
und Haushalt 2016 (2/6) angemeldet und sollen unter der Kostenstelle 050 -002-
1011, Kostenträger 3132 -40 und den Sachkonten 6179000 (43.000 Euro), 6179430
(120.000 Euro) und 6082100 (322.000 Euro) etatisiert werden. Bei einem Betrieb
über den 29.02.2016 hinaus werden we itere Haushaltsmittel notwendig. Hier erfolgt
dann eine gesonderte Vorlage.
Zum Betrieb als Notunterkunft für Asylsuchend e muss die bestehende A nlage durch
4 Sanitärcontainer (inkl. Dusche, Waschbecken, WC) ergänzt werden. Die
Ausstattung der Schlafräume erfolgt zunächst im Rahmen des Katastrophenschutzes
mit Feldbetten. Diese sollen schnellstmöglich durch feste Betten, die später
Verwendung in den Erstwohnhäusern finden, ausgetauscht werden. Die Beschaffung
erfolgt über den Eigenbetrieb Immobilienmanagement.
Die aktuell bezifferten Gesamtkosten für die vorgenannten Sanitär - und
Ausstattungsmaßnahmen betragen nach heutigem Stand voraussichtlich i nsgesamt
228.700 Euro brutto. Darüber hinaus benötigte Ausstattungsgegenstände und
Ersatzbeschaffungen werden zwingend nötig zur Verfügung gestellt. Die
erforderlichen Mittel werden zunächst über eine Zwischenfinanzierung innerhalb des
Wirtschaftsplanes von IDA aus Bauunterhaltungsmitteln bereitgestellt. Die
Verbuchung erfolgt über eine gesonderte Kostenstelle.
Die Mittel müssen dem Wirtschaftsplan IDA (Nachtrag 2015) zusätzlich zur
Verfügung gestellt werden .
Darmstadt, 26.08.15
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch Cornelia Zuschke Andrè Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer Stadträtin
Beratungsverlauf (6)
Orte (1)
- Donnersbergring 69
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0392
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 26.08.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00