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Bestellung eines neuen Mitglieds der Jury zur Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln
Beschlussvorlage Ausschuss 0591/2025 vom 10.03.2025
Stand: Am 25.03.2025 im Ausschuss Kunst und Kultur ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/41 Vorlagen-Nummer 0591/2025 Freigabedatum 10.03.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bestellung eines neuen Mitglieds der Jury zur Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss Kunst und Kultur bestellt gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung zur Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln als Jury-Mitglied für die restliche Dauer der laufenden Ratsperiode 2020 bis 2025: Kathrin Röggla, Autorin, Professorin für Literarisches Schreiben. Ausschuss Kunst und Kultur 25.03.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Gemäß Satzung zur Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln (vgl. Vorlage 3236/2020) sind jeweils eine Vertretung der im Ausschuss Kunst und Kultur stimmberechtig- ten Fraktionen sowie sechs Sachverständige für die jeweilige Ratsperiode als Mitglieder der Jury zu bestellen. Die im Beschlusstext genannte Autorin rückt für den aus persönlichen Gründen aus der Jury ausgeschiedenen Autor Guy Helminger als Sachverständige für die restliche Laufzeit der Ratsperiode 2020 bis 2025 nach. Kathrin Röggla ist die aktuelle Preisträgerin des Heinrich-Böll-Preises. Ausgezeichnet wurde sie vor allem für ihr aktuellstes Werk „Laufendes Verfahren“, ein Roman über den von Röggla über Jahre hinweg begleiteten NSU-Prozess. Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und studierte von 1989 bis 1999 Germanistik und Publizistik, zunächst in Salzburg und später in Berlin, wo sie auch ihre literarische Karri- ere begann. Sie lebt und arbeitet seit 2020 in Köln, wo sie als Professorin für Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien tätig ist. Röggla ist eine der bedeutendsten und vielseitigsten deutschsprachigen Autorinnen, die in verschiedenen Medienbereichen wie The- ater, Hörfunk und Literatur aktiv ist. Ihre Werke umfassen Romane, Kurzprosa, Theaterstücke und Hörspiele. Für ihre Literatur, die oft gesellschaftliche und politische Themen aufgreift, erhielt sie zahlrei- che Auszeichnungen, darunter den Heinrich-Böll-Preis 2023, den Grazer Literaturpreis 2022 und den Österreichischen Kunstpreis für Literatur 2020. Röggla wurde für ihre prägnante Sprache und ihre reflexive Auseinandersetzung mit der Gegenwart bekannt. 2012 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, 2015 bis 2024 Vizepräsidentin, und sie ist auch Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Neben ihren schriftstellerischen Tätigkeiten engagiert sich Röggla in der Kulturpolitik und war unter anderem Mitglied des RBB-Rundfunkrats. Ihre Theaterstücke wurden an renommierten Bühnen wie dem Schauspielhaus Wien und dem Residenztheater München uraufgeführt. Sie kuratierte 2019 eine Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin und hat ihre Werke in vielen internationalen Kontexten präsentiert. Röggla ist bekannt für ihre interdisziplinäre Arbeitsweise und ihre Fähigkeit, literarische und gesellschaftliche Fragestellungen auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden.
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