Mandari Insight

2023/0167

Förderprogramm des Bundes: Modellprojekte Smart Cities Die Smart-City-Strategie für unsere Stadt Schlaues Wasser Darmstadt

Magistratsvorlage 05.05.2023

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VIVARIUM
INFO
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   MOBIL
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DIE SMART-CITY-STRATEGIE 
FÜR UNSERE STADT

DIE SMART-CITY-STRATEGIE 
FÜR UNSERE STADT

4     Vorwort
LIEBE BÜRGERINNEN 
UND BÜRGER,
LIEBE 
DARMSTÄDTERINNEN 
UND DARMSTÄDTER,
die Erde dreht sich. Schon immer. Das Leben unterliegt ständigem Wandel. Schon 
immer. Und Wasser fasziniert. Schon immer. Seit jeher besitzt Wasser neben seiner 
essenziellen Bedeutung für alles Leben auf unserem Planeten eine mystische 
Wirkung auf uns Menschen. Seine Oberflächenstruktur befindet sich im ständigen 
Wandel, sein Korpus fließt oder steht, peitscht oder wiegt, transportiert oder trägt, 
verbindet oder trennt, schenkt Leben, nimmt Leben und hält jeden Blick für einen 
Moment – ob kurz oder lang – fest.
Vorwort

5Smart-City-Strategie   
„Schlaues Wasser wird uns weg-
weisende Schritte zeigen, wie wir 
unsere Ressource Wasser dem 
Klima angepasst und nachhaltig 
nutzen können. Im Spannungsfeld 
zwischen zu viel und zu wenig 
Wasser setzen wir an und schauen 
mit jeder einzelnen Maßnahme, 
wie wir für Mensch und Natur die 
Resilienz erhöhen können. Mit 
unserer Strategie ebnen wir so 
den Weg in die Zukunft unserer 
wassersensiblen Smart City.“
„Wir haben uns zur Aufgabe 
gemacht, Wasser in die Stadt zu 
bringen und sichtbar zu machen. 
Mithilfe von Sensorik, Datenerfas-
sung und -auswertung lassen sich 
wertvolle Rückschlüsse ziehen 
und die ergriffenen Maßnahmen 
noch gezielter und effizient steu-
ern – zum Beispiel, um in heißen 
Sommern durch Wasser ein ange-
nehmeres Klima zu gestalten.“
Michael Kolmer
Dezernent für Planung,
Umwelt und Mobilität
Holger Klötzner
Dezernent für Bildung
und Digitalisierung
Neben der Luft zum Atmen ist uns Menschen kaum ein Element so ver-
traut, so nah wie Wasser , bei kaum einem anderen ist seine Bedeutsam-
keit im Bewusstsein so sehr verankert. Und dennoch bedarf es eines 
Bewusstseinswandels. Denn das blaue Element, unser Lebenselixier , 
durchlebt gemeinsam mit uns den Wandel der Zeit, den Wandel der Gezei-
ten und ist trotz seiner Macht auf unsere Hilfe angewiesen, so wie wir auf 
seine Verfügbarkeit, von der wir bisher wie selbstverständlich umgeben 
und verwöhnt waren. Denn der stetige Wandel hat sich gewandelt. Aus 
dem Klima, dem ehemals unauffälligen Begleiter , mal mehr , mal weniger , 
aber stets erträglich, ist inzwischen ein unangenehmer , anstrengender 
Gefährte geworden, im Klimawandel ist er nicht mehr derselbe.
Auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist schon lange nicht mehr die-
selbe. Seit 25 Jahren Wissenschaftsstadt, seit 2017 Digitalstadt Deutsch-
lands und seit September 2020 Modellprojekt Smart City Deutschland. 
Als eine von inzwischen 73 Kommunen erhielten wir einen klaren Auftrag 
für die kommenden Jahre: die Entwicklung von modellhaften, übertrag-
baren Smart-City-Lösungen mit Fokus auf das blaue Element.
Die Erde dreht sich. Schon immer . Das Leben ändert sich, alles ändert 
sich. Schon immer . In der Wissenschaftsstadt Darmstadt gelingt das 
Schritthalten mit Veränderungen sehr gut. Schon immer . Sogar so gut, 
dass wir nicht nur schritthalten, sondern teilweise vorangehen. In man-
chen Bereichen schon immer . In Darmstadt gegründete Firmen belegen 
dies, wie die Firma Merck. Mit ihren 350 Jahren fast schon immer . Es 
folgten weitere Gründungen, wie die von Röhm Plexiglas, Goldwell, Wella 
oder der Software AG.
Dank der exzellenten Lehre der hiesigen Hochschulen, der wissenschaft-
lichen Institutionen wie drei Fraunhofer-Instituten, des IWU, der ESA/
ESOC, Eumetsat und vieler weiterer Einrichtungen durchströmt die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt seit jeher ein Fluss an Innovationen. Darm-
stadt befindet sich sozusagen schon immer im Flow und verfügt über ein 
Meer an technischen und innovativen Kreationen, mit denen wir voller 
Dynamik kraftvoll an neue Ufer schwimmen und andere auf unserer Reise 
in die Zukunft im positiven Sinne mitreißen oder zumindest mitnehmen.  
Und genauso ist dieses Strategiepapier zu verstehen: als Einladung. Denn 
in der Wissenschaftsstadt Darmstadt nehmen wir unsere Bürgerinnen 
und Bürger beim Gestalten des Wandels mit. Schon immer . Steigen Sie 
ein, kommen Sie an Board, schwimmen Sie mit.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist gut aufgestellt und bereit, den er-
teilten Auftrag zu erfüllen, um gemeinsam mit Ihnen in den kommenden 
Jahren den Spieß umzudrehen: Nicht der Klimawandel begleitet uns, son-
dern WIR begleiten ihn, begegnen ihm, führen, leiten und gestalten ihn, 
den Klimawandel, mit all unseren Möglichkeiten. Welche wir bisher identi-
fiziert haben, erfahren Sie fürs Erste hier , in diesem Strategiepapier , einer 
für uns richtungweisenden Momentaufnahme. Und wie das Leben selbst 
unterliegt auch di eses Strategiekonzept einem stetigen Wandel, dessen 
Entwicklung wir mit positiver Spannung und Zuversicht entgegensehen. 
Wie immer .
Jochen Partsch
Oberbürgermeister der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt

6     Inhaltsverzeichnis
Einführung
Ausgangssituation
18 Stadtentwicklungs  politische Ziele
20 Vorhandene R essourcen
30 Urban Foresight
33 Handlungsbedarfe und Potenziale
Das Darmstädter Netzwerkmodell
38 Der Strategieprozess 
40 Partizipative Strategieerstellung und 
Beteiligungsformate
44 Ideenaufruf
Vision und  Darmstädter  Zukunftsbild  
47 Die Vision: Wie stellen wir uns Darmstadt als 
wassersensible Smart City vor?
48 Das Fundament der Vision: Die Nachhaltigkeitsziele 
der Vereinten Nationen und die Werte der Smart 
City Darmstadt
50 Das Darmstädter Zukunftsbild – Wassersensible 
Smart City
Anwendungsfelder
54 Die Anwendungsfelder für Schlaues Wasser 
Darmstadt
54 Monitoring und Messung der Ziele
56 Wasserkreisläufe in Quartier und Stadt  
Anwendungsfeld 1
62 Wasserdaten: Grundlagen, Potenziale und 
Nutzung 
Anwendungsfeld 2
68 Wasserkommunikation und bewusstes Handeln  
Anwendungsfeld 3
7 4 Umgang mit Digitalisierung und Daten
Inhalt

7Smart-City-Strategie   
Ab Seite 112 finden Sie ein 
Glossar mit Fremdwörtern 
und FachbegriffenRoad Map 
80 Blaues Band – blau-grüne Infrastruktur für 
multifunktionale Stadträume
Maßnahme 1
82 (Wasser-)Stadtlabor
Maßnahme 2
83 Wassersensible Quartiere und Gebäude
Maßnahme 3
84 Datenstrategie und -management
Maßnahme 4 
85 Hitzevorsorge durch Wasser
Maßnahme 5
86 Vivarium als Showroom für grün-blaue Orte
Maßnahme 6
87 Smarte Bewässerung von Stadtgrün
Maßnahme 7
88 Blaue Orte – Bausteine einer blauen 
Infrastruktur in den Stadtteilen 
Maßnahme 8
90 Räumliche Verortung der Maßnahmen in 
Darmstadt
92 Smart-Water-Toolkit
Verankerung in Stadt und Verwaltung
96 Governance in der Smart City Darmstadt  
99 Wissenstransfer und Austausch
102 Monitoring und Evaluation
104 Ausblick
Anhang
108 Quellenverzeichnis
112 Glossar
122 Endnoten
125 Impressum

8     Zusammenfassung
Dieses Strategiepapier zum Schlaues-Wasser-Projekt zeigt Ihnen, wie 
alles begann, wie die Ausgangssituation heute ist, welche Voraus -
setzungen erfüllt werden müssen, welche Vision samt den Maßnahmen 
erreicht werden soll und wie diese Ziele umgesetzt werden.
Zusammenfassung

9Smart-City-Strategie   
Im September 2020 erhielt die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt vom damaligen Bundesministerium des 
Innern, für Bau und Heimat den Titel „Modellprojekt 
Smart City“. Als eine von inzwischen 73 Kommunen 
war die Wissenschaftsstadt Darmstadt in der zweiten 
Staffel erfolgreich.
Ziel dieser Ausschreibung war und ist es, gemein-
sam mit ausgewählten Kommunen modellhafte und 
vor allem übertragbare Smart-City-Strategien zu 
entwickeln. Auf diese Weise soll den typischen He-
rausforderungen repräsentativer stadtentwicklungs-
politischer Probleme wie dem demografischen 
Wandel, der Energie- und Mobilitätswende, Migration 
und Inklusion oder der doppelten Innenentwicklung 
begegnet werden. Insgesamt standen zwei Jahre für 
die Erstellung der Strategie zur Verfügung. Nun geht 
es im Anschluss daran für fünf Jahre in die Umset-
zung der konzipierten Lösungsvorschläge und Maß-
nahmen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen und Herzstück des 
Programms Modellprojekt Smart City (MPSC) ist der 
Anspruch eines neuen Verständni sses de s Gemein-
wohls, denn die von den Städten entwickelten Lösun-
gen sollen für alle zugänglich, verständlich und nach-
haltig nutzbar sein. Auch nach Ablauf der Förderzeit.
Der erfolgreich bewilligte Antrag behandelte die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt ursprünglich als voll-
ständig entwickelte und transparente Netzwerkstadt, 
denn nach der Gründung der Digitalstadt GmbH im 
Rahmen des 2017 gewonnenen Wettbewerbs des 
Bitkom e. V. waren viele Lösungen entwickelt worden, 
Folglich erhielt unser 
Smart-City-Projekt 
den Titel: 
die es nun intelligent und vor allem transparent zu 
vernetzen galt, um den Bürgerinnen und Bürgern 
einen besseren Zugang zu ermöglichen. Wie für kom-
plexe Projekte und Prozesse üblich blieb es nicht bei 
der ursprünglichen Ausgangssituation. Weitere wich-
tige Erkenntnisse wurden bei genauerer Betrachtung 
und einer Bestandsaufnahme lokaler Gegebenheiten 
hinzugewonnen.
Es galt daher , den Fokus auf die Dringlichkeit und 
Relevanz von in Darmstadt zu lösenden Herausforde-
rungen zu legen, um so den größtmöglichen Nutzen 
aus der bewilligten Fördersumme im Sinne des Ge-
meinwohls zu schöpfen. Die immer häufiger auftre-
tenden Extremwetterereignisse wie Starkregen und 
Hitze sowie die immer länger andauernden Trocken-
perioden identifizierten die Wissenschaftsstadt Darm-
stadt schlussendlich als wasserarme Stadt. Somit 
wurde der ursprüngliche Antragsgegenstand um ein 
wichtiges Handlungsfeld erweitert: das Element Was-
ser als neuer Schnittstellenschwerpunkt auf der Me-
taebene, um von dort aus in alle relevanten Bereiche 
der Stadtentwicklungsprozesse integriert zu werden, 
auf schlaue Art und Weise mitgedacht, berücksichtigt 
und, wo möglich, mitgeplant. 
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern möch-
ten wir im Verlauf der kommenden Jahre ein neues, 
schlaues Bewusstsein, einen schlaueren Umgang und 
ein besseres, schlaueres Verständnis von Wasser eta-
blieren, um am Ende im Ergebnis im gesamten Stadt-
gebiet von „schlauem Wasser“ umgeben zu sein.

1
Einführung

12     Einführung
ZUKUNFT ZU GESTALTEN, 
IST UNSERE TRADITION
„Darmstadt ist eine wasserarme Stadt.“ Mit dieser Aussage des im Juni 2020 
gestellten Antrags, mit diesem Narrativ, war das Schlaues-Wasser-Projekt 
angestoßen und eine weitere Gestaltungsreise Richtung Zukunft stand bevor. Auf 
den ersten Blick keine für die Wissenschaftsstadt Darmstadt unübliche Situation, 
denn „Zukunft zu gestalten, ist unsere Tradition“ – so die für Darmstadt passende 
Überschrift auf der Titelseite des ursprünglichen Antrags.
Der Titel bezieht sich nicht nur auf die jahrzehntelange 
Entwicklung zahlreicher Innovationen und Produkte 
in Darmstadt. Auch die Gründung vieler Unterneh-
men aller Branchen und ein enormer Zuwachs in der 
Bevölkerung allgemein sowie an Studierenden, Fach-
bereichen und wissenschaftlichen Einrichtungen sind 
zu verzeichnen. Die Stadt kann zahlreiche wissen-
schaftliche wie wirtschaftliche Erfolge vorweisen und 
verfügt über einen hohen Internationalisierungsgrad.
Ziel des ursprünglichen Antrags war es deshalb, die 
vielfältigen Akteure und Leitbranchen samt all den 
Digitalisierungsprojekten, die sich im Lauf der Zeit in 
einer schier unglaublichen Komplexität am Standort 
angesiedelt hatten, in Beziehung zueinander zu set-
zen und die vielen Insellösungen auf smarte Art und 
Weise miteinander zu vernetzen – transparent und für 
alle erkennbar , verständlich und vor allem nutzbar . 
Dank der existierenden Vielfalt, der positiven Dyna mik 
und eines starken Netzwerks, dessen Ver netzungsgrad 
seinesgleichen sucht, erhielt und gewann die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt diverse Titel und wurde fünf-
mal in Folge zur Zukunftsstadt Deutschlands gewählt.
Die Ausgangsbedingungen waren aufgrund der  bereits 
existierenden Digitalstadtstrategie, des Master plans 
2030 und der vorhandenen digitalen Infrastruktur 
sehr gut, denn der Akteurskreis ist seit Jahren ein ein-
gespieltes Team. Gegenseitiges Vertrauen und eine 
wohlwollende Haltung prägen das Miteinander . 
Ein wahrlich buntes und reges Treiben mit vielen pul-
sierenden Leitbranchen und einem quirligen, agilen, 
impulsiven Geschehen, wohin man blickt. Es tut sich 
was in dieser Stadt der Vielfalt, in dieser Schwarm-
stadt. Sie ist ein Ort voller Leben in Bewegung, mit 
zahlreichen Grünanlagen und kurzen Wegen.
So viel zur Wahrnehmung auf den ersten Blick. Dieser 
ändert sich üblicherweise bei genauerem Hinsehen. 
Ist die Bewältigung einer digitalen Komplexität tat-
sächlich die wichtigste Herausforderung, die wir dank 
der Förderung nun angehen können? Natürlich nicht. 
Attraktivität zieht alles an. Nicht nur Aufmerksamkeit, 
Interesse, Menschen und Unternehmen. Nein, wirt-
schaftliche Prosperität konfrontiert Stadtentwicklung 
auch mit einem hohen Bedarf an knappen R essour-
cen: ausreichend Platz für Wohnen, Lernen, Arbeiten, 
Spielen, Verweilen, Mobilität, Leben und Freizeit-
gestaltung im Grünen.
Doch Moment. Der zweite Blick zeigt: So grün ist die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt gar nicht mehr . Die 
Sommer der letzten Jahre haben es gezeigt, der 
Klimawandel ist auch bei uns angekommen. Er zeigt 
sich in zunehmenden Wetterextremen. Darmstadt ist 
durch seine Lage im Oberrheingraben besonders von 
Klimawandelfolgen wie Hitze und Trockenheit betrof-
fen. Die Sommer werden heißer , Dürreperioden neh-
men zu und die Winter werden trockener . 
Einführung

Doch Moment. Der 
zweite Blick zeigt: 
So grün ist die 
Wissenschafts  stadt 
Darmstadt nicht mehr. 
. 
  13Smart-City-Strategie   
Der Deutsche Wetterdienst konstatiert, dass Darm-
stadt die wärmste Stadt in Hessen im Jahr 2021 war .1  
Die Folgen des Klimawandels sind längst spürbar und 
sichtbar in vertrockneten Bäumen im Westwald, Hitze-
Hotspots in der Innenstadt, Starkregen und Über-
schwemmungen im Luisencenter .
Wie viele andere Kommunen liegt die Wissenschafts-
stadt Darmstadt nicht an einem großen Fluss. Das 
Trinkwasser bezieht Darmstadt aus dem Grundwasser 
im Hessischen Ried. Von dort erhalten auch andere 
Großstädte und Landwirte der Rhein-Main-Region 
ihr Trinkwasser . In langen Trockenzeiten sinkt der 
Grundwasserspiegel, dies kann zu Nutzungskonflikten 
führen. Sinkende Grundwasserstände, eingeschränk-
te oder unterbrochene Wasserversorgung, Wasser-
verschmutzung und -verschwendung, Gewässer , die 
wegen zu hoher Temperaturen zu kippen drohen: 
Darmstadt steht mit der Herausforderung, einen Um-
gang mit Wasser zu finden, der die Folgen des Klima-
wandels abfangen kann, nicht alleine da. 
Einen bewussten, schlauen Umgang mit der Ressource 
Wasser zu etablieren und alle Bürgerinnen und Bürger 
dazu zu befähigen, ein wassersensitives Verständnis 
im Alltag anzuwenden, wird die grundlegende Aufgabe 
aller Städte sein und erst recht derer , die wie Darm-
stadt wasserarme Städte sind. Diese sinnstiftende 
Erkenntnis ist ein weiterer Ansporn, der vorliegenden 
Aufgabe gerecht zu werden, denn das Ergebnis hilft 
nicht nur dem eigenen Standort, sondern auch allen 
anderen Kommunen. 
Wasser ist neben der Luft zum Atmen die wichtigste 
Ressource und Grundlage allen Lebens. Aus diesem 
Grund ist ein nachhaltiger , umsichtiger Umgang mit 
Wasser unausweichlich und die Entwicklung von Lö-
sungen erforderlich, durch die eine Stadt im Umgang 
mit dem Klimawandel gut aufgestellt, vorbereitet 
und agil genug ist, um den Wandel nicht nur weitest-
gehend folgenfrei zu begleiten, sondern diesem auch 
entgegenzusteuern.
Mit dem Projekt Schlaues Wasser Darmstadt über-
nimmt die Wissenschaftsstadt Darmstadt das Steuer , 
setzt die Segel und nimmt das Ruder in die Hand, in-
dem die Potenziale der Digitalisierung, Wasserstruk-
turen schlau und zukunftsfähig zu gestalten, genutzt 
werden, statt die Wasserentwicklung dem Klima-
wandel zu überlassen. Darmstadt wird zur Smart City 
mit schlauem Wasser . 
Der Begriff „Smart Water“ (zu Deutsch „Schlaues 
Wasser“) steht für intelligente Wassertechnologien. 
Ihre Einführung ermöglicht es, Wasserversorgungs-
systeme dem Klimawandel anzupassen. 
Eine wasserschlaue Smart City braucht 
also schlaue (Infra-)Strukturen und 
innovative Lösungsansätze. Durch 
die Nutzung von Daten und moder-
nen Technologien, wie Künstlicher 
Intelligenz (KI), maschinellem Lernen, 
Apps und Sensorik/Aktorik, können 
das urbane Wassermanagement und 
Wasserdienstleistungen (als Teil der 
Daseinsvorsorge) verbessert werden. 
Wasserkreisläufe ganzheitlich zu be-
trachten, um sie nachhaltiger und effizienter gestal-
ten zu können, das ist der Ansatz der vorliegenden 
Strategie.

14     Einführung
Die vorliegende Smart-City-Strategie mit dem Ti-
tel Schlaues Wasser Darmstadt zeigt auf, wie dies in 
Darmstadt gemeinsam mit allen Partnern und der 
Bürgerschaft gelingen kann. Gemeinsam werden wir 
zu wasserschlauen Bürgerinnen und Bürgern und ent-
wickeln einen kompetenten und bewussten Umgang 
mit der Ressource Wasser samt neuen technischen 
Anwendungen.  
Die Strategie stellt Wasser als verbindendes Element 
auf die Metaebene, um bestehende Ansätze im Be-
reich der Stadtentwicklung mithilfe moderner Tech-
nologien und innovativer Ansätze im Sinne einer 
klima resilienten Funktion zusammenzubringen und 
zu erweitern.
Im dritten Teil …
werden dazu schließlich Maßnahmen vorgestellt, die 
bis Ende 2027 umgesetzt werden sollen. Dabei spielt 
die Einbindung der gesamten Stadtbevölkerung von 
Beginn an eine wichtige Rolle. Spürbare Mehrwerte 
sollen nicht erst am Ende der Projektlaufzeit, sondern 
über den gesamten Prozessverlauf generiert, fort-
gesetzt und weiterentwickelt werden, um auf diese 
Weise die Resilienz nachhaltig und kontinuierlich zu 
steigern.
Im zweiten Teil …
wird die Vision vorgestellt, die das zukünftige Darm-
stadt skizziert. Aus der Vision werden Anwendungs-
felder entwickelt, die konkrete Ziele aufzeigen, um 
sich der Vision anzunähern. Kriterien werden darge-
stellt, die die Ziele greifbar und messbar machen. Aus 
Zielen sollen erreichbare Meilensteine werden. 
Der erste Teil …
blickt auf die aktuelle Ausgangs-
situation, identifiziert Handlungs-
bedarfe und Potenziale und stellt 
das methodische Vorgehen der 
Strategieerstellung vor .
Ziel dieser Strategie ist es daher aufzuzeigen, wie 
die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Potenziale der 
vorhandenen Digitalisierung anpassen, erweitern und 
einsetzen kann:
a. um die Lebensqualität für ihre Einwohnerschaft 
auch in Zukunft zu erhalten und zu verbessern
b. um die Herausforderungen im Bereich einer 
klimaresilienten Stadtentwicklung schlau zu 
 bewältigen
c. um sich Gestaltungsfreiheit in einer sich rapide 
verändernden Welt zu bewahren
Die Strategie ist in drei Teile gegliedert:

Ausgangssituation
und abgeleitete 
Handlungsbedarfe
Darmstadt – die Wissenschafts-, Digital-
und Netzwerkstadt 
2

16     Ausgangssituation
Von der Schwarmstadt 
zur Schwammstadt 
Bürgerevent zum Projekt Schlaues Wasser Darmstadt in und vor der 
Centralstation Darmstadt. Quelle: Digitalstadt Darmstadt GmbH / J. Mai

17Smart-City-Strategie   
Ein weiteres Ziel dieser Smart-City-Strategie ist es, zur 
Erfüllung der Stadtentwicklungsziele der Stadt Darm-
stadt beizutragen. Darmstadt soll sich lebenswert und 
zukunftsfähig entwickeln. Die Strategie leistet diesem 
Anspruch Folge, indem sie aufzeigt, welchen Beitrag 
digitale Maßnahmen und clevere Ansätze zur Errei-
chung der Ziele leisten können.
Um zu ermitteln, welche Herausforderungen und Auf-
gaben eine Smart-City-Strategie adressieren soll und 
welche Anforderungen digitale Maßnahmen erfüllen 
müssen, bedarf es einer Analyse der Ausgangssituation.
Das vorliegende Kapitel beschreibt diese und greift da-
für die übergeordneten stadtentwicklungs politischen 
Ziele auf, identifiziert vorhandene Ressourcen und 
zeigt, wo bereits Digitalisierungsmaßnahmen unter-
stützend eingesetzt werden. Anschließend werden 
mittels der Urban-Foresight-Methodik zukünftige 
Entwicklungen und Trends beleuchtet. Diese werden 
wie ein Filter über die Erkenntnisse der Ausgangs-
situation gelegt, um aufzuzeigen, welche Herausfor-
derungen und Potenziale die vorliegende Smart- City-
Strategie besonders adressieren sollte, um aus der 
Schwarmstadt Darmstadt eine Schwammstadt mit 
Modell charakter werden zu lassen. 
 
Das übergeordnete Ziel des Modellprojekts Smart City ist es, mit 
dieser Strategie dem mit der Förderbewilligung erhaltenen Auftrag 
im Sinne des Gemeinwohls aller Kommunen durch modellhafte 
Smart-City-Lösungen mit Fokus auf Smart Water gerecht zu werden.
Ausgangssituation
Abbildung 1: Vorgehen zur 
Analyse der Ausgangssituation
Herausforderungen und Potenziale 
der Smart-City-Strategie
Ausgangssituation
Ressourcen und stadtentwicklungspolitische Ziele
Konzepte und
Strategien
Akteure und
Fachkompetenzen
Infrastrukturen
(IKT + Wasser)
Städtische Daten
und Architekturen
Bestehende
Digitalisierungs-
maßnahmen
TECHNOLOGISCH
Künstliche Intelligenz, 
Informations-
Sicherheit
ÖKOLOGISCH
Klimawandel,
Ressourcen-
knappheit
GESELLSCHAFTLICH
Demografischer
Wandel, vielfältige 
Gesellschaft
WIRTSCHAFTLICH
New Work, Start-up-
Kultur, Kreislauf-
Wirtschaft
POLITISCH
Bürgerzentrierte Stadt, 
Smart City
Urban Foresight (Zukunftstrends)

18     Ausgangssituation
1
Stadtentwicklungs -
politische Ziele
Die Smart-City-Strategie nutzt die stadtentwicklungs-
politischen Ziele als Referenzrahmen. In Darmstadt 
sind diese Ziele unter anderem im Masterplan 
2030+ festgehalten. Dieser zeigt die integrierte 
gesamtstädtische Strategie für die zukünftige 
Entwicklung Darmstadts auf. 
Drei Kernziele werden in Form von Handlungsfeldern 
identifiziert. Die drei Kernziele werden mit zusätzlichen 
untergeordneten Zielen weiter ausdefiniert. Die the-
matisch relevanten Unterziele werden im Folgenden 
im Masterplan 2030+  zusammengefasst.
Kernaussagen der drei stadtentwicklungs-
politischen Ziele aus dem Masterplan 2030+
• Entwicklung, Vernetzung und Verdichtung grüner 
Infrastrukturen und Wasserflächen 
• Stadtnatur und Waldbestand erhalten und stärken 
(Hitzeinseln vermeiden, wassersensible Flächen-
entwicklung ausbauen, blaue Infrastruktur für 
gutes Stadtklima und Biodiversität, Gewässer-
schutz stärken, Wasserbecken, Brunnenanlagen 
und Fassaden/Dachbegrünung nutzen)
• Stadtraum mehrfach nutzbar machen (Grünraum-
offensive starten und alle Flächen nutzen)
• Wassersensible Stadtentwicklung (Schwammstadt)
Räumliche Verortung
Ganzstädtisch, Schlüsselraum Südband (Bessungen-
Süd): Vernetzung und Verdichtung von grüner und 
blauer Infrastruktur um die Kernstadt, Grünzüge und 
Wasser schützen und entwickeln, Hitze-Hotspots ver-
meiden und Kaltluftbahnen erhalten.
Für die Smart-City-Strategie bedeutet dies:
Digitalisierung kann helfen, um Informationen zu 
 erheben, zu analysieren und sichtbar zu machen. 
Dazu braucht es Informationen zu:
• benötigten Daten/Informationen, Stadtnatur und 
Klima zu schützen
• Orten mit dringendem Handlungsbedarf 
• benötigten Daten, um Handlungsbedarfe zu 
 bedienen
• der Art und Weise, wie moderne Technik bürger-
freundlich und gerecht eingesetzt werden kann
Stadtnatur und Klima nachhaltig schützen
Darmstadt nutzt seine Ressourcen und Flächen verantwortungsvoll
Masterplan 2030+
Für die Smart-City- Strategie 
relevante stadtentwicklungs-
politische Ziele

19Smart-City-Strategie   
2
3
Kernaussagen der drei stadtentwicklungs-
politischen Ziele aus dem Masterplan 2030+
• Förderung und Nutzung digitaler Infrastrukturen
• Vernetzung von Daten stärken
• Nutzbarmachung der Daten für Bürger
• Datensouveränität über eigene Daten und dazu 
Aufklärung der Bevölkerung 
• Stadtwirtschaft der Zukunft entwickeln
• Räume für Kunst und Kultur sicherstellen: Verbin-
dung Wissenschaft und Kreativwirtschaft stärken
Räumliche Verortung
Ganzstädtisch, Schlüsselraum Rheinstraße: Erhalt 
der Platanenallee als grüner Korridor vom Westwald 
in die Innenstadt sowie Erhalt/Entwicklung der Grün-
räume auf der Südseite der Rheinstraße bis Albert-
Schweitzer-Anlage.  
Kernaussagen der drei 
stadtentwicklungspolitischen Ziele aus dem 
Masterplan 2030+
• Frei- und Grünflächen in Quartieren aufwerten
• Gemischte Sozialstrukturen und Teilhabe fördern
• Quartierszentren stärken und zu neuen Ankern 
im Quartier gestalten durch Aufwertung der 
Aufenthaltsqualität durch grüne und blaue Infra-
strukturen
• Gewässer- und Waldgebiete erlebbar machen
• Darmstadts Qualitätsstandards für Quartiere um-
setzen
Räumliche Verortung
Ganzstädtisch, Schlüsselraum Pallaswiesenviertel: sys-
tematische Begrünung und Entsiegelung, Vernetzung 
der Grünräume und Wasserflächen, Verminderung 
der Hitzeinseln, vielfältige Angebote für Bürgerschaft. 
Digitalstadt: Chancen nutzen, Risiken minimieren, Daten sichern
Darmstadt stärkt Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie
Für die Smart-City-Strategie bedeutet dies:
Verschiedene Daten werden in Darmstadt bereit-
gestellt. Im Sinne der Datensparsamkeit gilt es heraus-
zufinden, welche Daten es braucht und wie diese in 
Verbindung gebracht werden sollen, um einen Mehr-
wert zu kreieren. 
Des Weiteren gilt es darauf zu blicken, welche Daten 
den Bürgerinnen und Bürgern wirklich offen zur Ver-
fügung gestellt werden können. 
Zusätzlich sollten Bedenken aus der Bevölkerung zur 
Nutzung der Daten identifiziert und adressiert werden.
Mehrwerte für die Stadt und die Gesellschaft schaffen
Darmstadts Quartiere sichern Lebensqualität und Teilhabe
Für die Smart-City-Strategie bedeutet dies:
Wie kann Digitalisierung im Quartier eingesetzt 
werden, um die Lebensqualität zu verb essern? Die 
Strategie soll darauf durch folgende Aspekte eine 
Antwort geben: 
• soziale Entwicklungen (wie bspw. den Digital 
Divide) berücksichtigen
• aufzeigen, wie digitale Technologien eingesetzt 
werden können, um die Teilhabe der Bürgerschaft 
zu stärken 
• Werte festlegen, die den Menschen in den Mittel-
punkt digitaler Maßnahmen stellen

20     Ausgangssituation
Konzepte aus 
dem Bereich 
Stadtentwicklung
• Masterplan 2030+
• Stadtwirtschaftsstrategie 2025
• Koalitionsvertrag
Konzepte zum 
Klimaschutz
• Klimaschutzplan 2035
• Zukunftsplan Wasser des 
Landes Hessen
Vorhandene Ressourcen
Darmstadt ist zugleich Kulturstadt, Wissenschaftsstadt, Digitalstadt 
und Netzwerkstadt. Aus diesem Nährboden speisen sich vorhandene 
Ressourcen in Form von Konzepten, Strategien, Akteursnetzwerken 
und (Fach-)Kompetenzen. Hinzu kommen bestehende relevante 
Infrastrukturen und Digitalisierungsmaßnahmen. Gemeinsam 
bilden sie die tragenden Säulen, auf denen nun die Smart-Water-
Strategie aufbaut. Die wichtigsten Ressourcen werden im Folgenden 
überblicksartig vorgestellt.
Konzepte aus dem 
Bereich Digitalisierung
• Digitalstrategie der Digitalstadt 
Darmstadt
• Open-Data-Strategie
• Ethische Leitlinien zur 
Entwicklung Darmstadts zur 
Digitalstadt
KULTURSTADT, 
WISSENSCHAFTSSTADT,
DIGITALSTADT UND 
NETZWERKSTADT
Vorhandene Konzepte 
und Strategien
Abbildung 2: Übersicht über bestehende 
relevante Konzepte; Quelle: eigene Darstellung

21Smart-City-Strategie   
2022 beschlossen Magistrat und Stadtverordneten-
versammlung den Klimaschutzplan 2035 und einen 
Maßnahmenkatalog. Der Klimaschutzplan stellt 
drei Ziele auf: CO
2-Neutralität, Klimaneutralität und 
Treibhausgas-Neu tralität. Zusätzlich wird ein Fokus 
auf die Notwendigkeit der Klimawende – bzw. „die vier 
Wenden“ bestehend aus der Energiewende, der Wär-
mewende, der Verkehrswende und der Konsumwende 
– gelegt. Schließlich werden zielführende Maßnahmen 
dargestellt. Anknüpfungspunkte bzw. mit der Smart-
City-Strategie übereinstimmende Ziele lassen sich im 
Bereich der Wärmewende z. B. in der Umweltwärme-
nutzung aus Grundwasser oder Abwasser und dem 
Transformationsziel „Klimagerechte Stadtplanung/
Stadtentwicklung“ identifizieren. 
Aus Sicht des Magistrats der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt gilt grundsätzlich Klimaschutz vor Klima-
anpassung. Dennoch kommt auch der Klimaanpas-
sung eine immer größere Rolle in der Stadtplanung 
und Stadtentwicklung zu. Die Klimaanpassung wird 
u. a. durch ein in den kommenden Jahren aufzustel-
lendes integriertes Klimaanpassungskonzept verfolgt. 
Das Klimaanpassungskonzept und die Smart-City-
Strategie verfolgen gemeinsame Zielsetzungen. Sie 
sollen sich gegenseitig ergänzen und positive syn-
ergistische Effekte erzeugen, wobei die Smart-City-
Strategie insbesondere das Themengebiet Wasser in 
den Fokus stellt.
Der Zukunftsplan Wasser des Landes Hessen konsta-
tiert, dass durch Klimawandel und Demografie die 
Bewirtschaftung und Sicherstellung der Wasserver-
sorgung vor große Herausforderungen gestellt wird. 
Durch den Klimawandel bildet sich weniger Grund-
wasser, die Verfügbarkeit der Ressource  Wasser 
und Konflikte darum werden sich verschärfen. Der 
 Zukunftsplan formuliert Anforderungen und Maß-
gaben des vorsorgenden Schutzes der Wasser-
ressourcen sowie Rahmenbedingungen für die lang-
fristige Sicherstellung der Wasserversorgung und 
einer  effizienten Wassernutzung. 
Dazu werden Handlungsschwerpunkte mit den jewei-
ligen Maßnahmen benannt. Zu diesen gehören die 
Sicherung und Verbesserung der Ressourcenquali-
tät, die Sicherstellung einer eff izienten Ressourcen-
nutzung und -verwendung sowie ein länderüber-
greifendes Ressourcenmanagement (z. B. über eine 
Verbesserung der Datengrundlage zum länderüber-
greifenden Wass erressourcen-Management sowie 
Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen 
zu Wasserressourcen für Behörden, Wassernutzende 
und Fachöffentlichkeit).
Konzepte zum Klimaschutz
Die städtischen Betriebe sind relevant für die Erbrin-
gung der kommunalen Daseinsvorsorge und die Erhal-
tung der Lebensqualität in Darmstadt. Gemeinsam mit 
ihren Beteiligungen entwickelte die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt die Stadtwirtschaftsstrategie 2025.
Kern der Strategie ist das Leitbild der Stadtwirtschaft 
mit den Zielen
2:  
• Sicherstellung von Kernleistungen der Daseinsvorsorge
• Minimierung der Kosten für die Stadt
• Selbstverständnis als erfolgreiche Unternehmen
• verantwortungsvoller Arbeitgeber
• Wissenschaftsnähe und Innovation
• Transparenz gegenüber Bürgerinnen und Bürgern
• Beitrag zur sozialen Stabilität
• Wertschöpfung für die Bürgerschaft in Stadt und 
Region
• Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit
Die benannten Ziele stehen in Übereinstimmung mit 
den Zielen der Stadtentwicklung sowie mit der Ziel-
setzung der Transparenz und Nachhaltigkeit der 
Smart-City-Charta
3 (siehe dazu das Kapitel „Das 
 Fundament der Vision“, S. 46 f.). Für Informationen 
zum Masterplan 2030+ siehe Kapitel „Stadtentwick-
lungspolitische Ziele“, S. 18 f.
Darüber hinaus wurde der Koalitionsvertrag für die 
Legislaturperiode 2021–2026 von den Koalitionspar-
teien Bündnis 90/Die Grünen Darmstadt, CDU sowie 
Volt Partei verabschiedet. Als Kernaufgabe wird die 
Gewährleistung der Zukunftsfähigkeit durch einen 
holistischen Klimaschutzansatz beschrieben. Klima-
schutzaktivitäten sollen weiter gestärkt und ausge-
baut werden. Digitalisierung wird in Darmstadt nicht 
den Großkonzernen überlassen, sondern – sofern 
möglich – selbst gestaltet. Zugleich soll der Einsatz 
der Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit in der Um-
welt- und Klimapolitik sorgen. 
Konzepte aus dem Bereich Stadtentwicklung

22     Ausgangssituation
Ein relevanter Strategiebaustein ist die Digitalstrategie 
der Digitalstadt Darmstadt (2020).4 In dieser wird ein 
Handlungsrahmen entwickelt, der alle digitalen Vor-
haben in einem Gesamtkonzept integriert. Vor allem 
das Handlungsfeld „Umwelt“ beschreibt mit der Maß-
nahme „Smart Water“ (Einsatz von Sensorik zur Mes-
sung von Überflutungsgefahr , Abwasser und Wasser-
qualität) bereits sehr relevante Ansätze. Diese werden 
innerhalb der Strategie Schlaues Wasser aufgegriffen 
und weiterentwickelt. 
Auch im Handlungsfeld „Gesellschaft“ werden mit 
den Projekten „Bürgerbeteiligungsplattform“, „Digi-
tales Stadtlabor“, „Digital für alle“ und „Datenvisua-
lisierung“ wichtige Grundbausteine gelegt, auf denen 
diese Strategie aufbauen wird. Zusätzlich behandelt 
die Digitalstrategie einige grundlegende Digitalisie-
rungsthemen wie Cybersicherheit und digitaler Kul-
turwandel, die die Strategie Schlaues Wasser auf-
greift, jedoch nicht selbst ausführlich behandelt.
Wie geht Darmstadt mit seinen Daten um? Darm-
stadts Open-Data-Strategie (2020)
5 ist ebenfalls von 
großer Bedeutung für die vorliegende Smart-City-
Strategie, da sie eine Grundlage für die systematische 
Bereitstellung von Daten in Darmstadt schaffen soll. 
Darin werden unter anderem elf Open-Data-Grund-
sätze für den Umgang mit offenen Daten festgelegt. 
Darmstadt setzt auf Datensparsamkeit. Es sollen nicht 
einfach möglichst viele Daten veröffentlicht werden, 
sondern genau diejenigen, die einen Mehrwert bringen. 
Die Datenplattform der Wissenschaftsstadt,
6 das 
Open-Data-Portal und das Geo-Informationssystem 
(GIS)
7 werden als zentrale Elemente für den Um-
gang mit und das Bereitstellen von Daten identifiziert 
(siehe Kap. „Die vorhandenen (IKT- und Wasser-)Infra-
strukturen“, S. 25 ff.). 
Ein verantwortungs- und sinnvoller Umgang mit 
Daten spielt für die Strategie Schlaues Wasser eine 
große Rolle. Die Open-Data-Grundsätze aus der Open-
Data-Strategie werden daher berücksichtigt.
Konzepte aus dem Bereich Digitalisierung
Open-Data-Grundsätze
• Keine dem Datenschutz unterliegenden  /
keine personenbezogenen Daten werden 
veröffentlicht
• Die Datensätze sollen so vollständig wie 
möglich veröffentlicht werden (im Rohformat 
inkl. Metadaten)
• Die Datensätze sollen der Öffentlichkeit 
innerhalb eines angemessenen Zeitraums 
zugänglich gemacht werden
• Die Datensätze sollen ohne physische und 
technische Hürden barrierefrei zugänglich 
sein
• Informationen sollen in etablierten 
Dateiformaten abgespeichert werden, die 
maschinenlesbar sind 
• Jede Person soll zu jedem Zeitpunkt Zugriff 
auf die Daten haben, ohne sich dabei identi-
fizieren/registrieren oder eine Rechtferti-
gung für ihr Handeln abgeben zu müssen
• Verwendung offener Standards
• Die Daten werden für die Allgemeinheit 
ohne Restriktionen oder Barrieren zugäng-
lich gemacht
• Die online gestellten Informationen sollen 
über eine längere Zeit hinweg verfügbar sein
• Es werden keine Nutzungskosten für den 
Zugriff oder die Verwendung der Daten 
erhoben
• Die Daten sollen in hochwertiger Qualität 
erfasst und veröffentlicht werden

23Smart-City-Strategie   
Welche Daten aus dem Wasserbereich offen zur Ver-
fügung gestellt werden können, um einen Mehrwert 
für Darmstadt zu erzeugen, ohne Sicherheitsrisiken 
für kritische Infrastrukturen zu offenbaren, wird im 
Rahmen der Smart-City-Strategie geklärt und mit der 
Konzipierung und Umsetzung der Maßnahmen regel-
mäßig überprüft.
Die „Ethischen Leitplanken für die Entwicklung Darm-
stadts zur Digitalstadt“ (2019) wurden vom Ethik- und 
Technologiebeirat der Digitalstadt Darmstadt verab-
schiedet. Sie beschreiben, wie digitale Technologien 
zum Nutzen der Menschen entwickelt und eingesetzt 
werden sollen.
Die Strategie Schlaues Wasser baut auf diesen Grund-
sätzen auf und folgt ihnen. Zusätzlich ergänzt sie, wo 
es möglich ist, den Ansatz des Open Knowledge. Ins-
besondere im Bereich Schlaues Wasser gilt es heraus-
zufinden, wie Datenschutz und Veröffentlichung von 
Daten bzw. Transparenz vereinbart werden können.
Ethische Leitplanken für die Entwicklung 
Darmstadts zur Digitalstadt (2019)
• Gemeinwohlverpflichtung
• demokratische Kontrolle
• Verantwortung und Transparenz
• diskriminierungs- und barrierefreier Zugang zu 
Dienstleistungen 
• Souveränität von Stadt und Bürgerschaft
• Datenschutz 
• Veröffentlichung von Daten
• Technikfolgenabschätzung und Nachhaltigkeit 
• Gewährleistung der Infrastruktursicherheit

24     Ausgangssituation
Die Akteure und (Fach-)
Kompetenzen der 
Wissenschafts- und 
Netzwerkstadt 
Mit mehr als 30 wissenschaftlichen Einrichtungen und 
forschenden Unternehmen trägt Darmstadt seinem 
Namen als Wissenschaftsstadt Rechnung.
8 
Neben den wissenschaftlichen Einrichtungen spielen 
auch Unternehmen, die Verwaltung und organisierte 
Akteure der Bürgerschaft eine wichtige Rolle. Sie ver-
fügen nicht nur über relevantes Wissen und Kompe-
tenzen, sie stellen auch die Brücke zu den Bürgerin-
nen und Bürgern her . Sie gilt es zusammenzubringen 
und ihre Kompetenzen in die Gestaltung der Smart 
City einfließen zu lassen. Dafür wurden Akteure mit 
relevanten Kompetenzen identifiziert
9 und in die 
Strategie erstellung einbezogen. 
Die Fokusgruppen beraten zu den Themen rund um Schlaues 
Wasser Darmstadt. Quelle: Digitalstadt Darmstadt GmbH
Abbildung 3: Akteure und 
Fachkompetenzen Darmstadts
DIE
AKTEURE
Wirtschaft
Städtische
Betriebe und
VerwaltungZivile
Interessen-
vertretung
Wissenschaftliche 
Einrichtungen

25Smart-City-Strategie   
Die vorhandenen (IKT- und Wasser-)Infrastrukturen der 
Wissenschafts- und Netzwerkstadt
Darmstadt ist bereits in vielen Bereichen im Vergleich 
mit anderen deutschen Städten überdurchschnittlich 
gut aufgestellt. Im Smart City Index 2022 aller deut-
scher Großstädte des Bitkom e. V. belegt Darmstadt 
den zehnten Rang.
10 In diesem Abschnitt soll ein kurzer 
Überblick über die technische Ausgangssituation hin-
sichtlich IKT-Infrastruktur , Dateninfrastruktur , Um-
gang mit Daten und Smart-City-Anwendungsfällen 
gegeben werden, auf die Schlaues Wasser aufbaut. 
Darmstadt verfügt über eine überdurchschnittlich 
stark ausgebaute IKT-Infrastruktur . Glasfasernetze 
sind sowohl als öffentliche Kommunikationsnetze als 
auch als internes städtisches Netz sowie für die An-
bindung von Ampelanlagen umfangreich vorhanden. 
Laut Breitbandatlas stehen im Festnetz für 91 % der 
Haushalte Übertragungsgeschwindigkeiten von über 
200 MBit/s und für 81 % der Haushalte sogar über 
1.000 MBit/s zur Verfügung.
11 Zudem ist Darmstadt 
als 5G-Teststadt mit dem neuesten Mobilfunkstan-
dard bereits fast flächendeckend ausge-
stattet. Auch ein kostenfreies öffent-
liches WLAN („Wifi Darmstadt“) ist 
im gesamten innerstädtischen Be-
reich, in Kranichstein, Eberstadt 
und an einigen weiteren Stand-
orten eingerichtet. 
Ein flächendeckendes kommunales LoRaWAN (Long 
Range Wide Area Network) wurde bereits implemen-
tiert und steht somit für die Datenübertragung von 
Sensoren aus verschiedensten Anwendungsfällen 
zur Verfügung. Dieses zeichnet sich durch sehr 
hohe Reichweiten bei geringem Energieverbrauch 
für kleine Datenmengen, wie sie durch Smart-City-
Sensoren typischerweise erzeugt werden, aus. Da-
rüber können in Zukunft auch Sensoren aus dem 
Bereich Smart Water ihr e Mess daten senden. Den 
Kern der Dateninfrastruktur in Darmstadt bildet 
die städtische Datenplattform
12, die Anfang 2021 in 
Betrieb ging. Hier sind städtische Daten öffentlich 
zugänglich und werden für alle interessierten Akteu-
rinnen und Akteure visualisiert. Ein modulares und 
offenes Konzept mit unterschiedlichen Schnittstel-
len in Kombination mit einem hohen Datenschutz, 
Datenverschlüsselung und IT-Sicherheit bildet die 
Grundlage der Datenplattform. 
,
n einigen wei teren S tand
-
eingerichtet.
Abbildung 4: Datenplattform 
der Wissenschaftsstadt und 
Digitalstadt Darmstadt

26     Ausgangssituation
Zahlen, Daten, Fakten
Aktuell sind auf der Datenplattform z. B. Daten zu Ver-
anstaltungen, Abfallentsorgung, Verkehr oder Umwelt 
öffentlich einsehbar (siehe Abbildung 4). Ein freier 
Download ganzer Datensätze ist aktuell nur für Mobi-
litätsdaten möglich. Eine zusätzliche Open-Data-Platt-
form für diese Funktionalität ist allerdings bereits ge-
plant und soll Mitte 2023 in Betrieb gehen. Hier sollen 
statische Daten zur Verfügung stehen, während der 
Fokus der Datenplattform auf Echtzeitdaten liegt.    
Des Weiteren werden die Füllstände von Müll- und Alt-
glascontainern und die Sichttiefe im Badesee Großer 
Woog per Sensorik erfasst.    
Hinsichtlich des Umgangs mit Daten und Digitalisie-
rung legt Darmstadt großen Wert darauf, die eigene 
Souveränität zu erhalten. So liegen die Rechte an 
den erhobenen Daten bei der Stadt. Beim Einsatz von 
Software-Lösungen hält man sich an allgemein an-
erkannte Standards. Die Datenplattform wurde nach 
dem Referenzarchitekturmodell für offene urbane 
Plattformen Din SPEC 91357 entwickelt. Der Um-
gang mit offenen Daten wurde 2020 im Rahmen der 
Open-Data-Strategie festgelegt. Um digitale Themen 
weiter voranzutreiben, wurde 2017 die Digitalstadt 
Darmstadt GmbH als hundertprozentige Tochter der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt gegründet.   
Exkurs: Der urbane 
Wasserkreislauf 
Beim Trinkwasserkreislauf wird Grundwasser , 
Quellwasser oder Wasser aus Seen/Flüssen ge-
fördert und ins Wasserwerk geleitet, gereinigt, 
kontrolliert und anschließend über ein Rohrsys-
tem (das Trinkwassernetz) zu Haushalten und 
Produktionsstätten geleitet. 
Bereits genutztes Trinkwasser , das Abwasser , 
wird von den Haushalten und Produktions-
stätten über die Kanalisation in ein Klärwerk 
geleitet. Fäkalienhaltiges Wasser wird als 
Schwarzwasser bezeichnet. Abwasser , das fäka-
lienfrei und wenig verschmutzt ist (z. B. aus dem 
Waschbecken, der Dusche oder der Waschma-
schine), wird Grauwasser genannt. Es kann we-
nig aufwendig aufbereitet werden zu Brauch-/
Betriebswasser und könnte anschließend 
z. B. für die Toilettenspülung genutzt werden. 
Außerhalb des Haushalts wird Betriebswasser 
für spezifische technische, landwirtschaftliche 
oder gewerbliche Aufgaben genutzt. Das Ab-
wasser wird über Rohrsysteme, die Kanalisa-
tion, zum Klärwerk geleitet. Dort wird es in ver-
schiedenen Stufen gereinigt und anschließend 
in Seen und Flüsse zurückgeführt oder dem 
Grundwasser über Versickerung und Verriese-
lung zugeführt. 
Regenwasser , das nicht direkt im Boden versi-
ckert, wird entweder vermischt mit häuslichem/
gewerblichem Abwasser als Mischwasser oder 
separat im Trennsystem über die Kanalisation 
abgeleitet. Das vermischte Regenwasser wird 
in die Kläranlage geleitet und gereinigt. Bei 
starken Regenereignissen kann das dazu füh-
ren, dass fäkalienhaltiges Mischwasser aus der 
Kanalisation austritt, was eine Gefahr darstellt. 
Separiertes Regenwasser kann oft weniger auf-
wendig in speziellen Behandlungsanlagen von 
Schmutz- und Schadstoffen befreit werden und 
in ein Gewässer abgegeben oder zum Versi-
ckern bereitgestellt werden. 
An 13 Standorten
sind Umweltsensoren über die Stadt verteilt, die verschiedene 
Umweltparameter wie Feinstaubbelastung, CO
2-Gehalt, 
Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen
In vielen typischen Smart-City-Anwendungsfällen 
werden in Darmstadt kontinuierlich Daten erhoben. 
So wird der Verkehrsfluss (Zähldaten) im gesamten 
Stadtgebiet durch Kamerasysteme erfasst, um diesen 
zu optimieren. Zudem sind an 13 Standorten Umwelt-
sensoren über die Stadt verteilt, die verschiedene 
Umweltparameter wie Feinstaubbelastung, CO
2-Gehalt, 
Temperatur und Luftfeuch tigkeit m essen. A uch im 
Zoo Vivarium wird das Klima per Sensorik überwacht.

27Smart-City-Strategie   
400 km lang
ist das Kanalnetz Darmstadts
Über ca. 50 km 
Fließgewässer verfügt Darmstadt
80 Hektar
künstlich angelegte Seen und Teiche befinden 
sich in Darmstadt
In 40–100 Metern
Tiefe entnimmt die Hessenwasser GmbH Grundwasser aus dem 
Hessischen Ried, aus dem das Trinkwasser für Darmstadt gewonnen wird
Da sich die vorliegende Smart-City-Strategie mit dem 
Fokus Wasser beschäftigt, soll an dieser Stelle im Über-
blick auf die relevanten Infrastrukturen im Wasser-
bereich eingegangen werden. Zur Wasserinfrastruktur 
Darmstadts zählen beispielsweise die Versorgungs-
infrastrukturen wie Wasser- und Abwasser-
leitungsnetze, Wasserförder- und Aufbereitungs-
anlagen, Wasserwerke und -speicher . 
Darmstadts Kanalnetz ist mehr als 400 km lang. Zur 
Kanalisation zählen 365 km Mischwasserkanäle, in 
denen Schmutz- und Regenwasser in einer gemeinsa-
men Leitung vermischt abgeführt werden, sowie 43 
km Schmutzwasser- und 48 km Regenwasserkanäle. 
Hinzu kommen acht Regenüberlauf- und neun Regen-
rückhaltebecken.
13 Darmstadt liegt nicht an einem 
Fluss, verfügt jedoch über mehrere (kleine) Gewässer . 
Dazu zählen ca. 50 km Fließgewässer: der Darmbach, 
die Modau, der Ruthsenbach und die Silz. Hinzu kom-
men künstlich angelegte Seen und Teiche mit einer 
Oberfläche von 80 Hektar , darunter der Große Woog, 
das Arheilger Mühlchen, der Backhaus-Teich und der 
Steinbrücker Teich.
14
Sein Trinkwasser bezieht Darmstadt aus dem Hessi-
schen Ried über den Versorger Hessenwasser GmbH. 
Dieser entnimmt Wasser aus dem Grundwasser des 
Rieds in 40–100 Metern Tiefe. Das Wasser wird über 
ein Rohrleitungsnetz zur Aufbereitung ins Wasser-
werk geleitet. Von dort erreicht es nach strenger Qua-
litätskontrolle über das Trinkwassernetz die Verbrau-
cherinnen und Verbraucher in Darmstadt.

28     Ausgangssituation
Digitale Zähler und Abbilder 
Neben digitalen Wasserzählern verfügt Darmstadt 
über eine digitale Nachbildung des Kanalsystems. 
Dafür wurde der Kanalbestand digitalisiert und in 
ein Geo-Informationssystem (GIS)
15 übertragen. Das 
städtische Unternehmen ENTEGA arbeitet mit einem 
vollständigen digitalen Abbild des Wasserversor-
gungsnetzes, u. a. für Wartungsprozesse, Berechnung 
der hydraulischen Leistungsfähigkeit und Netzpla-
nungsprozesse. Betriebsdaten wie Versorgungsdruck, 
Durchflussmengen, Füllstand der Hochbehälter und 
Wassertemperatur werden an den M essstellen digi-
tal und in Echtzeit erhoben und an die ENTEGA AG 
übermittelt. 
Bestehende Digitalisierungsmaßnahmen und 
ausgewählte Smart-City-Anwendungsfälle 
Digitale Bewässerung
Im Zuge der Sanierung des Platanenhains auf der 
Mathildenhöhe wurde ein innovatives Bewässerungs-
konzept mittels digitaler Sensorik umgesetzt. Dabei 
werden Sensoren im Boden verbaut, die die Wasser-
spannung im Boden in Echtzeit messen. Die Sensoren 
liefern Informationen über den Zustand des verfügba-
ren Wassers im Boden. Mithilfe dieser Informationen 
kann gezielt gewässert werden, wenn die Bäume wirk-
lich Wasser benötigen.
16
Begründung und Entsiegelung
Des Weiteren bietet die Stadt Darmstadt ein Informa-
tionsportal für Begrünungspotenziale und Entsiege-
lung an.
17 Das Gründach- und Entsiegelungskataster 
informiert mittels einer Online-Kartenanwendung da-
rüber , wo Potenziale zur Entsiegelung und zur Dach-
begrünung auf einem Grundstück vorhanden sind. 
Weitere Informationen wie eingesparte Abwasser-
gebühren oder Feinstaubbindevermögen können 
ebenso angezeigt werden.
Abbildung 5: Informationsportal 
für Begrünungspotenziale

Das Mobile Stadtlabor tritt mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in Kontakt und 
informiert über Themen rund um Digitalisierung. Digitalstadt Darmstadt GmbH / J. Mai
  29Smart-City-Strategie   
Digitales Stadtlabor
Das Digitale Stadtlabor 18 als analoge und digitale 
Plattform soll Digitalisierung in Darmstadt erlebbar 
machen. Verschiedene Akteure aus Wissenschaft, 
Wirtschaft, Politik und Kultur sind hier vernetzt und 
arbeiten an gemeinschaftlichen Projekten zur Visuali-
sierung und Vermittlung der digitalen Transformation 
in Darmstadt. Die Angebote des Stadtlabors richten 
sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger , 
Initiativen, Institutionen, die Stadtverwaltung und die 
Stadtwirtschaft. Aktuell fehlt für das digitale Stadt-
labor noch eine stationäre Heimat, als E-Lastenbike 
ist es allerdings bereits in Darmstadt unterwegs.
App Darmstadt im Herzen
Ein weiteres Werkzeug für digitale Teilhabe stellt die 
„Darmstadt im Herzen“-App
19 der HEAG Holding AG 
dar . Ziel der „Darmstadt im Herzen“-App ist es, einen 
nachhaltigen Lebensstil der Darmstädter Bürgerin-
nen und Bürger zu unterstützen und eine Plattform 
zur Vernetzung und Interaktion im Quartier bereitzu-
stellen. Dazu stehen bereits verschiedene Funktionen 
wie eine Fahrgemeinschaftslösung, eine Tauschplatt-
form und aktuelle Informationen zu Veranstaltungen 
sowie Sensordaten (Temperatur , Luftfeuchte etc.) zur 
Verfügung. Von besonderem Interesse für die hier 
dargestellte Strategie ist der Gamification-Ansatz in 
Darmstadt in Form der Klimaherzen der „Darmstadt 
im Herzen“-App. Dieser Ansatz soll im Rahmen der 
Umsetzungsphase der Smart-City-Strategie durch 
verschiedene Challenges ergänzt werden, die zu einer 
Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für das 
Thema Wasser/Wassersparen mittels verschiedener 
Challenges führen sollen. 
LAB e. V.
Um Innovationen zu fördern und neue Technologien 
kennenzulernen, wurde der gemeinnützige Verein 
LAB
3 e. V. gegründet.20 In seinen Räumlichkeiten kön-
nen Vereinsmitglieder , Start-ups und interessierte 
Bürgerinnen und Bürger z. B. Workshops durchführen 
oder auch Unterstützung bei Gründungen oder Pro-
jekten erhalten und dabei von dem großen Kompe-
tenznetzwerk des Vereins profitieren. Auch stehen in 
verschiedenen Laboren zahlreiche Möglichkeiten zum 
Experimentieren (u. a. zu den Themen EDV, Proto-
typing und Logistik) zur Verfügung.

30     Ausgangssituation
Unter Urban Foresight (dt. städtische Zukunftserschließung) werden Methodiken 
verstanden, mittels derer sich zu erwartende Technologieentwicklungen und 
Stadtszenarien erarbeiten und beschreiben lassen. Aus den gewonnenen 
Erkenntnissen lassen sich Best- und Worst-Case-Szenarien bestimmen, erste 
Stellschrauben für frühzeitige Handlungen identifizieren und Anforderungen 
an die zukünftige Ausrichtung der Stadtentwicklung ableiten. 
WIR HABEN DIE 
ÜBER GEORDNETEN 
TRENDS IM BLICK 
Urban Foresight

STEEP
Gesellschaft
(Socienty)
Technologie
(Technology)
Wirtschaft
(Economy)
Umwelt
(Environment)
Politik
(Politics)
Wissenskultur Green Tech Ress ourcenknappheit Folgen des 
Klimawandels Smart City
Ausdifferenzierung 
der Gesellschaft
Mensch-Maschine-
Interaktion
Kreislaufwirtschaft /
alternative Wirtschaft Ressourcenknappheit Digitale/Smarte 
Demokratie
Digitale Mündigkeit / 
Digital Literacy
Informations- & 
Cybersicherheit Start-up-Kultur Kreislaufwirtschaft Condensed Spaces
Mensch-Maschine- 
Interaktion K. I. New Work und Sinn-
Ökonomie Zero Waste Soziale Kohäsion
Lebenslanges Lernen Data Commons / Open 
Data
Corporate Social/Eco-
logical Responsibility Post-Wachstum Bürgerzentrierte Stadt
Gender Shift Augmented und 
Virtual Reality Work-Life-Blending Urban Farming
Silver Society /
alternde Gesellschaft
Everything as a 
Service
Business-Ökosysteme 
(Vernetzung von 
Unternehmen)
Daten als 
Grundwasser Start-up-Kultur
Work-Life-Blending
Stadtentwicklungsziel
Stadtnatur und Klima nachhaltig 
schützen
Stadtentwicklungsziel
Digitalstadt: Chancen nutzen, 
Risiken minimieren, Daten sichern
Stadtentwicklungsziel
Mehrwerte für die Stadt und die 
Gesellschaft schaffen
  31Smart-City-Strategie   
Die STEEP-Methode wirft einen strukturierenden Blick 
auf Trends, wichtige Faktoren und Entwicklungen in 
den Kategorien Gesellschaft (S – Society), Technolo-
gie (T – Technology), Ökonomie (E – Economy), Umwelt 
(E – Environment) und Politik (P – Politics). Aus diesen 
lässt sich ableiten, welche Trends in Zukunft für einen 
bestimmten STEEP-Aspekt relevant werden, welche 
Zusammenhänge entstehen, wo sich Synergien er-
geben und welche möglichen Auswirkungen damit 
einhergehen können. Für Darmstadt wurden in einer 
STEEP-Analyse die wichtigsten Trends analysiert.
Beim Abgleich dieser Trends mit den Stadtentwick-
lungszielen ergibt sich eine Auswahl an Trends, die für 
Darmstadt besondere Priorität haben. Die wichtigsten 
Entwicklungen werden in Abbildung 6 vorgestellt.
21
STEEP-Methode
Eine Methode für Urban Foresight
Abbildung 6: Trends und Entwicklungen 
nach STEEP-Kategorien

32     Ausgangssituation
Die Folgen des Klimawandels prägen auch die 
Entwicklungen in den anderen STEEP-Kategorien. 
Geringere Ressourcenverfügbarkeit, insbesondere im 
Wasserbereich, kann durch Nutzungskonflikte zu öko-
nomischen Herausforderungen und sozialen Span-
nungen führen. Für Darmstadt als Stadt ohne Fluss, 
die ihr Trinkwasser aus dem Umland bezieht, ist diese 
Entwicklung besonders relevant. Werden Ressourcen 
aufgrund knapper Vorkommen rar , steigt oft der Preis 
für die Ressource. Menschen mit geringerem Einkom-
men könnten dadurch in prekäre Situationen geraten. 
Konzepte der Kreislaufwirtschaft, effizientere Nut-
zung und ein bewusster Umgang bieten hier Hand-
lungsansätze. 
Die Digitalisierung ist längst ein globaler Trend, der 
weiter Fahrt aufnimmt. Digitalisierung kann ein-
gesetzt we rden, um R essourcen einzusparen bzw. 
effizienter zu nutzen.
22 Smart Citys nutzen Digitali-
sierungsvorhaben, um das Leben der Menschen zu 
verbessern. Daten nehmen dabei eine Schlüsselrolle 
ein. Denn Daten sind das „Grundwasser“ der Smart 
City. Sie können Informationen und Zusammenhänge 
sichtbar machen, Prognosen ermöglichen und Men-
schen dabei unterstützen, ihr Verhalten zu ändern. 
Die offene Bereitstellung von Daten kann die Start-up-
Kultur befeuern und dazu beitragen, neue Geschäfts-
felder zu erschließen. Der informierte und strategi-
sche Umgang mit Daten wird zum ökologischen und 
ökonomischen Erfolgsfaktor einer Stadt. Der Einsatz 
von Künstlicher Intelligenz (KI) wird zentral, wenn 
es darum geht, große Datenmengen zu verarbeiten, 
Prozesse zu optimieren und Muster vorherzusagen. 
Auch die Gewährleistung verlässlicher und moderner 
Informations- und Cybersicherheitsstrukturen wird an 
Bedeutung weiterhin zunehmen. Sie stellen die Basis 
der Smart City dar und schaffen Vertrauen zwischen 
Bürgerschaft und Stadt. Cyberangriffe nehmen kon-
tinuierlich zu, daher werden gut geschützte Systeme 
und grundlegende Kompetenzen bei Nutzenden zur 
Notwendigkeit. 
Smarte Städte brauchen eine smarte Bürgerschaft. 
Die Fähigkeit, kritisch und souverän mit (eigenen) 
Daten und Informationen umzugehen (Digital/Infor-
mation Literacy), wird zu einer der wichtigsten Kom-
petenzen im 21. Jahrhundert. 
SMART CITYS NUTZEN 
DIGITALISIERUNGSVORHABEN, 
UM DAS LEBEN DER 
MENSCHEN ZU VERBESSERN
Im Rahmen der STEEP-Kategorisierung wurde der Klimawandel als eine der 
relevantesten Entwicklungen identifiziert, die die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
in Zukunft prägen werden. Zu den Folgen des Klimawandels zählen ein Anstieg der 
Temperaturen, Starkwetterextreme, aber auch geringere Ressourcenverfügbarkeit 
und Migrationsbewegungen aus dem globalen Süden nach Deutschland.

33Smart-City-Strategie   
Handlungsbedarfe 
und Potenziale
Die wichtigsten Handlungs-
bedarfe lassen sich grob in drei 
Bereiche unterteilen: 
1. Auswirkungen des Klimawan-
dels begegnen, insbesondere 
Wasserressourcen schützen 
und Wasserwirtschaft zukunfts-
fähig machen
2. Potenziale der Digitalisierung 
nutzen 
3. Stadt und Gesellschaft: 
Lebensqualität erhalten, 
Bürgerschaft stärken
Um die für die Strategie relevanten Handlungsbedarfe und Potenziale 
zu identifizieren, wurden die Trends aus der STEEP-Analyse anhand der 
Ziele der Stadtentwicklung gewichtet und anschließend mit den vorhan-
denen Ressourcen abgeglichen. Es ergibt sich ein komplexes Bild einer 
Stadt, in der es bereits zahlreiche Ansätze für eine zukunftsorientierte 
Smart City sowie ein aktives und kompetentes Akteursnetzwerk gibt. 
Gleichzeitig bestehen Herausforderungen und Handlungsbedarfe, denen 
Darmstadt in den kommenden Jahren begegnen muss.
Auswirkungen des 
Klimawandels begegnen
Auch in Darmstadt ist der Klimawandel längst mess-, 
spür- und sichtbar . Darmstadt ist durch seine Lage im 
Oberrheingraben besonders von Klimawandelfolgen 
wie Hitze und Trockenheit betroffen. Die Folgen des 
Klimawandels zeigen sich durch vertrocknete Bäume 
im Westwald und im Stadtgebiet, ausgetrocknete Grün-
flächen und Parks, trockengefallene Gewässer oder 
überhitzte Stadtquartiere, was auch zu zunehmenden 
gesundheitlichen Belastungen für die Bewohnerinnen 
und Bewohner führen kann. Starkniederschläge tre-
ten hin und wieder auf und führen im Stadtgebiet zu 
lokalen Überschwemmungen (z. B. Luisencenter). Im 
Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands ist die 
Vulnerabilität gegenüber Starkregen jedoch als etwas 
geringer einzuschätzen. Dennoch können Starknie-
derschläge allerorten niedergehen, weshalb auch hier 
entsprechende Vorkehrungen und Anpassungen vor-
genommen werden müssen. Um die Lebensqualität 
in Darmstadt trotz Klimawandel zu erhalten, müssen 
Smart-City-Lösungsansätze beide Extreme (zu wenig 
Wasser bzw. zu viel Wasser) berücksichtigen und ab-
mildern können. 
Abbildung 7: Zeitliche Entwicklung der Lufttemperatur 
in Darmstadt 1996–2022; Quelle: Hessisches Landesamt 
für Naturschutz, Umwelt und Geologie; online unter: 
https://klimaportal.hlnug.de/?id=21338

34     Ausgangssituation
Darmstadt liegt nicht an einem 
größeren Fluss oder Gewässer . 
Sein Wasser bezieht Darmstadt 
aus dem Hessischen Ried. Aktuelle 
Untersuchungen des Hessischen 
Landesamts für Natur , Umwelt 
und Geologie zeigen, dass auch 
der Grundwasserspiegel im Ried 
sukzessive absinkt. Die bisherigen 
Regenerationszyklen des Grund-
wassers verändern sich.
23 Es dro-
hen Nutzungskonflikte um das verbleibende Wasser 
zwischen Städten, landwirtschaftlichen Betrieben 
und gewerblichen Akteuren.
24 Denn Darmstadt ist wie 
andere Großstädte auch gekennzeichnet durch einen 
hohen Versiegelungs- und Bebauungsgrad. 
Grüne und blaue Infrastrukturen
Besonders während heißer Sommermonate heizen 
sich dicht bebaute Städte wie Darmstadt auf, Hitze-
inseln entstehen, der Wasserverbrauch steigt. Zur 
Klimaanpassung braucht es mehr „grüne und blaue 
Infrastrukturen“, sprich Stadtgrün und sichtbares 
Wasser . Bleibt, wie in den letzten Sommern, ausrei-
chender Regen aus, muss das Stadtgrün vermehrt 
bewässert werden. Dies wiederum kann die o. g. 
Nutzungskonflikte um das verfügbare Wasser befeu-
ern. Um Trockenperioden bzw. Starkregenereignisse 
zu entschärfen, soll das Sammeln und Rückhalten 
von Regen- und Grauwasser in Darmstadt Standard 
werden. Dafür fördert die Stadt die Anschaffung, 
den Einbau und die Installation von Zisternen für das 
Sammeln und Verwenden von Dachflächenablaufwas-
ser sowie von Grauwasser im Stadtgebiet innerhalb 
ihres Förderprogramms Zisternen.
Klimaschutz wurde in Darmstadt als sehr relevantes 
Themenfeld erkannt. Es ist im Koalitionsvertrag ver-
ankert, es wurde ein Amt für Klimaschutz und Klima-
anpassung gegründet, ein Klimaschutzkonzept wurde 
2022 verabschiedet und ein Klimaanpassungskonzept 
ist in Planung. Ebenso werden bereits zahlreiche Maß-
nahmen mit dem Klimaschutzplan in Angriff genom-
men. Dennoch braucht es weitere Maßnahmen und 
Verhaltensänderungen, um das Klima zu schützen 
und die Stadt resilient gegenüber den Veränderungen 
aufzustellen. Dies gilt insbesondere für die Ressource 
Wasser. 
Die Verfügbarkeit des Wassers ist ein Schlüssel-
element für die Lebensqualität in Darmstadt. Sie gilt 
es durch ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Wasser-
management auch in Dürreperioden zu gewährleis-
ten. Neben der Verfügbarkeit ist ebenso die Qualität 
des Wassers relevant. Dazu zählt auch der Erhalt der 
Wasserqualität in den Oberflächengewässern, d. h. in 
Seen, Teichen (wie der Grube Prinz von Hessen, dem 
Woog oder dem Arheilger Mühlchen) und Bächen (wie 
dem Darmbach oder der Modau). Verschlechtert sich 
die Wasserqualität, z. B. durch zu wenig Sauerstoff 
oder durch Schadstoffe im Gewässer , geht dies auch 
mit negativen Auswirkungen für Menschen, Tiere und 
Pflanzen einher .
25 Hier gilt es Maßnahmen zu treffen, 
um die Verfügbarkeit und Qualität des Wassers auf-
rechtzuerhalten. 
Schmutz- und Regenwasser trennen
Weitere Handlungsbedarfe ergeben sich hinsicht-
lich der städtischen Wasserinfrastruktur . In alten Be-
standsgebieten gibt es häufig Mischsysteme, in denen 
Schmutz- und Regenwasser in einer gemeinsamen 
Leitung vermischt abgeführt werden. Ein Trennsys-
tem, in dem Schmutz- und Regenwasser in getrenn-
ten Kanälen abgeführt werden, ist nur in ca. 20 % der 
Stadt vorhanden.
26
Das Regenwasser steht somit für eine Nutzung oder 
Versickerung nicht zur Verfügung. Eine Hürde be-
steht in den begrenzten Einflussmöglichkeiten der 
öffentlichen Hand in Bestandsgebieten und auf priva-
ten Grundstücken. Die Stadt kann in diesen Gebieten 
z. B. keine Zisternen oder Versickerungsanlagen vor-
schreiben. Dennoch versucht die Stadt, durch finan-
zielle Anreize (u. a. Förderprogramm Zisternen bei 
Bestandsgebäuden) und Sensibilisierungskampagnen 
(u. a. geplante Baubroschüre), das Thema in die Be-
völkerung zu tragen. Für neue Bauvorhaben stellt sich 
die Situation anders dar , weil es hier mittlerweile kon-
krete Vorschriften z. B. bezüglich Versickerung gibt.
Potenziale der Digitalisierung 
sinnvoll nutzen 
Cyber-Infrastruktur schützen
Zusätzlich zur physischen Infrastruktur stehen der 
Schutz und die Resilienz der Cyber-Infrastruktur im 
Fokus. Die Gewährleistung von Informations- und 
Cybersicherheit ist ein kontinuierlicher Prozess. Im 
kommunalen Kontext geht es nicht nur um die Ge-
währleistung der drei Schutzziele Vertraulichkeit, 
Integrität und Verfügbarkeit, sondern auch um den 
sparsamen und kompetenten Umgang mit Bürgerda-
ten. Cybersicherheit und Datenethik wurden in Darm-
stadt bereits in ihrer Relevanz erkannt. 
Die Digitalstrategie greift das Thema Cybersicherheit 
als durchdringendes Querschnittsthema auf, ethische 
Leitlinien zum Umgang mit Daten wurden formuliert 
(vgl. Kap. „Vorhandene Konzepte und Strategien“, S. 20). 
Mit dem Fraunhofer-Institut für sichere Informations-
technologie und dem nationalen Forschungszentrum

35Smart-City-Strategie   
für Cybersicherheit ATHENE gibt es in Darmstadt zu-
dem zwei hochrangige Einrichtungen mit Experten-
wissen auf diesem Feld.
Durch die Bündelung von Informationen und die Be-
reitstellung von Daten hilft Digitalisierung, Stadtent-
wicklungsprozesse eff izienter und ressourcenscho-
nender zu gestalten. Dies wird strategisch für die 
gesamte Stadt geplant und mit bereits vorhandenen 
Instrumenten in Einklang gebracht.
Darmstadt konnte in den letzten Jahren bereits viel-
fältige Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen. Bei-
spielhaft sei hier die Datenplattform genannt, die 
Informationen einiger Umweltsensoren abbildet (z. B. 
zur Luftqualität, siehe Kap. „Die vorhandenen (IKT- 
und Wasser-)Infrastrukturen“, S. 25 ff.). Die Smart-
City-Strategie kann auf dieser Basis aufbauen, um 
gezielt Mehrwerte in den Bereichen Klimaresilienz 
und Wasser zu generieren. Die Potenziale der Digita-
lisierung gilt es umfassend zu nutzen, um Ressourcen 
zu sparen (bspw. durch die Früherkennung von Lecka-
gen), Ressourcen effizienter einzusetzen (z. B. durch 
Informationen zum Wasserbedarf von Stadtgrün) und 
um die Entscheidungsfindung zu unterstützen (bspw. 
durch Prognosen und Visualisierungen). 
Darmstadt zeichnet sich aus durch einen fortgeschrit-
tenen Umgang mit Daten (siehe Kap. „Die vorhande-
nen (IKT- und Wasser-)Infrastrukturen“, S. 25 ff.). Es 
gilt, die Nutzung und Vernetzung von Daten für Pla-
nungs- und Steuerungszwecke weiter auszubauen 
und benötigte Kompetenzen in Verwaltung und Stadt 
aufzubauen. Insbesondere im Verwaltungskontext 
kann von einem strategischen Umgang mit Daten, de-
ren Vernetzung und offenem Zugang profitiert werden.
Stadt und Gesellschaft – 
Lebensqualität erhalten, 
Bürgerschaft stärken
Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus dem an-
steigenden Bevölkerungswachstum. Di eses geht ein-
her mit steigendem R essourcenverbrauch und Nut-
zungskonflikten um Wasser und Flächen in der Stadt. 
Denn einerseits bedarf es bezahlbaren Wohnraums, 
andererseits steht dies im Widerspruch zum klima-
resilienten Stadtumbau mit zahlreichen Grün- und 
Gewässerflächen. 
Durch den demografischen Wandel ergeben sich zu-
sätzliche Handlungsbedarfe. So stellen beispiels-
weise Hitzewellen besonders für ältere Menschen ein 
Gesundheitsrisiko dar .
27 Diese haben daher andere 
Bedürfnisse als jüngere Menschen. Eine ähnliche 
Problematik geht mit der Ausdifferenzierung der Ge-
sellschaft einher: Stadtentwicklung muss die unter-
schiedlichen Bedarfe, Lebensvorstellungen, Sprach-
kenntnisse und digitalen Kompetenzen verschiedener 
Personengruppen erkennen und berücksichtigen.
Die digitalen Kompetenzen von Menschen sind unter-
schiedlich ausgeprägt. Wenngleich die Digitalisierung 
erhebliche Mehrwerte für Darmstadt erzeugen kann, 
stellt der Einsatz bzw. die Nutzung digitaler Technik 
für einige Personengruppen eine große Herausforde-
rung dar . Auch der kritische und kompetente Umgang 
mit Daten erfordert grundlegende Datenkompetenzen 
(Data Literacy), sowohl aufseiten der Nutzenden, die 
Daten preisgeben, als auch aufseiten der Personen, 
die Daten verarbeiten. Dies wird mit zunehmender 
Geschwindigkeit der Digitalisierung immer relevanter .
Den Spagat zwischen zukunftsgerichteter Entwick-
lung und der Bereitstellung von (digitalen) Angeboten 
der Daseinsvorsorge, die für alle Menschen gleich zu-
gänglich sind, zu schaffen, ist für alle Kommunen her-
ausfordernd. Bestehende Potenziale, auf denen aufge-
baut werden kann, gibt es bspw. mit den Bildungstools 
der Digitalstadt GmbH oder dem Programm „Digital 
für alle“ des Amts für Soziales und Prävention. 
Es gibt viel zu tun in Darmstadt und es gibt viele 
gute Voraussetzungen und Potenziale, auf denen 
aufgebaut werden kann.  Um die Handlungsbedarfe 
aufzugreifen und in konstruktive Aktivitäten zu über-
führen, ist ein s trukturiertes Vorgehen nötig. Dieses 
wird im folgenden Kapitel beleuchtet.

Das Darmstädter 
Netzwerkmodell
Wie sind wir zu unserer Strategie und den 
Maßnahmen gekommen?
3

38     Darmstädter Netzwerkmodell
Die Ausgangslage ist klar, doch wie kann sichergestellt werden, 
dass die Strategie die „Heinerinnen und Heiner“28 wirklich in den 
Mittelpunkt stellt?  
Darmstädter Netzwerkmodell
IM FLOW
ZUR STRATEGIE
Der Strategieprozess 
Der Strategieprozess besteht aus einem Gesamt-
prozess mit verschiedenen Teilproz essen (siehe Ab-
bildung 8). Um den Gesamtprozess strategisch zu 
steuern, zu strukturieren und zu koordinieren, wur-
de ein Smart-City-Projektteam (SCP) gegründet. Das 
SCP, bestehend aus dem Amt für Stadtentwicklung 
und Wirtschaft (Projektleitung), dem Amt für Digita-
lisierung und IT, dem Amt für Klimaschutz und Klima-
anpassung, der Digitalstadt Darmstadt GmbH, der 
HEAG Holding AG und der Programmbegleitung durch 
die City & Bits GmbH, brachte zudem eigene Expertise 
ein, vernetzte unterschiedliche Akteure und bündelte 
das Wissen der unterschiedlichen Akteure an wichti-
gen Knotenpunkten des gesamten Strategieprozesses. 
Die Teilprozesse wurden, abhängig vom Inhalt, itera-
tiv gestaltet und unter Einbindung der Bürgerschaft, 
betroffener Akteursgruppen und von Expertinnen 
und Experten durchlaufen. Parallel dazu wurden die 
Ergebnisse der Teilprozesse durch das SCP und eine 
wissenschaftliche Begleitung – bestehend aus der 
Hochschule Darmstadt (h_da), der TU Darmstadt (TU) 
und dem Ingenieurbüro Infrastruktur und Umwelt (IU) – 
qualitätsgesichert. 
Als Netzwerkstadt verfügt Darmstadt über ein breites Akteursnetzwerk, 
das untereinander und mit dem Konzern Stadt (Stadtverwaltung und 
städtische Betriebe) gut v erbunden ist. Dieses Potenzial sollte genutzt, 
darauf sollte aufgebaut werden. Daher wurde ein Vorgehen gewählt, das 
die unterschiedlichen Akteure der Stadt von Anfang an mit einbindet. So 
konnten unterschiedlichste Sichtweisen und Expertisen zusammenge-
bracht und die Arbeit auf vielen Schultern verteilt werden.

39Smart-City-Strategie   
7
1
4
5
2
3
6
Phasen der 
Strategieerstellung
Grundlagen schaffen
• Aufbau Projektteam und Arbeitsstrukturen
• Erarbeitung einer partizipativen 
Vorgehensweise
• Identifikation relevanter Akteure
• Aufbau der Fokusgruppen
• Information und Kommunikation nach außen 
(Bürgerschaft und andere Kommunen)
Maßnahmen auswählen und 
konkretisieren
• Informationsveranstaltungen
• Durchführung eines Ideenaufrufs
• Erstellung eines Ideenspeichers
• Auswahl von Maßnahmen zur Umsetzung
• Konkretisierung der Maßnahmen
Verankerung von Schlaues 
Wasser in Darmstadt
• Verstetigung der Maßnahmen
• Vernetzung der diversen Akteure
• Verankerung der Strategie im 
Darmstädter Ökosystem
• Workshop
Strategiekommentierung
• Kommentierung durch Lenkungsgremium
• Kommentierung durch Fokusgruppen
• Kommentierung durch Bürgerschaft
Verabschiedung in Magistrat
und Stadtverordnetenversammlung
• Finalisierung der Strategie
• Verabschiedung im Magistrat 
• Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung
Vision und Ziele festlegen
• Erarbeitung einer Vision für Darmstadt 
• Entwicklung von Zielen und Zielkriterien 
• Durchführung von Workshops 
• Bürgerevent
Ausgangssituation beleuchten
• Analyse der aktuellen Ausgangslage
• Identifikation relevanter Themen und 
Herausforderungen
• Durchführung von Workshops
Abbildung 8: Phasen der 
Strategieerstellung für die 
Darmstädter Smart-City-Strategie

40     Darmstädter Netzwerkmodell
Kern des Darmstädter Netzwerkmodells war es, zum 
einen die Bürgerschaft, zum anderen Akteure aus den 
Schlüsselbereichen Verwaltung und städtische Betrie-
be, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Verbände und Ver-
eine in die Strategieerstellung einzubinden. Ziel war 
es, die Darmstädter Stadtgesellschaft selbst zu Wort 
kommen zu lassen. 
Ermöglicht wurde dies durch das Konstrukt der Fokus-
gruppen. Dafür wurden Darmstädter Akteurinnen und 
Akteure eingeladen, sich zu beteiligen und ihr Wissen 
einzubringen. In drei Fokusgruppen organisierten sich 
schon bald Vertreterinnen und Vertreter der o. g. 
Schlüsselbereiche, um gemeinsam Strategieinhalte 
zu erarbeiten, zu diskutieren und zu kommentieren. 
Unterstützt wurden die Fokusgruppen vom SCP und 
der wissenschaftlichen Begleitung. 
Die Bürgerschaft wurde nicht nur über die Fokus-
gruppen, sondern auch über verschiedene andere 
Formate aktiv in den Prozess einbezogen. Dazu zählte 
bspw. eine repräsentative Umfrage. Um möglichst vie-
le Bürgerinnen und Bürger direkt an der Strategie zu 
beteiligen, gab es zudem die Möglichkeit, Kernstücke 
der Strategie zu kommentieren. Die durchgeführten 
Formate werden in Abbildung 9 dargestellt.
Partizipative 
Strategieerstellung und 
Beteiligungsformate
(2020–2023)

41Smart-City-Strategie   
Mitwirkung
an der Strategie
durch Fokusgruppen
und Bürgerschaft
Abbildung 9: Mitwirkung von 
Fokusgruppen und Bürgerinnen 
und Bürgern an der Strategie
Ausgangssituation,
Herausforderungen,  
Vision
Fokusgruppen
Expertise/Fachwissen,
Erfahrung, Sichtweise,
Einbringen lokalen Wissens / 
lokaler Anpassung 
Projektteam
Sammeln, Clustern, Zusammen-
führen der Erkenntnisse + 
Abstimmung und Einarbeiten 
der Erkenntnisse
Bürgerinnen und Bürger
(inkl. Fokusgruppen-TN)
Kommentierungsmöglichkeit
Gremien und Wissenschaft, 
Projektteam
Reviewprozess und Qualitäts-
sicherung + Finalisierung
Vorstellung der finalen Strategie
Ziele und
Anwendungs-
felder
Maßnahmen und
Verankerung 
in Stadt und 
Verwaltung
Entwurf Strategie-
dokument Teil 1
Entwurf Strategie-
dokument Teil 2
Entwurf Strategie-
dokument Teil 3
Workshopreihe 1 Workshopreihe 2 Workshopreihe 3

Bürgerevent zum Projekt Schlaues Wasser Darmstadt 
in und vor der Centralstation Darmstadt. Quelle: 
Digitalstadt Darmstadt GmbH / J. Mai
42     Darmstädter Netzwerkmodell
Hackathon „Darmstadt hackt 
für Wasser und Umwelt“
Zeitraum: 05.–06. November 2021
Zielgruppe: Bürgerschaft, Wissenschaft, Start-ups
Inhalt: In der co-kreativen Konzeptionsphase 
des digitalen Stadtlabors Darmstadt wurde ein 
Hackathon unter dem Titel „Darmstadt hackt 
für Wasser und Umwelt“ durchgeführt. Etwa 
50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäf-
tigten sich über 2 Tage hinweg mit Challenges 
zu „Wassersensibler Stadtentwicklung“, „Grün-
blauen Infrastrukturen“ und „Gebäudebegrü-
nung“. Unterstützt wurden Sie dabei von Exper-
tinnen und Experten aus der Verwaltung und 
Stadtwirtschaft, wie beispielsweise aus dem 
Stadtplanungsamt, dem Grünflächenamt, dem 
Mobilitätsamt und der Statistik. Zuvor stellte 
die Planungsgruppe den Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern ein vielfältiges Angebot an Infor-
mationen zum Thema bereit. Entstanden ist ein 
Reader mit den Projektideen. Eine Jury lobte 
drei Gewinnerinnen bzw. Gewinner aus, denen 
ein Platz in der Fokusgruppe „Zivile Interes-
senvertretungen“ sowie Unterstützung bei der 
Weiterentwicklung ihrer Idee angeboten wurde.
Bürgerevent
Datum: 11. Juli 2022
Zielgruppe: gesamte Darmstädter Bürgerschaft
Inhalt: Im Anschluss an die Erarbeitung von 
Vision, Handlungsfeldern und Zielen durch 
die Fokusgruppen fand ein erstes Bürgerevent 
statt. Dort wurde das Projekt Schlaues Wasser 
Darmstadt vorgestellt und es fand ein Einstieg 
in den Dialog zu den Handlungsfeldern und 
ersten Projekten statt. In die Gestaltung des 
Programms wurden auch die Fokusgruppenmit-
glieder involviert, sodass die Akteursvielfalt des 
Projekts auch in Richtung Bürgerschaft deutlich 
wurde. Durch Impulsvorträge und die Vorstel-
lung erster Projektideen wurden die jeweiligen 
Handlungsfelder mit Expertinnen und Experten 
vor Ort konkretisiert. Somit waren nicht nur die 
Verwaltungseinheiten vertreten, sondern eben-
so die Technische Universität, die Hochschule, 
der BUND, das Bioversum, die Entega AG, die 
HEAG, Hessenwasser , Ingenieure ohne Grenzen 
und verschiedene zivilgesellschaftliche Initiati-
ven. Zusätzlich zum Dialog wurden Meinungen, 
Anregungen und Ideen zum Projekt auf Meta-
planwänden festgehalten. 
DIE DARMSTÄDTERINNEN 
UND DARMSTÄDTER 
MACHEN MIT

„Darmstadt im Herzen“-Stand beim Bürgerevent zum 
Projekt Schlaues Wasser Darmstadt in und vor der 
Centralstation Darmstadt. Quelle: Digitalstadt Darm-
stadt GmbH / J. Mai
  43Smart-City-Strategie   
Repräsentative Bürgerumfrage
Zeitraum: März/April 2023
Zielgruppe: 5.000 repräsentativ ausgewählte 
Darmstädterinnen und Darmstädter
Inhalt: Über eine im März und April 2023 mit 
5.000 Bürgerinnen und Bürgern durchgeführte 
Online-Bürgerumfrage wurde ein repräsentati-
ves Meinungsbild aus der Bevölkerung zu The-
men rund um Wasser in Darmstadt erhoben. 
Der Fragenkatalog bezog sich u. a. auf Einspar-
potenziale im Trinkwasserverbrauch, Bedenken 
bezüglich der Nutzung von Brauchwasser für 
bestimmte Anwendungszwecke, geeignete In-
formationskanäle zu Wasserthemen sowie be-
sonders interessante Wasserdaten. Zusätzlich 
wurde über Erläuterungen zu den Fragen was-
serspezifisches Wissen vermittelt. Zum Ende 
der Umsetzungsphase des Projekts soll eine 
weitere Bürgerumfrage durchgeführt werden, 
sodass Änderungen in Verhalten und Meinun-
gen zum Thema Wasser in der Darmstädter Be-
völkerung analysiert werden können.
Strategiekommentierung
Datum: 25. Januar 2023
Zielgruppe: Bürgerschaft und Fokusgruppen
Inhalt: Auf der Homepage des Projekts 29 wur-
den Kernstücke der Strategie zur Kommentie-
rung veröffentlicht. Gestartet wurde der Pro-
zess mit einer Online-Veranstaltung, in der die 
Vision, Anwendungsfelder und Ziele der Strate-
gie vorgestellt wurden und ein erster Dialog mit 
den entsprechenden Ansprechpartnerinnen 
und Ansprechpartnern der Strategieerstellung 
möglich war . Anschließend konnte die gesam-
te Bürgerschaft dazu Stellung beziehen und 
eigenen Input einbringen. Dieser wurde geprüft 
und, sofern möglich, in der Strategie und den 
Maßnahmen berücksichtigt.

44     Darmstädter Netzwerkmodell
Ideenaufruf
Ideenaufruf für die Fokusgruppen
Um die Expertise der zahlreichen Akteurinnen und 
Akteure in Darmstadt nicht nur in die Erarbeitung 
der Strategie, sondern auch in deren Umsetzung im 
Rahmen von Projekten einzubeziehen, fand ein an die 
Fokusgruppen gerichteter Ideenaufruf statt. Im Rah-
men des Wettbewerbs wurden die Fokusgruppenmit-
glieder aufgerufen, ihre Projektideen in Form einer 
Projektskizze einzureichen. Dabei sollten die Projekt-
idee inkl. Ausgangssituation sowie Projektziele, Ziel-
gruppe, Mehrwerte für die Darmstädter Bürgerschaft, 
Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Digitalisierungs-
bezug dargelegt werden. 
Im Vorfeld wurde durch eine wissenschaftliche Be-
gleitung ein Scoring-Modell für die Bewertung der 
Projektideen entwickelt, das nach Abschluss der 
Ideeneinreichung dabei half, die Ideen zu prüfen und 
zu bündeln. So wurden zusammenpassende Projekt-
ideen ausgewählt, zu Maßnahmen geclustert und im 
Lenkungskreis verabschiedet. Diese sollen im Laufe 
der Umsetzungsphase verwirklicht werden. Ideen, 
die nicht direkt ausgewählt wurden, werden in einem 
Ideenspeicher festgehalten. Eine detaillierte Darstel-
lung der ausgewählten Maßnahmen findet sich im 
Kapitel „Road Map“, S. 77 ff.).
Bürgerbudget – während der 
Umsetzungsphase 
Zur Sensibilisierung der Bürgerschaft und Stärkung 
bürgerschaftlichen Engagements soll im Laufe der 
Umsetzungsphase ein Bürgerbudget i. H. v. 100 TEUR 
eingerichtet werden. Über di eses Bürgerbudget kön-
nen Projekte aus der Bürgerschaft in eigener Verant-
wortung umgesetzt werden. Die rechtliche Grundlage 
dafür bildet die Zuschussrichtlinie der Wissenschafts-
stadt Darmstadt. Über eine Informationsveranstal-
tung und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit wird 
zur Einreichung von Projektideen aufgerufen, die 
im Rahmen eines Ideenwettbewerbs anhand eines 
Scoring-Modells ausgewählt und durch den Lenkungs-
kreis beschlossen werden. 
Gefördert werden Projektideen, die auf Vision und 
Ziele des Projekts einzahlen. Der Einsatz digitaler 
Technologien steht dabei eher im Hintergrund. Die 
Bürgerschaft soll vor allem angeregt werden, sich 
mit dem Thema Wasser auseinanderzusetzen und die 
Entwicklungen in Darmstadt aktiv mitzugestalten. Die 
Verwaltung sorgt für die Begleitung der Projekte in 
Form eines Patenschaftssystems. Um einen kontinu-
ierlichen Austausch zu ermöglichen und eine Commu-
nity zu entwickeln, sollen quartalsweise stattfindende 
Stammtische etabliert werden.
Das Bürgerbudget ist Teil der Maßnahme (Wasser-)
Stadtlabor (siehe Seite 82).

Vision und 
Darmstädter 
Zukunftsbild  
4

46     Vision
WASSERBEWUSSTSEIN 
FÜR ALLE
Im Kapitel „Ausgangssituation“ (S. 15 ff.) wurden Handlungsbedarfe und 
Potenziale identifiziert. Das Kapitel „Darmstädter Netzwerkmodell“ (S. 37 ff.) 
zeigte auf, welche strategischen Schritte im Prozess folgen würden. Dieses Kapitel 
beschäftigt sich mit der Frage, wie die Handlungsbedarfe in einem Best-Case-
Szenario gelöst werden könnten. Wie können wir den Herausforderungen des 
Klimawandels in Darmstadt begegnen und die vorhandenen Potenziale nutzen? 
Und wie kann der Umgang mit Wasser zukünftig nachhaltiger gestaltet werden? 
Um diese Fragen zu beantworten und die Ausrichtung der Strategie wie eine Art 
Leitstern zu lenken, wurde diese Vision für Darmstadt entwickelt. Der Anspruch 
der Vision ist es, mutig das Darmstadt der Zukunft zu skizzieren.
Vision
Wasser in der Stadt: Der Brunnen auf 
dem Marktplatz Darmstadt. Quelle: 
Wissenschaftsstadt Darmstadt

47Smart-City-Strategie   
Darmstadt wird zur 
wassersensiblen Smart City 
Aufbauend auf dem Fundament aus Nachhaltigkeitszielen und Smart-
City-Charta diskutierten die drei Fokusgruppen Darmstädter Werte und 
wünschenswerte Zukunftsszenarien. Ihre Beiträge wurden zusammen-
gefasst und in einer gemeinsamen Darmstädter Vision für das Projekt 
Schlaues Wasser zusammengeführt:
Wir nutzen unser Wasser nachhaltig und erhöhen die Lebensqualität in 
Darmstadt durch den Einsatz zukunftsfähiger , digitaler Technologien. Wir 
machen Wasser sichtbar , fühlbar und erlebbar . Gemeinsam entwickeln 
wir unsere Netzwerkstadt weiter und stärken unsere Bürgerinnen und 
 Bürger im eigenen Umgang mit Wasser .
Die Vision beschreibt das zukünftige Darmstadt als 
wassersensible Smart City. Darmstadt als Stadt ohne 
Oberflächengewässer darf gerade wegen der Klima-
krise nicht über seine ökologischen Verhältnisse leben. 
Vielmehr soll Wasser als wertvolle Ressource neu er-
kannt und begriffen werden, um auf diese Weise ein 
neues Verständnis für einen sorgsamen und bewuss-
ten Umgang mit Wasser zu etablieren. 
Diese Anregungen und Möglichkeiten sollen sich aber 
nicht nur auf das Einsparen und einen möglichen Ver-
zicht auf Wasser konzentrieren, sondern vielmehr 
aufzeigen, wie ein wertschätzender Umgang mit 
Wasser aussehen kann. Um das vorhandene Wasser 
nachhaltig zu nutzen, sollen in Darmstadt insbesonde-
re digitale Technologien und innovative Ansätze auf-
gegriffen werden. Dabei liegt der Fokus nicht auf der 
Digitalisierung selbst, sondern auf den Potenzialen, 
die die Digitalisierung bietet, um die Lebensqualität 
der Darmstädter und Darmstädterinnen zu erhöhen. 
Die Kosten digitaler Lösungen sollen daher immer mit 
dem Nutzen für Darmstadt abgewogen werden. 
Damit Wasser zukünftig im Bewusstsein der Darm-
städter Bürgerschaft präsenter ist, wird es sichtbarer , 
fühlbarer und erlebbarer gemacht. Dies soll vor allem 
durch mehr „blau-grüne Infrastrukturen“ wie unter-
einander vernetzte Wasser- und Grünflächen ermög-
licht werden. Zusätzlich werden mithilfe eines um-
fassenden Beteiligungsprogramms Wasser-Themen 
seitens der Stadt und der Stadtwirtschaft ausführlich 
und für alle verständlich auf allen möglichen Kommu-
nikationskanälen aktiv thematisiert. 
Die zahlreichen Akteure aus Bürgerschaft, Wirtschaft, 
Verwaltung, Politik und Wissenschaft nutzen in Zu-
kunft die vielen Potenziale der smarten Netzwerk-
stadt, um sektorübergreifend die Themen Wasser 
und Digitalisierung miteinander zu verknüpfen, zu 
informieren und zu aktivieren. Dadurch werden in 
Darmstadt alle Bevölkerungsgruppen im Umgang mit 
Wasser gestärkt und Ressourcen geschont. Auf diese 
Weise entstehen spürbare Mehrwerte für Mensch und 
Natur . 
Die Vision
Wie stellen wir uns Darmstadt als 
wassersensible Smart City vor?

48     Vision
Das Fundament 
der Vision
Verfügbarkeit und nachhaltige 
Bewirtschaftung von Wasser 
und Sanitärversorgung für alle 
gewährleisten
Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, 
breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung 
fördern und Innovation unterstützen
Städte und Siedlungen 
inklusiv, sicher , wider-
standsfähig und nach-
haltig gestalten
Nachhaltige 
Konsum- und 
Produktionsmuster 
sicherstellen
Umgehend Maßnahmen 
zur Bekämpfung des 
Klimawandels und seiner 
Auswirkungen ergreifen
Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige 
Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüsten-
bildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren 
und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
Partnerschaften zur 
Erreichung der Ziele
Das Fundament der Vision bilden die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten 
Nationen. Darmstadt hat sich den Nachhaltigkeitszielen der UN (Sus-
tainable Development Goals, SDG) verpflichtet.
30 Die Strategie Schlaues 
Wasser trägt besonders zur Erreichung der Ziele bei, die in Abbildung 10 
aufgelistet sind.
Bei der Entwicklung zur Smart City orientiert sich Darmstadt an den 
Werten der Smart-City-Charta.
31 Damit wird sichergestellt, dass das 
Darmstädter Smart-City-Vorhaben die Bürgerschaft wohlwollend in den 
Mittelpunkt stellt. Die Grafik auf der rechten Seite (Abbildung 11) veran-
schaulicht die Werte, die Darmstadt bei seiner Entwicklung verfolgt.
Abbildung 10: Auswahl der unterstützten 
Sustainable Development Goals
Die Nachhaltigkeitsziele der 
Vereinten Nationen

49Smart-City-Strategie   
Die Werte der 
Smart City Darmstadt
Abbildung 11: Werte der Smart City 
Darmstadt nach der Smart-City-Charta
Sicher und raumgebend
Bei allen Digitalisierungsvorhaben müssen Bedenken aus der 
Bürgerschaft ernst genommen und den Darmstädterinnen 
und Darmstädtern Freiräume und Freiheiten zur eigenen 
Gestaltung ihrer Stadt gegeben werden.
Aufgeschlossen und innovativ
Um sinnvolle Innovationen zügig voranzubringen, ist Kooperation 
gefragt. Alle Akteure der Darmstädter Netzwerke sind dazu angehalten, 
mutig zu handeln und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Netzwer-
ken hat in Darmstadt Tradition und ist Grundlage vielfältiger Aktivitäten.
Responsiv und sensitiv
Die Digitalisierung bietet zahlreiche neue Möglichkeiten wie Sensorik, 
Datenanalyse oder digitale Kommunikationskanäle, die genutzt werden 
sollen, um z. B. Wasserkreisläufe nachhaltiger zu gestalten.
Vielfältig und offen
Darmstadt als Netzwerk- und Wissenschaftsstadt ist sehr facettenreich. 
Darmstadts Bevölkerung ist international, die Einwohnerschaft kommt 
aus über 150 Ländern. Mehr als 30 wissenschaftliche Einrichtungen und 
forschende Unternehmen sind hier angesiedelt. Dies gilt es im Sinne 
vielfältiger Innovationen ohne Ausgrenzung zu nutzen.
Partizipativ und inklusiv
An zukünftigen Stadtentwicklungspr ozessen sollen möglichst viele 
Darmstädterinnen und Darmstädter teilhaben. Dabei werden insbeson-
dere benachteiligte Bevölkerungsgruppen berücksichtigt. Alle sollen 
Mehrwerte durch das Projekt spüren.
Klimaneutral und Ressourcen-effizient
Darmstadt handelt verantwortlich und nachhaltig und möchte seinen 
Teil zur Klimaneutralität Deutschlands beitragen. Auch im Sinne einer 
höheren Klimaresilienz ist der Umgang mit der knapper werdenden und 
lebenswichtigen Ressource Wasser neu zu denken.
Wettbewerbsfähig und florierend
Die bereits zahlreich vorhandenen innovativen wirtschaftlichen und 
wissenschaftlichen Institutionen bieten eine hervorragende Grundlage, 
um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Nachhaltigkeit und 
Digitalisierung verknüpfen.
Liebenswert und lebenswert
Die Entwicklung zur Smart City soll im Sinne einer höheren Lebensqualität für alle Darmstäd-
terinnen und Darmstädter geschehen. Digitalisierung dient dabei als Werkzeug und nicht als 
Selbstzweck. Sie soll helfen, nachhaltig mit Ressourcen umzugehen und durch den Schutz der 
Grün- und Blauflächen die Lebensqualität zu erhöhen.

50     Vision
Das Darmstädter Zukunftsbild veranschaulicht, mit 
welchen Schritten die Vision in Darmstadt Wirklich-
keit werden kann. Dafür lassen sich in der Vision grob 
drei Kernpunkte identifizieren. Für die wassersensible 
Smart City gilt:
1. Ressourcen werden nachhaltig genutzt
2. Daten werden digital vernetzt
3. Es wird mit den Menschen gemeinsam etwas 
geschaffen  
In unserer Stadt werden 
Ressourcen nachhaltig genutzt 
Darmstadt geht nachhaltig mit seiner Ressource Was-
ser um, sodass das vorhandene Wasser mehrfach 
genutzt wird und vielerlei Einsatz findet. Naturnahe, 
regenerative Wasserkreisläufe werden gestärkt, um 
die Wasservorkommen weiter zu schonen, das Stadt-
grün zu erhalten und das Stadtklima zu verbessern. 
Moderne Technologien stärken die städtischen Was-
serkreisläufe und ermöglichen höhere Einsparpoten-
ziale. So können beispielsweise intelligente Regen-
speicher Niederschlagswasser auffangen, speichern 
und in Abstimmung mit Wetter- und Bodensensoren 
bei Bedarf das Regenwasser als Gießwasser in umlie-
gende Grünflächen und Baumrigolen (unterirdisches 
Auffangbecken für Regenwasser) ableiten. Über Sen-
soren im Kanalnetz könnten Wasserverluste durch 
Leckagen frühzeitig erkannt und behoben werden. 
Ressourcen werden eingespart. 
Wassersensible Smart City
Das Darmstädter Zukunftsbild

51Smart-City-Strategie   
Abbildung 12: Die wasser-
sensible Smart City

52     Vision
In der wassersensiblen Smart City 
werden Daten digital vernetzt 
Daten werden aus unterschiedlichen Quellen erho-
ben, analysiert, ausgewertet, in Beziehung gestellt 
und – wenn möglich – geteilt. Dies ermöglicht es, rele-
vante Informationen sichtbar zu machen und greifbar 
zu vermitteln. Die Nutzung von Daten ist immer mit 
einem konkreten Zweck verbunden und findet unter 
Beachtung ethischer Grundsätze statt. So können die 
Daten genutzt werden, um Steuerungs- und Stadtpla-
nungsprozesse sinnvoll zu unterstützen. Beispielswei-
se können Sensoren Hitze-Hotspots identifizieren. In 
einer digitalen Abbildung der Stadt (digitaler Zwilling) 
könnten anschließend Gegenmaßnahmen simuliert 
und ausgewählt werden. Mit digitalen Visualisierungs-
tools, wie 3-D-Planungstischen, ließen sich die ge-
planten Maßnahmen verständlich darstellen und mit 
Entscheidungsträgerinnen und -trägern oder betrof-
fenen Akteurinnen und Akteuren diskutieren. Über 
die offene Bereitstellung von Daten kann Transparenz 
hergestellt, die lokale Wirtschaft gestärkt und die ge-
meinsame Gestaltung der Stadt durch ihre Bürgerin-
nen und Bürger gefördert werden.
In der wassersensiblen Smart City 
wird mit den Menschen gemeinsam 
geschaffen
Im Darmstadt der Zukunft ist Wasser in der Stadt in 
vielfältiger Form sichtbar , fühlbar , erlebbar und wird 
so ins Bewusstsein gerückt. Aus Daten gewonnene 
Erkenntnisse werden genutzt und anschaulich vermit-
telt, um die Bürgerinnen und Bürger im nachhaltigen 
Umgang mit Wasser zu unterstützen und sie zum Mit-
machen zu aktivieren. Wichtige Informationen – bspw. 
zu Wasserständen, Notsituationen, aber auch zum 
nachhaltigen Umgang mit Wasser oder der Anwen-
dung neuer Technologien – werden zielgruppenge-
recht und zeitnah vermittelt. 
Die Bürgerinnen und Bürger wissen, wie sie verant-
wortungsvoll mit diesen und ihren eigenen Daten im 
Zusammenhang mit Wasser umgehen. Sie können 
anhand der Daten wichtige Informationen erkennen 
und Handlungen daraus ableiten. Die Darmstädter 
Bürgerschaft wird zur wassersmarten Gesellschaft. 
Beispielhaft kann hier die Erprobung neuer Ansätze 
zur Wiederverwendung von Grauwasser über spiele-
rische Anwendungen (Serious Games) genannt wer-
den. Auch innovative Formate zur Beteiligung und In-
formationsvermittlung, z. B. über Apps, Real-Labore, 
Wasserlehrpfade, Zukunftswerkstätten oder Citizen-
Science-Projekte, bringen die gemeinsame Stadtent-
wicklung voran.  
Um diese  drei Kernpunkte – Ressour cen nachhaltig 
nutzen, Daten digital vernetzen und mit den Men-
schen gemeinsam etwas schaffen – in konkrete Hand-
lungen und Veränderungen zu überführen, wurden 
drei Anwendungsfelder (AF) identifiziert. 
Die Anwendungsfelder beschreiben die wichtigsten 
Aspekte und formulieren konkrete Ziele für die Stadt-
entwicklung der Smart City. Um festzustellen, wie 
stark sich die Stadt der Vision angenähert hat, benen-
nen die Anwendungsfelder auch Kriterien zur Bemes-
sung des Erfolgs. Im folgenden Kapitel werden diese 
drei Anwendungsfelder im Detail beschrieben.

5
Anwendungsfelder
Wo genau setzen wir mit Schlaues Wasser an?

54     Anwendungsfelder
Die Anwendungsfelder 
für Schlaues Wasser 
Darmstadt
Um Darmstadt zu einer wassersensiblen Smart City 
zu entwickeln, werden in Darmstadt die Potenziale 
ausgeschöpft, die sich durch digitale Instrumente und 
Methoden ergeben. Dabei findet Digitalisierung nicht 
als Selbstzweck statt, sondern verfolgt immer stadt-
entwicklungspolitische Ziele.  
Zu diesen Zielen zählen u. a. die nachhaltige Bewirt-
schaftung des vorhandenen Wassers, die Erlebbarkeit 
des Wassers sowie die effektive Nutzung und Wieder-
verwendung des Wassers. Die nachfolgend darge-
stellten Anwendungsfelder bilden den Rahmen aller 
Aktivitäten, Maßnahmen und Projekte für die wasser-
sensible Smart City Darmstadt. Sie dienen somit der 
Konkretisierung der Vision (siehe Kapitel „Vision“, 
S. 45 ff.). Jedem der Anwendungsfelder sind mehre-
re konkretisierende Ziele zugeordnet. Dabei sind die 
Anwendungsfelder nicht als vollständig voneinander 
abgrenzbar zu betrachten, sondern vielmehr als mit-
einander verknüpfte Schwerpunkte für die weitere 
Strukturierung der Strategie.
Die Darmstädter Vision einer wassersensiblen Smart City wird 
anhand von drei partizipativ entwickelten Anwendungsfeldern 
konkretisiert. Diese werden im Folgenden dargestellt und die jeweils 
zugehörigen Ziele erläutert.
Monitoring und Messung der Ziele
Wie stellen wir sicher, dass die Ziele der 
jeweiligen Anwendungsfelder erreicht werden?
WIR SETZEN 
DEN RAHMEN
Der Begriff „Monitoring“ (dt.: Überwachung) beschreibt 
in diesem Zusammenhang die Messbarkeit bzw. die 
Auswertung des oben beschriebenen Zielsystems. 
Mithilfe des Monitorings soll sichtbar gemacht und 
dokumentiert werden, wann und wie Ziele teilweise 
oder vollständig erreicht werden. Damit wird im Um-
setzungsprozess auch die Möglichkeit geschaffen, ggf. 
Maßnahmen nachzusteuern, um Defizite in der Zieler-
reichung zu beheben. Die Zielerreichung wird anhand 
von Kriterien verfolgt und beschrieben. Dafür wurden 
für jedes Ziel Kriterien entwickelt. Im Anschluss an die 
unten beschriebenen Anwendungsfelder und deren 
Ziele werden die jeweiligen Kriterien kurz erläutert.
Anwendungsfelder

55Smart-City-Strategie   
Darmstadt wird zur wassersensiblen Smart City. Wir nutzen unser Was-
ser nachhaltig und erhöhen Lebensqualität in Darmstadt durch den Ein-
satz zukunftsfähiger , digitaler Technologien. Wir machen Wasser sichtbar , 
fühlbar und erlebbar . Gemeinsam entwickeln wir unsere Netzwerkstadt 
weiter und stärken unsere Bürgerinnen und Bürger im eigenen Umgang 
mit Wasser .“
Unsere Vision
Wasserkreisläufe 
in Quartier und Stadt 
Wasserdaten: Grundlagen, 
Potenziale und Nutzung 
Wasserkommunikation und 
bewusstes Handeln: Information, 
Sensibilisierung, Austausch und 
Erlebnis 
Ziele der Anwendungsfelder
Dateninfrastruktur unter Berück-
sichtigung der Grundsätze der 
Smart-City-Charta ausbauen
Monitoring und Wasserbilanzen 
als Grundlage für wassersensible 
Smart City weiterentwickeln
Prognosefähigkeit für den künfti-
gen Wasserbedarf und die künftige 
Wasserverfügbarkeit verbessern
Wasserqualität und -quantität, Was-
sertemperatur und weitere Para-
meter der Darmstädter Gewässer 
erfassen und für Bürgerinnen und 
Bürger verfügbar machen
Stadtnatur dürre- und klima-
resilient machen
Blau-grüne Infrastruktur in der 
Stadt ausbauen
Schmutz- und Regenwasser 
 aufbereiten und in Betriebswasser-
kreisläufen wiederverwenden
Stadtentwicklung und Wasser 
bei Neubau und in der Bestands-
entwicklung eng und smart mit-
einander verknüpfen
Wasser rückhalten, speichern, 
versickern oder verdunsten lassen 
durch  Maßnahmen der Stadtent-
wicklung und der Wasserbewirt-
schaftung
Gemeinsam Vorzeigestadt werden 
(Haltung)
Wasser erlebbar machen u. a. in 
den Bereichen Bildung, Kunst, 
Kultur & Events
(Früh-)Warnsysteme (Starkregen, 
Hitze, Dürre) etablieren und 
 verbreiten
Transparenz der Wasserprojekte 
für Akteure u. Öffentlichkeit 
 gewährleisten
Über Wasserverbrauch und 
Einspar potenzial informieren und 
für individuelle Schonung des 
 Wassers sensibilisieren
Vernetzung und Zusammen-
arbeit  aller relevanten Akteure 
 intensivieren
Abbildung 13: Von der Vision über die 
Anwendungsfelder bis zu den Zielen
Anwendungsfeld 1 Anwendungsfeld 2 Anwendungsfeld 3

56     Anwendungsfelder
Mit der Bewilligung des Fördermittelgebers erhielt 
die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Auftrag, mo-
dellhafte, digitale Lösungen mit Fokus auf das Thema 
Wasser zu entwickeln. In Darmstadt wurde jahrzehn-
telang nach dem Prinzip geplant und gebaut, dass 
Wasser in der Stadt auf schnellstem Wege in die Ka-
nalisation und von dort möglichst rasch in abführende 
Gewässer fließen sollte. Dadurch leidet die Stadtnatur 
und es fehlt Wasser für die Bewässerung. Fehlendes 
Wasser in der Stadt beeinträchtigt zudem viele gesell-
schaftliche und ökologische Funktionen. Zusätzlich 
hat der Klimawandel einerseits zunehmende Hitze 
und Trockenheit und andererseits häufigere und in-
tensivere Starkregenereignisse mit möglichen Über-
flutungen zur Folge. Die Auswirkungen sind in Städten 
wie Darmstadt wegen hoher Versiegelungsraten und 
wenig Raum für Wasser deutlich zu spüren. Hier setzt 
das Projekt Schlaues Wasser Darmstadt an.
Im Gegensatz zu der bisher gängigen Praxis einer 
möglichst raschen Ableitung von Regenwasser in die 
Kanalisation verfolgt die wassersensible Stadtent-
wicklung das Ziel, die Wasserkreisläufe in der Stadt 
oder besser noch direkt im Quartier zu schließen und 
so Wasser im Quartier und in der Stadt zu halten. De-
zentrale Lösungen zur Versickerung, Verdunstung, 
Nutzung sowie zur Speicherung und gedr osselten 
Ableitung von Regenwasser müssen verstärkt um-
gesetzt werden. Damit versickert das in bebauten Ge-
bieten anfallende Regenwasser entweder gezielt und 
reichert das Grundwasser an oder es wird gesammelt 
und gespeichert und somit für die Vegetation und 
die Verdunstung (und damit Kühlung) verfügbar ge-
macht. Gleichzeitig sollen so die potenziellen Schäden 
infolge von Starkregenereignissen minimiert werden.
Ein Kernziel innerhalb des Projekts Schlaues Wasser 
Darmstadt ist die möglichst weitgehende Annähe-
rung an den natürlichen Wasserkreislauf mithilfe di-
gitaler Tools. Der Weg dorthin ist auch auf kleinräu-
miger Ebene zu beschreiten. Der Wasserkreislauf auf 
Quartiers- und Stadtebene ist durch entsprechende 
technische Maßnahmen zu stärken, anzugleichen und 
klimaresilient zu gestalten. Durch die Stärkung der 
natürlichen Funktionen von Wasser , Vegetation und 
Boden wird das Stadtklima positiv beeinflusst.
Wasserkreisläufe 
in Quartier und Stadt
Anwendungsfeld 1

57Smart-City-Strategie   
Abbildung 14: Anwendungsfeld 1 – 
Wasserkreisläufe

58     Anwendungsfelder
Ziel 1.1: Wasser rückhalten, speichern, versickern 
oder verdunsten lassen – durch Maßnahmen der 
Stadtentwicklung und der Wasserbewirtschaftung
Um die Resilienz Darmstadts gegenüber Wetterextre-
men wie Hitze, Trockenheit oder Starkregen zu stär-
ken, werden smarte Maßnahmen der nachhaltigen, 
dezentralen Regenwasserbewirtschaftung umgesetzt. 
Urbane Sturzfluten können durch den Rückhalt von 
Oberflächenwasser gemindert werden. Versicke-
rungsanlagen stärken dazu den natürlichen Wasser-
haushalt. Verdunstungsflächen wie städtisches Grün 
wirken sich positiv auf das Mikroklima aus und das 
Speichern von Wasser kann in Trockenzeiten den 
Verbrauch von Trinkwasser für Bewässerungszwecke 
mindern. 
Maßnahmen wie das Zurückhalten, Speichern oder 
Verdunstenlassen von Wasser sind auf Gebäudeebene 
sowie auf Freiflächen realisierbar . Beispiele für Maß-
nahmen, die diesem Ziel dienen, sind die Regenwas-
sersammlung in Zisternen, gezielte Versickerung in 
Versickerungsmulden, Schächten oder Sickerbrunnen 
und die gezielte Erhöhung der Verdunstung in Hitze-
perioden über Vegetation, Verregnungssysteme oder 
bewässerte Oberflächen. Auch Gründächer oder Re-
tentionsgründächer können dem Rückhalt und der 
Speicherung sowie der Verdunstung von Regenwasser 
dienen. Digitale, smarte Lösungen werden eingesetzt, 
um diese Ziele zu erreichen. Beispielhaft lässt sich hier 
die Identifikation von Potenzialflächen durch die auto-
matisierte Auswertung von Satellitendaten nennen. 
Ziel 1.2: Stadtentwicklung und Wasser bei Neubau 
und in der Bestandsentwicklung eng und smart 
miteinander verknüpfen
Städtebauliche Planungen und blau-grüne Lösungs-
ansätze werden zukünftig noch stärker integriert 
betrachtet. Bei Neuplanungen in Darmstadt ist dies 
bereits weitgehend der Fall. Die große Herausforde-
rung liegt in der Bestandsentwicklung bzw. bei Sa-
nierungsmaßnahmen. Hier gilt es, die Belange von 
Wasserressourcenmanagement, Klimaschutz und 
Klimaresilienz stärker in die städtebauliche Entwick-
lung einzubeziehen.
Das Projekt Schlaues Wasser verfolgt das Ziel, 
ein Stadtentwicklungskonzept interdisziplinär und 
modellhaft mit dem Thema Wasser als Querschnitts-
aufgabe zu entwickeln. Die Beteiligung anderer 
Ressorts erfolgt oft nach den Maßgaben des ver-
antwortlichen R essorts im Rahmen einzelner Pla-
nungsverfahren. Daher sollten künftig bereits zu 
Planungsbeginn gemeinsame Visionen und Ziele mit 
Blick auf wassersensible Lösungen entwickelt werden. 
Sektorübergreifende Arbeitsstrukturen, Prozesse und 
Ressourcen sollten effektiv durch digitale Werkzeu-
ge koordiniert werden. Auch in der Planung können 
smarte Tools (wie z. B. Modellierungen) genutzt und 
es kann auf digital vorliegende Daten zurückgegriffen 
werden, um die Ziele der Stadtentwicklung und der 
Wasserwirtschaft smart zu verknüpfen.
WASSER-
KREISLAUF!

Der zweite Blick 
zeigt: So grün ist die 
Wissenschafts  stadt 
Darmstadt nicht. 
  59Smart-City-Strategie   
Ziel 1.3: Schmutz- und Regenwasser 
aufbereiten und in Betriebswasserkreisläufen 
wiederverwenden
Der Stadt steht nur wenig Oberflächenwasser für Be-
wässerungszwecke zur Verfügung. Da die Integration 
von Betriebswasserkreisläufen, dezentralem Regen-
wassermanagement oder Notabflusswegen hohe An-
forderungen an die Flächennutzung und -gestaltung 
stellt, müssen diese frühzeitig berücksichtigt werden. 
Andernfalls können wassersensible Lösungen nicht 
systematisch eingeplant und die damit verbundenen 
Gestaltungspotenziale nicht genutzt werden. Hier 
können digitale Lösungen die Integration von Syste-
men und die integrierte Planung unterstützen.
Die zur Verfügung stehenden Wasserressourcen, 
insbesondere für Trinkwasser , schwinden. Diese zu 
schonen ist das Gebot der Stunde. Betriebswasser 
ist aufbereitetes Regen- oder Grauwasser , das zwar 
nicht der Trinkwasserqualität entspricht, dieser aber 
je nach Aufbereitung sehr nahekommt. Es kann im All-
tag u. a. für Toilettenspülung, Bewässerung und Wä-
schewaschen oder im industriellen Bereich, z. B. für 
Kühlzwecke, verwendet werden.
32 
Ziel ist es, diese Potenziale zu nutzen und dadurch 
Trinkwasser einzusparen. Die Nachrüstung eines 
städtischen Betriebswassernetzes ist ein langfristiges 
Ziel, das gerade bei Neuplanungen beachtet werden 
sollte. Auch aufbereitetes Schmutzwasser aus der 
Kläranlage kann Wasserbedarfe substituieren. Hier 
gilt es langfristig, Kläranlagen zu optimieren, um das 
Wasser mindestens für Bewässerungszwecke nutzbar 
zu machen. 
Ziel 1.4: Blau-grüne Infrastruktur in Darmstadt 
ausbauen
Hinter dem Begriff „blau-grüne Infrastruktur“ steckt 
der Gedanke, dass Ökosysteme und ihre Leistungen 
ebenso wie „graue“ (also technische) In frastruktur 
für eine nachhaltige Entwicklung unverzichtbar sind. 
Großprojekte wie DELTA
33 dienen dem Ziel, blau- 
grüne Infrastrukturen in Darmstadt smart mitein-
ander zu verknüpfen. Die Kombination grüner und 
blauer Infrastruktur , also von Stadtnatur und Wasser , 
trägt zum menschlichen Wohlergehen – z. B. durch 
Klimaregulation, Erholung und Erleben von Natur und 
Landschaft – und zum Erhalt der biologischen Vielfalt 
bei. Vor allem im Hinblick auf den Klimawandel und 
seine negativen Auswirkungen wie Hitzesommer , Tro-
pennächte und Starkregen spielt die blau-grüne Infra-
struktur eine zentrale Rolle. Während sich Steine und 
Asphalt stark aufheizen, kühlen Pflanzen ihre direkte 
Umgebung, wenn sie ausreichend mit Wasser ver-
sorgt sind. Zugleich spenden sie Schatten und lassen 
Wasser über ihre Blätter verdunsten 
(Verdunstungskühlung). Wo versie-
gelte Oberflächen zu Überschwem-
mungen führen können, bieten offe-
ne Böden Versickerungsflächen und 
entlasten die Kanalisation bei immer 
häufiger auftretenden Starkregen-
fällen. Darüber hinaus sind sie Teil 
wichtiger Frischluftschneisen, die eine 
Luftzirkulation innerhalb der Stadt er-
möglichen und auf diese Weise klima-
regulierend wirken. 
Vorhandene Elemente der blau-grünen Stadt sind 
deshalb zu erhalten, zu stärken und zu vernetzen. 
Synergien zwischen blauen, grünen und auch grauen 
Infrastrukturen sind zu nutzen, wie z. B. die smarte 
Bewässerungsanlage auf der Mathildenhöhe. Smarte 
Bewässerungssysteme für städtisches Grün und eine 
intelligente, vorausschauende Starkregenvorsorge 
sollen in Zukunft einen Beitrag zur blau-grünen In-
frastruktur leisten. Digitale Anwendungen können 
etwa zur Messung und Steuerung der Bodenfeuchte, 
zur Bewässerung von Stadtgrün und zum Monito-
ring blau-grüner Infrastruktur genutzt werden (siehe 
auch Anwendungsfeld 2). Ein konkretes existieren-
des Darmstädter Beispiel dafür ist etwa der Einsatz 
von Künstlicher Intelligenz zur Vorhersage von Was-
serhochständen oder zu erwartenden Leckagen in 
 Wassernetzen.

Moderne 
Technologien
zielen darauf ab, die 
Resilienz von Pflanzen und 
Bäumen zu stärken
60     Anwendungsfelder
Ziel 1.5: Stadtnatur dürre- und klimaresilient 
machen
Darmstadts Stadtnatur besteht aus einem Mosaik 
kleinteiliger Flächen, die über das Stadtgebiet verteilt 
sind. Diese bieten Lebensraum für unterschiedliche 
Tier- und Pflanzenarten. In der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt sind dies Orte wie der Steinbrücker Teich, 
die Bessunger Kiesgrube oder der Woog. 
Die aktuellen klimatischen Entwicklungen zeigen 
schon heute, dass wasserarme Städte wie Darmstadt 
verstärkt unter Überhitzung leiden. Bei dem Bestre-
ben, Stadtnatur mittels digitaler Lösungen dürre- und 
klimaresilient zu machen, liegt der Fokus auf der 
Versorgung und dem Erhalt städtischer Vegetation. 
Der Einsatz weiterer moderner Technologien zielt in 
Darmstadt darauf ab, die Resilienz von Pflanzen und 
insbesondere Bäumen zu stärken. 
Neben ihrer Verdunstungsleistung spenden Bäume 
Schatten. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag, 
um die Folgen von Hitze und Dürreperioden abzumil-
dern. Durch den Einsatz digitaler Tools und smarter 
Technologie können Standortbedingungen verbes-
sert werden. So kann etwa mittels satellitengestützter 
Bildgebung die Dimensionierung von Baumscheiben
34
optimiert, Bodenverdichtung reduziert und eine kon-
tinuierliche Wasserversorgung gewährleistet werden. 
Die kontinuierliche Wasserversorgung ist besonders 
für junge Bäume und Flachwurzler von Bedeutung, da 
diese nicht vom Grundwasser zehren können.
Kriterien zum Erreichen der Ziele in 
Anwendungsfeld 1
Das Anwendungsfeld 1 behandelt die Integration der 
smarten, wassersensiblen Stadtentwicklung in die 
städtische Gesamtplanung sowie das Schließen lo-
kaler Wasserkreisläufe durch Sammeln, Speichern, 
Versickernlassen und Wiedernutzen von Wasser in 
der Stadt. Für die Zielerreichung beziehen sich die 
Erfolgskriterien somit auf folgende Aspekte: 
• Vorhandensein von entsprechenden
Flächen und Anlagen 
• Begrenzung von Versiegelung und
Verschwendung von Regenwasser  
• Schaffung und Nutzung von
Wasserkreisläufen (Wiederverwendung)
• Qualität von integrativen Planungs-
und Beteiligungsprozessen
• Stärkung der Bewirtschaftung durch
Nutzung von Digitalisierungswerkzeugen

61Smart-City-Strategie   
Abbildung 15: Kriterien zur 
Zielerreichung in Anwendungsfeld 1
Wasserkreisläufe in Quartier und Stadt
Anwendungsfeld 1
Planung und Realisierung von Anlagen/Einrich-
tungen zum gezielten Rückhalt, zur Speicherung 
und zum Versickern- bzw. Verdunstenlassen im 
Quartier (im Rahmen von Neuplanungsprojekten 
und im Bestand)
Einsatz digitaler Plattformen für integrierte 
 Planung, Datenaustausch, Dokumentation
Entsiegelung von Flächen und Abkopplung vom 
Kanalnetz
Planung und Realisierung von Betriebswasser-
systemen für Neubaugebiete
Einsatz digitaler Mess- und Steuerungssysteme 
für die Optimierung von Retentionsvermögen, 
Versickerung und Bewässerung (geplante und 
realisierte Systeme)
Förderung des Einsatzes von Betriebswasser-
systemen in Bestandsgebieten 
Systematische Integration von Schlaues-Wasser- 
Elementen (Wasserwirtschaft, Stadtgrün, 
Digitalisierungsoptionen etc.) von Beginn an in 
städtebauliche Planungen/Strategien
Planung und Realisierung blau-grüner Projekte im 
Bestand und bei Neuplanungen (z. B. Stadtgrün 
mit Wasserspeichern, Verschattung, Verdunstungs-/
Abkühlungselemente) 
Explizite Dokumentation von integrierten Planungen 
Wasser + Stadt und Aufbereitung als Beispiel
Einbau von Projektbausteinen „Stadtnatur + 
Wasserspeicherung“ bei Umbau von Verkehrs-
infrastruktur 
Wahl von Pflanzenarten mit geringem Wasserbedarf 
(Optimierung von Verschattung und Standorten), 
digitale Steuerung einer optimierten Bewässe-
rung, Verbindung Stadtnatur u. Wasserspeicher) 
Wasser rückhalten, speichern, 
versickern und verdunsten 
lassen durch Maßnahmen der 
Stadt entwicklung und der 
Wasserbewirtschaftung
Stadtentwicklung und Wasser 
bei Neubau und in der Bestands-
entwicklung eng und smart 
miteinander verknüpfen
Schmutz- und Regenwasser 
aufbereiten und in Betriebs-
wasserkreisläufen wieder-
verwenden
Blau-grüne Infrastruktur in der 
Stadt ausbauen
Stadtnatur dürre- und klima-
resilient machen
Ziele
Kriterien zur Zielerreichung

62     Anwendungsfelder
Dieses Anwendungsfeld umfasst die auf wasserbezo-
gene Datenerhebung und -bereitstellung ausgerichte-
ten Ziele. Dies bezieht sich vor allem auch auf Daten 
und Informationen, die für an wassersensibler Stadt-
entwicklung beteiligte Akteure und die Öffentlichkeit 
von Inter esse sind. Entsprechende Daten können 
Wassermengen und -qualität von Grund- und Ober-
flächengewässern in Darmstadt sein. Wasserbilanzen, 
Grundwasserneubildung, Verfügbarkeit von Wasser 
für verschiedene Zwecke in der Stadt und auch In-
formationen über Wasserknappheit, Verbrauch in 
Stadtteilen oder Quartieren usw. sind für die Stadt-
entwicklung wichtige Kennwerte. Dafür wäre eine 
Bestandsaufnahme zur Erfassung der Standortge-
gebenheiten und existierender Projekte dienlich, um 
allen Fachämtern einen transparenteren Zugang zu 
Informationen und Daten zu ermöglichen. Diese Form 
der Transparenz unterstützt die Zusammenarbeit der 
verschiedenen Fachämter und trägt dafür Sorge, dass 
Aktivitäten und Handlungen b esser miteinander ab-
gestimmt und koordiniert werden können. 
Im Fokus stehen das Monitoring der urbanen Wasser-
ressourcen und das öffentliche sowie private Manage-
ment von Extremwettersituationen wie Niedrigwasser 
und Trockenperioden einerseits und Starkregen und 
Überschwemmungen andererseits. Dafür bedarf es 
flächendeckender , laufender Aufzeichnungen und 
kurzfristiger Auswertungen von Daten als wichtiger 
Grundlage für Analysen und Vorhersagen. Für die Be-
wusstseinsbildung über das sensible Umweltgut Was-
ser in der Stadt (siehe auch Anwendungsfeld 3) ist 
eine intensive Vermittlung von Kennzahlen und aktu-
ellen Trends zu den Wasserdaten von großem Nutzen. 
So können Verbraucherinnen und Verbraucher zur 
Eigenvorsorge und zum sparsamen bzw. bewussten 
Umgang mit Wasser in der Stadt angehalten werden.
Wasserdaten: Grundlagen, 
Potenziale und Nutzung
Anwendungsfeld 2

63Smart-City-Strategie   
Abbildung 16: Anwendungsfeld 2 – 
Wasserdaten

64     Anwendungsfelder
Ziel 2.1: Dateninfrastruktur unter 
Berücksichtigung der Grundsätze der Smart-City-
Charta ausbauen
Um digitale Lösungen für die Aufgabenfelder der was-
sersensiblen Stadt nutzbar und effektiv zu machen, ist 
eine einheitliche und standardisierte Dateninfrastruk-
tur erforderlich. Das bezieht sich auf die Sensorik für 
die Datenerhebung, die verschiedenen Netze für die 
Datenübertragung, die Datenspeicherung, -verarbei-
tung und -veröffentlichung sowie die Schnittstellen 
zwischen den einzelnen Komponenten. Dies gilt an-
gesichts der aufgezeigten Interdisziplinarität der Auf-
gaben der wassersensiblen Stadtentwicklung auch für 
alle verwandten Aufgabenfelder der Planung in Stadt, 
Umwelt, Sozialem etc.
Auch besteht ein Ziel darin, den freien Zugang zu 
Daten und Open-Source-Dateninfrastruktur auszu-
bauen, wie es in Darmstadt über das Dashboard, die 
Datenplattform oder das Open-Data-Portal bereits 
getan wird. Inwieweit dies möglich ist, richtet sich al-
lerdings auch nach den Regeln für die Datensicherheit 
und den Datenschutz bzw. den Schutz von Personen 
und Infrastruktur . Klare Grenzen gelten daher z. B. für 
die kritischen Infrastrukturen (KRITIS), zu denen ver-
schiedene wasserbezogene Einrichtungen zählen. 
So sind beispielsweise Daten über die Details der 
Trinkwasserversorgung, Förderstellen und Verteil-
systeme zum Schutz der Bevölkerung vor Anschlägen 
sicherheitsrelevant und dürfen nicht ohne Weiteres 
veröffentlicht werden. 
Für alle digitalen Lösungen in diesem Anwendungs-
feld ist die Smart-City-Charta zu beachten: „Freie Nut-
zung von Daten (Open Data) abwägen und weitgehend 
ermöglichen: Kommunen prüfen, wie sie ihre Daten 
entsprechend den Open-Data-Prinzipien allgemein 
freigeben können. Dabei ist abzuwägen zwischen dem 
Gemeinwohlinteresse an einem offenen Daten-Öko-
system, zuwiderlaufenden Belangen des Gemeinwohls 
und den Rechten und Inter essen betroffener Perso-
nen (u. a. Datenschutz) …“. Viele Informationen und 
Daten können im Sinne einer wassersensiblen Smart 
City veröffentlicht werden: Hochwasser- und Über-
flutungsrisikokarten, Wasserqualitäten oder Abfluss-
mengen von Oberflächengewässern etwa fallen nicht 
unter die sensiblen Daten. 
Ziel 2.2: Monitoring und Wasserbilanzen als 
Grundlage für wassersensible Smart City 
weiterentwickeln
Der Überwachung des Grundwassers kommt eine 
zentrale Bedeutung zu, um kritische Entwicklungen 
zu erkennen und Defiziten in der Qualität und Menge 
des Grundwassers entgegenzuwirken. Solche Daten 
werden in der Regel von staatlichen Umweltbehörden, 
aber auch von Kommunen erhoben und veröffentlicht. 
Für ein Klimafolgen-Monitoring im Bereich urbaner 
Wasserressourcen sind Grundwasser- und Oberflä-
chenwasserdaten aufgrund der starken klimatischen 
Veränderungen in Darmstadt von besonderer Wich-
tigkeit. Dabei ist ein flächendeckend hoher Detailgrad 
das Ziel: Dafür sorgen dauerhaft installierte Sensoren 
im Stadtgebiet, z. B. an ausgewählten Baumstandor-
ten wie auf der Mathildenhöhe, die den Feuchtegrad 
im Boden messen und damit zu einer bedarfsgerech-
ten Bewässerung beitragen sollen. Diese ermöglichen 
über einen automatisierten Datenabruf zeitnahe 
Auswertungen und Prognosen. Für eine nachhalti-
ge Grundwasserbewirtschaftung – darunter versteht 
man die Regulierung des Grundwasserstands – sind 
regionale oder lokale Wasserbilanzen erforderlich. Sie 
sind als Entscheidungsgrundlage notwendig, um zu-
künftig Grundwassererschließungen und -entnahmen, 
Wasserrechtsverfahren, konkurrierende Nutzungs-
interessen etc. ressourcengerecht beurteilen zu können.
Digitale Anwendungen dienen der Erhebung und Ver-
breitung von Echtzeitdaten, Langzeitbeobachtungen 
und der Erstellung von Statistiken, z. B. zu Grundwas-
serständen. Diese können als Open Data innerhalb 
und außerhalb der Verwaltung einen Beitrag zur was-
sersensiblen Stadtentwicklung in Darmstadt leisten.

STRUKTUR –  
DER FELS IN 
DER BRANDUNG
  65Smart-City-Strategie   
Ziel 2.3: Prognosefähigkeit für den 
künftigen Wasserbedarf und die künftige 
Wasserverfügbarkeit verbessern 
Schon jetzt gilt Darmstadt als wärmste Stadt Hessens. 
Aufgrund des Klimawandels werden sich im jahres-
zeitlichen Verlauf die Bodenfeuchte und die Grund-
wasserneubildung sowie die Wasserverfügbarkeit im 
Grundwasser und in den Gewässern verändern. Auch 
bei den Wassertemperaturen werden deutliche Ände-
rungen eintreten. Über regionale Wasserhaushalts-
modelle und Wasserbilanzen lässt sich dies lokal ana-
lysieren und prognostizieren. Für die wassersensible 
Planung in der Wissenschaftsstadt sind höher aufge-
löste Analysen und Vorhersagen erforderlich, die z. B. 
auf einzelne Stadtteile bezogen werden können. 
Wasserbedarfe ergeben sich aus der Prognose spe-
zifischer privater , gewerblicher und öffentlicher Be-
darfs- bzw. Verbrauchsmengen und der Siedlungs-, 
Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung. Diese sind 
wiederum von den Folgen des Klimawandels für Was-
serressourcen und Niederschlagsentwicklung, von re-
gulatorischen Anforderungen sowie dem technischen 
Fortschritt abhängig. 
Digitale Anwendungsmöglichkeiten für dieses Ziel lie-
gen vor allem in der Verarbeitung, Verknüpfung und 
Analyse von erhobenen und aktuellen statistischen 
Daten zur Bevölkerung, zum Wasserverbrauch, zur 
Stadtentwicklung und zur Erstellung von entspre-
chenden Prognosen. Für Prognosen und Auswertun-
gen digitaler Daten sowie deren Automatisierung 
können bspw. selbstlernende Systeme (Künstliche 
Intelligenz) eingesetzt werden. 
Ziel 2.4: Wasserqualität und -quantität, 
Wassertemperatur und weitere Parameter der 
Darmstädter Gewässer erfassen und für die 
Bürgerschaft verfügbar machen
Um kritische lokale und regionale Entwicklungen 
rechtzeitig erkennen zu können und das Bewusstsein 
in der Bevölkerung für das empfindliche Schutzgut 
Wasser zu stärken, sollen Daten von Abflussmessun-
gen und Wasserqualität sowie weitere Parameter der 
Bürgerschaft verfügbar gemacht werden. Dabei könn-
ten Trendanalysen und Vorhersagen integriert wer-
den. Digitalisierung spielt nicht nur bei der Erfassung, 
sondern auch bei der Veröffentlichung der Daten 
eine entscheidende Rolle. Solche serviceorientierten 
Dienstleistungen adressieren auch mehrere Ziele in 
Anwendungsfeld 3.
Kriterien zur Erreichung der Ziele in 
Anwendungsfeld 2
Im Fokus des zweiten Anwendungsfeldes steht der 
Einsatz bzw. die Bereitstellung von digitalen Anwen-
dungen, die Daten zu verschiedenen wasserbezoge-
nen Fragestellungen zur Verfügung stellen. Daher 
beziehen sich die Erfolgskriterien auf die folgenden 
Aspekte:
• Qualität, Vollständigkeit und Verfügbarkeit der 
Dateninfrastruktur
• Datensicherheit, IT-Sicherheit
• Qualität eines wasserwirtschaftlichen Monitoring-
systems und von Prognoseinstrumenten
• Qualität der Zugänglichkeit von wasserbezogenen 
Informationen

Ziele
Kriterien zur Zielerreichung
Abbildung 17: Kriterien zur 
Zielerreichung in Anwendungsfeld 2
66     Anwendungsfelder
Dateninfrastruktur unter 
Berücksichtigung der Grund-
sätze der Smart-City-Charta 
ausbauen
Monitoring und Wasserbilanzen 
als Grundlage für wasser-
sensible Smart City weiter-
entwickeln
Prognosefähigkeit für den 
künftigen Wasserbedarf und 
die künftige Wasserverfügbar-
keit verbessern 
Wasserqualität und -quantität, 
Wassertemperatur und weitere 
Parameter der Darmstädter 
Gewässer erfassen und für 
Bürgerinnen und Bürger 
verfügbar machen
Bild rechts: Smarter Hochwasserschutz wird in einem Pilot-
projekt im Naturfreibad Großer Woog Darmstadt mit einem 
Wassermanagementboot von e.Ray Europa getestet.
Quelle: Digitalstadt Darmstadt GmbH
Wasserdaten: Grundlagen, Potenziale und Nutzung
Anwendungsfeld 2
Aufbau und Pflege einer gemeinsamen, ämter-
übergreifenden Dateninfrastruktur (einschließlich 
einheitlicher Datenformate zur Sicherstellung 
des Datenaustausches) und der gemeinsamen, 
integrierten Planung
Aufstellung und Fortschreibung einer Wasser-
bilanz für die Stadt Darmstadt
Nutzung von Open-Access- und Open-Source-
Möglichkeiten im Rahmen gesetzlicher Grenzen
Erstellung, Aktualisierung und Veröffentlichung 
von Prognosen zum Wasserbedarf und zur 
Wasserverfügbarkeit, Ermittlung potenzieller 
Engpässe
Gewährleistung einer nutzerinnen- und nutzer-
orientierten Struktur / Nutzerinnen- und Nutzer-
freundlichkeit aller digitalen Systeme
Qualitätssicherung (Umfang, Aktualität, Zugäng-
lichkeit) des Monitoring- u. Prognosesystems
Gewährleistung von Datensicherheit/
Cybersicherheit
Aufbau und Betrieb eines Onlineportals und 
weiterer digitaler Medien für die öffentliche 
Information über Wasserqualitäten, -quantität, 
-temperaturen sowie andere Parameter und 
Informationen
Entwicklung und Einsatz eines städtischen 
Monitoring-Konzepts für den Zustand des urbanen 
Wasserhaushalts und die Klimawandelfolgen für 
den Wasserhaushalt (sowie Folgewirkungen)

67Smart-City-Strategie

68     Anwendungsfelder
Information, Sensibilisierung, Austausch und 
Erlebnis
Das dritte Anwendungsfeld ist querschnittsorientiert 
und ergänzt die überwiegend auf die Entwicklung von 
(technischer) Infrastruktur bezogenen Ziele der vor-
herigen beiden Anwendungsfelder . Es zielt darauf ab, 
das Element Wasser im Stadtalltag wahrzunehmen, 
wertzuschätzen und zu schützen. Die Basis ist eine 
zielgruppengerechte Kommunikation unter Nutzung 
sämtlicher digitaler und analoger Kommunikations-
kanäle. Darüber sollen Informationen vermittelt, eine 
Sensibilisierung für das Thema Wasser als wertvolle 
Ressource erreicht und Anreize für wassersensible 
Handlungen gesetzt werden. Dabei muss auch eine 
emotionale Sensibilisierung über Austausch und 
Erlebnisse stattfinden.
Wasserkommunikation und 
bewusstes Handeln 
Anwendungsfeld 3

69Smart-City-Strategie   
Abbildung 18: Anwendungsfeld 3 – 
Wasserkommunikation und Handeln

70     Anwendungsfelder
Ziel 3.1: Über Wasserverbrauch und 
Einsparpotenzial informieren und für individuelle 
Schonung des Wassers sensibilisieren
Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie viel (Trink-)
Wasser sie täglich nutzen und wofür . In Darmstadt 
liegt der Pro-Kopf-Wasserverbrauch für Trinkwasser 
mit 155 Litern am Tag deutlich über dem aktuellen 
Bundesschnitt (128 Liter am Tag) (destatis 2022). Wie 
sich dieser Verbrauch zusammensetzt und wo Ein-
sparmöglichkeiten bestehen, sollte daher genauso 
vermittelt werden wie Informationen über den ver-
steckten Wasserverbrauch (sog. virtuelles Wasser)
35. 
Dieser spielt u. a. beim Konsum von Lebensmitteln 
oder Kleidung eine große Rolle. Vielfältige, leicht ver-
ständliche und leicht zugängliche Informationen über 
den Wasserverbrauch sind eine wichtige Basis für 
eine künftige wasserbewusste Stadtgesellschaft. Ne-
ben der reinen Informationsvermittlung gilt es aber 
auch ganz praktisch aufzuzeigen, wie der individuelle 
Wasser-Fußabdruck
36 schon mit einfachen Maßnah-
men reduziert werden kann. 
Gleichzeitig sind auch Unternehmen gefragt, ihren 
Wasser-Fußabdruck in ihrer gewerblichen Tätigkeit 
auf Einsparpotenziale hin zu überprüfen. Daher rich-
ten sich die folgenden Beispiele nicht nur an Privat-
haushalte, sondern ebenso an die lokal ansässigen 
Unternehmen. 
Digitale Anwendungen können dazu beitragen, sys-
tematisch und regelmäßig (auch in Echtzeit) den 
Wasserverbrauch für unterschiedliche Bedarfe in 
Gebäuden sichtbar zu machen. In telligente Messsys-
teme für Strom- oder Wasserverbrauch (engl. Smart 
Meter) können dazu genutzt werden. Diese gekoppelt 
mit passenden Anreizen und Vorschlägen (bspw. über 
Serious Games oder über die Nutzung der „Darmstadt 
im Herzen“-App) für den nachhaltigeren Umgang mit 
der Ress ource Frischwa sser können beträchtliche 
Einsparpotenziale erreichen. Das zeigen auch Erfah-
rungen im Pilotprojekt „PassivhausSozialPlus“ in der 
Lincoln Siedlung.
Um den Bürgerinnen und Bürgern die Nutzung der 
genannten Möglichkeiten zur individuellen Wasser-
einsparung möglichst konkret aufzeigen zu können, 
sollen zukünftig auch spezifische Beratungsangebote 
geschaffen werden. 
Ziel 3.2: Transparenz über Wasserprojekte für 
Akteure und Öffentlichkeit gewährleisten
Dieses Ziel stellt die Sichtbarkeit der vielfältigen Was-
serprojekte in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in 
den Vordergrund. Im Sinne der Netzwerkstadt sollen 
die Akteure der ve rschiedenen Inte ressengruppen 
(Politik, Verwaltung, städtische Betriebe, Wirtschaft 
und Wissenschaft) und die Öffentlichkeit künftig noch 
besser miteinander vernetzt werden. Die Transparenz 
über Wasserprojekte eröffnet somit Möglichkeiten für 
neue Kooperationen und fördert den Wissenstransfer .
Smarte Maßnahmen zur Zielerreichung können im 
Bereich der Projekterfassung z. B. über ein Online-
portal oder in der Projektdarstellung auf der Projekt-
website
37 und über verschiedene Social-Media-Kanäle 
kommuniziert werden. Um alle Bürgerinnen, Bürger 
und Interess engruppen in Darmstadt zu erreichen, 
sollten digitale Medien aber auch gezielt mit analogen 
Medien kombiniert werden. Unabhängig von den Kom-
munikationswegen ist zwingend auf eine zielgruppen-
gerechte Sprache (z. B. leichte Sprache, Fremdspra-
chen) zu achten.

71Smart-City-Strategie   
Ziel 3.3: (Früh-)Warnsysteme (Starkregen, Hitze, 
Dürre) etablieren und verbreiten
Die Auswirkungen vieler Naturkatastrophen (wie Wet-
teranomalien, Erdbeben etc.) können in ihrem Scha-
densausmaß gemildert werden, wenn die Bevölkerung 
rechtzeitig über die drohende Gefahr und angemes-
sene Schutzmaßnahmen informiert wird. Warnungen 
über Apps oder SMS können die bewährten Instru-
mente des Bevölkerungsschutzes wie den klassischen 
Sirenenalarm und Warnungen über Fernseh- und Ra-
dioprogramme zielführend ergänzen. 
Nicht nur für den akuten Katastrophenfall bieten di-
gitale Warnsysteme einen Mehrwert. Insbesondere 
das frühe Erkennen potenzieller Risiken z. B. auf Ba-
sis eines engmaschigen digitalgestützten Messnetzes 
(Umweltsensorik) oder geeigneter Modellierungen, 
wie z. B. des Dürremonitors des UFZ
38, muss voran-
getrieben werden. Im Kontext von Schlaues Wasser 
Darmstadt sind es vor allem die von zu viel oder zu 
wenig Wasser geprägten Ereignisse, wie Starkregen, 
Hitze, Dürre, die hier im Fokus stehen und deren Be-
wältigung durch smarte Anwendungen erleichtert 
werden soll. Dafür können einerseits neue digitale lo-
kal spezifische Tools entwickelt, andererseits bereits 
(z. B. von Bund, Land Hessen) entwickelte Tools eta-
bliert werden.
Ziel 3.4: Wasser erlebbar machen u. a. in den 
Bereichen Bildung, Kunst, Kultur & Events
Darmstadt ist arm an Wasser und eine der wärmsten 
Städte Hessens. Der Grundwasserspiegel liegt in wei-
ten Teilen des Stadtgebiets mehr als 20 m unter der 
Geländeoberfläche. Von den drei Badeseen der Stadt 
liegen zwei weit entfernt vom Zentrum. Einen Fluss 
gibt es nicht im Stadtgebiet. Der Darmbach als kleines 
und im Sommer trockenfallendes Fließgewässer wird 
kurz vor der Innenstadt in die Kanalisation geleitet 
und ist im Stadtbild nicht bemerkbar . 
Wasser sichtbar und erlebbar zu machen und damit 
auf die besondere Relevanz dieser Ress ource hin-
zuweisen ist daher ein Kernanliegen des Projekts 
Schlaues Wasser . Um die Sinne und Emotionen der 
Einwohnerinnen und Einwohner anzusprechen, sind 
vielfältige Ansätze in den Bereichen Bildung, Kunst, 
Kultur und Veranstaltungen gefragt. 
Analoge Maßnahmen der Stadtgestaltung mit Was-
ser (z. B. künstliche Wasserläufe und Wasserflächen, 
Wasserspielplätze, Springbrunnen, Trinkbrunnen, Ne-
beldüsen etc.) sollen daher um digitale Tools ergänzt 
werden: Über entsprechende Infoseiten im Internet, 
per App oder über dynamische und ggf. interaktive 
Infoboards im Stadtbild kann die Wissensvermittlung 
unterstützt werden (vgl. auch Ziele 2.4 und 3.1). Insbe-
sondere spielerische Anwendungen wie Touchtables, 
Virtual Reality und Serious Games können den Men-
schen neue Zugänge zum Thema erschließen. Wichtig 
ist, dass hierbei nicht nur kostenpflichtige Anwendun-
gen, sondern bei den analogen wie den digitalen Maß-
nahmen erschwingliche und auch kostenfreie Ange-
bote zum Thema „Wasser erleben“ entstehen.

72     Anwendungsfelder
Ziel 3.5: Gemeinsam Vorzeigestadt werden 
(Haltung)
In Darmstadt zeigt sich über Jahre hinweg ein Wan-
del der Beteiligungskultur von der früher einseitig 
ausgerichteten reinen Information der Bürgerschaft 
(in Form von Pressemitteilungen und Informations-
veranstaltungen) hin zu einer zunehmend gemein-
schaftlichen Entwicklung von Lösungen für Stadt-
entwicklungsfragen (z. B. in Stadtentwicklungsforen, 
Zukunftswerkstätten und anderen Formaten). Als eine 
der ersten Großstädte in Deutschland hat Darmstadt 
Leitlinien für die Bürgerbeteiligung entwickelt und 
verabschiedet, die „die Vorbereitung, Umsetzung und 
Nachbereitung von freiwilliger Bürgerbeteiligung ver-
bindlich regeln, damit Bürgerbeteiligung dauerhaft in 
Darmstadt verankert wird“.
39 
Diesem Anspruch folgend adressiert das Ziel „Ge-
meinsam Vorzeigestadt werden“ verschiedene Aspek-
te. Unter dem Stichwort „gemeinsam“ geht es darum, 
die zuvor geschilderte Beteiligungskultur zu pflegen 
und zu leben. Das Stichwort „Vorzeigestadt“ schreibt 
Darmstadt eine Vorreiterrolle im Hinblick auf urba-
ne Digitalisierungsproz esse und das Thema Wasser 
in der (wasserarmen) Stadt zu. Dafür gilt es, auch im 
Sinne von Ziel 3.6, künftig die Akteure noch b esser 
zu vernetzen und ein gemeinsames Verständnis für 
die Relevanz des Themas Wasser in der Stadtentwick-
lung zu etablieren. So soll letztendlich die Haltung zur 
Ressource Wasser bei allen Akteuren gestärkt wer-
den. Wie in anderen Politikbereichen bereits etabliert 
(bspw. Klimavorbehalt)
40 gibt es in Darmstadt nun ein 
klares politisches Bekenntnis zum Stellenwert des 
Themas Wasser in der Stadtentwicklung Darmstadts.
Ziel 3.6: Vernetzung und Zusammenarbeit aller 
relevanten Akteure intensivieren
Dieses letzte Ziel soll nicht nur für das Projekt Schlaues 
Wasser Darmstadt gelten: Eine intensivierte Vernet-
zung und Zusammenarbeit aller relevanten Akteure 
ist in allen Bereichen der Stadtentwicklung erstre-
benswert. Mit dem Verständnis als Netzwerkstadt löst 
sich Darmstadt weiter von früheren Top-down-Ansät-
zen der Stadtentwicklung. Dabei kann die Metapher 
der Netzwerkstadt im Rahmen von Schlaues Wasser 
breit interpretiert werden und sowohl analoge (z. B. 
Kanalnetz, Wasserversorgungsnetz) als auch  digitale 
(z. B. Telekommunikation, LoRaWAN) Netzwerke mei-
nen. Ebenso wird die Vernetzung von grün-blauer 
Infrastruktur (vgl. Ziel 1.4) adressiert. Die Digitalisie-
rung kann zu diesem Ziel einen weitreichenden Bei-
trag leisten. Es geht darum, die relevanten Akteure 
zu identifizieren, zur Zusammenarbeit zu motivieren 
und diese zu organisieren (vgl. auch Ziel 3.2).
Kriterien zum Erreichen der Ziele in 
Anwendungsfeld 3 
Die Erfolgskriterien im dritten Anwendungsfeld bezie-
hen sich vor allem auf die Information und Beteiligung 
der Öffentlichkeit: 
• Vorhandensein und Qualität von Veranstaltungen, 
Kampagnen und Bildungsangeboten sowie ande-
ren Werkzeugen zur Öffentlichkeitsinformation 
und Teilhabe
• Vorhandensein und Qualität von smarten 
 Informations- und Beteiligungs-Plattformen
• Etablierung und Nutzung von Frühwarnsystemen

73Smart-City-Strategie   
Über Wasserverbrauch und 
Einsparpotenzial informieren 
und für individuelle Schonung 
des Wassers sensibilisieren
Transparenz der Wasserprojekte 
für Akteure u. Öffentlichkeit 
gewährleisten
(Früh-)Warnsysteme (Stark-
regen, Hitze, Dürre) etablieren 
und verbreiten
Wasser erlebbar machen u. a.  
in den Bereichen Bildung, 
Kunst, Kultur & Events
Gemeinsam Vorzeigestadt 
werden (Haltung)
Vernetzung und Zusammen-
arbeit aller relevanten Akteure 
intensivieren
Konzeption und Umsetzung einer Informations-
kampagne zum Thema Wassernutzung 
 (Wassermengen, -herkunft, Einsatzzweck, 
 Einsparpotenzial, Substitutionspotenzial …)
Einsatz von Smart Meter auch im Wasserbereich
Verbreitung von konkreten Verhaltenstipps für 
wasserbewusstes Handeln
Über bestehende (Früh-)Warnsysteme informieren 
bzw. für diese werben
Abfrage von Wasserwissen in der Bevölkerung 
über regelmäßige Bürgerumfragen
Integration von Frühwarnelementen auf Service-
seiten/Apps der Stadt(-Wirtschaft)
Aufbau einer Informations- und Beteiligungsplatt-
form für Wasserprojekte
Entwicklung von Bildungsangeboten zum Thema 
Wasser für unterschiedliche Zielgruppen
Einrichtung von Wasserläufen, Wasserflächen, 
Wasserspielplätzen, Spring- und Trinkbrunnen
Konzeption und Umsetzung von Kunst- und 
Kulturevents mit Bezug zum Thema Wasser
Proklamation für wasserbewusstes Handeln durch 
StaVo
Einbezug der Fokusgruppen in der Umsetzungs-
phase
Sichtbarmachen von Wasserprojekten im digitalen 
Stadtatlas
Abbildung 19: Kriterien zur 
Zielerreichung in Anwendungsfeld 3
Ziele
Kriterien zur Zielerreichung
Wasserkommunikation und bewusstes Handeln: 
Information, Sensibilisierung, Austausch und Erlebnis
Anwendungsfeld 3

74     Anwendungsfelder
?
Digitale Souveränität und Datensouveränität
Prioritär strebt Darmstadt als Smart City eine mög-
lichst hohe digitale Souveränität an. Dafür müssen 
sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadtverwal-
tung ausreichend digitale Kompetenzen aufgebaut 
werden. Auch die Berücksichtigung von Themen wie 
Cybersicherheit, Open Source und offene Schnittstel-
len (s. u.) ist essenziell. Digitale Souveränität ist not-
wendig, um mit Kooperationspartnern auf Augenhöhe 
interagieren zu können. Abhängigkeiten müssen dafür 
möglichst vermieden werden. Es wird angestrebt, die 
Datensouveränität bei der Stadt Darmstadt und der 
Stadtwirtschaft zu verorten. Die Rechte an kommunal 
erhobenen Daten bleiben somit bei der Stadt und wer-
den nicht an externe Dienstleister übertragen. 
Umgang mit 
Digitalisierung 
und Daten
Umgang mit Digitalisierung 
und Daten
Für die beschriebenen Anwendungsfelder (1) „Wasserkreisläufe: in Quartier 
und Stadt“, (2) „Wasserdaten: Grundlagen, Potenziale und Nutzung“ und (3) 
„Wasserkommunikation und bewusstes Handeln: Information, Sensibilisierung, 
Austausch und Erlebnis“ wurden bereits die konkreten Zielsetzungen für eine 
wassersensible Smart City Darmstadt formuliert. Darüber hinaus gilt es aber 
auch, sich übergreifend auf einen nachhaltigen, souveränen, offenen und 
gleichzeitig sicheren Umgang mit Digitalisierung und Daten zu verständigen. 
Die im Folgenden dargestellten Prinzipien sind somit nicht nur für das Projekt 
Schlaues Wasser Darmstadt relevant, sondern auch darüber hinaus.
Cybersicherheit
In den letzten Jahren waren Kommunen und städ-
tische Betriebe zunehmend insbesondere Ransom-
ware-Angriffen ausgesetzt. Diese Bedrohungen 
werden voraussichtlich immer relevanter und insbe-
sondere kritische Infrastrukturen müssen besonders 
geschützt werden. Um eine umfassende Cybersicher-
heit zu gewährleisten, gilt es, aktuelle und zukünftige 
digitale Vorhaben systematisch unter Berücksichti-
gung folgender Fragestellungen aufzusetzen:
• Welche Systeme sind mit lediglich einem Authenti-
fizierungsmerkmal zugänglich?
• Wie viel Schaden könnten Angreifende, die sich 
Zugang zu einem Netzwerk verschafft haben, 
maximal dort anrichten?
• Auf welche Weise und wie früh können Angreifen-
de identifiziert werden?
• Wie kann die Ausbreitung eines potenziellen 
Einbruchs in IT-Systeme präventiv verhindert 
werden?
• Wie kann im Vorhinein eine möglichst schnelle 
Wiederherstellung der Systeme im Falle eines 
erfolgreichen Angriffs gewährleistet werden?

75Smart-City-Strategie   
Die neue Architektur und die zu verfolgenden Maß-
nahmen für Cybersicherheit sollten diese Fragen so 
adressieren, dass kleinteilige Betrachtungen von Sys-
temen abgelöst werden. Es geht um die systematische 
Verfolgung eines Designparadigmas für Cybersicher-
heit, wie z. B. (Elemente einer) Zero-Trust-Architektur .
Zusätzlich wird empfohlen, Daten dezentral zu orga-
nisieren, z. B. über die Bildung von Außenstellen. Um 
die Angriffsfläche zu verringern, hilft es ebenso, alte 
Daten („Datenfriedhöfe“) aufzuräumen. Auch (KI-ge-
stützte) Detect-and-Response-Software kann bei un-
üblichen Aktivitäten im Netzwerk frühzeitig Alarm 
schlagen. 
War ein Angriff erfolgreich, könnte ein mobiles Re-
aktionsteam schnelle, kompetente Hilfe bieten. Mit 
dem Amt für IT und Digitalisierung, der Digitalstadt 
GmbH, dem Fraunhofer SIT, Count+Care und dem 
Athene Forschungszentrum verfügt Darmstadt über 
ein breites und tiefgehendes Expertenwissen. Darm-
stadt steht bereits im Austausch mit anderen Kom-
munen, um Fachwissen zu teilen und sich gemeinsam 
weiterzuentwickeln.  
Bei der Ausgestaltung der Smart-City-Maßnahmen 
im Projekt Schlaues Wasser wird die Bedeutung von 
Cybersicherheit als Schnittstellenelement besonders 
bedacht.  
Open Source 
Der Einsatz von Open-Source-Software in deutschen 
Kommunen nimmt zu. Darunter wird Software ver-
standen, deren Quelltext öffentlich einsehbar ist. 
Auch Darmstadt setzt verstärkt auf Open Source. So 
befindet sich aktuell u. a. eine Open-Data-Plattform 
auf Basis der Open-Source-Software DKAN in der Um-
setzung (zum Thema Open Data siehe S. 98). 
Im Rahmen des Projekts Schlaues Wasser Darmstadt 
soll ebenfalls möglichst immer auf Open-Source-Soft-
ware zurückgegriffen werden (siehe Anwendungsfeld 
2, Ziel 1: „Dateninfrastruktur unter Berücksichtigung 
der Grundsätze der Smart-City-Charta ausbauen“). 
Dabei sind gerade im Hinblick auf kritische Infrastruk-
turen wie Wasserversorgungssysteme aber auch im-
mer Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen. 
Neben dem Einsatz von Open-Source-Software soll in 
Darmstadt zusätzlich durch die Verwendung offener 
und standardisierter Schnittstellen die Unabhängig-
keit von externen Anbietern gestärkt werden.  
Die Anwendungs- und Querschnittsfelder zeigen auf, 
entlang welcher Kernaspekte sich Darmstadt auf dem 
Weg zur wassersensiblen Smart City entwickeln muss. 
Die identifizierten Ziele und Kriterien geben Auf-
schluss da     rüber , welche Schritte und Veränderungen 
erfolgen sollten. Mit welchen konkreten Maßnahmen 
die identifizierten Ziele erreicht werden sollen, be-
schreibt das nächste Kapitel.

STADT
   MOBIL
2
5
5
5
5
5
SSSSSSSSSSSS
M
STADT
SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAADDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT
STADT
   OBIL
  MMMMMOOOOOBBBBIIIIIIILLLLLLLLL
MOBIL
 
 
2
2
2
2
Road Map 
Maßnahmen zur wassersensiblen Smart City 
6

78     Road Map
Dafür wurde bereits im Laufe der Strategiephase mit 
der Umsetzung sogenannter Quick-win-Projekte be-
gonnen, die erste Mehrwerte für den schlauen Um-
gang mit Wasser in Darmstadt bewirken:
41
• Erweiterung der „Darmstadt im Herzen“-App zur 
Stärkung von gesellschaftlichem Miteinander und 
Klimaschutz
• smarte Bewässerung von Stadtbäumen durch den 
Einsatz von Feuchtesensoren
• Erweiterung und Neustrukturierung des Darm-
städter 3-D-Stadtmodells für den Einsatz in den 
Bereichen Stadt- und Raumplanung, Bürgerbeteili-
gung und Klimaschutz
• smarter Hochwasserschutz durch netzunabhängi-
ge Echtzeitinformationen zu extremen Hochwasser-
ereignissen
• smarte Schwimmbäder und Badeseen durch Aus-
bringung von Sensoren und Bereitstellung der 
Messwerte über verschiedene Medien und Platt-
formen
• innerstädtisches „Urban Gardening“ mithilfe intel-
ligenter Nutzung von Wasser aus Zisternen
• Prüfung der Reaktivierung des HEAG-Tiefbrunnens 
zur Minimierung des Einsatzes von Trinkwasser für 
die Bewässerung von Stadtgrün
• smartes Kanalnetz durch den Einsatz von Pegel- 
und Wärmesensoren
• Einsatz eines 3-D-Scanners für eine digitale Ver-
messung des Kanalnetzes
Darüber hinaus wurden deutlich umfangreichere 
Maßnahmen ausgewählt, die in den kommenden fünf 
Jahren im Rahmen des Förderprogramms in Darm-
stadt umgesetzt werden sollen. Alle Maßnahmen tra-
gen explizit dazu bei, dass Darmstadt sich zu einer 
wassersensiblen Smart City entwickelt, und sind der 
Vision, den Anwendungsfeldern und den zugehörigen 
Zielen untergeordnet. 
Die Auswahl der Maßnahmen fand innerhalb eines um-
fangreichen und komplexen Prozesses statt. Zunächst 
wurden die drei Fokusgruppen dazu aufgerufen, ihre 
Ideen für das Projekt Schlaues Wasser einzureichen. 
Die über 70 eingereichten Projektideen wurden an-
schließend hinsichtlich zahlreicher Kriterien (u. a. 
Mehrwerte für die Menschen in Darmstadt, Modell-
haftigkeit, Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit, Innovati-
onspotenzial, Machbarkeit) geprüft und ein Großteil 
wurde für die Umsetzung als Maßnahme ausgewählt. 
Anschließend wurden die einzelnen Projektideen zu 
übergreifenden Maßnahmen zusammengefasst und 
gemeinsam mit den Ideengebern bzw. -geberinnen 
und den jeweils zuständigen Ämtern ausgearbeitet. 
Zuletzt wurden diese Maßnahmen aufgrund des be-
grenzten Budgets priorisiert.
Das Ergebnis sind die folgenden Maßnahmen
• Maßnahme 1:  Blaues Band – blau-grüne Infrastruk-
tur für multifunktionale Stadträume
• Maßnahme 2:  Wasser-Stadtlabor
• Maßnahme 3:  Wassersensible Quartiere und 
 Gebäude
• Maßnahme 4:  Datenstrategie und -management
• Maßnahme 5:  Hitzevorsorge durch Wasser
• Maßnahme 6:  Vivarium als Showroom für grün-
blaue Orte
• Maßnahme 7:  Smarte Bewässerung von Stadtgrün – 
effiziente und bedarfsgerechte Bewässerung mit 
unterschiedlichen Wasserressourcen
• Maßnahme 8:  Blaue Orte – Bausteine einer blauen 
Infrastruktur in den Stadtteilen
Nachdem die strategische Ausrichtung in Form von 
Vision, Anwendungsfeldern und Zielen festgelegt 
wurde, geht es nun darum, diese mit Leben zu füllen. 
WIR SIND  
AUF DEM WEG
Road Map

79Smart-City-Strategie   
Abbildung 20 stellt die Verknüpfung zwischen Anwendungsfeldern, 
den zugehörigen Zielen und den ausgewählten Maßnahmen dar.
Es wird deutlich, dass im Sinne eines sektorübergreifenden integrierten 
Projekts jedem Anwendungsfeld und jedem Ziel mehrere Maßnahmen 
zugeordnet sind. Gleichzeitig trägt jede Maßnahme auch zur Erfüllung 
mehrerer Ziele bei.
Abbildung 20: Verknüpfung von 
Anwendungsfeldern, Zielen und 
Maßnahmen
Wasserkreisläufe 
in Quartier und Stadt 
Wasserdaten: Grundlagen, 
Potenziale und Nutzung 
Wasserkommunikation und 
bewusstes Handeln: Information, 
Sensibilisierung, Austausch und 
Erlebnis 
Ziele und Maßnahmen der Anwendungsfelder
Dateninfrastruktur unter Berück-
sichtigung der Grundsätze der 
Smart-City-Charta ausbauen
Monitoring und Wasserbilanzen 
als Grundlage für wassersensible 
Smart City weiterentwickeln
Prognosefähigkeit für den künfti-
gen Wasserbedarf und die künftige 
Wasserverfügbarkeit verbessern
Wasserqualität und -quantität, Was-
sertemperatur und weitere Para-
meter der Darmstädter Gewässer 
erfassen und für Bürgerinnen und 
Bürger verfügbar machen
Stadtnatur dürre- und klima-
resilient machen
Blau-grüne Infrastruktur in der 
Stadt ausbauen
Schmutz- und Regenwasser 
 aufbereiten und in Betriebswasser-
kreisläufen wiederverwenden
Stadtentwicklung und Wasser 
bei Neubau und in der Bestands-
entwicklung eng und smart mit-
einander verknüpfen
Wasser rückhalten, speichern, 
versickern oder verdunsten lassen 
durch  Maßnahmen der Stadtent-
wicklung und der Wasserbewirt-
schaftung
Gemeinsam Vorzeigestadt werden 
(Haltung)
Wasser erlebbar machen u. a. in 
den Bereichen Bildung, Kunst, 
Kultur & Events
(Früh-)Warnsysteme (Starkregen, 
Hitze, Dürre) etablieren und 
 verbreiten
Transparenz der Wasserprojekte 
für Akteure u. Öffentlichkeit 
 gewährleisten
Über Wasserverbrauch und 
Einspar potenzial informieren und 
für individuelle Schonung des 
 Wassers sensibilisieren
Vernetzung und Zusammen-
arbeit  aller relevanten Akteure 
 intensivieren
Anwendungsfeld 1 Anwendungsfeld 2 Anwendungsfeld 3
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321
87654321

80     Road Map
Mit Blick auf die zunehmenden Hitze- und Trockenpe-
rioden verfolgt diese Maßnahme ein multifunktionales 
Konzept, das auch für jeden anderen Standort mit ge-
ringen Wasservorkommen aufzeigt, wie vorausschau-
ende, klimaresiliente Stadtentwicklung funktionieren 
kann. Die Funktionalität und den Wirkungsbereich des 
Systems Woog-Darmbach mithilfe digitaler Technolo-
gien modellhaft weiter zu v erbessern und unterhalb 
des Großen Woogs auszubauen, ist zentrales Anliegen 
dieser Maßnahme. Durch seine Größe und seine Funk-
tionen stellt dieses System mit den angebundenen 
Grünflächen den wichtigsten zusammenhängenden 
blau-grünen Infrastrukturkomplex im Innenstadtbe-
reich von Darmstadt dar .
Die Weiter- und Wiederentwicklung des Woog-
Darmbach-Systems soll durch die folgenden vier 
Komponenten erreicht werden:
• Innovatives Regenwassermanagement zur Erhö-
hung der Wassermenge in Gewässern: Um sowohl 
die Gewässer als auch das städtische Kanalsystem 
resilienter gegenüber Wetterextremen zu machen, 
wird durch ein intelligentes Regenwassermanage-
ment die gezielte Abkopplung  von Niederschlags-
wasserabflüssen, dezentraler Zwischenspeiche-
rung und verzögerter Einleitung in die Gewässer 
erfolgen. Konkret soll dadurch im Maßnahmenge-
biet dem zunehmenden Trockenfallen des Darm-
bachs und des Großen Woogs in Sommermonaten 
entgegengewirkt, das Überleben von Flora und Fau-
na sichergestellt sowie die Biodiversität verbessert 
werden. Digitalisierungselemente werden zur intel-
ligenten Messung, Steuerung und Visualisierung 
dieser Transformation eingesetzt. 
• Intelligente, vernetzte und KI-gestützte Mess- 
und Steuerungstechnik zur intelligenten Spei-
cherbewirtschaftung: Der Woog und seine Zu- und 
Abflüsse werden mit intelligenter , vernetzter Mess- 
und Steuerungstechnik zur kontinuierlichen Was-
serquantitätsmessung, Wasserqualitätsmessung, 
Klimabilanzierung sowie KI-gestützten Steuerung 
der Zu- und Abflüsse ausgestattet. Dadurch können 
diese Gewässer u. a. als inte    grale Klimawandelin-
dikatoren zur Früherkennung von Hoch- und Nied-
rigwasser oder Blaualgenblüten genutzt werden. 
Zugleich kann durch Ab flusssteuerung eine multi-
funktionale Nutzung des Woogs und der sich an-
schließenden Darmbachabschnitte erreicht werden.
Blaues Band – blau-grüne Infrastruktur für 
multifunktionale Stadträume 
Im Folgenden werden die Maßnahmen dargestellt, die in der 
Umsetzungsphase bis Mitte 2027 realisiert werden sollen.
Maßnahme 1

81Smart-City-Strategie   
Kosten
Personalressourcen 
• Steuerung und Koordination Regenwasser-
management
• Betreuung und Weiterentwicklung KI-
gestützter Mess- und Steuerungstechnik
• Vernetzung und Aufbereitung der gewonne-
nen Daten
Sachleistungen und Investitionen
• Programmierung von Anwendungen und 
Schnittstellen
• Fachliche Unterstützung und Gutachten
• Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerinformation
• Ingenieurleistungen für Planung und Bau-
ausführung
• Rechtsberatung
• Sensoren, Messtechnik und digitale Schau-
tafeln
• Technische Anlagen
• Baumaßnahmen für Offenlegung Darmbach
• Baumaßnahmen zur Schaffung multifunktio-
naler blaugrüner Infrastruktur
Gesamtkosten
2,9 Mio €
• Offenlegung des Darmbachs – blaues Band vom 
Woog bis zum Herrngarten:  Ein neuer und zu-
kunftsfähiger Darmbachverlauf wird im nördlichen 
Bereich der Rudolf-Mueller-Anlage geschaffen 
und anschließend offengelegt. Mithilfe getrennter 
Beckenabschnitte mit geringstmöglichem Gefälle 
wird ein kaskadenförmiger Gewässerverlauf ge-
schaffen, d essen einzelne Abschnitte mit steuer-
baren Schiebern sowie Sensoren/Messtechnik 
(Wasserstand, Abflüsse, Wassertemperatur etc.) 
versehen werden, die smart miteinander kommuni-
zieren und den Füllstand der Becken untereinander 
ausgleichen.
• Aktivierung eines zentralen Gewässers zur Wei-
terentwicklung multifunktionaler blau-grüner 
Infrastruktur: Durch die demonstrative, multifunk-
tionale Gestaltung des neuen Darmbachverlaufs in 
einem ausgewählten Abschnitt werden verschie-
dene soziale und ökologische Funktionen eines 
urbanen Fließgewässers erlebbar . Die variierende 
Gestaltung des Gewässerbetts, Ufergestaltung und 
Wasserstand werden die klimaregulierende, ökolo-
gische, umweltbildende und soziale Naherholungs-
funktion eines Gewässers in der Stadt erfahrbar 
machen. Die Funktionen des Gewässers werden an-
hand digitaler Technik quantifiziert und visualisiert.
Alle vier Komponenten sind über digitale Kommuni-
kations- und Visualisierungsmaßnahmen miteinander 
verbunden. Dies soll unter anderem über digitale Ta-
feln und Augmented Reality vor Ort sowie über die 
zentrale Datenplattform der Stadt geschehen.
Der Naturbadesee Großer Woog in unmittel-
barer Nähe zur Darmstädter Innenstadt. 
Quelle: Digitalstadt Darmstadt GmbH/Knaak

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82     Road Map
(Wasser-)Stadtlabor 
Mit dem (Wasser-)Stadtlabor wird ein Ort des Dia-
logs geschaffen, der dazu dient, gemeinsam mit ver-
schiedenen Akteuren aus Bürgerschaft, Wissenschaft, 
Wirtschaft, Politik und Kultur Wissen zu generieren, 
Transparenz zu ermöglichen und für stadtentwick-
lungspolitische Themen zu sensibilisieren. Zudem 
steht es als Ideenwerkstatt zur Verfügung.
Das Stadtlabor wird ein vielfältiges Programm anbie-
ten, das sich aus drei Säulen zusammensetzt:
• Aktivitäten im stationären, begehbaren (Wasser-)
Stadtlabor
• Angeboten in den Darmstädter Stadtteilen 
(„mobiles Stadtlabor“ bereits vorhanden)
• Online-Formaten (erste Formate wurden bereits 
durchgeführt, wie der Hackathon zu Wasser und 
Umwelt)
Das stationäre Stadtlabor soll sich möglichst im Zen-
trum Darmstadts befinden und dort als eine Mischung 
aus Event-, Ausstellungs-, Werkstatt-, Schulungs- und 
Vortragsort eine möglichst hohe Sichtbarkeit des 
Projekts Schlaues Wasser Darmstadt erzielen. Die 
verschiedenen Veranstaltungsformate werden sich 
z. B. mit Themen rund um den verantwortungsvollen 
Umgang mit der wertvollen R essource Wasser und 
den Einsatz zukunftsfähiger , digitaler Technologien 
befassen. Auch werden 3-D-Stadtplanungstische als 
Infrastruktur für Bürgerbeteiligung in Stadtplanungs-
prozessen angeschafft. 
Um die Digitalisierung für möglichst viele Darmstäd-
terinnen und Darmstädter anschaulich und erlebbar 
zu machen, wird das stationäre Stadtlabor im Stadt-
zentrum durch ein mobiles Stadtlabor ergänzt, das 
in den verschiedenen Stadtteilen unterwegs ist. Die 
mobile Einheit trägt Stadtentwicklungsthemen hinaus 
in die Stadt und verwandelt ausgewählte Orte (wie 
bspw. Seniorinnen- und Senioren-Einrichtungen, Kin-
der- und Jugendhäuser oder öffentliche Plätze) für 
einen Moment in einen Schauplatz des Stadtlabors, 
um so auch die Menschen zu erreichen, die selbst 
nicht mobil oder mit solchen Angeboten schwer er-
reichbar sind. Außerdem sollen bestimmte Formate 
des Stadtlabors online als Videokonferenzen oder vir-
tuelle Begegnungsorte angeboten werden, um noch 
mehr Menschen anzusprechen. 
Im Kontext des Stadtlabors soll zudem ein Ideen-
wettbewerb stattfinden, in dem die Bürgerinnen und 
Bürger Darmstadts nicht nur eigene Ideen in das Pro-
jekt Schlaues Wasser Darmstadt einbringen, sondern 
entsprechende Maßnahmen auch selbst durchführen 
können. Dafür wird ein Budget von 100.000 Euro zur 
Verfügung gestellt, das über die Zuschussrichtlinien 
der Stadt Darmstadt (analog zum Bürgerhaushalt der 
Stadt Darmstadt) abgewickelt wird. Die Digitalstadt 
Darmstadt übernimmt dabei Patenschaften für die je-
weiligen Projekte, um die Bürgerinnen und Bürger bei 
der Umsetzung zu begleiten. 
Kosten
Personalressourcen
• Betreuung Stadtlabor und Bürgerberatung
• Veranstaltungsmanagement
• Konzeption, Organisation und Durchführung 
Ideenwettbewerb
• Abwicklung der Bezuschussung der Projekte
• Begleitung bei der Umsetzung der Projekte
Sachleistungen und Investitionen
• Moderation und Vortragshonorare
• Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung
• Miete und Nebenkosten
• Ausstattung und Technik Stadtlabor
Gesamtkosten
0,8 Mio €
Maßnahme 2

3
  83Smart-City-Strategie   
Diese Maßnahme soll exemplarische Projekte ent-
wickeln und durch beispielhafte Umsetzungen nach-
weisen, dass Quartiere bzw. Gebäude (Bestand und 
Neubau) durch Schaffung lokaler Wasserkreisläufe 
und gleichzeitige Nutzung von digitalen Werkzeugen 
zu einer wassersensiblen und nachhaltigen Stadt-
entwicklung beitragen können. Dadurch soll auch 
deutlich werden, welche positiven Auswirkungen 
grüne Infrastrukturen im Zusammenwirken mit einer 
Niederschlagswassernutzung entfalten können. Eine 
Machbarkeitsstudie wird untersuchen, in welchen 
Anwendungsfällen und wo in Darmstadt eine Brauch-
wassernutzung im Bestand und im Neubau realisier-
bar ist. Zentraler Leitgedanke der Maßnahme ist die 
Entwicklung und Anwendung von zukunftsfähigen 
und übertragbaren Smart-Meter-Technologien, mit 
denen Nutzerinnen und Nutzer ihre Verbräuche ein-
sehen können und für einen bewussten Umgang mit 
Trinkwasser sensibilisiert werden.
Im Wohnungsneubau soll eine umfassende Konzept-
entwicklung für eine integrierte digital gemonitorte 
Grau- und Niederschlagswassernutzung erfolgen. 
Dabei wird die Wärmerückgewinnung aus Grauwas-
ser ebenfalls berücksichtigt. Demgegenüber sind 
Veränderungen in Bestandsbauten deutlich heraus-
fordernder , doch auch hier können digitale Tools eine 
nachhaltige Niederschlags- und Grauwassernutzung 
unterstützen. Im öffentlichen Raum ist vor allem eine 
smart gesteuerte verstärkte Nutzung von Regen-
wasser des Straßenraums und von Dachflächen unter 
Berücksichtigung von Wetter- und Bodenfeuchte-
daten geplant.  
Kosten
Personalressourcen
• Projektentwicklung und Koordination
Sachleistungen und Investitionen
• Wissenschaftliche Begleitung und Machbar-
keitsstudie
• Schnittstellenanbindung
• Öffentlichkeitsarbeit
• Ingenieurleistungen für Planung und Bau-
ausführung
• Sensoren, Messtechnik und technische An-
lagen
• Baumaßnahmen für Regenwassernutzungs-
anlagen
Gesamtkosten
1,5 Mio €
Wassersensible Quartiere und Gebäude 
Um insbesondere Kinder und Familien als zentrale Ziel-
gruppe für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser zu 
sensibilisieren, soll außerdem in einer sozialen Einrich-
tung mit Publikumsverkehr auf Quartiersebene eine 
Regenwassernutzungsanlage implementiert werden. 
Diese sammelt und speichert Regenwasser und über-
führt dieses in eine Kreislaufbewirtschaftung (Toiletten-
spülung, Waschmaschinennutzung, Bewässerung). 
Maßnahme 3

84     Road Map
In der Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
liegt eine Vielzahl von Daten unterschiedlicher Art 
und Qualität vor . Im Zuge der fortschreitenden Digi-
talisierung wächst dieser Datenbestand kontinuierlich 
(auch im Zuge des Projekts Schlaues Wasser Darm-
stadt). Das Wissen über den Umgang mit Daten ist in 
den einzelnen Verwaltungsstellen jedoch sehr unter-
schiedlich ausgeprägt. Zudem besteht innerhalb der 
Stadtverwaltung kein zentraler Überblick über die 
vorhandenen Datenbestände oder Projekte. Dadurch 
entsteht ein uneinheitlicher und somit ineffizienter 
Umgang mit Daten.
Gleichzeitig verfügt Darmstadt bereits heute über um-
fassende Instrumente zur Datenerzeugung, -bereit-
stellung und -nutzung. Dazu gehört insbesondere die 
städtische Datenplattform, die die Verarbeitung und 
Visualisierung von Daten ermöglicht. Darüber hinaus 
arbeitet die Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits da-
ran, ein Open-Data-Portal (DKAN) zur Verfügung zu 
stellen, und ist eine der ersten Städte Deutschlands 
gewesen, die eine Open-Data-Strategie politisch ver-
abschiedet haben. Auch die Bereitstellung von offe-
nen Geodaten mittels eines Geoportals ist bereits in 
einem Strategiepapier der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt festgeschrieben. 
Um das Zusammenspiel der verschiedenen digita-
len Systeme und die zahlreichen datengetriebenen 
Prozesse zu optimieren, ist eine umfassende Daten-
strategie inkl. Umsetzung von technologischen und 
organisatorischen Maßnahmen eine zentrale Voraus-
setzung. Die Datenstrategie für Daten mit Bezug zum 
Thema Wasser und Klima wird als Blaupause für den 
Umgang mit Daten innerhalb der Stadtverwaltung 
entwickelt und besitzt modellhaften Charakter . Durch 
die thematische Eingrenzung und die schrittweise 
Operationalisierung und Implementierung können 
Lerneffekte und Korrekturbedarfe zeitnah identifi-
ziert und umgesetzt werden.  
Kosten
Personalressourcen 
• Projektsteuerung und Koordination
• Strategieentwicklung
• Entwicklung und Definition von USER-Story 
zur Weiterentwicklung von Daten im Kontext 
des Projekts Schlaues Wasser
Sachleistungen (Dienstleistungen) 
• Durchführung von strategiebegleitenden 
Workshops
• Begleitung von „Marketing“-Kampagnen 
• Begleitung der Strategieentwicklung
Gesamtkosten
0,64 Mio €
Datenstrategie und -management
Die Strategieentwicklung soll in zwei Phasen 
realisiert werden: 
1. Konzeptionsphase (Bestandsaufnahme, Erstellung 
eines Datenkatalogs, Definition von Standards und 
Rahmenbedingungen) 
2. Implementierungsphase (Optimierung der Daten-
flüsse, Bereitstellung offener Daten, Einführung 
eines verbindlichen Umgangs mit unterschied-
lichen Datentypen, Aufbau einer Data Governance)
Maßnahme 4

555555555
2
  85Smart-City-Strategie   
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt leidet aufgrund 
ihrer räumlichen Lage im Oberrheingraben vermehrt 
unter Hitzestress. Daher sollen lokale smarte Kühl-
oasen errichtet werden. Zunächst wird dies pilothaft 
auf dem Ernst-Ludwigs-Platz geschehen. Dafür sind 
sogenannte erlebbare Sprühnebelanlagen geplant, 
die begehbar sind und durch das Versprühen kleinster 
Wassertropfen zur Abkühlung während sommerlicher 
Hitzephasen genutzt werden können. Gesteuert wer-
den sollen die Nebelduschen über eine zentrale Steu-
erung sowie über mobile Anwendungen vor Ort (u. a. 
Apps, wie die „Darmstadt im Herzen“-App). Zusätzlich 
zu den Sprühnebelanlagen sollen ein smart gesteuer-
ter Trinkwasserspender integriert und mobile Nebel-
duschen eingesetzt werden. Der Platz wird zudem mit 
Stadtbäumen begrünt, die ebenfalls Schatten spenden 
und zur Kühlung beitragen. Die Eindeckung des Plat-
zes soll, falls möglich, mit sog. Klimasteinen erfolgen, 
die Regenwasser zwischenspeichern und verdunsten 
lassen können. Zudem verfügen die Steine über eine 
helle Deckschicht und können so einen Großteil der 
Sonneneinstrahlung reflektieren. Sie wirken so eben-
falls hitzeregulierend. Außerdem wird eine digitale Vi-
deowall die Passantinnen und Passanten in Echtzeit 
über die Kühlwirkung informieren.
Zur Sicherung der Hygiene und zur Aufbereitung des 
Stadtwassers sollen smarte Techniken für UV-Desin-
fektion, Enthärtung, Chlorzusatz und Entsalzung zur 
Anwendung kommen. Die Wasserqualität wird konti-
nuierlich digital überwacht und gesichert. Die Tempe-
raturabfrage des Wassers mittels Anlegefühler sowie 
eine automatisierte Alarmierung bei Grenzwertüber-
schreitungen soll zusätzlich digital integriert werden. 
Nach erfolgreicher Umsetzung des Pilotprojekts ist 
die Entstehung weiterer stationärer sowie mobiler 
Kühloasen im Stadtgebiet geplant. Insgesamt ver-
spricht die Maßnahme neben einer Erhöhung der Auf-
enthaltsqualität in der Innens tadt eine Verbesserung 
der lokalen Klima- bzw. Hitzeresilienz und dient durch 
die integrierten Trinkwasserspender auch der Gesund-
heitsvorsorge, insbesondere an heißen Sommertagen. 
Kosten
Personalressourcen
• Wartung der Sprühnebelanlage und der 
Trinkwasserbrunnen (Beprobung, Sicht-
prüfung, In- und Außerbetriebnahme)
• Projektsteuerung und Koordination
• bauliche Maßnahmen 
• Pflanzarbeiten
Sachleistungen und Investitionen
• Entwicklung und Programmierung Schnitt-
stelle und Steuerungsfunktionalität
• Konzeption digitale Videowall
• Planungsleistungen
• Netzwerktechnik und Displays
• technische Anlagen und Material
• Nebelduschen
• Trinkwasserbrunnen
• Klimasteine
• mobile Nebelduschen 
Gesamtkosten
0,25 Mio €
Hitzevorsorge durch Wasser
Maßnahme 5

VIVARIUM
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VA
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RIUM
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IUM
UM
6
86     Road Map
Gegründet als Schulvivarium im Jahr 1956, bietet 
der Zoo Vivarium heute viele verschiedene bildungs-
politische Inhalte für Jung und Alt an. Die Maßnahme 
„Vivarium als Showroom für grün-blaue Orte“ soll in 
Zukunft weitere Bildungsmöglichkeiten erhalten.
Eine nachhaltige Wasserwirtschaft des Zoos Viva-
rium und deren erlebbare Digitalisierung ist das 
Hauptziel der Maßnahme „Vivarium als Showroom 
für grün-blaue Orte“. Durch Maßnahmen wie die Ein-
richtung von Retentionsflächen, die Speicherung von 
Regenwasser in einem Zisternennetzwerk oder die 
Einrichtung einer kreislauffähigen wasserlosen Toi-
lettenanlage wird ein nachhaltiger Umgang mit der 
Ressource Wasser gewährleistet. Die Erfassung von 
Wasserdaten und anderen Stoffströmen per Senso-
rik ermöglicht ein optimiertes Wassermanagement 
und ist die Grundlage für weitere Maßnahmen wie die 
intelligente Steuerung einer Beregnungsanlage. Eine 
Visualisierung der Daten trägt zu der Vermittlung der 
Mehrwerte digitaler Lösungen bei.
Der Zoo Vivarium wird der Ort für die Erlebbarkeit 
von Maßnahmen aus dem Förderprogramm Schlaues 
Wasser Darmstadt, an dem Bürgerinnen und Bürger die 
verschiedensten Aspekte der Fördermaßnahme erleben 
Kosten
Personalressourcen
• Projektsteuerung und Koordination
• Personalkosten für Workshops/Führungen
Sachleistungen und Investitionen
• Entwicklung und Programmierung Schnitt-
stellen
• Konzeption und Planung Beregnungsanlage
• Konzeption und Entwicklung Datenvisuali-
sierung
• Sensoren und Displays
• Anschaffung und Montage Beregnungs-
anlage
• Kosten für die Planung und Anlage der 
Zisternen
• Kosten für eine temporäre Außenanlage
Gesamtkosten
0,75 Mio €
Vivarium als Showroom für grün-blaue Orte 
Sensoren liefern Echtzeit-Daten zu Luft-
feuchte und Temperatur in Gehegen, 
Aquarien und Terrarien – wie hier bei den 
Riesenschildkröten. Quelle: Zoo Vivarium 
Darmstadt/Schuebeler
und verstehen können. Er wird zu einem „Smart Place“ 
und verbindet digitale Lösungen mit den Themen 
Wasser , grün-blaue Infrastruktur und Nachhaltig-
keit. Durch die Vorortung an einer zentralen Stelle in 
Darmstadt bietet der Zoo Vivarium auch interessier-
ten Kommunen und Städten die Möglichkeit, sich ge-
zielt über die Smart-City-Aktivitäten Darmstadts zu 
informieren und in den Austausch zu treten.
Maßnahme 6

7
  87Smart-City-Strategie   
Effiziente und bedarfsgerechte 
Bewässerung mit unterschiedlichen 
Wasserressourcen 
Die Maßnahme „Smarte Bewässerung von Stadtgrün“ 
beinhaltet ein Bündel von smarten Lösungsansätzen 
und Einzelprojekten für die effiziente und vor allem 
bedarfsoptimierte Bewässerung von Stadtgrün. An-
gesichts der Folgen des Klimawandels ist anhaltende 
Dürre für die Stadtvegetation eine enorme Belastung, 
die wiederum Folgewirkungen für Hitze, mangelhafte 
Verdunstungskühlung und damit die menschliche Ge-
sundheit hat. Herkömmliche Bewässerung ist oft in-
effizient, da zum einen der Aufwand und zum anderen 
der Wasserverbrauch oftmals hoch und nicht auf den 
„Mindestbedarf“ ausgerichtet ist.
Im Zuge der Maßnahme wird über stadtweit ausge-
brachte Sensoren in unterschiedlicher Bodentiefe die 
Bodenfeuchte gemonitort. Auf Basis dieser Daten ist 
eine bedarfsgerechte Bewässerung von Stadtbäumen 
möglich, die durch optimierte Routenplanung und di-
gitale Gießtechnik ergänzt wird. Weiterhin unterstüt-
zen verschiedene Datenquellen, die mit den Boden-
feuchtesensoren verknüpft werden, die Entscheidung 
zur Bewässerung, z. B. Wetter- und Satellitendaten. 
Bei der optimierten Routenplanung werden natür-
liche Wasserquellen, wie zentrale Rückhaltekörper , 
eingebunden. Die bereits existierende Datenplattform 
stellt dabei den zentralen Ort zur Visualisierung der 
Daten dar , indem sie die verschiedenen Datenquellen 
zusammenführt.
Um kostbares Trinkwasser einzusparen, wird der 
Trinkwasseranteil bei der Bewässerung durch den Ein-
satz von Brunnenwasser , Regenwasser und ggf. Grau-
wasser stark reduziert. Mit digitalen Tools werden die 
Wasserverfügbarkeit und die Wasserqualität aus den 
verschiedenen Quellen fortwährend überwacht. Als 
Ergänzung und zum Vergleich der Effektivität von 
sensorgestützten Messprojekten wird ein KI-basiertes 
Modell für die nachhaltige Grünbewässerung entwi-
ckelt.
Die digital optimierte Bewässerung spart nicht nur 
Wasser und andere Ressourcen, sondern gewährleis-
tet eine nachhaltig effiziente und bedarfsgerechte 
Versorgung des Stadtgrüns. Auf diese Weise werden 
die blau-grünen Infrastrukturen in Darmstadt im Sin-
ne einer klimagerechten und wassersensiblen Stadt-
entwicklung resilienter , was einen spürbaren Effekt 
auf die Aufenthaltsqualität in Darmstadt hat und 
einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leistet.
Kosten
Personalressourcen
• Steuerung und Koordination der smarten 
Bewässerung
• Beratung zur Entwicklung eines Bewässe-
rungskonzepts
• Betreuung und Weiterentwicklung KI-
gestützter Mess- und Steuerungstechnik
• Vernetzung und Aufbereitung der gewonne-
nen Daten
Sachleistungen und Investitionen
• Programmierung von Anwendungen und 
Schnittstellen
• fachliche Unterstützung und Gutachten
• Entwicklung und Programmierung eines 
KI-basierten Modells für die nachhaltige 
Grünbewässerung
• Sensoren und Messtechnik
• Anlegen/Reaktivierung von stadtweiten 
Wasserquellen
Gesamtkosten
1,25 Mio € 
Smarte Bewässerung von Stadtgrün
Maßnahme 7

INFO
IN
INF
NFO
FO
88     Road Map
Blaue Orte – Bausteine einer blauen 
Infrastruktur in den Stadtteilen
Mit dieser Maßnahme entwickelt die Wissenschafts-
stadt Darmstadt modellhaft die Ansprache sowie Ein-
bindung aller Bürgerinnen und Bürger (insbesondere 
Menschen mit Migrationshintergrund und Familien) 
weiter . Darmstadts Wasserflächen werden als „Blaue 
Orte“ für Bewohnerinnen und Bewohner stärker er-
lebbar und in ihrer stadtökologischen Wirkung be-
greifbar gemacht. Die Maßnahme ist ein innovatives, 
mehrsprachiges Informations- und Visualisierungs-
konzept und bindet verschiedene Bevölkerungs-
gruppen aktiv ein.
Dabei werden Oberflächengewässer und Wasserspiel-
plätze in ihrer Funktion für die Stadtentwicklung und 
die Stadtnatur mithilfe digitaler Werkzeuge resilienter 
und zugleich für die (multikulturelle) Bevölkerung als 
Netz von Wasserorten (Blaue Orte) sichtbar und er-
fahrbar . Mit Sensoren erfasste Werte zur Wasserbilanz 
und Wasserqualität werden ausgewertet und auf eine 
App sowie mittels QR-Codes auf Infotafeln übertra-
gen. Auf diese Weise wird der Zugang zum Thema 
„Wasser in der Stadt“ den unterschiedlichen Zielgrup-
pen bedarfsgerecht ermöglicht.
Drei zentrale Orte wurden für diese Maßnahme 
ausgewählt:
1. der multikulturelle Stadtteil Kranichstein mit 
seinen landschaftsprägenden Wasserflächen 
2. der urban geprägte, stark frequentierte 
Hauptbahnhof mit Fokus auf nachhaltige 
Wasserkreisläufe 
3. der Wolfskehlsche Garten als skalierbare Blaupause 
für Wasserspielplätze 
Durch intelligentes Regenwassermanagement können 
dort neue Wasserflächen geschaffen werden, so z. B. 
in Form eines Regenwassersammelteichs aus Dach-
flächenwasser vor dem historischen Fürstenbahnhof 
(Hauptbahnhof). Dieser dient als Wasserspeicher , 
stärkt aber auch das Stadtklima und die Aufenthalts-
qualität. Über QR-Codes können Wasserinformatio-
nen über die Blauen Orte standortübergreifend ab-
gerufen werden. Der partizipative, spielerische und 
künstlerische Ansatz, über die Blauen Orte neue 
„Wasserwege“, „Wasserlehrpfade“, Wasserspeicher 
oder Wasserspielplätze zu schaffen und über eine 
Karten-APP mit integrierter Augmented Reality abzu-
bilden, stellt die Verbindung zwischen physischer und 
digitaler Welt her .
Kosten
Personalressourcen
• Projektsteuerung und Koordination
• Strategieentwicklung
• Konzeption und Durchführung von Bürger-
informationsveranstaltungen
Sachleistungen und Investitionen
• Entwicklung und Programmierung Schnitt-
stellen
• Entwicklung und Programmierung App
• Konzeption und Anschaffung Infotafeln
• Moderation
• Hardware und technische Anlagen
• Planungs- und Bauleistungen
Gesamtkosten
0,95 Mio €
Maßnahme 8

89Smart-City-Strategie   
Die Kosten für die Maßnahmen in der 
Umsetzungsphase stellen sich wie folgt dar:
Investitionen 
und Maßnahmen 
(Umsetzungsphase)
773.970 € 2.055.000 € 2.355.000 € 2.355.000 € 1.505.000 € 9.043.970 €
Hitzevorsorge durch Wasser 30.000 € 60.000 € 60.000 € 60.000 € 40.000 € 250.000 €
Vivarium als Showroom 50.000 € 200.000 € 200.000 € 200.000 € 100.000 € 750.000 €
Smarte Bewässerung von 
Stadtgrün 50.000 € 340.000 € 340.000 € 340.000 € 180.000 € 1.250.000 €
OW 1 (Oberflächenwasser 1) 
„Blaues Band“ 300.000 € 700.000 € 700.000 € 700.000 € 500.000 € 2.900.000 €
OW 2 (Oberflächenwasser 2) 
„Blaue Orte“ 50.000 € 250.000 € 250.000 € 250.000 € 150.000 € 950.000 €
(Wasser-)Stadtlabor 100.000 € 195.000 € 195.000 € 195.000 € 115.000 € 800.000 €
Wassersensible Quartiere 
und Gebäude 150.000 € 150.000 € 450.000 € 450.000 € 300.000 € 1.500.000 €
Datenstrategie 43.970 € 160.000 € 160.000 € 160.000 € 120.000 € 643.970 €
2024
2025
2026
2027
Summe
2023

INFO
IN
INF
NFO
FO
90     Road Map
Räumliche Verortung der 
Maßnahmen in Darmstadt
Blaue Orte – Bausteine einer blauen 
Infrastruktur in den Stadtteilen
Smarte Bewässerung 
von Stadtgrün
Vivarium als Showroom 
für grün-blaue Orte
Hitzevorsorge durch Wasser
Datenstrategie und -management
Wassersensible Quartiere und 
Gebäude
(Wasser-)Stadtlabor
Blaues Band – blau-grüne Infrastruktur 
für multifunktionale Stadträume
8
7
6
5
4
3
2
1
3
7
8

NS
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S
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VIVARIUM
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STADT
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STADT
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M
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S
WWWWWWWW
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W
O
O
  91Smart-City-Strategie   
1 5
6
7
2
4

92     Road Map
Smart-Water- Toolkit
Als Ergebnis des Projekts Schlaues Wasser Darmstadt 
wird das Smart-Water-Toolkit entwickelt. Es stellt 
die Vernetzung der Prozesse, Projekte, Outputs und 
Outcomes aller Maßnahmen dar und organisiert das 
interne und externe Wissensmanagement und Moni-
toring sowie die Fortschreibung der innovativen und 
übertragbaren Outputs. 
Das Toolkit dient somit der Dokumentation und lang-
fristigen Nutzbarmachung der Erkenntnisse und 
Umsetzungsmodule für eine smarte wassersensible 
Stadtentwicklung. Abbildung 21 stellt di eses Toolkit 
schematisch dar . Auf der Basis des (Wasser-)Stadtla-
bors und unter dem „Dach“ der zu entwickelnden Da-
tenstrategie werden die in den anderen Maßnahmen 
entstehenden Smart-City-Anwendungen (Outputs) zu-
sammengefasst. Durch das Monitoring-Konzept wer-
den die Outcomes der Maßnahmen messbar gemacht. 
Dies trägt dazu bei, die Zielerreichung nachzuvollzie-
hen und der Vision für das Projekt Schlaues Wasser 
Darmstadt schrittweise nahe zu kommen. 
Ergänzend zu diesem digitalen Instrumentenkoffer 
werden die Pr ozesse und Gremien, die den Darm-
städter Weg im Projekt Schlaues Wasser ausmachen, 
auch als Teil des Toolkits dargestellt. Die Auswahl der 
zu beteiligenden Akteurinnen und Akteure aus unter-
schiedlichen Zielgruppen, die Organisation des Be-
teiligungsprozesses, die Abstimmungsroutinen in der 
Projektsteuerung etc. sind ebenso wie die konkreten 
entwickelten und erprobten digitalen Anwendungen 
interessant für andere (MPSC-)Kommunen, die vom 
Darmstädter Prozess und den Ergebnissen lernen 
wollen. 
Verfügbar gemacht wird 
das Toolkit perspektivisch 
über die Webseite Schlaues 
Wasser Darmstadt:
smartwater .darmstadt.de

93Smart-City-Strategie   
An der Schnittstelle zwischen den Prozessen und den 
konkreten Outputs erhält das Toolkit daher auch eine 
Sammlung an Good-Practice-Beispielen. Darin wird an 
Fallbeispielen ausführlicher dargestellt, mit welchen 
Tools welche Probleme gelöst werden und welcher 
Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger dadurch ent-
steht. Weiterführende Informationen, Erfahrungsbe-
richte und die Nennung von Ansprechpartnerinnen 
und Ansprechpartnern für eventuelle Rückfragen 
komplettieren das Angebot für den Transfer .  
Dach
Datenstrategie Schlaues Wasser Darmstadt
Monitoring-Konzept
für Controlling der 
Zielerreichung (Outcome)
Konkrete Outputs
aus den Maßnahmen in der 
Umsetzungsphase
Maßnahmen
Good-Practice-Beispiele
aus Darmstadt (Fallbeispiele) 
in unterschiedlichen Themen-
feldern und Maßstäben (mit 
Ansprechpartnerinnen und 
Ansprechpartnern)
Basis
(Wasser-)Stadtlabor Darmstadt
Prozesse/Gremien
• Akteursmapping
• Fokusgruppen
• Partizipation
• Gremien der Beratung 
und Entscheidung im 
Projekt
• Interne Verwaltungs-
prozesse
• Umsetzungsplan 
• Rollout von Maßnahmen
• Öffentlichkeitsarbeit
N
W
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W
VIVARIUM
VI
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IUM
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NFO
FO
STADT
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M
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IL
 
 
STADT
S
TA
TA
D
T
   MOBIL
M
O
B
IL
IL
N
N
W
W
W
O
O
Abbildung 21: Schematische Darstellung 
des Smart-Water-Toolkits
1
3
5
6
7
8
4
2

7
Verankerung in Stadt 
und Verwaltung

96     Verankerung in Stadt und Verwaltung
Governance in der Smart 
City Darmstadt  
Damit unsere Strategie echte Wirkung entfalten kann, 
wird sie im Gefüge der Stadt verankert und politisch 
beschlossen. Dafür braucht es den Austausch mit der 
Bürgerschaft und die Einbeziehung von Akteuren 
aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und zivilen 
Interessenvertretungen. Aufs eiten der städtischen 
Verwaltung und Stadtwirtschaft bedarf es klarer Zu-
ständigkeiten, Rollen, Organisation und Verantwort-
lichkeiten. 
Um die Smart-City-Themen im Rahmen von Schlaues 
Wasser Darmstadt bestmöglich mit den gesamtstäd-
tischen Zielsetzungen in Einklang zu bringen und die 
Kollaboration zwischen den verschiedenen Akteuren 
der Stadt zu stärken, gibt es das Smart-City-Projekt-
team (SCP). Das SCP ist ein beratendes Gremium mit 
Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Ver-
waltung – des Amts für Stadtentwicklung und Wirt-
schaft, des Amts für Klimaschutz und Klimaanpassung, 
der IT – sowie der Stadtwirtschaftsbetriebe, vertreten 
durch die HEAG und die Digitalstadt GmbH, als bera-
tender Mitglieder . Einige Mitglieder des SCP agieren 
ebenso als Leitungen der Fokusgruppen, bestehend 
aus Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft, 
Wirtschaft und zivilen Interessenvertretungen. 
Zu den Aufgaben des SCP gehören:
• Abstimmung fachlicher Zusammenhänge mit 
querschnittsorientierter Wirkung zwischen Fach-
abteilungen und Stadtwirtschaft mit Blick auf 
Synergien
• Beratung zur Überwachung des Erreichungsgrads 
der strategischen Ziele
• Beratung von Entscheidungsträgerinnen und 
-trägern und Unterstützung bei der Entscheidungs-
findung
• Stakeholder-Management und insbesondere In-
volvierung der Fokusgruppenmitglieder
• Kommunikation nach innen und außen und Ein-
bindung der Bürgerinnen und Bürger
Das Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung leitet 
das Projekt Schlaues Wasser Darmstadt und kann auf 
bestehende Strukturen der Stadt aufbauen: Smart 
Citys stehen im Zeichen der Vernetzung von Akteu-
ren, Informationen/Daten und Handlungsfeldern. In 
diesem Kontext kann Darmstadt sein volles Poten-
zial als Netzwerkstadt nutzen. Für die Stärkung und 
Steuerung von Smart-City-Themen und gesamtstäd-
tischen Digitalisierungsvorhaben wurde nach dem 
Gewinn des Bitkom-Wettbewerbs 2017 bereits die 
Digitalstadt Darmstadt GmbH gegründet. Als 100-pro-
zentige Tochtergesellschaft der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt bündelt die Digitalstadt Darmstadt GmbH 
fachliche Expertise, vernetzt Akteure innerhalb und 
außerhalb der Verwaltung und treibt Digitalisierungs-
projekte voran. Die fachliche Expertise der Digitalstadt 
Darmstadt GmbH zu Themen wie Cybersicherheit, Da-
tenplattform, Kommunikation oder Bürgerbeteiligung 
hilft beim Wissenstransfer in das Projek tteam und in 
die entsprechenden Maßnahmenbausteine.
Für die anstehende Umsetzungs-
phase werden je geplanter Maß-
nahme eigene Projektstrukturen 
und Verantwortlichkeiten für eine 
erfolgreiche Realisierung aufgebaut, 
die von der Projektleitung sowie 
dem SCP betreut werden.
Die Aktivitäten des Smart-City-Projektteams werden 
vom Lenkungskreis beaufsichtigt und die Leitung des 
Gremiums obliegt dem Oberbürgermeister oder der 
Oberbürgermeisterin. Der Lenkungskreis ist mit dem 
Planungsdezernenten und dem Digitalisierungsdezer-
nenten, dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwick-
lung, der Digitalstadt GmbH und der HEAG AG besetzt. 
Der Lenkungskreis dient der kritischen und strategi-
schen Betrachtung der Vorgehensweise sowie dem 
Erfahrungs- und Wissensaustausch. Zudem ermög-
licht er ein koordiniertes, transparentes Vorgehen und 
eine querschnittsorientierte Arbeitsweise. Er stellt die 
höchste Instanz für Entscheidungen innerhalb des 
Projekts Schlaues Wasser dar .
WIR SETZEN 
DEN ANKER

97Smart-City-Strategie   
Organisation digitaler Vorhaben in 
Darmstadt
Eine Smart City braucht eine smarte Verwaltung. Um 
die wachsenden Anforderungen der wassersensiblen 
Smart City zu erfüllen, bedarf es einer modernen und 
digitalen Verwaltung. Dafür werden in Darmstadt vier 
Entwicklungen vorangebracht:
1. Klärung von Zuständigkeiten und Verantwort-
lichkeiten. Die Fachämter setzen die modellhaften 
Maßnahmen gemeinsam mit weiteren Akteuren aus 
dem Darmstädter Ökosystem um. Die Fachämter 
werden jeweils unterstützt durch die Expertise des 
SCP, insbesondere der Digitalstadt, der Stadtwirt-
schaft und – je nach Möglichkeit – weiterer stadt-
gesellschaftlicher Akteure (siehe Kapitel „Wissens-
transfer und Austausch“, S. 99 ff.). Das Netzwerk 
wird weiter ausgebaut. 
2. Auf- und Ausbau der verwaltungsinternen Infra-
strukturen und Leitlinien. Die (Netz-)Infrastruktu-
ren und die IT-Ausstattung werden den wachsenden 
Anforderungen eines datenintensiveren Arbeitens 
(bspw. durch virtuelle Kommunikation und ver-
mehrte Datenverarbeitung) angepasst. Die Voraus-
setzungen für modernes, zukunftsfähiges Arbeiten 
werden sukzessive geschaffen. Dabei werden auch 
Möglichkeiten des Einsatzes von KI und des ma-
schinellen Lernens betrachtet. Schnittstellen für 
die Zusammenarbeit mit anderen Fachämtern und 
externen Akteuren werden geprüft und geschaffen. 
Informationssicherheit und Datenschutz werden 
weiterhin großgeschrieben. Die bestehende IT-Si-
cherheits- und Datenschutzrichtlinie wird fort-
schreitend durch weitere Maßnahmen ergänzt und 
aktualisiert. Die Sensibilisierung der Mitarbeiten-
den für IT-Sicherheit und den Umgang mit Daten 
soll stets auf dem aktuellen Stand sein, was durch 
spezifische Schulungen gewährleistet wird. 
3. Stärkung der Digitalisierung der Verwaltung, 
der Rollen und Digitalkompetenzen der Mit-
arbeitenden. Für die Verwaltung ergeben sich in 
einer Smart City Anforderungen aus der Bürger-
schaft an moderne, medienbruchfreie Service- und 
Kommunikationsangebote. Zusätzliche Anforde-
rungen entstehen durch das wachsende Volumen 
erhobener Daten einer vernetzten Stadt (bspw. 
von Umweltsensoren). Um diesen Anforderungen 
gerecht zu werden, bedarf es neben IKT-Infrastruk-
turen standardisierter , IT -unterstützter Proz esse 
sowie ausreichender Digitalkompetenzen aufseiten 
der Mitarbeitenden. Die IT nimmt hier eine zentrale 
Position ein: Zum einen stellt sie die Basis-Infra-
strukturen bereit, zum anderen unterstützt sie mit 
ihrer fachlichen Expertise als „interner Berater“ 
die Gest altung von (digitalen ) Arbeitspr ozessen 
und Workflows. Eine ebenso wichtige Rolle nimmt 
die Qualifizierung der Mitarbeitenden ein. Ziel ist 
es, ein grundlegendes Verständnis für den Umgang 
mit Daten (Data Literacy), neuen Anwendungen 
und digitalen Prozessen herzustellen.  Um das Digi-
talisierungs-Know-how in die Fachbereiche zu tra-
gen, wird das Konzept der Digitalen Lotsen eruiert. 
Zusätzlich könnten ausgewählte Mitarbeitende als 
Smart-City-Managerinnen und -Manager ausgebil-
det werden und das Smart-City-Projektteam auf 
Ebene der Fachämter weiter unterstützen. Zusätz-
liche (Open-)Data-Koordinatorinnen und -Koordi-
natoren können auf Fachebene dafür Sorge tragen, 
dass die Daten der Stadt aktuell, integer und für 
alle Mitarbeitenden (unter Beachtung von Daten-
schutz und Sicherheitsaspekten
42) zugänglich sind. 
4. Ausbau der Kollaboration. Die Zusammenarbeit 
innerhalb der Verwaltung wie auch mit externen 
Akteuren wird unterstützt und vereinfacht, z. B. 
durch den einheitlichen Einsatz digitaler Kollabo-
rationstools und die Schaffung von Schnittstel-
len. Die Kompetenzen verschiedener Abteilungen 
können so gebündelt werden, um den komplexen 
Herausforderungen im Smart-City-Kontext zu be-
gegnen. Der Querschnittscharakter der Smart-City-
Maßnahmen erfordert ebenso die Einbindung der 
städtischen Unternehmen und Akteure außerhalb 
des Stadtkonzerns. Das Smart-City-Projektteam 
unterstützt die Zusammenarbeit unterschiedlicher 
Akteure und wirkt einem Steuerungsdefizit ent-
gegen.  
Eine neue Art der Zusammenarbeit löst das Silo-
denken ab. Daten und Informationen werden innerhalb 
der Verwaltung geteilt und querschnittsorientiert ge-
nutzt. Transparenz vorhandener Daten, eine zentrale 
Dateninfrastruktur , Datenstandards und Schnittstel-
len ermöglichen es, Synergien zu schaffen und die ab-
teilungsübergreifende Zusammenarbeit auszubauen. 
Datenschutz und Sicherheitsaspekte werden dabei 
beachtet. Um die Datenhoheit in 
kollaborativen, querschnittsorien-
tierten Smart-City-Projekten zu 
behalten, regeln klare Leitlinien 
und rechtliche Vorgaben die Be-
reitstellung von Daten durch Dritte 
bzw. den Datenaustausch zwischen 
Verwaltung, kommunalen Unter-
nehmen und Privatwirtschaft.

98     Verankerung in Stadt und Verwaltung
Vernetzte Daten in Darmstadt
In Darmstadt als Smart-City-Modellkommune wurden 
bereits in der Vergangenheit und werden im Verlauf 
der Umsetzungsphase viele digitale Projekte umge-
setzt. Im Rahmen dieser Maßnahmen fallen unter-
schiedlichste Daten bei verschiedenen Akteuren an. 
Darmstadt versteht sich als Netzwerkstadt. Die Ver-
waltung ist ein Teil davon, doch gerade wenn es um 
den Austausch von Daten geht, sind die Kanäle zu 
externen Akteuren wie Dienstleistern oder Wissen-
schaft ebenso wichtig. Die Digitalstrategie
43 und die 
Open-Data-Strategie44 Darmstadts setzen für einen 
effizienten und klar geregelten Datenaustausch be-
reits den strategischen Rahmen (siehe auch Kapitel 
„Vorhandene Ressourcen“, S. 20 ff.). 
Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist 
Open Data. Dass die bereits vorhandenen Ansätze 
weiter ausgebaut werden sollen, wurde bereits im Ka-
pitel „Wasserdaten“ ausgeführt (insbesondere Ziele 
1 und 4, S. 64 ff.). Mit Fragestellungen zu Open Data 
beschäftigt sich innerhalb der Verwaltung in Darm-
stadt an erster Stelle die AG Open Data. Diese wird 
geleitet von dem oder der Open-Data-Beauftragten 
aus der Abteilung Statistik und Stadtforschung im 
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Außerdem 
beteiligt sind das Amt für Digitalisierung und IT, die 
Organisationsabteilung des Amts für Interne Dienste 
sowie die bzw. der Datenschutzbeauftragte der Wis-
senschaftsstadt. Darüber hinaus sind die Fachämter 
in Darmstadt dazu aufgerufen, (Open-)Data-Koordi-
natorinnen und -Koordinatoren zu benennen, die als 
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für das Thema 
innerhalb ihres Amts zur Verfügung stehen.
Den Kern der infrastrukturellen Ebene bilden in 
Darmstadt die bereits vorhandene Datenplattform
45
und das Geo-Informationssystem sowie das geplan-
te Open-Data-Portal (siehe auch Kap. „Konzepte aus 
dem Bereich Digitalisierung“ (S. 22). Während die Da-
tenplattform aktuell insbesondere visualisierte Daten 
in Form von Dashboards bereitstellt, sollen über das 
Open-Data-Portal zukünftig auch sehr viel umfangrei-
chere Datensätze aus verschiedensten Anwendungs-
bereichen für den Export bereitgestellt werden. Ein 
Beispiel für umfangreiche offene Daten, die in Darm-
stadt bereits seit mehreren Jahren in Echtzeit digital 
über eine eigene Webseite verfügbar sind, sind die 
Verkehrszähldaten, die über zahlreiche Sensoren und 
Kamerasysteme an den Darmstädter Kreuzungen er-
hoben werden.
46
Je mehr Daten in Darmstadt miteinander vernetzt 
werden, desto wichtiger ist dabei die Standardisie-
rung. Dies betrifft zum einen Softwarearchitekturen, 
z. B. für die Datenplattform. Diese wurde anhand der 
DIN SPEC 91357 „Referenzarchitekturmodell Offene 
Urbane Plattform“ konzipiert, die offene städtische 
Datenplattformen als eine auf lokale Gegebenheiten 
angepasste Implementierung einer Architektur zur 
Integration bestehender städtischer Infrastrukturen, 
Datenspeicher und Services aus dem öffentlichen und 
privaten Bereich definiert. Zum anderen muss auch 
die Datenhaltung etwa in Form von standardisierten 
Metadaten vereinheitlicht werden.
In Darmstadt werden unterschiedliche Daten erhoben und auf einer allgemein zugänglichen 
Datenplattform transparent zur Verfügung gestellt. Quelle: Digitalstadt Darmstadt GmbH

99Smart-City-Strategie   
Gute Kommunikation ist 
die Grundlage für den Erfolg 
eines jeden Netzwerks
Wissenstransfer und 
Austausch
Eine zentrale Rolle bei der Verankerung der Strategie 
Schlaues Wasser spielt der Wissenstransfer und der 
Austausch mit anderen Akteuren. Einerseits soll ein 
Austausch mit Expertinnen bzw. Experten und der 
Bürgerschaft institutionalisiert werden, um vonein-
ander zu lernen, Akzeptanz zu schaffen, gemeinsam 
Lösungsansätze zu entwickeln und ein transparentes, 
bürgerschaftsorientiertes Vorgehen zu ermöglichen. 
Andererseits soll das gewonnene Wissen auch ande-
ren Kommunen und interessierten Bürgerinnen und 
Bürgern zur Verfügung gestellt werden.
Verstetigung der Fokusgruppen 
Wie bereits in Kapitel „Partizipative Strategie-
erstellung“ (S. 40 ff.) beschrieben, wurden im Rah-
men des Projekts Schlaues Wasser Fokusgruppen 
mit Vertreterinnen und Vertretern der Darmstädter 
Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und zivilen 
Interessenvertretungen gegründet. Diese haben be-
reits im Laufe der Strategiephase sehr umfangreichen 
Input geliefert und ihre eigenen Projektideen für die 
Umsetzungsphase im Rahmen des Ideenaufrufs ein-
gebracht (siehe Kapitel „Road Map“ (S. 77 ff.)). 
Das Mitwirken der Fokusgruppen während der 
Strategiephase hat sich als sehr wertvoll erwiesen. 
Das Projekt Schlaues Wasser profitiert enorm von 
dem großen Wissensschatz und den unterschied-
lichen Perspektiven der Akteurinnen und Akteure 
sowie von der Vernetzung, die durch das Format der 
Fokusgruppen ermöglicht wird. Daher sollen die Fo-
kusgruppen auch in der Umsetzungsphase eine wich-
tige Rolle spielen. 
Um eine noch einfachere Vernetzung zwischen den 
Fokusgruppenmitgliedern zu ermöglichen, soll in der 
Umsetzungsphase die Trennung der Fokusgruppen 
(ehemals [1] Verwaltung und städtische Betriebe, [2] 
Wirtschaft und Wissenschaft und [3] zivile Interessen-
vertretungen) aufgehoben we rden. Stattdessen wird 
eine Zusammenführung dieser drei Fokusgruppen 
angestrebt. Aus dieser Gesamtgruppe können dann 
jeweils für konkrete Themen kleinere Untergruppen 
besetzt werden, die z. B. in die Umsetzung bestimmter 
Maßnahmen einbezogen werden.
Darüber hinaus soll die zusammengeführte Fokus-
gruppe in regelmäßigen Abständen auch während der 
Umsetzungsphase zusammenkommen, um Einblicke 
in den Fortschritt des Gesamtprojekts zu erhalten und 
sich in diesen auch proaktiv einbringen zu können. 
Diese Treffen sollen durch das Smart-City-Projekt-
team koordiniert werden. Das langfristige Ziel besteht 
in einem Fortbestand der Fokusgruppe auch über 
die Umsetzungsphase des Schlaues-Wasser-Projekts 
hinaus, sodass die geschaffenen Strukturen und Ko-
operationsprojekte nachhaltig in Darmstadt wirken 
können. So können die Themen des Projekts Schlaues 
Wasser in die Darmstädter Stadtgesellschaft getragen 
und die Verankerung im Lokalen wirkungsvoll unter-
stützt werden. Gleichzeitig findet über die Fokusgrup-
pe ein Erfahrungs- und Wissensaustausch statt. 
Interkommunaler Austausch 
Neben der Einbindung lokaler Expertise soll auch 
ein Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch auf 
regionaler und nationaler Ebene ermöglicht werden. 
Dafür wurden während der Strategiephase Kontakte 
geknüpft und Netzwerke aufgebaut. Insbesondere die 
Vernetzung mit anderen Kommunen des Förderwett-
bewerbs Modellprojekte Smart Citys wurde genutzt, 
um sich fachlich auszutauschen; beispielhaft soll hier 
der Austausch mit Berlin, Konstanz und Mannheim ge-
nannt werden. Die Arbeitsgemeinschaften der Koor-
dinierungs- und Transferstelle helfen zudem, sich zu 
spezifischen Themen auszutauschen und Erfahrun-
gen zu teilen. Auch auf der Smart Country Convention 
in Berlin 2022 und dem Smart City Expo World Con-
gress in Barcelona war das Projekt Schlaues Wasser 
Darmstadt vertreten.
Zusätzlich wurden fachliche Netzwerke und Veran-
staltungen auf nationaler Ebene für einen weiteren 
Austausch genutzt, darunter das Kompetenzzentrum 
Wasser (u. a. in Form eines Vortrags und einer Diskus-
sionsrunde mit Dr . Andreas Matzinger während eines 
Fokusgruppen-Workshops), das Netzwerk Digitale Da-
seinsvorsorge, die Ausschüsse und Fachgruppen des 
Deutschen Städtetags, der Digitalgipfel der Bundes-
regierung oder der Austausch mit dem KI Zentrum 
Kaiserslautern. Zusätzlich findet ohnehin ein stetiger 
Austausch mit dem hessian.AI statt. Speziell über die 
Themen Schwammstadt und Klimabeobachtung wur-
de überdies insbesondere mit den Städten Bad Belzig, 
Mönchengladbach, Regensburg und Dresden diskutiert.
Auf regionaler Ebene fanden Vernetzungs- und Kol-

100     Verankerung in Stadt und Verwaltung
laborationstreffen über den Verbund kommunaler 
Unternehmen sowie den hessischen Städtetag statt. 
Auch auf lokaler Ebene wurden Erfahrungen ausge-
tauscht, etwa im Rahmen eines Runden Tischs der 
Wissenschaft oder in öffentlichen Netzwerkveranstal-
tungen zur Vorstellung gemeinsamer Projekte von 
Unternehmen der Stadtwirtschaft und wissenschaft-
lichen Organisationen. 
Darüber hinaus nimmt die Wissenschaftsstadt Darm-
stadt seit Jahren an den vom Hessischen Wirtschafts-
ministerium angebotenen Treffen des Interkommu-
nalen Arbeitskreises teil, bei denen die jeweiligen 
Kommunen mit einem bestimmten Thema als Gastge-
ber die anderen Kommunen einladen. Diesen Rahmen 
kann die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen 
des Projekts Schlaues Wasser Darmstadt nutzen und 
das Projekt den in diesem Netzwerk vertretenen Kom-
munen vorstellen. In der Umsetzungsphase ist vorge-
sehen, diese Kontakte strategisch auszubauen und in 
das institutionalisierte Format eines „Smart-Water-
Clusters“ zu überführen (siehe folgenden Abschnitt). 
Der interkommunale Austausch soll als Grundlage da-
für dienen, vorhandene Lösungsansätze für die Bür-
gerschaft kontinuierlich zu verbessern und neue Lö-
sungsansätze zu finden, die von anderen Kommunen 
übernommen werden können. Nach Fertigstellung der 
Strategie ist geplant, im Rahmen der Modellprojekte 
Smart Citys eine Regionalkonferenz in Darmstadt zu 
organisieren. Die Zusammenfassung der Ergebnisse 
und Erkenntnisse aus dem Projekt Schlaues Wasser 
Darmstadt wird darüber hinaus im Rahmen des er-
wähnten Smart-Water-Toolkits für den Transfer auf 
andere Kommunen bereitgestellt (siehe auch Kapitel 
„Smart-Water-Toolkit“, S. 92 f.).
Smart-Water-Cluster
Eine der Anforderungen an die im Rahmen des Mo-
dellprojekts Smart-City-Strategien entwickelten Maß-
nahmen und Lösungsansätze ist die Gewährleistung 
des Fortbestands der innerhalb der Förderphase an-
gestoßenen Projekte auch nach Auslauf der Förderpe-
riode. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich mit 
der Findung eines solchen Ansatzes intensiv beschäf-
tigt und das folgende Konzept entwickelt, um dieser 
Anforderung nachhaltig und langfristig nachzukom-
men. Schon heute, zum Ende der Strategiephase, wur-
den viele neue Kontakte, Einrichtungen und wichtige, 
längst im Markt erfolgreich etablierte Akteure iden-
tifiziert, kontaktiert und zum Teil im Projekt bereits 
als Partner eingebunden. Die Anzahl dieser Kontakte 
steigt im Verlauf der Projektlaufzeit. Fast wöchentlich 
kommen neue hinzu. Diesen wertvollen Fundus an 
auf Wasser spezialisierten Netzwerken wird die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt als weiteres zertifiziertes 
Cluster über das „go-cluster“-Programm des Bundes-
ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz anmelden.
Schon heute erfüllt die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
mit ihrer Vielzahl an Wasserexpertinnen und -exper-
ten und KMU die Voraussetzungen für einen Antrag. 
Auf diese Weise wird nicht nur ein zentraler Ort der 
Begegnung zum Thema Wasser geschaffen, sondern 
eine Vernetzungsplattform ins Leben gerufen, auf 
der alle am Cluster Interessierten Kooperationen ein-
gehen und Aktivitäten sowie Services in Anspruch 
nehmen können. Das Smart-Water-Cluster Darmstadt 
wird – ähnlich wie bei der „Houses of“-Strategie des 
Landes Hessen – in Form eines Private-Public-Partner-
ship-Konstrukts zum Austausch, Vernetzen, Weiterbil-
den und Bilden von neuen Konsortien zur Verfügung 
stehen. Gemeinsam mit den Hochschulen, Wasserex-
pertinnen und -experten und den Unternehmen wird 
so eine Schnittstelle für das Element Wasser zwischen 
der Kommune, der Wirtschaft und der Wissenschaft 
geschaffen. 
Jährlich stattfindende K ongresse, Events, Vorträge 
sowie Vorlesungen werden die vielen, bisher in einem 
losen Austausch stehenden Akteure miteinander ver-
binden und Deutschland mit einem professionellen 
und gezielten Matchmaking auf internationaler Ebene 
neu und stark positionieren. Das Smart-Water-Cluster 
Darmstadt ermöglicht so nicht nur den Zugang zu 
und die Kenntnis von Innovationen, sondern fördert 
auf diese Weise zugleich das Unternehmertum und 
steigert die Attraktivität und globale Sichtbarkeit 
Deutschlands für Investoren. Aber nicht nur die Wett-
bewerbsfähigkeit wird durch die Existenz von Cluster-
strukturen gestärkt, sondern auch die Möglichkeit, 
dem so wichtigen Thema des sensiblen Umgangs mit 
dem Element Wasser eine weitaus größere Sichtbar-
keit zu verschaffen. Projekte oder Branchen erhalten 
in Form eines organisierten Clusters die Fähigkeit, 
unabhängig und eigenständig zu agieren. Mithilfe 
der Clusterorganisation Smart Water Darmstadt wird 
die notwendige Infrastruktur geschaffen, um der An-
forderung an eine nachhaltige Existenz und Lebens-
dauer der Projekte nach der Projektlaufzeit gerecht 
zu werden.
Darüber hinaus wurde bereits von Fokusgruppenteil-
nehmerinnen und -teilnehmern und vielen anderen 
Beteiligten der Wunsch geäußert, weiterhin Teil die-
ses Netzwerks zu sein. Es wurde nach Möglichkeiten 
gefragt, wie eine solche Verstetigung eines regelmä-
ßigen Austauschs und ein gemeinsamer Ort der Be-
gegnung in diesem Kontext aussehen könnten. Die 
Entwicklung des Smart-Water-Clusters ist daher der 
richtige nächste Schritt im Anschluss an das Schlaues-
Wasser-Projekt.

101Smart-City-Strategie   
Partizipationsformate in der 
Umsetzungsphase 
Die Bürgerinnen und Bürger sind das lebendige Herz 
Darmstadts. Sie stehen im Fokus dieser Strategie. Um 
die Kernideen der Strategie in die Stadt einzupflanzen, 
braucht es die aktive Unterstützung der Bürgerschaft. 
Die Beteiligung der Bürgerschaft wurde während der 
Strategiephase begonnen (siehe Kap. „Partizipative 
Strategieerstellung“, S. 40 ff.) und wird in der Umset-
zungsphase weitergeführt. Denn wie die Vision zeigt, 
wird in Darmstadt gemeinsam geschaffen. Gemein-
sam werden co-kreativ Lösungen entwickelt, gemein-
sam begibt man sich auf die Reise, Darmstadt zur 
wassersensiblen Smart City werden zu lassen.
Dafür ist vorgesehen:
• Bürgerprojekte zu ermöglichen, die durch Patenschaften be-
gleitet werden, um das Wasserthema stärker ins Bewusstsein zu 
rücken
• zur Aktivierung und Sensibilisierung der Bürgerschaft Mitmach-
projekte für unterschiedliche Zielgruppen durchzuführen, z. B. 
interaktive wasserbezogene Stadtführungen und Schulprojekte 
zum Urban Gardening
• Wettbewerbe wie Hackathons auszurufen
• mit Bürgerinnen und Bürgern Pilotprojekte und Prototypen zu 
testen, z. B. wasserspezifische Urban-Gardening-Modelle mit re-
silienten Pflanzen
• Citizen-Science-Projekte zu initiieren, z. B. zu Wasserverbräu-
chen oder zur Nachnutzung von Brauchwasser
• die Bürgerinnen und Bürger Darmstadts per repräsentativer 
Umfrage in die Evaluierung der Strategie einzubinden
• die Bürgerschaft an der Überarbeitung dieser Strategie nach 
fünf Jahren teilhaben zu lassen
Quelle: Digitalstadt Darmstadt GmbH / J. Mai

102     Verankerung in Stadt und Verwaltung
Monitoring und Evaluation
Die im Kapitel „Road Map“ (S. 77 ff.) vorgestellten 
Maßnahmen sollen dazu dienen, Darmstadt zur was-
sersensiblen Smart City weiterzuentwickeln. Um zu 
überprüfen, ob die ausgewählten Maßnahmen die be-
absichtigte Wirkung erzielen, sollen die Maßnahmen 
überwacht (Monitoring) und ihre Wirkung kritisch be-
wertet werden (Evaluation).
Die Ziele des Monitorings im Rahmen der Umset-
zung der Strategie Schlaues Wasser sind:
• periodische Überprüfung der (a) Umsetzung und 
(b) Wirkung der ausgewählten Maßnahmen, um die 
Erreichung der Strategieziele zu monitoren
• Überprüfung und Überarbeitung bzw. Fortschrei-
bung der Strategie, z. B. zur Anpassung an neue 
Potenziale im Zusammenhang mit smarten Wasser-
projekten in der Stadt Darmstadt oder mit Blick auf 
das Nachjustieren der Umsetzungsstrategie
Unter Federführung der Verwaltung ist dazu die 
Etablierung und Fortführung folgender Monitoring-
Prozesse vorgesehen:
• Abschließende Anpassung und Vereinbarung der 
Monitoring-Kriterien nach finaler Auswahl der Maß-
nahmen und Förderzusage (es können nur die für 
die ausgewählten Maßnahmen relevanten Kriterien 
herangezogen werden und diese müssen bei den 
Maßnahmen messbar sein). Ausgangspunkt sind 
die im Kapitel „Anwendungsfelder“ (S. 53 ff.) be-
schriebenen Kriterien.
• Ermittlung eines Ausgangszustands („Baseline-
Performance“) im Hinblick auf die Monitoring- 
Kriterien zum Zeitpunkt des Beginns der Maßnah-
menumsetzung.
• Periodische Zusammenstellung der Fortschritte bei 
der Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen mit 
Betrachtung der Einzelaktivitäten, Vorbereitungs- 
und Umsetzungsmaßnahmen oder des Abschlus-
ses der Maßnahmen (Feststellung des Umsetzungs-
status z. B. nach „nicht begonnen“, „in Planung/
Vorbereitung“, „in Umsetzung“, „in fortlaufendem 
Betrieb“, „abgeschlossen“). Dies erfolgt durch Ab-
frage bei den federführenden und mitwirkenden 
Institutionen der Verwaltung oder den damit Be-
auftragten.
• Periodische Zielkontrolle: Analyse und Dokumen-
tation der Fortschritte bei der Zielerreichung auf 
der Grundlage der ermittelten Maßnahmenumset-
zungen. Dabei wird für die Ziele analysiert, welche 
Maßnahmenum   setzungen in welchem Umfang die 
angestrebte Zielerreichung beeinflussen. 
• Regelmäßiger Austausch zur periodischen Aus-
wertung der Monitoring-Zwischenstände und zur 
Erörterung von Schlussfolgerungen für die Um-
setzung der Strategie. Unter Beteiligung relevanter 
Akteure auf städtischer und gesellschaftlicher Ebe-
ne (z. B. der Fokusgruppen) werden die Ergebnis-
se des Maßnahmen- und Zielmonitorings erörtert 
und Schlussfolgerungen für die Strategie gezogen. 
So wird im Umsetzungsprozess die Möglichkeit ge-
schaffen, Maßnahmen anzupassen, um Defizite in 
der Zielerreichung zu beheben. 
• Fortschrittsbericht zur Information der politischen 
Akteurinnen und Akteure und der interessierten 
Öffentlichkeit. In diesem Bericht werden die Moni-
toring-Zwischenergebnisse und die Schlussfolge-
rungen zusammengefa sst. Z udem werden die im 
SCP erarbeiteten Handlungsempfehlungen im Rah-
men des Toolkits dargestellt und bei Bedarf not-
wendige Weiterentwicklungen der Strategie (z. B. 
Zielsetzungen und Maßnahmenplanung) überlegt. 
• Als periodisches Monitoring wird eine regelmäßige 
Durchführung der oben genannten Schritte ange-
strebt. Das periodische Monitoring beginnt mit der 
Maßnahmenumsetzung und einem ersten Monito-
ring ein Jahr danach.
Zur Erhebung des Umsetzungsstands ist die Zusam-
menarbeit verschiedenster Akteure notwendig. Die 
Projektleitung trifft mit dem SCP Vereinbarungen 
über die Abläufe und die Beteiligung der Akteure.
Nachfolgend werden einige prinzipielle Kriterien auf-
geführt (vgl. Kap. Anwendungsfelder“, S. 53 ff.), an-
hand derer die erfolgreiche mittel- und langfristige 
Umsetzung der Maßnahmen erhoben werden kann. 
Die Kriterien sind nach Anwendungsfeldern geordnet.

103Smart-City-Strategie   
Wasserkreisläufe in Quartier und Stadt
• Vorhandensein von entsprechenden Flächen 
und Anlagen 
• Begrenzung von Versiegelung und der 
Verschwendung von Regenwasser
• Schaffung und Nutzung von Wasserkreis-
läufen (Wiederverwendung)
• Qualität der integrativen Planungs- und 
Beteiligungsprozesse
• Stärkung der Bewirtschaftung durch-
Nutzung von Digitalisierungs-Werkzeugen
Wasserdaten: Grundlagen, Potenziale und 
Nutzung
• Qualität, Vollständigkeit und Verfügbarkeit 
der Dateninfrastruktur
• Datensicherheit, IT-Sicherheit
• Qualität eines wasserwirtschaftlichen 
Monitoringsystems und von Prognose-
instrumenten
• Qualität der Zugänglichkeit von 
wasserbezogenen Informationen
Wasserkommunikation und bewusstes 
Handeln: Information, Sensibilisierung, 
Austausch und Erlebnis
• Vorhandensein und Qualität von Veranstal-
tungen, Kampagnen und Bildungsangeboten 
sowie anderen Werkzeugen zur Öffentlich-
keitsinformation und Teilhabe
• Vorhandensein und Qualität von smarten 
Informations- und Beteiligungs-Plattformen
• Qualität von Frühwarnsystemen
Die Wirkungsüberprüfung anhand der aufgeführten 
Kriterien soll objektive und verlässliche Informa-
tionen zum Erfolg und zur Wirkung der Maßnahmen 
ermöglichen. Da es auch Ziel der Strategie ist, spür-
bare Mehrwerte für alle „Heinerinnen und Heiner“ zu 
schaffen, soll auch dieser Aspekt anhand einer weite-
ren Bürgerumfrage geprüft werden. 
Im Kapitel „Partizipative Strategieerstellung“ (S. 40 f.) 
wurde die repräsentative Bürgerumfrage im Rahmen 
der Strategiephase in Darmstadt beschrieben. Da-
bei wurde etwa nach möglichen Bedenken bezüglich 
verschiedener Nutzungsszenarien von Brauchwasser 
gefragt. Um evaluieren zu können, ob sich durch das 
Projekt Schlaues Wasser der Informationsstand, die 
Einstellung und das Verhalten der Bürgerschaft zum 
Themenbereich verändert hat und ob die Wirkung der 
Maßnahmen von den Darmstädterinnen und Darm-
städtern wahrgenommen wird, soll am Ende der Um-
setzungsphase eine zweite repräsentative Umfrage 
durchgeführt werden. Ziel ist es, die Perspektive der 
Bürgerschaft offenzulegen, um Maßnahmen auch bür-
gerzentriert anzupassen und weiterzuentwickeln. 
Erfolgskriterien 
der Anwendungsfelder
Anwendungsfeld 3
Anwendungsfeld 2
Anwendungsfeld 1
WIR WOLLEN SPÜRBARE 
MEHRWERTE SCHAFFEN

104     Verankerung in Stadt und Verwaltung
Ausblick
Darmstadt hat sich auf den Weg gemacht, eine 
wasser sensible Smart City zu werden. Damit begeg-
net es den Herausforderungen und Folgen des Klima-
wandels, schützt Wasserr essourcen und macht die 
Wasserwirtschaft zukunftsfähig, während die Lebens-
qualität in der Stadt wächst und die Bürgerschaft ge-
stärkt wird. Darmstadt nutzt dabei sein Potenzial als 
Netzwerkstadt, Digitalstadt und Wissenschaftsstadt. 
Als Netzwerkstadt geht Darmstadt die Transforma-
tion zur wassersensiblen Smart City gemeinsam und 
co-kreativ mit seiner Bürgerschaft an. Als Digitalstadt 
nutzt Darmstadt die Potenziale der Digitalisierung, um 
seine Ziele zu erreichen. Als Wissenschaftsstadt nutzt 
Darmstadt sein Potenzial, modellhafte Lösungen zu 
entwickeln und objektiv zu evaluieren. Darmstadt er-
möglicht so eine zukunftsgerechte und klimaresilien-
te Stadtentwicklung im Dienste der Bürgerinnen und 
Bürger .  
Im Laufe der Umsetzungsphase werden die im Kapitel 
„Road Map“ (S. 77 ff.) dargestellten Maßnahmen um-
gesetzt. Währenddessen wird ein reger Austausch bei 
der Erstellung des Klimaanpassungskonzepts ange-
strebt. So sollen erste Erfahrungen des Projekts in die 
Erstellung des Konzepts einfließen. Ebenso sind nicht 
aufgegriffene Ideen aus dem Ideenspeicher in den 
nächsten Jahren weiter zu berücksichtigen und idea-
lerweise zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen.
Im Rahmen verschiedener Partizipationsformate sol-
len zusätzlich auch die Darmstädterinnen und Darm-
städter kontinuierlich für Schlaues Wasser sensibili-
siert und in das Projekt einbezogen werden. 
Gegen Ende der Umsetzungsphase ist geplant, die 
Strategie zu überarbeiten und auch die umgesetzten 
Maßnahmen auf ihre Wirkung hin zu evaluieren, so-
dass eine Fortführung und Übertragbarkeit geprüft 
werden kann und auch andere Kommunen möglichst 
von den Darmstädter Erfahrungen profitieren kön-
nen. Die Strategie soll damit als Grundlage für weitere 
Meilensteine der gelebten Smart City in Darmstadt 
gesehen werden.

105Smart-City-Strategie   
Dieses Strategiepapier beenden wir mit einem aufrichtigen Dank an alle 
mitwirkenden Personen aus dem mittelbaren und unmittelbaren Projekt-
umfeld, an die Begleitforschung sowie die externen Partner aus Wissen-
schaft und Wirtschaft.
Ein ganz besonderes Dankeschön sprechen wir den sehr engagierten Fo-
kusgruppenmitgliedern aus, die mit unermüdlichem Einsatz und bemer-
kenswertem Ideenreichtum die Erstellung des Strategiepapiers wesent-
lich unterstützt haben.
WIR SAGEN 
DANKE

ZUKUNFT ZU 
GESTALTEN, 
IST UNSERE 
TRADITION. 
SCHON IMMER.

Anhang
~ Quellenverzeichnis
~ Glossar
~ Endnoten
~ Impressum

108     Anhang
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109Smart-City-Strategie   
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110     Anhang
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• Vereinte Nationen. Sustainable Development 
Goals. https://sdgs.un.org/goals (abgerufen am 
22.08.2022).
• WBGU (2019). Hauptgutachten – Unsere gemeinsa-
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• WBGU. (2019). Unsere gemeinsame digitale Zu-
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DA 2030+ – Räumliche Entwicklungsstrategie für 
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 (abgerufen am 22.03.2023).
• Wissenschaftsstadt Darmstadt (2021). Leben in 
Darmstadt. Vielfalt. https://www.darmstadt.de/
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Strategie. https://www.darmstadt.de/fileadmin/
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(abgerufen am 20.03.2023).
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schutzplan 2035. https://www.darmstadt.de/
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Klimaschutz/Klimaschutzplan/Klimaschutz-
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• Wissenschaftsstadt Darmstadt, IFOK, TU Darm-
stadt (2015). Damit alle mitmachen können. Leit-
linien zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 
in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
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• Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsfor-
schung (2012). Strategische Vorausschau für Städ-
te. Policies Working Paper Nr . 62-2012. Joanneum 
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SCHE_VORAUSSCHAU_FUER_STAEDTE.pdf
 (ab-
gerufen am 18.08.2022).

111Smart-City-Strategie

112     Anhang
15-MINUTEN-STADT In einer Viertelstundenstadt soll der Raum so segmentiert und dezen-
tralisiert werden, dass alle notwendigen Bereiche des alltäglichen Lebens 
innerhalb von 15 Minuten mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden 
können. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Bildungseinrichtungen, Behörden, 
sportliche Einrichtungen, Naherholungsflächen und öffentliche Ver-
kehrsmittel sollen von jedem Punkt aus in kurzer Zeit erreichbar sein.
AKTORIK Aktorik ist der Überbegriff für technische Wirkelemente, sogenannte 
Aktoren, die in der Lage sind, eine Bewegung oder Verformung auszu-
führen. Ein Aktor ist also im Allgemeinen ein Element, das aktiv eine 
Veränderung herbeiführen kann. Beispiele dafür sind Antriebselemente, 
die elektrische Signale und Strom in mechanische Bewegung oder Licht 
transformieren. 
AUGMENTED REALITY Die Technologie der Augmented Reality (AR) beschreibt eine computer-
gestützte Verknüpfung der realen mit der virtuellen Welt. Die reale Um-
gebung wird mittels digitaler Anwendungen in Echtzeit mit Grafiken, au-
ditiven oder Textinformationen überlagert.
BAUMRIGOLEN Eine Baumrigole ist eine Kombination aus einer Versickerungsfläche für 
den temporären Wasserrückhalt und einer unterirdischen Rigole (unter-
irdisches Auffangbecken für Regenwasser), wobei Teile der Rigole als 
Wurzelraum für einen Baum dienen.
BETRIEBSWASSER Betriebswasser ist aufbereitetes Regen- oder Grauwasser , das zwar nicht 
der Trinkwasserqualität entspricht, dieser aber je nach Aufbereitung sehr 
nahekommt. Es kann im Alltag u. a. für Toilettenspülung, Bewässerung 
und Wäschewaschen oder im industriellen Bereich z. B. für Kühlzwecke 
verwendet werden.
BIG DATA Big Data bezeichnet die Sammlung, Verarbeitung und Analyse großer 
Mengen computergenerierter Daten: individualisierter und personenbe-
zogener ebenso wie öffentlicher und geostationärer Daten. Um relevante 
Informationen und Einblicke in menschliche Bedürfnisse zu generieren, 
sind neue technische Tools und Skills erforderlich. 
BIODIVERSITÄT Als Biodiversität wird die Vielfalt aller lebenden Organismen, Lebensräu-
me und Ökosysteme auf dem Land, im Süßwasser , in den Ozeanen sowie 
in der Luft beschrieben. Der Begriff wird oft synonym zu Artenvielfalt 
verwendet. 
BLAU-GRÜNE 
INFRASTRUKTUR
Unter blau-grüner Infrastruktur versteht man eine Verbindung der städ-
tischen grünen Infrastruktur , des Stadtgrüns, und der städtischen blauen 
Infrastruktur , der wasserbezogenen Ökosysteme, als strategisch geplan-
tes Netz, das sich durch die Stadt zieht. Da blaue und grüne Infrastruk-
turen stark miteinander verflochten sind, spricht man von blau-grüner 
Infrastruktur .
Glossar

113Smart-City-Strategie   
BUSINESS ECOSYSTEMS Der Begriff des Business-Ökosystems beschreibt die zunehmende Ver-
netzung von Unternehmen und Branchen – und damit auch das Ver-
schwimmen ihrer Grenzen – unter den Vorzeichen der Digitalisierung. Ab 
einem gewissen Vernetzungsgrad und einer damit einhergehenden Auto-
matisierung laufen ökonomische Netzwerke teil- bis selbstorganisiert, 
wodurch sich eigene Ökosysteme bilden.
CITIZEN-SCIENCE-
PROJEKTE
Citizen Science beschreibt eine Form der offenen Wissenschaft, bei der 
Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen Forschungsdisziplinen zu For-
schenden werden. Die Digitalisierung ermöglicht dabei neue Partizipa-
tionsmöglichkeiten, wobei ortsunabhängig Daten erhoben (z. B. über 
Smartphone-Apps), diese über eigens programmierte Webseiten aus-
gewertet und neue Forschungsfragen entwickelt werden können. Auch 
dienen Stadtlabore, Bürgerwerkstätten, Hackathons oder der Bau von 
Prototypen oder Reallaboren zum Aufbau einer Bürgerwissenschaft. Sie 
unterstützt den Wandel der Dienstleistungs- zur Wissensgesellschaft.
CO2-NEUTRALITÄT Der Begriff CO2-Neutralität beschreibt das Gleichgewicht zwischen dem 
CO2-Ausstoß in die Atmosphäre und dem CO 2, das aus der Atmosphäre 
entfernt wird, wobei CO2 einerseits emittiert wird und die CO2-Emissionen 
andererseits auch vollständig kompensiert werden. 
CONDENSED SPACES Condensed Spaces sind innerstädtisch-urbane Räume mit hoher Bevöl-
kerungs-, Bebauungs-, Infrastruktur- und Mobilitätsdichte. Auf engstem 
Raum finden sich hier die meisten Menschen, der meiste Wohnraum und 
der meiste Verkehr .
CYBERSICHERHEIT Cybersicherheit bezeichnet alle technischen und nichttechnischen Si-
cherheitsaspekte der Informations- und Kommunikationstechnik. Dabei 
geht es besonders um den Schutz vor virtuellen Gefahren, die beispiels-
weise in Form von Angriffen auf mit dem Internet verbundene Dinge und 
Systeme (Computer , Server , Mobilgeräte, Daten, Sensoren etc.) und da-
rauf basierende Anwendungen und Informationen abzielen.
DASHBOARD Der englische Begriff Dashboard bedeutet wörtlich übersetzt „Armatu-
renbrett“. In der IT handelt es sich bei Dashboards um grafische Benutzer-
oberflächen, also eine Anordnung verschiedener grafischer Elemente, die 
der Visualisierung von Daten oder der Verwaltung von Systemen dienen.
DATENPLATTFORMEN Eine Datenplattform, auch UDP (Urbane Daten-Plattform) oder OUP 
(Offene Urbane Daten-Plattform) genannt, ermöglicht die intelligente 
Vernetzung von Daten und damit das Monitoring und die Kontrolle von 
Infrastruktur und cyberphysischen Systemen in Städten (Sensoren und 
Aktoren z. B. im Internet-of-Things-Kontext). Sie ermöglicht damit, dass 
bessere und neue Services für die gesamt e Stadtgesellschaft entstehen 
können.
DATENSOUVERÄNITÄT Die Datensouveränität bezeichnet den souveränen Umgang mit perso-
nenbezogenen oder nicht personenbezogenen Daten im Digitalen. Ex-
plizit geht es um die Autorität und die Kontrolle über eigene, oftmals 
digitale Daten, besonders im Internet.

114     Anhang
DATENSPARSAMKEIT Der Grundsatz der Datensparsamkeit und Datenvermeidung ist im Bun-
desdatenschutzgesetz und in der Datenschutz-Grundverordnung fest-
gelegt und gilt für Behörden und Unternehmen. Gleichzeitig bezeichnet 
Datensparsamkeit auch eine von Datenschützerinnen und -schützern ge-
forderte Zurückhaltung seitens der Verbraucherinnen und Verbraucher , 
persönliche Daten jenseits von notwendigen Informationen preiszuge-
ben, etwa im Internet und bei Gewinnspielen.
DEMOGRAFISCHER WANDEL Der demografische Wandel beschreibt die Bevölkerungsentwicklung und 
ihre Veränderungen insbesondere im Hinblick auf die Altersstruktur , die 
Entwicklung der Geburtenzahl und der Sterbefälle, die Anteile von in- und 
ausländischen Personen und Eingebürgerten sowie die Zuzüge und Fort-
züge. 
DETECT-AND-RESPONSE-
SOFTWARE
Detection and Response bezeichnet eine Software, die Unternehmen 
dabei hilft, Cyberbedrohungen zu erkennen, die präventive Abwehrmaß-
nahmen überwinden konnten, und mit Gegenmaßnahmen darauf zu re-
agieren.
DIGITAL DIVIDE Der Digital Divide, auch digitale Kluft, beschreibt Unterschiede im Zugang 
zu und in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechno-
logien, insbesondere dem Internet, sowie Unterschiede in den Fähig-
keiten zur Nutzung dieser Technologien. Solche Unterschiede bestehen 
zwischen Volkswirtschaften und zwischen verschiedenen Bevölkerungs-
gruppen aufgrund von technischen und sozialen Faktoren.
DIGITAL LITERACY Digital Literacy bezeichnet einen souveränen Umgang mit den Heraus-
forderungen der Digitalisierung. Die Fähigkeiten, die dafür die Basis bil-
den, sind kognitiver , sozialer und auch kultureller Natur und umfassen 
die Verarbeitung des digitalen Wandels und die generelle Bereitschaft, 
sich für die neuen Anforderungen digital vernetzter Kommunikation zu 
öffnen.
DIGITALE 
DASEINSVORSORGE
Generell beruht Daseinsvorsorge auf dem Gedanken, dass durch die Kom-
munen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um den Einzel-
nen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und deren 
Grundrechte zu verwirklichen. Die digitale Daseinsvorsorge fokussiert 
dabei auf die Frage, welche Infrastrukturen und Dienste für das Leben 
und Wirtschaften in der digitalen Gesellschaft von solcher Bedeutung 
sind, dass sie nicht ökonomischen Eigengesetzlichkeiten überlassen blei-
ben dürfen, sondern in öffentlicher Verantwortung errichtet, betrieben 
und weiterentwickelt werden. Hierbei gilt es zu klären, unter welchen 
Rahmenbedingungen und Betriebsformen eine öffentliche Aktivität statt-
finden soll. Beispiele für wesentliche digitale Produkte und Dienstleistun-
gen sind kommunale Online-Services (OZG), digitale Bildung, technische 
Netze und Infrastrukturen (z. B. WLAN, Breitband und Datenplattformen) 
und weitere Dienste, die ein digitales Abbild der analogen Welt ermög-
lichen und damit neue Wege und Nutzergruppen niedrigschwellig (Abbau 
von Barrieren) erschließen.

115Smart-City-Strategie   
DIGITALER ZWILLING Ein digitaler Zwilling stellt materielle oder immaterielle Objekte, Produk-
te, Prozesse oder Dienstleist ungen aus der realen Welt als ein digitales 
Modell dar . Digitale Zwillinge bauen auf Daten und Algorithmen auf und 
werden über Sensoren in Echtzeit an die reale Welt gekoppelt. Digitale 
Zwillinge ermöglichen es, Szenarien und Planungen weitestgehend ohne 
Einsatz von physischen Ressourcen, beispielsweise durch digitale Simu-
lationen, anzugehen, um En tscheidungsprozesse zu unte rstützen oder 
adäquate Maßnahmen im Umgang mit Risiken oder Problemen zu finden.
DIGITALES STADTLABOR Ein digitales Stadtlabor beschreibt einen kollaborativen Raum zum Ex-
perimentieren, Testen und Tüfteln, der allen Interessierten offensteht. 
Die Nutzung digitaler und analoger Werkzeuge, wie beispielsweise 3-D- 
Drucker , kann vor Ort selbst erlernt und ausprobiert werden.
DOPPELTE 
INNENENTWICKLUNG
Doppelte Innenentwicklung meint die Bebauung mit Gebäuden im  Inneren 
von bestehenden Siedlungen statt auf wertvollen Flächen am Siedlungs-
rand. Um in den Siedlungen dabei aber nicht die letzten  Grünflächen zu 
verlieren, wird das Modell der „doppelten Innenentwicklung“ implemen-
tiert. Dabei werden unbebaute – und meist bereits erschlossene – Flächen 
noch bebaut, gleichzeitig aber Grünflächen beibehalten und weiterent-
wickelt.
ENTSIEGELUNG Entsiegelung bezeichnet das Rückgängigmachen der Flächenversiege-
lung, um wieder natürliche Gegebenheiten zu schaffen. Ziel dabei ist es, 
die natürlichen Bodenfunktionen und die Versickerungsfähigkeit wieder-
herzustellen.
EVERYTHING AS A SERVICE Everything as a Service bezeichnet den Ansatz, „alles“ als Service zur 
Verfügung zu stellen und zu konsumieren. Nachdem es bereits Software 
und Hardware als Service gibt, kommen immer mehr Dienste, Plattfor-
men und Infrastrukturen hinzu, die „as a service“ angeboten werden.
GAMIFICATION(-ANSATZ) Gamification ist die Anwendung spieltypischer Elemente in einem spiel-
fremden Kontext. Es ist eine Ableitung von dem englischen Wort „Game”, 
das übersetzt „Spiel“ bedeutet. Prozesse oder Ideen können mithilfe der 
Gamification exemplarisch durchgespielt werden.
GENDER SHIFT Die tradierten sozialen Rollen, die Männern und Frauen in der Gesell-
schaft zugeschrieben werden, verlieren an gesellschaftlicher Verbind-
lichkeit. Das Geschlecht verliert seine Bedeutung und bestimmt somit 
weniger über den Verlauf individueller Biografien.
GEO-INFORMATIONSSYSTEM 
(GIS)
Ein geografisches Informationssystem (GIS) bezeichnet ein System zur 
Erfassung, Verwaltung und Analyse von Daten. Die Wurzeln des GIS lie-
gen in der Geografie, doch im GIS werden neben Geodaten noch viele 
weitere Datentypen verarbeitet.
GLOBAL MIGRATION In einer globalisierten Welt weisen viele Länder kontinuierliche Ströme 
von Ein- und Auswandernden auf. Vor allem für Gesellschaften mit einer 
alternden Bevölkerung, niedrigen Geburtenraten und gleichzeitig hoher 
Arbeitskräftenachfrage ist Zuwanderung eine enorme Chance. Die He-
rausforderung liegt darin, kulturelle Diversität kreativ und konstruktiv zu 
gestalten.
GRAU-/BRAUCHWASSER Als Grau-/Brauchwasser bezeichnet man Abwasser , das gering ver-
schmutzt und frei von Fäkalien ist, wie den Abfluss von Bade- und Dusch-
wanne, Waschtisch oder Waschmaschine. Grauwasser lässt sich durch 
den Einsatz von Recyclingsystemen aufbereiten und kann dadurch ein 
zweites Mal genutzt werden.

116     Anhang
GREEN TECH Green Tech bezeichnet Technologien, die Belastungen für die Umwelt von 
vornherein zu vermeiden versuchen, sie verringern oder bereits entstan-
dene Schäden beheben. Der Einsatz von Green Tech kann Unternehmen 
dabei unterstützen, mit knappen und teurer werdenden Rohstoffen effi-
zienter zu wirtschaften.
HACKATHON Hackathons stellen kreative und kollaborative Veranstaltungen dar , bei 
denen gemeinsam Soft- und Hardwareprodukte entwickelt oder Lösun-
gen für Software-Probleme erarbeitet werden können. Hackathons kön-
nen auch in der Stadtentwicklung zur Lösung kommunaler Problemstel-
lungen genutzt werden.
HITZEINSELN Die Ausbildung einer städtischen Hitzeinsel beschreibt das Phänomen, 
dass sich innerhalb von Städten Wärme- und Hitzebelastungen unter-
schiedlich stark bemerkbar machen und Städte im Allgemeinen stärker 
betroffen sind als das unbebaute Umland. Je mehr Fläche die Städte be-
anspruchen und je dichter sie bebaut sind, desto größer fällt der Wärme-
inseleffekt typischerweise aus.
IKT(-INFRASTRUKTUR) IKT steht für Informations- und Kommunikationstechnologien.
INSELLÖSUNG Ein technisches System, das nur innerhalb seiner eigenen Grenzen wirk-
sam und mit anderen Systemen der Umgebung nicht kompatibel ist. Ein 
Beispiel für Insellösungen können ein oder mehrere Rechner sein, die in 
einer betrieblichen IT-Infrastruktur eine eigenständige Problemlösungs-
plattform bilden und nicht mit anderen Systemen verbunden sind.
INTERNET OF THINGS Als IoT (Internet of Things, Internet der Dinge) werden miteinander ver-
netzte Maschinen, Anlagen und Geräte bezeichnet, die über das Inter-
net verbunden sind. Diese Vernetzung ermöglicht durch verschiedene 
Informations- und Kommunikationstechniken eine Zusammenarbeit von 
physischen und virtuellen Gegenständen. Zum Beispiel: Auf Grundlage 
von Sensoren zur Luftqualität wird die Ampelschaltung gesteuert und 
bestimmte Straßen werden für den Verkehr freigegeben oder gesperrt.
KLIMANEUTRALITÄT Klimaneutralität bezeichnet den Gleichgewichtszustand zwischen der 
Emission von Treibhausgasen und deren Aufnahme aus der Atmosphäre. 
Das bedeutet, Klimaneutralität ist erreicht, wenn die Menge der emittier-
ten Treibhausgase nicht über die Menge hinausgeht, die durch die Natur 
oder sonstige „Senken“ (Aufnahmemedien) aufgenommen werden kann. 
KLIMARESILIENTE 
STADTENTWICKLUNG
Eine klimaresiliente Stadt ist eine Siedlung, die über Mechanismen ver-
fügt, um etwa Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen und weitere 
Klimakatastrophen zu bewältigen, ohne dass essenzielle Infrastrukturen 
wie Energiebereitstellung, Güterversorgung, Verkehr oder Gesundheits-
wesen zusammenbrechen.
KREISLAUFWIRTSCHAFT Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, 
bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich ge-
teilt, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf 
diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert.
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ 
(KI)
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit 
der Automatisierung „intelligenten“ Verhaltens und dem Maschinenler-
nen befasst. Meist wird dabei versucht, Computer so zu programmieren, 
dass sie eigenständig Probleme bearbeiten können. KI zählt heute zu den 
wegweisenden Treibern der Digitalisierung.

117Smart-City-Strategie   
LORAWAN Ein Long Range Wide Area Network ist ein Low-Power-Wireless-Netzpro-
tokoll (LPWAN). LoRaWAN ist eine Spezifikation der LoRa Alliance für das 
LPWAN-Protokoll. Dabei erfüllt LoRaWAN zentrale IoT-Voraussetzungen 
wie etwa bidirektionale Kommunikation, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, 
Mobilität und Lokalisierungsfunktionen.
MASCHINELLES LERNEN „Maschinelles Lernen“ ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz. Mit-
hilfe des maschinellen Lernens werden IT-Systeme in die Lage versetzt, 
auf Basis vorhandener Datenbestände und Algorithmen Muster und Ge-
setzmäßigkeiten zu erkennen und Lösungen zu entwickeln. Es wird sozu-
sagen künstliches Wissen aus Erfahrungen generiert. Die aus den Daten 
gewonnenen Erkenntnisse lassen sich verallgemeinern und für neue Pro-
blemlösungen oder für die Analyse von bisher unbekannten Daten ver-
wenden.
MIKROKLIMA Mit Mikroklima ist das spezielle Klima eines Areals gemeint, das sich in 
den bodennahen Luftschichten ausbildet und stark von den vorhandenen 
Oberflächen (Untergrund, Bewuchs, Bebauung), z. B. deren Rauigkeit und 
thermischen Eigenschaften, beeinflusst ist.
MISCHWASSER Mischwasser setzt sich aus Schmutz- und Regenwasser zusammen und 
entsteht, wenn die beiden Wasserarten in einem Kanalsystem geführt 
bzw. zusammengeleitet werden.
MOBILITÄTSPLATTFORM Mobilitätsplattformen sind als virtuelle Marktplätze definiert, auf denen 
verschiedene Mobilitätsanbietende und -nachfragende in einer digitalen 
Anwendung zusammengebracht werden. Mobilitätsplattformen stellen 
einen wesentlichen Baustein intelligenter Mobilität dar und können sich 
in ihrem modalen, geografischen und funktionalen Umfang unterschei-
den.  
MONITORING Ein Monitoring-System prüft die Verfügbarkeit, Auslastung, Funktionali-
tät sowie Reaktionszeit eines Services. Überschreitet eine Messung einen 
bestimmten Wert, wird der Fehlerzustand umgehend gemeldet. Sämtli-
che Messdaten werden archiviert und ermöglichen somit die Aufstellung 
von Prognosen.
NEW WORK Das Konzept New Work beschreibt eine neue Arbeitsweise der heuti-
gen Gesellschaft im globalisierten und digitalen Zeitalter . Zudem wird 
New Work als Sammelbegriff für zukunftsweisende und sinnstiftende 
Arbeit angesehen. Dabei gilt es seitens der Führungskräfte, Vertrauen 
zu schenken, dass die Mitarbeitenden bewusste positive und sinnvolle 
Entscheidungen treffen. Es geht nicht mehr nur um das Gewinnen von 
neuen Talenten, vielmehr steht die Intention im Mittelpunkt, diese auch 
im Unternehmen zu halten. 
OPEN (GOVERNMENT) DATA Offene Daten (Open Data) sind Datensätze des öffentlichen Sektors, die 
von Behörden und öffentlichen Unternehmen ohne Einschränkung zur 
freien Nutzung, Weiterverwendung oder Weiterverarbeitung der Allge-
meinheit zur Verfügung gestellt werden.
OPEN-DATA-PLATTFORM Plattform für offene Verwaltungsdaten (vgl. Open Data). Datensätze kön-
nen beispielsweise umfassen: Kartendienste, digitalisierte Bilder bis hin 
zu Sensor- und Statistikdaten. Aufbauend auf diesen Daten können so-
wohl Städte als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger Anwendun-
gen entwickeln, die einen Mehrwert für die Stadt bieten.

118     Anhang
OPEN-SOURCE-SOFTWARE Open Source (wörtlich übersetzt: „freie Quelle“) bezeichnet eine Soft-
ware, deren Quellcode frei verfügbar ist und von unabhängigen Dritten 
eingesehen werden kann. Je nach zugrundeliegender Open-Source- 
Lizenz lässt er sich auch mehr oder weniger frei verwenden, verändern 
und weitergeben.
OPEN KNOWLEDGE In der Informationsgesellschaft und der Wissensökonomie wird zuneh-
mend das Ziel verfolgt, den Prozess der Wissensproduktion sowie den 
Zugang zu Informationsquellen und -ressourcen zu öffnen. Forschungs-
ergebnisse, Daten, Software, technologische Entwicklungen und vieles 
mehr werden vielfach frei verfügbar , sodass alle an ihnen partizipieren, 
sie nutzen und daran weiterarbeiten können.
OZG Das ,,Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistun-
gen‘‘ (OZG) verpflichtet Bund, Länder , Kommunen und verwaltungsnahe 
Einrichtungen und Kammern dazu, Verwaltungsleistungen bis Ende des 
Jahres 2022 nutzerfreundlich online und leicht auffindbar anzubieten. 
Die Verwaltungsleistungen wurden auf 14 Themenfelder aufgeteilt.
PUBLIC-PRIVATE-
PARTNERSHIP
Als Pu b lic-pri vate-Part ner ship (zu Deutsch „öffentlich-private Partner-
schaft“) wird eine Kooperation öffentlicher Einrichtungen mit der priva-
ten Wirtschaft bezeichnet.
QR-CODES Der Quick-Response- oder kurz QR-Code ist eine zweidimensionale Versi-
on des Barcodes, die in der Lage ist, über den Scan mit einem mobilen Ge-
rät eine Vielzahl von Informationen übersichtlich zu verpacken, schnell 
auszulesen und fast unmittelbar zu übertragen.
RANSOMWARE Ransomware ist Schadsoftware, die darauf abzielt, den Zugriff auf Datei-
en oder Systeme zu blockieren, um Lösegeld von den Opfern zu fordern.
RESILIENZ Resilienz ist die Widerstandskraft, schwierige Situationen ohne bleibende 
Schäden zu überstehen. Bezogen auf die Wirtschaft müssen auch Kom-
munen resilient sein – damit bleiben sie beweglich und passen sich in 
Krisen bestmöglich an.
RETENTIONSGRÜNDACH Retentionsgründächer dienen dazu, Regenwasser zu speichern und an-
schließend kontrolliert weiterzuleiten. Vor allem bei Starkregen halten 
begrünte Dächer große Wassermengen zurück, um Kanalisationssysteme 
zu entlasten und Überschwemmungen entgegenzuwirken.
SCHWAMMSTADT Die Schwammstadt beschreibt das Konzept der Stadtplanung, anfallen-
des Regenwasser in Städten lokal aufzunehmen und zu speichern, statt 
es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. Das Ziel der Schwammstadt 
ist, das Niederschlagswasser dort zwischenzuspeichern, wo es fällt. Ein 
Großteil kann über „grüne Elemente“ wie Mulden, Baumrigolen, Gründä-
cher und -fassaden verdunsten und vor Ort versickern, was den Abfluss 
stark reduziert.
SCHWARZWASSER Bei Schwarzwasser handelt es sich um fäkalienhaltiges Abwasser aus 
 Toi letten oder Urinalen.
SCORINGMODELL Der Begriff Scoringmodell beschreibt Punktebewertungsmodelle.
SENSORIK Sensorik bezeichnet in der Technik die Wissenschaft und die Anwendung 
von Sensoren zur Messung und Kontrolle von Veränderungen in umwelt-
bezogenen, biologischen oder technischen Systemen.

119Smart-City-Strategie   
SILVER SOCIETY Weltweit werden Menschen älter und bleiben dabei länger fit. Der Me-
gatrend Silver Society beschreibt die vielfältigen Auswirkungen dieses 
demografischen Wandels, der die Gesellschaft vor enorme Herausforde-
rungen stellt – aber auch große Chancen für eine neue soziokulturelle 
Vitalität eröffnet.
SINN-ÖKONOMIE Im Rahmen der Sinn-Ökonomie werden neue Dimensionen der Wert-
schöpfung abseits des Denkens in Wachstum und Profitmaximierung re-
levant. Dabei rücken der soziale Mehrwert, die Nachhaltigkeit, eine glück-
liche Mitarbeiterschaft und der gesellschaftliche Fortschritt immer mehr 
in den Vordergrund. Unternehmen, die in Zeiten erfolgreich sein wollen, 
die dem Wachstum zunehmend kritisch gegenüberstehen, müssen diese 
neuen Wertvorstellungen der Sinn-Ökonomie selbst leben und vorantrei-
ben.
SMART CITY Der Sammelbegriff „intelligente Stadt” (engl.: „Smart City“) steht für ein 
gesamtheitliches Stadtentwicklungskonzept, das Städte effizienter , nach-
haltiger und lebenswerter macht. Dabei geht es um die intelligente Ver-
netzung aller Bereiche einer Stadt: Mobilität, Energie, Umwelt, Ver- und 
Entsorgung, Bildung, Verwaltung, Wirtschaft, Handel etc., z. B. mithilfe 
von Sensoren und IoT. Im Zentrum einer Smart City steht der Umgang 
mit Daten und deren Verknüpfung. Trotz der Anwendung neuer Techno-
logien stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen im Zentrum 
der Entwicklung der smarten Stadt. Die Technologie wird in den Dienst 
der Bürgerschaft gestellt.
SMART GOVERNMENT Unter Smart Government wird die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im 
Zusammenhang mit dem Regieren und Verwalten (Government) mithilfe 
von intelligent vernetzten Informations- und Kommunikationstechniken 
verstanden. Ein intelligent vernetztes Regierungs- und Verwaltungshan-
deln nutzt die Möglichkeiten intelligent vernetzter Objekte und cyberphy-
sischer Systeme zur effizienten wie effektiven Erfüllung öffentlicher Auf-
gaben. Dies schließt das Leistungsportfolio von E-Government und Open 
Government einschließlich Big Data und Open Data mit ein.
SMART METER Der Begriff Smart Meter bezeichnet intelligente Messsysteme für Strom- 
oder Wasserverbrauch, die die digitale Infrastruktur für ein zukünftiges, 
auf erneuerbaren Energien basierendes Energiesystem bilden.
SMART WATER Smart Water (zu Deutsch „Schlaues Wasser“) beschreibt den Einsatz von 
Technologien wie Sensorik zur Messung von Überflutungsgefahr , Abwas-
ser und Wasserqualität.
STAKEHOLDER Unter Stakeholdern versteht man Interessengruppen einer Organisation. 
Dabei werden alle Personen, Personengruppen oder Unternehmen zu-
sammengefasst, die von den Belangen der Organisation betroffen sind, 
Interesse an diesen Belangen haben und/oder Einfluss auf die Organisa-
tion ausüben können. Stakeholder in der öffentlichen Verwaltung können 
je nach Zugehörigkeit zu der Gebietskörperschaft in interne und externe 
Stakeholder gegliedert werden. Dabei sind interne Stakeholder u. a. die 
Verwaltungsspitze, politische Mandatsträgerinnen und -träger oder die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung. Als externe Stakehol-
der werden u. a. Verbände, Parteien/Wählervereinigungen, Bürgerinnen 
und Bürger sowie ansässige Unternehmen eingeordnet.

120     Anhang
START-UP CULTURE Start-up Culture umfasst die Gruppe der Freischaffenden, Gründerin-
nen und Gründer , die das Angestelltendasein zugunsten eines Start-ups 
aufgeben. Mittels Interdisziplinarität, Geschäftsideen sowie der Art, zu 
arbeiten und an Probleme heranzugehen, übernehmen sie eine Vorbild-
funktion in Hinsicht auf Arbeitskultur und setzen etablierte Unternehmen 
und Branchen unter Innovationsdruck.
TREIBHAUSGAS-
NEUTRALITÄT
Treibhausgasneutralität bedeutet, dass keine Treibhausgase in die Atmo-
sphäre gelangen beziehungsweise entstehende Emissionen vollständig 
kompensiert werden. 
URBAN FARMING Immer öfter werden brachliegende und andere Flächen in Städten zum 
lokalen Anbau von Lebensmitteln umgenutzt. Oft spielen dabei neue 
Technologien wie Vertical Farming eine Rolle. Während beim Urban Gar-
dening Lebensqualität und Erholung im Vordergrund stehen, geht es 
beim Urban Farming darum, einen Teil der Lebensmittelproduktion in die 
Stadt zu verlagern, um die Lebensmittelversorgung regionaler und resi-
lienter zu gestalten.
URBAN FORESIGHT Urban Foresight ermöglicht die Abbildung zu erwartender Stadtszena-
rien und Technologieanwendungen. Durch Einbindung der Nutzerakzep-
tanz, räumlicher Wechselwirkungen und Technologiesysteme können 
damit neue Erkenntnisse für Kommunen, Unternehmen und Beteiligungs-
formate im Kontext der Stadtentwicklung generiert werden.
URBAN GARDENING Bei Urban Gardening handelt es sich um verschiedene Arten von urba-
ner Gärtnerei in Form von städtischen Gemeinschaftsgärten. Diese Arten 
reichen von interkulturellen Gärten über Community Gardens, City Farms 
bis hin zu Nachbarschaftsgärten oder auch Guerilla Gardening.
URBANE DATENPLATTFORM Vgl. Datenplattform
URBANES 
WASSERMANAGEMENT
Wassermanagement ist ein wichtiges Konzept zum Schutz der Um-
welt, Natur und Bevölkerung. Es bedeut et, Wasserressourcen mithilfe 
von technischen und baulichen Maßnahmen und Verfahren so effizient 
wie möglich zu nutzen. Beispielsweise ist es eine Aufgabe des Wasser-
managements, sich mit dem Auffangen, der Nutzung oder der Versicke-
rung von Regenwasser an speziell ausgewählten Standorten und Grund-
stücken zu befassen.
VERRIESELUNG In der Abwassertechnik spricht man von Verrieselung, wenn das Abwas-
ser zur Reinigung kontrolliert in den Untergrund sickern gelassen wird.
VERSICKERUNG Versickerung ist die Sickerung von Bodenwasser aus der wurzelbeein-
flussten Zone in tiefere Schichten. An Standorten mit Grundwasser ent-
spricht die versickernde Wassermenge im Wesentlichen der Grundwas-
serneubildung.
VIRTUAL REALITY Eine Realität, die nur virtuell existiert, in der man sich aber bewegen, die 
man sogar erfahren und erfühlen kann, bezeichnet man als „Virtual Rea-
lity“ (VR). Mit modernen Darstellungsgeräten, z. B. einer speziellen Brille, 
und -methoden wird erreicht, dass Nutzerinnen und Nutzer geradezu in 
die computergenerierten Welten eintauchen können („Immersion“). Die 
Einsatzmöglichkeiten von VR reichen von der Unterhaltungsbranche bis 
hin zum Einsatz in Prozessen der produzierenden Wirtschaft. So können 
Produkte und Fertigungsprozesse schon vorab geprüft werden, was die 
Anfertigung teurer physikalischer Prototypen deutlich reduzieren kann. 
Auch im Bereich der Bildung und Ausbildung sind unzählige Anwendun-
gen denkbar .

121Smart-City-Strategie   
WASSERDIENSTLEIS-
TUNGEN (ALS TEIL DER 
DASEINSVORSORGE)
Wasserdienstleistungen umfassen alle Dienstleistungen, die für die Was-
serversorgung und Abwasserentsorgung von Haushalten, öffentlichen 
oder wirtschaftlichen Einrichtungen sorgen.
WORK-LIFE-BLENDING Die Verbindung von Privat- und Berufsleben, zum Beispiel durch Home-
office-Modelle und Mobile-Office-Lösungen, wird zur großen Aufgabe 
der Zukunft. Work-Life-Blending steht für einen neuen Ansatz, mit dem 
Arbeitgeber und Arbeitnehmende Lösungen finden, ein räumlich und 
zeitlich selbstbestimmteres Arbeiten zu ermöglichen, das aber nicht in 
Selbstausbeutung umschlagen sollte.
ZERO-TRUST-ARCHITEKTUR Als Zero-Trust-Architektur wird eine Sicherheitsarchitektur bezeichnet, 
die speziell darauf ausgelegt ist, die Angriffsfläche des Netzwerks zu mi-
nimieren, die laterale Ausbreitung von Bedrohungen zu verhindern und 
das Risiko von Sicherheitsverletzungen zu reduzieren.
ZERO WASTE Die Weltwirtschaft ist in ihrer jetzigen Form hinsichtlich der verfügbaren 
Ressourcen langfristig nicht tragfähig. Neben Angeboten wie Bio-Pro-
dukten, Fair-Trade-Strategien und Sharing-Lösungen ist Zero Waste ein 
weiterer zukunftsweisender Ansatz nachhaltigen Konsumierens. Die Idee 
dahinter: Statt beispielsweise Verpackungsabfall aufwendig zu entsorgen 
und wiederzuverwerten, ist es besser , erst gar keinen Müll zu produzieren.
ZISTERNE Eine Zisterne ist ein unterirdischer Sammelbehälter für Brauchwasser , in 
einigen Fällen auch für Trinkwasser . Hauptbaustoffe zur Errichtung wa-
ren früher überwiegend große Steinblöcke und Mauerwerk, später auch 
Beton. Heutzutage kommen neben wasserdichtem Beton auch Kunststof-
fe zum Einsatz.

122     Anhang
1 Siehe: https://www.echo-online.de/lokales/
darmstadt/darmstadt-ist-die-heisseste-stadt-hes-
sens_24753771
2 https://www.stadtwirtschaftsstrategie.de/strate-
gie-darmstadt/leitbild/
3 Die Smart-City-Charta identifiziert Leitlinien 
und Handlungsempfehlungen zur nachhalti-
gen Gestaltung digitaler Transformation von 
Kommunen. Sie wurde in einem kooperativen 
Dialogprozess zwischen Bund, Ländern und 
Kommunen entwickelt. Mehr Informationen 
dazu hier: 
https://www.bbsr .bund.de/BBSR/DE/
veroeffentlichungen/sonderveroeffentlichun-
gen/2017 /smart-city-charta-de-eng-dl.pdf;jses-
sionid=1DE872501C0F4AB88441612D4C9AA61A.
live21301?__blob=publicationFile&v=1
 
4 https://www.digitalstadt-darmstadt.de/wp-con-
tent/uploads/Strategieentwurf_compressed.pdf
5 https://www.darmstadt.de/fileadminz/Bilder-Ru-
briken/Open_Data_Strategie_Internet.pdf
6 https://datenplattform.darmstadt.de/#!/tiles/ 
7 https://stadtatlas.darmstadt.de/ 
8 Wissenschaftsstadt Darmstadt (2021): Leben in 
Darmstadt. Vielfalt. https://www.darmstadt.de/
standort/vielfalt-und-internationale-beziehun-
gen/vielfalt
9 Aufgrund des umfangreichen Akteursnetzwerks 
in Darmstadt kann hier nur eine begrenzte Aus-
wahl aufgeführt werden. 
10 
https://www.bitkom.org/smart-city-index
11 https://gigabitgrundbuch.bund.de/GIGA/DE/
Breitbandatlas/Vollbild/start.html;jsessio-
nid=FFFAE8FCBC80281EF5AFA1EA4FDA6DD1
12 https://datenplattform.darmstadt.de/#!/tiles/
13 Stand 2012: siehe https://www.darmstadt.de/
leben-in-darmstadt/umwelt/abwasser 
14 Siehe auch: https://www.darmstadt.de/leben-in-
darmstadt/umwelt/wasser-1 
15 Geo-Informationssysteme sind Informations-
systeme zur Erfassung, Bearbeitung, Analyse und 
Darstellung räumlicher Daten.
Endnoten
16 Vgl. https://www.darmstadt.de/leben-in-darm-
stadt/stadtgruen/historische-parkanlagen/mat-
hildenhoehe/platanenhain
 
17 https://www.gpm-webgis-13.de/geoapp/kataster/
darmstadt/ 
18 https://www.digitalstadt-darmstadt.de/projekte/
stadtlabor-darmstadt/
19 https://www.darmstadtimherzen.de/
20 https://www.lab3.org/
21 Alle weiteren aufgeführten Begriffe werden im 
Glossar erklärt. 
22 Siehe dazu Bitkom (2021): Klimaeffekte der 
Digitalisierung. Online unter: https://www.bitkom.
org/sites/main/files/2021-10/20211010_bitkom_
studie_klimaeffekte_der_digitalisierung.pdf
 
23 Siehe: https://www.hlnug.de/themen/was-
ser/grundwasser/aktuelles (abgerufen am 
22.08.2022).
24 Vgl. zur Grundwasserproblematik in Hessen: 
https://rp-darmstadt.hessen.de/umwelt-und-
energie/gewaesser-und-bodenschutz/grundwas-
ser-und-wasserversorgung/hessisches-ried und 
zu Konflikten um Wasser: https://correctiv.org/
aktuelles/klimawandel/2022/06/14/klimawandel-
konflikt-um-wasser-in-deutschland/
 
25 Beispielsweise haben bestimmte Algen gesund-
heitsschädigende Auswirkungen auf Menschen 
und Fische. 
26 Mischkanäle leiten Regenwasser von Grundstü-
cken und Verkehrsflächen und das aus den Haus-
halten anfallende Abwasser in einer gemeinsa-
men Mischwasserleitung in das Klärwerk, wo es 
gereinigt wird, bevor es in ein natürliches Gewäs-
ser geleitet wird. Dadurch wird – im Gegensatz 
zu Trennsystemen – auch wenig verschmutztes 
Regenwasser erst aufwendig gereinigt, bevor es 
an ein Gewässer abgegeben wird. Aufgrund der 
großen Mengen müssen Mischsysteme zudem 
sehr groß dimensioniert werden. Trotz großer Di-
mensionierung kann es bei extremen Starkregen-
ereignissen dazu kommen, dass das Mischwasser 
aus der Kanalisation austritt und im schlimmsten 
Fall nicht gereinigtes Abwasser in natürliche Ge-
wässer gelangt und diese verschmutzt. In Zeiten

123Smart-City-Strategie   
geringer Niederschläge besteht die Gefahr , dass 
die geringen Wassermengen in groß dimensio-
nierten Kanälen Feststoffe nicht mehr bewegen 
können und sich Ablagerungen bilden. Siehe auch 
„Exkurs: Der urbane Wasserkreislauf“ auf S. 26.
27 Für mehr Informationen siehe bspw.: 
https://
gesund.bund.de/hitze-pflegebeduerftigkeit
28 Lokale Darmstädter Bezeichnung für Darmstäd-
terinnen und Darmstädter .
29 https://smartwater .darmstadt.de/
30 https://sdgs.un.org/goals
31 Die Smart-City-Charta identifiziert Leitlinien 
und Handlungsempfehlungen zur nachhalti-
gen Gestaltung digitaler Transformation von 
Kommunen. Sie wurde in einem kooperativen 
Dialogprozess zwischen Bund, Ländern und 
Kommunen entwickelt. Mehr Informationen 
dazu hier: 
https://www.bbsr .bund.de/BBSR/DE/
veroeffentlichungen/sonderveroeffentlichun-
gen/2017 /smart-city-charta-de-eng-dl.pdf;jses-
sionid=1DE872501C0F4AB88441612D4C9AA61A.
live21301?__blob=publicationFile&v=1
32 Beispiel: https://www.umweltwirtschaft.com/
news/wassergewinnung-und-nutzung/Grundfos-
GmbH-Neues-smartes-Scala1-System-fuer-die-Re-
genwassernutzung-26041
33 Für Informationen siehe: https://delta-darmstadt.
de/
34 Der Bereich, der um einen Straßenbaum herum 
frei bleibt.
35 Der Begriff „virtuelles Wasser“ beschreibt die 
Wassermenge, die zur Herstellung eines Produkts 
– in allen Fertigungsschritten zusammengenom-
men – eingesetzt werden muss. Nur ein Bruchteil 
davon ist im Endprodukt tatsächlich enthalten.
36 Analog zum Begriff des Klima-Fußabdrucks (der 
beschreibt, welche Menge an Treibhausgasemis-
sionen ein Mensch mit seinem Lebensstil ver-
ursacht), umfasst der Wasser-Fußabdruck eines 
Menschen die Gesamtmenge an direktem und 
indirektem Wasserverbrauch im Privathaushalt.
37
https://smartwater .darmstadt.de/
38 Das Umweltforschungszentrum (UFZ) Leipzig 
ermittelt tagesaktuell auf Basis von Simulationen 
mit einem hydrologischen Modell die Boden-
feuchte für ganz Deutschland (
https://www.ufz.
de/index.php?de=46506). 
39 Zit. aus der Präambel der Beteiligungsrichtlinie 
„Damit alle mitmachen können. Leitlinien zur Be-
teiligung der Bürgerinnen und Bürger in der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt!“, verfügbar unter: 
https://da-bei.darmstadt.de/static/domain/2/
Leitlinien_final.pdf
40 Seit einem Beschluss der Stadtverordneten-
versammlung im September 2019 haben der 
Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen 
des Klimawandels höchste Priorität bei allem 
städtischen Handeln. 
41 Ausführlichere Informationen sind unter 
https://
smartwater .darmstadt.de/massnahmen/ zu finden.
42 Um aussagekräftige Anwendungsfälle aus den 
erhobenen Daten zu erstellen, braucht es im 
Smart-City-Kontext häufig keinen Personenbezug 
von Daten. Jedoch sind die erhobenen Daten 
häufig anwendergeneriert – also durch Nutzer-
verhalten erstellt. Würden Daten direkt bei der 
Erhebung anonymisiert, könnten Daten auch 
ohne Personenbezug Mehrwerte generieren. 
43
https://www.digitalstadt-darmstadt.de/wp-con-
tent/uploads/Strategieentwurf_compressed.pdf
44 https://www.darmstadt.de/fileadmin/Bilder-Ru-
briken/Open_Data_Strategie_Internet.pdf
45 https://datenplattform.darmstadt.de/#!/tiles/
46 https://datenplattform.darmstadt.de/verkehr/
apps/opendata/#/

124

125Smart-City-Strategie   
Impressum
Herausgeberin
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Im Carree 1
64283 Darmstadt
www.darmstadt.de
Konzeption, Redaktion
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Im Carree 1
64283 Darmstadt
www.darmstadt.de 
City & Bits GmbH
Schreinerstraße 56
10247 Berlin
www.cityandbits.de 
Gestaltung
SCHUMACHER Brand + Interaction Design GmbH
Julius-Reiber-Straße 22
64293 Darmstadt
www.schumacher-design.de
Darmstadt, Mai 2023

FLÄCHENENTSIEGELUNG
UND INTELLIGENTES 
WASSERMANAGEMENT IM 
SINNE DER NATIONALEN 
WASSERSTRATEGIE

anlage 2

294 Zeichen

Punkt 4: Förderprogramm des Bundes: Modellprojekte Smart Cities 
Die Smart-City-Strategie für unsere Stadt 
Schlaues Wasser Darmstadt 
 (V-Nr. 2023/0167) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz 
der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

anlage 4

288 Zeichen

Punkt 17: Förderprogramm des Bundes: Modellprojekte Smart Cities 
Die Smart-City-Strategie für unsere Stadt 
Schlaues Wasser Darmstadt 
 (V-Nr. 2023/0167) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, 
der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: Die Linke.

2023/0167

5123 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
11.05.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat III 
Dezernat IV 
Dezernat V  
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0167 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  015-000-7002 Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Förderprogramm des Bundes: Modellprojekte Smart Cities  
Die Smart-City-Strategie für unsere Stadt  
Schlaues Wasser Darmstadt  
 
Vorlage vom: 05.05.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat beschließt die Smart City Strategie der Wissenschaftsstadt  Darmstadt „Schlaues 
Wasser Darmstadt“ Für Wasser in der Stadt, integrierte Stadtentwicklung und Klimaresilienz  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die beschlossene Strategie bei der Kreditanstalt für 
Wiederaufbau (KFW) fristgerecht bis zum 30.06.2023 zur Genehmigung vorzulegen. 
 
 
Anlagen: SchlauesWasserDarmstadt_Strategie_final_  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  
 
 
Im September 2020 erhielt die Wissenschaftsstadt Darmstadt vom damaligen 
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat den Titel „Modellprojekt Smart City“. Als 
eine von inzwischen 73 Kommunen war die Wissenschaftsstadt Darmstadt in der zweiten 
Staffel unter dem Titel „Gemeinwohl und Netzwerkstadt / Stadtnetzwerk“ erfolgreich. 
 
Ziel dieser Ausschreibung ist es, gemeinsam mit ausgewählten Kommunen modellhafte und 
vor allem übertragbare Smart-City-Strategien und Maßnahmen der integrierten 
Stadtentwicklung zu konzipieren. Das Förderprogramm verfolgt städtebauliche Ziele und ist 
kein reines Digitalisierungsprogramm. 
 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben mit ihren Beschlüssen zur 
Magistratsvorlage Nr. 2021/0216 die Grundlagen zur Co-Finanzierung des Bundeszuschusses 
von 13,2 Mio Euro für eine Strategie- und eine Umsetzungsphase geschaffen. 
 
Zum Abschluss der Strategiephase, die bis zum 30.06.2023 läuft, muss bei der KFW, die für 
den Bund die Förderung abwickelt, eine von der Stadt beschlossene Strategie vorgelegt 
werden. Die Genehmigung der Strategie durch die KFW ist notwendig, um den Zuschuss für die 
Umsetzungsphase zu gewährleisten. 
 
Das übergeordnete Ziel des Darmstädter „Modellprojekts Smart City“ ist es, auf Basis der 
Strategie dem mit der Förderbewilligung erhaltenen Auftrag durch modellhafte Smart-City-
Lösungen mit Fokus auf „Schlaues Wasser“ gerecht zu werden und damit zum Gemeinwohl 
auch anderer Kommunen beizutragen. 
 
Die vorliegende Smart-City-Strategie mit dem Titel „Schlaues Wasser Darmstadt“ zeigt auf, wie 
dies in Darmstadt gemeinsam mit allen Partnern und der Bürgerschaft gelingen kann. 
Zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern soll ein kompetenter und bewusster Umgang mit der 
Ressource Wasser entwickelt werden, der sich durch neue technologische Anwendungen 
auszeichnet. 
 
Ziel dieser Strategie ist es daher auch aufzuzeigen, wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt die 
Potenziale der Digitalisierung nutzen, erweitern und einsetzen kann: 
 
a) um die Lebensqualität für ihre Einwohnerschaft auch in Zukunft zu erhalten und zu  
verbessern 
b) um die Herausforderungen im Bereich einer klimaresilienten Stadtentwicklung schlau 
zu bewältigen 
c) um sich Gestaltungsfreiheit in einer sich rapide verändernden Welt zu bewahren 
 
Schließlich ist es eine Anforderung an die Strategie, Maßnahmen zu beschreiben, die in den 
kommenden fünf Jahren im Rahmen des Förderprogramms in Darmstadt umgesetzt werden 
sollen. Alle Maßnahmen tragen explizit dazu bei, dass Darmstadt sich zu einer 
wassersensiblen Smart City entwickelt, und sind der Vision, den Anwendungsfeldern und den 
zugehörigen Zielen der Strategie untergeordnet. 
 
Die Auswahl der Maßnahmen fand innerhalb eines umfangreichen und komplexen Prozesses 
statt. Zunächst wurden die drei Fokusgruppen dazu aufgerufen, ihre Projektideen für das 
„Schlaues Wasser“ Projekt einzureichen. Die Fokusgruppen setzen sich zusammen aus

- 4 - 
Vertreterinnen und Vertretern von Verwaltung und städtischen Betrieben, Wirtschaft und 
Wissenschaft sowie ziviler Interessenvertretungen. Die über 70 eingereichten Projektideen 
wurden hinsichtlich zahlreicher Kriterien geprüft, die durch die Ausschreibung und die KFW 
vorgegeben waren. Die qualifizierten Projektideen wurden zu übergreifenden Maßnahmen 
zusammengefasst, die in der Strategie beschrieben sind. 
 
 
 
Dezernat I     Dezernat III 
 
 
 
Jochen Partsch     Michael Kolmer 
Oberbürgermeister    Stadtrat 
 
 
 
 
Dezernat IV     Dezernat V 
 
 
 
Andre Schellenberg    Holger Klötzner 
Stadtrat      Stadtrat

anlage 3

355 Zeichen

Punkt 4: Förderprogramm des Bundes: Modellprojekte Smart Cities 
Die Smart-City-Strategie für unsere Stadt 
Schlaues Wasser Darmstadt 
 (V-Nr. 2023/0167) 
 
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Digitalisierung 
empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UFFBASSE

Beratungsverlauf (4)

TOP 4
TOP 17
TOP 4
TOP 14

Orte (5)

  • Julius-Reiber-Straße 22
  • Marktplatz
  • Ernst-Ludwigs-Platz
  • Rheinstraße
  • Im Carree 1

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Details

Vorlagen-Nr.
2023/0167
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.05.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00