A-R/0071/2022
NOTwendig: Konzepte und Kriterien für eine Notbetreuung in Münsters Kitas und OGS
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A-R-0071-2022-Grüne,SPD,Volt-ASB_Notbetreuung
3339 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0071/2022 NOTwendig: Konzepte und Kriterien für eine Notbetreuung in Münsters Kitas und OGS Ratsantrag zur sofortigen Beschlussfassung Der Rat möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, 1. Träger bei der Einrichtung und Kommunikation einer Notbetreuung zu unterstützen und im Dialog mit ihnen Kriterien für deren Inanspruchnahme zu erarbeiten, 2. der Politik einen Vorschlag zu unterbreiten, wie Eltern, deren Kinder die Betreuungsangebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen können, durch die Reduzierung der Elternbeiträge finanziell entlastet werden können. 3. in regelmäßigen Abständen dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien zu berichten, wie viele Kita - und OGS-Angebote in Münster nur eingeschränkt geöffnet oder gar geschlossen sind. Begründung: Der Fachkräftemangel hat Münsters Kitas aber auch die Offenen Ganztagsschulen (OGS) mit voller Wucht erreicht. Unbesetzten Stellen , aber auch die enorme Belastungssituation des vorhandenen Personals sowie der damit einhergehende Krankenstand, Kündigungen u .v.m. führen immer stärker zu Schließungen von Gruppen oder sogar ganzer Einrichtungen. Der aktuelle Fachkräftemangel ist auch in M ünster historisch: Trotz Ki ta-Rechtsanspruch und Betreuungsverträgen brechen Betreuungsangebote weg – mit fatalen Folgen für die frühkindliche Bildung und die Vereinbarung von Familie und Beruf. Rückmeldungen von Eltern machen u.a. deutlich, dass sie von erheblichen Verdienstausfällen und sogar vom Verlust des Arbeitsplatzes bedroht sind. Ein regelmäßiger quantitativer und qualitativer Problemaufriss ist unerlässlich. Zudem ist es in dieser Situation nicht nachvollziehbar, dass Elternbeiträge im vollen Umfang gezahlt werden. U.a. mit der Schaffung einer Stabsstelle Fachkräftegewinnung und -bindung (siehe HH - Begleitantrag) wollen wir dem Fachkräftemangel in Münsters Kitas und Offenen Ganztagsschulen wirksam begegnen. Mit der Einrichtung der Stabsstelle inklu sive des Budgets wird die Verwaltung in die Lage versetzt, das Thema Fachkräftegewinnung und - bindung ganzheitlich anzugehen, neue Initiativen anzustoßen, mit gesamtstädtische n Ansätzen und kommunale Strategien abzustimmen und der Politik weitergehende Weichenstellungen vorzuschlagen. Kurzfristig werden diese Maßnahmen die Not betroffenen Familien jedoch nicht wenden. Angesichts der aktuell dramatischen Situation muss ein besonderer Fokus auf der leider im wahrsten Sinne des Wortes „ NOTwendige“ Notbetre uung liegen. Kitas und Offene Ganztagsschulen werden bei der Umsetzung konzeptionell und kommunikativ unterstützt. Dazu gehören auch Empfehlungen, nach welchen Kriterien, Kinder und Familien von einer Notbetreuung profitieren. Oberstes Ziel ist es, den Familie n im Rahmen des Möglichen eine verlässliche – wenn auch ggf. eingeschränkte – Betreuung anzubieten und besondere Härten abzufedern. Es kann z.B. geprüft werden, welche Anreize es braucht für Teams, die „am Limit“ sind, einen stadtweiten oder trägerspezifis chen Springer*innen-Pool einzurichten oder mit reduzierten Öffnungszeiten Gruppenschließungen zu vermeiden. Gez. Christoph Kattentidt Lia Kirsch Tim Pasch Sylvia Rietenberg Doris Feldmann Helene Goldbeck Leon Herbstmann und Fraktion und Ratsgruppe und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0071/2022
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 07.12.2022
- Erstellt
- 07.12.2022 09:15