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2015/0146

Infrastrukturmaßnahmen für das städtebauliche Entwicklungsgebiet „Konversion Süd, Lincoln-Siedlung, Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung' 1. Organisatorische Neuerrichtung einer 4-zügigen Grundschule (§ 146 Hessisches Schulgesetz) 2. Bauliche Errichtung (Neubau) einer 4-zügigen Grundschule sowie einer 2. Kita (Versorgung Lincolnsiedlung) gem. beigefügten Raumprogrammen

Magistratsvorlage 09.04.2015

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2015/0146

20480 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
27.05.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfa ssung: 
Dezernat II 
an die Stadtverordnetenversam mlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden B eschluss- 
       fassung Fachau sschuss 
Dezernat III 
Dezernat IV 
Dezernat V 
Finanzverwaltung  
Eigenbetrieb Immobilienm a-
nagement Darmstadt  
 
Amt: Schulamt 
 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0146 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 211010 
Kostenstelle:  040-016-1000 Investitionsnummer:  14040-8005 
Kostenträger:  2110-11 Sachkonto:  -- 
 
Betreff: Infrastrukturmaßnahmen für das städtebauliche Entwicklungsgebiet „Konv ersion 
Süd, Lincoln-Siedlung, Cambrai -Fritsch-Kaserne und Jefferson -Siedlung"  
1. Organisatorische Neuerrichtung einer 4 -zügigen Grundschule (§ 146 Hessisches  
    Schulgesetz) 
2. Bauliche Errichtung (Neubau) einer 4 -zügigen Grundschule sowie einer 2. Kita  
    (Versorgung Lincolnsiedlung) gem. beigefügten Raumprogrammen  
 
Vorlage vom: 09.04.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Errichtung einer 4-zügigen Grundschule (Betreff 1. und 2.) als infrastrukturelle Maß-
nahme im Entwicklungsgebiet „Konversion Süd“ wird zugestimmt. 
2. Der gültige Schulentwicklungsplan allgemein bildende Schulen (2011-2016) wird im Teilbe-
reich „Grundschulen, Darmstadt-Süd“ aktualisiert und fortgeschrieben. 
3. Die neu zu errichtende Schule erhält einen eigenen zugewiesenen Schulbezirk, die Schulb e-
zirkssatzung wird entsprechend angepasst.

- 2 - 
 
4. Dem beigefügten Raumprogramm (Anlage 1) für die 4-zügige Grundschule wird zuge-
stimmt. Es spiegelt die erarbeiteten räumlichen Anforderungen für das Profil einer inklus i-
ven Grundschule als gebundene Ganztagsschule wider und dient als Basis für künftige Pla-
nungen. 
5. Dem beigefügten Raumprogramm (Anlage 2) für die Errichtung einer zweiten Kita für das 
Entwicklungsgebiet Lincolnsiedlung wird zugestimmt. Die Kita soll auf einem gemeinsamen 
Grundstück mit der Grundschule entwickelt und errichtet werden. 
6. Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement wird beauftragt, die bauliche Maßnahme Neubau 
Grundschule, Turnhalle und Kindertagesstätte in Verbindung mit der Neuanlage des a n-
grenzenden Quartiersplatzes und Quartiersparks vorzubereiten. Hierzu wird unter Federfüh-
rung des Eigenbetriebs Immobilienmanagement eine gesonderte Vorlage erstellt und zur 
Beschlussfassung vorgelegt.  
7. Die Magistratsvorlage wird der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorg e-
legt.  
8. Nach Beschlussfassung wird der Organisationsantrag nach § 146 HSchG dem Hessischen 
Kultusministerium zur Genehmigung vorgelegt. 
 
Anlagen: 20150409_Raumprogramm_Neubau_Schule_Anlage 1  
20150409_Raumprogramm_Neubau_Kita_Anlage 2  
20150409_Bedarfsplanung_Schule und Kita_Anlage 3  
 
Datenschutzrelevante Anl age:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.04.2015: 
 
Baubedürfnis 
 
Mit dem Abzug der a merikanischen Streitkräfte ab 2008 hat die Wissenschaftsstadt Dar m-
stadt in einem breit angelegten Planungs - und Beteiligungsprozess die Entwicklung der fre i-
werdenden Flächen eingeleitet.  
Das Planungsgebiet gehört zum Konversionsbereich Süd. Dieser umfasst neben der Lincoln -
Siedlung auch die Cambrai -Fritsch-Kaserne und die Jefferson -Siedlung. 
Auf dem Konversionsareal Lincoln -Siedlung westlich der Heidelberger Straße soll ein lebe n-
diges Stadtquartier mit dem Nutzungsschwerpunkt Wohnen entstehen. Beso nderer Wert wird 
auf ein vielfältiges Wohnungsangebot für unterschiedliche Nutzer und eine zukunftsfähige 
und präventiv ausgerichtete Infrastruktur gelegt.  
 
Es ist vorgesehen, Wohnraum für ca. 3.000 Einwohner in der Lincoln -Siedlung und nochmals 
Wohnraum für ca. 2 .500 Einwohner im Bereich der Cambrai -Fritsch-Kaserne und der Jeffe r-
son-Siedlung zu schaffen, einschließlich aller notwendigen infrastrukturellen Versorgungsei n-
richtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, soziale Einrichtungen, quartiersbezogene Spie l-
flächen sowie Spiel- und Erholungsfl ächen.  
 
Die angestrebte Anzahl von 1.600 Wohneinheiten (WE) in der Lincolnsiedlung und eine pro g-
nostizierte Einwohnerzahl von insgesamt 5.500 Personen für das Gesam tgebiet Konversion 
Süd (Lincoln, Cambrai -Fritsch, Jefferson) bedingen die organisatorische und bauliche Erric h-
tung einer neuen 4 -zügigen Grundschule (max. 400 Sch üler/innen = SuS) an zentralem 
Standort des Entwicklungsgebietes. Aktuellen En twicklungen in der Grundschulpädagogik 
folgend, soll die Schule das Profil ei ner „Inklusiven Gebundenen Ganztagsschule“ erhalten.  
Weitere unabdingbare infrastrukturelle Grundvoraussetzung für die Besiedlung des Gebietes 
ist der Bau einer neuen Kindertagesstätte sowie die Sanierung und der Ausbau des best e-
henden ehemaligen „Child D evelopment Center“.  
 
Die zeitnahe Bereitstellung einer öffentlichen Infrastruktur ist für die positive En twicklung 
des Quartiers von hoher Bedeutung und trägt zur Attraktivität des Stan dorts und damit zu 
einer erfolgreichen Vermarktung bei.  
Das zukünftige  Wohnquartier soll sowohl durch eine Bestandsentwicklung als auch durch 
neue Geschosswohnungsbauten unterschiedlicher Ausprägung nachverdichtet werden und 
ein attraktives Wohnumfeld für Familien, besondere Wohnformen, wie z.  B. studentisches 
und betreutes Wohnen, Wohnungssuchende innerhalb der Einkommensgrenzen des Woh n-
raumförderungsgesetzes etc. bieten.  
 
Die erforderlichen Versorgungseinrichtungen beschränken sich für die Lincoln -Siedlung im 
Wesentlichen auf quartiersbezogene Dienstleistungen, Gastronomie,  Einzelhandel des tägl i-
chen Bedarfs in geringem Umfang sowie soziale und komm unikative Angebote. Die Nähe 
zum Versorgungsschwerpunkt „Marktplatz Bessungen“ deckt den Bedarf an Nahverso r-
gungsangeboten weitgehend ab.  
 
 
 
 
 
 
            . . .

- 4 - 
Städtebauliche Situation - Planungsziele  
 
Das vorgesehene Schulgrundstück liegt unmittelbar an der Heidelberger Landstraße und bi l-
det gemeinsam mit dem Quartierspark im Westen und dem Quartiersplatz im Norden die 
zentrale Mitte des neuen Wohnstandortes. Die räumliche Ein bindung und Vernetzung inne r-
halb des Quartiers erfolgt über die in Nord -Süd-Richtung liegende Freiraumachse mit A n-
schluss an den südlichen Teil der Franklinstraße.  
 
Südlich des Grundstücks wird eine weitere Zufahrt von der Heidelberger Straße in das Woh n-
gebiet hergestellt. Entlang dieser Erschließungsstraße sind Kurzzeitpar kstände für Besucher 
vorgesehen. Die Zufahrt auf das Grundstück erfolgt ausschließlich über diese Erschließung s-
straße. Geplant ist ein autoarmes Quartier mit innovativem Mobilitätskonzep t auf der Grun d-
lage des Umweltverbunds. Dies beinhaltet u.  a., das Angebot an Stellplätzen im Quartier z u-
gunsten anderer Mobilitätsangebote zu reduzieren.  
 
Durch eine neu zu errichtende Straßenbahnhaltestelle am Quartiersplatz, in unmi ttelbarer 
Nähe des Schulgrundstücks, ist das gesamte Quartier sehr gut an den ÖPNV in die Inne n-
stadt und die angrenzenden Stadtgebiete angebunden. Ausgehend vom Quartiersplatz ist 
darüber hinaus ein Fuß - und Radweg als Verbindungselement zum zukünftigen Wohnquartier 
auf der Fläche der ehemaligen Cambrai -Fritsch-Kaserne vorgesehen.  
 
Das vorgesehene Grundstück für Schule, Sporthalle und Kindertagesstätte hat eine Fläche 
von rund 12.600 qm.  
 
Planungsziel ist die städtebauliche, hochbauliche und freiräumliche Gestaltung des Baufe l-
des in Verbindung mit dem angrenzenden Quartiersplatz im Norden und dem Quartierspark 
im Westen des Grundstücks. Grundlage ist der Bebauungsplan S 25 Lincoln -Siedlung, der 
sich derzeit im Bauleitplanverfahren befindet.  
Die architektonische Gesamtkonzeptio n bildet die „zentrale Mitte“ und die Erschließungss i-
tuation des neuen Quartiers und ist somit von hoher gestalterischer Bede utung. 
 
Zur Vorbereitung dieser baulichen Maßnahmen erstellt der Eigenbetrieb Immobilienm a-
nagement Darmstadt eine gesonderte Vorlag e. 
 
„Neue“ Grundschule in der Lincolnsiedlung  - ein positiver Beitrag zu Konversion, Nachha l-
tigkeit, Inklusion und Weltoffenheit  
 
Zentraler infrastruktureller Baustein wird die neue Grundschule, die eine wesentliche Rolle 
im öffentlichen Leben beider Quart iere einnehmen soll.  
 
Die Gemeinschaftsflächen der Schule (Mensa, Foyer, Sporthalle, Außenräume) sollen auße r-
halb der Schulöffnungszeiten auch bürgerschaftlichen Nutzungen offenstehen und Raum bi e-
ten für unterschiedlichste nachschulische Angebote, wie z.  B. öffentliche Veranstaltungen 
(Schule als Bürgerzentrum für kulturelle Aktivitäten), Sportvereine, Weiterbildung (abendl i-
che Kursangebote), öffentlich zugängliche Mensa, Med iathek/Bibliothek etc. (Austausch 
Schule und Quartier).  
 
Der rhythmisierte Schulbe trieb einer „Inklusiven Gebundenen Ganztagsschule“ b edeutet 
ganztägige Organisationsformen und eine Mischung aus schulischen und nicht schulischen 
Angeboten. Durch diesen gesellschaftlichen Wandel verschieben sich die Funktionen der 
Schule vom reinen Lehrb etrieb mehr und mehr in die Öffen tlichkeit. Damit verbunden ist eine 
Bereicherung der Schule nach innen wie nach a ußen. 
            . . .

- 5 - 
Wenn Lernen zum städtischen Alltagsleben dazugehört und ein öffentliches Ereignis ist, wird 
auch die Aufgabe erleichte rt, soziale Integration und gleiche Bildungschancen zu ermögl i-
chen. Bürgerschaftliche Nutzungen der Schule hingegen tragen dazu bei, die vorhandene 
i.d.R. untergenutzte Infrastruktur effizienter zu nutzen und mögliche Defizite in einem Woh n-
quartier zu komp ensieren.  
 
Auch demografischen Zyklen (schwankende Schülerzahlen), die einen schrumpfe nden oder 
wachsenden Raumbedarf hervorrufen, kann durch eine Integration von nicht schulischen 
Nutzungen besser entgegen gewirkt werden.  
 
Schulprofil 
Die vierzügige inkl usive Grundschule auf dem Konversionsgelände wird für max. 400 Schül e-
rinnen und Schüler ausgelegt und den Richtlinien für ganztägig arbeitende Schulen in g e-
bundener Form entsprechen.  
 
Dem bildungspolitischen Ziel nach mehr Chancengleichheit für alle Kinder  folgend, sollen die 
Jahrgänge 1 und 2 in einer flexiblen Schuleingangsphase in altersgemischten Gruppen unte r-
richtet werden (Bsp. Erich Kästner Schule Kranichstein) . 
 
Eine internationale Ausrichtung der Grundschule mit einem Konzept der Mehrspr achigkeit 
wird in Kooperation mit der Lichtenbergschule angestrebt, was u.  a. auch dem hohen und 
weiter wachsenden Anteil der mehrsprachigen Familien in Darmstadt Rechnung trägt (Inte r-
nationalität als Standortfaktor).  
 
Die internationale Ausrichtung beinhaltet auch d as bildungspolitische Ziel einer Fö rderung 
der Bilingualität für alle Kinder und der Förderung der Muttersprache als Grundlage einer 
Persönlichkeits - und Sprachentwicklung.  
 
Das differenzierte pädagogische Profil der Schule muss im Zuge der weiteren Projek tentwick-
lung mit Blick auf den Sozialraum Konversionsfläche, aber auch auf das gesamtschulische 
Angebot der Wissenschaftsstadt Darmstadt, in enger Zusammenarbeit von Staatl ichem 
Schulamt, städt. Schulamt und Jugendamt erarbeitet werden.  
 
Personelle Ausstat tung 
 
Auf Basis des o . a. Organisationsantrages nach § 146 des Hessischen Schulgesetzes in Ve r-
bindung mit der Fortschreibung des gültigen Schulentwicklungsplans allg emein bildende 
Schulen (2011  - 2016) im Teilbereich „Grundschulen, Darmstadt -Süd“ erwartet die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt einen Errichtungserlass des Hess. Ku ltusministeriums, über den die 
Zuweisung der Lehrerstellen abgesichert wird.  
 
Auf der Grundlage der Schülerzahlen stellt das Staatliche Schulamt daraufhin die notwend i-
gen personellen Ress ourcen zur Verfügung.  
 
Aufgabe der Wissenschaftss tadt als Schulträgerin ist die Zuweisung der notwendigen Re s-
sourcen im Bereich Sekretariat und Hausmeisterservice. Hierzu sind die entspr echenden 
Stellen im Stellenplan ab dem Haushaltsjahr 2018 einzuplanen.  
 
            . . .

- 6 - 
Raumprogramm 
 
Ziel ist es, auf dem Konversionsgelände sowohl eine pädagogische als auch bauliche z u-
kunftsfähige Bildungsarchitektur mit „Leuchtturmfunktion“ zu schaffen.  
 
Durch den seltenen Fall der sowohl baulichen als auch organis atorischen Neuerric htung einer 
gesamten Grundschule hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Möglichkeit, aktuelle päd a-
gogische Konzepte und gesellschaftliche Anforderungen an Schule durch ein optimiertes 
Raumprogramm umzusetzen.  
 
Grundlage hierfür sind u.  a. das von den hessischen Schulträgern gemeinsam era rbeitete und 
abgestimmte Orientierungsprogramm für Grundschulen, die „Schulbauleitlinien für leistung s-
fähige Schulbauten in Deutschland“ der Montag Stiftung, Bonn, und die Ergebnisse des Pl a-
nungsprozesses Schulkindbetreuung (Mag. -Beschluss vom 27.08.2014).  
 
Neu an der Optimierung des Raumprogramms ist dabei vor allem die deutliche Au srichtung 
hin zu den Themen Ganztag und Inklusion, was sich sowohl im pädagog ischen als auch im 
baulichen Bereich widerspieg eln wird. 
 
Die Entwicklung hin zur Ganztagsschule ist eine Antwort auf die veränderten Lebens - und 
Arbeitswelten von Familien; die Entwicklung hin zur Inklusion ist ein gesellschaftlicher Au f-
trag für Bund, Länder und Kommunen vor dem Hintergrund der Erfü llung der Forderungen 
der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie beinhalten unter anderem die Notwendigkeit, g e-
sellschaftliche Heterogenität anzuerkennen und Chancengleichheit herzustellen.  
 
Unterrichtsbereiche und Ganztag  
 
Durch einen rhythmisierten Ganztag mi t schulischen und nicht schulischen Angeboten erg e-
ben sich differenzierte Anforderungen an den täglichen Schulbetrieb.  
 
Verschiedenste Aktivitäten, wie Lernphasen, Erholung, Kommunikation, Bewegung, oder auch 
Therapien, werden teilweise parallel stattfinde n. Daher ist es notwendig, die Ganztagsbere i-
che vermehrt in den Lern - und Unterrichtsbereich zu integrieren, um größtmögliche Syne r-
gien zu fördern und die Schule als Lern - und Lebensort zu erleben. Ziel ist ein zeitliches, 
räumliches und organisatorisches Zusammenwachsen von Unterricht und Betreuung.  
 
Neu ist dabei auch, dass das Raumprogramm für den Lern - und Unterrichtsbereich eine G e-
samtfläche festlegt, die Größe der einzelnen Räume und wie sie einander z ugeordnet sind 
wird vorab nicht fest definiert und  ist abhängig vom pädagogischen Konzept der Schule.  
 
Das grundsätzliche Organisationsprinzip sieht jedoch eine Vergrößerung der Kla ssenräume 
(72 qm) zugunsten einer höheren Flexibilität, die Integration der Gan ztagsbereiche in den 
Lern- und Unterrichtsbere ich und ein Angebot an Inklusionsfl ächen vor. Durch die Aktivierung 
von Verkehrsflächen werden Lern - Aufenthalts- und Differenzierungsmöglichkeiten für die 
Schülerinnen und Schüler geschaffen und stellen somit als pädagogische Erschließungsfl ä-
che einen Zugewinn für den Unterricht salltag dar. 
 
 
            . . .

- 7 - 
Fachunterricht  
 
Der Fachunterrichtsbereich spielt im Gegensatz zu weiterführenden Schulen an Grundsch u-
len eine eher untergeordnete Rolle.  
In seiner räumlichen Organisation muss der Bereich offe n sein für zukünftige En twicklungen 
und sich verändernde Anforderungsprofile (z.  B. Thema E-Learning).Die Ausstattung der 
Räume sollte so flexibel gewählt sein, dass eine maximale Vernetzung im Sinne der Meh r-
fachnutzung möglich ist (z.  B. keine feste PC -Möblierung). 
 
Gemeinschaftsflächen  
Die Gemeinschaftsflächen Foyer, Aula, Mensa, Mediathek sowie die Sport - und Außenareale 
spielen eine wichtige Rolle im gemeinschaftlichen Schulleben und bieten Raum für ein bre i-
tes Spektrum an schulischen und außerschulisch en Aktivitäten.  
 
Dies erfordert genaue Überlegungen an die Zuordnung und Schaltbarkeit der Bere iche sowie 
an die Qualität der Zu - und Übergänge untereinander.  
 
Im Zuge der Entwicklung hin zur Ganztagsschule ist z.  B. die Mensa nicht nur ein Ort der 
Verpflegung, sondern sollte durch entsprechende räumliche Zonierung unterschiedliche Au f-
enthaltsqualitäten für flexible Nutzungen bieten.  
Die Anforderungen an die Quantität und Qualität der Küchenbereiche sind so g ewählt, dass 
die geplanten Kindertagesstätten des  Quartiers im Sinne von Synergien infrastrukturell mit 
versorgt werden können.  
 
Verwaltungs- und Lehrerbereich  
 
Die Entwicklung hin zu Ganztag und Inklusion bedeutet auch für das Personal höhere Pr ä-
senzzeiten an der Schule und erfordert quantitativ und qua litativ veränderte Fl ächenbedarfe 
im Lehrer- und Verwaltungsbereich.  
 
Die Zunahme des Personalbestands durch zusätzliche Beratungs - und Betreuung sleistungen 
sowie externe Bildungsträger bedingt einen erhöhten Bedarf an Team - und Personalräumen.  
 
Die räumliche Organisation des Lehrerbereiches ist abhängig vom pädagogischen Konzept 
der Schule und der daraus folgenden Grundsatzentscheidung, ob zentrale oder dezentrale 
Arbeitsorte geschaffen werden.  
Der Bereich ist zu gliedern in Zonen für Arbeiten, Kommunikati on, Besprechung, Rückzug, 
Erholung und Lehrerbibliothek.  
 
Sport- und Freiflächen  
 
Die im Raumprogramm vorgesehene Zweifeldhalle deckt die Bedarfe für den Schu lsport der 
Grundschule ab, bietet Raum für Bewegungsangebote der Kindertagesstätten und steht a u-
ßerhalb der Schulöffnungszeiten bürgerschaftlichen Angeboten und Vereinen zur Nutzung zur 
Verfügung. 
 
Die Freiflächen der Schule können durch den im Westen des Schulgrundstücks gel egenen 
Quartierspark ergänzt werden und lassen Synergien entstehen.  
 
            . . .

- 8 - 
 
 
 
 
 
 
Zusammenfassend stellt sich das Raumprogramm für den Schulneubau wie folgt dar: 
 
Funktion 
 
NF 
m² 
Lern- und Unterrichtsbereich 
 
Fachunterrichtsbereich 
 
Gemeinschaftsflächen 
 
Verwaltungs- und Lehrerbereich 
 
Wirtschaftsflächen 
 
Sporthalle 
 
Freiflächen 
 
1.792 
 
  280 
 
  560 
 
  412 
 
    75 
 
1.200 
 
2.000 
 
Gesamt NF 
Gesamt NF, ohne Freiflächen 
 
 
Summe Programmfläche Grundschule Konversion 
 
 
6.319 
4.319 
 
 
4.319 
 
 
Errichtung einer 2. Kita zur Vollversorgung der Lincolnsiedlung 
Der vorgesehene Schulbau soll gemeinsam mit dem Bau einer zweiten notwendig werdenden 
Kita auf einem dafür vorgesehenen Baufeld in der Lincolnsiedlung errichtet werden. Die Ermit t-
lung des prognostizierten Bedarfs an Kita- und Schulplätzen ist den beigefügten Berechnungen 
(Anlage 3) zu entnehmen. 
 
Unter der Voraussetzung, dass die bereits auf dem Areal der Lincolnsiedlung vorha ndene Kita 
entsprechend der Planung mit sämtlichem Bedarf für vier Ü3- und fünf U3-Gruppen ausgebaut 
werden kann, wird zur weiteren Versorgung der Lincolnsiedlung, bei Bezug sämtlicher geplan-
ter Wohneinheiten, der Bau einer zweiten Kita erforderlich. Diese soll weitere zwei U3- und vier 
Ü3-Gruppen aufnehmen können (Raumprogramm Anlage 2).  
 
Der Neubau ist in räumlicher Verbindung mit dem Grundschulbau geplant, nicht zuletzt, um 
hieraus Synergien für Bau und Organisation zu generieren. 
 
 
 
           . . .

- 9 - 
 
Zusammenfassend stellt sich das Raumprogramm für den Kitaneubau wie folgt dar: 
 
Funktion 
 
NF 
m² 
Gruppenräume incl. Gruppennebenräume 
 
Mehrzweckbereich/Speiseraum 
 
Verwaltungs- und Versorgungsflächen 
 
Nebennutzflächen (Toiletten, Garderoben) 
 
410 
 
 120 
 
 185 
 
 166 
 
 
Gesamt NF 
 
Summe Programmfläche Kita 2 Konversion 
 
 
 881 
 
 881 
 
 
Wie bereits im städtebaulichen Teil beschrieben, sieht der Bebauungsplan ein gemeinsames 
Baufeld von insgesamt ca. 12.600 m² vor, auf dem der gesamte Baubedarf inklusive Frei- und 
Spielflächen zu errichten ist. Um zu einer in sich abgeschlossenen und komplexen Gesamtpl a-
nung des neuen „Herzstücks“ der Lincolnsiedlung zu gelangen, muss an dieser Stelle dis-
ziplins- und ämterübergreifend geplant und agiert werden. Zur Konkretisierung der Gesamtpl a-
nung erstellt der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt zeitnah eine gesonderte 
Magistratsvorlage. 
 
 
Darmstadt, 09.04.2015, 40 zi-/la 
 
 
Dezernat II   Dezernat III  Dezernat IV   Dezernat V 
            
 
 
 
 
Rafael Reißer   Cornelia Zuschke André Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Bürgermeister   Baudezernentin Stadtkämmerer      Sozialdezernentin

anlage 2

1076 Zeichen

Neubau Kindertagesstätte Lincoln-Siedlung, 2. Standort an der Schule  
 
Räume 2 U3/ Gr. 
22 Plätze  
Bemerkungen 4 Ü3/ Gr. 
88 Plätze 
 
Bemerkungen Gemeinsame Räume 
Gruppenräume 90 m²  Je Raum 45 m² 200 m² Je Raum 50 m²  
Nebenraum 40 m² Je Raum 20 m² 80 m² Je Raum 20m²  
Sanitärräume Kinder 24 m²  Bzw. 1 x 18 m² 48 m² Bzw. 2 x 18 m²  
Mehrzweckraum   84 m²   
Stuhllager   10 m²   
Elternraum     16 m² 
Personalraum     40 m² 
Garderoben 20 m²  40 m² Vorzugsw. In 2 separaten 
Räumen am Eingang – 
dadurch wird schuhfreie 
Kita ermöglicht 
 
Toiletten/Personal 8 m²  16 m²  16 m²  
Besucher/beh.gerecht/Geschle
chter getrennt/) 
Bistro   35 qm   
Büro     15 m² 
Küche     35 m² 
Abstellraum Küche     8 m² 
Wirtschaftsraum/Toilette/Dusche 
Hauswirtschaftspersonal 
 
   10 m² 
Putzmittelkammer     6 m² 
Materialraum     20 m² 
Kinderwagenraum     20 m² 
Bewegungswege/Flure      
 182 m²  513 m²  186 m² 
Außenfläche  176 m² Bei 8 m²/Kind 704 m²   
 
Fläche für die nötigen Räume im Innenbereich: 881 m²   
 
Aufgestellt, Jugendamt - Abt. Kinderbetreuung 
  
Anlage 2

anlage 1

7585 Zeichen

Anlage 1
 Raumprogramm für 4 zügige Grundschule Konversion_ Gebundener Ganztag _ Inklusive Schule
Anzahl qm NF
1.0 Lern- und Unterrichtsbereich e 32 1792
1.1 Lern- und Unterrichtsbereich | Basis (LuB) 16 72 1152
1.2 Gruppenraum | Differenzierung 8 24 192
1.5 Ganztag 4 64 256
1.6 Ganztag | Inklusion | Therapie 4 48 192
Programmfläche LUB/GT 1792
Pro Zug 448 qm, Organisationsprinzip flexibel
päd. nutzbare Erschließungsfläche  (30% Zuschlag) 500
Nebenflächen Sanitär/Lager/Garderobe (10% Zuschlag) 170
Summe Nutzfläche LUB/GT 2462
2.0 Fachunterrichtsräume (FUR) 5 280
2.1 Musikraum 17 57 5
2.2 Nebenraum 12 52 5
2.3 Kunst und Werkraum | Mehrzweck 2 75 150
2.4 Nebenraum 13 03 0
3.0 Gemeinschaftsflächen / Informationsbereic h 4 560
3.1 Schülerbibliothek | Mediathek | SOL 1 80 80
3.2 Mensa 1 200 200
3.3 Küche, inkl. aller NR, Ausgabe, Zubereitung, Lager, Spülen, Personal 1 180 180
3.5 Forum | Foyer | Aula, pädagog. nutzbare Erschließungsfläche 1 100 100
4.0 Arbeits- und Verwaltungsräum e 10 412
4.1 Lehrerbereich incl. Lehrerbibliothek, Arbeitsplätze 168
4.2 Schulleiter/in 12 02 0
4.3 Stv. Schulleiter/in 12 02 0
4.4 Sekretariat 12 02 0
4.5 Besprechung, Referendare 1 20 20
4.6 Elternsprechzimmer | Erste Hilfe 1 15 15
4.7 Hausmeisterdienstraum 11 51 5
4.8 Archivraum / Fotokopieren 1 30 30
4.9 Sozialarbeit 12 42 4
4.10 Lernmittelraum 14 04 0
4.11 Lehrmittelraum 14 04 0
5.0 Wirtschaftsflächen 75
5.1 Hausmeisterwerkstatt 12 02 0
5.2 Lagerraum 14 04 0
5.3 Raum für Reinigungspersonal 1 15 15
5.4 Sanitärraüme mit erhöhtem Hygienebadarf in BGF
6.0 Sport- und Freiflächen 3200
6.1 Zweifeldhalle (27 x 15 m) m. Nebenflächen 1200
6.2 Pausenfläche Mindestgröße 1 2000 2000
insgesamt 6319
insgesamt, ohne Freiflächen 4319
Summe Programmfläche Grundschule Konversion 4319
max 400 SuS
Grundschule Konversion
4 zügig 16 Klassen
nach SBLL | Montagsstiftung
1

Raumprogramm für 4 zügige Grundschule Konversion_ Anmerkungen
1.0 Lern- und Unterrichtsbereiche Bemerkungen
1.1 Lern- und Unterrichtsbereich / Basis (LuB) Berechnung Raumgröße 25 SuS (Anteil Förderschüler 4-8%), 
23 Sus x 2,7 qm, 2 Sus x 5,0 qm →72 qm
1.2 Gruppenraum / Differenzierung → 24 qm
1.3 Ganztag Fläche Ganztag insg.  → 450 qm, entspricht im wesentlichen dem Planungsprozess
1.4 Ganztag | Inklusion | Therapie Schulkindbetreuung
Die Schulbauleitlinien schreiben für den Lern- und Unterrichtsbereich eine 
Gesamtfläche fest. Wie groß einzelne Räume innerhalb des jeweiligen Bereiches 
angelegt und wie sie einander zugeordnet sind, wird nicht vorab definiert. 
Das grundsätzliche Organisationsprinzipsieht eine Vergrößerung der 
Klassenräume zugunsten einer höheren Flexibilität vor (72qm).die Integration der 
Ganztagsbereiche in den LuB und ein Angebot an Inklusionsflächen.
Programmfläche LUB pro Schüler 4,48 qm
4er-Cluster Gesamtprogrammfläche 448 qm
→ 4 x 72 qm plus 2 x 24 qm plus 1 x 64 qm plus 1 x 48 qm
päd. nutzbare Erschließungsfläche 4er-Cluster Gesamtprogrammfläche inkl. ädagog. nutzbarer Erschließungs-
(30% Zuschlag) fläche und Nebenflächen 627 qm
Nebenflächen Sanitär/Lager/Garderobe
(10% Zuschlag) Fläche pro Schüler/in 6,15 qm
Fläche pro Klasse 154 qm
2.0 Fachunterrichtsräume (FUR)
2.1 Musikraum Fachunterrichtsräume spielen im Gegesatz zu weiterführenden Schulen an Grund-
2.2 Nebenraum schulen eine eher untergeordnete Rolle
Nach SBBL wird eine maximale Vernetzung der Räume im Sinne der
2.3 Kunst und Werkraum / Mehrzweck Mehrfachnutzung empfohlen. Verzicht auf spezielle Computerräume.
2.4 Nebenraum
3.0 Gemeinschaftsflächen / Informationsbereich
3.1 Schülerbibliothek / Mediathek / SOL 0,2 qm pro Schüler-, in
3.2 Mensa *Annahme Auslastung Mensa 100% / 400 SuS / 3-Schichtbetrieb, 1,5 qm / Essplatz
3.3 Küchenbereich Nach SBBL 0,4 qm pro Schüler-, in →160 qm plus Zubereitung Kita
3.5 Forum / Foyer / Aula in  Kombination mit Mensa / Musik
4.0 Arbeits- und Verwaltungsräum
e
4.1 Lehrerbereich Die räumliche Organisation ist abhängig von der Grundsatz-
incl. Lehrerbibliothek, Arbeitsplätze, Besprechung entscheidung, ob zentrale oder dezentrale Arbeitsorte geschaffen
Kommunikation, Rückzug, Erholung werden. Alle Pädagogen - Lehrerinnen und Lehrer sowie päda-
gogische Fachkräfte - verfügen über gemeinsame Arbeitsbereiche
7 qm Flächenansatz pro Pädagoge |  Lehrer und pädagogische Fachkräfte
*Annahme : 1,5 Pädagogen / Klasse > 24 VZ-Lehrerst. bzw pädagog. Fachpersonal
2

Bedarf Funktionsbereiche
Barrierefreiheit barrierefreie Nutzbarkeit aller Funktionsbereiche, Gestaltung der Informations- und 
Orientierungssysteme nach dem "Mehr-Sinne-Prinzip"
Beratung akustisch abgeschirmte Beratungsplätze
Hygiene spezifische Sanitäranlagen für SuS mit gravierenden Beeinträchtigungen und einem erhöhten 
Assistenzbedarf bei der Körperpflege
Medizinische 
Versorgung
Krankenpersonalraum / Erste-Hilfe-Raum zur Lagerung von Arzneimitteln für SuS mit spezieller 
Arzneimittelversorgung
Rückzug und Ruhe abgeschirmte Räume für Schüler mit einem höheren Bedraf an Ruhe- und Rückzugszeiten, z.B. bei 
"Time-Out" schweren Behinderungen und komplexerem Assistenzbedarf
Technische
Unterstützung
geeignete Abstellflächen für Rollstühle oder andere technische Unterstützungssysteme in allg. und 
spezialisierten LUB sowie in wichtigen Gemeinschaftsbereichen
Therapie Räume zur therapeutischen Arbeit, z.B.für Physio- , Logo-, oder Ergotherapie
Bedarf Funktionsbereiche
Ganztag Schule als Lern- und Lebensort→ gesellschaftlicher Auftrag
Zeitlich / Räumlich und organisatorisches Zusammenwachsen von Unterricht und Betreuung → 
Rhythmisierung
höhere Verweildauer des Personals an Schulen→ adäquate Arbeits-, und Beratungsbereiche
höhere Verweildauer der Schüler → Mensa nicht nur als Ort der Verpflegung sonder auch Ort der 
Kommunikation
Pädagogik sich wandelnde pädagogische Konzepte sehen mehr Zeit für praktisches und selbsorganisiertes 
Lernen vor
→ Moderne Unterrichtskonzepte bedingen unterschiedliche Lern- und Unterrichtsbereiche  / 
Ausstattung
Mediathek / Bibliothek als Lernzentrum / pädagogisch nutzbare Erschließungsflächen
Flexibilität Die Schulbauleitlinien schreiben für den Lern-, und Unterrichtsbereich eine Gesamtfläche fest. Wie 
groß einzelne Räume innerhalb des jeweiligen Bereiches angelegt und wie sie einander zugeordnet 
sind, wird nicht vorab definiert und kann auf der Grundlage des pädagogischen Profils der Schule 
gestaltet werden.
Integration Integration von Ganztagsflächen in den Lern-, und Unterrichtsbereich
Ergänzende Inklusionsflächen in LUB und Ganztag
Synergien Funktionsbereiche sollen so gestaltet sein, dass eine Mehrfachnutzung möglich ist 
→ Nutzungsneutralität
Öffentlichkeit Die innere Zonierung des Schulgebäudes sollte berücksichtigen, dass einzelne Funktionsbereiche 
(Turnhalle, Mensa, Foyer, etc.) auch außerhalb der Schulzeiten für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht 
werden können
Anforderungen Ganztag im Hinblick auf Funktionsbereiche
Anforderungen der Inklusion im Hinblick auf Funktionsbereiche
3

Flächenfestlegungen Lern- und Unterrichtsbereiche Grundschule Konversion 4-jährig-4-zügig
Mögliche Varianten der Flächennutzung
GT
64 qm
Pädagog. Erschließungs
GT fläche 500 qm
GR GR GR GR 64
24
GT
64
GT
64
NF
Inkl 48 
qm 170 qm
Inkl 48 qm
Inkl
Inkl
Gesamtfläche 4er Cluster Cluster A
65
Klassenraum plus- Lernlandschaft
maximale Vergrößerung der Klassenräume
72 72
72 72
Klassenraum plus Offene Lernlandschaft
Klassen mit Gruppenräumen
42
50
50
197
627
125 125 125 125
42
72 72
85
72 72 72 72
60 100
50
50
289
42
65 65 65 65
72 72
Basis
72 qm
Basis
72 qm
Basis
72 qm
Basis
72 qm
Basis Basis Basis Basis
Basis Basis Basis Basis
Basis Basis Basis Basis
4

anlage 3

3815 Zeichen

Anlage 3 
   
                                                                              Schulamt, Schulbauplanung  
                                                                         Jugendamt, Jugendhilfeplanung 
  1 von 2 
 Konversion – Lincoln-Siedlung – Cambrai-Fritsch-Ka serne 
Prognostizierte Geburtenrate zur Ermittlung des Infrastrukturbedarfs an Kita und Schule 
 
Bedarfsberechnung  
Im ersten Schritt der Betrachtung werden die releva nten Jahrgänge ins Verhältnis zur Gesamtein- 
wohnerzahl der Wissenschaftsstadt Darmstadt gesetzt.1 
 
Einwohner 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
(zum 31.12.2013) 
durschnittlicher 
Kinderjahrgang 
(gemeldete Kinder der 
Jahrgänge 2007-2013) 
Faktor Geburten 
2013 
Anteil 
Geburten 
Einwohner 
151944 1397 0,92% 1470 0,97% 
 
 
Im zweiten Schritt wird die gleiche Betrachtung für  den Stadtteil  Kranichstein angestellt, der sowohl  
starke Neubauaktivitäten aufweist, als auch als kin derreicher Stadtteil mit sozioökonomischen Be- 
sonderheiten gilt. 
 
Einwohner Kranichstein 
(zum 31.12.2013) 
11683 148 1,27% 128 1,10%  
 
Aus der Gegenüberstellung wird ersichtlich, dass in  Stadtteilen mit städtebaulichem Entwicklungspo- 
tential mit einer erhöhten Geburtenrate zu rechnen ist.  
Analog wird daher der Stadtteil Kranichstein als Ba sis für die Prognose der Entwicklung in den Kon- 
versionsflächen Darmstadt Süd herangezogen und die erwartete Geburtenrate darüber hinaus auf 1,5 
% Punkte erhöht, um dem geplanten familienfreundlichen städtebaulichen Ansatz zu genügen. 
 
 
Lincoln-Siedlung 
 
Einwohner 
Lincoln-Siedlung angenomme Anzahl 
Kinder eines Jahrgangs 
Faktor 
(Anteil an der 
Bevölkerung) 
3000 45 1,50% 
Kindertagesstätten 
Bedarfsniveau Jahrgänge Versorgungs- 
quote 
Kinderzahl 
erwartet 
Zahl 
Betreuungs- 
plätze 
U3 (Kinder 0-3 Jahre): 3 50,00% 135 67,5 
Ü3 (Kinder 3-6,5 Jahre) 3,5 103,00% 157,5 162,225 
 
                                                      
1 Die hier genannten Einwohnerzahlen beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2013.

Anlage 3 
   
                                                                              Schulamt, Schulbauplanung  
                                                                         Jugendamt, Jugendhilfeplanung 
  2 von 2 
 
Wie der Aufstellung zu entnehmen ist, ergibt diese Berechnung für die Lincoln-Siedlung, dass zur 
Gewährleistung einer 50%tige Versorgungsquote im U3 -Bereich ein Bedarf von 70 U3-Plätzen (7 
Gruppen) und bei einer Versorgungsquote von 103 % im Ü3 Bereich 160 Plätze (8 Gruppen) erwartet 
werden. 
 
 
 
Cambrai-Fritsch-Kaserne 
 
Einwohner 
Cambrai-Fritsch-Kaserne angenommene Anzahl 
Kinder eines Jahrgangs 
Faktor 
(Anteil an der 
Bevölkerung) 
2500 37,5 1,50% 
Kindertagesstätten 
Bedarfsniveau Jahrgänge Versorgungs- 
quote 
Kinderzahl 
erwartet 
Zahl 
Betreuungs- 
plätze 
U3 (Kinder 0-3 Jahre): 3 50,00% 112,5 56,25 
Ü3 (Kinder 3-6,5 Jahre) 3,5 103,00% 131,25 135,1875 
 
 
Für die Cambrai-Fritsch-Kaserne ergibt sich analog,  dass für eine 50%ige Versorgungsquote ein Be- 
darf von 60 U3-Plätzen (6 Gruppen) und (abgerundet) 120 Ü3-Plätzen (6 Gruppen) erwartet werden. 
 
 
Grundschule für Lincoln-Siedlung und Cambrai-Fritsch 
 
Die geplante Grundschule dient zur Versorgung des g esamten neuen Stadtteils Konversion Süd, be- 
stehend aus Lincoln-Siedlung und dem noch zu entwic kelnden Gebiet der Cambrai-Fritsch-Kaserne. 
Ausgehend von einer Einwohnerzahl von insgesamt 5.500 Personen entsteht folgende Bedarfslage: 
 
Schule  - Bedarfsniveau 
Versorgung für 
Lincoln und Cambrai-Fritsch 
Jahrgänge Versorgungs- 
quote 
Schüler- 
zahl 
erwartet 
Betreuungs- 
plätze (SBK) 
50% 
4 100% 330 165  
 
Die Anzahl der zu erwartenden Grundschüler/innen er fordert den Bau einer 4-zügigen Grundschule 
mit entsprechenden Fach- und Betreuungsräumen.

Beratungsverlauf (6)

TOP 11
TOP 21
TOP 240
TOP 6
TOP 11
TOP 6

Orte (4)

  • Heidelberger Straße
  • Heidelberger Landstraße
  • Marktplatz
  • Franklinstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2015/0146
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.04.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00