V/0519/2014
Jahresabschluss 2013 der Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
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G + V 2013 Zoo GmbH
1370 Zeichen
Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH, Münster Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 Anlage 2 2013 2012 EUR EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 6.244.557,02 6.275.842,02 2. Erträge aus Tierbewegungen 1.945,00 725,00 3. Erträge aus Zuschüssen 8.900,00 6.900,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 752.406,04 549.361,32 5. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.142.161,84 1.127.271 ‚57 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 3.718.343,28 3.557.986,30 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 986.731,60 4.703.074,88 942.195,18 4.500.181,48 „davon für Altersversorgung EUR 205.750,42 (i. Vi. EUR 213.816,34)-- . 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Planmäßige Abschreibungen 1.178.071,84 1.109.803,50 8. Aufwendungen aus Tierbewegungen 41.775,41 40.730,61 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.398.538,85 4.783.801,99 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.188,84 94.034,50 11. Zinsen und.ähnliche Aufwendungen 68.970,69 69.288,02 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.513.596,61 -4.698.014,33 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 65.804,40 52.803,60 14. Sonstige Steuern 4.396,14 8.290,16 15. Jahresfehlbetrag -5.583.797,15 -4.759.108,09 51.002980-1402565 Seite 1
Beschlussvorlage
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V/0519/2014
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Finanzen und Beteiligungen
Betrifft
Jahresabschluss 2013 der Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
Beratungsfolge
10.09.2014 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Jahresabschluss 2013 der Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
(Zoo GmbH), bestehend aus der Bilanz, der Gewinn - und Verlustrechnung sowie
dem Lagebericht der Geschäftsführung, wird zur Kenntnis genommen (s. Anlage).
2. Des Weiteren wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der Zoo
GmbH für das Geschäftsjahr 2013 durch die Wirtschaftprüfungsgesellschaft KPMG
AG Bielefeld, unter dem Datum vom 08.05.2014 der uneingeschränkte Bestät i-
gungsvermerk erteilt wurde.
3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Zoo GmbH
wird ermächtigt, folgende Erklärungen abzugeben:
a) Der von den Geschäftsführern vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2013
wird festgestellt.
b) Der Jahresfehlbetrag 2013 i.H.v. 5.583.797,15 € wird durch eine gleichlautende
Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen.
c) Der Aufsichtsrat und der Geschäftsführer werden entlastet.
II. Finanzielle Auswirkungen:
1. Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.
Vorlagen-Nr.:
V/0519/2014
Auskunft erteilt:
Frau Deiters
Ruf:
492-20 49
E-Mail:
Deiters@stadt-muenster.de
Datum:
24.07.2014
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0519/2014
Begründung:
Die Stadt Münster ist mit 45,41 % am Stammkapital der Zoo GmbH beteiligt. Gem. § 14 Buchstabe
e bis h des Gesellschaftsvertrages der Zoo GmbH stellt die Gesellschafterversammlung den Ja h-
resabschluss fest und beschließt über die Inanspruchnahme von Mitteln aus der Kapitalrücklage,
die Bestellung des Abschlussprüfers sowie die Entlastung der Geschäftsführung und die Mitglieder
des Aufsichtsrates.
Kurzanalyse des Jahresabschlusses:
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr 2012 geringfügig gesunken (- 31 T€), obwohl eine
Steigerung der Besucherzahl um 5 % auf insgesamt 976.000 Gäste und damit ein Anstieg gegen-
über der geplanten Besucherzahl um 46.000 Personen erzielt werden konnte. Auf die Aktion „Za h-
len Sie was Sie wollen“ entfallen dabei 114.000 Besucher. Während der Aktionszeiträume zahlten
die Besucher einen durchschnittlichen Eintrittspreis von 4,49 €. Während des gesa mten Jahres
2013 lag der tatsächliche Durchschnittserlös bei 5,48 € je Besucher. Während der Umsatz aus
dem Verkauf von Jahreskarten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40 T€ auf 906 T€ zurüc k-
ging, stieg der Umsatz aus dem Verkauf von Tageskarten um 15 T€ auf 4.438 T€ an.
Die Aufwendungen für Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe sind gegenüber dem Vorjahr 2012 in s-
gesamt um rd. 15 T€ gestiegen. Der Anstieg basiert im Wesentlichen aus dem erhöhten Zukauf
von Futtermitteln und Verkaufsartikeln (+ 27 T€). Für Strom wurden im Geschäftsjahr 2013 rd. 61
T€ mehr als im Geschäftsjahr 2012 aufgewendet, was lt. WP -Bericht allein aufgrund einer Steig e-
rung bei den Bezugsko sten (+ 28 %) zurück zu führen ist. Gegenläufig wirkte sich u. a. dabei die
Minderung beim Aufwand für Gas/Öl (- 80 T€) aus.
Gegenüber dem Vorjahr 2012 sind die Personalkosten im Geschäftsjahr 2013 um 203 T€ gestie-
gen. Die Ursache für den Anstieg der Personalaufwendungen liegen in der Übernahme des TVöD-
Abschlusses sowie in der Aufsto ckung des Personalbestandes. Auf Löhne und Gehälter entfallen
dabei rd. 159 T€. Gleichzeitig haben sich damit die Aufwendungen für soziale Abgaben erhöht (+
33 T€). Da rüber hinaus war ein Anstieg bei den Altersvorsorgeaufwendungen zu verzeichnen (+
19 T€), da sich insgesamt mehr Mitarbeiter der Zoo GmbH an einer betrieblichen Altersversorgung
beteiligen.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2013 um 615 T€ gestiegen.
In der G ewinn- und Verlustrechnung 2013 werden rd. 5,4 Mio € a usgewiesen. Im Wesentlichen
ergaben sich Veränderungen bei den folgenden Einzelpositionen:
Instandhaltungen und Reparaturen (+ 451T€; + 32 %)
Reinigung (- 148 T€; - 85 %)
Behandlungs- u. Untersuchungskosten (- 62 T€; - 59 %)
Instandhaltung Wohngebäude (+ 45 T€; + 251 %)
Übrige Aufwendungen (+ 245T€; + 136 %)
Pacht Delphinarium, Pferdemuseum (+ 36 T€; + rd. 3 %)
Der Jahresabschluss 2013 der Zoo GmbH weist einen Jahresfehlbetrag i.H.v. 5.583.797,15 € aus
und fällt damit um 825 T€ höher aus als das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2012 mit einem Jah-
resfehlbetrag i.H.v. 4.759.108,09 €.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 11.06.2014 über den Jahresabschluss 2013 beraten.
Gez.
Reinkemeier
Stadtkämmerer
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V/0519/2014
Anlagen
- Bilanz zum 31.12.2013
- Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2013
- Lagebericht der Geschäftsführung
Bilanz per 31.12.2013 Zoo GmbH
2666 Zeichen
Anlage 1 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH, Münster Bilanz zum 31. Dezember 2013 Aktiva 31.12.2013 31.12.2012 EUR EUR R EUR A, Anlagevermögen l. Immaterielle Vermögensgegenstände 4. . Wasserrecht 928,00 „992,00 2. EDV-Software 25.513,08 26.441,08 35.086,92 36.078,92 ll. Sachanlagen 1. Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten 12.003.334,42 9.900.598,50 2. Grundstücke mit Wohnbauten 157.518,13 172.887,96 3. ° Technische Anlagen und Maschinen 1.125.597,85 1.103.841,64 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.763.784,81 1.458,535,49 5. Tierbestand 25.564,59 25.564,59 6. Geleistete Anzahlungen und R Anlagen im Bau 182.368,94 15.258.166,74 4.046.822,668 16.708.250,84 15.284.607,82 18.744.329,76 B. Umilaufvermögen l. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 280.600,00 141.885,00 2. Waren 26.900,74 307.500,74 2.761,34 144.646,34 . Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.393,05 103.152,80 2. Sonstige Vermögensgegenstände 181.832,48 228.225,53 189.738,10 292.890,90 il. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1... Kassenbestand 14.758,62 28.677,55 2. Guthaben bei Kreditinstituten 3.077.483,18 3.092.239,80 4.856.588,50 4.885.266,05 3.827.966,07 5.322.803,29 Tr — 18.912.573,89 22.067.133,05 51.002980-1402565 Seite 1 F 1 1 h N i | i Anlage 1 Passiva 31.12.2013 31.12.2012 EUR EUR [3 EUR A. Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 14.331.700,00 14.331.700,00 N. _ Kapitalrücklage Anfangsbestand 8.490.625,88 8.344.267,25 Einstellung 4.136.000,00 4.136.000,00 Entnahme zum Ausgleich des Jahres- fehlbetrages aus dem Vorjahr -4.759.108,09 7.867.517,79 -3.989.641,37 8.490.625,88 Il. Jahresfehlbetrag 5.583.797 ,15 -4.759.108,09 16.615.420,64 18.063.217,79 B. Sonderposten 1. Zweckgebundene Spenden 9.500,00 513.449,09 2. Investitionszuschüsse 0,00 1.200.000,00 9.500,00 1.713,449,09 €. Rückstellungen 1. . Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 806.387,00 684.991,00 2. Steuerrückstellungen 12.202,00 2.700,00 3. Sonstige Rückstellungen B 534.747,32 531.605,11 1.353.336,32 1.219.296,11 D. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten B 15.786,04 19.841,73 "durch Grundpfandrechte gesichert EUR 15.786,04 ö (i. Vj. EUR 19.841,73)-- 2. _ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen " 391.308,94 558.067,33 3. Sonstige Verbindlichkeiten 92.315,51 5 195.766,03 „davon aus Steuern EUR 37.857,59 (i. Vj. EUR 40.628,27)-- „davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-- 499.410,49 773.885,09 E. Rechnungsabgrenzungsposten 434.906,44 297.504,97 18.912.573,89 22.067.133,05 Seite 2
Lagebericht 2013 Zoo GmbH
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Anlage 3 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH, Münster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 1. Grundlagen Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens. Die Gesellschaft soll die Liebe zum Tier und zur Natur und die Kenntnis von Ihnen fördern. Es gehört zu Ihren Aufgaben, die Zootiere nach dem neuesten Stand tiergärtnerischer Kenntnisse zu halten und , Arterhaltung zu betreiben. Die Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH wurde am 19. August 1985 in das Handelsregister beim Amtsgericht Münster, Abteilung B, Nr. 2454, eingetragen. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 10. Dezember 2002 wurde der Gesellschaftsvertrag insgesamt neu gefasst. Die Eintragung erfolgte am 23. Januar 2003. Am Stammkapital sind unverändert beteiligt: Westfälischer Zoologischer Garten e.V. 7.824.050,00 54,60 Stadt Münster 6.507.650,00 45,40 14.331.700,00 100,00 Die Finanzziele der Zoo GmbH (Optimierung des Kostendeckungsgrades, Erfüllung des Ge- sellschaftszwecks auf der Basis der jeweils beschlossenen Wirtschaftspläne sowie der dazu festgelegten Zuschüsse) leiten sich unmittelbar aus den allgemeinen Geschäftsaufgaben und Sachzielen ab. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Zum Anfang des Geschäftsjahres 2013 verließen die Delphine den Allwetterzoo. Die Show mit den kalifornischen Seelöwen wurde ausgebaut und die Besucherhalle modernisiert. Negative Auswirkungen auf die Besucherentwicklung konnten nicht festgestellt werden. Geprägt wurde das Geschäftsjahr 2013 vor allem von der Fertigstellung und Eröffnung des Elefanten-Parks im Juni 2013. Die genehmigte Investitionssumme in Höhe von EUR 4,94 Mio für dieses Bauvorhaben ist nicht überschritten worden. Die Realisierung des Elefanten-Parks Anlage 3 erhöht nicht nur die Sicherheit der Pfleger und den Komfort für die Tiere, sondern auch die Attraktivität für die Besucher. im September 2013 ereignete sich ein tragischer Unfall, bei dem ein Tierpfleger durch einen Tiger ums Leben kam. In der Konsequenz dieses selbstverschuldeten Unfalls wurden zusätzli- che Sicherheitsvorkehrungen am Tigergehege eingebaut. Das vor dem Landgericht Münster anhängige Verfahren zwischen dem Allwetterzoo und ei- nem bis März 2011 freiberuflich für den Allwetterzoo tätigen EDV-Administrator ist im Ge- schäftsjahr 2013 abgeschlossen worden. Der Allwetterzoo obsiegte in dieser Instanz. Der EDV-Administrator hat gegen das Urteil beim OLG Hamm Berufung eingelegt. Am 31. Dezember 2013 endete der langjährige Vertrag mit dem Pächter der Gastronomie. 2.2 Ertragslage Der genehmigte Wirtschaftsplan 2013 weist einen Fehlbetrag von TEUR 4.960 auf. In den Erlösen aus diesem Wirtschaftsplan sind auch die Spenden für den Bau des Elefanten-Parks in Höhe von TEUR 200 enthalten. Da die Spenden aber direkt mit den Anschaffungskosten verrechnet wurden, sind diese Spenden nicht ertragswirksam in der Gewinn- und .Verlustrech- nung auszuweisen. Daraus folgt, dass der Fehlbetrag im Wirtschaftsplan um TEUR 200 zu niedrig ausgewiesen wurde. Der korrekte Fehlbetrag muss daher mit TEUR 5.160 angegeben werden. : j Der Fehlbetrag des Geschäftsjahres 2013 beträgt TEUR 5.584. Es konnte ein Umsatz von TEUR 6.2485 (i. Vj. TEUR 6.276) erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2013 besuchten knapp 976.000 Gäste den Allwetterzoo. Dies ist eine Steige- rung gegenüber dem geplanten’ Wert um ca. 5 % bzw. 46.000 Besucher. Enthalten sind hier auch die Besucher (114.000) aus den Aktionen „Zahlen Sie, was Sie wollen.“. Ohne diese Aktionen wäre die geplante Besucherzahl unterschritten worden. Während der Aktionszeit- räume zahlten die Besucher einen durchschnittlichen Eintrittspreis von EUR 4,59. Deswegen ist der geplante Durchschnittserlös (EUR 5,90) nicht erreicht worden. Für das gesamte Jahr 2013 lag der tatsächliche Durchschnitt bei EUR 5,48 je Besucher. Zur Erreichung des Plan- 'wertes bei den Eintrittsgeldern in Höhe von TEUR 5.487 fehlen trotz der hohen Besucherzahl daher noch TEUR 143. Gleichwohl ist an dieser Stelle anzumerken, dass ohne „Zahlen Sie, was Sie wollen.“ der Planansatz noch sehr viel deutlicher (um weitere ca. TEUR 300) unter- schritten worden wäre. Kinder . Familien m 162.720 re Anlage 3 Die Entwicklung der Besucherzahlen zeigt die nachfolgende Übersicht: Tageskarten Einzelkarten j Erwachsene . 278.800. 255.946 395.274 364,430 a Gruppenbssucher msi Erwachsene 7.615 IT ——g eik j 33.068 F reikarten 90.112 Jahreskarten Zoo Familien 251.840 247.600 3.148 3.095 Einzepersonen a EM A een BEER En m 4 Einzelpersonen 8.480 8.200 424 . 410 am. nn — 171500 . ao nn nenn Jahrosfreikarten 7 nn BE LE nn nina a on - a er anne % Einzelpersonen Se 2.920 2.240 146 . 12 amt. 5.560 5.200 . am Br nn c f g j Besucherzahl Gesamt Es wird unverändert davon ausgegangen, dass ein Jahreskarteninhaber jährlich 20mal den Zoo besucht. Bei Familienkarten wird die Familie mit vier Personen zu Grunde gelegt. Die Schlüsselung erfolgt entsprechend der Vereinbarung des Verbandes Deutscher Zoodirektoren. Die Rückstellung für die Prozesskosten gegen einen ehemaligen EDV-Administrator sind um TEUR 75 reduziert worden. Die Bezugspreise für Wärme sind entgegen den Planungen um ca. 10 % gesunken. Einge- plant war eine Steigerung von ebenfalls 10 %. Dagegen sind die Bezugskosten je MWh für Anlage 3 Strom um 28 % gestiegen. In den Planungen sind wir von gleichbleibenden Preisen ausge- gangen. Die Auswirkungen dieser beiden genannten Punkte haben eine Unterschreitung des Planwertes von ca. TEUR 241 zur Folge Der Planwert für die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2013 wird um ca. TEUR 63 überschritten. Wie in den Vorjahren, sind auch 2013 wieder Beschäftigungsverbote ausge- sprochen worden. Die Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 wurden von den Krankenkassen erstattet, Da die Erträge mit den Aufwendungen nicht saldiert werden dürfen, werden diese in den „sonstigen betrieblichen Erträge" aufgeführt. Im Wirtschaftsplan waren diese Aufwendun- gen nicht vorgesehen. Auch die Zuführung für die Pensionsrückstellung ist um TEUR 45 höher ausgefallen, da die Parameter für die Berechnung der Pensionsrückstellung (Entwicklung des Gehalts- und des Rententrends) angepasst wurden, um ein realistisches Bild der zukünftigen Rentenentwicklung abzubilden. Ruhegelder für einen ehemaligen Geschäftsführer in Höhe von TEUR 41 sind im Wirtschaftsplan ebenso nicht angegeben. Robbenhaven und Pferdemuseum erhalten vom Allwetterzoo einen Anteil an den Eintrittserlö- sen. Dieser lag auf Grund der höheren Besucherzahl um TEUR 96 über dem Planwert. Obwohl der Einbau der Sicherheitsmaßnahmen für die Tigeranlage im Geschäftsjahr 2014 erfolgte, muss dieser Aufwand in Höhe von TEUR 75 dem Geschäftsjahr 2013 zugerechnet werden. Diese Maßnahme wird somit als unterlassene Instandhaltung gewertet. Dieser Betrag war für 2013 nicht eingeplant. Für 2014 ist diese zusätzliche Ausgabe vom Aufsichtsrat ge- nehmigt worden. Am 20. Juni 2013 verursachte ein schweres Unwetter Schäden in Höhe von TEUR 200. Von der Versicherung wurden lediglich TEUR 141 erstattet. Auf Grund des Saldierungsverbotes sind die Erträge in den „sonstigen betrieblichen Erträgen“ aufgeführt. Für die Artenschutzprojekte des Allwetterzoos in Kambodscha und Vietnam sind auf Grund zusätzlicher Spendengelder auch höhere Projektgelder in die Artenschutzprojekte geflossen. Der zusätzliche Aufwand betrug TEUR 135. Spendengelder für diese Projekte sind in Höhe von TEUR 147 in der Position „Sonstigen betrieblichen Erträge“ enthalten. Im Sommer 2013 ist eine erfolgreiche Marketingkampagne in Zusammenarbeit mit einer Agen- tur durchgeführt worden, um drohende Besucherverluste abzuwenden. Die Kampagne hatte die Steigerung des Verkaufs von Jahreskarten zum Ziel. Es entstanden zusätzliche Kosten in Höhe TEUR 55. Für die fristgerechte Übergabe der Zoogastronomie erhielt der bisherige Pächter eine Pacht- freistellung für November und Dezember und eine Abstandszahlung (TEUR 30). Das Jahresergebnis 2013 weist einen Fehlbetrag in Höhe von TEUR 5.584 aus. Dieser Wert liegt TEUR 624 über dem Ansatz im genehmigten Wirtschaftsplan und TEUR 424 über dem korrigierten Wert. Den beiden Gesellschaftern der Zoo GmbH sowie den zahlreichen Spendern und Sponsoren gebührt unser Dank für die finanzielle, personelle und ideelle Unterstützung der Zooarbeit. Anlage 3 2.3 Vermögenslage Eine Übersicht über die Vermögensentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr gibt die Bilanz. Im Geschäftsjahr 2013 sank das Anlagevermögen um ca. 8,7 % bzw. TEUR 1:459 gegenüber dem Vorjahr. Zugängen in Höhe von TEUR 1.855 stehen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.178 und verrechnete Zuschüssen in Höhe von TEUR 2.137 gegenüber. Der Allwetterzoo präsentiert Tiere in artgerechten und besucherattraktiven Anlagen und erhebt dafür Eintrittsgelder. Das Sachanlagevermögen stellt den eigentlichen Wert des Zoos dar. Dazu gehört auch der Tierbestand. Im Geschäftsjahr entwickelte sich der Tierbestand wie folgt: Arten 784 662 Wirbellose nr 1.050 1.194 Fische in Be Arten "39 “48 Amphibien in Pu 7 Arten ne Er 503 Vögel in 63 65 Arten 646 585 Säugetiere in 61 64 417 3.082 Tiere in 331 306 Das Umlaufvermögen sarık im Geschäftsjahr 2013 um TEUR 1.695 vor allem wegen der Ab- nahme der flüssigen Mittel. ' Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 1.447 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 16.615. Die Sonderposten wurden bis auf einen Rest von TEUR 10 aufgelöst. Die Spenden und Zu- schüsse aus dem Geschäftsjahr 2011 und 2012 von TEUR 1.704 wurden mit den Anschaf- fungskosten des Elefanten-Parks direkt verrechnet. Die Spenden für den Elefantenpark aus dem Jahr 2013 in Höhe von TEUR 433 wurden ebenfalls direkt verrechnet. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich vor allem wegen der Auszahlung der Sicher- heitseinbehalte für den Elefanten-Park in Höhe von TEUR 101 auf TEUR 92. Auch die Ver- bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von TEUR 558 auf TEUR 391. 2.4. Finanzlage Der vorgegebene Investitionsranmen für den Neubau des Elefanten-Parks ist eingehalten _ worden. Die Finanzierung des Elefanten-Parks erfolgte ohne Kreditaufnahme. Weitere Investi- tionen. sind günstiger abgewickelt bzw. gestrichen worden. Gegenüber dem Wirtschafts- plan 2013 sparte der Allwetterzoo im Geschäftsjahr 2013 im Investitionsbereich TEUR 1.200 ein. Anlage 3 Auch die finanzielle Situation hat sich gegenüber dem Plan deutlich besser gestaltet. Statt dem erwarteten Finanzmittelbestand für 2013-in Höhe von TEUR 1.023 weist die Bilanz 2013 einen Wert von knapp TEUR 3.100 auf. Der Bestand an liquiden Mittel liegt TEUR 2.069 höher als geplant. Neben den Einsparungen im Investitionsbereich sind vor allem die eingeworbenen Spendengelder sowie Sponsorengelder für den Elefanten-Park als Gründe für diese positive Entwicklung zu nennen. Für dieses Projekt wurden von der ersten Planung bis zur Eröffnung des Elefanten-Parks insgesamt Spendengelder in Höhe von TEUR 950 sowie Sponsorengel- . der in Höhe von TEUR 300 eingezahlt. Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die folgende Kapitalflussrech- nung Aufschluss: \ j 5. 503 -4.759 1. 178 1.110 Jahresergebnis Abschreibungen Anlagevermögen zu -/Abnahme Vorräte . nn u 0 zu /Abnatme Forderungen” unannu = nn nn ar Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten u nn © Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit "3.860 m -4.504 3.725 Auszahlungen für Investitionen -3.127 AB 3.947 nvestitionstätigkeit 3. 127 s EK- -Zuführungen 4.136 ‚136 Investiionszuschuß/zweckgeb. Spenden 0 Auszahlungen Tilgung Kredite - Rn =, = nn 7 Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit nn . 4.134 u 4.565 . 4.428 Zanlungswirksame Veränd. Finanzmittel u -2.853 n A 794 - 3244 Anfangsbestand Finanzmittel . 3.876 Bu 885 8.129 Bestand Finanzmittel Ende P Die weitere Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist wesentlich von (den künftigen Mittelzuwendungen der Stadt Münster abhängig. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2013 aus der Sicht der Geschäftsleitung . zufriedenstellend verlaufen. Die Besucherzahlen konnten gesteigert werden und obwohl der Fehlbetrag höher als geplant ausfiel, stellt sich die Liquiditätssituation deutlich positiver als erwartet dar. Anlage 3 3. Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben, 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4,31. Prognosebericht Nach: vier Jahren mit gleichbleibenden Eintrittspreisen sind diese zum 1. Januar 2014 um ca. 15 % erhöht worden. Gleichzeitig ist die Eintrittspreisstruktur ebenfalls geändert. worden. Das zulässige Alter für den Erwerb von Kinderkarten beträgt nur noch 14 Jahre. Schüler und Studententarife wurden eingeführt. Gruppen aus Schulen und Kindergärten zahlen einen stark vergünstigten Eintrittspreis. Für besucherschwache Zeiten, wie z. B. Winter oder später Nachmittag sind gegenüber dem regulären Eintrittspreis günstigere Preise zu zahlen. Aufgrund der wiederholt erfolgreich durchgeführten Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen.“ und eines milden Winters, aber trotz der höheren Eintrittspreise, konnten die guten Besucherzah- len im Vergleich mit dem I. Quartal des Vorjahres nochmals um ca. 4 % auf 197.000 Besucher gesteigert werden. Somit ist damit zu rechnen, dass die im Wirtschaftsplan 2014 angegebenen Besucherzahlen (890.000 Besucher) und damit auch die Umsatzerlöse aus Eintrittsgeldern in Höhe von TEUR 5.785 erreicht werden. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 rechnen wir mit einem deutlich verbesserten Jahreser- gebnis. Dieses weist voraussichtlich für das Geschäftsjahr 2014 einen Fehlbetrag von TEUR 3.986 aus. Dies ist eine geplante Verbesserung in Höhe von knapp TEUR 1.600. Die- ses Ergebnis soll durch höhere Umsatzerlöse sowie Einsparungen in den Aufwendungen im Instandhaltungs- und Marketingbereich erreicht werden. Im Rahmen der monatlichen Erfolgsrechnung wird die Abwicklung des Wirtschaftsplanes 2014 abgeglichen und gesteuert. Die Umsetzung des Wirtschaftsplanes 2014 erfolgt planmäßig. 4.2 Chancen- und Risikobericht Nach über zwanzig Jahren erfolgte zum 1. Januar 2014 ein Pächterwechsel in der Gastrono- mie. Nach einem langen Auswahlverfahren durch ein externes Beratungsunternehmen wurde das Unternehmen Aramark Restaurations GmbH als neuer Pächter der Zoogastronomie aus- gewählt. Im ersten Halbjahr 2014 erfolgt der Umbau des Restaurants mit der Cafeteria sowie der Kioske. Die Umbaukosten betragen ca. TEUR 1.000. Davon werden von Aramark TEUR 750 für die Erneuerung der Küchentechnik und Innenausstattung investiert. Der Zoo - zahlt ca. TEUR 250 für die Sanierung der Infrastruktur bzw. der Gebäude. Nach dem Umbau steht unseren Besuchern eine hochwertige, lebendige und nachhaltige Gastronomie zur Ver- fügung. Regionale und saisonale Produkte stehen bei der Speisenzubereitung im Mittelpunkt. Neue Elemente in der Gastronomie, wie z. B. die Backstube, sollen das Gesamtangebot vari- antenreicher gestalten. Dieser Qualitätssprung in der Gastronomie kann bei den Besuchern für Anlage 3 eine größere Akzeptanz sorgen und als Folge davon für den Allwetterzoo höhere Pachtein- nahmen einbringen. ‘Die Neueröffnung der Gastronomie wird voraussichtlich im Juni 2014 sein. Im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird zur Zeit das Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren überarbeitet. Es liegt bislang nur ein Entwurf vor. In diesem Entwurf sind die bislang geltenden Mindestanforderungen für die Zoo- tierhaltung deutlich erhöht worden. Mit einer Verabschiedung dieses Entwurfes ist Ende 2014, spätestens aber 2015 zu rechnen. Die meisten dieser neuen Anforderungen erfüllt der Allwet- terzoo bereits. Bei den Menschenaffen, den Giraffen und auch bei den Kegelrobben entspre- chen wir den Mindestanforderungen momentan nicht. Damit die Anforderungen eingehalten werden können, müssen die bisherigen Anlagen für diese Tierarten umgebaut bzw. erweitert werden. Nach ersten Berechnungen belaufen sich die Kosten für diese Maßnahmen auf ca. EUR 2,5 Mio bis EUR 3,5 Mio. Eine Alternative dazu ist die Abgabe von Tieren, die aber mit Attraktivitätsverlusten für die Besucher einhergeht. Trotzdem wird die Möglichkeit der Ab- gabe unserer Schimpansen geprüft. Diese Prüfung erfolgt aber unabhängig von dem Gutach- ten da das Menschenaffenhaus für sieben Gorillas und sieben Schimpansen zu klein und eine , Erweiterung des Menschenaffenhauses bei einem Investitionsvolumen von ca. EUR 1,5 Mio aus finanziellen Gesichtspunkten nicht möglich ist. Die Menschenaffen sind bekanntermaßen ein Besuchermagnet. Allerdings werden im Allwetterzoo nach wie vor Gorillas (auf einer ver- größerten Anlage) und Orang-Utans zu sehen sein und der Zoo wird mit Abgabe der Schim- pansen nicht an Attraktivität verlieren. " Als Folge des tödlichen Unfalls im Tigergehege erklärte die Bezirksregierung Münster, dass der bislang geltende und vom Allwetterzoo auch umgesetzte Stand der Technik für einen si- cheren Betrieb der Anlagen zum Halten von besonders gefährlichen Tieren der Sicherheitsstu- fe Ill nicht ausreichend ist. Von der Bezirksregierung erfolgte die Anweisung, dass zuerst die technische Zugangssicherung zu den Gehegen aller Großkatzen (Löwen und Tiger) umgestal- tet werden muss. Im Anschluss an diese Maßnahme ist ein "Masterplan" zu erarbeiten, der sukzessive die Anpassung der Sicherheit durch technische Maßnahmen für die übrigen Gehe- ge der Sicherheitsstufe Ill (Bären und Menschenaffen) beinhaltet Der Aufwand für die Tiger- anlage wird ca. TEUR 75 betragen und ist schon im Jahresabschluss 2013 berücksichtigt. Die Umstellung der Löwenanlage ist umfangreicher, da zusätzliche Schieber und zusätzliche Schleusen vorhanden sind. Wir rechnen hier mit einem Aufwand in Höhe von ca. TEUR 125. Dieser Betrag ist im Wirtschaftsplan 2014 nicht enthalten und erhöht den zuvor genannten Fehlbetrag für 2014 um diese Summe. Auch im Geschäftsjahr 2014 wird der Allwetterzoo sein Engagement für den Natur- und Arten- schutz, insbesondere für die Projekte in Vietnam und Kambodscha, weiter fortsetzen. Zum Jahreswechsel 2014/2015 steht die Geburt eines Elefanten bevor. Aussagen hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Jahr 2014 sind mit gro- ßen Unsicherheiten insbesondere in Hinblick auf die Besucherzahlen und auf wesentliche Kostenarten (steigende Energiekosten, Tarifabschluss TVöD) behaftet. Hinsichtlich der zu- kunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesent- Anlage 3 lich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, falls sich die zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Münster, 8. Mai 2014 Westfälisch Zoologischer Garten Münster GmbH Adler
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0519/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.08.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37