AN/1118/2024
Zukünftiger Schulstandort Urbacher Weg in Porz-Ensen
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SPD Antrag nach § 3
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An den Vorsitzenden des Ausschusses Schule und Weiterbildung Herrn Dr. Schlieben Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.08.2024 AN/1118/2024 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 09.09.2024 Zukünftiger Schulstandort Urbacher Weg in Porz-Ensen Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 09.09.2024 zu setzen: Beschluss: 1. Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung bittet die Verwaltung an dem geplanten Schulstandort Urbacher Weg anstelle eines interimistischen Standorts für die Grund- schule Berliner Straße einen interimistischen Standort der Förderschule Berliner Straße vorzusehen und zu planen. 2. Für die Aufstellung des modularen Baukörpers für die Grundschüler*innen ist stattdes- sen das weitläufige Schulgrundstück Berliner Straße / Westhoven zu nutzen. Damit kann dort zur Entlastung der überbelegten GGS Hohe Str. ein Teil-Grundschulbetrieb gestartet werden, so wie bereits im Beschluss der Bezirksvertretung Porz vom 02.02.23 gefordert. 3. Der Schulausschuss bittet die Verwaltung weiterhin, den Schulausschuss und die Be- zirksvertretung Porz über Entwicklungen, Maßnahmen und Planungen, die den zeitli- chen Ablauf der angestrebten Inbetriebnahme des Grundschulstandorts Berliner Straße 2027/2028 ggfs. verzögern oder gefährden, unverzüglich in Kenntnis zu setzen und die Auswirkungen auf das weitere Verfahren darzulegen. Der Bezirksvertretung Porz ist über den Beschluss des Schulentwicklungsausschusses in Kenntnis zu setzen. - 2 - Begründung: Am 14.03.24 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss des Rates die Änderung des Bebau- ungsplans Urbacher Weg mit dem Ziel auf der Fläche einen Schulstandort zu errichten. Hin- tergrund ist die Suche nach einem alternativen Standort für die Förderschule Sportplatzstraße sowie der erhöhte Bedarf an Grundschulplätzen in Ensen/Westhoven. Die Vorlage (4033/2023) hält ausdrücklich fest, dass das aktuelle Votum „keinen Baubeschluss für das Interim und die künftige Förderschule enthalte“. Im Vordergrund stehe die ausschließlich die „planungsrechtliche Sicherung des künftigen Standortes“. Infolgedessen sprach sich der STEA für die Prüfung des BV-Beschlusses zur Vorlage durch den Ausschuss für Schule und Weiterbildung aus. Dieser erhielt in seiner Sitzung am 10.06.24 jedoch lediglich eine Mitteilung ohne Beschlusscharakter über die bisherigen Beratungen, die der Ausschuss „zur Kenntnis mit erneuter Wiedervorlage(?)“ nahm. Die SPD-Fraktion verschließt sich nicht dem Vorhaben am Urbacher Weg einen zusätzlichen Schulstandort einzurichten. Dieser sollte vor dem Hintergrund zahlreicher Schulauslagerun- gen, Sanierungen und Neubauten im Stadtteil klug genutzt werden. Statt der Errichtung eines Grundschulinterims am Urbacher Weg befürworten wir jedoch die zeitweise Unterbringung der ebenfalls zu sanierenden Förderschule Berliner Straße an dem neuen Standort. Durch die vorübergehende Verlegung der Förderschule an den Urbacher Weg besteht die Möglichkeit, den im 2. Schulbaupaket vorgesehenen Abriss und Komplettneubau an der Berliner Straße in einem Zug realisieren zu können und damit Zeit und Kosten zu sparen. Diese Forderung un- terstützt auch die Schulpflegschaft der betroffenen GGS Hohe Straße in einem Offenen Brief an OB und Verwaltung. Aus Sicht der SPD-Fraktion erscheint der Schulstandort Urbacher Straße für eine Grundschule denkbar ungeeignet. Eingezwängt zwischen einer stark befahrenen Straße inklusive Rettungs- fahrzeugen im Einsatz (Krankenhauszufahrt), dem Gleisbett der KVB-Linie 7 und einem Park- platz sollen Kinder in ihr Schull eben starten. Der Weg von der KVB -Haltestelle Porz-Stein- straße führt entlang des vom MIV stark frequentierten Urbacher Wegs. Grundschulkinder, die nach der Schule mit der Linie 7 Richtung Ensen-Westhoven fahren, müssen zudem die stark befahrene Steinstraße überqueren. Der Grundsatz „Kurze Wege für kurze Beine“ wird mit einem Grundschulinterim außerhalb des örtlichen Schulbezirks ad absurdum geführt. Zumal die Schule an der Stadtteilgrenze fußläufig für einen Teil der Ensen -Westhovener Grundschulkinder nicht zu erreichen ist, einfach weil der Weg für sie zu weit ist. Es ist jetzt bereits absehbar, dass vermutlich kaum ein Grundschul- kind diese Schule wird alleine aufsuchen können und stattdessen „Elterntaxis“ zum Einsatz kommen. Im Gegenzug wird die Förderschule Berliner Straße tagtäglich von Kindern besucht, die die Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren. Es stellt sich die Frage, warum diese Kinder, die sowieso mit dem ÖPNV unterwegs sind, nicht stattdessen in einem Interim am Urbacher Weg untergebracht werden. Auch aufgrund ihrer Altersstruktur erscheint dies die sinnvollere Lösung. Zudem steht zu steht zu befürchten, dass mit einem Grundschulinterim am Urbacher Weg der Ausbau des Grundschulstandorts Berliner Straße „auf die lange Bank“ geschoben und am - 3 - Ende weder eine Grundschule noch das geforderte, beschlossene und im II Maßnahmenpaket GU enthaltene Lehrschwimmbecken an der Berliner Straße realisiert wird. Mit freundlichen Grüßen gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1118/2024
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 27.08.2024
- Erstellt
- 27.08.2024 14:39