Mandari Insight

A-R/0002/2012

Farbe bekennen: Kein Platz für Rassismus

Antrag an den Rat 31.01.2012

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 08.02.2012, TOP 28.1

Originalantrag

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Originalantrag

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Antrag an den Rat Nr. A-R/0002/2012 
Seite 1 von 22 
DIE LINKE. Ratsfraktion  
Achtermannstraße 19 
48143 Münster 
Telefon 0251 / 9816051 
 
 
  
25. Januar 2012 
 
Antrag zur sofortigen Beschlussfassung 
 
 
Farbe bekennen: Kein Platz für Rassismus 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
1. Die Ratsmitglieder halten in einer Gedenkminute in der Ratssitzung am 21. März 2012 inne, um 
den Opfern des neofaschistischen Rechtsterrorismus sowie allen Menschen, die seit der 
Wiedervereinigung von Rechtsextremisten in der Bundesrepublik Deutschland ermordet worden 
sind, zu gedenken und um den Hinterbliebenen unsere Trauer und unser Mitgefühl auszudrücken.  
 
2. Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt gemeinsam mit den im Rat vertretenen 
Parteien, dem Integrationsrat sowie antifaschistischen und antirassistischen Organisationen eine 
Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechten Terrors in Deutschland vorzubereiten. 
 
3. Am 3. März wollen die Nazis durch Münster marschieren. Der Rat der Stadt Münster schließt sich 
der Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes an, dass „als erster Bürger und Repräsentant 
der Stadt Oberbürgermeister Markus Lewe den Nazi-Aufmarsch verbieten (möge), um ein 
politisches Zeichen zu setzen.“ 
 
4. Sollte ein Verbot des Aufmarsches nicht erfolgreich sein, fordert der Rat der Stadt Münster 
Oberbürgermeister Markus Lewe, die Verwaltung der Stadt Münster, alle in Münster ansässigen 
Institutionen, sowie alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Münster auf, alles zu 
unternehmen, dass dieser Aufmarsch nicht stattfinden kann. 
 
Begründung:  
 
182 Todesopfer extrem rechter, rassistischer, antisemitischer und neofaschistischer Gewalt seit 
1990  
(Quelle: https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990)  
 
1990  
 
1. Mahmud Azhar, 40 Jahre  
 
Der pakistanische Doktorand Mahmud Azhar wurde am 7. Januar 1990 von einem DDR-Bürger auf 
dem Gelände der Freien Universität Berlin rassistisch beschimpft und geschlagen. Als er 
telefonisch Hilfe rufen wollte, schlug ihn der Angreifer mit einem Feuerlöscherrohr auf den Kopf. Am 
6.März erlag er seinen Verletzungen.  
 
 
An den Oberbürgermeister

2. Andrzej Fratczak  
 
Am 7. Oktober 1990 wurde er bei einem Überfall durch drei Jugendliche vor einem Nachtclub in 
Lübbenau (Brandenburg) totgeschlagen und -getreten. Die drei deutschen Täter wurden zu 
Freiheitsstrafen von acht Monaten zu dreidreiviertel Jahren verurteilt. Zwei von ihnen waren an 
einem Angriff auf das Asylbewerberheim in Lübbenau beteiligt.  
 
3. Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre  
 
Am 25. November 1990 wurde er in Eberswalde (Brandenburg) bei einem Angriff von 50 
Rechtsextremisten auf drei Personen afrikanischer Herkunft vor einem Gasthof mit Knüppeln ins 
Koma geprügelt. Er starb elf Tage später.  
 
4. Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre  
 
Am 11. Dezember 1990 wurde er in seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg von drei Skinheads, die 
beauftragt waren bei ihm Schulden einzutreiben, zusammengeschlagen. In Panik sprang er aus 
dem Fenster, fiel zehn Stockwerke tief und starb.  
 
5. Nihad Yusufo ğlu, 17 Jahre  
 
Er wurde am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleichaltrigen 
Skinhead mit einem Messerstich ins Herz getötet.  
 
6. Obdachloser, 31 Jahre  
 
Er wurde am 31. Dezember 1990 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von jugendlichen Skinheads 
zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.  
 
7. Alexander Selchow, 21 Jahre, Bundeswehrsoldat  
Am 31. Dezember 1990 wurde er in Rosdorf (Niedersachsen) von zwei 18-jährigen Skinheads, die 
der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) angehörten, mit mehreren Messerstichen schwer 
verletzt. Er starb am 01.01.1991 an den Folgen des Angriffs.  
 
1991  
 
8. Jorge João Gomondai, 28 Jahre  
 
Am 31. März 1991 wurde Jorge João Gomondai in Dresden (Sachsen) während einer 
Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn gestoßen oder sah sich aus 
Angst dazu gezwungen, aus der Bahn zu springen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.  
 
9. Matthias Knabe, 23 Jahre  
 
Matthias Knabe wurde bei Gifhorn (Niedersachsen) von 15 Rechtsextremen am 08.05.1991 
angegriffen. Im Verlauf des Angriffs trieben sie den Punk auf die Bundesstraße 4, wo er von einem 
Auto erfasst wurde. Er erlitt schwere Hirnverletzungen, die am 4. März 1992 zu seinem Tod führten.  
 
10. Helmut Leja, 39 Jahre  
 
Der Obdachlose Helmut Leja wurde am 4. Juni 1991 in Gifhorn-Kästorf (Niedersachsen) von einem 
Jugendlichen erstochen. Der Täter gehörte der örtlichen Skinheadszene an und beschimpfte 
Helmut Leja im Vorfeld als „Abschaum“.  
 
11. Agostinho Comboio, 34 Jahre  
 
Am 15. Juni 1991 wurde Agostinho Comboio in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) von einem 
Rechtsextremen verprügelt und erstochen.

12. Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre  
 
Am 19. September 1991 verbrannte Samuel Kofi Yeboah in einem Asylbewerberheim in Saarlouis 
(Saarland), auf das ein Brandanschlag verübt worden war.  
 
13. Gerd Himmstädt, 30 Jahre  
 
Er wurde am 1. Dezember 1991 in Hohenselchow (Brandenburg) von sieben Jugendlichen mit 
Baseballschlägern zusammengeschlagen. Die Täter gehören nach eigenem Bekunden „dem Kern 
der rechten Szene an“. Gerd Himmstädt verstarb am 3. Dezember 1991 an den Folgen des 
Angriffs.  
 
14. Timo Kählke, 29 Jahre  
 
Er wurde am 12. Dezember 1991 in Meuro (Brandenburg) von Mitgliedern einer „Wehrsportgruppe“ 
erschossen, als diese sein Auto für einen geplanten Überfall stehlen wollten.  
 
1992 
 
15. Unbenkannt, 18-Jähriger  
 
Ein 18-jähriger Jugendlicher wurde am 05. Januar 1992 in Gransee (Brandenburg) von 15 
Neonazis erschlagen.  
 
16. – 18. Dreiköpfige Familie aus Sri Lanka  
 
Sie starben am 31. Januar 1992 bei einem Brandanschlag auf ihre Flüchtlingsunterkunft in 
Lampertheim (Hessen).  
 
19. Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber  
 
Er wurde am 15. März 1992 bei einem Überfall von 25 Skinheads auf ein Asylbewerberheim in Saal 
(Mecklenburg-Vorpommern) aus Rache für eine vorausgegangene Auseinandersetzung zwischen 
Deutschen und Rumänen zu Tode geprügelt.  
 
20. Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann  
 
Weil er Hitler als „großen Verbrecher“ bezeichnet hatte, wurde er am 18. März 1992 in Buxtehude 
(Niedersachsen) von Skinheads so schwer misshandelt, dass er am 22. März 1992 an den Folgen 
seiner Verletzungen starb.  
 
21. Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser  
 
Nachdem er sich am 19. März 1992 in Flensburg (Schleswig-Holstein) gegenüber einem Skinhead 
als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wurde er von diesem ins Hafenbecken gestoßen und ertrank.  
 
22. Erich Bosse  
 
Er kam am 4. April 1992 bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Hörstel (Nordrhein-
Westfalen) ums Leben.  
 
23. Nguyen Van Tu, 24 Jahre  
 
Am 24. April 1992 wollte er zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in Berlin-Marzahn von einer 
Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt wurden. Er wollte die Jugendlichen zur Rede stellen und 
wurde jedoch von einem von ihnen mit einem Messer erstochen.

24. Thorsten Lamprecht, 23 Jahre  
 
Am 9. Mai 1992 wurde er in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Überfall von 60 Skinheads auf 
eine Punk-Fete mit Baseballschlägern angegriffen. Er erlag seinen Verletzungen am 11. Mai 1992.  
 
25. Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser  
 
Er wurde am 1. Juli 1992 von drei Skinheads, die sich zum „Penner klatschen“ verabredet hatten, 
im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschließend erstochen.  
 
26. Sadri Berisha, 56 Jahre  
 
Am 8. Juli 1992 wurde der Kosovo-Albaner von sieben Skinheads, die „Polacken klatschen“ wollten, 
bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-Württemberg) mit einem 
Baseballschläger erschlagen.  
 
27. Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser  
 
Weil er sich über den Lärm und die „Sieg Heil“-Rufe beschwert hatte, wurde er am 1. August 1992 
im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten und 
danach mit einem Kampfmesser erstochen.  
 
28. Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer  
 
Nach dem Besuch eines Diskozeltes am 3. August 1992 in Stotternheim (Thüringen) wurde er nach 
dem Versuch das Gelände über einen Zaun zu verlassen, von drei Ordnern, die der Skinheadszene 
angehörten, so schwer verprügelt, dass er an den Verletzungen an Kopf und Rücken starb.  
 
29. Frank Bönisch, 35 Jahre, Obdachloser  
 
Er starb am 24. August 1992, als ein 23-jähriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz 
(Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Handfeuerwaffe auf eine Gruppe Obdachloser, 
Punks und Drogenabhängiger abfeuerte.  
 
30. Günter Heinrich Hermann Schwannecke, 58 Jahre, Obdachlose  
 
Am 29. August 1992 wurden er und ein weiterer Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin-
Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschläger 
zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinen Verletzungen.  
 
31. Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin  
 
Sie versuchte, bei einem Überfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen) am 11. 
Oktober 1992 auf die mit „Sieg Heil“-Rufen Eindringenden einzureden und wurde dabei mit einer 
Holzlatte auf den Kopf geschlagen. An ihren schweren Verletzungen starb sie zwölf Tage später.  
 
32. Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser  
 
Am 7. November 1992 wurde er bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, 
geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals in den Kölpinsee untergetaucht. 
Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.  
 
33. Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger  
 
Am 13. November 1992 wurde er in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) in einem Lokal von zwei 
Rechtsextremisten geschlagen, angezündet und erstickt, nachdem er sich als Jude ausgegeben 
hatte.

34. Alfred Salomon, 92 Jahre 
 
Der jüdische Holocaustüberlebende Alfred Salomon wurde am 21. November 1992 in einem 
Altenheim in Wülfrath (Nordrhein-Westfalen) von einem Oberführer in der Organisation „Todt“ 
wegen seiner jüdischen Herkunft beschimpft. Er starb an einem Herzinfakt nach dem ihn der Täter 
mehrmals schlug.  
 
35. Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker  
 
Er gehörte zu einer Gruppe von vier Linken, die am 21. November 1992 in Berlin in eine 
Auseinandersetzung mit fünf Neonazis gerieten, als jene einen von ihnen aufforderten, den 
Aufnäher „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ abzunehmen. Zwei der Begleiter Silvio Meiers 
wurden schwer verletzt, er selbst mit Messerstichen in die Lunge getötet.  
 
36. Bahide Arslan, 51 Jahre  
 
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem von Neonazis 
verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt 
wurde.  
 
37. Ay 
şe Y ılmaz, 14 Jahre  
 
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis 
verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt 
wurde.  
 
38 Yeliz Arslan, 10 Jahre  
 
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis 
verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt 
wurde.  
 
39. Bruno Kappi, 55 Jahre, Zeitungsverteiler  
 
Am 15. Dezember 1992 wurde er vor einem Kaufhaus in Siegen tot aufgefunden. Zwei Neonazis 
schlugen Bruno Kappi brutal zusammen, traten dann auf ihn ein und ließen ihn anschließend 
sterbend am Boden liegen.  
 
40. Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist  
 
Er wollte am 18. Dezember 1992 in Oranienburg (Brandenburg) nach seinem Auto sehen, als er 
von zwei Skinheads angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschlägen getötet 
wurde.  
 
41. 
Şahin Çalı şır , 20 Jahre  
 
Er wurde am 27. Dezember 1992 auf der Autobahn 57 bei Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) von 
einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst verließ Sahin Calisir seinen 
Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto überfahren und starb.  
 
1993 
 
42. Karl Sidon, 45 Jahre, Parkwächter  
 
Am 18. Januar 1993 geriet er in Arnstadt (Thüringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon 
mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in einem Streit und wurde bewusstlos geschlagen. 
Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Straße, wo er von vorbeifahrenden Autos überfahren 
wurde. Er starb im Krankenhaus.

43. Mario Jödecke, 23 Jahre  
 
Am 24. Januar 1993 kam es in Schlotheim (Thüringen) vor einer Pizzeria während eines „Heavy-
Metal-Abends“ zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter 
Heavy Metals. Im Verlauf der Schlägerei wurde Mario Jödecke, der mit einem Baseballschläger 
bewaffnet war, von einem 17-jährigen Skinhead durch einen Messerstich ins Herz getötet.  
 
44. Mike Zerna, 22 Jahre  
 
Er wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem Überfall von rechten 
Skinheads auf linke Musiker zusammengeschlagen. Sie riefen „“Schlagt die Zecken tot!“" und 
kippten ein Auto auf den schon am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb sechs Tage später an 
seinen Verletzungen.  
 
45. Mustafa Demiral, 56 Jahre  
 
Am 9. März 1993 wurde der Herzkranke in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei 
Deutschen rassistisch angepöbelt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf 
seinen Kopf. Mustafa Demiral brach zusammen und starb kurz darauf an einem Herzanfall.  
 
46. Hans-Peter Zarse, 18 Jahre  
 
Am 12. März 1993 geriet der Skinhead mit einem weiteren Mitglied der Szene in der Nähe von 
Uelzen (Niedersachsen) während einer Moped-Panne in Streit. Sein Kamerad fühlte sich in seiner 
„Ehre beeinträchtigt“, um sie „wieder herzustellen“ erstach er den 18-Jährigen.  
 
47. Matthias Lüders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger  
 
Bei einem Überfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) am 
24. April 1993 erhielt er zwei Schläge auf den Kopf und erlag zwei Tage später seinen 
Verletzungen.  
 
48. Belaid Baylal, 42 Jahre, Asylbewerber 
  
Am 4. November 2000 starb er an den Spätfolgen eines Angriffs zweier Skinheads am 8. Mai 1993 
in einer Gaststätte in Belzig (Brandenburg). Er war seinerzeit beschimpft und verprügelt worden und 
hatte mit lebensgefährlichen Verletzungen am Dünndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden 
müssen. Er starb schließlich am dritten Darmverschluss.  
 
49. Jeff Dominiak, 25 Jahre 
 
Am 26. Mai 1993 wurde der deutsch-ägyptische Schauspieler Jeff Dominiak bei Waldeck 
(Brandenburg) von einem betrunkenem 17-jährigen Neonazi mit einem gestohlenen Auto 
überfahren.  
 
50. Gürsün Inçe, 27 Jahre  
 
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus 
in Solingen (Nordrhein-Westfalen).  
 
51. Hatice Genç, 18 Jahre  
 
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus 
in Solingen (Nordrhein-Westfalen).  
 
52. Hülya Genç, 9 Jahre  
 
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus 
in Solingen (Nordrhein-Westfalen).

53. Saime Genç, 4 Jahre  
 
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus 
in Solingen (Nordrhein-Westfalen).  
 
54. Gülüstan Öztürk, 12 Jahre  
 
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus 
in Solingen (Nordrhein-Westfalen).  
 
55. Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser  
 
Am 5. Juni 1993 wurde er in Fürstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten zu 
Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.  
 
56. Obdachloser, 33 Jahre  
 
Der Schlafende wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als „Judensau“ beschimpft 
und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei 
Monate später, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.  
 
57. Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre  
 
Am 28. Juli 1993 wurde der Schlafende von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe 
Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Anschließend warfen sie ihn aus der 
fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.  
 
58. Bakary Singateh, 19 Jahre, Asylbewerber 
 
Er wurde am 7. Dezember 1993 im Eilzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 
54-jährigen Deutschen durch einen Messerstich in den Bauch tödlich verletzt, weil sich dieser durch 
den Asylbewerber gestört gefühlt hatte.  
 
1994  
 
59. Ali Bayram, 50 Jahre, Unternehmer  
 
Am Abend des 18. Februar 1994 wurde er in seiner Wohnung in Darmstadt (Hessen) von seinem 
Nachbarn erschossen. Auch seine Tochter wurde von einer Kugel am Arm verletzt. Der Nachbar 
war der Familie schon längere Zeit als Neonazi bekannt. Er begründete die Tat damit, dass die 
fünfköpfige Familie zu laut gewesen sei.  
 
60. Eberhart Tennstedt, 43 Jahre  
 
Der Obdachlose Eberhart Tennstedt wurde am 5. April 1994 in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) von 
einer Clique im Alter von 21 bis 23 Jahren geschlagen und mit Schüssen aus einer Gaspistole in 
einen Fluss getrieben. Die Täter hinderten ihr Opfer daran den Fluss zu verlassen, woraufhin der 
alkoholisierte Tennstedt ertrank.  
 
61. Klaus R., 43 Jahre  
 
Er geriet am 28. Mai 1994 mit einer Gruppe von sechs rechten Skinheads, die eine Wohnung in 
einem Mietshaus in Leipzig (Sachsen) besetzt hatten, in einen Streit und wurde von diesen zu Tode 
geprügelt.

62. Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte  
 
Am 23. Juli 1994 wurde sie von drei Skinheads getötet und vor die Mülltonnen eines Hauses in 
Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt, wollte nach einer 
Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschließend erwürgt.  
 
63. Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter  
Am 26. Juli 1994 wurde der Pole von einer Gruppe junger Deutscher in die Berliner Spree 
getrieben, gewaltsam daran gehindert ans Ufer zurückzuschwimmen und ertrank.  
 
64. Gunter Marx, 42 Jahre  
Am 6. August 1994 wurde er in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe von Rechten, die ihn 
ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen sagte, dass er kein Geld bei sich habe, 
wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschlüssel erschlagen.  
 
65. Piotr Kania, 18 Jahre  
 
Am 6. November 1994 geriet er auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in eine 
Auseinandersetzung mit fünf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten 
eindeutig als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania als „Nazischwein“ bezeichnete und ihn bis 
zum Bahnhofsvorplatz verfolgte, wo jener sich schließlich plötzlich umdrehte und ihm einen 
Stoßdolch gezielt ins Herz rammte.  
 
66. Michael Gäbler, 18 Jahre  
 
Am 20. November 1994 kam es in einem Jugendklub in Zittau (Sachsen) während einer Party zu 
einem Streit mit einem Gast, der auf Grund nationalistischer Sprüche Hausverbot erteilt bekam. 
Gäbler und ein Begleiter führten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom 
Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi 
mehrmals auf Gäbler ein, der daraufhin an den schweren Verletzungen starb.  
 
1995  
 
67. Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser  
 
Am 5. Februar 1995 wurde der auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) 
Schlafende von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen durch Tritte verletzt. Einer der 
Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen tödlichen Messerstich.  
 
68. Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat  
 
Am 25. Mai 1995 wurde er bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) 
von etwa zwanzig Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Er 
starb neun Tage später.  
 
69. Dagmar Kohlmann, 25 Jahre  
 
Am 16. Juli 1995 wurde sie in Altena (Nordrhein-Westfalen) vom vorbestraften und per Haftbefehl 
gesuchten Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin stundenlang auf das Schwerste 
misshandelt und nach ihrem gewaltsamen Tod in einem Wald verscharrt. Während der 
Gerichtsverhandlung teilte der Täter mit, dass er jemanden habe umbringen wollen, „einfach 
irgendjemanden, der dumm genug ist, in unsere Wohnung mitzukommen“.  
 
70. Klaus-Peter Beer, 48 Jahre  
In der Nacht zum 7. September 1995 wurde der Homosexuelle von zwei Skinheads in Amberg 
(Bayern) in die Vils geworfen und ertrank.

1996  
 
71. Maiamba Bunga  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
72. Nsuzana Bunga  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein). 
 
73. Françoise Makodila  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
74. Christine Makodila  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
75. Miya Makodila  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
76. Christelle Makodila  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
77. Legrand Makodila  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
78. Jean-Daniel Makodila  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
79. Rabia El Omari  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
80. Sylvio Amoussou  
 
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck 
(Schleswig-Holstein).  
 
81. Patricia Wright, 23 Jahre  
 
Am 3. Februar 1996 wurde sie in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi 
Thomas Lemke misshandelt, vergewaltigt und anschließend erstochen, weil sie bei einer früheren 
Begegnung einen „Nazis Raus“-Aufnäher auf der Jacke getragen hatte.

82. Sven Beuter, 23 Jahre  
 
Am 15. Februar 1996 wurde er in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so 
schwer verprügelt, dass er fünf Tage später starb. Der Täter wollte an ihm seinen Hass auf 
„Zecken“, wie Linke und Punks von der rechten Szene genannt werden, ablassen.  
 
83. Martin Kemming, 26 Jahre  
 
Am 15. März 1996 wurde der Aussteiger aus der rechten Szene in Dorsten-Rhade (Nordrhein-
Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erschossen. Dieser hatte Kemming für einen Verräter 
gehalten, da er von ihm angezeigt und belastet worden war.  
 
84. Bernd G., 43 Jahre, Geschäftsmann  
 
Am 8. Mai 1996 wurde er in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Zechtour mit drei 
Rechtsextremisten von ihnen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei 
Täter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche später gefunden wurde.  
 
85. Boris Morawek, 26 Jahre  
 
Am 11. Juli 1996 wurde er auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei 
Skinheads mit Tritten und Schlägen traktiert, weil er als „Kinderschänder keine Rechte mehr habe“. 
Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Zwei 
Tage später starb er an seinen schweren Kopfverletzungen.  
 
86. Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker  
 
Er wurde am 19. Juli 1996 am Bahnhof von Eppingen (Baden-Württemberg) von einer 
rechtsgerichteten Jugendbande überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt.  
 
87. Andreas Götz, 34 Jahre  
 
Er starb an den Folgen eines Überfalls durch sechs rechte Jugendliche am 1. August 1996 in 
Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten 90 DM und erpressten die Geheimnummer seiner 
EC-Karte, indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.  
 
88. Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber  
 
Er wurde am 23. November 1996 in Leipzig (Sachsen) vor einem Gemüseladen mit einem 
Messerstich ins Herz getötet, als er zwei deutschen Kolleginnen zu Hilfe kommen wollte, die von 
zwei Skinheads attackiert und als „Türkenschlampen“ bezeichnet worden waren.  
 
1997  
 
89. Phan Van Toau, 42 Jahre  
 
Er wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof Fredersdorf (Brandenburg) von einem 30-Jährigen und 
einem 36-Jährigen auf Grund ihres Ausländerhasses mehrfach geschlagen und mit dem Kopf auf 
den Betonboden geworfen. Er starb am 30. April 1997 in einer Rehabilitationsklinik.  
 
90. Frank Böttcher, 17 Jahre  
 
Der zur Punk-Szene Zugehörige wurde am 8. Februar 1997 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von 
einem Gleichaltrigen mit Springerstiefeln getreten. Anschließend stach dieser dem am Boden 
Liegenden mit einem Butterfly-Messer mehrfach in den Rücken. Frank Böttcher starb kurz darauf im 
Krankenhaus.

91. Antonio Melis, 37 Jahre  
 
Er wurde am 13. Februar 1997 in Caputh (Brandenburg) von einem 18-Jährigen und einem 25-
Jährigen mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt und anschließend von dem 18-Jährigen in 
der Havel ertränkt. Zeugen berichteten von rassistischen Äußerungen gegenüber dem Opfer.  
 
92. Stefan Grage, Polizist  
 
Am 23. Februar 1997 wurde er auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom 
flüchtigen Rechtsextremisten Kai Diesner erschossen.  
 
93. Olaf Schmidke  
 
Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 
1997 in Berlin-Treptow nieder. Die Täter sowie die Opfer gehörten der rechtsextremen Szene in 
Berlin und dem angrenzenden Umland an.  
 
94. Chris Danneil  
 
Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 
1997 in Berlin-Treptow nieder. Die Täter sowie die Opfer gehörten der rechtsextremen Szene in 
Berlin und dem angrenzenden Umland an.  
 
95. Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser  
 
Am 22. April 1997 wurde er in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Männern 
entführt, geschlagen und in einen Straßengraben geworfen. Die Täter kamen später nochmals 
zurück und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein. Als Motiv für die Tat gaben sie 
an, dass sie „Assis klatschen“ wollten.  
 
96. Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser  
 
Am 8. Mai 1997 wurde er in Königs-Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger 
Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung überfallen und zuletzt zu 
Tode geprügelt.  
 
97. Matthias S., 39 Jahre  
 
Am 23. September 1997 wurde er in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-jährigen Skinhead 
erstochen, nachdem er diesen als „Nazisau“ beschimpft hatte.  
 
98. Erich Fisk, Obdachloser  
 
Am 23. September 1997 wurde er in Angermünde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen 
aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Ohne aus dem Koma ergewacht zu sein starb 
Erich Fisk am 30. August 1998 im Krankenhaus. 
 
99. Georg V., 46 Jahre  
 
Er wurde am 27. September 1997 vom selben Skinhead, der vier Tage zuvor Matthias S. erstochen 
hatte, in Cottbus (Brandenburg) wegen geri 
ngfügiger Geldschulden getötet.  
 
100. Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner  
 
Am 14. Oktober 1997 wurden ihm in Bochum (Nordrhein-Westfalen) von zwei 26- und 34-jährigen 
rechten Skinheads schwere innere Verletzungen mit einem Stahlrohr zugefügt, denen er am 17. 
Oktober 1997 erlag. Nach Angaben der beiden Täter hatte ihnen das spätere Opfer sexuelle 
Avancen gemacht.

1998  
 
101. Jana Georgi, 14 Jahre  
 
Sie wurde am 26. März 1998 in Saalfeld (Thüringen) auf offener Straße von einem 
rechtsgerichteten 15-Jährigen erstochen, den sie zuvor als 
„Fascho“ bezeichnet hatte.  
 
102. Nuno Lourenco, Zimmermann  
 
Im Juli 1998 wurde er von acht rechtsgerichteten Männern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig 
(Sachsen) zusammengeschlagen. Er starb am 29. Dezember 1998 in Portugal an den Folgen der 
Verletzungen.  
 
1999  
 
103. Farid Guendoul (alias Omar Ben Noui), 28 Jahre, Asylbewerber  
 
In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde er in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger 
Rechtsextremisten gejagt und trat auf der Flucht eine Glastür ein, wobei er sich tödliche 
Verletzungen zuzog.  
 
104. Egon Efferts, 58 Jahre, Frührentner  
 
Am 17. März 1999 wurde er in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten 
Skinheads „aus purer Lust auf Menschenjagd“ totgetreten.  
 
105. Peter Deutschmann, 44 Jahre, Obdachloser  
 
Am 9. August 1999 wurde er in Eschede (Niedersachsen) von einem 17-Jährigen und einem 18-
Jährigen totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, 
„den Scheiß mit dem Skinhead-
Gehabe “ zu lassen.  
 
106. Carlos Fernando, 35 Jahre  
 
Der Mosambikaner wurde am 15. August 1999 in Kolbermoor (Bayern) von einem 31-jährigen 
Mann totgeprügelt, der sich zuvor darüber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von 
Afrikanern zugeparkt worden war. 
 
107. Patrick Thürmer, 17 Jahre, Lehrling  
 
In der Nacht zum 2. Oktober 1999 griffen rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal 
(Sachsen) an. Thürmer und einem Freund gelang es zunächst, zu einem Bauernhof zu flüchten. 
Dort wurde er von drei Skinheads, die ihn verfolgt hatten, mit Fußtritten, einer Axt und einem 
Billardqueue bewusstlos geprügelt. Am Morgen darauf fanden ihn Anwohner. Er starb wenige 
Stunden später im Krankenhaus.  
 
108. Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempfänger  
 
In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode 
gequält.  
 
109. Hans-Werner Gärtner, 37 Jahre  
 
Am 8. Oktober 1999 wurde Hans-Werner Gärtner in Löbejün (Sachsen-Anhalt) aufgrund seiner 
geistigen Behinderungen Opfer dreier Erwachsener im Alter von 25 bis 27 Jahren. Die Täter 
schlugen und misshandelten ihr Opfer so sehr, dass Gärtner seinen schweren Verletzungen erlag.

110. Daniela Peyerl, 18 Jahre  
 
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 
1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) 
erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichen 
de Einstellung 
verfügte, tötete sich anschließend selbst.  
 
111. Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre  
 
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 
1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) 
erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichen 
de Einstellung 
verfügte, tötete sich anschließend selbst.  
 
112. Horst Zillenbiller, 60 Jahre  
 
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 
1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) 
erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichen 
de Einstellung 
verfügte, tötete sich anschließend selbst.  
 
113. Ruth Zillenbiller, 59 Jahre  
 
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 
1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) 
erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichen 
de Einstellung 
verfügte, tötete sich anschließend selbst.  
 
114. Jörg D., 39 Jahre 
 
In Halle-Neustadt (Sachsen-Anhalt) wurde Jörg D. von drei Männern, einer davon ein bekennender 
Neonazi, aufgrund seiner geistigen Behinderungen am 29. Dezember 1999 ermordet. Die Täter 
traten ihn mit Springerstiefeln ins Gesicht, nachdem sie in seiner Geldbörse lediglich etwas 
Kleingeld fanden. Er starb später an den Folgen der Tat.  
 
2000  
 
115. Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner  
 
Er wurde in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen 
Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten 900 DM für ein 
Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an 
Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen 
hatte.  
 
116. Helmut Sackers, 60 Jahre  
 
Am 29. April 2000 wurde er von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt 
(Sachsen-Anhalt) erstochen, weil er sich über das laute Abspielen von Nazimusik, unter anderem 
des Horst-Wessel-Liedes, beschwert und die Polizei verständigt hatte.  
 
117. Dieter Eich, Sozialhilfeempfänger  
 
Am 25. Mai 2000 wurde er von vier rechten Jugendlichen, die „einen Asi klatschen“ wollten, in 
seiner Wohnung in Berlin-Pankow zusammengeschlagen und erstochen.

118. Falko Lüdtke, 22 Jahre  
 
Er wurde am 31. Mai 2000 in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angehörigen der rechten 
Szene vor ein Taxi gestoßen und überfahren.  
 
119. Alberto Adriano, 39 Jahre  
 
Er wurde am 11. Juni 2000 in der Nähe des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei 
rechten Jugendlichen bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter 
geschlagen, bis die Polizei kam. Drei Tage später starb er an seinen Verletzungen.  
 
120. Thomas Goretzky, 35 Jahre, Polizist  
 
Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-
Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) 
Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschließend sich selbst. Der im Auto sitzende Täter 
eröffnete während einer Kontrolle plötzlich das Feuer, tötete Goretzky und auf der Flucht 
Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei später weitere Schusswaffen 
und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.  
 
121. Yvonne Hachtkemper, 34 Jahre, Polizistin  
 
Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-
Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) 
Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschließend sich selbst. Der im Auto sitzende Täter 
eröffnete während einer Kontrolle plötzlich das Feuer, tötete Goretzky und auf der Flucht 
Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei später weitere Schusswaffen 
und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.  
 
122. Matthias Larisch von Woitowitz, 35 Jahre, Polizist  
 
Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-
Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) 
Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschließend sich selbst. Der im Auto sitzende Täter 
eröffnete während einer Kontrolle plötzlich das Feuer, tötete Goretzky und auf der Flucht 
Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei später weitere Schusswaffen 
und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.  
 
123. Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser  
 
Er wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) von einem der 
rechten Szene zuzuordnenden 21-jährigen Mann und zwei Frauen zu Tode geprügelt. Eine der 
Begleiterinnen hatte dem Täter zugerufen: „Da ist der Assi, klatsch ihn tot“.  
 
124. Jürgen Seifert, 52 Jahre, Obdachloser  
 
Am 9. Juli 2000 wurde er von fünf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-
Vorpommern) mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig später seinen 
Verletzungen erlag.  
 
125. Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser  
 
Am 27. Juli 2000 wurde er in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen 
Rechtsextremisten zu Tode geprügelt, weil sie ihn für „asoziale[n] Dreck“ hielten.

126. Enver Şim şek, 38 Jahre  
 
Am 9. September 2000 wurde Enver Şim şek in Schlüchtern (Hessen) nach aktuellem 
Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „“Nationalsozialistischer Untergrund“" an 
seinem mobilen Blumenstand mit acht Schüssen aus zwei Pistolen angeschossen. Er erlag zwei 
Tage später an seinen schweren Verletzungen.  
 
127. Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser  
 
In der Nacht zum 12. September 2000 wurde er in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei 
Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads 
fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.  
 
128. Eckhardt Rütz, 42 Jahre, Obdachloser  
 
Am 25. November 2000 wurde er in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der 
Universität von drei rechten Skinheads getreten und mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen, 
weil „so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt“. Eckhardt Rütz starb an 
seinen schweren Kopfverletzungen. 
 
2001  
 
129. Willi Worg, 38 Jahre  
 
Am 25. März 2001 wurde er in Milzau (Sachsen-Anhalt) von fünf Männern, von denen mindestens 
drei zur rechten Szene gehörten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Drei 
Tage später erlag er seinen Verletzungen.  
 
130. Fred Blanke, 51 Jahre, Frührentner  
 
Am 26. März 2001 wurde er in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei 
jungen Männern der rechten Szene getreten und mit Stuhlbeinen und Faustschlägen geschlagen. 
Die beiden waren auf Zechtour und benötigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert den 
ihm flüchtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.  
 
131. Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber  
 
Am 22. April 2001 wurde er nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier Männern mit 
rassistischer Gesinnung umgebracht. Zuvor hatten sie Belhadj auf Haschisch angesprochen und in 
ihr Auto steigen lassen. Kurz darauf kam es zu einem Streit, weil er ihnen keine Drogen besorgen 
konnte. Im Auto und an einem nahegelegenen Kiessee wurde er geschlagen und getreten, ehe er 
gezwungen wurde ins Wasser zu gehen. Im Wasser kniend wurde ihm schließlich ein schwerer 
Stein an den Kopf geworfen, woraufhin er ins Wasser fiel und ertrank.  
 
132. Abdurrahim Özüdo ğru, 49 Jahre  
 
Am 13. Juni 2001 wurde Abdurrahim Özüdo ğru in Nürnberg Langwasser (Bayern) nach aktuellem 
Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit 
zwei Kopfschüssen aus einer Pistole in seiner Änderungsschneiderei ermordet.  
 
133. Süleyman Ta şköprü, 31 Jahre  
 
Am 27. Juni 2001 wurde Süleyman Ta şköprü in Hamburg Bahrenfeld nach aktuellem Kenntnisstand 
von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit drei 
Kopfschüssen aus zwei Pistolen im Obst- und Gemüseladen seines Vaters erschossen. Einen Tag 
später wurde er von seinem Vater tod aufgefunden.

134. Klaus-Dieter Harms, 61 Jahre  
 
Am 9. August 2001 wurde er von zwei Männern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) 
zu Tode geprügelt. Das Gericht stellte fest, dass die beiden Täter den gehbehinderten Alkoholiker 
als verachtungswürdigen Menschen betrachtet und aus „Mordlust“ gehandelt hätten.  
 
135. Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser  
 
Am 9. August 2001 wurde er von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow in 
Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen, da sich die Täter „gestört fühlten“ und angesichts seiner 
Lebensweise „Ordnung schaffen wollten“.  
 
136. Dorit Botts, 54 Jahre, Ladeninhaberin 
 
Am 17. August 2001 wurde sie in Fulda (Hessen) in ihrem Military Shop Opfer eines 19-jährigen 
Neonazis. Der Täter stach dreizehn Mal mit einem Messer auf sein Opfer und raubte Kleidung und 
Bargeld. Sie verblutete durch einen tödlichen Schnitt in den Hals. Bei der Tat des Täters handelte 
es sich um ein Aufnahmeritual in die „Deutsche Heidenfront“, eine Thüringer Neonaziorganisation.  
 
137. Habil Kılıç, 38 Jahre  
 
Am 29. August 2001 wurde Habil Kılıç in München Ramersdorf (Bayern) nach aktuellem 
Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit 
zwei Kopfschüssen in seinem Obst- und Gemüseladen erschossen.  
 
138. Arthur Lampel, 18 Jahre  
 
Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde am 9. September 2001 bei einem Fest in 
Bräunlingen (Baden-Württemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf 
geschlagen. Ein Splitter drang in die Halsschlagader ein, woran Arthur Lampel schließlich 
verblutete.  
 
139. Ingo B., 36 Jahre  
 
Am 6. November 2001 wurde der Herzkranke in einer Berliner Wohnung von drei angetrunkenen 
Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gewürgt, da sie angeblich 40 DM Schulden eintreiben 
wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.  
 
2002  
 
140. Kajrat Batesov, 24 Jahre  
 
Am 4. Mai 2002 wurde der Aussiedler zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von 
mehreren jungen Männern mit Schlägen und Tritten traktiert. Kajrat Batesov wurde anschließend 
ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Am 23. Mai 2002 erlag er schließlich 
seinen schweren Verletzungen. Während des Gerichtsprozesses stellte die Kammer eine „diffuse 
Fremdenfeindlichkeit“ bei den Tätern fest.  
 
141. Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre  
 
Am 15. Mai 2002 lud der geistig und körperlich Behinderte zwei betrunkene rechte Skinheads in 
sein Zimmer in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Dort rissen sie Poster 
afroamerikanischer HipHop-Sänger von den Wänden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem 
See, und da er „genervt“ habe, schlugen ihn die beiden Täter zu Boden, ehe einer der Skinheads 
ihm mit Tritten den Kopf zertrümmerte. Klaus Lehmann starb an Hirnquetschungen.

142. Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker  
 
Am 1. Juni 2002 wollten vier Rechtsextremisten den betrunkenen Ronald Masch in der Nähe von 
Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der Täter stach 
etwa vierzigmal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines Mähdreschers fand die Leiche elf 
Tage später.  
 
143. Marinus Schöberl, 17 Jahre 
 
Marinus Schöberl wurde am 12. Juli 2002 von drei Rechtsextremisten in einer Wohnung in Potzlow 
(Brandenburg) auf das Schwerste erniedrigt und misshandelt. Anschließend wurde er zu einem 
Schweinestall gebracht und weitermalträtiert. Nach stundenlanger Quälerei wurde er schließlich am 
Morgen des 13. Juli mit einem „Bordsteinkick“ ermordet. Seine Leiche wurde im November 2002 in 
einer Jauchegrube gefunden. Die beiden 17-jährigen und der 23-jährige Täter hatten Schöberl für 
„minderwertig“ gehalten, weil er Sprachschwierigkeiten hatte und mit seinem HipHop-Outfit nicht 
ihrem Geschmack entsprach.  
 
144. Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling  
 
Am 9. August 2002 wurde er auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) von einem 
Rechtsextremisten mit fünf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt, nachdem er ihn 
versehentlich mit einer weggeschnippten Zigarettenkippe getroffen hatte. Sarlak starb einen Tag 
später an seinen schweren Verletzungen.  
 
2003  
 
145. Hartmut Balzke, 48 Jahre  
 
Am 25. Januar 2003 hatte er seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Thüringen) begleitet. Als er 
mit einer Gruppe Punks auf der Straße stand, wurden sie überraschend von einer Gruppe 
Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren 
Kopfverletzungen auf der Straße liegend. Er erlag am 27. Januar 2003 seinen Verletzungen.  
 
146. Andreas Oertel, 40 Jahre  
 
Er wurde Opfer einer Gruppe zweier Erwachsener (26 und 29 Jahre) und zweier Jugendlicher im 
Alter von 15 bis 17 Jahren, die ihr Opfer aufgrund seiner geistigen Behinderung und homosexuellen 
Orientierung ermordeten. Oertel starb nachdem er misshandelt und geschlagen wurde an den 
Folgen schwerer Schläge und Tritte gegen seinen Kopf am 21. März 2003 in seiner Wohnung in 
Naumburg (Sachsen-Anhalt).  
 
147. Enrico Schreiber, 25 Jahre  
 
In der Nacht zum 29. März 2003 wurde der Punk in der Wohnung einer Plattenbausiedlung in 
Frankfurt/Oder (Brandenburg) von drei rechtsgesinnten Männern so schwer misshandelt, dass er im 
Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.  
 
148. Günter T., 35 Jahre  
 
Er war am 20. April 2003 in Riesa (Sachsen) in einem Jugendhaus über mehrere Stunden 
Misshandlungen ausgesetzt gewesen und starb später an schweren Kopfverletzungen. Die vier 
Täter (29 bis 36 Jahre) verurteilte das Gericht wegen Totschlags und kritisierte zugleich das ganze 
Dorf Stauchitz, das dem Tod von Günter T. kaum Beachtung schenkte.  
 
149. Gerhard Fischhöder, 49 Jahre  
 
Er wurde am 10. Juli 2003 in einer Obdachlosenunterkunft in Scharnebeck bei Lüneburg 
(Niedersachsen) von einem 38 Jahre alten Mann mit Tritten zu Tode getreten. Bereits vorher 
pöbelten Neonazis vor dem Obdachlosenheim und wendeten Gewalt gegen die Obdachlosen an.

150. Hartmut Nickel, 61 Jahre  
 
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen 
Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-
Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt 
und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im 
Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als „engagiertes Mitglied der Nazi-Szene“. 
Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen „das deutsche Rechtswesen“ und meinte: 
„Alle Juristen müssen vernichtet werden.“ Die Morde nannte er eine „von mir selbst durchgeführte 
Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes“, die „mehr als notwendig“ gewesen sei.  
 
151. Mechthild Bucksteeg, 53 Jahre  
 
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen 
Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-
Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt 
und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im 
Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als „engagiertes Mitglied der Nazi-Szene“. 
Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen „das deutsche Rechtswesen“ und meinte: 
„Alle Juristen müssen vernichtet werden.“ Die Morde nannte er eine „von mir selbst durchgeführte 
Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes“, die „mehr als notwendig“ gewesen sei.  
 
152. Alja Nickel, 26 Jahre  
 
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen 
Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-
Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt 
und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im 
Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als „engagiertes Mitglied der Nazi-Szene“. 
Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen „das deutsche Rechtswesen“ und meinte: 
„Alle Juristen müssen vernichtet werden.“ Die Morde nannte er eine „von mir selbst durchgeführte 
Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes“, die „mehr als notwendig“ gewesen sei.  
 
153. Petros C., 22 Jahre  
 
Petros C. und Stefanos C. starben am 6.12.2003 nach einem Brandanschlag eines 22 Jahre alten 
Mannes aus Kandel (Rheinland-Pfalz) auf ein Haus, indem mehrheitlich Migrantinnen und 
Migranten wohnten. Der Täter betrank sich vor der Tat mit befreundeten Neonazis des „Nationalen 
Widerstands Kandel“.  
 
154. Stefanos C., 23 Jahre  
 
Petros C. und Stefanos C. starben am 6.12.2003 nach einem Brandanschlag eines 22 Jahre alten 
Mannes aus Kandel (Rheinland-Pfalz) auf ein Haus, indem mehrheitlich Migrantinnen und 
Migranten wohnten. Der Täter betrank sich vor der Tat mit befreundeten Neonazis des „Nationalen 
Widerstands Kandel“.  
 
155. Viktor Filimonov, 15 Jahre 
 
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) 
von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter 
wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor 
dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei 
Jugendlichen tödlich verletzt wurden.

156. Aleksander S., 17 Jahre  
 
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) 
von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter 
wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor 
dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei 
Jugendlichen tödlich verletzt wurden.  
 
157. Waldemar I., 16 Jahre  
 
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) 
von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter 
wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor 
dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei 
Jugendlichen tödlich verletzt wurden.  
 
2004  
 
158. Oleg V., 27 Jahre  
 
In der Nacht zum 21. Januar 2004 wurde der Aussiedler in Gera/Bieblach-Ost (Thüringen) von drei 
der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen mit Schlägen, Tritten und Messerstichen 
traktiert, sodass Oleg V. schließlich an seinen schweren Verletzungen starb.  
 
159. Martin Görges, 46 Jahre  
 
Am 30. Januar 2004 wurde der wohnungslose Görges Opfer zweier junger Neonazis in Burg 
(Sachsen-Anhalt). Die beiden Täter im Alter von 16 und 22 Jahren schlugen ihr Opfer vor einer 
Diskothek zusammen, nachdem sie ihn daran hinderten mit ihrer Mutter zu tanzen und erfuhren, 
dass er wegen Kindesmissbrauch eine Haftstrafe abgesessen habe. Anschließend töteten die 
beiden Neonazis Görges durch Fußtritte auf seinen Hinterkopf auf einer Bordsteinkante. Diesen 
„Bordsteinkick“ entnahmen sie aus einer Szene des amerikanischen Films „American History X“.  
 
160. Yunus Turgut, 25 Jahre  
 
Am 25. Februar 2004 wurde Yunus Turgut in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) nach aktuellem 
Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit 
einem Kopfschuss in einem Imbissstand erschossen.  
 
2005  
 
161. Thomas Schulz, 32 Jahre  
 
Am 28. März 2005 trafen in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) ein 17-jähriger Neonazi und seine 16-
jährige Freundin gegen 19 Uhr in der U-Bahn-Station Kampstraße auf den 32-jährigen Punk 
Thomas Schulz. Nach einer verbalen Auseinandersetzung zog der Neonazi ein Messer und stach 
auf das Opfer ein. Thomas Schulz verstarb noch am selben Abend im Krankenhaus.  
 
162. Mann, 44 Jahre  
 
Er wurde am 1. Juli 2005 in Essen von zwei 15 und 17 Jahre alten Neonazis zu Tode geprügelt. Die 
beiden Brüder waren bereits zuvor wegen diverser Gewalt- und Vermögensdelikte auffällig 
geworden.  
 
163. Ismail Ya şar, 50 Jahre  
 
Am 9. Juni 2005 wurde Ismail Ya şar in Nürnberg (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der 
terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit fünf gezielten Schüssen 
in seinem Dönerstand ermordet.

164. Theodorus Boulgarides, 41 Jahre  
 
Am 15. Juni 2005 wurde Theodorus Boulgarides in München Westend (Bayern) nach aktuellem 
Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ in 
seinem Schlüsselladen mit einem gezielten Kopfschuss ermordet.  
 
165. Tim Maier, 20 Jahre  
 
Er wurde am 26. November 2005 in Bad Buchau (Baden-Württemberg) Opfer eines Neonazis. Der 
Täter, ein ehemaliges NPD-Mitglied, stach mit einem Messer während eines Handgemenges auf 
sein 20-jähriges Opfer ein, nachdem er zuvor mit einem weiteren Neonazi sein Opfer und seine 
Begleiter rassistisch beschimpft hatte. In der Wohnung des 24-jährigen Täters fand die Polizei 
neben einer Pistole, Hakenkreuzfahnen und Landser-Hefte.  
 
2006  
 
166. Andreas Pietrzak, 41 Jahre  
 
Der Obdachlose Andreas Pietrzak wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Mai 2006 Opfer eines 19-
jährigen Neonazis in Plattling (Bayern). Zunächst trank der Täter mit seinem Opfer, schlug aber 
dann mit einem Holzpflock und mit Tritten auf ihn ein, bis dieser bewusstlos wurde. Daraufhin 
raubte er sein Opfer aus und zündete Pietrzak mit Spiritus an. Gemeinsam mit einem weiteren 
Bekannten hatte der Täter sein Opfer schon einmal misshandelt.  
 
167. Mehmet Kuba şık, 39 Jahre  
 
Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kuba şık in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) nach aktuellem 
Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ mit 
mehreren Schüssen in seinem Kiosk niedergeschossen und starb an seinen schweren 
Verletzungen.  
 
168. Halit Yozgat, 21 Jahre  
 
Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat in Kassel (Hessen) nach aktuellem Kenntnisstand von der 
terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ in seinem Internetcafé 
durch zwei gezielte Kopfschüsse ermordet.  
 
2007  
 
169. Andreas F., 30 Jahre  
 
Nach einem Streit am Morgen des 1. Januar 2007 wurde der 30-jährige Familienvater aus der 
rechtsextremen Szene in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) von örtlichen Kameraden ermordet.  
 
170. Michèle Kiesewetter, 22 Jahre  
 
Am 25. April 2007 wurde die Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn (Baden-Württemberg) nach 
aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer 
Untergrund“ mit einem Kopfschuss in ihrem Streifenwagen ermordet. Ihr zwei Jahre älterer Kollege 
wurde ebenfalls schwer verletzt.  
 
171 . M. S., 17 Jahre  
 
Er wurde in der Nacht zum 14. Juli 2007 von seinem 23-jährigen Täter mit einer Eisenstange in 
Brinjahe (Schleswig-Holstein) erschlagen. Das Opfer, das zuvor Kontakte zur rechten Szene hatte, 
wurde auf einer Feier von seinem Täter, ein ehemaliges NPD-Mitglied und Bundeswehrsoldat, 
bereits mehrfach geschlagen. Daraufhin erstatte M.S. bei zwei Polizisten Anzeige gegen 
Unbekannt. Auf dem Heimweg traf er erneut auf den Täter, der ein Merkblatt der Polizei zum 
Thema Opferschutz bei ihm fand und aufgrund dessen ihn als „Spitzel“ beschimpfte und mit einer 
Eisenstange auf ihn einschlug.

2008  
 
172. Peter Siebert, 40 Jahre  
 
Er wurde am 26. April 2008 von einem 21-jährigen Neonazi in Memmingen (Bayern) mit einem 
Bajonett erstochen. Bereits zuvor beschwerte sich Siebert mehrmals über die rechtsextreme Musik 
seines Mörders. In der Tatnacht waren beide alkoholisiert und hatten erneut Streit über die zu laute 
Musik und die rechte Gesinnung des Mörders.  
 
173. Bernd Köhler, 55 Jahre 
 
Bernd K. wurde in der Nacht zum 22. Juli 2008 in Templin (Brandenburg) von zwei Rechtsextremen 
zunächst massiv misshandelt, gewürgt und schließlich getötet. In der Gerichtsverhandlung hielt der 
Richter fest, dass das neonazistische Menschenbild des Täters bei der Auswahl des als „asozial“ 
angesehenen Opfers entscheidend war.  
 
174. Karl-Heinz Teichmann, 59 Jahre  
 
Am 23. Juli 2008 wurde der Obdachlose Teichmann von einem 18-jährigen Neonazi in Leipzig mit 
massiven Schlägen und Tritten misshandelt. Er erlag zwei Wochen später an seinen schweren 
körperlichen Verletzungen. Der betrunkene Täter besuchte eine Mahnwache unter dem Motto 
„Todesstrafe für Kinderschänder“ und war auf dem Weg nach Hause, als er auf sein wehrloses 
Opfer stieß.  
 
175. Hans-Joachim Sbrzesny, 50 Jahre (HM)  
 
Am 1. August 2008 wurde Hans-Joachim S. vor dem Hauptbahnhof in Dessau (Sachsen-Anhalt), 
wo er auf einer Parkbank übernachtete, von zwei der rechtsextremen Szene nahestehenden 
Männern getreten und geschlagen. Außerdem prügelte einer der beiden mit einem fünf Kilogramm 
schweren Metall-Mülleimer so lange mit voller Wucht auf Kopf und Oberkörper des Opfers ein, bis 
die Täter von dessen Tod überzeugt waren. Vor Gericht zeigten beide eine „tiefe innere Miss- und 
Verachtung“ für ihr Opfer und ein „Gefühl der Überlegenheit“ über den Mann, der in ihren Augen ein 
„Penner“ und „Asozialer“ war, so der Oberstaatsanwalt.  
 
176. Rick Langenstein, 20 Jahre  
 
Der Kunststudent Rick L. verweigerte am Abend des 13. August 2008 in der Nähe der Diskothek 
„Funpark“ in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) dem gleichaltrigen, wegen Körperverletzung und 
Volksverhetzung vorbestraften Neonazi Bastian O. eine Zigarette. Dieser schlug und trat daraufhin 
sein Opfer zusammen. Die mörderische Reaktion des Täters auf eine Nichtigkeit lässt sein 
menschenverachtendes Weltbild erkennen. Rick L. erstickte an einer nahegelegenen Bushaltestelle 
an seinem eigenen Blut.  
 
177. Marcel W., 18 Jahre  
 
Marcel W. wurde am 24. August 2008 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) über mehrere Stunden von 
David B. misshandelt und in Brust und Bauch gestochen, ehe er an seinen Verletzungen starb. 
David B. hatte Marcel W. erstmals im November 2007 zusammengeschlagen und wollte eine 
Zeugenaussage W.s im Prozess zur Tat verhindern. Der Täter war als rechtsextremer Gewalttäter 
polizeilich in Erscheinung getreten. Während des Gerichtsprozesses betonten Zeugen darüber 
hinaus, die feste Verankerung des Täters in der Neonaziszene.  
 
2009  
 
1
78. Marwa El-Sherbiny, 31 Jahre  
 
Während einer Strafverhandlung am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden (Sachsen), zu der Marwa 
El-Sherbini als Zeugin geladen war, wurde sie vom Angeklagten Alex W., einem bekennenden 
Sympathisanten der NPD, aus antimuslimischem Rassismus heraus erstochen.

2010 
 
179. Sven M., 27 Jahre  
 
In einem Neonazi-Hinterhofclub in Hemer (Nordrhein-Westfalen) wurde Sven M., selbst in der 
rechten Szene aktiv, am 14.Mai 2010 vom Betreiber des Neonazi-Clubs mit einem Jagdmesser die 
Kehle bis zur Wirbelsäule durchschnitten. Vier weitere Tatbeteiligte halfen ihm anschließend die 
Leiche in einem Waldstück zu verscharren.  
 
180. Kamal Kilade, 19 Jahre  
 
Er starb nach einem Angriff zweier Nazis am 24. Oktober 2010 an den Folgen eines Messerstiches 
in den Bauch am Leipziger Bahnhof (Sachsen). Die beiden Täter waren zuvor mehrfach wegen 
Gewaltdelikten vorbestraft.  
 
2011  
 
181. André K., 50 Jahre  
 
Am 27.Mai 2011 wurde der Obdachlose André K. in Oschatz (Sachsen) von drei Männern im Alter 
von 25 bis 36 mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt. Der 50-jährige starb sechs Tage später 
in einem Krankenhaus in Leipzig.  
 
182. Duy-Doan Pham, 59 Jahre  
 
Am 27. März 2011 wurde der Obdachlose Duy-Doan Pham mit vietnamesischem 
Migrationshintergrund in Neuss (Nordrhein-Westfalen) Opfer zweier Männer im Alter von 18 und 38 
Jahren. Zunächste raubten die Täter ihr Opfer aus und aus Angst er könne bei der Polizei 
aussagen, schlugen sie zehn Minuten lang auf den 59 Jahren alten Vater dreier Kinder ein. 
Anschließend beobachteten sie ihn beim Sterben, bis ihr Opfer an seinem Blut erstickte. Der 18 
Jahre alte Täter hatte Hakenkreuze auf seiner Brust tätowiert und unterhielt Kontakte zu Neonazis. 
Während des Prozessauftaktes vor dem Düsseldorfer Landgericht sagte der 18 Jährige, dass er 
manche Einstellungen der Nazis teile. Auf Nachfrage des vorsitzenden Richters bezeichnete er 
Ausländer als „Kanacken“.  
 
Weitere Fälle sind noch im Zustand der Überprüfung. Die Dunkelziffer ist darüber hinaus hoch.  
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Iris Toulas   Raimund Köhn  Joachim Bruns 
DIE LINKE. Ratsfraktion Münster

Beratungsverlauf (1)

08.02.2012 Rat
TOP 28.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Achtermannstraße 19
  • Rosengarten
  • Kampstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0002/2012
Typ
Antrag an den Rat
Datum
31.01.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37