2019/0013
Protokoll 21. Sitzung Gestaltungsbeirat
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2019/0013
3090 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
09.01.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0013
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 21. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 03.01.2019
Beschlussvorschlag :
Das Protokoll der 21. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 21.Sitzung
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.01.2019
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des Gestaltungs -
beirates von der Stadtverordnetenversammlung bestimmt.
Die 21. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 30.11.2018 statt.
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertr eter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren
Interessengruppen und Verbände eingeladen.
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte die Baudezernenti n Frau Dr. Boczek
und der heutige Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Herr Prof. Alexander Reichel, die
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im Plenum.
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Moltkestraße 3 – 19 (Abriss und Neubau
Wohnanlage), Baufeld N4, Lincoln -Siedlung (Neubau Kita, Wohnen, soziale Einrichtungen)
und Soderstraße 118 -120 (Aufstockung Wohngebäude) durch die jeweiligen Architekten bzw.
Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch die
Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.
Das Projekt Nieder -Ramstädter Straße 187 – 191 (Abriss und N eubau Studentenwohnanlage)
wurde auf Wunsch des Bauherren nicht erneut öffentlich vorgestellt. Die Änderungen zur
ersten Vorlage wurden im nicht -öffentlichen Teil besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Darmstadt, den 03.01.2019
Die Dezernentin III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
anlage 1
16493 Zeichen
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
1
Sitzungstag: 30.11.2018
Beginn: 10.00 Uhr
E n d e : 1 7 . 0 0 U h r
Ort: Saal Aurum, Darmstadtium, Schlossgraben 1, Darmstadt
Teilnehmer:
Mitglieder des Prof. Alexander Reichel (Vors.)
Gestaltungsbeirats Prof. Thomas Knerer
Dipl. Ing. Rebekka Junge
Magistrat Dr. Barbara Boczek, Dezernentin
Verwaltung Jochen Krehbieh l, Amtsleiter Stadtplanungsamt
Andrea Feldbusch, Stadtplanungsamt
Ingrid Pilz, Grünflächenamt (tw.)
C h r i s t i n e K l e i n w ä c h t e r , S t a d t p l a n u n g s a m t
Stefanie Michels, Stadtplanungsamt
Politik Stefan Opit z, Bündnis 90/ Die Grünen
R o l a n d D e s c h , C D U , b i s 1 3 . 0 0 U h r
Alexander Schleith, CDU, ab 13.00 Uhr
T i m H u ß , S P D , a b 1 3 . 0 0 U h r
Georg Hang, Uffbasse, ab 13.00 Uhr
M a r t i n a H ü b s c h e r - P a u l , D i e L i n k e
Hannelore Anthes, Uwiga
Dr. Wolfgang Schöhl, AfD, ab 13.00 Uhr
Dr. Frank Sabais, FDP
Entschuldigt: Prof. Christa Reicher
D i p l . I n g . S u s a n n e W a r t z e c k
Projekte
Wohnanlage Moltkestraße 3-19, planungsgruppeDrei, Mühltal;
Bauverein AG, Darmstadt
Kita/ Wohnen und Baufeld N4, Lincoln- Siedlung; raum-z architekten gmbh,
Soz. Einrichtungen Darmstad t; Bauverein AG, Darmstadt
Aufstockung Wohn- Soderstraße 118-120 , Eisele Staniek architekten, Darm-
gebäude stadt; W&B Projektentwicklung GmbH, Darmstadt
Studentenwohnanlage Nieder-Ramstädter Straße 179-191, Dipl.-Ing. Gerald
Trautmann, Darmstadt; Studierendenwerk Darmstadt
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
2
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr)
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung der Projekte Baufeld
N 4 Lincoln-Siedlung (Neubau Gebäude für Kita, Wohnen und soziale Einrichtungen,
Bauverein AG) und Soderstraße 118 - 120 (Aufstockung Wohngebäude, W&B Projekt-
entwicklung GmbH). Die Projekte in der Moltkestraße 3 - 19 und in der Nieder-
Ramstädter Straße 187-191 wurden nicht besichtigt, da es sich um Wiedervorlagen
handelt, welche im Rahmen der Erstvorlage bereits besichtigt worden war.
Herr Krehbiehl, Frau Feldbusch und Frau Michels erläutern bei dem jeweiligen Projekt
die Situation im Bestand, den Ansatz des Entwurfs sowie die stadträumliche Einbin-
dung des Standortes.
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte.
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 14.45 Uhr) :
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.00 Uhr – 16.30 Uhr)
Die Begrüßung der Teilnehmer und der Besucher des Gestaltungsbeirates erfolgt
durch Dr. Barbara Boczek, Dezernentin und Prof. Alexander Reichel. Prof. Reichel
übernahm an diesem Tag den Vorsitz des Gestaltungsbeirates, da sowohl die Vorsit-
zende als auch die stellvertretende Vorsitzende nicht an der Sitzung teilnehmen konn-
ten.
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung - bis auf das Projekt Nie-
der-Ramstädter Straße - durch die jeweiligen Architekten bzw. Bauherren/ Investoren
vorgestellt. Rückfragen und Verständnisfragen durch die Teilnehmer und das Publi-
kum werden beantwortet.
Eine intensive Diskussion mit den Architekten und Bauherren/ Investoren erfolgt im
Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung. Auf Wunsch des Bau-
herrn wurde das Projekt Nieder-Ramstädter Straße nur im nicht-öffentlichen Teil er-
neut besprochen.
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang.
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: (Freitags, Zeitfenster jw. ca. 10.00 – 17.00 Uhr)
08.02.2019 24.05.2019 23.08.2019 08.11.2019
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden
unter http://gestaltungsbeirat.darmstadt.de veröffentlicht.
………………………………………………………….
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 03.01.2019
………………………………………………………….
gez. Prof. Alexander Reichel
Vorsitz Gestaltungsbeirat, Kassel, 03.01.2019
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt:
Abriss und Neubau Wohnanlage
Moltkestraße 3 - 19, Darmstadt
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
21. Sitzung – 30.11.2018
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 30.11.2018
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
planungsgruppeDREI, Mühltal
Bauherr
Bauverein AG, Darmstadt
Beschreibung
Hr. Architekt Reuther von der Planungsgruppe DREI stellt als Wiedervorlage ein
Projekt der Bauverein AG in der Moltkestraße 3-19 vor.
Die Anregungen aus der Sitzung des Gestaltungsbeirates vom 24.08.2018 wurden auf-
genommen und damit eine qualitative Verbesserung des Projektes erzielt.
Insbesondere wurde der Städtebau überarbeitet und die Häuser D und E wurden um
90 Grad gedreht angeordnet, um sich harmonisch in die vorhandene Struktur einzu-
fügen. Haus E ist nun kürzer als im vorherigen Entwurf und zur Kompensation der
fehlenden Wohnfläche wird das Konzept um einen weiteren Gebäuderiegel „F“ ergänzt.
Landschaftsarchitektin Bezzenberger erläutert das auf diese Weise deutlich differen-
zierte Freiraumkonzept, das durch eine intensive Fassadenbegrünung ergänzt und
unterstützt werden soll.
Der neu errichtete Siedlungsteil soll eine prägende Gestalt auch durch unterschied-
liche Merkmale der Außenanlagen erhalten.
Empfehlung
In der Diskussion im Anschluss an die Projektvorstellung wurde die erkennbare
Optimierung des Projektes sehr positiv aufgenommen. Insbesondere die vorgesehene
Fassadenbegrünung wurde anerkannt und als zwingender Bestandteil der Bebauungs-
qualität gesehen
Es wurde erneut der Wunsch geäußert, die Anzahl der Parkplätze beizubehalten und
zu prüfen, ob an den Neubauten der Einsatz von Photovoltaik zur Stromgewinnung
möglich wäre.
Hinsichtlich der städtebaulichen Anordnung muß die Länge des Baukörpers D ver-
kürzt werden, um eine ausgewogene Dichte - besonders gegenüber den viergeschoss-
igen Riegeln an der Moltkestraße - zu erreichen.Generell wurde die erzielte Dichte des
Neubauprojektes für gut befunden.
Übereinstimmung besteht nach wie vor darin, dass möglichst viele Bäume zu erhalten
sind. Dies ist bei der Planung der Tiefgarage zu berücksichtigen.
Weiteres Vorgehen
Der Gestaltbeirat empfiehlt auf Basis der Überarbeitung weiterzuarbeiten und freut
sich auf eine Realisierung.
Votum
gez. Thomas Knerer
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt:
Neubau Baufeld N4
Lincoln-Siedlung
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
21. Sitzung – 30.11.2018
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 30.11.2018
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
raum-z-architekten, Darmstadt
Bauherr
Bauverein AG, Darmstadt
Beschreibung
Für das Baufeld N4 war ursprünglich der Erhalt des Gebäudes der Kindertagesein-
richtung vorgesehen. Aus wirtschaftlichen, sozialpolitischen und wohnungsbau-
politischen Gründen wurde davon Abstand genommen und in einer Entwurfsstudie ein
Konzept für ein Gebäude mit einer 9-gruppigen Kindertagesstätte, einem Gemein-
schaftshaus, einem Jugendzentrum, einem Quartierscafe, Räumen für Gemeinwesen-
arbeit und Wohnungen entwickelt.
Nördlich grenzen Gebäude mit einer Geschossigkeit von IV Geschossen+Staffel-
geschoss an, nach Süden im Baufeld 3.3 bildet ein z-förmiges Gebäude mit VI +SG
einen städtebaulichen Merkpunkt aus.
Mit der Vorstellung im Beirat dieses noch ausdrücklich als Konzept bezeichneten
Planstandes soll insbesondere die städtebauliche Figur und der Umgang mit der
Geschossigkeit abgestimmt werden.
Es werden zwei Baukörper vorgeschlagen, die sich auf der Ost- und Südseite mit einer
einheitlichen Fassade zu einem Ensemble verbinden. Der östliche Riegel ist im EG und
1.OG für die genannten gemeinschaftlichen Nutzungen vorgesehen, der südliche
Riegel im EG und teils im UG sowie die eingeschossige Kammstruktur nach Norden
nimmt die Kindertageseinrichtung auf, der nordwestliche Kamm ist für den Bürgersaal
vorgesehen.
In den weiteren Obergeschossen ist eine Wohnnutzung geplant. Das Staffelgeschoss
soll mit Rücksprüngen und Einschnitten zu einem gemeinschaftlich zu nutzenden
Dach entwickelt werden.
Entlang dem südlichen Riegel fällt das Gelände ab, so daß im Westen ein belichtetes
UG für die Verwaltung Kita mit vorgelagerten Stellplätzen entsteht.
Die barrierefreie Erschliessung des südlichen Gebäudes erfolgt auf Grund dieser
Höhensituation mit einem parallel zum Gehweg verlaufenden Weg auf dem Grund-
stück.
Empfehlung
Der Beirat begrüßt, daß die beiden Gebäuderiegel durch die Fassadengestaltung als
Einheit wahrgenommen werden.
Die Fassadengestaltung des östlichen Gebäudes, die ein „Gesicht“ zum Quartierspark
bildet, erscheint ebenfalls richtig. Ob sich aus dieser Struktur jedoch zwingend
Wohnungen mit reiner Nord-Ost-Ausrichtung ergeben müssen, wird in Frage gestellt.
Hier könnte eine Vielfalt im Wohnungsmix – und in den Wohnungsgrößen zu mehr
Qualität führen.
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 30.11.2018
Stadtplanungsamt Darmstadt
Für das östliche Gebäude ist die vorgeschlagene Erhöhung von IV + Staffelgeschoss
auf fünf Vollgeschosse zur klareren Definition der Gebäudekante bzw. -ecke gut
vertretbar, gleichwohl der Vorschlag für die gemeinschaftlich genutzten Dachflächen
auch bei diesem Gebäude weiter verfolgt werden sollte.
Für die Freiräume, die sich -aufgrund der hauptsächlichen Nutzung der Freiflächen für
die Kita- auf die Erschliessungsspange zwischen den Gebäuden und die westlichen
Stellplatzflächen beschränken, sollte ein hoher Wert auf eine gute landschaftsarchitek-
tonische Gestaltung gelegt und nachgewiesen werden.
Die privaten und öffentlichen Flächen entlang der Mahalia-Jackson-Strasse mit Kita-
Aussenflächen, Feuerwehraufstellflächen, etc. sind ebenfalls sorgfältig zu gestalten.
Weiteres Vorgehen
Das Projekt befindet sich zwar noch in der Anfangsphase mit vielen offenen Punkten,
die jedoch – unter Einbeziehung der genannten Empfehlungen- eine hohe städtebau-
liche und architektonische Qualität erwarten lassen.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Eine Wiedervorstellung des Projektes ist nur bei Abweichungen von dem oben
erörterten Konzept erforderlich.
Votum
gez. Rebekka Junge
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt:
Aufstockung
Soderstrasse 118-102/ Schlosserstrasse 1
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
21. Sitzung – 30.11.2018
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 30.11.2018
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
Eisele Staniek Architekten, Darmstadt
Bauherr
W&B Projektentwicklung, Darmstadt
Beschreibung
Die beiden im 90° Winkel angeordneten dreigeschossigen Gebäude aus den 50er
Jahren mit Satteldach, die zur Soderstrasse eine Freifläche ausbilden, sollen mit zwei
Dachgeschossen aufgestockt werden.
Entlang der Soderstrasse finden sich bis zu 6geschossige Blockränder, nach Norden
und Osten eine deutlich kleinteiligere Einzelhausbebauung.
Das zweigeschossige neue Dach soll aus einem einheitlichen Material bestehen, damit
die Aufstockung klar ablesbar wird. Die drei vorhandenen Geschosse erhalten vorge-
setzte einzelne Balkone, die in einen „Rahmen“ eingebunden sind. Die Trennung
untereinander erfolgt durch eine Begrünung. Die Aufstockung erhält als Kontrast
Balkone, die in eine Art von offenen Gauben eingebettet sind. Für die Wohnungen der
Aufstockung werden die gleichen Größen (ca. 40m2) und Grundrisse vorgesehen.
Empfehlung
Grundsätzlich wird die Frage gestellt, ob mit einer Neubebauung entlang der Strasse
eine bessere Einbindung in die Blockrandbebauung der Umgebung erreicht und
gleichzeitig der Maßstabssprung zu den Einzelhäusern im Norden überwunden
werden könnte. Mit der Erklärung des Bauherrn, daß die Aufstockung das
wirtschaftlichere und letztlich auch nachhaltigere Vorgehen darstellt und alle
nachbarschaftlichen Abstandsflächen berücksichtigt sind, wird der Aufstockung
zugestimmt.
Kritisch angemerkt wird, daß sich mit der Weiterführung der relativ kleinen Grundrisse
keine gemischte Bewohnerstruktur entwickeln kann.
Die vorgeschlagene Ausprägung eines zweigeschossigen Daches als erkennbares
neues Element, das nur durch die Verwendung von einem Material (Metall) erreicht
wird, wird ausdrücklich begrüsst. Auch die markanten, gerahmten Balkone der
Aufstockung tragen dazu bei, die „Zutat“ zu erkennen. Der oberhalb des vierten
Geschosses verlaufende Knick unterstützt die besondere Dachform.
Der Umgang mit den Stellplätzen, die durch ein Car-Sharing-Angebot stark reduziert
werden können, ist sympathisch. Lediglich die Anordnung im „Vorgarten“ überzeugt
nicht und sollte so wenig auffällig und so „grün“ wie möglich hergestellt werden.
Die Farbgebung sollte nicht zu kräftig ausfallen.
Mit diesem Projekt kann eine gute Nachverdichtung im Quartier erreicht werden.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Eine Wiedervorstellung des Projektes ist nicht erforderlich.
Votum
gez. Rebekka Junge
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Neubau Wohnanlage für Studierende
Nieder-Ramstädter-Straße 187-191 A,
64285 Darmstadt
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
21. Sitzung – 30.11.2018
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 30.11.2018
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
Architekt: Gerald Trautmann, Planum Gmbh, Darmstadt
Bauherr: Studierendenwerk Darmstadt
Beschreibung
Vorgestellt wird die Überarbeitung des Entwurfs eines Studierendenwohnheims an der
Nieder-Ramstädter-Straße, daß durch die Verfasser in der Sitzung vom 24.08.2018
präsentiert wurde.
Empfehlung
Der Gestaltungsbeirat begrüßt, das die in der Empfehlung ausgesprochene Prüfung
der Gebäudeform durch den Verzicht auf die mehrstufige Staffelung zu einer kompak-
teren Gebäudeform geführt hat und sich diese damit angemessener in die Nachbar-
schaft einfügt.
Der dadurch mögliche und jetzt auch genutzte größere Abstand zur Wohnbebauung
im Süden und die damit bessere Erhaltung bestehender und Pflanzung neuer Groß-
bäume wird ebenso als gelungene Weiterentwicklung gesehen.
Den unterschiedlichen Nachbarschaften wird durch die Ausrichtung der Freiräume -
grüne ruhigere und abschirmende Baumhaine auf der Südseite und halböffentlich
genutzte Höfe zur Nordseite Rechnung getragen. Dabei sollten die Spielangebote im
Süden, Boule etc. hinsichtlich ihres Lärmpotentials in dieser Lage überprüft werden.
Die nördlichen Zwischenräume sind als Erschließungsräume zwar weiterentwickelt, so
das die bisherige strenge Axialität der Erschließung überlagert wird und die Einzel-
häuser mit „Zweiteingängen“ lesbar werden, aber ebenso entstehen dabei unklare
„verdichtete“ Zonen von Stellplätzen und Nebenräumen. Insgesamt wird die Über-
arbeitung der Freiräume hin zu mehr Aufenthaltsqualität positiv zur Kenntnis ge-
nommen.
Weiteres Vorgehen
Der Gestaltungsbeirat bittet bei der Erstellung des Bauantrages unbedingt die Aus-
bildung der oben genannten „Zweiteingänge“ im Sinne einer noch deutlicheren
Adressbildung auch baulich stärker zu akzentuieren und die dort situierten Freiräume
dahingehend zu prüfen, das die Nebenzonen (Müll, Fahrräder, etc.) untergeordnet und
zurückhaltend wahrgenommen werden und somit die Zugangsqualität erhöht wird.
Bei den jetzt drei- und viergeschossigen Baukörper sollte überprüft werden - im Sinne
einer angemesseneren Einbindung in die Umgebung - inwieweit die Kompaktheit
durch einen vollständigen Verzicht auf die Verschwenkung der Geschosse optimiert
werden kann und sich die Gebäude dadurch eventuell auch wirtschaftlicher realisieren
lassen.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Der Entwurf hat sich durch die intensive Auseinandersetzung der Verfasser mit den
Empfehlungen positiv weiterentwickelt, und kann daher - unter Berücksichtigung der
genannten zu prüfenden Punkte - zur Genehmigung empfohlen werden.
Votum
gez. Alexander Reichel
anlage 2
3152 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
09.01.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 61
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0013
Magistratsbeschluss-Nr.
25
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 21. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 03.01.2019
Beschlussvorschlag:
Das Protokoll der 21. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 21.Sitzung
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 16.01.2019
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.01.2019
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des Gestaltungs -
beirates von der Stadtverordnetenversammlung bestimmt.
Die 21. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 30.11.2018 statt.
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertr eter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren
Interessengruppen und Verbände eingeladen.
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte die Baudezernenti n Frau Dr. Boczek
und der heutige Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Herr Prof. Alexander Reichel, die
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im Plenum.
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Moltkestraße 3 – 19 (Abriss und Neubau
Wohnanlage), Baufeld N4, Lincoln-Siedlung (Neubau Kita, Wohnen, soziale Einrichtungen)
und Soderstraße 118-120 (Aufstockung Wohngebäude) durch die jeweiligen Architekten bzw.
Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch die
Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.
Im darauf folgenden nicht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.
Das Projekt Nieder-Ramstädter Straße 187 – 191 (Abriss und Neubau Studentenwohnanlage)
wurde auf Wunsch des Bauherren nicht erneut öffentlich vorgestellt. Die Änderungen zur
ersten Vorlage wurden im nicht -öffentlichen Teil besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Darmstadt, den 03.01.2019
Die Dezernentin III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Orte (5)
- Moltkestraße 3
- Soderstraße 118
- Mahalia-Jackson-Straße
- Nieder-Ramstädter Straße 187
- Schlossgraben 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0013
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 03.01.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00