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V/0678/2013

Kulturkonzept für Münster

Vorlagen 02.09.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.11.2013, TOP 18.1

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

5206 Zeichen

V/0678/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernat IV 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Kulturkonzept für Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.10.2013 Kulturausschuss Vorberatung 
13.11.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
13.11.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Kulturkonzept für Münster zu entwickeln, das Wege 
aufzeigt, die Zukunft von Münster als „Kulturellem Zentrum“ zu sichern. Grundlage dafür ist 
 
I. eine profilierende Beschreibung der einzelnen Kultursparten bezogen auf Bestand und 
Perspektive und 
 
II. eine Klärung des Zusammenwirkens von städtischer und freier Kultur. 
 
2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Federführung für die Erstellung des Gesamtkonzep-
tes beim Kulturdezernat liegt. 
 
3. Die Kulturpolitik wird in die Erarbeitung des Gesamtkonzeptes einbezogen. Ferner werden 
auch Vertreter von Kultureinrichtungen und Kulturschaffende als Sachverständige hinzuge-
zogen. 
 
4. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass eine externe Moderation erforderlich ist. 
 
 
 
Begründung: 
 
Hintergrund 
 
Am 04.03.2010 wurde der von Bündnis 90 die Grünen gestellte Antrag bezogen auf die die mittel-
fristige Finanzplanung "Ausreichende Finanzausstattung für die kommunale Kulturlandschaft" 
mehrheitlich beschlossen und die Verwaltung beauftragt, dazu gemeinsam mit dem Kulturaus-
schuss Szenarien zu erarbeiten. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0678/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Hanke 
Ruf: 
492 70 40 
E-Mail: 
Hanke@stadt-muenster.de  
Datum: 
02.09.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0678/2013 
 
Die Umsetzung in einem mehrstufigen Workshopverfahren verfolgte den Anspruch, die Grundlage 
für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Kulturpolitik in Münster zu legen und Entscheidungshil-
fen in Form von Szenarien und Konzepten zu erarbeiten, die dem Ziel entsprechen sollten, trotz 
enger werdender Haushalte kulturpolitische Gestaltungsmöglichkeiten zu bewahren.  
 
Als Ausgangslage wurde einvernehmlich festgelegt, dass der finanzielle Status Quo erhalten blei-
ben, d.h. das Kulturbudget nicht wachsen, aber auch nicht weiter gekürzt werden solle. Dieses 
entspricht faktisch dennoch einer Kürzung, da dann eine permanente Konsolidierung in diesem 
Bereich erforderlich ist, um überhaupt freie Gestaltungsmittel zur Verfügung zu haben.  
 
Im Laufe des durch die Firma Culturplan moderierten Prozesses zeigte sich, dass die Vereinba-
rung auf Wachstumsziele wesentlich einfacher fällt, als die Festlegung von Reduktionszielen, zu-
mal die Situation der öffentlichen wie der freien Kultureinrichtungen und –träger mittlerweile so 
schwierig ist, dass weitere Kürzungen ohne strukturelle Veränderungen nicht mehr möglich sind.  
 
Die Diskussion zeigte, dass eine Verständigung im Kulturausschuss auf diesem  Weg nicht mög-
lich ist. Deshalb schlägt die Verwaltung nun vor, über ein entsprechendes Konzept eine Diskussi-
onsgrundlage zu schaffen, auf der der Kulturausschuss sein politisches Handeln ausrichten kann. 
 
Weiteres Vorgehen 
Um zu einer qualifizierten Entscheidungsgrundlage zu kommen wird daher die Verwaltung ein 
Konzept entwickeln und zur Diskussion stellen, welches konkrete Aussagen zu der Situation der 
öffentlichen und freien Kultur in Münster macht. Im Schwerpunkt werden die folgenden Handlungs-
felder dargestellt: 
 
Aufgabenfelder 
 
○ Bildende Künste  
○ Kulturelle Bildung  
○ Darstellende Künste 
○ Kulturförderung 
○ Bibliothek und Medien  
○ Film 
○ Kultur und Wissenschaft / Historische Vermittlung 
○ Soziokultur / Stadtteilkultur  
○ Heimatpflege 
○ Projekte und Festivals 
 
Ferner wird die Verwaltung darstellen, welche Bedarfe in den einzelnen Handlungsfeldern beste-
hen. Dabei soll das Notwendige bzw. Wünschenswerte auf die realen Möglichkeiten des Haushalts 
bezogen werden. 
 
Die Erarbeitung des Konzepts geschieht in drei Schritten: 
 
1. Phase 
Die Verwaltung erarbeitet zunächst einen Konzeptentwurf, der spartenbezogen aus einer B e-
schreibung des Ist-Zustandes eine Stärken-Schwächenanalyse anbietet. Hieraus werden zukünfti-
ge Maßnahmen abgeleitet. 
 
2. Phase 
Dieser Entwurf wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Über eine Internetplattform können die erarbeite-
ten Texte kommuniziert werden bzw. Änderungs- und Ergänzungsvorschläge eingebracht werden. 
 
3. Phase

- 3 - 
V/0678/2013 
Anschließend wird dieser Entwurf sowie die durch die Öffentlichkeit eingebrachten Anmerkungen 
bzw. Änderungen spartenbezogen mit Experten diskutiert. Die daraus resultierenden Änderung s-
vorschläge der Experten werden von der Verwaltung bewertet u nd ggf. in die Fortschreibung des 
Konzepts eingearbeitet. Zur Zusammensetzung dieser Expertenrunden wird eine gesonderte B e-
schlussvorlage für den Kulturausschuss vorgelegt. 
Die Entscheidung über die Umsetzung bzw. die Zeitplanung für die einzelnen Punkte d es Konzep-
tes erfolgt über den Kulturausschuss. 
Beim Kulturkonzept geht es um die grundsätzliche Ausrichtung der Münsteraner Kultur in den 
kommenden zehn Jahren.  
 
Externe Moderation 
Die „Runden Tische“ machen eine neutrale Moderation erforderlich. Über die damit verbunden 
Kosten wird im Rahmen der Haushaltsberatungen zu entschieden sein. 
 
 
 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (3)

01.10.2013 Kulturausschuss
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
13.11.2013 Hauptausschuss
TOP 11.1 Vorberatung
Zur Sitzung
13.11.2013 Rat
TOP 18.1 Entscheidung
Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0678/2013
Typ
Vorlagen
Datum
02.09.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37