3169/2023
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - "Deklaration des ehemaligen Barackenlagers und NS-Gedenkortes im Gremberger Wäld-chen als Bodendenkmal“, Aktenzeichen 164/23 B
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Anlage 1.1 Fotos
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GEDENKSTÄTTE FÜR OPFER DES NS-REGIMES 74,80W)} BURGER BEGRABEN. DIE IHRERIGEFANGENSC EN SR Em Farctpi ML ARHEr WURDEN, Ä Je ER Die Gedenkstätte erinnert an 74 osteuropäische Zwangsarbeiter *in- nen, die unter der NS-Herrschaft ermordet und in diesem Massengrab beerdigt wurden. Ihre’Identitäten sind unbekannt. Am 8. April 1945 wurde das Barackenlager von den Volkssturmgruppen Deutz, Hum- boldt und Poll vor den heranrückenden amerikanischen Soldaten ge- räumt. Es fielen Schüsse, die Baracken wurden in Brand gesetzt. Bei der Lagerräumung wurden ungefähr 30 Zwangsarbeiter*innen ermordet, sieben Schwerkranke unter ihnen ließ man am lebendigen Leib in den Baracken verbrennen. Die Täter wurden nie zur Rechenschaft gezogen. _ ORMPSLLA Die hier beigesetzten Menschen verstarben kurz vor oder bei der Lager- räumung. Es ist unbekannt, von wem der Gedenkstein mit russischer Inschrift stammt, der als Erstes aufgestellt wurde. Der Gedenkstein mit deutscher Inschrift folgte 1985 auf Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Nazire Bronze-Statue gestohlen und 2021 durch ein Relief aus K der Trauernden ersetzt. Auch das ne hat Klaus Balke entworfen und gimes zusammen mit der des Kölner Künstlers Klaus Balke. Diese wurde 2020 eramik mit der gleichen Figur ue Kunstwerk ausgeführt. Stadt Köln I Luftaufnahmen des Gremberger Wäldchens mit d vom 21. März 1945 ist gut zu erkennen, dass inner! eine Barack Gebäude mit dem hellen Dach - zerstört ist, Die rı Aprilz Baracken in der linken Lagerhälfte verschwunden sin« Quelle: Rechtsrheinisches K 3991, 5.1 Nahe der Gedenkstätte befand sich ab 1942 ein Barackenlager, das bis 1945 als „Krankensammellager“ für meist an Tuberkulose erkrankte, nte sowie schwangere Zwangsarbeiterinnen d Die Insass*innen stammten aus der Sowjetunion und Polen. Im Lager herrschten sehr schlechte Lebensbedingungen. Hier sollte niemand für die Ausweisung in das Heimatland gesund gepflegt werden. Die Nah rungs- und medizinische Versorgung war schlechter als in anderen La gern. Zwischen 1943 - 45 wurden 77 Geburten verzeichnet von denen 18 Kinder verstarben - die Mehrheit ist verhungert Familie Gubenko Die Familie Gubenko stammte aus Charkiw, Ukraine. 1943 wurde die vierköpfige Familie nach Deutschland verschleppt. Der älteste Sohn, Wasil, war damals 3 Jahre alt, der zweite Sohn, Andrei, 1 Jahr. Am 4.11.1943 verstarb Wasil an einer „Verdau ungsstörung“ in Gremberg, am 3.1.1944 erlag Andrei ebenfalls einer „Verdauungs störung". Die beiden Eltern Maria und Gregori, waren zeitgleich im Lager, da Maria ihren dritten Sohn, Iwan, erwartete. Er wurde am 1.5.1944 in Gremberg geboren Das weitere Schicksal der Gubenkos ist unbekannt Lager-Geschichte der Familie Gubenko Das Lager hatte 1942 eine Belegungsstärke von 150 Menschen, wurde aber schon 1943 erweitert. Es wird angenommen, dass über 800 Men- schen das Lager durchliefen und weit über 350 Zwangsarbeiter” innen hier verstarben. Reste dieser dunklen Vergangenheit sind heute nicht mehr zu erkennen. ve Grün. und Erholungsflächen besonders in rschwachen Gebieten 0 sin struktur hen Gebien strikt achen Ca + leur Lie
Anlage 2 Antwortschreiben
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Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Bürgeramt Innenstadt Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen Bezirksrathaus Innenstadt Stadt Köln, 02:1-4,50805 köln Ludwigstraße 8, 50667 Köln www.stadt.koeln Pr‘ Auskunft Frau ‚ Zimmer T: 0221 221- F: 0221 221-6569933 geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden @stadt- koeln.de Sprechzeiten Montag bis Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung Ihr Schreiben Mein Zeichen Datum 02-1-4 Pe 26.09.2023 Bürgereingabe nach $ 24 GO- „Deklaration des ehemaligen Barackenlagers und NS-Gedenkortes im Gremberger Wäldchen als Bodendenkmal“, Aktenzeichen 164/23 B Sehr geehrter Herr vielen Dank für Ihre Eingabe vom 17.09.2023. Das Römisch-Germanische Museum / Archäologische Bodendenkmalpflege (4512) hat Ihr Anliegen geprüft und teilt in seiner Stellungnahme Folgendes mit: „Die Sachlage konnten wir zwischenzeitlich hinsichtlich der Belange des Bodendenk- malschutzes prüfen. Die Zuständigkeit liegt bei 4512, da von dem ehemaligen Lager der Deutschen Ar- beitsfront (DAF) bzw. des Reichsarbeitsdienstes (RAD) heute zwar keine oberirdi- schen Baustrukturen mehr erhalten sind, im Bereich des Lagerareals auf der Nord- seite Autobahn (A4) jedoch unterirdisch erhaltene Reste der ehemaligen Bebauung insbesondere Fundamente von Baracken, Zaunanlagen sowie weitere zugehörige Einrichtungen zu erwarten sind. Die aufgrund fehlender späterer Überprägung der Fläche voraussichtlich im Unter- grund erhaltenen, archäologisch nachweisbaren Relikte des Lagers erfüllen als wich- tige Zeugnisse der jüngeren Geschichte die Voraussetzungen nach $ 2 Abs. 1, 5 Denkmalschutzgesetz (DSchG) NRW für die Denkmaleigenschaft. Die Eintragung der Fläche des ehemaligen Lagers als Bodendenkmal in die Denkmal- liste der Stadt Köln wurde von 4512 bereits eingeleitet. Den gesetzlichen Schutzbe- stimmungen des DSchG NRW unterliegt das Bodendenkmal mit Feststellung der Denkmaleigenschaft durch 4512 bereits zum aktuellen Zeitpunkt umfassend und un- abhängig von dem zeitnah erfolgenden Abschluss des Eintragungsvorgangs.“ Die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung finden Sie unter www.stadt-koeln.de. Fragen zu den Dienstleistungen der Stadt Köln beantwortet Ihnen montags - freitags von 7 = 18 Uhr das Bürgertelefon unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 oder 0221/221-0 12 Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Ihre Eingabe sowie dieses Antwortschreiben erhält der Ausschuss für Bürgerbeteili- gung, Anregungen und Beschwerden zur Kenntnis. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie noch fachliche Fragen haben, können Sie sich direkt wenden an das Römisch-Germanische Museum - Archäologische Bodendenkmalpflege, Herr ‚ Rufnummer 0221-221 ‚ Belgisches Haus, Cäcilienstraße 46, 50667 Köln, E-Mail: ram @stadt-koeln.de Sollten Sie eine Beratung der Angelegenheit im Ausschuss für Bürgerbeteiligung, An- regungen und Beschwerden wünschen, teilen Sie dies bitte der Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretung, geschaeftsstelle-anre- gungen-beschwerden @stadt-koeln.de mit. Für Ihr bürgerschaftliches Engagement danke ich Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Gez. Dr. Ulrich Höver
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 3169/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 7 (Porz) 19.10.2023 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 23.11.2023 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 04.12.2023 Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - "Deklaration des ehemaligen Barackenlagers und NS-Gedenkortes im Gremberger Wäld-chen als Bodendenkmal„, Aktenzeichen 164/23 B Die Bürgereingabe und das Antwortschreiben werden den Bezirksvertretungen Porz und Kalk, sowie dem Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden hiermit zur Kenntnis gegeben. Hinweis: Sofern eine Beschlussvorlage gewünscht wird, kann diese über die Geschäftsführung der Be- zirksvertretungen mit einem entsprechenden Auszug aus der Niederschrift bei der Geschäfts- stelle für Anregungen und Beschwerden angefordert werden. Darüber hinaus steht es den Bezirksvertretungen selbstverständlich frei - auch ohne Vorliegen einer Beschlussvorlage – die Petenten oder die Fachverwaltung zur Sitzung einzuladen und einen politischen Beschluss zu fassen. gez. Dr. Ulrich Höver
Anlage 1 Eingabe
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Von: Gesendet: Sonntag, 17. September 2023 14:31 An: 01 Poststelle Oberbürgermeisterin <01PoststelleOberbuergermeisterin@STADT-KOELN.DE>; 02- 1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de ......... Cc: …. Betreff: Antrag nach § 24 Gemeindeordnung zur Deklaration des ehemaligen Barackenlagers und NS- Gedenkortes im Gremberger Wäldchen als Bodendenkmal bzw. Denkmal An den Rat der Stadt Köln, an die Bezirskvertretung Kalk, an die Bezirksvertretung Porz, Sehr geehrte Damen und Herren, in Köln gibt es im Gremberger Wäldchen eine Gedenkstätte für Opfer der Nazi- Diktatur, die an das Schicksal polnischer und sowjetischer Zwangsarbeiter erinnert, die Ende des Krieges von deutschen Volkssturm-Einheiten aus Köln ermordert wurden (ich habe einige Fotos beigefügt). Das Barackenlager beherbergte von 1942 bis 1945 als Krankenlager polnische und sowjetische Zwangsarbeiter, von denen hier über 350 zu Tode kamen. Gegen Ende des Krieges wurde das Krankenlager von Einheiten des Volkssturms aus den angrenzenden Stadtteilen niedergebrannt, die eingeschlossenen Patienten kamen in den Flammen um, sofern sie nicht vorher erschossen worden waren. Dieses grauenvolle Kriegsverbrechen ist kaum aufgearbeitet und nie gesühnt worden, die Täter wurden nie zur Rechenschaft gezogen. Ein Gedenkstein erinnert in kyrillischer Schrift an die 74 sowjetischen Opfer. Im Rahmen der Erweiterung der angrenzenden Autobahn droht nun diese Gedenkstätte dem Bagger anheim zu fallen. Ich möchte Sie bitten, sich für den Erhalt dieser Gedenkstätte einzusetzen und hier das Gräberfeld und das ehemalige Barackenlager als Bodendenkmal auszuweisen. Versteht man die deutsche Geschichte auch als Auftrag, faschistische Tendenzen zu erkennen und zu verhindern, dann ist es nötig, dass man die Erinnerung an Verbrechen wach hält, die von Deutschen und in deutschem Namen begangen wurden. Mit dem Abriss des Gedenkortes droht ein wichtiger Erinnerungsort für immer verloren zu gehen. Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung. Sollten Sie weitere Angaben für den Mit freundlichen Grüßen
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3169/2023
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 05.10.2023
- Erstellt
- 05.10.2023 11:47