2013/0159
Klimaschutzkonzept Darmstadt, Zusatzauftrag für eine Werkstatt Stadtplanung
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2013/0159
5682 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 03.07.2013 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Agenda-Büro Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2013/0159 Magistratsbeschluss-Nr. Produkt-Nr.: 561040 Kostenstelle: 561 – 030 - 1000 Investitionsnummer: Kostenträger: 5610 – 41 Sachkonto: Betreff: Klimaschutzkonzept Darmstadt, Zusatzauftrag für eine Werkstatt Stadtplanung Vorlage vom: 30.04.2013 Beschlussvorschlag: Das Institut Wohnen und Umwelt Darmstadt wird im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes Darmstadt über einen Zusatzauftrag mit der Planung, Durchführung, Moderation und Nach-bereitung von 3 Werkstattsitzungen „Stadtplanung“ und der Erstellung von Kurzexpertisen inkl. einer Wohnflächenbedarfsprognose beauftragt. Die Finanzierung der Auftragssumme i.H.v. 19.688,- € brutto erfolgt aus Haushaltsausgaberesten der Kostenstelle 561 -030 -1000 (Klimaschutzkonzept Darmstadt) Anlagen: Angebot IWU vom 17.04.2013 Datenschutzrelevante Anlage: - 2 - Folgekosten: Ja Nein Beschluss des Magistrats vom - 3 - Begründung zur Magistratsvorlage vom 30.04.2013 Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben in den Haushaltsberatungen für 2012 die Grundlagen für die Beauftragung und Erstellung eines neuen Klimaschutzkonzeptes gelegt und ausreichend Haushaltsmittel i.H.v. 153.000 € bereitgestellt. Mit Vorlage MV-Nr 2012/0286 (Beschlussfassung 29.08.2012) hat der Magistrat der konzeptionellen und geplanten Vorgehensweise zur Erstellung des bundesgeförderten „Integrierten Klimaschutzkonzeptes (KSK)“ sowie der Beauftragung des Institutes Wohnen und Umwelt Darmstadt (IWU) zur Erstellung des KSK zugestimmt. Der Magistrat hat ferner beschlossen, dass die diesbezüglichen Haushaltsansätze (153.000 €) zu 100 % freigegeben und bis zum Ende der Förderung (2014) alle Haushaltsausgabereste übertragen werden. In der Begründung zur MV 2012/0286 (Seite 13) wird unter Ziff. 3.4 eine vorgesehene Splittung des Auftrages an IWU wie folgt dargestellt: Teilbereich 1: ca. 106.000 € brutto, inkl. Erstellung von 2 Kampagnenkonzepten, keine Kampagnen-umsetzung, weitestgehend förderfähig/gefördert nach Kommunalrichtlinie Teilbereich 2: ca. 44.000 € brutto für eine praktische Kampagnenumsetzung, nicht förderfähig nach Kommunalrichtlinie Zu Teilbereich 1 erfolgte mit Schreiben vom 29.08.2013 die Beauftragung des IWU. Der nicht geförderte Teilbereich 2 wurde bislang nicht beauftragt. Damit stehen ausreichend Haushaltsausgabereste zur Verfügung, um nachfolgende Zusatzbeauftragung für das KSK in die Wege zu leiten. Zusatzbeauftragung IWU zu Werkstatt Stadtplanung: Bei der gegenwärtigen Bearbeitung des KSK hat sich unter Würdigung der bisherigen Diskussionsergebnisse gezeigt, dass das Thema einer klimagerechten Stadtentwicklung aufgrund der Entwicklungsprognosen einen hohen Stellenwert besitzt und dieser Bedarf über die bisher geschaffenen Strukturen (Arbeitsgruppen, 2 Werkstätten) nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt werden kann. Insbesondere aus dem Bereich der planenden Verwaltungsstellen ist der Bedarf an fachlich fundierten Entscheidungsgrundlagen unter Berücksichtigung möglichst kleinräumiger Bezugsräume im Stadtgebiet Darmstadt betont worden, um klimatische Aspekte im Planungshandeln sachgerecht berücksichtigen zu können. Vom IWU wird zu einem Preis von 19.668 € brutto folgendes Angebot unterbreitet: • weitere (Experten orientierte) Werkstattreihe „Stadtplanung“ mit 3 Sitzungen • Erstellung von Kurzexpertisen mit Handlungsbereichen, Instrumenten und Best-Practice- Erfahrungen inkl. der Erstellung einer Wohnfläche nbedarfsprognose bis 2030 In der thematischen Ausrichtung der Werkstatt Stadtplanung geht es um die Behandlung folgender Komplexe: • Anforderungen und Umsetzung klimagerechter Stadtentwicklung - 4 - • Planungsgrundlagen und Anforderungskataloge an klimagerechte Stadt- und Quartiersentwicklung • Planerische und baurechtliche Handlungsstrategien und Umsetzungsmöglichkeiten bzw. Restriktionen u.a. mit dem Ziel der Strategieabstimmung zur Schaffung benötigter Entscheidungs-grundlagen, der Verständigung zum Einsatz bestimmter Strategien und über bestimmte Vorgehensweisen für Problemanalysen und Planungsprozesse. Im Übrigen wird auf die Ausführungen des anliegenden Angebotes IWU vom 17.04.2013 verwiesen. Wegen des Sachzusammenhangs zum KSK wird die Verbuchung dieses Zusatzauftrages unter der Kostenstelle 561 – 030 – 1000 (Erstellung Klimaschutzkonzept) vorgeschlagen. Die Finanzierung der Auftragssumme soll aus dort anfallenden Haushaltsausgaberesten erfolgen. Eine Förderung dieser Zusatzbeauftragung nach der Kommunalrichtlinie ist aufgrund der allg. Rahmenbedingungen (Antragsfenster immer Jan. – Mrz eines Jahres) faktisch ausgeschlossen. Die fachlich gebotene Zusatzbeauftragung erfolgt daher ohne Zuwendung aus ausschließlich städtischem Finanzierungsanteil des KSK, jedoch innerhalb des im Haushaltplan 2012 zugewiesenen Budgets „Klimaschutzkonzept“. Darmstadt, den 30.04.2013 AZ: 561 – KSK Dezernat III Dezernat IV Brigitte Lindscheid Andre´ Schellenberg Stadträtin Stadtkämmerer Anlage : Angebot IWU vom 17.04.2013
anlage 1
8065 Zeichen
• IWU
INSTITUT WOHNEN
Angebot UNO IJMWltLT GmhK
f pm:ho'lgw1(\fl!;htung
oe> Um:l,% Hes;er; um;
Werkstatt Stadtplanung der Stadt Oarmstiidt
RhtSnstriifk. 65 Im Rahmen der Erstellung des Klimasthutzkonzeptes tor die Wissensdlaftsstadt 64195 Darmstadt
Oarmstadt Telefon:
(0049) 0 61 51! 29 04· (;
leim.:
17.04.2013 (0049) 0 61 S1! 25 04 97
eMalt~ itlfo@iwu.d~
In~met: www.lw\l.de
1 Problemstellung
In der effizienten Steuerung planerischer Prozesse liegen erhebliche Potenziale fOr eine klimagerechte
Stadt. Aus den verschiedenen Zielsetzungen der Klimaanpassung und des Klimaschutzes können sich jedoch
auch neue planensche Zielkonfljkte ergeben, beispielsweise zwischen der Nutzung von Nachverdichwngs·
potenzialen zur Erhöhung der städtebaulichen Dichte und dem Erhalt stadtklimatisch notwendiger Frejflä~
ehen. DIes ist insbesondere bei Städten der FaU, die wie die Wissenschaftrnadt Darmstadt einem w~it~rhin
anhaltenden Entwlc.klungsdruck ausgesetzt sind.
seI der derzeItigen Erarbeitung bzw, bei den Oiskurspl'Ozessen zum J<limaschutzkonzept der Wissensc.hafts
stadt Darmstadt durch das Institut Wohnen und Umwe!t hat sich gezeigt, dass das Thema der kUmagerech
ten Stadtentwicklung auf Grund der Entwicklungsprognosen einen hohen Stellenwert besitzt.
Die beteiligten Ämter betonen hier vor allem den Bedarf an fachlich fundierten Entscheidungsgrundlagen
unter Berücksichtigung möglichst kleinräumlger Bezugsräume im Stadtgebiet Oarmstadt, um klimatische
Aspekte im Planungshandeln sachgerecht berücksichtigen zu können.
Im Rahmen der Erarbeitung des Klimaschotzkonzeptes Darmstadt soll deshalb in einer zusätzlichen ..Werk~
statt der Profis" zum Thema Stadtplanung die folgenden Fragestellungen diskutiert werden:
welche fntwicklungsprognosen sind flir Darmstadt zu erwarten? Welcher Neubaubedarf entsteht
daraus? Welche Siedlungsflächenkapazitäten werden dafür benötigt? Welche Konsequenzen fur
den Klimaschutl und die KUmaanpassung ergeben sich daraus?
Welche Informationen werden als Entscheidungsgrundlagen benötigt? Welche Datenquellen sind
bereits. verfügbar?
Welche Steuerungsmöglichkeiten fur die Implementierung von I<limaschutz- und Klimaanpassungs
T
strategien gibt es? Welche Akteure sind wie zu beteiligen und welche Form der Institutionallsienmg
ist geeignet?
Die vorgesehene Werkstatt soll eine Diskussionsplattform für die verschiedenen Ämter der Wissenschafts
stadt Darmstadt darstellen, die unmittelbar in Stadtentwicklungsfragen und Stadtplanungsaufgaben einge
bunden sind, wie das Stadtplanungsamt, das Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, das Straßenverkehr~
und Tiefbauamt sowie das Umweltamt.
1
-------• IWU
2 Thematische Ausrichtung
Die Werkstatt ..Stadtplanung'" soll in drei Sitzungen folgende Themenkomplexe behandeln:
• Anforderungen und Umsetzung klimagerechter Stadtentwicklung in der wachsenden Stadt Dar
mstadt.ln dieser Sitzung soli die derzeitige, stark positive Entwicklungsprognose für Darmstadt hin
sichtlich ihrer Folgen für die Siedlungsflächeninanspruchnahme diskutiert werden. Das IWU bietet
als Diskussionsgrundlage die Erstellung einer Wohnbedarfsprognose an, die den voraussichtlichen
quantitativen und qualitativen Zusatzbedarf an Wohnraum beziffert und mit dem Flachenangebot
abgleicht. Auf dieser Basis 5011 dann zum einen diskutiert werden. wie die Erfordernisse des Klima~
schutzes mit den qualitativen Anforderungen verschiedener Nachfrasegruppen in Einklang zu brin~
gen sind, zum anderen, welche Potenziale hinsichtlich der Energieeffizienz, Enersieerzeugung und
Erhöhung der ReSmenl gegenüber Klimartsiken mit der Stadterwelteruog verbunden sein könnten,
• Planungsgrundlagen und Anforderungskataloge an klimagerechte Stadt- und Quartiersentwiddung.
In dieser Sltwng soll der Bedarf an Entscheidungsgrundlagen und handlungsleitenden Informatlo~
nen abgestimmt werden. Welche Planwerke, z,B. zum StadtklIma oder :nJ Energiepotenzialen sind
bereits vorhanden? Welche Daten werden zusätzlich benötigt? Welche Maßstabsebene ist dafür er~
forderlich? Wie kann der Datenaustausch verbessert werden? WelChe Anforderungen sollen In den
vetsthiedenen Ebenen der Planung verbindlich geprüft werden, z.8, im Rahmen des Abwägungs
prozesses? Wie sollte weiter vorgegangen werden, um daraus einen handlungsleitenden A-nforde
rungskatalog zu erstellen?
.. Planerische und baurechtliche Handlungsstrategien und UmsetzungsmOgHchkeiten bzw. Restriktio~
neo - die kUmagerechte Nachverdichtung in bestehenden Quartieren, die Umsetzung der' Klima
schutl~ lind Klimaanpassungsziele auf Konversionsflächen oder bei Neubaugebieten trifft unter
Umständen auf planungs-und baurechtliche Probleme, Lösungsmöglichkeiten und Einsatz gesetlli~
eher (SauGS, HGO, HBO) und "weicher" Instrumente zur Förderung eines klimagerechten Städte
baus sind zu identifizieren und zu prüfen. Das IWU bietet als Diskussionsgrundlage eine Überblicks~
expertise z.um Instrumenteneinsatz und zu Best-Practic~Umsetzungsstrategjen in anderen I<om
munen.
In den Werkstattsitzungen sollte eine Abstimmung der Beteiligten über spelifische, an den Werkstattthe
men orientierte Umsetzungsstrategien erfolgen. Im Fall der werkstatt Stadtplanung könnten folgende Ziel~
rettungen verfolgt werden
• Abstimmung über geeignete Strategien, wie die benötigten Entscheidungsgrundlagen geschaf
fen werden können
• Verständigung zum Einsatz bestimmter Strategien an Modellprojekten oder anderen konkreten
Vorhaben
• Verständigung Uber bestimmte Vorgehensweisen für Problemanalysen und Planungsprozesse
2
--
• IWU
.~----_._~----
3 leistungen
3.1 leistungsbausteine
Das !nshtut Wohnen und Umwelt uberoimmt folgende Aufgaben:
• Werkstattsitzungen
o Planung, Durchführung, Moderation und Nachbereitung von drei WeTkstattsitzungen
• Erstellung von KUfl(>xpertisen
o Handlungsbereiche, Instrumente und Best Practice- Erfahrungen in anderen, mit Darmstadt
vergleichbaren Kommunen (5 bis 10 Seiten)
o Erstellen ejner Wohnflächenbedarfsprognose, die Aussagen zu folgenden ieilfragen
enthält: Umfang und zur Art der bis 2030 zusätzlich benötigten Wohnungen, Neubaupoten
ziale und der dafür entstehende Flächenbedarf, Kapazitatsabschätzung vorhandener Flä
chenreserven unter Berücksichtigung geeigneter und nacngefragter Wohntypologien, Als
Datenbasis wird eine stadtseitlg bereits vorliegend BauflächenObersicht sowie eine aktuelle
Haushaltsgenerierung aus dem Me!deregister benötigt (diese ist im Rahmen der Mietspie w
gelersteUung ersteltt worden).
3.2 Kalkulation
..Istu~
1 Expertisen
Li Erarbeiten einer Kurzexpertise zum Thema klimage
redlte Stadtentwlddung
1.2 Erstellen einer Wohn· und Siedlungsflächenbedarfs
prognose,
Summe
2 W.I_~
L1 Thematische KOI'\zeptiQn und inhaltliche Vorbereitung
von 3. Sitzungen
2.1 Moderdtlon und Nachbereitung von :3 thematischen
Werkstattsitzungen
Summe
Summe netto
ruzügl. MwSt {7%}
Summe brutto
T..-_ E' 6'
5 2.875,00
15 8.625,00
11.500,00
6 3.450,00
6 3.450,00
6.900.00
18.400.00
1.288,00
19.688,00
3
·IWU
Oas Angebot versteht sich als Pauschalangebot auf Basis von Tagessätzen für einzelne Leistungsbausteine.
In den Tagessätzen sind Nebenkosten .. wenn nicht gesondert aufgeführt, enthalten.
Ein Tagessatz beträgt
• 575.00 f: netto für wissenschaftliches Personal (WMA)
• 387,00 {; netto für Sachbearbeiter (wissenschattliches Hilfspersonal, nichtwissenschaftliches Perso
n.l, MAI
Entsprechend der oben dargestellten Zeitkalkulation bieten wir Ihnen den Baustein Werkstatt Stadtpla
nung, der im Rahmen der Erstellung des Integrierten Klimaschuukonzeptes der WIssenschaftsstadt Dar
mstadt bearbeitet werden soll, zu einem Preis an von
18.400,00 € ("gI, 7 % MwSt,1
Die Vergütung schUeßt die Nebenkosten, einschließlich sonstiger Mitarneiterinnen und Mitarbeiter, Reise~
kosten USW" der Institut Wohnen und Umwelt GmbH ein.
INSTITUTWQHNEN UND UMWElT GMBH
Darmstadt, 17.04.2013
'\: e::V~
Peter Werner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Wissenschaftlicher Mitarbeiter
4
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0159
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 30.04.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00