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Annahme einer Spende an die Stadt Köln, Museum Ludwig
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 3946/2017 vom 19.01.2018
Stand: Am 20.03.2018 im Rat ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4511 Vorlagen-Nummer 3946/2017 Freigabedatum 19.01.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Annahme einer Spende an die Stadt Köln, Museum Ludwig hier: Schenkung eines Werkes von Ei Arakawa von Christian DuMont Schütte Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die Schenkung des Werkes von Ei Arakawa von Christian DuMont Schütte im Wert von rd. 29.000,00 € an das Museum Ludwig mit Dank an. Ausschuss Kunst und Kultur 06.03.2018 Rat 20.03.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung Ei Arakawa *1977 in Fukushima, Japan, lebt in New York, USA Cologne of the Maghreb (Bodyphilia Song) - 2017 Version / (Michael Buthe, untitled, 1984) 2017 LED-Streifen auf handgefärbtem Stoff, Technik, Karton, Holzkonstruktion. Musik: Christian Naujoks; Text: Ei Arakawa and Dan Poston 294 x 154 cm Unikat Wert: rd. 29.000 € Inspiriert von Fluxus und der japanischen Gutai-Gruppe bezieht sich Ei Arakawa in seinen Arbeiten immer wieder auf Malerei. Er nutzte Leinwände für seine Performances, fälschte Gemälde von On Kawara und verbrannte sie, oder nahm malerische Positionen von Gustave Courbet, Nikolas Gamba- roff, Jutta Koether, Joan Mitchell, Amy Sillman, Reena Spaulings und Atsuko Tanaka als Ausgangs- punkt für seine LED-Installationen – so zuletzt in seinem Beitrag zu den Skulptur Projekten in Münster 2017. Für die Jubiläumsausstellung des Museum Ludwig „Wir nennen es Ludwig“ 2016 setzte sich Arakawa intensiv mit Michael Buthe und dessen Begeisterung für Nordafrika und den Nahen Osten auseinan- der. Das Museum Ludwig besitzt zwei Arbeiten des Kölner Künstlers, die den überbordenden Materi- al- und Motivkosmos seines Werkes ab den 1970er Jahren unter dem Eindruck seiner Reisen vermit- teln. Arakawa schuf zu den beiden Werken Buthes Pendants aus gefärbtem Stoff und LED-Lampen, die bewusst als einfache Bricolage gestaltet sind. Zugleich entwickelte er zusammen mit dem Autor Dan Poston einen Liedtext, der auf seine Gespräche mit Zeitzeugen zurückgeht. Besonders interes- sierte Arakawa, dass in der Rezeption Buthes Liebesbeziehungen zu afrikanischen Männern und de- ren Einfluss auf sein Werk nicht vorkommen. Arakawa thematisiert in seinem Lied dieses vielschichti- ge Thema eines westlichen Malers mit Sehnsucht nach spiritueller Weite und asymmetrischen Bezie- hungen auf postkolonialer Folie. Der Kontrast der Lichtpunkte zum Stoff, die rohe Machart und der Gesang greifen Aspekte von Buthes Werk auf und transformieren es zugleich in eine grundsätzliche Fragen künstlerischen Schaffens reflektierende, aktuelle Arbeit. In diesem Jahr überarbeitete Arakawa seine Arbeit, indem er das Lied neu vertonen ließ und einspiel- te. Außerdem färbte er die Leinwand neu ein. In dieser Version wurde das Werk von der Galerie Max Mayer auf der Art Düsseldorf im November 2017 angeboten und von Christian und Sabine DuMont Schütte für das Museum Ludwig erworben. Das Museum Ludwig ist dank der Schenkung in der glück- lichen Lage, dass dieses bedeutende Werk und seine komplexe Referenz auf den Kölner Künstler Michael Buthe und die Sammlung des Museum Ludwig sich doch noch in die Geschichte des Hauses einschreiben kann. Mit der Annahme des Werkes ist die Fertigung von einer Spendenbescheinigung verbunden.
Beratungsverlauf
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06.03.2018
TOP 6.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
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