AN/1638/2024
Ersetzungsantrag zum Änderungsantrag AN/1355/2024 aus der Sitzung am 10.10.2024
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Volt)
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Fraktion Bündnis90/ Die Grünen im Kölner Rat Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales und Senioren Herrn Daniel Bauer-Dahm Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/1638/2024 Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 21.11.2024 Ersetzungsantrag zum Änderungsantrag AN/1355/2024 aus der Sitzung am 10.10.2024 Sehr geehrter Herr Bauer-Dahm, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen bitten darum, den bisherigen Antrag (AN/1355/2024) durch den folgenden Antrag zu ersetzen und diesen auf die Tagesordnung der Sitzung des Aus- schusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 21.11.2024 zu setzen: Der Beschlusstext wird wie folgt ersetzt: Beschluss: 1. Die Verwaltung vermeidet eine defensive Architektur und richtet sich nach dem Ge- staltungshandbuch der Stadt Köln. Möbelstücke, wie zum Beispiel Stadtbänke, die vom Standard abweichen und darauf abzielen, Menschen (insbesondere Obdach- lose) zu vertreiben, sollen vermieden werden. 2. Der Rat bekräftigt das Ordnungsamt, Streetwork, die Polizei und die AWB, die Zu- sammenarbeit sowie die bestehende Verzahnung mit Akteur*innen wie Sicherheits- kräften, sozialen Träger*innen und ehrenamtlich engagierten Bürger*innen zu intensi- vieren. Besonders in Situationen, in denen wohnungs- und obdachlose Menschen den öffentlichen Raum so nutzen, dass die Aufenthaltsqualität deutlich beeinträchtigt wird, sollen Maßnahmen zur Konfliktprävention ergriffen werden. Auch die zuneh- mende Ansammlung von Müll ist dabei zu berücksichtigen. 3. Die bestehende „Anlaufstelle Dom“ von Ordnungsamt und Polizei soll im Sinne von Beschlusspunkt 2 weiterentwickelt werden. - 2 - 4. Im unmittelbaren Bahnhofsumfeld sollen Aufenthaltsräume für obdachlose Menschen geschaffen werden, die auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen abgestimmt sind, kurze Wege zu bereits bestehenden Anlaufstellen bieten und mit einem zusätzlichen Hilfs- angebot verbunden werden können. 5. Der von der Verwaltung vorgestellte 10-Punkte-Plan sollte neben den Schwerpunkten Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung auch das Handlungsfeld “soziale Prävention” umfassen. Die Verwaltung wird gebeten, die in der Präsentation aufgeführten aktuel- len Maßnahmen um den Aspekt der „sozialen Prävention“ zu ergänzen und entspre- chend zu überarbeiten. Begründung: In Köln gibt es Orte wie das Domumfeld und andere Plätze von übergeordneter und internati- onaler Bedeutung, die mit besonderen Herausforderungen und Interessen verbunden sind. Diese führen zu einem erhöhten Handlungsbedarf. Themen wie Müll und Konflikte zwischen verschiedenen Interessengruppen treten dort regelmäßig auf. Dabei ist es wichtig, die Rechte aller Beteiligten zu schützen, insbesondere die der obdach- und wohnungslosen Menschen. Unsere Stadt gehört allen, und das bedeutet, dass niemand vom öffentlichen Raum ausgeschlossen werden darf. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es entscheidend, die Zusammenarbeit zwischen verschiede- nen Akteur*innen wie dem Ordnungsamt, der Polizei und sozialen Einrichtungen weiter zu intensivieren. Nur so können Spannungen, die durch die Nutzung des öffentlichen Raums entstehen, effektiver bewältigt werden. Wichtig ist, bestehende Vorgehensweisen regelmäßig zu überprüfen, zu reflektieren und bei Bedarf anzupassen. Bewährte und effektive Maßnahmen sollten dabei auch auf andere Orte mit besonderem Handlungsbedarf übertragen werden. Eine ganzheitliche Betrachtung der Problematik ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass sowohl die Rechte obdach- und woh- nungsloser Menschen als auch die Bedürfnisse der Anwohner*innen, Tourist*innen, Händ- ler*innen und aller Nutzer*innen des öffentlichen Raums besser berücksichtigt werden. Die Bedürfnisse aller Nutzer*innen sollten berücksichtigt werden, insbesondere die der ob- dachlosen Menschen Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Lucas Sickmöller GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer Geschäftsführer Volt-Fraktion
Anlage 1 - Auszug Beschlussprotokoll ASSS 21.11.2024 zu AN 1299 2024 AN 1355 2024 und AN 1355 2024
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Geschäftsführung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Herr Krämer Telefon: (0221) 221-27467 Fax: (0221) 221-27447 E-Mail: sozialamt.ausschuss@stadt - koeln.de Datum: 25.11.2024 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 28. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 21.11.2024 öffentlich 3.2 Umgang mit wohnungslosen und kranken Menschen Antrag der Fraktion Die Linke vom 19.09.2024 AN/1299/2024 Änderungsantrag zu TOP 3.1.6 Änderungsantrag der Volt-Fraktion vom 01.10.2024 AN/1355/2024 Von der Antragstellenden Volt-Fraktion im Rahmen der Debatte über die Festsetzung der Tagesordnung zurückgezogen. Ersetzungsantrag zum Änderungsantrag AN/1355/2024 aus der Sitzung am 10.10.2024 AN/1638/2024 Beschluss: 1. Die Verwaltung vermeidet eine defensive Architektur und richtet sich nach dem Gestaltungshandbuch der Stadt Köln. Möbelstücke, wie zum Beispiel Stadt- bänke, die vom Standard abweichen und darauf abzielen, Menschen (insbe- sondere Obdachlose) zu vertreiben, sollen vermieden werden. 2. Der Rat Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren bekräftigt das Ordnungsamt, Streetwork, die Polizei und die AWB, die Zusammenarbeit sowie die bestehende Verzahnung mit Akteur*innen wie Sicherheitskräften, sozialen Träger*innen und ehrenamtlich engagierten Bürger*innen zu intensivieren. Be- sonders in Situationen, in denen wohnungs- und obdachlose Menschen den öf- fentlichen Raum so nutzen, dass die Aufenthaltsqualität deutlich beeinträchtigt wird, sollen Maßnahmen zur Konfliktprävention ergriffen werden. Auch die zu- nehmende Ansammlung von Müll ist dabei zu berücksichtigen. 3. Die bestehende „Anlaufstelle Dom“ von Ordnungsamt und Polizei soll im Sinne von Beschlusspunkt 2 weiterentwickelt werden. 4. Im unmittelbaren Bahnhofsumfeld sollen Aufenthaltsräume für obdachlose Menschen geschaffen werden, die auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen abge- stimmt sind, kurze Wege zu bereits bestehenden Anlaufstellen bieten und mit einem zusätzlichen Hilfsangebot verbunden werden können. 5. Der von der Verwaltung vorgestellte 10-Punkte-Plan sollte neben den Schwer- punkten Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung auch das Handlungsfeld “soziale Prävention” umfassen. Die Verwaltung wird gebeten, die in der Präsentation aufgeführten aktuellen Maßnahmen um den Aspekt der „sozialen Prävention“ zu ergänzen und entsprechend zu überarbeiten. Abstimmungsergebnis: I. Abstimmung zu den Einzelpunkten des Ersetzungsantrags AN/1638/2024: Punkt 1: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP, zugestimmt. Absatz 2: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktion der CDU, zugestimmt. Absatz 3: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktion der CDU, zugestimmt. Absatz 4: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der CDU-Fraktion und bei Enthaltung der FDP, zugestimmt Punkt 5: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktion der CDU, zugestimmt. II. Abstimmung über den gesamten Ersetzungsantrag AN/1638/2024 im Ganzen: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP, zugestimmt. III. Abstimmung über den durch Antrag AN/1638/2024 geänderten Ursprungsan- trag: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der CDU-Fraktion und bei Enthaltung der FDP-Fraktion, zugestimmt. Beschluss 1. Die Stadt Köln verfolgt keine Vertreibungspolitik gegenüber wohnungslosen und kranken Menschen. Dies auch dann nicht, wenn sie sich in Bereichen aufhalten, in denen eine Häufung der Luxusgüterbranche besteht. 2. Wohnungslose und kranke Menschen haben das gleiche Recht, wie alle anderen Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Köln, sich in stark frequentierten Be- reichen des öffentlichen Raums aufzuhalten. 3. Die Stadt Köln verzichtet auf eine defensive Architektur (manche sprechen auch von einer ausgrenzenden Architektur), also auf eine Gestaltung des öffentlichen Raums, öffentlicher Gebäude oder von Stadtmöbeln, um wohnungslose und kranke Menschen davon abzuhalten, sich an einer bestimmten Stelle aufzuhalten. Konzepte der Stadtverwaltung, die Dritten vorgestellt werden, sind immer auch den politischen Gremien bekannt zu geben. Der Rat der Stadt Köln fordert die Oberbürger- meisterin daher auf, auch den o.g. 10-Punkte-Plan in den Gremien des Rates vorzu- stellen. 1. Die Verwaltung vermeidet eine defensive Architektur und richtet sich nach dem Gestaltungshandbuch der Stadt Köln. Möbelstücke, wie zum Beispiel Stadtbänke, die vom Standard abweichen und darauf abzielen, Menschen (insbesondere Ob- dachlose) zu vertreiben, sollen vermieden werden. 2. Der Rat Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren bekräftigt das Ord- nungsamt, Streetwork, die Polizei und die AWB, die Zusammenarbeit sowie die bestehende Verzahnung mit Akteur*innen wie Sicherheitskräften, sozialen Trä- ger*innen und ehrenamtlich engagierten Bürger*innen zu intensivieren. Besonders in Situationen, in denen wohnungs- und obdachlose Menschen den öffentlichen Raum so nutzen, dass die Aufenthaltsqualität deutlich beeinträchtigt wird, sollen Maßnahmen zur Konfliktprävention ergriffen werden. Auch die zunehmende An- sammlung von Müll ist dabei zu berücksichtigen. 3. Die bestehende „Anlaufstelle Dom“ von Ordnungsamt und Polizei soll im Sinne von Beschlusspunkt 2 weiterentwickelt werden. 4. Im unmittelbaren Bahnhofsumfeld sollen Aufenthaltsräume für obdachlose Men- schen geschaffen werden, die auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen abgestimmt sind, kurze Wege zu bereits bestehenden Anlaufstellen bieten und mit einem zu- sätzlichen Hilfsangebot verbunden werden können. 5. Der von der Verwaltung vorgestellte 10-Punkte-Plan sollte neben den Schwer- punkten Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung auch das Handlungsfeld “soziale Prävention” umfassen. Die Verwaltung wird gebeten, die in der Präsentation auf- geführten aktuellen Maßnahmen um den Aspekt der „sozialen Prävention“ zu er- gänzen und entsprechend zu überarbeiten.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1638/2024
- Typ
- Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Volt)
- Datum
- 21.11.2024
- Erstellt
- 21.11.2024 10:35