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Mitteilung an den Jugendhilfeausschuss zum Jugendkriminalitätsbericht 2020 des Polizeipräsidiums Köln

Mitteilung Ausschuss 1245/2021 vom 08.04.2021

Stand: Am 07.09.2021 im Jugendhilfeausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/511 Vorlagen-Nummer 08.04.2021 1245/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 27.04.2021 Mitteilung an den Jugendhilfeausschuss zum Jugendkriminalitätsbericht 2020 des Polizeipräsidiums Köln Dieser Mitteilung beigefügt ist der Jugendkriminalitätsbericht 2020 des Polizeipräsidiums Köln, Direktion Kriminalität. Laut Auswertung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik-Zahlen für Köln und Leverkusen ist auch für das Jahr 2020 ein grundsätzlicher Rückgang der Fallzahlen der tatverdächtigen Personen unter 21 Jahren in beiden Städten festzustellen. So liegt die Zahl aller Delikte seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich unter den Werten des Vorjahres. Für das Jahr 2019 wurden insgesamt 128.014 Straftaten erfasst – für Jahr 2020 waren es 119.840, was einem Rückgang um 6,39% entspricht. Der Verfasser weist darauf hin, dass die Rückgänge überwiegend auf den pandemiebeding- ten Lockdown und die damit einhergehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben zu- rückzuführen sind. Bereits bei den ersten Lockerungen nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 war festzustellen, dass insbesondere im Bereich der Straßenkriminalität die Fallzahlen wieder deutlich angestiegen sind. Nach Ansicht des Verfassers sollten die Ergebnisse für 2020 daher mit Vorsicht betrachtet werden. Das Polizeipräsidium Köln ist mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln und mit der Staatsanwaltschaft Köln einer von drei Partnern im „Kölner Haus des Jugendrechts“. Die Beteiligten befassen sich seit 12 Jahren nachhaltig mit der kleinen aber sehr problemati- schen Gruppe der jugendlichen und heranwachsenden Intensivtäter beschäftigen. Gez. Voigtsberger
  • Jugendkriminalitätsbericht 2020 für das PP Köln

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    bürgerorientiert · professionell · rechtsstaatlich koeln.polizei.nrw Jugendkriminalität 2020 Auswertebericht für das Polizeipräsidium Köln 2 - 3 4 - 5 6 7 - 8 9 - 10 11 - 12 13 14 - 15 16 - 17 18 - 19 20 - 21 22 - 23 24 - 25 26 - 27 28 29 30 Inhaltsverzeichnis Vorbemerkungen und Erläuterungen…….…...……...…………………………………… 2.4 Straßenkriminalität…………………………………………………………………… 4 Fazit……………..…………………………………………………………………….. 1 Bevölkerungsanteile……………………………………………………………………… 2.2 Gesamtkriminalität…………………………………………………………………… 2.3 Gewaltkriminalität……………………………………………………………………… 2.6 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung………………………………… 2.7 Raub, räuberischer Diebstahl und räuberische Erpressung……………………… 2.8 Diebstahlsdelikte……………………………………………………………………… 2 Betrachtung ausgewählter Delikte….…..…………………………………………… 2.1 im Fünfjahresvergleich……………………………………………………………. 5 Impressum……………………………………………………………………………. 2.9 Körperverletzungsdelikte……………………………………………………………… 2.5 Mehrfachtatverdächtige…………………….…………………………………….. 2.10 Rauschgiftdelikte…………………………………………………………………. 2.11 Sachbeschädigung………………………………………….. …………………….. 2.12 Betrugsdelikte………………………………………………………………………… 3 Karte PI - Vergleich…………………………………………………………………... Jugendkriminalität - Zahlen und Fakten „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten“ (ca. 1000 v. Chr., Babylonische Tontafel). Schon vor 3000 Jahren zeichneten Protagonisten von ‚der Jugend‘ ein düsteres Bild. Folgt man aktuellen Meinungsbildern - insbesondere in den Social Media - kommt man zu dem Schluss: Die Jugend wird immer krimineller und gewalttätiger. Die typischste Phrase ‚es wird immer schlimmer‘ ist dabei leicht zu widerlegen. Deutschland wird immer sicherer. In vielen Bereichen geht die Kriminalitätsrate zurück. Tatsächlich begehen Jugendliche proportional mehr Straftaten als Erwachsene . Doch entgegen der ‚gefühlten‘ Bedrohung, sind heutige Teenager gesetzestreuer als frühere Generationen. Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen ist die Jugendkriminalität in Deutschland von 2007 bis 2015 um die Hälfte zurückgegangen. Unabhängig davon ist auch zu beachten, dass Jugendkriminalität vorwiegend opportunistische, d.h. durch Gelegenheiten ausgelöste, nicht planvoll begangene, unprofessionelle Bagatellkriminalität und zahlenmäßig hauptsächlich Jungenkriminalität ist. Kriminologische Forschungen weisen immer wieder darauf hin, dass Delinquenz im Jugendalter überwiegend als entwicklungsbedingte Auffälligkeit zu bewerten ist, die mit dem Eintritt in das Erwachsenenalter abklingt und sich nicht wiederholt. Tatsächlich wird der größte Teil aller Jugendlichen in Köln und Leverkusen in der gesamten Jugendphase nicht straffällig. Bei doch in Erscheinung tretenden Jugendlichen bleibt es in der Regel bei wenigen Straftaten. Die Kölner Polizei ist im Thema Bekämpfung der Jugendkriminalität sehr aktiv: Das Polizeipräsidium Köln ist einer von drei Partnern im ‚ Kölner Haus des Jugendrechts‘. Diese seit 10 Jahren bestehende Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Köln und der Staatsanwaltschaft Köln beschäftigt sich nachhaltig mit der kleinen, aber sehr problematischen Gruppe der jugendlichen und heranwachsenden Intensivtäter. Das Kölner Haus des Jugendrechts verfolgt folgende Ziele: • B eschleunigen strafrechtlicher Ermittlungsverfahren gegen jugendliche und heranwachsende Mehrfachtatverdächtige bzw. Intensivtäter und dadurch Ermöglichen zeitnaher Reaktionen auf jugendkriminelle Aktivitäten • B eenden krimineller Karrieren von jugendlichen und heranwachsenden Mehrfachtatverdächtigen bzw. Intensivtätern bzw. deren V erringern der Rückfallquote, um so die Jugendkriminalität insgesamt zu reduzieren • Leisten eines Beitrags zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls und der objektiven Sicherheitslage in der Stadt Köln. 1 Der Begriff ‚Intensivtäter‘ ist allerdings polizeilich nicht definiert. Das ‚Kölner Haus des Jugendrechts‘ versteht darunter Personen, - die mindestens 14, maximal 20 Jahre alt sind und ihren Wohnort in Köln oder Leverkusen haben, - denen mindestens 5 angezeigte Straftaten/ rechtswidrige Taten (vornehmlich aus dem Gewaltbereich) innerhalb von 12 Monaten zur Last gelegt werden, - bei denen weitere Belastungsfaktoren bekannt sind, die in ihrer Gesamtbewertung die Gefahr weiterer Straftaten deutlich wahrscheinlicher erscheinen lassen als der zeitnahe Abbruch des delinquenten Verhaltens ohne weitere Einflussnahme. Über di e Aufnahme, aber auch die Entlassung aus dem Programm entscheiden die Kooperationspartner in der monatlichen sog. Auswertebesprechung. Im Vorfeld hierzu wird die Delinquenz von ca. 500 - 600 Personen der genannten Altersgruppe systematisch auswertet. Erkannte jugendliche und heranwachsende Intensivtäter /-innen werden engmaschig betreut. Der/die Jugendliche oder Heranwachsende hat deliktsübergreifend stets einen festen Sachbearbeiter/eine feste Sachbearbeiterin im Kriminalkommissariat 43. Die Sonderdezernenten/- innen für Intensivtäter und Intensivtäterinnen der Staatsanwaltschaft Köln arbeiten Hand in Hand mit den Ermittlerinnen und Ermittlern des Kriminalkommissariates. Alle nachweisbaren Straftaten werden angeklagt und die S itzungsvertretung vor Gericht wird grundsätzlich nur von den Sonderdezernenten/-innen wahrgenommen. Verfahren gegen Intensivtäter /-innen werden bei mehreren Tatbeteiligten ausgetrennt und so auch immer vor demselben Richter/derselben Richterin verhandelt. Auch anlas suna bhängig werden sog. Gefährderansprachen durchgeführt. Jugendhilfeangebote durch den Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt Köln werden intensiviert und es gibt gemeinsame Ansprachen der Zielgruppe und deren Angehöriger durch Jugendamt und Polizei . Seit ihrem Start sind die prävent iv ausgerichteten Landesinitiativen ‚Kurve kriegen‘ www.kurvekriegen.nrw.de/project/koeln für kriminalitätsgefährdete Kinder und Jugendliche und ‚klarkommen!‘ www.klarkommen.nrw.de/project/koeln für minderjährige Flüchtlinge und junge Erwachsene aus nordafrikanischen Ländern in Köln verankert und beim Kriminalkommissariat 43 angebunden. Die Ergebnisse sowohl der Landesinitiativen als auch des ‚Kölner Hauses des Jugendrechts‘ belegen den Erfolg dieser Maßnahmen. Der vorliegende Bericht Jugendkriminalität soll mit Zahlen und Fakten informieren und insbesondere die eigene Bewertung und Analyse ermöglichen. 2 Gesamt ˂ 14 Jahre 14 bis 18 Jahre 18 bis ˂ 21 Jahre KPB Köln 1.251.592 161.750 41.873 36.998 Anteile in % 12,92% 3,35% 2,96% Stadt Köln 1.087.863 139.818 35.518 32.097 Anteile in % 12,85% 3,26% 2,95% Stadt Leverkusen 163.729 21.932 6.355 4.901 Anteile in % 13,40% 3,88% 2,99% [1] Quelle: IT.NRW, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis der endgültigen Ergebnisse des Zensus vom 09.05.2011 (Stand: 31.12.2019) 1 Bevölkerungsanteile Um die prozentualen Anteile der verschiedenen Altersgruppen bei den Tatverdächtigen einschätzen zu können, ist es notwendig,deren Anteil in der Kölner und Leverkusener Bevölkerung zu kennen. 1.1 Gesamtbevölkerung 62,81% 12,92% 3,35% 2,96% 17,97% Erwachsene Kinder Jugendliche Heranwachsende Senioren >65 3 Gesamt ˂ 14 Jahre 14 bis 18 Jahre 18 bis ˂ 21 Jahre KPB Köln 1.013.688 136.832 35.603 29.497 Anteile in % 13,50% 3,51% 2,91% Stadt Köln 876.608 118.453 30.063 25.382 Anteile in % 13,51% 3,43% 2,90% Stadt Leverkusen 137.080 18.379 5.540 4.115 Anteile in % 13,41% 4,04% 3,00% Gesamt ˂ 14 Jahre 14 bis 18 Jahre 18 bis ˂ 21 Jahre KPB Köln 237.904 24.918 6.270 7.501 Anteile in % 10,47% 2,64% 3,15% Stadt Köln 211.255 21.365 5.455 6.715 Anteile in % 10,11% 2,58% 3,18% Stadt Leverkusen 26.649 3.553 815 786 Anteile in % 13,33% 3,06% 2,95% Bei den prozentualen Anteilen der Altersgruppen haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nur marginale Veränderungen ergeben. 1.2 Deutsche Bevölkerung 1.3 Nichtdeutsche Bevölkerung 4 Anzahl der Tatverdächtigen (TV)1 insgesamt, jedoch ohne Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU 50.948 48.613 45.521 46.586 41.522 davon Anzahl der Tatverdächtigen ˂ 21 Jahren 10.034 9.993 8.734 9.484 7.512 davon bei Tatbegehung unter Alkoholeinfluss2 1.027 981 930 951 735 Von den Tatverdächtigen ˂ 21 Jahren sind: Deutsche Tatverdächtige 6.265 6.551 5.768 6.474 5.202 Nichtdeutsche Tatverdächtige3 3.769 3.442 2.966 3.010 2.310 Tatverdächtige ˂ 21 Jahre in verschiedenen Deliktgruppen: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 145 174 196 239 224 Nachstellung(Stalking) 21 23 18 24 23 Diebstahl insgesamt 3.184 3.520 3.036 3.227 2.254 Körperverletzungsdelikte 2.588 2.499 2.337 2.535 1.957 Sachbeschädigung §§ 303-305a StGB 650 739 520 592 635 Sachbeschädigung durch Graffiti 104 100 57 85 94 Erschleichen von Leistungen § 265a StGB 1.338 1.217 985 1.127 875 2 Betrachtung ausgewählter Deliktsfelder 2.1. im Fünfjahresvergleich 282 2016 2017 2018 2019 2020 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer 259 316 337 295 4Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) ist die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen ab 8 Jahren, errechnet auf 100 000 Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteils. 440 1 Tatverdächtige (TV) sind alle Personen, die aufgrund des polizeilichen Ermittlungsergebnisses, zumindest aber aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte verdächtig sind, eine rechtswidrige Tat begangen zu haben. Dazu zählen auch Mittäterschaft, Anstiftung und Beihilfe. 322452 505 487 5.519 Rauschgiftdelikte - Betäubungsmittelgesetz Mehrfachtatverdächtige- 5 und mehr Taten- 8 bis < 21 Jahre 2Alkoholeinfluss bei Tatausführung liegt vor, wenn dadurch die Urteilskraft der oder des Tatverdächtigen während der Tatausführung beeinträchtigt war. Maßgeblich ist ein offensichtlicher oder nach den Ermittlungen wahrscheinlicher Alkoholeinfluss. 3Nichtdeutsche Tatverdächtige sind Personen ausländischer Staatsangehörigkeit und Staatenlose. Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit werden gesondert erfasst. 980 7.237 1.519 1.303 1.168 1.182 8.047 7.698Tatverdächtigenbelastungszahl4 (8 bis ˂ 21 Jahre) 6.475 2.2 Gesamtkriminalität (jedoch ohne Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU) Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 152.319 143.597 133.613 128.014 119.840 -6,39% 45,01 46,23 47,38 49,75 48,13 -1,62% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 50.948 48.613 45.521 46.586 41.522 -10,87% Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen ist 2020 um 5.064 (-10,87%) gesunken. Im gleichen Zeitraum wurden insgesamt 10.234 Straftaten (-7,65%) weniger erfasst. Ohne die Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU beträgt der Rückgang 8.174 Straftaten (-6,39%). davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 10.034 9.993 8.734 9.484 7.512 -20,79% 19,69%* 20,56%* 19,19%* 20,36%* 18,09%* *Anteil der Altersgruppe an allen Tatverdächtigen Die Gesamtzahl der ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen ist 2020 um 1.972 TV (-20,79%) gesunken. Prozentual ist der Rückgang der TV bei den < 21 jährigen wesentlich höher als der Rückgang der TV (-10,87%) gesamt. 6 davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 1.182 4.003 4.849 2017 1.389 4.062 4.542 2018 1.131 3.579 4.024 2019 1.326 3.879 4.279 2020 812 3.176 3.524 TV +/- -514 -703 -755 in % -38,76% -18,12% -17,64% männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 774 408 2.769 1.234 3.799 1.050 2017 908 481 2.740 1.322 3.500 1.042 2018 683 448 2.347 1.232 3.050 974 2019 825 501 2.557 1.322 3.269 1.010 2020 544 268 2.196 980 2.692 832 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 802 380 2.627 1.376 2.836 2.013 2017 961 428 2.860 1.202 2.730 1.812 2018 742 389 2.521 1.058 2.505 1.519 2019 908 418 2.805 1.074 2.761 1.518 2020 531 281 2.381 795 2.290 1.234 7 2.3 Gewaltkriminalität* *umfasst folgende Straftatenschlüssel: Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge, Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Körperverletzung mit Todesfolge, Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien, Erpresserischer Menschen- raub, Geiselnahme, Angriff auf den Luft- und Seeverkehr Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 6.108 5.672 5.571 5.248 4.935 -5,96% 62,77% 66,82% 67,89% 68,06% 70,15% +2,09% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 5.588 5.421 5.416 5.355 4.879 -8,89% Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen ist 2020 um 8,89% gesunken. Im gleichen Zeitraum wurden 313 Delikte der Gewaltkriminalität (-5,96%) weniger erfasst. davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 1.455 1.387 1.481 1.466 1.303 -11,12% 26,04%* 25,59%* 27,34%* 27,38%* 26,71%* *Anteil der Altersgruppe an allen Tatverdächtigen Die Gesamtzahl der ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen ist 2020 um 11,12% gesunken. 8 davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 178 637 640 2017 191 610 586 2018 192 697 592 2019 218 635 613 2020 137 603 563 TV +/- -81 -32 -50 in % -37,16% -5,04% -8,16% männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 134 44 517 120 558 82 2017 144 47 496 114 516 70 2018 146 46 562 135 528 64 2019 165 53 529 106 548 65 2020 112 25 484 119 503 60 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 138 40 397 240 359 281 2017 135 56 425 185 337 249 2018 137 55 472 225 375 217 2019 147 71 456 179 383 230 2020 87 50 435 168 351 212 9 2.4 Straßenkriminalität* *umfasst folgende Straftatenschlüssel: Sexuelle Belästigung, Straftaten aus Gruppen, Exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses, Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte, Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Handtaschenraub, Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen, Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen, Erpresserischer Menschenraub i. V. m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte, Geiselnahme i. V. m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte, Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen insgesamt, Taschendiebstahl insgesamt, Diebstahl von Kraftwagen (einschl. unbefugter Ingebrauchnahme), Diebstahl von Mopeds und Krafträdern (einschl. unbefugter Ingebrauchnahme) Diebstahl von Fahrrädern (einschl. unbefugter Ingebrauchnahme), Diebstahl von/aus Automaten, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen, Sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 45.498 42.821 39.475 35.234 34.095 -3,23% 12,80% 13,82% 14,96% 15,67% 14,29% -1,38% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 6.234 6.056 5.883 5.601 5.402 -3,55% Die Anzahl der Tatverdächtigen bei der Straßenkriminalität ist 2020 um 199 TV (-3,55%) gesunken. Im gleichen Zeitraum wurden 1.139 Straftaten der Straßenkriminalität (-3,23%) weniger erfasst. davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 2.024 1.934 1.752 1.821 1.647 -9,56% 32,47%* 31,94%* 29,78%* 32,51%* 30,49%* *Anteil der Altersgruppe an allen Tatverdächtigen Die Gesamtzahl der ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen ist 2020 auch wieder um 174 TV (-9,56%) gesunken. 10 davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 217 887 920 2017 257 895 782 2018 212 824 716 2019 252 806 763 2020 169 798 680 TV +/- -83 -8 -83 in % -32,94% -0,99% -10,88% männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 177 40 745 142 819 101 2017 203 54 770 125 699 83 2018 165 47 701 123 649 67 2019 200 52 702 104 686 77 2020 147 22 681 117 610 70 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 150 67 563 324 535 385 2017 167 90 629 266 448 334 2018 111 101 550 274 451 265 2019 184 68 591 215 466 297 2020 106 63 580 218 452 228 11 2.5 Mehrfachtatverdächtige Anzahl Straftaten insg. 8 bis unter 14 14 bis unter 18 18 bis unter 21 Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % 1 2 3 4 5 6 7 8 5 516 4 0,78 35 6,78 63 12,21 6 326 1 0,31 33 10,12 23 7,06 7 220 1 0,45 20 9,09 22 10,00 8 168 10 5,95 18 10,71 9 100 1 1,00 10 10,00 7 7,00 10 - 19 360 7 1,94 27 7,50 29 8,06 20 - 29 68 1 1,47 1 1,47 7 10,29 30 - 39 21 1 4,76 40 - 49 11 1 9,09 > 49 8 Mehrfachtat- verdächtige 5 und mehr -gesamt- 1 798 15 0,83 138 7,68 169 9,40 12 2.6 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 1.310 1.486 1.435 1.507 1.605 +6,50% 54,89% 66,76% 67,80% 71,60% 70,65% -0,95% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 712 869 899 1.031 1.094 +6,11% davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 145 174 196 239 224 -6,28% 20,37%* 20,02%* 21,8%* 23,18%* 20,48% *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 20 76 49 2017 21 83 70 2018 32 98 66 2019 37 119 83 2020 46 110 68 TV +/- +9 -9 -15 in % +24,32% -7,56% -18,07% 13 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 19 1 73 3 46 3 2017 21 0 81 2 68 2 2018 31 1 92 6 64 2 2019 34 3 111 8 82 1 2020 45 1 98 12 65 3 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 14 6 43 33 26 23 2017 13 8 56 27 31 39 2018 17 15 71 27 32 34 2019 22 15 80 39 43 40 2020 34 12 78 32 47 21 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Sexualdelikte: Der leichte Rückgang der tatverdächtigen < 21 im Bereich der Sexualdelikte ist vor allen Dingen auf die rückläufigen Tatverdächtigenzahlen im Bereich des sexuellen Missbrauchs zurückzuführen (54 TV/Vorjahr 77 TV). Auf die 3 unten aufgeführten Delikte verteilen sich 75,9% aller ˂ 21-jähri- gen Tatverdächtigen im Deliktsbereich der Sexualdelikte. Delikt ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre Sexuelle Belästigung § 184i StGB 7 14 11 Sexueller Missbrauch §§ 176, 176a, 176b, 182, 183, 183a StGB 14 31 10 Verbreitung pornografischer Schriften gem. §§ 184 StGB 18 42 23 14 2.7 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 1.508 1.446 1.361 1.252 1.093 -12,70% 43,10% 43,91% 46,51% 44,09% 51,69% +7,60% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 778 804 771 686 724 +5,54% davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 259 316 337 295 282 -4,41% 33,29%* 39,30%* 43,71%* 43,00%* 38,95% *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 17 143 99 2017 36 175 105 2018 36 190 111 2019 36 161 98 2020 23 163 96 TV +/- -13 +2 -2 in % -36,11% +1,24% -2,04% 15 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 15 2 123 20 86 13 2017 32 4 164 11 103 2 2018 30 6 176 14 106 5 2019 30 6 156 5 94 4 2020 17 6 143 20 93 3 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 12 5 80 63 55 44 2017 22 14 125 50 59 46 2018 18 18 120 70 70 41 2019 27 9 111 50 62 36 2020 16 7 115 48 53 43 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Raubdelikte: Von den ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen wurden überwiegend sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen und räuberische Diebstahle verübt. Das sind 78,72% aller < 21 jährigen TV bei Raub- delikten. Der Handtaschenraub spiel aktuell keine Rolle mehr. Delikt ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen 17 123 47 Räuberischer Diebstahl § 252 StGB 1 13 21 16 2.8 Diebstahl insgesamt Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 73.772 67.796 61.872 55.872 51.062 -8,61% 18,88% 20,83% 21,36% 23,47% 22,04% -1,43% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 10.868 10.841 9.717 9.908 8.337 -15,86% davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 3.184 3.520 3.036 3.227 2.254 -30,15% 29,30%* 32,47%* 31,24%* 32,57%* 27,04%* *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 603 1.560 1.021 2017 784 1.823 913 2018 635 1.561 840 2019 702 1.704 821 2020 403 1.188 663 TV +/- -299 -516 -158 in % -42,59% -30,28% -19,24% 17 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 329 274 951 609 775 246 2017 448 336 1.100 723 655 258 2018 314 321 876 685 558 282 2019 360 342 951 753 563 258 2020 216 187 702 486 476 187 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 354 249 968 592 408 613 2017 504 280 1.254 569 426 487 2018 371 264 1.070 491 401 439 2019 431 271 1.179 525 417 404 2020 244 159 865 323 319 344 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Diebstahlsdelikte: Von den 2.254 ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen wegen Diebstahlsdelikten handelt es sich in 67,17% der Fälle um Tatverdächtige nach Laden- diebstahl. Vermutlich wegen Corona und den entsprechenden Schließungen sind die <21 jährigen TV hier um 37,13% zurückgegangen (2019: 2.408 zu 2020: 1.514) Bei 810 (53,5%) Tatverdächtigen wegen Ladendiebstahls handelt es sich um Jugendliche. Delikt ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre Ladendiebstahl (Summe 326.00, 426.00) 327 810 377 Diebstahl in/aus Wohnungen (Summe 335.00, 435.00) 8 49 39 Taschendiebstahl insgesamt (Summe 390.00, 490.00) 3 49 56 18 2.9 Körperverletzungsdelikte Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 13.958 13.625 13.083 12.580 12.027 -4,40% 80,68% 81,82% 81,34% 81,84% 83,07% +1,23% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 13.994 13.385 12.867 12.693 11.209 -11,69% davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 2.588 2.499 2.337 2.535 1.957 -22,8% 18,49%* 18,67%* 18,16%* 19,97%* 17,46%* *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 373 1.023 1.192 2017 377 922 1.200 2018 331 947 1.059 2019 406 1.016 1.113 2020 214 804 939 TV +/- -192 -212 -174 in % -47,29% -20,87% -15,63% 19 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 283 90 769 254 964 228 2017 282 95 672 250 965 235 2018 239 92 681 266 859 200 2019 288 118 757 259 916 197 2020 165 49 603 201 764 175 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 277 96 679 344 763 429 2017 277 100 657 265 767 433 2018 246 85 662 285 710 349 2019 292 114 745 271 747 366 2020 138 76 601 203 618 321 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Körperverletzungs- delikte: Bei 53,14% der ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen in Körperverletzungsdelikten handelt es sich bei der Tat um eine vorsätzliche einfache KV. Bei 31,68% der ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen handelte es sich um eine gefährliche Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen. Delikt ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB 103 405 532 Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen 61 277 282 20 2.10 Rauschgiftdelikte-BTM-Gesetz Kontrolldelikt (Delikte, deren Begehung regelmäßig nur dann festgestellt wird, wenn entsprechende Kontrollen vorgenommen werden.) Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 7.826 7.480 7.355 7.926 6.839 -13,71% 92,06% 90,15% 88,27% 90,44% 87,88% -2,56% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 6.264 5.738 5.530 6.082 4.970 -18,28% davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 1.519 1.303 1.168 1.182 980 -17,09% 24,25%* 22,71%* 21,12%* 19,43%* 19,72%* *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 8 487 1.024 2017 13 445 845 2018 11 383 774 2019 13 330 839 2020 5 313 662 TV +/- -8 -17 -177 in % -61,54% -5,15% -21,10% 21 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 6 2 428 59 932 92 2017 11 2 377 68 765 80 2018 8 3 319 64 710 64 2019 9 4 289 41 763 76 2020 4 1 274 39 604 58 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 7 1 364 123 691 333 2017 9 4 341 104 549 296 2018 9 2 298 85 502 272 2019 9 4 255 75 579 260 2020 5 0 259 54 490 172 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Rauschgiftdelikte: Der prozentuale Anteil der ˂ 21-jährigen Tatverdächtigen ist nach dem letztjährigen Anstieg wieder gesunken. Im Verhältnis zum allgemeinen Rückgang (-18,28%) ist dieser allerdings geringfügig (-17,09%) geringer ausgefallen. Bei 88,5% der TV handelt es sich um Delikte im Zusam- menhang mit Cannabis. Delikt ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre Allgemeiner Verstoß (§ 29 BtMG) - mit Cannabis und Zubereitungen 4 259 528 Unerlaubter Handel (§ 29 BtMG) - mit/von Cannabis und Zubereitungen 1 27 48 Allgemeiner Verstoß (§ 29 BtMG) - mit Amphetamin 20 49 22 2.11 Sachbeschädigung Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 11.453 11.325 10.875 11.068 11.736 +6,04% 21,14% 21,55% 21,93% 21,31% 20,07% -1,24% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 2.216 2.268 2.352 1.997 2.132 +6,76% davon Tatverdächtige unter 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 650 739 520 592 635 +7,26% 28,66%* 31,42%* 26,04%* 28,6%* 29,78%* *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr bis 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - 21 Jahre 2016 102 292 256 2017 160 302 277 2018 79 228 213 2019 125 241 226 2020 76 302 257 TV +/- -49 +61 +31 in % -39,2% +25,31% +13,72% 23 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr bis 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 95 7 255 37 231 25 2017 139 21 265 37 245 32 2018 64 15 194 34 194 19 2019 107 18 203 38 203 23 2020 69 7 274 28 224 33 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr bis 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 84 18 228 64 191 65 2017 129 31 242 60 216 61 2018 58 21 186 42 164 49 2019 106 19 209 32 174 52 2020 51 25 258 44 207 50 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Sachbeschädigungen: Bei den strafbaren Handlungen handelt es sich in der Regel um Sachbeschädigungen an Kfz und Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen oder Plätzen. 78,58% aller <21 jährigen TV entfallen auf diese beiden Delikte. Delikt Bis 14 Jahre 14- 18 Jahre 18- 21 Jahre Sachbeschädigung an Kfz 22 81 89 Sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen gem. § 303 StGB davon Graffiti 37 14 140 42 130 38 24 2.12 Betrugsdelikte Fallzahlen und Aufklärungsquoten (AQ) 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 19.889 19.566 16.576 17.132 15.526 -9,37% 73,83% 70,68% 74,45% 74,59% 69,86% -4,73% Tatverdächtige -alle Altersgruppen- 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 10.591 10.086 9.054 9.213 8.394 -8,89% davon Tatverdächtige ˂ 21 Jahre 2016 2017 2018 2019 2020 +/-% 1.927 1.794 1.555 1.676 1.395 -16,77% 18,19%* 17,79%* 17,17%* 18,19%* 16,62% *Anteil der Altersgruppe an Tatverdächtigen davon Tatverdächtige nach Altersgruppen Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre 2016 18 673 1.236 2017 24 603 1.167 2018 24 510 1.021 2019 21 542 1.113 2020 23 456 916 TV +/- +2 -86 -197 in % +9,52% -15,87% -17,70% 25 männliche/ weibliche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich 2016 8 10 438 235 839 397 2017 17 7 383 220 805 362 2018 12 12 292 218 669 352 2019 13 8 319 223 1.077 599 2020 16 7 276 180 617 299 deutsche/ nichtdeutsche Tatverdächtige Jahr ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch deutsch nicht- deutsch 2016 8 10 374 299 662 574 2017 9 15 338 265 626 541 2018 10 14 296 214 598 423 2019 10 11 339 203 670 443 2020 10 13 302 154 558 358 Jugendspezifische Delikte 2020 im Bereich der Diebstahlsdelikte: Bei knapp 59,28% der TV bei Betrugsdelikten handelt es sich um eine Beförderungserschleichung. 21% entfallen auf sonstige Betrugsarten. Delikt ˂ 14 Jahre 14 - 18 Jahre 18 - ˂ 21 Jahre Beförderungserschleichung 8 250 569 Sonstige weitere Betrugs- arten 7 114 172 Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Zahlungskarten mit PIN § 263a StGB 4 10 26 PI 1: Altstadt-Nord, Altstadt-Süd, Neustadt-Nord und Neustadt-Süd PI 2: Bayenthal, Godorf, Hahnwald, Immendorf, Hochkirchen, Marienburg, Meschenich, Raderberg, Raderthal, Rodenkirchen, Rondorf, Sürth, Weiß, Zollstock, Lindenthal, Sülz und Klettenberg PI 3: Bickendorf, Bocklemünd/Mengenich, Braunsfeld, Ehrenfeld, Junkersdorf, Lindenthal, Lövenich, Neuehrenfeld, Neustadt-Nord, Müngersdorf, Ossendorf, Vogelsang, Weiden und Widdersdorf PI 4:Auweiler, Blumenberg, Chorweiler, Esch, Feldkassel, Fühlingen, Heimersdorf, Langel, Lindweiler, Longerich, Merkenich, Pesch, Rheinkassel, Roggendorf/Thenhoven, Seeberg, Volkhoven/Weiler, Worringen, Bilderstöckchen, Mauenheim, Niehl, Nippes, Riehl, Weidenpesch sowie Neustadt-Nord/Agnesviertel PI 5:Mülheim, Buchforst, Buchheim, Dellbrück, Dünnwald, Flittard, Höhenhaus, Holweide, Stammheim sowie Deutz PI 6: Kalk, Brück, Höhenberg, Humboldt-Gremberg, Merheim, Rath-Heumar, Neubrück, Ostheim, Vingst, Eil, Elsdorf, Ensen, Finkenberg, Gremberghoven, Grengel, Poll, Langel, Libur, Lind, Porz, Urbach, Wahn, Wahnheide, Westhoven und Zündorf PI 7: Wiesdorf, Alkenrath, Schlebusch, Manfort, Steinbüchel, Küppersteg, Bürrig, Rheindorf und Hitdorf, Opladen, Bergisch- Neukirchen, Quettingen und Lützenkirchen Tatverdächtige < 21 Jahre in den Polizeiinspektionen 1 bis 7 3 PI-Vergleich 2.046 TV -32,39% 1.398 TV -17,91% 711 TV -16,06% PI 1(Mitte) PI 6 (Südost) PI 2 (Südwest) PI 3 (West) 944 TV -14,49% PI 4 (Nordwest) 800 TV -18,62% PI 7 (Leverkusen) 757 TV -25,64% PI 5 (Nordost) 1.008 TV -12,65% PP Köln 7.512 TV -20,79% BuPo/Zoll 152 TV -56,70% 27 Fazit: „Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger.“ sagte Innenminister Herbert Reul in einer „Corona- Zwischenbilanz“ bereits kurz nach Ende des ersten Halbjahres 2020. Jetzt liegen die Gesamtzahlen für 2020 vor. Aber sind die Zahlen auch aussagekräftig? Können daraus Entwicklungstendenzen abgeleitet werden? Nein! Seit Beginn der Corona- Pandemie liegt die Zahl aller Delikte deutlich unter den Werten des Vorjahres. Wurden 2020 insgesamt 128.014 Straft aten erfasst, waren es für 2021 ‚nur‘ 119.840, was einem Rückgang um 6,39% entspricht. Dabei wurden 2020 20,79% weniger Tatverdächtige unter 21 Jahre ermittelt. Das hört sich zunächst erfreulich an, aber aus Erfahrung kann attestiert werden, dass die Rückg änge ganz überwiegend auf die Einschränkungen im öffentlichen Leben zurückzuführen sind. Bereits bei den ersten Lockerungen nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 war festzustellen, dass insbesondere im Bereich der Straßenkriminalität die Fallzahlen wieder deutlich angestiegen sind. Die vermeintlich guten Ergebnisse für 2020 sollten daher mit Vorsicht betrachtet werden. Eine valide Prognose für die Zukunft auf Grundlage der diesjährigen Daten ist nicht möglich. Es wird daher auch auf eine detaillierte Bewertung der Zahlen verzichtet. Gerne steht die Polizei Köln bei Fragen zur kriminalfachlichen Bewertung der Ergebnisse zur Verfügung. Impressum Herausgeber: Polizeipräsidium Köln Walter-Pauli-Ring 2 - 6 51103 Köln Tel: 0221 / 229 - 0 Internet: https://koeln.polizei.nrw/ E-Mail: poststelle.koeln@polizei.nrw.de

Beratungsverlauf

  1. 07.09.2021

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 8.3.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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