Mandari Insight

2060/2023

Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung (Sustainable Urban Mobility Plan - SUMP) hier: Beschluss Leitbild

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 11.08.2023

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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 2 Leitbild_Besser durch Köln

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Ansehen

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

1048 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. 
Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? 
- Eine Öffentlichkeitsbeteiligung hat bereits stattgefunden. 
Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): 
Für den laufenden Prozess von Stufe 1 des nachhaltigen Mobilitätsplans ist bereits ein umfassendes 
Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren erarbeitet worden, das Schritt für Schritt umgesetzt wurde und wird. 
 
 
Kontakt 
OB/2 Referat für Strategische Steuerung 
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Beschlussvorlage Rat

14289 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/681/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 2060/2023 
Freigabedatum 
 11.08.2023 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung (Sustainable Urban Mobility Plan - SUMP) hier: 
Beschluss Leitbild  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat nimmt den Zwischenbericht „Besser durch Köln – ein Leitbild für den nachhaltigen 
Mobilitätsplan“ (siehe Anlage 2) zur Kenntnis und beschließt das darin enthaltene Leitbild in-
klusive der fünf Zielbilder als Grundlage für den weiteren Erarbeitungsprozess. 
 
 
Verkehrsausschuss 22.08.2023 
Rat 07.09.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
1. Ausgangslage 
Der Rat hat in seiner Sitzung am 04.04.2019 die Verwaltung beauftragt, einen „Nachhaltigen 
Urbanen Mobilitätsplan“ (Sustainable Urban Mobility Plan - SUMP) zu erstellen (Antrags-Nr. 
AN/0414/2019). Der Plan soll sich an dem von der EU erstellten Leitfaden zur Erstellung und 
Umsetzung von SUMPs orientieren.  
 
Vom Rat der Stadt Köln wurden im Beschluss folgende Punkte vorgegeben, die bei der Erstel-
lung berücksichtigt werden sollen: 
- Zielsetzung dieses Planwerks ist eine verbesserte Erreichbarkeit der Stadt durch eine 
hochqualitative und nachhaltige Mobilität, die eine ausgewogene und integrierte Ent-
wicklung aller Verkehrsmittel beinhaltet. Zudem soll die regionale Zusammenarbeit da-
bei besondere Beachtung finden.  
- Bestehende Planungen und langfristige Konzepte werden sinnvoll verknüpft und an die 
Anforderungen einer klimafreundlichen wachsenden Stadt angepasst. Kurzfristig um-
setzbare Maßnahmen werden in einem transparenten Zeitplan gebündelt. 
- Erstellung von Strukturen, die ein hohes Maß an Kooperation, Koordination und Bera-
tung zwischen den relevanten Behörden und Ämtern auf kommunaler- und Landes-
ebene möglich machen. 
- Umfassende Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern 
der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft während des gesamten Prozesses.  
- Ein fortlaufendes Berichtswesen soll das Erreichen der Ziele mit vertretbarem Aufwand 
dokumentieren.  
- Fördermöglichkeiten sind auszuschöpfen; soweit möglich sollen externe Büros einge-
bunden werden. Die darüber hinaus benötigten finanziellen Mittel werden in der Haus-
haltsplanung 2020/2021 berücksichtigt.  
 
Der nachhaltige Mobilitätsplan soll das Gesamtverkehrskonzept (GVK) aus dem Jahr 1992 
ablösen und die Ziele des Strategiepapiers „Köln Mobil 2025“ fortschreiben. Des Weiteren ist 
er ein zentrales Werkzeug der Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“. Laut dieser 
Strategie verfolgt Köln „eine konsequente Verkehrswende weg vom motorisierten Individual-
verkehr hin zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten.“ Der nachhaltige Mobilitätsplan ist „für kon-
krete Maßnahmen und deren Umsetzung von zentraler Bedeutung.“ 
 
Nachfolgend sind die bisherigen, für den nachhaltigen Mobilitätsplan relevanten Beschlüsse 
chronologisch aufgeführt: 
 
Datum Vorlage Beschluss-
organ 
Inhalt 
04.04.2019 AN/0414/2019 Rat Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung 
06.02.2020 2609/2019 Rat Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung 
(Sustainable Urban Mobility Plan - 
SUMP) hier: Personal-, Finanz- und 
Zeitaufwand zur Erstellung eines SUMP

3 
20.04.2021 0313/2021 VA Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung 
(Sustainable Urban Mobility Plan - 
SUMP): Bedarfsfeststellung für die ex-
terne Beauftragung von Stufe 1 
20.04.2021 0036/2021 VA Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung 
(Sustainable Urban Mobility Plan - 
SUMP): Bedarfsfeststellung für eine 
Modal Split-Erhebung 
24.06.2021 AN/0566/2021 Rat Ein neu definiertes Grundnetz für den 
Motorisierten Individualverkehr 
23.08.2022 2262/2022 VA Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung 
(Sustainable Urban Mobility Plan - 
SUMP): Einrichtung eines Mobilitätsbei-
rats 
 
Im Sommer 2020 wurden drei neu geschaffene Stellen besetzt, um die Projektbearbeitung zu 
starten. Erster wesentlicher Arbeitsschritt war die Definition des extern zu beauftragenden 
Leistungsumfangs, die Bedarfsfeststellung sowie anschließend die Ausschreibung und die 
Vergabe zur Erstellung des Mobilitätsplans. Dabei erfolgte eine Aufteilung in zwei Lose. Die 
Beauftragung erfolgte im Oktober 2022 an zwei Konsortien: 
 
Konsortium 1: 
Mobilitätsplanung 
Konsortium 2: 
Kommunikation, Beteiligung und Pro-
jektmanagement 
- Mobility Institute Berlin (mib) 
- Orange edge 
- Mobycon 
- Rupprecht Consult GmbH (PM) 
- DialogWerke (Beteiligung) 
- Tippingpoints (Kommunikation) 
 
Im Juli 2022 wurde eine Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten vergeben, um für den 
SUMP aktuelle Mobilitätsdaten (die letzten stammten von der MiD 2017) als Eingangsgrößen 
zu erhalten. Die Erhebung wurde im Oktober und November 2022 durchgeführt. Die ersten 
Ergebnisse liegen bereits vor und wurden veröffentlicht (Vorlage 1456/2023). Aktuell erfolgt 
eine Detailauswertung zu verschiedenen verkehrsplanerischen Fragestellungen, welche im 
Herbst 2023 vorliegen werden. Diese Daten werden dann direkt im weiteren SUMP-Prozess 
für die Analyse und Strategieentwicklung, aber auch für weitere verkehrsplanerische Zwecke 
genutzt. 
 
2. Erstellung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ 
Anstelle des sperrigen Namens „SUMP“ wurde – auch für die Kommunikation nach außen – 
der Titel „Besser durch Köln. Der nachhaltige Mobilitätsplan“ gewählt. Der Plan wird in einem 
zweistufigen Verfahren entwickelt. In der ersten Stufe (Beginn im Herbst 2022) werden die Ar-
beitspakete „Grundlagenanalyse“, „Leitbildprozess“, „Chancen- & Mängelanalyse“ und „Strate-
gieentwicklung“ bearbeitet. Diese Stufe soll Ende 2024 abgeschlossen sein. Daran wird sich 
die zweite Stufe des Prozesses anschließen, in der unter anderem konkrete Maßnahmen defi-
niert werden, die für eine nachhaltige Mobilität bis zum Jahr 2035 notwendig sind. Diese – 
noch auszuschreibende – Stufe 2 gliedert sich in folgende Arbeitspakete: „Handlungskon-
zept“, Umsetzungsstrategie“ und „Erstellung eines Evaluationskonzepts“. Die Erarbeitung von 
Stufe 2 ist mit einer Dauer von ca. anderthalb Jahren angesetzt. Die Erstellung des Mobilitäts-
plans wird in beiden Stufen durch breit angelegte Beteiligungsformate begleitet (siehe Ab-
schnitt 3.1). 
 
3. Das Leitbild „Besser durch Köln“ 
Nachdem im Winter 2022 / 2023 die Grundlagenanalyse abgeschlossen wurde, wurde mit der 
Entwicklung des Leitbildes begonnen. Das Leitbild bildet eine wichtige strategische Grundlage 
für künftige Planungen im Bereich Mobilität sowie weiterer sektoraler Planungen mit Mobili-
tätsbezug.

4 
3.1. Beteiligungsformate 
Für das gesamte Projekt wurde ein breit aufgestellter Beteiligungsprozess eingerichtet. Neben 
einer umfassenden Verwaltungsbeteiligung (dezernatsinterne und dezernatsübergreifende 
Projektgruppensitzungen, Lenkungskreis auf Beigeordneten-Ebene) wurden sowohl Fachak-
teur*innen als auch die breite Öffentlichkeit beteiligt. Dabei wurden folgende Beteiligungsfor-
mate durchgeführt: 
 
Beteiligungsformat Beteiligungszeitraum 
Mobilitätsbeirat (vgl. Vorlagen-Nr. 2262/2022) – ca. alle 
3 Monate 
1. Sitzung: 06.12.2022 
2. Sitzung: 28.03.2023 
3. Sitzung: 13.06.2023 
Onlinebefragung 01.-14.02.2023 
Kinder- und Jugendbeteiligung 23.02.–17.03.2023 
Forum zum MIV-Grundnetz und Kfz-Verkehr 1. Sitzung: 09.03.2023 
2. Sitzung: 05.06.2023 
Runder Tisch Mobilität und Gesellschaft 1. Sitzung: 13.03.2023 
polisMOBILITY Camp 2023 26.-28.05.2023 
Regionalforum 1. Sitzung: 12.06.2023 
 
Die Diskussionen und Ergebnisse all dieser Beteiligungsformate sind in die Entwicklung des 
Leitbildes mit eingeflossen. Im Rahmen der weiteren Erarbeitung des nachhaltigen Mobilitäts-
plans „Besser durch Köln“ werden diese Formate fortgeführt und durch weitere ergänzt. So 
sind z.B. im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche eine aufsuchende Beteiligung (14.-
22.09.2023) und ein Mobilitätsforum im Historischen Rathaus am 23.09.2023 geplant. 
 
3.2. Aufbau des Leitbildtextes – Zusammenfassung 
Der als Anlage angehängte Zwischenbericht „Besser durch Köln – ein Leitbild für den nach-
haltigen Mobilitätsplan“ stellt das Leitbild für den Mobilitätsplan und dessen Genese vor und 
zeichnet ein Bild davon, wie Mobilität in Köln im Jahr 2035 aussehen soll.  
 
In Kapitel 1 wird erläutert, welche Rolle das Leitbild für die Menschen in Köln und für die städ-
tische Mobilitätsplanung spielt. Es soll in einer einfachen und zugänglichen Weise darstellen, 
wie wir uns im Jahr 2035 „besser durch Köln“ bewegen. Das Leitbild hat drei Funktionen: 
- Es soll für alle Menschen eine Vorstellung entwickeln, wie die Mobilität in Köln zukünf-
tig aussehen wird. 
- Es bietet einen Orientierungsrahmen für die Einordnung und Weiterentwicklung beste-
hender sowie für die Ausgestaltung zukünftiger Konzepte und Beschlüsse.  
- Es gibt die Richtung für die weiteren Bearbeitungsphasen (z.B. Maßnahmenplanung) 
des nachhaltigen Mobilitätsplans vor. 
In Kapitel 2 wird beschrieben, wie das Leitbild unter Einbeziehung der Verwaltung, vielfältigen 
Akteur*innen und der breiten Öffentlichkeit entstanden ist. In Kapitel 3 wird das Leitbild „Bes-
ser durch Köln“ vorgestellt. Was bedeutet es, besser durch Köln zu kommen? Das Leitbild soll 
dies erklären. Dazu bricht es den Anspruch des Mobilitätsplans in fünf Zielbilder für die Kölner 
Mobilität im Jahr 2035 herunter. Diese Zielbilder sind aus der „Ich“-Perspektive formuliert und 
beschreiben so das Mobilitätserlebnis in Köln im Jahr 2035 aus der Nutzer*innenperspektive. 
„Besser durch Köln“ bedeutet demnach: 
- Ich komme gut durch Stadt und Umland: Mobilität ist schnell, zuverlässig und gut 
vernetzt  
- Ich erledige vieles direkt im Veedel: Veedel ermöglichen kurze Wege, laden zum 
Verweilen ein und stellen Erreichbarkeit sicher. 
- Ich kann am gesellschaftlichen Leben teilhaben: Mobilität ist barrierefrei, bezahlbar 
und eröffnet Chancen. 
- Ich fühle mich wohl, wenn ich unterwegs bin: Mobilität ist sicher, sauber und Men-
schen nehmen Rücksicht aufeinander. 
- Ich bewege mich aktiv und tue etwas für Umwelt und Klima: Mobilität trägt zu ei-
nem gesünderen Stadtleben bei und fördert Klimaneutralität sowie die Anpassung an 
Klimafolgen

5 
Für jedes dieser fünf Zielbilder ist eine umfassende Zielbildvertiefung erarbeitet worden. Diese 
ist im Leitbildtext (siehe Anlage 2) enthalten. Im Bericht werden zudem wichtige Rahmenbe-
dingungen für die Erreichung des Leitbildes erläutert. 
 
3.3. Notwendigkeit für die Erstellung des Leitbildes 
Um dem entwickelten Leitbild eine bindende Wirkung als Grundlage für die weitere strategi-
sche Gestaltung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ zu verleihen, soll hier-
mit eine Beschlussfassung über diesen wichtigen Arbeitsschritt erfolgen. Die nachfolgenden 
Arbeitspakete, die noch zu erarbeiten sind, bauen auf diesem Leitbild auf. Sowohl die Chan-
cen- und Mängelanalyse als auch die Strategieentwicklung analysieren die jetzige bzw. die 
zukünftige Mobilität anhand der aufgestellten Systematik. Auch die noch auszuschreibende 
Stufe 2 wird sich auf das Leitbild als Grundlage und Zielbild beziehen.  
Zudem bietet das Leitbild auch Planungssicherheit für kurzfristig anstehende Projekte der Mo-
bilitätsplanung sowie weiterer sektoraler Planungen, die sich am neuen Leitbild sowie den da-
mit zusammenhängenden neuen Zielen der zukünftigen städtischen Mobilität orientieren sol-
len.  
 
3.4. Visualisierung des Leitbilds 
Aktuell werden für die fünf Zielbilder Visualisierungen erstellt. Diese sollen das aktuell textba-
sierte Leitbild durch Bilder greifbarer und nahbarer machen und dienen der besseren Vermit-
telbarkeit gegenüber der Bürgerschaft. Diese Visualisierungen sollen in den folgenden Beteili-
gungsformaten verwendet werden. 
 
3.5. Erarbeitung von Indikatoren zur Messung der Zielerreichung 
Die im nachhaltigen Mobilitätsplan verankerten Maßnahmen sollen gemäß den Kriterien, wel-
che die Europäische Union an einen SUMP stellt, regelmäßig evaluiert werden. Die Bewer-
tung soll entlang der Zielbilder erfolgen. Hierfür werden im nächsten Schritt geeignete Indika-
toren festgelegt.  
Für jedes Zielbild wurden jeweils drei Attribute erarbeitet, die in den Erläuterungssätzen zu 
den jeweiligen Zielbildern festgehalten sind (siehe 3.2). Für jedes Attribut werden ein oder 
mehrere geeignete Indikatoren festgelegt, die dieses messbar machen. Damit wird eine Eva-
luation der Maßnahmen hinsichtlich ihrer Zielerreichung möglich. 
 
4. Beteiligung der politischen Gremien 
Die hier vorliegende Beschlussvorlage zum nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln – 
ein Leitbild für den nachhaltigen Mobilitätsplan“ soll nach Vorberatung durch den Verkehrs-
ausschuss vom Rat der Stadt Köln beschlossen werden. Im Anschluss an den Beschluss wer-
den alle Bezirksvertretungen per Mitteilung über den Beschluss informiert. Eine vorberatende 
Beteiligung der Bezirksvertretungen ist aus Sicht der Verwaltung nicht notwendig, da es sich 
ausschließlich um die gesamtstädtische strategische Ausrichtung der Mobilität ohne direkten 
Bezug zu bezirklichen Planungen oder Maßnahmen handelt. 
Im weiteren Verlauf der Erstellung und inhaltlichen Konkretisierung des nachhaltigen Mobili-
tätsplans ist eine Beteiligung der Bezirksvertretungen im Rahmen der Beratungen weiterer 
Beschlussvorlagen selbstverständlich vorgesehen. 
 
5. Auswirkungen auf den Klimaschutz 
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen. 
Mit dem nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“ werden die strategischen Grundla-
gen dafür entwickelt, den Umweltverbund weiter zu stärken und den Bürger*innen adäquate 
Mobilitätsmöglichkeiten im Vergleich zur Nutzung des privaten PKW zu bieten. Auch im Wirt-
schaftsverkehr werden aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes positive Auswirkungen zum Kli-
maschutz erwartet. Somit trägt dies alles u. a. zu einer möglichen Reduktion des Treibhaus-
gasausstoßes bei. Das Leitbild kann daher als positiver Beitrag zum Klimaschutz bewertet 
werden. 
 
Anlagen 
Öffentlichkeitsbeteiligung 
Besser durch Köln – ein Leitbild für den nachhaltigen Mobilitätsplan

Anlage 2 Leitbild_Besser durch Köln

36365 Zeichen

Besser durch Köln –  
ein Leitbild für  
den nachhaltigen 
Mobilitätsplan
Fassung vom 08.08.2023

2 3
Einleitung
Mobilität befindet sich im Wandel. Das 
Mobilitätsverhalten der Menschen ver-
ändert sich. Die Anforderungen des 
Handels und der Wirtschaft befinden 
sich in Transformation. Technologische 
Innovationen bieten neue Möglichkeiten, 
Mobilität angenehmer zu machen und 
dabei gesellschaftliche Teilhabe zu steigern. 
Gleichzeitig steigt der Druck, die negativen 
Auswirkungen der motorisierten Mobilität 
auf die lokale Umwelt und das globale Klima 
deutlich zu reduzieren und so ein gesün-
deres Leben in der Stadt zu ermöglichen 
– auch für zukünftige Generationen.
Für die Mobilität in Köln ergeben sich hie-
raus große Herausforderungen, aber auch 
die Chance, Köln zu einer zukunftsfähigeren 
und lebenswerteren Stadt zu machen. Mit 
dem nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser 
durch Köln“ sollen diese Herausforderun-
gen angegangen, die Chancen genutzt und 
die zukünftige Mobilität gestaltet werden. 
Grundlage dafür ist der Ratsbeschluss vom 
4. April 2019. Demnach ist das Ziel des 
nachhaltigen Mobilitätsplans, „eine verbes-
serte Erreichbarkeit der Stadt durch eine 
hochqualitative und nachhaltige Mobilität, 
die eine ausgewogene und integrierte Ent-
wicklung aller Verkehrsmittel beinhaltet“ zu 
erreichen. Die regionale Zusammenarbeit 
soll dabei besondere Beachtung finden.
Der nachhaltige Mobilitätsplan soll das 
Gesamtverkehrskonzept (GVK) aus dem 
Jahr 1992 ablösen und die Ziele des Strate-
giepapiers „Köln Mobil 2025“ fortschreiben. 
Des Weiteren ist er ein zentrales Werkzeug 
der Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspek-
tiven 2030+“ . Laut dieser Strategie verfolgt 
Köln „eine konsequente Verkehrswende 
weg vom motorisierten Individualverkehr 
hin zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten. “ 
Der nachhaltige Mobilitätsplan ist „für kon-
krete Maßnahmen und deren Umsetzung 
von zentraler Bedeutung. “
Der vorliegende Zwischenbericht stellt 
das Leitbild für den Mobilitätsplan vor und 
zeichnet ein Bild davon, wie Mobilität in 
Köln im Jahr 2035 aussehen soll. In Kapitel 
1 wird erläutert, welche Rolle das Leitbild 
für die Menschen in Köln und für die städ-
tische Mobilitätsplanung spielt. In Kapitel 
2 wird beschrieben, wie das Leitbild unter 
Einbeziehung der Verwaltung, vielfältigen 
Akteur*innen und der breiten Öffentlichkeit 
entstanden ist. In Kapitel 3 wird das Leitbild 
vorgestellt. Hier werden zudem wichtige 
Rahmenbedingungen für die Erreichung 
des Leitbildes erläutert. Weiterhin wird dar-
gestellt, wie die Zielindikatoren entwickelt 
werden, die das Leitbild messbar machen 
sollen. Nur so kann die erfolgreiche Umset-
zung des Leitbildes und der abgeleiteten 
Maßnahmen nachgehalten werden. Im 
Schlussteil erfolgt eine Zusammenfassung 
und die nächsten Schritte im Prozess wer-
den erläutert.
1. Die Rolle des Leitbildes
Das Leitbild soll in einer einfachen und 
zugänglichen Weise darstellen, wie wir uns 
im Jahr 2035 „besser durch Köln“ bewegen. 
Das Leitbild hat drei Funktionen:
 › Es soll für alle Menschen eine Vorstellung 
entwickeln, wie die Mobilität in Köln 
zukünftig aussehen wird.
 › Es bietet einen Orientierungsrahmen für 
die Einordnung und Weiterentwicklung 
bestehender sowie für die Ausgestaltung 
zukünftiger Konzepte und Beschlüsse.
 › Es gibt die Richtung für die weiteren Bear-
beitungsphasen (z. B. Maßnahmenplanung) 
des nachhaltigen Mobilitätsplans vor. 
Das Leitbild beschreibt,  
wie sich die Mobilität in Köln  
zukünftig entwickeln wird
Diskussionen über die Belange der 
Mobilitätsplanung haben nicht selten 
einen abstrakten oder sehr technischen 
Charakter. Bei konkreten Projekten oder 
Planungsvorhaben, wie beispielsweise der 
Kapazitätserweiterung der Stadtbahn auf 
der Ost-West-Achse oder der Umwandlung 
einer Kfz-Spur in einen Radfahrstreifen auf 
den Ringen, ist nicht immer klar, wie diese 
Projekte das Gesamtbild der Mobilität in 
Köln prägen werden.
Dies soll der nachhaltige Mobilitätsplan 
ändern. Durch das Leitbild soll aufgezeigt 
werden, wie Mobilität in Köln in Zukunft 
aussehen könnte. So soll die Mobilitäts-
planung zugänglicher gemacht werden 
und bei Einzelmaßnahmen soll deutlicher 
werden, auf welche Mobilitätszukunft diese 
hinwirken.
Um diesen Effekt zu verstärken, sind 
die Ziele des Leitbildes bewusst aus der 
 Ich-Perspektive formuliert. Auf diese Weise 
soll sichergestellt werden, dass sie nicht zu 
planerisch-abstrakt definiert sind, sondern 
für Menschen in Köln tatsächlich greifbar 
werden. Ein Beispiel hierfür: „Ich komme 
gut durch Stadt und Umland: Mobilität 
ist schnell, flexibel und gut vernetzt. “ Die 
hier verwendete Ich-Perspektive soll ganz 
verschiedene Personengruppen ein-
schließen: Bewohner*innen der Stadt Köln 
verschiedenen Alters, in unterschiedlichen 
Lebenslagen, mit vielfältigen Herkunftsge-
schichten und aller Geschlechter.
Arbeitnehmer*innen, Pendler*innen und 
Gäste werden dabei ebenso mitgedacht 
wie Gewerbetreibende, Lieferant*innen 
und Einsatzkräfte wie Feuerwehr und 
Rettungsdienste.
Die Formulierung eines Leitbildes aus der 
Perspektive der Menschen hat sich in vielen 
Städten als Erfolgsgarant erwiesen. London 
folgt zum Beispiel in der städtischen Ver-
kehrsplanung dem „Healthy Streets“-Ansatz. 
Dieser zeigt auf oberster Ebene, wie sich 
gesunde Straßen zukünftig anfühlen werden 
– beispielsweise „nicht zu laut“ und „einfach 
zu überqueren“ . Paris wiederum hat sich 
die „15-Minuten-Stadt“ zum Ziel gesetzt, 
in der alle wichtigen Alltagsbesorgungen 
mit nur 15 Minuten Wegezeit vom eigenen 
Wohnort erledigt werden können. Hamburg 
verspricht mit dem Hamburg-Takt, dass 
2030 für jede*n von morgens bis abends

4 5
ihre Ambitionen anhand der Leitbildziele 
überprüft und, wo nötig, weiterführende 
Maßnahmen vorgeschlagen (vgl. auch den 
nächsten Abschnitt). Auch für zukünftige 
Konzepte und Beschlussvorlagen soll das 
Leitbild als Orientierungsrahmen dienen.
Das Thema Logistik nimmt dabei eine 
Sonderposition ein. Der entstehende nach-
haltige Mobilitätsplan beschäftigt sich vor-
wiegend mit der Mobilität von Menschen. 
Zwar werden auch Wirtschaftsverkehre 
betrachtet, beispielsweise innerstädtische 
Lieferverkehre, dennoch stehen Güterver-
kehre beim nachhaltigen Mobilitätsplan 
nicht im Vordergrund. Diese werden statt-
dessen im zeitnah zu erstellenden Logistik-
konzept der Stadt Köln abgebildet. Eine 
enge Verzahnung dieses Logistikkonzeptes 
mit dem nachhaltigen Mobilitätsplan ist 
jedoch vorgesehen.
binnen fünf Minuten ein gutes öffentliches 
Mobilitätsangebot erreichbar sein wird. 
Inhaltlich-planerisch lassen sich diese Ideen 
nicht ohne Weiteres auf Köln übertragen 
(vgl. den Abschnitt „Die gezielte Einbindung 
von Verwaltung, Fachakteur*innen und Köl-
ner*innen für ein Leitbild aus Köln für Köln“). 
Was ihnen allen jedoch gemein ist, ist die 
Logik, das Mobilitätserlebnis der Menschen 
in den Vordergrund zu stellen. Dies tut auch 
unser nachhaltiger Mobilitätsplan und das 
hier vorgestellte Leitbild.
Das Leitbild bietet einen Orien-
tierungsrahmen für die beste-
hende und zukünftige Mobili-
tätsplanung
Eine wichtige Aufgabe des nachhaltigen 
Mobilitätsplans ist es, dass „bestehende 
Planungen und langfristige Konzepte sinnvoll 
verknüpft und an die Anforderungen einer 
klimafreundlichen, wachsenden Stadt ange-
passt werden“ . Das Leitbild spielt hier eine 
entscheidende Rolle, denn es liefert den Rah-
men, in den bestehende Konzepte eingeord-
net werden. Fünf Konzepte bzw. Beschlüsse 
sind hierbei von besonderer Bedeutung:
 › Das Strategiepapier Köln Mobil 2025 von 
2014 als bisheriges Zieldokument der 
Kölner Mobilitätsplanung: Es definiert 10 
Leitziele für die Entwicklung der Mobilität 
bis 2025 und formuliert den Anspruch, den 
Anteil des Umweltverbundes am Modal Split 
bis 2025/ 2030 auf zwei Drittel zu steigern.
 › Das Stadtentwicklungskonzept 
Kölner Perspektiven 2030+: Dieses 
Konzept bildet den stadtentwicklungs-
politischen Rahmen für die zukünftige 
Mobilitätsplanung.
 › Die klimapolitischen Zielsetzungen in 
der Mobilitätsplanung werden durch die 
Beschlüsse des Stadtrats von 2019 und 
2021 vorgegeben, den Klimanotstand 
auszurufen und die Klimaneutralität bis 
2035 sicherzustellen. Das Strategiepapier 
Köln Klimaneutral 2035 bietet für meh-
rere Bereiche einen Leitfaden zur Umset-
zung dieses Ziels, unter anderem auch für 
die Mobilität.
 › Für weitere Umweltfragen der Mobilität ist 
der Green City Masterplan maßgeblich, 
der die Einhaltung der EU-Grenzwerte für 
NOx-Emissionen zum Ziel hat.
 › Für die regionale Zusammenarbeit  
ist das Agglomerationskonzept 
Region  Köln / Bonn ein wichtiger 
Orientierungspunkt.
Darüber hinaus gibt es viele weitere sek-
torale Konzepte der Kölner Mobilitäts- und 
Stadtplanung – zum Beispiel den Nah-
verkehrsplan, Radverkehrskonzepte für 
alle Bezirke oder das Einzelhandels- und 
Zentrenkonzept. Zudem liegen politische 
Beschlüsse vor, die für die weitere Planung 
relevant sind – zum Beispiel den Beschluss 
zur Bearbeitung des MIV-Grundnetzes oder 
den Beschluss zum „Masterplan Parken“ .
Im bisherigen Erarbeitungsprozess wurden 
rund 50 Konzepte und Beschlüsse aus-
gewertet. Auch Planwerke und Beschlüsse, 
die sich noch in der Entstehung befinden, 
wurden – soweit zu diesem Zeitpunkt 
bekannt – berücksichtigt. Dazu gehö-
ren zum Beispiel die Ausgestaltung 
des MIV-Grundnetzes, das Raumbuch 
Mobilstationen und der zweite Teil des 
Logistikkonzepts.
Nach dem Beschluss des Leitbildes 
werden die bestehenden und laufenden 
Konzepte in das Leitbild aufgenommen, 
 Abbildung 1. Stimmungsbild zur zukünftigen Kölner Mobilität

6 7
2. Wie ist das Leitbild  
entstanden?
Ideen wie die „15-Minuten-Stadt“ oder 
„Healthy Streets“ haben Bekanntheit weit 
über die Grenzen der Städte hinaus erlangt, 
in denen sie zuerst angewendet wurden. 
Auch für die Mobilitätsplanung in Köln 
geben sie wichtige Impulse. Dennoch ist es 
nicht ratsam, diese Konzepte ohne Weiteres 
als Leitbild für die Kölner Mobilitätsplanung 
1:1 zu übernehmen.
Vielmehr geht es darum, ein auf Köln 
zugeschnittenes eigenständiges Leitbild 
zu entwickeln, das zu der Stadt und ihren 
Menschen passt und mit dem sich Köln 
identifiziert. Deshalb stellt das Leitbild das 
Mobilitätserlebnis der Menschen in den Vor-
dergrund. Das allein reicht jedoch nicht aus.
Für die Entwicklung des Leitbildes bedarf 
es einer klaren Struktur, die integrierte 
Planung ebenso ermöglicht wie einfache, 
zielgerichtete Kommunikation. Schließlich 
sollte sich das Leitbild aus der städtischen 
Diskussion selbst entwickeln und dafür 
braucht es eine rege Beteiligung am 
Leitbildprozess. Dieses Kapitel stellt die 
grundlegende Struktur des Leitbildes vor 
und beschreibt, wie diese Struktur im Laufe 
des bisherigen Beteiligungsverfahrens mit 
Leben gefüllt wurde.
Grundlage ist eine klare Struktur
Städtische Mobilität ist ein hochkomplexes 
Themenfeld. Verschiedenste Einzelthemen, 
unterschiedliche Verkehrsmittel und oft 
konträre inhaltliche Schwerpunktsetzun-
gen machen Mobilitäts-Diskussionen 
oft unübersichtlich. Auch bei den bereits 
erwähnten rund 50 relevanten Konzepten 
und Beschlüssen stellen sich ab einem 
bestimmten Punkt Fragen: Wie hängen 
diese Konzepte eigentlich zusammen? 
Überschneiden sie sich? Folgen sie noch 
einem übergeordneten Ziel?
Das Leitbild schafft Orientierung im Hin-
blick auf diese Fragen. Hierfür muss es 
aber selbst klar strukturiert sein. Zu diesem 
Zweck wurde bei dem Erstellungsprozess 
des Leitbildes die folgende, grundlegende 
Struktur gewählt (vgl. auch Abbildung 3): 
Auf oberster Ebene steht der Titel des nach-
haltigen Mobilitätsplans: Besser durch Köln. 
Der mit diesem Titel definierte Anspruch 
wird anschließend in fünf konkretere Ziele 
heruntergebrochen. Jedes Ziel beschreibt 
einen Teilbereich der Erfahrung, 2035 
besser durch Köln zu kommen. Jedes Ziel 
besteht wiederum aus vier Komponenten:
 › Das Zielbild beschreibt aus der erläuter-
ten „Ich-Perspektive“ , wie Mobilität sich  
im Jahr 2035 anfühlen soll.
 › Eine Zielbildvertiefung beschreibt die 
jeweiligen Inhalte genauer.
Das Leitbild gibt die Richtung für 
die weitere Erstellung des nach-
haltigen Mobilitätsplans vor
Auch für die weitere Erstellung des nach-
haltigen Mobilitätsplans gibt das Leitbild 
eine klare Ausrichtung vor. Insgesamt ist 
der weitere Erstellungsprozess in zwei 
Stufen aufgeteilt. Abbildung 2 zeigt die 
Arbeitspakete (AP) der ersten, momentan 
laufenden Stufe. Nach der Entwicklung 
des Leitbildes (AP 2) umfasst der nächste 
Schritt die Analyse von Chancen und Män-
geln im heutigen Mobilitätssystem (AP 3). 
Das Leitbild bietet eine inhaltliche Klammer 
dafür, die Chancen- und Mängelanalyse 
durchzuführen.
In AP 4 werden auf Basis der Chancen- und 
Mängel-Analyse anschließend strategische 
Maßnahmen herausgearbeitet, um Mängel 
zu beheben und Chancen zu nutzen. Beste-
hende Konzepte und Beschlüsse werden 
dabei berücksichtigt. Diese Maßnahmen 
werden in Strategieszenarien zusammen-
gefügt. Die Strategieszenarien werden 
miteinander verglichen und bewertet. Zum 
Abschluss der ersten Stufe wird ein Ziel-
szenario der Mobilitätsentwicklung für den 
Zeithorizont bis 2035 festgelegt. In der dar-
auffolgenden zweiten Stufe wird es darum 
gehen, das Zielszenario mit konkreteren 
Maßnahmen inklusive deren Budgetierung, 
Priorisierung, Zeitplanung, Ressourcen-
bedarf und Zuständigkeiten zu hinterlegen 
und ein Evaluationskonzept aufzustellen.
Abbildung 2. Arbeitsschritte der 1. Stufe zur Erstellung des nachhaltigen Mobilitätsplans

8 9
Im Prozess wurden insgesamt neun Betei-
ligungsgruppen, teils mehrmals, mit ein-
gebunden (vgl. auch Abbildung 5).  
Diese waren:
Stadtverwaltung:
 › Lenkungskreis bestehend aus Dezer-
nent*innen und Führungskräften der 
Fachämter zur Abstimmung von Themen 
auf der strategischen Ebene.
 › Dezernatsübergreifende Projektgruppe 
bestehend aus Mitarbeiter*innen rele-
vanter Fachämter anderer Dezernate 
zur Abstimmung von Themen auf der 
Arbeitsebene.
 › Dezernatsinterne Projektgruppe beste-
hend aus Mitarbeiter*innen der Fachämter 
des Dezernats für Mobilität zur Abstim-
mung von Themen auf der Arbeitsebene.
 › Zusätzliche Fachgespräche innerhalb der 
Verwaltung, um einen näheren Einblick in 
die Fachplanungsebene der verschiedenen 
mobilitätsrelevanten Bereiche zu erhalten.
Fachakteur*innen und Öffentlichkeit:
 › Mobilitätsbeirat als beratendes Gremium 
bestehend aus ca. 30 Vertreter*innen 
aus Politik, Verwaltung, Verkehrsbranche, 
Wirtschaft und Wissenschaft.
 › Forum MIV-Grundnetz und Kfz- Mobilität 
zur Begleitung der Gestaltung des 
MIV-Grundnetzes bestehend aus ca. 30 
Fachakteur*innen aus den Bereichen 
Wirtschaft und Wissenschaft.
 › Runder Tisch für Mobilität und Gesell-
schaft zur Kommentierung der Ergebnisse 
aus dem Blickwinkel „sozialverträgliche 
Mobilität“ bestehend aus Fachakteur*in-
nen und ca. 20 zufällig ausgewählten 
Einwohner*innen.
 › Online-Öffentlichkeitsbeteiligung als 
nicht-repräsentative Umfrage über das 
Beteiligungsportal der Stadt mit über 
9.000 Teilnehmenden.
 › Kinder- und Jugendbeteiligung zur Auf-
arbeitung der Wünsche und Perspektiven 
von Kindern und Jugendlichen, durchge-
führt in Zusammenarbeit mit 25 Schulen 
sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in 
allen Stadtbezirken. Es wurden damit rund 
600 Kinder und Jugendliche erreicht.
Die Einbindung erfolgte in vier Schritten 
(vgl. Abbildung 4): Zuerst wurden entlang 
der Frage „Wie soll die Mobilität in Köln 
im Jahr 2035 aussehen?“ Beschreibun-
gen gesammelt, das heißt Begriffe und 
Attribute, die ein positives Zukunftsbild 
der Mobilität beschreiben, beispielsweise 
„verständlich“ , „einfach“ , „sicher“ , „vernetzt“ 
 › Eine Visualisierung stellt darüber hinaus 
einen visuellen Eindruck der zukünftigen 
Mobilität dar.
 › Schließlich werden für jedes Ziel 
 messbare Indikatoren definiert.
Eine weitere Dimension sind konkrete Ziel-
werte je Indikator. Ein Beispiel verdeutlicht 
den Unterschied zwischen Zielindikator 
und Zielwert: Ein Zielindikator könnte 
beispielsweise der Ausstoß an Treibhaus-
gasen (gemessen in CO₂-Äquivalent) sein. 
Der Zielwert gibt hingegen an, wieviel 
 CO₂-Äquivalent reduziert werden soll. Das 
Leitbild selbst wird jedoch nur Zielindikato-
ren beinhalten. Konkrete Zielwerte werden 
erst im Laufe des weiteren Prozesses 
festgelegt (vgl. oben „Das Leitbild gibt die 
Richtung für die weitere Erstellung des 
nachhaltigen Mobilitätsplans vor“).
Während die Ebene der Ziele das Mobili-
tätserlebnis im Jahr 2035 widerspiegelt, 
werden im Prozess horizontal dazu liegende 
Handlungsfelder erarbeitet. Die Hand-
lungsfelder bündeln konkrete planerische 
Maßnahmen entlang von Verkehrsmitteln 
(z. B. dem ÖPNV) bzw. planerischen The-
menfeldern (z. B. der Stadtplanung).
Die gezielte Einbindung von Ver-
waltung, Fachakteur*innen und 
Kölner*innen für ein Leitbild aus 
Köln für Köln
Mobilität wird politisch und gesellschaft-
lich intensiv diskutiert. Nicht selten treffen 
dabei Positionen aufeinander, die auf den 
ersten Blick unvereinbar scheinen. Das Ziel 
des nachhaltigen Mobilitätsplans ist es, 
Maßnahmen zu erarbeiten und Lösungen zu 
finden, die die Mobilitätswende befördern 
und gleichzeitig für möglichst viele Betei-
ligte einen Mehrwert schaffen. Aus diesem 
Grund wird auch im Verlauf des Prozesses 
intensiv auf Beteiligungsformate gesetzt. In 
diesem Zusammenhang wurden Akteur*in-
nen aus der Stadtverwaltung sowie Fach-
akteur*innen, beispielsweise Verbände und 
Initiativen, und die Menschen in Köln in die 
Formulierung des Leitbildes eingebunden.
Abbildung 3. Struktur des Leitbildes
 Abbildung 4. Methode der Leitbild-Entwicklung

10 11
3. Das Leitbild: Was bedeu-
tet es, 2035 besser durch 
Köln zu kommen?
Im Folgenden wird das Leitbild vorgestellt. 
Dabei werden zuerst die Rahmenbedingun-
gen beschrieben, die bei der Realisierung 
des Leitbildes mitzudenken sind. Der zweite 
Abschnitt geht auf das Leitbild mit seinen 
fünf Zielbildern und Zielbildvertiefungen ein. 
Im dritten Abschnitt werden die Zielindika-
toren für die einzelnen Zielbilder vorgestellt.
Rahmenbedingungen für die 
Mobilität im Jahr 2035
Das Leitbild beschreibt die Mobilität in Köln, 
wie sie im Jahr 2035 aussehen könnte. Die 
Umsetzbarkeit dieses Leitbildes hängt von 
Rahmenbedingungen ab, die bei der weite-
ren Erstellung des nachhaltigen Mobilitäts-
plans berücksichtigt werden und an dieser 
Stelle benannt werden sollen:
 › Das Leitbild wird Schritt für Schritt rea-
lisiert. Das Leitbild soll zur Priorisierung 
und Beschleunigung verkehrsplanerischer 
Maßnahmen beitragen. Dennoch brauchen 
insbesondere große Infrastrukturprojekte 
Zeit. Die Mobilität in Köln wird sich daher 
nicht schlagartig ändern. Vielmehr soll 
das Leitbild für die kommenden Jahre ein 
Fahrplan für einen zielgerichteten und 
kontinuierlichen Wandlungsprozess sein.
 › Köln wird auf die Unterstützung anderer 
politischer Ebenen und Akteur*innen 
angewiesen sein. In der weiteren Ausar-
beitung und Konkretisierung des nachhal-
tigen Mobilitätsplans wird die Umsetzung 
des Leitbildes auch Hebel und Maß-
nahmen bedürfen, bei denen die Stadt 
Köln auf die Kooperation mit anderen 
Akteur*innen und administrativen Ebenen 
angewiesen ist. Hierzu zählen neben der 
Landes- und Bundesgesetzgebung auch 
die umliegenden Kommunen.
 › Das Leitbild muss auf technologische, 
gesellschaftliche, demografische und 
ökonomische Entwicklungen reagieren. 
Ungewissheit herrscht beispielsweise 
in Bezug auf die Weiterentwicklung des 
autonomen Fahrens sowie hinsichtlich 
der Bevölkerungsentwicklung in Stadt 
und Umland, des Mobilitätsverhaltens und 
der wirtschaftlichen Entwicklung. Solche 
externen Faktoren werden im folgenden 
Prozess durch die Erstellung von Umfeld-
szenarien aufgearbeitet und bei der weite-
ren Planung berücksichtigt.
 › Die Maßnahmen zur Realisierung des 
Leitbildes müssen finanzierbar sein. 
Finanzierbarkeit ist eine Grundvoraus-
setzung für eine gelungene Mobilitätspla-
nung und wird daher im weiteren Prozess 
berücksichtigt. Zum Beispiel werden bei 
der Bewertung verschiedener Szenarien 
in AP 4 nicht nur die verkehrlichen Wir-
kungen und die Umsetzungswahrschein-
lichkeit der strategischen Maßnahmen 
berücksichtigt. Es werden auch erste 
Kostenschätzungen vorgenommen, die 
es in der zweiten Phase des nachhaltigen 
Mobilitätsplans zu vertiefen gilt.
und „bedarfsgerecht“ . Auch die wichtigsten 
bestehenden Konzepte, beispielsweise 
Köln Mobil 2025, wurden in diesem Schritt 
betrachtet. Beschreibungen aus den dort 
formulierten Zielen wurden ebenfalls in 
die Sammlung von Beschreibungen mit 
aufgenommen.
Anschließend wurden aus der Sammlung 
diverser Attribute und Ideen fünf Zielbilder 
für das Leitbild herausgearbeitet. Dies 
erfolgte durch einen Workshop mit der 
Verwaltung im Dezember 2022, in dem die 
Beschreibungen von den Teilnehmenden 
priorisiert wurden. Zudem wurde in einer 
Onlinebeteiligung für die breite Öffentlich-
keit im Februar 2023 die Wichtigkeit der 
gesammelten Attribute auf einer Skala von 
1 bis 5 bewertet (z. B. „Ich kann mich ent-
spannt in meinem Veedel bewegen“).
Bei der Formulierung der Zielbilder für den 
ersten Leitbildentwurf wurde anschließend 
auf den priorisierten Attributen aufgebaut. 
Parallel zu diesem Prozess wurden die 
Zielbilder mit bestehenden Konzepten und 
auch deutschlandweiten und internatio-
nalen „Best Practices“ verglichen (für eine 
genaue Zuordnung unterschiedlicher For-
mate zu den vier Schritten vgl. Abbildung 5.)
Im dritten Arbeitsschritt wurde das Leitbild 
vertieft. Dies erfolgte durch die Entwicklung 
von Zielbildvertiefungen, die im nächsten 
Kapitel vorgestellt werden. In verschiede-
nen Beteiligungsformaten wurde gefragt 
„Was muss Köln bei dem Ziel besonders 
beachten?“ und „Welche Lücken sehen 
Sie?“ . Im weiteren Verlauf wurde mit den 
Teilnehmenden des Lenkungskreises und 
Mobilitätsbeirats gemeinsam am Text des 
Leitbildes gearbeitet. Die Finalisierung des 
Leitbildes ist das Ergebnis eines umfassen-
den und vielfältigen Beteiligungsprozesses.
Abbildung 5. Nutzung von Formaten im Leitbild-Entwicklungsprozess

12 13
Bei der Weiterentwicklung der Infra-
struktur wurden technische Innovationen 
berücksichtigt.
Mobilitätsangebote sind darüber hinaus 
gut vernetzt. Digitale Angebote und Mobil-
stationen ermöglichen den nahtlosen 
Übergang zwischen Sharing-Angeboten 
und öffentlichem Verkehr. Ein Netz an Bike 
& Ride - sowie Park & Ride-Anlagen erleich-
tert intermodales Reisen, insbesondere 
auch auf Pendelstrecken.
Ich erledige vieles direkt im Veedel:  
Veedel ermöglichen kurze Wege, laden 
zum Verweilen ein und stellen Erreichbar-
keit sicher.
Die Kölner Veedel sind lebens- und liebens-
werte Orte, die zur aktiven Fortbewegung 
einladen.
Viele Orte des täglichen Lebens sind auf 
kurzem Wege zu Fuß oder mit dem Rad zu 
erreichen. Hierzu tragen kompakte, durch-
mischte und vielfältige Stadtteile bei. Die 
Nahversorgung und das nächste Bezirks-
zentrum sind gut zu erreichen.
Die Veedel laden zum Verweilen ein. Die 
Neuverteilung des Straßenraums hat Platz 
für spielende Kinder, Begegnungen zwi-
schen Menschen und Stadtgrün geschaf-
fen. Es fahren spürbar weniger Autos und  
sie bewegen sich langsamer durch die Straßen.
Die Erreichbarkeit wird dabei sichergestellt. 
Einsatzkräfte, Handwerker*innen, Liefe-
rant*innen und andere Gewerbetreibende 
kommen ans Ziel. Mobilitätseingeschränkte 
Menschen haben Zugang zu angemessener 
Mobilität und auch Patient*innen und 
Kund*innen erreichen ihre Ziele.
Ich kann am gesellschaftlichen Leben teil-
haben: Mobilität ist barrierefrei, bezahlbar 
und eröffnet Chancen.
Mobilität ermöglicht es Menschen, selbst-
bestimmt und unabhängig von Alter, 
Geschlecht, Gesundheit, familiärer Situa-
tion, Vermögen oder Herkunft am gesell-
schaftlichen Leben teilzuhaben.
Die Angebote des ÖPNV sind durchweg 
barrierefrei und auch im Straßenraum 
wurde dieses Ziel umfangreich berücksich-
tigt, so dass beispielsweise Senior*innen 
gut mobil sein können. Sollten relevante 
Verkehrsmittel oder Infrastrukturen, zum 
Beispiel Aufzüge, einmal ausfallen, so wer-
den Menschen, die Bedarf haben, schnell 
über digitale Angebote informiert.
Mobilität ist bezahlbar. Jeder Mensch in 
Köln kann sich Fahrten mit dem ÖPNV leis-
ten. Dort wo Leistungen, die die Mobilität 
betreffen, zukünftig mehr kosten, wie zum 
Beispiel beim Bewohnerparken, werden 
diese sozial gerecht gestaltet.
Schließlich eröffnet Mobilität Chancen. 
Insbesondere Kölner Sozialraumgebiete 
sind gut angebunden und das Angebot ist 
nicht nur auf klassische Pendelverkehre 
ausgelegt. Komplexere Wegeketten aus 
Erledigungen und dem Holen und Bringen 
von Kindern sind gut ohne eigenes Auto 
zurückzulegen. Auch Menschen, die bei-
spielsweise noch nicht lange in Deutsch-
land leben oder Köln als Tourist*innen 
besuchen, finden sich zurecht, denn Mobili-
tät ist verständlich.
 › Das Leitbild bezieht sich vorwiegend auf 
die Mobilität, muss aber ggf. mit anderen 
Politikfeldern in Einklang gebracht wer-
den. Mobilität ist ein wichtiger, aber nicht 
der einzige Aspekt städtischen Lebens. 
So ist sie zum Beispiel eng mit der räum-
lichen Stadtentwicklung, der Wirtschafts-
förderung, der Quartiersplanung und 
der Klimapolitik verbunden. Da Mobilität 
integriert und ganzheitlich betrachtet 
werden muss, gibt das Leitbild nicht nur 
Orientierung für die Verkehrsplanung. Es 
berührt auch angrenzende Themenfelder 
und stellt so wichtige Schnittstellen sowie 
Handlungsimpulse für diese dar. Dort, wo 
bereits Konzepte für diese angrenzenden 
Felder existieren, wurden sie bei der 
Erstellung des Leitbildes mitgedacht. Den-
noch kann es in Zukunft zur Weiterent-
wicklung angrenzender Themenfelder und 
damit durchaus zu Zielkonflikten kommen. 
Diese sollten entsprechend frühzeitig 
adressiert und moderiert werden.
Das Leitbild: Besser durch Köln
Der nachhaltige Mobilitätsplan der Stadt 
Köln formuliert einen klaren Anspruch: 
„Besser durch Köln“ . Aber was bedeutet 
es, besser durch Köln zu kommen? Das 
folgende Leitbild, in enger Zusammenarbeit 
mit Verwaltung, Fachakteur*innen und der 
breiten Öffentlichkeit erstellt (vgl. Kapitel 2), 
soll dies verdeutlichen. Dazu bricht es den 
Anspruch des Mobilitätsplans in fünf Ziel-
bilder für die Kölner Mobilität im Jahr 2035 
herunter. Diese Zielbilder sind aus der „Ich“-
Perspektive formuliert und beschreiben so 
das Mobilitätserlebnis in Köln im Jahr 2035. 
Besser durch Köln bedeutet:
 › Ich komme gut durch Stadt und Umland.
 › Ich erledige vieles direkt im Veedel.
 › Ich kann am gesellschaftlichen Leben 
teilhaben.
 › Ich fühle mich wohl, wenn ich unterwegs bin.
 › Ich bewege mich aktiv und tue etwas für 
Umwelt und Klima.
Im Folgenden werden diese Zielbilder 
durch Zielbildvertiefungen detaillierter 
beschrieben. Die dabei genutzten Bei-
spiele erheben jedoch keinen Anspruch 
auf Vollständigkeit und sind nicht als ver-
kehrspolitische Maßnahmen zu verstehen. 
Konkrete Maßnahmen werden erst im Laufe 
des Folgeprozesses erarbeitet, abgestimmt 
und bewertet.
Ich komme gut durch Stadt und Umland: 
Mobilität ist schnell, zuverlässig und gut 
vernetzt.
Mobilität stärkt Kölns  Attraktivität 
als Wohn ort, Arbeits ort und 
Wirt schafts stand ort.
Auf dem Weg durch Köln, nach Köln hinein 
und in das Umland kommen Bewoh-
ner*innen, Gäste, Arbeitnehmer*innen 
und Gewerbetreibende angemessen 
schnell voran. Gut erhaltene Infrastruktur 
sowie intelligente Verkehrsführung und 
- steuerung tragen zu einem optimierten 
Verkehrsfluss auf den Kfz-Hauptrouten bei. 
Ein leistungsstarker ÖPNV und gut aus-
gebaute, schnelle Radverbindungen bieten 
wirkliche Alternativen zum Pkw.
Mobilität ist zuverlässig. Die nächste 
ÖPNV-Station und geteilte Mobilitäts-
angebote sind gut erreichbar. Busse und 
Bahnen sind pünktlich und verkehren in 
attraktiven, gut abgestimmten Takten und 
auch zu Tagesrandzeiten. Autonome Fahr-
zeuge tragen, je nach Geschwindigkeit der 
technologischen Entwicklung, zu einem 
flexibleren Angebot bei.

14 15
Das Leitbild messbar machen: 
Die Zielindikatoren
Die Zielbilder beschreiben, wie Mobilität 
zukünftig aussehen soll. Aber wie wissen 
wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind, 
diese Zielbilder auch zu erreichen? Um 
diese Frage beantworten zu können, ist es 
nötig, den Fortschritt auf dem Weg zum 
Leitbild messbar zu machen. Dafür werden 
aus den fünf Zielbildern als nächstes Zielin-
dikatoren abgeleitet. Maßgeblich sind dabei 
die jeweiligen für das Zielbild erarbeiteten 
Attribute. Für das Zielbild „Ich fühle mich 
wohl, wenn ich unterwegs bin“ sind dies 
zum Beispiel die Attribute „sicher“ , „sauber“ 
und „Rücksichtnahme“ .
Bei der Auswahl der Indikatoren sind drei 
Kriterien wichtig:
 › Bereits bestehende Festlegungen: Zu 
Beginn des Auswahlprozesses wird 
herausgearbeitet, welche Indikatoren 
bereits durch bestehende Beschlüsse 
bzw. Konzepte der Stadt Köln festgelegt 
oder etabliert sind (z. B. CO₂e). Darüber 
hinaus werden gesetzliche Vorgaben (z. B. 
zu Luftschadstoffe) und die Sustainable 
Urban Mobility Indicators (SUMI) der 
EU und deren laufende Überarbeitung 
berücksichtigt.
 › Relevanz für die Messung der definierten 
Ziele: Bereits während der Erarbeitung der 
Leitbildvertiefungen wurden die Vertiefun-
gen mit möglichen Indikatoren abgeglichen. 
Nach der Fertigstellung der Leitbildver-
tiefungen werden jene Indikatoren für das 
Leitbild ausgewählt, die die dargestellte 
Mobilitätserfahrung am direktesten messen. 
Aus diesem Grund sollen neben objektiv 
messbaren Indikatoren auch umfrageba-
sierte Indikatoren für den Bereich der Wahr-
nehmung vorgeschlagen werden.
 › Gute Messbarkeit: Schließlich wird geprüft, 
ob die Stadt Köln bereits über Daten zur 
Messung des jeweiligen Indikators verfügt 
oder ob eine unrealistische Menge an 
neuen Daten erfasst werden müsste.  
So wird sichergestellt, dass die definierten 
Indikatoren auch tatsächlich zum weiteren 
Prozess und zur längerfristigen strategi-
schen Steuerung beitragen können.
Das Leitbild ist das Ergebnis einer ersten, 
intensiven Phase in der Erstellung des 
nachhaltigen Mobilitätsplans. Bereits jetzt 
sind viele Gedanken und Diskussionen mit 
Kölner*innen, mit der Verwaltung und Ver-
tretern der Wirtschaft und Zivilgesellschaft 
in die Erstellung eingeflossen. Für den über-
geordneten Prozess ist das Leitbild aber nur 
der erste Schritt. In den folgenden Monaten 
wird es darum gehen, zu erarbeiten, was 
zur Erreichung des Leitbildes notwendig 
ist. Dies wird mit weiteren und zunehmend 
konkreten Diskussionen einhergehen. Die 
Aufgabe des Leitbildes wird es sein, diese 
Diskussionen immer wieder zur Frage 
zurückzuführen: Wie kommen wir zukünftig 
„besser durch Köln“?
Ich fühle mich wohl, wenn ich unterwegs 
bin: Mobilität ist sicher, sauber und Men-
schen nehmen Rücksicht aufeinander.
Köln ist ein lebendiger Ort und Menschen 
fühlen sich wohl, wenn sie unterwegs sind.
Mobilität ist sicher. Kinder können sich 
im Umfeld ihres Wohnortes und auf dem 
Schulweg sicher bewegen und Jugendliche 
autonom in der Stadt unterwegs sein. Angst-
räume wurden konsequent reduziert und 
ihrer Entstehung wurde bei neuen Ange-
boten von Beginn an vorgebeugt. Schwere 
Unfälle sind die absolute Ausnahme.
Öffentliche Verkehrsmittel und Straßen 
sind sauber. Auch ein übersichtlicher und 
geordneter öffentlicher Straßenraum trägt 
zum Wohlbefinden bei, denn so stehen Ver-
kehrsmittel nicht im Weg.
Menschen nehmen aufeinander Rücksicht. 
Die Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur, 
Kontrollen und die Sensibilisierung für die 
Perspektiven aller Verkehrsteilnehmer*in-
nen fördern mehr Miteinander auf den 
Straßen unserer Stadt.
Ich bewege mich aktiv und tue etwas für 
Umwelt und Klima: Mobilität trägt zu einem 
gesünderen Stadtleben bei und fördert 
Klimaneutralität sowie die Anpassung an 
Klimafolgen.
Durchmischte Stadtteile vermeiden 
längere Wege durch die Stadt. Attraktive 
Mobilitätsangebote, eine ÖPNV-orientierte 
Siedlungsentwicklung und mehr Sicherheit 
auf den Straßen motivieren die Menschen 
in Köln, ihre Fortbewegung zunehmend auf 
das Zufußgehen, das Rad sowie öffentliche 
und Sharing-Angebote zu verlagern. Bei 
den verbleibenden Kfz-Verkehren sind 
alternative, nachhaltige Antriebsformen 
wie die Elektromobilität weit verbreitet. 
Die notwendige Ladeinfrastruktur ist vor-
handen. Auch andere Technologien wie 
Wasserstoffantriebe leisten, dort wo sie 
effizient und ökologisch sinnvoll sind, einen 
Beitrag zur Antriebswende.
So trägt Mobilität zu einem gesünderen 
Leben für die in Köln wohnenden Menschen 
bei, denn einerseits haben aktive Mobili-
tätsformen an Beliebtheit gewonnen und 
andererseits gibt es weniger Lärm und 
Luftschadstoffe.
Auch die Treibhausgasemissionen des 
Verkehrssektors wurden aufgrund dieser 
Maßnahmen stark reduziert und Mobilität in 
Köln leistet einen wichtigen und den erfor-
derlichen Beitrag zur Klimaneutralität.
Schließlich trägt der Mobilitätssektor auch 
zur Anpassung an die Folgen des Klima-
wandels bei. Entsiegelung und Begrünung 
von Flächen bieten Abkühlung bei Hitze und 
erlauben Versickerung bei Starkregen. Infra-
struktur und Angebote im Mobilitätsbereich 
wurden so angepasst, dass sie den negativen 
Folgen des Klimawandels trotzen können.

16 17
 › Stadtentwicklungsprojekte:
 › Deutzer Hafen
 › Parkstadt Süd
 › Kreuzfeld
 › Rondorf-Nordwest
 › Mülheim-Süd
 › Max-Becker-Areal
 › Fortschreibung städtebaulicher Master-
plan Innenstadt Köln (dabei insbesondere 
Qualifizierung Innerer Grüngürtel und 
Ost-West-Achse)
 › Grundlagenuntersuchung Mobilität im 
Rahmen des Agglomerationskonzeptes 
des Region Köln/ Bonn e. V.
 › Verbandsweites Konzept für die Errich-
tung von Mobilstationen (go.Rheinland)
 › Maßnahmenkonzept Bahnknoten Köln, 
insbesondere S-Bahn-Zielnetz
 › Agglomerationskonzept des Region Köln/
Bonn e. V.
 › Regionalplan Köln
 › NVR-Nahverkehrsplan SPNV
 › Anmeldungen zum ÖPNV-Bedarfsplan
 › Bundesverkehrswegeplan 2030
 › Park-and-Ride Konzept für die Stadt Köln
 › Bike-and-Ride Konzept für die Stadt Köln
 › KVB – Fahrradverleihsystem
Beschlüsse
 › 14.02.2019: „Gesamtnetzbetrachtung“ 
(Antrag 0171/2019)
 › 27.06.2019: „Klimanotstand“ (Beschluss-
vorlage 2081/2019)
 › 10.09.2019: „Preise der KVB senken“ 
(Bürgereingabe Az. B 09/19) (Mitteilung 
2685/2019)
 › 06.02.2020: „Nachhaltige Urbane 
Mobilitätsplanung (Sustainable Urban 
Mobility Plan - SUMP)“ (Beschlussvorlage 
2609/2019)
 › 20.04.2021: „Nachhaltige Urbane Mobili-
tätsplanung (Sustainable Urban Mobility 
Plan - SUMP)”
 › „Bedarfsfeststellung für die externe 
Beauftragung von Stufe 1“ (Beschlussvor-
lage 0313/2021)
 › 24.06.2021: „Ein neu definiertes Grund-
netz für den Motorisierten Individualver-
kehr“ (Antrag 0566/2021)
 › 24.06.2021: „Verankerung des Ziels der 
gesamtstädtischen Klimaneutralität in 
Köln bis 2035“ (Antrag 1377/2021)
Anhang: Berücksichtigte 
Konzepte und Beschlüsse
Konzepte
 › Gesamtverkehrskonzept Köln von 1992
 › Köln mobil 2025
 › Kölner Perspektiven 2030+
 › Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßen-
raum (2. Ausbaustufe)
 › Masterplan Parken
 › Erstellung eines Raumbuchs Mobilstatio-
nen (Köln)
 › Machbarkeitsstudie Rheinpendel
 › Carsharing-Konzept
 › 3. Nahverkehrsplan Köln
 › ÖPNV-Netzentwicklung
 › Flächennutzungsplan Köln
 › Einzelhandels- und Zentrenkonzept
 › Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft 
– Büroflächenerhebung
 › Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft – 
Gewerbe- und Industrieflächengutachten
 › Stadtentwicklungskonzept Wohnen
 › Wasserbuskonzept
 › Green City Masterplan
 › Lärmaktionsplanung nach 
EU-Umgebungslärmrichtlinie
 › Luftreinhalteplan
 › Köln Klimaneutral 2035
 › LKW-Führungskonzept 2012
 › MIV-Grundnetz
 › Stadtentwicklungskonzept 
Logistik – Teil 1: Analyse, Trends, 
Handlungsempfehlungen
 › Radverkehrskonzept Lindenthal/Sülz/
Klettenberg
 › Radverkehrskonzept Innenstadt
 › Radverkehrskonzept Ehrenfeld
 › Radverkehrskonzepte für die Stadtbezirke 
Mülheim, Kalk, Porz, Rodenkirchen, Lin-
denthal-West, Chorweiler und Nippes
 › Rad-Hauptroutennetz (Radschnellverbin-
dungen und Vorrangrouten)
 › Radhauptnetze für alle Stadtbezirke
 › Rechtsrheinische Pendlerrouten
 › Radschnellweg Köln-Frechen

Die Oberbürgermeisterin
Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung 
Tippingpoints GmbH
Bildnachweis
Jan Buckard 
13-ST/68/07.2023

Beratungsverlauf (2)

22.08.2023 Verkehrsausschuss
TOP 4.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
07.09.2023 Rat
TOP 10.8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Brückenstraße 5

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
2060/2023
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
11.08.2023
Erstellt
23.06.2023 16:33